{"id":124810,"date":"2024-11-15T15:30:16","date_gmt":"2024-11-15T14:30:16","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=124810"},"modified":"2024-11-15T15:54:19","modified_gmt":"2024-11-15T14:54:19","slug":"nach-und-nach-wird-es-still","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=124810","title":{"rendered":"Nach und nach wird es still"},"content":{"rendered":"<p>In wenigen Tagen ist es wieder so weit: In unserer krisengesch&uuml;ttelten Republik beginnt die Adventszeit. &Uuml;berall &ouml;ffnen Weihnachtsm&auml;rkte zur Freude der Menschen. Selbstverst&auml;ndlich darf an diesen festlichen Orten die Musik nicht fehlen. Doch seit Jahren, und dieses Jahr erneut, ist diese Idylle getr&uuml;bt, und zwar wie so oft aus monet&auml;ren Gr&uuml;nden. Die bisher allzu m&auml;chtige Gesellschaft f&uuml;r musikalische Auff&uuml;hrungs- und mechanische Vervielf&auml;ltigungsrechte (GEMA) fordert viel zu hohe Geb&uuml;hren, klagen die Marktorganisatoren, die damit vor gro&szlig;en Problemen stehen. Auch an anderen Orten gesellschaftlicher Teilhabe droht wom&ouml;glich Stille einzukehren, zum Beispiel in Tanzschulen. Es ist Zeit, die gierige, uneinsichtige Verwertungsgesellschaft zur&uuml;ckzupfeifen. Ein Zwischenruf von <strong>Frank Blenz<\/strong>.<br>\n<!--more--><br>\n<strong>Der Christkindlesmarkt steht symbolisch f&uuml;r viele M&auml;rkte im Land<\/strong><\/p><p>Stellen Sie sich den N&uuml;rnberger Christkindlesmarkt mal ohne Musik vor. Diese Stille sollte beinah wirklich einkehren &ndash; wegen heftig ausfallender Geb&uuml;hren, erhoben von der GEMA. Der davon bedrohte Christkindlesmarkt steht im &Uuml;brigen symbolisch f&uuml;r die vielen M&auml;rkte in unserem Land, die die GEMA allesamt auf dem Schirm hat. Zum N&uuml;rnberger Markt geh&ouml;rt unbedingt eine B&uuml;hne, sie ist ein kultureller Reichtum, ein Muss. In N&uuml;rnberg sorgen dieses Jahr an die 90 Ch&ouml;re &ndash; Kinder-, Erwachsenen- und Posaunench&ouml;re &ndash; f&uuml;r eine einzigartige Stimmung und f&uuml;r viel Musik. Nebenbei: All diese Darbietungen sind freiwillig. Eine Bezahlung gibt es nicht, ist aus der Stadtverwaltung zu erfahren. Soll hei&szlig;en, dass kein finanzieller Beweggrund der Akteure besteht, kein monet&auml;rer Vorteil. Doch was schert das die GEMA, die will 30.000 Euro sehen, was vonseiten der Stadt N&uuml;rnberg auf Widerstand st&ouml;&szlig;t:<\/p><blockquote><p>\n<em>Nicht &bdquo;nachvollziehbar&rdquo;: Stadt N&uuml;rnberg &uuml;bt heftige Kritik an GEMA wegen Christkindlesmarkt. Diese Entscheidung habe auch &bdquo;erhebliche Auswirkungen&ldquo; auf den N&uuml;rnberger Christkindlesmarkt, hei&szlig;t es aus dem Rathaus. Bei Anwendung des aktuellen Tarifs m&uuml;ssten die Veranstalter des Christkindlesmarkts demnach eine Geb&uuml;hr von nahezu 30.000 Euro entrichten. N&uuml;rnbergs Wirtschafts- und Wissenschaftsreferentin Dr. Andrea Heilmaier &auml;u&szlig;erte deutliche Kritik am Vorgehen der GEMA. &bdquo;Das Vorgehen der GEMA ist weder nachvollziehbar noch kooperativ. Nat&uuml;rlich setzen wir uns f&uuml;r eine faire Verg&uuml;tung der K&uuml;nstlerinnen und K&uuml;nstler ein, aber auch kommunale Veranstalter brauchen eine tragbare Geb&uuml;hrenstruktur, unabh&auml;ngig von ihrer Gr&ouml;&szlig;e&ldquo;, so Heilmann. Diese Haltung der GEMA schade den Veranstaltern und B&uuml;rgern. &bdquo;Wir werden daher weitere Schritte pr&uuml;fen, wie vollst&auml;ndig GEMA-freie Musik. Hier w&uuml;rde die GEMA dann gar keine Geb&uuml;hren mehr erhalten&ldquo;, so die Ank&uuml;ndigung.