{"id":125772,"date":"2024-12-06T09:00:30","date_gmt":"2024-12-06T08:00:30","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=125772"},"modified":"2024-12-08T11:28:10","modified_gmt":"2024-12-08T10:28:10","slug":"raus-aus-der-eskalationsspirale-ii","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=125772","title":{"rendered":"Raus aus der Eskalationsspirale! (2\/2)"},"content":{"rendered":"<p><strong>Back to Gorbatschow oder: Das Neue Denken und die Rekonstruktion des &bdquo;Gemeinsamen Europ&auml;ischen Hauses&ldquo;. <\/strong>Selbst wenn Donald Trump den Ukrainekrieg tats&auml;chlich noch stoppen sollte, bl&uuml;ht uns unter den gegebenen Bedingungen f&uuml;r die n&auml;chsten Jahrzehnte bestenfalls ein neuer Kalter Krieg. Wirklich friedliche Zust&auml;nde werden in Europa erst herrschen, wenn alle Akteure zu einer europ&auml;ischen Sicherheitsordnung nach den Prinzipien der &bdquo;Charta von Paris&ldquo; zur&uuml;ckfinden. Daf&uuml;r bedarf es vor allem einer grundlegenden Ver&auml;nderung des Denkens. Die Maximen sind l&auml;ngst formuliert, es gilt sie wiederzuentdecken. Von<strong> Leo Ensel<\/strong>.<\/p><p><em>Dieser Beitrag ist auch als Audio-Podcast verf&uuml;gbar.<\/em><br>\n<!--more--><br>\n<\/p><div class=\"powerpress_player\" id=\"powerpress_player_9158\"><!--[if lt IE 9]><script>document.createElement('audio');<\/script><![endif]-->\n<audio class=\"wp-audio-shortcode\" id=\"audio-125772-1\" preload=\"none\" style=\"width: 100%;\" controls=\"controls\"><source type=\"audio\/mpeg\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/241206_Raus_aus_der_Eskalationsspirale_Teil_II_NDS.mp3?_=1\"><\/source><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/241206_Raus_aus_der_Eskalationsspirale_Teil_II_NDS.mp3\">https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/241206_Raus_aus_der_Eskalationsspirale_Teil_II_NDS.mp3<\/a><\/audio><\/div><p class=\"powerpress_links powerpress_links_mp3\">Podcast: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/241206_Raus_aus_der_Eskalationsspirale_Teil_II_NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_pinw\" target=\"_blank\" title=\"Play in new window\" onclick=\"return powerpress_pinw('https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?powerpress_pinw=125772-podcast');\" rel=\"nofollow\">Play in new window<\/a> | <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/241206_Raus_aus_der_Eskalationsspirale_Teil_II_NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_d\" title=\"Download\" rel=\"nofollow\" download=\"241206_Raus_aus_der_Eskalationsspirale_Teil_II_NDS.mp3\">Download<\/a><\/p><p><em>Lesen Sie auch den ersten Teil <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=125611\">&bdquo;Ein Ende der Kampfhandlungen ist dringend notwendig &ndash; und reicht nicht aus.&ldquo;<\/a><\/em><\/p><p>Die Zeichen im Ukrainekrieg stehen gegenw&auml;rtig auf Sturm und wir befinden uns mittlerweile in der bizarren Lage, nur noch beten zu k&ouml;nnen, dass Trump sein Versprechen, den Krieg schnellstm&ouml;glich zu beenden, tats&auml;chlich umsetzt &ndash; und Putin bis dahin die Nerven beh&auml;lt und sich nicht zu Ma&szlig;nahmen provozieren l&auml;sst, die eine Kettenreaktion ins Unabsehbare ausl&ouml;sen k&ouml;nnten! Aber auch nach einem Ende der Kampfhandlungen wird Europa sich keineswegs in friedlichen Umst&auml;nden wiederfinden. Der &sbquo;Deal&lsquo; zwischen Trump und Putin wird sehr wahrscheinlich auf eine Teilung der Ukraine, das hei&szlig;t: auf einen &sbquo;Frozen Conflict&lsquo;, mit einem Wort: auf einen neuen Kalten Krieg hinauslaufen. Ein Kalter Krieg 2.0, der die Ressourcen aller Seiten ersch&ouml;pfen und sich endlos hinziehen k&ouml;nnte, falls er nicht fr&uuml;her oder sp&auml;ter wieder in einen hei&szlig;en Krieg umkippt.