{"id":124625,"date":"2024-11-12T10:18:25","date_gmt":"2024-11-12T09:18:25","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=124625"},"modified":"2024-11-15T14:50:41","modified_gmt":"2024-11-15T13:50:41","slug":"corona-aufarbeiten-ohne-psychologinnen-und-psychologen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=124625","title":{"rendered":"Corona aufarbeiten \u2013 Ohne Psychologinnen und Psychologen?"},"content":{"rendered":"<p>Die sogenannten Pandemiejahre mit ihren Lockdowns, Testungen und Impfforderungen haben nicht zuletzt bei vielen Menschen im Bildungswesen zu Beeintr&auml;chtigungen gef&uuml;hrt. Auch Psychologinnen und Psychologen und ihre Organisationen haben an der Umsetzung von Ma&szlig;nahmen mitgewirkt. Schon 2020 war absehbar, dass dabei Evidenz und Rationalit&auml;t kaum gegeben waren. Wie gehen Psychologen und Psychologinnen heute damit um, dass selbstformulierte ethische Anspr&uuml;che an das berufliche Handeln auf der Strecke blieben? &Uuml;berlegungen von <strong>J&uuml;rgen Mietz<\/strong>.<br>\n<!--more--><br>\n<strong>Der fehlende Wille zur Aufarbeitung ist eine Entwicklungsbremse<\/strong><\/p><p>Das Thema &bdquo;Aufarbeitung&ldquo; taucht immer wieder auf: Waren die Ma&szlig;nahmen evidenzbasiert, wissenschaftlich begr&uuml;ndet oder politisch motiviert? Wer mag welche Interessen gehabt haben? Offensichtlich l&auml;sst es sich nicht in das Untergeschoss des kollektiven Bewusstseins verdr&auml;ngen. In die Sph&auml;re des Vergessens scheint es nicht abzusinken zu wollen, dorthin, wo manche es gern h&auml;tten.<\/p><p>Eher scheint eine Ahnung zu entstehen, dass Ungeheuerliches geschehen sein k&ouml;nnte und die Folgen keineswegs rein vor&uuml;bergehender Natur sind. Die Ver&ouml;ffentlichung der sogenannten RKI-Files zeigt, dass wir nicht auf wissenschaftlicher Grundlage beraten und gef&uuml;hrt wurden, sondern aufgrund politischer Motive, die wissenschaftlich verkleidet wurden. Allein das rechtfertigt schon die Forderung nach &bdquo;Aufarbeitung&ldquo;, soll der Anspruch auf Demokratie und Rationalit&auml;t G&uuml;ltigkeit behalten. Denn die Beugung der Wissenschaftlichkeit f&uuml;r politische Zwecke und die Beugung der Grundrechte wirkten in alle Lebensbereiche, seien es juristische, &ouml;konomische oder gesellschaftliche[<a href=\"#foot_1\" name=\"note_1\">1<\/a>].<\/p><p>Die Ablehnung eines parlamentarischen Untersuchungsausschusses durch die Ampelparteien l&ouml;ste Widerspruch aus, so auch den von Frauke Rostalski, Mitglied im Ethikrat. Zur Wiederherstellung der Gespr&auml;chsf&auml;higkeit in der Gesellschaft und um Gr&auml;ben zu schlie&szlig;en, m&uuml;sse es zu Schritten der Aufarbeitung kommen &ndash; unbedingt parlamentarisch, aber auch juristisch und gesellschaftlich[<a href=\"#foot_2\" name=\"note_2\">2<\/a>]. Zur gesellschaftlichen Ebene z&auml;hlt sie die Medien, die zahllosen Institutionen, Betriebe, Gewerkschaften, die von den Wirkungen der Pandemiepolitik betroffen und\/oder auch Handelnde waren.<\/p><p>Was bedeutete die Zeit der Angst vor einem Virus f&uuml;r diese gesellschaftlichen Organisationen, also f&uuml;r &bdquo;uns&ldquo;? Welche Wirkungen hatten die politischen Einlassungen und Verordnungen, deren Grundlage schon damals bezweifelt werden konnten, aber unter dem Druck &uuml;berw&auml;ltigender Droh- und Bestrafungsszenarien beschwiegen und in den pers&ouml;nlichen und gesellschaftlichen Untergrund geschoben werden mussten? Die von Frauke Rostalski angeratene gesellschaftliche Ebene, also zum Beispiel die Ebene der Vereine und Verb&auml;nde, hat mich angesprochen. Als ehemaliger Schulpsychologe und ehemaliges Mitglied eines Berufsverbandes will ich im Folgenden einige Anmerkungen aus meiner Perspektive, vermutlich abweichend vom schulpsychologischen und psychologischen Mainstream, anstellen. Da seit mehreren Jahren nicht mehr im Dienst, also auch nicht im t&auml;glichen Gespr&auml;ch mit Kolleginnen und Kollegen, verwende ich &uuml;berwiegend im Internet zug&auml;ngliches Material. Ausschlaggebend daf&uuml;r, den folgenden Text zu schreiben, war meine Durchsicht des Programms zum Bundeskongress der Sektion Schulpsychologie im September 2024[<a href=\"#foot_3\" name=\"note_3\">3<\/a>], in dem ich keinen Hinweis auf eine Aufarbeitung der &bdquo;Pandemiejahre&ldquo; (oder etwas &Auml;hnliches) fand.<\/p><p><strong>Anspruch der Aufkl&auml;rung und Humanit&auml;t<\/strong><\/p><p>Ich wundere mich, dass aus den Reihen der Schulpsychologie und der Psychologie allgemein nicht ein deutlicher Drang zur Aufarbeitung erkennbar ist. Aufgabenbeschreibungen, Selbstverst&auml;ndnisanzeigen in Satzungen und Stellungnahmen signalisieren einen hohen Anspruch an ethischer Grundhaltung, an Wissenschaftlichkeit, an Rationalit&auml;t, an Willen zur Individualit&auml;t in gesellschaftlicher Verantwortung.<\/p><p>Man sieht sich als &bdquo;Kompetenter Impulsgeber&ldquo;: &bdquo;Regelm&auml;&szlig;ige Stellungnahmen, Beitr&auml;ge und Diskussionen sowohl zu aktuellen fachspezifischen Themen als auch zu Entwicklungen des allgemeinen Berufs- und Lernumfeld Schule geben Orientierung und f&ouml;rdern die Transparenz.&ldquo;[<a href=\"#foot_4\" name=\"note_4\">4<\/a>]<\/p><p>Man m&ouml;chte &ndash; u.a. mit politischen Handlungstr&auml;gern &ndash; &bdquo;aktiv mitgestalten&ldquo;. In der Satzung ist vom Anspruch auf Humanisierung der Schule die Rede, von Entwicklung der Einzelpers&ouml;nlichkeit und der schulischen Organisation.<\/p><p>Von einem anderen Landesverband der Schulpsychologie ist zu lesen:<\/p><blockquote><p>&bdquo;Der Verband vertritt die Interessen der Schulpsycholog*innen und aller im Bereich Schule und Bildung t&auml;tigen Psycholog*innen, insbesondere im Hinblick auf die inhaltliche Weiterentwicklung und Zukunftsf&auml;higkeit der schulpsychologischen Arbeit.