{"id":126068,"date":"2024-12-11T14:00:27","date_gmt":"2024-12-11T13:00:27","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=126068"},"modified":"2024-12-11T15:15:50","modified_gmt":"2024-12-11T14:15:50","slug":"leserbriefe-zu-wir-dulden-keinen-rassismus-und-sind-dabei-selbst-rassistisch","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=126068","title":{"rendered":"Leserbriefe zu \u201eWir dulden keinen Rassismus \u2026 und sind dabei selbst rassistisch\u201c"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=125680\">In diesem Debattenbeitrag<\/a> fragt Jens Berger, woran es liege, dass uns die toten Kongolesen oder auch die toten Pal&auml;stinenser so viel weniger interessieren als die toten Ukrainer. Die Opfer in Gaza w&uuml;rden es &ndash; zynisch formuliert &ndash; &bdquo;immerhin&ldquo; in die in Deutschland gef&uuml;hrten Diskussionen schaffen. Die Opfer afrikanischer Kriege w&uuml;rden es noch nicht einmal in unsere Nachrichten schaffen und seien &bdquo;uns ohnehin vollkommen egal&ldquo;. &bdquo;Gute Opfer, schlechte Opfer&ldquo; sei jedoch &bdquo;Rassismus in Reinkultur und er ist auch und vor allem in den Kreisen gang und g&auml;be, die sich selbst ansonsten als aufrechte Antirassisten feiern&ldquo;. Wir bedanken uns f&uuml;r die hierzu erhaltenen und interessanten Zuschriften. Es folgt nun eine Auswahl der Leserbriefe. Zusammengestellt von <strong>Christian Reimann<\/strong>.<br>\n<!--more--><\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>1. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Guten Tag Herr Berger, .<\/p><p>ein ausgezeichneter Artikel. Aber auch ein unangenehmer, weil ich mich dabei selber ertappt f&uuml;hle.<br>\nStefan Berg <\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>2. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Toller Beitrag! Bringt alles auf den Punkt! Die naechsten Wahlen stehen an, und nichts aendert sich, immer wieder werden die Altparteien gewaehlt, die den traegen Ozeandampfer schlingernd durch die Weltgeschichte fuehren&hellip;<\/p><p>Karin Tancke<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>3. Leserbrief<\/strong><\/p><p>lieber Jens Berger,<\/p><p>sie sprechen mir mit ihrem beitrag buchst&auml;blich aus der seele. zeitweise ist die ignoranz und empathielosigkeit bei &bdquo;uns im westen&ldquo; gegen&uuml;ber den wehrlosen, geschundenen menschen in fernen l&auml;ndern kaum noch auszuhalten.<\/p><p>die kognitive dissonanz macht sich vor allem dann bemerkbar, wenn es darum geht, abzustreiten, dass unser &bdquo;ach so hart und selbst erarbeiteter wohlstand&ldquo;, in erster linie mit dem blut der ausgebeuteten bezahlt wurde &ndash; und nach wie vor wird.<\/p><p>erst wenn sich Daniele Gansers konzept der menschheitsfamilie, demzufolge alle 8 milliarden menschen den selben wert haben, durchsetzt, haben wir eine echte chance auf weltweiten frieden und kooperation. und dann erledigt sich auch das problem der migration.<\/p><p>leider werden wir das nicht mehr erleben.<\/p><p>mit bestem gru&szlig;<\/p><p>Martin Sutor<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>4. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr Berger,<\/p><p>ich lebe seit meinem 6. Lebensjahr in Deutschland und hatte ausreichend Zeit die deutsche &bdquo;Geschichtsaufarbeitung&ldquo;, &bdquo;Gedenkkultur&ldquo; und den &ldquo;Kampf gegen Rassismus&ldquo; mitzuerleben. <\/p><p>Ich begriff recht schnell, dass insbesondere der &bdquo;Kampf gegen Rassismus&ldquo; im Grunde kein wirklicher Kampf war. Alles wirkte wie eine Notwendigkeit, auf die keiner &ldquo;Bock&rdquo; hat und doch hinter sich gebracht werden muss. Hauptsache man hat 1-mal im Monat etwas gegen Nazis oder Rechte gesagt. Alle anderen rassistischen Tendenzen sind bedeutungslos. Ein Beispiel: Bis heute bin ich aufgrund meiner Herkunft Alltags-Rassismus ausgesetzt. Dabei keine ich keinen einzigen Nazi, Rechtspopulisten oder dergleichen. Seltsam, oder?<\/p><p>Mit den ganzen Zeitenwenden wird der latent vorhandene Rassismus wieder&nbsp;salonf&auml;hig und er kommt nicht von rechts. Aus politischen Gespr&auml;chen mit Mitmenschen, die sich selbst links oder mittig einordnen, wurde mit deutlich, wie rassistisch sie im Grunde denken. Das Traurige ist, dass sie sich dabei aufgrund ihrer &bdquo;Wertvorstellung&ldquo; anderen &ldquo;&uuml;berlegen&rdquo; f&uuml;hlen und nicht erkennen, wie nah ihre Denkweise an der Rassenlehre der Nazis ist, die ebenfalls von der &Uuml;berlegenheit ihrer Wertvorstellung tr&auml;umten. <\/p><p>Besch&auml;mend.<\/p><p>Eugen Baitinger<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>5. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Lieber Jens Berger,<\/p><p>danke f&uuml;r diesen l&auml;ngst &uuml;berf&auml;lligen Artikel: &ldquo;Wir dulden keinen Rassismus &hellip;&rdquo;! Er spricht mir so aus der Seele. Seit Kriegsbeginn in Gaza bin ich entsetzt, mit welcher Kaltschn&auml;uzigkeit man &uuml;ber das Leiden und Sterben der Pal&auml;stinenser hinwegsieht und gleichzeitig um jeden angep&ouml;belten Juden in Deutschland einen Riesen-Bohei macht. Letzteres ist sicher nicht sch&ouml;n, keiner verdient es beleidigt, angerempelt oder sonstwie eingesch&uuml;chtert zu werden. Da&szlig; aber Pal&auml;stinenser, Libanesen und die wenigen anderen, die sich mit ihnen solidarisieren, kaum M&ouml;glichkeiten haben ihre Verzweiflung zum Ausdruck zu bringen, juckt niemanden. Demonstrationen werden mit Auflagen belegt, was man sagen darf und was nicht, dar&uuml;ber wird jeder Teilnehmer erst mal belehrt &ndash; ich h&auml;tte mir niemals vorstellen k&ouml;nnen, da&szlig; angesichts der Verbrechen in Gaza ein solch allgemeines Schweigen herrscht, trotz der Bilder von Zerst&ouml;rung und Leid, die jeder sehen kann. Und Du beschreibst es vollkommen zu Recht als Rassismus. Als solchen bezeichne ich ihn auch in Diskussionen soweit sie &uuml;berhaupt noch m&ouml;glich sind.<\/p><p>Danke f&uuml;r Eure hervorragende Arbeit und es ist immer wieder tr&ouml;stlich, da&szlig; man nicht ganz allein mit seiner Sicht der Dinge ist.<\/p><p>Herzliche Gr&uuml;&szlig;e auch an Deine Redaktionskollegen<\/p><p>Helga M.<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>6. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr Berger, sehr geehrtes Team der Nachdenkseiten.<\/p><p>Ich m&ouml;chte Ihnen und dem ganzen Team, ganz besonders Herrn Albrecht M&uuml;ller, mehr als herzlich f&uuml;r Ihre stete und m&uuml;hsame journalistische Arbeit danken.<\/p><p>Den Nachhall unserer &ldquo;gro&szlig;artigen Kriegst&uuml;chtigkeit&rdquo; konnte ich als 1959 Geborener noch deutlich sp&uuml;ren und die Auswirkungen auch sehen. Meine Eltern waren als Fl&uuml;chtlinge beziehungsweise Vertriebene aus Ostpreussen und Oberschlesien in der entstehenden Deutschen Demokratischen Republik angekommen und in den mittleren 50er Jahren &ndash; ja auch aus politischen Gr&uuml;nden &ndash; weiter in die Bundesrepublik Deutschland gefl&uuml;chtet.