{"id":12645,"date":"2012-03-23T09:00:49","date_gmt":"2012-03-23T08:00:49","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12645"},"modified":"2012-03-23T11:01:47","modified_gmt":"2012-03-23T10:01:47","slug":"hinweise-des-tages-1601","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12645","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;Mehr&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (MB\/WL).<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht. Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12645#h01\">Eine Verteilungsfrage &ndash; Wer zahlt die Zeche f&uuml;r die Finanzkrise?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12645#h02\">Dax-Konzerne machen Rekordgewinn<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12645#h03\">D&auml;mpfer f&uuml;r die deutsche Industrie<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12645#h04\">Europas Demokraten schleifen Arbeitnehmerrechte<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12645#h05\">Lastenausgleich: Solidarit&auml;t braucht solide Einnahmen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12645#h06\">Auswirkungen der Schuldenbremse auf die kommunale Ebene<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12645#h07\">Hysterien sind schwer zu prognostizieren<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12645#h08\">Britische Bahn: Teuer und ineffizient<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12645#h09\">Selbst&auml;ndige m&uuml;ssen k&uuml;nftig f&uuml;r die Rente vorsorgen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12645#h10\">Almosen trotz Lebensleistung?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12645#h11\">Der Kampf um Wasser wird h&auml;rter<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12645#h12\">Jakob Augstein: Die Ideologie der Starken<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12645#h13\">Dokumente belegen: Stuttgart 21 f&uuml;r nur 30 Z&uuml;ge geplant!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12645#h14\">Linkspartei NRW: Wenn alles auf dem Spiel steht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12645#h15\">Programmreform des WDR 3 &ndash; &Ouml;ffentliche Debatte unerw&uuml;nscht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12645#h16\">Studie weist hohe soziale Auslese bei Journalistenschulen nach<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12645#h17\">Wahl-O-Mat f&uuml;r die Landtagswahl im Saarland 2012<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12645#h18\">Gro&szlig;e Einkommensunterschiede zwischen Akademikerinnen und Akademikern<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12645#h19\">Wem geh&ouml;rt die &ouml;konomische Bildung?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12645#h20\">&bdquo;Kontext&ldquo;-Internetzeitung sieht schwarz<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12645#h21\">Rezensionsrichtlinien von Amazon lassen eine positive Rezension von Albrecht M&uuml;llers &bdquo;Der falsche Pr&auml;sident&ldquo; nicht zu<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"\/?p=12645&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Eine Verteilungsfrage &ndash; Wer zahlt die Zeche f&uuml;r die Finanzkrise?<\/strong><br>\nMit dem Platzen der amerikanischen Immobilienblase und der Pleite der Investmentbank Lehman Brothers begann die gr&ouml;&szlig;te Wirtschaftskrise seit den 1930er-Jahren. Mit Rettungspaketen haben die Regierungen erst die Pleite gro&szlig;er Banken abgewandt, dann den Bankrott kleiner Staaten verhindert. Ein Ende ist nicht in Sicht. Noch ist die Krise nicht beim deutschen Steuerzahler angekommen, aber die Frage wird sich stellen: wer zahlt am Ende die Zeche f&uuml;r die Finanzkrise? Die politischen Interessen formieren sich bereits. Egal, ob das Problem durch restriktive Sparpolitik, einen Schuldenschnitt oder durch Inflation gel&ouml;st wird, es l&auml;uft auf eine Reduzierung von Verm&ouml;gen oder Einkommen hinaus. Damit wird die Schuldenkrise zu einer Verteilungsfrage.<br>\nDar&uuml;ber, wer die Rechnung begleichen muss, sprechen unter anderem der Soziologe Wolfgang Streeck, der Verm&ouml;gensverwalter Philipp Vorndran und der &Ouml;konom Gustav Horn.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/ondemand-mp3.dradio.de\/file\/dradio\/2012\/03\/05\/drk_20120305_1930_92663ff9.mp3\">Deutschlandradio <\/a><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Dax-Konzerne machen Rekordgewinn<\/strong><br>\nDie Dax-Konzerne haben trotz Staatsschuldenkrise und einer langsam zur&uuml;ckgehenden Konjunktur 2011 die Rekordmarke von 100 Milliarden Euro Gewinn geknackt. Das geht aus einer Studie von Ernst&amp;Young hervor. &ldquo;F&uuml;r viele Unternehmen war das vergangene Jahr das beste der Unternehmensgeschichte&rdquo;, sagt Thomas Harms, Partner bei der Unternehmensberatung.