{"id":126192,"date":"2024-12-14T14:00:31","date_gmt":"2024-12-14T13:00:31","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=126192"},"modified":"2024-12-14T17:09:37","modified_gmt":"2024-12-14T16:09:37","slug":"nukleares-armageddon-die-unmittelbaren-und-laengerfristigen-auswirkungen-eines-moeglichen-atomkriegs","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=126192","title":{"rendered":"Nukleares Armageddon: Die unmittelbaren und l\u00e4ngerfristigen Auswirkungen eines m\u00f6glichen Atomkriegs"},"content":{"rendered":"<p>Zu einem nuklearen Schlagabtausch, zum Beispiel durch eine weitere Eskalation im Ukraine-Krieg, aus dem sich ein nukleares Inferno entwickeln kann, darf es nicht kommen. Wie viele Menschen an den Folgen eines Atomkriegs sterben w&uuml;rden, haben Wissenschaftler in verschiedenen Szenarien akribisch untersucht. Von <strong>Klaus-Dieter Kolenda<\/strong>.<br>\n<!--more--><br>\nK&uuml;rzlich wurde mein Artikel &uuml;ber den Ukraine-Krieg und die Gefahr einer nuklearen Katastrophe[<a href=\"#foot_1\" name=\"note_1\">1<\/a>] in den NachDenkSeiten ver&ouml;ffentlicht. Der folgende Text schlie&szlig;t sich unmittelbar daran an. Er beschreibt im Detail, was passieren kann, wenn der Ukraine-Krieg weiter bis zum Einsatz von Atomwaffen eskaliert. <\/p><p>Am 5. Dezember 2024 ver&ouml;ffentlichte der prominente US-Journalist Tucker Carlson sein aktuelles Interview mit dem russischen Au&szlig;enminister Sergei Lawrow[<a href=\"#foot_2\" name=\"note_2\">2<\/a>] unter der &Uuml;berschrift &bdquo;This is the closest we&rsquo;ve ever been to global nuclear war&ldquo; (zu Deutsch: Wir sind so nah wie nie an einem globalen Atomkrieg).<\/p><p>Deshalb m&ouml;chte ich den Lesern der NachDenkSeiten den Beitrag des Bulletin of the Atomic Scientists mit dem Titel &bdquo;Nowhere to hide: How a nuclear war would kill you &mdash; and almost everyone else&ldquo; (zu Deutsch: Nirgendwo ein Ort zum Verstecken &ndash; Wie ein Atomkrieg Sie und fast alle anderen ebenfalls t&ouml;ten w&uuml;rde) pr&auml;sentieren, den ich mit einigen unbedeutenden K&uuml;rzungen ins Deutsche &uuml;bertragen habe [<a href=\"#foot_3\" name=\"note_3\">3<\/a>]. Am Schluss sind einige Hinweise und ein kurzer Kommentar angef&uuml;gt.<\/p><p>Autor dieses wertvollen Artikels ist <strong>Francois Diaz-Maurin<\/strong>, Wissenschaftler und Mitherausgeber des Bulletins dieser Institution, die am 24. Januar 2023 erstmals die Doomsday Clock (Weltuntergangsuhr) auf 90 Sekunden vor Mitternacht vorgestellt hat. Der Zeiger dieser Uhr steht jetzt so nahe wie noch nie vor einer globalen Katastrophe.<\/p><p><strong>Beginn der &Uuml;bersetzung des Artikels von Francois Diaz-Maurin<\/strong><\/p><blockquote><p>\nHingewiesen wird am Beginn auch auf eine eindrucksvolle Multi-Media-Schau des Artikels[<a href=\"#foot_4\" name=\"note_4\">4<\/a>]. Entwickelt und gestaltet von Thomas Gaulkin vom Bulletin of the Atomic Scientists.<\/p>\n<p>Im Sommer 2022 ver&ouml;ffentlichte die Abteilung f&uuml;r Notfallmanagement von New York City eine Ank&uuml;ndigung des nuklearen Katastrophenschutzes, in der die New Yorker B&uuml;rger dar&uuml;ber informiert wurden, was bei einem Atomangriff zu tun sei.<\/p>\n<p>Das 90-Sekunden-Video beginnt mit einer Frau, die in l&auml;ssiger Haltung die katastrophale Nachricht verk&uuml;ndet: &bdquo;Es gab einen Atombombenangriff. Fragen Sie mich nicht wie oder warum, wir wissen nur, dass uns eine gro&szlig;e Bombe getroffen hat.&rdquo; <\/p>\n<p>Dann ber&auml;t das Nachrichten-Video die New Yorker, was in diesem Falle zu tun sei: &bdquo;Gehen Sie in Ihre H&auml;user und Wohnungen, bleiben Sie drinnen und informieren Sie sich weiter &uuml;ber die Medien und die aktuellen Mitteilungen der Regierung.&rdquo;<\/p>\n<p>Aber diese Anweisungen f&uuml;r den nuklearen Katastrophenschutz d&uuml;rften wohl besser umzusetzen sein, wenn man sich nicht im Explosionsradius einer nuklearen Bombe befindet. In diesem Fall k&ouml;nnen Sie nicht nach Hause gehen und die T&uuml;ren schlie&szlig;en, weil Ihr Haus zerst&ouml;rt worden ist.<\/p>\n<p>Stellen Sie sich nun vor, es g&auml;be Hunderte solcher gro&szlig;en Explosionen. Das ist es, was selbst bei einem &ldquo;kleinen&rdquo; Atomkrieg geschehen w&uuml;rde. Wenn Sie das Gl&uuml;ck haben, sich nicht im Explosionsradius einer dieser Bomben zu befinden, kann eine Atombombenexplosion zwar nicht an diesem Tag, aber bald danach Ihr ganzes vorheriges Leben zerst&ouml;ren.<\/p>\n<p><strong>Auswirkungen einer einzelnen nuklearen Explosion<\/strong><\/p>\n<p>Jede nukleare Explosion erzeugt Strahlung, Hitze und Explosionseffekte, die zu vielen sofortigen Todesopfern f&uuml;hren werden.<\/p>\n<p><strong>Strahlung<\/strong><\/p>\n<p>Direkte Strahlung ist die unmittelbarste Auswirkung der Detonation einer Atomwaffe. Diese wird durch die Kernreaktionen in der Bombe erzeugt und besteht haupts&auml;chlich aus Gamma- und Neutronenstrahlen.<\/p>\n<p>Diese Strahlung dauert weniger als eine Sekunde, aber die t&ouml;dliche Wirkung kann sich &uuml;ber eine Meile in alle Richtungen vom Detonationspunkt einer modernen Atomwaffe erstrecken, die die Sprengkraft von mehreren Hundert Kilotonnen TNT hat.<\/p>\n<p>Mikrosekunden nach der Explosion einer Atombombe heizt die in Form von R&ouml;ntgenstrahlen freigesetzte Energie die Umgebung auf und bildet einen Feuerball aus &uuml;berhitzter Luft. Im Inneren des Feuerballs sind Temperatur und Druck so extrem erh&ouml;ht, dass alle Materie in ein hei&szlig;es Plasma aus nackten Kernen und subatomaren Teilchen umgewandelt wird, wie es im Multi-Millionen-Grad-hei&szlig;en Kern der Sonne der Fall ist.<\/p>\n<p>Der Feuerball nach der Luftexplosion einer 300-Kilotonnen-Atombombe &ndash; wie die eines thermonuklearen W87-Sprengkopfes, die bei den Minuteman-III-Raketen eingesetzt werden und derzeit zum US-Atomarsenal geh&ouml;ren &ndash; kann auf mehr als 600 Meter im Durchmesser wachsen und bleibt f&uuml;r mehrere Sekunden blendend hell leuchtend, bevor seine Oberfl&auml;che abk&uuml;hlt.