<\/p><p>Sollen tats&auml;chlich wieder friedliche Zust&auml;nde in Europa herrschen, die diesen Namen verdienen, bedarf es einer gewaltigen Kraftanstrengung: Alle Akteure &ndash; alle! &ndash; m&uuml;ssten sich zu nichts weniger als einem Richtungswechsel um 180 Grad aufraffen. Eine grundlegende Voraussetzung hierf&uuml;r w&auml;re eine <em>Ver&auml;nderung des Denkens.<\/em> Und zwar auf allen Seiten. Die gute Nachricht: Das Rad m&uuml;sste nicht neu erfunden werden. Die Maximen sind l&auml;ngst formuliert, es gilt sie wiederzuentdecken und endlich umzusetzen. Es geht, kurz, um eine Renaissance des <em>Neuen Denkens<\/em>!<\/p><p>Daf&uuml;r m&uuml;ssen wir uns die Grundbedingungen der atomaren Situation selbst ansehen, in der sich unser Leben &ndash; und damit auch der Ukrainekrieg &ndash; seit dem 6. August 1945 abspielt.<\/p><p><strong>Hiroshima als Weltzustand<\/strong><\/p><p>&bdquo;<em>Die entfesselte Kraft des Atoms hat alles ver&auml;ndert &ndash; nur nicht unsere Art zu denken, und so treiben wir auf eine Katastrophe ohnegleichen zu. Eine neue Art von Denken ist notwendig, wenn die Menschheit weiterleben will.&ldquo; <\/em>Dies schrieb am 24. Mai 1946 kein Geringerer als Albert Einstein. Es sollte noch einige Jahre dauern, bis namhafte Intellektuelle begannen, die Forderung Einsteins einzul&ouml;sen und die Folgen der Erfindung der Atombombe f&uuml;r die Menschheit, ja f&uuml;r den gesamten Planeten konsequent zu durchdenken und pr&auml;zise auf den Begriff zu bringen. Einer der ersten war der Philosoph G&uuml;nther Anders, der in den F&uuml;nfziger Jahren den unerh&ouml;rten Umstand einer m&ouml;glichen <em>menschgemachten Apokalypse<\/em> auf klassische Formulierungen brachte:<\/p><blockquote><p>\n&bdquo;<em>Hiroshima als Weltzustand. Mit dem 6. August 1945, dem Hiroshimatage, hat ein neues Zeitalter begonnen. Das Zeitalter, in dem wir in jedem Augenblick jeden Ort, nein unsere Erde als ganze in ein Hiroshima verwandeln k&ouml;nnen. Seit diesem Tage sind wir auf negative Weise allm&auml;chtig geworden. Aber da wir in jedem Augenblick zugleich ausgel&ouml;scht werden k&ouml;nnen, bedeutet das zugleich: Seit diesem Tage sind wir total ohnm&auml;chtig. Gleich wie lange, gleich ob es ewig w&auml;hren wird, dieses Zeitalter ist das letzte: Denn sein Charakteristikum, die M&ouml;glichkeit unserer Selbstausl&ouml;schung, kann niemals enden &ndash; es sei denn durch das Ende selbst.&ldquo;<\/em>\n<\/p><\/blockquote><p><strong>Was alle treffen kann, betrifft uns alle<\/strong><\/p><p>Seit dem Abwurf der Atombombe &uuml;ber Hiroshima steht also nichts weniger als das &Uuml;berleben der Menschheit selbst auf dem Spiel, die sich durch dieses Epochenereignis <em>als<\/em> Menschheit &ndash; wenn auch modo negativo &ndash; &uuml;berhaupt erst konstituiert hat. G&uuml;nther Anders:<\/p><blockquote><p>\n&bdquo;<em>Denn eines hat sie erreicht, die Bombe: ein Kampf der Menschheit ist es nun. Was Religionen und Philosophien, was Imperien und Revolutionen nicht zustandegebracht haben: uns wirklich zu einer Menschheit zu machen &ndash; ihr ist es gegl&uuml;ckt. Was alle treffen kann, das betrifft uns alle. Das st&uuml;rzende Dach wird unser Dach. Als morituri [zum Tode Verurteilte] sind wir nun wir. Zum ersten Male wirklich.