{"id":126055,"date":"2024-12-11T10:00:44","date_gmt":"2024-12-11T09:00:44","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=126055"},"modified":"2024-12-11T10:42:01","modified_gmt":"2024-12-11T09:42:01","slug":"die-anhaltende-hoelle-fuer-gazas-bevoelkerung-darf-nicht-vergessen-werden","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=126055","title":{"rendered":"Die anhaltende H\u00f6lle f\u00fcr Gazas Bev\u00f6lkerung darf nicht vergessen werden!"},"content":{"rendered":"<p>Die Anzahl der Toten steigt, Hunger nimmt zu, sauberes Trinkwasser und Medikamente fehlen, &Auml;rzte werden ermordet. Auch wenn die Medien sich jetzt auf die Situation in Syrien fokussieren &ndash; Netanjahu wird das freuen &ndash;, m&uuml;ssen der V&ouml;lkermord in Gaza sowie die Forderung nach Vollstreckung der Haftbefehle gegen Netanjahu und den ehemaligen Verteidigungsminister Gallant immer wieder betont werden. Soll UNRWA verboten werden, um den Weg frei zu machen f&uuml;r eine absolute Kontrolle der Bev&ouml;lkerung durch ein US-Unternehmen, wie israelische Pl&auml;ne enth&uuml;llen? Von <strong>Annette Groth<\/strong>.<br>\n<!--more--><\/p><blockquote><p>\n&bdquo;Bitte denken Sie daran, dass wir an der Schwelle zur Vernichtung stehen. Kinder essen Gras. Familien werden im Schlaf get&ouml;tet. Zelte werden &uuml;berflutet. Kinder werden erschossen. Bitte setzen Sie sich f&uuml;r einen Waffenstillstand f&uuml;r uns ein. Wir wollen unsere Kinder aufwachsen sehen.&ldquo; (Nahed Hajjaj, pal&auml;stinensischer Journalist, 26. November 2024)\n<\/p><\/blockquote><p>Am 1. November 2024 titelte <em>Mondoweiss<\/em>, ein j&uuml;disches elektronisches Journal aus den USA: &bdquo;Israels Massent&ouml;tungskampagne in Gaza eskaliert&ldquo;. In neun Tagen (zwischen dem 22. und 31. Oktober 2024) hat die israelische Armee 639 Pal&auml;stinenser get&ouml;tet &ndash; 71 Menschen t&auml;glich (!) &ndash; und &uuml;ber 2.000 verletzt &ndash; mehr als 200 Pal&auml;stinenser t&auml;glich. Laut dem Gesundheitsministerium in Gaza sind das nur diejenigen Toten, die man geborgen hat. Viele liegen noch unter den Tr&uuml;mmern, viele werden an ihre Verletzungen sterben. Ende Oktober stellte das israelische Milit&auml;r in Nordgaza jegliche humanit&auml;ren Hilfsleistungen ein, Krankenh&auml;user wurden evakuiert. <\/p><blockquote><p>\n&bdquo;Der Zivilschutz ist aufgrund der anhaltenden israelischen Beschusskampagne zwangsweise komplett zum Erliegen gekommen, Tausende von B&uuml;rgern sind ohne humanit&auml;re und medizinische Versorgung.&ldquo; [<a href=\"#foot_1\" name=\"note_1\">1<\/a>]\n<\/p><\/blockquote><p>Am gleichen Tag ver&ouml;ffentlichten die Leiter von 15 UNO- und privaten Hilfsorganisationen einen Alarmruf:<\/p><blockquote><p>\n&bdquo;Die gesamte pal&auml;stinensische Bev&ouml;lkerung in Nordgaza ist akut vom Tod durch Krankheit, Hunger und Gewalt bedroht. Die Lage im Norden Gazas ist apokalyptisch. Die Region ist seit fast einem Monat in einem Belagerungszustand. Der Bev&ouml;lkerung werden selbst rudiment&auml;re Unterst&uuml;tzung und &uuml;berlebenswichtige Versorgungsg&uuml;ter verwehrt, w&auml;hrend die Bombardierungen und andere Angriffe anhalten.&ldquo; [<a href=\"#foot_2\" name=\"note_2\">2<\/a>]\n<\/p><\/blockquote><p>Wie bereits dutzende Male vorher fordern die Organisationen einen sofortigen Waffenstillstand. Seit Oktober 2023 gibt es zahlreiche Aufrufe zum Waffenstillstand und einem sofortigen Stopp aller Waffenlieferungen sowie alarmierende Meldungen zu der humanit&auml;ren Katastrophe in Gaza, jetzt verst&auml;rkt auch im Libanon und in der Westbank, die alle ohne erkennbare Konsequenzen blieben. Statt Waffenlieferungen nach Israel zu stoppen oder sie zumindest einzuschr&auml;nken, wurden sie aus Deutschland und den USA verst&auml;rkt.<\/p><p>Auch der Bundesregierung sollte es allm&auml;hlich d&auml;mmern, dass sich Israel schon lange nicht an das V&ouml;lkerrecht h&auml;lt, sondern offen und provokativ dagegen verst&ouml;&szlig;t. Die Netanjahu-Regierung scheint nicht mit irgendwelchen Sanktionen zu rechnen. Also gehen Bombardierungen in Gaza, im Libanon und jetzt auch in Syrien weiter.<\/p><p>Unger&uuml;hrt verfolgt die israelische Regierung ihre Pl&auml;ne f&uuml;r Gaza weiter, wie sie General Giora Eiland Anfang Oktober enth&uuml;llte. Demzufolge sollen Teile des Gazastreifens abgez&auml;unte Lager werden, bewacht und verwaltet von einer privaten S&ouml;ldnerfirma, der vom israelischen Gesch&auml;ftsmann Mordechai Kahana gef&uuml;hrten US-Firma Global Delivery Company (GDC). <\/p><blockquote><p>\n&bdquo;Die Verteilung von Nahrung w&uuml;rde fortan in diesen Lagern stattfinden, zu denen nur Zugang erh&auml;lt, wer sich von den S&ouml;ldnern biometrisch erfassen l&auml;sst &ndash; einschlie&szlig;lich Fingerabdr&uuml;cken, Gesichtserkennung und Stimmproben. Finanziert w&uuml;rde das Projekt voraussichtlich aus US-Steuergeldern und internationalen Spenden. Zun&auml;chst auf den Norden Gazas begrenzt, solle das Konzept der privaten Internierungslager im Anschluss auf das gesamte Gebiet der K&uuml;stenenklave ausgeweitet werden.