<\/p>\n<p>Das Licht, das von der Hitze des Feuerballs abgestrahlt wird und das mehr als ein Drittel der explosiven Energie der thermonuklearen Waffe ausmacht, ist so intensiv, dass es Feuer entz&uuml;ndet und schwere Verbrennungen in gro&szlig;er Entfernung verursacht. Der thermische Blitz aus einer 300-Kilotonnen-Kernenergie kann Verbrennungen ersten Grades bis zu einer Entfernung von 13 Kilometern vom Ground Zero verursachen.<\/p>\n<p><strong>Druckwelle<\/strong><\/p>\n<p>Die Druckwelle, die etwa die H&auml;lfte der explosiven Energie der Bombe ausmacht, bewegt sich zun&auml;chst schneller als die Schallgeschwindigkeit, verlangsamt sich jedoch schnell, wenn sie Energie verliert, w&auml;hrend sie sich in der Atmosph&auml;re fortbewegt.<\/p>\n<p>Da die Strahlung die Atmosph&auml;re um den Feuerball herum &uuml;berhitzt, dehnt sich die Luft in der Umgebung stark aus und wird schnell nach au&szlig;en gedr&uuml;ckt, wodurch eine Schockwelle entsteht, die alles auf ihrem Weg in der Umgebung mit gro&szlig;er Zerst&ouml;rungskraft vernichtet.<\/p>\n<p>Die Zerst&ouml;rungskraft der Druckwelle h&auml;ngt von der Sprengkraft der Waffe und der Explosionsh&ouml;he ab. Eine 300-Kilotonnen-Explosion w&uuml;rde eine Druckwelle in einer Gr&ouml;&szlig;enordnung von f&uuml;nf Pfund pro Quadratzoll (oder 0,3 Atmosph&auml;ren) bis zu 4,7 Kilometer vom Ort der Explosion entfernt erzeugen. <\/p>\n<p>Dies ist gen&uuml;gend Druck, um die meisten H&auml;user und Wolkenkratzer in diesem Umkreis zu zerst&ouml;ren und in weniger als zehn Sekunden nach der Explosion eine gro&szlig;e Anzahl von Todesopfern zu verursachen.<\/p>\n<p><strong>Radioaktiver Niederschlag<\/strong><\/p>\n<p>Kurze Zeit, nachdem die nukleare Detonation den gr&ouml;&szlig;ten Teil ihrer Energie in Form von direkter Strahlung, Hitze- und der Druckwelle freigesetzt hat, beginnt der Feuerball abzuk&uuml;hlen und in die H&ouml;he aufzusteigen und wird zum Kopf der bekannten atomaren Pilzwolke.<\/p>\n<p>Darin befindet sich ein hochgradig radioaktives Gebr&auml;u aus gespaltenen Atomen, die schlie&szlig;lich aus der Wolke fallen, wenn diese dem Wind ausgesetzt ist. So entsteht der radioaktive Niederschlag (Fallout), eine Form von verz&ouml;gert auftretender Radioaktivit&auml;t, die die &Uuml;berlebenden der Explosion t&ouml;dlichen Dosen ionisierender Strahlung aussetzen kann.<\/p>\n<p>Was die Explosion betrifft, so h&auml;ngt die Schwere der Fallout-Kontamination von der Spaltausbeute der Bombe und der H&ouml;he der Explosion ab. F&uuml;r Atomwaffen mit Hunderten von Kilotonnen Sprengkraft kann das Gebiet der unmittelbaren Gefahr Tausende von Quadratkilometern in Windrichtung der Detonationsstelle umfassen.<\/p>\n<p>Die Strahlungswerte werden zun&auml;chst von Isotopen mit kurzen Halbwertszeiten dominiert, die am energiereichsten und damit f&uuml;r biologische Systeme am gef&auml;hrlichsten sind. Die akut t&ouml;dlichen Auswirkungen des Fallouts werden Tage bis Wochen anhalten, weshalb die Beh&ouml;rden empfehlen, mindestens 48 Stunden drinnen zu bleiben, damit die Strahlungswerte sinken k&ouml;nnen.<\/p>\n<p>Da die Auswirkungen des Fallouts relativ verz&ouml;gert auftreten, ist es schwierig, die Zahl der dadurch bedingten Opfer abzusch&auml;tzen. Die Zahl der Toten und Verletzten wird sehr stark davon abh&auml;ngen, welche Ma&szlig;nahmen die Menschen nach einer Explosion ergreifen. Aber in der N&auml;he einer Explosion werden Geb&auml;ude vollst&auml;ndig eingest&uuml;rzt sein, und &Uuml;berlebende werden nicht in der Lage sein, sich zu sch&uuml;tzen.<\/p>\n<p>Andere &Uuml;berlebende, die sich weniger als 460 Meter (1.500 Fu&szlig;) von einer 300-Kilotonnen-Atomexplosion befinden, erhalten eine ionisierende Strahlungsdosis von 500 R&ouml;ntgen&auml;quivalent (Rem). &bdquo;Es wird allgemein angenommen, dass Menschen, die etwa 500 Rem Strahlung auf einmal ausgesetzt sind, wahrscheinlich ohne medizinische Behandlung sterben werden&rdquo;, sagt die US-Atomaufsichtsbeh&ouml;rde.<\/p>\n<p>Aber in einer Entfernung so nahe am Ground Zero w&uuml;rde eine 300-Kilotonnen-Atombombenexplosion mit ziemlicher Sicherheit jeden Menschen verbrennen oder durch die Druckwelle t&ouml;ten. Je h&ouml;her die Sprengkraft der Atomwaffe ist, desto kleiner sind die Effekte in der akuten Strahlungszone im Verh&auml;ltnis zu ihren anderen unmittelbaren Auswirkungen.<\/p>\n<p>So w&uuml;rde die Detonation eines modernen 300-Kilotonnen-Atomsprengkopfes- das hei&szlig;t, eines Sprengkopfes, der fast zehnmal so stark ist wie die beiden Atombomben zusammen, die in Hiroshima und Nagasaki zur Detonation gebracht wurden- in einer Stadt wie New York in den ersten 24 Stunden nach der Explosion zu &uuml;ber einer Million Toten und etwa doppelt so vielen Menschen mit schweren Verletzungen f&uuml;hren. In einem Umkreis von mehreren Kilometern um den Explosionsort w&uuml;rde es fast keine &Uuml;berlebenden geben.<\/p>\n<p><em><strong>1 Million Todesopfer nach 24 Stunden durch eine nukleare Explosion<\/strong><\/em><\/p>\n<p><strong>Unmittelbare Auswirkungen eines Atomkrieges<\/strong><\/p>\n<p>In einem Atomkrieg w&uuml;rden Hunderte bis Tausende von Detonationen innerhalb von Minuten nacheinander erfolgen.<\/p>\n<p>Ein regionaler Atomkrieg zwischen Indien und Pakistan, an dem etwa 100 15-Kilotonnen-Atomwaffen explodieren, die in st&auml;dtischen Gebieten abgefeuert werden, w&uuml;rde zu 27 Millionen direkten Todesopfern f&uuml;hren.<\/p>\n<p><em><strong>27 Millionen Todesopfer durch einen regionalen Atomkrieg<\/strong><\/em><\/p>\n<p>Ein weltweiter totaler Atomkrieg zwischen den USA und Russland mit &uuml;ber viertausend gez&uuml;ndeten 100-Kilotonnen-Atomsprengk&ouml;pfen w&uuml;rde mindestens zu 360 Millionen sofortigen Todesopfern f&uuml;hren. Das sind etwa 30 Millionen Menschen mehr als die gesamte US-Bev&ouml;lkerung.