{"id":125232,"date":"2024-11-25T09:04:33","date_gmt":"2024-11-25T08:04:33","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=125232"},"modified":"2026-01-27T11:48:17","modified_gmt":"2026-01-27T10:48:17","slug":"die-presse-kritisiert-die-regierung-durchaus-wenn-nicht-schnell-genug-waffen-geliefert-werden","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=125232","title":{"rendered":"Die Presse kritisiert die Regierung durchaus \u2013 \u201ewenn nicht schnell genug Waffen geliefert werden!\u201c"},"content":{"rendered":"<p>Moralisierende Benennungen, eine Vermischung von Fakten und Meinung, Emotionalisierung, Personalisierung und: Feindbildaufbau! Das sind einige der Kritikpunkte an Medien, die die Politikwissenschaftlerin <strong>Renate Dillmann<\/strong> in ihrem neuen Buch &bdquo;Medien. Macht. Meinung. Auf dem Weg in die Kriegst&uuml;chtigkeit&ldquo; herausgearbeitet hat. Im NachDenkSeiten-Interview zeigt Dillmann auf, wie im Journalismus Informationen, etwa &uuml;ber die verwendete Sprache, nach Weltanschauung gelenkt werden. Ein Interview &uuml;ber die Verletzung redaktioneller Standards, Feindbilder und ein Publikum, das aus Sicht Dillmanns die Angebote alternativer Medien noch zu wenig nutzt. Das Interview f&uuml;hrte <strong>Marcus Kl&ouml;ckner<\/strong>.<\/p><p><em>Dieser Beitrag ist auch als Audio-Podcast verf&uuml;gbar.<\/em><br>\n<!--more--><br>\n<\/p><div class=\"powerpress_player\" id=\"powerpress_player_8740\"><!--[if lt IE 9]><script>document.createElement('audio');<\/script><![endif]-->\n<audio class=\"wp-audio-shortcode\" id=\"audio-125232-1\" preload=\"none\" style=\"width: 100%;\" controls=\"controls\"><source type=\"audio\/mpeg\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/241125-Interview-Kloeckner-Dillmann-NDS.mp3?_=1\"><\/source><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/241125-Interview-Kloeckner-Dillmann-NDS.mp3\">https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/241125-Interview-Kloeckner-Dillmann-NDS.mp3<\/a><\/audio><\/div><p class=\"powerpress_links powerpress_links_mp3\">Podcast: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/241125-Interview-Kloeckner-Dillmann-NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_pinw\" target=\"_blank\" title=\"Play in new window\" onclick=\"return powerpress_pinw('https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?powerpress_pinw=125232-podcast');\" rel=\"nofollow\">Play in new window<\/a> | <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/241125-Interview-Kloeckner-Dillmann-NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_d\" title=\"Download\" rel=\"nofollow\" download=\"241125-Interview-Kloeckner-Dillmann-NDS.mp3\">Download<\/a><\/p><p><strong>Marcus Kl&ouml;ckner: Frau Dillmann, gerade hat Donald Trump die US-Wahl gewonnen. Wie haben Sie die Berichterstattung vor der Wahl wahrgenommen?<\/strong><\/p><p><strong>Renate Dillmann<\/strong>: Die Perspektive der Berichterstattung in den deutschen Leitmedien war eindeutig: Schaffen Biden bzw. Harris es, eine zweite Pr&auml;sidentschaft Trumps zu verhindern? Sie war beherrscht vom Wunschdenken, dass die Demokraten gewinnen und dem Kapitalstandort Deutschland bzw. seiner EU eine erneute Pr&auml;sidentschaft Trumps erspart bleibt. Dessen &bdquo;America first!&ldquo;-Politik attackiert ja nicht nur China als &ouml;konomischen und politischen Rivalen, sondern auch bisherige Verb&uuml;ndete, insbesondere Deutschland. Den riesigen Handelsbilanz&uuml;berschuss Deutschlands und seine &ndash; im Vergleich zu den USA &ndash; niedrigen R&uuml;stungskosten fasste Trump 2017 in seiner bekannten Art zusammen: &bdquo;Germany is bad, very bad.