{"id":126020,"date":"2024-12-10T11:02:27","date_gmt":"2024-12-10T10:02:27","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=126020"},"modified":"2024-12-11T14:44:33","modified_gmt":"2024-12-11T13:44:33","slug":"heute-internationaler-tag-der-menschenrechte-gueltig-jeden-tag","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=126020","title":{"rendered":"Heute: Internationaler Tag der Menschenrechte \u2013 G\u00fcltig: jeden Tag"},"content":{"rendered":"<p>Heute begehen wir zum 76. Mal den j&auml;hrlichen Internationalen Tag der Menschenrechte, der an die &bdquo;Allgemeine Erkl&auml;rung der Menschenrechte durch die Vereinten Nationen&ldquo; erinnert &ndash; ein Dokument, welches das universale Verst&auml;ndnis von gleichen und unver&auml;u&szlig;erlichen Rechten f&uuml;r alle Menschen unabh&auml;ngig von ihren individuellen Merkmalen zum Inhalt hat. Von <strong>Frank Blenz<\/strong>.<\/p><p><em>Dieser Beitrag ist auch als Audio-Podcast verf&uuml;gbar.<\/em><br>\n<!--more--><br>\n<\/p><div class=\"powerpress_player\" id=\"powerpress_player_6475\"><!--[if lt IE 9]><script>document.createElement('audio');<\/script><![endif]-->\n<audio class=\"wp-audio-shortcode\" id=\"audio-126020-1\" preload=\"none\" style=\"width: 100%;\" controls=\"controls\"><source type=\"audio\/mpeg\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/241211-Tag-der-Menschenrechte-NDS.mp3?_=1\"><\/source><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/241211-Tag-der-Menschenrechte-NDS.mp3\">https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/241211-Tag-der-Menschenrechte-NDS.mp3<\/a><\/audio><\/div><p class=\"powerpress_links powerpress_links_mp3\">Podcast: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/241211-Tag-der-Menschenrechte-NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_pinw\" target=\"_blank\" title=\"Play in new window\" onclick=\"return powerpress_pinw('https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?powerpress_pinw=126020-podcast');\" rel=\"nofollow\">Play in new window<\/a> | <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/241211-Tag-der-Menschenrechte-NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_d\" title=\"Download\" rel=\"nofollow\" download=\"241211-Tag-der-Menschenrechte-NDS.mp3\">Download<\/a><\/p><p>In 76 Jahren rangen und ringen viele Menschen im Geiste dieser Erkl&auml;rung f&uuml;r eine bessere Welt, f&uuml;r das Wohl der B&uuml;rger, daf&uuml;r, dass wir w&uuml;rdevoll und friedlich miteinander leben k&ouml;nnen. Das Dokument von 1948 ist Teil dieses Wirkens, doch war und ist es notwendig, sich f&uuml;r pr&auml;gende inhaltliche Weiterentwicklungen im Interesse tats&auml;chlich aller Bewohner der Erde einzusetzen. Denn das urspr&uuml;ngliche Schriftst&uuml;ck wurde einst als ein westlich gepr&auml;gtes kritisiert, in dem berechtigte Bed&uuml;rfnisse und Interessen der Bev&ouml;lkerungen in der &bdquo;nichtwestlichen&ldquo; Welt au&szlig;en vor geblieben seien. Der Blick auf die heutige Welt zeigt generell ern&uuml;chternd wie emp&ouml;rend, dass Menschenrechte fortw&auml;hrend missachtet, verachtet, ignoriert und mitunter bis zur Unkenntlichkeit besch&auml;digt, zerst&ouml;rt werden. Von Menschen. Gegen Menschen. Heute ist deshalb umso mehr ein besonderer Tag f&uuml;r einen Aufruf zum Gegenhalten, zu mehr Engagement von uns allen. G&uuml;ltig: jeden Tag. Auch in Deutschland.