{"id":12436,"date":"2012-03-07T08:39:07","date_gmt":"2012-03-07T07:39:07","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12436"},"modified":"2012-03-07T08:39:07","modified_gmt":"2012-03-07T07:39:07","slug":"hinweise-des-tages-1587","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12436","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;Mehr&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (KR\/WL\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12436#h01\">Heiner Flassbeck &ndash; Die Zukunft der Schulden<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12436#h02\">MEMORANDUM-Kurzfassung 2012: &ldquo;Europa am Scheideweg &ndash; Solidarische Integration oder deutsches Spardiktat&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12436#h03\">Axel Troost &ndash; R&ouml;sler ist so glaubw&uuml;rdig wie ein Metzger, der ein Kochbuch f&uuml;r Vegetarier schreibt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12436#h04\">Thomas Straubhaar &ndash; &ldquo;Schluss mit dem Imperialismus der &Ouml;konomen&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12436#h05\">Eurokrise<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12436#h06\">Alternativlos, Folge 22<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12436#h07\">Struktureller Haushalts&uuml;berschuss von fast 4 Prozent<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12436#h08\">6 Things Rich People Need to Stop Saying<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12436#h09\">George Monbiot &ndash; Das psychopathische Manifest<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12436#h10\">Statistisches Taschenbuch Tarifpolitik 2012<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12436#h11\">&Uuml;ber 50 Prozent weniger &ouml;ffentlich gef&ouml;rderte Besch&auml;ftigte im Rechtskreis SGB II<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12436#h12\">Keine Zeit f&uuml;r Hygiene<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12436#h13\">Gagfah kommt billig weg<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12436#h14\">Der Bund will bei Uni-Finanzierung wieder mitreden<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12436#h15\">Kulturradio WDR3 wird reformiert &ndash; Aber f&uuml;r Thomas gibt es Geld<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12436#h16\">Selbsterf&uuml;llende Moslem-Prophezeihung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12436#h17\">Zu guter Letzt: Volker Pispers zum Fiskalpakt<\/a><\/li>\n<\/ol><p><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"\/?p=12436&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Heiner Flassbeck &ndash; Die Zukunft der Schulden<\/strong><br>\nAls ich letzte Woche durch das sich im Wahlkampf befindende Saarland fuhr, war ich nicht wenig &uuml;berrascht ob der entscheidenden Slogans der Parteien. Die CDU macht auf mit der Aussage ihrer Spitzenkandidatin &bdquo; Ich will Zukunft ohne Schulden&ldquo;. Die SPD h&auml;lt hart dagegen, dass sie f&uuml;r einen neuen Politikstil sei, wohlgemerkt, nicht f&uuml;r eine neue Politik, sondern nur f&uuml;r einen neuen Stil. Offensichtlich haben sich beide Parteien l&auml;ngst auf die Zukunft ohne Schulden geeinigt, was ja auch die explizite Festlegung der saarl&auml;ndischen SPD auf die konsequente Umsetzung der Schuldenbremse nahelegt, die sie als Abwehrargument gegen eine rot-rote Koalition nutzte.<br>\nAlso Zukunft ohne Schulden. Man h&auml;tte stattdessen auch schreiben k&ouml;nnen &bdquo;Zukunft ohne Investitionen&ldquo;. Denn wenn es keine Schulden gibt, gibt es auch keine Ersparnisse, und wenn es keine Ersparnisse gibt, gibt es keine Investitionen, weil ja dann alles aufgegessen und sonst wie verbraucht wird. Das also ist es, was die CDU den Kindern hinterlassen will: Eine Welt, in der nicht investiert werden kann, weil ja niemand Schulden machen will. Weil Schulden tabu sind, hei&szlig;t das, k&ouml;nnen wir die Welt nicht mehr f&uuml;r unsere Kinder lebenswerter machen, sondern die Welt muss genauso bleiben, wie sie jetzt ist.<br>\nMan fragt sich immer wieder, ob die Menschen, die &uuml;ber einen solchen Slogan entscheiden, es wirklich nicht besser wissen, oder ob sie so infam sind, den Menschen eine solchen Unsinnslogan unterzujubeln, ohne R&uuml;cksicht auf Verluste, nur weil sie wissen, dass das am Stammtisch gut ankommt.