<\/p>\n<p><em><strong>360 Millionen Todesopfer durch einen globalen Atomkrieg<\/strong><\/em><\/p>\n<p>Diese Sch&auml;tzung basiert auf einem Szenario eines umfassenden Atomkrieges zwischen Russland und den Vereinigten Staaten mit 4.400 100-Kilotonnen-Waffen unter Ber&uuml;cksichtigung der Grenzen des Vertrags &uuml;ber die Reduzierung strategischer Offensivwaffen (Sort) von 2002, nach dem jedes Land bis zu 2.200 strategische Sprengk&ouml;pfe einsetzen kann.<\/p>\n<p>Der neue Start-Vertrag von 2010 begrenzt die von den USA und Russland stationierten Langstrecken-Atomwaffen weiter auf 1.550 Sprengk&ouml;pfe. Aber da die durchschnittliche Sprengkraft der heutigen strategischen Waffen der Atomstreitkr&auml;fte Russlands und der Vereinigten Staaten bei weit &uuml;ber 100 Kilotonnen liegt, w&uuml;rde ein vollst&auml;ndiger nuklearer Schlagabtausch zwischen den zwei L&auml;ndern mit rund 3.000 Waffen wahrscheinlich zu &auml;hnlichen direkten Opferzahlen, wie oben erw&auml;hnt, und auch vergleichbaren Ru&szlig;emissionen f&uuml;hren.<\/p>\n<p>In einem umfassenden Atomkrieg zwischen Russland und den Vereinigten Staaten w&uuml;rden sich die beiden L&auml;nder jedoch nicht darauf beschr&auml;nken, Atomraketen auf das Land des jeweiligen Gegners abzufeuern, sondern einige ihrer Waffen w&uuml;rden auch auf andere L&auml;nder zielen und sie treffen, darunter solche, die selbst Atomwaffen besitzen. Diese L&auml;nder k&ouml;nnten ebenfalls einige oder alle ihre Atomwaffen zur Vergeltung abfeuern.<\/p>\n<p>So verf&uuml;gen Gro&szlig;britannien, China, Frankreich, Israel, Indien, Pakistan und Nordkorea derzeit zusammen &uuml;ber sch&auml;tzungsweise mehr als 1.200 Atomsprengk&ouml;pfe.<\/p>\n<p>So schrecklich diese Statistiken auch sind, die Millionen Menschen, die in den ersten Tagen eines nuklearen Konfliktes get&ouml;tet oder schwer verletzt werden w&uuml;rden, w&auml;ren nur der Beginn einer Katastrophe, die schlie&szlig;lich die ganze Welt erfassen w&uuml;rde.<\/p>\n<p>Globale Klimaver&auml;nderungen, weit verbreitete radioaktive Verseuchung und gesellschaftlicher Zusammenbruch k&ouml;nnten praktisch &uuml;berall zur Realit&auml;t werden, der die &Uuml;berlebenden eines Atomkriegs viele Jahrzehnte lang ausgesetzt w&auml;ren.<\/p>\n<p>In den folgenden zwei Jahren nach einem gr&ouml;&szlig;eren oder kleineren regionalen Atomkrieg k&ouml;nnten allein durch eine dann auftretende Hungersnot mehr als zehnmal so viele Todesopfer zustande kommen wie durch die Hunderte von Atombombenexplosionen, die mit dem Krieg selbst verbunden sind.<\/p>\n<p><strong>Die l&auml;ngerfristigen Folgen eines Atomkriegs<\/strong><\/p>\n<p>In den letzten Jahren erhielt in einigen milit&auml;rischen und politischen Kreisen der USA die Auffassung zunehmende Unterst&uuml;tzung, dass ein begrenzter Atomkrieg gef&uuml;hrt und gewonnen werden k&ouml;nne. Viele Experten glauben dagegen, dass ein begrenzter Atomkrieg wahrscheinlich nicht begrenzt bleiben wird. Was mit einem taktischen Atomschlag oder einem nuklearen Schlagabtausch zwischen zwei L&auml;ndern beginnt, k&ouml;nnte zu einem umfassenden Atomkrieg eskalieren, der mit der sofortigen und v&ouml;lligen Zerst&ouml;rung beider L&auml;nder endet.<\/p>\n<p>Und die Katastrophe werde sich auch nicht auf diese beiden kriegf&uuml;hrenden Parteien und ihre Verb&uuml;ndeten beschr&auml;nken lassen (Anmerkung von KDK: Zu diesem Thema verweise ich auf die eindringlichen Warnungen des f&uuml;hrenden US-Atomwaffenexperten Ted Postol, die ich hier[<a href=\"#foot_1\" name=\"note_1\">1<\/a>] ausf&uuml;hrlich zitiert habe.<\/p>\n<p>Die langfristigen regionalen und globalen Auswirkungen nuklearer Explosionen wurden in der &ouml;ffentlichen Diskussion bisher von den schrecklichen und offensichtlichen, lokalen Folgen nuklearer Explosionen &uuml;berschattet.<\/p>\n<p>Milit&auml;rplaner haben sich auch auf die kurzfristigen Auswirkungen nuklearer Explosionen konzentriert, weil sie die Aufgabe haben, die F&auml;higkeiten der Atomstreitkr&auml;fte auf zivile und milit&auml;rische Ziele abzusch&auml;tzen. Explosion, lokaler Strahlungsfallout und elektromagnetische Impulse (eine intensive Salve von Radiowellen, die elektronische Ger&auml;te besch&auml;digen k&ouml;nnen) sind dabei aus milit&auml;rischer Sicht erw&uuml;nschte Ergebnisse des Einsatzes von Atomwaffen.<\/p>\n<p>Aber weit verbreitete Br&auml;nde und andere globale klimatische Ver&auml;nderungen, die aus einer Vielzahl von nuklearen Explosionen resultieren, werden m&ouml;glicherweise in Kriegspl&auml;nen und Nukleardoktrinen nicht ausreichend ber&uuml;cksichtigt.<\/p>\n<p>Diese Kollateraleffekte sind schwer vorherzusagen und ihre Bewertung erfordert wissenschaftliche Kenntnisse, die die meisten Milit&auml;rplaner nicht besitzen oder ber&uuml;cksichtigen. Doch in den wenigen Jahren nach einem Atomkrieg k&ouml;nnten solche Kollateralsch&auml;den f&uuml;r den Tod von mehr als der H&auml;lfte der menschlichen Bev&ouml;lkerung auf der Erde verantwortlich sein.<\/p>\n<p><strong>Globale Klimaver&auml;nderungen<\/strong><\/p>\n<p>Seit den 1980er-Jahren, als die Bedrohung durch einen Atomkrieg einen H&ouml;hepunkt erreichte, haben Wissenschaftler die langfristigen, weitverbreiteten Auswirkungen eines Atomkriegs auf die Erdsysteme untersucht.<\/p>\n<p>Mit einem strahlungskonvektiven Klimamodell zeigten amerikanische Wissenschaftler zun&auml;chst, dass ein &ldquo;Nuklearer Winter&rdquo; aus dem Rauch der massiven Waldbr&auml;nde, die nach einem Atomkrieg durch die Nuklearwaffen entz&uuml;ndet worden sind, entstehen k&ouml;nnte.<\/p>\n<p>Zwei russische Wissenschaftler f&uuml;hrten sp&auml;ter die erste dreidimensionale Klimamodellierung durch, die zeigte, dass die globalen Temperaturen an Land auf niedrigere Werte fallen w&uuml;rden als in den Ozeanen, was m&ouml;glicherweise einen weltweiten Zusammenbruch der Landwirtschaft verursachen k&ouml;nnte.