&ldquo;<\/p><p><strong>Die Kritik an Deutschland durch die USA war ja sehr deutlich zu vernehmen, nicht nur von Trump.<\/strong><\/p><p>Der Vorwurf aus Washington lautet: Deutschland holt sich das Beste aus beiden Welten &ndash; billige Energie aus Russland und milit&auml;rische R&uuml;ckendeckung bzw. die Sicherung seiner global ausgreifenden Interessen durch die USA. Biden wollte das korrigieren durch die Beendigung von Nord Stream, durch die Einbindung Deutschlands in den Krieg gegen Russland, die Erh&ouml;hung der R&uuml;stungsausgaben in der NATO und die Beteiligung der BRD am Wirtschaftskrieg gegen Russland mit gravierenden Folgen f&uuml;r das Gesch&auml;ft deutscher Kapitale.<\/p><p>Trump dagegen stellt China, Russland, Deutschland und die EU tendenziell auf eine Stufe &ndash; als Konkurrenten und Widersacher. Folglich will er explizit auch Deutschland mit Schutz- und Strafz&ouml;llen &uuml;berziehen. Darin sehen deutsche Politiker und Medienmacher &ndash; nicht zu Unrecht &ndash; das Aus f&uuml;r die besonderen Wettbewerbsvorteile der BRD.<\/p><p>Diese harten staatsmaterialistischen Berechnungen in ihren beiden Varianten pr&auml;sentieren deutsche Medien allerdings in der Regel ihrem Massenpublikum ganz anders. Demnach handelt es sich bei der Konkurrenz um die US-Pr&auml;sidentschaft um einen Kampf von jung gegen alt, farbig gegen wei&szlig;, weiblich gegen toxische M&auml;nnlichkeit, charmant gegen unversch&auml;mt, rechtschaffen gegen verurteilt usw., also unterm Strich unverkennbar: Gut gegen B&ouml;se.<\/p><p><strong>Lassen sich aus den Beobachtungen allgemeine R&uuml;ckschl&uuml;sse auf die Verwerfungen in der Berichterstattung vieler Medien ziehen?<\/strong><\/p><p>Die Vorstellung, dass in einer Gesellschaft mit Meinungs- und Pressefreiheit halbwegs objektive Informationen zu kriegen sind, erweist sich als haltlos. Das weise ich in der allgemeinen Untersuchung der Methoden und Mechanismen politischer Berichterstattung im ersten Teil meines Buches nach: Der Journalismus der Leitmedien neigt zu einer Selektion der Themen am Kriterium nationaler Interessen, stark moralisierenden Benennungen von Sachverhalten, Fragestellungen und Titelzeilen, die Informationen mit Wertungen durchmischen. Er operiert mit fiktiven Subjekten und eliminiert Zusammenh&auml;nge, die n&ouml;tig w&auml;ren, um einen Themenkomplex zu erfassen und zu begreifen. Quellen werden selektiv verwendet und Zahlen und Statistiken verf&auml;lschend benutzt. Es gibt eine personalisierende und emotionalisierende Berichterstattung, die Empathie ausnutzt, um en passant eine ganze Reihe von Wertungen bzw. politisch opportune Sichtweisen unter die Leute zu bringen.<\/p><p><strong>Wie ordnen Sie das Verhalten der Medien zum Krieg ein? Erf&uuml;llen die Medien ihre Aufgabe?<\/strong><\/p><p>Es kommt bei dieser Frage selbstverst&auml;ndlich sehr darauf an, was man unter der &bdquo;Aufgabe der Medien&ldquo; versteht.<\/p><p>Die Presse unterst&uuml;tzt die Regierungsbeschl&uuml;sse bez&uuml;glich Lieferung von Waffen in Krisen- und Kriegsgebiete und &bdquo;Zeitenwende&ldquo;, d.h. die enorme Aufr&uuml;stung, die Deutschland das drittgr&ouml;&szlig;te Milit&auml;r der Welt verschaffen soll. Kritik wird dabei von Seiten der &bdquo;Vierten Gewalt&ldquo; durchaus laut &ndash; wenn nicht schnell genug Waffen geliefert werden! Man erinnere sich an die <a href=\"https:\/\/overton-magazin.de\/top-story\/medien-kampagne-fuer-leos\/\">Pressekampagne f&uuml;r die Leos<\/a>! Boris Pistorius wird zum &ouml;ffentlichen Sympathietr&auml;ger aufgebaut, und seine Forderung, Deutschland m&uuml;sse schnellstens kriegst&uuml;chtig werden, ist ohne weitere Nachfrage, welche Kriege man denn zu f&uuml;hren gedenkt, zu einem Ma&szlig;stab avanciert, an dem alles gemessen und beurteilt wird.