{"id":12591,"date":"2012-03-19T14:51:51","date_gmt":"2012-03-19T13:51:51","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12591"},"modified":"2015-02-08T11:00:07","modified_gmt":"2015-02-08T10:00:07","slug":"die-quote-ein-hindernis-fur-die-erfullung-des-offentlichen-rechtlichen-programmauftrags","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12591","title":{"rendered":"Die Quote ein Hindernis f\u00fcr die Erf\u00fcllung des \u00f6ffentlichen-rechtlichen Programmauftrags ?"},"content":{"rendered":"<p>Sendeplatz im Programm wurde urspr&uuml;nglich nach qualitativen Gesichtspunkten und gesellschaftlichen Bed&uuml;rfnissen getroffen. Die Redakteure und auch Intendanten und Programmdirektoren hatten so etwas wie den innewohnenden Programmauftrag eines &bdquo;Rundfunks der Gesellschaft&ldquo;, der die Geb&uuml;hrenzahler mit den f&uuml;r sie wichtigen Informationen in der gebotenen Nachhaltigkeit zu versorgen, die Grundversorgung sicherzustellen.<br>\nDas &auml;nderte sich in den 90er Jahren, als die kommerziellen Sender  st&auml;rker auf den Markt dr&auml;ngten. Das Programm wurde immer weniger nach qualitativen Gesichtspunkten geplant. In den Vordergrund r&uuml;ckte die Frage, wie organisieren wir  ein Programm, das m&ouml;glichst viele Zuschauer erreicht. Nun ist das a priori nicht schlecht: jeder Autor will m&ouml;glichst viele Leser oder Zuschauer, jeder K&uuml;nstler gro&szlig;e Aufmerksamkeit. Aber diese Entwicklung  hatte die fatale Wirkung, dass die Inhalte, die vorher im Zentrum des Programms gestanden hatten, pl&ouml;tzlich immer mehr an den Rand gedr&auml;ngt wurden. Von <strong>Gert Monheim<\/strong>.<br>\n<!--more--><br>\nAls ich vor einigen Wochen gefragt wurde, ob ich etwas zu dem Thema &bdquo;Die Quote als Hindernis f&uuml;r die Erf&uuml;llung des &ouml;ffentlich-rechtlichen Programmauftrags?&ldquo; sagen k&ouml;nne, habe ich zur&uuml;ckgefragt, warum gerade ich? Weil Sie viele Jahre Programm gemacht und verantwortet haben. Wurde mir geantwortet. Und weil Sie als Pension&auml;r ohne R&uuml;cksichtnahme reden k&ouml;nnen. Die Antwort hat mich verbl&uuml;fft. Zumindest der 2. Teil. Weil ich auch zu meiner aktiven Zeit gerade in dieser Frage nie ein Blatt vor den Mund genommen habe.<br>\nIch habe mich entschieden, die Frage ganz aus der Sicht eines Autors und Redakteurs zu beantworten, der 38 Jahre lang &ndash; in einer entscheidenden Phase des &ouml;ffentlich-rechtlichen Rundfunks &ndash; Programm gemacht hat. Und erlauben Sie mir, dass ich meine Beobachtungen auf die Entwicklung der Hintergrundberichterstattung, also vor allem auf Dokumentationen, beschr&auml;nke, weil dieses Genre zu den wenigen origin&auml;ren &ouml;ffentlich-rechtlichen Hervorbringungen des Rundfunks &ndash; wie z.B. auch Radiofeature und Fernsehspiel &ndash;  geh&ouml;rt. Gleichwohl spiegelt sich m.E. in der Entwicklung der Fernsehdokumentation &ndash; die einmal zu den K&ouml;nigsdisziplinen des &ouml;ffentlich-rechtlichen Rundfunks gez&auml;hlt wurde &ndash; die allgemeine Entwicklung des &ouml;ffentlich-rechtlichen Rundfunks in den letzten 30 Jahren.<\/p><p>Als ich Mitte 2009 meinen Schreibtisch aufr&auml;umte, weil ich in Pension ging, fand ich meine Dokumentationen fein aufgereiht nach Sendedaten und stellte &uuml;berrascht fest, dass sie bis Ende der 80er Jahre in der Regel um 20.15 direkt nach der Tagesschau, auf jeden Fall aber in der Prime-Time gezeigt worden waren. In &bdquo;Gesucht wird &hellip; eine Todesursache&ldquo; z.B. deckte ich einen Arzneimittelskandal der Firma H&ouml;chst mit vielen Todesopfern und die t&ouml;dlichen Schw&auml;chen der Arzneimittelsicherheit auf. In &bdquo;Gesucht wird &hellip; Gift am Arbeitsplatz&ldquo; wies ich bedeutenden Firmen und Arbeitsmedizinern nach, dass sie aus Profitgier Krankheit und Tod von Arbeitern in Kauf genommen hatten. Diese und viele Filme auch meiner Kollegen der renommierten Sendereihe &bdquo;Gesucht wird&hellip;&ldquo; erweckten &ouml;ffentliches Aufsehen, l&ouml;sten breite gesellschaftliche Diskussionen aus, trugen zu Ver&auml;nderungen bei. Das &ouml;ffentlich-rechtliche System war durch diese und nat&uuml;rlich durch viele andere anspruchsvolle, gesellschaftlich orientierte Berichte &ndash; wie vom Bundesverfassungsgericht gefordert &ndash; Medium und Faktor der Meinungsbildung in Deutschland.