<br>\nAus dem laufenden Gesch&auml;ft erwirtschafteten die 30 im Aktienindex gelisteten Konzerne demnach insgesamt 104 Milliarden Euro. Damit h&auml;tten die Konzerngewinne einen Rekordwert erreicht. Im Vergleich zu 2010 seien die operativen Gewinne um acht Prozent gestiegen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/studie-der-unternehmensberatung-ernstyoung-euro-dax-konzerne-machen-rekordgewinn-1.1314743%20\">SZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Die Gewinne explodieren und die L&ouml;hne stagnieren. <\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>D&auml;mpfer f&uuml;r die deutsche Industrie<\/strong><br>\nDa die Neuauftr&auml;ge im M&auml;rz schrumpfen, ger&auml;t die deutsche Industrie aus der Wachstumsspur. Erstmals seit zwei Jahren gibt es Stellenabbau. An den Finanzm&auml;rkten herrscht Alarmstimmung.<br>\nNach Einsch&auml;tzung der Bundesbank zeichnet sich f&uuml;r das Fr&uuml;hjahr eine Konjunkturbelebung ab. Der robuste Arbeitsmarkt und die Aussicht auf Lohnzuw&auml;chse st&auml;rkt aus Sicht der deutschen Notenbank die Kauf- und Investitionsbereitschaft der privaten Haushalte. Hiervon profitiere nicht zuletzt die Bauwirtschaft. Die Bundesbank rechnet in diesem Jahr mit einem Wirtschaftwachstum von 0,6 Prozent. 2011 waren es noch drei Prozent.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/finanzen\/maerkte\/marktberichte\/:einkaufsmanagerindex-daempfer-fuer-die-deutsche-industrie\/70012407.html\">FTD<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Europas Demokraten schleifen Arbeitnehmerrechte<\/strong><br>\nOb aufgeweichter K&uuml;ndigungsschutz oder drastische Lohnsenkungen: Unter dem Druck von Rezession und Staatsschulden schleifen manche europ&auml;ische Regierungen die Arbeitnehmerrechte&hellip;<br>\nDie Unternehmen Europas haben Oberwasser. Unter dem Druck von Rezession und Staatsschulden schleifen Regierungen fl&auml;chendeckend Arbeitnehmerrechte und dr&uuml;cken Lohnkosten. Ziel ist es, die Standorte f&uuml;r Investoren billiger und damit attraktiver zu machen. &bdquo;Europa ist auf dem Weg in ein Unternehmer-Paradies &ndash; auf Kosten der Arbeitnehmer&ldquo;, klagt Apostolos Kapsalis vom Forschungsinstitut des griechischen Gewerkschaftsbundes GSEE.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/schuldenkrise\/agenda-2020-europas-demokraten-schleifen-arbeitnehmerrechte,1471908,11946122.html\">FR<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Nicht nur &bdquo;manche Regierungen&ldquo; sondern nahezu alle schleifen Arbeitnehmerrechte und Deutschland ging mit der Agenda 2010 vorneweg und zwingt nun die anderen europ&auml;ischen Staaten auf diesen Agenda-Kurs.<\/em><br>\n<em>Schlicht falsch ist in diesem Artikel, dass durch die Agenda und Lohnzur&uuml;ckhaltung in Deutschland die Krise &bdquo;l&auml;ngst ausgestanden&ldquo; sei.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Erg&auml;nzende Anmerkung Volker Bahl:<\/strong> Stephan Kaufmann macht noch deutlich, wie das in den einzelnen L&auml;ndern im Einzelnen zur Geltung kommt: Sinkende L&ouml;hne und h&ouml;heres Rentenalter &ndash; <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/schuldenkrise\/schlechte-arbeitsbedingungen-in-europa-sinkende-loehne-hoeheres-rentenalter,1471908,11946120.html\">Tarifvertr&auml;ge verlieren an Verbindlichkeit<\/a>!  Es ist gut, dass jetzt &ndash; mit dem Ausdruck &bdquo;Agenda 2020&ldquo; die gesamte &bdquo;Philosophie&ldquo; dieser deutschen Agenda 2010 auf den Tisch kommt . Es war ja schon l&auml;nger abzusehen, wie Europas vorprogrammierte &bdquo;Generalstreikwellen&ldquo; angesichts der deutsche &bdquo;Pole-Position&ldquo; beim Lohndumping &ndash; ohne ein angemessenes Streikrecht! &ndash; die letzten Reste eines sozialen Europa beseitigen w&uuml;rden &ndash; von <a href=\"http:\/\/www.labournet.de\/diskussion\/eu\/wipo\/krise_bahl19.html\">Griechenland &uuml;ber Italien, Spanien, Portugal<\/a> usw.  