&ldquo;[<a href=\"#foot_5\" name=\"note_5\">5<\/a>]<\/p><\/blockquote><p>Und was von den Corona-Ma&szlig;nahmen drohte, lie&szlig; sich schon recht fr&uuml;h erkennen. Der bayerische Verband ver&ouml;ffentlichte 2021 ein &bdquo;Risikocluster&ldquo;[<a href=\"#foot_6\" name=\"note_6\">6<\/a>].<\/p><p>&Uuml;ber ein virtuelles Hearing des Vorstands mit 70 Mitgliedern am 25. Mai 2021 hei&szlig;t es:<\/p><blockquote><p>\n&bdquo;Die Bedeutung der Schulpsychologie f&uuml;r die Organisation Schule wird k&uuml;nftig verst&auml;rkt mehr daran gemessen werden, ob und inwieweit schulpsychologische T&auml;tigkeit psychische Einbu&szlig;en kontinuierlich fachkundig zu begleiten und die gesundheitsbeeintr&auml;chtigenden Einstellungen und Verhaltensweisen aktiv zu lindern vermag. Ein systemtranszendierender Blick auf m&ouml;gliche strukturelle Verbesserungen in der Organisation Schule (&bdquo;Verh&auml;ltnispr&auml;vention&ldquo;) ist dabei eingeschlossen.&ldquo;[<a href=\"#foot_7\" name=\"note_7\">7<\/a>]\n<\/p><\/blockquote><p>Es w&auml;re interessant zu erfahren, was aus dieser &Uuml;berlegung der Systemtranszendenz der strukturellen Verbesserungen wurde.<\/p><p><strong>RKI-Files &ndash; ohne Folgen f&uuml;r die Seelenlage der Psychologie?<\/strong><\/p><p>Wenn auch m&uuml;hsam und holperig: Die Bem&uuml;hungen, den unterschiedlichsten Facetten der Ma&szlig;nahmen und ihren Folgen &Ouml;ffentlichkeit zu verschaffen, nehmen Fahrt auf. Besonders die Ver&ouml;ffentlichung der sogenannten RKI-Files ist ein Impuls f&uuml;r eine Aufarbeitung. Immerhin zeigen sie, dass die Ma&szlig;nahmen nicht dem Ruf der Wissenschaft geschuldet waren, sondern einem politischen Interesse: Das RKI handelte und verk&uuml;ndete gem&auml;&szlig; politischer Vorgaben und nicht gem&auml;&szlig; Prinzipien der Rationalit&auml;t. Die &bdquo;Wissenschaftlichkeit&ldquo; war eine vorget&auml;uschte, nicht eine erwiesene, gepr&uuml;fte und begr&uuml;ndete. Die immer wieder lautstark von Politik, Medien und RKI beschworene Gefahr war eine k&uuml;nstlich erzeugte, die einen anderen Zweck verfolgte als den Schutz der Menschen vor einer t&ouml;dlichen Gefahr.<\/p><p>Wie bekannt, hatten darunter besonders Kinder und Jugendliche, Schulen, damit auch Lehrer und Eltern zu leiden. Ihre psychische und entwicklungspsychologische Gesundheit wurde aufs Spiel gesetzt. Zahlreiche Institutionen und Einzelpersonen folgten dem Alarm von Politik, Beh&ouml;rden und Medien, obwohl schon in den ersten Tagen der &bdquo;Pandemie&ldquo; Zweifel an der Schwere und Besonderheit des Virus zu vernehmen waren. Aber die wurden mit bis dahin ungekannter, ungeheuerlicher Konsequenz und Brutalit&auml;t beiseitegeschoben. In der Bev&ouml;lkerung dominierten das Mitmachen und die Folgsamkeit, nicht der Widerstand und das Beharren auf zentralen Prinzipien (Grundrechte, Verh&auml;ltnism&auml;&szlig;igkeit, Evidenz). Das wirft Fragen nach der Verfasstheit der Gesellschaft und der Verfasstheit der Individuen auf; denn sie scheint geeignet, unser Leben in ein &uuml;berwachtes, autorit&auml;res zu verwandeln. Ist das f&uuml;r Schulpsychologinnen und Schulpsychologen wie auch f&uuml;r die Gesellschaft unerheblich?<\/p><p><strong>Die Sch&auml;den sind da &ndash; und nun?<\/strong><\/p><p>Best&auml;tigt wurden kontinuierlich die sch&auml;dlichen Folgen der Ma&szlig;nahmenpolitik f&uuml;r Kinder und Jugendliche in verschiedenen Studien. Die Bundesregierung(en) legten einige F&ouml;rderkonzepte auf, die zu Recht von den Interessenvertretungen als unzureichend qualifiziert wurden. Nicht zuletzt forderten die Verb&auml;nde, ebenfalls zu Recht, den Ausbau der Dienste f&uuml;r Schulpsychologie und Sozialarbeit.[<a href=\"#foot_8\" name=\"note_8\">8<\/a>] Die Sektion Schulpsychologie im Berufsverband deutscher Psychologinnen und Psychologen stellt am 8. M&auml;rz 2023 fest:<\/p><blockquote><p>\n&bdquo;Nach 3 Jahren Schulkrise, ausgel&ouml;st durch die Pandemie und zahlreiche globale und lokale Krisen, kann die aktuelle Situation in den meisten deutschen Schulen nur als katastrophal bezeichnet werden. Die tiefgreifenden Pandemiema&szlig;nahmen haben vielfach zu psychischen Belastungen und St&ouml;rungen gef&uuml;hrt und bei Sch&uuml;lerinnen und Sch&uuml;lern sowie Lehrkr&auml;ften tiefe Spuren hinterlassen, die sich ebenfalls in deutlichen Lerndefiziten (1) niederschlagen. Gesellschaft, Bildung und Wirtschaft stehen vor historischen Herausforderungen.&ldquo;[<a href=\"#foot_9\" name=\"note_9\">9<\/a>]\n<\/p><\/blockquote><p>Und auch in den &ouml;ffentlich-rechtlichen Medien sind die Hiobsbotschaften zu vernehmen: &bdquo;Wir sp&uuml;ren die Nachwirkungen der Pandemie jeden Tag bei den Sch&uuml;lerinnen und Sch&uuml;lern&ldquo;, erkl&auml;rt Andrea Spies, Vorsitzende der Sektion Schulpsychologie. Auch vor der Pandemie habe es psychische Belastungen gegeben. &bdquo;Aber durch die Pandemie sind diese noch gr&ouml;&szlig;er geworden, weil viele soziale Erfahrungen nicht gemacht wurden&ldquo;, sagt Spies.[<a href=\"#foot_10\" name=\"note_10\">10<\/a>]<\/p><p>Kaum jemand kann den gro&szlig;en Schaden &uuml;bersehen. Und wer nicht ganz und gar naiv ist, muss davon ausgehen, dass die Corona-Ma&szlig;nahmen eine &ndash; zumindest teilweise &ndash; traumatisierende, pr&auml;gende Tiefenwirkung hatten.<\/p><p>Zwar wird inzwischen eingestanden, dass gerade Kinder und Jugendliche zu Unrecht und zu lange von den Ma&szlig;nahmen eingeschr&auml;nkt wurden. Was das f&uuml;r die Kinder und Jugendlichen, die Lehrerinnen und Lehrer, f&uuml;r die Beh&ouml;rden, f&uuml;r Eltern, f&uuml;r die Art und Weise, wie Schule gemacht und wie sie verstanden wird, bedeutet, ist jedoch nicht Bestandteil &ouml;ffentlicher Debatten, obwohl gerade das doch von allergr&ouml;&szlig;tem &ouml;ffentlichen Interesse und zukunftsrelevant ist.