{"id":126212,"date":"2024-12-13T17:15:12","date_gmt":"2024-12-13T16:15:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=126212"},"modified":"2024-12-13T17:29:45","modified_gmt":"2024-12-13T16:29:45","slug":"leserbriefe-zu-wenn-sie-zu-weihnachten-noch-ein-buchgeschenk-brauchen-gehen-sie-zum-oertlichen-buchhandel","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=126212","title":{"rendered":"Leserbriefe zu \u201e\u201eWenn Sie zu Weihnachten noch ein Buchgeschenk brauchen, gehen Sie zum \u00f6rtlichen Buchhandel.\u201c\u201c"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=126084\">In diesem Beitrag<\/a> thematisiert Albrecht M&uuml;ller die Sorgen des &ouml;rtlichen Buchhandels. Hingewiesen wird auf den &bdquo;flammender Appell&ldquo; aus der letzten Ausgabe des &bdquo;B&ouml;rsenblatts&ldquo;, des Fachmagazins des Deutschen Buchhandels. &bdquo;Mit Recht&ldquo; w&uuml;rden die Autoren dieses Textes auf die Subventionierung von Theatern hinweisen und &bdquo;in diesem Zusammenhang auch auf die Tatsache, dass Buchhandlungen in den Innenst&auml;dten eine &auml;hnlich das st&auml;dtische Leben f&ouml;rdernde Funktion haben&ldquo;. Allerdings h&auml;tten auch andere L&auml;den in Innenst&auml;dten eine belebende Funktion. Wir bedanken uns f&uuml;r die interessanten und zum Teil kritischen Zuschriften hierzu. Die nun folgende Auswahl der Leserbriefe hat <strong>Christian Reimann<\/strong> f&uuml;r Sie zusammengestellt.<br>\n<!--more--><\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>1. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Lieber Herr M&uuml;ller,<\/p><p>schon als Sch&uuml;ler war ich Stammkunde bei einem &ouml;rtlichen Buchladen. Wegen der Atmosph&auml;re und der guten Beratung. Das ersetzen Google und KI nie. Wenn ich im St&auml;dtchen vorbei komme, kaufe ich immer noch meine B&uuml;cher dort. Allerdings ist von den vier L&auml;den damals nur einer geblieben.<\/p><p>Genau so mache ich es mit dem Hausarzt und der Apotheke.<\/p><p>Leider gibt es viele Menschen, deren Horizont nicht &uuml;ber ihre Nasenspitze hinaus reicht und die meinen alles per &ldquo;Schn&auml;ppchen&rdquo; online kaufen zu m&uuml;ssen. Die landen dann bei der Krake, die mit &ldquo;Am&rdquo; anf&auml;ngt und mit &ldquo;zon&rdquo; aufh&ouml;rt. Damit wird der Horizont auf die Dauer noch enger.<\/p><p>Ob die Innenst&auml;dte noch zu retten sind? Einerseits bin ich skeptisch. Solange Konsum und Profitmaximierung das Denken der Menschen dominiert, sieht es b&ouml;se aus. Andererseits sieht es aber auch so aus, als ob die bewussteren Menschen eher mehr werden in diesen tr&uuml;ben Zeiten. Man sieht es doch an der Presse. Ich habe als Sch&uuml;ler mit der Frankfurter Rundschau angefangen. Dann Spiegel, Zeit, Freitag, Telepolis, kann man inzwischen alles vergessen. Aber gute Presse und Literatur gibt es immer noch, z.B. die NachdenkSeiten, aber auch die Vier und andere.<\/p><p>Danke f&uuml;r Ihren Aufruf und die Erinnerung daran, dass noch nicht alles verloren ist.