<\/p><p>Die Quote spielte in den 70er Jahren f&uuml;r meine Arbeit direkt keine Rolle, die tauchte meiner Erinnerung nach bezeichnenderweise 1984 zum ersten Mal im Zusammenhang mit einer meiner Dokumentationen auf. Der damalige ARD-Koordinator f&uuml;r Politik lobte  meinen Film &uuml;ber H&ouml;chst und die mangelhafte Arzneisicherheit und sagte: 12,5% der Zuschauer h&auml;tten geguckt, das sei angesichts der &uuml;berm&auml;chtigen Konkurrenz der Peter Alexander Show im ZDF wie 25%. Die kommerziellen Sender waren gerade erst gestartet und noch unbedeutend. Es gab sie aber schon &ndash; die Quote. Aber sie hatte noch nicht die Guillotine-Wirkung wie in sp&auml;teren Jahren. Im Gegenteil: der Koordinator in M&uuml;nchen relativierte die nackte Zahl durch ein qualitatives Argument. In den folgenden Jahren haben meine Kollegen und ich noch viele Dokumentationen mit diesem Anspruch in der Prime-Time gemacht, die ein gewaltiges Echo hatten, in einigen F&auml;llen zu Gesetzes&auml;nderungen, in vielen anderen zu Einstellungs&auml;nderungen in der Bev&ouml;lkerung f&uuml;hrten. Und diese 4-6 &bdquo;Gesucht wird&hellip;&ldquo;-Sendungen im Jahr alleine bekamen  in dieser Zeit mehr Grimme-Preise &ndash; nach Fritz Pleitgen &bdquo;die einzige harte W&auml;hrung im Fernsehgesch&auml;ft&ldquo; &ndash; als ganze Programm-Hauptabteilungen mit ihrem gesamten Angebot.<\/p><p>Mein erster Befund im Sinne der Fragestellung wird Sie nicht &uuml;berraschen: Sowohl die Auswahl der Themen als auch ihr Stellenwert sprich: Sendeplatz im Programm wurde urspr&uuml;nglich nach qualitativen Gesichtspunkten und gesellschaftlichen Bed&uuml;rfnissen getroffen. Die Redakteure und auch Intendanten und Programmdirektoren hatten so etwas wie den innewohnenden Programmauftrag eines &bdquo;Rundfunks der Gesellschaft&ldquo;, der die Geb&uuml;hrenzahler mit den f&uuml;r sie wichtigen Informationen in der gebotenen Nachhaltigkeit zu versorgen, die Grundversorgung sicherzustellen.<\/p><p>Das &auml;nderte sich in den 90er Jahren, als die kommerziellen Sender  st&auml;rker auf den Markt dr&auml;ngten. Das Programm wurde immer weniger nach qualitativen Gesichtspunkten geplant. In den Vordergrund r&uuml;ckte die Frage, wie organisieren wir  ein Programm, das m&ouml;glichst viele Zuschauer erreicht. Nun ist das a priori nicht schlecht: jeder Autor will m&ouml;glichst viele Leser oder Zuschauer, jeder K&uuml;nstler gro&szlig;e Aufmerksamkeit. Aber diese Entwicklung  hatte die fatale Wirkung, dass die Inhalte, die vorher im Zentrum des Programms gestanden hatten, pl&ouml;tzlich immer mehr an den Rand gedr&auml;ngt wurden.<\/p><p>Die Dokumentationen verloren ihren festen Sendeplatz, weil &ndash; so hie&szlig; es &ndash; die Zusammenh&auml;nge f&uuml;r ein breites Publikum zu komplex seien. Sie wurden hin und her im Programmschema geschoben und ausprobiert, wo sie am wenigsten Zuschauer kosteten. Und wo kosten sie am wenigsten Zuschauer? Wo ohnehin wenige sind, also au&szlig;erhalb der Prime-Time und schlie&szlig;lich wurden sie fast nur noch im Nachtprogramm gesendet. So kam es zu der bizarren Argumentation, dass &ndash; weil die komplexen Inhalte den wachen Zuschauer am fr&uuml;hen Abend angeblich &uuml;berfordern &ndash; sie dem m&uuml;den Geb&uuml;hrenzahler