<br>\nQuelle: <a href=\"\/upload\/pdf\/120307_flassbeck_schulden_und_zukunft.pdf\">WuM<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>MEMORANDUM-Kurzfassung 2012: &ldquo;Europa am Scheideweg &ndash; Solidarische Integration oder deutsches Spardiktat&rdquo;<\/strong><br>\nDie Arbeitsgruppe Alternative Wirtschaftspolitik hat in den vergangenen Tagen die Kurzfassung des MEMORANDUM 2012 an Unterst&uuml;tzerinnen und Unterst&uuml;tzer versandt. Wer sich f&uuml;r die MEMORANDUM-Kurzfassung und die M&ouml;glichkeit der Unterst&uuml;tzung interessiert, kann sie am einfachsten &uuml;ber <a href=\"http:\/\/www.alternative-wirtschaftspolitik.de\/wer_wir_sind\/unterstuetzung\/index.html%20\">diesen Link anfordern (kostenlos)<\/a>.\n<p>Hinweis:<br>\nInformationen zur Arbeitsgruppe Alternative Wirtschaftspolitik: Die Arbeitsgruppe legte erstmals im November 1975 (kurz nach Verabschiedung des 1. Haushaltsstrukturgesetzes, mit dem der Sozialabbau in der Bundesrepublik eingeleitet wurde) ein &ldquo;Memorandum f&uuml;r eine wirksame und soziale Wirtschaftspolitik&rdquo; vor. Seit 1977 wird in jedem Jahr in der Woche vor dem 1. Mai ein weiteres Memorandum f&uuml;r eine alternative Wirtschaftspolitik ver&ouml;ffentlicht. Zus&auml;tzlich sind zahlreiche Stellungnahmen zu aktuellen wirtschafts-, finanz- und sozialpolitischen Fragen erstellt worden. Mittlerweile gilt das Memorandum vielfach als &ldquo;Gegengutachten&rdquo; zum j&auml;hrlichen Gutachten des &ldquo;Sachverst&auml;ndigenrates zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung&rdquo; (der &ldquo;f&uuml;nf Weisen&rdquo;).<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.alternative-wirtschaftspolitik.de\">alternative Wirtschaftspolitik<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Axel Troost &ndash; R&ouml;sler ist so glaubw&uuml;rdig wie ein Metzger, der ein Kochbuch f&uuml;r Vegetarier schreibt<\/strong><br>\n&ldquo;Wenn FDP-Chef Philipp R&ouml;sler nun Vorschl&auml;ge f&uuml;r eine st&auml;rkere Kontrolle der Finanzm&auml;rkte macht, ist er ungef&auml;hr so glaubw&uuml;rdig wie ein Metzger, der ein Kochbuch f&uuml;r Vegetarier schreibt. Die FDP steht f&uuml;r die hemmungslose Entfesselung der Finanzm&auml;rkte und ihre Parteispitze hat stets betont, man d&uuml;rfe die M&auml;rkte nach der Finanzkrise nicht &uuml;berregulieren&rdquo;, kommentiert Axel Troost Medienberichte &uuml;ber eine Initiative von Bundeswirtschaftsminister Philipp R&ouml;sler zur st&auml;rkeren Kontrolle der Finanzm&auml;rkte. Der finanzpolitische Sprecher der Fraktion DIE LINKE weiter:<br>\n&ldquo;Bei n&auml;herem Hinsehen wird deutlich, dass sich R&ouml;slers Forderungen auf Themen beschr&auml;nken, bei denen ohnehin international Verhandlungen f&uuml;r Regulierungen laufen, die auch er nicht aufhalten kann. Mit seiner Initiative versucht er aber, die ohnehin schon unzureichenden Reformbem&uuml;hungen weiter zu verschleppen. Am deutlichsten wird dies in der Frage der Finanztransaktionsteuer. Er macht sich f&uuml;r eine geringf&uuml;gige Besteuerung bestimmter B&ouml;rsentransaktionen nach dem Vorbild der britischen Stempel-Steuer stark, gerade weil er die deutlich weitergehende Finanztransaktionsteuer verhindern will. Auch in der Frage des Hochfrequenz-Computerhandels sind die Experten und Fachpolitiker inzwischen viel weiter.<br>\nMit seinen Vorschl&auml;gen verfolgt R&ouml;sler die gleiche Strategie, die schon in den Beschl&uuml;ssen des Koalitionsausschusses vom vergangenen Wochenende zum Ausdruck kommt. Auch der gro&szlig;spurig angek&uuml;ndigte &lsquo;Finanz-T&Uuml;V&rsquo; der Koalition ist ein durchsichtiger Versuch, ein bestehendes Konzept zu vereinnahmen und bis zur Unkenntlichkeit zu entkernen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.linksfraktion.de\/pressemitteilungen\/roesler-glaubwuerdig-wie-metzger-kochbuch-vegetarier-schreibt\/\">Die Linke im Bundestag<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Thomas Straubhaar &ndash; &ldquo;Schluss mit dem Imperialismus der &Ouml;konomen&rdquo;<\/strong><br>\nEr ist einer der renommiertesten Wirtschaftswissenschaftler. Jetzt rechnet HWWI-Chef Straubhaar radikal mit seiner Zunft ab. [&hellip;]<br>\nStraubhaar Ich traue den alten Weisheiten nicht mehr, die mich gepr&auml;gt haben &ndash; nachdem sich einige dieser Weisheiten empirisch als falsch erwiesen