{"id":126047,"date":"2024-12-11T09:00:45","date_gmt":"2024-12-11T08:00:45","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=126047"},"modified":"2024-12-11T16:57:28","modified_gmt":"2024-12-11T15:57:28","slug":"telepolis-loescht-auf-einen-schlag-25-jahre-geschichte","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=126047","title":{"rendered":"\u201eTelepolis l\u00f6scht auf einen Schlag 25 Jahre Geschichte\u201c"},"content":{"rendered":"<p>Das Online-Magazin <em>Telepolis<\/em> hat fast sein komplettes Archiv mit allen vor 2021 erschienenen Beitr&auml;gen vom Netz genommen. Was bei Autoren und in der Community f&uuml;r Emp&ouml;rung sorgt, schockt den Mitbegr&uuml;nder des Medienprojekts, <strong>Florian R&ouml;tzer<\/strong>, nicht minder. Im Interview mit den <em>NachDenkSeiten<\/em> beklagt der Journalist und Publizist eine Cancel Culture der Sorte Stalinismus sowie einen Zeitgeist im Zeichen von Mainstream und Gleichschaltung.<\/p><p><em>Dieser Beitrag ist auch als Audio-Podcast verf&uuml;gbar.<\/em><br>\n<!--more--><br>\n<\/p><div class=\"powerpress_player\" id=\"powerpress_player_564\"><!--[if lt IE 9]><script>document.createElement('audio');<\/script><![endif]-->\n<audio class=\"wp-audio-shortcode\" id=\"audio-126047-1\" preload=\"none\" style=\"width: 100%;\" controls=\"controls\"><source type=\"audio\/mpeg\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/241211_Telepolis_loescht_auf_einen_Schlag_25_Jahre_Geschichte_NDS.mp3?_=1\"><\/source><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/241211_Telepolis_loescht_auf_einen_Schlag_25_Jahre_Geschichte_NDS.mp3\">https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/241211_Telepolis_loescht_auf_einen_Schlag_25_Jahre_Geschichte_NDS.mp3<\/a><\/audio><\/div><p class=\"powerpress_links powerpress_links_mp3\">Podcast: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/241211_Telepolis_loescht_auf_einen_Schlag_25_Jahre_Geschichte_NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_pinw\" target=\"_blank\" title=\"Play in new window\" onclick=\"return powerpress_pinw('https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?powerpress_pinw=126047-podcast');\" rel=\"nofollow\">Play in new window<\/a> | <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/241211_Telepolis_loescht_auf_einen_Schlag_25_Jahre_Geschichte_NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_d\" title=\"Download\" rel=\"nofollow\" download=\"241211_Telepolis_loescht_auf_einen_Schlag_25_Jahre_Geschichte_NDS.mp3\">Download<\/a><\/p><p><em>Florian R&ouml;tzer, Jahrgang 1953, ist Autor und Publizist mit dem Schwerpunkt Medientheorie und -&auml;sthetik. Von 1996 bis 31. Dezember 2020 war er Chefredakteur des Online-Magazins Telepolis, zu dessen Mitbegr&uuml;ndern er geh&ouml;rte, und Herausgeber der Telepolis-Buch- und -eBook-Reihe. Von ihm sind erschienen unter anderem &bdquo;Die Telepolis. Urbanit&auml;t im digitalen Zeitalter&ldquo; (1995), &bdquo;Smart Cities im Cyberwar&ldquo; (2015), und &bdquo;Sein und Wohnen. Philosophische Streifz&uuml;ge zur Geschichte und Bedeutung des Wohnens&ldquo;. Seit drei Jahren ist er als Redakteur und Autor f&uuml;r das Online-Magazin Overton t&auml;tig.