<\/p><p>&bdquo;&Uuml;bersehen&ldquo; wird: F&uuml;r nicht wenige Menschen wurde ihr Urvertrauen in Politik, in gesellschaftliche Institutionen und in Mitmenschen zerst&ouml;rt. Der Staat versuchte, sich als f&uuml;rsorglicher Retter darzustellen, walzte aber jeglichen Einwand, sei er medizinischer, juristischer, menschenrechtlicher, p&auml;dagogischer, sozialpsychologischer Art, mit Unterst&uuml;tzung der meisten Medien platt. Diese Zeit war eine Zeit des von h&ouml;chster Stelle praktizierten und damit quasi-legitimierten Mobbings, der Ausgrenzung, der Denunziation[<a href=\"#foot_11\" name=\"note_11\">11<\/a>] &ndash; eine Normverschiebung in Richtung Autoritarismus mit dem Willen zur Einsch&uuml;chterung. Es wurden Gewaltformen sichtbar, gegen die sich p&auml;dagogisches und psychologisches Personal in der Regel ausspricht. Kann jemand glauben, dass ein solches Vorgehen nicht die Grundlagen einer Gesellschaft der Gleichen und des Respekts, nicht psychische Gesundheit und Stabilit&auml;t angreift?<\/p><p>Auf diese Krise der Menschlichkeit, herbeigef&uuml;hrt durch ein ungekanntes Ma&szlig; an Repression, Einsch&uuml;chterung und Informationsverengung, die einem gro&szlig; angelegten Missbrauch nahekommt, gehen die Fachverb&auml;nde bisher nicht ein. Schon sehr fr&uuml;h waren eklatante methodische Defizite in den Datenerhebungen erkennbar &ndash; und dennoch gab es keinen Widerspruch. Diese fragw&uuml;rdigen Prozeduren bleiben bis heute unkommentiert. Vielleicht werden sie intern diskutiert, aber zu institutioneller &bdquo;Aufarbeitung&ldquo; mag sich (noch?) niemand entschlie&szlig;en.<\/p><p>Christof Kuhbandner und Christian Schubert geh&ouml;rten als Professoren f&uuml;r Psychologie zu den Wissenschaftlern und Wissenschaftlerinnen, die die Ma&szlig;nahmen und Methoden kritisierten. Sie haben nach meinem Kenntnisstand von der organisierten Psychologie keine Unterst&uuml;tzung bekommen. Ihre Einsch&auml;tzungen von &bdquo;damals&ldquo; erweisen sich sp&auml;testens &bdquo;heute&ldquo; als durchaus beachtensw&uuml;rdig[<a href=\"#foot_12\" name=\"note_12\">12<\/a>].<\/p><p><strong>Fragw&uuml;rdiger Umgang mit methodischen Grundlagen<\/strong><\/p><p>Allerdings musste man kein Statistikfuchs sein, um den &bdquo;Fehlern&ldquo; auf die Spur zu kommen. Die Grundlagen der Statistikkurse sollten reichen, um auf die M&auml;ngel der offiziellen &bdquo;Untersuchungsmethoden&ldquo; aufmerksam zu werden. Im Studium w&uuml;rden derartige Schnitzer (hoffentlich) ausreichen, um durch die Pr&uuml;fung zu fallen. Wie kann man es durchgehen lassen, eine &bdquo;wachsende Gefahr&ldquo; dar&uuml;ber (k&uuml;nstlich) zu erzeugen, dass man die Zahl der Testungen &ndash; hier mit den PCR-Tests &ndash; unerw&auml;hnt und unkontrolliert &bdquo;hochf&auml;hrt&ldquo; und die dadurch steigenden &bdquo;Fallzahlen&ldquo; im Sinne der Gef&auml;hrlichkeit des Virus deutet und entsprechend kommuniziert, anstatt sie auf die einfache Tatsache der gesteigerten Zahl der Testungen zur&uuml;ckzuf&uuml;hren? Eklatant wurde hier die Wissenschaftlichkeit missachtet, ein Kriterium, auf das Psychologieverb&auml;nde gern hinweisen, um die Reputation des eigenen Fachs zu verdeutlichen. Wer solche Manipulation &ndash; wie sollte man es sonst nennen? &ndash; durchgehen l&auml;sst, macht sich doch der Sympathie f&uuml;r irrationale Strategien, der Parteilichkeit und der Unseriosit&auml;t verd&auml;chtig.<\/p><p><strong>Panikmache hingenommen und &bdquo;Nudging&ldquo; empfohlen<\/strong><\/p><p>Ein anderes Beispiel f&uuml;r die ausgelassene M&ouml;glichkeit kritischer Intervention war das sogenannte Schockpapier aus dem Innenministerium vom M&auml;rz 2020[<a href=\"#foot_13\" name=\"note_13\">13<\/a>]. Darin wird eine krasse Dramatisierungsabsicht deutlich, um Angst zu erzeugen. Schon zu diesem Zeitpunkt zeigten Studien, dass die Mortalit&auml;tsraten deutlich niedriger lagen als von Ma&szlig;nahmenbef&uuml;rwortern verk&uuml;ndet. Das schien den Autoren des Schockpapiers nicht recht gewesen zu sein:<\/p><blockquote><p>\n&bdquo;Wir m&uuml;ssen wegkommen von einer Kommunikation, die auf die Fallsterblichkeitsrate zentriert ist. Bei einer prozentual unerheblich klingenden Fallsterblichkeitsrate, die vor allem die &Auml;lteren betrifft, denken sich viele dann unbewusst und uneingestanden: &sbquo;Naja, so werden wir die Alten los, die unsere Wirtschaft nach unten ziehen, wir sind sowieso schon zu viele auf der Erde, und mit ein bisschen Gl&uuml;ck erbe ich so schon ein bisschen fr&uuml;her&lsquo;.&ldquo;[<a href=\"#foot_14\" name=\"note_14\">14<\/a>]\n<\/p><\/blockquote><p>Einige Zeilen weiter hei&szlig;t es:<\/p><blockquote><p>\n&bdquo;Um die gew&uuml;nschte Schockwirkung zu erzielen, m&uuml;ssen die konkreten Auswirkungen einer Durchseuchung auf die menschliche Gesellschaft verdeutlicht werden: &hellip;&ldquo;\n<\/p><\/blockquote><p>Auf der Grundlage eines einseitigen und eingeschr&auml;nkten Expertentums (?), (zahlreiche Fachgebiete sind gar nicht vertreten), aber ausgestattet mit der Lust daran, einen immensen Kontroll- und Disziplinierungsapparat aufzufahren, wird hier eine Marschrichtung verfolgt, die in der Praxis nicht ohne Wirkung blieb. Die erw&auml;hnten Sch&auml;den (und weitere), die von Psychologieverb&auml;nden beklagt werden, gehen auf Manipulationen und Voreingenommenheiten zur&uuml;ck. Das sollten Psychologinnen und Psychologen nicht unkommentiert lassen, wenn sie in Fragen psychischer Gesundheit ernst genommen werden wollen.