{"id":125112,"date":"2024-11-22T09:02:40","date_gmt":"2024-11-22T08:02:40","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=125112"},"modified":"2024-11-22T14:27:52","modified_gmt":"2024-11-22T13:27:52","slug":"ein-kind-wird-kommen-an-der-a2-rasthof-marienborn-sued","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=125112","title":{"rendered":"Ein Kind wird kommen \u2013 An der A2, Rasthof Marienborn S\u00fcd"},"content":{"rendered":"<p>Im zu Ende gehenden Jahr wurden bundesweit 23 Kliniken f&uuml;r immer zugemacht &ndash; mindestens. 90 weitere sind akut in ihrer Existenz bedroht. Dramatisch ist der Schwund bei der Geburtshilfe. In 30 Jahren haben sich die Kapazit&auml;ten mehr als halbiert. Der Gesundheitsminister will gegensteuern, mit &bdquo;Kompetenzverb&uuml;nden&ldquo;, w&auml;hrend seine Krankenhausreform die Versorgungslandschaft um Hunderte Standorte lichten soll. Eine Weihnachtsgeschichte, die im Stra&szlig;engraben endet. Von <strong>Ralf Wurzbacher<\/strong>.<\/p><p><em>Dieser Beitrag ist auch als Audio-Podcast verf&uuml;gbar.<\/em><br>\n<!--more--><br>\n<\/p><div class=\"powerpress_player\" id=\"powerpress_player_9518\"><!--[if lt IE 9]><script>document.createElement('audio');<\/script><![endif]-->\n<audio class=\"wp-audio-shortcode\" id=\"audio-125112-1\" preload=\"none\" style=\"width: 100%;\" controls=\"controls\"><source type=\"audio\/mpeg\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/241122-Kind-wird-an-A2-kommen-NDS.mp3?_=1\"><\/source><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/241122-Kind-wird-an-A2-kommen-NDS.mp3\">https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/241122-Kind-wird-an-A2-kommen-NDS.mp3<\/a><\/audio><\/div><p class=\"powerpress_links powerpress_links_mp3\">Podcast: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/241122-Kind-wird-an-A2-kommen-NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_pinw\" target=\"_blank\" title=\"Play in new window\" onclick=\"return powerpress_pinw('https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?powerpress_pinw=125112-podcast');\" rel=\"nofollow\">Play in new window<\/a> | <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/241122-Kind-wird-an-A2-kommen-NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_d\" title=\"Download\" rel=\"nofollow\" download=\"241122-Kind-wird-an-A2-kommen-NDS.mp3\">Download<\/a><\/p><p>Man stelle sich Karl Lauterbach (SPD) als Frau vor &ndash; Karlotta &ndash;, der es verg&ouml;nnt w&auml;re, ein Kind zu empfangen. Dann der Tag der Niederkunft, die Fruchtblase geplatzt, alles muss schnell gehen. Aber: keine Geburtsklinik weit und breit. Karlotta, von Wehen gekr&uuml;mmt auf der R&uuml;ckbank des Autos wimmernd, am Steuer ihr Gatte &ndash; nennen wir ihn Josef &ndash;, schwei&szlig;gebadet und am Rande des Nervenzusammenbruchs. Das Krankenhaus vor Ort: vor zwei Jahren dichtgemacht. Das in der n&auml;chsten Kreisstadt: kein Krei&szlig;saal. Das &uuml;bern&auml;chste, 50 Kilometer weg: Personalmangel. Man ahnt, wie die Sache ausgeht &hellip;<\/p><p>Noch sind sie eine Seltenheit: Notgeburten auf halber Strecke zum Hospital. Vor fast einem Jahr zum Beispiel gebar eine Frau ihr Baby auf dem Seitenstreifen der Autobahn 99 bei M&uuml;nchen, unter Mithilfe ihres