{"id":12537,"date":"2012-03-15T08:58:25","date_gmt":"2012-03-15T07:58:25","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12537"},"modified":"2012-03-15T08:58:25","modified_gmt":"2012-03-15T07:58:25","slug":"hinweise-des-tages-1593","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12537","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;Mehr&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (RS\/WL)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht. Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert.<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12537#h01\">Studie: Acht Millionen Geringverdiener in Deutschland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12537#h02\">Prek&auml;re Arbeit: Die Wissensgesellschaft und ihre freien Idioten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12537#h03\">BDI-Pr&auml;sident Keitel: &bdquo;Wir Unternehmer sind von der Regierung entt&auml;uscht&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12537#h04\">Mythos Fachkr&auml;ftemangel: Von Schweinen und Ingenieuren<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12537#h05\">100 Tage Regierung Monti: eine erste Bilanz<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12537#h06\">Strafe gegen Defizits&uuml;nder: EU sperrt F&ouml;rdergelder f&uuml;r Ungarn<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12537#h07\">Bundesbank: Propaganda f&uuml;r Anf&auml;nger<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12537#h08\">B&ouml;rsensteuer auf Eis gelegt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12537#h09\">Faushiebe gegen Goldman Sachs<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12537#h10\">Higher social class predicts increased unethical behavior<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12537#h11\">Vollzeitbesch&auml;ftigte m&ouml;chten Arbeitszeit reduzieren, Teilzeitbesch&auml;ftigte m&ouml;chten aufstocken<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12537#h12\">Weltwasserforum in Marseille: Kampf ums Lebenselixier<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12537#h13\">F&auml;kalien sind eben nicht attraktiv<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12537#h14\">Gut 127,1 Millionen Euro Staatsmittel f&uuml;r im Bundestag vertretene Parteien<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12537#h15\">Soziale Lage und politisches Bewusstsein von Studierenden<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12537#h16\">Es ist Zeit f&uuml;r ein Netzmedien-F&ouml;rdergesetz<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"?p=12537&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Studie: Acht Millionen Geringverdiener in Deutschland<\/strong><br>\nDas Institut f&uuml;r Arbeit und Qualifikation der Universit&auml;t Duisburg-Essen untersucht regelm&auml;&szlig;ig den Niedriglohnsektor in Deutschland. Der aktuelle Forschungsbericht belegt, dass die Zahl der  Besch&auml;ftigten, die zu Niedrigl&ouml;hnen arbeiten, zwischen 1995 und 2010 um mehr als 2,3 Millionen gestiegen ist.<br>\nIm eklatanten Gegensatz hierzu steht die Entwicklung der Geh&auml;lter der deutschen DAX-Vorstandsvorsitzenden. Diese sind alleine zwischen 2010 und 2011 um 14 Prozent gestiegen und betragen im Durchschnitt 5,5 Millionen Euro pro Jahr.<br>\nDie Studie des Instituts f&uuml;r Arbeit und Qualifikation kommt zu dem Schluss, dass im Jahr 2010 insgesamt 23,1 Prozent der Besch&auml;ftigten f&uuml;r einen Niedriglohn von weniger als 9,15 Euro brutto pro Stunde gearbeitet haben. Dies entspricht knapp acht Millionen Menschen in Deutschland. Im Durchschnitt lagen ihre Eink&uuml;nfte in den alten Bundesl&auml;ndern bei 6,68 Euro pro Stunde und in den neuen Bundesl&auml;ndern bei 6,52 Euro pro Stunde.