<\/p><p>Im Juni 2020 mischte sich der Berufsverband deutscher Psychologinnen und Psychologen (BDP) gemeinsam mit der Bundespsychotherapeutenkammer, der deutschen Gesellschaft f&uuml;r Psychologie und dem Leibniz-Zentrum f&uuml;r psychologische Information und Dokumentation in die &ouml;ffentliche Debatte ein[<a href=\"#foot_15\" name=\"note_15\">15<\/a>]. Man nutzte die Gelegenheit nicht, um das Schockpapier zu relativieren oder gar zu kritisieren; oder um Kuhbandner, Schubert und andere zu unterst&uuml;tzen. Vielmehr stellte man sich hinter die Regierungspolitik. Man bot psychologische Methoden an, um der Regierungspolitik zum gr&ouml;&szlig;tm&ouml;glichen Erfolg zu verhelfen &ndash; ohne irgendeinen Zweifel an der Sinnhaftigkeit oder Folgenschwere der Ma&szlig;nahmen. Eher handelte es sich um ein Bewerbungsschreiben, um in den Kreis der Expertinnen und Experten aufgenommen zu werden. Man beteiligte sich an Versuchen der Manipulation. So sollten die Menschen einen m&ouml;glichst gro&szlig;en Spielraum erhalten, damit sich ihre &Uuml;berzeugung st&auml;rkt, sie bestimmten selbst. So verstehe ich die Stelle &bdquo;Kontroll&uuml;berzeugung steigern, indem Empfehlungen und Vorschriften an die Bev&ouml;lkerung einen m&ouml;glichst hohen und konkreten Anteil eigener und gemeinsamer Aktivit&auml;t beinhalten&ldquo;.<\/p><p>Weiter soll die &bdquo;Eigenverantwortung in der Kommunikation [betont werden], um das freiwillige Befolgen der Ma&szlig;nahmen zu verbessern&ldquo;. Kurz: Die B&uuml;rger und B&uuml;rgerinnen sollen das, was sie tun sollen, freiwillig und mit dem Gef&uuml;hl der Selbststeuerung tun. Technokratisch und von oben herab reflektiert man &uuml;ber die &bdquo;Gefahr der Verfestigung dysfunktionaler Einstellungen&ldquo; bei Menschen mit einem &bdquo;Lower Class Mindset&ldquo;. Diese Menschen mit niedrigem sozio&ouml;konomischen Status, wohnend in kleinen Wohnungen, alleinerziehend, mit herabgesetzten Bildungsm&ouml;glichkeiten, sind auf die F&uuml;hrung der Experten angewiesen. Wie sollten sie Subjekte sein? Ihnen werden dysfunktionale Einstellungen bescheinigt, die zu Unruheherden werden k&ouml;nnen. Die Verb&auml;ndevertreter sind getrieben von der Sorge, dass gesellschaftlicher Zerfall eintreten k&ouml;nnte, und sie stellen sich dabei auf die Seite der F&uuml;hrungen, denen sie mehr Psychologie empfehlen, damit es nicht knallt bzw. es keinen Widerstand gibt. Aus der Sicht der Betroffenen und Leidenden wird nicht argumentiert. Sie sollen sich als Subjekte f&uuml;hlen d&uuml;rfen, sollen aber keine sein. Deren Einstellungen sind lediglich dysfunktional &ndash; in Bezug auf welche Funktion in welchem System?<\/p><p><strong>Herabsetzung mittels Verschw&ouml;rungsvorwurf<\/strong><\/p><p>Die Verb&auml;nde verwenden im Juni 2020 in ihrer Stellungnahme die seinerzeit &uuml;bliche Beschreibung abweichender Meinungen als Verschw&ouml;rungsneigung, also als sachlich unbegr&uuml;ndet. Wie der politische und mediale Mainstream bescheinigen sie den Abweichlern psychische Defizite:<\/p><blockquote><p>&bdquo;Im Kontext von COVID-19 ist die Befriedigung der Bed&uuml;rfnisse nach Sinn, Sicherheit und Sozialem von besonderer Bedeutung, denn Menschen suchen nach Erkl&auml;rungen f&uuml;r wichtige Ereignisse.&ldquo;<\/p><\/blockquote><p>Gerade &bdquo;bei mangelndem Wissen k&ouml;nnen sie st&auml;rker zu Verschw&ouml;rungsmythen neigen, in denen vermeintlich einfache Erkl&auml;rungen durch die Machenschaften m&auml;chtiger Akteure plausibel erscheinen&ldquo; oder wenn sie &bdquo;keine oder nur geringe Kontrolle &uuml;ber wichtige Lebensbereiche haben&ldquo;. Eines der Ziele laut Verb&auml;ndepapier sollte also sein, &bdquo;&lsquo;FakeNews&lsquo; und Verschw&ouml;rungserz&auml;hlungen wirksam bek&auml;mpfen durch Identifikation vulnerabler Gruppen und gut zug&auml;ngliche, nachvollziehbare Kommunikation&ldquo;.<\/p><p>Angesichts dessen, was wir heute wissen (k&ouml;nnen) und was damals im Juni 2020 faktenbasiert nicht undenkbar war, sollten die Verb&auml;nde und ihre Autorinnen und Autoren noch einmal &uuml;berpr&uuml;fen, wo etwaige Verschw&ouml;rungen und Machenschaften m&auml;chtiger Akteure (und wer sie waren) stattgefunden haben k&ouml;nnten.<\/p><p>Einzelne Einsch&auml;tzungen, wie etwa die M&ouml;glichkeit der &Uuml;bertragung von Erfahrungen des Ausgeschlossenseins auf folgende Generationen, sind sicherlich nicht falsch. Allerdings argumentieren die Verb&auml;nde aus einem B&uuml;ndnis und aus einer Identifikation mit der Macht. &bdquo;Stimmungswandel [droht]&ldquo; und &bdquo;Zusammenhalt&ldquo; werde &bdquo;untergraben&ldquo;, weil durch die &bdquo;erfolgreiche Bew&auml;ltigung&ldquo; (!) &bdquo;eine mediale und politische Aufmerksamkeitsverschiebung&ldquo; zu beobachten sei. Es wird eine quasi-nat&uuml;rliche Laxheit (&bdquo;Sorglosigkeit&ldquo;) der Menschen (besonders wohl der Unwissenden) unterstellt, gegen die man die &bdquo;weiterhin erforderlichen Ma&szlig;nahmen&ldquo; (!) durchsetzen m&uuml;sse. Man stellt sich offensichtlich nicht die Frage, ob der Schaden der Ma&szlig;nahmen gr&ouml;&szlig;er sein k&ouml;nnte als der Nutzen. Und schon gar nicht kommt den Autoren und Autorinnen in den Sinn, eventuell &bdquo;Upper class mindsets&ldquo; nachzugehen.<\/p><p><strong>Evidenzbasierte Beurteilungen waren m&ouml;glich<\/strong><\/p><p>Es ist sehr irritierend, zu sehen, dass die Verb&auml;nde abweichende Positionen nicht zur Kenntnis nahmen und offensichtlich immer noch nicht zur Kenntnis nehmen. Man k&ouml;nnte sich durchaus am Netzwerk f&uuml;r evidenzbasierte Medizin orientieren. Am 15. April 2020 stellte das EbM fest:<\/p><p>&bdquo;Anfangs kam es in vielen L&auml;ndern, so auch in Deutschland und &Ouml;sterreich, zu einer Verdoppelung der diagnostizierten F&auml;lle ca. alle 2 bis 2 &frac12; Tage [1] und Hochrechnungen prognostizierten, dass die Kapazit&auml;ten der Krankenh&auml;user f&uuml;r die Versorgung der Erkrankten sp&auml;testens Anfang April ersch&ouml;pft sein w&uuml;rden [2]. Diese Prognosen haben sich f&uuml;r Deutschland und &Ouml;sterreich bisher nicht bewahrheitet, und inzwischen ist es zu einer deutlichen Verlangsamung der Ausbreitung gekommen. In Deutschland ist die Anzahl der durchschnittlichen t&auml;glichen neu positiv Getesteten (jeweils Durchschnitt der letzten sieben Tage) vom Spitzenwert von 5837\/Tag am 02.04.2020 auf 3385\/Tag (Stand 15.04.2020) zur&uuml;ckgegangen [1].