{"id":126222,"date":"2024-12-14T15:00:51","date_gmt":"2024-12-14T14:00:51","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=126222"},"modified":"2024-12-14T19:31:48","modified_gmt":"2024-12-14T18:31:48","slug":"leserbriefe-zu-ein-hauch-von-1984-telepolis-loescht-das-eigene-archiv-und-telepolis-loescht-auf-einen-schlag-25-jahre-geschichte","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=126222","title":{"rendered":"Leserbriefe zu \u201eEin Hauch von 1984 \u2013 Telepolis l\u00f6scht das eigene Archiv\u201c und \u201e\u201eTelepolis l\u00f6scht auf einen Schlag 25 Jahre Geschichte\u201c\u201c"},"content":{"rendered":"<p><strong>Jens Berger<\/strong> thematisiert <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=125947\">hier<\/a> die im Rahmen einer <a href=\"https:\/\/www.telepolis.de\/features\/Qualitaetsoffensive-Telepolis-ueberprueft-historische-Artikel-10190173.html\">&bdquo;Qualit&auml;tsoffensive&ldquo;<\/a> vorgenommene L&ouml;schaktion des zum Heise Verlag geh&ouml;renden Onlinemagazins Telepolis. Allein der Begriff k&ouml;nne George Orwells 1984 entliehen sein. Alle Artikel, die vor 2021 erschienen sind, seien vom Netz genommen. Das seien &uuml;ber 50.000 Beitr&auml;ge. Verantwortlich daf&uuml;r sei der neue Chefredakteur Harald Neuber. Dieses Vorgehen werde &bdquo;als Schande&ldquo; empfunden. In diesem <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=126047\">Interview mit den <em>NachDenkSeiten<\/em><\/a> beklagt Florian R&ouml;tzer &bdquo;eine Cancel Culture der Sorte Stalinismus sowie einen Zeitgeist im Zeichen von Mainstream und Gleichschaltung&ldquo;. Wir haben dazu zahlreiche und interessante E-Mails bekommen. Danke daf&uuml;r. <strong>Christian Reimann<\/strong> hat f&uuml;r Sie die folgende Auswahl der Leserbriefe zusammengestellt.<br>\n<!--more--><\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>Zu Ein Hauch von 1984 &ndash; Telepolis l&ouml;scht das eigene Archiv<\/strong><\/p><p><strong>1. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr Berger,<\/p><p>Telepolis geh&ouml;rte bis vor kurzem noch zu den Alternativen Medien, die man getrost lesen konnte.<\/p><p>Mittlerweile keimt in mir der Verdacht, dass der Heise-Verlag und somit TELEPOLIS vom Objektiven Weg abgekommen ist.<\/p><p>Wie beschrieben, war TELEPOLIS unter Florian R&ouml;tzer ein provokantes und aufkl&auml;rerisches Magazin.<\/p><p>Dann kam der Wechsel und mit ihm kam auch die Zensur der Leserbriefe.<br>\nWas inhaltlich nicht mehr ins Konzept der Redaktion passte, wurde einfach unter den Tisch fallen gelassen.<\/p><p>Egal, die Lekt&uuml;re heute f&auml;llt etwas k&uuml;rzer aus, da TELEPOLIS nicht mehr gelesen werden muss.<br>\nDie Selbstkasteiung hat daran ma&szlig;geblich schuld &nbsp;. &nbsp;. &nbsp;.&nbsp;<\/p><p>M &nbsp;f &nbsp;G<\/p><p>B. Schroeder<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>2. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Lieber Herr Berger,<\/p><p>20 Jahre lang war Telepolis f&uuml;r mich Standard. Im Forum war ich regelm&auml;&szlig;ig aktiv. Im Januar 2021 hatte ich dann endg&uuml;ltig die Schnauze voll (wenn ich das mal so knapp und klar sagen darf). Die Artikel wurden immer angepasster und unkritischer und im Forum w&uuml;tete die Zensur der &ldquo;Antideutschen&rdquo;. Seitdem habe ich mir nicht mehr die M&uuml;he gemacht, da mal rein zu schauen, konsequent.<\/p><p>F&uuml;r mich ging es dann gut aus, weil ich zur gleichen Zeit auf einen gewissen Jens Berger und die NachDenkSeiten aufmerksam wurde. Die NachDenkSeiten sind kein Ersatz f&uuml;r Telepolis, sie sind deutlich besser!<\/p><p>Die L&ouml;schung des Archivs bei Telepolis ist ein historischer, kultureller und politischer Frevel. Pressearchive sind eine wichtige Quelle f&uuml;r Historiker.<\/p><p>Meine Kommentare sind nun auch weg. Das kann die Welt verschmerzen. Aber einen habe ich aufgehoben, wegen der positiven Resonanz damals. Und mir macht die Erinnerung daran auch heute noch Spa&szlig;.<\/p><p>Viele Gr&uuml;&szlig;e,<\/p><p>Rolf Henze<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>3. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Lieber Herr Berger,<\/p><p>das bei Telepolis ist mir schon lange ein Dorn im Auge. Ich selbst habe meine Meinung bei TP geschrieben. Die KI sagte mir das ist nicht unser Sprachgebrauch, bitte formulieren sie das neu.<\/p><p>Ich habe darauf hin den Test gemacht und den Text unter diplomatisch freundlich auch mit KI schreiben lassen und bei TP eingef&uuml;gt. Die TP KI antwortete auf die gleiche Weise wie zuvor.<\/p><p>Ich habe darauf hin eine Info an TP gesendet und erhielt eine seltsame Nachricht. Darauf hin habe ich den Kontakt gel&ouml;scht.<\/p><p>Orwell war gestern, das was in Deutschland geschieht hat eine v&ouml;llig neue Qualit&auml;t.<\/p><p>Beste Gr&uuml;&szlig;e<\/p><p>Theo Henry Wurst<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>4. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr gesch&auml;tzter Jens Berger,<\/p><p>das &uuml;ber Telepolis zu h&ouml;ren schmerzt und ist aus meiner Sicht dem woken\/globalistischen Zeitgeist geschuldet &ndash; von dem ich mich distanziere und was meine insbesondere empathischen F&auml;higkeiten nicht schm&auml;lert, im Gegenteil!<\/p><p>&Uuml;berrascht bin ich &uuml;ber die L&ouml;schungen mit merkw&uuml;rdigen Begr&uuml;ndungen dennoch nicht, denn ich war eine Zeitlang regelm&auml;&szlig;iger Leser von Artikeln auf Telepolis. Irgendwann sp&uuml;rte ich eine Art von Unbehagen\/von mangelnder Lust auf die Artikel von Telepolis &ndash; heute wei&szlig; ich, es waren meine mittlerweile sehr sensiblen &ldquo;Antennen&rdquo; die ich ausgebildet habe was die politische Ausrichtung von Artikeln\/Aussagen angeht.<\/p><p>Damit teilt Telepolis offensichtlich\/aus meiner Sicht das Schicksal von der einst bissigen\/kritischen ZDF-Sendung &ldquo;Die Anstalt&rdquo; die mittlerweile auch als Bettvorleger gelandet ist!<\/p><p>Lassen Sie es uns wissen lieber Jens Berger falls ein von Ihnen f&uuml;r Telepolis verfasster und momentan gel&ouml;schter Artikel in neuem Gewande wieder bei Telepolis &ldquo;auftauchen&rdquo; sollte &ndash; k&ouml;nnte am&uuml;sant werden.<\/p><p>Jede Art von Verlust freier Medien schmerzt, doch ich glaube (auch wenn es oft schwerf&auml;llt) an das Potenzial der Bev&ouml;lkerungsmehrheit Irrt&uuml;mer zu erkennen &ndash; auch wenn sie es oft sehr, sehr spannend macht!<\/p><p>Herzliche Gr&uuml;&szlig;e<\/p><p>Andreas Rommel<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>5. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Hallo NDS,<\/p><p>Das ist ja so, als wenn wir gl&auml;nzende Oldtimer einfach verschrotten w&uuml;rden, nur weil sie noch keine Airbags und kein ABS hatten. Der neue TP-Chefredakteur Harald Neuber w&auml;re besser auf einem Wertstoffhof t&auml;tig, da w&auml;re sein (Aus)sortieren und Schreddern sogar n&uuml;tzlich. Telepolis ist nat&uuml;rlich raus aus meiner Liste.<\/p><p>Vielen Dank, auch f&uuml;r diesen Beitrag wieder.<\/p><p>Uli Herrmann<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>6. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr guter Artikel Herr Berger.<\/p><p>Ja, das ist die gro&szlig;e S&auml;uberung, die schon l&auml;nger im Internet l&auml;uft. Die Besitzer des Heise-Verlages hatte schon vor Jahren &ldquo;kalte F&uuml;&szlig;e&rdquo; bekommen und kritische Beitr&auml;ge nicht mehr gewollt (hatte mich dann als Abonnent verabschiedet). Vorher speziell der Druck kommt, ist wohl mehrgleisig. Zum einen die Erpressbarkeit durch Werbekunden. Auch Gro&szlig;spenden, wie z.B. 4,5 Mill. Euro der Bill-Gates-Stiftung an den Spiegel (der muss nun liefern). Oder USA-Investorbeteiligung von 46% am Springerverlag, mit der Vertragsabmachung, dass nicht negativ &uuml;ber die USA berichtet werden darf. Pers&ouml;nliche Geldzuwendungen an f&uuml;hrende K&ouml;pfe der Medien und dem &Ouml;RR. Politischer Druck durch Androhung von Strafprozessen, die durch die neuen Petzportale und Medienanstalten m&ouml;glich werden mit begleitender ver&auml;nderte Gesetzeslage, usw und sofort.<\/p><p>Da bl&auml;st ein Sturm zum letzten Gefecht und gewisse Machteliten werden zunehmend sehr nerv&ouml;s, denn immer mehr Menschen misstrauen den &ldquo;Qualit&auml;ts&ndash;Medien&rdquo;.<\/p><p>Mittlerweile gibt es &ldquo;Qualit&auml;t-Alternativmedien&rdquo; wie z.B. NDS oder Multipolar mit gro&szlig;er Wirkweite. Die Macht-Eliten werden den Geist nicht mehr in die Flasche zur&uuml;ck bekommen, aber sie werden nichts unversucht lassen, nichts!<\/p><p>Gemeinsam sind wir st&auml;rker, dass sollten wir nur nicht vergessen!<\/p><p>Besten Gru&szlig;<\/p><p>Norbert Arbeiter<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>7. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr Berger,<\/p><p>&ldquo;Die Erkl&auml;rung des TP-Chefredakteurs Neuber ist dabei an zahlreichen Stellen unfreiwillig komisch.&rdquo;<\/p><p>In der Tat, zum Beispiel diese Stelle:<\/p><blockquote><p>\n&ldquo;Das Bewertungsportal NewsGuard stuft unsere Arbeit mit der vollen Punktzahl als &lsquo;sehr glaubw&uuml;rdig&rsquo; ein: Telepolis erf&uuml;lle alle Standards der Glaubw&uuml;rdigkeit und Transparenz.&rdquo;\n<\/p><\/blockquote><p>TP erscheint im Heise-Verlag. In einer anderen Publikation des gleichen Verlags heisst es zu NewsGuard, es handle sich um eine &ldquo;dubiose US-Firma&rdquo;, die &ldquo;Medienw&auml;chter spielt&rdquo;, und weiter:<\/p><blockquote><p>\n&ldquo;Die politische Ausrichtung von NewsGuard spiegelt sich in dessen Advisory Board wider. Hier finden sich illustre Leute wie der ehemalige NATO-Generalsekret&auml;r Anders Fogh Rasmussen, der fr&uuml;here CIA-Direktor und einstige NSA-Chef General Michael Hayden, George W. Bushs Homeland-Security-Minister Tom Ridge sowie Elise Jordan, ehemalige Redenschreiberin von Condoleezza Rice &ndash; Personen, die bislang nicht als journalistische Tugendw&auml;chter aufgefallen sind, sondern als Spezialisten f&uuml;r milit&auml;rische Aufgaben und die nationale Sicherheit der USA.&rdquo;<br>\n(<a href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/Mit-NATO-Haekchen-4449791.html\">Andreas Schuchardt, &ldquo;NewsGuard: Dubiose US-Firma spielt Medienw&auml;chter&rdquo;, c&rsquo;t (14\/2019), online (26.9.19)<\/a>)\n<\/p><\/blockquote><p>Will sagen, der neue Chefredakteur freut sich, dass TP nunmehr dem amerikanischen tiefen Staat gef&auml;llt. Es lebe der kritische, unabh&auml;ngige Journalismus!<\/p><p>Allerdings findet sich sich im Dezember &rsquo;24 keine Angabe mehr zum Advisory Board von NewsGuard. Vielleicht hat der neue Chefredakteur interne Informationen dar&uuml;ber, dass das &ldquo;Bewertungsportal&rdquo; nicht mehr dubios ist.<\/p><p>Sch&ouml;ne Gr&uuml;sse!<\/p><p>Ulf Martin<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>8. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Ich stimme Jens Berger zu. Liest man einige der Artikel auf Heise\/Telepolis, insbesondere von Neuber, h&ouml;rt sich dies sehr nach Orwell und Marketingsprech an. Man will sich &ldquo;neu und breit aufstellen&rdquo;, obwohl hinter Telepolis &ldquo;eine kleine, sechsk&ouml;pfige Redaktion&rdquo; steht und &ldquo;Nicht alle sind Redakteure, nicht alle sind in Vollzeit dabei.&rdquo; liest man schon 2023 [1].<\/p><p>Ich kenne Heise seit den 1980\/90&rsquo;er Jahren, war lange Abonnent. Mein Online-Account, unter dem man auf heise.de kommentieren kann, war fast 25 Jahre alt. Doch erst im Dezember 2021 fing ich an, Kommentare zu Artikeln der C&rsquo;T und auf Telepolis zu verfassen.<\/p><p>Heise\/Telepolis empfand ich lange als wohltuende Alternative zu dem sonstigen Einheitsbrei der Massen- und Torw&auml;chtermedien. Doch mir fiel auch negatives auf, insbesondere:<\/p><ol>\n<li>Unkritisch-einseitige Berichterstattung zur Digitalisierung, insbesondere im Gesundheitswesen, Stichwort e-Rezept, ePA usw..<\/li>\n<li>Gesundheitssystem: einseitig-unkritische Artikel aus Sicht der Gesundheitsbranche. Niemals &ndash; soweit ich es &uuml;berblickt habe &ndash; aus Patientensicht (ich bin selbst Chroniker).<\/li>\n<li>Verbreitung des L&uuml;gennarrativs &ldquo;Wirtschaftsnobelpreis&rdquo;.<\/li>\n<li>Hurra-Journalismus zur Kernfusion als die ultimative Erl&ouml;sung von Schwierigkeiten bei der Energieversorgung.<\/li>\n<li>Intransparente L&ouml;schung von Kommentaren.<\/li>\n<\/ol><p>Die oa. Einseitigkeit der Artikel war, an dem eigenen Anspruch von Heise gemessen, frappant. Ich las dann irgendwann im Forum, dass Heise Mitglied im einflussreichen IT-Lobbyverein Bitkom ist, was einiges erkl&auml;rt [2].<\/p><p>Sehr wichtig ist mir das L&uuml;gennarrativ &ldquo;Wirtschaftsnobelpreis&rdquo;, denn Alfred Nobel hat einen solchen nie gestiftet. Dieser Fake Nobelpreis der schwedischen Reichsbank, also der Kapitalseite, dient im gesellschaftlichen Diskurs der &Uuml;berh&ouml;hung und Akzeptanzgewinnung einer Geisteswissenschaft, die in grossen Teilen nicht von empirischer Analyse und analytischer Offenheit, sondern von den eigenen Dogmen bestimmt wird, wie auf den NDS, bei Flassbeck ua. regelm&auml;ssig nachzulesen ist.