{"id":126214,"date":"2024-12-15T09:00:09","date_gmt":"2024-12-15T08:00:09","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=126214"},"modified":"2024-12-13T14:56:14","modified_gmt":"2024-12-13T13:56:14","slug":"hinweise-der-woche-389","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=126214","title":{"rendered":"Hinweise der Woche"},"content":{"rendered":"<p>Am Wochenende pr&auml;sentieren wir Ihnen einen &Uuml;berblick &uuml;ber die lesenswertesten Beitr&auml;ge, die wir im Laufe der vergangenen Woche in unseren Hinweisen des Tages f&uuml;r Sie gesammelt haben. Nehmen Sie sich ruhig auch die Zeit, unsere werkt&auml;gliche Auswahl der Hinweise des Tages anzuschauen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nWir weisen darauf hin, dass die jeweiligen Anbieter f&uuml;r die Barrierefreiheit ihrer Angebote selbst verantwortlich sind und es durchaus sein kann, dass der Zugang von zun&auml;chst freien Inhalten nach einer Zeit beschr&auml;nkt wird.<\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=126214#h01\">Umw&auml;lzungen in Syrien<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=126214#h02\">Ein Staatsstreich mit legalistischer Fassade &ndash; und das mitten in der Europ&auml;ischen Union<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=126214#h03\">Deutschland und der Ukrainekrieg &ndash; Erich Vad<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=126214#h04\">Argentinien: Der libert&auml;re Messias und seine Propheten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=126214#h05\">Frankreich auf dem Schuldenberg &ndash; Der b&ouml;se Nachbar jubiliert<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=126214#h06\">Wie eine Umgestaltung der Schuldenbremse das Haushaltsproblem beheben k&ouml;nnte<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=126214#h07\">Etatk&uuml;rzungen in der Ern&auml;hrungsbildung: Erneut trifft es die Schw&auml;chsten unserer Gesellschaft<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=126214#h08\">Sch&uuml;ler protestieren gegen Bundeswehrbesuch an Leipziger Gymnasium<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=126214#h09\">Studie zur psychischen Gesundheit: Junge Menschen st&auml;rker angeschlagen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=126214#h10\">Telepolis l&ouml;scht alle fr&uuml;heren Texte<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Urspr&uuml;nglich hatten wir geplant, in unserer Wochen&uuml;bersicht auch auf die lohnenswertesten redaktionellen Beitr&auml;ge der NachDenkSeiten zu verweisen. Wir haben jedoch schnell festgestellt, dass eine daf&uuml;r n&ouml;tige Vorauswahl immer damit verbunden ist, Ihnen wichtige Beitr&auml;ge vorzuenthalten. Daher m&ouml;chten wir Ihnen raten, am Wochenende doch einfach die Zeit zu nutzen, um sich unsere Beitr&auml;ge der letzten Wochen (noch einmal) anzuschauen. Vielleicht finden Sie dabei ja noch den einen oder anderen Artikel, den es sich zu lesen lohnt. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Umw&auml;lzungen in Syrien<\/strong><br>\nMit ihren Sanktionen gegen Syrien haben Deutschland und die EU zum Sturz des syrischen Pr&auml;sidenten Bashar al Assad sowie zum Siegeszug der Jihadistenmiliz Hayat Tahrir al Sham (HTS) beigetragen. Dass die Offensive der HTS innerhalb von nur elf Tagen zur Einnahme von Damaskus f&uuml;hren konnte, hatte mehrere Ursachen, darunter zum Beispiel weithin grassierende Korruption in den syrischen Streitkr&auml;ften und deren Infiltration durch Aktivisten der Opposition; beides hatte zersetzende Wirkung, als die HTS ihren Feldzug startete. Gen&auml;hrt wurden die Korruption sowie eine allgemeine Unzufriedenheit in der Bev&ouml;lkerung allerdings auch durch die drastischen Folgen der westlichen Sanktionen, die zu einer massiven Zunahme von Armut und Hunger f&uuml;hrten; bereits 2019 warnte der European Council