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/jacobjung.wordpress.com\/2012\/03\/14\/studie-acht-millionen-geringverdiener-in-deutschland\/\">Jacob Jung Blog<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.iaq.uni-due.de\/aktuell\/presse\/2012\/120313.php\">IAQ Pressemitteilung<\/a><br>\nQuelle 3: <a href=\"http:\/\/www.iaq.uni-due.de\/iaq-report\/2012\/report2012-01.pdf\">Studie [PDF &ndash; 1 MB]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Prek&auml;re Arbeit: Die Wissensgesellschaft und ihre freien Idioten<\/strong><br>\nAn die Idee der Wissensgesellschaft hat sich seit je viel utopisches Potenzial gekn&uuml;pft. So gab es einmal die Prognose, dass in ihr Arbeitspl&auml;tze weitgehend erhalten bleiben, weil sich Dienstleistung\/Wissen nicht wegrationalisieren lasse. Doch was so sauber klingt, so befreit vom Schmier&ouml;l der alten Industriegesellschaft, hat einen doppelten Boden. Was w&auml;re, wenn das &ouml;konomische Prinzip &laquo;Wissen&raquo; nicht die Handarbeit in den Himmel des Geistes hebt, sondern die Kopfarbeit ans Fabrikband dr&uuml;ckt? Ein klarer Graben trennt mittlerweile privilegierte Festanstellung und prekarisierte freie Arbeit. Das entspricht einer generellen Entwicklung, die man als &laquo;Outsourcing of Content&raquo; (Auslagerung von Inhalt) beschreiben kann. In den letzten Jahren hat sich die bezahlte Arbeit in festen Arbeitsverh&auml;ltnissen zunehmend auf reine Managementfunktionen konzentriert, nicht nur in wirtschaftlichen Organisationen, sondern auch in Zeitungen, Verlagen, Universit&auml;ten und Bildungseinrichtungen. Fest angestellte RedaktorInnen kommen in der Regel nicht mehr dazu, selbst zu schreiben, sie redigieren und koordinieren vornehmlich die Beitr&auml;ge der frei zuarbeitenden JournalistInnen. An den Universit&auml;ten sind Forschungs- und Lehrstellen immer befristet ausgeschrieben, w&auml;hrend es in den neuen Arbeitsbereichen wie &laquo;Qualit&auml;tsmanagement&raquo; und Forschungsf&ouml;rderungsberatung viele unbefristete Positionen gibt. Nicht Inhalte sind fix bezahlt, sondern die Verwaltung von Inhalten, nicht Wissen, sondern Wissensmanagement.<br>\nWenn Professionalit&auml;t heisst, dass man sich von den Ertr&auml;gen der Arbeit ern&auml;hren kann, dann ist zumindest der freie Printjournalismus keine Profession mehr, er ist ein Hobby. So sieht das auch der Chefredaktor der &laquo;Neuen Z&uuml;rcher Zeitung&raquo;, Markus Spillmann, der die Entl&ouml;hnung der freien NZZ-MitarbeiterInnen als &laquo;Spesenentsch&auml;digung&raquo; bezeichnete. Die NZZ hat ihr Zeilenhonorar seit 2009 von 2.40 auf 1.10 Franken gek&uuml;rzt. Die Spaltung in Management einerseits und Content-Produktion andererseits ist menschlich wie gesellschaftlich verheerend. Offenbar hat sich die Gesellschaft daran gew&ouml;hnt, dass die geistige Reproduktionsarbeit genauso unsichtbar und unbezahlt vonstatten zu gehen habe wie die viel beschworene h&auml;usliche Reproduktionsarbeit von Frauen. Bildung und Wissen galten lange als &ouml;ffentliches Gut &ndash; wenn man diese G&uuml;ter nun unter Marktbedingungen produzieren will, muss man auch ihren realistischen Preis zahlen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.woz.ch\/1210\/prekaere-arbeit\/die-wissensgesellschaft-und-ihre-freien-idioten\">WOZ<\/a>\n<p><em>Wirtschaftsverb&auml;nden ist das aber alles nicht genug:<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>BDI-Pr&auml;sident Keitel: &bdquo;Wir Unternehmer sind von der Regierung entt&auml;uscht&ldquo;<\/strong><br>\nKurz vor dem f&uuml;r Freitag angesetzten Treffen der Spitzenverb&auml;nde der Wirtschaft mit der Kanzlerin hat Industriepr&auml;sident Keitel die Regierung scharf kritisiert. Auch im dritten Jahr der Koalition l&auml;gen &bdquo;im Prinzip die alten Probleme alle noch auf dem Tisch&ldquo;.<br>\n&bdquo;Wir Unternehmer haben uns mehr von dieser Regierung erwartet&ldquo;, sagte BDI-Pr&auml;sident Hans-Peter Keitel der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Die radikalste Wirtschaftsreform der vergangenen Jahre, die Agenda 2010, habe Rot-Gr&uuml;n bewerkstelligt. Beispielhaft f&uuml;r schwarz-gelbe Vers&auml;umnisse nannte Keitel das Fehlen einer Steuerstrukturreform, die unzureichende Haushaltskonsolidierung, die verpasste Chance auf eine Reform der Sozialsysteme.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/bdi-praesident-keitel-wir-unternehmer-sind-von-der-regierung-enttaeuscht-11684514.html\">FAZ<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Mythos Fachkr&auml;ftemangel: Von Schweinen und Ingenieuren<\/strong><br>\nHer mit mehr Ingenieuren, sonst ist der Standort Deutschland in Gefahr: Ist diese Warnung nur blanker Alarmismus? Eine neue Studie des Deutschen Instituts f&uuml;r Wirtschaftsforschung legt das nahe, der Experte Karl Brenke beschreibt den Fachkr&auml;ftemangel als Fata Morgana.