{"id":12404,"date":"2012-03-05T08:41:15","date_gmt":"2012-03-05T07:41:15","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12404"},"modified":"2012-03-05T08:44:28","modified_gmt":"2012-03-05T07:44:28","slug":"hinweise-des-tages-1585","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12404","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;Mehr&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (KR\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12404#h01\">Ursula Engelen-Kefer &ndash; Einfach zu wenig<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12404#h02\">Eurokrise<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12404#h03\">Freiheit geh&ouml;rt nicht nur den Reichen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12404#h04\">Die Reichen schr&ouml;pfen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12404#h05\">Viele Mythen um das Drei-Jahre-Geld der EZB<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12404#h06\">Joseph Stiglitz &ndash; Income inequality bad for economy<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12404#h07\">Will Wall Street Ever Face Justice?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12404#h08\">Hausgemachte Wohnungsnot<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12404#h09\">Arme sparen sich den Arzt &ndash; auf Kosten ihrer Gesundheit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12404#h10\">Was kosten Privatisierungen?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12404#h11\">Privatisierung der Polizei<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12404#h12\">Kontroverse Debatte zur Abgeordnetenbestechung im Bundestag<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12404#h13\">ACTA-Farce im EU-Parlament<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12404#h14\">Gute Laune im Polizeistaat<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12404#h15\">Microsoft und CDU-Wirtschaftsrat &ldquo;Die Landesdatensch&uuml;tzer m&uuml;ssen weg&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12404#h16\">Merkel schmiedet EU-B&uuml;ndnis gegen Sarkozys Herausforderer<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12404#h17\">&bdquo;Putins Mehrheit wird diffamiert&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12404#h18\">Viktor Orb&aacute;n im Gespr&auml;ch &ndash; &bdquo;Es gibt ein verborgenes Europa&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12404#h19\">Copyright als Raubrittertum<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12404#h20\">Wiesbadener Appell &ndash; f&uuml;r ein umfassendes Streikrecht<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"?p=12404&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Ursula Engelen-Kefer &ndash; Einfach zu wenig<\/strong><br>\nDie EU will ihren Fiskalpakt mit Wachstumsf&ouml;rderung flankieren. Aber was hier als Hilfe verkauft wird, ist nicht mehr als ein T&auml;uschungsman&ouml;ver. [&hellip;]<br>\nDie vorgeschlagenen Ma&szlig;nahmen zur Bek&auml;mpfung der Jugendarbeitslosigkeit sind ein dreistes T&auml;uschungsman&ouml;ver. So sollen 82 Milliarden Euro aus nicht abgerufenen Mitteln der Europ&auml;ischen Strukturfonds den L&auml;ndern mit hoher Jugendarbeitslosigkeit zugutekommen. Allerdings ist ein gro&szlig;er Teil davon in den EU-Mitgliedsl&auml;ndern l&auml;ngst verplant und steht somit gar nicht zur Verf&uuml;gung. Dass die F&ouml;rdergelder aus den EU-Fonds in den Krisenl&auml;ndern nicht ausreichend genutzt werden, liegt nicht nur an der Br&uuml;sseler B&uuml;rokratie und M&auml;ngeln nationaler Verwaltungen, sondern auch an der finanziellen Eigenbeteiligung. Diese k&ouml;nnen die Krisenl&auml;nder infolge rigoroser Sparzw&auml;nge nicht aufbringen. Sollen die EU-Strukturfonds tats&auml;chlich beim Abbau der Jugendarbeitslosigkeit helfen, braucht man geeignete Konzepte und Verfahren sowie gen&uuml;gend zus&auml;tzliches Geld.<br>\nGeradezu als Hohn m&uuml;ssen es die Menschen empfinden, wenn zur Bek&auml;mpfung der Jugend&shy;arbeitslosigkeit die Flexibilisierung der Arbeitsbedingungen vorgeschlagen wird.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.freitag.de\/politik\/1209-gastkommentar1\">Der Freitag<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Eurokrise<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Der griechische Dauerpatient<\/strong><br>\nStreitgespr&auml;ch &uuml;ber Griechenland, die Finanzkrise und Ratingagenturen<br>\nMax Otte und J&uuml;rgen Matthes im Gespr&auml;ch mit Ulrich Ziegler<br>\nGriechenland sollte aus dem Euro austreten und Ratingagenturen sollten abgeschafft werden, meint Professor und Fondsmanager Max Otte. Dem widerspricht J&uuml;rgen Matthes, wissenschaftlicher Mitarbeiter beim Institut der deutschen Wirtschaft K&ouml;ln.