nach 23 Uhr zugemutet werden. <\/p><p>Das hatte nicht nur Auswirkungen auf eine Gesellschaft, die diesen Rundfunk ja schlie&szlig;lich finanziert und auf diese politische und soziale Information ein Anrecht hat. Das hatte auch Auswirkung auf die Programm-Macher und &ndash;Verantwortlichen in den Funkh&auml;usern. Sie &uuml;berlegten h&auml;nderingend, wie sie dem Trend begegnen k&ouml;nnten. Ein begabter Kollege schlug vor, statt der damals herk&ouml;mmlichen Feature &bdquo;Featuretten&ldquo; anzubieten, in denen die Inhalte von 45 Minuten in 15 Minuten gepresst und in m&ouml;glichst schnittiger Form an den Mann und die Frau gebracht werden sollten. Diese 15 Minuten k&ouml;nnte man doch leichter hinter ein mehrheitsf&auml;higes Programm klemmen und insofern von dem &bdquo;audience-flow&ldquo; profitieren. Andere entdeckten pl&ouml;tzlich bei Themen, die jahrzehntelang nahezu den Rang von &bdquo;Fragen der Nation&ldquo; gehabt hatten, dass sie sich doch so ganz der Bildsprache entz&ouml;gen, mit der man ein modernes Publikum erreichen k&ouml;nne. Den H&ouml;hepunkt dieser Entwicklung markierte ein fr&uuml;herer WDR-Programmdirektor, der die gestandenen Programm-Macher des Hauses zu einem Workshop einlud, in dem sie von den eingeladenen Realisatoren kommerzieller Formate lernen sollten, wie man mit schnellen Schnitten und rei&szlig;erischen Formen hohe Quoten einfahren k&ouml;nne.<\/p><p>Mein zweiter Befund im Sinne der Fragestellung wird Sie ebenfalls nicht &uuml;berraschen: im Laufe der 90er Jahre wurden Inhalte, die vorher im Zentrum des Programmauftrags gestanden hatten, an den Rand gedr&auml;ngt. Wenn Dokumentationen zu komplexeren gesellschaftlichen Zusammenh&auml;ngen produziert wurden, dann f&uuml;r den sp&auml;ten Abend. Die schlimmere Entwicklung passierte aber in den K&ouml;pfen vieler Redakteure, die &ndash; vor lauter Angst, einen Sendeplatz und damit an Bedeutung zu verlieren &ndash; zu immer mehr Zugest&auml;ndnissen an Inhalte und Formen bereit waren.  Diese &bdquo;Selbstkommerzialisierung&ldquo;  hat unser Programm, wenn man es mit dem urspr&uuml;nglichen Programmauftrag und den Leistungen der vorangegangenen Jahrzehnte vergleicht, in weiten Teilen zum Spielball von quotenorientiertem Programm-Management gemacht. Ich habe Kollegen aus der obersten F&uuml;hrungsebene des WDR erlebt, die einen Film von mir wortreich und &uuml;berschw&auml;nglich gelobt oder bodentief verrissen haben, die aber &ndash; wie sich im Laufe des Gespr&auml;chs herausstellte &ndash;  nur die Quote gesehen hatten.<\/p><p>Als wir Ende der 90er Jahre auf das Programm der ARD  schauten, da blickten wir auf viele seichte Unterhaltungsformate, bei denen die kommerzielle Konkurrenz immer schon besser, weil unbek&uuml;mmerter war; und wir sahen auch damals schon auf zu viele Talkshows oder &auml;hnliche Gespr&auml;chsformate. Geblieben waren im Wesentlichen  die Qualit&auml;t und die guten Pl&auml;tze unserer aktuellen Informationssendungen; die Hintergrundberichterstattung aber hatte unter dem Quotendruck ihre einstmals wichtige Bedeutung weitgehend eingeb&uuml;&szlig;t. Das galt f&uuml;r die Sendepl&auml;tze und das galt erst recht f&uuml;r die Machart vieler Dokumentationen, die zwischen ernsthaftem Anliegen und Anbiederung an einen vermeintlichen Publikumsgeschmack schwankten.<\/p><p>Zu oft hatten die Macher der Sendungen bei Quoten, die unter einen bestimmten Level gefallen waren, die vorwurfsvolle Frage h&ouml;ren m&uuml;ssen, warum sie nicht mehr Zuschauer erreicht und was sie denn wohl falsch gemacht h&auml;tten. Zu oft waren Sendungen mit sog. schwachen Quoten eingestellt, solche mit &uuml;berraschend hohen Quoten pl&ouml;tzlich als vorbildlich und zukunftweisend dargestellt worden, um beim n&auml;chsten Quotenflop wieder infrage gestellt zu Werden.