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/karriere\/berufsleben\/0,1518,821166,00.html\">SPIEGEL<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Und der &ldquo;Verein Deutscher Ingenieure&rdquo; (VDI) ist trotz des irref&uuml;hrenden Namens ein Arbeitgeberlobbyverband (<a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Verein_Deutscher_Ingenieure#Kritik\">siehe auch<\/a>) und auch laut Eigenbeschreibung &ldquo;wirtschaftsnah&rdquo;. Trotzdem ver&ouml;ffentlicht auch der SPIEGEL gerne die angeblichen Erkenntnisse des VDI als Wahrheiten.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>100 Tage Regierung Monti: eine erste Bilanz<\/strong><br>\nVor 100 Tagen wurde Berlusconi von dem ehemaligen EU-Kommissar Monti abgel&ouml;st, der Italien aus der Refinanzierungskrise f&uuml;hren soll. Sein Wachstums-, Spar- und Konsolidierungsprogramm ist jedoch durch wenig soziale Ausgewogenheit gekennzeichnet und f&uuml;hrt vor allem bei der Partito Democratico zu Fl&uuml;gelk&auml;mpfen. Die italienische Linke steht vor der Herausforderung, die Programme zu korrigieren und ihre Zerrissenheit zu &uuml;berwinden. Sie hat nur eine Chance, wenn sie auf europ&auml;ischer Ebene starke B&uuml;ndnispartner f&uuml;r eine radikale Wende der EU-Politik gewinnt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/library.fes.de\/pdf-files\/id\/08958.pdf\">Friedrich-Ebert-Stiftung Perspektive M&auml;rz 2012 [PDF &ndash; 235 KB]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Strafe gegen Defizits&uuml;nder: EU sperrt F&ouml;rdergelder f&uuml;r Ungarn<\/strong><br>\nUngarn hat seit dem EU-Beitritt 2004 noch nie die Vorgaben des Stabilit&auml;tspakts eingehalten, jetzt macht die EU erstmals von einer Finanzsanktion gegen den notorischen Defizits&uuml;nder Gebrauch. Bis Juni hat Budapest allerdings nochmals Zeit bekommen, die Sanktionen zu vermeiden. Bis dahin muss Ungarn nachweisen, dass es 2013 die Defizitgrenze des Stabilit&auml;tspakts von drei Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) einhalten kann. Die EU-Kommission wird dazu nochmals einen Bericht vorlegen. Mit der beispiellosen Strafaktion gegen Ungarn macht die EU erstmals von einer Finanzsanktion gegen einen notorischen Defizits&uuml;nder Gebrauch. In den Jahren vor der Schuldenkrise war nie konsequent gegen L&auml;nder vorgegangen worden, die die Defizitkriterien verletzten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/strafe-gegen-defizitsuender-eu-sperrt-foerdergelder-fuer-ungarn-1.1308184\">SZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Es gibt viele Gr&uuml;nde Ungarn bzw. die Regierung Orb&aacute;n zu sanktionieren, vor allem wegen der schleichenden Putinisierung des Landes. Wenn man einmal von der Zusage Ungarns, den Stabilit&auml;tspakt einzuhalten, absieht, geh&ouml;rt seine Einhaltung&nbsp; aus &ouml;konomischen Gr&uuml;nden nicht dazu. Entspricht denn die kerneurop&auml;ische &rsquo;Stabilit&auml;tskultur&lsquo;&ndash; jenseits aller grundlegenden Infragestellung &ndash; auch den Erfordernissen der europ&auml;ischen Peripherie? Die Notwendigkeit h&ouml;herer Defizite aufgrund eines infrastrukturellen Nachholbedarfs der europ&auml;ischen Peripherie findet im Stabilit&auml;tspakt, welcher eine &Uuml;berschreitung des Defizitkriteriums, au&szlig;er bei harter Rezession, mit Strafzahlungen sanktioniert, keine Ber&uuml;cksichtigung. Der Vorrang der an Geldwertstabilit&auml;t ausgerichteten Wirtschaftspolitik des europ&auml;ischen Zentrums wird den realwirtschaftlich divergierenden Ausgangslagen der nachholenden L&auml;nder nicht gerecht und zementiert das bestehende Entwicklungsgef&auml;lle. Der Aufholprozess erfordert eine wesentlich andere W&auml;hrungs-, Zins- und Fiskalpolitik als mit den Maastrichtkriterien verbunden ist. Das hei&szlig;t nicht, dass nicht darauf geachtet werden sollte, dass europ&auml;ische F&ouml;rdergelder wie auch die verst&auml;rkte Kreditaufnahme in der Peripherie einer investiven Verwendung zugef&uuml;hrt werden. Aber hier und nicht in der die &Uuml;berpr&uuml;fung von Haushaltsdefiziten lag das entscheidende Kontrolldefizit der EU. Nur so konnte es z.B. in Spanien passieren, dass fast nur in Zement (Immobilien) investiert wurde, statt in die Industrialisierung des Landes.