on Foreign Relations (ECFR), die Sanktionen liefen letztlich auf eine &bdquo;Politik der verbrannten Erde&ldquo; hinaus, die &bdquo;unterschiedslos und willk&uuml;rlich gew&ouml;hnliche Syrer&ldquo; strafe. Profiteur der Unzufriedenheit war die HTS, die im Gouvernement Idlib ein repressives, auf einer harten Auslegung der Scharia beruhendes Regime errichtet hat und nun die Macht in Damaskus &uuml;bernimmt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/9792\">German Foreign Policy (Teil 1)<\/a><br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/9794\">German Foreign Policy (Teil 2)<\/a><br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/9798\">German Foreign Policy (Teil 3)<\/a>\n<p>dazu: <strong>Syrien in Tr&uuml;mmern &ndash; und was die Medien verschweigen<\/strong><br>\nUnsere Nahostkorrespondentin Karin Leukefeld &ndash; sie schreibt nicht aus dem bequemen B&uuml;ro in Deutschland, sondern lebt im Nahen Osten &ndash; macht in einem hochaktuellen Bericht deutlich, wie die Medien einmal mehr mit der Unterdr&uuml;ckung wichtiger Fakten die geopolitische Situation einseitig beschreiben und Schuldzuweisungen in die falsche Richtung machen. Vor allem wird die massgebliche Beteiligung der USA und der EU mit ihren Sanktionen am bisherigen wirtschaftlichen Elend in Syrien schlicht verschwiegen. (cm)<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/globalbridge.ch\/syrien-in-truemmern-und-was-die-medien-verschweigen\/\">Karin Leukefeld auf Globalbridge<\/a><\/p>\n<p>dazu auch: <strong>Der Regime Change in Syrien ist ein Erdbeben f&uuml;r die arabische Welt<\/strong><br>\nRussland hat ab 2015 einen Durchmarsch des Westens und der teilweise mit ihm verb&uuml;ndeten Dschihadisten verhindert, weshalb der Konflikt auch als &bdquo;Stellvertreterkrieg&ldquo; zwischen dem Westen und Russland oder den USA und Russland gesehen wurde. Nehmen wir an, dass die Pr&auml;sidentschaft von Donald Trump auch in dieser Hinsicht ihre Schatten vorauswirft, dann erscheint die Annahme nicht allzu verfehlt, dass es mit Moskau einen Deal gegeben haben k&ouml;nnte: Ihr &uuml;berlasst uns Syrien und erhaltet im Gegenzug unseren Verzicht auf die fortgesetzte Parteinahme f&uuml;r die Ukraine und unser Engagement f&uuml;r eine politische L&ouml;sung, die eure strategischen und territorialen Interessen bedient. Wenn das so ist, w&auml;re es eine Erkl&auml;rung daf&uuml;r, dass Wladimir Putin Baschar al-Assad so schnell fallen lie&szlig;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/lutz-herden\/syrien-der-regime-change-ist-ein-erdbeben-fuer-die-arabische-welt\/1a7f272e-2677-4b4b-aa49-bae9cd6edb80\">Lutz Herden in der Freitag<\/a><\/p>\n<p>und: <strong>Sieht die Bundesregierung Israels Massenbombardements in Syrien vom V&ouml;lkerrecht gedeckt?<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=126152\">NachDenkSeiten<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Ein Staatsstreich mit legalistischer Fassade &ndash; und das mitten in der Europ&auml;ischen Union<\/strong><br>\nMit der Annullierung der demokratischen Wahlen in Rum&auml;nien haben Politik und Justiz alle roten Linien &uuml;berschritten, die einen Rechtsstaat von einer Autokratie unterscheiden. Auch deutsche Medien spielen dabei die Rolle von Propagandisten. [&hellip;]<br>\nNoch am Dienstag, 3. Dezember, hatte dasselbe Verfassungsgericht eine Annullierung der Wahlen ausdr&uuml;cklich abgelehnt, weil eine Neuausz&auml;hlung der Stimmen keine Hinweise auf Wahlbetrug ergab. Bis Donnerstag war die demokratische Wahl in Rum&auml;nien also noch gew&auml;hrleistet. Einen Tag sp&auml;ter war dann alles anders. Als Begr&uuml;ndung nannte das Gericht nun pl&ouml;tzlich Geheimdienstberichte &uuml;ber einen &bdquo;aggressiven russischen hybriden Angriff&ldquo;. Mithilfe von TikTok seien die Wahlen von Russland so manipuliert worden, dass die Rum&auml;nen