<\/em>\n<\/p><\/blockquote><p><strong>Die Sturheit der Verwertungsgesellschaft wird noch belohnt<\/strong><\/p><p>Das Problem &bdquo;Geb&uuml;hrenh&ouml;he&ldquo; besteht landesweit, doch selbst der Deutsche St&auml;dtetag, immerhin Vertreter unserer Kommunen, bei&szlig;t auf GEMA-Granit:<\/p><blockquote><p>\n<em>Nach &bdquo;intensiven Verhandlungsbem&uuml;hungen&ldquo; der Bundesvereinigung der Musikveranstalter (BVMV) und des Deutschen St&auml;dtetags mit der GEMA, um eine Geb&uuml;hrenregelung f&uuml;r kommunale Weihnachtsm&auml;rkte, hatte sich im September 2024 &bdquo;keine Bereitschaft&rdquo; seitens der GEMA gezeigt, einen eigenen Tarif f&uuml;r Weihnachtsm&auml;rkte zu etablieren.<\/em>\n<\/p><\/blockquote><p>Die Sturheit der Verwertungsgesellschaft wird schlie&szlig;lich sogar noch belohnt. Dass ein Sponsor &bdquo;einspringt&ldquo;, damit es wie verlangt in der GEMA-Kasse ordentlich klingelt, wird, wie ich finde, fatalistisch gefeiert:<\/p><blockquote><p>\n<em>Im Streit um die hohen GEMA-Geb&uuml;hren f&uuml;r Weihnachtsm&auml;rkte kommt dem N&uuml;rnberger Christkindlesmarkt jetzt ein Sponsor zu Hilfe: Um die Kosten des Rechteverwerters auf ein &bdquo;f&uuml;r die Stadt ertr&auml;gliches Ma&szlig; zu reduzieren&ldquo;, unterst&uuml;tze Lebkuchen Schmidt, zugleich seit dem vergangenen Jahr Hauptf&ouml;rderer des Markts, das B&uuml;hnenprogramm mit einem Gro&szlig;teil der anfallenden Kosten. Das hat die Stadt N&uuml;rnberg am Dienstag (12. November 2024) verk&uuml;ndet. Somit werde es am Christkindlesmarkt auch in diesem Jahr wieder ein <\/em>B&uuml;hnenprogramm mit bekannten Weihnachtsliedern geben.<br>\n(Quelle: <a href=\"https:\/\/www.infranken.de\/lk\/nuernberg\/ausflug\/nuernberger-christkindlesmarkt-traditionsunternehmen-rettet-weihnachtslieder-nach-gema-zoff-art-5918768\">Infranken.de<\/a>)\n<\/p><\/blockquote><p><strong>Der Trick mit der &bdquo;Gesamtfl&auml;che&ldquo;<\/strong><\/p><p>Ganz im Gegensatz zu der Behauptung, ja Anma&szlig;ung der Berliner Institution mit Monopolstellung, dass die Gesamtfl&auml;che eines Marktes f&uuml;r die Geb&uuml;hrenerhebung ma&szlig;geblich (und somit berechtigt) sei, m&ouml;chte ich am Beispiel der B&uuml;hne in N&uuml;rnberg entschieden anders argumentieren. Die direkt vor der Kirche aufgebaute B&uuml;hne ist keine gro&szlig;e. Sie wird auch nicht mit einer wuchtigen Beschallungsanlage betrieben. Ich stand im vergangenen Jahr mitten im Publikum auf der eher kleinen Freifl&auml;che um die B&uuml;hne herum. Dieser Bereich ma&szlig; gesch&auml;tzt etwa f&uuml;nf Prozent des gesamten Christkindlesmarktes! Ich entfernte mich vom B&uuml;hnenbereich, schlenderte &uuml;ber den Markt und h&ouml;rte vom B&uuml;hnenprogramm nichts mehr. Von Vollbeschallung f&uuml;r das gesamte Publikum konnte keine Rede sein. Und doch soll der gesamte Platz berechnet werden? Ich beobachte, dass ein Monopolist genauso denkt, auch wenn St&auml;dte damit gezwungen werden, auf Musik zu verzichten:<\/p><blockquote><p>\n<em>Gesamte Fl&auml;che bestimmt H&ouml;he der GEMA-Geb&uuml;hren. Die Kosten f&uuml;r Musik auf Weihnachtsm&auml;rkten berechnet die Gesellschaft f&uuml;r musikalische Auff&uuml;hrungs- und mechanische Vervielf&auml;ltigungsrechte, kurz Gema, bereits seit 2011 anhand der Gr&ouml;&szlig;e der gesamten Veranstaltungsfl&auml;che. Laut Gema hatten einige Weihnachtsm&auml;rkte in der Vergangenheit die Gr&ouml;&szlig;en dieser Fl&auml;chen falsch angegeben. Deshalb wurde in vielen F&auml;llen nachgemessen, was zur Kostensteigerung in einigen St&auml;dten f&uuml;hrte. Deshalb wurde bereits im vergangenen Jahr vielerorts auf Musik verzichtet.