&ldquo; [<a href=\"#foot_3\" name=\"note_3\">3<\/a>]\n<\/p><\/blockquote><p>Wurde UNRWA, die extra f&uuml;r pal&auml;stinensische Fl&uuml;chtlinge 1949 gegr&uuml;ndete UN-Organisation, in Israel verboten, um den Weg frei zu machen f&uuml;r absolute Kontrolle der Bev&ouml;lkerung Gazas durch ein Unternehmen? Die Journalistin Noa Landau kommentiert: &bdquo;Das Ziel ist, die moralische und rechtliche Verantwortung von Israel auf diese bewaffneten Milizen zu &uuml;bertragen.&ldquo; [<a href=\"#foot_4\" name=\"note_4\">4<\/a>]<\/p><p>Wenn die internationale Gemeinschaft das zulie&szlig;e, w&auml;re es das endg&uuml;ltige Aus f&uuml;r das humanit&auml;re V&ouml;lkerrecht. Aber vielleicht wollen das einige Regierungen, um ungest&ouml;rt mit neuen Technologien wie Gesichtserkennung und Stimmproben bei der Kontrolle von Menschen zu experimentieren: ein weiterer Baustein im &bdquo;Laboratorium Israel&ldquo;, in dem seit vielen Jahren neue Waffen und &Uuml;berwachungstechnologien erprobt und mit gutem Gewinn sowie dem Label &bdquo;tested on the ground&ldquo; in alle Welt verkauft werden.<\/p><p>Scharfe Kritik an dem UNRWA-Verbot &auml;u&szlig;ert Abdel Shafi, Botschafter Pal&auml;stinas in &Ouml;sterreich und bei den internationalen Organisationen in Wien: <\/p><blockquote><p>\n&bdquo;Die Abstimmung der israelischen Knesset gegen die UNRWA ist beispiellos und stellt einen gef&auml;hrlichen Pr&auml;zedenzfall dar. Diese Entscheidung widerspricht klar der UN-Charta. Dies stellt nicht nur einen Schritt gegen das pal&auml;stinensische Volk, sondern auch gegen V&ouml;lkerrecht und die Weltgemeinschaft dar. Eine angemessene Reaktion darauf kann nur der Ausschluss Israels von den Vereinten Nationen sein. Denn ein Staat, der eine UN-Organisation als Terrororganisation diffamiert und verbietet sowie den UN-Generalsekret&auml;r als Persona non grata bezeichnet und ihm die Einreise verweigert, hat seinen Platz bei den Vereinten Nationen ein f&uuml;r alle Mal verwirkt.&ldquo; [<a href=\"#foot_5\" name=\"note_5\">5<\/a>]\n<\/p><\/blockquote><p>Sogar von der Beauftragten der Bundesregierung f&uuml;r Menschenrechte Luise Amtsberg kommt Kritik an dem UNRWA-Verbot: &bdquo;Wenn die Gesetze in dieser Form von der israelischen Regierung umgesetzt w&uuml;rden, w&uuml;rde das die Arbeit von UNRWA in Gaza, im Westjordanland und in Ost-Jerusalem faktisch unm&ouml;glich machen.&ldquo; Es sei ein &bdquo;gef&auml;hrliches Signal der Missachtung der Vereinten Nationen und der internationalen Zusammenarbeit&ldquo;. [<a href=\"#foot_6\" name=\"note_6\">6<\/a>] Bislang bleibt die Kritik ohne Folgen.<\/p><p><strong>Deutschland &ndash; ein Paria-Staat<\/strong><\/p><p>Durch Deutschlands bedingungslose Unterst&uuml;tzung mit Waffen und weitreichenden Privilegien durch Handels- und Wissenschaftskooperationen sowie der Leugnung der Verst&ouml;&szlig;e gegen das V&ouml;lkerrecht begibt sich die Bundesregierung mit ihrer &bdquo;regelbasierten Politik&ldquo; ins politische globale Abseits. Deutschlands ehemaliges gutes Standing in der arabischen Welt ist nachhaltig zerst&ouml;rt, eine Vermittlerrolle ist nun ausgeschlossen.<\/p><p>Einen internationalen Eklat provozierte Au&szlig;enministerin Baerbock, als sie in einer Rede vor dem Bundestag sagte, dass zivile Einrichtungen in Gaza &bdquo;ihren Schutzstatus verlieren k&ouml;nnten&ldquo;:<\/p><blockquote><p>\n&bdquo;Selbstverteidigung bedeutet nat&uuml;rlich nicht nur, Terroristen anzugreifen, sondern sie auch zu vernichten. Deshalb habe ich so deutlich gemacht, dass wir uns in sehr schwieriges Fahrwasser begeben, wenn sich Hamas-Terroristen hinter Menschen, hinter Schulen verstecken. Aber wir scheuen uns nicht davor. Deshalb habe ich bei den Vereinten Nationen klargestellt, dass zivile Einrichtungen ihren Schutzstatus verlieren k&ouml;nnten, wenn Terroristen diesen Status missbrauchen.&ldquo; [<a href=\"#foot_7\" name=\"note_7\">7<\/a>]\n<\/p><\/blockquote><p>Daraufhin forderte die UN-Sonderberichterstatterin f&uuml;r die besetzten pal&auml;stinensischen Gebiete, Francesca Albanese, die Au&szlig;enministerin auf, Beweise f&uuml;r ihre Behauptung vorzulegen, dass sich Hamas-K&auml;mpfer in Schulen oder in anderen zivilen Einrichtungen verstecken. Bis heute blieb das Au&szlig;enministerium eine Antwort schuldig. Immer wieder gibt auch die israelische Armee als Grund f&uuml;r die Bombardierung von Schulen und Krankenh&auml;usern angebliche Verstecke von K&auml;mpfern an, Belege daf&uuml;r gibt es allerdings nie. &Auml;rzte in Gaza haben immer wieder betont, dass sie niemals Waffen oder K&auml;mpfer in Tunneln unter ihren Krankenh&auml;usern gesehen h&auml;tten. Dagegen sind sie der Auffassung, dass durch die Zerst&ouml;rung von Krankenh&auml;usern und die gezielte T&ouml;tung von &Auml;rzten und medizinischem Personal eine gr&ouml;&szlig;tm&ouml;gliche Anzahl von Toten bewirkt werden soll.