{"id":12480,"date":"2012-03-09T12:20:43","date_gmt":"2012-03-09T11:20:43","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12480"},"modified":"2015-02-03T11:25:07","modified_gmt":"2015-02-03T10:25:07","slug":"onkel-dagobert-offnet-seinen-geldspeicher","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12480","title":{"rendered":"Onkel Dagobert \u00f6ffnet seinen Geldspeicher"},"content":{"rendered":"<p>Am 1. M&auml;rz gab es wieder Liquidit&auml;t zum Vorzugspreis f&uuml;r die Kreditinstitute. Die Europ&auml;ische Zentralbank (EZB) stellte 529 Milliarden Euro zur Verf&uuml;gung. Zusammen mit den knapp 500 Milliarden vom Dezember 2011 wurde innerhalb weniger Wochen &uuml;ber eine Billion Euro in das Bankensystem gepumpt. Es ist der US-amerikanische Ansatz zur Krisenbew&auml;ltigung bzw. Krisenpr&auml;vention. Aber ist es auch der richtige? Von <strong>G&uuml;nther Wierichs<\/strong>.<br>\n<!--more--><br>\nDie gigantische Dimension des Rettungsprogramms der EZB l&auml;sst Assoziationen an Dagobert Duck aufkommen. Der steinreiche Onkel des ewigen Verlierers Donald Duck sucht regelm&auml;&szlig;ig seinen Geldspeicher auf, um dort ein Bad zu nehmen. In einem der zahlreichen Comic-Darstellungen springt er mit den Worten &bdquo;13 Trillionen, 224 Billionen, 567 Milliarden, 778 Millionen Taler und 16 Kreuzer&ldquo; in die haushohen Wellen aus klingender M&uuml;nze. So weit ist die EZB noch nicht: Das Verm&ouml;gen des Eurosystems (Bilanzaktiva) bel&auml;uft sich auf vergleichsweise bescheidene 2,7 Billionen Euro. (Insidern zufolge kann der Wechselkurs eines Entenhausener Talers mit 2 Euro angesetzt werden, so dass dies einem Gegenwert von 1,35 Billionen Talern entspricht &ndash; eine Zahl, &uuml;ber die Onkel Dagobert nur schmunzeln w&uuml;rde.)<\/p><p>Immerhin hat die EZB in den letzten Jahren einiges getan, um die Bilanzsumme nach oben zu treiben. Im Jahr 2007, also vor Ausbruch der ersten gro&szlig;en Finanzkrise, betrug sie ca. 1.200 Milliarden Euro. Allein von Juli 2011 bis Dezember 2011 legten die Verm&ouml;genswerte um 700 Milliarden zu. Durch die Aktion vom 1. M&auml;rz werden sie weiter steigen. <\/p><p><strong>Unbegrenzte Geldsch&ouml;pfung<\/strong><\/p><p>Im Gegensatz zu Dagobert Duck, der bekanntlich ein beinharter Knauser ist, tritt die EZB sehr gener&ouml;s auf und sch&uuml;ttet ihr Liquidit&auml;tsf&uuml;llhorn &uuml;ber die Banken aus. Das kann sie sich auch leisten, denn sie besitzt die F&auml;higkeit, Geldsch&ouml;pfung in unbegrenztem Ausma&szlig; betreiben zu k&ouml;nnen. <\/p><p>Dieser Vorgang wird allgemein als &bdquo;Gelddrucken&ldquo; bezeichnet. Das ist einerseits richtig. Die EZB besitzt das so genannte Notenmonopol (auch Notenprivileg genannt). Im Artikel 128, Absatz 1 des Vertrages &uuml;ber die Arbeitsweise der Europ&auml;ischen Union hei&szlig;t es:<\/p><blockquote><p><em>&bdquo;Die Europ&auml;ische Zentralbank hat das ausschlie&szlig;liche Recht, die Ausgabe von Euro-Banknoten innerhalb der Union zu genehmigen. Die Europ&auml;ische Zentralbank und die nationalen Zentralbanken sind zur Ausgabe dieser Banknoten berechtigt. Die von der Europ&auml;ischen Zentralbank und den nationalen Zentralbanken ausgegebenen Banknoten sind die einzigen Banknoten, die in der Union als gesetzliches Zahlungsmittel gelten.