Mannes, <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/muenchen\/ebersberg\/muenchen-a99-geburt-ebersberg-autobahn-1.6317468\">&bdquo;gl&uuml;cklicherweise Arzt&ldquo;<\/a>, der kurzerhand als Hebamme einsprang. Oder im Sommer 2023 in Norddeutschland: Weil gleich vier Standorte in Bremen sie nicht aufnehmen konnten, wurde eine Frau in den Wehen ins <a href=\"https:\/\/taz.de\/Verlegungen-von-werdenden-Muettern\/!5950088\/\">fast 80 Kilometer entfernte Vechta<\/a> verfrachtet, wo die Geburt schlie&szlig;lich erfolgreich vonstattenging.<\/p><p><strong>Krei&szlig;s&auml;le im Schwund<\/strong><\/p><p>Die Dinge enden nicht immer so glimpflich. Dabei werden sich solche F&auml;lle h&auml;ufen. Am Mittwoch machte das &bdquo;B&uuml;ndnis Klinikrettung&ldquo; im Rahmen einer Videokonferenz neue <a href=\"https:\/\/www.gemeingut.org\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/1_Bilanz-Krankenhausschliessungen2024_Buendnis-Klinikrettung.pdf\">Zahlen zum allgemeinen Kliniksterben<\/a> publik. 2024 gingen in bis dato 23 H&auml;usern f&uuml;r immer die Lichter aus, und noch ist das Jahr nicht vorbei. Dazu wurde vielerorts der Betrieb einzelner Fachabteilungen eingestellt &ndash; darunter allein 13 Geburtshilfestationen, ein Bereich, &bdquo;der schon seit Jahren dramatisch ausged&uuml;nnt worden ist&ldquo;, wie es seitens der Initiative hei&szlig;t. So habe sich die Anzahl der Krei&szlig;s&auml;le &bdquo;in den letzten 30 Jahren mehr als halbiert&ldquo;, nur noch ein Drittel der Krankenh&auml;user k&ouml;nne Geb&auml;rende versorgen.<\/p><p>Offensichtlich rentiert es sich nicht mehr, Kinder zur Welt zu bringen &ndash; f&uuml;r ein sogenanntes Gesundheitssystem, das einzig entlang betriebswirtschaftlicher Parameter tickt. Wirft die Babystation keinen Gewinn ab oder macht sie gar Verluste, dann wird abgewickelt, dann hat es sich ausgewickelt. So einfach ist das. Der Bundesgesundheitsminister nahm dieser Tage Empfehlungen f&uuml;r eine Reform der Geburtshilfe durch die Regierungskommission Krankenh&auml;user in Empfang. Richten sollen es demnach <a href=\"https:\/\/www.aerzteblatt.de\/nachrichten\/155723\/Gutachten-sieht-Kompetenzverbuende-fuer-bessere-Geburtshilfe-vor\">&bdquo;perinatalmedizinische Kompetenzverb&uuml;nde&ldquo;<\/a>, um so die Betreuung von Schwangeren, insbesondere Risikopatientinnen zu verbessern und Komplikationen bei der Geburt zu reduzieren. Das klingt innovativ, wird aber den massiven Kahlschlag in der Breite der Versorgungslandschaft nicht wettmachen. Wo kein Krei&szlig;saal mehr ist, wird auch kein neuer dadurch entstehen, dass sich einzelne Standorte zusammenschlie&szlig;en. Bestenfalls wird der Schwund gebremst.<\/p><p><strong>Kahlschlag politisch gewollt<\/strong><\/p><p>Dabei ist die Lage schon jetzt dramatisch, wie Lauterbach selbst einr&auml;umen musste. In den vergangenen Jahren sind in Deutschland im Schnitt drei von 1.000 Lebendgeborenen gestorben. Damit rangiert die eigentlich so reiche BRD unter dem EU-Mittel hinter einer ganzen Reihe anderer europ&auml;ischer Staaten. &bdquo;Das ist best&uuml;rzend. Wir haben wenige Kinder, und diese Kinder sollten sicher und gut geboren werden&ldquo;, bekundete Lauterbach. Und was unternimmt er? Mit seiner &bdquo;gro&szlig;en Krankenhausreform&ldquo; drohen nicht nur Hunderte mehr Kliniken von der