<\/p><p><strong>Wir brauchen viele Hessels<\/strong><\/p><p>Der mir nahe, &uuml;beraus angenehme, wichtige Buchautor und Zeitgenosse St&eacute;phane Hessel hat in einem kleinen Band, der den Titel &bdquo;Emp&ouml;rt Euch&ldquo; tr&auml;gt, eindrucksvoll und warmherzig von seinen Erfahrungen geschrieben, die er 1948 bei den Vereinten Nationen in New York machte. Hessel beschrieb in dem schmalen Taschenbuch unter anderem das unerm&uuml;dliche, geduldige Ringen eines UN-Gremiums. Er durfte dabei mitwirken, der Barbarei, dem Wahnsinn Zweiter Weltkrieg ein Hoffnung weckendes, wirkungsvolles, deutliches Dokument entgegenzusetzen, um damit wenn m&ouml;glich eine neue, eine bessere Epoche der Erdbewohner mit einzul&auml;uten: die Charta der Menschenrechte. Trotz heftiger Unterschiede der internationalen Teilnehmer, trotz ihrer sich aneinanderreibenden Interessen gelang tats&auml;chlich das zun&auml;chst schier Unm&ouml;gliche, die wichtige &bdquo;Allgemeine Erkl&auml;rung der Menschenrechte&ldquo; mit dem mahnenden R&uuml;ckblick auf den bis dahin schlimmsten und verheerendsten Krieg auf unserer Erde zu verabschieden.<\/p><p>Ganz im Geiste dieser Schrift handelte Hessel bis zu seinem Tod im Jahr 2013. Er mahnte uns, wachsam zu sein und uns ausdauernd (ja nicht aufgeben) zu emp&ouml;ren gegen die Ungerechtigkeiten der Welt, allen voran die fortw&auml;hrende, systematische Missachtung unser aller Rechte. Hessel rief dabei stets zu friedlichem Widerstand gegen Unterdr&uuml;ckung auf, gegen den &uuml;berbordenden, wahnsinnigen Machtmissbrauch der Eliten, gegen die Umweltzerst&ouml;rung durch Gier und R&uuml;cksichtslosigkeit. Bis heute sind seine einfachen Worte g&uuml;ltig, bis heute k&auml;mpfen B&uuml;rger &ndash; wir brauchen sozusagen viele Hessels &ndash; gegen all diese Missst&auml;nde, bislang noch ohne wirklich durchschlagenden Erfolg: den Beginn einer Epoche der echten Entspannung, der einer Durchl&uuml;ftung der Gesellschaften, echte Freiheit der Menschen, der Individuen wie der Gemeinschaften, ohne Unterdr&uuml;ckung, materiell, ideell, politisch, kulturell, sozial, spirituell.<\/p><p>Dazu bedarf es aber einer echten Entmachtung viel zu weniger, m&auml;chtiger Akteure und ihrer Gefolgschaften, deren Handeln, deren Interessen, deren Ego sich gegen zu viele richtet. Es geht dabei nicht nur um deren materiellen, sondern auch um ihren ideellen Reichtum, stets nur zum eigenen Nutzen. Doch statt Entmachtung ist t&auml;glich zu erleben: Wir sind weit weg von klugen, toleranten, offenen, gerechten Gesellschaften, wir sind weit weg von der Enteignung, der Z&auml;hmung der Gierigen, der M&auml;chtigen und ihren Anma&szlig;ungen, die uns die gegenw&auml;rtigen Zust&auml;nde noch als frei, demokratisch, rechtsstaatlich verkaufen und vor allem: als alternativlos. Denen ist es egal, weil sie es sich leisten k&ouml;nnen, was viele Menschen wirklich statt der Unterdr&uuml;ckung, statt der Missachtung verdienten. Allein der Eliten Wohl ist denen wichtig, angeh&auml;uft, gehortet, angema&szlig;t auf Kosten der Allgemeinheit, betoniert f&uuml;r jetzt und f&uuml;r immer? Mehr, mehr, mehr &ndash; und kein Ende scheint in Sicht. Das ist eine einzige Menschenrechtsverletzung.