<\/p><p>Herzliche Gr&uuml;&szlig;e,<\/p><p>Rolf Henze<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>2. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Lieber Herr M&uuml;ller,<\/p><p>&ldquo;Aufwachen!&rdquo; h&auml;tte ich im Herbst\/Winter 2021\/2022 gern an die T&uuml;r fast jeder Buchhandlung (und vieler anderer Gesch&auml;fte) geschrieben.<\/p><p>Als ich kurz vor Weihnachten im Jahre 2021 eine kleine Buchhandlung in Leipzig betreten wollte, hatte ich noch die Klinke in der Hand, als mich die Buchh&auml;ndlerin nach meinem Impfnachweis fragte. Da ich einen solchen Nachweis nicht vorweisen konnte, musste ich leider unverrichteter Eink&auml;ufe wieder gehen. Ich war sehr ersch&uuml;ttert, dass diese Ausgrenzung in Deutschland wieder m&ouml;glich war und von so vielen Menschen unkritisch mitgetragen wurde.<\/p><p>Ich lese sehr viele B&uuml;cher und diese auch immer noch analog. Online-Bestellungen jedweder Art t&auml;tigte ich bis zum damaligen Zeitpunkt eher selten. Seit dem besagten Winter kaufe ich nun jedoch nur noch in Gesch&auml;ften, in denen ich auch ohne Impfnachweis willkommen war. Das sind nicht sehr viele, aber es gab sie, auch in dieser schwierigen Zeit.&nbsp;<\/p><p>Als treue Leserin der Nachdenkseiten w&uuml;nsche ich Ihnen und Ihrem Team alles Gute und danke Ihnen f&uuml;r Ihre wertvolle Arbeit.<\/p><p>Viele Gr&uuml;&szlig;e<\/p><p>Annerose Ullrich<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>3. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Guten Abend Herr M&uuml;ller,<\/p><p>Grunds&auml;tzlich unterst&uuml;tze ich lokale Fachgesch&auml;fte, und dahingehend ist Ihr Aufruf lobenswert. Nur: Seit Corona gehe ich in aller Regel nur noch dort hin, wo man mich auch ohne Maske bedient hat und sich nicht im uns&auml;glichen Untertanen-Geist dem Staatsterror (bis hin zu 2G) verschrieben hatte. Durchgehend alle hier im Umfeld (Seefeld, Herrsching, Gilching) ans&auml;ssigen Buchh&auml;ndler haben sich keinen Namen in Sachen Freiheit bzw. breit gef&auml;chertes Literaturangebot gemacht. Autoren wie Gunter Frank, Sucharit Bhakdi oder Brigitte R&ouml;hrig sind dort g&auml;nzlich unbekannt oder man will sie nicht kennen.<\/p><p>Ich kaufe seitdem nur noch bei Buchkomplizen, Tichy oder &auml;hnlichen Angeboten, also zumeist online. Mir fehlt auch wirklich das Mitleid mit den hier zumeist sehr linksgr&uuml;nwoke angehauchten weiblichen Buchladenbesitzer*Innen. M&ouml;gen diese doch mal nachdenken: &Uuml;ber das Verschwinden all der vielen ausgegrenzten, verfolgten und wirtschaftlich vernichteten Unternehmer und K&uuml;nstler w&auml;hrend und nach Corona, bis heute. Hilft vielleicht.<\/p><p>Viele Gr&uuml;&szlig;e<\/p><p>Birgit Haisch<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>4. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Albrecht M&uuml;ller,<\/p><p>als ehemaliger Buchh&auml;ndler bin ich eigentlich spontan sehr einverstanden mit Ihrem Aufruf, Buchhandlungen &ndash; vor allem kleine &ndash; zu besuchen und dort einzukaufen, statt bei den &uuml;blichen Internetkonzernen zu bestellen (oder ganz auf B&uuml;cher zu verzichten, wie das immer mehr &bdquo;in Mode&ldquo; kommt).