{"id":12421,"date":"2012-03-06T08:54:38","date_gmt":"2012-03-06T07:54:38","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12421"},"modified":"2012-03-06T08:54:38","modified_gmt":"2012-03-06T07:54:38","slug":"hinweise-des-tages-1586","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12421","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;Mehr&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (WL\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12421#h01\">&raquo;Hochschulen werden zur Beute des Finanzkapitals&laquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12421#h02\">Nils Minkmar &ndash; Vier Freunde der Finanzen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12421#h03\">Zwei-Drittel-Mehrheit f&uuml;r Fiskalpakt erforderlich<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12421#h04\">Unbarmherzige Samariter<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12421#h05\">Jeffrey Sachs &ndash; Blo&szlig; keiner von der Wall Street!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12421#h06\">Ex-Premier wegen Bankenkollaps vor Gericht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12421#h07\">Griechenland: &ldquo;Niemand&rdquo; ist der &Uuml;belt&auml;ter<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12421#h08\">Steuerflucht leicht gemacht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12421#h09\">David Loeb, Top Goldman Exec, Under FBI Investigation: Report<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12421#h10\">Lohnerh&ouml;hungen, statt fetter Dividende!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12421#h11\">Offener Brief von Martin Betzwieser an ver.di-&Ouml;konom Dierk Hirschel zur Rentenpolitik und der Rolle der Gewerkschaften<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12421#h12\">Arbeitsverdichtung im Fahrdienst als Folge der Restrukturierung im &Ouml;PNV<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12421#h13\">Vorbehaltsregelung zum SGB II ist Europa-rechtswidrig<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12421#h14\">Putin war sich seines Sieges nicht sicher<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12421#h15\">Kooperationsverbot im gesamten Bildungssystem streichen!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12421#h16\">Bundesregierung erspart Verlegern Innovation<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12421#h17\">Occupy WDR 3<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12421#h18\">Germany after Capitalism: New Democracy &ndash; Old Principles: The Wagenknecht-Doctrine<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"\/?p=12421&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Hochschulen werden zur Beute des Finanzkapitals<\/strong><br>\nGespr&auml;ch mit Wolfgang Lieb. &Uuml;ber den Einstieg von Bertelsmann ins Gesch&auml;ft mit der akademischen Bildung, den Ausverkauf von Schulen und Universit&auml;ten und die M&ouml;glichkeiten der Gegenwehr: &sect;&hellip; Die &raquo;Goldader&laquo; Bildung wurde erst angebohrt, und es wird noch ein wenig dauern, bis sie Ertrag bringen. Aber immerhin: Private Schulen schie&szlig;en wie Pilze aus dem Boden, dazu gibt es schon &uuml;ber 100 ebensolcher Hochschulen. In den USA ist die Zahl &ouml;ffentlicher Einrichtungen unter den Topuniversit&auml;ten kontinuierlich gesunken, unter den ersten 20 dieser &raquo;Ivy-League&laquo; findet sich keine einzige staatliche mehr. &hellip; Man h&ouml;rt ja auch allenthalben, jeder m&uuml;sse k&uuml;nftig sein eigener Unternehmer sein und einen pers&ouml;nlichen &raquo;Humankapitalstock&laquo; aufbauen. F&uuml;r Fort- und Weiterbildung eignen sich besonders gut elektronische Lernangebote, also Fernstudien auf der Basis von E-Learning. Schon jetzt sind beim sogenannten dritten Bildungsweg, also dem Studium ohne Abitur, und beim &raquo;Meisterstudium&laquo; Fernstudieng&auml;nge mehr gefragt als solche direkt an der Einrichtung. Die Fernuniversit&auml;t Hagen ist mit 72000 Eingeschriebenen inzwischen die gr&ouml;&szlig;te deutsche Hochschule. &hellip; Das Bachelor-Studium ger&auml;t immer mehr zu einem reinen Wissensvermittlungsprogramm, man k&ouml;nnte auch &raquo;Paukstudium&laquo; sagen. Der Trend hin zur Vergleichbarkeit und die Durchsetzung von Lernstandards wird zu einer Angleichung der Studieninhalte an allen Hochschulen f&uuml;hren. Diese Formalisierung der Lehrinhalte ist das Einfallstor f&uuml;r private Anbieter von &raquo;Contents&laquo;. &hellip; Das alles ist vorgezeichnet, wenn nicht eine Umkehr gelingt und wieder Prinzipien der Wissenschaftlichkeit auch im Grundstudium einkehren. Laut Wissenschaftsrat geh&ouml;ren dazu: die Aneignung einer fragenden, kritischen Haltung, ein Problem- und