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dradio.de\/dkultur\/sendungen\/tacheles\/1692935\/\">Deutschlandradio Kultur<\/a><\/li>\n<li><strong>Ende eines Alptraums<\/strong><br>\nDie Iren sollen nach dem Lissabon-Vertrag nun auch &uuml;ber den Beitritt zur Fiskalunion abstimmen. Eine Ablehnung w&auml;re ein Erfolg f&uuml;r Europa und die Demokratie<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.freitag.de\/politik\/1209-ende-eines-alptraums\">Der Freitag<\/a><\/li>\n<li><strong>Desaster-Arbeitsmarktdaten f&uuml;r Februar aus Spanien<\/strong><br>\nDas spanische Arbeitsministerium berichtete heute f&uuml;r den Monat Februar 2012 von einem weiteren st&uuml;rmischen Anstieg der offiziell registrierten Arbeitslosen in den &ouml;ffentlichen spanischen Arbeitsverwaltungen. Die Zahl der registrierten Arbeitslosen stieg zum Vormonat um +112&rsquo;269 bzw. um +2,44%, auf 4,712098 Millionen Spanier ohne Job. In allen Wirtschaftsbereichen stieg die Arbeitslosigkeit, in der Landwirtschaft um +11&rsquo;219 neue Arbeitslose zum Vormonat, im Dienstleistungsbereich, um kr&auml;ftige +59&rsquo;230, in der spanischen Industrie um +10&rsquo;269 und beim Bau um +15&rsquo;656. Zum Vorjahresmonat stiegen insgesamt die registrierten Arbeitslosen um relevante +412&rsquo;835 bzw. um +9,6%.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.querschuesse.de\/desaster-arbeitsmarktdaten-fur-februar-aus-spanien\/\">Querschuesse<\/a><\/li>\n<li><strong>Mehrheit der EU-Staaten erh&ouml;ht Mindestl&ouml;hne &ndash; doch starker Druck durch Euro-Krise<\/strong><br>\nVon 27 Mitgliedsstaaten der Europ&auml;ischen Union verf&uuml;gen 20 &uuml;ber einen allgemeinen gesetzlichen Mindestlohn. Die Mehrheit unter ihnen hat ihre Lohnuntergrenze k&uuml;rzlich angehoben. Doch vor allem in den Euro-Krisenstaaten stehen Mindestl&ouml;hne unter Druck, zeigt der neue Mindestlohnbericht des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) in der Hans-B&ouml;ckler-Stiftung. Der konjunkturellen Entwicklung in den angeschlagenen L&auml;ndern drohen dadurch zus&auml;tzliche Risiken.<br>\n9,22 Euro in Frankreich, 8,88 Euro in den Niederlanden &ndash; zum 1. Januar 2012 haben neun EU-L&auml;nder ihre gesetzlichen Mindestl&ouml;hne erh&ouml;ht. Gro&szlig;britannien, Bulgarien und Luxemburg hatten schon im vergangenen Herbst aufgeschlagen. Im Gro&szlig;herzogtum gilt der h&ouml;chste Mindestlohn in der EU, dort haben Besch&auml;ftigte nun einen Anspruch auf mindestens 10,41 Euro brutto pro Stunde. Gleichwohl hat die Krise in der Eurozone den Anstieg der Mindestl&ouml;hne stark gebremst. &ldquo;Obwohl zwischen der aktuellen Verschuldungsproblematik und der Entwicklung der Mindestl&ouml;hne kein direkter &ouml;konomischer Zusammenhang besteht, wird unter dem Druck der EU eine restriktive Mindestlohnpolitik mittlerweile als fester Bestandteil der derzeit vorherrschenden Austerit&auml;tspolitik gesehen&rdquo;, konstatiert WSI-Experte Dr. Thorsten Schulten. Der Mindestlohnbericht erscheint in der Ausgabe 2\/2012 der WSI-Mitteilungen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/11493_39089.htm\">Hans-B&ouml;ckler-Stiftung<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Freiheit geh&ouml;rt nicht nur den Reichen<\/strong><br>\nDer Markt bietet den idealen Raum f&uuml;r die Freiheit. Auf den Staat setzen die Freunde der Gleichheit. So hat Rainer Hank vor wenigen Tagen hier argumentiert. Dagegen regt sich Widerspruch: Wer heute ein freies Leben f&uuml;hren will, muss den ungez&uuml;gelten Markt bek&auml;mpfen. Sagt Lisa Herzog. [&hellip;]<br>\nIn letzter Zeit waren es vor allem die neoliberalen Schlachtrufe Chicagoer Provenienz, die sich f&uuml;r den brachialen Abbau von Staatst&auml;tigkeit fast jeder Art einsetzten &ndash; eben fast alles, was &uuml;ber den Schutz individueller Rechte hinausgeht. Man kann Wirtschaftsliberaler sein, ohne diese radikalen Forderungen zu teilen. Gemeinsam ist allen Formen jedoch: Hier wird die Freiheit des Marktes hochgehalten, und dem Staat wird ein gewisses Misstrauen entgegengebracht, sobald er &uuml;ber die Minimalfunktion der Rechtesicherung hinausgeht. Wenn, frei nach Carl Schmitt, das Schema von Freund und Feind zentral f&uuml;r die Politik ist, ist der Feind hier ein Staat, der &uuml;ber seine eigentliche Aufgabe hinausgeht und schlingpflanzenartig das freie Spiel des Marktes zu ersticken droht. [&hellip;]<br>\nFreiheitseinschr&auml;nkend, und somit rechtfertigungsbed&uuml;rftig, ist f&uuml;r den neuen Liberalismus nicht mehr nur staatlicher Zwang, sondern auch der Mangel an Zugangsm&ouml;glichkeiten und Ressourcen, der im Kapitalismus weite Teile der Bev&ouml;lkerung bedrohen kann. Im Freund-Feind-Schema zugespitzt: F&uuml;r den neuen Liberalismus ist gerade der ungez&uuml;gelte Markt ein Feind der Freiheit. Besonders ist er es, wenn er extreme Ungleichheiten erzeugt, die Machtverh&auml;ltnisse und einseitige Abh&auml;ngigkeiten zementieren, wenn er nicht mehr f&uuml;r Vollbesch&auml;ftigung sorgt, sondern in ein Keynessches Gleichgewicht bei Unterbesch&auml;ftigung f&auml;llt. Und wenn bestimmte Personengruppen, zum Beispiel junge Familien, durch Marktstrukturen besonders benachteiligt werden und es ihnen schwer gemacht wird, ein selbstbestimmtes Leben zu f&uuml;hren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/essay-freiheit-gehoert-nicht-nur-den-reichen-11671401.html\">FAZ<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Die Reichen schr&ouml;pfen<\/strong><br>\nDer Pr&auml;sidentschaftskandidat der franz&ouml;sischen Sozialisten fordert einen Spitzensteuersatz von 75 Prozent. Touch&eacute;! Die USA lagen mal, lang ist&rsquo;s her, bei 94 Prozent.