<\/p><p>Innenministerin Faeser darf in ihren Pressekonferenzen gef&uuml;hlt t&auml;glich Bedrohungsszenarien ausmalen. Demnach ist Deutschland eine im Innern wie von au&szlig;en chronisch &bdquo;bedrohte Nation&ldquo;, der es im Kampf gegen Rechts- und Linksextremisten, Islamisten, Coronaleugner, Antisemiten, chinesische und russische Spione, arabische Clankriminalit&auml;t etc. pp. an Zugriffsrechten, Einsatzkr&auml;ften, Strafen, geheimdienstlichen Befugnissen, Waffen und Unterst&uuml;tzung aus der Bev&ouml;lkerung mangele &ndash; weshalb pausenlos immer neue Ma&szlig;nahmen zur St&auml;rkung der inneren und &auml;u&szlig;eren Sicherheit ergriffen werden m&uuml;ssen. Nur am Rande: Mit dieser pausenlosen &ouml;ffentlichen Agitation bringt man die Nazis hervor, die man zu bek&auml;mpfen vorgibt.<\/p><p>Die wichtigen deutschen Medien nehmen also eine &uuml;beraus staatstragende Rolle ein. Wer unter der Aufgabe der Medien Aufkl&auml;rung, Analyse oder auch nur sachliche Informationen versteht, sollte sich eingestehen, dass das in dieser Gesellschaft ein regelrecht idealistischer Ma&szlig;stab ist. So ist Pressefreiheit offenbar nicht gemeint.<\/p><p><strong>Was genau ist festzustellen? Wo sind die Schieflagen?<\/strong><\/p><p>Es gibt eine sehr selektive Berichterstattung. Es gibt ganze Kriege von gro&szlig;er Brutalit&auml;t und mit horrenden Opferzahlen unter der Zivilbev&ouml;lkerung, wie der Jemen-Krieg, die auf ein relativ geringes Medieninteresse sto&szlig;en &ndash; vermutlich, weil dieser Krieg von Saudi-Arabien mit westlichen Waffen gef&uuml;hrt wird und sich gegen den iranischen Einfluss in der Region richtet. Ab und zu erinnern sich Journalisten dann selbst an den von ihnen &bdquo;vergessenen Krieg&ldquo;. Absurder geht es kaum. Kriegsverbrechen gibt es vor allem da, wo man sie sehen <em>will <\/em>&ndash; im Syrien-Krieg von Seiten der Assad-Armee, im Ukraine-Krieg von russischer Seite.<\/p><p>Die Standpunkte ausw&auml;rtiger Regierungen und Konfliktparteien &ndash; etwa Putin zum Ukraine-Krieg, Xi Jinping zu den Konflikten mit den USA oder Taiwan, aber auch der der indischen Regierung zu ihrer Ablehnung der Wirtschaftssanktionen gegen Russland &ndash; werden in den Leitmedien kaum dokumentiert. In einer um Aufkl&auml;rung und sachliche Beurteilung bem&uuml;hten Presse w&auml;re das ja wohl unbedingt zu erwarten. Und wenn es um Platz- oder Zeitprobleme ginge, w&auml;re das mit einem Link oder einer Online-Dokumentation in Zeiten des Internets ja leicht zu beheben; eine solche Berichterstattung, die auch die gegnerische Partei mit ihren &Uuml;berlegungen und Beschwerden zu Wort kommen l&auml;sst, ist also nicht gewollt.<\/p><p>&bdquo;Unsch&ouml;ne Fakten&ldquo;, die den BRD-Kapitalismus in einem ung&uuml;nstigen Licht erscheinen lassen, sind nicht gerade Lieblingsthemen der Mainstream-Presse. Arbeitsunf&auml;lle etwa, die sich in Deutschland ereignen, sind meist nur ein paar Zeilen in einer Lokalzeitung wert; Wohnungs- bzw. Obdachlose, die vielen Formen von Armut, die immer prek&auml;rere Versorgung der Kranken und Alten, die Angeh&ouml;rige systematisch &uuml;berfordert; Krankenhauskeime, die in Deutschland ein ernsthaftes Problem bilden, dem Jahr f&uuml;r Jahr Tausende von Menschen zum Opfer fallen.<\/p><p><strong>Wie sieht es mit der verwendeten Sprache aus? Passen die Begriffe?