<\/p>\n<p>Anfangs wegen ihrer ungenauen Ergebnisse aufgrund von Unsicherheiten in den beteiligten Szenarien und physikalischen Parametern umstritten, wird die Theorie des Nuklearen Winters heute durch ausgefeiltere Klimamodelle gest&uuml;tzt. W&auml;hrend die grundlegenden Mechanismen, die in den fr&uuml;hen Studien beschrieben wurden, auch heute noch gelten, haben j&uuml;ngste Berechnungen gezeigt, dass die Auswirkungen eines Atomkriegs wahrscheinlich l&auml;nger anhaltend sind und schlimmer w&auml;ren als bisher angenommen.<\/p>\n<p><strong>Ru&szlig;eintrag in die Stratosph&auml;re<\/strong><\/p>\n<p>Die Hitze und die Druckwelle einer thermonuklearen Explosion sind so stark, dass sie sowohl in st&auml;dtischen als auch in l&auml;ndlichen Gebieten gro&szlig;e Br&auml;nde ausl&ouml;sen k&ouml;nnen. Eine 300-Kilotonnen-Detonation in einer Stadt wie New York oder Washington DC k&ouml;nnte einen Feuersturm mit einem Radius von mindestens 5,6 Kilometern verursachen, der durch keine Wetterbedingungen zu beeinflussen ist. Luft in diesem Bereich w&uuml;rde sich in Staub, Feuer und Rauch verwandeln.<\/p>\n<p>Aber ein Atomkrieg wird nicht nur eine Stadt in Brand setzen, sondern Hunderte von ihnen, fast gleichzeitig. Selbst ein regionaler Atomkrieg &ndash; etwa zwischen Indien und Pakistan &ndash; k&ouml;nnte zu weit verbreiteten Feuerst&uuml;rmen in St&auml;dten und Industriegebieten f&uuml;hren, die das Potenzial haben, einen globalen Klimawandel zu verursachen und jede Form des Lebens auf der Erde f&uuml;r Jahrzehnte zu zerst&ouml;ren.<\/p>\n<p>Rauch von Feuerst&uuml;rmen nach einem Atomkrieg k&ouml;nnte massive Mengen Ru&szlig; in die Stratosph&auml;re, die obere Atmosph&auml;re der Erde, einbringen. Ein totaler Atomkrieg zwischen Indien und Pakistan zum Beispiel, bei dem beide L&auml;nder insgesamt 100 Atomsprengk&ouml;pfe mit einer durchschnittlichen Sprengkraft von 15 Kilotonnen abfeuern w&uuml;rden, k&ouml;nnte eine stratosph&auml;rische Belastung von etwa f&uuml;nf Millionen Tonnen (oder Teragramm, Tg) Ru&szlig; erzeugen. Hier geht es um eine Masse in der Gr&ouml;&szlig;enordnung der Pyramide von Gizeh, die pulverisiert und in &uuml;berhitzten Staub verwandelt wird.<\/p>\n<p>Aber diese unteren Sch&auml;tzungen stammen aus den sp&auml;ten 2000er-Jahren. Seitdem haben Indien und Pakistan ihre Atomwaffenarsenale erheblich erweitert, sowohl in Bezug auf die Anzahl der nuklearen Sprengk&ouml;pfe als auch auf die Sprengkraft. Bis 2025 k&ouml;nnten Indien und Pakistan jeweils bis zu 250 Atomwaffen besitzen, mit einer Sprengkraft von 12 Kilotonnen bis zu einigen Hundert Kilotonnen. Ein Atomkrieg zwischen Indien und Pakistan mit solchen Arsenalen k&ouml;nnte bis zu 47 Tg Ru&szlig; in die Stratosph&auml;re schicken.<\/p>\n<p>Zum Vergleich: Die j&uuml;ngsten katastrophalen Waldbr&auml;nde in Kanada im Jahr 2017 und Australien in den Jahren 2019 und 2020 erzeugten 0,3 Tg bzw. ein Tg Rauch. Die chemische Analyse zeigte jedoch, dass nur ein kleiner Prozentsatz des Rauchs dieser Br&auml;nde reiner Ru&szlig; war &ndash; 0,006 bzw. 0,02 Tg. Das liegt daran, dass nur Holz brannte.<\/p>\n<p>St&auml;dtische Br&auml;nde nach einem Atomkrieg w&uuml;rden mehr Rauch erzeugen, und ein h&ouml;herer Anteil davon w&auml;re Ru&szlig;. Aber diese beiden Episoden massiver Waldbr&auml;nde zeigen auch, dass, wenn Rauch in die untere Stratosph&auml;re bef&ouml;rdert wird, er durch das Sonnenlicht erhitzt und in gro&szlig;e H&ouml;hen &ndash; 10 bis 20 Kilometer &ndash; aufsteigen wird. Dadurch wird die Zeit verl&auml;ngert, die er in der Stratosph&auml;re verbleibt.<\/p>\n<p>Genau dieser Mechanismus erm&ouml;glicht es Wissenschaftlern nun, die langfristigen Auswirkungen eines Atomkriegs besser zu verstehen. Mit ihren Modellen konnten die Forscher den Rauch dieser gro&szlig;en Waldbr&auml;nde genau simulieren und die Mechanismen, die den Nuklearen Winter verursachen, weiter untersuchen.<\/p>\n<p>Die klimatischen Reaktionen auf Vulkanausbr&uuml;che sind ebenfalls zus&auml;tzlich eine Grundlage f&uuml;r das Verstehen der langfristigen Auswirkungen eines Atomkriegs.<\/p>\n<p>Vulkanische Explosionen bef&ouml;rdern typischerweise gro&szlig;e Mengen an Asche und Staub in die Stratosph&auml;re, wo sie das Sonnenlicht zur&uuml;ck in den Weltraum reflektieren, was zu einer vor&uuml;bergehenden Abk&uuml;hlung der Erdoberfl&auml;che f&uuml;hrt.<\/p>\n<p>Ebenso w&uuml;rden in der Theorie des Nuklearen Winters die klimatischen Auswirkungen eines massiven Eintrags von Ru&szlig;aerosolen in die Stratosph&auml;re durch Br&auml;nde nach einem Atomkrieg zur Erw&auml;rmung der Stratosph&auml;re, zum Ozonabbau dort und zur Abk&uuml;hlung an den Oberfl&auml;chen der L&auml;nder und der Ozeane unter dieser Wolke f&uuml;hren.<\/p>\n<p>Vulkanausbr&uuml;che sind auch f&uuml;r die Beurteilung n&uuml;tzlich, weil ihre St&auml;rke das Niveau von nuklearen Explosionen erreichen oder sogar &uuml;bertreffen kann. Zum Beispiel setzte der Unterwasservulkan Hunga Tonga im Januar 2022 eine explosive Energie von 61 Megatonnen TNT-&Auml;quivalent frei &ndash; mehr als die &ldquo;Zar-Bombe&rdquo;, eine sowjetische Wasserstoffbombe, die die gr&ouml;&szlig;te von Menschen verursachte Explosion in der Geschichte mit 50 Mega-Tonnen TNT-&Auml;quivalent gewesen ist.<\/p>\n<p>Dessen Wolke erreichte H&ouml;hen von bis zu etwa 56 Kilometern und brachte weit &uuml;ber 50 Tg &ndash; sogar bis zu 146 Tg &ndash; Wasserdampf in die Stratosph&auml;re, wo dieser jahrelang nachweisbar war. Ein so massiver Eintrag von stratosph&auml;rischem Wasser k&ouml;nnte das Klima vor&uuml;bergehend beeinflussen &ndash; wenn auch anders als Ru&szlig;.<\/p>\n<p>Seit Beginn des russischen Krieges in der Ukraine haben Pr&auml;sident Putin und andere russische Beamte wiederholt nukleare Drohungen ausgesprochen, um westliche L&auml;nder von einer direkten milit&auml;rischen Intervention abzuhalten.