haben. [&hellip;]Die Globalisierung der Finanzm&auml;rkte hat die g&auml;ngige Lehre &uuml;berrollt, wonach die Finanzwirtschaft nur dazu dient, die reale Wirtschaft zu bedienen. Die Kapitalm&auml;rkte haben vielmehr ein Eigenleben entwickelt, das nicht mehr mit dem Tempo der Abl&auml;ufe und Ver&auml;nderungen in der Realwirtschaft synchron l&auml;uft. Das kann, etwa beim Hochgeschwindigkeitshandel von Devisen, der realen Wirtschaft stark schaden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/politik\/konjunktur\/:ftd-interview-mit-thomas-straubhaar-schluss-mit-dem-imperialismus-der-oekonomen\/70003717.html\">FTD<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Sollte sich hier ein Saulus zum Paulus wandeln?<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Eurokrise<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Robert Misik &ndash; Europa in der Todesspirale<\/strong><br>\nDie Daten erschienen meist nur versteckt im Wirtschaftsteil der Zeitungen, sie haben es aber in sich: Europa ist erstmals seit den dramatischen Krisenjahren 2008 und 2009 wieder am Rande einer Rezession. Im letzten Quartal des Jahres 2011 fiel die Wirtschaftsleistung der 17 Euro-Nationen um 0,3 Prozent gegen&uuml;ber dem vorangegangenen Quartal. Das ist offiziell nur deshalb keine Rezession, weil daf&uuml;r nach allgemeiner &Uuml;bereinkunft die Wirtschaftsleistung in zwei aufeinander folgenden Quartalen zur&uuml;ckgehen muss. Aber die Zahlen sind ein Alarmzeichen: Erstmals seit dem zweiten Quartal 2009 schrumpft Europas Wirtschaft wieder.<br>\nDas ist doppelt schlimm, da in den meisten europ&auml;ischen L&auml;ndern nach dem scharfen Einbruch noch keine Erholung eingesetzt hat. Die Wirtschaftsleistung aller EU-Staaten zusammen ist heute noch unterhalb der Marke, die vor der Krise erreicht war. In einigen EU-L&auml;ndern sogar signifikant. In D&auml;nemark liegt das BIP um 5,4 Prozent unter dem Vor-Krisen-Niveau, in Finnland um 2,2 Prozent, in Griechenland um 9,4 Prozent, in Irland um sagenhafte 12,1 Prozent, in Italien um 4,4 Prozent, in Spanien um 3,2 Prozent und in Gro&szlig;britannien um 3,8 Prozent.<br>\nWill man diese Zahlen einordnen, dann muss man sie nur mit der schlimmsten Depression der kapitalistischen Geschichte, der Gro&szlig;en Depression der Drei&szlig;iger Jahre vergleichen. Nicht nur L&auml;nder wie Griechenland und Irland, auch Italien und Gro&szlig;britannien sind jetzt schon l&auml;nger in einer tiefen Depression als in den drei&szlig;iger Jahren. Damals ging es nach vier Krisenjahren schon merklich bergauf. Diesmal geht es im vierten Krisenjahr abermals scharf bergab. Simpel gesagt: Die Krise ist jetzt schon tiefer und l&auml;nger als in den Drei&szlig;iger Jahren, auch wenn es sich nicht in allen L&auml;ndern so anf&uuml;hlen mag. Wegen mangelnder Arbeitslosenunterst&uuml;tzung war die Krise seinerzeit sp&uuml;rbarer &ndash; aber auch das trifft nur bedingt zu. F&uuml;r spanische Twenty- und Thirtysomethings und alle Griechen ist sie heute genauso &bdquo;sp&uuml;rbar&ldquo; wie f&uuml;r unsere ausgesteuerten Opas in den Drei&szlig;iger Jahren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.gegenblende.de\/14-2012\/++co++4bd8e676-678e-11e1-5f37-001ec9b03e44\">DGB Gegenblende<\/a><\/li>\n<li><strong>Keine Angst um die 700-Mrd-TARGET-Forderung der Bundesbank<\/strong><br>\n[&hellip;] Was passiert nun mit den 700 Mrd. Euro &ndash; falls der Euro irgendwann zusammenbrechen sollte. M&uuml;ssen wir uns f&uuml;rchten, dass die Bundesbank einen entsprechenden Verlust verbuchen m&uuml;sste. Interessant sind dabei folgende Aussagen von Karl Whelan, einem irischen Wirtschaftsprofessor, die nahe legen, dass dem nicht so ist (h\/t Olaf Storbeck via Twitter):<br>\nThus, the most likely resolution of Target imbalances in the case of a full Euro breakup would be a pooling of assets held by Target2 debtors to be handed over to Target2 creditors to settle the balance. This may leave the Bundesbank holding a set of peripheral-originated assets that may be worth less that face value but this scenario would result in losses to the Bundesbank that would be far short of the current value of its Target2 credit.