den als &bdquo;rechtsextrem&ldquo; und &bdquo;Putin-nah&ldquo; titulierten Georgescu gew&auml;hlt h&auml;tten &ndash; und das wohl auch an diesem Sonntag. [&hellip;]<br>\nWohlgemerkt: Niemand &auml;u&szlig;ert den Verdacht, dass es zu massiven Wahlf&auml;lschungen gekommen ist. Keiner behauptet, hier h&auml;tten Tote gew&auml;hlt oder die Wahlhelfer vor Ort die Stimmabgabe manipuliert. Die Wahlen verliefen nach allen rechtsstaatlichen Kriterien korrekt. Die Wahlannullierung beruht auf der Theorie, rum&auml;nische W&auml;hler w&auml;ren zu dumm, eine freie Entscheidung zu treffen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/kultur\/plus254812968\/Wahlen-in-Rumaenien-Ein-Staatsstreich-mit-legalistischer-Fassade-und-das-mitten-in-der-Europaeischen-Union.html%20\">Frank L&uuml;bberding auf Welt Online (Bezahlschranke)<\/a>\n<p>dazu: <strong>Rum&auml;nien &uuml;berrascht mit einem riesigen Bau &ndash; hier entsteht der fl&auml;chenm&auml;ssig gr&ouml;sste Nato-St&uuml;tzpunkt Europas<\/strong><br>\nDas Milliardenvorhaben unterstreicht die strategische Bedeutung des Schwarzmeerraums. Moskau reagiert mit Drohungen an die Adresse Bukarests.<br>\nDie Stationierung zus&auml;tzlicher Nato-Truppen im Land, vorzugsweise von Amerikanern, ist f&uuml;r jede rum&auml;nische Regierung eine Priorit&auml;t. In Bukarest hatte man lange den Eindruck, die Allianz konzentriere sich in der Abschreckung gegen Russland zu sehr auf Polen und das Baltikum und vernachl&auml;ssige die Flanke im S&uuml;dosten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.nzz.ch\/international\/rumaenien-baut-groessten-nato-stuetzpunkt-europa-ld.1823352\">NZZ<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers H.M.:<\/strong> Artikel aus dem Fr&uuml;hjahr 2024. Vielleicht eine Erkl&auml;rung f&uuml;r die angeordnete Wiederholung der Wahlen.<\/em><\/p>\n<p>dazu auch: <strong>Wie bewertet die Bundesregierung die komplette Annullierung der Pr&auml;sidentschaftswahl in Rum&auml;nien?<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=126117\">NachDenkSeiten<\/a><\/p>\n<p>und: <strong>Deutsche Medien ignorieren weiterhin den Skandal von Rum&auml;nien<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=126102\">NachDenkSeiten<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Deutschland und der Ukrainekrieg &ndash; Erich Vad<\/strong><br>\nEin Funke gen&uuml;gt &ndash; und Deutschland ist im Krieg: So urteilt Erich Vad. Der Brigadegeneral a.D. kritisiert das leichtfertige Drehen an der Eskalationsschraube im Westen und vermisst diplomatische Anstrengungen. An eine milit&auml;rische L&ouml;sung im Ukrainekonflikt glaubt er nicht.<br>\nErich Vad &auml;rgert sich &uuml;ber die st&auml;ndigen Rufe nach mehr milit&auml;rischer Unterst&uuml;tzung f&uuml;r die Ukraine von selbst ernannten Milit&auml;rexperten. Die seien nur richtig, wenn sie mit einer klaren politischen Strategie und mit diplomatischen Abr&uuml;stungsverhandlungen verkn&uuml;pft seien.<br>\nDie besondere Herausforderung f&uuml;r Deutschland ergibt sich f&uuml;r den Milit&auml;rexperten aus der geografischen Lage in Europas Mitte. W&uuml;rde der Ukrainekonflikt aus dem Ruder laufen, h&auml;tte das gerade f&uuml;r Deutschland als Drehscheibe und Aufmarschgebiet der NATO dramatische Konsequenzen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www1.wdr.de\/radio\/wdr5\/sendungen\/neugier-genuegt\/redezeit-erich-vad-100.html\">WDR<\/a>\n<p>dazu: <strong>Ukraine: &bdquo;Wir haben eine Million M&auml;nner, die sich irgendwo verstecken&rdquo;<\/strong><br>\nMit einer &ldquo;Winterhilfe&rdquo; von 1000 UAH sollen auch Kriegsdienstverweigerer gefunden werden. US-Au&szlig;enminister Blinken ruft die Ukraine zu st&auml;rkeren Mobilisierung auf.