{"id":125739,"date":"2024-12-05T14:00:58","date_gmt":"2024-12-05T13:00:58","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=125739"},"modified":"2024-12-06T18:55:27","modified_gmt":"2024-12-06T17:55:27","slug":"die-wahrheit-und-nichts-als-die-wahrheit-us-praesident-joe-biden-sein-sohn-hunter-und-donald-trump","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=125739","title":{"rendered":"\u201eDie Wahrheit und nichts als die Wahrheit\u201c \u2013 US-Pr\u00e4sident Joe Biden, sein Sohn Hunter und Donald Trump"},"content":{"rendered":"<p>Washington, das Wei&szlig;e Haus, Juli 2019. Es ist Wahlkampf, in vier Monaten wird ein neuer Pr&auml;sident gew&auml;hlt. Die klassische Paarung. Republikaner gegen Demokraten. Donald Trump will ein zweites Mal gew&auml;hlt werden. Sein Gegner hei&szlig;t Joe Biden. Die demokratische Partei knabbert immer noch an ihrer Niederlage bei der letzten Wahl, als Donald Trump die Favoritin Hillary Clinton besiegte. F&uuml;r die Demokraten noch immer unvorstellbar. Aber auch die Medien lagen mit ihrer selbstsicheren Vorhersage einer sicheren Niederlage Trumps daneben. Von <strong>Hubert Seipel<\/strong>.<br>\n<!--more--><br>\nDie neue Formel f&uuml;r den anstehenden Wahlkampf hat sich nicht ge&auml;ndert. Gut gegen B&ouml;se. Hier ein unberechenbarer rechtsradikaler Narzisst, von Wladimir Putin aus Moskau gesteuert, gegen einen Vertreter des wahren Amerika, jener garantierten moralischen &Uuml;berlegenheit, die nach eigenen Angaben bekannterma&szlig;en Demokratie und Menschenrechte verteidigt. <\/p><p>Das ist die Ausgangslage an jenem Tag f&uuml;r Donald Trump. An diesem Donnerstagvormittag kurz nach neun Uhr l&auml;sst sich der amerikanische Pr&auml;sident mit dem ukrainischen Amtskollegen in Kiew verbinden. Es ist eine wohlkalkulierte Geste politischer Beziehungspflege. Donald Trump gratuliert Pr&auml;sident Selenskyj, der selbst erst drei Monate im Amt ist, zu dem weiteren Sieg bei den Parlamentswahlen einige Tage zuvor. Selenskyj habe &bdquo;einen fantastischen Job gemacht&ldquo;, er&ouml;ffnet der amtierende US-Pr&auml;sident das Gespr&auml;ch. Viele h&auml;tten seiner neuen Partei keine Chancen einger&auml;umt und dann dieser Sieg. Selenskyj gibt die Komplimente postwendend zur&uuml;ck. Er habe von Trump gelernt, und von Trump lernen, hei&szlig;t, siegen lernen, sagt er sinngem&auml;&szlig;. Er hoffe, dass er und Trump nun &ouml;fters Kontakt haben. Es gebe viel zu besprechen.<\/p><p>Die Stimmung ist gelockert, es ist das zweite Gespr&auml;ch der Politiker per Telefon. Der Mann im Wei&szlig;en Haus unterstreicht einmal mehr, dass die USA der einzige wahre Freund der Ukraine seien. Angela Merkel etwa tue beispielsweise nichts f&uuml;r die Ukraine, so der amerikanische Pr&auml;sident. Auch die anderen europ&auml;ischen L&auml;nder wie Frankreich t&auml;ten nichts. <\/p><p>Der ukrainische Pr&auml;sident nimmt die Steilvorlage an. Sein amerikanischer Kollege habe &bdquo;zu hundert Prozent recht&ldquo;, pflichtet Selenskyj bei. Merkel und Macron machten bei Weitem nicht so viel f&uuml;r das Land wie die Vereinigten Staaten. Vor allem machten sie viel zu wenig Druck auf Moskau. Ganz anders Washington, und daf&uuml;r sei er Trump dankbar. Er wolle in Zukunft auch in Energiefragen viel st&auml;rker mit den USA kooperieren, die Ukraine kaufe bereits amerikanisches &Ouml;l ein.