<br>\nFalls die Bundesbank auf ihre Forderungen doch sitzen bleiben sollte, also auf Buchforderungen nach Zentralbankgeld im Zahlungssystem, kann sie immer noch &uuml;ber Gelddrucken die Forderungen &ldquo;herausbuchen&rdquo;, ohne dass die umlaufende Geldmenge erh&ouml;ht wird, die irgendwie f&uuml;r die Inflation gef&auml;hrlich werden k&ouml;nnte&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/wirtschaftswunder.ftd.de\/2012\/03\/06\/700-mrd-target-forderung-der-bundesbank\/\">FTD Wirtschaftswunder<\/a><\/li>\n<li><strong>Die Euro-Krise und die Reaktion der europ&auml;ischen Gewerkschaften<\/strong><br>\nEuropaweit besteht gegenw&auml;rtig die einm&uuml;tige Reaktion der Politik auf die Krise in Austerit&auml;t und Haushaltsdisziplin. Die K&uuml;rzung von L&ouml;hnen und Sozialleistungen, die Angriffe auf das Tarifverhandlungssystem und die St&auml;rkung ultra-flexibler Besch&auml;ftigungsverh&auml;ltnisse untermauern das vorherrschende Paradigma. Der Berlin-Br&uuml;ssel-Konsens pr&auml;sentiert sich als der einzige Weg in die Zukunft.<br>\nDieser L&ouml;sungsansatz funktioniert nicht und wird auch zuk&uuml;nftig nicht funktionieren. Er unterdr&uuml;ckt Wachstum und blockiert damit den Weg zur Schaffung neuer Arbeitspl&auml;tze. Wir k&ouml;nnen die desastr&ouml;sen sozialen Folgen und das Erstarken des Nationalismus in vielen europ&auml;ischen L&auml;ndern beobachten. Dadurch werden unsere grundlegenden und auf Solidarit&auml;t basierenden Werte in Frage gestellt. Das d&uuml;rfen wir nicht l&auml;nger ignorieren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.gegenblende.de\/14-2012\/++co++46cbd67e-678f-11e1-504e-001ec9b03e44\">DGB Gegenblende<\/a><\/li>\n<li><strong>Pech f&uuml;r Spekulanten<\/strong><br>\nGriechenland ist doch nicht pleite. Zu diesem Schluss ist am sp&auml;ten Donnerstag in New York der Internationale Derivate-Verband ISDA gekommen. Der von Griechenland geplante Schuldenschnitt sei kein &ldquo;Kreditereignis&rdquo;, und damit w&uuml;rden auch die Kreditausfallversicherungen (CDS) auf griechische Staatsanleihen nicht f&auml;llig werden. F&uuml;r Investoren ist das eine schlechte Nachricht. Denn damit werden sie nicht f&uuml;r ihre Verluste mit griechischen Anleihen entsch&auml;digt. Vor allem Hedgefonds-Manager hatten mit CDS auf einen Ausfall griechischer Staatsanleihen gesetzt. Insgesamt geht es um 1,7 Milliarden Euro.  J&uuml;ngst wurden CDS verst&auml;rkt aber selbst zu Spekulationsobjekten: Ohne Staatsanleihen zu besitzen (&ldquo;Leerverk&auml;ufe&rdquo;), wetteten Zocker mit diesen Derivaten auf Pleiten von Eurostaaten wie Griechenland. Da zudem das Auf und Ab der CDS-Kurse von anderen Akteuren als Wettbarometer wahrgenommen wurde, beschleunigten sie die Euro-Staatsschuldenkrise. Eine Hauptrolle spielten sie in der Finanzkrise seit 2007. CDS wurden zu einer Allzweckwaffe, mit der Banken Regierungen zu gef&uuml;gigen Helfern machen konnten. Von den Drohungen der Finanzlobby muss sich die Regierung in Athen aber nicht beirren lassen. Im Umfeld der ISDA-Pr&uuml;fung kam heraus, dass das gesamte Volumen von Hellas-CDS lediglich 3,2 Milliarden Euro betr&auml;gt. Ausgezahlt w&uuml;rde aber nur der Prozentsatz, der f&uuml;r die Gl&auml;ubiger als verloren gilt. Bei einem unfreiwilligen Schuldenschnitt von 53,3 Prozent w&uuml;rden also gerade mal 1,7 Milliarden Euro flie&szlig;en. Angesichts des neuen Rettungspaketes von 130 Milliarden Euro w&auml;re das also ein Klacks.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=wu&amp;dig=2012%2F03%2F03%2Fa0155&amp;cHash=ac04c0f3bf\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Viel L&auml;rm um Nichts bzw. leere Drohungen um den Schuldenschnitt zu verhindern, wenn man bedenkt, dass sich die Anleger seinerzeit gegen den Ausfall von der Lehman-Papieren mit 527 Milliarden Dollar abgesichert hatten. Der US-Versicherer AIG und damit etliche gro&szlig;e Finanzinstitute mussten damals durch den Staat gerettet werden.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Alternativlos, Folge 22<\/strong><br>\nIn der Sendung geht es um Korruption und Manipulation in der Politik, wie sich Politik und PR ann&auml;hern, und wie sich die Politik der Weltbank und des Weltw&auml;hrungsfonds (IMF) gegen&uuml;ber afrikanischen L&auml;ndern und die Poltik Deutschlands gegen&uuml;ber Griechenland und Frankreich &auml;hneln.