Dabei war schon lange klar, dass die deutschen Lohnst&uuml;ckkosten die Quelle der <a href=\"http:\/\/www.labournet.de\/diskussion\/eu\/sopo\/lohn_bahl2.html\">Instabilit&auml;t im Euro-Raum waren<\/a>. Leider geht auf diese Ursache aus Deutschland Stephan Kaufmann hier nicht mehr ein &ndash; eine Ursache, die auch Heiner Flassbeck f&uuml;r alle sehr pr&auml;gnant noch einmal in seinem Vortrag am 7. Dezember in D&uuml;sseldorf &bdquo;<a href=\"http:\/\/www.youtube.com\/watch?v=mfKuosvO6Ac&amp;feature=g-all-u&amp;context=G270c333FAAAAAAAABAA\">Wege aus der Eurokrise<\/a>&ldquo;  angeschnitten hatte. Auch wenn hier schon ein Anfang gemacht wird, so braucht es wohl noch einige Zeit, bis die wirklichen Hintergr&uuml;nde, eben dieses deutschen Lohndumpings, &ndash; mit all den daraus folgenden Konsequenzen &ndash; gerade f&uuml;r Deutschland offen diskutiert werden.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Lastenausgleich: Solidarit&auml;t braucht solide Einnahmen<\/strong><br>\nDer Solidarpakt ist gar nicht der einzige Lastenausgleich zwischen West und Ost. Doch machen die B&uuml;rgermeister an Rhein und Ruhr samt ihrer Ministerpr&auml;sidentin nun dagegen mobil, weil er von den Kommunen mitfinanziert wird. Doch w&auml;re es schade um das wichtige Thema, wenn daraus blo&szlig; ein olles Ost-West-Ding gemacht w&uuml;rde. Denn eigentlich hat Hannelore Kraft in Nordrhein-Westfalen ja l&auml;ngst erkannt, dass die Not der St&auml;dte nicht mit der Schuldenbremse zu bek&auml;mpfen ist, sondern dass die Kommunen eine Chance brauchen. Dazu war sie bereit, auch das Land weiter zu verschulden. Es ist auch nicht die Schuld der St&auml;dte, wenn sie nach Luft ringen. Es war die Finanzkrise, welche die Gewerbesteuereinnahmen 2009 einbrechen lie&szlig;. Kaum eine Einnahme schwankt so stark wie die Gewerbesteuer. Die Kommunalverb&auml;nde verteidigen sie dennoch &ndash; sie f&uuml;rchten, sie w&uuml;rden bei einer Reform weiter &uuml;ber den Tisch gezogen. Dabei liegt es doch auf der Hand, dass eine solide Infrastruktur nicht an derart unsoliden Einnahmen aufgeh&auml;ngt werden kann. Noch weniger l&auml;sst sich damit ein so beispielloser Strukturwandel wie der im Ruhrgebiet auffangen. &ndash; Wenn die Bundesl&auml;nder die Verpflichtung gegen&uuml;ber den B&uuml;rgern ernst n&auml;hmen, w&uuml;rden sie den Druck durch die Schuldenbremse nicht an die Kommunen durchreichen, sondern den Bund zwingen, die Steuern zu erh&ouml;hen. Die Adressaten sind bekannt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=a1&amp;dig=2012%2F03%2F21%2Fa0045&amp;cHash=b8aaec8d26\">taz<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Auswirkungen der Schuldenbremse auf die kommunale Ebene<\/strong><br>\nDie schuldenbegrenzenden Grundgesetzartikel beziehen sich zwar nur auf den Bund und die L&auml;nder. Die Kommunen werden jedoch als verfassungsgem&auml;&szlig;e Teile der L&auml;nder unmittelbare Auswirkungen durch diese sogenannte Schuldenbremse zu erwarten haben.<br>\nDie Kommunen erwarten hierbei vor allem\n<ul>\n<li>eine zunehmende Aufgaben&uuml;bertragung von Bund und L&auml;ndern auf die gemeindliche Ebene mit daraus folgenden finanziellen Mehrbelastungen, vor allem im sozialen Bereich,<\/li>\n<li>Modifikationen am kommunalen Finanzausgleich,<\/li>\n<li>Verteuerung als auch eine Verknappung des Kreditangebots,<\/li>\n<li>K&uuml;rzungen der Landeszuweisungen, vor allem der zweckgebundenen Zuweisungen sowie Schl&uuml;sselzuweisungen, nachrangig der allgemeinen Zuweisungen.<br>\nM&ouml;gliche Strategien der Kommunen, mit den erwarteten zunehmenden finanziellen Herausforderungen umgehen zu k&ouml;nnen, liegen laut Aussage der an der Befragung teilnehmenden Gemeinden<\/li>\n<li>in der Erh&ouml;hung der Hebes&auml;tze, Geb&uuml;hren und\/oder Abgaben,<\/li>\n<li>in zunehmender Verschuldung, insb. verst&auml;rkter Aufnahme von Kassenkrediten,<\/li>\n<li>Ausgabenk&uuml;rzungen bei freiwilligen Selbstverwaltungsaufgaben, aber auch bei pflichtigen Selbstverwaltungsaufgaben,<\/li>\n<li>in Ausgabenk&uuml;rzungen durch &Uuml;berdenken der Aufgabenstandards: Einsparungen insb. beim &Ouml;PNV, durch Ver&auml;u&szlig;erungserl&ouml;se, durch Verzicht auf Investitionen, durch Personalabbau und Prozessoptimierung,<\/li>\n<li>in Gesetzesverst&ouml;&szlig;en, die in Betracht gezogen werden, indem Gesetzesauflagen nicht erf&uuml;llt werden. Als Beispiel wurde die Mindestversorgung im Bereich der Kindertagesst&auml;tten genannt,<\/li>\n<li>in der Zentralisierung von &ouml;ffentlichen Leistungen im Stadtgebiet<\/li>\n<li>in m&ouml;glichen Gesellschafterstrukturver&auml;nderungen (Privatisierungen, Rekommunalisierungen) im &bdquo;Konzern Kommune&ldquo; als untergeordnete Option<\/li>\n<li>in intensiverer interkommunaler Zusammenarbeit zwischen Kommunen, nur nachrangig verst&auml;rkt &ouml;ffentlich-private Partnerschaften.