<\/em><\/p><p><strong>Herr R&ouml;tzer, das Online-Magazin <em>Telepolis<\/em> &ndash; so etwas wie Ihr eigenes journalistisches Kind &ndash; hat im Rahmen einer <a href=\"https:\/\/www.telepolis.de\/features\/Qualitaetsoffensive-Telepolis-ueberprueft-historische-Artikel-10190173.html\">&bdquo;Qualit&auml;tsoffensive&ldquo;<\/a> mindestens vor&uuml;bergehend s&auml;mtliche vor 2021 erschienenen Beitr&auml;ge von seiner Webseite genommen. Man k&ouml;nne f&uuml;r deren Qualit&auml;t &bdquo;nicht pauschal garantieren&ldquo;, hei&szlig;t es. Wie verstehen Sie das W&ouml;rtchen &bdquo;pauschal&ldquo;? <\/strong><\/p><p>Im Grunde distanziert sich die Chefredaktion beziehungsweise der hinter <em>Telepolis<\/em> stehende Heise Verlag in Form eines Gro&szlig;reinemachens von allem, was vor besagtem Jahr ver&ouml;ffentlicht wurde, und damit auch von allen Schreibern, die bis dahin ver&ouml;ffentlicht hatten. Das ging ja schon zu Jahresfang damit los, dass s&auml;mtliche Artikel, die nicht in die Verantwortung der neuen Chefredaktion fallen, mit einem Disclaimer, also einem Warnhinweis markiert und so als verd&auml;chtig eingestuft wurden. Damit hat man dem Leser gesteckt: Vorsicht, das hier k&ouml;nnte nicht mehr den heute geltenden Qualit&auml;tskriterien gen&uuml;gen, also besser die Finger davon lassen. Das war schon eine schlimme Anma&szlig;ung. Das, was jetzt passiert ist, setzt dem die Krone auf.<\/p><p><strong>Weil vielleicht ein paar Texte von &uuml;ber 50.000 nicht mehr den durch die Chefredaktion gesteckten journalistischen Anspr&uuml;chen gen&uuml;gen, nimmt man &bdquo;pauschal&ldquo; alle vom Netz. &Uuml;berrascht Sie die Konsequenz?<\/strong><\/p><p>Ich h&auml;tte das nicht f&uuml;r m&ouml;glich gehalten. <em>Telepolis<\/em> war ja lange Zeit ein sehr liberales Medium, was sich etwa an den offenen Foren zeigte, wo jeder frei von der Leber seine Meinung &auml;u&szlig;ern durfte. Diese riesige L&ouml;schaktion ist das eine. Fast noch ungeheuerlicher ist aber die Ank&uuml;ndigung, man werde die Inhalte pr&uuml;fen und Texte selektieren, gegebenenfalls sogar &uuml;berarbeiten. Das hat eindeutig Z&uuml;ge von Geschichtsf&auml;lschung und ist in meinen Augen das &Uuml;belste an der ganzen Sache.<\/p><p><strong>Man will, so hei&szlig;t es, Beitr&auml;ge bewahren, die &bdquo;noch einen Mehrwert bieten&ldquo;, und &bdquo;Perlen aus dem Archiv&ldquo; wieder zug&auml;nglich machen. Das ist doch sehr honorig, oder nicht?<\/strong><\/p><p>Das ist vor allem ein Schlag ins Gesicht der Autoren, die mit ihren Texten durch dieses sogenannte Qualit&auml;tsraster fallen. Deren Schaffen wird einfach ausradiert. Und deshalb gibt es ja auch heftige <a href=\"https:\/\/wolfwetzel.de\/index.php\/2024\/12\/06\/tilgung-der-geschichte-zerstoerung-von-telepolis-von-thomas-moser\/\">Proteste von Betroffenen<\/a>, die sagen, die Inhalte geh&ouml;rten nicht <em>Telepolis<\/em> oder Heise, sondern der &Ouml;ffentlichkeit.<strong> <\/strong>Grotesk finde ich die Angelegenheit deshalb: <em>Telepolis<\/em> klemmt mal eben 25 Jahre seiner Geschichte und alles ab, was das Medium so besonders und erfolgreich gemacht hat &ndash; aber den Namen <em>Telepolis<\/em>, den will man behalten.