<\/p><p>Die weltweit-mediale Etablierung dieses Preises als &ldquo;Nobelpreis&rdquo; geh&ouml;rt wohl zu den gr&ouml;ssten Propagandaerfolgen, die es je gegeben hat. Selbst Kamala Harris hat in einem ber&uuml;hmten Interview kurz vor den Wahlen auf FoxNews von 16 &ldquo;Nobel Laureates&rdquo; gesprochen, die ihr Wirtschaftsprogramm &ldquo;reviewed&rdquo; und abgesegnet haben.<\/p><p>Nachdem auch 2024 bei Heise f&auml;lschlich und irref&uuml;hrend &uuml;ber einen &ldquo;Wirtschaftsnobelpreis&rdquo; berichtet wurde, habe ich einen kritischen Kommentar geschrieben, der gel&ouml;scht wurde. Dies war der Anlass f&uuml;r mich, meinen Account dort zu finalisieren und mich von Heise\/Telepolis zu verabschieden. Ich habe &ldquo;zur&uuml;ckgel&ouml;scht&rdquo;.<\/p><p>MfG<br>\nWolfgang Lohoff<\/p><p>[1] <a href=\"https:\/\/www.telepolis.de\/features\/Wie-Journalismus-zwischen-Mainstream-und-Alternativmedien-funktionieren-kann-9221465.html\">telepolis.de\/features\/Wie-Journalismus-zwischen-Mainstream-und-Alternativmedien-funktionieren-kann-9221465.html<\/a><br>\n[2] <a href=\"https:\/\/www.bitkom.org\/Bitkom\/Mitgliedschaft\/Mitgliederliste?letter=8\">bitkom.org\/Bitkom\/Mitgliedschaft\/Mitgliederliste?letter=8<\/a><br>\n[3] <a href=\"https:\/\/youtu.be\/aLC2XjW_Z08?feature=shared&amp;t=771\">youtu.be\/aLC2XjW_Z08?feature=shared&amp;t=771<\/a> (Trump Kanal!)<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>9. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Guten Abend Herr Berger!<\/p><p>Danke, da&szlig; Sie das Thema angesprochen haben, ich h&auml;tte gedacht, so etwas w&uuml;rde gr&ouml;&szlig;ere Wellen schlagen.<\/p><p>Beim ersten, fl&uuml;chtigen Dr&uuml;berlesen der in Facebook geteilten Telepolis-Titelzeile dachte ich zun&auml;chst es h&auml;tte sich der Facebook-Algorithmus verschluckt und eine alte Meldung vom 1.4. emporgesp&uuml;lt.<br>\nLeider blieb mir nach dem Anklicken und beim Lesen nur noch das quasi Unglaubliche ernst zu nehmen.<br>\nSeit dem Jahr 2000 (ca.) ist TP bei mir unter den Top-Links und damit f&uuml;r mich eine &ldquo;Naturkonstante&rdquo; im Internet.<br>\nSelbst von Jahrzehnten gespeicherte Links auf alte Artikel <em>und die Foren<\/em> funktionierten bis zuletzt, wie oft findet man das sonst?<br>\nWie viele Stunden habe ich damals (als junger Student mit viiiel Zeit gesegnet) diese ganzen Alternativ-Sichtweisen in mich eingesogen, vieles auch als &ldquo;wirres Zeug&rdquo; angesehen, aber einfach erfreut \/ fasziniert, Ereignisse usw. aus einer v&ouml;llig anderen Perspektive heraus erkl&auml;rt zu bekommen.<br>\nMit dieser L&ouml;schung vernichtet heise\/TP nach meinem Gef&uuml;hl ein St&uuml;ck (deutschsprachige) Internet-Kulturgeschichte.<\/p><p>Vor ein paar Jahren k&uuml;ndigte heise in einem Artikel an, die alten Foren alle zu l&ouml;schen, &ldquo;weil die Forensoftware damit &uuml;berfordert sei&rdquo;.<br>\nImmerhin konnten im zum Artikel geh&ouml;renden Forenbeitrag damals die User ihrem Entsetzen Ausdruck geben und es wurde ein sehr guter Kompromiss gefunden, n&auml;mlich alte Foren als statisch zu speichern (read-only), und so die Datenbank zu entlasten. Alle Diskussionen blieben erhalten.<\/p><p>In diesem Artikel mit der L&ouml;schungsvollzugsmeldung (<em>keine <\/em>Ank&uuml;ndigung!) hingegen (und &ldquo;komischerweise&rdquo; jetzt auch bei weiteren Artikeln) wurde die Kommentierung von vornherein komplett unterbunden.<br>\nMit der Verhinderung von Diskussion verl&auml;sst TP eine <em>weitere <\/em>Grundlage seines Daseins, n&auml;mlich die M&ouml;glichkeit alles kontrovers diskutieren zu d&uuml;rfen.<br>\nAuch wenn die Diskussionen in letzter Zeit (~ seit Corona) &ndash; im Vergleich zur Vergangenheit &ndash; bereits massiv beschr&auml;nkt (ich vermeide mal das Wort &ldquo;zensiert&rdquo;) wurden, so verl&auml;sst das Magazin damit und mit der L&ouml;schung definitiv sein Alleinstellungsmerkmal.<br>\nWas bleibt denn da noch von &ldquo;TP&rdquo; &uuml;brig?<\/p><p>Wie Herr Neuber in seinem Artikel erw&auml;hnt, scheint es TP ab jetzt wichtiger zu finden, innerhalb der Medienbranche (-Blase?) Anerkennung zu finden,<br>\nals wie bisher gerade aus dieser mit Absicht auszuscheren und kritisch zu begleiten und damit die Anerkennung seiner Leserschaft zu erhalten.<\/p><p>F&uuml;r mich &ndash; schon beim Lesen direkt &ndash; scheinen die Gr&uuml;nde, wie Sie in Ihrem Artikel auch erw&auml;hnt haben, vorgeschoben zu sein,<br>\nund ich frage mich, an wen sich denn dieses weichgesp&uuml;lte Magazin jetzt und in Zukunft speziell richten m&ouml;chte.<br>\nUm das zu lesen was ich sonstwo auch lesen kann brauche ich das nicht. Da kann ich gleich SpOn wieder in meine Links aufnehmen.<br>\nUnd ein &ldquo;echter&rdquo; Grund, wieso diese L&ouml;schung vollzogen wurde, will mir einfach nicht einfallen.<br>\nIn meiner Vorstellung mu&szlig; etwas Massives vorgefallen sein, weil mit Logik komme ich da nicht weiter.<\/p><p>Mit immer-noch-ungl&auml;ubigen aber freundlichen Gr&uuml;&szlig;en,<br>\nSylvain Fiedler<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>10. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Moin,<\/p><p>sehr geehrter Herr Berger, vielen Dank, da&szlig; Sie das au&szlig;erordentlich wichtige Thema in einem Artikel ansprechen. Auch wenn von einer &ldquo;L&ouml;schung&rdquo; gesprochen wird, so ist es doch in erster Linie eine nun nicht-mehr-Erreichbarkeit der &uuml;ber 50.000 Artikel, denn so, wie sich Herr Neuber ge&auml;u&szlig;ert hatte, steht durchaus im Raum, die alten Artikel in modifizierter Form wieder online zu stellen. Gab es vor dem 2. Weltkrieg B&uuml;cherverbrennungen, so sehe ich Parallelen zu einer Art &ldquo;Online-Artikel-Vernichtung&rdquo;. Etliche Artikel auf Telepolis waren eine wichtige Referenz, die nun weggefallen ist; wer sich nicht selbst die M&uuml;he machte, die Artikel zu archivieren, kann nun nicht mehr argumentativ darauf verweisen. Genau hier sehe ich die Intention, denn um (politische) Aktionen fundiert kritisieren zu k&ouml;nnen (um nicht als &ldquo;Schwurbler&rdquo; diskreditiert zu werden), bedarf es guter Argumente. Ein Schelm, wer nun denkt, da&szlig; kritische Stimmen aus der &Ouml;ffentlichkeit verbannt werden sollen. Ist es nicht ein totalit&auml;res Merkmal, &uuml;ber die ver&ouml;ffentlichte Meinungen zu herrschen? In diese Reihe pa&szlig;t auch die Sperrung von RT.