<\/p><p>Eine durchgehende Sendereihe mit gesellschaftpolitischen Dokumentationen, mit denen gerade die ARD fr&uuml;her gegl&auml;nzt hatte, gab es meiner Erinnerung nach nicht einmal mehr in den dritten Programmen.  <\/p><p>In dieser Phase haben sich Programm-Macher sozusagen von unten entschieden, noch einmal einen ganz neuen Versuch zu starten. Redakteure und Redakteurinnen der WDR-Programmgruppen Inland und Ausland planten gemeinsam eine neue politische Dokumentations-reihe, die Anfang 2000 einen w&ouml;chentlichen Sendeplatz im WDR Fernsehen bekam und bis heute unter dem Titel die story noch immer erfolgreich auch mit vielen investigativen Dokumentationen im Programm ist. Parallel sollten ca. 10 der <em>stories<\/em> j&auml;hrlich f&uuml;r die ARD produziert werden. F&uuml;r das WDR Fernsehen wurden bestimmte inhaltliche und formale Vereinbarungen beschlossen und auch eine Quotenvorgabe festgeschrieben, die  j&auml;hrlich &uuml;berpr&uuml;ft wurde. Sie wurde schlie&szlig;lich zwischen 4 &ndash; 5% angesiedelt und lag bei einem durchschnittlichen Marktanteil von 7% der Zuschauer f&uuml;r das Gesamtprogramm in einem realistischen Bereich. Ich kann f&uuml;r mich als Redaktionsleiter und f&uuml;r die Redakteure reinen Herzens sagen, dass wir viel &uuml;ber inhaltliche und formale Anforderungen diskutiert haben. Quotendenken hat unsere Entscheidungen nicht gepr&auml;gt.<br>\nDas sollte uns zum Verh&auml;ngnis werden.<\/p><p>Jedenfalls in der ARD. Der im Jahr 2000 in M&uuml;nchen verantwortliche Koordinator und ARD-Chefredakteur sagte uns unverbl&uuml;mt, dass es f&uuml;r den Termin am Montagabend in der ARD &ndash; zun&auml;chst um 21.45, sp&auml;ter um 21.00 Uhr &ndash; eine Quotenvorgabe von 10% gebe. Und wir sollten mal froh sein, dass er auf der gleichen Sendeschiene populistische Formate wie z.B. &bdquo;Legenden&ldquo; (im wesentlichen Biographien von Filmstars von Liz Taylor bis Roy Black) und &bdquo;Deutsche Kriminalfilme&ldquo; untergebracht h&auml;tte. Diese Reihen w&uuml;rden die bei unseren komplizierten politischen stories zu erwartenden Quotentiefs hoffentlich ausgleichen. Wenn die vorgegebene &bdquo;Mischkalkulation&ldquo; von 10% im Durchschnitt unterschritten w&uuml;rde, h&auml;tte der ARD-Programmdirektor, der die Dokumentationen f&uuml;r &bdquo;Quotenkiller&ldquo; halte, einen geeigneten Vorwand, die Dokumentationen in die Nacht zu verschieben. Im &Uuml;brigen erwartete der ARD-Koordinator  &bdquo;Hochglanzdokumentationen&ldquo;! Eine in sich widerspr&uuml;chliche, von keinem Fachwissen oder praktischen Erfahrungen getr&uuml;bte Programmkategorie, die er bis zum Ende seiner Amtszeit nicht mit Leben f&uuml;llen konnte, gleichwohl aber von fast allen Chefredakteuren und Fernsehdirektoren als ein Schl&uuml;sselwort f&uuml;r <em>quantitativ<\/em> erfolgreiche Dokumentationen &uuml;bernommen wurde. <\/p><p>Wir bekamen &ndash; wahrscheinlich weil man Hochglanz mit teuer assoziierte &ndash; einen eigenen, besser ausgestatteten Etat f&uuml;r die ARD-stories (Geld, das wir gerne in die Recherchen gesteckt haben) und &uuml;berlegten uns, wie wir es schaffen k&ouml;nnten, unseren eigenen Anspr&uuml;chen und den quantitativen Vorgaben gerecht zu werden. Ein Weg war, Politiker zu portr&auml;tieren, die ihre Zeit und die Gesellschaft auf ihre Weise gepr&auml;gt hatten. Wir wollten ihnen gerecht werden, ihre Leistungen aber auch kritisch hinterfragen.