{"id":124796,"date":"2024-11-16T13:00:25","date_gmt":"2024-11-16T12:00:25","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=124796"},"modified":"2024-11-15T21:28:37","modified_gmt":"2024-11-15T20:28:37","slug":"neokolonialismus-in-lateinamerika-ein-neuer-anlauf-von-eu-und-usa","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=124796","title":{"rendered":"Neokolonialismus in Lateinamerika: Ein neuer Anlauf von EU und USA"},"content":{"rendered":"<p>Die f&uuml;hrenden Politiker und Wirtschaftseliten der USA und Europas setzen ihre neokoloniale Politik gegen&uuml;ber den lateinamerikanischen Staaten fort und verschleiern ihre Invasionsbestrebungen mit dem Gerede von universellen Werten und einer gr&uuml;nen Agenda. Die westlichen Volkswirtschaften sind an der Aufrechterhaltung der derzeitigen Weltordnung interessiert, die es den Industriel&auml;ndern erm&ouml;glicht, die Ressourcen der lateinamerikanischen Staaten auszubeuten. Von <strong>Martin Ag&uuml;ero<\/strong>.<br>\n<!--more--><br>\n<strong>Die Schatten der Vergangenheit<\/strong><\/p><p>Der Kolonialismus ist zweifellos eines der schrecklichsten und abscheulichsten Ph&auml;nomene der Geschichte. Darin sind sich ausnahmslos alle einig, und man wird, so sehr man sich auch bem&uuml;ht, kaum verantwortungsvolle und einflussreiche Politiker in der ganzen Welt finden, die neokoloniale Praktiken rechtfertigen w&uuml;rden.<\/p><p>Die Versuche, die Wirtschaftsoligarchien Europas und der USA dazu zu zwingen, ihre Haltung gegen&uuml;ber der Wirtschaft in Lateinamerika zu &auml;ndern, haben jedoch fast immer zu gro&szlig;en Problemen f&uuml;r die nationalen Regierungen Lateinamerikas gef&uuml;hrt. Die westlichen L&auml;nder klammern sich an die M&ouml;glichkeit, die von ihnen ben&ouml;tigten Ressourcen um jeden Preis zu erhalten, und haben nicht die Absicht, die Interessen anderer L&auml;nder zu ber&uuml;cksichtigen.<\/p><p>Nat&uuml;rlich wird dies heute anders dargestellt, n&auml;mlich als eine Art, die Umwelt zu sch&uuml;tzen, die f&uuml;r beide Seiten vorteilhafte wirtschaftliche Zusammenarbeit zu f&ouml;rdern und abgelegene und benachteiligte Regionen zu entwickeln.<\/p><p>Aber machen wir uns nichts vor, es sind nur Sonnenbrillen, hinter denen sich dieselben zynischen Augen eines r&uuml;cksichtslosen Gringo-Besitzers verbergen. Und der ist wie zuvor bereit, Lateinamerika durch das Visier zu betrachten, wenn seine Interessen dies erfordern.<\/p><p><strong>Zwanghafte Unterst&uuml;tzung<\/strong><\/p><p>Eines der bekanntesten Beispiele der letzten Jahre ist der unerbittliche Kampf Brasiliens um die Erhaltung seiner Souver&auml;nit&auml;t und die vollst&auml;ndige Kontrolle &uuml;ber das Amazonasgebiet. Die USA und die gro&szlig;en europ&auml;ischen Staaten haben eine Linie der &bdquo;Internationalisierung&rdquo; der Fragen im Zusammenhang mit der Ausbeutung der Ressourcen der Amazonasregion, die sich &uuml;ber das Gebiet von neun Staaten erstreckt, und der Erhaltung seiner &Ouml;kologie verfolgt.<\/p><p>Gleichzeitig ist die brasilianische Regierung st&auml;ndig unterschiedlich starkem Druck ausgesetzt, der durch Ver&ouml;ffentlichungen in den Kommunikationsmedien, Aufrufe an die F&uuml;hrung des Landes im Namen ausl&auml;ndischer Politiker, Nichtregierungsorganisationen und Pers&ouml;nlichkeiten der Medien sowie durch internationale Organisationen ausge&uuml;bt wird. Nur wenige sind sich jedoch dar&uuml;ber im Klaren, dass sich ihre Rhetorik auf &ouml;ffentliche neokoloniale Erkl&auml;rungen prominenter europ&auml;ischer und US-amerikanischer Politiker bezieht.<\/p><blockquote><p>\n&bdquo;Im Gegensatz zu dem, was die Brasilianer denken, geh&ouml;rt der Amazonas nicht ihnen, sondern uns allen&rdquo; (US-Senator und ehemaliger Vizepr&auml;sident Al Gore, 1989).