{"id":124801,"date":"2024-11-17T13:00:03","date_gmt":"2024-11-17T12:00:03","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=124801"},"modified":"2024-11-15T22:18:49","modified_gmt":"2024-11-15T21:18:49","slug":"haiti-das-chaos-ist-zu-einem-instrument-der-kontrolle-geworden","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=124801","title":{"rendered":"Haiti: Das Chaos ist zu einem Instrument der Kontrolle geworden"},"content":{"rendered":"<p>Um die aktuelle Krise in Haiti zu verstehen, muss man zun&auml;chst die Entwicklung der bewaffneten Gruppen nachvollziehen, die das Land in ein Kriegsgebiet verwandelt haben. In den vergangenen drei Jahrzehnten haben sich in Haiti bewaffnete Gruppen aus den armen Vierteln gebildet (vor allem in der Hauptstadt) und sich gegenseitig bek&auml;mpft, um Territorium, Ressourcen und Einfluss zu verteidigen. Eine gro&szlig;e Ver&auml;nderung trat jedoch ein, als sich die bewaffneten Gruppen 2020 zu B&uuml;ndnissen zusammenschlossen. Von <strong>Kervens Louissaint<\/strong>.<br>\n<!--more--><br>\nDie erste Koalition war die G9, aber schon am n&auml;chsten Tag wurde als Antwort darauf die G-P&egrave;p gegr&uuml;ndet. Die beiden bewaffneten Koalitionen lieferten sich in den folgenden drei Jahren blutige K&auml;mpfe, doch im Februar 2024 gelang es ihnen schlie&szlig;lich, Frieden zu schlie&szlig;en und sich zusammenzuschlie&szlig;en. Sie agieren nun unter dem gemeinsamen Banner Viv Ansanm (Gemeinsam leben).<\/p><p>Dieser Zusammenschluss wurde im September 2023 initiiert und stand zun&auml;chst einigen Schwierigkeiten gegen&uuml;ber. Endg&uuml;ltig vollzogen wurde er schlie&szlig;lich im Februar 2024, als es darum ging, den ehemaligen De-facto-Premierminister Ariel Henry zu entmachten.<\/p><p>Die Gruppen, die sich Viv Ansanm anschlossen, erkannten etwas Grundlegendes: Ihre St&auml;rke konnte nicht durch unorganisierte Konfrontationen erreicht werden, sondern nur durch das Zusammenwirken ihrer Mittel und ihrer Macht. Als organisiertes B&uuml;ndnis kann Viv Ansanm seine Aktionen mit einer Pr&auml;zision koordinieren, die die haitianische Nationalpolizei (PNH) verbl&uuml;fft und &uuml;berlistet.<\/p><p>Das Auftauchen von Viv Ansanm geht jedoch mit dem Aufkommen sogenannter &bdquo;Selbstverteidigungsgruppen&rdquo; einher.<\/p><p>Auf den ersten Blick scheint es sich bei diesen Gruppen um Gemeinschaften zu handeln, die sich zum Schutz ihrer H&auml;user und ihrer Sicherheit mobilisieren. So stellen die traditionellen Medien das dar. Die Realit&auml;t ist jedoch viel komplexer.<\/p><p>Man muss sich fragen: Wer r&uuml;stet diese neuen B&uuml;rgerwehren mit Kriegswaffen und Munition aus? Wer finanziert diese &bdquo;Selbstverteidigungsgruppen&rdquo;, die im &Uuml;brigen oft v&ouml;llig illegal agieren?