<\/p>\n<p>Wenn Russland jemals &ndash; geplant oder versehentlich &ndash; einen Atomkrieg mit den Vereinigten Staaten und anderen Nato-L&auml;ndern beginnen w&uuml;rde, k&ouml;nnte durch die Anzahl der verheerenden nuklearen Explosionen, die mit einem vollst&auml;ndigen atomaren Schlagabtausch zwischen Russland und den USA verbunden sind, mehr als 150 Tg Ru&szlig; in die Stratosph&auml;re bef&ouml;rdert werden, was zu einem Nuklearen Winter f&uuml;hren w&uuml;rde, der praktisch alle Lebensformen auf der Erde &uuml;ber mehrere Jahrzehnte zerst&ouml;ren w&uuml;rde.<\/p>\n<p>Der Eintrag von Ru&szlig; in die Stratosph&auml;re in Verbindung mit verschiedenen Atomkriegsszenarien w&uuml;rde zu einer Vielzahl gro&szlig;er klimatischer und bio- und geochemischer Ver&auml;nderungen f&uuml;hren, einschlie&szlig;lich von Transformationen der Atmosph&auml;re, der Ozeane und der Landoberfl&auml;che.<\/p>\n<p>Und solche globalen Klima&auml;nderungen w&uuml;rden dauerhafter sein als bisher angenommen, weil Modelle der 1980er-Jahre den Anstieg von Ru&szlig; in der Stratosph&auml;re nicht angemessen dargestellt haben.<\/p>\n<p>Jetzt versteht man, dass Ru&szlig; aus nuklearen Feuerst&uuml;rmen viel h&ouml;her in die Stratosph&auml;re aufsteigen w&uuml;rde als bisher angenommen, von wo der Ru&szlig; in Form von &ldquo;schwarzem Regen&rdquo; sich nur langsam vermindern wird. Sobald der Rauch durch Sonnenlicht erhitzt wird, kann er in H&ouml;hen von bis zu 80 Kilometern aufsteigen und die Mesosph&auml;re durchdringen.<\/p>\n<p><strong>Ver&auml;nderungen in der Atmosph&auml;re<\/strong><\/p>\n<p>Nachdem Ru&szlig; in die obere Atmosph&auml;re aufgestiegen ist, kann er dort f&uuml;r Monate bis Jahre bleiben und verhindern, dass direktes Sonnenlicht die Erdoberfl&auml;che erreicht und die Temperaturen sinken. In gro&szlig;en H&ouml;hen &ndash; 20 Kilometer und mehr in der N&auml;he des &Auml;quators und sieben Kilometer an den Polen &ndash; w&uuml;rde der von nuklearen Feuerst&uuml;rmen eingebrachte Rauch auch mehr Strahlung von der Sonne absorbieren, die Stratosph&auml;re erw&auml;rmen und die stratosph&auml;rische Zirkulation st&ouml;ren.<\/p>\n<p>In der Stratosph&auml;re w&uuml;rde das Vorhandensein von stark absorbierenden Ru&szlig;aerosolen zu erheblich erh&ouml;hten stratosph&auml;rischen Temperaturen f&uuml;hren. Zum Beispiel w&uuml;rden in einem regionalen Atomkriegsszenario, das zu einer 5-Tg-Eintrag von Ru&szlig; f&uuml;hrt, die stratosph&auml;rischen Temperaturen nach vier Jahren um 30 Grad Celsius erh&ouml;ht bleiben.<\/p>\n<p>Die extreme Erw&auml;rmung der Stratosph&auml;re in den ersten Jahren nach einem Atomkrieg w&uuml;rde den Verlust eines gro&szlig;en Teils der globalen Ozonschicht bedeuten, die Menschen und andere Lebewesen auf der Erde vor den schweren gesundheitlichen und &ouml;kologischen Auswirkungen ultravioletter Strahlung sch&uuml;tzt.<\/p>\n<p>So haben Simulationen gezeigt, dass ein regionaler Atomkrieg, der drei Tage dauert und 5 Tg Ru&szlig; in die Stratosph&auml;re einbringt, die Ozonschicht weltweit um 25 Prozent reduzieren w&uuml;rde. Die Wiederherstellung w&uuml;rde zw&ouml;lf Jahre dauern. Ein globaler Atomkrieg, der 150 Tg Rauch in die Stratosph&auml;re bef&ouml;rdert, w&uuml;rde einen globalen Ozonverlust von 75 Prozent verursachen, wobei der Verlust 15 Jahre andauern w&uuml;rde.<\/p>\n<p><strong>Ver&auml;nderungen an Land<\/strong><\/p>\n<p>Die Bef&ouml;rderung von gro&szlig;en Mengen Ru&szlig; in die Stratosph&auml;re f&uuml;hrt zu Ver&auml;nderungen auf der Erdoberfl&auml;che, indem dadurch die Menge der Sonneneinstrahlung, die Lufttemperatur und der Niederschlag stark beeintr&auml;chtigt werden.<\/p>\n<p>Der Verlust der sch&uuml;tzenden Ozonschicht der Erde w&uuml;rde zu mehreren Jahren mit extrem ultravioletten (UV) Licht an der Oberfl&auml;che der Erde f&uuml;hren &ndash; eine Gefahr f&uuml;r die menschliche Gesundheit und die Nahrungsmittelproduktion.<\/p>\n<p>J&uuml;ngste Sch&auml;tzungen deuten darauf hin, dass der Ozonverlust nach einem globalen Atomkrieg zu einem tropischen UV-Index von &uuml;ber 35 f&uuml;hren w&uuml;rde, der drei Jahre nach dem Krieg beginnt und vier Jahre anh&auml;lt. Die US-Umweltschutzbeh&ouml;rde h&auml;lt einen UV-Index von 11 f&uuml;r eine &bdquo;extreme&rdquo; Gefahr: 15 Minuten Exposition gegen&uuml;ber einem UV-Index von 12 f&uuml;hrt zu einem Sonnenbrand bei ungesch&uuml;tzter menschlicher Haut.<\/p>\n<p>Weltweit w&uuml;rde das durchschnittliche Sonnenlicht im UV-B-Bereich um 20 Prozent zunehmen. Es ist bekannt, dass hohe UV-B-Strahlung Sonnenbrand, Lichtalterung, Hautkrebs und Katarakte beim Menschen verursacht. UV-B-Strahlung hemmt auch die Photolysereaktion, die f&uuml;r die Bl&auml;tter- und das Pflanzenwachstum erforderlich ist.<\/p>\n<p>Rauch, der in die Stratosph&auml;re aufsteigt, w&uuml;rde die Menge an Sonnenstrahlung reduzieren, die an die Erdoberfl&auml;che gelangt, und die globalen Oberfl&auml;chentemperaturen und Niederschl&auml;ge dramatisch reduzieren.<\/p>\n<p>Selbst ein nuklearer Schlagabtausch zwischen Indien und Pakistan, der eine relativ bescheidene stratosph&auml;rische Belastung von 5 Tg Ru&szlig; verursachen w&uuml;rde, k&ouml;nnte die niedrigsten Temperaturen auf der Erde in den letzten 1.000 Jahren erzeugen &ndash; Temperaturen wie in der nachmittelalterlichen Kleinen Eiszeit. Ein regionaler Atomkrieg mit 5 Tg stratosph&auml;rischem Ru&szlig;eintrag h&auml;tte das Potenzial, die globalen Durchschnittstemperaturen um ein Grad Celsius sinken zu lassen.<\/p>\n<p>Obwohl die Atomwaffenarsenale der USA und Russlands seit dem Ende des Kalten Krieges hinsichtlich der Anzahl und der durchschnittlichen Sprengkraft der Bomben reduziert worden sind, w&uuml;rde ein nuklearer Schlagabtausch zwischen diesen Staaten wahrscheinlich einen Nuklearen Winter ausl&ouml;sen, wobei ein Gro&szlig;teil der n&ouml;rdlichen Hemisph&auml;re selbst im Sommer Temperaturen unter dem Gefrierpunkt ausgesetzt w&auml;re.<\/p>\n<p>Ein globaler Atomkrieg, der 150 Tg Ru&szlig; in die Stratosph&auml;re bef&ouml;rdert, k&ouml;nnte die Temperaturen um acht Grad Celsius sinken lassen &ndash; drei Grad niedriger als w&auml;hrend der letzten Eiszeit.