<\/p><p><strong>76 Jahre Menschenrechtscharta und doch viel Kriegerisches, Menschenrechte Verachtendes<\/strong><\/p><p>Einfach ausgedr&uuml;ckt: Seit mehr als einem Dreivierteljahrhundert ringt die Menschheit nach der uns&auml;glichen Erfahrung des Zweiten Weltkriegs darum, endlich sagen zu k&ouml;nnen, friedlich und in wohltuender, r&uuml;cksichtsvoller, aufmerksamer Gerechtigkeit auf einem wundervollen Planeten zu leben. In all den Jahren toben stattdessen weiter zahlreiche Konflikte, darunter Kriege, Not, Elend und die fortgesetzte Missachtung, ja Verachtung vieler B&uuml;rger und ihrer Bed&uuml;rfnisse. Gl&uuml;cklicherweise konnten wir in Europa eine Zeit erleben, das wird so gern in Politikerreden lobend gesagt, in der wir mehr oder minder zufrieden konstatieren durften: Wir erleben eine Epoche des Friedens. Doch selbst diese Epoche war nicht friedlich, m&uuml;ssen wir ehrlich zugeben.<\/p><p>Nun scheint es, diese unsere sch&ouml;ne Epoche ist jetzt eine vergangene. Bei uns wie in vielen Teilen der Welt und auch in Deutschland erleben wir das ehrgeizige, aggressive Zur&uuml;ckdr&auml;ngen unserer berechtigten Bed&uuml;rfnisse, unserer, ja, Menschenrechte. Dort, wo Progressivit&auml;t noch oder wieder zu Hause ist, dort sind erfreulicherweise positive Entwicklungen zu beobachten. Die s&uuml;dliche Welt zum Beispiel folgt uns, der westlichen Wertewelt, nicht mehr.<\/p><p>Doch um uns herum toben heftige Konflikte, bei denen Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit an der Tagesordnung sind. Und wir, ja wir, sind mit von der b&ouml;sen Partie. Menschenrechte sind gerade nicht modern, stattdessen Ruhm und Ehre und Verpflichtung und Pflichten, wird uns weisgemacht &ndash; aber wof&uuml;r? Daf&uuml;r: Die Reaktion&auml;ren jubeln &ndash; Menschenrechte, fortschrittliche Ideen, Konzepte, Forderungen, Rechte werden zur&uuml;ckgedr&auml;ngt.<\/p><p><strong>Einer, der kurz und knapp Verursacher des Zur&uuml;ckdr&auml;ngens benennt<\/strong><\/p><p>Ich las k&uuml;rzlich einen Beitrag des unbequemen, nimmerm&uuml;den, kritischen EU-Abgeordneten Martin Sonneborn (Die Partei), der seine Erfahrungen im EU-Parlament aufgeschrieben hat. Er beobachtet stellvertretend f&uuml;r Europa im Parlament eine Entwicklung, die den r&uuml;ckw&auml;rtsgewandten und aufgedr&auml;ngten Weg unserer Gesellschaften, der Gemeinwesen, der Gemeinsamkeiten ern&uuml;chternd wie emp&ouml;rend beschreibt. Sonnenborn nannte Beispiele. Immer seien es die Konservativen, die im Block dagegen stimmten, wenn man sich im Parlament f&uuml;r Menschenrechte, f&uuml;r die Umwelt, f&uuml;r Soziales einsetzt, gegen die Finanzindustrie, gegen Ausuferungen von Zensur und &Uuml;berwachung, f&uuml;r Steuergerechtigkeit k&auml;mpft. Das EU-Parlament &ndash; eigentlich doch die demokratische Institution f&uuml;r uns alle, f&uuml;r uns Europ&auml;er &ndash; ist in Wahrheit ein Ort, in dem das Steine-in-den-Weg-Legen gegen legitime Interessen und Bed&uuml;rfnisse der Europ&auml;er in Gesamtheit zur perfiden Profession reift. All dieses Treiben ist eine einzige Menschenrechtsverletzung.