<\/p><p>Den Niedergang journalistischer Standards beim Verlag Heinz Heise (dessen Gr&uuml;nder im Grab rotieren d&uuml;rfte) erlebte ich selbst, als ich aktiv in den Foren, auch zu Telepolis-Artikeln, war. Der Proze&szlig; war schleichend; zun&auml;chst etablierten sich einschl&auml;gige Autoren als feste Gr&ouml;&szlig;e in dem sogenannten menschengemachten Klimawandel-Genre, die mehr vor Angstmache &amp; Panik strotzten, mit teils absurden Ma&szlig;nahmenforderungen, als sachlich-fundiert das Thema zu bearbeiten. Kommentare, die zuvor klaglos akzeptiert wurden, wurden entweder gesperrt oder auf die &ldquo;Trollwiese&rdquo; verschoben, wo sie keine Reichweite mehr hatten, auch wenn sie noch so sachlich waren. Auf direkte Nachfrage bei den Moderatoren lie&szlig; man hinter der Blume durchblicken, da&szlig; dies nun Vorgabe sei. Ich erinnere mich noch an eine Zeit, als die Journalisten selbst hohe Anspr&uuml;che an die Integrit&auml;t stellten, indem man nie ohne Hinweise Artikel oder gar Forenbeitr&auml;ge anderer Nutzer &auml;nderte respektive sperrte; im Zweifel lie&szlig; man einen Kommentar eher stehen. Es gab sogar mal eine Zeit, in der man meinte, da&szlig; die Kommentare teilweise wertvoller waren als die Informationen im zugeh&ouml;rigen Artikel.<\/p><p>Bezeichnend ist &uuml;brigens die Jahreszahl: ab 2021 hatte man auf politischer wie auch medialer Seite alle sauberen und vor allem unsauberen Versuche unternommen, eine als &ldquo;Impfung&rdquo; getarnte mRNS-Br&uuml;he in nahezu jeden Menschen zu spritzen. Wer erinnert sich nicht an die massiven Diffamierungskampagnen von Kritikern, welche auf die Gef&auml;hrlichkeit &amp; Sinnlosigkeit hinwiesen? Diese Jahreszahl k&ouml;nnte auch als Indikator gewertet werden, da&szlig; seitdem alle Artikel ein Mindestma&szlig; an Konformit&auml;t haben, sprich: den Regierungsnarrativen nicht mehr gef&auml;hrlich werden k&ouml;nnen.<\/p><p>Vielleicht beleuchten Sie auch einmal die Sponsoren &amp; Geldgeber des mittlerweile sehr gro&szlig;en Verlagshauses? Auch das Werbe- &amp; Anzeigengesch&auml;ft darf nat&uuml;rlich nicht gef&auml;hrdet werden, was sich ebenfalls stark an politischen Leitplanken orientieren mu&szlig;, sollen die Werbekunden nicht abspringen. Es ist erschreckend, wie eng die Wirtschaft mittlerweile mit der Politik verzahnt ist. Ein falsches Wort, und die Geldh&auml;hne werden zugedreht.<\/p><p>Aber auch in der Fachzeitschrift c&rsquo;t, die ich seit Ende der 1990er Jahre fest im Abo habe, machen sich journalistische Fehler immer mehr bemerkbar: Artikel enthalten grobe handwerkliche Fehler, die nicht korrigiert werden; es werden absurde Empfehlungen gemacht, wie etwa, Kinder an Smartphones zu setzen, ungeachtet der Folgen wie Fehlentwicklung; &uuml;berhaupt darf die &ldquo;Digitalisierung&rdquo; niemals hinterfragt werden, sie wird als &ldquo;notwendig&rdquo; erachtet, am besten von der Wiege bis zur Bahre, durch alle gesellschaftlichen Bereiche hindurch, ungeachtet der Konsequenzen.<\/p><p>Wohin die Reise f&uuml;hrt, hat Norbert H&auml;ring hier dokumentiert: <a href=\"https:\/\/norberthaering.de\/zeitlos-wichtig\/#Digitalzwang\">norberthaering.de\/zeitlos-wichtig\/#Digitalzwang<\/a><\/p><p>Denn:<br>\nDigitales l&auml;&szlig;t sich sehr viel einfacher &auml;ndern als etwa gedruckte B&uuml;cher &mdash; wie man nun deutlich erkennen kann. &Uuml;brigens soll auch im Buchhandel Einiges los sein, etwa, da&szlig; Titel nicht mehr verf&uuml;gbar sind. Das pa&szlig;t zur Digitalstrategie eines Volker Wissing, indem man analoge Alternativen verunm&ouml;glicht.<\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en,<\/p><p>Michael Schauberger<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>11. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Hallo liebe NDS-Redaktion, lieber Herr Berger,<\/p><p>zur Telepolis-&bdquo;Qualit&auml;tsoffensive&ldquo;: Dieses Entfernen des kompletten Archivs seines Vorg&auml;ngers finde ich sehr bedenklich und auch skandal&ouml;s.<br>\nDas ist nicht nur &bdquo;ein Hauch&ldquo; von 1984, sondern eines der wesentlichen Grundgedanken in diesem Dystopischen Roman:<br>\n&raquo;Wer die Vergangenheit kontrolliert, kontrolliert die Zukunft &ndash; wer die Gegenwart kontrolliert, kontrolliert die Vergangenheit.&laquo;<br>\n[Quelle: <a href=\"https:\/\/www.inhaltsangabe.de\/orwell\/1984\/zitate-und-textstellen\/\">Zitate und Textstellen &bull; 1984 &bull; Lekt&uuml;rehilfe<\/a>]<\/p><p>Mir stellt sich hierbei die Frage, was den Chefredakteur Harald Neuber dazu bewegt hat, das doch gerade wegen gro&szlig;er Meinungsvielfalt sehr renommierte online-Magazin Telepolis nun so zu ruinieren.<br>\nIst er tats&auml;chlich so abgedreht, dass er nur noch seine Ansicht als einzige gute Botschaft publizieren will?<br>\nEr hat fr&uuml;her f&uuml;r doch f&uuml;r die junge Welt, den Freitag und die Gewerkschaftszeitung ver.di Publik geschrieben, was ist das blo&szlig; f&uuml;r ein Sinneswandel?!?<\/p><p>Oder gab es da Druck von oben? Wurde Herr Neuber, um bei &bdquo;1984&ldquo; zu bleiben, im&nbsp;Raum 101 einem intensiven Gespr&auml;ch unterzogen und dazu gebracht, Telepolis&nbsp;auf systemtreue Linie zu bringen?&nbsp;Dies w&auml;re nat&uuml;rlich sehr bedenklich und lie&szlig;e bef&uuml;rchten, dass andere Web-Portale dies auch bald tun m&uuml;ssen.<\/p><p>Ich m&ouml;chte dem gestrigen Versprechen von Jens Berger, dass die Nachdenkseiten diesen Weg nicht gehen werden, sehr gerne glauben und hoffe, dass dies immer so bleibt.<br>\nAber in diesen verr&uuml;ckt gewordenen Zeiten muss man inzwischen ja auch mit dem Allerschlimmsten rechnen. Und je nachdem, wie die n&auml;chste Bundestagswahl ausgeht, k&ouml;nnten wir von Merz und Kiesewetter in den dritten Weltkrieg gef&uuml;hrt werden und noch in diesem Jahr im Kriegszustand mit Russland sein. Und in Kriegszeiten werden unabh&auml;ngige Medien wie die Nachdenkseiten ganz bestimmt riesigen Druck und Zensur erleben. Sp&auml;testens dann wird obiges Zitat aus 1984 wohl bittere Realit&auml;t werden.<\/p><p>Deswegen m&ouml;chte ich dazu auch eine Idee als Bitte &auml;u&szlig;ern: K&ouml;nnt ihr euer Archiv bitte in jedem Fall so sichern, dass ein pl&ouml;tzliches Abschalten durch den Provider euch nicht eines Morgens vor vollendete Tatsachen stellt und ihr selbst keinen Zugriff mehr darauf habt!