&ldquo;<\/em><\/p><\/blockquote><p>In Umlauf befindliche Euro-Banknoten tauchen auf der Passivseite der EZB sowie der nationalen Zentralbanken (Deutsche Bundesbank, Banque de France etc.) als Verbindlichkeiten auf; sie sind Schuldscheine, die nicht durch einen festen Verm&ouml;genswert gedeckt sind. Lediglich das Vertrauen der Bev&ouml;lkerung verschafft ihnen Anerkennung.<\/p><p>Das Drucken von Banknoten spiegelt aber nur einen Teil der Geldsch&ouml;pfungsaktivit&auml;ten des EZB-Systems wider. Zurzeit sind Banknoten im Wert von etwa 860 Milliarden Euro in Umlauf. Gemessen an der bereits erw&auml;hnten Bilanzsumme des Eurosystems von 2.700 Milliarden ist das gar nicht mal so viel. Die Musik spielt also in einem anderen Segment, dem Buchgeld.<\/p><p>Buchgeld entsteht durch den Ankauf von Verm&ouml;gensteilen wie Gold, Wertpapiere etc. oder durch eine Kreditgew&auml;hrung. Die EZB kann Buchgeld, ebenso wie Bargeld, quasi nach Belieben vermehren. Wenn sie zum Beispiel Wertpapiere von Kreditinstituten ankauft und den Gegenwert auf einem Konto gutschreibt, wird zus&auml;tzliches Buchgeld gesch&ouml;pft. Der gleiche Effekt ergibt sich f&uuml;r den Fall, dass die Wertpapiere im Eigentum der Bank bleiben, die EZB diese jedoch beleiht und einen Kredit gew&auml;hrt, der wiederum (s.o.) auf einem Konto gutgeschrieben wird. Genau dies ist bei dem Billionen-Deal der EZB passiert.<\/p><p><strong>Tenderlokomotive mit reichlich Kohle<\/strong><\/p><p>Die Kreditinstitute konnten am 29.2.2012 ihre Kreditw&uuml;nsche angeben. Dann teilte die EZB zu. Die entsprechende Pressemitteilung gibt &uuml;ber weitere Einzelheiten Auskunft:<\/p><blockquote><p><em>Zuteilung<\/em><br>\n<em>Liquidit&auml;tsbereitstellung ueber Offenmarktkredite (Betraege in Mio.Euro)<\/em><br>\n<em>Laengerfristiges Refinanzierungsgeschaeft, Tender-ID: 20120034<\/em><br>\n<em>Durchfuehrung: Standardtender (Mengentender)<\/em><br>\n<em>Gebotsfrist: 29.02.2012, 09:30 Uhr, Zuteilungstag: 29.02.2012<\/em><br>\n<em>Valutierungstag: 01.03.2012, Verfalltag: 26.02.2015, Laufzeit: 1092Tage<\/em><br>\n<em>Festzinssatz: -, Mindestzuteilungsbetrag: &ndash;<\/em><br>\n<em>Mindestbietungsbetrag: 0,01, Hoechstbietungsbetrag: &ndash;<\/em><br>\n<em>Mindestzuteilungsquote: &ndash;<\/em><br>\n<em>Beabsichtigtes Zuteilungsvolumen: &ndash;<\/em><br>\n<em>Gesamtes Bietungsvolumen: 529.531<\/em><br>\n<em>Anzahl der Bieter: 800<\/em><br>\n<em>Gesamter Zuteilungsbetrag: 529.531<\/em><br>\n<em>Repartierungsquote: 100,0000 %<\/em><br>\n<em>Fuer weitere Informationen siehe Pressenotiz vom 08.12.2011 <a href=\"http:\/\/www.ecb.europa.eu\/press\/pr\/date\/2011\/html\/index.en.html\">hier<\/a> oder auf der Reutersseite Announcements on Operational aspects.<\/em><\/p><\/blockquote><p>Einen festen Zinssatz gibt es w&auml;hrend der dreij&auml;hrigen Laufzeit  nicht. Die EZB beh&auml;lt sich also das Recht vor, die Zinsen sp&auml;ter eventuell anzupassen. Vorerst werden die vielen Milliarden jedenfalls zum Vorzugspreis von 1 % zur Verf&uuml;gung gestellt. Die Zuteilungsquote (Repartierungsquote) betrug 100  %. Fr&uuml;her waren bei Mengentendern Zuteilungen von 40 oder 50 % &uuml;blich; im Extremfall gab es vielleicht nur 10 %. Seit 2008 wird jeder Mengentender zu 100 % zugeteilt. Auch dieses Mal hat die EZB die Kreditw&uuml;nsche