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Quelle: <a href=\"https:\/\/www.firmenkunden.commerzbank.de\/files\/brochures\/_de\/studie_schuldenbremse.pdf\">Commerzbank [PDF &ndash; 392 KB]<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Erh&ouml;hung von Geb&uuml;hren und Abgaben, K&uuml;rzungen bei Aufgaben der Daseinsvorsorge, Verzicht auf Investitionen, Privatisierungen etc. das also sind die Auswirkungen einer Schuldenbremse, die einseitig nur auf Ausgabenk&uuml;rzungen und nicht auf Einnahmeerh&ouml;hungen setzt. Wohlgemerkt, das ist nicht die Meinung der NachDenkSeiten, sondern das sind Aussagen einer Studie der Commerzbank.<\/em><\/p>\n<p><strong>Dazu: <\/strong><\/p>\n<p><strong>Politische Zielkonflikte bei der Umsetzung der Schuldenbremse<\/strong><br>\nDie Entwicklung der Staatsverschuldung ist untrennbar mit der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung verbunden. Nicht die Existenz einer Schuldenbremse ist notwendige Voraussetzung einer Konsolidierung der &ouml;ffentlichen Haushalte, sondern ein Konjunkturaufschwung.<br>\nDie aktuell hohen Finanzierungsdefizite von Bund und L&auml;ndern sind Folge der Finanz- und Wirtschaftskrise&hellip;<br>\nDiese Bremse zwingt die &ouml;ffentlichen Haushalte an zu einer extrem restriktiven Schuldenpolitik &hellip; Dabei werden die L&auml;nder durch K&uuml;rzungen ihrer investiven Zuweisungen einen Teil der Konsolidierungslasten auf die Gemeinden, die Hauptinvestor der &ouml;ffentlichen<br>\nHand sind, abw&auml;lzen. Damit wird aber auch die Gew&auml;hrleistung einer finanziellen Mindestausstattung der Kommunen gef&auml;hrdet &hellip;<br>\nEine weitere K&uuml;rzung der &ouml;ffentlichen Investitionsausgaben ist nicht zuletzt deshalb sch&auml;dlich, als durch die Unterlassungen in den vergangenen Jahren sich in Deutschland bereits eine Infrastrukturl&uuml;cke in bedrohlichen Gr&ouml;&szlig;enordnungen aufgebaut hat. Und es drohen l&auml;ngst nicht nur Wachstumsengp&auml;sse durch unzureichende Investitionen in &laquo;Beton&raquo;, noch gravierender sind die K&uuml;rzungen, die vor allem im Bildungssektor wirksam werden d&uuml;rften. Auch bei den Personalausgaben, f&uuml;r die L&auml;nder eine wichtige Stellschraube in ihrer<br>\nHaushaltspolitik, ist eine restriktive Linie wahrscheinlich, in Abh&auml;ngigkeit von der konkreten Finanzlage in den einzelnen L&auml;ndern wird es zu mehr oder weniger umfangreichen Stelleneinsparungen kommen. Betroffen davon werden vor allen Dingen die Ausgaben<br>\nf&uuml;r Bildung sein. Dies birgt Gefahren f&uuml;r die zuk&uuml;nftige Wettbewerbsf&auml;higkeit der deutschen Wirtschaft. Bereits in der Vergangenheit ist Deutschland bei der Qualifizierung des Humankapitals im internationalen Vergleich zur&uuml;ckgefallen. Weitere Einbu&szlig;en w&auml;ren verh&auml;ngnisvoll.<br>\nQuelle: <a href=\"\/upload\/pdf\/120323_zielkonflikte_bei_umsetzung_schuldenbremse_rls-studie.pdf\">Studie von Dieter Vesper im Auftrag der Rosa-Luxemburg-Stiftung [PDF &ndash; 582 KB]<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Hysterien sind schwer zu prognostizieren <\/strong><br>\nDie Userfrage nach dem K&ouml;nigsweg aus der Krise &ndash; Sparen oder Investieren &ndash; beantwortet der &Ouml;konomieprofessor so: &ldquo;Es ist eindeutig, dass Investieren grunds&auml;tzlich der alleinig richtige Weg aus der Krise w&auml;re, aber wir sind in einer Zwangslage. Die Zwangslage ist die Skepsis eines Teils der Finanzm&auml;rkte gegen &Ouml;sterreich. Sie zwingt uns zu sofortigen Sparma&szlig;nahmen, die unsinnig w&auml;ren, wenn die Finanzm&auml;rkte eine richtige Sicht h&auml;tten und nicht nur hin- und herspekulieren w&uuml;rden.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/derstandard.at\/1328507639616\/Chatnachlese-Streissler-Hysterien-sind-schwer-zu-prognostizieren\">derStandard.at<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Der Standard l&auml;sst bereits seit l&auml;ngerem seine Leser mit Politikern, &Ouml;konomen, Analysten usw. chatten. Erich Streissler ist ein bedeutender, &ouml;sterreichischer, liberaler &Ouml;konom, der u.a. mit seiner Frau eine sehr gute, empfehlenswerte &Uuml;bersetzung von Adam Smiths Hauptwerk &ldquo;Untersuchung &uuml;ber Wesen und Ursachen des Reichtums der V&ouml;lker&rdquo; vorgelegt hat, die im Gegensatz zum Recktenwald nicht so viel in die &Uuml;bersetzung hineininterpretiert. In der lockeren Umgebung eines Chatrooms, lie&szlig; sich Streissler auf die Frage nach der Verschleierung des griechischen Staatsbankrotts durch die EU zu recht unwissenschaftlichen, aber deutlichen Bemerkungen hinrei&szlig;en: &ldquo;Da die haupts&auml;chlichen EU-Dirigenten von einmaliger Unkenntnis und einmaliger Unf&auml;higkeit sind, kann man nicht sagen wie lange sie mit T&auml;uschungsman&ouml;vern der &Ouml;ffentlichkeit herumspielen werden.