&ldquo;<\/em>\n<\/p><\/blockquote><p>Die Konsequenz: Da radioaktive Wolken sich um Milit&auml;rb&uuml;ndnisse, Machtbl&ouml;cke und Landesgrenzen nicht k&uuml;mmern und da die heutigen genetischen Mutationen alle kommenden Generationen mitaffizieren, ja die Vernichtung der Menschheit heute s&auml;mtliche ungeborenen Generationen mitvernichten w&uuml;rde, gibt es nur noch &sbquo;N&auml;chste&lsquo;: im Raum und in der Zeit. Erstmals in der Geschichte der Menschheit gibt es tats&auml;chlich ein alle Klassen-, Religions- und andere Gegens&auml;tze &uuml;berw&ouml;lbendes <em>Menschheitsinteresse<\/em>: <em>das Weiterleben als Gattung. <\/em><\/p><p>Diese Erkenntnis zum entscheidenden Dreh- und Angelpunkt zu machen und daraus die notwendigen Konsequenzen f&uuml;r politisches Handeln zu ziehen, das ist die Maxime des <em>Neuen Denkens.<\/em><\/p><p><strong>Michail Gorbatschow und das Neue Denken<\/strong><\/p><p>Einen einzigen Chef einer Atommacht hat es bislang gegeben, der auf der H&ouml;he der Zeit war und das Neue Denken mit seinen grundlegenden Momenten &ndash; Priorit&auml;t der allgemein menschlichen Interessen als Voraussetzung zur Befriedigung aller &uuml;brigen Interessen, Bek&auml;mpfung der menschheitsbedrohenden Gefahren (Massenvernichtungsmittel, &ouml;kologische Katastrophe) und Verzicht auf Gewalt &ndash; nicht nur theoretisch weiter fundierte, sondern in einer &auml;hnlich gef&auml;hrlichen Situation wie heute in <em>Neues Handeln<\/em> umsetzte: Michail Gorbatschow!<\/p><p>Ausgehend von der Tatsache, &bdquo;dass die Menschheit zum ersten Mal in ihrer Geschichte sterblich geworden ist und der Charakter der modernen Waffen keinem Staat mehr Hoffnung l&auml;sst, sich allein mit milit&auml;rtechnischen Mitteln, und sei es der allerst&auml;rksten, zu verteidigen&ldquo;, gelangte Gorbatschow zu einer Konsequenz, die bis in die Formulierung hinein an Willy Brandts und Olof Palmes Konzept der &bdquo;Gemeinsamen Sicherheit&ldquo; anklang: &bdquo;Unter den heutigen Bedingungen kann die Sicherheit, vor allem der atomaren Gro&szlig;m&auml;chte, nur gegenseitig und &ndash; im globalen Rahmen &ndash; nur allumfassend sein. Die Politik der St&auml;rke hat sich grunds&auml;tzlich &uuml;berlebt.&ldquo; Daraus folgte f&uuml;r ihn das <em>Primat der Politik<\/em>, sprich: Verhandlungen, Verzicht auf die Methode des &sbquo;Nullsummenspiels&lsquo; (mein Gewinn ist dein Verlust) und der Mut, eine Menschheitsvision in ein konkretes Ziel politischen Handelns zu verwandeln: &bdquo;Der einzig richtige Weg ist die Beseitigung der Atomwaffen, die Reduzierung und Begrenzung der R&uuml;stung &uuml;berhaupt.&ldquo; <\/p><p>Am 15. Januar 1986 war die politische Sensation perfekt: Der damalige Generalsekret&auml;r der KPdSU verlas eine Erkl&auml;rung, die in konkreten und realisierbaren Teilinitiativen den Weg zu einer atomwaffenfreien Welt bis zum Jahre 2000 wies. <\/p><p><strong>Das Ende des (ersten) Kalten Krieges<\/strong><\/p><p>Und es blieb nicht bei sch&ouml;nen Konzepten: Neues Denken und Neues Handeln bedingten sich gegenseitig. Weil diese Politik mit Hochdruck und konsequent von Gorbatschow vorangetrieben wurde und nun nicht mehr in quantitativen, sondern in <em>qualitativen<\/em> Kategorien gedacht wurde, gelangen erstmals echte Erfolge auf dem Gebiet der Abr&uuml;stung: Der gemeinsamen Erkl&auml;rung mit Ronald