<\/p><p>Wir wissen, dass viele der Viertel, die sp&auml;ter Teil von Viv Ansanm wurden, urspr&uuml;nglich von der haitianischen Bourgeoisie und ihren politischen Armen &ndash; wie dem Demokratischen Volkssektor von Andr&eacute; Michel &ndash; bewaffnet wurden, um als Fu&szlig;soldaten in ihrem Kampf gegen Pr&auml;sident Jovenel Mo&iuml;se zu agieren. Sp&auml;ter wurden sie von Henrys Beamten bewaffnet, um gegen den revolution&auml;ren Vorsto&szlig; der G9 in den Jahren 2021 und 2022 zu k&auml;mpfen, dessen politische Forderungen immer sch&auml;rfer und revolution&auml;rer wurden.<\/p><p>Werden die &bdquo;Selbstverteidigungs&rdquo;-Komitees, die wir in St&auml;dten wie Pont Sond&eacute; und Arcahaie sowie in Stadtvierteln wie Solino sehen, wieder von der Bourgeoisie und dem Staat finanziert, heute unter der Leitung der neuen, von US-Au&szlig;enminister Anthony Blinken ernannten F&uuml;hrer, Premierminister Garry Conille<a href=\"#footnote1_8gb63zo\">1<\/a>&nbsp;und dem neunk&ouml;pfigen &Uuml;bergangspr&auml;sidialrat (TPC)? Unterst&uuml;tzt Washington auch diese &ldquo;Selbstverteidigungs&rdquo;-Komitees?<\/p><p>Dies sind keine trivialen Fragen. Sie offenbaren eine unbequeme Realit&auml;t: Haiti ist in einem Machtspiel gefangen, in dem das Chaos zu einem Instrument der Kontrolle geworden ist. Es ist das Ergebnis jahrzehntelanger Manipulation, bei der jeder Schritt darauf abzielt, das Land in einem Zustand permanenter kontrollierter Anarchie zu halten.<\/p><p>Kurz gesagt, hinter den Kulissen gibt es Puppenspieler, die daran arbeiten, unsere Spaltung und Unterdr&uuml;ckung aufrechtzuerhalten, um uns von innen heraus zu schw&auml;chen. Sie ziehen die F&auml;den im Verborgenen und sorgen daf&uuml;r, dass unser Land von bruderm&ouml;rderischer Gewalt verschlungen wird.<\/p><p>Es gibt eine Reihe von &bdquo;Menschenrechtsgruppen&rdquo; und andere Aktivisten, die vorgeben, im Interesse &bdquo;des Volkes&rdquo; zu handeln. Aber es hat sich gezeigt, dass auch sie in der Regel nur Spielfiguren in diesem viel gr&ouml;&szlig;eren Spiel der Kontrolle und Manipulation sind.<\/p><p>Wir m&uuml;ssen der Wahrheit ins Auge sehen: Solange wir uns untereinander bek&auml;mpfen, bleiben wir verwundbar und leicht zu manipulieren. W&auml;hrend wir uns in internen Kriegen aufreiben, ziehen diejenigen, die die Waffen liefern, die Allianzen schmieden und die Spaltungen finanzieren, weiterhin ungestraft und unsichtbar die F&auml;den und sehen zu, wie unser Land im Chaos versinkt.<\/p><p>Schauen wir uns die Muster genauer an.<\/p><p>Wenn Viv Ansanm Einfluss und Kontrolle &uuml;ber ganze Gebiete gewinnt, tauchen pl&ouml;tzlich &bdquo;Selbstverteidigungsgruppen&rdquo; auf, die bewaffnet, organisiert und kampfbereit sind. Es scheint sich ein B&uuml;rgerkrieg anzubahnen, doch diesmal nicht zwischen rivalisierenden Banden. Die Medien stellen ihn nun als Kampf zwischen &bdquo;der Bev&ouml;lkerung&rdquo; und dem Viv Ansanm-Block dar, als ob dieser nicht Teil &bdquo;der Bev&ouml;lkerung&rdquo; w&auml;re. Dies wirft eine entscheidende Frage auf: Wer profitiert wirklich von der Spaltung zwischen den Gemeinschaften?<\/p><p>Die herrschende Klasse Haitis und ihre neokolonialen Herren haben lange Zeit wirtschaftlich und politisch von der Uneinigkeit der Massen profitiert, einer Uneinigkeit, die aus Ungleichheit, staatlicher Vernachl&auml;ssigung, systembedingter Armut und weit verbreiteter Korruption resultiert.