<br>\nDie Occupy-Wallstreet-Bewegung (OWS) in den USA hat noch keine Obergrenze f&uuml;r individuelle Einkommen gefordert, aber das ist wahrscheinlich nur eine Frage der Zeit. Seit dem &bdquo;Goldenen Zeitalter&ldquo;, also der Epoche nach dem Sezessionskrieg (1859&ndash;1864), hat es in den USA immer wieder Bewegungen von unten gegeben, die im Sinne der &ouml;konomischen Gerechtigkeit eine Einkommensobergrenze forderten. Heute tritt diese Idee in Gestalt der Forderung nach einem &bdquo;Maximallohn&ldquo; auf.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/!88836\/\">taz<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Viele Mythen um das Drei-Jahre-Geld der EZB<\/strong><br>\nDie Banken der Euro-Zone bieten am Mittwoch zum zweiten Mal f&uuml;r Drei-Jahre-Geld der EZB. Das Drei-Jahre-Geld der EZB hat verschiedene Mythen geschaffen, die sich in den Medien verbreitet haben und die einer genaueren Analyse nicht standhalten. Erstens wird das Volumen an tats&auml;chlich zus&auml;tzlich in den Kreislauf gepumpter Liquidit&auml;t bei weitem &uuml;bersch&auml;tzt; zweitens hat sich in der &Ouml;ffentlichkeit die Meinung festgesetzt, die Banken bek&auml;men das Geld zu einem fixen Zins von 1%; und drittens kursieren auch unrealistische Angaben &uuml;ber die angebliche Verwendung dieser EZB-Liquidit&auml;t durch die Banken.<br>\nKonkret verminderten die Banken, nachdem sie fast 500 Mrd.&euro;  Notenbankgeld f&uuml;r drei Jahre gezogen hatten, ihre sonstigen Ausleihungen von der EZB um etwa 300 Mrd. &euro;. Werden diese Substitutionen ber&uuml;cksichtigt, bel&auml;uft sich der Nettoliquidit&auml;tseffekt des langfristigen Tenders auf lediglich rund 200 Mrd. &euro;. Von diesen 200 Mrd. &euro; d&uuml;rfte ein grosser Anteil in f&auml;llig gewordene Bankanleihen geflossen sein. Laut Daten der EZB werden in der Euro-Zone allein im ersten Quartal 2012 Bankanleihen im Wert von 200 Mrd. &euro; f&auml;llig. Eine Analyse der EZB st&uuml;tzt diese Vermutung: F&uuml;r das Langfrist-Geld von Dezember haben vor allem jene H&auml;user Geld geboten, bei denen in den ersten Wochen des neuen Jahrs viele eigene Bonds f&auml;llig geworden sind. Doch stimmt es nicht, dass die Banken &ndash; wie es die meisten Medien berichtet haben &ndash; diese Liquidit&auml;t zum Zins von 1% beziehen k&ouml;nnen. Sie werden im Gegenteil den durchschnittlich w&auml;hrend der Laufzeit geltenden Leitzins berappen m&uuml;ssen. Derzeit liegt dieser historisch tief bei 1%, doch die Banken m&uuml;ssen bei der Ausleihung mit dem Risiko leben, dass die Leitzinsen w&auml;hrend der Laufzeit des Gesch&auml;fts von drei Jahren (auch stark) steigen k&ouml;nnten.<br>\nDie EZB hat das Drei-Jahre-Geld lanciert, weil sie in grosser Sorge um die Versorgung der Wirtschaft mit Bankkrediten ist. Die Lage in Spanien und Italien deutet auf eine bereits ziemlich virulente Kreditklemme hin. Sie weiss, dass nur ein Teil ihres ersten Gesch&auml;fts in den Kreislauf gelangt ist, und geht davon aus, dass dies dieses Mal anders sein wird. Sie l&auml;dt die Banken geradezu ein, teilzunehmen, und rechnet mit einem &auml;hnlichen Interesse und Ausleihungsvolumen wie bei der ersten Auktion. Davon d&uuml;rfte dieses Mal aber mehr in den Kreislauf gelangen, weil weniger Substitutionseffekte zu erwarten sind als im Dezember.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nzz.ch\/nachrichten\/wirtschaft\/aktuell\/viele_mythen_um_das_drei-jahre-geld_der_ezb_1.15323044.html\">NZZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Ob nun in der Eurozone eine Kreditklemme besteht, ist angesichts rezessiver Tendenzen schwer zu beurteilen. Wer will denn in Italien und Spanien gegenw&auml;rtig investieren, wenn diese L&auml;nder sich laut Prognose der EU-Kommission auf einen R&uuml;ckgang der Wirtschaftskraft in H&ouml;he von 1,3 Prozent beziehungsweise 1,0 Prozent einstellen m&uuml;ssen. Und in Deutschland besteht das Problem kaum, nur 20 Prozent der Betriebe haben Schwierigkeiten, an einen Kredit zu kommen. So k&ouml;nnte eine von der EZB nicht besonders betonte Nebenrechnung aufgehen: Die Banken kaufen rentierliche Staatsanleihen der Peripherie. Sie leihen sich zu einem niedrigen Zinssatz f&uuml;r drei Jahre Geld von der EZB und legen das Geld zu einem deutlich h&ouml;heren Zinssatz in Peripherie-Anleihen an. Im Idealfall w&uuml;rde die Eurostaaten der Peripherie auf jeden Fall Zeit gewinnen. In der von Mario Draghi genannten Aktion &bdquo;Dicke Bertha&ldquo; &ndash; die dicke Bertha war allerdings von den Kosten ausgesprochen ruin&ouml;s, da sie eine Million Mark kostete und nicht den modernen Stahlbeton der Festung Verdun durchschlagen konnte &ndash; d&uuml;rften wie vor Weihnachten spanische und italienische, aber auch franz&ouml;sische Banken die