<\/p><p>300 Akademiker protestierten gegen Baerbocks Rede und forderten sie in einem Brief auf, ihre &bdquo;Schutzstatus&ldquo;-Erkl&auml;rung zur&uuml;ckzuziehen. In dem von der Palestine Academic Group initiierten Brief kritisieren sie, dass Baerbock &bdquo;Israels altes Narrativ des menschlichen Schutzschildes nachplappern&ldquo; w&uuml;rde und eine &bdquo;fadenscheinige Rechtfertigung f&uuml;r die v&ouml;lkerm&ouml;rderische Kampagne gegen pal&auml;stinensische Zivilisten&ldquo; lieferte. [<a href=\"#foot_8\" name=\"note_8\">8<\/a>]<\/p><p>F&uuml;r einen weiteren internationalen Skandal sorgte die Lieferung von acht Containern des Sprengstoffs Royal Demolition Explosive (RDX) an Israels gr&ouml;&szlig;tes Milit&auml;runternehmen Elbit Systems. RDX-Sprengstoff ist ein in Deutschland erfundener Sprengstoff, der st&auml;rker als TNT gilt und als Schl&uuml;sselkomponente f&uuml;r die Produktion von Fliegerbomben, Granaten und Raketen ben&ouml;tigt wird.<\/p><p>Auf dem Weg von Vietnam, wo das Frachtschiff MV Kathrin mit dem Sprengstoff beladen worden war, sollte das erste Anlegeziel Walvis Bay sein, der gr&ouml;&szlig;te &Uuml;berseehafen Namibias. Die dortigen Beh&ouml;rden verweigerten dem Schiff die Anlegeerlaubnis mit der Begr&uuml;ndung, dass &bdquo;Namibia seiner Verpflichtung nachkommt, israelische Kriegsverbrechen, Verbrechen gegen die Menschlichkeit, V&ouml;lkermord sowie die rechtswidrige Besetzung Pal&auml;stinas nicht zu unterst&uuml;tzen oder sich daran mitschuldig zu machen&ldquo;. Der namibische Justizminister wies auf die Resolution des UN-Menschenrechtsrats vom 5. April 2024 hin, die ein Waffenembargo gegen Israel forderte. Die Resolution war mit gro&szlig;er Mehrheit angenommen worden, nur die USA, Deutschland und vier weitere Staaten hatten dagegen gestimmt.<\/p><p>Die UN-Sonderberichterstatterin Francesca Albanese lobte die Entscheidung Namibias und erinnerte die internationale Gemeinschaft daran, dass &bdquo;jede milit&auml;rische Lieferung an Israel, das nach Feststellung des Internationalen Gerichtshofs m&ouml;glicherweise V&ouml;lkermord begeht, einen Versto&szlig; gegen die V&ouml;lkermordkonvention darstellt&ldquo;. [<a href=\"#foot_9\" name=\"note_9\">9<\/a>]<\/p><p>Da das Schiff zu diesem Zeitpunkt unter portugiesischer Flagge fuhr, kritisierte Albanese auch Portugal, das damit einen Versto&szlig; gegen das V&ouml;lkerrecht begehe. Daraufhin entflaggte die portugiesische Regierung das Schiff, einen Tag sp&auml;ter war das Schiff laut verschiedenen Schiffsortungswebseiten unter deutscher Flagge registriert (MS PENG CHAU BOEHE SCHIFFAHRT GMBH &amp; CO). Damit ist Deutschland sowohl als Flaggen- als auch Reedereistaat f&uuml;r das Frachtschiff und dessen Ladung v&ouml;lkerrechtlich voll verantwortlich. Nach derzeitigem Wissensstand liegt die MV Kathrin im Mittelmeer in internationalen Gew&auml;ssern, nachdem ihr auch der EU-Mitgliedsstaat Malta mit Verweis auf die v&ouml;lkerrechtliche Lage und den an Bord befindlichen RDX-Sprengstoff die Einfahrt in seine Gew&auml;sser verweigerte.<\/p><p><strong>Entzug der Akkreditierung<\/strong><\/p><p>Der Ruf nach Sanktionen gegen Israel nimmt zu und auch die Forderung, israelischen Diplomaten die Akkreditierung bei der UNO zu entziehen, wird zunehmend lauter. 1974 beschloss die UN-Generalversammlung, S&uuml;dafrika von der Teilnahme an den Sitzungen der Generalversammlung und ihrer Aussch&uuml;sse auszuschlie&szlig;en, und entzog damit das Recht an Mitberatung und Abstimmung. Die Mitgliedschaft in den Vereinten Nationen hat S&uuml;dafrika damals nicht verloren, aber es war ein starkes politisches Zeichen der internationalen Gemeinschaft gegen die Apartheidpolitik.<\/p><p>Aufgrund der Waffenlieferungen und ihrer unverbr&uuml;chlichen Unterst&uuml;tzung der israelischen Regierung steht die Bunderepublik international am Pranger. Das angebliche Recht auf Selbstverteidigung Israels, das von Baerbock st&auml;ndig wiederholt wird und als Begr&uuml;ndung f&uuml;r die Zerst&ouml;rung Gazas sowie der Massaker herhalten muss, ist abwegig und wird durch die V&ouml;lkermordbelege ad absurdum gef&uuml;hrt.<\/p><p>Zu offensichtlich sind die Beweise des willk&uuml;rlichen und gezielten T&ouml;tens von Zivilisten, der Misshandlungen von Tausenden pal&auml;stinensischen Gefangenen, sexueller Gewalt, des Entzugs von Nahrungsmitteln und der Verweigerung humanit&auml;rer Hilfe &ndash; die Liste ist endlos. Aufgrund der erdr&uuml;ckenden Beweise und der &Uuml;berzeugung zahlreicher V&ouml;lkerrechtler ist es nicht nachvollziehbar, dass Au&szlig;enministerin Baerbock und Bundeskanzler Scholz weiterhin leugnen, dass es sich in Gaza um V&ouml;lkermord handelt.