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Bundesbank: Propaganda f&uuml;r Anf&auml;nger<\/strong><br>\nDie Bundesbank rechnet mit Verlusten! Und die Eurokrise ist schuld! Das ist die eigentliche Nachricht der Jahrespressekonferenz, die Bankchef Jens Weidmann am Dienstag abgehalten hat. Aber was ist ein Verlust bei einer Notenbank? Die Bundesbank tut so, als w&auml;re sie ein normales Unternehmen. Sobald ein Risiko in Sicht ist, werden &ldquo;R&uuml;ckstellungen&rdquo; gebildet. Dabei wird jedoch &uuml;bersehen, dass die Bundesbank kein normales Unternehmen ist. Sie kann unbegrenzt Verluste machen &ndash; weil sie das Geld selbst sch&ouml;pft, also druckt. Wie munter Notenbanken ins Risiko gehen k&ouml;nnen, zeigt die Schweiz: Dort hat die Nationalbank angek&uuml;ndigt, dass sie den Franken bei 1,20 Euro stabilisieren will. Dies wird nur geglaubt, weil die Bank erkennbar bereit ist, unbegrenzt Franken auf den Markt zu werfen. Steigt der Frankenkurs dennoch, drohen Milliardenverluste. Trotzdem hat noch niemand von einem denkbaren Untergang der Schweizer Nationalbank geredet.<br>\nWenn also die Bundesbank vor &ldquo;Verlusten&rdquo; warnt &ndash; dann ist dies keine &ouml;konomische Notwendigkeit, sondern eine politische Aussage. Die Bundesbank will die Geldpolitik der Europ&auml;ischen Zentralbank diskreditieren. Sie will bei den W&auml;hlern verankern, dass es gaaaaaaanz gef&auml;hrlich sei, Staatsanleihen aufzukaufen oder Banken mit billigem Geld zu versorgen. Diese politische Mission der Bundesbank ist nicht nur sachlich falsch; ohne die EZB-Geldpolitik w&auml;re der Euro l&auml;ngst zusammengebrochen. Noch erstaunlicher ist, dass die Bundesbank selbst nicht versteht, warum es sie gibt: W&auml;re sie eine normale Sparkasse, w&auml;re sie &uuml;berfl&uuml;ssig. Zentralbanken existieren nur, damit wenigstens eine Institution steuern kann. Eben weil sie &ldquo;Verluste&rdquo; verkraftet.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Kommentar-Bundesbank\/!89557\/\">taz<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>B&ouml;rsensteuer auf Eis gelegt<\/strong><br>\nDie europ&auml;ischen Finanzminister wollen keinen Alleingang mit einer Transaktionssteuer wagen. Die EU-Kommission soll nun die Folgen f&uuml;r die Wirtschaft und die Finanzbranche pr&uuml;fen.<br>\nBundesfinanzminister Wolfgang Sch&auml;uble hatte allerdings in Br&uuml;ssel nach stundenlangen Beratungen mit seinen EU-Ressortkollegen das Scheitern eines europ&auml;ischen Weges zu einer Finanztransaktionssteuer einger&auml;umt. &bdquo;Ich kann mir nicht vorstellen, mich daf&uuml;r gewinnen zu lassen, die Finanztransaktionssteuer mit einigen L&auml;ndern der Euro-Zone zu machen und mit anderen nicht,&ldquo; sagte er nach Abschluss des Treffens. &bdquo;Das wird ein Flickenteppich.&ldquo; Die Absagen an den von Deutschland vorangetriebenen Plan kamen nicht zuletzt von Verb&uuml;ndeten wie Italien und Finnland. Wenn &uuml;berhaupt, m&uuml;ssten alle 27 EU-Staaten mitziehen, betonte Luxemburgs Finanzminister Luc Frieden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/politik\/international\/euro-finanzminister-boersensteuer-auf-eis-gelegt\/6319332.html\">Handelsblatt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Dass eine Transaktionssteuer die Zustimmung aller 27 EU-Staaten finden w&uuml;rde, war nie zu erwarten. Die Bundesregierung konnte also locker daf&uuml;r eintreten. Jetzt wird es spannend, ob die SPD ihre Zustimmung zum Fiskalpakt weiter von der Einf&uuml;hrung dieser Steuer abh&auml;ngig macht. Wetten, dass nicht&hellip;<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Faushiebe gegen Goldman Sachs<\/strong><br>\nZw&ouml;lf Jahre hat Greg Smith f&uuml;r die Wall-Street-Firma gearbeitet, jetzt rechnet der Investmentbanker in einem offenen Brief schonungslos mit seinem ehemaligen Arbeitgeber Goldman Sachs ab &ndash; die Bank stelle Profit &uuml;ber die Interessen der Kunden. Er r&auml;t dem Finanzhaus, sich von &ldquo;moralisch bankrotten Mitarbeitern&rdquo; zu trennen.