{"id":125807,"date":"2024-12-07T13:00:32","date_gmt":"2024-12-07T12:00:32","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=125807"},"modified":"2024-12-08T11:26:52","modified_gmt":"2024-12-08T10:26:52","slug":"einfach-nicht-wegzukriegen-in-stuttgart-trotzt-ein-bahngelaende-dem-zugriff-durch-spekulanten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=125807","title":{"rendered":"Einfach nicht wegzukriegen &#8211; in Stuttgart trotzt ein Bahngel\u00e4nde dem Zugriff durch Spekulanten"},"content":{"rendered":"<p>Die Bundesregierung hat ein Gesetz beschlossen, das die exzessive Bebauung von Bahnfl&auml;chen verhindert, die im Sinne der Verkehrswende noch gebraucht werden. Prompt feuert die Union dagegen und verlangt die Wiederherstellung der alten (Un-)Ordnung. Konkret geht es um Stuttgart 21 und Pl&auml;ne f&uuml;r ein monstr&ouml;ses Immobilienprojekt im Herzen der Stadt. Daf&uuml;r k&auml;mpfen vor Ort ausgerechnet die Gr&uuml;nen. Die waren fr&uuml;her gegen S21 und gegen Gigantismus. Jetzt finden sie beides prima. Von <strong>Ralf Wurzbacher<\/strong>.<\/p><p><em>Dieser Beitrag ist auch als Audio-Podcast verf&uuml;gbar.<\/em><br>\n<!--more--><br>\n<\/p><div class=\"powerpress_player\" id=\"powerpress_player_7839\"><!--[if lt IE 9]><script>document.createElement('audio');<\/script><![endif]-->\n<audio class=\"wp-audio-shortcode\" id=\"audio-125807-1\" preload=\"none\" style=\"width: 100%;\" controls=\"controls\"><source type=\"audio\/mpeg\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/241207_Einfach_nicht_wegzukriegen_in_Stuttgart_trotzt_ein_Bahngelaende_dem_Zugriff_durch_Spekulanten_NDS.mp3?_=1\"><\/source><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/241207_Einfach_nicht_wegzukriegen_in_Stuttgart_trotzt_ein_Bahngelaende_dem_Zugriff_durch_Spekulanten_NDS.mp3\">https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/241207_Einfach_nicht_wegzukriegen_in_Stuttgart_trotzt_ein_Bahngelaende_dem_Zugriff_durch_Spekulanten_NDS.mp3<\/a><\/audio><\/div><p class=\"powerpress_links powerpress_links_mp3\">Podcast: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/241207_Einfach_nicht_wegzukriegen_in_Stuttgart_trotzt_ein_Bahngelaende_dem_Zugriff_durch_Spekulanten_NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_pinw\" target=\"_blank\" title=\"Play in new window\" onclick=\"return powerpress_pinw('https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?powerpress_pinw=125807-podcast');\" rel=\"nofollow\">Play in new window<\/a> | <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/241207_Einfach_nicht_wegzukriegen_in_Stuttgart_trotzt_ein_Bahngelaende_dem_Zugriff_durch_Spekulanten_NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_d\" title=\"Download\" rel=\"nofollow\" download=\"241207_Einfach_nicht_wegzukriegen_in_Stuttgart_trotzt_ein_Bahngelaende_dem_Zugriff_durch_Spekulanten_NDS.mp3\">Download<\/a><\/p><p>Die Wahrheit kann manchmal so erfrischend sein, wenngleich sie oft zu sp&auml;t kommt. &bdquo;Mir ging&rsquo;s aber nur drum, wenn der Sackbahnhof wegkommt, dass dann Stuttgart 125 Hektar Land kriegt im Zentrum.