<\/p><p>Mein zweiter Gedanke ist jedoch zwiesp&auml;ltig. Ich habe zwar das Gl&uuml;ck, in Schwabing zu wohnen, wo es noch relativ viele Buchhandlungen gibt und sogar &ndash; was mich selbst staunen macht &ndash; immer wieder neue, sehr kleine hinzukommen. Erst heute habe ich einen langen Spaziergang durchs Viertel unternommen und dabei sechs kleine und eine mittelgro&szlig;e (Lehmkuhl) Buchhandlung aufgesucht.<\/p><p>Das Sortiment ist dort weitestgehend gleich. Ich konnte mich f&uuml;r kein ausliegendes Buch interessieren. Das Themenspektrum &ndash; sowohl der Belletristik als auch der Sachb&uuml;cher &ndash; umfa&szlig;t alles, was man unter Wokeness, Selbstfindung, Identit&auml;t, Befindlichkeit der oberen Mittelschicht etc. einordnen w&uuml;rde. Ich habe dagegen gar nichts, aber die B&uuml;cher machten alle einen sehr weichgesp&uuml;lten, &bdquo;achtsamen&ldquo; und &bdquo;gef&uuml;hligen&ldquo; Eindruck. Vor vielen Jahren habe ich mal die Literatur der sogenannten &bdquo;inneren Emigration&ldquo; studiert. An dieses Genre erinnerte mich das, was da heute pr&auml;sentiert und empfohlen wird, doch sehr, bei allen gravierenden Unterschieden. Der vergessene Begriff &bdquo;Neurasthenie&ldquo; kam mir in den Sinn. Merkel-B&uuml;cher gab es stapelweise, und da&szlig; Robert Habeck schon auf so vielen B&auml;nden seinen Namen stehen hat, war mir gar nicht bewu&szlig;t.&nbsp;<\/p><p>Ich wei&szlig; &ndash; da ich als ehemaliger Literaturkritiker immer noch von einigen Verlagen mit Vorschauen versorgt werde -, da&szlig; es andere B&uuml;cher auch in &bdquo;Mainstream-Verlagen&ldquo; gibt, in den hiesigen kleinen Buchhandlungen mu&szlig; man diese aber erst bestellen. Auch das ist nicht schlimm; es dauert ja nur einen Tag, und da&szlig; Buchh&auml;ndler in ihrem Sortiment ihren pers&ouml;nlichen Geschmack spiegeln, ist an sich recht erfreulich. Da&szlig; es derzeit &uuml;berall der gleiche Geschmack ist, mag Zufall sein.<\/p><p>Kein Zufall ist, da&szlig; eine Reihe von Verlagen f&uuml;r diese Buchhandlungen &bdquo;non grata&ldquo; sind. Dabei geht es freilich um Verlage, die B&uuml;cher von Paul Schreyer, Wolfgang Wodran, Walter van Rossum, Matthias Br&ouml;ckers, Thomas R&ouml;per, Daniele Ganser, Ulrike Guerot und den weiteren &uuml;blichen Verd&auml;chtigen &ndash; &uuml;brigens auch Albrecht M&uuml;ller &ndash; ver&ouml;ffentlichen. Nicht nur sind diese B&uuml;cher generell nicht vorr&auml;tig, teilweise werden die Verlage dann generell boykottiert. Vor einiger Zeit erfuhr ich in einer gr&ouml;&szlig;eren Buchhandlung auf die Frage nach einem Buch von Norbert Hering: &bdquo;Wir verkaufen keine rechtsextremen Sachen.&ldquo; Man wollte mir das Buch noch nicht einmal beim Barsortiment bestellen &ndash; obwohl Buchhandlungen dazu verpflichtet sind!