der 800 Interessenten konsequenterweise voll bedient. <\/p><p>Wie hoch die Kreditnachfrage im Einzelnen war und  &ndash; vor allem &ndash; wer an dem Deal teilgenommen hat, gibt die EZB nat&uuml;rlich nicht preis. Hier ist man auf Stellungnahmen der betroffenen H&auml;user  bzw. Spekulationen angewiesen. Dem Vernehmen nach sollen vor allem Banken aus den krisenerprobten s&uuml;deurop&auml;ischen L&auml;ndern Italien und Spanien mit von der Partie gewesen sein; mehr als 130 Milliarden Euro landeten angeblich als Gutschrift auf Konten italienischer Kreditinstitute. In Deutschland trat unter anderem die Deutsche Pfandbriefanstalt, Nachfolgeinstitut der nach Ausbruch der Finanzkrise vor etwa 5 Jahren vom Staat mit Milliardensummen geretteten Hypo Real Estate, auf den Plan, w&auml;hrend sich Deutsche Bank und Commerzbank nicht n&auml;her zu dem Gesch&auml;ft &auml;u&szlig;ern wollten. <\/p><p>Man muss sich an dieser Stelle noch einmal den radikalen Wandel der EZB-Geldpolitik vor Augen f&uuml;hren. Was vor gar nicht langer Zeit noch undenkbar gewesen w&auml;re, ist eingetreten: Die EZB stellt Liquidit&auml;t<\/p><ul>\n<li>f&uuml;r einen extrem langen Zeitraum,<\/li>\n<li>zu &auml;u&szlig;erst g&uuml;nstigen Konditionen und<\/li>\n<li>in gew&uuml;nschter H&ouml;he<\/li>\n<\/ul><p>zur Verf&uuml;gung. Au&szlig;erdem handelt es sich ja um ein Zusatzgesch&auml;ft &ndash; die anderen Refinanzierungsm&ouml;glichkeiten der Banken bei der EZB laufen weiterhin parallel hierzu. An dieser Stelle muss man lediglich einschr&auml;nkend sagen, dass aufgrund der Anfang M&auml;rz f&auml;llig gewordenen R&uuml;ckzahlungsverpflichtungen aus &auml;lteren Refinanzierungsoperationen &bdquo;nur&ldquo; gut 300 Milliarden Euro als Liquidit&auml;ts-Nettozufl&uuml;sse f&uuml;r die Kreditinstitute &uuml;brig bleiben. Aus der gleichartigen EZB-Operation vom Dezember 2011 ergeben sich netto mehr als 200 Milliarden. Somit wurde die Bankenwelt seitdem mit insgesamt gut 500 Milliarden an Sonderliquidit&auml;t ausgestattet. Auch das ist eine erschreckend hohe Summe, bei der man sich fragen muss: &bdquo;Was werden die wohl mit dem ganzen Geld anstellen?&ldquo;<\/p><p><strong>Fragw&uuml;rdige Banken und windige Projekte<\/strong><\/p><p>Die EZB m&ouml;chte, und dies ist allseits bekannt, dem Finanzsektor unter die Arme greifen. Wir haben seit dem Fr&uuml;hsommer 2011 das Problem, dass Banken sich untereinander kaum noch Geld leihen. Das Misstrauen grassiert. Wer &uuml;ber Liquidit&auml;t verf&uuml;gt, legt es bei der EZB in der so genannten Einlagenfazilit&auml;t zum Mini-Zinssatz von 0,25 % an. Eine Ausleihe an ein anderes Kreditinstitut (fr&uuml;her sagte man &uuml;brigens &bdquo;befreundetes&ldquo; Kreditinstitut, aber diesen Begriff h&ouml;rt man immer in der letzten Zeit nicht mehr so h&auml;ufig&hellip;) kommt kaum in Frage. Die mit Geldmitteln eher unzureichend ausgestatteten Banken sind also auf die Hilfe der EZB angewiesen. <\/p><p>Hieraus kann man den Schluss ziehen (oder zumindest die starke Vermutung anstellen), dass sich unter den 800 Geldempf&auml;ngern sehr viele Wackel-Institute befinden. Ein weiteres Indiz f&uuml;r eine nicht gerade optimale Bonit&auml;t der EZB-Kreditkundschaft ist die Sicherheitenfrage. Die EZB hat auch in diesem Zusammenhang gro&szlig;e