&ldquo; Gesagt hat das der fr&uuml;here Chef der Deutschen Bahn (DB), Heinz D&uuml;rr, der als Vater von Stuttgart 21 gilt. So freim&uuml;tig sprach er allerdings erst 2022, mit dem Buch- und Drehbuchautor Klaus Gietinger, der ihn f&uuml;r seine Dokumentation <a href=\"https:\/\/www.kontextwochenzeitung.de\/gesellschaft\/607\/die-bewegungsfreiheit-des-kamels-8530.html\">&bdquo;Das Trojanische Pferd&ldquo;<\/a> interviewen durfte. &bdquo;Trojanisches Pferd&ldquo; deshalb, weil S21 ein &bdquo;vergiftetes Geschenk&ldquo; sei, wie der Bildhauer Peter Lenk, der geistige Urheber des Titels, es einmal ausdr&uuml;ckte. Oder anders: Man hat der Stadt und den Menschen <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=115195\">f&uuml;r wom&ouml;glich 20 Milliarden Euro<\/a> als &bdquo;tolle Eisenbahn&ldquo; verkauft, was in Wirklichkeit eine Goldgrube f&uuml;r Immobilienspekulanten werden soll.<\/p><p>Oder m&uuml;sste es inzwischen hei&szlig;en: sollte? Dass aus dem sch&ouml;nen Traum etwas wird, erscheint n&auml;mlich mehr denn je ungewiss. Nicht nur, weil es bei der ganzen Unternehmung planerisch und bautechnisch m&auml;chtig klemmt, man schon sechs Jahre im Verzug ist und sich die urspr&uuml;nglich veranschlagten Kosten am Ende mithin um den Faktor zehn aufgebl&auml;ht haben werden. Ja, auch diese H&auml;ngepartie geht den Machern geh&ouml;rig gegen den Strich. Aber das alles w&auml;re noch irgendwie verkraftbar, weil doch irgendwann einmal bew&auml;ltigt, g&auml;be es da nicht diese noch h&ouml;here H&uuml;rde: die herrschende Rechtslage. Denn die besagt neuerdings ziemlich klipp und klar, dass eine Bebauung der Fl&auml;che, wo sich heute noch ein Kopfbahnhof und weitl&auml;ufige Gleisanlagen befinden, gar nicht m&ouml;glich w&auml;re.<\/p><p><strong>AEG: Aus, Ende, Gestorben<\/strong><\/p><p>Wie das? Vor rund einem Jahr trat eine Neufassung des Paragrafen 23 des <a href=\"https:\/\/www.gesetze-im-internet.de\/aeg_1994\/AEG.pdf\">Allgemeinen Eisenbahngesetzes (AEG)<\/a> in Kraft. Die entscheidende &Auml;nderung lautet: &bdquo;Der Bahnbetriebszweck eines Grundst&uuml;cks, das Betriebsanlage einer Eisenbahn ist oder auf dem sich eine Betriebsanlage einer Eisenbahn befindet, liegt im &uuml;berragenden &ouml;ffentlichen Interesse und dient der Aufrechterhaltung sowie der Weiterentwicklung der Eisenbahninfrastruktur im Rahmen der kurz-, mittel- oder langfristig prognostizierbaren zweckentsprechenden Nutzung.&ldquo; Woraus folgt: Freistellungen von Eisenbahnfl&auml;chen aus einem anderen als bahnbetrieblichen Interesse sind auf Antrag nur mehr zu genehmigen, sofern dieses das &bdquo;&uuml;berragende &ouml;ffentliche Interesse &uuml;berwiegt&ldquo;. Und Wohnungsbau gilt nach verbreiteter Rechtsauffassung gerade nicht als ein solcher Zweck.<\/p><p>Dumm gelaufen, denn schon 2001 hatte die Stadt der DB das ganze Areal f&uuml;r 460 Millionen Euro mit dem Ziel abgekauft, dort ein komplett neues Stadtviertel hochzuziehen &ndash; das sogenannte Rosensteinquartier, mit Tausenden Wohnungen und Renditen der Sorte Wolkenkuckucksheim. Daf&uuml;r m&uuml;sste aber zun&auml;chst einmal alles unter die Erde, was heute noch oben ist. Und so legte man los, einen Bahnhof und s&auml;mtliche Zulaufstrecken zu verbuddeln, um sp&auml;ter alles, was &uuml;ber Tage an Eisenbahnanlagen &uuml;brig bleibt, plattzumachen. F&uuml;r Ex-DB-Frontmann D&uuml;rr war der geplante Kahlschlag kein gro&szlig;es Ding, wie er 1998, ein Jahr nach seinem Ausscheiden, in einem Filmbeitrag bekannte. Darin klagt er &uuml;ber die &bdquo;unendlichen Gleisanlagen&ldquo; und &bdquo;ungeheuer vielen Weichen&ldquo; im Vorfeld des Hauptbahnhofs, die man &bdquo;in einer modernen Eisenbahn&ldquo; gar nicht brauche.