Methodenbewu&szlig;tsein, Strukturierungsf&auml;higkeit, Selbst&auml;ndigkeit und forschungsorientiertes Lernen. Von derlei Anspr&uuml;chen bewegen wir uns derzeit eher weg. Schlimmer noch: Wir n&auml;hern uns dem niedrigsten Niveau. &hellip; Man will die Hochschulen vollends zur Beute des Finanzkapitals und privater Investoren machen. Nachdem die Bertelsmann-Stiftung mit ihrer Ideologie der &raquo;unternehmerischen Hochschule&laquo;, also der Entstaatlichung und funktionalen Privatisierung, den terti&auml;ren Bildungssektor in der zur&uuml;ckliegenden Dekade sturmreif geschossen hat, st&ouml;&szlig;t nun die Bertelsmann AG nach, um aus diesem Zerst&ouml;rungswerk Profit zu ziehen. Das ist ein weiteres Beispiel daf&uuml;r, wie die ach so gemeinn&uuml;tzige Stiftung lediglich der politische Wegbereiter f&uuml;r die Gesch&auml;ftsinteressen des Bertelsmann-Konzerns ist. Das hat nichts mit einem Engagement f&uuml;r eine bessere Bildung zu tun: Die kaputtgesparten Hochschulen sollen nun mit ihrem verbliebenen restlichen &raquo;kulturellen&laquo; Kapital zum Tummelplatz f&uuml;r Investmentfonds werden.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2012\/03-03\/063.php\">junge Welt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Wolfgang Lieb l&auml;sst das Interview verhalten optimistisch ausklingen, indem er auf die M&ouml;glichkeit verweist, dass Studierenden und Hochschulangeh&ouml;rigen die von innen die &ouml;konomischen Verwertungs&ndash; und Profitinteressen unterworfene Hochschule verhindern k&ouml;nnten. Was die Studierenden betrifft, so ist zu ber&uuml;cksichtigen, dass die langfristige Ausrichtung zur &lsquo;unternehmerischen Hochschule&rsquo; lange nicht so greifbar und vermittelbar ist wie das Bezahlstudium. Hinzukommt, dass die Studenten nach einem Paukstudium, das kaum Raum f&uuml;r gesellschaftspolitische Fragen l&auml;sst, schnell von der Bildfl&auml;che verschwinden. Wolfgang Lieb benennt das gr&uuml;n\/rote Koalitionspapier als Zeichen daf&uuml;r, dass zumindest Teile der Politik einsehen, dass eine Hochschule nicht nach einzelwirtschaftlichen Rentabilit&auml;tsgesichtspunkten funktionieren d&uuml;rfe. In der Tat d&uuml;rfte Baden-W&uuml;rttemberg hier ein Zeichen des Gelingens oder auch des Misslingens setzen. Gerade in Baden-W&uuml;rttemberg sind die Mitgestaltungsm&ouml;glichkeiten der von der Wirtschaft dominierten Hochschulr&auml;te besonders gro&szlig;. Die Hochschulr&auml;te, die hier bezeichnenderweise &lsquo;Aufsichtsr&auml;te&rsquo; hei&szlig;en, beteiligen sich an der Wahl der Rektoren, an der Bestimmung der Langfriststrategie der Hochschulen und an der Genehmigung des Haushalts bzw. an <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Hochschulratsreform-in-BaWue\/!88786\/\">der Verteilung der Gelder<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Nils Minkmar &ndash; Vier Freunde der Finanzen<\/strong><br>\nWie viel Demokratie darf es noch sein in diesen Zeiten? Der Boykott Fran&ccedil;ois Hollandes durch gleich vier europ&auml;ische Regierungschefs l&auml;sst erkennen, wie schlecht es um Europa steht. [&hellip;]<br>\nNun kommt Hollande. Von ihm wissen die vier, die sich gegen ihn verabredet haben, wenig. Es gibt auch keinen Grund anzunehmen, dass sie weniger gut mit ihm auskommen k&ouml;nnten als mit Sarkozy; es gibt nur den Satz, den der Kandidat geschrieben und gesagt hat: &bdquo;Mein einziger Gegner hat keinen Namen und kein Gesicht, das sind die Finanzm&auml;rkte.&ldquo; Er beschreibt die gegenw&auml;rtige Lage als eine, in der die Politik, als Agent der B&uuml;rger, ihre Souver&auml;nit&auml;t zur&uuml;ckerlangen muss, beispielsweise durch h&ouml;here Steuern, durch eigene Ratingagenturen und eine entschlossene &ouml;ffentliche Wachstumsf&ouml;rderung ohne Umweg &uuml;ber die Banken, wie sie der amerikanische Nobelpreistr&auml;ger Paul Krugman fordert.<br>\nDoch diese Vorschl&auml;ge passen den Nachbarn nicht, denn sie kosten Zeit, und dann k&ouml;nnte sich erweisen, dass es eben doch Alternativen zum eingeschlagenen Kurs gibt. Kein Wunder, dass der ganz und gar von der Londoner City abh&auml;ngige Cameron da mitmacht, dass Spanier und Italiener mitmachen, die auf das Wohlwollen der Anleger existentiell angewiesen sind.