<\/p><p>Ich bin sicherlich voreingenommen &ndash; der &bdquo;Literaturbetrieb&ldquo; mit seiner Hochn&auml;sigkeit, Engstirnigkeit und seinem Elitarismus war mir schon immer unangenehm. Ich mu&szlig;te meine B&uuml;cher schon vor f&uuml;nfundzwanzig Jahren selbst verlegen und mu&szlig; sie bis heute &uuml;ber Amazon vertreiben &ndash; weil potentielle K&auml;ufer in Buchhandlungen auf die Vorlage von Titeln und ISBN-Nummern zuverl&auml;ssig die Auskunft erhalten: &bdquo;Diese B&uuml;cher gibt es nicht.&ldquo;<\/p><p>Aber ganz abgesehen davon will mir scheinen, da&szlig; sich der &bdquo;unabh&auml;ngige&ldquo; Buchhandel mit seiner Sortimentspolitik und seiner politischen Haltung derzeit selbst ein Bein stellt. W&auml;re ich etwas j&uuml;nger, k&ouml;nnte es mich reizen, selbst eine Buchhandlung zu er&ouml;ffnen und s&auml;mtliche Literatur von Dissidenten, Abweichlern, Querdenkern, Regimekritikern, Widerst&auml;ndlern, Au&szlig;enseitern von heute und fr&uuml;her prominent im Schaufenster auszustellen. Ich m&uuml;&szlig;te wohl mit &bdquo;Antifa&ldquo;-Protesten rechnen, aber das w&auml;r&rsquo;s mir wert.<\/p><p>Fr&uuml;her gab es solche Buchhandlungen &uuml;brigens. Das waren meine Lieblingsorte, diese linksradikalen Wunderkisten, in denen man Marx, Goethe, Lessing und Horvath f&uuml;rs Studium, aber auch verbotene RAF-Texte, Freak-Brothers-Comics, Simenon-Krimis und alle m&ouml;glichen esoterischen Spinnereien finden konnte. Und in riesigen, verwinkelten Regalen in Sachen st&ouml;bern, von denen man sich nicht mal vorgestellt h&auml;tte, da&szlig; es sie geben k&ouml;nnte.<\/p><p>Diese Buchhandlungen gibt es leider nicht mehr. Und deshalb sehe ich den Aufruf, die &bdquo;kleinen Buchhandlungen&ldquo; zu unterst&uuml;tzen, zwiesp&auml;ltig. &bdquo;Buchhandlungen sind Orte, an denen Kultur vermittelt wird&ldquo; &ndash; das ist wohl wahr. Es d&uuml;rfte aber gerne ein bisserl mehr sein als das &auml;u&szlig;erst d&uuml;nne, schmale und d&uuml;rftige Spektrum der derzeitigen &bdquo;Leitkultur&ldquo;. Am liebsten: viel mehr.<\/p><p>Sch&ouml;ne Gr&uuml;&szlig;e: von Michael Sailer<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>5. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Guten Tag Herr M&uuml;ller<\/p><p>Vielen Dank f&uuml;r ihren Appell &bdquo;AUFWACHEN&ldquo; bez&uuml;glich des &ouml;rtlichen Buchhandels.<\/p><p>Aber wie sie richtig schreiben geht es den anderen Einzelh&auml;ndlern ,egal welcher Branche leider nicht anders.<\/p><p>Wir sind ,mittlerweile nach 104 Jahren in der dritten Generation, das letzte Inhaber gef&uuml;hrte klassische Eisenwarengesch&auml;ft in Pforzheim und Umgebung.<\/p><p>Ich k&ouml;nnte Seiten f&uuml;llen &uuml;ber den Untergang des innerst&auml;dtischen Fach-Einzelhandels ,der eigentlich bereits in den Achtzigern mit dem Entstehen der &bdquo;gr&uuml;nen Wiese&ldquo; begann.<\/p><p>&bdquo;Liberalisierte&ldquo; Laden&ouml;ffnungszeiten, das weggefallene Rabattgesetz, B&uuml;rokratie, horrende Mieten etc. etc. waren immer auch neoliberale politische Entscheidungen ,die in erster Linie nur den &bdquo;grossen&ldquo; H&auml;ndlern n&uuml;tzte.