<\/p>\n<p>In jedem Atomkriegsszenario h&auml;tten die Temperatur&auml;nderungen ihre gr&ouml;&szlig;ten Auswirkungen auf die Landwirtschaft in mittleren und n&ouml;rdlichen Breiten der Erde, indem sich die L&auml;nge der Erntesaison und die Temperatur auch w&auml;hrend dieser Jahreszeit verringern w&uuml;rden.<\/p>\n<p>Temperaturen unter dem Gefrierpunkt k&ouml;nnten auch zu einer erheblichen Ausdehnung des Meereises und der terrestrischen Schneedecke f&uuml;hren, was zu Nahrungsmittelknappheit f&uuml;hren und die Schifffahrt zu wichtigen H&auml;fen beeintr&auml;chtigen w&uuml;rde, in denen Meereis derzeit keine Rolle spielt.<\/p>\n<p>Der globale durchschnittliche Niederschlag nach einem Atomkrieg w&uuml;rde ebenfalls deutlich sinken, da die geringere Sonnenstrahlung, die die Oberfl&auml;che erreicht, die Temperaturen und die Wasserverdunstungsraten senken w&uuml;rde.<\/p>\n<p>Der Niederschlagsr&uuml;ckgang w&auml;re am st&auml;rksten in den Tropen. Zum Beispiel w&uuml;rde selbst eine 5-Tg-Ru&szlig;einbringung in die Stratosph&auml;re zu einem Niederschlagsr&uuml;ckgang von 40 Prozent in der asiatischen Monsunregion f&uuml;hren. S&uuml;damerika und Afrika w&uuml;rden auch gro&szlig;e R&uuml;ckg&auml;nge der Niederschlagsmenge erleben.<\/p>\n<p><strong>Ver&auml;nderungen in den Ozeanen<\/strong><\/p>\n<p>Die am l&auml;ngsten anhaltenden Folgen eines Atomkriegs w&uuml;rden die Ozeane betreffen.<\/p>\n<p>Unabh&auml;ngig vom Ort und Ausma&szlig; eines Atomkriegs w&uuml;rde der Rauch aus den daraus resultierenden Feuerst&uuml;rmen schnell die Stratosph&auml;re erreichen und global verteilt werden, wo er Sonnenlicht absorbieren und die Sonnenstrahlung auf die Meeresoberfl&auml;che reduzieren w&uuml;rde.<\/p>\n<p>Die Meeresoberfl&auml;che w&uuml;rde aufgrund ihrer h&ouml;heren spezifischen W&auml;rmekapazit&auml;t (d.h. der W&auml;rmemenge, die ben&ouml;tigt wird, um die Temperatur pro Masseneinheit zu erh&ouml;hen) langsamer auf Strahlungs&auml;nderungen reagieren als die Atmosph&auml;re und das Land.<\/p>\n<p>Der globale R&uuml;ckgang der Meerestemperatur w&uuml;rde drei bis vier Jahre nach einem Atomkrieg am st&auml;rksten sein und um etwa 3,5 Grad Celsius bei einem indisch-pakistanischen Krieg sinken, bei dem 47 Tg Ru&szlig; in die Stratosph&auml;re eingebracht w&uuml;rde, und um etwa sechs Grad Celsius bei einem globalen Krieg zwischen den USA und Russland (mit 150 Tg Ru&szlig;).<\/p>\n<p>Einmal abgek&uuml;hlt, wird der Ozean lange Zeit brauchen, um zu seinen Vorkriegstemperaturen zur&uuml;ckzukehren, selbst wenn der Ru&szlig; aus der Stratosph&auml;re verschwunden ist und die Sonneneinstrahlung wieder auf ein normales Niveau zur&uuml;ckkehrt. Der Temperaturabfall und die Dauer der &Auml;nderungen w&uuml;rden linear mit der Wassertiefe zunehmen.<\/p>\n<p>Ungew&ouml;hnlich niedrige Temperaturen werden wahrscheinlich jahrzehntelang in der N&auml;he der Meeresoberfl&auml;che und Hunderte von Jahren oder l&auml;nger in der Tiefe anhalten. F&uuml;r einen globalen Atomkrieg werden &Auml;nderungen der Meerestemperatur mit Ausdehnung des arktischen Meereises wahrscheinlich Tausende von Jahren dauern &ndash; so lange, dass Forscher von einer &ldquo;nuklearen Kleinen Eiszeit&rdquo; sprechen.<\/p>\n<p>Aufgrund der sinkenden Sonneneinstrahlung und Temperatur auf der Meeresoberfl&auml;che w&uuml;rden das marine &Ouml;kosystem sowohl durch die anf&auml;ngliche St&ouml;rung als auch durch die neuen, lang anhaltenden Ver&auml;nderungen stark gest&ouml;rt werden.<\/p>\n<p>Dies wird globale Auswirkungen auf Dienstleistungen wie die Fischerei haben. Zum Beispiel w&uuml;rde die marine Nettoprim&auml;rproduktion (ein Ma&szlig; f&uuml;r das neue Wachstum von Meeresalgen, die die Basis des marinen Nahrungsnetzes bilden) nach einem Atomkrieg stark zur&uuml;ckgehen.<\/p>\n<p>In einem US-Russland-Szenario (150 Tg) w&uuml;rde die globale marine Nettoprim&auml;rproduktion in den Monaten nach dem Krieg fast um die H&auml;lfte reduziert sein und w&uuml;rde &uuml;ber vier Jahre um 20 bis 40 Prozent reduziert bleiben, wobei die gr&ouml;&szlig;ten R&uuml;ckg&auml;nge im Nordatlantik und Nordpazifik zu verzeichnen sind.<\/p>\n<p><strong>Auswirkungen auf die Nahrungsmittelproduktion<\/strong><\/p>\n<p>Ver&auml;nderungen der Atmosph&auml;re, der Landoberfl&auml;che und der Ozeane nach einem Atomkrieg werden massive und langfristige Auswirkungen auf die globale landwirtschaftliche Produktion und die Verf&uuml;gbarkeit von Nahrungsmitteln haben.<\/p>\n<p>Die Landwirtschaft reagiert auf die L&auml;nge der Vegetationsperioden, die Temperatur w&auml;hrend der Vegetationsperiode, Lichtverh&auml;ltnisse, Niederschlag und andere Faktoren. Ein Atomkrieg w&uuml;rde all diese Faktoren auf globaler Ebene f&uuml;r Jahre bis Jahrzehnte erheblich ver&auml;ndern.<\/p>\n<p>Mit neuen Klima-, Ernte- und Fischereimodellen haben Forscher nun gezeigt, dass Ru&szlig;eintrag in die Atmosph&auml;re von mehr als 5 Tg in fast allen L&auml;ndern zu einer ausgepr&auml;gten Nahrungsmittelknappheit f&uuml;hren w&uuml;rde, obwohl einige Regionen st&auml;rker von Hungersn&ouml;ten bedroht sind als andere.<\/p>\n<p>Weltweit w&auml;ren die Produktion von tierischen Nahrungsmitteln und die Fischerei nicht in der Lage, den R&uuml;ckgang der pflanzlichen Produktion auszugleichen.<\/p>\n<p>Nach einem Atomkrieg, und nachdem die gespeicherten Lebensmittel konsumiert worden sind, w&uuml;rde die Gesamtzahl der verf&uuml;gbaren Nahrungskalorien in jedem Land dramatisch sinken, wodurch Millionen von Menschen dem Risiko des Hungers oder der Unterern&auml;hrung ausgesetzt w&auml;ren.<\/p>\n<p>Ma&szlig;nahmen, um dieser Entwicklung entgegenzuwirken, wie etwa Ver&auml;nderungen bei Produktion und Verbrauch von Tierfutter und Getreide, w&uuml;rden nicht ausreichen, um den globalen Verlust an verf&uuml;gbaren Kalorien zu kompensieren.