gr&ouml;&szlig;ten Kreditnehmer sein. Denkbar ist, dass diese Banken einen signifikanten Anteil in Staatsanleihen ihrer Regierungen stecken. So w&uuml;rde die EZB &uuml;ber den Umweg der Banken die Staatshaushalte dieser L&auml;nder finanzieren, was sie nach ihren Statuten auf direktem Wege nicht darf. Denkbar ist aber auch, dass die Banken, welche in besonderen Schwierigkeiten sind, bei weitaus gr&ouml;&szlig;eren Gewinnmargen z.B. mit Energie und Rohstoffen zocken. Zurzeit haben die Banken ihre bei der EZB geliehenen Milliardenbetr&auml;ge erst einmal wieder bei der EZB geparkt. Die Einlagefazilit&auml;t stieg von 475 Milliarden &euro; (Mittwoch) auf das Rekordhoch von 776,9 Milliarden &euro; am Donnerstag. Sicherlich ist es richtig, dass das Geld erst einmal irgendwo geparkt werden muss, bevor es verteilt wird, aber zu ber&uuml;cksichtigen ist auch, dass die Banken bis 2015 weit &uuml;ber eine Billionen &euro; an Schulden gegen&uuml;ber privaten Geldgebern refinanzieren m&uuml;ssen. Das w&uuml;rde hei&szlig;en, das  ein betr&auml;chtlicher Anteil  bei der EZB geparkt bleibt (Angstkasse) &ndash; Was aber geschieht langfristig? Darf jetzt Griechenland Pleite gehen? Was geschieht, wenn die EZB das Geld wieder einsammelt?<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Joseph Stiglitz &ndash; Income inequality bad for economy<\/strong><br>\nJoseph Stiglitz, a Nobel Prize-winning economist, offered a sobering outlook on Europe&rsquo;s debt crisis at Ramapo College, predicting the euro in its current form was unlikely to survive.<br>\nStiglitz &ndash; a Columbia University professor whose r&eacute;sum&eacute; includes stints as the World Bank&rsquo;s chief economist and Clinton administration adviser &ndash; said Europe&rsquo;s austerity measures wouldn&rsquo;t end the crisis, only lead to greater civil unrest or debt-saddled countries like Greece leaving the continent&rsquo;s common currency.<br>\nAfter his speech Wednesday &mdash; part of the Eastern Economic Association speaker series &mdash; The Record sat down with Stiglitz to talk about wealth inequality, taxes and how to spur growth in the United States. (Questions have been edited for clarity, answers for length.)<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.northjersey.com\/news\/141149483_Economist_says_wealth_gap_is_bad_for_growth.html\">The Record<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Will Wall Street Ever Face Justice?<\/strong><br>\n[&hellip;] Four years after the disintegration of the financial system, Americans have, rightfully, a gnawing feeling that justice has not been served. Claims of financial fraud against companies like Citigroup and Bank of America have been settled for pennies on the dollar, with no admission of wrongdoing. Executives who ran companies that made, packaged and sold trillions of dollars in toxic mortgages and mortgage-backed securities remain largely unscathed.<br>\nMeager resources have been applied to investigate the financial assault on our country, which wiped away trillions of dollars in household wealth and has resulted in 24 million people jobless or underemployed. The Financial Crisis Inquiry Commission, which Congress created to examine the full scope of the crisis, was given a budget of $9.8 million &mdash; roughly one-seventh of the budget of Oliver Stone&rsquo;s &ldquo;Wall Street: Money Never Sleeps.&rdquo; The Senate Permanent Subcommittee on Investigations did its work on the financial crisis with only a dozen or so Congressional staff members.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nytimes.com\/2012\/03\/02\/opinion\/will-wall-street-ever-face-justice.html?_r=1\">New York Times<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Hausgemachte Wohnungsnot<\/strong><br>\nDie Bau- und Immobilienwirtschaft hat mit dem Mieterbund ermittelt, dass aktuell 100.000 Mietwohnungen fehlen, bis 2017 m&uuml;ssten bis zu 825.000 neu gebaut werden. Eine gigantische Zahl. Nun kommt zum Tragen, dass Bund und L&auml;nder in 15 Jahren die Wohnungsbauf&ouml;rderung konsequent zur&uuml;ckgefahren haben, den sozialen Wohnungsbau gar um 80 Prozent. Die politischen Entscheidungstr&auml;ger waren davon ausgegangen, private Investoren w&uuml;rden den Wohnbedarf schon abdecken. Zwar sind die Mieten, abgesehen von wenigen boomenden Ballungsr&auml;umen, einige Jahre lang tats&auml;chlich stabil geblieben. Im Zuge der Turbulenzen auf den Finanzm&auml;rkten haben Anleger weltweit nun aber das vermeintlich sichere Deutschland entdeckt. Sie investieren flei&szlig;ig in hiesiges Betongold. Und weil die &ouml;ffentliche Hand mit ihrem zusammengeschrumpftem Wohnungsbestand nicht mehr &uuml;ber das Instrument verf&uuml;gt, den Wohnungsmarkt zu regulieren, gelingt es Spekulanten, eifrig die Preise in die H&ouml;he zu treiben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=me&amp;dig=2012%2F03%2F02%2Fa0096&amp;cHash=79a8523788\">taz<\/a>\n<p>passend dazu: <strong>Gr&uuml;nen-Sprecherin &uuml;ber Wohnungsnot: &ldquo;Da rollt eine Problemlawine auf uns zu&rdquo;<\/strong><br>\nIn