(Lobby sei Dank)<\/p><p>Die Corona Lockdowns mit seinem steuerfinanzierten &bdquo;Turbo Konjunkturprogramm &bdquo;f&uuml;r die Onlineh&auml;ndler, war der bis jetzt letzte &nbsp;H&ouml;hepunkt dieses Niedergangs.<\/p><p>Es geh&ouml;rt allerdings auch zur Wahrheit, dass es immer schwieriger wird, junge Leute zu finden ,die im Einzelhandel, speziell in unserer Branche ,arbeiten ,oder gar eine Nachfolge &nbsp;&uuml;bernehmen wollen.<\/p><p>Was die Zukunft des Facheinzelhandels in den Innenst&auml;dten angeht bin ich eher skeptisch. Das ist ja nicht ein rein deutsches Problem, sondern leider in allen europ&auml;ischen L&auml;ndern zu beobachten.<\/p><p>Ich habe leider auch kein wirkliches Konzept, wie diese Entwicklung nachhaltig gestoppt ,oder zumindest verlangsamt werden k&ouml;nnte.<\/p><p>Ein kleiner Schritt in diese Richtung ,w&auml;re endlich die Kosten des Versands (vor allem auch der hundert tausenden R&uuml;ckpakete ) wirklich einzupreisen. Wie soll ich Einzelk&auml;mpfer gegen H&auml;ndler konkurrieren, die unter meinem Einkaufspreis die gleiche Ware versandfrei anbieten k&ouml;nnen?(vor allem: wie ist das m&ouml;glich ,ohne ,dass irgendjemand die Zeche bezahlt? Miese Arbeitsbedingungen, ausgebeutete Paketboten ,schlechter werdende Qualit&auml;t etc.) und das auch noch, obwohl die Ware zum Teil sogar aus dem Ausland geliefert wird !!<\/p><p>Es ist auch interessant ,dass eigentlich immer genau DIE L&auml;den gut laufen ,die zum Teil &nbsp;wegen irgendwelcher Vergehen &ouml;ffentlich massiv in der Kritik stehen. Aber an der Kasse, und mit der Bequemlichkeit, endet meist die ach so hoch vor sich hergetragene Moral und Entr&uuml;stung. Und hier meine ich nicht die Armen des Landes..<\/p><p>Aber sehr geehrter Herr M&uuml;ller ..allein wenn ich heute die News auf den NDS gelesen habe, m&uuml;ssen wir nicht nur bei diesem Thema AUFWACHEN.<\/p><p>An dieser Stelle m&ouml;chte ich ihnen und dem gesamten NDS Team, f&uuml;r ihre unerm&uuml;dliche, und oft wohl auch sehr frustrierende Arbeit danken.<\/p><p>Wie bei uns im Einzelhandel bleibt nur standhaft zu bleiben , zu hinterfragen und weiterk&auml;mpfen.<\/p><p>In diesem Sinne w&uuml;nsche ich ihnen ein geruhsames Fest und ein hoffentlich friedliches neues Jahr.<\/p><p>Peace<\/p><p>F.Jourdan<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>6. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Werter Herr M&uuml;ller,&nbsp;<\/p><p>Ihr Aufruf, den &ouml;rtlichen Buchhandel zu unterst&uuml;tzen statt allseits bekannte Internetplattformen noch weiter zum Monopol zu verhelfen ist ja gut und sch&ouml;n.&nbsp;<\/p><p>Aus eigener Erfahrung mu&szlig; ich allerdings sagen, da&szlig; die meisten Buchh&auml;ndler hier in der Region, Inhaber wie Mitarbeiter von Ketten,&nbsp; sich das Recht (?) herausnehmen, zu zensieren, den Kunden zu bevormunden, Bestellungen abzulehnen, den Bestellvorgang ins Leere laufen zu lassen. Mal ist der Buchtitel angeblich nicht mehr Lieferbar (=gelogen) oder der H&auml;ndler sagt ganz frei heraus&nbsp; &ldquo;wir haben den Autor gegoogelt, der ist uns zu rechts\/links\/oben\/unten&rdquo; ,was auch immer. Auf meinen Protest, das sei Zensur, kam einmal&nbsp; die freche Antwort :&nbsp; &ldquo;in meinem Laden bestimme ICH, was &uuml;ber die Theke geht&rdquo;.