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/alternativlos.org\/22\/\">Alternativlos<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Struktureller Haushalts&uuml;berschuss von fast 4 Prozent<\/strong><br>\nEs ist keineswegs so, dass Deutschland ein strukturelles Haushaltsdefizit hat, das in den n&auml;chsten Jahren unbedingt abgebaut werden muss. Es kommt darauf an, wie man rechnet. Ich komme auf der Basis plausibler Annahmen zum gegenteiligen Schluss: Wir haben in Wirklichkeit einen hohen strukturellen &Uuml;berschuss.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/blog.zeit.de\/herdentrieb\/2012\/03\/06\/struktureller-haushaltsuberschuss-von-fast-4-prozent_4480\">ZEIT Herdentrieb<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>6 Things Rich People Need to Stop Saying<\/strong><br>\nAll of a sudden, it&rsquo;s like you can&rsquo;t make huge amounts of money without people getting all pissed off about it. And it&rsquo;s only going to get worse &mdash; with the election coming up and the weather getting warmer, this whole &ldquo;Occupy&rdquo; movement is probably going to come back strong. The 1 percent will feel even more besieged than before.<br>\n&ldquo;What the hell?&rdquo; you&rsquo;re probably thinking, if you&rsquo;re somehow both rich and reading an article with this title, &ldquo;I didn&rsquo;t crash the economy!&rdquo; You might even be tempted to take to a microphone, to defend yourself and your wealthy friends. But before you do, I want you to stop and ask yourself, &ldquo;Will this make me sound like an out-of-touch douchebag?&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.cracked.com\/blog\/6-things-rich-people-need-to-stop-saying\/\">Cracked.com<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>George Monbiot &ndash; Das psychopathische Manifest<\/strong><br>\nAyn Rands Ideen sind zum Marxismus der neuen Rechten geworden. Man kann mit einigem Recht sagen, dass es so ziemlich die widerw&auml;rtigste Philosophie ist, die die Nachkriegswelt bislang hervorgebracht hat. Selbstsucht, hei&szlig;t es, ist gut, Altruismus b&ouml;se, Mitgef&uuml;hl irrational und zerst&ouml;rerisch. Die Armen sind selbst schuld, wenn sie sterben, die Reichen hingegen verdienen uneingeschr&auml;nkte Macht. Wo immer das ausprobiert wurde, ist es katastrophal und mit Pauken und Trompeten daneben gegangen. Trotzdem waren die Thesen der vor drei&szlig;ig Jahren verstorbenen Ayn Rand noch nie so einflussreich wie heute.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/fliegende-bretter.blogspot.com\/2012\/03\/das-psychopathische-manifest.html\">Fliegende Bretter<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.guardian.co.uk\/commentisfree\/2012\/mar\/05\/new-right-ayn-rand-marx\">How Ayn Rand became the new right&rsquo;s version of Marx &ndash; The Guardian<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Statistisches Taschenbuch Tarifpolitik 2012<\/strong><br>\nWie hoch war die durchschnittliche Tarifsteigerung im Jahr 2011? Wie viel tarifliches Urlaubsgeld gibt es in der Metallindustrie? Wie hoch ist die Jahressonderzahlung im Bankgewerbe? Wie sind die tariflichen K&uuml;ndigungsfristen im Gro&szlig;- und Au&szlig;enhandel? Wie hoch sind die Schichtzuschl&auml;ge in der chemischen Industrie? Wie viel Ausbildungsverg&uuml;tung gibt es im Bauhauptgewerbe? Wo gibt es welche Mindestl&ouml;hne nach dem Entsendegesetz? Wie hoch ist die Tarifbindung in West- und Ostdeutschland?<br>\nAntworten auf diese und zahlreiche andere Fragen rund um die Tarifpolitik beantwortet das gerade erschienene Statistische Taschenbuch Tarifpolitik 2012 des WSI-Tarifarchivs. Es bietet im handlichen Format (DIN A6) eine umfangreiche Zusammenstellung von Daten und Fakten zur Tariflandschaft und zur Tarifpolitik in Deutschland. In rund 130 Tabellen, &Uuml;bersichten und Schaubildern werden Informationen zu folgenden Schwerpunktthemen aufbereitet:\n<ul>\n<li>Tarifvertragslandschaft<\/li>\n<li>Lohn und Gehalt<\/li>\n<li>Arbeitszeit<\/li>\n<li>Tarifbewegungen und Arbeitsk&auml;mpfe<\/li>\n<li>Tarifregelungen in einzelnen Branchen<\/li>\n<\/ul>\n<p>Quelle: WSI Tarifarchiv<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>&Uuml;ber 50 Prozent weniger &ouml;ffentlich gef&ouml;rderte Besch&auml;ftigte im Rechtskreis SGB II<\/strong><br>\nIm Februar 2012 wurden nach vorl&auml;ufigen Daten der Statistik der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit nur noch insgesamt 157.541 Frauen und M&auml;nner in Besch&auml;ftigung schaffenden Ma&szlig;nahmen im Rechtskreis SGB II gef&ouml;rdert, einschlie&szlig;lich BEZ (&sect; 16e) und der nicht im SGB II geregelten Besch&auml;ftigungsphase &bdquo;B&uuml;rgerarbeit&ldquo;.