<\/p><p>Angesichts der Klage, die S&uuml;dafrika im Dezember 2023 beim Internationalen Strafgerichtshof (IStGH) gegen Israel aufgrund des Verdachts des V&ouml;lkermordes eingereicht hat, warnt die UN-Sonderberichterstatterin f&uuml;r Pal&auml;stina, Francesca Albanese: Wenn &bdquo;Deutschland beschlie&szlig;t, sich an die Seite eines Staates zu stellen, der internationale Verbrechen begeht, dies eine politische Entscheidung ist, aber auch rechtliche Auswirkungen hat&ldquo;. [<a href=\"#foot_10\" name=\"note_10\">10<\/a>]<\/p><p>Hier sei daran erinnert, dass der Gerichtshof in Den Haag am 26. Januar 2024 entschied, dass Israel alle erforderlichen Ma&szlig;nahmen ergreifen muss, um einen V&ouml;lkermord im Gazastreifen zu verhindern. Seitdem hat S&uuml;dafrika drei Dringlichkeitsantr&auml;ge in Den Haag gestellt, um eine Beendigung der israelischen Milit&auml;roperation in Gaza zu erreichen und die humanit&auml;ren Hilfsprogramme f&uuml;r die Bev&ouml;lkerung auszuweiten. Am 28. Oktober teilte die s&uuml;dafrikanische Pr&auml;sidialverwaltung mit, dass das Land dem Internationalen Gerichtshof der Vereinten Nationen ein 750-seitiges Memorandum mit den zur Unterst&uuml;tzung seiner Klage gesammelten Beweisen vorgelegt habe.<\/p><p><strong>Haftbefehl gegen Netanjahu und den ehemaligen Verteidigungsminister Joav Galant<\/strong><\/p><p>Nachdem der IStGH im Mai 2024 einen Haftbefehl gegen Netanjahu beantragte, wurde am 21. November 2024 der Haftbefehl gegen Netanjahu und seinen ehemaligen Verteidigungsminister Joav Galant ausgestellt. Auch gegen drei hochrangige Hamas-F&uuml;hrer wurden Haftbefehle erlassen, allerdings sind zwei von ihnen inzwischen tot, und dass der Dritte noch lebt, ist unwahrscheinlich. Alle Mitgliedsstaaten des Strafgerichtshofs sind verpflichtet, Netanjahu und Galant festzunehmen, wenn sie in die Unterzeichnerstaaten des R&ouml;mischen Statuts einreisen.<\/p><p>Die Kritik an dem Haftbefehl gegen den israelischen Premier ist heftig und spaltet die internationale Staatengemeinschaft sowie die EU. Die Reaktionen reichen von offenen Beteuerungen, die Haftbefehle zu vollstrecken, bis hin zu abw&auml;genden Antworten und unmissverst&auml;ndlicher Ablehnung. Die Niederlande, Schweiz und Irland haben verk&uuml;ndet, dass sie das R&ouml;mische Statut umsetzen, Ungarns Ministerpr&auml;sident Viktor Orb&aacute;n will Netanjahu einladen und ihm versprechen, &bdquo;dass der Haftbefehl in Ungarn keine Wirkung haben wird, wenn er kommt&ldquo;.<\/p><p>Die USA reagierten wie folgt: &bdquo;Was auch immer der IStGH andeuten mag, es gibt keine Gleichwertigkeit &ndash; keine &ndash; zwischen Israel und der Hamas. Wir werden immer an der Seite Israels stehen, wenn seine Sicherheit bedroht ist.&ldquo;<\/p><p>Dagegen lie&szlig; der ehemalige EU-Au&szlig;enminister Josep Borell am 21. November 2024 verlautbaren: &bdquo;Ich nehme die Entscheidung des IStGh zur Kenntnis, Haftbefehle gegen den israelischen Premierminister Netanjahu, den ehemaligen Minister Galant und den Hamas-F&uuml;hrer Deif zu erlassen. Diese Entscheidungen sind f&uuml;r alle Vertragsstaaten des R&ouml;mischen Statuts verbindlich, also auch f&uuml;r alle EU-Mitgliedstaaten.&rdquo; [<a href=\"#foot_11\" name=\"note_11\">11<\/a>] Ob die neue EU-Au&szlig;enbeauftragte Kaja Kallas aus Estland Borells Meinung teilt, ist zu bezweifeln.<\/p><p>Und die Bundesregierung? Sie pr&uuml;ft und &bdquo;ringt um den richtigen Umgang&ldquo;. &bdquo;Berlin sieht sich mit mehreren Risiken konfrontiert. Steht die Bundesregierung nicht zum V&ouml;lkerrecht, schadet das ihrer au&szlig;enpolitischen Glaubw&uuml;rdigkeit. Bekennt sie sich zu den Entscheidungen des IStGH, riskiert sie nicht nur einen Konflikt mit Israel, sondern auch mit dem wichtigen Verb&uuml;ndeten Amerika. Innenpolitisch ist deshalb umstritten, wie damit umzugehen ist.&ldquo; [<a href=\"#foot_12\" name=\"note_12\">12<\/a>]<\/p><p>So betont die au&szlig;enpolitische Sprecherin der Gr&uuml;nen, Deborah D&uuml;ring, dass sich &bdquo;Deutschland [&hellip;] selbstverst&auml;ndlich zum V&ouml;lkerrecht&ldquo; bekennt und &bdquo;den Internationalen Strafgerichtshof uneingeschr&auml;nkt&ldquo; anerkennt. &bdquo;Wir halten uns an Recht und Gesetz&rdquo;, sagt sie und weist auf die &bdquo;Unabh&auml;ngigkeit der Justiz&ldquo; hin, &bdquo;ein Prinzip, das allen Demokratinnen und Demokraten in unserem Land bekannt sein sollte&rdquo;. [<a href=\"#foot_13\" name=\"note_13\">13<\/a>]<\/p><p>Der f&uuml;r Au&szlig;enpolitik zust&auml;ndige stellvertretende Vorsitzende der CDU\/CSU-Fraktion, Johann Wadephul, hingegen betont die Staatsr&auml;son: <\/p><blockquote><p>\n&bdquo;F&uuml;r Deutschland muss es selbstverst&auml;ndlich sein, dass es gerade mit Blick auf die eigene Geschichte und die besonderen Beziehungen zu Israel das Recht auf Selbstverteidigung f&uuml;r Israel in besonderem Ma&szlig;e betont und verteidigt. Aus unserer Sicht ist es unvorstellbar, dass ein demokratisch gew&auml;hlter Regierungschef von Israel auf deutschem Boden festgenommen wird. Es ist verst&ouml;rend, wie unklar sich die Bundesregierung in dieser Angelegenheit verh&auml;lt.