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/ex-mitarbeiter-rechnet-ab-fausthiebe-gegen-goldman-sachs-1.1309181\">SZ<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.nytimes.com\/2012\/03\/14\/opinion\/why-i-am-leaving-goldman-sachs.html\">The New York Times<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung RS:<\/strong> Manche reagieren auf Smiths Abrechnung mit Goldman-Sachs verst&auml;ndlicherweise mit Skepsis und H&auml;me, z.B. in der <a href=\"http:\/\/ftalphaville.ft.com\/blog\/2012\/03\/14\/923501\/bankers-versus-bitching-rights-a-graphical-representation\/\">FT-Blog Alphaville<\/a>, in <a href=\"http:\/\/mashable.com\/2012\/03\/14\/goldman-sachs-parodies\/\">mashable.com<\/a>, <a href=\"http:\/\/www.thereformedbroker.com\/2012\/03\/14\/how-to-quit-a-job-without-publishing-an-op-ed\/\">The Reformed Broker<\/a> und <a href=\"http:\/\/www.thedailymash.co.uk\/news\/society\/why-i-am-leaving-the-empire%252c-by-darth-vader-201203145007\/\">The Daily Mash<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Higher social class predicts increased unethical behavior<\/strong><br>\nSeven studies using experimental and naturalistic methods reveal that upper-class individuals behave more unethically than lower-class individuals. In studies 1 and 2, upper-class individuals were more likely to break the law while driving, relative to lower-class individuals. In follow-up laboratory studies, upper-class individuals were more likely to exhibit unethical decision-making tendencies (study 3), take valued goods from others (study 4), lie in a negotiation (study 5), cheat to increase their chances of winning a prize (study 6), and endorse unethical behavior at work (study 7) than were lower-class individuals. Mediator and moderator data demonstrated that upper-class individuals&rsquo; unethical tendencies are accounted for, in part, by their more favorable attitudes toward greed.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.pnas.org\/content\/109\/11\/4086.abstract\">Proceedings of the National Academy of Sciences<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Vollzeitbesch&auml;ftigte m&ouml;chten Arbeitszeit reduzieren, Teilzeitbesch&auml;ftigte m&ouml;chten aufstocken<\/strong><br>\nBei den Arbeitszeiten in Deutschland gehen die betriebliche Realit&auml;t und die Bed&uuml;rfnisse der Besch&auml;ftigten deutlich auseinander. Vollzeitbesch&auml;ftigte m&ouml;chten ihre tats&auml;chliche Arbeitszeit im Durchschnitt reduzieren, Teilzeitbesch&auml;ftigte aufstocken, zeigt eine neue Untersuchung. &Uuml;berstundenabbau und Wahlarbeitszeit k&ouml;nnten Abhilfe schaffen.<br>\nK&uuml;rzer oder l&auml;nger arbeiten? Die Vorschl&auml;ge f&uuml;r eine angemessene Arbeitszeitpolitik sind widerspr&uuml;chlich. Die Bundesagentur f&uuml;r Arbeit r&auml;t angesichts der demografischen Entwicklung neuerdings zu l&auml;ngeren Arbeitszeiten. Dagegen werben Sozialpolitiker f&uuml;r eine Verk&uuml;rzung. Hauptargumente hier: Eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie sowie die Reduzierung von gesundheitssch&auml;dlichen Arbeitsbelastungen.<br>\nWie ist es in Sachen Arbeitszeit um die Bed&uuml;rfnisse der Besch&auml;ftigten einerseits, die Situation in deutschen Betrieben andererseits bestellt? Das haben PD Dr. Elke Holst vom Deutschen Institut f&uuml;r Wirtschaftsforschung (DIW) und Dr. Hartmut Seifert, ehemaliger Leiter des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) in der Hans-B&ouml;ckler-Stiftung, untersucht. Nach ihrer Analyse auf Basis des Sozio-oekonomischen Panels (SOEP) weichen die tats&auml;chlichen von den bevorzugten Arbeitszeiten deutlich ab. Insgesamt empfinden Arbeitnehmer die Arbeitszeiten als zu lang, zeigen die Forscher in einem Aufsatz, der in der aktuellen Ausgabe der WSI-Mitteilungen erschienen ist.* Dabei galt f&uuml;r alle Befragten im SOEP, dass sie f&uuml;r ihre Wunsch-Arbeitszeit auch ein entsprechend angepasstes Entgelt akzeptieren w&uuml;rden.