<br>\nAber dass die Bundeskanzlerin da mitmacht, ist ersch&uuml;tternd: Es zeigt ein unterentwickeltes Verst&auml;ndnis f&uuml;r staatliche Rollen und Funktionen, es offenbart eine panische politische Kurzsichtigkeit und ein brutales Desinteresse an der deutsch-franz&ouml;sischen Freundschaft, wo sie von der Finanzfreundlichkeit abweicht. Schlie&szlig;lich wird selbst der bankenfreundlichste Beobachter ein handwerkliches Detail bemerken, das &uuml;ber die Qualit&auml;t der Arbeit dieses Quartetts alles sagt: schlimm genug, wenn solch eine Verabredung getroffen wurde. Schlimmer ist, dass die vier nicht einmal so eine Verschw&ouml;rung auf Kindergeburtstagsniveau hinbekommen, ohne dass der &bdquo;Spiegel&ldquo; davon erf&auml;hrt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/feuilleton\/debatten\/europas-demokratieverstaendnis-vier-freunde-der-finanzen-11673153.html\">FAZ<\/a>\n<p><strong>dazu auch: Merkels Frankreichpfusch<\/strong><br>\nBessere Wahlkampfhilfe kann Merkel f&uuml;r Hollande nicht leisten, als ihm den Empfang zu verwehren [&hellip;]<br>\nDurchsichtiger geht&rsquo;s kaum. Der Schuss geht nach hinten los. Bessere Wahlkampfhilfe kann die Kanzlerin f&uuml;r Hollande nicht leisten, zu dessen Programm die Forderung nach Neuverhandlung des von Merkel diktierten EU-Fiskalsparpaktes geh&ouml;rt. Die Franzosen sind die leeren Versprechungen und Unterwerfungsgesten Sarkozys leid. Schon gar nicht will sich eine gro&szlig;e Mehrheit ausgerechnet von Berlin diktieren lassen, wer Pr&auml;sident wird.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/derstandard.at\/1330390330536\/Wahlverschwoerung-gegen-Hollande-Merkels-Frankreichpfusch\">Der Standard<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Zwei-Drittel-Mehrheit f&uuml;r Fiskalpakt erforderlich<\/strong><br>\nDer von 25 EU-Staaten unterzeichnete Fiskalpakt ben&ouml;tigt in Deutschland eine gr&ouml;&szlig;ere parlamentarische Zustimmung als bislang angenommen. Wie eine Sprecherin des Bundesfinanzministeriums erkl&auml;rte, m&uuml;ssen sowohl der Bundestag als auch der Bundesrat den Vertrag mit einer Zwei-Drittel-Mehrheit billigen. Damit best&auml;tigte sie einen entsprechenden Bericht der &ldquo;S&uuml;ddeutschen Zeitung&rdquo;.<br>\nDemnach werden durch den Fiskalpakt signifikante Hoheitsrechte auf die EU-Ebene &uuml;bertragen. Deshalb m&uuml;ssen laut Grundgesetz Bundestag und Bundesrat den Vertrag jeweils mit einer Zwei-Drittel-Mehrheit ratifizieren. Dies h&auml;ngt mit der im Fiskalpakt festgeschriebenen Schuldenbremse auf Ebene aller Vertragsstaaten zusammen.<br>\nZwar gibt es in Deutschland bereits eine Schuldenbremse, die vorschreibt, dass der Bund von 2016 an in wirtschaftlich normalen Zeiten praktisch keine neuen Kredite mehr aufnehmen darf. Der Fiskalpakt auf EU-Ebene erweitert diese Bestimmung jedoch um ein Klagerecht. Kommt die EU-Kommission oder ein anderer Mitgliedsstaat zu dem Schluss, dass die Schuldenbremse nicht eingehalten wird, droht dem Defizits&uuml;nder eine Klage vor dem Europ&auml;ischen Gerichtshof.<br>\nDieses Klagerecht ber&uuml;hrt die deutschen Hoheitsrechte, weswegen Bundeskanzlerin Angela Merkel bei der Ratifizierung des Vertrags im Bundestag auch auf die Stimmen der Opposition und im Bundesrat auf die Stimmen von Nicht-CDU-regierten L&auml;ndern angewiesen ist.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/fiskalpakt126.html\">Tagesschau<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Allm&auml;hlich wird einger&auml;umt, was wir schon Ende Januar geschrieben haben: Bei dem &bdquo;Fiskalpakt&ldquo; handelt es sich um einen &bdquo;<a href=\"\/?p=12050\">Systemwechsel<\/a>&ldquo;, der nur &uuml;ber eine verfassungs&auml;ndernde Mehrheit herbeigef&uuml;hrt werden kann. Wieder einmal wird das Grundgesetz schleichend an eine ideologisch gepr&auml;gte wirtschaftspolitische Doktrin angepasst. Es redet nur keiner dar&uuml;ber und die SPD und die Gr&uuml;nen spielen dabei munter mit.<\/em> <\/p>\n<p><strong>dazu: Heribert Prantl &ndash; Fiskalpakt kratzt am Grundgesetz<\/strong><br>\nF&uuml;r Europa ist die Unterzeichnung des Fiskalpakts ein historischer Schritt &ndash; f&uuml;r das deutsche Grundgesetz k&ouml;nnte es einer zuviel sein, denn der Vertrag greift in die Haushaltsautonomie des Bundestages ein. Um eine Volksabstimmung zu verhindern, braucht Angela Merkel eine Zweidrittel-Mehrheit<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/abstimmung-ueber-europaeische-schuldenbremse-fiskalpakt-kratzt-am-grundgesetz-1.1299225\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers O.L.:<\/strong> Der Kommentar von Herrn Dr. Prantl ist wieder einmal goldrichtig, denn er weist auf einen Hintergrund hin, der gerne in Vergessenheit ger&auml;t: die evidente Verfassungswidrigkeit der Merkelschen Finanzpolitik. Leider wieder ein Beleg f&uuml;r &bdquo;Alle Staatsgewalt geht vom Volke aus &ndash; und kehrt nie wieder zu ihm zur&uuml;ck.&ldquo; Es ist davon auszugehen, dass erneut Klage vor dem Bundesverfassungsgericht eingereicht wird. Wenn dieses Gericht seine eigene Rechtsprechung ernst nimmt, so m&uuml;sste das Bundesverfassungsgericht den sog. Fiskalpakt verhindern. Wenn Karlsruhe sich in Widerspruch zu seinen Entscheidungen stellt, weil es den Fiskalpakt f&uuml;r verfassungsgem&auml;&szlig; erachtet, so w&auml;ren die Grundfesten unserer Verfassung (wieder) bis ins Mark  ersch&uuml;ttert.