<br>\nEs entstanden  Filme &uuml;ber Franz-Josef Strau&szlig;, Francois Mitterand und Silvio Berlusconi. F&uuml;r alle drei Dokumentationen hatten wir ausgezeichnete Autoren gefunden, die richtig gute Filme machten; die Reaktionen aber h&auml;tten unterschiedlicher nicht sein k&ouml;nnen. Bei Strau&szlig; &uuml;berschlugen sich die Kritiker vor Lob, insbesondere unsere ARD-Hierarchie. Er war von fast 15% der Zuschauer gesehen worden. Ganz schlecht weg kam Silvio Berlusconi. Der hatte nur knapp 6% der Zuschauer erreicht. Widerspr&uuml;chlich reagierten die Kritiker auf den Film &uuml;ber Mitterand. Der wurde zun&auml;chst hochgelobt. Allerdings zu einem Zeitpunkt, als die Quote aus unerfindlichen Gr&uuml;nden ausnahmsweise mal nicht fr&uuml;h genug in der t&auml;glichen Schaltkonferenz vorlag. Als am n&auml;chsten Tag bekannt wurde, dass sie bei 7,6% gelegen hatte, wurde der Film Tag f&uuml;r Tag schlechter &ndash; zumindest in den zun&auml;chst z&ouml;gerlichen und dann immer massiveren Kritiken aus M&uuml;nchen.<\/p><p>Da half auch nicht, dass erfahrene Kritiker darauf hinwiesen, dass es Auslandsthemen beim deutschen Publikum immer schwerer h&auml;tten als so eine Reizfigur wie der Bayer Strau&szlig;. Der eine Film war sehr gut und die beiden anderen waren schlecht. Das s&auml;he man doch an der Akzeptanz der Zuschauer. Punkt! Uns wurde unmissverst&auml;ndlich klar gemacht, dass wir bei weiteren Quotenproblemen mit Konsequenzen rechnen m&uuml;ssten.<\/p><p>Ein anderer Weg, dem Dilemma zu begegnen, war, politische, bzw. wirtschaftliche  Entwicklungen und deren Folgen wie z.B. die der &bdquo;New Economy&ldquo; in Geschichten unter dem Arbeitstitel &bdquo;Gl&uuml;cksritter&ldquo; zu fokussieren. Als die drei Folgen nur ca. 7% brachten, war es um die story geschehen &ndash;  jedenfalls in der ARD-Prime-Time.<br>\nEnde 2003 wurde der Etat von knapp 2 Mio. um 600.000 Euro gek&uuml;rzt. Das Geld wurde f&uuml;r ARD-Dokumentationen zur Verf&uuml;gung gestellt, die &ndash; das war &uuml;berdeutlich &ndash; mehr Akzeptanz, sprich: h&ouml;here Quoten versprachen. Es entstanden Sendungen wie &bdquo;Liebe an die Macht&ldquo;, in denen die Eheleute Gorbatschow oder Clinton in ihrem privaten Leben und politischen Kampf dargestellt wurden. <\/p><p>Die story war in den Jahren vorher bis zu 12 mal in der ARD, davon durchschnittlich 7 x in der Prime-Time gesendet worden. Dass in den darauffolgenden beiden Jahren sehr viel seltener &uuml;berhaupt noch WDR-Dokumentationen in der ARD-Prime-Time zu sehen waren und dass die Quoten der ARD-Dokus stark schwankten und oft nicht besser waren als die der fr&uuml;heren stories, interessierte  nicht. die story hatte als gesellschaftspolitische Farbe der <em>ARD-Doku am Montag<\/em>  keine Chance mehr.<\/p><p>Sendungen werden im WDR durch ein aufwendiges Verfahren evaluiert, die Entscheidungen der Hierarchen in aller Regel aber nicht.<\/p><p>Mein dritter Befund im Sinne meiner Aufgabenstellung lautet: Selbst wenn sich ein dokumentarisches Format als erfolgreich und imagebildend herausstellt, hat es &ndash; zumindest in der ARD &ndash; nur langfristig Chancen, wenn es auch die n&ouml;tige Quote bringt; die gesellschaftliche Relevanz spielt bestenfalls in zweiter Linie eine Rolle. Der heutige Redaktionsleiter hat bei der Verleihung des Hans-Joachim-Friedrich-Preises an <em>die story<\/em> Ende 2010 darauf hingewiesen, dass die Sendereihe bis zu diesem Zeitpunkt 75 nationale und internationale Preise, darunter viele Grimme-Auszeichnungen und mehrfach den Deutsche Fernsehpreis, bekommen hatte. Das hilft alles nichts.           Seit einigen Jahren &uuml;berpr&uuml;ft vor der Ausstrahlung sogar eine eigene Kommission der ARD, ob die in den jeweiligen Sender gefertigten und abgenommenen Filme die Erwartungen auch erf&uuml;llen. Welche Erwartungen das letztlich sind, das k&ouml;nnen Sie sich inzwischen schon selber beantworten. Mal abgesehen davon, dass durch diese Praxis im Konfliktfall das Prinzip des &bdquo;verantwortlichen Redakteurs&ldquo; verletzt wird.    <\/p><p>Mit dankenswerter Klarheit hat Prof. Rossen-Stadtfeld in seinem einleitenden Referat  die Bedeutung gerade des investigativen Journalismus f&uuml;r das &ouml;ffentlich-rechtliche System verfassungsrechtlich begr&uuml;ndet und gefordert, dass diese Informationspflicht des &ouml;ffentlich-rechtlichen Rundfunk in Zukunft ihre durch Quotendenken verlorengegangene Bedeutung zur&uuml;ckgewinnen muss. <\/p><p>Dass das auch m&ouml;glich ist, daf&uuml;r ein letztes Beispiel. die story ist seit 12 Jahren im Westdeutschen Fernsehens fest verankert und hat immerhin sch&auml;tzungsweise 500 gesellschaftspolitische Dokumentationen produziert. Darunter einige, die gravierende politische, soziale und juristische Folgen gehabt haben. Ich will nur ein Beispiel herausgreifen. Der sogenannte K&ouml;lner Messeskandal und die Machenschaften des Oppenheim-Esch-Fonds w&auml;ren nie aufgedeckt worden, wenn nicht zwei story- Autoren seit 2005 diese Geschichte recherchiert und in vier Dokumentationen unter dem Gesamttitel &bdquo;Milliarden-Monopoly&ldquo; bis 2010 aufgedeckt h&auml;tten. Das war &ouml;ffentlich-rechtliches Fernsehen at its best. Und es war der WDR, der diese 4 mal 45 Minuten m&ouml;glich machte. Es geht also &ndash; immer noch! Es gibt Autoren und Redakteure, die das k&ouml;nnen und die sich auch von noch so einflussreichen und reichen Strippenziehern nicht abhalten und unter Druck setzen lassen. Es gibt ein Justitiariat, das die 9 Klagen, die wir allein gegen einen der Filme bekamen, ganz sportiv nimmt. Die Prozesse haben wir im &Uuml;brigen alle gewonnen, so wie wir auch vorher nie einen verloren hatten. Und es gibt einen Sender, der offenbar bereit und in der Lage ist, solche Dokumentationen &ndash; zumindest im eigenen Programm &ndash; m&ouml;glich zu machen. <\/p><p>Meine Versuche, einige dieser gesellschaftlich so wichtigen Dokumentationen in der ARD zu platzieren, sind allerdings gescheitert. Ich habe z.B. dem ARD-Koordinator einen aufsehenerregenden Film &uuml;ber die dubiosen Machenschaften eines K&ouml;lner Politikers und  Bundestagsabgeordneter angeboten. &bdquo;Wenn ich den nicht kenne, kennen die Zuschauer ihn auch nicht.&ldquo; meinte er. Was er nicht ausdr&uuml;cklich sagte: Und dann gucken auch nur wenige Zuschauer. Der Beitrag wurde mit diesem schlichten Argument abgelehnt, ohne dass der Verantwortliche sich auch nur die M&uuml;he gemacht h&auml;tte, den Beitrag auf seine m&ouml;gliche Relevanz hin anzusehen. Wir haben diese Dokumentation nat&uuml;rlich im WDR Fernsehen gezeigt; die von der story aufgedeckte Vermischung von politischen &Auml;mtern und privaten Interessen hat die &Ouml;ffentlichkeit  aufgeschreckt und schlie&szlig;lich dazu gef&uuml;hrt, dass der Politiker seine Partei&auml;mter verlor und nicht mehr in den Bundestag gew&auml;hlt wurde. Nicht eine Folge der oben beschriebenen, inzwischen legend&auml;ren Reihe &bdquo;Milliarden-Monopoly&ldquo; hatte Chancen auf einen ARD-Sendeplatz.<\/p><p>Die zynischen Ablehnungen hatten ein fatales Ergebnis: sie erstickten unsere hochgesteckten Ziele und einige WDR-Verantwortliche bekamen mehr und mehr den Eindruck, dass wir wohl die falschen Angebote f&uuml;r die ARD machten. Die Folgen habe ich oben geschildert.<\/p><p>Ich komme zu meinem letzten Befund zu der Frage, ob die Quote ein Hindernis bei der Erf&uuml;llung des Programmauftrags ist? Ja, sie ist es f&uuml;r viele politische und kulturelle Angebote, aber sie muss es nicht unbedingt und in jedem Falle sein, wie die erfolgreichen stories im WDR Fernsehen zeigen. Wenn wir uns auf die rein quantitative Konkurrenz einlassen, wie es die ARD jedenfalls in weiten Teilen tut, dann verhindert die Quote allerdings anspruchsvolle, gesellschaftlich relevante Programme.