<br>\nM&auml;nner mussten 2009 durchschnittlich 3,6 Stunden, Frauen 1,6 Stunden pro Woche l&auml;nger arbeiten als erw&uuml;nscht. Hinter diesen Durchschnittswerten verbergen sich allerdings ausgepr&auml;gte Unterschiede zwischen Vollzeit- und Teilzeitbesch&auml;ftigten: Vollzeitbesch&auml;ftigte M&auml;nner waren in den alten Bundesl&auml;ndern 4,7 und in den neuen Bundesl&auml;ndern 5,2 Stunden l&auml;nger t&auml;tig als erw&uuml;nscht. Hingegen h&auml;tten westdeutsche Frauen mit einer Teilzeitstelle ihre tats&auml;chliche Arbeitszeit gern um drei Stunden, ihre ostdeutschen Kolleginnen um 2,9 Stunden erh&ouml;ht (siehe auch die Grafik im B&ouml;ckler Impuls 4\/2012; Link unten).<br>\nGro&szlig;e Differenzen k&ouml;nnen Holst und Seifert auch zwischen den per Tarif- oder Arbeitsvertrag vereinbarten und den tats&auml;chlichen Arbeitszeiten in den Betrieben nachweisen. Im Jahr 2009 arbeiteten M&auml;nner pro Woche im Schnitt 4,3 Stunden l&auml;nger als im Vertrag vorgesehen, bei Frauen betrug der Unterschied 2,1 Stunden. Ein Abbau dieser Differenz k&auml;me den Bed&uuml;rfnissen der Besch&auml;ftigten entgegen, halten die Forscher fest: &ldquo;Ein wesentlicher Schritt w&auml;re getan, wenn &Uuml;berstunden und Mehrarbeit vermieden und die vereinbarten Arbeitszeiten eingehalten w&uuml;rden.&rdquo;<br>\nDer Idee, einem drohenden Fachkr&auml;ftemangel in Deutschland mit l&auml;ngeren Arbeitszeiten zu begegnen, stehen die Wissenschaftler angesichts ihrer Befunde skeptisch gegen&uuml;ber. Stattdessen pl&auml;dieren sie daf&uuml;r, den Besch&auml;ftigten einen gr&ouml;&szlig;eren Gestaltungsspielraum einzur&auml;umen. Wahlarbeitszeiten, die individuelle Abweichungen von der Regelarbeitszeit erm&ouml;glichen, k&ouml;nnten ein alterns- und familiengerechtes Arbeiten erleichtern. Erwerbsarbeit w&uuml;rde damit insbesondere f&uuml;r Frauen und &auml;ltere Arbeitnehmer attraktiver, was zu h&ouml;heren Erwerbsquoten in diesen Gruppen f&uuml;hren d&uuml;rfte. Holst und Seifert schreiben, dass sich eine pr&auml;ferenzgerechte Arbeitszeitgestaltung letztlich sogar positiv auf das Erwerbspotenzial auswirken k&ouml;nnte. Wahlarbeitszeiten k&auml;men also nicht nur den Bed&uuml;rfnissen der Besch&auml;ftigten entgegen, sondern seien &ldquo;auch im Hinblick auf Effekte beim Arbeitskr&auml;fteangebot eine zielf&uuml;hrende Alternative zu generellen Arbeitszeitverl&auml;ngerungen&rdquo;.<br>\n*Elke Holst, Hartmut Seifert: Arbeitszeitpolitische Kontroversen im Spiegel der Arbeitszeitw&uuml;nsche, in: WSI-Mitteilungen 02\/2012.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/hbs_showpicture.htm?id=39083&amp;chunk=1\">Infografik zum Download im B&ouml;ckler Impuls  4\/2012<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Weltwasserforum in Marseille: Kampf ums Lebenselixier<\/strong><br>\nDer Wasserverbrauch steigt weltweit dramatisch an. Das gef&auml;hrdet nach Einsch&auml;tzung des Weltwasserentwicklungsberichts der Vereinten Nationen, der am Montag im franz&ouml;sischen Marseilles pr&auml;sentiert worden ist, alle Milleniums-Entwicklungsziele, auf die sich die UN-Vollversammlung im Jahr 2000 geeinigt hat. Die wesentlichen Gr&uuml;nde f&uuml;r den steigenden Wasserbedarf sind nach Einsch&auml;tzung der Unesco-Generalsekret&auml;rin Irina Bokova und Michel Jarraud, der die Unterorganisation UN- Wasser leitet, der steigende Lebensmittelbedarf, die rasante Verst&auml;dterung der Welt sowie der Klimawandel.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/weltwasserforum-in-marseille-kampf-ums-lebenselixier\/6319034.html\">Tagesspiegel<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>F&auml;kalien sind eben nicht attraktiv<\/strong><br>\nW&auml;hrend weltweit mehr Menschen Zugang zu Trinkwasser haben, fehlen Toiletten. Ariane Krause von Ingenieure ohne Grenzen erkl&auml;rt, was das in Tansania bedeutet: Krankheiten und Gestank: &ldquo;Vom Gestank mal abgesehen, hat die sanit&auml;re Situation in der Region Kagera auch direkt Einfluss auf Grund- und Oberfl&auml;chenwasser. Die meisten Leute haben eine Latrinentoilette ohne Fundament, das die Exkremente sicher birgt. Schaut man auf den Kagera-Fluss, sieht man nur noch ein Drittel der Wasserfl&auml;che, der Rest ist wegen F&auml;kalien komplett mit Algen bedeckt. Indem die Menschen das Wasser trinken, nehmen sie die Krankheitserreger auf. Dasselbe passiert, wenn Fliegen von den Latrinen aus in die Wassertanks