Reagan, ein Atomkrieg k&ouml;nne niemals von einer Seite gewonnen, d&uuml;rfe daher auch niemals begonnen werden und keine Seite d&uuml;rfe milit&auml;rische Vorherrschaft anstreben, folgte u.a. die Verschrottung einer gesamten Waffen<em>kategorie<\/em> und zwar der Gef&auml;hrlichsten: s&auml;mtlicher landgest&uuml;tzter nuklearer Kurz- und Mittelstreckenraketen, die Verringerung strategischer Atomraketen und die Vernichtung von insgesamt 80 Prozent aller Atomsprengk&ouml;pfe weltweit. <\/p><p>Und in der im November 1990 von allen europ&auml;ischen Staaten &ndash; inclusive der Sowjetunion, den USA und Kanada &ndash; verabschiedeten &bdquo;Charta von Paris&ldquo;, die das offizielle Ende des Kalten Krieges besiegelte, schien auch Michail Gorbatschows Vision des &bdquo;Gemeinsamen Europ&auml;ischen Hauses&ldquo; bereits deutlich Konturen anzunehmen. Ihre epochale Maxime lautete:<em> &bdquo;Sicherheit ist unteilbar, und die Sicherheit jedes Teilnehmerstaates ist untrennbar mit der aller anderen verbunden.&ldquo; <\/em>Damit schien der Weg f&uuml;r ein Zeitalter des Friedens und der Kooperation zwischen Europa und dem restlichen sowjetischen Raum offen. <\/p><p><strong>F&uuml;r ein &bdquo;Neues Denken 2.0&ldquo;<\/strong><\/p><p>Heute, &uuml;ber drei Jahrzehnte sp&auml;ter, finden wir uns statt dessen in einer Situation wieder, von der Fachleute sagen, sie sei gef&auml;hrlicher als die Kubakrise&hellip;<\/p><p>Wenn es &uuml;berhaupt eine Aussicht auf Abhilfe geben soll, dann w&auml;re die erste Konsequenz, die dramatische Gefahr, in der Europa sich akut befindet, illusionslos zur Kenntnis zu nehmen. Eine R&uuml;ckbesinnung auf die Prinzipien des Neuen Denkens, eine Aktualisierung im Hinblick auf die gegenw&auml;rtige geopolitische Lage, kurz: ein <em>&bdquo;Neues Denken 2.0&ldquo;<\/em>, ist heute notwendiger denn je! <\/p><p>Daher nochmal und sei es zum hundertsten Male: <\/p><p>Ein Atomkrieg kennt keinen Gewinner, sondern ausschlie&szlig;lich Verlierer. Entweder wir schaffen die Atombombe ab oder die Atombombe schafft uns ab! Wer den Frieden will, der muss &ndash; in Umkehrung des klassischen lateinischen Sprichwortes &ndash; den <em>Frieden<\/em> vorbereiten. <em>Wir alle<\/em> &ndash; im Westen, in der Ukraine und in Russland &ndash; <em>sind zur Deeskalation verurteilt, wenn wir nicht (und wom&ouml;glich sehr bald) wie die <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=117418\">&bdquo;Schlafwandler&ldquo; im Sommer 1914<\/a> in einen Dritten, vielleicht finalen Weltkrieg hineinschlittern wollen.<\/em> Nicht zuletzt die Europ&auml;ische Union muss schnellstm&ouml;glich ihren Weg der suizidalen Konfrontation verlassen und endlich das Primat der Diplomatie verfolgen.<\/p><p><strong>Zur&uuml;ck zum &bdquo;Gemeinsamen Europ&auml;ischen Haus&ldquo;<\/strong><\/p><p>Wollen wir wirklich wieder friedliche Zust&auml;nde auf unserem Kontinent, so ben&ouml;tigen wir nichts weniger als einen <em>kompletten Reset der europ&auml;ischen Sicherheitsstruktur<\/em>, eine neue Entspannungspolitik, einen &sbquo;Helsinki-Prozess 2.0&lsquo; und eine R&uuml;ckkehr zu den Prinzipien der &bdquo;Charta von Paris&ldquo;. Und dieser Prozess w&uuml;rde nicht zuletzt in den K&ouml;pfen beginnen.