{"id":125695,"date":"2024-12-05T09:00:16","date_gmt":"2024-12-05T08:00:16","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=125695"},"modified":"2025-01-14T13:42:50","modified_gmt":"2025-01-14T12:42:50","slug":"30-jahre-budapester-memorandum-die-nukleare-abruestung-der-ukraine-im-rueckblick","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=125695","title":{"rendered":"30 Jahre Budapester Memorandum: Die nukleare Abr\u00fcstung der Ukraine im R\u00fcckblick"},"content":{"rendered":"<p>Das Budapester Memorandum, unterzeichnet am 5. Dezember 1994, ist eine internationale Vereinbarung, in der Russland, die USA und Gro&szlig;britannien der Ukraine im Gegenzug f&uuml;r ihren Verzicht auf ihr sowjetisches Atomwaffenarsenal Sicherheitsgarantien gaben. Dabei spielte nicht nur die territoriale Integrit&auml;t der Ukraine, sondern ihre Souver&auml;nit&auml;t eine Rolle. Doch das Dokument trug nicht zur Entspannung in der Region bei. Eine Analyse des ungarischen Botschafters a. D. <strong>Gy&ouml;rgy Varga<\/strong>, der die Zeremonie in der ungarischen Hauptstadt diplomatisch begleitete. Aus dem Ungarischen &uuml;bersetzt von <strong>&Eacute;va P&eacute;li<\/strong>.<\/p><p><em>Dieser Beitrag ist auch als Audio-Podcast verf&uuml;gbar.<\/em><br>\n<!--more--><br>\n<\/p><div class=\"powerpress_player\" id=\"powerpress_player_2861\"><!--[if lt IE 9]><script>document.createElement('audio');<\/script><![endif]-->\n<audio class=\"wp-audio-shortcode\" id=\"audio-125695-1\" preload=\"none\" style=\"width: 100%;\" controls=\"controls\"><source type=\"audio\/mpeg\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/241205_30_Jahre_Budapester_Memorandum_Die_nukleare_Abruestung_der_Ukraine_im_Rueckblick_NDS.mp3?_=1\"><\/source><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/241205_30_Jahre_Budapester_Memorandum_Die_nukleare_Abruestung_der_Ukraine_im_Rueckblick_NDS.mp3\">https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/241205_30_Jahre_Budapester_Memorandum_Die_nukleare_Abruestung_der_Ukraine_im_Rueckblick_NDS.mp3<\/a><\/audio><\/div><p class=\"powerpress_links powerpress_links_mp3\">Podcast: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/241205_30_Jahre_Budapester_Memorandum_Die_nukleare_Abruestung_der_Ukraine_im_Rueckblick_NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_pinw\" target=\"_blank\" title=\"Play in new window\" onclick=\"return powerpress_pinw('https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?powerpress_pinw=125695-podcast');\" rel=\"nofollow\">Play in new window<\/a> | <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/241205_30_Jahre_Budapester_Memorandum_Die_nukleare_Abruestung_der_Ukraine_im_Rueckblick_NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_d\" title=\"Download\" rel=\"nofollow\" download=\"241205_30_Jahre_Budapester_Memorandum_Die_nukleare_Abruestung_der_Ukraine_im_Rueckblick_NDS.mp3\">Download<\/a><\/p><p>Mit der Aufl&ouml;sung der Sowjetunion am 26. Dezember 1991 und dem Entstehen von 15 Nachfolgestaaten sahen sich die L&auml;nder der Welt mit einem bis dahin unbekannten Sicherheitsrisiko konfrontiert: Die Nuklearwaffen der Atommacht Sowjetunion gingen in den Besitz und das Hoheitsgebiet von vier Nachfolgestaaten &uuml;ber. Der Status Russlands als Nachfolgestaat der Sowjetunion &ndash; als Kernwaffenstaat &ndash; galt als gesichert, w&auml;hrend die Ukraine, Belarus und Kasachstan nicht nur als neue Staaten, sondern auch als Kernwaffenstaaten in den internationalen Beziehungen und in der Sicherheitspolitik auftauchten.