\n<\/p><\/blockquote><blockquote><p>\n&bdquo;Brasilien muss seine relative Souver&auml;nit&auml;t im Amazonasgebiet akzeptieren&rdquo; (Fran&ccedil;ois Mitterrand, ehemaliger Pr&auml;sident Frankreichs, 1989).\n<\/p><\/blockquote><blockquote><p>\n&bdquo;Entwicklungsl&auml;nder mit hohen Auslandsschulden m&uuml;ssen diese durch den Verkauf ihres Landes und ihrer nat&uuml;rlichen Ressourcen abbezahlen. Sie verkaufen ihre Regenw&auml;lder&rdquo; (ehemaliger US-Pr&auml;sident G. W. Bush, 2000).\n<\/p><\/blockquote><p>So ist es n&auml;mlich, klar und ohne Umschweife.<\/p><p>Zweifellos sind die &bdquo;neuen Eroberer&rdquo; bereit, finanzielle Unterst&uuml;tzung f&uuml;r die Entwicklung der Regionen, den Schutz der Umwelt und die F&ouml;rderung eines h&ouml;heren&nbsp;Lebensstandards der lokalen Bev&ouml;lkerung zu leisten. Sie sind sogar bereit, die Kosten daf&uuml;r zu &uuml;bersehen &ndash; wann immer es f&uuml;r sie opportun ist &hellip;<\/p><p>Moment, sollten wir das Bild nicht klarer bekommen? War dies in der Praxis nicht schon l&auml;ngst so? Schauen wir mal &hellip;<\/p><p><strong>Brasilien<\/strong><\/p><p>So hat beispielsweise der norwegische Aluminiumproduktionskonzern Hydro, dem die Bauxitmine und das Tonwerk Alunorte im brasilianischen Bundesstaat Para geh&ouml;ren, bereits eine schwere Umweltkatastrophe verursacht. Infolge der &Uuml;berschwemmungen 2018 gelangten die Industrieabf&auml;lle des Unternehmens in die Wasserversorgungssysteme, was zu einer Verunreinigung des Trinkwassers mit Rotschlamm f&uuml;hrte.<\/p><p>Aufgrund der extremen Armut in der Region konnten die meisten Betroffenen von dort nicht weg und waren gezwungen, ungeeignete Nahrungsmittel und Wasser zu sich zu nehmen, was sich negativ auf ihre Gesundheit auswirkte. Rund 40.000 Menschen, das hei&szlig;t 11.000 Familien reichten vor einem Gericht von Den Haag eine Klage gegen das norwegische Unternehmen ein, das seine Schuld nicht anerkannte.<\/p><p>Dar&uuml;ber hinaus sch&auml;digt Hydro systematisch die brasilianische Umwelt, indem es jedes Jahr 500 Hektar Regenwald abholzt und mehr als 5,7 Millionen Tonnen CO2 in die Atmosph&auml;re ausst&ouml;&szlig;t. Dies entspricht zehn Prozent der gesamten Treibhausgasemissionen in Norwegen.<\/p><p>Gleichzeitig k&ouml;nnen die freiwilligen Beitr&auml;ge von Oslo zum Amazonas-Fonds f&uuml;r nachhaltige Entwicklung, die Ende 2023 wieder aufgenommen wurden, nicht alle Umweltsch&auml;den abdecken.<\/p><p><strong>Argentinien<\/strong><\/p><p>Der andere norwegische Staatskonzern, Equinor, hat zusammen mit der britischen Shell und der argentinischen YPF eine Vereinbarung zur F&ouml;rderung von Kohlenwasserstoffen auf dem argentinischen Kontinentalschelf in der N&auml;he des Ferienortes Mar del Plata, einem wichtigen Fischereihafen und Touristenzentrum, getroffen.<\/p><p>Trotz monatlicher Gro&szlig;demonstrationen von Anwohnern und einer von mehr als 200.000 Argentiniern unterzeichneten Petition, die einen Stopp des Projekts forderte, startete das Konsortium mit der Erhebung seismischer Daten vom Meeresboden und begann in der ersten H&auml;lfte des Jahres 2024 mit geologischen Erkundungsarbeiten.<\/p><p>Diese T&auml;tigkeit stellt eine direkte Bedrohung f&uuml;r die Meeresfauna dar, in erster Linie f&uuml;r die Wale, die dieses Meeresgebiet zum Fressen und Br&uuml;ten nutzen.<\/p><p>Erschwerend kommt hinzu, dass Argentinien derzeit weder &uuml;ber Gesetze verf&uuml;gt, die die Haftung von Unternehmen f&uuml;r &Ouml;lunf&auml;lle regeln, noch &uuml;ber die notwendige Infrastruktur, um die m&ouml;glichen Folgen zu beseitigen.