<\/p><p><strong>Ein anderer Kalender als der f&uuml;r die Adventszeit<\/strong><\/p><p>24 T&uuml;rchen &ouml;ffnen in der Adventszeit, das bereitet Freude, verbindet Menschen. Ein ganz anderer Kalender l&auml;sst einen dagegen nachdenklich werden. So listete die Organisation der Vereinten Nationen f&uuml;r alle Monate eines Jahres existierende Rechte der Menschen und deren Verletzungen und Missachtungen auf. Die Welt, Europa und wir in Deutschland scheinen viel Nachholbedarf in diesen Bereichen zu haben:<\/p><blockquote>\n<ul>\n<li><em>Januar: Menschenrechtsverletzungen durch willk&uuml;rliche Inhaftierungen<\/em><\/li>\n<li><em>Februar: Pflege- und Unterst&uuml;tzungssysteme<\/em><\/li>\n<li><em>M&auml;rz: Gleichheit aller Ethnien<\/em><\/li>\n<li><em>April: Wirtschaftliche Menschenrechte<\/em><\/li>\n<li><em>Mai: Zivilgesellschaftlicher Raum, einschlie&szlig;lich des Digitalen, Menschenrechtsverteidiger, Partizipation<\/em><\/li>\n<li><em>Juni: Frauenrechte<\/em><\/li>\n<li><em>Juli: Pr&auml;vention und Frieden<\/em><\/li>\n<li><em>August: Gerechtigkeit<\/em><\/li>\n<li><em>September: Ziele f&uuml;r nachhaltige Entwicklung (SDGs)\/Sozialer Schutz<\/em><\/li>\n<li><em>Oktober: Unternehmen und Menschenrechte<\/em><\/li>\n<li><em>November: Klimawandel\/Umwelt<\/em><\/li>\n<li><em>Dezember: Bildung und Menschenrechte<\/em><\/li>\n<\/ul>\n<p>(Quelle: <a href=\"https:\/\/unric.org\/de\/75-jahre-allgemeine-erklaerung-der-menschenrechte\/\">UNRIC<\/a>)\n<\/p><\/blockquote><p><strong>Der UN-Charta von 1948 folgten weitere Dokumente<\/strong><\/p><p>R&uuml;ckblick: Die Allgemeine Erkl&auml;rung der Menschenrechte sei ein westlich gepr&auml;gtes Dokument, wandten Kritiker ein, denn beim Erarbeiten und Verabschieden fehlten zahlreiche L&auml;nder und Regionen. Das Ringen f&uuml;r Menschenrechte und deren Fixierung in g&uuml;ltigen Schriften &ndash; weltweit &ndash; setzte sich aber richtigerweise fort, Streit und Eskalation inklusive. Im Jahr 1993 kam es zu einem Fortschritt bei der Weltkonferenz in Wien, bei der der Wertewesten offen mit seiner arroganten Haltung konfrontiert wurde.<\/p><blockquote><p>\n<em>Auf der Weltkonferenz &uuml;ber Menschenrechte in Wien 1993 gipfelten die Vorw&uuml;rfe in &bdquo;offensive, sehr aggressive Kritik&ldquo;, erinnert sich der Menschenrechtler Michael Windfuhr, der an der Konferenz teilnahm. Damals wurde &bdquo;sehr dezidiert gesagt, Menschenrechte sind eigentlich eine neokoloniale Idee des Westens, die dazu f&uuml;hren soll, dass sich westliche Staaten einmischen in L&auml;ndern, die andere Kulturen haben und auch andere Vorstellungen von politischer Ordnung und politischer Gerechtigkeit&ldquo;. Am Ende stimmten jedoch alle 171 UN-Mitgliedstaaten der Wiener Erkl&auml;rung zu und legitimierten damit die Menschenrechtserkl&auml;rung von 1948.<\/em>\n<\/p><\/blockquote><p>Es bleibt bis heute viel zu tun, das Dokument Menschenrechtscharta darf kein statischer Text sein. Die Entwicklungen in unserer Welt, die keine homogene, sondern eine vielf&auml;ltige ist, zeigen immer noch, dass Menschenrechte als Instrumente gegen Menschen missbraucht werden. Gerade das muss dauernden Widerspruch und Emp&ouml;rung ausl&ouml;sen, keinen Beifall, kein Dulden und Durchwinken.<\/p><blockquote><p>\n<em>&hellip; Die Zweifel an der Universalit&auml;t der Menschenrechtserkl&auml;rung bleiben bestehen und werden vor allem aus den &Uuml;berlegungen der postkolonialen Denkschulen heraus verst&auml;rkt. Eine gef&auml;hrliche Entwicklung, warnt der Menschenrechtler Markus Beeko. &bdquo;Wer Menschenrechte als westliche Werte betitelt, der leistet ihnen einen B&auml;rendienst&ldquo;, warnt er. &bdquo;Wir m&uuml;ssen solidarisch an der Seite derer stehen, deren Regierungen versuchen, ihnen ihre Menschenrechte abzusprechen, anstatt den Menschen in den R&uuml;cken zu fallen.