Deutschland steigen die Mietpreise und die Wohnungsnot w&auml;chst. Die Gr&uuml;nen-Sprecherin Daniela Schneckenburger &uuml;ber Kapitalfonds auf dem Wohnungsmarkt: &bdquo;Da rollt eine richtige Problemlawine auf uns zu. Die Mieten steigen, Investitionen in Instandhaltung bleiben aus, Hausverwaltungen wechseln h&auml;ufig. Besonders in Regionen, wo der Druck auf dem Wohnungsmarkt steigt, k&ouml;nnen Mieter kaum aus solchen Wohnungen ausziehen, weil es keine Alternativen gibt. &hellip; Wohnen ist ein Grundbed&uuml;rfnis, Wohnungen d&uuml;rfen darum kein Spekulationsgut sein. F&uuml;r die Kommunen wird ein Verkauf an Private Equity Fonds langfristig teuer, weil Probleme und Folgekosten entstehen, um die sich die Gemeinschaft k&uuml;mmern muss.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/taz.de\/Gruenen-Sprecherin-ueber-Wohnungsnot\/!88834\/\">TAZ<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Volker Bahl:<\/strong> REIT&acute;S &ndash; die finanzmarkkapitalistische Durchdringung des Wohnungsmarktes &ndash;  war ja ein besonderes Anliegen von Peer Steinbr&uuml;ck f&uuml;r die schwarz-rote Koalitionsvereinbarung 2005, und seine &ldquo;rot-gr&uuml;nen Erben&rdquo; in NRW m&uuml;ssen das jetzt &ldquo;aufarbeiten&rdquo;.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung KR:<\/strong> Siehe hierzu auch die <a href=\"?p=4076\">NachDenkSeiten vom Juli 2009<\/a>:<\/em><\/p>\n<blockquote><p>&bdquo;Auszug aus Albrecht M&uuml;ller: &bdquo;Machtwahn&ldquo; (2006), Seiten 119 und 120<br>\nWir stehen gerade am Anfang einer gigantischen Verramschung dieser gemeinn&uuml;tzigen Wohneinheiten an dubiose Geldanlagekonsortien, vornehmlich aus den USA und Gro&szlig;britannien. Die St&auml;dte sind klamm und verkaufen ihr Hab und Gut. Privatisierte Unternehmen wie die Deutsche Bahn AG wollen durch Verkauf ihrer Betriebswohnungen an liquide Mittel kommen. -Internationale Fonds und Kapitalgesellschaften mit martialisch klingenden Namen wie Cerberus, Blackstone, Fortress (=Festung), Lone Star und Annington kaufen massenweise deutsche &raquo;Wohnungspakete&laquo;. Diese Firmen vertreten allein die Gewinninteressen ihrer diversen Geldanleger.<br>\nDie sozial schwachen Mieter sind jetzt sogenannten REITs (Real Estate Investment Trusts) ausgeliefert. Das bedeutet: diese Gesellschaften sind an der B&ouml;rse notiert. &raquo;Dass es hierbei in erster Linie um Renditen und Gewinnmaximierung geht, liegt auf der Hand&laquo;, meint der Direktor des Deutschen Mieterbunds, Franz-Georg Rips.<br>\nDas sieht der Bundesfinanzminister ganz anders. Am 10. Januar 2005 versprach er vor dem Auditorium der Industrie- und Handelskammer Frankfurt, er wolle den Finanzstandort Deutschland auch durch &raquo;Produktinnovationen&laquo; wie REITs st&auml;rken &ndash; ein gutes Beispiel daf&uuml;r, wie unsere Eliten losgel&ouml;st von den Interessen der von ihren Ma&szlig;nahmen betroffenen &raquo;kleinen Leute&laquo; handeln.<br>\nDer kurzfristige Liquidit&auml;tsgewinn der Kommunen durch Wohnungsverk&auml;ufe wird sie langfristig teuer zu stehen kommen: denn die durch Mieterh&ouml;hungen geschaffenen Wohnungslosen m&uuml;ssen irgendwo wieder untergebracht werden. Letztlich darf die Solidargemeinschaft der Steuerzahler daf&uuml;r aufkommen.&ldquo;<\/p><\/blockquote>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Arme sparen sich den Arzt &ndash; auf Kosten ihrer Gesundheit<\/strong><br>\nDie Praxisgeb&uuml;hr beschert der gesetzlichen Krankenversicherung beachtliche Zusatzeinnahmen von knapp 2 Milliarden Euro j&auml;hrlich. Ihr eigentliches Ziel aber &ndash; die Eigenverantwortung und das Kostenbewusstsein von Versicherten zu st&auml;rken und damit medizinische Versorgung sinnvoll zu steuern &ndash; verfehlt sie: Die Zahl der Arztbesuche in Deutschland liegt mit 8,2 Konsultationen pro Kopf und Jahr immer noch &uuml;ber dem internationalen Durchschnitt von 6,5 Besuchen (Quelle: OECD). Die einzige Gruppe, die Arztkontakte vermeidet oder verz&ouml;gert, sind Einkommensschwache &ndash; und zwar selbst &ldquo;bei vorliegenden Krankheiten&rdquo; und damit &ldquo;subjektiv notwendigen Arztbesuchen&rdquo;. Das geht aus dem noch unver&ouml;ffentlichten Evaluationsbericht zu &ldquo;Ausnahmeregelungen von der Zuzahlungspflicht&rdquo; des Spitzenverbands Bund der Gesetzlichen Krankenkassen (GKV) hervor.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=in&amp;dig=2012%2F03%2F01%2Fa0101&amp;cHash=7616bb55a3\">taz<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Was kosten Privatisierungen? Eine Analyse der Auswirkungen erfolgter und allf&auml;lliger zuk&uuml;nftiger Privatisierungsschritte auf &ouml;ffentliche Haushalte<\/strong><br>\nInhalt: Diese Studie &uuml;berpr&uuml;ft mit Hilfe neuer Methoden die weit verbreitete Annahme, wonach Privatisierungen eine finanzielle Verbesserung der &ouml;ffentlichen Haushaltslage bewirken. Im ersten Schritt wird gezeigt, dass lediglich eine kurzfristige Verbesserung der Liquidit&auml;tssituation gewiss ist, w&auml;hrend die mittel- und langfristigen Auswirkungen auf die Verm&ouml;gensposition und das laufende Defizit von spezifischen Bedingungen abh&auml;ngt. Ob es insgesamt tats&auml;chlich zu einer Verbesserung kommt, ist deshalb Fall f&uuml;r Fall zu &uuml;berpr&uuml;fen.