<br>\nDies waren 53 Prozent (179.029) weniger als zwei Jahre zuvor. Auf L&auml;nderebene reichen die<br>\nnegativen Ver&auml;nderungsraten von &ndash;28 Prozent in Bremen (Land) bis &ndash;66 Prozent in Sachsen&hellip;<br>\nDiese 157.541 Frauen und M&auml;nner verteilen sich auf die folgenden SGB II-Instrumente bzw. das Bundesprogramm &bdquo;B&uuml;rgerarbeit&ldquo; (in Klammern: Ver&auml;nderung gegen&uuml;ber Februar 2010):<br>\nArbeitsgelegenheiten in der\n<ul>\n<li>Mehraufwandsvariante (Ein-Euro-Jobs): 114.546 (-54%)<\/li>\n<li>Entgeltvariante (teilsozialversicherungspflichtig): 11.637 (-74%)<\/li>\n<li>Besch&auml;ftigungszuschuss (BEZ: &sect; 16e SGB II): 8.768 (-79% )<\/li>\n<li>Bundesprogramm &bdquo;B&uuml;rgerarbeit&ldquo; (Besch&auml;ftigung): 22.587 (neu)<\/li>\n<li>Arbeitsbeschaffungsma&szlig;nahmen (ABM-Restabwicklung): 3 (-100%) <\/li>\n<\/ul>\n<p>Die gro&szlig;e Mehrzahl der &bdquo;gef&ouml;rderten Besch&auml;ftigten&ldquo; (72,7 Prozent im Februar 2012), erh&auml;lt zu ihrem Arbeitslosengeld II (einschlie&szlig;lich der Leistungen f&uuml;r Unterkunft und Heizung) lediglich eine Mehraufwandsentsch&auml;digung. (&bdquo;Ein-Euro-Jobs&ldquo;) Lediglich 27,3 Prozent (42.995) der gef&ouml;rderten Besch&auml;ftigten sind sozialversicherungspflichtig besch&auml;ftigt, im Februar 2012 bereits &uuml;ber die H&auml;lfte davon im Bundesprogramm &bdquo;B&uuml;rgerarbeit&ldquo; mit einem i.d.R. maximalen Bruttolohn von lediglich 900 Euro pro Monat.<br>\nBetrachtet man die im Rahmen des SGB II gef&ouml;rderten Besch&auml;ftigten ohne das Bundesprogramm &bdquo;B&uuml;rgerarbeit&ldquo;, waren im Februar 2012 sogar lediglich 15,1 Prozent der im Rahmen der Eingliederungstitel der Jobcenter gef&ouml;rderten Besch&auml;ftigten (einschlie&szlig;lich BEZ) sozialversicherungspflichtig (sv) besch&auml;ftigt.<br>\nZwei Jahre zuvor waren dies noch 26,1 Prozent. In den L&auml;ndern reicht diese &bdquo;sv-Quote&ldquo; im Februar 2012 von 3,5 Prozent in Hamburg bis 28,8 Prozent in Berlin.<br>\nAm st&auml;rksten reduziert wurde diese sv-Quote der gef&ouml;rderten sozialversicherungspflichtigen Besch&auml;ftigung im Rechtskreis SGB II im Land Bremen &ndash; von 32,8 Prozent im Februar 2010 um 19,0 Prozentpunkte auf 13,7 Prozent. Diese Entwicklung wird sich voraussichtlich mit Inkrafttreten der sog. Instrumentenreform und der weiter drastisch gek&uuml;rzten Eingliederungsbudgets der Jobcenter (nicht nur in Bremen) fortsetzen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/biaj.de\/images\/stories\/2012-03-06_bsm-sgb2-laender-0110-0212.pdf%20\">Bremer Institut f&uuml;r Arbeitsmarktforschung und Jugendberufshilfe e.V. (BIAJ) [PDF &ndash; 510 KB]<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Keine Zeit f&uuml;r Hygiene<\/strong><br>\nGef&auml;hrliche Keime auf Fr&uuml;hchenstation: Rationalisierung im Klinikum Bremen-Mitte f&uuml;hrte zur Katastrophe. Personalknappheit war politisch gewollt. &Uuml;ber den parlamentarischen Untersuchungsausschu&szlig; wurden inzwischen alarmierende Tatsachen bekannt. Der entlassene Chefarzt der Fr&uuml;hchenstation habe sich in einem Brandbrief bei der Geno-Gesch&auml;ftsf&uuml;hrung &uuml;ber die schlechte Personalsituation beschwert. Der Ausschu&szlig;vorsitzende Bj&ouml;rn Fecker (Gr&uuml;ne) zitierte aus Briefen und E-Mails, in denen sich Ober&auml;rzte und Mitarbeiter immer wieder &uuml;ber fehlendes Personal beklagt h&auml;tten. Mangels Zeugen aus Bremen wurde Anfang Februar Klaus-Dieter Zastrow von der Deutschen Gesellschaft f&uuml;r Krankenhaushygiene geladen. Die Hygienesituation sei generell mangelhaft gewesen, so der Experte. Die Personalausstattung speziell auf einer Fr&uuml;hchenstation sei der entscheidende Faktor, um ein Infektionsrisiko zu vermindern. Pro Schicht w&uuml;rden Fr&uuml;hgeborene etwa 80 mal ber&uuml;hrt. Wenn eine Pflegekraft ein Fr&uuml;hgeborenes betreut, sind das etwa f&uuml;nf Minuten, die f&uuml;r jeden Kontakt zur Verf&uuml;gung st&uuml;nden. Wenn eine Besch&auml;ftigte dagegen rechnerisch 4,5 Babys zu betreuen hat &ndash; und das war im Herbst 2011 auf der betroffenen Station der Fall &ndash; dann blieben f&uuml;r jeden Kontakt nur noch 65 Sekunden &ndash; von denen allein f&uuml;r die H&auml;ndedesinfektion 30 Sekunden ben&ouml;tigt w&uuml;rden. Das, so Zastrow, k&ouml;nne nicht gutgehen.  