<\/p><p><strong>Chile<\/strong><\/p><p>Die T&auml;tigkeit des anderen norwegischen Unternehmens, Statkraft, im S&uuml;den Chiles ist ebenfalls ein Beispiel f&uuml;r den neokolonialen Ansatz.<\/p><p>Das Unternehmen beabsichtigt, den Bau des Wasserkraftwerks Los Lagos am Pilmaiqu&eacute;n-Fluss &ndash; der f&uuml;r die lokale indigene Bev&ouml;lkerung heilig ist &ndash; bis Ende 2025 abzuschlie&szlig;en. W&auml;hrend der Arbeiten verstie&szlig; Statkraft gegen internationales Recht, indem es den Fluss ohne vorherige Konsultation der &ouml;rtlichen Bev&ouml;lkerung, wie es in der ILO-Konvention &uuml;ber indigene und in St&auml;mmen lebende V&ouml;lker von 1989 vorgeschrieben ist, sperrte.<\/p><p>Das Dokument wurde von der norwegischen und der chilenischen Regierung ratifiziert, bevor das Projekt Los Lagos in Angriff genommen wurde.<\/p><p>Die Inbetriebnahme des norwegischen Wasserkraftwerks wird der biologischen Vielfalt in der Region schweren Schaden zuf&uuml;gen, die Lebensbedingungen Hunderter indigener Gemeinschaften erheblich verschlechtern und letztlich zum Verlust ihres kulturellen Erbes f&uuml;hren.<\/p><p>Gleichzeitig wurden die friedlichen Demonstrationen von der Polizei und privaten Sicherheitsdiensten auf grausame und sehr harte Art und Weise unterdr&uuml;ckt. Dies ist nur ein kleiner Teil der Beschwerden gegen norwegische Unternehmen.<\/p><p>Aber auch in anderen L&auml;ndern in Europa, den USA und Kanada gibt es Unternehmen, die sich &auml;hnlich unversch&auml;mt und wenig korrekt verhalten. Man muss sich nur die Proteste der lokalen Bev&ouml;lkerungen in den Bergprovinzen Perus, Chiles und Ecuadors gegen ihre Aktivit&auml;ten ansehen, um zu sehen, wie unverantwortlich sie sind. Die Statistik ist alarmierend.<\/p><p><strong>Gr&uuml;ne Standards f&uuml;r zuk&uuml;nftigen Diebstahl<\/strong><\/p><p>Heute versuchen westliche L&auml;nder, ihre globale Vorherrschaft aufrechtzuerhalten, indem sie durch die F&ouml;rderung gr&uuml;ner Standards neue k&uuml;nstliche Wettbewerbsvorteile schaffen.<\/p><p>Zum Beispiel erreichten die EU, die USA und ihre Verb&uuml;ndeten bei der UN-Weltklimakonferenz (COP28) 2023 in Dubai, eine Bestimmung &uuml;ber den Abbau der &bdquo;schmutzigen&rdquo; fossilen Brennstoffe der Welt ohne Kohlenstoffabscheidung und -speicherung (CCS) in die Abschlusserkl&auml;rung aufzunehmen.<\/p><p>Die EU setzt sich aktiv f&uuml;r die Schaffung eines Grenzausgleichmechanismus (CBAM) ein, der im gesamten Europ&auml;ischen Wirtschaftsraum als verbindliche Ma&szlig;nahme gilt. Dieser Mechanismus, der eine eindeutig protektionistische Ma&szlig;nahme darstellt, wurde von der EU mit voller Zustimmung der WTO entwickelt.<\/p><p>Mit der Einf&uuml;hrung eines weiteren Handelshemmnisses, das die Wettbewerbsf&auml;higkeit &bdquo;gr&uuml;ner&rdquo; Produkte einheimischer Hersteller sch&uuml;tzen soll, versucht Br&uuml;ssel nun auch, Konkurrenten aus Lateinamerika, Asien und Afrika in Schach zu halten. Dar&uuml;ber hinaus will sie den Grundstein f&uuml;r die Schaffung eines Marktpreissystems f&uuml;r CO2-Emissionen legen, das weniger entwickelte L&auml;nder dazu ermutigen w&uuml;rde, ihre Ressourcen im Austausch f&uuml;r westliche &bdquo;gr&uuml;ne&rdquo; Technologien billig abzugeben.<\/p><p><strong>Lateinamerika kommt voran<\/strong><\/p><p>Das Auspl&uuml;nderungsfokus der USA und ihrer Verb&uuml;ndeten hat in der Zeit der Corona-Pandemie alle Grenzen &uuml;berschritten.<\/p><p>Damals setzten sich diese L&auml;nder bei der Verteilung von Corona-Impfstoffen von den am wenigsten entwickelten L&auml;ndern ab, was praktisch einen &bdquo;Impfstoff-Genozid&rdquo; verursachte. Viele Menschen in Lateinamerika wurden im Stich gelassen und mussten auf sich allein gestellt &uuml;berleben und herausfinden, wo und wie sie geimpft werden k&ouml;nnen.