<br>\nWie gro&szlig; ist eigentlich das gesamte Archiv von der ersten Seite (<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27\">die &auml;lteste aufrufbare NDS-Page ist<\/a>) bis heute? K&ouml;nntet ihr das NDS-Archiv vielleicht sogar als Datei(en) zum Download anbieten?<br>\nMan k&ouml;nnte je nach Gr&ouml;&szlig;e ja jeweils einige Jahre in eine Zip-Datei zusammenfassen, z.B. jeweils in Gr&ouml;&szlig;e einer DVD (= 4,5 GB)? Den Download des NDS-Archivs k&ouml;nntet ihr dann durchaus gegen eine Spende anbieten. (Ich spende ja ohnehin immer gerne den Nachdenkseiten).<\/p><p>Ich hatte ja solange wie erschienen immer auch euer Kritisches Jahrbuch gekauft, aber das wurde ja eingestellt.<\/p><div class=\"imagewrap\"><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/241213-lbs-KrJb.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/241213-lbs-KrJb.jpg\" alt=\"\" title=\"\"><span><\/span><\/a><\/div><p>Ich bin zwar nach wie vor ein gro&szlig;er Freund auch gedruckter &bdquo;analoger&ldquo; Werke und empfand die Jahrb&uuml;cher als durchaus guten R&uuml;ckblick auf wichtige Themen des letzten Jahres,<br>\naber ein online-Blog ist nat&uuml;rlich ein digitales Medium. Daher w&auml;re ein digitales Archiv auf Festplatte, DVD oder USB-Stick hierzu nat&uuml;rlich viel besser.<\/p><p>Und noch eine Anregung bzw. Wunsch in Sachen Telepolis m&ouml;chte ich &auml;u&szlig;ern: Die Nachdenkseiten sollten meines Erachtens bis auf Weiteres nicht mehr auf Telepolis-Artikel verlinken. Die konsequente Folge einer solchen (Selbst?)zensur kann eigentlich nur sein, das TP-Magazin erstmal konsequent zu ignorieren.<br>\nWenn die Zugriffszahlen auf Telepolis&nbsp;deutlich sinken und damit auch die Werbeeinnahmen (denn ja: Heise.de und Telepolis sind klar kommerzielle Unternehmen, die ihr Geld ganz wesentlich durch die online-Werbung verdienen!) wird man vielleicht merken, welchen dummen Unsinn man da gerade beschlossen hat.<\/p><p>In jedem Fall vielen Dank f&uuml;r eure bisherige Arbeit seit&nbsp; nun mehr als 20 Jahren und alles Gute f&uuml;r die n&auml;chsten Jahre, die wahrscheinlich f&uuml;r uns alle noch sehr herausfordernd werden.<\/p><p>Mit besten Gr&uuml;&szlig;en<\/p><p>Norbert Rex<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>12. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Liebe Redakteure der Nachdenkseiten,<\/p><p>das, was da geschieht, hat einen Namen: Memorizid. Ich habe in einem Protestbrief Herrn Neuber darauf hingewiesen.<\/p><p>Der Memorizid ist eine uralte Methode, die in der Geschichte&nbsp; zum ersten mal angewandt wurde, um die Erinnerung an die steinzeitlichen (und j&uuml;ngeren)&nbsp; Gesellschaften der Balance auszul&ouml;schen.<\/p><p>Eine Unterform des Memoriizides sind die Bilderst&uuml;rme der Reformationszeit.<br>\nMemorizid ist&nbsp; immer ein Indikator daf&uuml;r, dass eine Machtelite anhebt, ihre Dominanz f&uuml;r &ldquo;alle Zeiten&rdquo; sicherstellen zu wollen. Dass sie sozusagen zum finalen Schlag ausgeholt hat.<\/p><p>Danke, dass Sie so unbeirrt und unbestechlich aufkl&auml;ren! Danke, dass Sie dran bleiben!?<\/p><p>Mit herzlichen Gr&uuml;&szlig;en<\/p><p>Rosemarie Kirschmann<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>13. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrte Redaktion der NachDenkSeiten, sehr geehrter Herr Berger,<\/p><p>mit gro&szlig;er Freude habe ich Ihren Artikel zur Entwicklung des online-Magazins &ldquo;Telepolis&rdquo; aus dem Hause Heise Medien GmbH &amp; Co. KG gelesen, als eine der wenigen Berichterstattungen dar&uuml;ber.<\/p><p>Bis zur zwangsweisen L&ouml;schung als Diskursausschlu&szlig; p&uuml;nktlich zu Heiligabend 2023 war ich unter dem Pseudonym &ldquo;cheche_FRA&rdquo; eifriger Kommentator in den Foren dieser Publikation. Zwar hatte ich seit der Corona-Berichterstattung und meiner regierungskritischen Haltung zu den seinerzeit ergriffenen, und aus meiner Sicht weit &uuml;bertrieben &uuml;bergriffigen, Ma&szlig;nahmen, stets aufbauend auf sachlicher Argumentation und v.a. logischer Herleitung, sp&auml;testens aber infolge meines Eintretens f&uuml;r eine differenzierte(re) Betrachtung des Ukraine-Konflikts, geh&auml;uft mit meistenteils un- oder, weit h&auml;ufiger, offensichtlich fadenscheinig d&uuml;nn und zusammenhanglos begr&uuml;ndeten Sperrungen meiner Beitr&auml;ge zu k&auml;mpfen, in der Endphase auch &uuml;ber mehr als drei Jahre r&uuml;ckwirkend(!); dennoch &uuml;berraschte mich der vollst&auml;ndige &ldquo;Rausschmi&szlig;&rdquo; damals sehr kalt. Auf Nachfragen meinerseits an die Forenadministration erhielt ich keinerlei R&uuml;ckmeldung.<\/p><p>Ca. alle drei Monate versuchte ich, da es mir in diesen Zeiten wichtiger denn je erscheint, seine Stimme zu erheben gegen eine totalit&auml;re und in meinen Augen gar proto-faschistische Entwicklung &ldquo;unserer Demokratie&rdquo;, gegen die ich von Sch&uuml;lerzeiten an sensibilisiert worden bin, im Bewusstsein der Verantwortung, dass sich die Geschichte zweier Weltkriege nicht wiederholen darf und jede Tendenz dorthin gesellschaftlich zu vereiteln ist, durch Anlegen eines neuen Accounts wieder Schreibrechte in den Foren zu erlangen, um der offen erkennbaren Agitation hin zu Aggression und &ldquo;Kriegsf&auml;higkeit&rdquo;, bzw. gar &ldquo;Kriegswilligkeit&rdquo;, entgegentreten zu k&ouml;nnen.<\/p><p>Doch ach, stets wurde binnen weniger Tage jedweder Versuch vereitelt, und ich des verbotenen &ldquo;Doppel-Accounts&rdquo; beschuldigt, bis nach dem vierten Versuch der Vorsitzende des Kontrollrats der Foren&uuml;berwacher, &ldquo;LaKai&rdquo; (nomen est omen?!) sich schlie&szlig;lich zu einer pers&ouml;nlichen Antwort herablie&szlig; und mir kurz und knapp mitteilte, dass ich als Person auf alle Ewigkeit aus den Telepolis-Foren gebannt sei, weil ist so, und die Administration nicht verpflichtet w&auml;re, mir &uuml;ber die floskelhaften und nicht in Kontext zum Beitrag gestellten Sperrvermerke einzelner Beitr&auml;ge hinaus Rechenschaft &uuml;ber die Ausschlu&szlig;kriterien mitzuteilen.<\/p><p>Und wie mir erging es etlichen einst eifrigen und bei der Leserschaft auf sehr viel Zustimmung sto&szlig;enden Forennutzern, die in diesem Zeitraum pl&ouml;tzlich verschwanden.