<br>\nIm auf &ouml;sterreichische Fallbeispiele beschr&auml;nkten empirischen Teil werden die jeweils letzten Verk&auml;ufe &ouml;ffentlicher Anteile an der OMV, der Telekom Austria sowie der Post untersucht. Je nach Berechnungsmethode ergibt sich ein kumulierter Verlust von 1,25 bis 1,78 Mrd Euro, da insbesondere bei der OMV in den Folgejahren der Ertragsentgang den Zinsvorteil durch einen niedrigeren Schuldenstand deutlich &uuml;bertroffen hat. Anschlie&szlig;end erfolgt eine Sch&auml;tzung der finanziellen Auswirkung m&ouml;glicher weiterer Privatisierungsschritte auf die &ouml;ffentlichen Finanzen mit dem Schwerpunkt Energieversorger. Es zeigt sich, dass unter den derzeitigen Bedingungen bei weiteren Privatisierungsschritten mit einer neuerlichen Verschlechterung der Staatsfinanzen zu rechnen w&auml;re.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/wien.arbeiterkammer.at\/online\/page.php?P=68&amp;IP=66114&amp;AD=0&amp;REFP=2842\">Arbeiterkammer Wien<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Privatisierung der Polizei<\/strong><br>\nIn Gro&szlig;britannien werden nun nach dem neoliberalen Konzept der &ldquo;starken Gesellschaft&rdquo; auch klassische staatliche Aufgaben privatisiert<br>\nDie britische Regierung hat die Privatisierung von m&ouml;glichst vielen staatlichen Aufgaben auf ihr Programm gesetzt (Durch Privatisierung aus der Krise?). Gut neoliberal gilt der kleine Staat als positiv, ansonsten herrschen die Freiheit des Marktes und die &ldquo;starke Gesellschaft&rdquo; (Britische Regierung verspricht &ldquo;Machtrevolution&rdquo; durch das Konzept der &ldquo;Big Society&rdquo;). Das soll billiger kommen, die Freiheit des Einzelnen st&auml;rken und die Staatsverschuldung reduzieren.<br>\nEigentlich sollten Milit&auml;r, Rechtsprechung und Polizei von der Privatisierung ausgenommen werden. Das scheint aber nicht mehr zu gelten<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/blogs\/8\/151545\">Telepolis<\/a>\n<p>dazu: <strong>Revealed: government plans for police privatisation<\/strong><br>\nWest Midlands and Surrey police offer &pound;1.5bn contract under which private firms may investigate crime and detain suspects<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.guardian.co.uk\/uk\/2012\/mar\/02\/police-privatisation-security-firms-crime\">The Guardian<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Kontroverse Debatte zur Abgeordnetenbestechung im Bundestag<\/strong><br>\nDer Bundestag hat heute erneut &uuml;ber die Versch&auml;rfung des Gesetzes zur Abgeordnetenbestechung diskutiert. Hintergrund war ein Vorschlag der SPD-Fraktion zur Neuformulierung des entsprechenden Abschnitts im Strafgesetzbuch. Die Linke und B&uuml;ndnis 90\/Die Gr&uuml;nen hatten in dieser Legislaturperiode ebenfalls Antr&auml;ge dazu eingebracht. Beide wurden von Schwarz-Gelb zur&uuml;ckgewiesen. Auch heute &auml;u&szlig;erten sich Abgeordnete der Regierungskoalition ablehnend. Dabei gibt es unbestreitbaren Handlungsbedarf.Ohne eine Versch&auml;rfung der Regelung zur Abgeordnetenbestechung kann Deutschland die UN-Konvention gegen Korruption (UNCAC) nicht ratifizieren. 159 Staaten haben die Konvention inzwischen ratifiziert. Deutschland hat die Konvention 2003 unterschrieben und ist neben Tschechien das einzige EU-Mitglied, in dem die Ratifizierung nicht abgeschlossen ist.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.lobbycontrol.de\/blog\/index.php\/2012\/03\/kontroverse-debatte-zur-abgeordnetenbestechung-im-bundestag\/\">Lobby Control<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>ACTA-Farce im EU-Parlament<\/strong><br>\n&ldquo;Unsere Verantwortung als Politiker ist, Tatsachen zu schaffen und nicht der Masse folgen&rdquo; sagte EU-Kommissar Karel de Gucht zu den Protesten. Weitere, geheimgehaltene ACTA-Dokumente sind aufgetaucht.<br>\nDie mit einiger Spannung erwartete &ouml;ffentliche Sitzung des Handelsauschusses (INTA) zum Thema ACTA verlief am Mittwoch Nachmittag so, wie bisher stets mit dem umstrittenen Abkommen umgegangen wurde.<br>\nObwohl ACTA inzwischen auf ein so hohes Publikumsinteresse st&ouml;&szlig;t, dass die Betreiber der EU-Parlamentswebsite einen Button &ldquo;ACTA-Stream&rdquo; auf ihre Frontpage gesetzt haben, wurden alle anderen Punkte auf dieser Sitzung des parlamentarischen Handelsausschusses vorher diskutiert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/fm4.orf.at\/stories\/1695255\/\">FM4 ORF<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Gute Laune im Polizeistaat<\/strong><br>\n[&hellip;] Als neulich die dezent rassistische Karikatur aus einem Kalender der Polizei die Runde machte, war ich nicht am&uuml;siert, aber auch nicht alarmiert. Gegen das, was ich bereits wei&szlig; &uuml;ber das Gebaren auf manchen Wachen, erschien es mir eher harmlos, und die Anlehnung an den Piraten aus Asterix wies auf einen eher naiven Rassismus hin, einen, &uuml;ber den &lsquo;man doch mal lachen kann&rsquo;, wenn man dumpf genug unterwegs ist. Nichts besonderes.