<br>\nEin schlagendes Beispiel daf&uuml;r ist die letzte Entwicklung: An f&uuml;nf Abenden hintereinander blockieren Talkshows andere wichtige Programme. Das hat u.a. dazu gef&uuml;hrt, dass Dokumentationen jetzt ganz aus der Prime-Time &ndash; au&szlig;er im Sommer, wenn die Talkshows Ferien machen &ndash; verbannt sind. Und das u.a. deshalb, weil man den quotentr&auml;chtigen G&uuml;nter Jauch unbedingt als Talkmaster zur ARD holen wollte, der unter der Woche den &bdquo;Spa&szlig;august&ldquo; bei RTL geben darf.      Man muss sich das mal vorstellen: Damit f&uuml;nf Talkmaster mit einer &uuml;berschaubaren Anzahl von immer gleichen G&auml;ste von Sonntag bis Donnerstag in der ARD plaudern k&ouml;nnen, erreichen die Dokumentationen, in denen gesellschaftliche Zust&auml;nde grunds&auml;tzlich und nachhaltig untersucht werden, den normalen Geb&uuml;hrenzahler oft nicht mehr, der am n&auml;chsten Morgen zur Arbeit muss. An diesem Beispiel wird &uuml;berdeutlich, auf welchen verh&auml;ngnisvollen Weg die ARD sich begeben hat.  Das &ouml;ffentlich-rechtliche System verliert seine Legitimation, wenn es auf Quantit&auml;t und nicht auf Qualit&auml;t, wenn es auf Beliebigkeit und nicht auf Relevanz setzt.<\/p><p>Aber selbst die, die f&uuml;rchten&hellip;, dass wir mit abnehmenden Zuschauerzahlen unsere Legitimation verlieren, rechnen wie die Milchm&auml;dchen. Wir erreichen ja mit unseren Dokumentationen oft so viele Zuschauer wie Talkshows und vergleichbare Formate. Aber dabei bleibt&acute;s ja nicht. Einzelne stories und auch z.B. <em>Geschichts-Dokumentationen<\/em>  k&ouml;nnen bis zu 30 Mal in der ARD, in den dritten Programmen und bei Ph&ouml;nix gezeigt werden. Diese Sendungen haben im Laufe der Zeit ganz sicher mehr Zuschauer gesehen als viele Talkshows, die wegen ihres schnellen Verfallsdatums normalerweise nur ein-, zwei oder dreimal wiederholt werden k&ouml;nnen. <em>Programmverm&ouml;gen<\/em> nennt man so was, und hier gehen tats&auml;chlich mal Qualit&auml;t und Quantit&auml;t  eine Einheit ein. <\/p><p>Obwohl das alles doch bekannt ist, wie kommt es, dass diesem Treiben seit Jahren kein Einhalt geboten wird? Wieso lassen es die Gremien in den Sendern zu, dass der &ouml;ffentlich-rechtliche Rundfunk unter dem &ndash; wie ich meine &ndash; selbstgemachten Quotendruck immer mehr auf die schiefe Bahn ger&auml;t? Der Rundfunkrat soll sich nicht konkret in Sendungen einmischen, das muss klar sein!  Aber wenn die Sendstrukturen erkennbar aus den Fugen geraten, wenn der &ouml;ffentlich-rechtliche Rundfunk immer weniger unterscheidbar von den kommerziellen Anbietern wird &ndash; wer soll dieser Entwicklung Einhalt gebieten, wenn nicht die gesellschaftlich relevanten Gruppen? Die ihre Vertreter ja in die Gremien entsenden, damit sie &uuml;ber den Programmauftrag wachen. <\/p><p>Es sind ja hochrangige ehemalige und aktuelle Gremienvertreter in diesem Raum. Warum haben Sie nicht nachgefragt, als der story ein Drittel des Etats genommen wurde? Was haben die Gremien unternommen, als unbedingt Jauch den wichtigen Sonntagabend-Talk &uuml;bernehmen musste? Klar, einmal hatten Sie ihn verhindert und mussten sich von ihm als &bdquo;Gremlins&ldquo; beschimpfen lassen. Hatte er Sie damit so erschreckt oder hatte er in den beiden folgenden Jahren so viel dazu gelernt, dass Sie ihn beim 2. Versuch akzeptierten? Jauch ist in den letzten Jahrzehnten durch alle m&ouml;glichen Talente aufgefallen. Nur mit einem nicht: mit politischem Sachverstand. Ein kurzer Blick in die Vergangenheit macht deutlich, wie weit sich das &ouml;ffentlich-rechtliche System von seinen Urspr&uuml;ngen entfernt hat. Als ich beim WDR anfing, wurden wichtige gesellschaftspolitische Sendungen u.a. von Joachim Fest, von Peter Merseburger, Gert von Paczenky und von G&uuml;nter Gaus moderiert. Leider von keiner Frau, aber von M&auml;nnern, die schon eine publizistische oder sogar  wissenschaftliche Lebensleistung vorzuzeigen hatten. Solche publizistische und politische Schwergewichte &ndash; M&auml;nner und Frauen &ndash; gibt es nat&uuml;rlich auch heute. Aber Jauch?  