[<a href=\"#foot_16\" name=\"note_16\">16<\/a>]&ldquo;<\/p><p>Den schrillen Ton der Disziplinierung und Kontrolle wie auch den der Andienung an die Regierungspolitik h&auml;tten die Verb&auml;nde vermeiden k&ouml;nnen. Schon zu einem fr&uuml;hen Zeitpunkt h&auml;tte man im Gegenteil Druck aus dem Kessel nehmen k&ouml;nnen (was vermutlich nicht erw&uuml;nscht war), wenn man sich an durchaus kompetenten, wissenschaftlichen Analysen und Einsch&auml;tzungen orientiert h&auml;tte wie zum Beispiel denen der Forschungsgruppe um Matthias Schrappe[<a href=\"#foot_17\" name=\"note_17\">17<\/a>]. Sie stellte u.a. die Orientierung an der Spanischen Grippe infrage.<\/p><blockquote><p>\n&bdquo;Die Tatsache, dass damals hinsichtlich der Todesf&auml;lle vor allem junge Leute betroffen waren und dass weder Hygienestandards noch medizinische Versorgung 1918\/19 mit heute vergleichbar sind, spricht eher gegen eine &Uuml;bertragbarkeit.&ldquo;\n<\/p><\/blockquote><p>Im selben Papier hei&szlig;t es:<\/p><blockquote><p>\n&bdquo;Die mediale Berichterstattung ber&uuml;cksichtigt jedoch in keiner Weise die von uns geforderten Kriterien einer evidenzbasierten Risikokommunikation.&ldquo;<\/p>\n<p>&bdquo;These 3:<\/p>\n<p>Entstehung und Bek&auml;mpfung einer Pandemie sind in gesellschaftliche Prozesse eingebettet. Die derzeitig angewandte allgemeine Pr&auml;ventionsstrategie (partieller shutdown) kann anfangs in einer un&uuml;bersichtlichen Situation das richtige Mittel gewesen sein, birgt aber die Gefahr, die soziale Ungleichheit und andere Konflikte zu verst&auml;rken. Es besteht weiterhin das Risiko eines Konfliktes mit den normativen und juristischen Grundlagen der Gesellschaft. Demokratische Grunds&auml;tze d&uuml;rfen nicht gegen Gesundheit und B&uuml;rgerrechte ausgespielt werden. Die Einbeziehung von Experten aus Wissenschaft und Praxis muss in einer Breite erfolgen, die einer solchen Entwicklung entgegenwirkt.&ldquo;<\/p>\n<p>&bdquo;Diese Interaktion zwischen Politik und Wissenschaft ist zur Bew&auml;ltigung einer solchen Krise w&uuml;nschenswert, stellt f&uuml;r beide Seiten jedoch nur dann ein sinnvolles Vorgehen dar, wenn die Breite der relevanten wissenschaftlichen Ans&auml;tze und fachlichen Expertisen zutreffend abgebildet wird und unterschiedliche Perspektiven zu Wort kommen.&ldquo;<\/p>\n<p>Eine entsprechende Herangehensweise und Kommunikationsform w&auml;re geeignet, die Menschen zu beruhigen und einen Beitrag dazu zu leisten, die Immunsysteme zu st&auml;rken. Eine Argumentationslinie, wie Schrappe und andere sie zeigten, st&auml;nde Psychologinnen und Psychologen gut.\n<\/p><\/blockquote><p><strong>Raum geben f&uuml;r Selbstkl&auml;rung und Selbstkritik<\/strong><\/p><p>Es gibt also durchaus Anhaltspunkte daf&uuml;r, eine Aufarbeitung durch Psychologinnen und Psychologen und der Psychologieverb&auml;nde angeraten erscheinen zu lassen. Ich verkenne nicht, dass es dabei Bedr&auml;ngnisse geben kann. Es steht im Raum, dass man sich auch pers&ouml;nlich wom&ouml;glich nicht von der tapfersten Seite gezeigt hat &ndash; entgegen einem vermutlich g&auml;nzlich anders gearteten Selbstbild. Eigene &Auml;ngste und Anpassungsbereitschaften waren m&ouml;glicherweise unerwartet dominant und die F&auml;higkeit\/Bereitschaft zu Zivilcourage niedrig. Eine Aufarbeitung w&uuml;rde an die eigene Person r&uuml;hren. Ohne eine solche &bdquo;Ber&uuml;hrung&ldquo; w&auml;re sie allerdings auch deutlich weniger wert. Selbstbefragung, offene Kommunikation, Austausch &uuml;ber Erfahrungen von Ohnmacht, &uuml;berzogene Anpassung und Ratlosigkeit w&uuml;rden erst die Aussicht er&ouml;ffnen, k&uuml;nftig Fehler und Missbr&auml;uche zu verhindern. Sie k&ouml;nnten in einem ersten Schritt intern geschehen.<\/p><p>Ohne eine pers&ouml;nliche, kollegiale und verbandliche Kritik und Selbstkritik, f&uuml;r die es jeweils einen geeigneten Rahmen geben m&uuml;sste, drohte nicht nur ein vor&uuml;bergehender Imageschaden, sondern eine Erosion der Reputation. Wie sollte es m&ouml;glich sein, den Anspruch auf Unabh&auml;ngigkeit, Wissenschaftlichkeit, humanistischer, anwaltlicher Grundhaltung aufrecht zu halten, wo man sich so vollst&auml;ndig dem Regierungsnarrativ angeschlossen hat, etwa auch mit der Kampagne &bdquo;Wir bleiben zu Hause&ldquo;?[<a href=\"#foot_18\" name=\"note_18\">18<\/a>] Was w&auml;ren die selbstgestellten Leitlinien noch wert?<\/p><p><strong>Die Normalisierung der Corona-Sch&auml;den<\/strong><\/p><p>Die Verb&auml;nde scheuen sich nicht, die Schwere der Sch&auml;den zu benennen, zum Beispiel die erw&auml;hnte Stellungnahme (&bdquo;aktuelle Situation &hellip; katastrophal&ldquo;) der Sektion Schulpsychologie im BDP vom 8. M&auml;rz 2023.<\/p><p>Die sich anschlie&szlig;enden Forderungen vermitteln den Eindruck, als w&uuml;rde ein Zuwachs an Schulpsychologen und Schulpsychologinnen allein f&uuml;r Heilung sorgen. Kein Wort der Analyse und Kritik, wie es zu diesen Krisen kommen konnte, welche Verantwortlichen und Mitverantwortlichen es gibt. Die vielgestaltigen Sch&auml;den der Coronazeit und der Ma&szlig;nahmen str&ouml;men damit in das Meer der &uuml;blichen Defizite ein, verlieren sich dort und werden Teil der akzeptierten Normalit&auml;t und der &uuml;blichen Klagen: die Malaise der Heterogenit&auml;t der Sch&uuml;lerinnen und Sch&uuml;ler, der Arbeitsbelastung der Lehrkr&auml;fte, des Personalmangels, der B&uuml;rokratie[<a href=\"#foot_19\" name=\"note_19\">19<\/a>]. So m&uuml;nden die grundst&uuml;rzenden Jahre einer unmenschlichen Politik seit 2020 in den normal-tr&uuml;ben Alltag der Bildungsrepublik Deutschland.