<\/p><p><strong>D&uuml;rrer Sachverstand <\/strong><\/p><p>So kann man sich irren. Denn Bewegungsfreiheit ist genau das, was eine &bdquo;moderne Eisenbahn&ldquo; so n&ouml;tig braucht wie ein Baum Wasser. Andernfalls ger&auml;t er so &bdquo;d&uuml;rr&ldquo; wie der Sachverstand von Bahn-F&uuml;hrern der Sorte Johannes Ludewig, Hartmut Mehdorn und R&uuml;diger Grube. Oder eben D&uuml;rr, zu dem <a href=\"https:\/\/www.kontextwochenzeitung.de\/gesellschaft\/607\/die-bewegungsfreiheit-des-kamels-8530.html\"><em>Kontext: Wochenzeitung<\/em><\/a> vor zwei Jahren festhielt, er habe &bdquo;gar nie den Eindruck erwecken (wollen), dass ihm der Bahnverkehr besonders am Herzen liege, geschweige denn, dass er viel davon verstehe&ldquo;. F&uuml;r s&auml;mtliche seiner Amtsnachfolger galt und gilt das nicht minder, weshalb die deutsche Schieneninfrastruktur heute, verglichen mit fr&uuml;her, einem Torso gleicht. Zum Beispiel wurden innerhalb von 30 Jahren mehr als 5.000 Streckenkilometer, 67.000 Weichen und fast 9.000 industrielle Gleisanschl&uuml;sse aus dem Verkehr gezogen. Und diese ganzen Fl&auml;chen hat die DB ver&auml;u&szlig;ert &ndash; f&uuml;r den Bau von Wohn- und Gewerbegebieten, Stra&szlig;en und Fabriken.<\/p><p>Die Initiative <a href=\"https:\/\/buergerbahn-denkfabrik.org\/das-aeg-muss-eisenbahninfrastruktur-sichern\/\">&bdquo;B&uuml;rgerbahn&ldquo;<\/a> hat dieser Tage den Finger in die Wunde gelegt: Weil es zu wenig Abstell- und Ausweichkapazit&auml;t im Netz gebe, &bdquo;fahren inzwischen in vielen Regionen nachts leere Geisterz&uuml;ge durchs Land, weil sie an ihren Start- und Endbahnh&ouml;fen keine Abstellpl&auml;tze finden und es keine nah gelegenen Betriebsh&ouml;fe und Reinigungskapazit&auml;ten mehr gibt&ldquo;, und weiter: &bdquo;Viel zu oft haben die immobilienwirtschaftlichen Interessen der Bahn die verkehrlichen Entwicklungen behindert.&ldquo; Die Praxis folgte der Linie, kurzfristig die Bilanzen aufzuh&uuml;bschen, und hat letztlich wesentlich dazu beigetragen, dass ein Bahnbetrieb vielerorts gar nicht mehr m&ouml;glich ist. Auf den Punkt brachte dies am Montag Dirk Flege vom Verein &bdquo;Allianz pro Schiene&ldquo; bei einer Anh&ouml;rung im Verkehrsausschuss des Bundestags: &bdquo;Wo einmal eine Umgehungsstra&szlig;e oder ein Haus auf einer ehemaligen Bahntrasse gebaut wurde, kann in Zukunft kein Zug mehr fahren.&ldquo;<\/p><p><strong>Gutes Ampel-Gesetz &ndash; aus Versehen <\/strong><\/p><p>Recht hat er, und recht hatten die Bundesregierung und der Bundestag, das Recht entsprechend zu sch&auml;rfen. Aber hatten die Entscheider auch auf dem Schirm, damit ganz nebenbei dem S21-Immotraumschloss buchst&auml;blich den Boden zu entziehen? Eher nicht, und es mehren sich Vorw&uuml;rfe, die Ampel sei mit der Novelle &uuml;bers Ziel hinausgeschossen. Am lautesten wettert die CDU-\/CSU-Fraktion, die bereits Mitte Oktober einen Gesetzentwurf <a href=\"https:\/\/dserver.bundestag.de\/btd\/20\/133\/2013358.pdf\">&bdquo;zur &Auml;nderung der Freistellungsvoraussetzungen&ldquo;<\/a> von Paragraf 23 ins Parlament eingebracht hat, der quasi die alte Ordnung wiederherstellen soll. Um ebendiese Vorlage ging es bei der Befragung von Sachverst&auml;ndigen zu Wochenanfang im Bundestag. Dort machten die Antragssteller ihrem Unmut dar&uuml;ber Luft, dass das zust&auml;ndige Eisenbahnbundesamt (EBA) seit Inkrafttreten der Bestimmung Freistellungsantr&auml;ge f&uuml;r nicht mehr betriebene Bahnfl&auml;chen in &uuml;ber 150 F&auml;llen zur&uuml;ckgewiesen habe. Passend dazu befragte der <a href=\"https:\/\/www.swr.de\/swraktuell\/baden-wuerttemberg\/stuttgart\/stuttgart21-bundestag-verkehrsausschuss-beraet-ueber-eisenbahngesetz-100.html\"><em>S&uuml;dwestrundfunk (SWR)<\/em><\/a> das EBA nach dessen Rechtsauslegung, mit dem Ergebnis: &bdquo;Bebauungen wie Wohnprojekte sind auf ehemaligen Gleisfl&auml;chen nicht mehr ohne Weiteres m&ouml;glich.