&nbsp; So kommt es, da&szlig; eine ganze Reihe von Autoren und Buchtiteln im station&auml;ren Handel nicht \/ nicht mehr vorkommen. Wie sagt doch Hannibal Lecter in &ldquo;Das Schweigen der L&auml;mmer&rdquo; so zutreffend :&nbsp; &hellip;der Mensch begehrt was er sieht&hellip; , oder auch: aus den Augen &ndash; aus dem Sinn.<\/p><p>Da kritischer Journalismus in der &Ouml;ffentlichkeit praktisch nicht mehr stattfindet, kann der Michel selig weiterschlafen, brauchen wir uns nicht zu wundern, da&szlig; gro&szlig; gedruckte &Uuml;berschriften in Boulevardbl&auml;ttchen und shorts in socialmedia&nbsp; den Ausgang von Wahlen beeinflussen.&nbsp; Dazu passt eine Meldung in der Rheinischen Post vom 11.12.24 zur zweiten Bildungsvergleichsstudie &ldquo;PIAAC&rdquo; der OECD, wonach 22% der 16- bis 65-j&auml;hrigen den Inhalt eines einfachen Satzes wie &ldquo;bitte sorgen Sie daf&uuml;r, dass ihr Kind bis zehn Uhr hier ist&rdquo; nicht oder nur mit Problemen erfassen (k&ouml;nnen).<\/p><p>Trotzdem: bitte weiter so, bleiben Sie uns noch ein paar Jahre erhalten!<\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en<\/p><p>Harald H&ouml;hn<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>7. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Guten Tag NDS<\/p><p>Seit 1995 kaufe ich 90 % meiner G&uuml;ter im Internethandel.<\/p><p>Das liegt auch daran das ich selber eine Firma hatte mit der ich 19 Jahre Internethandel gemacht habe.<\/p><p>90% meiner B&uuml;cher die ich j&auml;hrlich lese kaufe ich gebraucht im Internet.<\/p><p>Oder finde sie kostenlos in B&uuml;cherschr&auml;nken. Ich habe aber in 29 Jahren noch nie einen Widerruf gemacht.<\/p><p>Weil ich selber weiss welcher Aufwand damit f&uuml;r Firmen verbunden ist.<\/p><p>Alle K&auml;ufe waren gut &uuml;berlegt.<\/p><p>Der n&auml;chste Buchladen ist 14 km von mir entfernt.&nbsp;<\/p><p>Ich war aber nie ein Mensch der zum shoppen in eine Stadt gefahren ist.<\/p><p>Habe auch nie in Kaufh&auml;usern gekauft und wenn dann vor der Internetzeit im Katalog.<\/p><p>Auch war ich immer ein K&auml;ufer der global gekauft hat&nbsp;<\/p><p>1981 bereits mein erstes&nbsp; EU Auto in Belgien.<\/p><p>Sp&auml;ter auch in Spanien und den USA.<\/p><p>Da ich Verwandte in den USA, Frankreich , Niederlande, Spanien habe.kaufte ich einige Dinge in diesem L&auml;nder.weil dort wesentlich billiger oder in Deutschland nicht kaufbar.<\/p><p>Viele Dinge wie Autoersatzteile sind heute wesentlich billiger im Internet als im station&auml;ren Handel<\/p><p>Und dort m&uuml;ssen viele Teile erst bestellt werden.<\/p><p>Da kaufe ich lieber im Internet.<\/p><p>Ja der Internethandel hat die Welt ver&auml;ndert.