<\/p><p>Die neue Situation war f&uuml;r die Vereinten Nationen (UN) und insbesondere f&uuml;r die Gro&szlig;m&auml;chte inakzeptabel. Als Mitglieder des Nuklearklubs und st&auml;ndige Mitglieder des UN-Sicherheitsrats waren sie daran interessiert, dass die Ukraine, Kasachstan und Belarus schnellstm&ouml;glich dem Atomwaffensperrvertrag (NVV) beitreten, um den vor dem Zerfall der Sowjetunion bestehenden nuklearen Status quo wiederherzustellen.<\/p><p>Russland nutzte sein damals relativ starkes Druckmittel, sammelte in der ersten H&auml;lfte des Jahres 1992 die taktischen Kernwaffen auf seinem Territorium ein und einigte sich relativ schnell mit Kasachstan und Belarus dar&uuml;ber, dass diese die auf ihren Territorien befindlichen strategischen Kernsprengk&ouml;pfe an Russland &uuml;bergeben.<\/p><p><strong>&Uuml;bergabe der strategischen Kernwaffen in der Ukraine<\/strong><\/p><p>Die ukrainische F&uuml;hrung war sich dar&uuml;ber im Klaren, dass ihr Land durch das sowjetische nukleare Erbe zur nominell drittst&auml;rksten Atommacht der Welt aufgestiegen war, und versuchte, diese Situation so weit wie m&ouml;glich f&uuml;r legitime Zwecke auszunutzen. Damals sah sich die Ukraine, ein Land mit 52 Millionen Einwohnern, so gro&szlig; wie Frankreich, eindeutig als Regionalmacht, und ihr nuklearer Status verst&auml;rkte diese Einordnung.<\/p><p>Angesichts des Widerstands der Gro&szlig;m&auml;chte und der Tendenz in der Weltpolitik, das Entstehen neuer Atomm&auml;chte nicht zu unterst&uuml;tzen, begann die Ukraine, &uuml;ber die Abr&uuml;stung von Atomwaffen zu verhandeln. Sowohl f&uuml;r Moskau als auch f&uuml;r Washington war klar, dass die Atomwaffen in der Ukraine an Russland &uuml;bergeben werden sollten. 1992 begannen die russisch-ukrainischen Verhandlungen &uuml;ber die nukleare Abr&uuml;stung in der Ukraine, denen sich die Vereinigten Staaten im August 1993 anschlossen. Kiew setzte sich politische und wirtschaftliche Ziele f&uuml;r die nukleare Abr&uuml;stung. Das ukrainische politische und milit&auml;rische Ziel bestand darin, Sicherheitsgarantien zu erreichen, die die Souver&auml;nit&auml;t und territoriale Integrit&auml;t einer atomwaffenfreien Ukraine gew&auml;hrleisten w&uuml;rden. Die wirtschaftlichen Ziele umfassten sowohl einen finanziellen Ausgleich f&uuml;r die &uuml;bertragenen Waffen als auch eine finanzielle Beteiligung an der Demontage und Zerst&ouml;rung der verbleibenden technischen Infrastruktur.<\/p><p>Als Ergebnis der Verhandlungen stimmte die Ukraine 1994 der &Uuml;bergabe von Atomsprengk&ouml;pfen an Russland zu, w&auml;hrend dieses sich im Gegenzug zur Lieferung von Kernbrennstoff f&uuml;r ukrainische Atomkraftwerke verpflichtete. Russland erhielt auch einen Teil der Abschussger&auml;te f&uuml;r luftgest&uuml;tzte Atomsprengk&ouml;pfe (Milit&auml;rbomber TU-160, TU-95), von denen der Rest ebenso wie 176 <a href=\"https:\/\/www.rferl.org\/a\/ukraine-s-last-nuclear-missile-base-chapple\/29882485.html\">Stahlbetonsilos<\/a> im Bereich der bodengest&uuml;tzten Sprengk&ouml;pfe sp&auml;ter in der Ukraine mit US-amerikanischer Finanzierung zerst&ouml;rt wurde.<\/p><p><strong>Unterzeichnung des Budapester Memorandums<\/strong><\/p><p>Der ukrainische Pr&auml;sident Leonid Kutschma, Russlands Pr&auml;sident Boris Jelzin und ihr US-amerikanischer Amtskollege Bill Clinton sowie der britische Premierminister John Major unterzeichneten daraufhin auf dem Gipfeltreffen der Organisation f&uuml;r Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) am 5. Dezember 1994 in der ungarischen Hauptstadt Budapest das <em>&bdquo;Memorandum &uuml;ber Sicherheitsgarantien f&uuml;r den Beitritt der Ukraine zum Nichtverbreitungsvertrag&ldquo;.<\/em> Dieses <a href=\"https:\/\/treaties.un.org\/doc\/Publication\/UNTS\/Volume%203007\/Part\/volume-3007-I-52241.pdf\">Dokument<\/a> steckte den politischen Rahmen f&uuml;r die nukleare Abr&uuml;stung in der Ukraine ab. Nebenbei sei bemerkt, dass der Autor dieses Beitrags die Ehre hatte, der Zeremonie als diplomatischer Begleiter des ukrainischen Pr&auml;sidenten beizuwohnen.