der Menschen gelangen. &hellip; Die Bauern hier haben ein durchschnittliches Jahreseinkommen von unter 400 US-Dollar. Davon m&uuml;ssen sie ihre Familien ern&auml;hren und bestenfalls Schulgeld zahlen. Selbst wenn eine Toilette g&uuml;nstig ist, verzichten die Menschen am ehesten darauf. Deshalb muss eine sanit&auml;re Versorgung her, die auch wirtschaftlich Sinn macht f&uuml;r die Bev&ouml;lkerung. F&uuml;r sie [ist] unser Konzept interessant, an die Toiletten einen Ofen anzuschlie&szlig;en und die F&auml;kalien zu &ouml;kologischem D&uuml;nger zu verarbeiten. Durch Erntegewinne k&ouml;nnen sich die Bauern vielleicht selbst nachhaltige Toiletten leisten. Langfristig k&ouml;nnten die Farmer die F&auml;kalien im Dorf zentral an einer Stelle sammeln, kompostieren und sie sp&auml;ter als D&uuml;nger wieder ausgeben. &hellip; An tansanischen Universit&auml;ten forschen Professoren zum Thema. Aber bis es eine fl&auml;chendeckende sanit&auml;re Versorgung gibt, braucht es sicher noch 30 Jahre und viel &Ouml;ffentlichkeitsarbeit. Der Umgang mit F&auml;kalien ist eben nicht&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=wu&amp;dig=2012%2F03%2F14%2Fa0074&amp;cHash=d51969b567\">taz<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Gut 127,1 Millionen Euro Staatsmittel f&uuml;r im Bundestag vertretene Parteien<\/strong><br>\nDie im Bundestag vertretenen Parteien haben im Jahr 2010 insgesamt gut 127,1 Millionen Euro an staatlichen Mitteln erhalten. Das geht aus den als Unterrichtung durch den Bundestagspr&auml;sidenten (17\/8550) vorgelegten Rechenschaftsberichten von CDU, SPD, B&uuml;ndnis 90\/Die Gr&uuml;nen, FDP, Die Linke und CSU f&uuml;r 2010 hervor. Danach erhielt die CDU im Jahr 2010 staatliche Mittel in H&ouml;he von knapp 42,9 Millionen Euro. Die SPD bekam staatliche Mittel in H&ouml;he von fast 39,0 Millionen Euro. Die Gr&uuml;nen kamen auf mehr als 11,4 Millionen Euro an staatlichen Mitteln, die FDP auf rund 13,4 Millionen Euro, Die Linke auf gut 10,8 Millionen Euro und die CSU auf mehr als 9,6 Millionen Euro.<br>\nDen Berichten zufolge erwirtschafteten alle sechs Parteien im Jahr 2010 einen &Uuml;berschuss. Bei der CDU beliefen sich die Einnahmen der Gesamtpartei auf gut 138,0 Millionen Euro und die Ausgaben auf mehr als 120,1 Millionen Euro, womit die Partei ein Plus in H&ouml;he von gut 17,9 Millionen Euro verbuchen konnte. Bei der SPD standen Einnahmen in H&ouml;he von knapp 147,2 Millionen Euro Ausgaben in H&ouml;he von fast 127,2 Millionen Euro gegen&uuml;ber, was zu einem &Uuml;berschuss von 20,0 Millionen Euro f&uuml;hrte. Die Gr&uuml;nen verzeichneten bei gut 31,2 Millionen Euro an Einnahmen und knapp 25,6 Millionen Euro an Ausgaben ein Plus von fast 5,7 Millionen Euro. Die FDP gibt in ihrem Bericht bei Einnahmen in H&ouml;he von rund 34,35 Millionen Euro und Ausgaben in H&ouml;he von gut 27,5 Millionen Euro einen &Uuml;berschuss von mehr als 6,8 Millionen Euro an. Bei der Partei Die Linke lagen die Ausgaben in H&ouml;he von knapp 23,0 Millionen Euro um fast 4,9 Millionen Euro unter den Einnahmen in H&ouml;he von gut 27,85 Millionen Euro. Die CSU kam mit Einnahmen von rund 35,0 Millionen Euro und Ausgaben von rund 30,5 Millionen Euro auf ein Plus von knapp 4,5 Millionen Euro.<br>\nDie CDU erhielt im Jahr 2010 den Angaben zufolge Spenden von nat&uuml;rlichen Personen in H&ouml;he von knapp 11,5 Millionen Euro und von juristischen Personen in H&ouml;he von gut 6,1 Millionen Euro. Das entspricht einem Anteil von 8,33 Prozent beziehungsweise 4,43 Prozent an den Gesamteinnahmen. Bei der SPD beliefen sich die Spenden nat&uuml;rlicher Personen auf rund 7,8 Millionen Euro (5,30 Prozent) und die Spenden juristischer Personen auf mehr als 1,7 Millionen Euro (1,19 Prozent). Die Gr&uuml;nen kamen auf rund 3,5 Millionen Euro an Spenden nat&uuml;rlicher Personen (11,22 Prozent) und gut 0,5 Millionen Euro an Spenden juristischer Personen (1,73 Prozent). Die FDP weist in ihrem Bericht Spenden nat&uuml;rlicher Personen in H&ouml;he von knapp 4,2 Millionen Euro (12,22 Prozent) und Spenden juristischer Personen in H&ouml;he von fast 1,8 Millionen Euro (5,22 Prozent) aus. Die Partei Die Linke verzeichnete Spenden von nat&uuml;rlichen Personen in H&ouml;he von knapp 2,1 Millionen Euro (7,44 Prozent) und Spenden von juristischen Personen in H&ouml;he von 0,02 Millionen Euro (0,08 Prozent). Die CSU verbuchte gut 3,4 Millionen Euro an Spenden nat&uuml;rlicher Personen (9,80 Prozent) und mehr als 2,0 Millionen Euro an Spenden juristischer Personen (5,81 Prozent).