<\/p><p>Die Vereinigten Staaten sind f&uuml;r die Ukraine &uuml;berlebensnotwendig, stellen Hunderte von Millionen f&uuml;r Milit&auml;rhilfe f&uuml;r Kiew bereit, und ohne Washingtons F&uuml;rsprache vergibt auch der Internationale W&auml;hrungsfonds keine Kredite an das klamme Land. <\/p><p>Dann kommt Donald Trump zum eigentlichen Anliegen seines Anrufes. &bdquo;Ich m&ouml;chte gerne, dass Sie uns einen Gefallen tun&ldquo;, wirbt der US-Pr&auml;sident um Unterst&uuml;tzung. Es habe so viele unerfreuliche ukrainisch-amerikanische Verwicklungen die vergangenen Jahre &uuml;ber gegeben, die zu Hause in den Staaten eine gro&szlig;e Rolle spielten. Da gebe es beispielsweise &bdquo;viel Gerede &uuml;ber Bidens Sohn&ldquo;. <\/p><p>Es geht um Hunter Biden, den Sohn von Joe Biden &ndash; politischer Konkurrent und einst Vizepr&auml;sident unter Barack Obama. Das &bdquo;Gerede&ldquo;, das Trump anspricht, zirkuliert in den beiden Hauptst&auml;dten seit Monaten. Pr&auml;sident Barack Obama hatte w&auml;hrend seiner Amtszeit Joe Biden, die Nummer zwei im Wei&szlig;en Haus, zum &bdquo;Point man&ldquo; f&uuml;r die Ukraine ernannt. Bidens Job war es, sich nach dem Umsturz 2014 in Kiew darum zu k&uuml;mmern, dass das Land wieder auf die F&uuml;&szlig;e kommt. In dieser Machtposition soll Joe Biden den damaligen Pr&auml;sidenten Poroschenko unter Druck gesetzt haben, den eigenen Generalstaatsanwalt zu feuern, um pers&ouml;nliche Interessen zu bedienen. <\/p><p>Der staatliche Ankl&auml;ger hatte Ermittlungen gegen die ukrainische Energiefirma Burisma wegen krummer Geldgesch&auml;fte eingeleitet. Das Unternehmen ist die gr&ouml;&szlig;te private Gasfirma des Landes. Was die Ermittlungen so pikant machte, ist die Familienaufstellung der Bidens. Burisma hatte Hunter Biden ein lukratives Aufsichtsratsmandat in Kiew angedient &ndash; zur gleichen Zeit, als Vater Joe Biden im Wei&szlig;en Haus f&uuml;r das Land zust&auml;ndig wurde. Sohn Hunter war bislang nicht durch einschl&auml;gige Kenntnisse der Ukraine oder des Gas-Gewerbes aufgefallen, allerdings beruflich stets im Kielwasser seines Vaters gesegelt.<\/p><p>Der amerikanische Vizepr&auml;sident macht nun eine US-Zustimmung zu einem Milliardenkredit des Internationalen W&auml;hrungsfonds an die Ukraine von der Entlassung des ukrainischen Generalstaatsanwalts Wiktor Schokin abh&auml;ngig, der die Ermittlungen f&uuml;hrte. Das Land braucht das Geld dringend, steht vor dem Bankrott.<\/p><p>Er w&auml;re ihm dankbar, l&auml;sst Donald Trump seinen Amtskollegen aus der Ukraine am Telefon wissen, wenn er, Selenskyj, dieser unfairen Geschichte nachgehen und ihn mit Informationen auf dem Laufenden halten k&ouml;nnte. F&uuml;r Wolodymyr Selenskyj ist die Bitte des US-Pr&auml;sidenten eine Chance, nicht nur im Gespr&auml;ch zu bleiben, sondern weiter ins Gesch&auml;ft zu kommen. <\/p><p>&bdquo;Ich habe verstanden. Ich wei&szlig; Bescheid&ldquo;, sagt er am Telefon. Der n&auml;chste Generalstaatsanwalt werde, so Selenskyj, &bdquo;zu hundert Prozent meine Wahl sein&ldquo;, da &bdquo;wir nun die absolute Mehrheit haben &hellip; Wir werden uns darum k&uuml;mmern&ldquo;. Die beiden Pr&auml;sidenten verabreden, in Kontakt zu bleiben.<\/p><p>Donald Trump geht es weniger darum, m&ouml;gliches Unrecht zu s&uuml;hnen. Der Republikaner sucht in der Ukraine nach handfesten Belegen f&uuml;r einen Machtmissbrauch von Joe Biden, um den politischen Gegner im Wahlkampf anzugreifen. Die Vorw&uuml;rfe gegen Joe Biden, die Trump im Wahlkampf einsetzen wird, lauten Korruption und Erpressung: Der einstige amerikanische Vizepr&auml;sident habe dem eigenen Sohn kraft seines Amtes zuerst einen millionenschweren Job bei der Gasfirma besorgt und dann den ukrainischen Pr&auml;sidenten erpresst, Ermittlungen der Staatsanwaltschaft gegen eben dieses Unternehmen zu stoppen.