Als Claudia Bernhard, die Abgeordnete der Linken im Untersuchungsausschu&szlig;, nachfragte, ob alles gut w&auml;re, wenn man nur gen&uuml;gend Personal eingesetzt h&auml;tte, antwortete Zastrow: &raquo;Ja, genau so einfach ist das.&laquo; Der Zusammenhang zwischen personeller Unterbesetzung und h&ouml;herem Infektionsrisiko sei evident. Und: &raquo;Die Versuchung, bei der Hygiene zu sparen, ist riesengro&szlig;.&laquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2012\/03-05\/025.php\">junge Welt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Es ist immer wieder erstaunlich, wie wenig intelligent Sparvorhaben bei Unternehmen, im &Ouml;ffentlichen Dienst oder eben hier in Krankenh&auml;usern dadurch realisiert werden, dass dieselbe Arbeit einfach auf weniger oder auf billigere K&ouml;pfe verteilt wird. Dass beide Methoden mit Qualit&auml;tseibu&szlig;en erkauft werden, hat in der Medizin im wahrsten Sinne des Wortes t&ouml;dliche Konsequenzen. Als der neue kaufm&auml;nnische Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer Tomislav Gmajnic September 2011 von Berlin an den Klinikverbund &bdquo;Gesundheit Nord&rdquo; (Geno) kam, &auml;u&szlig;erte er sein Befremden dar&uuml;ber, dass zwei Jahre nach Verabschiedung des medizinischen Zukunftskonzepts f&uuml;r die Geno durch Vers&auml;umnisse im IT-Bereich Millionen auf der Stra&szlig;e liegen gelassen wurden. Das mag vielleicht auch personelle Konsequenzen haben, aber doch nicht im Kernbereich der medizinischen Versorgung.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Gagfah kommt billig weg<\/strong><br>\nDeutschlands gr&ouml;&szlig;ter b&ouml;rsennotierter Wohnungskonzern, die Gagfah, hat im Rechtsstreit mit der Stadt Dresden die Gefahr einer milliardenschweren Vertragsstrafe vorerst abgewendet. Dresden hatte den Immobilienkonzern im M&auml;rz 2011 wegen Verst&ouml;&szlig;en gegen Mieterschutzklauseln auf eine Vertragsstrafe von insgesamt 1,084 Milliarden Euro verklagt. Die Gagfah hatte nach Ansicht der Stadt gegen die Sozialcharta versto&szlig;en, die die Kommune dem Unternehmen 2006 beim Verkauf von mehr als 45000 Wohnungen zum Schutz der Mieter auferlegt hatte. Beide Seiten wollen alle Klagen zur&uuml;cknehmen, hie&szlig; es in Mitteilungen des Unternehmens und der Stadt. Die Gagfah werde der Stadt in den Jahren 2012 bis 2020 j&auml;hrlich vier Millionen Euro &uuml;berweisen und die Proze&szlig;kosten der Landeshauptstadt bis zu einem Betrag von vier Millionen Euro &uuml;bernehmen. Die Gagfah versprach au&szlig;erdem, mehr Geld in die Instandhaltung der Wohnungen zu stecken. J&auml;hrlich sollten statt bisher f&uuml;nf Euro mindestens 7,56 je Quadratmeter investiert werden. Hinzu kommen nach Angaben der Stadt Erstattungen an diejenigen Mieter, die ihre Wohnungen von Gagfah gekauft haben. Sie sollen unter bestimmten Umst&auml;nden den Kaufpreis teilweise zur&uuml;ckerhalten. Ein Teil der Sozialcharta zum Schutz der Mieter soll um f&uuml;nf Jahre bis 2021 verl&auml;ngert werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2012\/03-05\/059.php?print=1\">junge Welt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Jenseits des Skandals der Dresdner Haushaltssanierung auf Kosten von 45000 Haushalten, st&ouml;rt an diesem Artikel, dass wie so h&auml;ufig, auch bei vielen Artikeln anderer Zeitungen, einfach der Vorgang referiert wird und dann ohne eigene Analyse die notorische Wortmeldung der Opposition angef&uuml;gt wird. Ich m&ouml;chte schon etwas pr&auml;ziser erfahren, inwiefern die Stadt &uuml;ber den Tisch gezogen wurde und was die Alternativen gewesen w&auml;ren. Mir erschlie&szlig;t sich diese Bewertung nur dadurch, dass die B&ouml;rse das Ergebnis feierte und der Kurs der Gagfah zeitweise bis zu 30 Prozent zulegte und immer noch auf &ldquo;Buy&rdquo; liegt. &ndash; &Uuml;brigens investiert die &ldquo;Deutsche Wohnen&rdquo; im Schnitt 12,44 Euro pro Quadratmeter f&uuml;r die Instandhaltung ihrer Wohnungen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Der Bund will bei Uni-Finanzierung wieder mitreden<\/strong><br>\nDie Bundesregierung will bei der F&ouml;rderung von Universit&auml;ten wieder mitmischen. Eine Grundgesetz&auml;nderung ist noch f&uuml;r diese Legislaturperiode geplant. Die L&auml;nder freuen sich zwar &uuml;ber das Geld, f&uuml;rchten aber die Dominanz der Regierung.