<\/p><p>Man mag sich diesbez&uuml;glich fragen, wie dieser pers&ouml;nliche Bann auf Lebenszeit DSGVO-konform und auch technisch umgesetzt wird, m&uuml;ssten dazu doch &uuml;ber Jahre hinweg IP-Adressen im Zusammenhang mit meinem Userprofil, sprich auch pers&ouml;nlichen Daten(!), die ja laut Telepolis-Seite drei Monate nach Profill&ouml;schung ebenfalls gel&ouml;scht werden, rechtsverst&ouml;&szlig;lich gespeichert werden&hellip;<\/p><p>Dass nun die L&ouml;schung der Archive, das Umschreiben von Artikeln gem. &ldquo;neuer Redaktionsleitlinie&rdquo; (also die nachtr&auml;gliche inhaltliche &Auml;nderung von journalistischen Ver&ouml;ffentlichungen ohne Beteiligung der urspr&uuml;nglichen Autoren), ja, das Umschreiben der Geschichte selbst, folgt, erscheint angesichts der allgemeinen gesellschaftlichen und politischen Entwicklungen nur folgerichtig und erinnert zunehmend an die Zensurgesetze des DR.<\/p><p>Nicht unerw&auml;hnt sollte dabei bleiben, dass im gleichen Zuge erstmals seit Bestehen von Telepolis vermehrt Artikel ohne Kommentarfunktion erscheinen, gerade zu kritischen Themenfeldern, wo noch gesellschaftlicher Widerstand gegen die verordnete politische Konformit&auml;tslinie zu erwarten ist, w&auml;hrend zeitgleich Boulevard-Artikel im Stile der &ldquo;Apotheken-Umschau&rdquo; oder &ldquo;Frau im Bild&rdquo; zunehmen, die man zuvor eigentlich auf diesen Seiten nicht vorfand. So nimmt es eben auch nicht Wunder, dass ausgerechnet die &ldquo;Verk&uuml;ndung&rdquo; seitens Chefredakteur Neuber gerade nicht f&uuml;r Diskussionen ge&ouml;ffnet wurde&hellip;<\/p><p>F&uuml;r lange Zeit galt aus meiner Sicht Telepolis als eine der letzten Bastionen moderner Presse, die nicht nur ex kathedra Regierungsmeinung verk&uuml;ndet, sondern stets auch direkten Diskurs in den Foren erm&ouml;glichte, also einstmals nicht nur durch Artikelauswahl und den Mut auch zu divergenter Berichterstattung &ndash; in alle Richtungen des gesellschaftlichen und, trotz erkennbarer Links-Orientierung, auch politischen Spektrums -, sondern eben auch durch Ver&ouml;ffentlichung der zugeh&ouml;rigen Diskussionen als entscheidendes Element der &ouml;ffentlichen Meinungsfreiheit, die Fackel des kritischen und dem &ouml;ffentlichen Diskurs zugeneigten Journalismus hochhaltend.<\/p><p>Nunmehr reiht man sich also ein, nicht nur thematisch, sondern v.a. auch kommunikationstaktisch, bei SPON, ZON, tagesschau online, etc. ein, wozu es dann auch der Beseitigung der eigenen, mittlerweile kritisch zu sehenden weil linienabweichenden, Vergangenheit bedarf. Nicht nur geh&ouml;ren jetzt Diskussionen verbannt, kritische Stimmen erstickt, Foren geschlossen, sondern eben auch Archive bereinigt und einstige Standpunkte nach Jahren &ldquo;korrigiert&rdquo;, m&ouml;glichst noch ohne Spuren zu hinterlassen.<\/p><p>Soll halt keiener mehr darauf referenzieren k&ouml;nnen, dass Telepolis einst selbst z.B. 2014-2022 eine andere Haltung zum Ukraine-Konflikt hatte, wo man auch kritisch &uuml;ber die ATO Poroshenkos, &uuml;ber Flechette-Munition auf Spielpl&auml;tzen im Donbass, &uuml;ber die Blockade russischer Hilflieferungen an die von Renten, Strom- und Wasserversorgung abgeschnitten Bewohner von Krim und Ostukraine, &uuml;ber mangelnde Beweise f&uuml;r angebliche Waffentransporte trotz OSZE-Kontrollen, &uuml;ber das ganze (zu Sanktionen f&uuml;hrende!) Skripal-Drama und die abstrusen Stories &uuml;ber die Vergiftung(en) Nawalnys, etc. berichtete.<\/p><p>Ich bin gespannt, ob und wie diese Berichterstattung wieder auftauchen wird und ob sich das redaktionelle Narrativ &ldquo;an den Zeitgeist angepasst&rdquo; pr&auml;sentieren wird.<\/p><p>Aus meiner Sicht werden hier Zeitdokumente und somit dereinst wichtige Quellen f&uuml;r zuk&uuml;nftige Historiker gef&auml;lscht und ein gesellschaftlicher Konsens geheuchelt, den es so nie gegeben hat, und der be&auml;ngstigend an die allumfassende deutsche Kriegsbegeisterung zu Beginn des 1.WK erinnert, wo es im Nachhinein auch keine Kritik im &ouml;ffentlichen Raum gegeben zu haben scheint. Quo vadis, Telepolis, quo vadis Germania, quo vadis homine?!?<\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en<\/p><p>Christian Heche<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>14. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Hallo NDS,<\/p><p>diesmal kommt mein Beitrag vielleicht nicht erst nach Christian Reimanns Redaktionsschluss an (wie letztens zu &ldquo;Die SPD geht in den Wahlkampf&rdquo;) &hellip;<\/p><p>Der Artikel von Jens Berger war f&uuml;r mich besonders wegen der Hintergr&uuml;nde und der Verflechtung mit seinem eigenen CV aufschlussreich, danke.<\/p><p>Mit meinem heutigen Beitrag kann ich vielleicht seine Ausf&uuml;hrungen ein wenig erg&auml;nzen.<\/p><p>Sollten Sie sich f&uuml;r eine Ver&ouml;ffentlichung entscheiden, bitte ich Sie, daf&uuml;r nur den Text unterhalb der Doppellinie zu verwenden. Da dieser etwas l&auml;nger als ein typischer Leserbrief geraten ist, habe ich ihn zus&auml;tzlich in die PDF-Anlage gepackt. So k&ouml;nnen Sie ihn auch mit einer kurzen Einleitung auf der HTML-Seite einfach nur verlinken.<\/p><p>Beste Gr&uuml;&szlig;e,<\/p><p>Wenzel Ruckstein<\/p><p>P.S.: Unten erw&auml;hnte ich, dass ich u.a. auf LabourNet publiziert habe. Dort gab es zwar auch schon mal eine &ldquo;gro&szlig;e Kehrwoche&rdquo; im Archiv, die Suche mit &ldquo;Wenzel Ruckstein&rdquo; lieferte aber vor einigen Tagen noch eine Handvoll Treffer.<br>\n_____________<\/p><p>ANLAGE:&nbsp; <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/pdf\/241213-lbs-2nds241210.pdf\">2nds241210.pdf&nbsp; 63.912&nbsp; 10.12.24&nbsp; 22:32<\/a><\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>Zu &bdquo;Telepolis l&ouml;scht auf einen Schlag 25 Jahre Geschichte&ldquo;<\/strong><\/p><p><strong>15. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrte Redaktion, lieber Herr R&ouml;tzer,<\/p><p>Auf diesem Wege m&ouml;chte ich Herrn R&ouml;tzer danken, da&szlig; ich Telepolis unter ihm erfahren durfte.<\/p><p>Auch war ich dort recht aktiver Forent, zumindest bis zu meiner finalen Sperre vor einiger Zeit.<\/p><p>In den Wirren der Corona-Zeit und dem russischen Einmarsch in die Ukraine kam es auch zur Redaktions&uuml;bergabe bei Telepolis.<br>\nKurze Zeit sp&auml;ter begann eine gro&szlig;e S&auml;uberungswelle in den Foren, der sehr viele langj&auml;hrige Forenten zum Opfer fielen.<br>\nDie mir damals entgegengebrachten Begr&uuml;ndungen schlummern irgendwo in meinen alten e-mails.<br>\nSie hervor zu kramen ist nicht der M&uuml;he wert.<br>\nZu flach und zu nichtssagend, soweit meine Erinnerungen.<\/p><p>Das es nun die redaktionellen Inhalte betrifft, ist nur logisch und konsequent. Aber selbiges gilt f&uuml;r die Reaktion der Leser, bzw. in meinem Fall, des Ex-Lesers.