<\/p><p>Josef Robinette &bdquo;Joe&ldquo; Biden, Jahrgang 1942, geh&ouml;rt seit Jahrzehnten zum politischen Inventar der Demokratischen Partei. Jetzt ist er der &auml;lteste gew&auml;hlte Pr&auml;sident, den die USA je hatten. Die Wahl 2020 ist seine letzte Chance. Es war Joe Biden selbst, der die politische Tretmine platziert hat. Bei einer Veranstaltung des &bdquo;Council on Foreign Relations&ldquo; am 23. Januar 2018 in Washington beschreibt er vor laufenden Kameras, wie er bei seinem unerm&uuml;dlichen Kampf gegen die Korruption Pr&auml;sident Poroschenko in Kiew mit der Drohung unter Druck setzte. &bdquo;Ich habe zu ihnen gesagt: Ihr kriegt die Milliarde nicht. Ich werde hier abreisen &ndash; ich glaube, es war sechs Stunden sp&auml;ter. Wenn der Staatsanwalt bis dahin nicht gefeuert ist, bekommt ihr das Geld nicht&ldquo;, erz&auml;hlt Joe Biden auf der Veranstaltung. &bdquo;Nun ja, der Mistkerl. Er wurde gefeuert. Und sie haben ihn durch jemanden ersetzt, der zu der Zeit zuverl&auml;ssig war.&ldquo; Es sei im &uuml;brigen kein Alleingang gewesen, sondern er habe R&uuml;ckendeckung von Barack Obama bekommen. Was er nicht sagt, ist, dass sein Sohn Hunter bei jener Firma, gegen die der Generalstaatsanwalt ermittelt, kurzfristig eingestellt wurde.<\/p><p>Auch wenn Donald Trump in der Wahl seiner Mittel bekannterma&szlig;en nicht w&auml;hlerisch ist, im Fall Joe Biden geht es um mehr als nur um mangelndes Fingerspitzengef&uuml;hl. Es geht um einen klassischen Interessenskonflikt. <\/p><p>Als der US-Vizepr&auml;sident zum ersten Mal am Ostersonntag 2014 an Bord der Air Force Two von Washington nach Kiew aufbricht, herrscht in der ukrainischen Hauptstadt Chaos. Auf dem zentralen Unabh&auml;ngigkeitsplatz sind noch die Spuren des gewaltsamen Umsturzes zu sehen. Pr&auml;sident Janukowytsch, der f&uuml;r den russischsprechenden Teil der Ostukraine stand, und sein innerer Zirkel sind nach Russland geflohen. <\/p><p>Ein Umsturz, den Washington seit 2004 nach Kr&auml;ften gef&ouml;rdert hat. &bdquo;Niemand bestreitet, dass ausl&auml;ndische Hilfe f&uuml;r den Erfolg der Orange-Revolution entscheidend gewesen ist&ldquo;, schrieb selbst die <em>Frankfurter Allgemeine<\/em> damals und f&uuml;hrt s&auml;mtliche amerikanischen F&ouml;rderer namentlich auf. &bdquo;Viele Organisationen, die in der Ukraine aktiv waren, von der staatlichen USAID &uuml;ber die Parteiinstitute der Demokraten und Republikaner NDI und IRI werden direkt oder indirekt von amerikanischen Steuergeldern finanziert, die teils vom Wei&szlig;en Haus und teils vom Kongress kommen.&ldquo; <\/p><p>Das Briefing, das Joe Biden nach seiner Ankunft in Kiew in der US-Botschaft vor Ort erh&auml;lt, ist ern&uuml;chternd. Die US-Administration hat zwar aus dem Personal der Sieger eine &Uuml;bergangsregierung mit ausgew&auml;hlt und Wahlen f&uuml;r einen neuen Pr&auml;sidenten organisiert, aber die Probleme sind nach dem &bdquo;Regime Change&ldquo; nicht weniger geworden.<\/p><p>Korruption, Gewalt, Verteilungsk&auml;mpfe &ndash; und wenig Aussicht auf Besserung. Das Land befindet sich im B&uuml;rgerkrieg. Joe Biden selbst hatte zuvor im Wei&szlig;en Haus auf milit&auml;rische H&auml;rte gesetzt. Nun ist der US-Vizepr&auml;sident der wichtigste Ansprechpartner der ukrainischen Elite. Er soll daf&uuml;r sorgen, dass das Land sich weiter Richtung Westen bewegt.<\/p><p><strong>Schl&auml;ge und Ratschl&auml;ge<\/strong><\/p><p>Die Vorschl&auml;ge, die Joe Biden unterbreitet, sind mehr als nur Vorschl&auml;ge. Das Land braucht jede Form von Hilfe. Die USA werde Kiew technisch und auch sonst unter die Arme greifen, um nun die anstehende Pr&auml;sidentenwahl zu organisieren, erkl&auml;rt der Mann aus Washington. Der Pr&auml;sidentschaftskandidat, den die USA f&ouml;rdert, steht fest. Ein alter Bekannter aus der politischen Landschaft der Ukraine und notorisch flexibel: Petro Poroschenko, achtundvierzig Jahre alt, ein selbstbewusstes Mitglied der alten Elite und seit Jahren in der Politik. Zuerst diente er 2004 in der Regierung des prowestlichen Wiktor