<\/p><p><strong>Glauben Sie, die neue Marschroute geht vom Chefredakteur Harald Neuber oder vom Heise Verlag aus?<\/strong><\/p><p>Ich denke, da decken sich die Interessen. Man will ein Magazin mit m&ouml;glichst gro&szlig;er Reichweite und hohen Einnahmen und schleift daf&uuml;r alle Ecken und Kanten ab, die das Projekt lange Zeit ausgemacht haben. Der Trend, sich unkritisch und marktkonform anzupassen, sich dieser leidigen Cancel Culture zu unterwerfen, ist ja in allen Bereichen der Gesellschaft zu beobachten, vor allem bei den Medien. Der Meinungskorridor wird immer kleiner, und <em>Telepolis<\/em> will nicht aus dem Rahmen fallen.<\/p><p><strong>Man stelle sich einmal vor, der <em>Spiegel<\/em> oder die <em>Bild-Zeitung<\/em> wollten ihre riesigen Artikelbest&auml;nde pl&ouml;tzlich auf &bdquo;Qualit&auml;t&ldquo; pr&uuml;fen und bei Verst&ouml;&szlig;en gegen journalistische Grunds&auml;tze entsprechend aussortieren. Das w&auml;re mal ein Gro&szlig;reinemachen &hellip;<\/strong><\/p><p>Ein Archiv erf&uuml;llt ja nur dann seinen Zweck, n&auml;mlich eine R&uuml;ckschau in die Vergangenheit zu erm&ouml;glichen, wenn man es so l&auml;sst, wie es ist. Dieser grassierende Eifer, sich nach den Ma&szlig;gaben der Political Correctness reinzuwaschen, geht inzwischen so weit, sogar Zeitzeugnisse r&uuml;ckwirkend umzuschreiben oder, wie bei <em>Telepolis<\/em>, einfach zu tilgen.<\/p><p><strong>Der Verlag will sich, laut Chefredaktion, mit dem Schritt dagegen wappnen, wegen m&ouml;glicher Urheberrechtsverst&ouml;&szlig;e aus der Vergangenheit belangt zu werden, wobei es dabei vor allem um Bildmaterial geht.<\/strong><\/p><p>Das ist Unsinn. Es w&auml;re kein Problem, die fraglichen Bilder einfach herauszunehmen und die zugeh&ouml;rigen Texte weiterhin online zu belassen.<\/p><p><strong>Sie haben ja selbst 25 Jahre als Chefredakteur f&uuml;r <em>Telepolis<\/em> gewirkt. F&uuml;r Sie war das also kein Problem von gr&ouml;&szlig;erer Tragweite?<\/strong><\/p><p>Nat&uuml;rlich sind wir damals in der Fr&uuml;hphase des Internets lockerer mit dem Gebrauch von Bildern umgegangen, und wahrscheinlich haben wir auch Bilder nicht immer ganz ordnungsgem&auml;&szlig; verwendet. Aber jetzt so zu tun, als w&auml;re der Laden wegen einer Flut von Abmahnungen irgendwie bedroht, weshalb man gleich alles vom Netz nehmen m&uuml;sse, ist eine billige Ausrede.<\/p><p><strong>Wir sprachen ja schon von &bdquo;Gro&szlig;reinemachen&ldquo;. F&auml;llt Ihnen beim Fall <em>Telepolis<\/em> auch das Wort &bdquo;S&auml;uberung&ldquo; ein?<\/strong><\/p><p>Ja, das ist eine S&auml;uberung. Ich denke nicht, dass <em>Telepolis<\/em> sich eine bestimmte politische Linie verordnen will, nach dem Motto: jetzt nur noch CSU. Aber man will sich anpassen an den herrschenden Zeitgeist, nicht mehr so auffallen, etwa mit sogenannten Verschw&ouml;rungstheorien, man k&ouml;nnte auch sagen, dem Hinterfragen von herrschenden Narrativen. Dabei k&ouml;nnen auch mal Irrwege geschehen, aber die geh&ouml;ren zur Zeitgeschichte. Ich bin mir ziemlich sicher, dass Beitr&auml;ge wie etwa die von Mathias Br&ouml;ckers zur Verstrickung der Geheimdienste in die Anschl&auml;ge vom 11. September 2001 der Zensur zum Opfer fallen werden &hellip;<\/p><p><strong>Br&ouml;ckers ahnt das selbst, auf seiner Webseite konstatiert er: <a href=\"https:\/\/www.broeckers.com\/2024\/12\/09\/r-i-p-telepolis\/\">&bdquo;Die &sbquo;literarische Qualit&auml;tsoffensive&lsquo; der B&uuml;cherverbrennung l&auml;sst gr&uuml;&szlig;en!