&rdquo; &ndash; Abgesehen von dieser Chat-Nachlese, lohnt es sich, sich  auch Kommentare von anderen Experten wie Novotny oder Schulmeister zu Gem&uuml;te zu f&uuml;hren.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Britische Bahn: Teuer und ineffizient<\/strong><br>\nVor der Privatisierung betrugen die staatlichen Kosten f&uuml;r die Bahn im Zeitraum 1992\/93 mit 2,2 Milliarden Pfund ihren H&ouml;chstwert. Nach der Privatisierung blieben die Kosten mit ein bis zwei Milliarden etwa konstant &ndash; ab 2001 explodierten sie aber: 2006 waren es 6,3 Milliarden Pfund, im Vorjahr waren es vier. Hauptbestandteil sind direkte Zusch&uuml;sse an die Betreiber, dazu kommen Mittel aus der Regionalf&ouml;rderung.<br>\nBereits im Vorjahr war eine von der Regierung in Auftrag gegebene Studie erschienen, die eine &bdquo;Effizienzl&uuml;cke&ldquo; von 40 Prozent gegen&uuml;ber anderen europ&auml;ischen Bahnsystemen feststellte. Der Vorsitzende der Kommission, Roy McNulty, wiederholte im M&auml;rz gegen&uuml;ber der BBC die Eckpunkte seines Berichts: Den Staat koste die Bahn im Vergleich zu anderen L&auml;ndern 30 Prozent zu viel. Und die Ticketpreise seien die h&ouml;chsten in Europa, so McNulty.<br>\nAndere Studien sprechen sogar von den teuersten Bahnkarten der ganzen Welt &ndash; und die Preise steigen weiter: Im J&auml;nner wurden sie um durchschnittlich 5,9 Prozent erh&ouml;ht, weit &uuml;ber der Inflationsrate. Einige Jahrestickets f&uuml;r Pendler stiegen gar um elf Prozent.<br>\nKommentare wie in der Tageszeitung &bdquo;The Guardian&ldquo; und im Magazin &bdquo;New Statesman&ldquo; verweisen zudem auf Umfragen der vergangenen Jahre, bei denen sich jeweils die Mehrheit der Befragten f&uuml;r eine Wiederverstaatlichung aussprach. Auch eine Studie wird ins Treffen gef&uuml;hrt, wonach sich Gro&szlig;britannien 1,2 Milliarden Pfund pro Jahr sparen w&uuml;rde, w&auml;re die Bahn wieder im Staatsbesitz.<br>\nAlleine die B&uuml;ndelung der derzeit 24 Zugsbetreiber in der &ouml;ffentlichen Hand w&uuml;rde demnach 300 Millionen j&auml;hrlich einsparen&hellip;<br>\nDie Kosten f&uuml;r die Schieneninstandsetzung explodierten, das Unternehmen suchte um Subventionen an, sch&uuml;ttete aber gleichzeitig noch 2001 Dividenden in der H&ouml;he von 137 Millionen Pfund aus. Noch im selben Jahr wurde Railtrack zwangsliquidiert. 2002 wurde das Schienennetz de facto wieder verstaatlicht<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.orf.at\/stories\/2110171\/2110878\/\">ORF<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Erst gestern berichteten wir, dass die Regierung Cameron nun auch die Stra&szlig;en privatisieren will.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Selbst&auml;ndige m&uuml;ssen k&uuml;nftig f&uuml;r die Rente vorsorgen<\/strong><br>\nIn Deutschland gibt es immer mehr Freiberufler, aber viele sorgen nicht f&uuml;rs Alter vor. Das will Arbeitsministerin Ursula von der Leyen nun &auml;ndern: Selbst&auml;ndige sollen k&uuml;nftig Geld f&uuml;r die Rente anlegen &ndash; wer das nicht freiwillig tut, soll gezwungen werden.<br>\nDie Deutschen, ein Volk von Angestellten? Nicht wenn man der Statistik glaubt. Um mehr als 40 Prozent hat die Anzahl der Selbst&auml;ndigen in den vergangenen zwei Jahrzehnten zugenommen. Von 1990 bis 2011 ist ihre Zahl auf 4,3 Millionen Menschen gestiegen. Doch viele sorgen f&uuml;r das Alter oder Berufsunf&auml;higkeit nicht ausreichend vor.<br>\nDamit will Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU) Schluss machen. Sie will Selbst&auml;ndige dazu verpflichten, ihre L&uuml;cken bei der Altersvorsorge zu schlie&szlig;en. Wie sie das tun, soll ihnen &uuml;berlassen bleiben. Wer sich nicht absichert, wird aber verpflichtet, Beitr&auml;ge in die gesetzliche Rentenversicherung einzuzahlen.<br>\nDies kritisieren die Gewerkschaften. DGB-Vorstandsmitglied Annelie Buntenbach sagt: Wenn alle Selbst&auml;ndigen k&uuml;nftig zwischen privater Vorsorge und gesetzlicher Rente w&auml;hlen d&uuml;rften, einschlie&szlig;lich der bislang pflichtversicherten Handwerker, untergrabe dies die Finanzierungsbasis der Rentenversicherung. &ldquo;Das Ganze ist ein weiteres F&ouml;rderprogramm f&uuml;r private Versicherungen.