Juschtschenko, dann im Kabinett von dessen prorussischem Gegner und Nachfolger Wiktor Janukowytsch. Als die Proteste auf dem Maidan zunehmen, wechselt Poroschenko in der Endphase der Regierung einmal mehr die Seite und schlie&szlig;t sich den Demonstranten an, um nach dem Regierungswechsel wieder eine tragende Rolle zu spielen. Er ist nicht auf die Politik angewiesen. Hauptberuflich ist er Milliard&auml;r und besitzt ein weitverzweigtes Firmenimperium &ndash; von der Pralinenproduktion bis zum eigenen Fernsehsender reicht sein Portfolio. Er ist einer der reichsten M&auml;nner der Ukraine.<\/p><p>Damit das Land auf den richtigen Weg kommt, haben die Vereinigten Staaten begonnen, zusammen mit dem Internationalen W&auml;hrungsfonds ein Milliardenpaket zu schn&uuml;ren. Wie dieser richtige Weg aussieht, erkl&auml;rt Biden auch. Die Ukraine soll sich vom russischen Erdgas abkoppeln und gemeinsam mit dem gro&szlig;en Bruder Amerika eigene Kapazit&auml;ten aufbauen, fordert der amerikanische Vizepr&auml;sident vor der Presse, damit &bdquo;Russland nicht mehr l&auml;nger Energie als politische Waffe gegen die Ukraine und Europa&ldquo; benutzen kann. &bdquo;Stellen Sie sich einmal vor, wo Sie heute stehen w&uuml;rden, wenn Sie den Russen sagen k&ouml;nnten: Behaltet euer Gas! W&auml;re das nicht eine andere Welt?&ldquo;<\/p><p>Dann gibt der Mann aus den USA den versammelten Hoffnungstr&auml;gern f&uuml;r eine bessere Zukunft noch einen pers&ouml;nlichen Rat. &bdquo;Die Zeit der Korruption und Kleptokratie&ldquo;, also jene Form der pers&ouml;nlichen Bereicherung durch gesellschaftliche Privilegien, sei nun vorbei. &bdquo;Die Vereinigten Staaten sind bereit, der Ukraine Schritt f&uuml;r Schritt zu mehr Transparenz zu verhelfen, um das Vertrauen der Menschen wieder zur&uuml;ckzugewinnen.&ldquo;<\/p><p><strong>Bindungen und Verbindungen<\/strong><\/p><p>Auch die Familie Biden gewinnt nach der Rede schnell an Vertrauen vor Ort, vor allem bei den Oligarchen in der Gasindustrie. Einen Monat nach dem Besuch von US-Vize Biden in Kiew und der Zusage, in die ukrainische Energiewirtschaft zu investieren, meldet der gr&ouml;&szlig;te private Gaskonzern des Landes auf der Website des Unternehmens einen prominenten Neuzugang. Hunter Biden, der Sohn des Vizepr&auml;sidenten, wird ab sofort den Verwaltungsrat der Firma Burisma Holdings verst&auml;rken. &bdquo;Hunter Biden wird f&uuml;r die Rechtsabteilung verantwortlich sein und die internationalen Beziehungen f&uuml;r das Unternehmen pflegen&ldquo;, hei&szlig;t es in der Pressemitteilung. Der Sohn des US-Politikers ist von sich und der neuen Aufgabe &uuml;berzeugt. Er werde den Konzern &bdquo;in Fragen der Transparenz, Corporate Governance und Verantwortungsgef&uuml;hl&ldquo; neben vielen anderen Dingen bestens beraten, erkl&auml;rt Biden junior selbstbewusst in dem Statement. &bdquo;Die Menschen der Ukraine werden davon profitieren.&ldquo;<\/p><p>Es ist vor allem Hunter Biden, der von dem neuen Job profitiert. 50.000 Dollar wird er die n&auml;chsten Jahre pro Monat verdienen. Hunter hat weder Erfahrung im Gasgesch&auml;ft, noch hatte er zuvor beruflich etwas mit der Ukraine zu tun. Hunter Biden ist beruflich Sohn des erfolgreichen Politikers Joe Biden. &bdquo;Hunter Bidens Karriere verlief in weiten Strecken parallel zur Arbeit seines Vaters als Senator und Vizepr&auml;sident&ldquo;, schreibt die <em>Washington Post<\/em>. Der junge Rechtsanwalt arbeitet als Lobbyist f&uuml;r Klienten, die im Kongress etwas erreichen wollten, w&auml;hrend Joe Biden einer der einflussreichsten Strippenzieher des Parlaments ist.<\/p><p>Etwa f&uuml;r das Kreditkarteninstitut MBNA, das wiederum seinen Vater im Wahlkampf sponserte. Daf&uuml;r stimmte der demokratische Abgeordnete Joe Biden bei Gesetzesvorlagen im Kongress regelm&auml;&szlig;ig mit den Republikanern f&uuml;r die Interessen der Finanzindustrie.