<br>\nDer ukrainische Pr&auml;sident Selenskij versicherte in einem Gespr&auml;ch mit Kyodo News, Donald Trump wisse, dass die Ukraine nicht kapitulieren werde. Der Krieg sei in eine &bdquo;komplizierte Phase&ldquo; eingetreten, die ukrainischen Streitkr&auml;fte h&auml;tten nicht die Kapazit&auml;ten, um einige besetzte Gebiete wie die Krim zur&uuml;ckerobern. F&uuml;r eine diplomatische L&ouml;sung m&uuml;sse die Ukraine in die Nato aufgenommen werden und so stark sein, dass kein russischer Angriff mehr bef&uuml;rchtet werden muss. Die milit&auml;rische Unterst&uuml;tzung seines Landes m&uuml;sse daher gr&ouml;&szlig;er werden, so das immer wiederkehrende Mantra.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/overton-magazin.de\/top-story\/ukraine-wir-haben-eine-million-maenner-die-sich-irgendwo-verstecken\/%20\">Florian R&ouml;tzer in Overton Magazin<\/a><\/p>\n<p>dazu auch: <strong>Die brutale Relevanz der Demographie<\/strong><br>\nTrotz des Einsatzes von Kurzstrecken-Raketen gegen Russland br&ouml;ckelt die ukrainische Front im Osten des Landes weiter ab. Derzeit misst der ukrainische Pr&auml;sident Selenskyj den Erfolg seiner Anstrengungen an den Territorien, die zu halten die Ukraine in der Lage ist. Von einer R&uuml;ckeroberung von Gel&auml;nde kann schon keine Rede mehr sein. Eine langfristige Betrachtungsweise l&auml;sst aber Zweifel daran aufkommen, ob das Territorium das richtige Erfolgskriterium im Krieg in der Ukraine ist. Und es kommen auch Zweifel auf, ob die Handlungsweise der Verb&uuml;ndeten Selenskyjs dem Land langfristig Nutzen bringen. Das Gegenteil scheint der Fall zu sein.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/globalbridge.ch\/die-brutale-relevanz-der-demographie\/\">Globalbridge<\/a><\/p>\n<p>und: <strong>Massenhafte Fahnenflucht in der ukrainischen Armee<\/strong><br>\nNach Angaben der ukrainischen Generalstaatsanwaltschaft wurden seit dem Einmarsch Russlands im Jahr 2022 mehr als 100.000 Soldaten nach den ukrainischen Desertionsgesetzen angeklagt. [&hellip;]<br>\nUnd die tats&auml;chliche Zahl der Deserteure k&ouml;nnte noch viel h&ouml;her sein. Ein Gesetzgeber, der mit milit&auml;rischen Angelegenheiten vertraut ist, sch&auml;tzt, dass es sich um bis zu 200.000 handeln k&ouml;nnte.<br>\nViele Deserteure kehren nicht mehr zur&uuml;ck, nachdem ihnen ein medizinischer Urlaub gew&auml;hrt wurde. Sie sind von der Unerbittlichkeit des Krieges entkr&auml;ftet und psychisch und emotional gezeichnet. Sie f&uuml;hlen sich schuldig, weil sie den Willen zum K&auml;mpfen nicht aufbringen konnten, sind w&uuml;tend &uuml;ber die Art und Weise, wie der Krieg gef&uuml;hrt wird, und frustriert dar&uuml;ber, dass er nicht zu gewinnen scheint. [&hellip;]<br>\nDesertion hat die Schlachtpl&auml;ne ad absurdum gef&uuml;hrt und gleitet den milit&auml;rischen Befehlshabern durch die Finger. Die AP erfuhr von F&auml;llen, in denen die Verteidigungslinien ernsthaft gef&auml;hrdet waren, weil ganze Einheiten sich den Befehlen widersetzten und ihre Stellungen aufgaben. [&hellip;] Einem Experten zufolge verzeichnete das ukrainische Milit&auml;r im September ein Defizit von 4.000 Soldaten an der Front, was haupts&auml;chlich auf Todesf&auml;lle, Verletzungen und Desertionen zur&uuml;ckzuf&uuml;hren ist. Die meisten Deserteure waren unter den j&uuml;ngsten Rekruten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/de.euronews.com\/2024\/12\/08\/fahnenflucht-ukrainische-armee\">Euronews<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Argentinien: Der libert&auml;re Messias und seine Propheten<\/strong><br>\nEs ist in den libert&auml;ren Kreisen, in denen Christian Lindner regelm&auml;&szlig;ig verkehrt, chic geworden, auf die &bdquo;Erfolge&ldquo; des vor einem Jahr gew&auml;hlten argentinischen Pr&auml;sidenten zu verweisen und damit den Eindruck zu erwecken, auch hierzulande k&ouml;nnte eine Schocktherapie angemessen sein. Der argentinische Pr&auml;sident Javier Milei wird in den liberalen Himmel gehoben, bevor man &uuml;berhaupt einen gut begr&uuml;ndeten empirischen Beleg daf&uuml;r vorlegen kann, dass seine Radikalkur positive Wirkungen zeigt. Selbst der nicht minder libert&auml;re Elon Musk wird immer wieder als Bruder im Geiste von Milei herangezogen, wohl um zu zeigen, wieviel Geld man verdienen kann, wenn man die richtige Gesinnung hat.