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Unbarmherzige Samariter<\/strong><br>\nWie Margaret Thatcher und ihre deutschen Sch&uuml;ler die marktkonforme Demokratie erschaffen haben<br>\nSie lebt, aber sie wei&szlig; vermutlich nicht mehr, wie sehr sie Europa ver&auml;ndert hat, und Deutschland auch. Sie sagte: &ldquo;Es gibt keine Gesellschaft. Es gibt nur einzelne M&auml;nner und Frauen.&rdquo; Sie sprach viel von Selbstverantwortung und von Fesseln, die es abzustreifen gelte, und sie machte Ernst.<br>\nSie wird jetzt im Kino gew&uuml;rdigt, als alte, inzwischen demente und fr&uuml;her mal eiserne Lady, und gleichzeitig wird in Gro&szlig;britannien schon mal &uuml;ber ihre Beerdigung diskutiert, soll es ein Staatsbegr&auml;bnis sein? Verdient sie das?<br>\nMargaret Thatcher, die ehemalige britische Premierministerin, hat gro&szlig;en Anteil an jener Krise, in der sich Europa, der Kapitalismus und die Demokratie zurzeit befinden, nur diskutiert das kaum jemand, aus Piet&auml;t vielleicht. Oder weil ihr Beitrag untersch&auml;tzt wird, immer noch.<br>\nNun, da sich viele ducken vor der Macht der M&auml;rkte, dem&uuml;tig wie vor einer Naturgewalt, da hilft es, daran zu erinnern: Diese Herrschaft der M&auml;rkte wurde von Menschen gemacht.<br>\nMargaret Thatcher war daran beteiligt, die Folgen sind bis heute bitter zu sp&uuml;ren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/spiegel\/print\/d-83865235.html\">SPIEGEL<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Jeffrey Sachs &ndash; Blo&szlig; keiner von der Wall Street!<\/strong><br>\nDie Weltbank bekommt bald einen neuen Pr&auml;sidenten. N&ouml;tig ist endlich ein Profi, der die Armut in Entwicklungsl&auml;ndern nachhaltig bek&auml;mpft und nicht nur US-Interessen vertritt. [&hellip;]<br>\nAllzu lange hat die F&uuml;hrung der Bank US-Konzepte durchgedr&uuml;ckt, die f&uuml;r die &auml;rmsten L&auml;nder und die &auml;rmsten der dort lebenden Menschen h&auml;ufig v&ouml;llig ungeeignet sind. So versagte die Bank bei den explosionsartigen Aids-, Tuberkulose- und Malariapandemien der 90er Jahre, weil sie die Hilfe nicht dort hinbrachte, wo sie gebraucht wurde, um Krankheitsausbr&uuml;che einzud&auml;mmen und Millionen von Leben zu retten.<br>\nSchlimmer noch: Die Bank sprach sich f&uuml;r Nutzergeb&uuml;hren und &ldquo;Kostendeckung&rdquo; f&uuml;r Gesundheitsdienste aus und sorgte so daf&uuml;r, dass den &Auml;rmsten der Armen eine lebensrettende Krankenversorgung versagt blieb &ndash; also gerade denen, die sie am dringendsten brauchten [&hellip;]<br>\nVor allem sollte der neue Pr&auml;sident der Bank &uuml;ber Erfahrungen aus erster Hand in Bezug auf die dr&auml;ngenden Entwicklungsherausforderungen verf&uuml;gen. Die Welt darf den Status quo nicht akzeptieren. Noch ein Weltbankchef von der Wall Street oder aus der US-Politik w&auml;re f&uuml;r einen Planeten, der kreative L&ouml;sungen f&uuml;r die komplexen Herausforderungen bei der Entwicklung braucht, ein schwerer Schlag. Die Bank braucht einen versierten Profi, der bereit ist und es versteht, die gro&szlig;en Herausforderungen nachhaltiger Entwicklung vom ersten Tag an in Angriff zu nehmen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/unternehmen\/finanzdienstleister\/:neuer-praesident-der-weltbank-bloss-keiner-von-der-wall-street\/70003559.html\">FTD<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Ex-Premier wegen Bankenkollaps vor Gericht<\/strong><br>\nHat Islands fr&uuml;herer Premierminister Haarde bei der Bankenpleite im Oktober 2008 fahrl&auml;ssig gehandelt? Diese Frage besch&auml;ftigt ein Sondergericht in Reykjavik. Ihm drohen bis zu zwei Jahren Haft.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/politik\/schuldenkrise-in-island-ex-premier-wegen-bankenkollaps-vor-gericht,1472596,11767156.html\">Frankfurter Rundschau<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Griechenland: &ldquo;Niemand&rdquo; ist der &Uuml;belt&auml;ter<\/strong><br>\nSteuerfl&uuml;chtige Abgeordnete: Chronik einer Politposse [&hellip;]<br>\nJe l&auml;nger die Suche lief, desto mehr Details &uuml;ber kapitalfl&uuml;chtige Politiker kamen ans Tageslicht. Finanzminister Evangelos Venizelos versuchte, die aufgeregte &Ouml;ffentlichkeit zu beschwichtigen. Sein Ministerium habe eine Liste mit vierzig Parlamentariern, die 2011 jeweils Summen von mehr als 100.000 Euro ins Ausland &uuml;berwiesen h&auml;tten. &Auml;hnliche Listen habe er auch f&uuml;r 2009 und 2010, erg&auml;nzte der