&ldquo;<\/em><br>\n(Quelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunkkultur.de\/menschenrechte-menschenrechtscharta-100.html\">DLF<\/a>)\n<\/p><\/blockquote><blockquote><p>\n<em>Wer sich auf Menschenrechte beruft, dem schl&auml;gt bisweilen der Vorwurf der Heuchelei und einer gewissen Doppelmoral entgegen: Der Westen verbr&auml;me mit dem Verweis auf Menschenrechte nur eine von Macht- und Wirtschaftsinteressen geleitete Politik. <\/em><br>\n(Quelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunkkultur.de\/menschenrechte-menschenrechtscharta-100.html\">DLF<\/a>)\n<\/p><\/blockquote><p><strong>Menschenrechte sind Frauenrechte &ndash; zahlreich werden diese verletzt<\/strong><\/p><p>In den vergangenen Tagen sah ich wie viele B&uuml;rger via Medien, was in Syrien passiert. Es deutet sich eine dortige Zeitenwende an, ein diktatorischer Herrscher wird von einem anderen abgel&ouml;st, der sich wohl weniger um Menschenrechte als um das Recht des St&auml;rkeren k&uuml;mmern wird. Mir fielen die Worte aus einem Beitrag &uuml;ber Menschenrechtsverletzungen gegen&uuml;ber Frauen ein. Zitat:<\/p><blockquote><p>\n<em>Auf die spezielle Situation von Frauen weltweit angesprochen, unterstreicht Beate Rudolf: Frauen seien in vielen F&auml;llen anders von Menschenrechtsverletzungen und &Uuml;bergriffen betroffen als M&auml;nner, etwa wenn sie als Aktivistinnen verhaftet w&uuml;rden: &bdquo;Frauen erleben sexualisierte Gewalt, sexualisierte Folter.&ldquo;<\/em><\/p>\n<p><em>Auch in anderer Hinsicht w&uuml;rden ihre Menschenrechte deutlicher missachtet &ndash; im Iran, aber auch in anderen muslimischen L&auml;ndern wie Saudi-Arabien: &bdquo;Es gibt Kleidungsvorschriften f&uuml;r Frauen, aber nicht f&uuml;r M&auml;nner.&ldquo; Das gelte im &Uuml;brigen f&uuml;r beide Richtungen &ndash; f&uuml;r Gebote, aber auch f&uuml;r Verbote f&uuml;r einen bestimmten Kleidungsstil.<\/em><br>\n(Quelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunkkultur.de\/weltweite-situation-der-menschenrechte-100.html\">DLF<\/a>)\n<\/p><\/blockquote><p><strong>Die Menschenrechte in Deutschland<\/strong><\/p><p>Heute zum Internationalen Tag der Menschenrechte lohnt es sich, in hiesigen Dokumenten zu st&ouml;bern &ndash; bei Ministerien, Instituten. Ich informierte mich. Beim Bundesministerium der Justiz steht zum Stichwort Menschenrechte unter anderem: <\/p><blockquote><p>\n<em>Menschenrechte sind Rechte, die sich aus der W&uuml;rde des Menschen herleiten und begr&uuml;nden lassen; Rechte, die unver&auml;u&szlig;erlich, unteilbar und unverzichtbar sind. Sie stehen allen Menschen zu, unabh&auml;ngig davon, wo sie leben und unabh&auml;ngig davon, wie sie leben.<\/em><br>\n(Quelle: <a href=\"https:\/\/www.bmj.de\/DE\/themen\/menschenrechte\/menschenrechte_node.html#:~:text=Menschenrechte%20sind%20Rechte%2C%20die%20sich,unabh%C3%A4ngig%20davon%2C%20wie%20sie%20leben\">BMJ<\/a>)\n<\/p><\/blockquote><p>Und das Institut f&uuml;r Menschenrechte listet unter anderem auf:<\/p><blockquote><p>\n<em>Zu den Menschenrechten geh&ouml;ren b&uuml;rgerliche und politische Freiheits- und Beteiligungsrechte, unter anderem das Recht auf Leben, das Verbot der Folter, die Religions-, Versammlungs- und Meinungsfreiheit oder die Gleichheit vor dem Gesetz.