<br>\nDas hier [der Artikel wurde kommentarlos entfernt] ist hingegen eine so aggressiv rassistische Variante, von der Polizei im Freistaat, der die Linke verbieten lassen will, das darf man schon als &ldquo;faschistisch&rdquo; bezeichnen. Wer sich noch mehr ekeln will, kann das hier tun. Die Nazis, die das lustig finden sollen, sind nicht irgendeine Kameradschaft in der Scheune am Wald, sondern deutsche Polizisten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/feynsinn.org\/?p=12846\">Feynsinn<\/a>\n<p>dazu: <strong>Rassismus, die Zweite?<\/strong><br>\nWieder sind rassistische Karikaturen aufgetaucht, die aus einem Polizeikalender stammen sollen. Doch bei der Gewerkschaft will man davon nichts wissen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/!88910\/\">taz<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Microsoft und CDU-Wirtschaftsrat &ldquo;Die Landesdatensch&uuml;tzer m&uuml;ssen weg&rdquo;<\/strong><br>\nDer Wirtschaftsrat der CDU h&auml;lt die Landesdatensch&uuml;tzer f&uuml;r ein Hemmnis f&uuml;r Internet-Startups in Deutschland. Dazu komme &ldquo;die Versessenheit, mit der der deutsche Gesetzgeber jedes kleinste Detail bereits im Voraus regeln will.&rdquo;<br>\nDer Wirtschaftsrat der CDU hat seine Forderung nach Abschaffung der Landesdatensch&uuml;tzer in Deutschland bekr&auml;ftigt. Das betonte Dorothee Belz aus der Microsoft-Gesch&auml;ftsf&uuml;hrung, die den Internetarbeitskreis des Wirtschaftsrats leitet, am 2. M&auml;rz 2012 in Berlin. &hellip;<br>\nSchleswig-Holsteins Landesdatensch&uuml;tzer Thilo Weichert sagte Golem.de: &ldquo;Es ist schon interessant, dass Microsoft und der CDU-Wirtschaftsrat die Landesdatenschutzbeauftragten abschaffen wollen. Vielleicht wollen sie auch das Grundgesetz abschaffen, das die Zust&auml;ndigkeit der L&auml;nder verfassungsm&auml;&szlig;ig vorsieht, oder das Grundrecht auf Datenschutz?&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.golem.de\/news\/microsoft-und-cdu-wirtschaftsrat-die-landesdatenschuetzer-muessen-weg-1203-90219.html\">golem.de<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Merkel schmiedet EU-B&uuml;ndnis gegen Sarkozys Herausforderer<\/strong><br>\nDie wichtigsten EU-L&auml;nder greifen in den franz&ouml;sischen Pr&auml;sidentschaftswahlkampf ein. Nach SPIEGEL-Informationen haben Deutschland, Italien, Spanien und Gro&szlig;britannien vereinbart: Der sozialistische Sarkozy-Herausforderer Fran&ccedil;ois Hollande wird w&auml;hrend des Wahlkampfs nicht empfangen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/0,1518,819095,00.html\">SPIEGEL Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Monsieur Hollande wird es sicher &uuml;berleben, nicht von den konservativen Regierungen der Nachbarl&auml;nder empfangen zu werden. Allein die Geste ist jedoch erb&auml;rmlich und d&uuml;rfte bei unentschlossenen W&auml;hlern eher als ein Argument f&uuml;r Hollande aufgenommen werden.<\/em><\/p>\n<p>zum Thema: <strong>Upgrade f&uuml;r die Rechte: Der franz&ouml;sische Front National im Wahlkampf<\/strong><br>\nDie programmatische Neuausrichtung des Front National f&uuml;hrt dazu, dass die extreme Rechte Frankreichs in der politischen Diskussion ernster genommen wird. Wandlungsf&auml;higkeit im Auftreten, je nach Zusammensetzung des Publikums, ist bei der extremen Rechten grunds&auml;tzlich nichts Neues. Es gibt keine besondere inhaltliche oder programmatische Koh&auml;renz &ndash; bis auf ein unwandelbares Element, n&auml;mlich den Anspruch, die &raquo;Eigenen&laquo; gegen die Fremden und die Nation gegen ihre Feinde zu verteidigen. So l&auml;sst sich die Propaganda relativ leicht an die konkreten Bed&uuml;rfnisse des jeweiligen Publikums anpassen. In diesem Jahr jedoch betont der FN durchaus einen programmatischen Kern. Denn Le Pen spricht in ihrem Pr&auml;sidentschaftswahlkampf insbesondere wirtschafts- und sozialpolitische Themen an, zumeist unter dem Gesichtspunkt einer &raquo;Abwanderung der franz&ouml;sischen Industrie ins Ausland&laquo;, die es abzuwehren gelte. Teilweise hatte der FN eine solche Programmatik bereits in den neunziger Jahren unter Marine Le Pens Vater erprobt. Allerdings war die damalige rechtsextreme &raquo;Globalisierungskritik&laquo; noch wesentlich st&auml;rker mit verschw&ouml;rungstheoretischen und offen antisemitischen Inhalten durchsetzt. Marine Le Pen verzichtet dagegen in ihrer Argumentation auf diese braunen Spitzen. Zugleich vermengt sie die Inhalte der extremen Rechten mit einer gr&ouml;&szlig;eren Anzahl von Versatzst&uuml;cken aus Texten linker oder keynesianischer Autoren. Zwar muss Le Pen derzeit noch um ihre Zulassung zur Wahl k&auml;mpfen. Dennoch wird die extreme Rechte mit ihren Argumenten auf wirtschaftlichem Gebiet inzwischen so ernst genommen, dass b&uuml;rgerliche Politiker und Wirtschaftsprofessoren sich dazu veranlasst sehen, die mangelnde Seriosit&auml;t der Vorschl&auml;ge Le Pens zu belegen. Das wiederum macht sich Le Pen zunutze, indem sie umso mehr betont, dass sie allein &raquo;die Kandidatin gegen das System und die Eliten&laquo; sei.