<\/p><p>Das Prinzip der Familienf&ouml;rderung wie in der Ukraine hatte zuvor auch schon in China funktioniert. Im Dezember 2013, einige Monate vor dem neuen Job bei Burisma, fliegt der US-Vizepr&auml;sident dienstlich zu offiziellen Gespr&auml;chen nach Peking. Auch Sohn Hunter ist mit an Bord der Air Force Two. Es wird ein erfolgreicher Trip f&uuml;r die Familie. Joe Biden nennt beim Abflug aus dem Reich der Mitte den chinesischen Pr&auml;sidenten Xi Jinping einen &bdquo;guten Freund&ldquo;, und Hunter Biden wird Teilhaber einer amerikanisch-chinesischen Investitionsfirma, bei der auch die staatliche Bank von China Anteile h&auml;lt.<\/p><p>&bdquo;Wenn man es wohlmeinend betrachtet, sieht die Ernennung des Sohnes des amerikanischen Vizepr&auml;sidenten in den Verwaltungsrat eines ukrainischen Gaskonzerns nur nach normaler Vetternwirtschaft aus. Wenn man es weniger wohlmeinend betrachtet, ist das Ganze schlicht abscheulich&ldquo;, kommentierte damals die <em>Washington Post<\/em> Hunter Bidens Ernennung. &bdquo;Man kann sich nur verwundert fragen, wie hoch das Gehalt sein muss, um einfach mal so amerikanische Softpower zu diskreditieren. Ziemlich hoch, nehmen wir an.&ldquo;<\/p><p>Das Geld ist gut angelegt. Der Chef der Burisma Holding, Mykola Slotschewskyj, diente einst als Minister f&uuml;r Umwelt und Rohstoffe und war in das Visier der Staatsanwaltschaft geraten. Als der Generalstaatsanwalt, Wiktor Schokin, die Ermittlungen wieder aufnimmt, die sein Vorg&auml;nger gestoppt hatte, intervenieren sowohl der US-Botschafter vor Ort als auch der amerikanische Vizepr&auml;sident beim ukrainischen Staatspr&auml;sidenten. Biden fordert, den unbotm&auml;&szlig;igen Beamten zu feuern. Die Begr&uuml;ndung: Der Staatsanwalt sei korrupt. Beweise f&uuml;r die Anschuldigungen legt die US-Administration nicht vor. &bdquo;Sie m&uuml;ssen wei&szlig;er als Schnee sein, sonst werden Sie von der ganzen Welt verlassen&ldquo;, macht Joe Biden in einem Telefongespr&auml;ch Druck auf Poroschenko in Anspielung auf die weit verbreitete Korruption im Land.<\/p><p><strong>M&auml;nner mit Gewissen<\/strong><\/p><p>Am 9. Dezember 2015, als der Generalstaatsanwalt noch immer im Amt ist und weiter ermittelt, greift Joe Biden zu brachialen Mitteln. In einer Rede im ukrainischen Parlament fordert der US-Vize die Abgeordneten auf, den Generalstaatsanwalt zu entlassen. Ansonsten w&uuml;rden die USA eine Milliarden-Dollar-Kreditgarantie kippen. Es ist eine jener pathetischen Ansprachen, die Joe Biden sp&auml;ter als seine beste Rede bezeichnen wird.<\/p><p>Auch Amerika, wo er herkomme, sei &bdquo;dank einer Revolution geboren worden&ldquo;, schl&auml;gt Biden gleich zu Beginn den gro&szlig;en historischen Bogen von Kiew ins Land der unbegrenzten M&ouml;glichkeiten. Damals, in jenen Tagen der Kolonisation, als &bdquo;M&auml;nner mit Gewissen&ldquo; aus Massachusetts oder Pennsylvania erkl&auml;rten, dass man zwar verschiedene Sprachen spreche, aber &bdquo;ein unver&auml;u&szlig;erliches Recht&ldquo; habe &ndash; &bdquo;das Recht auf Freiheit&ldquo;. Die Abgeordneten in der Rada in Kiew &bdquo;haben die historische Chance, als das Parlament in die Geschichte des Landes einzugehen, das nun die S&auml;ulen der Freiheit errichtet hat, nach der sich das ukrainische Volk verzehrt&ldquo;. <\/p><p>Und damit die Sache auch nicht falsch verstanden wird, erteilte Biden den versammelten Abgeordneten gleich einen Schnellkurs in politischem Realismus. Er sei hier, um Europa gegen die russische Aggression zu st&auml;rken. &bdquo;Das ist der Augenblick f&uuml;r die Ukraine&ldquo;, beschw&ouml;rt die Nummer zwei aus dem Oval Office. &bdquo;Ergreifen Sie die Chance, es k&ouml;nnte Ihre letzte sein.