Minister. [&hellip;]<br>\nTrotzdem wurden einige Sp&uuml;rnasen f&uuml;ndig. Der 2009 abgew&auml;hlte Abgeordnete der Nea Dimokratia, Spilios Livanos, hatte 2009 schlicht die Angabe von 980.000 Euro, die sich in den Erkl&auml;rungen von 2008 und 2010 im Ausland befanden, unterschlagen. Zumindest hier reagierte die Justiz schnell. Livanos muss sich nun beim Staatsanwalt daf&uuml;r rechtfertigen, warum er so viel Geld einfach vergessen konnte. Der gesuchte Kapitalfl&uuml;chtling war er jedoch nicht. Der vergessliche Politiker schwor Stein und Bein, dass er anhand der von Nikoloudis vorgelegten Daten nicht gemeint sein k&ouml;nnte. [&hellip;]<br>\nAm 25. Februar forderte die vehemente Sparkursbef&uuml;rworterin Dora Bakoyianni als Parteivorsitzende der Demokratischen Allianz w&uuml;tend im Parlament, dass der Abgeordnete endlich benannt werden oder, noch besser, sich selbst outen solle. [&hellip;] Peinlich ber&uuml;hrt musste sie drei Tage sp&auml;ter gestehen: &ldquo;Mein Ehemann, Isidoros Kouvelos, hat als eigenst&auml;ndiger Schifffahrtsunternehmer das Geld ins Ausland &uuml;berwiesen.&rdquo; Allerdings handele es sich um eine Million Dollar, nicht Euro, und die &Uuml;berweisung habe im M&auml;rz 2011 und nicht im Mai stattgefunden, erg&auml;nzte sie.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/36\/36518\/1.html\">Telepolis<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Steuerflucht leicht gemacht<\/strong><br>\nDeutschland blockiert die Versch&auml;rfung einer EU-Richtlinie gegen Steuerflucht. Kritiker sprechen von Erpressung, um ein Abkommen mit der Schweiz durchzudr&uuml;cken.<br>\nAuf die Tagesordnung hatte es das Thema immerhin schon geschafft: Am 21. Februar wollten die EU-Finanzminister eigentlich ein Verhandlungsmandat f&uuml;r die lange geplante Versch&auml;rfung der EU-Zinsrichtlinie beschlie&szlig;en. Das Abkommen aus dem Jahr 2005 soll von wichtigen Schlupfl&ouml;chern und Ausnahmen befreit werden, um den Kampf gegen grenz&uuml;berschreitende Steuerflucht zu erschweren.<br>\nDoch daraus wurde nichts: Wenige Tage vorher nahm die d&auml;nische EU-Ratspr&auml;sidentschaft das Thema wieder von der Agenda, und zwar auf Verlangen Deutschlands. Nach Informationen der taz soll diese Intervention bei mehreren Mitgliedstaaten f&uuml;r erheblichen &Auml;rger gesorgt haben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Steuerabkommen-mit-der-Schweiz\/!88953\/\">taz<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>David Loeb, Top Goldman Exec, Under FBI Investigation: Report<\/strong><br>\nThe U.S. is cracking down on the possibility of insider trading at Goldman Sachs, and not among the peons.<br>\nThe FBI is investigating David Loeb, 41, a managing director at Goldman Sachs, for allegedly passing on secret information about technology companies to hedge funds, so that they would have an opportunity to trade on that information before other investors, The Wall Street Journal reports. Loeb is one of Goldman Sachs&rsquo; top middlemen between the bank and technology hedge funds.<br>\nIn addition to Loeb, the FBI is also investigating Henry King, a technology analyst at Goldman Sachs, for allegedly offering insider tips to hedge fund clients, according to the WSJ.<br>\nThe probe into Loeb and King comes as the FBI ramps up its crackdown on insider trading. The agency is trying to build insider-trading cases against about 120 people, the WSJ reported in a separate article on Monday. The FBI has arrested at least 64 people in their insider-trading probe since 2007, and 59 people have pleaded guilty or have been convicted at trial since 2009, according to Bloomberg.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.huffingtonpost.com\/2012\/02\/29\/david-loeb-goldman-sachs_n_1310325.html\">Huffington Post<\/a>\n<p><strong>passend dazu: B&ouml;rsenbetrug: Razzia wegen Insiderhandels<\/strong><br>\nMit einer gro&szlig; angelegten Razzia und Durchsuchungen von mindestens 86 Objekten sind internationale Ermittler gegen ein m&ouml;gliches Netzwerk von B&ouml;rsenbetr&uuml;gern vorgegangen.<br>\nBeteiligt an der Aktion am Mittwoch waren elf Staatsanw&auml;lte, zehn Mitarbeiter der Finanzaufsicht Bafin und &uuml;ber 200 Polizeibeamte, wie der Sprecher der M&uuml;nchner Staatsanwaltschaft, Thomas Steinkraus-Koch, der dpa am Donnerstag sagte.<br>\nInsgesamt habe man 53 Objekte in Deutschland und 33 im Ausland durchsucht, davon vier au&szlig;erhalb Europas. Es werde gegen mehrere Personen ermittelt. Angaben zu Tatverd&auml;chtigen oder Betroffenen wollte der Sprecher nicht machen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.merkur-online.de\/nachrichten\/wirtschaft-finanzen\/razzia-wegen-insiderhandels-1629847.html?cmp=defrss\">Merkur Online<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Lohnerh&ouml;hungen, statt fetter Dividende!