&ldquo;\n<\/p><\/blockquote><p>Der andere stellvertretende Vorsitzender der CDU\/CSU-Fraktion, Alexander Dobrindt, nannte die Entscheidung des IStGH eine &bdquo;bodenlose Dummheit&rdquo;. [<a href=\"#foot_14\" name=\"note_14\">14<\/a>]<\/p><p>Man kann gespannt auf die weitere Entwicklung sein und darauf, zu welchem Schluss die Bundesregierung letztendlich kommt. Es ist aber auch durchaus m&ouml;glich, dass die Bundesregierung bis zu den Wahlen im Februar 2025 abwartet. Allerdings k&ouml;nnte sie auch zu einer Entscheidung gedr&auml;ngt werden, die durch zahlreiche eindeutige Stellungnahmen von verschiedenen Seiten kommen.<\/p><p>So sagte der israelische Schriftsteller Tomer Dotan Dreyfus am 22. November 2024: <\/p><blockquote><p>\n&bdquo;Wenn die deutsche Regierung ank&uuml;ndigt, internationales Recht zu brechen, ist das nicht noch ein Land, das das macht. Deutschland ist das Land, wegen dem diese Institutionen und diese Gesetze formuliert, geschrieben und unterzeichnet worden sind.&rdquo;\n<\/p><\/blockquote><p>Mathieu von Rohr, Leiter des SPIEGEL-Auslandsressorts, schrieb am 24. November 2024: <\/p><blockquote><p>&bdquo;Die Vorstellung, dass es deutsche &bdquo;Staatsr&auml;son&ldquo; sei, Israels Spitzenpolitiker zu &bdquo;sch&uuml;tzen&ldquo; &ndash; und zwar selbst vor Vorw&uuml;rfen schwerster v&ouml;lkerrechtlicher Vergehen &ndash;, ist ein verh&auml;ngnisvoller Irrweg. Netanjahu wird nicht in Den Haag angeklagt, weil er sein Land verteidigt, wozu er selbstverst&auml;ndlich berechtigt und verpflichtet ist. Er wird angeklagt, weil ihm schwere Verbrechen gegen die Zivilbev&ouml;lkerung in Gaza zur Last gelegt werden, die mit Selbstverteidigung nichts mehr zu tun haben.&ldquo;<\/p><\/blockquote><p>Und der israelische Friedensaktivist Rotem Levin appellierte flehend: <\/p><blockquote><p>\n&bdquo;Sehr geehrte internationale Gemeinschaft, wir flehen Sie an, sich an das V&ouml;lkerrecht zu halten und unseren kriminellen Premierminister Netanjahu zu verhaften, falls er in Ihr Land einreist. Zum Wohle der gesamten Menschheit.&rdquo; [<a href=\"#foot_15\" name=\"note_15\">15<\/a>]\n<\/p><\/blockquote><p><strong>Leben retten durch Vollstreckung der Haftbefehle<\/strong><\/p><p>In einer am 26. November 2024 ver&ouml;ffentlichten Stellungnahme fordern 44 UN-Berichterstatter und andere Experten &bdquo;die vollst&auml;ndige Einhaltung&ldquo; der Haftbefehle gegen Netanjahu und Galant und betonen, dass die Haftbefehle dazu beitragen k&ouml;nnen, &bdquo;Leben zu retten&ldquo;. [<a href=\"#foot_16\" name=\"note_16\">16<\/a>]<\/p><p>Zu den Unterzeichnern geh&ouml;ren Morris Tidball-Binz, Sonderberichterstatter f&uuml;r au&szlig;ergerichtliche, summarische oder willk&uuml;rliche Hinrichtungen; Francesca Albanese, Sonderberichterstatterin f&uuml;r die Lage der Menschenrechte in den seit 1967 besetzten pal&auml;stinensischen Gebieten; und Ashwani K. P., Sonderberichterstatter f&uuml;r zeitgen&ouml;ssische Formen von Rassismus, Rassendiskriminierung, Fremdenfeindlichkeit und damit zusammenh&auml;ngender Intoleranz.<\/p><p>F&uuml;r diese Experten stellt <\/p><blockquote><p>\n&bdquo;die Entscheidung des IStGH (&hellip;) einen historischen Schritt in Richtung Gerechtigkeit und Rechenschaftspflicht dar und gibt Hoffnung auf ein Ende der jahrzehntelangen Straflosigkeit f&uuml;r die langj&auml;hrigen schweren Verst&ouml;&szlig;e gegen das V&ouml;lkerrecht in den besetzten pal&auml;stinensischen Gebieten. Der lang anhaltende Mangel an Rechenschaftspflicht, insbesondere des Staates Israel, hat die zunehmende und unhaltbare Gewalt in der Region beg&uuml;nstigt und das Leben und die Zukunft sowohl von Pal&auml;stinensern als auch von Israelis beeintr&auml;chtigt.&ldquo; (&hellip;) &bdquo;Seit dem 7. Oktober 2023 und dem milit&auml;rischen Angriff auf den Gazastreifen und den Rest der OPT (Occupied Palestinian Territories, die Verf.) haben die unabh&auml;ngigen Experten Beweise f&uuml;r schwere Verst&ouml;&szlig;e gegen das V&ouml;lkerrecht erhalten und dokumentiert, die sich gegen die Zivilbev&ouml;lkerung richten. Diese Verst&ouml;&szlig;e, die oft internationalen Verbrechen gleichkommen, m&uuml;ssen sofort aufh&ouml;ren und d&uuml;rfen nicht ungestraft bleiben. Die Befugnis, diese Haftbefehle zu vollstrecken, liegt bei den Regierungen. Die Einhaltung der Haftbefehle ist von entscheidender Bedeutung, um die seit Langem bestehende Straflosigkeit zu &uuml;berwinden, die den T&auml;tern zugutekommt, und um den schweren Verbrechen in den OPT und in Israel ein Ende zu setzen.&ldquo; [<a href=\"#foot_17\" name=\"note_17\">17<\/a>]\n<\/p><\/blockquote><p>&Auml;hnliches steht in einem Bericht von Amnesty International, der sogar in der <em>Tagesschau<\/em> Erw&auml;hnung fand. Laut Amnesty International begeht Israel &bdquo;einen V&ouml;lkermord gem&auml;&szlig; der UN-V&ouml;lkermordskonvention: So habe Israel absichtlich die Lebensgrundlagen der Menschen in Gaza zerst&ouml;rt. Der Bericht verweist dabei etwa auf die Zerst&ouml;rung lebenswichtiger Infrastruktur.