<br>\nQuelle 1: <a href=\"https:\/\/www.relevante-oekonomik.com\/2024\/12\/12\/argentinien-der-libertaere-messias-und-seine-propheten\/\">Heiner Flassbeck und Patrick Kaczmarczyk auf Relevante &Ouml;konomik<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/politik-gesellschaft\/geopolitik\/argentinien-der-libertaere-messias-milei-und-seine-propheten-li.2280218\">Berliner Zeitung (Bezahlschranke)<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Frankreich auf dem Schuldenberg &ndash; Der b&ouml;se Nachbar jubiliert<\/strong><br>\nJetzt geht es wieder los, das Frankreich-Bashing. Keine Regierung, ein schwer angeschlagener Pr&auml;sident und ein gewaltiger Schuldenberg. Da sind in Deutschland die nationalistischen Pferde vom Z&uuml;gel und trampeln mit Gewalt nieder, was noch niederzutrampeln ist. Kein deutscher Medienkommentar aus Paris, der nicht den riesigen Schuldenberg als Menetekel einer gescheiterten Politik hinstellt. Kein &bdquo;Wirtschaftsexperte&ldquo;, der nicht darauf hinweist, dass Frankreichs Zinsen jetzt so hoch sind wie die von Griechenland. Die Hetze reicht hin bis hin zu der wirklich infamen Aussage, die Franzosen w&uuml;rden jetzt daf&uuml;r sorgen, dass die Deutschen ihre Schulden bezahlen.<br>\nMachen wir uns nichts vor: In der Geschichte gibt es keine Gerechtigkeit. Es gibt aber Fehlverhalten, das auch nach vielen Jahren demjenigen, der die Fehlentwicklungen zu verantworten hat, noch Alptr&auml;ume beschert. So ist es mit dem Sieg der deutschen Wirtschaft &uuml;ber die franz&ouml;sische zu Beginn der Europ&auml;ischen W&auml;hrungsunion. Gerade weil die Deutschen insgeheim wissen, dass Deutschland eine erhebliche Mitschuld an der franz&ouml;sischen Misere tr&auml;gt, f&auml;llt die &ouml;ffentliche Reaktion so heftig und so missg&uuml;nstig aus. Wer die eigene Trommel laut genug schl&auml;gt, &uuml;bert&ouml;nt jeden Zwischenton, jede Relativierung und nat&uuml;rlich jede Kritik.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.relevante-oekonomik.com\/2024\/12\/09\/frankreich-auf-dem-schuldenberg-der-boese-nachbar-jubiliert\/\">Heiner Flassbeck auf Relevante &Ouml;konomik<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Wie eine Umgestaltung der Schuldenbremse das Haushaltsproblem beheben k&ouml;nnte<\/strong><br>\nDie Ampel-Koalition zerbrach am Haushaltsstreit. Finanzminister Christian Lindner (FDP) blieb hartn&auml;ckig bei der Schuldenbremse und wurde schlie&szlig;lich von Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) aus dem Amt entlassen. Die Diskussionen &uuml;ber eine m&ouml;gliche Schuldenreform in der n&auml;chsten Regierung rei&szlig;en seither nicht ab. Bef&uuml;rworter der Schuldenbremse bef&uuml;rchten einen Kontrollverlust. Kritiker fordern hingegen mehr Investitionen im Land. In einem Gastbeitrag schl&auml;gt ein &Ouml;konom eine L&ouml;sung vor, die sowohl Spielraum f&uuml;r Investitionen als auch eine Begrenzung der Schulden erm&ouml;glicht &ndash; eine Option, die alle Seiten zufriedenstellen k&ouml;nnte.