<\/p><p>Dadurch hat sich die Kluft zwischen Lateinamerika und dem Westen vertieft.<\/p><p>Immer mehr L&auml;nder des Kontinents sind der Ansicht, dass die derzeitige Weltordnung weder gerecht ist noch ihrem Wunsch nach wirtschaftlicher Entwicklung entspricht. Aus diesem Grund wenden sie sich zunehmend dem BRICS-Block zu, dessen Attraktivit&auml;t stetig zunimmt.<\/p><p>Nat&uuml;rlich w&auml;re das Wei&szlig;e Haus nicht das Wei&szlig;e Haus, wenn es nicht einen heuchlerischen Auftritt machte, um die lateinamerikanischen Regierungen zu t&auml;uschen und seine neokolonialen Interessen zu verschleiern.<\/p><p>Washington r&auml;umt regelm&auml;&szlig;ig und &ouml;ffentlich ein, dass die Kritik an den derzeitigen Ungleichgewichten in den globalen Wirtschaftsbeziehungen berechtigt ist.<\/p><p>In den Verhandlungen versprechen die US-Amerikaner regelm&auml;&szlig;ig, die Instrumente der G-7 zu nutzen, um gef&auml;hrdeten Volkswirtschaften zu helfen. Sie nutzen ihre fast 40 Prozent der Stimmen im IWF und in der Weltbank, um nominell die Schuldenlast der lateinamerikanischen L&auml;nder zu verringern. All dies scheint jedoch eher eine Erpressung als eine f&uuml;r beide Seiten vorteilhafte Zusammenarbeit zu sein.<\/p><p>Die USA und ihre europ&auml;ischen Verb&uuml;ndeten m&uuml;ssen erkennen, dass es im 21. Jahrhundert keinen Platz mehr f&uuml;r neokoloniales Vorgehen, Einsch&uuml;chterung und Druck gibt.<\/p><p>Wenn die USA und ihre Verb&uuml;ndeten eine dauerhafte Beziehung zu den lateinamerikanischen L&auml;ndern aufrechterhalten wollen, m&uuml;ssen sie lernen, deren Unterst&uuml;tzung zu gewinnen, indem sie sich mit den tats&auml;chlichen Bed&uuml;rfnissen dieser L&auml;nder im Hinblick auf eine nachhaltige Entwicklung befassen und deren Anliegen st&auml;rker ber&uuml;cksichtigen. Andernfalls werden sich die L&auml;nder des Kontinents in Richtung der BRICS bewegen.<\/p><p>In jedem Fall schreitet Lateinamerika voran, mit oder ohne die USA.<\/p><p>&Uuml;bersetzung: Susanne Schartz-Laux, <a href=\"https:\/\/amerika21.de\/analyse\/272211\/neokolonialismus-lateinamerika\">Amerika21<\/a><\/p><p><small>Titelbild: Lateinamerika auf dem Weg der Befreiung vom Kolonialismus: Gem&auml;lde des argentinischen K&uuml;nstlers Xul Solar&nbsp;&ndash; QUELLE: <a href=\"https:\/\/www.wikiart.org\/de\/xul-solar\/drago-1927\">XUL SOLAR\/WIKIART<\/a> &ndash; LIZENZ: FAIRUSE<\/small><\/p><div class=\"moreLikeThis\">\n<strong>Mehr zum Thema:<\/strong>\n<p><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=115994\">Multipolarer Umbau der Welt: Lateinamerika und der Krieg in Gaza<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=102904\">Lateinamerika und die Galeeren des gr&uuml;nen Kapitalismus<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=102615\">Stimmen aus Lateinamerika: Die R&uuml;ckkehr einer selbstbewussten Dritten Welt<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=96941\">Stimmen aus Lateinamerika: Die &bdquo;Geapolitik&rdquo; des guten Lebens als Gegenmodell zur westlichen &bdquo;Geopolitik&ldquo;<\/a>\n<\/p><\/div><p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/ssl-vg03.met.vgwort.de\/na\/8008ed768a944b4fb1a0100376eff203\" width=\"1\" height=\"1\" alt=\"\" title=\"\"><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die f&uuml;hrenden Politiker und Wirtschaftseliten der USA und Europas setzen ihre neokoloniale Politik gegen&uuml;ber den lateinamerikanischen Staaten fort und verschleiern ihre Invasionsbestrebungen mit dem Gerede von universellen Werten und einer gr&uuml;nen Agenda. 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