<\/p><p>Das Versagen der Coronajahre wird umgebogen in verallgemeinernde Ergebnisse von Meinungsumfragen. Mit ihnen l&auml;sst sich Politik machen, ohne dass man an die Wurzel muss, wie man auch schon in der Vergangenheit die Wurzeln mied, aber gleichzeitig den Eindruck erweckte, auf der H&ouml;he der emp&ouml;renden Verh&auml;ltnisse zu sein und die (katastrophale) Lage wie schon in den vergangenen Jahrzehnten im Blick zu haben. So l&auml;sst sich abstrakt von &bdquo;Zukunftskompetenzen&ldquo;, die Lehrer und Lehrerinnen f&uuml;r wichtig halten, schreiben. 31 Prozent von ihnen halten &bdquo;Sozialkompetenz und Empathie&ldquo; f&uuml;r eine Zukunftskompetenz wie auch &bdquo;Toleranz, Respekt und Demokratief&auml;higkeit&ldquo; f&uuml;r &bdquo;zukunftsrelevant&ldquo; und einer Vermittlung f&uuml;r w&uuml;rdig[<a href=\"#foot_20\" name=\"note_20\">20<\/a>]. Wie w&auml;re es, diese so allgemeinen wie w&uuml;nschenswerten &bdquo;Kompetenzen&ldquo; auf das eigene Verhalten in der j&uuml;ngeren Vergangenheit zu beziehen, wie auch auf das Erlebte, Erlittene und auf das, was man selbst wom&ouml;glich anderen zugemutet oder auch angetan hat. Was bedeutet dieses Konglomerat aus Erlebtem, Erlittenem, Zugef&uuml;gtem pers&ouml;nlich, organisationell und institutionell f&uuml;r eine Zukunftsgestaltung? Dazu lie&szlig;e sich reden, aufarbeiten also.<\/p><p>Was sich in den Jahren seit 2020 als Sediment im individuellen und kollektiven Prozess des Durchkommens ablagert, ist nicht allein mit Stunden und in F&ouml;rderprogrammen zu kompensieren. Mit einem stillen &bdquo;Ich w&uuml;rde es wieder tun&ldquo; oder &bdquo;Ich werde es nie wieder tun&ldquo; ist es nicht getan. Was sich in einem humanen Umgang miteinander etablieren soll, ist auf individuelle und kollektive Bewusstseinsbildung und Verst&auml;ndigung angewiesen. Ohne Austausch wird es keine Heilung geben, bestenfalls ein &bdquo;Weiter so&ldquo; &ndash; mit einem gro&szlig;en Elefanten im Raum, der Entwicklung behindert.<\/p><p><strong>Der in Frage stehende Charakter der Psychologie<\/strong><\/p><p>Im Grunde wird &uuml;ber den Charakter der Psychologie verhandelt, wenn die organisierte Psychologie jegliche Unterst&uuml;tzung und Solidarit&auml;t f&uuml;r Kollegen wie Christof Kuhbandner und Christian Schubert unterl&auml;sst. Das l&auml;sst sich als Signal verstehen, dass die organisierte Psychologie in sehr hohem Ma&szlig;e vom Medizinsystem sowie vom staatlichen Verwaltungsapparat und den von ihm abh&auml;ngigen Institutionen vereinnahmt ist[<a href=\"#foot_21\" name=\"note_21\">21<\/a>]. Aufarbeitung b&ouml;te die Chance, die in Selbstverst&auml;ndnisbekundungen beanspruchte Wissenschaftlichkeit, Evidenzorientiertheit, B&uuml;rgerorientierung auf Stichhaltigkeit zu pr&uuml;fen und ggf. neu auszubalancieren. <\/p><p>Zu beobachten ist jedoch eine weitgehende Sprachlosigkeit bzgl. Corona-Aufarbeitung, obwohl doch die sogenannten RKI-Files Anlass b&ouml;ten, die Frage der Abh&auml;ngigkeit und Unabh&auml;ngigkeit der Psychologie als Teil der Wissenschaften zu bearbeiten. Dem Sinne nach h&ouml;rte ich eine Erkl&auml;rung, die nachvollziehbar ist: Die Kolleginnen seien be- und &uuml;berlastet und im Wesentlichen nur noch mit dem Abarbeiten dessen befasst, was der Tag ihnen diktiere. An &bdquo;Aufarbeitung&ldquo; ist also nicht zu denken (als Tatbestand und als Forderung lesbar), ist die nahegelegte Schlussfolgerung. Ein einschneidendes gesellschaftliches, ja weltgesellschaftliches Ereignis k&ouml;nnte demnach in seiner individuellen und gesellschaftlichen Tiefenwirkung als Bestandteil f&uuml;r Normbildung im wissenschaftlichen und gesellschaftlichen Betrieb uner&ouml;rtert bleiben. Die Verwerfungen und Br&uuml;che der Coronajahre k&ouml;nnten ins Unterbewusste absinken und von dort ihre Wirkungen, tendenziell &bdquo;hinter dem R&uuml;cken&ldquo; der Menschen, entfalten &ndash; erstaunlich f&uuml;r eine Berufsgruppe, die nicht zuletzt (mit unterschiedlichen Ans&auml;tzen) an der Wirkung verborgener Prozesse arbeitet.<\/p><p>Ganz &uuml;berraschend w&auml;re ein solcher Gang der Dinge nicht. Staatsn&auml;he, Anpassung an Regierungspolitik zwecks Etablierung der Profession liegen in der Tradition deutscher Psychologiegeschichte[<a href=\"#foot_22\" name=\"note_22\">22<\/a>]. Die Bedarfe der nationalsozialistischen F&uuml;hrungen lie&szlig;en den Psychologievertretern in den 1930er- und 1940er-Jahren diese &bdquo;Bedarfe und Erfordernisse der Praxis&ldquo; als g&uuml;nstige Gelegenheit erscheinen, 1943 eine Berufsordnung (das Diplom in Psychologie) mit dem &bdquo;Segen&ldquo; der NS-Beh&ouml;rden zu etablieren. Die N&auml;he zur Macht und die Andienung an sie als Mittel des Erhalts und des Ausbaus der Profession scheinen auch heute das Handeln zu f&uuml;hren. In mehreren Abschnitten deutscher Psychologiegeschichte sind es die sogenannten &bdquo;Erfordernisse der Praxis&ldquo;, die eine N&auml;he zum Staat und einen Abstand zur Klientel legitimieren.<\/p><p>Im eingangs erw&auml;hnten Programm des Bundeskongresses spielt das Thema &bdquo;Resilienz&ldquo; eine nicht unwichtige Rolle. Es ist prominent vertreten. &bdquo;Aufarbeitung&ldquo; oder Reflexion der Coronazeit scheinen als explizites Thema belanglos zu sein. Es geht also eher um das Fertigwerden mit dem vermeintlich Unvermeidlichen[<a href=\"#foot_23\" name=\"note_23\">23<\/a>]. Die Botschaft: Die Verh&auml;ltnisse sind in Ordnung bzw. nicht ver&auml;nderbar. Es sind die Individuen, die zu optimieren sind und die ggf. ihr eigenes Ungl&uuml;ck produzieren.