&ldquo; [<a href=\"#foot_18\" name=\"note_18\">18<\/a>]<\/p><p>Derweil will die Bundesregierung einige umstrittene Punkte pr&uuml;fen, beispielsweise die Zust&auml;ndigkeit des IStGH, und dr&uuml;ckt sich um eine Entscheidung. Nach Auffassung des Berliner V&ouml;lkerstrafrechtlers Florian Je&szlig;berger &bdquo;gibt [es] f&uuml;r Deutschland gerade nichts zu pr&uuml;fen&rdquo;. &bdquo;Mal abgesehen davon, dass an der Zust&auml;ndigkeit des IStGH in diesem Fall auf Grundlage der bisherigen Rechtsprechung kein Zweifel besteht&rdquo;, verweist Je&szlig;berger auf das Gesetz zur&#8239;Zusammenarbeit mit dem Internationalen Strafgerichtshof. Dort hei&szlig;t es im Paragraphen eins: &bdquo;Personen, um deren &Uuml;berstellung der Gerichtshof in &Uuml;bereinstimmung mit dem R&ouml;mischen Statut ersucht hat und die sich im Inland aufhalten, werden zur Strafverfolgung und zur Strafvollstreckung nach Ma&szlig;gabe des R&ouml;mischen Statuts und dieses Gesetzes &uuml;berstellt.&rdquo; Dies ist eine klare Aussage, an die die Bundesregierung sich halten muss. [<a href=\"#foot_19\" name=\"note_19\">19<\/a>]<\/p><p><strong>Historische Bundespressekonferenz: Haftbefehl gegen Netanjahu und die Rolle Deutschlands<\/strong><\/p><p>Am 29. November 2024 gab es eine au&szlig;ergew&ouml;hnliche Bundespressekonferenz mit vier Experten, die Stellungnahmen zu den Haftbefehlen aufgrund des Verdachts auf Genozid abgaben. Christine Binzel, Professorin f&uuml;r Wirtschaft und Gesellschaft des Nahen Ostens, Michael Barenboim, Professor an der Barenboim-Said Akademie, Hanna Kienzler vom King&rsquo;s College in London sowie der V&ouml;lkerrechtler Wolfgang Kaleck vom European Center for Constitutional and Human Rights (ECCHR) sprachen sachlich und ohne Angst und Tabus von den V&ouml;lkerrechtsverbrechen Israels in Gaza und der Rolle Deutschlands als &bdquo;Mitt&auml;ter&ldquo;. [<a href=\"#foot_20\" name=\"note_20\">20<\/a>]<\/p><p>In ihrem Eingangsstatement betont Dr. Christine Binzel: <\/p><blockquote><p>\n&bdquo;Die Haftbefehle reihen sich damit ein in die Entscheidungen des Internationalen Gerichtshofs im Fall S&uuml;dafrika gegen Israel, vorl&auml;ufige Ma&szlig;nahmen zu erlassen, um einen plausiblen V&ouml;lkermord in Gaza zu verhindern. Die Haftbefehle reihen sich auch ein in Analysen und Berichte verschiedener Experten, &Auml;rzte, humanit&auml;rer Organisationen und Institutionen. Bereits am 18.10.2023 warnten etwa 800 Wissenschaftler und Experten f&uuml;r V&ouml;lkerrecht, Konfliktforschung und Genozidforschung vor einem Genozid. Zahlreiche UN-Ver&ouml;ffentlichungen, aber auch unz&auml;hlige Videos israelischer Soldaten dokumentieren israelische V&ouml;lkerrechtsverbrechen. (&hellip;) Deutschland ist als Vertragsstaat der UN-V&ouml;lkermordkonvention und des R&ouml;mischen Statuts rechtlich, historisch, ethisch, und politisch verpflichtet, die in diesen Vertr&auml;gen ge&auml;chteten V&ouml;lkerrechtsverbrechen weder zu begehen noch zu unterst&uuml;tzen oder zu bef&ouml;rdern. Dieser Verpflichtung kommt Deutschland seit 14 Monaten nicht nach. Deutschland schaute nicht nur zu &ndash; die Bundesregierung unterst&uuml;tzt bis heute Israel politisch, finanziell, milit&auml;risch und rechtlich. Deutschland ist zweitgr&ouml;&szlig;ter Waffenlieferant nach den USA. Recherchen zeigen, dass deutsche Waffen in Gaza zum Einsatz kommen.&ldquo;\n<\/p><\/blockquote><p>Die Bundesregierung ignorierte die genozidalen &Auml;u&szlig;erungen von israelischen Regierungsmitgliedern und anderen hochrangingen Beamten, obwohl ihnen unmittelbar Taten folgten. Sie ignorierte auch die vielen Warnungen von Experten. Anstatt die IGH-Entscheidung vom Januar dieses Jahres zu respektieren und entsprechend zu handeln, erkl&auml;rte die Bundesregierung, der gegen Israel erhobene Vorwurf des V&ouml;lkermords &ndash; von S&uuml;dafrika auf 84 Seiten dargelegt und mit zahlreichen Belegen untermauert &ndash; &bdquo;entbehrt jeder Grundlage&ldquo;. [<a href=\"#foot_21\" name=\"note_21\">21<\/a>] Binzel ruft die Bundesregierung auf, &bdquo;umgehend Ma&szlig;nahmen&ldquo; zu ergreifen, &bdquo;die die weitere Vernichtung pal&auml;stinensischen Lebens durch Israel stoppen. Dazu z&auml;hlen ein vollst&auml;ndiges Waffenembargo, Sanktionen und die &Uuml;berpr&uuml;fung aller diplomatischen, politischen und wirtschaftlichen Beziehungen zu Israel.&ldquo;<\/p><p>Die Stellungnahmen der vier Experten sind eine schallende Ohrfeige f&uuml;r die Bundesregierung und verdienen weite Verbreitung!<\/p><p><div class=\"external-2click\" data-provider=\"Youtube\" data-provider-slug=\"youtube\"><div class=\"external-placeholder\"><p><strong>Externer Inhalt<\/strong><\/p><p>Beim Laden des Videos werden Daten an Youtube &uuml;bertragen.<\/p><button type=\"button\" class=\"external-load\">Inhalt von Youtube zulassen<\/button><\/div><div class=\"external-content\"><iframe loading=\"lazy\" width=\"560\" height=\"315\" src=\"\" title=\"YouTube video player\" frameborder=\"0\" allow=\"accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share\" referrerpolicy=\"strict-origin-when-cross-origin\" allowfullscreen class=\"external-2click-target \" data-src=\"https:\/\/www.youtube-nocookie.com\/embed\/HSDD2ttojH8?si=LMT6HO8q3edphQm8\"><\/iframe><\/div><div class=\"external-optout\"><a href=\"#\" data-revoke=\"youtube\">Inhalte von Youtube nicht mehr zulassen<\/a><\/div><\/div> <\/p><p><small>Titelbild: Shutterstock \/ mehmet ali poyraz<\/small><\/p><div class=\"moreLikeThis\">\n<strong>Mehr zum Thema:<\/strong>\n<p><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=124720\">Neue UN-Analyse: 70 Prozent der Toten in Gaza sind Frauen und Kinder &ndash; Was sagt Bundesregierung?