&ldquo;<\/a> Gehen Sie da mit?<\/strong><\/p><p>Durchaus dr&auml;ngen sich hier historische Vergleiche auf &ndash; zum Beispiel zum Stalinismus, als aus Fotografien einfach Menschen verschwunden sind. Mir f&auml;llt auch das Wort Gleichschaltung ein. Wobei <em>Telepolis<\/em> das ohne Not aus freien St&uuml;cken erledigt, indem man auf einen Schlag 25 Jahre Geschichte, auch die des Internets, l&ouml;scht und mit ihr ein wichtiges St&uuml;ck des kulturellen Ged&auml;chtnisses. T&auml;te das der <em>Spiegel<\/em>, f&uuml;hrte das nicht so weit, weil dessen Beitr&auml;ge und die aller Printmedien in der Nationalbibliothek hinterlegt werden. F&uuml;r Online-Magazine gilt das noch nicht, obgleich es auch hier eine Ablieferungspflicht gibt. Aber bei Nachfrage hie&szlig; es, man k&ouml;nne jetzt noch keine Artikel im HTML-Format archivieren, daher m&uuml;sste jeder Artikel in PDF umgewandelt und eingeschickt werden. Daher verwalten Online-Magazine ihr eigenes Archiv und alles ist verloren, sobald es ausgeknipst wird.<\/p><p><strong>Der Schwenk zum Mainstream macht doch nur Sinn, wenn er sich finanziell rentiert. Daf&uuml;r m&uuml;sste die Leserschaft den Schritt allerdings auch mitgehen. Wie sch&auml;tzen Sie das ein?<\/strong><\/p><p>Ich bin sehr sicher, dass der Schuss nach hinten losgeht. <em>Telepolis<\/em> mit relativ kleinem Budget und sehr begrenzter Abdeckung von Themen kann mit den Gro&szlig;en nicht mithalten. &Uuml;berlebensf&auml;hig ist so ein Medium nur, wenn es sich in einer Nische einrichtet und sich in Inhalt, Sprache und Stil vom Mainstream abgrenzt. Versucht man dagegen, auf den Mainstream aufzuspringen, hat man verloren. Die gewachsene Leserschaft wird vergrault, und den Platzhirschen kann man das Wasser nicht abgraben. Selbst wenn man es rein betriebswirtschaftlich betrachtet, halte ich das Vorgehen von <em>Telepolis<\/em> f&uuml;r keinen klugen Schachzug.<\/p><p><strong>Man w&uuml;sste ja gerne, was die Leser davon halten. Allerdings kann man zur fraglichen Bekanntmachung keinen Kommentar abgeben.<\/strong><\/p><p>Das passt ins Bild. Allerdings ist schon l&auml;nger nicht mehr jeder Beitrag kommentierbar, und in den Foren wird auch heftig gel&ouml;scht, wie mir Autoren sagen. Das kommt ja noch dazu: Auch s&auml;mtliche Kommentare zu den Zehntausenden abgeklemmten Artikeln sind f&uuml;r immer verschwunden. Das ist auch gegen&uuml;ber der Leserschaft ein ziemlich unfreundlicher Akt.<\/p><p><strong>Ihre und die Wege von <em>Telepolis<\/em> haben sich vor ziemlich genau vier Jahren getrennt. F&uuml;hlen Sie sich heute gewisserma&szlig;en um Ihr Erbe betrogen?<\/strong><\/p><p>Ich habe schon l&auml;nger mit <em>Telepolis<\/em> abgeschlossen und schaue heute so gut wie nie auf der Seite vorbei. Wenn man so will, ist <em>Telepolis<\/em> nicht mehr meins. Trotzdem sehe ich die Vorg&auml;nge mit Sorge, weil ich sie f&uuml;r gef&auml;hrlich halte mit Blick auf die insgesamt immer st&auml;rker unter Beschuss geratene Meinungsvielfalt.