<\/p>\n<p>Die oben genannten Auswirkungen auf die Nahrungsmittelproduktion ber&uuml;cksichtigen nicht die langfristigen direkten Auswirkungen der Radioaktivit&auml;t auf den Menschen oder die weit verbreitete radioaktive Kontamination von Lebensmitteln, die auf einen Atomkrieg folgen k&ouml;nnte.<\/p>\n<p>Der internationale Handel mit Nahrungsmitteln k&ouml;nnte stark eingeschr&auml;nkt oder gestoppt werden, da die L&auml;nder inl&auml;ndische Lieferungen horten. Aber selbst unter der Annahme eines altruistischen Verhaltens von L&auml;ndern, deren Nahrungsmittelsysteme weniger stark betroffen sind, k&ouml;nnte der Handel durch einen anderen Effekt des Krieges gest&ouml;rt werden, n&auml;mlich durch Meereis.<\/p>\n<p>Eine Abk&uuml;hlung der Meeresoberfl&auml;che w&uuml;rde in den ersten Jahren nach einem Atomkrieg zu einer Ausdehnung des Meereises f&uuml;hren, wenn die Nahrungsmittelknappheit am h&ouml;chsten w&auml;re. Diese Vereisung w&uuml;rde sich auf die Schifffahrt in wichtige H&auml;fen in Regionen auswirken, in denen derzeit kein Meereis auftritt, wie zum Beispiel im Gelben Meer.<\/p>\n<p><strong>Nirgendwo ein Ort zum Verstecken<\/strong><\/p>\n<p>Die Auswirkungen eines Atomkriegs auf die landwirtschaftlichen Nahrungsmittelsysteme werden schlimme Folgen f&uuml;r die Menschen haben, die einen Atomkrieg und seine unmittelbaren Auswirkungen &uuml;berlebt haben. Die globalen Gesamtfolgen eines Atomkriegs &ndash; einschlie&szlig;lich kurz- und langfristiger Auswirkungen &ndash; w&auml;ren noch schrecklicher und w&uuml;rden Hunderte von Millionen &ndash; sogar Milliarden &ndash; Menschen verhungern lassen.<\/p>\n<p>Es gibt keinen Ort, wo wir Menschen uns vor den Auswirkungen eines Atomkriegs sch&uuml;tzen k&ouml;nnten.<\/p>\n<\/blockquote><p><strong>Hinweise und ein kurzer Kommentar<\/strong><\/p><p>Der Artikel von Francois Diaz-Maurin basiert auf den Arbeiten vieler Forscherinnen und Forscher[<a href=\"#foot_3\" name=\"note_3\">3<\/a>], die die m&ouml;glichen Auswirkungen eines Atomkriegs seit den 1980er-Jahren bis heute untersucht haben und die mit ihren Arbeiten dort angef&uuml;hrt sind. <\/p><p>Wie der Autor dieses Artikels hoffe auch ich, dass die Aufkl&auml;rung &uuml;ber die Folgen eines Atomkriegs mit dazu beitragen kann, dass es niemals zu dieser ultimativen Katastrophe kommt und stattdessen m&ouml;glichst bald ein Waffenstillstand im Ukraine-Krieg erkl&auml;rt und ernsthafte Friedensverhandlungen aufgenommen werden.<\/p><p>In dem oben angef&uuml;hrten Interview mit Tucker Carlson[<a href=\"#foot_2\" name=\"note_2\">2<\/a>] hat der russische Au&szlig;enminister bekr&auml;ftigt, dass die Ukraine aus Sicht Moskaus niemals Mitglied der NATO oder eines anderen Milit&auml;rblocks werden d&uuml;rfe. Die Neutralit&auml;t der Ukraine sei ein &bdquo;Schl&uuml;sselprinzip&ldquo; des russischen Sicherheitsinteresses. Dieses &bdquo;legitime&ldquo; Interesse Russlands sei vom Westen &uuml;ber viele Jahre hinweg best&auml;ndig zur&uuml;ckgewiesen worden &ndash; unter anderem im Dezember 2021 und Januar 2022, als die russische F&uuml;hrung auf ein konkretes Sicherheitsabkommen mit den USA dr&auml;ngte. Neben der garantierten Blockfreiheit der Ukraine d&uuml;rfe es auch keine NATO-Basen oder gemeinsame Milit&auml;r&uuml;bungen mit NATO-Truppen auf dem Staatsgebiet der Ukraine geben, erg&auml;nzte Lawrow (zitiert nach [<a href=\"#foot_5\" name=\"note_5\">5<\/a>]).<\/p><p>Hier sei noch der Hinweis gestattet, dass es weitere wertvolle Materialien gibt, die f&uuml;r die Aufkl&auml;rung &uuml;ber die Gefahren eines Atomkriegs n&uuml;tzlich sein k&ouml;nnen und die ich empfehlen kann. <\/p><p>Dazu geh&ouml;rt eine im Sommer 2022 von der IPPNW herausgegebene 27-seitige Brosch&uuml;re in deutscher Sprache mit dem Titel &ldquo;Nukleare Hungersnot&rdquo;[<a href=\"#foot_6\" name=\"note_6\">6<\/a>], in der auch anhand von vielen Illustrationen &uuml;ber die m&ouml;glichen Folgen eines &ldquo;begrenzten&rdquo; Atomkriegs allgemeinverst&auml;ndlich berichtet wird, wobei auch auf einen diesbez&uuml;glichen Artikel von mir verwiesen sei[<a href=\"#foot_7\" name=\"note_7\">7<\/a>].<\/p><p>Weiterhin ist in diesem Zusammenhang der britische Zeichentrickfilm <em>Wenn der Wind weht<\/em> aus dem Jahre 1986 zu nennen, in dem es um ein altes Ehepaar auf dem Lande geht, das einem Atomangriff ausgesetzt ist. Es ist ein ber&uuml;hrender Film &uuml;ber den Schrecken der Atombombe, aber auch &uuml;ber die Tatsache, dass es nach einem Atomkrieg f&uuml;r die betroffene Bev&ouml;lkerung keine Hilfe gibt.<\/p><p>Dieses in seiner Trickfilm-Darstellung realistisch wirkende Werk von Raymond Briggs zeichnet sich auch durch seine Filmmusik aus. F&uuml;r den Soundtrack trommelte der weltbekannte britische Musiker Roger Waters, der sich im Jahre 2023 mit einer eindrucksvollen Rede vor dem Sicherheitsrat der UNO f&uuml;r eine Beendigung des Krieges in der Ukraine eingesetzt hat, seine Bleeding Heart Band zusammen, und David Bowie schrieb mit <em>When The Wind Blows<\/em> sein traurigstes Lied, das der Titelsong des Films von Raymond Briggs geworden ist.<\/p><p>Da seit Beginn des Ukraine-Krieges der Einsatz von Atomwaffen in Europa wieder m&ouml;glich ist, m&uuml;sste es eigentlich die vordringlichste Aufgabe unserer Hauptmedien sein, &uuml;ber diese Tatsache und ihre Bedeutung die Bev&ouml;lkerung sachgem&auml;&szlig; zu unterrichten, wie das nach meiner Erinnerung Anfang der 1980er-Jahre teilweise auch der Fall gewesen ist.<\/p><p>Das war ein wichtiger Grund daf&uuml;r, dass damals ein Bewusstsein f&uuml;r die Gefahren eines Atomkriegs in der &Ouml;ffentlichkeit geherrscht hat und Hunderttausende auf die Stra&szlig;e gegangen sind und gegen die Aufstellung der atomaren Mittelstrecken-Raketen in Deutschland protestiert haben[<a href=\"#foot_1\" name=\"note_1\">1<\/a>].<\/p><p>Vielleicht ist das aber auch gerade der Grund daf&uuml;r, dass das heute nicht geschieht.<\/p><p>So wird dieses Thema heute weiterhin von den Mainstream-Medienmedien mit wenigen Ausnahmen totgeschwiegen. Die Atomkriegsgefahren sind deshalb in der &Ouml;ffentlichkeit nicht pr&auml;sent und werden sogar von einigen Politikern, wenn sie darauf angesprochen werden, bagatellisiert und kleingeredet.