<\/p><p>Diese Klassenspaltung wird verschleiert und versteckt, da die Herrschenden und Machthaber die Flammen der Spaltung und des Misstrauens unter den Massen sch&uuml;ren und sie vergessen lassen, dass ihre wahre St&auml;rke in der Einheit, in der kollektiven Widerstandskraft und in der Liebe f&uuml;r eine gemeinsame Zukunft liegt. Daher auch die Parolen: &bdquo;El pueblo, unido, jamas sera vencido&rdquo; oder &bdquo;L&rsquo;Union fait la force&rdquo;.<\/p><p>Jedes Mal, wenn wir gegeneinander k&auml;mpfen, jedes Mal, wenn Blut vergossen wird, stecken dunkle Interessen dahinter, es sind fremde Pl&auml;ne im Spiel, unsichtbare M&auml;chte, die die Kontrolle &uuml;bernehmen und sich bereichern.<\/p><p>Haiti steht an einem Scheideweg, und der Weg, den wir heute einschlagen, wird die Zukunft unseres Landes f&uuml;r die kommenden Generationen bestimmen. Es haben sich Gewalt und Hass unter uns ausgebreitet, und wir k&ouml;nnen es uns nicht l&auml;nger leisten, Gefangene dieses Hasses und dieser Gewalt zu bleiben. Es ist an der Zeit, unseren Schmerz in kollektive St&auml;rke umzuwandeln und gemeinsam ein Land aufzubauen, in dem Frieden, Gerechtigkeit und Menschenw&uuml;rde die Grundlagen f&uuml;r eine bessere Zukunft sind.<\/p><p>Wir brauchen ein kollektives Erwachen. Dazu m&uuml;ssen wir uns weiterbilden, uns selbst in Frage stellen, &uuml;ber die soziale und politische Dynamik, die uns umgibt, nachdenken und die Machtspiele verstehen, mit denen wir konfrontiert sind. Nur wenn wir die Ursachen unseres Ungl&uuml;cks kennen, k&ouml;nnen wir ihm ein Ende setzen.<\/p><p>Wenn wir dies nicht erkennen, werden wir immer anf&auml;llig f&uuml;r Manipulationen sein. Wenn wir uns unserer Macht bewusst werden, werden wir auch die kollektive F&auml;higkeit erlangen, diesen destruktiven Kreislauf zu durchbrechen.<\/p><p>Wir m&uuml;ssen aufh&ouml;ren, gegeneinander um eine Macht zu k&auml;mpfen, die wir nie hatten. Der wahre Kampf ist der um Einheit, um Gerechtigkeit, um einen starken und unabh&auml;ngigen Staat, frei von den &auml;u&szlig;eren Einfl&uuml;ssen, die unsere Spaltungen sch&uuml;ren. Haiti wird sich nur erholen k&ouml;nnen, wenn wir verstehen, dass wir manipuliert wurden, um uns gegenseitig zu zerfleischen. Die Zukunft Haitis h&auml;ngt von unserer Bereitschaft ab, uns zu vereinen, von unserer St&auml;rke, die Muster der Manipulation zu &uuml;berwinden, und von unserem Engagement f&uuml;r den Aufbau einer Nation, in der jeder in W&uuml;rde und Respekt leben kann.<\/p><p>Wir, das haitianische Volk, m&uuml;ssen die Kontrolle &uuml;ber unser Schicksal zur&uuml;ckerlangen. Das beginnt mit einer bewussten Entscheidung: Wir m&uuml;ssen uns unserer Rolle in diesem Wandel bewusst werden und entschlossen sein, nicht l&auml;nger Marionetten fremder Interessen zu sein, sondern souver&auml;ne Akteure unseres eigenen Schicksals.