<\/em><br>\n(Quelle: <a href=\"https:\/\/www.institut-fuer-menschenrechte.de\/themen\/menschenrechtsbildung\/was-sind-menschenrechte#:~:text=Zu%20den%20Menschenrechten%20geh%C3%B6ren%20b%C3%BCrgerliche,die%20Gleichheit%20vor%20dem%20Gesetz\">IFM<\/a>)\n<\/p><\/blockquote><p>Sich zu fragen, was Menschenrechte sind, ist wichtig. Jeder B&uuml;rger sollte wissen, was ihm zusteht, was es in einer gedeihlichen Zivilgesellschaft braucht, um individuell und in Gemeinschaft gut leben zu k&ouml;nnen. Angesichts des Zustandes unseres Landes, angesichts der vielen Ungerechtigkeiten, angesichts des gesellschaftlichen, politischen, sozialen Stillstandes ist es umso wichtiger, sich Gedanken zu machen, wohin wir uns bewegen wollen und was wir nicht wollen. Die f&uuml;hrenden K&ouml;pfe unseres Landes &ndash; Organisationen, Konstruktionen wie die sich Volksparteien nennenden Vereinigungen &ndash; sind daf&uuml;r meiner Ansicht nach derzeit keine geeigneten Interessen-Vertreter und Gespr&auml;chspartner. Innezuhalten und sie allein machen zu lassen, ist dennoch keine Option. Emp&ouml;rt Euch, w&uuml;rde mein gesch&auml;tzter St&eacute;phane Hessel jetzt sagen.<\/p><p><small>Titelbild: tweenytree\/shutterstock.com<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Heute begehen wir zum 76. Mal den j&auml;hrlichen Internationalen Tag der Menschenrechte, der an die &bdquo;Allgemeine Erkl&auml;rung der Menschenrechte durch die Vereinten Nationen&ldquo; erinnert &ndash; ein Dokument, welches das universale Verst&auml;ndnis von gleichen und unver&auml;u&szlig;erlichen Rechten f&uuml;r alle Menschen unabh&auml;ngig von ihren individuellen Merkmalen zum Inhalt hat. Von <strong>Frank Blenz<\/strong>.<\/p>\n<p><em>Dieser Beitrag ist auch als Audio-Podcast<\/em><\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=126020\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":126021,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[107,124,212,161],"tags":[3212,3089,937,305,3401,3438,3289],"class_list":["post-126020","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-audio-podcast","category-demokratie","category-gedenktagejahrestage","category-wertedebatte","tag-doppelte-standards","tag-frauenrechte","tag-hessel-stephane","tag-menschenrechte","tag-sonneborn-martin","tag-un-charta","tag-wertegemeinschaft"],"jetpack_featured_media_url":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/Shutterstock_2377251259.jpg","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/126020","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=126020"}],"version-history":[{"count":6,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/126020\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":126077,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/126020\/revisions\/126077"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/126021"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=126020"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=126020"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=126020"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}