Landkarte zu verschwinden, davon freilich auch solche mit Geburtsstation. Die Flurbereinigung ist sogar ausdr&uuml;cklich gewollt. Erst vor einem Monat hatte Lauterbach der <em>Bild<\/em> wieder gesagt: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/krankenhausreform-karl-lauterbach-erwartet-klinik-sterben-in-den-naechsten-zehn-jahren-a-76d34216-38a0-46be-8feb-bd2e2a073391\">&bdquo;Es ist ganz klar, dass wir in zehn Jahren sp&auml;testens ein paar Hundert Krankenh&auml;user weniger haben werden&ldquo;<\/a>, weil &bdquo;daf&uuml;r haben wir nicht den medizinischen Bedarf&ldquo;.<\/p><p>Nach einer durch sein Ministerium selbst in Auftrag gegebenen Analyse k&ouml;nnten in Zukunft nicht weniger als 358 Krankenh&auml;user zu sogenannten <a href=\"https:\/\/www.aerzteblatt.de\/nachrichten\/143653\/Krankenhausreform-Rund-350-Kliniken-koennten-dem\">Level-1i-Standorten<\/a> degradiert werden, die &bdquo;station&auml;re Leistungen der interdisziplin&auml;ren Grundversorgung wohnortnah mit ambulanten fach&auml;rztlichen Leistungen als auch mit medizinisch-pflegerischen Leistungen&ldquo; verbinden sollen. F&uuml;r Kritiker w&auml;ren das faktisch keine Krankenh&auml;user mehr beziehungsweise st&uuml;nden sie ganz oben auf der Abschussliste. Der Minister findet das alles prima, denn <a href=\"https:\/\/x.com\/Karl_Lauterbach\/status\/1135874165599285249\">&bdquo;jeder wei&szlig;, dass wir in Deutschland mindestens jede dritte, eigentlich jede zweite, Klinik schlie&szlig;en sollten&ldquo;<\/a>, wie er 2019 freim&uuml;tig bekannte, als er noch SPD-Abgeordneter war.<\/p><p><strong>Investoren &uuml;berversorgt<\/strong><\/p><p>Tats&auml;chlich sind &bdquo;jeder&ldquo; ein paar wenige einschl&auml;gige Gesundheits&ouml;konomen, die als Lobbyisten der gro&szlig;en Klinikkonzerne seit Jahr und Tag das Lied von der &bdquo;&Uuml;berversorgung&ldquo; singen. Dabei wird hierzulande tats&auml;chlich &bdquo;&uuml;berversorgt&ldquo;, etwa in Gestalt j&auml;hrlich Zigtausender medizinisch zweifelhafter, aber lukrativer H&uuml;ft-, Kniegelenks- und Wirbels&auml;ulenoperation. <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=89282\">&bdquo;Da sind wir tats&auml;chlich mehrfache Weltmeister&ldquo;<\/a>, befand der ehemalige Chefarzt Thomas Strohschneider im Interview mit den <em>NachDenkSeiten<\/em> zu seinem Buch &bdquo;Krankenhaus im Ausverkauf&ldquo;. Echte Unterversorgung zeigt sich dagegen dann, wenn es gef&auml;hrlich wird, wenn &Auml;rzte und Kliniken nicht mehr wohnortnah zu erreichen sind, am Mangel an Betten, &Auml;rzten, Pflegerinnen, Medikamenten &ndash; alles Kennzeichen des deutschen Gesundheitswesens.<\/p><p>Es geht um die Grundsatzfrage: Sollen Krankenh&auml;user Profitmaximierungsanstalten sein? Dann stimmt die Rechnung der Neoliberalen, dass ein breit aufgestelltes System zu &bdquo;teuer&ldquo; und &bdquo;ineffektiv&ldquo; ist, weil es die Umverteilung zugunsten der Big Player hemmt. Oder sollen Krankenh&auml;user den Menschen dienen und fl&auml;chendeckend Kapazit&auml;ten vorhalten, die viel Geld kosten k&ouml;nnen und m&uuml;ssen, aber keine Investoren reich machen? Lauterbach hatte seine Wahl sp&auml;testens 2003 mit den in seiner Mitverantwortung eingef&uuml;hrten Fallpauschalen (Diagnosis Related Group &ndash; DRG) getroffen, womit die Kommerzialisierung und Privatisierung der Krankenh&auml;user ma&szlig;geblich vorangetrieben wurde. Die DRGs bescheren vor allem gro&szlig;en und spezialisierten H&auml;usern Gewinne, w&auml;hrend sie den kleinen die Substanz rauben. Die Konsequenz: 40 Prozent der Allgemeinkrankenh&auml;user geh&ouml;ren inzwischen privaten Tr&auml;gern, 31,5 Prozent gemeinn&uuml;tzigen und nur noch 28,5 Prozent der &ouml;ffentlichen Hand. 1991 verwaltete der Staat noch fast die H&auml;lfte aller Kliniken.