<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=125587\">Historische Bundespressekonferenz: &bdquo;Deutschland muss sich als Mitt&auml;ter an den Reparationszahlungen f&uuml;r Gaza beteiligen&ldquo;<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=116346\">Vogel-Strau&szlig;-Taktik der Bundesregierung: Von Deutschland gelieferte Kriegswaffen im Einsatz gegen zivile Ziele in Gaza<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=123473\">&bdquo;Russisches Desinformations&ouml;kosystem&ldquo; &ndash; Ausw&auml;rtiges Amt weigert sich, UN-Expertin Belege f&uuml;r Baerbocks Gaza-&Auml;u&szlig;erung zu pr&auml;sentieren<\/a>\n<\/p><\/div><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><div class=\"footnote\">\n<p>[<a href=\"#note_1\" name=\"foot_1\">&laquo;1<\/a>] <a href=\"https:\/\/mondoweiss.net\/2024\/11\/israels-mass-killing-campaign-in-gaza-is-escalating\/?ml_recipient=136890371831498318&amp;ml_link=136890363469104984&amp;utm_source=newsletter&amp;utm_medium=email&amp;utm_term=2024-11-02&amp;utm_campaign=Daily+Headlines+RSS+Automation\">mondoweiss.net\/2024\/11\/israels-mass-killing-campaign-in-gaza-is-escalating\/<\/a><\/p>\n<p>[<a href=\"#note_2\" name=\"foot_2\">&laquo;2<\/a>] Pressemeldung auf der Internetseite des <a href=\"https:\/\/www.geneve-int.ch\/de\/inter-agency-standing-committee-iasc-1\">UNO-Koordinationsausschusses<\/a> <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/ausland\/israel-gaza-krieg-bevoelkerung-nord-gazas-ist-uno-angaben-zufolge-vom-tode-bedroht-a-23e8fc7c-a4d4-4633-ba19-ee8f9c5702e8\">spiegel.de\/ausland\/israel-gaza-krieg-bevoelkerung-nord-gazas-ist-uno-angaben-zufolge-vom-tode-bedroht-a-23e8fc7c-a4d4-4633-ba19-ee8f9c5702e8<\/a><\/p>\n<p>[<a href=\"#note_3\" name=\"foot_3\">&laquo;3<\/a>] Jakob Reimann, 26. Oktober 2024, junge Welt: &bdquo;Internierungslager f&uuml;r Gaza, Israelische Regierung pr&uuml;ft Pl&auml;ne, ummauerte Areale in K&uuml;stenenklave einzurichten und US-S&ouml;ldnerfirma zur Kontrolle anzuheuern&ldquo;, <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/486535.gazakrieg-internierungslager-f%C3%BCr-gaza.html\">jungewelt.de\/artikel\/486535.gazakrieg-internierungslager-f%C3%BCr-gaza.html<\/a><\/p>\n<p>[<a href=\"#note_4\" name=\"foot_4\">&laquo;4<\/a>] <a href=\"https:\/\/thecradle.co\/articles\/israel-sets-in-motion-plan-for-gaza-concentration-camps-run-by-cia-trained-mercenaries-report\">thecradle.co\/articles\/israel-sets-in-motion-plan-for-gaza-concentration-camps-run-by-cia-trained-mercenaries-report<\/a><\/p>\n<p>[<a href=\"#note_5\" name=\"foot_5\">&laquo;5<\/a>] <a href=\"http:\/\/www.palestinemission.at\">palestinemission.at<\/a>, 29. Oktober 2024<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_6\" name=\"foot_6\">&laquo;6<\/a>] Evelyn Hecht-Galinski: <a href=\"https:\/\/www.sicht-vom-hochblauen.de\/kommentar-vom-hochblauen-schamlose-deutsche-mittaeterschaft-von-kopf-bis-fuss-auf-krieg-eingestellt-von-evelyn-hecht-galinski\/\">&bdquo;Schamlose deutsche Mitt&auml;terschaft &ndash; Von Kopf bis Fu&szlig; auf Krieg eingestellt&ldquo;<\/a><\/p>\n<p>[<a href=\"#note_7\" name=\"foot_7\">&laquo;7<\/a>] Rede von Au&szlig;enministerin Annalena Baerbock bei der Vereinbarten Debatte <a href=\"https:\/\/www.auswaertiges-amt.de\/de\/newsroom\/-\/2679468\">&bdquo;7. Oktober: Ein Jahr nach dem terroristischen &Uuml;berfall auf Israel&ldquo;<\/a> im Bundestag, 10. Oktober 2024<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_8\" name=\"foot_8\">&laquo;8<\/a>] Rayhan Uddin und Lubna Masarwa, 29. Oktober 2024 <a href=\"https:\/\/www.middleeasteye.net\/news\/academics-call-german-foreign-minister-retract-gaza-comments\">&bdquo;Akademiker fordern die deutsche Politikerin Annalena Baerbock auf, ihre Kommentare zu Gaza zur&uuml;ckzunehmen&ldquo;<\/a>, in <a href=\"https:\/\/www.sicht-vom-hochblauen.de\/\">sicht-vom-hochblauen.de\/<\/a><\/p>\n<p>[<a href=\"#note_9\" name=\"foot_9\">&laquo;9<\/a>] <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=123861\">&bdquo;Transport von RDX-Sprengstoff nach Israel durch deutsches Schiff sorgt international f&uuml;r Emp&ouml;rung&ldquo;<\/a>, Bundespressekonferenz 23. Oktober 2024<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_10\" name=\"foot_10\">&laquo;10<\/a>] junge Welt vom 10. Oktober 2024, Jakob Reimann: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/485458.nahostkonflikt-ein-jahr-kriegsverbrechen.html\">&bdquo;Ein Jahr Kriegsverbrechen&ldquo;<\/a><\/p>\n<p>[<a href=\"#note_11\" name=\"foot_11\">&laquo;11<\/a>] <a