&ldquo; Biden offeriert der Ukraine milliardenschwere US-Kredite. Vorausgesetzt, die Politik bek&auml;mpfe von heute an die grassierende Korruption. Nat&uuml;rlich w&uuml;rde er, Joe Biden, &bdquo;niemals einer anderen Nation vorschreiben, was gut f&uuml;r sie ist&ldquo;. Doch da es Sache des Parlaments ist, &uuml;ber Wahl oder Abwahl eines Generalstaatsanwaltes zu entscheiden, hat der US-Politiker dann doch einen guten Ratschlag parat. Die Justiz m&uuml;sse &bdquo;neu aufgestellt werden&ldquo;, empfiehlt der Gast aus &Uuml;bersee mit besorgter Stimme. &bdquo;Vor allem der Bereich des Generalstaatsanwaltes muss dringend &uuml;berholt werden.&ldquo;<\/p><p>Die Version, die er an diesem Tag staatsm&auml;nnisch und mit historischer Perspektive den Parlamentariern pr&auml;sentierte, hatte er am Tag zuvor weniger diplomatisch und verk&uuml;rzt schon einmal dem Pr&auml;sidenten des Landes diktiert. Es war jenes Ultimatum, mit dem er sich sp&auml;ter auf der Veranstaltung des &bdquo;Council on Foreign Relations&ldquo; br&uuml;stete. Dort behauptete er, er habe die Absetzung innerhalb von sechs Stunden bewirkt. Tats&auml;chlich sollte es noch gut drei Monate dauern, bis der Generalstaatsanwalt seinen Schreibtisch r&auml;umte.<\/p><p>&bdquo;Wenn Sie mich fragen, was die Motive von Joe Biden waren&ldquo;, antwortet der einstige Generalstaatsanwalt Wiktor Schokin auf Nachfrage: &bdquo;Es waren die Aktivit&auml;ten der Firma Burima und die Verwicklungen seines Sohnes Hunter, und dass die Staatsanwaltschaft ihm im Nacken sa&szlig;. Das waren die einzigen Gr&uuml;nde, warum er meinen R&uuml;cktritt erzwang.&ldquo;<\/p><p>Das Telefongespr&auml;ch, das Donald Trump mit Wolodymyr Selenskyj im Juli 2019 f&uuml;hrte, bleibt nicht geheim, und auch die Bitte des amerikanischen Pr&auml;sidenten nicht, sein Gespr&auml;chspartner solle ihm einen Gefallen tun. Wie bei Gespr&auml;chen von Pr&auml;sidenten &uuml;blich, h&ouml;ren Spitzenbeamte der Administration mit und fertigen routinem&auml;&szlig;ig eine Abschrift f&uuml;r das Archiv an. Diesmal bleibt es nicht bei dem regul&auml;ren Verwaltungsakt. <\/p><p>Die Absprache der beiden Spitzenpolitiker wird eine weitere Schlammschlacht in Washington ausl&ouml;sen. Das Schreiben landet im August 2019 auf dem Tisch von Michael Atkinson. Atkinson ist Generalinspektor der Gemeinschaft der US-Geheimdienste ICIG. Er fungiert damit als eine Art interner Oberaufseher s&auml;mtlicher Nachrichtendienste, der &ndash; unabh&auml;ngig von politischen Weisungen &ndash; Missst&auml;nde untersuchen und aufdecken soll. <\/p><p>Auf sieben Seiten schildert ein anonymer CIA-Agent detailliert, wie Donald Trump seine Macht missbraucht haben soll. Er sei zwar bei vielen der Treffen, die er als Beleg anf&uuml;hrt, nicht dabei gewesen, r&auml;umt er ein, aber die Kollegen, die dabei waren und Zeugen der Ereignisse, seien h&ouml;chst glaubw&uuml;rdig. Au&szlig;erdem verweist er auf schriftliche Unterlagen, die das Oval Office unterdessen als geheim einstufen lie&szlig;, um Beweismaterial unter Verschluss zu halten.<\/p><p>Das Wei&szlig;e Haus hatte vor dem delikaten Gespr&auml;ch mit der Ukraine zugesagte Milit&auml;rhilfen von rund 400 Millionen Euro erst einmal auf Eis gelegt &ndash; eine Anordnung, so der Informant, &bdquo;die direkt vom Pr&auml;sidenten ausging&ldquo;. Viele offizielle Mitarbeiter, &bdquo;die konkret &uuml;ber den Inhalt des Anrufs Bescheid wissen, haben mich dar&uuml;ber informiert, dass der Pr&auml;sident das Gespr&auml;ch benutzte, um pers&ouml;nliche Interessen zu verfolgen&ldquo;, so der Informant. <\/p><p>F&uuml;r die Demokraten ist das Schreiben, das der Generalinspektor der Geheimdienste