<\/p><p><strong>Kalte Flurbereinigung<\/strong><\/p><p>Die nun geplante sachte Abkehr vom DRG-System, erg&auml;nzt durch flankierende Vorhaltepauschalen, ist kaum mehr als eine Beruhigungspille, die von der mit noch mehr Wucht forcierten Zentralisierung zum Vorteil der Platzhirsche ablenken soll. Kernst&uuml;ck der Pl&auml;ne ist eine st&auml;rkere medizinische Spezialisierung. Vor allem kleinere H&auml;user sollen in Zukunft weniger Leistungen anbieten und gr&ouml;&szlig;ere Eingriffe den Gro&szlig;en &uuml;berlassen. Das wird die Pleitewelle, insbesondere in l&auml;ndlichen Regionen, noch befeuern. Wirklich glaubhaft wirken deshalb auch die Einlassungen des Ministers nicht, mit seiner Reform der Dynamik Einhalt gebieten zu wollen. Ihn st&ouml;rt angeblich, dass der Aderlass so ungeordnet vonstatten geht, w&auml;hrend er lieber nach Plan plattmachen will. Seinen &bdquo;Kummer&ldquo; muss man ihm trotzdem nicht abnehmen. Was sollte er dagegen haben, dass sich die Arbeit einstweilen wie von selbst erledigt?<\/p><p>Nach den am Mittwoch vorgelegten Zahlen wurden in den zur&uuml;ckliegenden f&uuml;nf Jahren bundesweit &uuml;ber 90 Kliniken dichtgemacht. 2023 bildete den vorl&auml;ufigen H&ouml;hepunkt mit 25 Abwicklungen. 2024 waren es bisher zwei weniger. Leidtragende sind neben der &ouml;rtlichen Bev&ouml;lkerung insgesamt 5.000 Besch&auml;ftigte, wobei der Gro&szlig;teil der Arbeitspl&auml;tze in der Regel wegf&auml;llt und nur in &bdquo;manchen F&auml;llen&ldquo; eine Alternative vor Ort Abhilfe schafft. Eigentlich verspricht Lauterbach f&uuml;r alle geschlossenen H&auml;user Ersatzl&ouml;sungen, sogar mit qualitativen Verbesserungen in der Breite. Das &bdquo;B&uuml;ndnis Klinikrettung&ldquo; hatte dies zu Jahresanfang durch <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=114200\">Recherchen<\/a> widerlegt. &bdquo;Bei 77 Prozent der untersuchten Schlie&szlig;ungen gingen die Betten vollst&auml;ndig verloren, nur in f&uuml;nf Prozent der F&auml;lle wurden alle Betten erhalten &ndash; aber nicht vor Ort.&ldquo; In einem Drittel der F&auml;lle sei die Versorgung &bdquo;komplett&ldquo; weggefallen. Nach diesem Muster geht es weiter. Auf kurze Sicht st&uuml;nden allein 90 weitere Standorte &bdquo;akut&ldquo; auf der Kippe, warnten die Aktivisten.<\/p><p><strong>Reform auf der Kippe<\/strong><\/p><p>Auch die B&uuml;rger haben ihre Wahl getroffen. In einer durch die Aktivisten beim Civey-Institut in Auftrag gegebenen Umfrage pl&auml;dieren &uuml;ber <a href=\"https:\/\/www.gemeingut.org\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/Pressekonferenz_KHVVG_20.10.24_Pressemappe.pdf\">85 Prozent der Teilnehmer f&uuml;r eine gemeinn&uuml;tzige Ausrichtung<\/a> von Krankenh&auml;usern. Nur knapp sechs Prozent bef&uuml;rworten die Gewinnorientierung. Zugleich rechnen mehr als 62 Prozent mit weiteren Verschlechterungen bei der medizinischen Versorgung infolge der Lauterbach-Reform. Lediglich 13,6 Prozent erwarten eine Verbesserung.