<\/em><br>\n<em>(Quelle: <a href=\"https:\/\/www.ndr.de\/nachrichten\/niedersachsen\/Weihnachtsmarkt-Weniger-Musik-geplant-wegen-Lizenzen,weihnachtsmarkt1708.html\">NDR<\/a>)<\/em>\n<\/p><\/blockquote><p><strong>Wie in N&uuml;rnberg, so auch anderswo<\/strong><\/p><p>Ein Computerbildschirmfoto macht deutlich, dass das N&uuml;rnberger Drama auch in anderen Kommunen aktuell ist:<\/p><div class=\"imagewrap\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/241115-google-results.png\" alt=\"\" title=\"\"><\/div><p><strong>Weiteres Kulturgut von Kulturverwerter bedroht: Tanzschulen<\/strong><\/p><p>Tanzschulen sind ebenfalls Andockstationen der GEMA &ndash; und geraten wom&ouml;glich demn&auml;chst weiter in Schieflage, denn die Geb&uuml;hrenlast ist schon jetzt enorm. Ein Beispiel aus Berlin: <\/p><blockquote><p>\n<em>Berlins Tanzschulen kommen ins Schwitzen &ndash; die GEMA will ab dem n&auml;chsten Jahr mehr Geb&uuml;hren kassieren. &bdquo;Wir zahlen j&auml;hrlich schon einen hohen f&uuml;nfstelligen Betrag&ldquo;, sagt Sebastian Keller (37) von der renommierten Tanzschule Dieter Keller in Steglitz. Die Musikrechte-Gesellschaft GEMA hat in Deutschland eine Monopolstellung, legt die Preise f&uuml;r die Nutzung der Musik fest. Die Abgabe, die Sebastian Keller zahlt, berechnete sich bisher nach der Gr&ouml;&szlig;e der Tanzfl&auml;che. &bdquo;Doch zuk&uuml;nftig wollen sie 4,5 Prozent von unserem Netto-Umsatz haben. Das w&auml;re noch einmal deutlich mehr als bisher&ldquo;, sagt er. &bdquo;Das ist ein Unding. Das k&ouml;nnen wir niemals auffangen, selbst wenn wir die Preise f&uuml;r die Tanzkurse erh&ouml;hen werden. Denn je mehr Umsatz, desto h&ouml;her die Abgabe.&ldquo; Um die drohenden Mehrkosten aufzufangen, werden die Preise f&uuml;r Tanzkurse und &Uuml;bungspartys ab 2025 deutlich angehoben werden m&uuml;ssen, sonst kann keine Tanzschule &uuml;berleben.<\/em>\n<\/p><\/blockquote><p><strong>20 Euro mehr f&uuml;r einen Kurs w&auml;ren dann zu viel f&uuml;r einige Teilnehmer<\/strong><\/p><p>Die Tanzschule in Steglitz steht wie der Christkindlesmarkt in N&uuml;rnberg symbolisch f&uuml;r eine abgehobene Praxis und f&uuml;r gierige Geldeintreibung. Tanzlehrer Keller rechnet vor:<\/p><blockquote><p>\n<em>Ein Kurs f&uuml;r Erwachsene kostet in der Tanzschule Keller 77 Euro, f&uuml;r Kinder- und Jugendliche 57 Euro. Daf&uuml;r k&ouml;nnen sie oft tanzen kommen, wie sie wollen. &bdquo;Ich rechne mit 20 Euro mehr pro Kurs&ldquo;, sagt Keller. Das aber will er unbedingt vermeiden.<\/em><\/p>\n<p>&bdquo;<em>Wir wollen, dass Tanzen allen zug&auml;nglich bleibt und nicht, dass es nur den K&ouml;nigskindern vorbehalten ist&ldquo;, sagt Sebastian Keller. &bdquo;Wir haben eine gesellschaftliche Verpflichtung. W&uuml;rde es die Tanzschulen nicht mehr geben, w&uuml;rde ein kulturelles Gut wegfallen.