<\/p><p>Dem Dokument zufolge hat sich die Ukraine verpflichtet, dem NVV als Nichtkernwaffenstaat beizutreten und ihre Kernwaffen innerhalb einer bestimmten Frist abzugeben.<\/p><p>Die Gro&szlig;m&auml;chte verpflichteten sich,<\/p><ol>\n<li>die Unabh&auml;ngigkeit, die Souver&auml;nit&auml;t und die bestehenden Grenzen der Ukraine zu respektieren,<\/li>\n<li>auf die Anwendung von Gewalt oder Drohungen gegen die Unabh&auml;ngigkeit und die territoriale Integrit&auml;t der Ukraine zu verzichten,<\/li>\n<li>keine Kernwaffen gegen die Ukraine als Vertragsstaat des NVV (Nichtkernwaffenstaat) einzusetzen, es sei denn, sie werden von einem Nichtkernwaffenstaat (das hei&szlig;t der Ukraine) und seinen mit Kernwaffen ausgestatteten Verb&uuml;ndeten angegriffen.<\/li>\n<\/ol><p>Der Nuklearklub wurde nicht erweitert, und das Schicksal der sowjetischen Kernwaffen wurde Mitte der 1990er-Jahre geregelt. Russland blieb die einzige post-sowjetische Atommacht. Die zuvor stabile Situation &auml;nderte sich grundlegend, als die internationalen Beziehungen um die Ukraine zunehmend angespannt wurden. Die Ambitionen der NATO, die ukrainische Neutralit&auml;t zu beenden, f&uuml;hrten zu einer neuen Sicherheitslage in Europa, die weit &uuml;ber den bisherigen Status quo hinausreichte.<\/p><p>2007, nach Jahren der friedlichen Koexistenz, kritisierte der russische Pr&auml;sident Wladimir Putin in einer <a href=\"https:\/\/www.blaetter.de\/ausgabe\/2007\/maerz\/was-ist-aus-den-garantien-geworden\">Rede<\/a> auf der M&uuml;nchner Sicherheitskonferenz (die viele an den Kalten Krieg erinnerte) die NATO scharf f&uuml;r ihre Expansion auf das Gebiet der Sowjetunion. Putin <a href=\"https:\/\/www.theguardian.com\/world\/2008\/apr\/04\/nato.russia\">reagierte in &auml;hnlicher Weise<\/a>, nachdem die Ukraine (und Georgien) auf dem NATO-Gipfel in Bukarest im Februar 2008 als potenzielles NATO-Mitglied genannt worden waren.<\/p><p><strong>Budapester Memorandum unter Beschuss<\/strong><\/p><p>Nach dem verfassungswidrigen Staatsstreich in Kiew am 22. Februar 2014, durch den Viktor Janukowitsch und seine Regierung abgesetzt wurden, und der Abschaffung des Gesetzes &uuml;ber die Verwendung von Minderheitensprachen durch die neuen politischen Kr&auml;fte am 23. Februar desselben Jahres stellte sich die Bev&ouml;lkerung der Ostukraine und der Krim &ndash; &uuml;berwiegend russischst&auml;mmig und russischsprachig &ndash; offen gegen die durch den Staatsstreich eingesetzte politische Elite, die Regierung, die vom kollektiven Westen geschaffen und unterst&uuml;tzt worden war. Mit Bezug auf die unrechtm&auml;&szlig;ige F&uuml;hrung der Ukraine und die antirussischen Ma&szlig;nahmen wurde am 16. M&auml;rz auf der Krim ein Referendum abgehalten. 95 Prozent der Bev&ouml;lkerung stimmten f&uuml;r den <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/krim-referendum-95-prozent-stimmen-fuer-russland-beitritt-100.html\">Anschluss an Russland<\/a>, und am 18. M&auml;rz akzeptierten die russischen Staatsorgane, also das Parlament und das Staatsoberhaupt, diese Entscheidung.<\/p><p>Die Frage des Beitritts der Krim zu Russland hat die Rolle und die Bedeutung des Budapester Memorandums deutlich gemacht. Nach Ansicht der Ukraine und ihrer westlichen Verb&uuml;ndeten hat Russland gegen das Dokument versto&szlig;en und die bestehenden Grenzen der Ukraine nicht respektiert, als es beschloss, den Beitritt der Krim zu akzeptieren.<\/p><p><strong>Zu Russlands angeblichem Versto&szlig; gegen seine Verpflichtungen<\/strong><\/p><p>Russland argumentiert, dass der Westen die Verpflichtungen aus dem Budapester Memorandum bereits lange vor den Ereignissen von 2014 und 2022 systematisch verletzt habe. Daher sei die russische Reaktion darauf provoziert, und das Memorandum habe f&uuml;r die Bewertung dieser Ereignisse keine Relevanz mehr.