<\/strong><br>\nEinkommen und Verm&ouml;gen sind immer ungleicher verteilt. In Westeuropa wuchs das private Geldverm&ouml;gen zwischen 2009 und 2010 um 2 Billionen Euro auf 27 Billionen Euro und erreichte erneut einen neuen Spitzenwert. Dabei sind Deutschlands Reiche mit knapp 5 Billionen Euro die Spitzenreiter. Fast alles ist im Besitz der reichsten oberen Bev&ouml;lkerungs-schichten.<br>\nReichtum lohnt sich also immer mehr. Das Verm&ouml;gen vermehrt sich rasch, unaufhaltsam und wie von selbst. Aktien sind zum Beispiel eine gute Quelle f&uuml;r Glanz und Gloria der Reichen. Mal steigt der Aktienkurs, mal werden Dividenden, also der Gewinnanteil eines Aktion&auml;rs am Gewinn eines Unternehmens, ausgesch&uuml;ttet. Oft beides gleichzeitig. Allein zwischen 2003 und 2007 stiegen die ausgesch&uuml;tteten Dividenden der 30-DAX-Konzerne von 10,2 Milliarden Euro um mehr als 230 Prozent auf 23,6 Milliarden Euro. Selbst in den Krisenjahren 2008 und 2009 flossen fette Dividenden &ndash; Geld, was den Unternehmen f&uuml;r R&uuml;cklagen, Investitionen oder Lohnerh&ouml;hungen f&uuml;r immer fehlt. Die Aktion&auml;re haben auch in diesen Sturm- und Drang-Zeiten in Europa anders als Besch&auml;ftigte, Rentner und sozial Schwache gut lachen: Sie erwartet bis Ende Mai 2012 &uuml;ber 27 Milliarden Euro frisches echtes Geld.<br>\nF&uuml;r Dividendenaussch&uuml;ttungen gibt es immer einen &bdquo;guten&ldquo; Grund, f&uuml;r die Loherh&ouml;hungen aber keinen richtigen. In der Krise gef&auml;hrden unangemessene Lohnerh&ouml;hungen die Arbeitspl&auml;tze, im Aufschwung die Wettbewerbsf&auml;higkeit, so die Argumenta-tion der Arbeitgeber.<br>\nQuelle: <a href=\"\/upload\/pdf\/08_2012_%20klartext_lohnerhoehungen_statt_fetter_dividende.pdf\">DGB klartext [PDF &ndash; 113.3 KB]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Offener Brief von Martin Betzwieser an ver.di-&Ouml;konom Dierk Hirschel zur Rentenpolitik und der Rolle der Gewerkschaften<\/strong><br>\nDie Gewerkschaften und die Rentenpolitik: Ein offener Brief an Dierk Hirschel, Leiter der Abteilung Wirtschaftspolitik beim ver.di-Bundesvorstand, von Martin Betzwieser<br>\n&ldquo;&hellip;Sind Sie der Ansicht, dass eine Beteiligung der Gewerkschaften bei der Vermittlung und beim Verkauf von kommerziellen Altersvorsorgeprodukte sowie bei Schulungsveranstaltungen eingestellt werden sollten?&hellip;&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wirtschaftundgesellschaft.de\/?p=2516\">Wirtschaft und Gesellschaft<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Arbeitsverdichtung im Fahrdienst als Folge der Restrukturierung im &Ouml;PNV<\/strong><br>\nDie kommunalen &Ouml;PNV-Unternehmen haben die Restrukturierung so erfolgreich geleistet, dass ihnen von ihren kommunalen Eignern durchweg die Direktvergabe erteilt worden ist. In den meisten F&auml;llen immerhin bis zum Jahr 2020. Die Unternehmen haben sich wirtschaftlich deutlich verbessert und durch reduzierte Verluste die St&auml;dte finanziell entlastet. Dabei ist es ihnen gelungen, das Verkehrsangebot f&uuml;r die B&uuml;rger mindestens zu halten, teilweise sogar noch zu verbessern. Den Verzicht auf Einschr&auml;nkungen des Angebots hatten sich die Anteilseigner auch ausbedungen wie auch das Beibehalten moderater Fahrpreiserh&ouml;hungen.<br>\nDiese wirtschaftlichen und finanziellen Erfolge sind neben technischen, betrieblichen und verkehrlichen Ma&szlig;nahmen haupts&auml;chlich durch Kostensenkungen bei den Personalkosten erreicht worden. Die Kostensenkungen haben in erster Linie das Fahrpersonal betroffen, und zwar nicht nur aufgrund des gr&ouml;&szlig;ten Anteils am Gesamtunternehmen, sondern auch &uuml;berproportional im Verh&auml;ltnis zu den Besch&auml;ftigten in der Verwaltung und in den Werkst&auml;tten. Das Fahrpersonal hat an Einkommen verloren, speziell im Niveau f&uuml;r die neu eingestellten Fahrerinnen und Fahrer. Aber auch an den Arbeitsbedingungen ist die Rationalisierung nicht vorbei gegangen.