Zugest&auml;ndnisse gemacht. Zwar lehnte sie Griechenland-Anleihen als Besicherungsinstrument ab, nicht jedoch Kreditforderungen. Und bei denen sieht l&auml;ngst nicht alles bestens aus, ebenso wenig wie bei vielen anderen Staatsanleihen, welche die EZB ungeachtet einer schwachen B&ouml;rsenbewertung ohne Bedenken als Sicherheit akzeptiert. <\/p><p>Dennoch befinden sich gewiss auch viele &bdquo;starke&ldquo; Kreditinstitute unter den 800 Geldempf&auml;ngern. Hier sollte man jedoch vielleicht eher von cleveren Instituten sprechen. Da das EZB-Geld sehr g&uuml;nstig zu haben ist, locken n&auml;mlich Gewinnchancen. Dies kann man  anhand einer (fiktiven) Bank nachvollziehen, die sich bei der EZB-Aktion im Dezember 2011 Geld zum Zinssatz von 1 % besorgt und dieses Geld in eine spanische Anleihe investiert hat.<\/p><p>Spanien emittierte Anfang 1998 eine 6,15%-Anleihe, die noch bis Ende Januar 2013 l&auml;uft. Sie notierte am 21.12.2011, zu dem Zeitpunkt also, als das erste 500-Milliarden-Programm der EZB anlief, bei 103,02 %. Anfang M&auml;rz 2012 stand sie bei 104,42 %. Wenn unsere Bank beispielsweise 10 Millionen Euro Nennwert dieser Anleihe aus den zugeteilten Geldmitteln der EZB gekauft und Anfang M&auml;rz 2012 wieder verkauft hat, konnte sie einen staatlichen Gewinn verbuchen: Zun&auml;chst einmal stieg der Kurs um 1,4 %; auf 10 Millionen Euro Nennwert ergibt dies einen Ertrag von 14.000 Euro. Dar&uuml;ber hinaus erwarb die Bank Zinsanspr&uuml;che aus der Anleihe von 6,15 %, die durch die an die EZB zu zahlenden Zinsen geschm&auml;lert werden. Netto bleiben 5,15 % auf 10 Millionen Euro Nennwert f&uuml;r ca. 70 Tage, also etwa 100.000 Euro.  <\/p><p>Durch dieses Beispiel erschlie&szlig;t sich aber auch die Motivation der EZB f&uuml;r ihr gro&szlig;z&uuml;giges Gebaren. Das viele Billig-Geld soll nach den Vorstellungen der Zentralbank n&auml;mlich vor allem in die Kapitalm&auml;rkte flie&szlig;en und so f&uuml;r steigende Kurse, insbesondere bei problematischen Staatsanleihen, sorgen. Dass dabei, sollte dies denn auch tats&auml;chlich funktionieren, satte Gewinne anfallen, wird nicht nur billigend in Kauf genommen, sondern sogar ausdr&uuml;cklich begr&uuml;&szlig;t. Denn auf diese Weise, so die Argumentation, st&auml;rken die Banken ja ihr Eigenkapitalpolster. Wobei hier nat&uuml;rlich ber&uuml;cksichtigt werden muss, dass bei Privatbanken im Regelfall mindestens die H&auml;lfte des Gewinns in den Taschen der Aktion&auml;re landet.<\/p><p>Auf der anderen Seite k&ouml;nnten die Banken das zus&auml;tzliche EZB-Geld theoretisch auch verst&auml;rkt f&uuml;r eine Kreditvergabe an Unternehmen und Privathaushalte verwenden. Banken k&ouml;nnen n&auml;mlich ebenfalls Geldsch&ouml;pfung betreiben. Allerdings nur Buchgeld- und keine Bargeldsch&ouml;pfung. Au&szlig;erdem werden ihre diesbez&uuml;glichen M&ouml;glichkeiten durch Vorschriften der EZB beschr&auml;nkt. Trotzdem weist man in diesem Zusammenhang h&auml;ufig auf die Gefahr einer inflation&auml;ren Entwicklung aufgrund einer durch den EZB-Geldsegen ausgel&ouml;sten vermehrten Geldsch&ouml;pfung &uuml;ber Kreditvergaben des Bankensystems hin. Dies ist jedoch zu bezweifeln, denn hierbei wird unterstellt, dass durch die EZB-Tender auch tats&auml;chlich mehr Kredite nachgefragt bzw. vergeben werden. Das Banksystem hat jedoch, wie die Entwicklung bei der Einlagefazilit&auml;t zeigt, in seiner Gesamtheit kein Liquidit&auml;tsproblem. Und wer soll die Kredite denn auch nachfragen? Wer investiert in einer Zeit, in der die Nachfrage weltweit stagniert und bzw. sogar zur&uuml;ckgeht?