&rdquo;<br>\nDer rentenpolitische Sprecher der Gr&uuml;nen, Wolfgang Strengmann-Kuhn, h&auml;lt die Pl&auml;ne f&uuml;r &ldquo;unausgegoren&rdquo;. Diese sch&uuml;fen &ldquo;ein neues Zweiklassenrentensystem f&uuml;r Selbst&auml;ndige&rdquo;. Besser gestellte Selbst&auml;ndige k&ouml;nnten sich privat absichern. Diejenigen mit einem hohen Erwerbsminderungsrisiko gingen in die gesetzliche Rentenversicherung. Die h&ouml;heren Kosten m&uuml;sse daf&uuml;r die Gemeinschaft der Versicherten tragen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/plaene-von-arbeitsministerin-ursula-von-der-leyen-selbstaendige-muessen-kuenftig-fuer-die-rente-vorsorgen-1.1314255\">SZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Zuerst hat man mit den Hartz-&bdquo;Reformen&ldquo; Menschen, die ihre Arbeit verloren haben, in die Selbstst&auml;ndigkeit gedr&auml;ngt und nun wundert man sich, dass sie nicht den n&ouml;tigen Umsatz haben, um f&uuml;r ihr Alter vorzusorgen. Ob sie durch die zus&auml;tzliche Belastung Pleite gehen und damit bed&uuml;rftig werden, das interessiert von der Leyen offenbar nicht.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Almosen trotz Lebensleistung?<\/strong><br>\nDie Zuschussrente ist ein Irrweg. Stattdessen sollte die normale Rente erh&ouml;ht werden&hellip;<br>\nDie Rentenversicherung erf&uuml;llt nicht mehr ihren Zweck, wenn sie ihren Mitgliedern das Mindestniveau nicht mehr bieten kann. Statt das mit Sch&ouml;nheitskorrekturen zu &uuml;berdecken, m&uuml;sste sie wieder in G&auml;nze gest&auml;rkt werden. Sinnvoller und w&uuml;rdiger als eine Zuschussrente w&auml;ren so hohe konventionelle Renten, dass auch Geringverdiener mit ihnen &uuml;ber die Runden kommen.<br>\nEs lohnt sich, diesen Weg zu gehen und Rentenk&uuml;rzungen zur&uuml;ckzunehmen, denn die Mechanismen der gesetzlichen Rentenversicherung sind gerecht und solide. Keine Finanzkrise kann ihren Kapitalstock auffressen, die Beitr&auml;ge werden je zur H&auml;lfte von Arbeitnehmern und -gebern gezahlt. Bei Riester m&uuml;ssen die Versicherten hingegen allein blechen; Banken und Versicherungen saugen zus&auml;tzlich Provisionen und Geb&uuml;hren ab.<br>\nKlar: F&uuml;r h&ouml;here Renten m&uuml;ssten die Beitragss&auml;tze wieder steigen. Alle Versicherten w&uuml;rden gemeinsam mit ihren Arbeitgebern die Kosten tragen. Das w&auml;re aber keine milde Gabe. Alle w&uuml;rden gleicherma&szlig;en profitieren, da die Renten dann allgemein h&ouml;her ausfallen w&uuml;rden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/2012\/13\/Beitraege-Rente\/komplettansicht\">Zeit Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Es ist beachtlich in der liberal-konservativen Zeit einen Artikel zu lesen, der die These der NachDenkSeiten best&auml;tigt, dass die gesetzliche Rente willk&uuml;rlich zerst&ouml;rt worden ist. Siehe z.B. Albrecht M&uuml;ller &bdquo;<a href=\"\/?p=11850\">Revison der Riesterrente &ndash; Die klare L&ouml;sung wird immer noch verdr&auml;ngt<\/a>&ldquo; . Es ist mal wieder typisch f&uuml;r von der Leyen und die derzeitige Regierung, man schmiert ein bisschen wei&szlig;e Salbe &uuml;ber die Wunde, statt die Wunde zu heilen und heilen hie&szlig;e weg von den Niedrigl&ouml;hnen, ein Mindestlohn und die Re-Reform der gesetzlichen Rente zu einer ausk&ouml;mmlichen Altersversorgung.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Der Kampf um Wasser wird h&auml;rter<\/strong><br>\ndie S&uuml;&szlig;wasserreserven dieser Erde sind knapp, und der Kampf um die wertvolle Ressource wird h&auml;rter. Das geht aus einer Analyse hervor, die die Umweltschutzorganisation World Wide Fund For Nature (WWF) ver&ouml;ffentlicht hat. Seit der Jahrtausendwende seien mehr als 50 gewaltsame nationale und internationale Konflikte registriert worden. Die umk&auml;mpften S&uuml;&szlig;wasserreserven machen weltweit nur 2,5 Prozent der globalen Wasservorkommen aus, wovon ein gro&szlig;er Teil im Eis der Polkappen gespeichert ist. Lediglich 0,03 Prozent der Reserven k&ouml;nnen derzeit f&uuml;r die Frischwasserversorgung der Menschheit genutzt werden. Aber l&auml;ngst nicht alle L&auml;nder haben ausreichend Zugang zu diesen Quellen. Laut WWF verf&uuml;gen neun L&auml;nder &uuml;ber 60 Prozent der weltweit verwendbaren S&uuml;&szlig;wasservorkommen. Dazu geh&ouml;ren Brasilien, Russland, China, Kanada, Indonesien, Indien, Kolumbien, Kongo und die Vereinigten Staaten. Von den negativen Folgen einer Wasserkrise w&auml;ren nach Einsch&auml;tzung des WWF-Wasserexperten Martin Geiger auch Deutschland und die EU betroffen. Wegen der zunehmenden Trockenheit drohe in S&uuml;deuropa eine Landflucht, Teile der Landwirtschaft rund um das Mittelmeer k&ouml;nnten kollabieren. Dies w&uuml;rde auch den Tourismus hart treffen. Der WWF sieht auch die Bundesregierung in der Verantwortung. Immerhin importiert die Bundesrepublik &uuml;ber Nahrungsmittel und Industrieg&uuml;ter jedes Jahr indirekt106 Milliarden Kubikmeter Wasser.