<\/p><p>Der Gesundheitsminister wird die Ergebnisse tunlichst &uuml;bersehen. Zumal er f&uuml;rchten muss, dass seinem Krankenhausversorgungsverbesserungsgesetz (KHVVG), dem Kern seiner Klinikreform, kurz vorm Zieleinlauf die Luft ausgeht. Nach dem Bruch der Ampel fehlen pl&ouml;tzlich die n&ouml;tigen Mehrheiten in Bund und L&auml;ndern, und die Union droht offen damit, die Vorlage scheitern zu lassen. Am heutigen Freitag befasst sich der Bundesrat mit dem Regelwerk. Mehrere L&auml;nder haben Widerstand angek&uuml;ndigt und wollen den Vermittlungsausschuss anrufen, darunter Baden-W&uuml;rttemberg, Bayern, Nordrhein-Westfalen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein, Th&uuml;ringen und wohl auch <a href=\"https:\/\/www.br.de\/nachrichten\/bayern\/laesst-bayern-die-krankenhausreform-im-bundesrat-scheitern,UUggJ8J\">Bayern<\/a>. F&uuml;r Spannung ist gesorgt.<\/p><p><strong>Gesundheit f&uuml;r alle<\/strong><\/p><p>M&uuml;sste das Gesetz noch einmal zur Inspektion, will CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt nicht mehr mitmachen. <a href=\"https:\/\/www.aerzteblatt.de\/nachrichten\/155776\/Union-will-Krankenhausreform-scheitern-lassen\">&bdquo;Die Vorstellung, dass man sich auf Basis eines verkorksten Lauterbach-Gesetzes auf Reparaturma&szlig;nahmen einigen k&ouml;nnte, die das Gesetz zustimmungsf&auml;hig machen, halte ich f&uuml;r nicht realistisch&ldquo;<\/a>, &auml;u&szlig;erte er sich zu Wochenbeginn. Bei den Klinikrettern w&auml;chst deshalb die Zuversicht. &bdquo;Stoppen Sie Lauterbachs Blindflug, schicken Sie das KHVVG zur Nachbesserung in den Vermittlungsausschuss&ldquo;, hei&szlig;t es in einem Appell mehrerer gesundheitspolitischer Verb&auml;nde an die Landesregierungen.<\/p><p>&bdquo;Das KHVVG in der derzeitigen Form darf nicht in Kraft treten!&ldquo;, betonte Arndt Dohmen, Sprecher vom B&uuml;ndnis &bdquo;Krankenhaus statt Fabrik&ldquo;, bei besagtem Pressetermin am Mittwoch. <\/p><blockquote><p>\n&bdquo;Was wir brauchen, ist eine Strukturreform, die f&uuml;r die Zukunft erm&ouml;glicht, was eigentlich selbstverst&auml;ndlich sein sollte: eine f&uuml;r alle Menschen gut erreichbare, durch Kooperation aller Akteure qualitativ hochwertige und nicht &ouml;konomischem Zwang unterworfene station&auml;re Behandlung f&uuml;r alle Menschen, egal wo sie wohnen und wie sie versichert sind.&ldquo;\n<\/p><\/blockquote><p>Das klingt fast wie Weihnachten. M&uuml;sste Karlotta nicht gerade im Stra&szlig;engraben geb&auml;ren, w&uuml;rde sie das bestimmt unterschreiben &hellip;<\/p><p><small>Titelbild: Katharina Greve<\/small><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/vg07.met.vgwort.de\/na\/712843b65d044736934278a26d77cf2c\" alt=\"\" title=\"\" height=\"1\" width=\"1\"><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im zu Ende gehenden Jahr wurden bundesweit 23 Kliniken f&uuml;r immer zugemacht &ndash; mindestens. 90 weitere sind akut in ihrer Existenz bedroht. Dramatisch ist der Schwund bei der Geburtshilfe. In 30 Jahren haben sich die Kapazit&auml;ten mehr als halbiert. 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