&ldquo;<\/em>\n<\/p><\/blockquote><p><strong>Gegenwind kommt auf: Eine Petition f&uuml;r eine Reform der GEMA<\/strong><\/p><p>Die Deutsche Tanzschulinhaber Vereinigung hat in diesem Herbst eine <a href=\"https:\/\/bdt-ev.de\/aktuell\/petition-fuer-eine-reform-der-tarifstruktur-und-vertragspraxis-der-gema\">Petition &bdquo;Reform der Tarifstruktur und Vertragspraxis der GEMA\/verbesserte Kontrolle durch das Deutsche Patent- und Markenamt vom 24.09.2024&ldquo;<\/a> eingereicht. Deutlich sprechen die Initiatoren die inakzeptable Lage an, allen voran die eigenwillige wie fragw&uuml;rdige Praxis der GEMA:<\/p><blockquote><p>\n<em>Mit der vorliegenden Petition m&ouml;chten wir den Gesetzgeber darauf aufmerksam machen, dass die GEMA ihre Monopolstellung gegen&uuml;ber den auf die Musiknutzung zu angemessenen Bedingungen angewiesenen Verb&auml;nden vors&auml;tzlich und konsequent missbraucht und dass die vom Gesetzgeber zur Kontrolle der Verwertungsgesellschaften eingesetzte Aufsichtsbeh&ouml;rde beim Deutschen Patent- und Markenamt (DPMA) seiner Aufgabe nicht nachkommt. Die GEMA hat den Pfad der jahrelang praktizierten, vertrauensvollen Zusammenarbeit und Partnerschaft verlassen und versucht nun, den Nutzern ihre Bedingungen unter Androhung gerichtlicher Schritte zu diktieren. Ihr Ziel ist es offensichtlich, die Verb&auml;nde (Nutzervereinigungen) zu umgehen und m&ouml;glichst auszuschalten, um mit den Endnutzern einzeln nach ihren Konditionen abrechnen zu k&ouml;nnen, wobei die bisherigen Pauschalvertr&auml;ge mit den Verb&auml;nden wegfallen sollen.<\/em>\n<\/p><\/blockquote><p>Die Liste der in der Petition formulierten Reformforderungen ist wichtig und &uuml;berf&auml;llig.<\/p><ol>\n<li><em>Verhinderung des Missbrauchs der Tarifhoheit durch die GEMA<\/em><\/li>\n<li><em>Pauschalvertr&auml;ge statt Einzellizenzierung<\/em><\/li>\n<li><em>Erhalt der Gesamtvertragspartnerschaften<\/em><\/li>\n<li><em>Gleichstellung aller Lizenznehmer durch Ver&ouml;ffentlichung der Pauschalvertr&auml;ge<\/em><\/li>\n<li><em>Abschaffung des Tarifs VR-&Ouml;<\/em><\/li>\n<li><em>Abschaffung der GEMA-Vermutung<\/em><\/li>\n<li><em>Bessere und aktive Kontrolle durch das DPMA<\/em><\/li>\n<\/ol><p>Wissen Sie, was die GEMA-Vermutung ist? Veranstalter und Musiker, die durchweg eigene, GEMA-freie Werke auff&uuml;hren, wissen davon ein Lied zu singen. Und ja, es ist unbedingt beizupflichten, diese anma&szlig;ende Vermutung einschlie&szlig;lich der &bdquo;Beweisumkehr&ldquo; abzuschaffen:<\/p><blockquote><p>\n<em>Die sogenannte GEMA-Vermutung besagt, dass davon auszugehen ist, dass bei Musiknutzungen grunds&auml;tzlich GEMA-gesch&uuml;tzte Musik verwendet wird, was den Veranstalter zwingt, das Gegenteil zu beweisen. Angesichts der zunehmenden Nutzung von Creative Commons Werken und der Ver&ouml;ffentlichung von GEMA-freier Musik durch junge Urheber sowie der aktuellen Entwicklung im Bereich der k&uuml;nstlichen Intelligenz (KI), die zeigt, dass KI-generierte Musikwerke einen immer gr&ouml;&szlig;eren Anteil der Musiklandschaft einnehmen, ist diese Regelung nicht mehr zeitgem&auml;&szlig;. KI-komponierte Musik wird oft ohne Nutzung traditioneller Musikrechte erstellt und ver&ouml;ffentlicht, was die GEMA-Vermutung weiter infrage stellt.