<\/p><p>Dass Resilienzf&auml;higkeit nicht unwesentlich von fr&uuml;hesten Erfahrungen abh&auml;ngig und gesellschaftlich vermittelt ist &ndash; etwa &uuml;ber soziale Sicherheit, Vertrauen, Urteilsf&auml;higkeit durch Bildung &ndash;, sollte dazu anregen, die sozialen und gesellschaftlichen Verh&auml;ltnisse nicht aus dem humanistischen Blick zu verlieren.<\/p><p>Trainings zur Resilienz sind zugegebenerma&szlig;en besser vermarktbar in einer neoliberalen Gesellschaft, die das ersch&ouml;pfte Selbst und Burn-outs &bdquo;naturgegeben&ldquo; produziert. Resilienzf&ouml;rderung droht so zu einem Mittel zu werden, die Gesellschaftlichkeit des Psychischen, die Sozialstaatlichkeit und die Ressource von Gesellschaftskritik zu unterlaufen.<\/p><p>Bis jetzt scheint die organisierte Psychologie sich im Wesentlichen in einer Rolle der Teilhabe an einer &bdquo;h&ouml;heren&ldquo;, regierungsamtlichen Ordnungsfunktion zu sehen; sehr zum Schaden der einst formulierten humanistischen und emanzipatorischen Anspr&uuml;che &ndash; oder war das alles gar nicht so gemeint?<\/p><p><div class=\"external-2click\" data-provider=\"Youtube\" data-provider-slug=\"youtube\"><div class=\"external-placeholder\"><p><strong>Externer Inhalt<\/strong><\/p><p>Beim Laden des Videos werden Daten an Youtube &uuml;bertragen.<\/p><button type=\"button\" class=\"external-load\">Inhalt von Youtube zulassen<\/button><\/div><div class=\"external-content\"><iframe loading=\"lazy\" width=\"560\" height=\"315\" src=\"\" title=\"YouTube video player\" frameborder=\"0\" allow=\"accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share\" referrerpolicy=\"strict-origin-when-cross-origin\" allowfullscreen class=\"external-2click-target \" data-src=\"https:\/\/www.youtube-nocookie.com\/embed\/tIS-zPvhJiU?si=nixz81GcsOQfPrj2\"><\/iframe><\/div><div class=\"external-optout\"><a href=\"#\" data-revoke=\"youtube\">Inhalte von Youtube nicht mehr zulassen<\/a><\/div><\/div><\/p><p><em>Leserbriefe zu diesem Beitrag <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=124828\">finden Sie hier<\/a>.<\/em><\/p><p><small>Titelbild: Shutterstock \/ Studio Romantic<\/small><\/p><div class=\"moreLikeThis\">\n<strong>Mehr zum Thema:<\/strong>\n<p><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=69176\">Corona und Psychologie: Angst arbeitet dem demokratischen Miteinander entgegen<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=118880\">RKI-Leak und die Hintergr&uuml;nde: Florian Warweg und Gabriele Gysi im Gespr&auml;ch mit Aya Vel&aacute;zquez<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=109267\">Wagenknecht: Aufarbeitung der Corona-Politik ist ein ganz wichtiges Thema unserer neuen Partei<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=121718\">Wieso muss Bundeswehrsoldat nach Ende der Duldungspflicht f&uuml;r mRNA-Impfverweigerung in den Knast?<\/a>\n<\/p><\/div><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><div class=\"footnote\">\n<p>[<a href=\"#note_1\" name=\"foot_1\">&laquo;1<\/a>] Siehe zum Beispiel hier: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=123573\">Karsten Montag, Folgen der deutschen Corona- und Au&szlig;enpolitik<\/a>, 24.10.2024<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_2\" name=\"foot_2\">&laquo;2<\/a>] <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/wo-bleibt-corona-aufarbeitung-interview-mit-frauke-rostalski-ethikerin-dlf-85201586-100.html\">deutschlandfunk.de\/wo-bleibt-corona-aufarbeitung-interview-mit-frauke-rostalski-ethikerin-dlf-85201586-100.html<\/a>, 19.10.2024<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_3\" name=\"foot_3\">&laquo;3<\/a>] <a href=\"https:\/\/www.bdp-schulpsychologie.de\/aktuell\/buko\/2024\/programm.php#thema-psychische\">bdp-schulpsychologie.de\/aktuell\/buko\/2024\/programm.php#thema-psychische<\/a>, 03.11.2024<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_4\" name=\"foot_4\">&laquo;4<\/a>] <a href=\"https:\/\/lv-schulpsychologie-nrw.de\/verband-2-2\/aufgabe\/\">lv-schulpsychologie-nrw.de\/verband-2-2\/aufgabe\/<\/a>, 21.10.2024<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_5\" name=\"foot_5\">&laquo;5<\/a>] <a href=\"https:\/\/www.schulpsychologie-bw.de\/\">schulpsychologie-bw.de\/<\/a>, 16.10.2024<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_6\" name=\"foot_6\">&laquo;6<\/a>] <a href=\"https:\/\/lbsp.de\/2021\/03\/09\/lbsp-macht-risikocluster-aus\/\">lbsp.de\/2021\/03\/09\/lbsp-macht-risikocluster-aus\/<\/a>, 21.10.2024<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_7\" name=\"foot_7\">&laquo;7<\/a>] <a href=\"https:\/\/lbsp.de\/veroeffentlichungen\/fachzeitschrift\/\">lbsp.de\/veroeffentlichungen\/fachzeitschrift\/<\/a>, 21.10.2024<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_8\" name=\"foot_8\">&laquo;8<\/a>] <a href=\"https:\/\/lv-schulpsychologie-nrw.de\/stellungnahme-zu-mental-health-coaches\/\">lv-schulpsychologie-nrw.de\/stellungnahme-zu-mental-health-coaches\/<\/a><\/p>\n<p>[<a href=\"#note_9\" name=\"foot_9\">&laquo;9<\/a>] <a href=\"https:\/\/bdp-schulpsychologie.de\/aktuell\/2023\/230323_position_psychische_gesundheit.pdf\">bdp-schulpsychologie.de\/aktuell\/2023\/230323_position_psychische_gesundheit.pdf<\/a><\/p>\n<p>[<a href=\"#note_10\" name=\"foot_10\">&laquo;10<\/a>] <a href=\"https:\/\/www.swr.de\/swraktuell\/radio\/jahreskongress-der-schulpsychologen-spueren-conora-nachwirkungen-jeden-tag-100.html\">swr.de\/swraktuell\/radio\/jahreskongress-der-schulpsychologen-spueren-conora-nachwirkungen-jeden-tag-100.html<\/a>, 15.10.2024<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_11\" name=\"foot_11\">&laquo;11<\/a>] dokumentiert z.B. in: Marcus Kl&ouml;ckner, Jens Wernicke: &bdquo;M&ouml;ge die gesamte Republik mit dem Finger auf sie zeigen.