<\/p><p>Auf russischer Seite wird in den internationalen Debatten zu diesem Thema darauf hingewiesen, dass:<\/p><ol>\n<li>in der ukrainischen Unabh&auml;ngigkeitserkl&auml;rung von 1991 der k&uuml;nftige Status der Ukraine als &bdquo;ewig neutrales&ldquo; Land definiert wurde, und dieser Status wurde durch die 1996 verabschiedete Verfassung best&auml;tigt. Die Ukraine unterzeichnete 1994 das Budapester Memorandum als ein Land, das sich zur dauernden Neutralit&auml;t verpflichtet hat.<\/li>\n<li>1994 erhielt die Ukraine im Gegenzug f&uuml;r ihren Verzicht auf Atomwaffen von den Gro&szlig;m&auml;chten Zusicherungen, ihre Souver&auml;nit&auml;t und territoriale Integrit&auml;t zu respektieren. Diese Garantien waren umso wichtiger, da die Ukraine aufgrund ihrer neutralen Position keinen milit&auml;rischen Schutzbund hatte.\n<p>Die Erkl&auml;rung des NATO-Gipfels von 2008 in Bukarest, die Ukraine als potenzielles Mitglied zu benennen, stand in direktem Widerspruch zu den Bestimmungen des Budapester Memorandums und den ausdr&uuml;cklichen Vereinbarungen mit der Ukraine. Sie ber&uuml;cksichtigte weder die Einschr&auml;nkungen durch die Unabh&auml;ngigkeitserkl&auml;rung der Ukraine und ihre Verfassung noch die Tatsache, dass es 2008 in der Ukraine keine gesellschaftliche Unterst&uuml;tzung f&uuml;r eine NATO-Mitgliedschaft gab.<\/p><\/li>\n<li>Nach Ansicht Moskaus hat die Beteiligung westlicher L&auml;nder an einer verfassungswidrigen Macht&uuml;bernahme im Jahr 2014 die Souver&auml;nit&auml;t der Ukraine verletzt. <a href=\"https:\/\/www.dw.com\/de\/regierung-und-opposition-unterzeichnen-vereinbarung-zur-krisenl%C3%B6sung\/a-17449594\">Am 21. Februar 2014 unterzeichneten<\/a> der deutsche Au&szlig;enminister Frank-Walter Steinmeier, der polnische Au&szlig;enminister Rados&#322;aw Sikorski und der franz&ouml;sische Au&szlig;enminister Laurent Fabius eine Vereinbarung zwischen Pr&auml;sident Janukowitsch und der Opposition zur Beilegung der innenpolitischen Krise und leisteten dann stillschweigend Unterst&uuml;tzung bei einer gewaltsamen Macht&uuml;bernahme, die am n&auml;chsten Tag erfolgte. Der Westen erkannte die politischen Kr&auml;fte als legitim an, die die Macht illegitim &uuml;bernommen hatten, indem sie den demokratisch gew&auml;hlten Staatschef und seine Regierung gewaltsam absetzten, was zu einem B&uuml;rgerkrieg mit nachhaltigen Folgen f&uuml;hrte.<\/li>\n<\/ol><p><strong>Zu Russlands Vorwurf an den kollektiven Westen<\/strong><\/p><p>Auf eine dramatische Eskalation des Konflikts in der aktuellen Phase des Krieges in der Ukraine deuten Berichte der vorigen Wochen aus US-Quellen hin. Demnach plant die Biden-Regierung den Einsatz von Atomwaffen, um der Kiewer F&uuml;hrung zu helfen, die sich in einer milit&auml;risch nahezu aussichtslosen Situation befindet. Pr&auml;sident Putin hat vor den schwerwiegenden Folgen eines solchen Vorgehens <a href=\"https:\/\/www.reuters.com\/world\/europe\/kremlin-says-discussion-west-about-giving-ukraine-nuclear-weapons-is-2024-11-26\/\">gewarnt<\/a> und damit gedroht, in einem solchen Fall alle Mittel einzusetzen, die Russland zur Verf&uuml;gung stehen.<\/p><p>Die Verfasser des Budapester Memorandums scheinen bei bestimmten Szenarien sehr vorsichtig gewesen zu sein. Die Bestimmungen von Absatz 5 des Dokuments spiegeln sich in der <a href=\"https:\/\/www.abc.net.au\/news\/2024-11-19\/vladimir-putin-signs-new-russian-nuclear-doctrine\/104621826\">neuen russischen Nukleardoktrin<\/a> wider, die am 19. November 2024 in Kraft getreten ist:<\/p><blockquote><p>\n<em>&bdquo;Die Garantiegeber werden keine Kernwaffen gegen die Ukraine als (kernwaffenfreien) NVV-Vertragsstaat einsetzen, es sei denn, sie werden von einem kernwaffenfreien Staat (das hei&szlig;t der Ukraine) und seinen mit Kernwaffen ausgestatteten Verb&uuml;ndeten angegriffen.