&ldquo; <\/p><p>Als einem der Ersten d&auml;mmerte das im Juli Stuttgarts Oberb&uuml;rgermeister Frank Nopper (CDU). Die Idee von S21 &ndash; f&uuml;r ihn eine &bdquo;Jahrhundertchance&ldquo; &ndash; werde qua Gesetz verunm&ouml;glicht, moniert er. Gegen den, wie er meint, unzul&auml;ssigen Eingriff in die kommunale Selbstverwaltung hat der Stuttgarter Gemeinderat laut <em>SWR<\/em> prompt eine Verfassungsklage erhoben. 2013, damals noch als Fraktionschef der Gr&uuml;nen, war auch Peter P&auml;tzold Gemeinderatsmitglied. <a href=\"https:\/\/www.fluegel.tv\/posts\/wohngebiet-mit-gleisanschluss-peter-patzold-zur-zukunftigen-nutzung-des-bahngelandes-rathaus-stuttgart-23-01-2013\/\">In einem Video<\/a> gab er damals seiner Hoffnung Ausdruck, dass dem Antrag auf Entwidmung von Bahnfl&auml;chen im Herzen der Stadt &bdquo;h&ouml;chstwahrscheinlich nicht stattgegeben&ldquo; und das Kalk&uuml;l, &bdquo;bl&uuml;hende Landschaften&ldquo; zu bekommen, nicht aufgehen werde. Dazu hatte er eigens ein Gutachten des Eisenbahnrechtlers Urs Kramer in Auftrag gegeben. Wohlgemerkt fand P&auml;tzold das alles prima, und man sollte meinen, dass ihm die Jahre sp&auml;ter erfolgte Versch&auml;rfung des AEG gefallen muss.<\/p><p><strong>Gr&uuml;ner Wendehals <\/strong><\/p><p>Aber Zeiten &auml;ndern sich. Am Montag trat P&auml;tzold, mittlerweile Stuttgarter Baub&uuml;rgermeister, als von der Union geladener Experte mit der Mission auf, die Vorschrift wieder zu kippen. Damit w&uuml;rden &bdquo;wichtige Planungen und Wohnungsbauprojekte in deutschen Zentren wie etwa derer [sic] f&uuml;r das Jahrhundertprojekt Stuttgart Rosenstein verhindert&ldquo;, gab ihn die <a href=\"https:\/\/www.bundestag.de\/dokumente\/textarchiv\/2024\/kw49-pa-verkehr-eisenbahngesetz-1030836\">Pressestelle des Bundestags<\/a> wieder. Tats&auml;chlich wurde auch besagter Bahnfachmann Kramer befragt, als von den Gr&uuml;nen Geladener, die ja nun irgendwie ihr eigenes Gesetz gegen die Attacke der Schwarzen verteidigen m&uuml;ssen. Kramer bekr&auml;ftige im Wesentlichen seine Sichtweise, schr&auml;nkte aber ein, es gebe &bdquo;kein absolutes Entwidmungsverbot&ldquo;. Im Kontext von S21 beharrte er jedoch darauf, dass der blo&szlig;e Bau von Wohnungen oder die Schaffung von Arbeitspl&auml;tzen ohne zus&auml;tzliche Umst&auml;nde, die ein &bdquo;&uuml;berragendes &ouml;ffentliches Interesse&ldquo; begr&uuml;nden, nicht ausreiche. <\/p><p>&Uuml;berhaupt stellten im Verkehrsausschuss diejenigen Sachverst&auml;ndigen die Mehrheit, die sich im Grundsatz f&uuml;r die Beibehaltung der Neuregelung aussprechen. Mit Paragraph 23 sei &bdquo;ein entscheidender eisenbahnrechtlicher Rahmen geschaffen f&uuml;r eine Trendumkehr der bisherigen Bahnpolitik Richtung Verkehrswende&ldquo;, erkl&auml;rte f&uuml;r das &bdquo;Aktionsb&uuml;ndnis gegen S21&ldquo; Werner Sauerborn, der ebenfalls im Bundestag angeh&ouml;rt wurde. Bei den Aktivisten ist man gez&uuml;gelt optimistisch, dass dies &bdquo;voraussichtlich das Ende des Rosensteinquartiers bedeutet&ldquo;, wie Sprecher Martin Poguntke in einer <a href=\"https:\/\/kopfbahnhof-21.de\/pressemitteilungen\/lenkungskreis-anerkennung-der-neuen-realitaeten-gefragt-pressemitteilung\/\">Medienmitteilung<\/a> ausf&uuml;hrte. Realit&auml;tsverweigerung sei &bdquo;keine Option mehr&ldquo;, und &bdquo;dass viele ambitionierte Architekten und ein zum Schluss 20-k&ouml;pfiges Team der Stadtverwaltung vermutlich 20 Jahre