\n<p><a href=\"\/upload\/bilder\/120323_weltweite_Wasserknappheit.png\"><img decoding=\"async\" src=\"\/upload\/bilder\/120323_weltweite_Wasserknappheit_small.jpg\" alt=\"\"><\/a><\/p>\n<p>Quelle 1: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/R5i38b\/512656\/Der-Kampf-um-Wasser-wird-haerter.html\">SZ<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.wwf.de\/fileadmin\/user_upload\/PDFs\/WWF_Analysis_WaterConflict.pdf\">WWF [PDF &ndash; 975 KB]<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Jakob Augstein: Die Ideologie der Starken<\/strong><br>\nEs ist ja nicht so, dass in einem Land wie diesem heute weniger Geld vorhanden w&auml;re als fr&uuml;her. Im Gegenteil. Das Geld wird immer mehr. Man hat uns nur daran gew&ouml;hnt, es anders zu verteilen als fr&uuml;her: von unten nach oben. Das ist das Ergebnis eines jahrzehntelangen Umerziehungsprojekts, einer kulturellen Neuausrichtung. Die Ideologie von der Staatsferne hat das Denken und Sprechen ver&auml;ndert. Die Leute haben vergessen, was Rousseau gelehrt hat:\n<blockquote><p><em>&ldquo;Zwischen dem Starken und dem Schwachen ist es die Freiheit, die unterdr&uuml;ckt, und das Gesetz, das befreit.&rdquo;<\/em><\/p><\/blockquote>\n<p>Die Freiheit, das sind die M&auml;rkte und das Gesetz, das ist der Staat. Aber der Staat ist ins Gerede gekommen, und das Heil liegt im Privaten.<br>\nDas ist die Ideologie der Starken, derer, die es sich leisten k&ouml;nnen, auf &ouml;ffentliche Infrastruktur zu verzichten. Sie haben in einem Generationenprojekt durchgesetzt, dass die Steuern gesenkt wurden. Die Einnahmen, die dem Staat entgingen, wurden durch Schulden ersetzt. Dadurch konnte der Staat seine Leistungen eine zeitlang mehr oder weniger aufrechterhalten. Das war die erste Phase der Umerziehung.<br>\nJetzt kommt die zweite: die Schulden werden zur&uuml;ckgefahren. Weil aber die Steuern nicht erh&ouml;ht werden, muss sich der Staat zur&uuml;ckziehen. Es bleiben die Schulen auf der Strecke, die Sportpl&auml;tze, die Freib&auml;der, die Jugendzentren. Es bleibt die &Ouml;ffentlichkeit auf der Strecke. Man bringt den Leuten seit 30 Jahren bei, dass das der richtige Weg ist.<br>\nUnd sie glauben es.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/0,1518,822972,00.html\">Spiegel Online<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Dokumente belegen: Stuttgart 21 f&uuml;r nur 30 Z&uuml;ge geplant!<\/strong><br>\nBei ihren Recherchen zur Planfeststellung von Stuttgart 21 sind die Ingenieure22 auf bisher nicht <a href=\"http:\/\/bit.ly\/GEEftm\">bekannte Unterlagen gesto&szlig;en<\/a>, die zweifelsfrei belegen: Stuttgart 21 war von Anfang an als R&uuml;ckbau des Bahnknotens Stuttgart geplant! Zuk&uuml;nftig sollten im Stuttgarter Hauptbahnhof nur noch maximal 30 Z&uuml;ge in der Spitzenstunde verkehren &ndash; diese Vorgabe machte1997 die Bahn selber f&uuml;r eine von ihr beauftragte Personenstromanalyse. Seitdem gab es keine &Auml;nderung der geplanten Bahninfrastruktur von S-21; die wesentlich h&ouml;here Leistungsf&auml;higkeit des Tunnelbahnhofs, die inzwischen behauptet wird, steht nur auf dem Papier.<br>\nBesonders pikant: Eben dieses Gutachten geh&ouml;rt zwar zu den Planfeststellungsunterlagen, wurde dem Eisenbahnbundesamt aber trotz mehrmaliger Aufforderung erst im September 2002 zur Verf&uuml;gung gestellt, offengelegt wurden diese Unterlagen nie, den Tr&auml;gern &ouml;ffentlicher Belange wie dem BUND wurden sie nicht zur Verf&uuml;gung gestellt.<br>\n&bdquo;Die Unterlagen, die wir jetzt gefunden haben, belegen eindeutig: Die Bahn hat mit Stuttgart 21 von Anfang an eine erhebliche Verkleinerung des Stuttgarter Bahnhofs geplant&ldquo;, sagen Dipl.-Ing. Hans Heydemann und Wolfgang Jakubeit von den Ingenieuren22 f&uuml;r den Kopfbahnhof.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bei-abriss-aufstand.de\/2012\/03\/22\/dokumente-belegen-stuttgart-21-fur-nur-30-zuge-geplant\/\">Presseerkl&auml;rung der Ingenieure22 f&uuml;r den Kopfbahnhof auf &bdquo;Bei Abriss Aufstand&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Linkspartei NRW: Wenn alles auf dem Spiel steht<\/strong><br>\nMit ihrer geschlossenen Ablehnung des rot-gr&uuml;nen Haushalts sind die elf Parlamentarier der Linkspartei ein hohes Risiko eingegangen. Ob sie jemals wieder die Gelegenheit bekommen werden, im Landtag &uuml;ber einen Antrag abzustimmen, ist ungewiss. Trotzdem sind sie &uuml;berzeugt, das Richtige getan zu haben: &ldquo;Wir waren immer gespr&auml;chsbereit&rdquo;, sagt Fraktionschef Wolfgang Zimmermann. &ldquo;Aber wir sind doch keine L&uuml;ckenb&uuml;&szlig;er zum Nulltarif, wenn&rsquo;s f&uuml;r Rot-Gr&uuml;n mit der FDP nicht klappt.