<\/p><p><strong>Eine Rolle spielt dabei auch der Vormarsch eines Journalismus made by K&uuml;nstlicher Intelligenz. Auch <em>Telepolis<\/em> bedient sich offenbar dieser Methoden, wof&uuml;r eine Pr&uuml;fung mittels sogenannter <a href=\"https:\/\/www.zerogpt.com\/?r=gwords&amp;gad_source=1&amp;gclid=EAIaIQobChMItPGyzIqdigMVC5SDBx1KNTGoEAAYASAAEgLWEfD_BwE\">KI-Detektoren<\/a> Anhaltpunkte liefert. Das betrifft im &Uuml;brigen auch Texte des Chefredakteurs. Wie passt das zusammen mit den im <a href=\"https:\/\/www.telepolis.de\/Ueber-Telepolis-9305053.html\">&bdquo;redaktionellen Leitbild&ldquo;<\/a> festgeschriebenen Grunds&auml;tzen von &bdquo;Glaubw&uuml;rdigkeit&ldquo;, &bdquo;Transparenz&ldquo; und &bdquo;gewissenhafter Recherche&ldquo;?<\/strong><\/p><p>Mit KI habe ich mich auch in meinem letzten Buch &bdquo;Lesen im Zeitalter der K&uuml;nstlichen Intelligenz&ldquo; besch&auml;ftigt. Und ja, auch ich bin bei <em>Telepolis<\/em> auf einen Beitrag gesto&szlig;en, den ZeroGPT zu &uuml;ber 50 Prozent als &bdquo;Most Likely AI\/GPT generated&ldquo; einstuft. Wie verl&auml;sslich das ist, wei&szlig; ich allerdings nicht. ZeroGPT bietet ja auch an, Texte mit KI zu verfassen, die angeblich nicht als KI-generierte Texte erkannt werden k&ouml;nnen. Naja.<\/p><p>Heise hat gerade <a href=\"https:\/\/www.heisegroup.de\/presse\/heise-entwickelt-KI-Strategie-mit-DEEP-CONTENT-9654756.html\">DeepContent<\/a> &uuml;bernommen und bietet schon l&auml;nger Kurse und Unterst&uuml;tzung f&uuml;r KI-L&ouml;sungen &uuml;ber Heise KIPro an. Da kann man annehmen, dass damit auch in <em>Telepolis<\/em> und in anderen Redaktionen gearbeitet wird. Ich habe aber keine n&auml;here Kenntnis, ob, wie und in welchem Ma&szlig;e das gemacht wird. Sprachlich k&ouml;nnte man den Verdacht auch bei manchen Telepolis-Artikeln haben, da fehlt oft die individuelle Note.<\/p><p><strong>Und wenn dem so w&auml;re?<\/strong><\/p><p>Falls KI f&uuml;r Recherche, &Uuml;berarbeitung, Ideengebung et cetera verwendet w&uuml;rde, m&uuml;sste das im Sinne der Transparenz und Glaubw&uuml;rdigkeit jedenfalls kenntlich gemacht werden, finde ich. Ich habe keinen solchen Hinweis gefunden. Wenn KI wirklich in gr&ouml;&szlig;erem Umfang eingesetzt wird, w&auml;re das jedenfalls noch einmal ein krasser Unterschied zu dem, was ich immer pr&auml;feriert und Autorenjournalismus genannt habe. Es wird nicht Objektivit&auml;t, auch durch Sprache, simuliert, sondern der Text wird verantwortet von einem Autor mit seinen erkennbaren, daher transparenten Perspektiven, der sich mit Angabe der Quellen bem&uuml;ht, dem Leser einen m&ouml;glichst guten Einblick in Sachverhalte oder Ereignisse zu bieten.<\/p><p><small>Titelbild: &copy; privat<\/small><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/vg06.met.vgwort.de\/na\/6b7b7dae5b304587ac6bd9bcbd001d08\" alt=\"\" title=\"\" height=\"1\" widht=\"1\"><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Online-Magazin <em>Telepolis<\/em> hat fast sein komplettes Archiv mit allen vor 2021 erschienenen Beitr&auml;gen vom Netz genommen. 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