<\/p><p>Es ist an der Zeit, ein neues Gesellschaftsmodell aufzubauen, das auf Einheit, Zusammenarbeit und gegenseitigem Respekt beruht. Das bedeutet nicht, dass wir vor Ungerechtigkeiten die Augen verschlie&szlig;en oder Verbrechen verzeihen. Es bedeutet, nachhaltige Wege zu finden, um eine gerechte Justiz zu gew&auml;hrleisten, ein System, in dem der Staat nicht mehr privaten Interessen folgt, sondern dem Gemeinwohl.<\/p><p>Lasst uns gemeinsam ein neues Kapitel aufschlagen, das Kapitel eines souver&auml;nen, friedlichen und wohlhabenden Haitis. Es ist an der Zeit, eine Kultur des Dialogs zu schaffen, in unseren Stadtvierteln, in unseren Familien, in unseren Gemeinschaften. Dabei muss jede Stimme geh&ouml;rt werden, von den am st&auml;rksten Ausgegrenzten bis hin zu den einflussreichsten Personen. Wir k&ouml;nnen unsere Situation nicht &auml;ndern, wenn wir in Clans und &Uuml;berlebensb&uuml;ndnissen gefangen bleiben.<\/p><p>Heute appelliere ich an alle Haitianer: Denkt &uuml;ber die Machtspiele nach, denen ihr ausgesetzt seid, &uuml;ber die Kr&auml;fte, die von euren Spaltungen profitieren, &uuml;ber die aufgezwungenen Narrative. Lasst euch nicht in fremde K&auml;mpfe verwickeln. Seid einig, seid euch eures kollektiven Wertes bewusst, und lasst euch von niemandem den Kurs eurer Zukunft diktieren.<\/p><p>Lasst uns gemeinsam destruktive Energie in kreative Kraft umwandeln. Lassen wir nicht zu, dass Haiti zum Schauplatz fremder Interessen wird und auch nicht zur Beute derjenigen, die unser Land durch Spaltungen in die Knie zwingen wollen. Weigern wir uns, gegeneinander zu k&auml;mpfen aus Gr&uuml;nden, die nicht die unseren sind. Lasst uns stattdessen ein souver&auml;nes, widerstandsf&auml;higes Haiti aufbauen, in dem die W&uuml;rde eines jeden B&uuml;rgers geachtet wird, in dem die Stimme des Volkes geh&ouml;rt wird und in dem Gerechtigkeit, Bildung und Frieden die Grundlage einer freien und aufgekl&auml;rten Gesellschaft bilden.<\/p><p>Die Zukunft liegt in unseren H&auml;nden. Setzen wir der Manipulation ein Ende. Lassen wir uns nicht l&auml;nger zum Spielball einer Geschichte machen, die von anderen geschrieben wird. Lasst uns gemeinsam die Geschichte einer Nation schreiben, die sich erholt, die sich neu erfindet und die endlich die Werte der Einheit und des Respekts verk&ouml;rpert.<\/p><p>Der Wiederaufbau unseres Landes, das Wiedererlangen unserer Identit&auml;t und unserer W&uuml;rde beginnt heute, durch uns und f&uuml;r uns.<\/p><p>&Uuml;bersetzung: Elinor Winter, <a href=\"https:\/\/amerika21.de\/analyse\/272446\/haiti-chaos-instrument-kontrolle\">Amerika21.<\/a><\/p><p><small>Titelbild: Shutterstock \/ zmotions<\/small><\/p><div class=\"moreLikeThis\">\n<strong>Mehr zum Thema:<\/strong>\n<p><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=114108\">Haiti: Neokoloniales Scheitern und die &bdquo;ewige Bestrafung seiner W&uuml;rde&rdquo;<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=89230\">Aufstand in Haiti: Verzweiflung und Wut<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=74537\">Kuba &ndash; Haiti. 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