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/pdf\/p_arbp_212.pdf\">Hubert Resch: Arbeitsverdichtung im Fahrdienst als Folge der Restrukturierung im &Ouml;PNV. Arbeitspapier 212 der Hans-B&ouml;ckler-Stiftung, Januar 2012. [PDF &ndash; 2.9 MB]<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/hbs_showpicture.htm?id=39081&amp;chunk=1%20\">Infografik zum Download im B&ouml;ckler Impuls 4\/2012<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Vorbehaltsregelung zum SGB II ist Europa-rechtswidrig<\/strong><br>\nHier nun eine kurze Einsch&auml;tzung von Georg Classen, vom Fl&uuml;chtlingsrat Berlin, zur im letzten Newsletter verbreiteten Vorbehaltsregelung der BRD. Diese d&uuml;rfte nach Georgs Einsch&auml;tzung gegen europ&auml;isches Recht versto&szlig;en und (Eil)Klagen gegen die daraus resultierenden Ablehnungen d&uuml;rften erfolgsversprechend sein. Zusammenfassend ist dazu zu sagen: diese Vorbehaltsregelung verst&ouml;&szlig;t gegen geltendes Europarecht, nach einer Reihe von Gerichtsentscheidungen werden sie irgendwann mal wieder ihre Dienstanweisungen &auml;ndern und doch erkl&auml;ren das Unionsb&uuml;rger Anspruch auf SGB II &ndash; Leistungen haben, allerdings sollte man sich den Kontext dessen klarmachen, Deutschland nimmt sich das Recht raus andere Staaten auszupl&uuml;ndern, aber wenn es darum geht die Folgen des Auspl&uuml;nderns f&uuml;r die Menschen zu tragen dann fangen sie in die Trickkiste zu greifen. Das trotz des Wissens, das sie juristisch damit nicht durchkommen. Hier ist politisches Handeln m&ouml;glich und n&ouml;tig!<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.harald-thome.de\/media\/files\/EFA_Vorbehalt_Kommentar.pdf\">Harald Thom&eacute; [PDF &ndash; 105 KB]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Putin war sich seines Sieges nicht sicher<\/strong><br>\nAus Trotz &uuml;ber die Demos der Mittelschicht haben fr&uuml;here Nichtw&auml;hler Putin gew&auml;hlt, meint Russland-Experte Rahr<br>\nWladimir Putin, ansonsten der eiserne Staatsmann, hat seinen Sieg bei der russischen Pr&auml;sidentenwahl am Sonntag ungewohnt emotional gefeiert und auch eine Tr&auml;ne verdr&uuml;ckt. &ldquo;Er war sich davor seines Sieges nicht sicher&rdquo;, erkl&auml;rt sich Russland-Experte Alexander Rahr die Reaktion. Warum Putin sich jetzt trotzdem nicht ausruhen kann und die protestierende russische Mittelschicht links nicht links liegen lassen darf, erkl&auml;rt Rahr im Interview mit derStandard.at.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/derstandard.at\/1330390353611\/Politologe-im-Interview-Putin-war-sich-seines-Sieges-nicht-sicher\">Der Standard<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Kooperationsverbot im gesamten Bildungssystem streichen!<\/strong><br>\nAls &bdquo;einen wichtigen Schritt auf dem Weg zu einem leistungsf&auml;higen Bildungssystem&ldquo;, bezeichnete Ingrid Sehrbrock, stellvertretende DGB-Vorsitzende, die Pl&auml;ne der Bundesregierung, das Kooperationsverbot im Hochschulwesen aufzuheben. Dem Bund wird es somit erm&ouml;glicht, sich dauerhaft an der Finanzierung von Hochschulen zu beteiligen.<br>\n&bdquo;Die Streichung des Kooperationsverbotes ist &uuml;berf&auml;llig. Damit korrigiert die Bundesregierung den gr&ouml;bsten Fehler der F&ouml;deralismusreform, die die gro&szlig;en Parteien gemeinsam beschlossen hatten. Jetzt m&uuml;ssen die L&auml;nder den Weg f&uuml;r eine &Auml;nderung des Grundgesetzes freimachen. Es war schon eine Ironie der Geschichte, dass wir mit dem Bologna-Prozess und dem Europ&auml;ischen Qualifikationsrahmen einen europ&auml;ischen Bildungsraum schaffen, w&auml;hrend Deutschland mit der  F&ouml;deralismusreform eine sinnvolle Zusammenarbeit von Bund und L&auml;ndern v&ouml;llig gekappt hat. Die weitgehende Ausgrenzung des Bundes aus der Schul- und Hochschulpolitik hat sich als Holzweg erwiesen. Es ist gut, dass sie beendet wird.<br>\nDie Aufhebung des Kooperationsverbots f&uuml;r die Hochschulen kann nur ein erster Schritt sein. Es bleibt n&auml;mlich dabei: Nach der F&ouml;deralismusreform darf der Bund zwar in Indonesien den Aufbau von Schulen finanzieren, in der Lausitz oder L&uuml;neburger Heide aber nicht. Wir m&uuml;ssen deshalb dem Bund endlich wieder erm&ouml;glichen, &uuml;ber einen neu gefassten Artikel 104 b Grundgesetz, sich an der Finanzierung von Schulen zu beteiligen.<br>\nDie Bundesl&auml;nder sind mit der Finanzierung eines zukunftsf&auml;higen Bildungssystems schlicht &uuml;berfordert &ndash; das betrifft nicht nur die Hochschulen, sondern auch Kinderg&auml;rten, Schulen und die Weiterbildung. Mittlerweile haben viele Bundesl&auml;nder &ndash; allen voran Hessen, Schleswig-Holstein und Brandenburg &ndash;  schon millionenschwere K&uuml;rzungen im Bildungswesen umgesetzt oder angek&uuml;ndigt. Diese Entwicklung zeigt: Der Wettbewerbsf&ouml;deralismus ist gescheitert. Wir brauchen einen kooperativen F&ouml;deralismus, der die L&auml;nderegoismen im Interesse der gesamtstaatlichen Verantwortung f&uuml;r das Bildungssystem zur&uuml;ckstellt. Der Bildungsf&ouml;deralismus hat nur eine Zukunft, wenn er Mobilit&auml;t und gleichwertige Lebenschancen bundesweit sichert, aber auch Handlungsspielraum in den Regionen erm&ouml;glicht.