&nbsp;<\/p><p>Nein &ndash; die EZB-Hilfe ist fokussiert auf den Finanzsektor. Die Preise f&uuml;r Finanzanlagen sollen steigen. Dass hierbei durch steigende Kurse und damit sinkende Zinsen f&uuml;r europ&auml;ische  Staatsanleihen auch die Probleme im Zusammenhang mit der so genannten &bdquo;Euro- \/Staatsschuldenkrise&ldquo; ein wenig abgemildert werden, ist nur ein Nebeneffekt. Ein Nebeneffekt, der jedoch &ndash; wie unser Beispiel mit der Spanien-Anleihe zeigt &ndash; der Branche n&uuml;tzt. Aber auch andere Anlageformen werden momentan gepusht. Seit der EZB-Geldschwemme vom Dezember 2011 ist der Silberpreis um mehr als 23 % gestiegen, der DAX legte um fast 18 % zu und auch das ohnehin bereits sehr hoch bewertete Gold kletterte noch einmal um 10 % nach oben. Die n&auml;chste Finanzblase kommt bestimmt.<\/p><p>Durch ihre Bereitschaft zur Gew&auml;hrung zinsg&uuml;nstiger Langfrist-Liquidit&auml;t an das Bankensystem greift die EZB unserer spekulationsgetriebenen Finanzindustrie bereitwillig unter die Arme. Und das zu bek&auml;mpfende Haupt&uuml;bel wird &uuml;bert&uuml;ncht: die Strukturprobleme des Bankensektors. Kreditinstitute m&uuml;ssen viel mehr substanzielles Eigenkapital vorhalten, der ausufernde Derivatehandel ist einzud&auml;mmen und die bisher nahezu unregulierten Hedgefonds m&uuml;ssen endlich an die Leine genommen werden. <\/p><p>In Bezug auf solche Fragen ist die Finanzlobby leider Gottes allerdings genauso hartleibig wie Onkel Dagobert in der Frage des Geldausgebens. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am 1. M&auml;rz gab es wieder Liquidit&auml;t zum Vorzugspreis f&uuml;r die Kreditinstitute. Die Europ&auml;ische Zentralbank (EZB) stellte 529 Milliarden Euro zur Verf&uuml;gung. Zusammen mit den knapp 500 Milliarden vom Dezember 2011 wurde innerhalb weniger Wochen &uuml;ber eine Billion Euro in das Bankensystem gepumpt. Es ist der US-amerikanische Ansatz zur Krisenbew&auml;ltigung bzw. Krisenpr&auml;vention. Aber ist es<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12480\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":8,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[136,139],"tags":[507,564,637,325],"class_list":["post-12480","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-banken-boerse-spekulation","category-euro-und-eurokrise","tag-ezb","tag-spanien","tag-staatsanleihen","tag-staatsschulden"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/12480","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/8"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=12480"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/12480\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":12483,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/12480\/revisions\/12483"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=12480"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=12480"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=12480"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}