&ldquo; Rubikon, Frankfurt 2022<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_12\" name=\"foot_12\">&laquo;12<\/a>] siehe zum Beispiel hier: <a href=\"https:\/\/schulpsychologie-mietz.com\/2022\/04\/04\/wissenschaftlergruppe-stutzt-christof-kuhbandner\/\">schulpsychologie-mietz.com\/2022\/04\/04\/wissenschaftlergruppe-stutzt-christof-kuhbandner\/<\/a>, 24.10.2024<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_13\" name=\"foot_13\">&laquo;13<\/a>] Heute dort nicht mehr abrufbar, jedoch hier zug&auml;nglich: <a href=\"https:\/\/fragdenstaat.de\/dokumente\/4123-wie-wir-covid-19-unter-kontrolle-bekommen\/\">fragdenstaat.de\/dokumente\/4123-wie-wir-covid-19-unter-kontrolle-bekommen\/<\/a>, 24.10.2024<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_14\" name=\"foot_14\">&laquo;14<\/a>] Wie wir COVID-19 unter Kontrolle bekommen, S. 13, <a href=\"https:\/\/fragdenstaat.de\/dokumente\/4123-wie-wir-covid-19-unter-kontrolle-bekommen\/\">fragdenstaat.de\/dokumente\/4123-wie-wir-covid-19-unter-kontrolle-bekommen\/<\/a>, 24.10.2024<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_15\" name=\"foot_15\">&laquo;15<\/a>] Herausforderungen, Ziele und Ma&szlig;nahmen im Umgang mit der Pandemie aus psychologischer Sicht: <a href=\"https:\/\/www.bdp-verband.de\/aktuelles\/detailansicht\/herausforderungen-ziele-und-massnahmen-im-umgang-mit-der-pandemie-aus-psychologischer-sicht\">bdp-verband.de\/aktuelles\/detailansicht\/herausforderungen-ziele-und-massnahmen-im-umgang-mit-der-pandemie-aus-psychologischer-sicht<\/a>, 24.10.2024<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_16\" name=\"foot_16\">&laquo;16<\/a>] <a href=\"https:\/\/www.ebm-netzwerk.de\/de\/medien\/pdf\/stn-20200415-covid-19-ebmnetzwerk.pdf\">ebm-netzwerk.de\/de\/medien\/pdf\/stn-20200415-covid-19-ebmnetzwerk.pdf<\/a>, 24.10.2024<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_17\" name=\"foot_17\">&laquo;17<\/a>] Schrappe et al.: &bdquo;Thesenpapier 1.0 zur Pandemie durch SARS-CoV-2\/Covid-19: Datenbasis verbessern &ndash; Pr&auml;vention gezielt weiterentwickeln &ndash; B&uuml;rgerrechte wahren&ldquo;, in: &bdquo;Monitor Versorgungsforschung&ldquo; (03\/20), S. 53-63, doi: 10.24945\/ MVF.03.20.1866-0533.2224 &ndash; Via: <a href=\"https:\/\/www.monitor-versorgungsforschung.de\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/MVF_0320_Schrappe-etal_TP_1-0.pdf\">monitor-versorgungsforschung.de\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/MVF_0320_Schrappe-etal_TP_1-0.pdf<\/a><\/p>\n<p>[<a href=\"#note_18\" name=\"foot_18\">&laquo;18<\/a>] <a href=\"https:\/\/www.bdp-verband.de\/aktuelles\/detailansicht\/bdp-in-aktueller-tv-kampagne-des-bmg-wirbleibenzuhause-wirgegencorona\">bdp-verband.de\/aktuelles\/detailansicht\/bdp-in-aktueller-tv-kampagne-des-bmg-wirbleibenzuhause-wirgegencorona<\/a><\/p>\n<p>[<a href=\"#note_19\" name=\"foot_19\">&laquo;19<\/a>] <a href=\"https:\/\/deutsches-schulportal.de\/bildungswesen\/deutsches-schulbarometer\/\">deutsches-schulportal.de\/bildungswesen\/deutsches-schulbarometer\/<\/a>, 15.10.2024<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_20\" name=\"foot_20\">&laquo;20<\/a>] <a href=\"https:\/\/deutsches-schulportal.de\/bildungswesen\/deutsches-schulbarometer\/\">deutsches-schulportal.de\/bildungswesen\/deutsches-schulbarometer\/<\/a>, 22.10.2024<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_21\" name=\"foot_21\">&laquo;21<\/a>] vgl. Michael Ley und Carl Vierboom: Das Schweigen der Psychologen, <a href=\"https:\/\/www.iqbildung.de\/das-schweigen-der-psychologen\/\">iqbildung.de\/das-schweigen-der-psychologen\/<\/a>, 30.10.2024<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_22\" name=\"foot_22\">&laquo;22<\/a>] vgl. Ulfried Geuter: Die Professionalisierung der deutschen Psychologie im Nationalsozialismus.<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_23\" name=\"foot_23\">&laquo;23<\/a>] <a href=\"https:\/\/schulpsychologie-mietz.com\/wp-content\/uploads\/2018\/05\/170713-resilienz-umkacc88mpft-ucc88berarbeitete-kopie.pdf\">schulpsychologie-mietz.com\/wp-content\/uploads\/2018\/05\/170713-resilienz-umkacc88mpft-ucc88berarbeitete-kopie.pdf<\/a>, 03.11.2024\n<\/p><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die sogenannten Pandemiejahre mit ihren Lockdowns, Testungen und Impfforderungen haben nicht zuletzt bei vielen Menschen im Bildungswesen zu Beeintr&auml;chtigungen gef&uuml;hrt. 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Wie gehen Psychologen und Psychologinnen heute damit um, dass<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=124625\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":124627,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[151,149,123,189],"tags":[3058,2911,3493,3091,1222,2808,309,3459,827,968],"class_list":["post-124625","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-bildungspolitik","category-gesundheitspolitik","category-kampagnentarnworteneusprech","category-parteien-und-verbaende","tag-diffamierung","tag-kinderrechte","tag-kindeswohl","tag-nudging","tag-pandemie","tag-paedagogen","tag-repressionen","tag-rki-files","tag-stigmatisierung","tag-wissenschaftsfreiheit"],"jetpack_featured_media_url":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/shutterstock_2236021117.jpg","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/124625","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=124625"}],"version-history":[{"count":7,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/124625\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":124836,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/124625\/revisions\/124836"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/124627"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=124625"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=124625"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=124625"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}