<\/strong><\/p><p>Bei den Begriffen gibt es nat&uuml;rlich eine ganze Menge an Negativbeispielen; Volker Br&auml;utigam und Friedhelm Klinkhammer haben vor Kurzem im Interview auf den NachDenkSeiten auch darauf hingewiesen. Die Bombardierung von Krankenh&auml;usern ist in den deutschen Leitmedien mal Kriegsverbrechen, mal unvermeidlicher Kollateralschaden und mal legitimes Kriegsmittel. Es gibt &bdquo;brutale v&ouml;lkerrechtswidrige Angriffskriege&ldquo;, &uuml;ber die intensiv und mit medialer Emp&ouml;rung berichtet wird; es gibt aber auch mit Beifall begleitete &bdquo;Missionen&ldquo;, &bdquo;Eins&auml;tze&ldquo; und &bdquo;humanit&auml;re Interventionen&ldquo;. Regierungen k&ouml;nnen als solche bezeichnet werden oder als &bdquo;Regime&ldquo;, &bdquo;Diktatur&ldquo; etc.; Politiker und Regierungschefs, die gefallen, sind &bdquo;f&uuml;hrungsstark&ldquo;, w&auml;hrend missliebige Regenten notorisch &bdquo;autorit&auml;r&ldquo; regieren.<\/p><p>Demonstrationen, Aufst&auml;nde, gewaltsame Angriffe auf Staat und Regierung werden als friedlicher Protest pr&auml;sentiert, wenn Aktivisten gegen aus Sicht der deutschen Au&szlig;enpolitik missliebige Staaten vorgehen und\/oder vom westlichen Ausland finanziert und instruiert sind. Umgekehrt wird Protest und Widerstand umgehend als &bdquo;gewaltbereit&ldquo;, &bdquo;extremistisch&ldquo;, &bdquo;radikal&ldquo;, &bdquo;fundamentalistisch&ldquo; dargestellt, sobald sich Menschen gegen die westlichen Regierungen und deren Stellvertreter im Rest der Welt zur Wehr setzen.<\/p><p>Schon in die puren Namen, die Benennungen, die Begriffe ebenso wie in Adjektive (&bdquo;umstritten&ldquo;) und Metaphern (&bdquo;Fl&uuml;chtlingswelle&ldquo;) flie&szlig;en also jede Menge Beurteilungen\/Wertungen mit ein.<\/p><p><strong>Worauf f&uuml;hren Sie die verwendeten Begriffe und Formulierungen zur&uuml;ck? Es ist ja nicht so, dass die Journalisten in den Redaktionen nicht w&uuml;ssten, welche Begriffe treffend sind und welche die Realit&auml;t verzerren, oder?<\/strong><\/p><p>Nat&uuml;rlich verletzen Journalisten und Redaktionen den von ihnen selbst hochgehaltenen Grundsatz: Erst die Information, dann die Meinung. Und das keineswegs individuell und zuf&auml;llig &ndash; sie reden ja ganz selbstbewusst und unkritisch von &bdquo;Wording&ldquo;, &bdquo;Framing&ldquo; und &bdquo;Narrativen&ldquo;, mit denen sie ihre stereotypen &bdquo;Erz&auml;hlungen&ldquo; konstruieren.<\/p><p>Zur Erkl&auml;rung dessen gibt es viele auch von anderen Medienkritikern benannte Faktoren: der Umstand, dass Medien Gesch&auml;ftsmittel sind, was nicht nur f&uuml;r eine N&auml;he zu Anzeigenkunden sorgt, sondern auch Konzentrations- und Kostensenkungsprozesse beinhaltet, die den Recherchen vor Ort und tiefergehenden Analysen nicht guttun, stattdessen Agenturmeldungen und Presseerkl&auml;rungen zu Hauptquellen werden lassen.<\/p><p><strong>Was noch?<\/strong><\/p><p>Die N&auml;he der Hauptstadtjournalisten zu wichtigen Politikern und die Tatsache, dass sich Politiker und Journalisten in wichtigen (transatlantischen) Netzwerken treffen. All das ist in Rechnung zu stellen &ndash; f&uuml;r eine stimmige Erkl&auml;rung fehlt allerdings ein wesentlicher Punkt. Der liegt meines Erachtens im Standpunkt einer sich <em>national<\/em> verstehenden Presse. Die Journalisten der Leitmedien erwarten von der jeweiligen Regierung Erfolge f&uuml;r die Nation &ndash; in Sachen Wachstum und internationaler Durchsetzungsf&auml;higkeit. Im Grunde k&uuml;rzt sich darauf alles zusammen; daf&uuml;r m&uuml;ssen alle anderen politischen Handlungsfelder funktional sein, von der Bildung bis hin zur Sozial- oder Umweltpolitik. Das ist erstens ein Standpunkt, der die Interessen der Bev&ouml;lkerung nur sehr bedingt in den Blick nimmt; zweitens einer, der Journalisten wie selbstverst&auml;ndlich aus der Perspektive der Regierung auf die Welt blicken l&auml;sst. Drittens macht er sie notorisch kritisch &ndash; kritisch allerdings am Ma&szlig;stab der von der Regierung selbst in die Welt gesetzten Erfolgsanspr&uuml;che. Die Interessen der sogenannten &bdquo;kleinen Leute&ldquo; spielen da im Normalfall keine Rolle.