<\/p><p>Das war aber immer so im Handel<\/p><p>Bereits Ende des&nbsp; 19. Jahrhunderts gab es Versandhandel<\/p><p>Und Reisen. Fl&uuml;ge. Autovermietung. Versicherungen buche ich nur &uuml;bers Internet<\/p><p>Ein Reiseb&uuml;ro ist der Schnee von gestern.<\/p><p>Und ich habe zwei Onkel 82 und 86 Jahre alt die machen alles bereits seit 25 Jahren &uuml;bers Internet.<\/p><p>F&uuml;r alte Menschen eine tolle Erfindung.<\/p><p>F&uuml;r Sie Herr M&uuml;ller wahrscheinlich unvorstellbar.<\/p><p>Da sind Sie klassisch konservativ.<\/p><p>Mit friedlichen Gr&uuml;&szlig;en&nbsp;<\/p><p>Dieter Klaucke<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>8. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr M&uuml;ller,<\/p><p>wissen Sie, wie hoch die Parkgeb&uuml;hren sind, wenn man in einer Innenstadt parken will? Dank der Linksgr&uuml;nen sind nicht nur die Parkgeb&uuml;hren z.T. irrsinnig hoch geworden, auch die Zahl der Parkpl&auml;tze ist oft genug stark vermindert worden. Alles zusammen schreckt die Bewohner des Umlands davon ab in eine Innenstadt zu fahren. Zwar gibt es nat&uuml;rlich oft auch Park&amp;Ride-M&ouml;glichkeiten, aber versuchen Sie einmal mit einem etwas gr&ouml;&szlig;eren Gep&auml;ckst&uuml;ck mit dem Bus zum Parkplatz zu fahren.<\/p><p>Deswegen fahren wir eben zum Supermarkt in der Vorstadt, wo es genug Parkpl&auml;tze gibt, wo man auch in Ruhe einkaufen kann, ohne &uuml;ber gewisse Menschen zu stolpern und sich in Gefahr zu begeben, und wo man auch die Eink&auml;ufe verstauen kann, um anschlie&szlig;end noch eine Tasse Kaffee etc. zu genie&szlig;en. Und den Rest kann man sich prima mit der Post zustellen lassen &ndash; das haben wir in der Coronazeit gelernt, als die Gesch&auml;ftsinhaber hysterisch auf Besucher reagierten und sie regelrecht schikanierten oder gar rauswarfen, wenn sich Besucher diese Schikanen nicht gefallen lie&szlig;en. Das haben wir nicht vergessen.<\/p><p>So sch&ouml;n Ihr Appell sich anh&ouml;rt &ndash; er scheitert an der Realit&auml;t.<\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en<\/p><p>GN<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>9. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr M&uuml;ller,<\/p><p>obwohl ich ebenfalls ihrer Meinung bin, den &ouml;rtlichen Buchhandel zu unterst&uuml;tzen, und das auch durch regelm&auml;&szlig;igen Kauf und Besuch vor Ort mache, erlaube ich mir in diesem Zusammenhang die Frage, inwieweit die Preistr&auml;ger des (sogenannten) Friedenspreises des deutschen Buchhandels, insbesondere in den Jahren 2022 und 2024 von meinem pers&ouml;nlichen Buchh&auml;ndler unterst&uuml;tzt wurden. Die Antwort darauf war unzufriedenstellend (keine Meinung dazu) und ausweichend.<\/p><p>Mir ist nicht klar, wie viel und welchen Einfluss der &ouml;rtliche Buchhandel auf diesen sogenannten Friedenspreis hat, aber beim Appell zur Unterst&uuml;tzung des &ouml;rtlichen Buchhandels bleibt bei mir ein &ldquo;Geschm&auml;ckle&rdquo;, und zwar kein gutes &hellip;<\/p><p>Mit freundlichem Gru&szlig;<\/p><p>Michael Kirchner<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>10. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr Albrecht M&uuml;ller,<\/p><p>mit Ihrem Artikel hinsichtlich B&uuml;cherkauf als Weihnachtsgeschenk sind Sie in der heutigen Zeit fast schon abartig. Oder ist Ihnen etwa unbekannt, dass bereits ca. 2013 mehrere Ihrer wesentlich besser bezahlten Kollegen beim Spiegel &ouml;ffentlich ganz stolz darauf waren ? nicht mehr ein einziges Buch zu besitzen. Das konnte man damals im Online-Diskussionsbereich des &ldquo;Sturmgesch&uuml;tzes und Kampfblatt f&uuml;r die Demokratie&rdquo; lesen. Und bitte bedenken Sie auch das Thema Klimaschutz bei Ihrer Kaufempfehlung von B&uuml;chern. Denn B&uuml;cher k&ouml;nnen kein CO2 in Sauerstoff umwandeln, der Rohstoff Baum kann das. Mit Ihrer Empfehlung sind Sie also nicht nur abartig, sondern sogar ein Bef&uuml;rworter wachsender Klimasch&auml;den durch &uuml;berfl&uuml;ssige Baumf&auml;llungen.&nbsp;<\/p><p>Mit den besten W&uuml;nschen f&uuml;r einen sch&ouml;nen 3. Advent, ein Frohes fest im Kreise Ihrer Lieben und einen Guten Rutsch in das neue Jahr verbleibt&nbsp;<\/p><p>Dieter Buddrus<\/p><p>PS: das Thema B&uuml;cher wird sich sowieso durch die explodierenden Preise f&uuml;r wirklich gute B&uuml;cher bald erledigt haben und au&szlig;erdem &ndash; wo bitte soll man in den heute &uuml;blichen neu gebauten Wohnungen (eher Karnickelst&auml;lle) einen B&uuml;cherschrank unterbringen ?&nbsp; &nbsp;Regale f&uuml;r B&uuml;cher sind n&auml;mlich infolge Wohnzimmer=K&uuml;che&nbsp; absolut unpraktisch. Der heute vorhandene Platz im Wohnraumbereich bezahlbarer Wohnungsgr&ouml;&szlig;en reicht doch nur noch aus f&uuml;r das Aufstellen eine m&ouml;glichst gro&szlig;en Totalverbl&ouml;dungsglotze.&nbsp;<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>Anmerkung zur Korrespondenz mit den NachDenkSeiten<\/strong><\/p><p>Die NachDenkSeiten freuen sich &uuml;ber Ihre Zuschriften, am besten in einer angemessenen L&auml;nge und mit einem eindeutigen Betreff.<\/p><p>Es gibt die folgenden E-Mail-Adressen:<\/p><ul>\n<li><a href=\"mailto:leserbriefe@nachdenkseiten.de\">leserbriefe(at)nachdenkseiten.de<\/a> f&uuml;r Kommentare zum Inhalt von Beitr&auml;gen.<\/li>\n<li><a href=\"mailto:hinweise@nachdenkseiten.de\">hinweise(at)nachdenkseiten.de<\/a> wenn Sie Links zu Beitr&auml;gen in anderen Medien haben.<\/li>\n<li><a href=\"mailto:videohinweise@nachdenkseiten.de\">videohinweise(at)nachdenkseiten.de<\/a> f&uuml;r die Verlinkung von interessanten Videos.<\/li>\n<li><a href=\"mailto:redaktion@nachdenkseiten.de\">redaktion(at)nachdenkseiten.de<\/a> f&uuml;r Organisatorisches und Fragen an die Redaktion.<\/li>\n<\/ul><p>Weitere Details zu diesem Thema finden Sie in unserer &bdquo;<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?page_id=47939\">Gebrauchsanleitung<\/a>&ldquo;.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=126084\">In diesem Beitrag<\/a> thematisiert Albrecht M&uuml;ller die Sorgen des &ouml;rtlichen Buchhandels. 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