<br>\nDie Zahl ihrer Mitglieder Ende Dezember 2010 gibt die CDU mit 505.355 an und die SPD mit 502.062. Die Gr&uuml;nen verzeichneten Ende 2010 laut Bericht 53.039 Mitglieder. Der FDP geh&ouml;rten zu diesem Zeitpunkt 68.541 Mitglieder an, der Partei Die Linke 73.658 und der CSU 153.974.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bundestag.de\/presse\/hib\/2011_03\/2011_094\/01.html\">Deutscher Bundestag<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Soziale Lage und politisches Bewusstsein von Studierenden<\/strong><br>\nUnter dem Titel &bdquo;Studiensituation und studentische Orientierungen&ldquo; ver&ouml;ffentlicht das Bundesbildungsministerium mittlerweile den 11. &bdquo;Studierendensurvey&ldquo;. Die Konstanzer Arbeitsgruppe Hochschulforschung befragt dazu regelm&auml;&szlig;ig Studierende nach ihren Interessen, ihrer Lage und ihrer Zufriedenheit mit dem Studium. Der letzte Survey wurde 2011 ver&ouml;ffentlicht. Tino Bargel, Hochschulforscher in Konstanz, ist von Anfang an daran beteiligt. Er wird das Er&ouml;ffnungsreferat halten auf der Konferenz &bdquo;Zwischen Resignation und Revolte &ndash; soziale Lage und politisches Bewusstsein der Studierenden&ldquo; am 21. April in der Studiob&uuml;hne an der Uni K&ouml;ln.<br>\nSind viele Studierende vielleicht einfach deshalb nicht mehr gesellschaftlich oder politisch engagiert, weil sie nach der Bologna-Reform im Studium zu sehr gestresst sind?<br>\nDas ist tats&auml;chlich eine Ursache: es gibt objektiv mehr Stress. Die Studenten selber machen sich aber auch mehr Stress, indem sie erfolgreicher und schneller sein wollen, manchmal sogar mehr, als von ihnen verlangt wird. Und, das ist das Interessante, sie f&uuml;hlen auch mehr Stress. Wegen der unsicheren Zukunftsperspektive, wegen der verst&auml;rkten Konkurrenz, die sie empfinden.<br>\nHat denn die Bolognareform den Stress erh&ouml;ht?<br>\nJa, im Bachelorstudium wird der Stress st&auml;rker empfunden. Die Studierenden klagen aber nicht dar&uuml;ber, dass die Leistungsanforderungen gestiegen sind. Stress bringt die Art der Umsetzung des Angebotes. Sprich: in welcher Weise die Module gestaltet werden, in welcher Weise Pr&uuml;fungen gestaltet werden, in der Menge am Ende des Semesters, und dass die Noten relevant werden f&uuml;r das Schlusszeugnis. Und gleichzeitig werden die Sanktionen sehr rigide und b&uuml;rokratisch gehandhabt, ohne Flexibilit&auml;t, ohne Atem holen. Es gibt keine Zeitfenster, es gibt zu wenig Individualit&auml;t, und das sind einige Punkte, die im Bachelorstudium repariert werden m&uuml;ssen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/studierendenbewusstsein.de\/2012\/03\/07\/interview-mit-tino-bargel\/\">Studierendenbewusstsein<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Es ist Zeit f&uuml;r ein Netzmedien-F&ouml;rdergesetz<\/strong><br>\nKleine, unabh&auml;ngige Netzmedien haben es schwer, sich im World Wide Web zu behaupten. Eine F&ouml;rderung, wie sie die Filmemacher einst erstritten, ist hierzulande &uuml;berf&auml;llig.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/carta.info\/41756\/es-ist-zeit-fur-ein-netzmedien-fordergesetz\/\">CARTA<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. 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(RS\/WL)<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-12537","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/12537","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=12537"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/12537\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":12540,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/12537\/revisions\/12540"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=12537"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=12537"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=12537"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}