<\/p><p>Nat&uuml;rlich neigen Medien &ndash; auch Interviews &ndash; zu Verk&uuml;rzungen, schlicht weil dem Publikum alles so kurz und knackig wie m&ouml;glich pr&auml;sentiert werden soll. Deshalb m&ouml;chte ich an dieser Stelle wirklich darum bitten, mein Buch zu lesen und sich die dort dargelegten &Uuml;berlegungen zu Politik, Presse und auch zum Publikum (das nicht von Kritik verschont bleibt) ernsthaft durch den Kopf gehen zu lassen. Da ist etwas zu studieren, was wir hier nicht abhandeln k&ouml;nnen, und es wird eventuell auch einiges an Selbstkritik f&auml;llig.<\/p><p>Ein Schluss aus dieser Erkl&auml;rung lautet jedenfalls: Als Konsequenz aus der Kritik der real existierenden Medien braucht es eine Presse, die einen anderen Ma&szlig;stab hat f&uuml;r ihre Informationen und Analysen: a) die Wahrheit b) die materiellen Interessen der vom Lohn abh&auml;ngigen Mehrheit.<\/p><p><strong>Wie sieht es denn mit der Berichterstattung aus, wenn es um Reportagen geht? Was steht da im Vordergrund? Die saubere Erfassung der Realit&auml;t?<\/strong><\/p><p>Die meisten von uns m&ouml;gen Reportagen ja gerne. Berichte &uuml;ber pers&ouml;nliche Schicksale aus allen Teilen der Gesellschaft, allen Winkeln der Erde, aus dem Alltag oder dem Kontext von Katastrophen und Kriegen werden lieber gelesen als n&uuml;chterne, sachlich-analytische Artikel zum selben Thema. Und es ist ja auch durchaus m&ouml;glich, &uuml;ber Einzelschicksale packend und gleichzeitig aufkl&auml;rend zu berichten.<\/p><p>Allerdings muss die journalistische Leistung dann darin bestehen, den Einzelfall in die richtige Beziehung zu den allgemeinen Bestimmungen zu setzen, die das jeweilige Land und seine Gesellschaft, den Stand seiner Entwicklung, seiner Wirtschaft, seiner Abh&auml;ngigkeiten etc. kennzeichnen. Diese wiederum m&uuml;ssen stimmen und d&uuml;rfen nicht einfach den au&szlig;enpolitischen Linien der eigenen Nation abgelauscht sein, sei es feindselig, sei es hoffnungsvoll.<\/p><p>Und da hakt es meistens. Es handelt sich in vielen F&auml;llen um ideologische Selbstbest&auml;tigung des eigenen Weltbilds im Gewand einer &bdquo;authentischen&ldquo; Reportage. Das ist eigentlich bedauerlich &ndash; insbesondere, wenn man es mit wirklich guten Reportagen vergleicht, wie sie der Erfinder dieses Genres Egon Erwin Kisch einmal geschrieben hat. Nach wie vor eine Lekt&uuml;re-Empfehlung!<\/p><p><strong>Wobei ja schon Kisch, obwohl seine Reportagen gro&szlig;artig sind, es bisweilen <a href=\"https:\/\/kress.de\/news\/beitrag\/136430-hat-egon-erwin-kisch-mit-absicht-gefaelscht-wie-relotius.html\">nicht ganz sauber gehalten hat<\/a>. Heutzutage scheint es f&uuml;r Medien schon eine Grenz&uuml;berschreitung zu sein, wenn ein Reporter es wagt, auch &bdquo;zum Feind&ldquo; zu gehen. Der ehemalige NDR-Journalist Patrik Baab kann davon ein Lied singen. Er war f&uuml;r ein Buchprojekt auf &bdquo;beiden Seiten der Front&ldquo;. Pl&ouml;tzlich galt er als &bdquo;umstritten&ldquo;, weil, so der Vorwurf: zu nah bei den Russen. Was steckt hinter solchen Angriffen?<\/strong><\/p><p>Das ist nicht so schwierig. Patrick Baab hat &bdquo;vor Ort&ldquo; &uuml;ber das Referendum in den Donbass-Republiken berichtet und dar&uuml;ber informiert, dass die Abstimmung dort relativ geordnet und frei abgelaufen ist, mithin kaum Gr&uuml;nde existieren, die Ergebnisse anzuzweifeln. Das passte nicht zur Vorstellung, dass nur Zwang normale Menschen dazu bringen kann, sich f&uuml;r einen Anschluss an die Russische F&ouml;deration, sprich: &bdquo;Putin&ldquo; bzw. &bdquo;den Kreml&ldquo; zu entscheiden. Deshalb konnte nicht sein, was nicht sein durfte. Das, was normalerweise als besondere