weitergibt, die Gelegenheit zum Generalangriff. Seit dem Amtsantritt des Republikaners sind die Demokraten im Dauerwahlkampf, versuchen nachzuweisen, dass der Republikaner Trump zu Unrecht und nur wegen unzul&auml;ssiger russischer Hilfestellung im Wei&szlig;en Haus gelandet ist. <\/p><p>Der H&ouml;hepunkt ist ein Dossier eines britischen Ex-Geheimdienstlers, demnach Trump bei einem Besuch in Russland Prostituierte in Moskau f&uuml;r ungew&ouml;hnliche Dienste bezahlt haben soll, die der russische Geheimdienst gefilmt habe. Ein klassisches &bdquo;Kompromat&ldquo; also, um den amerikanischen Pr&auml;sidenten jederzeit erpressen zu k&ouml;nnen. Der &bdquo;Steele-report&ldquo; geht innerhalb von Minuten viral. Von <em>CNN<\/em> &uuml;ber <em>New York Times<\/em> oder <em>Washington Post<\/em> bringen alle wichtigen Medien die Beschuldigungen. Es wird Jahre dauern, bis sie sich distanzieren. Auch in Deutschland fordern die Medien den R&uuml;cktritt. &bdquo;Trump muss aus dem Wei&szlig;en Haus entfernt werden. Schnell, er ist eine Gefahr f&uuml;r die Welt&ldquo;, schreibt der <em>Spiegel<\/em>. Und pl&auml;diert &bdquo;mit Hilfe der Weltgemeinschaft&ldquo; f&uuml;r einen Regimewechsel, weil es die amerikanischen W&auml;hler offenbar nicht verstanden haben. Ein Vorschlag, den das Blatt ansonsten exklusiv f&uuml;r Russland reserviert hat. Ein unabh&auml;ngiger Sonderermittler wird Jahre sp&auml;ter nach 500 Durchsuchungsbeschl&uuml;ssen und hunderten von Zeugenaussagen einen 400 Seiten starken Bericht vorlegen, der die Vorw&uuml;rfe zur&uuml;ckweist. <\/p><p><strong>&bdquo;Diener des Volkes&ldquo;<\/strong><\/p><p>Donald Trump reagiert auf die Ver&ouml;ffentlichung des Gespr&auml;ches mit dem ukrainischen Pr&auml;sidenten, wie er immer reagiert. Auf <em>Twitter<\/em> macht er sich &uuml;ber die Demokraten und die Vorw&uuml;rfe lustig. &bdquo;Wieder so eine Fake-News-Geschichte &ndash; es h&ouml;rt nicht auf! Wenn ich mit ausl&auml;ndischen Staatsf&uuml;hrern am Telefon rede, ist klar, dass viele Leute dabei zuh&ouml;ren, Leute von US-Agenturen, aber nat&uuml;rlich auch andere L&auml;nder selbst. Kein Problem.&ldquo; Trump wei&szlig;, dass das Amtsenthebungsverfahren keine Chance hat. Zwei Drittel der Senatoren m&uuml;ssen f&uuml;r die Amtsenthebung stimmen, und im Senat haben die Republikaner eine knappe Mehrheit. Der Senat stimmt gegen die Amtsenthebung.<\/p><p>Wolodymyr Selenskyj lernt schnell. Als seine neue Partei &bdquo;Diener des Volkes&ldquo; kurze Zeit sp&auml;ter die absolute Mehrheit erringt, w&auml;hlt das Parlament eine neue Generalstaatsanw&auml;ltin. Schlie&szlig;lich habe er die n&ouml;tige milit&auml;rische Unterst&uuml;tzung gegen Russland bekommen, um die Unabh&auml;ngigkeit des Landes weiter vorantreiben zu k&ouml;nnen, erkl&auml;rt er seine ersten wichtigen Erfahrungen der <em>New York Times<\/em>.<\/p><p>Die ukrainischen Gasgesch&auml;fte des Juniors Biden werden f&uuml;r Joe Biden zum Albtraum w&auml;hrend des Wahlkampfs 2019, auch wenn er damals gegen Trump gewann. Wer f&uuml;r diesen &Auml;rger allerdings in Wirklichkeit verantwortlich war, erkl&auml;rte der demokratische Kandidat &ouml;ffentlich auf seiner Website. <\/p><p>In hellblauem Hemd und dunkelblauem Blazer, vor einer dunkelbraun get&auml;felten Holzwand mit sanftem Licht warnt er vor der Verschw&ouml;rung: &bdquo;Putin und die Russen mischen sich in unsere Wahlen ein und versuchen zu bestimmen, wer Pr&auml;sident wird.&ldquo; Der Grund? &bdquo;Der russische Pr&auml;sident wei&szlig;, dass seine Tage der Tyrannei zu Ende gehen.&ldquo; Dann schickt der einstige Kandidat noch eine theaterreife Drohung hinterher: &bdquo;Die Dinge werden sich &auml;ndern, Herr Putin. Die Amerikaner werden die Wahl entscheiden. Nicht Sie!