href=\"http:\/\/www.palestinemission.at\">palestinemission.at<\/a>, 26. November 2024<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_12\" name=\"foot_12\">&laquo;12<\/a>] Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 28. November 2024, Matthias Wyssuwa, Marlene Grunert: &bdquo;Die deutsche Au&szlig;enpolitik ringt um den richtigen Umgang&ldquo;<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_13\" name=\"foot_13\">&laquo;13<\/a>] ebenda<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_14\" name=\"foot_14\">&laquo;14<\/a>] ebenda<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_15\" name=\"foot_15\">&laquo;15<\/a>] <a href=\"http:\/\/www.palestinemission.at\">palestinemission.at<\/a>, 26. November 2024<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_16\" name=\"foot_16\">&laquo;16<\/a>] <a href=\"https:\/\/www.sicht-vom-hochblauen.de\/un-berichterstatter-fordern-vollstaendige-einhaltung-der-haftbefehle-gegen-netanjahu-und-gallant\/\">sicht-vom-hochblauen.de\/un-berichterstatter-fordern-vollstaendige-einhaltung-der-haftbefehle-gegen-netanjahu-und-gallant\/<\/a> 27. November 2024, <a href=\"https:\/\/www.middleeastmonitor.com\/20241127-un-rapporteurs-call-for-full-compliance-with-netanyahu-gallant-arrest-warrants\/\">middleeastmonitor.com\/20241127-un-rapporteurs-call-for-full-compliance-with-netanyahu-gallant-arrest-warrants\/<\/a><\/p>\n<p>[<a href=\"#note_17\" name=\"foot_17\">&laquo;17<\/a>] ebenda<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_18\" name=\"foot_18\">&laquo;18<\/a>] <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/asien\/israel-voelkermord-amnesty-international-100.html\">tagesschau.de\/ausland\/asien\/israel-voelkermord-amnesty-international-100.html<\/a> 28. November 2024, <a href=\"https:\/\/www.amnesty.de\/sites\/default\/files\/2024-12\/Amnesty-Bericht-Gaza-Genozid-Voelkermord-Palaestinenser-innen-Israel-Dezember-2024.pdf\">amnesty.de\/sites\/default\/files\/2024-12\/Amnesty-Bericht-Gaza-Genozid-Voelkermord-Palaestinenser-innen-Israel-Dezember-2024.pdf<\/a><\/p>\n<p>[<a href=\"#note_19\" name=\"foot_19\">&laquo;19<\/a>] Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 28. November 2024, Matthias Wyssuwa, Marlene Grunert: &bdquo;Die deutsche Au&szlig;enpolitik ringt um den richtigen Umgang&ldquo;<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_20\" name=\"foot_20\">&laquo;20<\/a>] <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=125587\">Historische Bundespressekonferenz: &bdquo;Deutschland muss sich als Mitt&auml;ter an den Reparationszahlungen f&uuml;r Gaza beteiligen&ldquo;<\/a>, Florian Warweg, 2. Dezember 2024, NachDenkSeiten<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_21\" name=\"foot_21\">&laquo;21<\/a>] Bundespressekonferenz vom 29. November 2024: &bdquo;Die Haftbefehle des IStGH und Deutschlands Rolle&ldquo;, Eingangsstatement von Prof. Dr. Christine Binzel, Professorin f&uuml;r VWL: Wirtschaft und Gesellschaft des Nahen Ostens, Friedrich-Alexander-Universit&auml;t Erlangen-N&uuml;rnberg\n<\/p><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Anzahl der Toten steigt, Hunger nimmt zu, sauberes Trinkwasser und Medikamente fehlen, &Auml;rzte werden ermordet. Auch wenn die Medien sich jetzt auf die Situation in Syrien fokussieren &ndash; Netanjahu wird das freuen &ndash;, m&uuml;ssen der V&ouml;lkermord in Gaza sowie die Forderung nach Vollstreckung der Haftbefehle gegen Netanjahu und den ehemaligen Verteidigungsminister Gallant immer wieder<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=126055\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":126056,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[169,188,171],"tags":[1041,2665,302,1917,1440,1557,930,1926,2448,2374,3438,639,1703,2377,2360],"class_list":["post-126055","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-aussen-und-sicherheitspolitik","category-bundesregierung","category-militaereinsaetzekriege","tag-amnesty-international","tag-baerbock-annalena","tag-gaza","tag-genozid","tag-internationaler-strafgerichtshof","tag-israel","tag-justiz","tag-netanjahu-benjamin","tag-schifffahrt","tag-staatsraeson","tag-un-charta","tag-uno","tag-voelkerrecht","tag-waffenlieferungen","tag-zivile-opfer"],"jetpack_featured_media_url":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/shutterstock_2091212812.jpg","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/126055","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=126055"}],"version-history":[{"count":7,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/126055\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":126071,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/126055\/revisions\/126071"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/126056"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=126055"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=126055"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=126055"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}