<br>\nQuelle 1: <a href=\"https:\/\/www.fr.de\/wirtschaft\/wie-eine-umgestaltung-der-schuldenbremse-das-haushaltsproblem-beheben-koennte-zr-93462077.html\">FR Online<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/wirtschaft\/2024-12\/reform-schuldenbremse-haushalt-bofinger\">Zeit Online (Bezahlschranke)<\/a>\n<p>dazu auch: <strong>Ex-Wirtschaftsweiser Peter Bofinger: &bdquo;Das deutsche Gesch&auml;ftsmodell funktioniert nicht mehr&ldquo;<\/strong><br>\nDer ehemalige Wirtschaftsweise Peter Bofinger sieht Deutschland in der schwierigsten &ouml;konomischen Lage seit der Nachkriegszeit. Wie schlimm steht es ums Land? [&hellip;]<br>\nBofinger: &Uuml;ber die Rettung einzelner Unternehmen zu diskutieren, verengt die Debatte zu sehr. Es kann durchaus sinnvoll sein, die Stahlproduktion in Deutschland zu halten. Doch um diese Frage beantworten zu k&ouml;nnen, braucht es ein schl&uuml;ssiges Zukunftskonzept. Es ist ein Paradigmenwechsel n&ouml;tig. Die Politik muss den Mut haben, wieder in gro&szlig;em Ma&szlig;stab zu denken. Wir brauchen ein 1-Billion-Euro-Programm f&uuml;r die n&auml;chsten zehn Jahre.<br>\ntaz: Das w&uuml;rde finanzpolitisch jeglichen Rahmen sprengen und die Schuldenquote explodieren lassen.<br>\nBofinger: Nicht nur der Schuldenstand w&uuml;rde wachsen, sondern auch die Wirtschaftsleistung. Bei einem realen Wirtschaftswachstum von 0,5 Prozent pro Jahr und einer Inflationsrate von 2 Prozent w&uuml;rde die Schuldenquote, also die Relation der Staatsverschuldung zur Wirtschaftsleistung, von derzeit 63 Prozent auf 67 Prozent steigen. Damit h&auml;tte Deutschland weiterhin eine sehr viel niedrigere Schuldenquote als L&auml;nder wie Frankreich, Gro&szlig;britannien oder die Vereinigten Staaten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/taz.de\/Ex-Wirtschaftsweiser-Peter-Bofinger\/!6051325\/\">taz<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Etatk&uuml;rzungen in der Ern&auml;hrungsbildung: Erneut trifft es die Schw&auml;chsten unserer Gesellschaft<\/strong><br>\nDie Sparpl&auml;ne f&uuml;r den Berliner Haushalt k&ouml;nnten f&uuml;r Vereine, die sich in Kitas und Schulen f&uuml;r eine nachhaltige Ern&auml;hrungswende einsetzen, das Aus bedeuten.<br>\nGegen die Sparpl&auml;ne des Berliner Landeshaushalts mehren sich die Proteste. Vor allem die Kulturschaffenden konnten durch zahlreiche prominente Unterst&uuml;tzer ein breites mediales Interesse wecken. Doch auch andere Akteure treffen die Streichungen von F&ouml;rdergeldern unverh&auml;ltnism&auml;&szlig;ig hart, etwa Vereine im Bereich der Ern&auml;hrungsbildung wie &bdquo;Restlos Gl&uuml;cklich&ldquo; und &bdquo;Kate&ldquo;.<br>\nDie Berliner Ern&auml;hrungsstrategie der Senatsverwaltung f&uuml;r Justiz und Verbraucherschutz wurde im Koalitionsvertrag verankert und hatte sich zum Ziel gesetzt, eine fairere, nachhaltigere und regionalere Ern&auml;hrungspolitik umzusetzen. Auf Landesebene wollte man als Vorbild dienen und einen signifikanten Beitrag zu den UN-Nachhaltigkeitszielen leisten.<br>\nMit gerade einmal 2,227 Millionen Euro hatte der Etat der Berliner Ern&auml;hrungsstrategie einen Anteil von lediglich 0,005 Prozent am Berliner Haushalt 2025 &ndash; eine &uuml;berschaubare Summe, die man bereit war, in nachhaltige Ern&auml;hrungspolitik zu investieren. Dennoch wurde auch hier der Rotstift angesetzt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/open-source\/etatkuerzungen-in-der-ernaehrungsbildung-in-berlin-erneut-trifft-es-die-schwaechsten-unserer-gesellschaft-li.2278540%20\">Berliner Zeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unserer Leserin A.F.:<\/strong> Hinzu kommt, dass besonders arme Kinder durch mangelhafte und Fehlern&auml;hrung in ihrer k&ouml;rperlichen und geistigen Entwicklung gesch&auml;digt werden, was nicht zuletzt hohe Folgekosten im Bereich Gesundheit verursacht.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Sch&uuml;ler protestieren gegen Bundeswehrbesuch an Leipziger Gymnasium<\/strong><br>\nImmer aggressiver wirbt die Bundeswehr f&uuml;r die Rekrutierung von Kriegsfreiwilligen unter Jugendlichen. Dagegen &auml;u&szlig;ert sich zunehmend Widerstand, wie j&uuml;ngst an einer Leipziger Schule.