<\/p><p>Aber es war sch&ouml;n, nochmals von Herrn R&ouml;tzer zu lesen. Obwohl oder eher gerade weil ich mit ihm nicht immer einer Meinung war, ist er mir in guter Erinnerung. Telepolis hingegen werde ich &uuml;ber kurz oder lang vergessen.<\/p><p>Ob&rsquo;s schade ist? Ich denke nicht.<\/p><p>mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en<\/p><p>Georg Meier<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>16. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Moin,<\/p><p>ich kann Herrn R&ouml;tzer vollends verstehen:<\/p><blockquote><p>\n&ldquo;Ich habe schon l&auml;nger mit Telepolis abgeschlossen und schaue heute so gut wie nie auf der Seite vorbei.&rdquo;\n<\/p><\/blockquote><p>Als mit dem Wechsel der Chefredaktion Kommentare zensiert wurden, die zuvor unbeanstandet stehen blieben, und mir die Moderation hinter vorgehaltener Hand zu verstehen gab, da&szlig; diese neue Leitlinie nicht ge&auml;ndert w&uuml;rde, habe ich mein Konto, das auch f&uuml;r andere Kommentarfunktionen bei heise genutzt werden konnte, sofort gel&ouml;scht. Wenn ich nicht meine Meinung frei &auml;u&szlig;ern darf, dann will ich auch kein Teil des Systems sein oder es gar mit meiner Teilnahme unterst&uuml;tzen.<\/p><p>Auf Telepolis selbst war ich schon Jahre zuvor ganz bewu&szlig;t nicht mehr. Hauptursache waren die vielen Artikel mit einschl&auml;gigen Autoren zum Thema &ldquo;menschengemachter Klimawandel&rdquo;, die in meinen Augen hochgradig unseri&ouml;s waren, weil sie Panik verbreiteten und gef&auml;hrliche &ldquo;Gegenma&szlig;nahmen&rdquo; forderten, wie es auch viele andere Kommentatoren sahen. Dieses, meiner Meinung nach, sehr gro&szlig;e Manko konnten auch die guten, kritischen Beitr&auml;ge nicht wieder wett machen. Man kann nicht auf der einen Seite dem Mainstream, der Geldverteilung von unten nach oben (nichts anderes ist das CO2-Ged&ouml;ns) das Wort reden, w&auml;hrend man auf der anderen Seite fundierte Kritik &auml;u&szlig;ert. Wie pa&szlig;t das denn zusammen, vor allem im Hinblick auf eine journalistische Leitlinie?<\/p><p>Das Umschreiben von Artikeln ist ein gro&szlig;er Schritt in eine n&auml;chste &Auml;ra des Totalitarismus, der die Meinungen in der Bev&ouml;lkerung gleichschalten soll. Bezeichnenderweise ist mir dieses Ph&auml;nomen aber nicht neu, denn insbesondere bei der Erforschung, was nun bei CO2 als sogenanntem Treibhausgas dran sei, sind mir im Laufe der Jahre auch Berichte &amp; sogar Studien mehrfach &uuml;ber den Weg gelaufen, die man stillschweigend &auml;nderte, um das &ouml;ffentliche Narrativ nicht zu gef&auml;hrden. Mit der &ouml;ffentlichen Bekanntmachung hat Herr Neuber also im Grunde nur das fortgeschrieben, was bereits unter der &ouml;ffentlichen Wahrnehmungsschwelle seit Jahren stattfindet.<br>\nMit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en,<\/p><p>Michael Schauberger<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>17. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrte NDS-Redaktion,<\/p><p>ich bin jahrelang gelegentlicher Leser von f&uuml;r mich interessanten Artikeln auf Telepolis gewesen. Schwerpunktm&auml;&szlig;ig war dies die Zeit, als die &ldquo;Eurokrise&rdquo; Griechenland erstickte. Im Telepolis-Forum war ich mit einigen Beitr&auml;gen dabei.<\/p><p>Da ich gro&szlig;e Probleme mit der Ma&szlig;nahme der (tempor&auml;ren?) L&ouml;schung der Artikel vor 2021 habe, habe ich am 07.12. eine &ldquo;Protestnote&rdquo; an den neuen Chefredakteur von TP geschickt, die als Kopie (CC:) auch an andere leitenden Personen des Verlags und eines Print-Magazins des Heise-Verlags ging. Ich k&uuml;ndigte darin an, dass ich nicht nur meine RSS-Feed-Abfrage l&ouml;schen und die TP-Webseite nicht mehr aufsuchen werde, sondern auch mehr als geneigt bin, meine laufenden Abos f&uuml;r 2 Print-Magazine des Verlages zu k&uuml;ndigen. Diesen zuletzt genannten Schritt habe ich gestern vollzogen. Die Abo-K&uuml;ndigungen sind ausgesprochen.<\/p><p>Ich kann dieser Weichsp&uuml;lerei und sich abzeichnenden Anbiederung an den &ldquo;Meinungs-Mainstream&rdquo; nichts positives abgewinnen. Ich war zwar mit einigen Artikeln des TP-Magazins (auch von Herrn R&ouml;tzer) nicht meinungskonform, aber das war auch nie ein Problem, weil ich dadurch dennoch merkte, dass es auch andere Sichtweisen bzw. -m&ouml;glichkeiten gibt. Auch manch kontroverse Beitr&auml;ge im dazugeh&ouml;rigen Leserforum geh&ouml;rten dazu. Dies weitet(e) manchmal auch die eigenen Scheuklappen.<\/p><p>Viele Gr&uuml;&szlig;e und bleiben Sie, wie Sie sind<\/p><p>T. S.<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>18. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Guten Morgen NDS-Team,<\/p><p>Im Zusammenhang mit den Ereignissen bei Telepolis m&ouml;chte ich darauf hinweisen, dass etwas &Auml;hnliches beim Westendverlag vorgefallen ist. Wolfram Elsner berichtete davon im einem <a href=\"https:\/\/odysee.com\/@Manova_Magazin:3\/manova-the-great-weset-%E2%80%9Edie-alte-neue:5\">Gespr&auml;ch mit Walter van Rossum<\/a><\/p><p>Sein Buch, &bdquo;Das chinesische Jahrhundert&ldquo; ist aus dem Verlagsprogramm verschwunden, ebenso die parallel zum Buch erschienenen Erg&auml;nzungsseiten u.a. von Madelaine Genzsch.<br>\nEine Nachfrage bei ChatGBT ergab Folgendes:<\/p><blockquote><p>\n&bdquo;Ja, das Buch Das chinesische Jahrhundert: Vom Ende des westlichen Kapitalismus und der Zukunft der Welt von Wolfram Elsner wurde tats&auml;chlich aus dem Programm des Westend Verlags genommen. Die Entscheidung des Verlags wurde nach Berichten &uuml;ber negative Reaktionen und m&ouml;gliche Vorw&uuml;rfe bez&uuml;glich der inhaltlichen Ausrichtung des Buches getroffen.<br>\nDer Autor, Wolfram Elsner, ist &Ouml;konom und China-Experte und befasste sich in dem Buch mit Chinas Aufstieg und einer kritischen Analyse westlicher Wirtschafts- und Gesellschaftsstrukturen. Die Ver&ouml;ffentlichung l&ouml;ste kontroverse Diskussionen aus, teils weil Elsner in seinem Buch positiv &uuml;ber das chinesische Wirtschaftsmodell und seine weltweite Bedeutung sprach, was manchen Lesern als zu unkritisch gegen&uuml;ber der chinesischen Politik erschien.<br>\nDer Westend Verlag teilte mit, dass die Entscheidung auf Grundlage interner &Uuml;berlegungen und der Wahrnehmung des Buches in der &Ouml;ffentlichkeit getroffen wurde.&ldquo;&nbsp; (Ende ChatGBP)\n<\/p><\/blockquote><p>Es wird eng f&uuml;rs Denken, aus den Korridoren werden Laufst&auml;lle.<\/p><p>Mit freundlichem Gru&szlig;<\/p><p>Bernhard Meyer<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>19. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Hallo NDS, Hallo Florian,<\/p><p>Ich war schockiert von dieser Nachricht, als ich das &ndash; nicht bei Telepolis &ndash; gelesen habe. Aber das ist nur die unvermeidliche Folge dessen, was heute passiert, und nicht nur bei Heise.<\/p><p>Danke an die NDS, diesen Vorgang zu dokumentieren.<\/p><p>Wer in der IT arbeitet, liest auch Heise &ndash; oder hat gelesen. So bin ich auch vor bestimmt 20 Jahren zu Telepolis gekommen.<\/p><p>Das Forum war immer ein Schatz f&uuml;r Wissen. Hier haben Kommentatoren mit fundiertem Fachwissen Beitr&auml;ge oder Posts kommentiert, erg&auml;nzt, richtig gestellt oder aufgekl&auml;rt (oder eben ohne Kenntnis irgendwas geschw&auml;tzt). Oftmals waren die Kommentare informativer als der eigentliche Artikel. F&uuml;r mich war das Forum der interessanteste Teil &uuml;berhaupt, gerade bei Telepolis!<\/p><p>Und speziell bei Telepolis hat sich auch die Fraktion der Trolle geoutet. Mit der Zeit bekannte Namen, von denen immer nur Verleumdung und Beleidigung kam.<\/p><p>Und Telepolis war ein Medium, das nicht dem Mainstream nacheiferte, sondern versuchte, differenzierte Sichtweisen zu schaffen. Und gerade hier ein Hoch aufs Forum.<\/p><p>Ich habe in Diskussionen immer Mundpropaganda f&uuml;r Telepolis gemacht. Hier bekam man politische Hintergr&uuml;nde, die es sonst fast nirgendwo zu finden gab, au&szlig;er auf &lsquo;Schwurbelportalen&rsquo;. Hier gab es sozusagen seri&ouml;se alternative Sichtweisen. Und gef&uuml;hlt stemmte sich Telepolis gegen den Strom der Einheitsmedien.<\/p><p>Ja, Florian wurde h&auml;ufig angegangen, wenn er mal wieder einen Beitrag (angeblich) &lsquo;dahinger&ouml;tzert&rsquo; hat.<\/p><p>Mir ist auch nicht bewu&szlig;t, da&szlig; Kommentare wegzensiert wurden, wenn ich bedenke, was so mancher Troll von sich gegeben hat. Aber man hat mit der Zeit gelernt, das zu ignorieren, man kannte ja die meisten von denen.<\/p><p>DANN KAM CORONA!<\/p><p>Noch vor der Ausrufung der Pandemie gab es Politiker, die orakelten, die Welt wird danach nie mehr dieselbe sein. Wie Wahr! (die kannten wahrscheinlich schon das Event 201)<\/p><p>Pl&ouml;tzlich gab es (f&uuml;hlbare) Zensur im Forum, Tendenz exponentiell ansteigend, als Herr Neuber &uuml;bernommen hatte.<\/p><p>Interessanterweise wurden die Trolle mit Samthandschuhen angefa&szlig;t und eigentlich nur dann weggesperrt, wenn sich die Nutzer beschwerten. Gab es aber fundierte Kritik an irgendwelchen Corona Dingen, dann war man schnell gesperrt oder ganz gekickt.<\/p><p>Ich ma&szlig;te mir an, den Nobelpreistr&auml;ger zu zitieren, der den PCR Test erfunden hat und explizit sagte, dieser sei f&uuml;r die Diagnose nicht geeignet, wo im Gegenzug der Herr Drosten genau diesen Test zum Nachweis benutzt. Auf meinen ironischen Satz dazu &lsquo;ein Nobelpreistr&auml;ger ist eben auch nur ein Schw&auml;tzer&rsquo; war ich dann -mit wutentbrannter Mail- 3 Tage gesperrt und der Post nat&uuml;rlich gel&ouml;scht. Sowas darf keiner lesen.<\/p><p>Als ich woanders mich erdreistete zu behaupten &ndash; also Dinge, die man nachlesen kann &ndash; dass die ersten Bomben in der Ukraine von ukrainischen Kampfjets auf das Lugansker Parlament (glaube November) 2013 geworfen wurden. flog ich ganz raus, mitsamt dem Post. Passt nicht in die offizielle Darstellung.<\/p><p>Nach etwa einem Jahr Neuber kam von ihm der Artikel &lsquo;SAGEN WAS IST&rsquo;. Darin rief er dazu auf, bei der Wahrheit zu bleiben und keinen Hass in Postings abzulassen. So schnell konnte man gar nicht lesen, wie dort Posts wegzensiert wurden, die _sagten_was_ist_.<\/p><p>Ich habe etwa in der Zeit dann Heise auf meine Ignore-Liste gesetzt, sehr sehr schweren Herzens. Es war aber f&uuml;r mich unm&ouml;glich, Artikel und Kommentare zu lesen, ohne Kommentare geben zu k&ouml;nnen, wenn sie doch die Fakten vollkommen ignorieren. Die Zensurorgie hatte hier absoluten Erfolg.<\/p><p>Ich bin da auch nicht alleine, viele mir damals bekannte Poster waren pl&ouml;tzlich verschwunden, kamen unter anderem Namen vielleicht kurz wieder und waren dann f&uuml;r immer weg. Ich erinnere mich da z.B. an hat_se_nicht_mehr_alle, der immer sehr n&uuml;chtern und realistisch war und offensichtlich beliebt bei Vielen.<\/p><p>Ich denke bei solchen Dingen an ein chinesisches Sprichwort: zu jedem Anfang geh&ouml;rt ein Ende. Es mag heute noch bei Heise die Rubrik mit Namen Telepolis geben. Aber TELEPOLIS ist zu Ende. Begonnen und gestorben mit Florian R&ouml;tzer.<\/p><p>Florian, bei aller Kritik in der Vergangenheit, vielen Dank.<\/p><p>Ulli Schott<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>Anmerkung zur Korrespondenz mit den NachDenkSeiten<\/strong><\/p><p>Die NachDenkSeiten freuen sich &uuml;ber Ihre Zuschriften, am besten in einer angemessenen L&auml;nge und mit einem eindeutigen Betreff.<\/p><p>Es gibt die folgenden E-Mail-Adressen:<\/p><ul>\n<li><a href=\"mailto:leserbriefe@nachdenkseiten.de\">leserbriefe(at)nachdenkseiten.de<\/a> f&uuml;r Kommentare zum Inhalt von Beitr&auml;gen.<\/li>\n<li><a href=\"mailto:hinweise@nachdenkseiten.de\">hinweise(at)nachdenkseiten.de<\/a> wenn Sie Links zu Beitr&auml;gen in anderen Medien haben.<\/li>\n<li><a href=\"mailto:videohinweise@nachdenkseiten.de\">videohinweise(at)nachdenkseiten.de<\/a> f&uuml;r die Verlinkung von interessanten Videos.<\/li>\n<li><a href=\"mailto:redaktion@nachdenkseiten.de\">redaktion(at)nachdenkseiten.de<\/a> f&uuml;r Organisatorisches und Fragen an die Redaktion.<\/li>\n<\/ul><p>Weitere Details zu diesem Thema finden Sie in unserer &bdquo;<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?page_id=47939\">Gebrauchsanleitung<\/a>&ldquo;.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><strong>Jens Berger<\/strong> thematisiert <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=125947\">hier<\/a> die im Rahmen einer <a href=\"https:\/\/www.telepolis.de\/features\/Qualitaetsoffensive-Telepolis-ueberprueft-historische-Artikel-10190173.html\">&bdquo;Qualit&auml;tsoffensive&ldquo;<\/a> vorgenommene L&ouml;schaktion des zum Heise Verlag geh&ouml;renden Onlinemagazins Telepolis. Allein der Begriff k&ouml;nne George Orwells 1984 entliehen sein. Alle Artikel, die vor 2021 erschienen sind, seien vom Netz genommen. Das seien &uuml;ber 50.000 Beitr&auml;ge. Verantwortlich daf&uuml;r sei der neue Chefredakteur Harald Neuber. 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