umsonst gearbeitet haben, haben sich die Verantwortlichen selbst zuzuschreiben&ldquo;. Das Ganze erinnere stark an die &bdquo;nicht abgesicherten Autobahnmautpl&auml;ne&ldquo; des ehemaligen CSU-Verkehrsministers Andreas Scheuer, die die Steuerzahler eine Viertelmilliarde Euro kosteten. <\/p><p><strong>Merz der Baumeister <\/strong><\/p><p>Bei Stuttgart 21 steht sehr viel mehr auf dem Spiel, nicht nur in puncto Geld. Eine weitgehend funktionierende Bahninfrastruktur in die Erde zu verpressen, bringt nicht nur massive Kapazit&auml;tseinbu&szlig;en, sondern auch erhebliche Gefahren f&uuml;r Leib und Leben, <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=116773\">Stichwort Brandschutz<\/a>. Um k&uuml;nftig &uuml;berhaupt so etwas wie einen halbwegs geregelten Bahnverkehr m&ouml;glich zu machen, setzen die Verantwortlichen auf weitere milliardenschwere <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=70196\">&bdquo;Erg&auml;nzungsprojekte&ldquo;<\/a>, mit v&ouml;llig ungewissem Ausgang. Dabei brauchte es zur Abwendung eines Totaldesasters vor allem eines: Platz. Den gibt es um den Sackbahnhof herum gen&uuml;gend oder, wie es Sauerborn vom Aktionsb&uuml;ndnis ausdr&uuml;ckte: &bdquo;Die Kopfbahnhofgleise sind bahnbetrieblich unverzichtbar.&ldquo;<\/p><p>Es bleibt abzuwarten, wie die Sache ausgeht. Wobei man das Ungemach f&ouml;rmlich kommen sieht. Mit einem Kanzler Friedrich Merz (CDU) k&ouml;nnte Paragraph 23 bald schon wieder Geschichte sein. Zum Rosenstein-Richtfest kommt er bestimmt mit BlackRock-Kumpels.<\/p><p><small>Titelbild: Frank Gaertner\/shutterstock.com<\/small><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/vg06.met.vgwort.de\/na\/03a85542fadf4d5e919fa568a8bdd34a\" alt=\"\" title=\"\" height=\"1\" width=\"1\"><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Bundesregierung hat ein Gesetz beschlossen, das die exzessive Bebauung von Bahnfl&auml;chen verhindert, die im Sinne der Verkehrswende noch gebraucht werden. Prompt feuert die Union dagegen und verlangt die Wiederherstellung der alten (Un-)Ordnung. Konkret geht es um Stuttgart 21 und Pl&auml;ne f&uuml;r ein monstr&ouml;ses Immobilienprojekt im Herzen der Stadt. Daf&uuml;r k&auml;mpfen vor Ort ausgerechnet die<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=125807\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":125808,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[107,74,73],"tags":[2428,268,2468,1785,783,694,2445],"class_list":["post-125807","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-audio-podcast","category-stuttgart-21","category-verkehrspolitik","tag-duerr-heinz","tag-deutsche-bahn","tag-immobilienspekulationen","tag-immobilienwirtschaft","tag-merz-friedrich","tag-milliardengrab","tag-schienenverkehr"],"jetpack_featured_media_url":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/Shutterstock_1087883606.jpg","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/125807","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=125807"}],"version-history":[{"count":7,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/125807\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":125889,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/125807\/revisions\/125889"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/125808"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=125807"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=125807"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=125807"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}