<br>\nZwei Tage vor dem geplanten Besuch der Bundeswehr Ende Oktober an der Humboldtschule im Stadtteil Reudnitz-Thonberg in Leipzig f&uuml;hrten mehrere Sch&uuml;ler einen sogenannten &bdquo;Die-In&ldquo;-Protest auf ihrem Schulhof durch. Sie legten sich auf den Boden und stellten sich tot, w&auml;hrend ein 16-j&auml;hriger Mitsch&uuml;ler folgendes in ein Megaphon sprach:<br>\nHabt ihr Lust an die Ostfront zu ziehen? Und da f&uuml;r Deutschland zu sterben? Ich f&uuml;r meinen Teil habe da keinen Bock drauf. Ich habe keinen Bock darauf, mit 18 in irgendeinem Sch&uuml;tzengraben zu liegen und mich zu fragen: Komme ich hier mit meinem Leben raus oder ist es nur ein Bein und meine Menschlichkeit, die ich verliere? &Uuml;bermorgen hat die Schule die Bundeswehr zu uns eingeladen. Sie sollen uns dann genau diese Situation schmackhaft machen. Uns wird erz&auml;hlt, dass die Bundeswehr Deutschland und uns besch&uuml;tzt und den Frieden bringen will. Das ist Bullshit! Um wessen Interessen geht es, wenn mit deutschen Waffen in Pal&auml;stina und Kurdistan gemordet wird? &Uuml;ber wessen Freiheit reden wir, wenn Kriegsflugzeuge den Pazifik &uuml;berqueren?<br>\nWeiter kam er nicht, da eine Lehrkraft ihm das Megaphon entriss. &bdquo;Massive St&ouml;rung des Schulfriedens&ldquo;, so lautet die Antwort der Schulleitung auf die Protestaktion. Sie drohte mit einem Schulverweis gegen beteiligte Sch&uuml;ler. Damit macht sich die Schulleitung zu Handlangern des Milit&auml;rs und der Regierung.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.wsws.org\/de\/articles\/2024\/12\/04\/mili-d04.html\">WSWS<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Lutz Hausstein:<\/strong> Es ist so erb&auml;rmlich! Nach 100 Jahren umfangreicher schrecklicher Erfahrungen und zwei Weltkriegen, in denen ganze Generationen teils ausgerottet, zumindest aber schwer lebenslang traumatisiert wurden, macht man die Schule wieder zu einem Ort, an dem &ldquo;Menschenmaterial&rdquo; akquiriert wird. Wie wenig den Eliten ein Menschenleben aus dem &ldquo;einfachen Volk&rdquo; gilt, zeigte gerade besonders anschaulich die Forderung aus den USA, das Alter f&uuml;r die Wehrpflicht in der Ukraine auf 18 Jahre zu senken. Das kann man nur noch mit Erich Maria Remarque kommentieren: &bdquo;Ich dachte immer, jeder Mensch sei gegen den Krieg, bis ich herausfand, dass es welche gibt, die daf&uuml;r sind, besonders die, die nicht hingehen m&uuml;ssen.&ldquo;<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Studie zur psychischen Gesundheit: Junge Menschen st&auml;rker angeschlagen<\/strong><br>\nDie Pandemie hat junge Menschen st&auml;rker psychisch belastet als die Finanzkrise ab 2008. Zur Belastung hei&szlig;t es in der Studie: &bdquo;Je j&uuml;nger, desto st&auml;rker&ldquo;.<br>\nDie Corona-Pandemie hat sich einer Studie zufolge deutlich st&auml;rker auf die psychische Gesundheit junger Menschen ausgewirkt als die weltweite Finanzkrise zwischen 2008 und 2010. Demnach erholten sich j&uuml;ngere Leute offenbar wesentlich schlechter als &auml;ltere von Kontaktbeschr&auml;nkungen, Homeschooling und Ausgangssperren w&auml;hrend der Corona-Krisenjahre, wie aus einer Ver&ouml;ffentlichung des Deutschen Instituts f&uuml;r Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) hervorgeht, die den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Montag) vorliegt.<br>\nQuelle 1: <a href=\"https:\/\/taz.de\/Studie-zur-psychischen-Gesundheit\/!6055273\/\">taz<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"https:\/\/www.diw.de\/de\/diw_01.c.929163.de\/publikationen\/diw_aktuell\/2024_0099\/psychische_gesundheit_juengerer_menschen_sinkt__corona-pandemie_verschaerft_abwaertstrend.html\">DIW<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Hat die Corona-Pandemie die (jungen) Menschen so sehr belastet &ndash; oder waren es die Ma&szlig;nahmen?