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dgb.de\/presse\/++co++6ff06338-66ab-11e1-567a-00188b4dc422\">DGB<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Bundesregierung erspart Verlegern Innovation<\/strong><br>\nUm Probleme zu l&ouml;sen, die sich Verlage selbst schufen, will die Koalition Informationsfreiheit beschr&auml;nken. Kai Biermann kommentiert die Folgen des Leistungsschutzrechts.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/digital\/internet\/2012-03\/leistungsschutzrecht-koalition\">ZEIT<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Occupy WDR 3<\/strong><br>\nDeutschland &ndash; ein Land im Kulturwahn. Alle m&ouml;chten nur noch &bdquo;kreativ&ldquo; sein. Politiker preisen die Boh&egrave;me als &bdquo;sexy&ldquo;. Und sogar Floristen, K&ouml;che und Softwareentwickler sehen sich neuerdings als &bdquo;K&uuml;nstler&ldquo;. Wie gut, dass wenigstens der &ouml;ffentlich-rechtliche Rundfunk der grassierenden Kulturhysterie energisch &ndash; und mit feiner Vernebelungstaktik &ndash; entgegentritt. Zwar begr&uuml;nden die ARD-Intendanten jede Geb&uuml;hrenerh&ouml;hung gern mit ihrem &bdquo;Kulturauftrag&ldquo;, geben das Geld dann aber lieber f&uuml;r Fu&szlig;ball und Talkshows aus.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/kultur\/occupy-wdr-3\/6283794.html\">Tagesspiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Ziemlich dreist, wie der <a href=\"\/?p=12301\">Tagesspiegel unsere &Uuml;berschriften plagiiert<\/a>. Unter diesem ganz besonderen Umstand kann man jedoch zumindest verstehen, warum der Tagesspiegel die NachDenkSeiten wieder einmal nicht als Quelle genannt hat.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Inzwischen sind es gar schon fast 10.000 &bdquo;Kulturjunkies&ldquo;, die unterschrieben haben (Stand: 5.3. nachmittags).<br>\nUnd nat&uuml;rlich freuen wir uns dar&uuml;ber dass der Tagesspiegel unsere Schlagzeile &bdquo;<a href=\"\/?p=12301\">Occupy WDR<\/a>&ldquo; nach zwei Wochen endlich aufgegriffen hat. Da es um die Sache geht sind wir auch mit dem Plagiat einverstanden.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Germany after Capitalism: New Democracy &ndash; Old Principles: The Wagenknecht-Doctrine<\/strong><br>\nIn 1989 hard core &ldquo;Stalinists&rdquo; overnight became the best ever imaginable capitalists who managed to privatise the entire economy in Eastern Europe. Nowadays, we observe how the &ldquo;Masters of the Universe&rdquo; suddenly be-come anti-globalisation activists raising the question whether we shall trust the populist approach by George Soros and Warren Buffett one more time or whether we should become suspicious as their sudden reasoning may be a way for them to try to avoid imprisonment?<br>\nThe difference between Socialism and Capitalism is that 23 years ago the Socialists accepted to be dictated the conditions of their surrender while today the capitalistic elite dictates their rescuers their conditions.<br>\nAn economic model that forces the real economy, our manufacturing industries, to produce only for profit and not for the actual demand leads to the production of an incredible amount of trash that implies wanton destruction of natural resources and climatic calamity.<br>\nThe present economic system is evidently anti-economical as it destroys economic capacity with all the negative consequences for the vast majority of citizens on this planet as well as nature.<br>\nTime is ripe for a new economic system that will reverse these negative effects and that in contrast to the collapsing neo-classical model is mathematically coherent and economically sound while it is based on inclusion and proper management of resources.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.amazon.de\/gp\/product\/1469765160\/ref=as_li_ss_tl?ie=UTF8&amp;tag=derspiege-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=19454&amp;creativeASIN=1469765160\">Ralph T. Niemeyer<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;Mehr&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (WL\/JB)<\/p>\n","protected":false},"author":8,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-12421","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/12421","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/8"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=12421"}],"version-history":[{"count":9,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/12421\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":12430,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/12421\/revisions\/12430"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=12421"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=12421"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=12421"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}