<br>\nDas Kooperationsverbot &ndash; eine Art freiwillige Selbstblockade des Bundes &ndash; war im Zuge der letzten F&ouml;deralismusreform 2006 vereinbart worden. Allerdings wollte sich schon sehr bald niemand mehr so recht f&uuml;r diesen Part der Reform begeistern. Inzwischen ist den weniger gut situierten L&auml;ndern ein Bundeszuschuss f&uuml;r ihre Hochschulen durchaus willkommen. In den vergangen Wochen wurden im Bundestag ebenso wie im Bundesrat Initiativen zur einer teilweisen Aufhebung des Kooperationsverbots angesto&szlig;en. Bildungsministerin Annette Schavan hatte schon 2009 f&uuml;r eine solche Lockerung pl&auml;diert.<br>\nDer Opposition geht die Reform der Reform indes nicht weit genug. Die &bdquo;Miniverfassungs&auml;nderung&ldquo; h&auml;lt etwa der SPD-Vorsitzende Sigmar Gabriel f&uuml;r nicht weitgreifend genug. Er pl&auml;dierte daf&uuml;r, das Kooperationsverbot so zu &auml;ndern, dass die L&auml;nder deutlich mehr Geld vom Bund f&uuml;r Bildung bekommen, und zwar f&uuml;r den schulischen Bereich. &bdquo;Nur ein paar kleine &Ouml;ffnungen im Wissenschafts- und Forschungsbereich reichen nicht aus&ldquo;, so Gabriel.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/politik\/finanzierung-der-hochschulen-der-bund-will-bei-uni-finanzierung-wieder-mitreden,1472596,11769622.html\">FR<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Kulturradio WDR3 wird reformiert &ndash; Aber f&uuml;r Thomas gibt es Geld<\/strong><br>\nDas Kulturradio WDR 3 soll mehr Musik und weniger Wort senden. Deshalb regt sich nun Protest: 11.000 Menschen haben bereits gegen das Vorhaben unterschrieben. [&hellip;]<br>\nDennoch glaubt der Medientheoretiker und Mitbegr&uuml;nder der Initiative, Hans-Joachim Lenger, dass die aktuelle Reform erst mal zur G&auml;nze vom Tisch muss. Er kritisiert, dass der WDR st&auml;ndig an den falschen Stellen spart. &bdquo;Es ist ein Skandal, dass man mit unseren Geb&uuml;hren den vorabendlichen Selbstfindungsprozess von Herrn Gottschalk finanziert. Es ist doch gar nicht wahr, dass der WDR 3, also insgesamt der WDR wenig Geld hat. Er schmei&szlig;t es nur zum Fenster heraus!&ldquo;<br>\nDie Unterst&uuml;tzer der Radioretter sehen den Reformprozess des WDR 3 auch als Anlass, ihren allgemeinen Unmut &uuml;ber den st&auml;ndigen Kulturabbau in den Medien zum Ausdruck zu bringen. Gy&ouml;rgy Dalos, ungarischer Schriftsteller und Historiker, hat auch die Liste unterzeichnet. &bdquo;Ich sehe die Kultur in diesem Programm verschwinden. Das Radio ist ein besonderes Medium. Mit meiner Unterschrift m&ouml;chte ich die ewigen Sparma&szlig;nahmen bei der Kultur verhindern.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Kulturradio-WDR-3-wird-reformiert\/!89084\/\">taz<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Selbsterf&uuml;llende Moslem-Prophezeihung<\/strong><br>\nDie Katholische Nachrichtenagentur KNA hatte es besonders eilig. Keine zehn Minuten, nachdem die &ldquo;Bild&rdquo;-Zeitung in ihrer Online-Ausgabe &uuml;ber eine ihr exklusiv vorliegende Studie des Bundeninnenministeriums berichtet hatte, verbreitete die KNA in einer eigenen Meldung die &ldquo;Bild&rdquo;-Behauptungen ungepr&uuml;ft weiter.<br>\nDie Agentur verf&uuml;gte zu diesem Zeitpunkt allem Anschein nach &uuml;ber keinerlei eigene Informationen, was die Studie &ldquo;Lebenswelten junger Muslime&rdquo; herausgefunden hatte oder auch nur, was genau ihr Gegenstand war. Die KNA-Meldung beruht vollst&auml;ndig und ausschlie&szlig;lich aus dem, was die &ldquo;Bild&rdquo;-Zeitung behauptete, und macht es sich zu eigen, bis hin zur &Uuml;berschrift: &ldquo;Studie: Viele junge Muslime sind gegen Integration&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bildblog.de\/37196\/selbsterfuellende-moslem-prophezeihung\/\">BILDblog<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>zu guter Letzt: Volker Pispers zum Fiskalpakt<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wdr.de\/radio\/home\/podcasts\/channelausspielung.phtml?channel=wdr2kabarett\">WDR2<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;Mehr&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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