&ldquo; <\/p><p>Vier Jahre sp&auml;ter entscheiden sich allerdings die Amerikaner gegen ihn. Die eigene Partei setzt ihn im letzten Moment als Kandidat f&uuml;r die anstehende Wahl ab, und nominiert kurzerhand Kamala Harris als Ersatzkandidatin. Allerdings ohne Erfolg. Donald Trump gewinnt mit klarem Vorsprung.<\/p><p>F&uuml;r Joe Bidens Sohn Hunter bleibt nur noch eine letzte M&ouml;glichkeit, um f&uuml;r weitere Verfehlungen nicht zur Rechenschaft gezogen zu werden. Papa Biden begnadigte mit einer seiner letzten Amtshandlungen am 1. Dezember 2024 seinen Filius im Justizverfahren als oberster Dienstherr der amerikanischen Justizbeh&ouml;rde per Verordnung. Die Begnadigung des US-Pr&auml;sidenten deckt vorsichtshalber alle &bdquo;Straftaten gegen die Vereinigten Staaten&ldquo; zwischen 1. Januar 2014 und 1. Dezember 2024 ab. Seine Begr&uuml;ndung f&uuml;r die Begnadigung, den au&szlig;ergew&ouml;hnlichen politischen Akt mit au&szlig;ergew&ouml;hnlicher rechtlicher Reichweite: <a href=\"https:\/\/www.whitehouse.gov\/briefing-room\/statements-releases\/2024\/12\/01\/statement-from-president-joe-biden-11\/\">Statement from President Joe Biden | The White House<\/a><\/p><blockquote><p>&bdquo;For my entire career I have followed a simple principle: just tell the American people the truth. They&rsquo;ll be fair-minded.&ldquo;<\/p>\n<p>&bdquo;W&auml;hrend meiner gesamten Karriere bin ich einem einfachen Prinzip gefolgt. Sag den amerikanischen B&uuml;rgern einfach nur die Wahrheit. Sie sind fair.&ldquo;<\/p><\/blockquote><p>Der Ukraine schickt er als letzte Hilfestellung Langstrecken-Raketen, die nun auch tief in den russischen Luftraum eindringen k&ouml;nnen. Schlie&szlig;lich wei&szlig; Joe Biden, dass Dankbarkeit auch gelegentlich eine politische Kategorie ist. <\/p><p><small>Titelbild: Andrew Leyden \/ Shutterstock<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Washington, das Wei&szlig;e Haus, Juli 2019. Es ist Wahlkampf, in vier Monaten wird ein neuer Pr&auml;sident gew&auml;hlt. Die klassische Paarung. Republikaner gegen Demokraten. Donald Trump will ein zweites Mal gew&auml;hlt werden. Sein Gegner hei&szlig;t Joe Biden. Die demokratische Partei knabbert immer noch an ihrer Niederlage bei der letzten Wahl, als Donald Trump die Favoritin Hillary<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=125739\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":125742,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[169,126,20,127,190],"tags":[3319,1460,379,877,930,1315,1418,2620,1800,260,1556],"class_list":["post-125739","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-aussen-und-sicherheitspolitik","category-erosion-der-demokratie","category-landerberichte","category-lobbyismus-und-politische-korruption","category-wahlen","tag-biden-hunter","tag-biden-joe","tag-china","tag-erdgas","tag-justiz","tag-poroschenko-petro","tag-regime-change","tag-selenskyj-wolodymyr","tag-trump-donald","tag-ukraine","tag-usa"],"jetpack_featured_media_url":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/shutterstock_2494537949.jpg","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/125739","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=125739"}],"version-history":[{"count":13,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/125739\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":125875,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/125739\/revisions\/125875"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/125742"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=125739"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=125739"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=125739"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}