Authentizit&auml;t journalistischer Berichterstattung gilt &ndash; der Reporter steht vor Ort und h&auml;lt sein Mikrofon in den Wind &ndash;, wurde in diesem Fall als pers&ouml;nliche Befangenheit verurteilt. Der Journalist Baab wurde nicht gelobt daf&uuml;r, dass er sich die M&uuml;he gemacht hat, dem deutschen Publikum besonders wahrheitsgetreue Informationen zu liefern; stattdessen hat er sich zun&auml;chst Schelte von seinen Kollegen eingefangen (die sonst stets die Pressefreiheit gegen die autorit&auml;ren Regime feiern) und dann seine Lehrauftr&auml;ge verloren (an Hochschulen, die sonst stets stolz sind auf die Freiheit der Wissenschaft).<\/p><p><strong>Gibt es im deutschen Journalismus einen stark ausgepr&auml;gten Hang zum Autorit&auml;ren? Wie sehen Sie die Berichterstattung? Stimmen Sie der Aussage zu, dass viele Redaktionen den Eindruck hinterlassen, in ihnen w&uuml;rde eine Politik des Repressiven regelrecht herbeigesehnt?<\/strong><\/p><p>Denken Sie da an die allgemein &uuml;blichen Ma&szlig;st&auml;be zur Beurteilung von politischen Pers&ouml;nlichkeiten und Parteien: Wer ist in der Lage, sich m&ouml;glichst kompromisslos durchzusetzen? Wer hat F&uuml;hrungsqualit&auml;ten? Wer schafft es, alle hinter sich zu scharen, Streit zu unterbinden und Geschlossenheit zu erzeugen? Diese &bdquo;Tugenden&ldquo; werden als positiv verbucht; Diskussionen oder Streit dagegen haben per se ein Negativ-Image. Das alles ist wenig demokratisch, sollte man meinen &hellip;<\/p><p><strong>In der Coronazeit ver&ouml;ffentlichte der <\/strong><em><strong>Spiegel<\/strong><\/em><strong> den Beitrag eines Kolumnisten, in dem zu lesen war: &bdquo;M&ouml;ge die gesamte Republik mit dem Finger auf sie zeigen.&ldquo; Die Rede war von den Ungeimpften. Dass ein Autor so denkt, ist das eine, aber dass eine Redaktion einen derartigen Beitrag ver&ouml;ffentlicht, das andere. Wie ordnen Sie das aus journalistischer Sicht ein?<\/strong><\/p><p>Es gibt ab und an den &Uuml;bergang in der Presse, &uuml;ber Politik nicht zu berichten, sondern mit Berichten Politik zu machen. Dazu geh&ouml;rt auch, dass die Medien als eine Art moderner Pranger genutzt werden.<\/p><p><strong>Gestatten Sie mir, eine Stelle aus Ihrem Buch zu zitieren. Sie schreiben: &bdquo;Die Berichterstattung &uuml;ber die in der Folge stattfindenden &bdquo;Querdenken-Demonstrationen&ldquo; fand unter Verwendung des gesamten Arsenals der Feindbildpflege statt, die Journalisten zur Verf&uuml;gung steht: Ausgrenzen, f&uuml;r verr&uuml;ckt erkl&auml;ren, in die rechte Ecke stellen usw. &ndash; eine andere Art von Auseinandersetzung stand Journalisten scheinbar &uuml;ber lange Zeit nicht zur Verf&uuml;gung. Zusammengefasst: Die deutschen Leitmedien lieferten mit ihrer Rolle in der Pandemie durchaus einen Vorgeschmack auf die politische Berichterstattung in Kriegssituationen.&ldquo; Sie sehen also Parallelen zwischen der Corona-Berichterstattung und der Berichterstattung im Hinblick auf den Krieg?<\/strong><\/p><p>Die Gemeinsamkeit liegt in der Herstellung von Geschlossenheit, Folgsamkeit und Loyalit&auml;t gegen&uuml;ber staatlichen Ma&szlig;nahmen, die der Bev&ouml;lkerung in solchen F&auml;llen noch mehr abverlangen als sonst schon &uuml;blich. Die Leitmedien sahen sich aufgerufen, die politischen Beschl&uuml;sse in die Bev&ouml;lkerung zu verdolmetschen und machten das in einem Dauertalk 24\/7. Dass es angesichts des Zweckb&uuml;ndnisses von Politik und Medien und dieser &uuml;berw&auml;ltigenden Informationspolitik zu skeptischen Meinungen &ndash; und das aus sehr verschiedenen Richtungen &ndash; kam, war kein Wunder. Und gleichg&uuml;ltig, ob die abweichenden Meinungen nun rational oder teilweise auch schwer irrational waren &ndash; die Medien, die sich der Herstellung des nationalen Konsenses verpflichtet f&uuml;hlten, behandelten alle als unzul&auml;ssig und gingen dementsprechend &bdquo;robust&ldquo;, also nicht argumentierend, versachlichend, unvoreingenommen pr&uuml;fend, mit ihnen um.