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/jungle-world.com\/artikel\/2012\/09\/44968.html\">Jungle World<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>&bdquo;Putins Mehrheit wird diffamiert&ldquo;<\/strong><br>\nIst Putin der Richtige f&uuml;r Russland? Klar, sagt die fr&uuml;here ARD-Korrespondentin Krone-Schmalz. Und verteidigt ihn gegen Kritiker aus dem Westen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/!88855\/\">taz<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Viktor Orb&aacute;n im Gespr&auml;ch &ndash; &bdquo;Es gibt ein verborgenes Europa&ldquo;<\/strong><br>\n&bdquo;Nationen ohne Charakter und Ambitionen verm&ouml;gen die europ&auml;ische Gemeinschaft nicht gro&szlig; zu machen&ldquo;: Viktor Orb&aacute;n &uuml;ber Nationalstolz, Christentum, deutsche Gr&ouml;&szlig;e und Ungarn im Auge der Weltpolitik.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/europaeische-union\/viktor-orban-im-gespraech-es-gibt-ein-verborgenes-europa-11671291.html\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Was Orb&aacute;n da von sich gibt, ist starker Tobak. Wir wollen unseren Lesern diese bemerkenswerten O-T&ouml;ne eines europ&auml;ischen Staatschefs jedoch nicht vorenthalten.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h19\"><\/a><strong>Copyright als Raubrittertum<\/strong><br>\nDas Filesharing, also das Herunterladen von Musik &uuml;ber Tauschb&ouml;rsen, gilt weithin als Diebstahl. Entsprechend sind beispielsweise in Deutschland ganze Anwaltskanzleien im Dienste der Musikindustrie damit besch&auml;ftigt, insbesondere Teenager &ndash; &uuml;brigens unter staatlicherseits geduldeter Umgehung des Datenschutzes &ndash; zu kriminalisieren. Angesichts einer Praxis, die das Downloaden eines Musiktitels im Prinzip strenger ahndet als den Diebstahl einer CD, ist zu fragen, ob hinter der Verbissenheit der Verfolgung nicht Interessen stehen, die selbst h&ouml;chst fragw&uuml;rdig sind. Mit anderen Worten: Ist das Copyright von Musiktiteln wirtschafts-, gesellschafts- und kulturpolitisch sinnvoll oder ist es ein Instrument im Dienste von Partikularinteressen, die wohl durch Macht abgesichert, durch Leistung aber nicht unbedingt legitimiert sind? F&uuml;r letzteres lassen sich gute Argumente finden. In der Tat: Ein n&uuml;chterner&nbsp; Blick auf die Musik- und Medienszene zeigt, dass wir es hier mit einer &bdquo;Winner-takes-all&ldquo;-Gesellschaft zu tun haben; will heissen: Wer es in dieser Szene in den Vordergrund schafft, r&auml;umt ab; jene aber, die es etwas weniger weit nach vorne schaffen, gehen weitgehend leer aus.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.oekonomenstimme.org\/artikel\/2012\/02\/copyright-als-raubrittertum\/\">&Ouml;konomenstimme<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h20\"><\/a><strong>Wiesbadener Appell &ndash; f&uuml;r ein umfassendes Streikrecht<\/strong><br>\nDie Bundesrepublik Deutschland hat weltweit das r&uuml;ckst&auml;ndigste und restriktivste Streikrecht. Das Streikrecht in Deutschland ist lediglich Richterrecht. Im Grundgesetz (GG) findet sich au&szlig;er der Koalitionsfreiheit gem&auml;&szlig; Art. 9 Abs. 3 kein konkreter Hinweis. &hellip; Neben der Schweiz und Japan ist Deutschland bei Arbeitsk&auml;mpfen, die auf den Abschluss von tariflichen Regelungen abzielen, der streik&auml;rmste Staat. Auch bei sonstigen Streikformen und deren H&auml;ufigkeit geh&ouml;rt Deutschland zu den Schlusslichtern.<br>\nVon den 27 Staaten der Europ&auml;ischen Union ist der politische Streik nur in England, &Ouml;sterreich und Deutschland illegalisiert. Ein Verbot ist indes nirgendwo festgeschrieben. Auch mit den Illegalisierungen von Beamtenstreiks, wilden Streiks, Blockaden, Boykotts, dem Streikverbot durch die christlichen Kirchen, der Einengung von Streikm&ouml;glichkeiten nur auf tarifvertraglich regelbare Ziele und den Einschr&auml;nkungen bei Sympathiestreiks, sind Defizite in unserer politischen und wirtschaftlichen Demokratie verankert.<br>\nDiese Illegalisierungen, Einengungen, Einschr&auml;nkungen und Verbote stehen im krassen Widerspruch zu dem Art. 23 der allgemeinen Erkl&auml;rung der Menschenrechte der Vereinten Nationen, den &Uuml;bereinkommen 87 und 98 der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO), dem Artikel 6 Abs. 4 der Europ&auml;ischen (Menschenrechts- und) Sozialcharta.<br>\nInsbesondere das Verbot aller Streiks, die nicht auf den Abschluss von Tarifvertr&auml;gen gerichtet sind, bildet eine schwere Verletzung dieser Bestimmungen. Diese Verbote bedrohen unsere Demokratie, da sie als schwere Menschenrechtsverletzung zu qualifizieren sind.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/politischer-streik.de\/\">Homepage Politischer Streik<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;Mehr&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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