&ldquo;<\/em>\n<\/p><\/blockquote><p>Das hei&szlig;t, Russland hat den entsprechenden Punkt des Budapester Memorandums in seine erneuerte Nukleardoktrin aufgenommen. Das Datum der Unterzeichnung der russischen Doktrin durch Pr&auml;sident Putin (19. November) fiel mit dem Tag zusammen, an dem amerikanische ATACMS-Raketen (300 Kilometer Reichweite) unter amerikanischer F&uuml;hrung auf Ziele in Russland abgefeuert wurden.<\/p><p><small>Titelbild: Der US-amerikanische Pr&auml;sident Bill Clinton, der russische Pr&auml;sident Boris Jelzin und der ukrainische Pr&auml;sident Leonid Krawtschuk nach der Unterzeichnung der Trilateralen Erkl&auml;rung vom 14. Januar 1994 zur Vorbereitung des Memorandums &ndash; gemeinfrei<\/small><\/p><div class=\"moreLikeThis\">\n<strong>Mehr zum Thema: <\/strong>\n<p><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=125106\">Botschafter a. D. Gy&ouml;rgy Varga: Raketen der &bdquo;lahmen Ente&ldquo;<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=122328\">Stimmen aus Ungarn: Deutsche Au&szlig;enpolitik ohne R&uuml;ckhalt in der Bev&ouml;lkerung<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=118736\">Stimmen aus Ungarn: Die Verabsolutierung des Krieges in der Ukraine<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=121160\">Exklusiv-Beitrag von Botschafter a. D. Varga: Falsche Argumente im Dienste von Angstmacherei und Krieg<\/a>\n<\/p><\/div><p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/vg04.met.vgwort.de\/na\/083b7428a9944e9c93190c8d3cb6b31f\" width=\"1\" height=\"1\" alt=\"\"><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Budapester Memorandum, unterzeichnet am 5. Dezember 1994, ist eine internationale Vereinbarung, in der Russland, die USA und Gro&szlig;britannien der Ukraine im Gegenzug f&uuml;r ihren Verzicht auf ihr sowjetisches Atomwaffenarsenal Sicherheitsgarantien gaben. Dabei spielte nicht nur die territoriale Integrit&auml;t der Ukraine, sondern ihre Souver&auml;nit&auml;t eine Rolle. Doch das Dokument trug nicht zur Entspannung in der<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=125695\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":125696,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[169,107,170,212],"tags":[1572,1519,3240,466,3175,663,259,2147,3415,260,1464],"class_list":["post-125695","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-aussen-und-sicherheitspolitik","category-audio-podcast","category-friedenspolitik","category-gedenktagejahrestage","tag-abruestung","tag-atomwaffen","tag-diplomatische-verhandlungen","tag-nato","tag-neutrale-laender","tag-putsch","tag-russland","tag-sowjetunion","tag-staatliche-souveraenitaet","tag-ukraine","tag-volksabstimmung"],"jetpack_featured_media_url":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/Presidents_after_signing_the_Trilateral_Statement_Moscow_1994-1.png","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/125695","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=125695"}],"version-history":[{"count":9,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/125695\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":127226,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/125695\/revisions\/127226"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/125696"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=125695"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=125695"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=125695"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}