<\/p><p><strong>In Ihrem Buch kommen &uuml;ber 50-mal der Begriff &bdquo;Feindbild&ldquo; bzw. Begriffe wie &bdquo;Feindbildanalyse&ldquo; vor. Was hat die Berichterstattung mit Feindbildern zu tun?<\/strong><\/p><p>Das ist wirklich zu oft.<\/p><p><strong>Das sollte kein Vorwurf sein. Es ist nur eine Feststellung.<\/strong><\/p><p>Wahrscheinlich liegt es einerseits daran, dass mich nicht zuletzt diese Seite der Berichterstattung, die in den letzten Jahren immer mehr &bdquo;Fortschritte&ldquo; macht, zum Schreiben dieses Buchs veranlasst hat &ndash; beispielsweise, wie die deutschen Leitmedien &uuml;ber die Volksrepublik China berichten. Es werden viele Unwahrheiten in die Welt gebracht (die mich als Autorin eines <a href=\"https:\/\/diebuchmacherei.de\/produkt\/china-ein-lehrstueck\/\">China-Buchs<\/a> vielleicht besonders &auml;rgern), und gleichzeitig ist die politisch aggressive Absicht un&uuml;bersehbar: Die deutsche Bev&ouml;lkerung soll in Stellung gebracht werden f&uuml;r eine k&uuml;nftige Auseinandersetzung. Gegen&uuml;ber diesem Land wird ein Feindbild aufgebaut, weil man es mit einem Entwicklungsland zu tun bekommt, das tats&auml;chlich &ouml;konomisch und politisch zu den etablierten Nutznie&szlig;ern der Weltordnung aufschlie&szlig;t (was ja das fr&uuml;her stets verk&uuml;ndete Ideal war!). Das ist vom Standpunkt der etablierten Nutznie&szlig;er der Weltgesch&auml;ftsordnung nicht hinnehmbar. Zur Austragung dieser &ouml;konomisch-politisch begr&uuml;ndeten <em>Feindschaft<\/em> braucht es ein <em>Feindbild<\/em> &ndash; daran wird gearbeitet.<\/p><p>Wie die Bev&ouml;lkerung in den F&auml;llen des Ukraine- und des Gaza-Kriegs &bdquo;informiert&ldquo; wurde, kann man tats&auml;chlich nur in solchen Kategorien zusammenfassen: Hier die Guten (selbstverst&auml;ndlich &bdquo;wir&ldquo; und die von uns unterst&uuml;tzte Seite), dort die B&ouml;sen. Gerade habe ich &uuml;brigens zweimal mehr &bdquo;Feindbild&ldquo; gesagt &hellip;<\/p><p><strong>Stimmt, aber ich denke, es wird auch sehr klar, warum. Das hei&szlig;t: Wie angebracht es ist, darauf zu verweisen, wie pr&auml;sent Feindbilder in den Medien sind?<\/strong> <strong>Wie sieht denn ein Feindbildaufbau durch die Medien aus? <\/strong><\/p><p>Selektive Informationen, die Anwendung von doppelten Standards in der Beurteilung und die missg&uuml;nstige Deutung von Fakten, eine fallbezogene singul&auml;re Skandalisierung und die kampagnenartige Wiederholung von Vorw&uuml;rfen &ndash; all das kennzeichnet ein Feindbild, und all das findet sich in der Berichterstattung zu China und selbstverst&auml;ndlich auch zu Russland. In meinem Buch wird das jeweils im Detail analysiert. Dass solche Feindbilder ganz bewusst aufrechterhalten bzw. gesch&uuml;rt werden, hat die chinesischst&auml;mmige und langj&auml;hrige Journalistin der <em>Deutschen Welle<\/em> Zhang Danong in ihrem Buch &bdquo;Nur die richtige Meinung ist frei&ldquo; f&uuml;r den Fall China &uuml;brigens gut belegt.<\/p><p><strong>Welche Konsequenzen ergeben sich aus all dem f&uuml;r die Demokratie, aber auch f&uuml;r unsere Gesellschaft?