<\/p><p>Dar&uuml;ber hinaus werden diejenigen, die sich f&uuml;r einen baldigen Waffenstillstand und eine Friedensl&ouml;sung in der Ukraine einsetzen und gegen immer mehr Waffenlieferungen ihre Stimme erheben, um eine weitere Eskalation dieses Krieges zu verhindern, als &ldquo;rechts&rdquo; oder &ldquo;rechts-offen&rdquo; diffamiert oder als &ldquo;Putinversteher&rdquo; oder gar als &ldquo;Lumpenpazifisten&rdquo; verunglimpft.<\/p><p>Da dr&auml;ngt sich nat&uuml;rlich die Frage auf: Seit wann ist das Eintreten f&uuml;r Frieden, Diplomatie und Verhandlungen Ausdruck f&uuml;r eine rechte Gesinnung?<\/p><p>Abschlie&szlig;end sei noch auf den aktuellen Appell der 38[<a href=\"#foot_8\" name=\"note_8\">8<\/a>] hingewiesen, der ein Aufruf von prominenten B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rgern gegen die derzeitige Kriegskoalition in Deutschland ist, dessen Wortlaut in den Hauptmedien bisher verschwiegen worden ist und der dankenswerter Weise k&uuml;rzlich in den NachDenkSeiten ver&ouml;ffentlicht worden ist. <\/p><p>In der Tat: Es ist eine Minute vor zw&ouml;lf, um einen gro&szlig;en europ&auml;ischen Krieg zu verhindern, der sich leicht zu einem Atomkrieg bis zu einem finalen Armageddon entwickeln kann!<\/p><p>Das darf nicht geschehen, und das m&uuml;ssen wir unter allen Umst&auml;nden verhindern! <\/p><p><small>Titelbild: SerhiiT\/shutterstock.com<\/small><\/p><p><em><strong>Autor:<\/strong> Klaus-Dieter Kolenda, Prof. Dr. med., Facharzt f&uuml;r Innere Medizin &ndash; Gastroenterologie, Facharzt f&uuml;r Physikalische und Rehabilitative Medizin\/Sozialmedizin, war von 1985 bis 2006 Chefarzt einer Rehabilitationsklinik f&uuml;r Erkrankungen des Herz-Kreislaufsystems, der Atemwege, des Stoffwechsels und der Bewegungsorgane. Seit 1978 ist er als medizinischer Sachverst&auml;ndiger bei der Sozialgerichtsbarkeit in Schleswig-Holstein t&auml;tig. Zudem arbeitet er in der Kieler Gruppe der IPPNW e.V. (Internationale &Auml;rztinnen und &Auml;rzte f&uuml;r die Verh&uuml;tung des Atomkriegs und f&uuml;r soziale Verantwortung) mit. E-Mail: <a href=\"mailto:klaus-dieter.kolenda@gmx.de\">klaus-dieter.kolenda@gmx.de<\/a><\/em><\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><div class=\"footnote\">\n<p>[<a href=\"#note_1\" name=\"foot_1\">&laquo;1<\/a>] <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=124420\">Ukraine-Krieg: Die Gefahr einer nuklearen Katastrophe<\/a><\/p>\n<p>[<a href=\"#note_2\" name=\"foot_2\">&laquo;2<\/a>] <a href=\"https:\/\/tuckercarlson.com\/lavrov\">tuckercarlson.com\/lavrov<\/a><\/p>\n<p>[<a href=\"#note_3\" name=\"foot_3\">&laquo;3<\/a>] Nowhere to hide. How a nuclear war would kill you &mdash; and almost everyone else. By Fran&ccedil;ois Diaz-Maurin. Bulletin of the Atomic Scientists .October 20, 2022 <a href=\"https:\/\/thebulletin.org\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/NowhereToHide_EnglishPDFTranslation-1.pdf\">thebulletin.org\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/NowhereToHide_EnglishPDFTranslation-1.pdf<\/a><\/p>\n<p>[<a href=\"#note_4\" name=\"foot_4\">&laquo;4<\/a>] <a href=\"https:\/\/thebulletin.org\/2022\/10\/nowhere-to-hide-how-a-nuclear-war-would-kill-you-and-almost-everyone-else\/\">thebulletin.org\/2022\/10\/nowhere-to-hide-how-a-nuclear-war-would-kill-you-and-almost-everyone-else\/<\/a><\/p>\n<p>[<a href=\"#note_5\" name=\"foot_5\">&laquo;5<\/a>] <a href=\"https:\/\/multipolar-magazin.de\/meldungen\/0146\">multipolar-magazin.de\/meldungen\/0146<\/a><\/p>\n<p>[<a href=\"#note_6\" name=\"foot_6\">&laquo;6<\/a>] <a href=\"https:\/\/www.ippnw.de\/commonFiles\/pdfs\/Atomwaffen\/2022_Nukleare_Hungersnot_final_web.pdf\">ippnw.de\/commonFiles\/pdfs\/Atomwaffen\/2022_Nukleare_Hungersnot_final_web.pdf<\/a><\/p>\n<p>[<a href=\"#note_7\" name=\"foot_7\">&laquo;7<\/a>] <a href=\"https:\/\/www.telepolis.de\/features\/Neue-Studien-zu-nuklearer-Hungersnot-7240037.html\">telepolis.de\/features\/Neue-Studien-zu-nuklearer-Hungersnot-7240037.html<\/a><\/p>\n<p>[<a href=\"#note_8\" name=\"foot_8\">&laquo;8<\/a>] <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=125690\">APPELL DER 38. Eine Minute vor Zw&ouml;lf &ndash; Einen gro&szlig;en europ&auml;ischen Krieg verhindern!<\/a><\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zu einem nuklearen Schlagabtausch, zum Beispiel durch eine weitere Eskalation im Ukraine-Krieg, aus dem sich ein nukleares Inferno entwickeln kann, darf es nicht kommen. Wie viele Menschen an den Folgen eines Atomkriegs sterben w&uuml;rden, haben Wissenschaftler in verschiedenen Szenarien akribisch untersucht. Von <strong>Klaus-Dieter Kolenda<\/strong>.<\/p>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":126194,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[169,170,171],"tags":[1519,3293,3058,1829],"class_list":["post-126192","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-aussen-und-sicherheitspolitik","category-friedenspolitik","category-militaereinsaetzekriege","tag-atomwaffen","tag-bellizismus","tag-diffamierung","tag-ippnw"],"jetpack_featured_media_url":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/Shutterstock_2518401265.jpg","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/126192","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=126192"}],"version-history":[{"count":19,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/126192\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":126285,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/126192\/revisions\/126285"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/126194"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=126192"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=126192"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=126192"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}