F&uuml;r seine Wahl gab es nur einen wichtigen Grund: die Quote.<\/p><p>Setzt das Privileg der Beitragsfinanzierung nicht zwingend voraus, dass die Sender das Programm nach gesellschaftlich relevanten Kriterien gestalten m&uuml;ssen? Bei der fatalen Talkshow-Flut h&auml;tten die Gremien die M&ouml;glichkeit, ja die Pflicht gehabt, nachzufragen, zur Not auch einzugreifen. Prof. Rossen-Stadtfeld hat mit aller verfassungsrechtlicher Stringenz darauf hingewiesen, dass unsere Verfassung nach Art. 5, Abs.1 GG von einem geb&uuml;hrenfinanzierten Public-Service-Rundfunk ein der &bdquo;Meinungsbildungsfreiheit verpflichtetes Programm&ldquo; verlangt und keinen quotenmaximierenden &bdquo;more of the same&ldquo;-Programmstrom.<br>\nSieht das ein im wahrsten Sinne des Wortes &bdquo;alter&ldquo; Programm-Macher zu einfach?  In diesem Raum ist gen&uuml;gend Sachverstand vereint, diese Fragen aus den verschiedenen fachlichen Perspektiven &ndash;aus der programmlichen, ganz wichtig auch aus verfassungsrechtlicher und gerne auch aus Sicht der Gremienmitglieder &ndash; zu beleuchten und m&ouml;gliche Konsequenzen zu diskutieren. Wir sollten ein Rundfunksystem, das f&uuml;r die demokratische Entwicklung so entscheidend war und weiterhin ist, nicht den Erbsenz&auml;hlern &uuml;berlassen.<\/p><p><em>Gert Monheim arbeitete seit 1971 beim WDR als Fernsehreporter. Von 1992 bis 1996 war er Autor und Realisator der Programmgruppe Inland. Er leitet die Redaktion der Fernsehreihe die story.<\/em><br>\n<em>Neben zahlreichen Fernsehpreisen erhielt zahlreiche Medienpreise, u.a. 1993 f&uuml;r &bdquo;Wer Gewalt s&auml;t&hellip; Von Biederm&auml;nnern und Brandstiftern&ldquo; den Civis-Medienpreis. F&uuml;r &bdquo;Der Milliardencoup des Dr. Schneider&ldquo; bekam er 2001 den deutschen Wirtschaftsfilmpreis. Er wurde mehrfach mit dem Adolf-Grimme-Preis ausgezeichnet.<\/em><\/p><p><em>Der Text basiert auf einem <a href=\"http:\/\/www.ioer.org\/Programm%20Public%20Value.pdf%20\">Vortrag von Gert Monheim [PDF &ndash; 291 KB]<\/a> auf einem Symposion des Initiativkreises &Ouml;ffentlicher Rundfunk K&ouml;ln am 9. M&auml;rz 2012 an der Universit&auml;t zu K&ouml;ln<\/em>.<\/p><p><em>Gert Monheim hat uns diesen Vortrag dankenswerterweise zur Verf&uuml;gung gestellt.<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Sendeplatz im Programm wurde urspr&uuml;nglich nach qualitativen Gesichtspunkten und gesellschaftlichen Bed&uuml;rfnissen getroffen. Die Redakteure und auch Intendanten und Programmdirektoren hatten so etwas wie den innewohnenden Programmauftrag eines &bdquo;Rundfunks der Gesellschaft&ldquo;, der die Geb&uuml;hrenzahler mit den f&uuml;r sie wichtigen Informationen in der gebotenen Nachhaltigkeit zu versorgen, die Grundversorgung sicherzustellen.<br \/> Das &auml;nderte sich in den 90er Jahren,<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12591\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[41,161],"tags":[313,1255,1552],"class_list":["post-12591","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-medienanalyse","category-wertedebatte","tag-oerr","tag-einschaltquote","tag-wdr"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/12591","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=12591"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/12591\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":12593,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/12591\/revisions\/12593"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=12591"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=12591"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=12591"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}