<\/strong><\/p><p>Zun&auml;chst muss man n&uuml;chtern festhalten, dass unsere Parteiendemokratie und diese Art von Presse offenbar gut zusammenpassen. Die Kritiker &ndash; auch die <em>NachDenkSeiten<\/em> mit ihren medienkritischen Beitr&auml;gen und Bem&uuml;hungen &ndash; stehen au&szlig;en vor. Der weitaus gr&ouml;&szlig;te Teil des Publikums, ab und an durchaus unzufrieden mit der Mainstream-Presse, nimmt die vorhandenen Angebote einer linken Gegen&ouml;ffentlichkeit wenig zur Kenntnis, obwohl das heute ja relativ einfach w&auml;re. Warum das so ist, versuche ich in meinem Buch ebenfalls zu erkl&auml;ren. Ein gro&szlig;er Aufschrei nach den abendlichen Fernsehnachrichten der &Ouml;ffentlich-Rechtlichen oder der morgendlichen Zeitungen ist jedenfalls nicht zu bemerken; w&auml;re das so, k&ouml;nnten weder Politiker noch Leitmedien so ungest&ouml;rt agieren.<\/p><p>Beim Thema Medien gibt es &ndash; im Vergleich zu vielen anderen Kritikpunkten in dieser Gesellschaft &ndash; eine Besonderheit. Man steht, wenn einem die Kritik einleuchtet, nicht ganz so hilflos und ohne praktische Alternativen da. Dieses Buch will &ndash; neben den grunds&auml;tzlichen medientheoretischen Ausf&uuml;hrungen &ndash; auch unmittelbar praktisch n&uuml;tzlich sein f&uuml;r einen selbst, das Gespr&auml;ch mit Kollegen und Freunden, in der Familie, gegen&uuml;ber Sch&uuml;lern und Studierenden: als exemplarische Kritik vieler ebenso popul&auml;rer wie ideologischer Textbausteine im politischen Bewusstsein und als Demontage von Feindbildern. Medienkritik f&uuml;r das t&auml;gliche Handgemenge also, zu der ich jeden und jede explizit ermuntern m&ouml;chte.<\/p><p><small>Titelbild: PRESSLAB\/shutterstock.com<\/small><\/p><p><em>Renate Dillmann: <a href=\"https:\/\/www.buchkomplizen.de\/medien-macht-meinung.html?noloc=1\">Medien. Macht. Meinung. Auf dem Weg in die Kriegst&uuml;chtigkeit<\/a>. K&ouml;ln 2024, PapyRossa Verlag, Broschiert, 239 Seiten, ISBN 978-3894388348, 17,90 Euro<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Moralisierende Benennungen, eine Vermischung von Fakten und Meinung, Emotionalisierung, Personalisierung und: Feindbildaufbau! Das sind einige der Kritikpunkte an Medien, die die Politikwissenschaftlerin <strong>Renate Dillmann<\/strong> in ihrem neuen Buch &bdquo;Medien. Macht. Meinung. Auf dem Weg in die Kriegst&uuml;chtigkeit&ldquo; herausgearbeitet hat. Im NachDenkSeiten-Interview zeigt Dillmann auf, wie im Journalismus Informationen, etwa &uuml;ber die verwendete Sprache, nach Weltanschauung<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=125232\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":13,"featured_media":125233,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[107,126,209,123,183],"tags":[3293,3212,3260,3028,1919,2669,1415,1367,2908,244,3417],"class_list":["post-125232","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-audio-podcast","category-erosion-der-demokratie","category-interviews","category-kampagnentarnworteneusprech","category-medienkritik","tag-bellizismus","tag-doppelte-standards","tag-feindbild","tag-haltungsjournalismus","tag-lueckenpresse","tag-leitmedien","tag-pressefreiheit","tag-ruestungsausgaben","tag-strafzoelle","tag-vierte-gewalt","tag-zivilgesellschaftlicher-dialog"],"jetpack_featured_media_url":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/Shutterstock_309953711.jpg","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/125232","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/13"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=125232"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/125232\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":125258,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/125232\/revisions\/125258"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/125233"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=125232"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=125232"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=125232"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}