<\/p><p>Meine Gro&szlig;v&auml;ter konnte ich nie kennenlernen &ndash; manche Tante oder Onkel ebenso.<\/p><p>Nun, es ist hier nicht alles in K&uuml;rze zu beschreiben. Menschen mit &auml;hnlichen Lebenswegen wissen bestimmt was ich zum Ausdruck bringen m&ouml;chte.<\/p><p>Es ist mir unvorstellbar, da&szlig; heute Buchautoren, die andere Menschen als &rdquo; Tiere bezeichnen &rdquo; Friedenspreise empfangen und h&ouml;chste Politiker oder Verteidigungsminister ihnen gleichtun.<\/p><p>NIE&nbsp;&nbsp; WIEDER&nbsp;&nbsp; KRIEG<\/p><p>sollte doch f&uuml;r mehr als drei Generationen bestehen k&ouml;nnen.<\/p><p>Diese sogenannte&nbsp; &rdquo; ZEITENWENDE &rdquo; besch&auml;digt mehr als nur die W&uuml;rde des Menschen.<\/p><p>Sollte ich einen Appell an die jungen Menschen richten &ndash; oder sollte ich es lassen ??<\/p><p>mit sch&ouml;nen Gr&uuml;&szlig;en zur Adventszeit <\/p><p>Hans-Georg Musiol <\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>Anmerkung zur Korrespondenz mit den NachDenkSeiten<\/strong><\/p><p>Die NachDenkSeiten freuen sich &uuml;ber Ihre Zuschriften, am besten in einer angemessenen L&auml;nge und mit einem eindeutigen Betreff.<\/p><p>Es gibt die folgenden E-Mail-Adressen:<\/p><ul>\n<li><a href=\"mailto:leserbriefe@nachdenkseiten.de\">leserbriefe(at)nachdenkseiten.de<\/a> f&uuml;r Kommentare zum Inhalt von Beitr&auml;gen.<\/li>\n<li><a href=\"mailto:hinweise@nachdenkseiten.de\">hinweise(at)nachdenkseiten.de<\/a> wenn Sie Links zu Beitr&auml;gen in anderen Medien haben.<\/li>\n<li><a href=\"mailto:videohinweise@nachdenkseiten.de\">videohinweise(at)nachdenkseiten.de<\/a> f&uuml;r die Verlinkung von interessanten Videos.<\/li>\n<li><a href=\"mailto:redaktion@nachdenkseiten.de\">redaktion(at)nachdenkseiten.de<\/a> f&uuml;r Organisatorisches und Fragen an die Redaktion.<\/li>\n<\/ul><p>Weitere Details zu diesem Thema finden Sie in unserer &bdquo;<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?page_id=47939\">Gebrauchsanleitung<\/a>&ldquo;.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=125680\">In diesem Debattenbeitrag<\/a> fragt Jens Berger, woran es liege, dass uns die toten Kongolesen oder auch die toten Pal&auml;stinenser so viel weniger interessieren als die toten Ukrainer. Die Opfer in Gaza w&uuml;rden es &ndash; zynisch formuliert &ndash; &bdquo;immerhin&ldquo; in die in Deutschland gef&uuml;hrten Diskussionen schaffen. Die Opfer afrikanischer Kriege w&uuml;rden es noch nicht einmal<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=126068\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[103],"tags":[],"class_list":["post-126068","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-leserbriefe"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/126068","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=126068"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/126068\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":126081,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/126068\/revisions\/126081"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=126068"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=126068"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=126068"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}