<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Telepolis l&ouml;scht alle fr&uuml;heren Texte<\/strong><br>\nTelepolis, eines der &auml;ltesten Online-Magazine Deutschlands, informierte am Freitag (6. Dezember) dar&uuml;ber, alle Artikel, die vor dem Jahr 2021 ver&ouml;ffentlicht wurden, vollst&auml;ndig gel&ouml;scht zu haben. In jenem Jahr hatte der aktuelle Chefredakteur Harald Neuber die Leitung des Magazins von seinem Vorg&auml;nger Florian R&ouml;tzer &uuml;bernommen, der Telepolis 1996 gegr&uuml;ndet hatte. Zur Begr&uuml;ndung f&uuml;r die massenhafte L&ouml;schung, der sch&auml;tzungsweise mehr als 50.000 Artikel zum Opfer fallen, schreibt Neuber, man habe die Texte &bdquo;zun&auml;chst aus dem Archiv genommen&ldquo;, da man &bdquo;f&uuml;r deren Qualit&auml;t nicht pauschal garantieren&ldquo; k&ouml;nne. &bdquo;Keinesfalls&ldquo; handle es sich um &bdquo;ein Misstrauensvotum gegen fr&uuml;here Autoren und damalige Beitr&auml;ge heutiger Autoren&ldquo;. &bdquo;Wir mussten aber einsehen&ldquo;, so der Chefredakteur, &bdquo;dass es keine realistische M&ouml;glichkeit gibt, die enorme Menge von Artikeln aus gut 25 Jahren hinreichend zu pr&uuml;fen.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/multipolar-magazin.de\/meldungen\/0147\">multipolar<\/a>\n<p>dazu: <strong>Tilgung der Geschichte + Zerst&ouml;rung von Telepolis<\/strong><br>\nwie ich heute lese, sind alle Texte von Telepolis vor 2021 vom Netz genommen worden und nicht mehr abrufbar. Sie, der Chefredakteur, und der Heise-Verlag begr&uuml;nden das damit, dass Sie f&uuml;r die Qualit&auml;t dieser &auml;lteren Texte nicht pauschal garantieren k&ouml;nnen.<br>\nZun&auml;chst: Ich bin ausgebildeter Redakteur und habe in meinem Berufsleben in mehreren Redaktionen verschiedener Medien gearbeitet. Seit mehr als 35 Jahren bin ich f&uuml;r die &ouml;ffentlich-rechtlichen Medien t&auml;tig. F&uuml;r das Online-Magazin Telepolis habe ich &uuml;ber sechs Jahre lang Artikel verfasst. Darunter mehrere hundert Artikel &uuml;ber den NSU-Prozess, &uuml;ber Sitzungen mehrerer NSU-Untersuchungsaussch&uuml;sse und mehrerer U-Aussch&uuml;sse zum Anschlag vom Berliner Breitscheidplatz. In diesen Artikeln beschreibe ich unter anderem einmalige zeitgeschichtliche Zeugenauftritte.<br>\nIch will es kurz machen: Ich fordere Sie auf, meine Texte wieder online zu stellen. Sie und der Heise-Verlag haben kein Recht, diese Texte und ihre Inhalte verschwinden zu lassen. Die Texte geh&ouml;ren nicht Ihnen, Telepolis oder dem Heise-Verlag. Sie geh&ouml;ren der &Ouml;ffentlichkeit und letztlich der Geschichte. Zumal ich als Journalist zu vielen Ereignissen, wie Prozessen oder Untersuchungsaussch&uuml;ssen von Parlamenten, nur deshalb privilegierten Zugang erhalte, weil ich f&uuml;r die &Ouml;ffentlichkeit t&auml;tig bin und war. Das haben Sie und der Heise-Verlag zu respektieren und nicht zu annullieren. Ihr Vorgehen, alle Texte bis 2021 vom Netz zu nehmen, kommt einer Tilgung der Geschichte gleich. Au&szlig;erdem bedeutet es &ndash; ganz nebenbei &ndash; die Zerst&ouml;rung des Online-Magazins Telepolis als einst kritisches, meinungsstarkes und auf seine Weise einmaliges Medium.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/wolfwetzel.de\/index.php\/2024\/12\/06\/tilgung-der-geschichte-zerstoerung-von-telepolis-von-thomas-moser\/\">Thomas Moser auf Eyes Wide Shut<\/a><\/p>\n<p>dazu auch: <strong>&bdquo;Telepolis l&ouml;scht auf einen Schlag 25 Jahre Geschichte&ldquo;<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=126047\">NachDenkSeiten<\/a><\/p>\n<p>und: <strong>Ein Hauch von 1984 &ndash; Telepolis l&ouml;scht das eigene Archiv<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=125947\">NachDenkSeiten<\/a><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am Wochenende pr&auml;sentieren wir Ihnen einen &Uuml;berblick &uuml;ber die lesenswertesten Beitr&auml;ge, die wir im Laufe der vergangenen Woche in unseren Hinweisen des Tages f&uuml;r Sie gesammelt haben. 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