<\/em><br>\n<em>(Quelle: <a href=\"https:\/\/bdt-ev.de\/aktuell\/petition-fuer-eine-reform-der-tarifstruktur-und-vertragspraxis-der-gema\">bdt-ev<\/a>)<\/em>\n<\/p><\/blockquote><p><strong>Nachtrag: <\/strong>Musikschaffende und Texter m&uuml;ssen verg&uuml;tet werden, wenn ihre Werke &ouml;ffentlich aufgef&uuml;hrt werden, ja. Die gegenw&auml;rtige Praxis bezeichne ich aber als ma&szlig;lose und uneinsichtige Eintreibung von Geldern, was in dieser H&ouml;he nicht gerecht ist. Im Gegenteil, &uuml;berall wird hingelangt. Die Fantasie, vorstellig zu werden und &uuml;ppige Geb&uuml;hren auf abenteuerlichen Berechnungsgrundlagen zu verlangen, ist bei den Profis der Verwertungsgesellschaft sehr ausgepr&auml;gt. Ein Lied davon k&ouml;nnen nicht nur Betreiber von M&auml;rkten, Tanzschulen, Kinderg&auml;rten sowie die Kirchen singen, ja auch bei privaten Feiern lauscht die gro&szlig;e GEMA an der T&uuml;r und h&auml;lt die Hand auf.<\/p><p>Wenn aber ihre Forderungen so umfassend und so hoch sind, dass letztlich vielleicht gar keine Musik mehr erklingt, kein Tanzbein geschwungen wird, dann ist auch den Musikschaffenden, den Mandanten der GEMA nicht geholfen.<\/p><p><strong>Information: <\/strong>Die &bdquo;Gesellschaft f&uuml;r musikalische Auff&uuml;hrungs- und mechanische Vervielf&auml;ltigungsrechte&rdquo; (GEMA) ist eine deutsche Verwertungsgesellschaft. Diese ist f&uuml;r die Durchsetzung der Urheberrechte von mehr als 90.000 Mitgliedern und etwa zwei Millionen Mandanten im Ausland, Komponisten, Textdichter, Musikverleger sowie ihrer Rechtsnachfolger verantwortlich. Die GEMA kontrolliert, wann und wo in der &Ouml;ffentlichkeit urheberrechtlich gesch&uuml;tzte Werke gespielt werden und fordert daf&uuml;r Geb&uuml;hren ein.<\/p><p><small>Titelbild: Oksana Yermoshenko\/shutterstock.com<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In wenigen Tagen ist es wieder so weit: In unserer krisengesch&uuml;ttelten Republik beginnt die Adventszeit. &Uuml;berall &ouml;ffnen Weihnachtsm&auml;rkte zur Freude der Menschen. Selbstverst&auml;ndlich darf an diesen festlichen Orten die Musik nicht fehlen. Doch seit Jahren, und dieses Jahr erneut, ist diese Idylle getr&uuml;bt, und zwar wie so oft aus monet&auml;ren Gr&uuml;nden. Die bisher allzu m&auml;chtige<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=124810\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":124811,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[165,917],"tags":[3519,1678,1216,1310,1140],"class_list":["post-124810","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-innen-und-gesellschaftspolitik","category-kultur-und-kulturpolitik","tag-gema","tag-kuenstler","tag-petitionen","tag-sponsoring","tag-urheberrecht"],"jetpack_featured_media_url":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/Shutterstock_2513512887.jpg","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/124810","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=124810"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/124810\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":124839,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/124810\/revisions\/124839"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/124811"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=124810"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=124810"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=124810"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}