<\/p><p>Konkret w&uuml;rde das jetzt und hier f&uuml;r die Menschen in Europa (Politiker <em>und<\/em> Vertreter der Zivilgesellschaft) &ndash; sei es in der EU, sei es in der Ukraine (West und Donbass), sei es in Russland &ndash; bedeuten: Wir sollten, gegen die h&uuml;ben und dr&uuml;ben erdr&uuml;ckend dominierende militaristische Logik, die gegenw&auml;rtig v&ouml;llig verfahrene Lage als Herausforderung sehen, das &bdquo;Gemeinsame Europ&auml;ische Haus&ldquo; trotz, richtiger: <em>wegen<\/em> der aktuell brandgef&auml;hrlich zugespitzten Lage endlich wieder als &uuml;bergreifende L&ouml;sungsperspektive anzuvisieren! <\/p><p>Genauer: <em>Wir haben jetzt radikal &sbquo;antizyklisch&lsquo; zu denken und zu handeln. Und zwar so, als ob das Gorbatschow&lsquo;sche &bdquo;Gemeinsame Europ&auml;ische Haus&ldquo; &ndash; von Lissabon bis Wladiwostok &ndash; bereits existieren w&uuml;rde: Verantwortlich sollten wir uns nicht nur f&uuml;r unser jeweiliges Land, verantwortlich sollten wir alle uns ebenso sehr f&uuml;r dieses unser &bdquo;Gemeinsames Haus&ldquo; f&uuml;hlen! <\/em><\/p><p>Und dazu ist eine &bdquo;Kopernikanische Wende in den K&ouml;pfen&ldquo; geboten. Es gilt zu erkennen und zu verinnerlichen: <em>Was ein Land, was eine Region innerhalb unseres gro&szlig;en gesamteurop&auml;ischen Raumes trifft, das betrifft uns alle! <\/em>Jede Zerst&ouml;rung eines Teils zerst&ouml;rt zugleich unser &bdquo;Gemeinsames Haus&ldquo; mit. In diesem Sinne kann es im aktuellen Krieg in der und um die Ukraine nur &sbquo;Sieger&lsquo; geben, wenn nicht nur die Kampfhandlungen &ndash; sprich: das Zerst&ouml;ren, das wechselseitige T&ouml;ten und Sterben &ndash; schnellstm&ouml;glich beendet werden, sondern alle Akteure nach einem Waffenstillstand und (hoffentlich bald folgendem) Friedensschluss sich wieder auf die genannten Prinzipien der &bdquo;Charta von Paris&ldquo; verst&auml;ndigen. Kurz: <em>Wir m&uuml;ssen zur&uuml;ck zu einem Konzept, das wieder dem Prinzip der &bdquo;Gemeinsamen Sicherheit&ldquo; verpflichtet ist.<\/em><\/p><p>Wer dies h&ouml;hnisch als unrealistisch, naiv oder idealistisch abtut, sollte sich auch illusionslos die Alternative vor Augen f&uuml;hren: Es geht hier nicht um idealistische Schw&auml;rmerei, sondern schlicht um das&nbsp;<em>&Uuml;berlebensinteresse s&auml;mtlicher Akteure!<\/em> Denn sollte sich die Politik der akuten Eskalation noch weiter versch&auml;rfen und ihr kein Widerstand entgegengesetzt werden, dann droht ein gewaltiger Krieg in Europa, im schlimmsten Falle ein thermonuklearer Weltkrieg, mit einem Wort: <em>Globozid<\/em>! <\/p><p>Resignation oder Tr&auml;gheit k&ouml;nnen wir uns nicht leisten. Nach wie vor gilt Einsteins Ermahnung:<\/p><blockquote><p>\n<em>&bdquo;Blo&szlig;es Lob des Friedens ist einfach, aber wirkungslos. Was wir brauchen, ist aktive Teilnahme am Kampf gegen den Krieg und alles, was zum Kriege f&uuml;hrt.&ldquo;<\/em>\n<\/p><\/blockquote><p>In diesem Sinne also.<\/p><p><em>Mit freundlicher <a href=\"https:\/\/globalbridge.ch\/raus-aus-der-eskalationsspirale-ii-back-to-gorbatschow-oder-das-neue-denken-und-die-rekonstruktion-des-gemeinsamen-europaeischen-hauses\/\">Genehmigung von Globalbridge<\/a>.<\/em><\/p><p><small>Titelbild: Jack_the_sparow\/shutterstock.com<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><strong>Back to Gorbatschow oder: Das Neue Denken und die Rekonstruktion des &bdquo;Gemeinsamen Europ&auml;ischen Hauses&ldquo;. <\/strong>Selbst wenn Donald Trump den Ukrainekrieg tats&auml;chlich noch stoppen sollte, bl&uuml;ht uns unter den gegebenen Bedingungen f&uuml;r die n&auml;chsten Jahrzehnte bestenfalls ein neuer Kalter Krieg. 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