&rdquo; Das w&auml;re einer Selbstaufgabe gleichgekommen. Es war ein schmaler Grat zwischen Anpassung und Totalverweigerung, auf dem sich die Fraktion bewegt hat. Als Newcomer haben sie dabei viel Lehrgeld zahlen m&uuml;ssen. &ldquo;Wir haben jedoch auch einiges erreicht&rdquo;, sagt Zimmermann. Die Liste der Beispiele, die er anf&uuml;hrt, ist lang. Sie reicht von der Abschaffung der Studiengeb&uuml;hren, der Aufhebung der Residenzpflicht f&uuml;r Asylbewerber bis zur Einf&uuml;hrung der direkten Abwahl von B&uuml;rgermeistern, die letztlich Duisburgs Oberb&uuml;rgermeister Adolf Sauerland das Amt kostete. &ldquo;Als konsequente linke Kraft sind wir nach wie vor absolut unverzichtbar&rdquo;, glaubt Zimmermann. Die Frage ist nur, ob die W&auml;hler das auch so sehen. Das Problem: Die Aufbruchstimmung, die die Linkspartei 2010 mit 5,6 Prozent in den Landtag brachte, ist verflogen. Der Parteiaufbau stagniert, von in der H&ouml;chstphase fast 9.000 Mitgliedern sind nur noch rund 8.100 &uuml;brig geblieben &ndash; und die sind bisweilen vor Ort untereinander heftig zerstritten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=sw&amp;dig=2012%2F03%2F16%2Fa0089&amp;cHash=9dbac049ec\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Man vergisst leicht, wie jung diese Partei (2007) ist, und dass der inhaltliche und personelle Konsolidierungsprozess so schnell gar nicht abgeschlossen werden kann, wenn man bedenkt, welch schwierige Ausgangslage allein mit der Ost- West-Problematik gegeben ist. &Auml;hnlich wie seinerzeit bei den Gr&uuml;nen wird jeder Streit innerhalb der Partei zudem von der Opposition und den Medien gnadenlos an die &Ouml;ffentlichkeit gezerrt. Dabei soll gar nicht verschwiegen werden, dass der Partei taktisch wie auch strategisch auf allen Bundesebenen immer noch blamable Anf&auml;ngerfehler unterlaufen. Die Wahl von Beate Klarsfeld als Kandidatin f&uuml;r Bundespr&auml;sidentenwahl war in Sachen &Ouml;ffentlichkeitsarbeit wieder so ein Fall. Der Partei blieb am Ende gar keine andere Wahl als Klarsfeld zur Kandidatin zu k&uuml;ren, ohne Gesine L&ouml;tzsch zu demontieren. Die Frage, ob Beate Klarsfeld auch eine gute Kandidatin f&uuml;r das Amt des Bundespr&auml;sidenten sei, konnte gar nicht mehr diskutiert werden. Sie hat ihre Verdienste in der Verfolgung von Altnazis, ist doch aber, milde gesagt, nicht sehr reflektiert in Bezug auf spezifische Problemlagen der Bundesrepublik. Sie hatte ihre St&auml;rken als Aktivistin, aber wie kann sie in Kenntnis der Vernichtung ganzer Bev&ouml;lkerungsgruppen durch die Nazis f&uuml;r einen Politiker wie Sarkozy eintreten, der gerade wieder im Zuge des Wahlkampfes auf Ausgrenzung Migranten, Roma usw. setzt. Nach der Wahl von Gauck d&uuml;rfte Frau Klarsfeld vergessen sein, aber die  Linkspartei hat es wieder einmal geschafft, das Fettn&auml;pfchen voll zu treffen. So d&uuml;rfte es nicht verwundern, dass die Linkspartei, wie seinerzeit die Gr&uuml;nen 1990 im Bundestag, auch im bev&ouml;lkerungsreichsten Bundesland aus dem Parlament verschwinden kann. &ndash; Aber, gerade die, welche immer noch auf die Linke in der SPD bzw. bei den Gr&uuml;nen setzen, sollten nicht vergessen, dass die Linkspartei immer noch die einzige in Wolle gef&auml;rbte linke Kraft ist, die in der Lage w&auml;re das schr&ouml;derianisch gef&auml;rbte bzw. neoliberal dominierte Lager dieser Parteien mit Themen wie Rente, Gesundheit, Einkommenspolarisierung usw. von au&szlig;en unter Druck zu setzen &ndash; durch Stimmenfang. Dass die Linkspartei es ernst meint,  hat sie mit der Ablehnung des NRW-Haushalts bewiesen. Sparen auf Kosten des Gemeinwesens ist mit ihr nicht zu machen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Programmreform des WDR 3 &ndash; &Ouml;ffentliche Debatte unerw&uuml;nscht<\/strong><br>\nDie Vorsitzende des WDR-Programmausschusses Petra Kammerevert (SPD) hat am Mittwoch, 21. M&auml;rz, im &bdquo;K&ouml;lner Stadt&shy;Anzeiger&ldquo; die Bildung einer Arbeitsgruppe angek&uuml;ndigt, die in Zusammenarbeit mit der H&ouml;rfunkdirektion f&uuml;r eine rasche Durchsetzung der Programmreform bei WDR 3 sorgen soll. Die Programmreform, so Kammerevert, k&ouml;nne man &bdquo;nicht ewig aufschieben&ldquo;. Die bald 17.000 Unterzeichner unseres Offenen Briefes tat die Ausschuss-Vorsitzende gleichzeitig als &bdquo;Bildungsb&uuml;rger&ldquo; ab. Deren Protest sei in Zeiten des Internet schnell herzustellen. Eine intensive &ouml;ffentliche Diskussion scheint die SPD-Parlamentarierin also auch weiterhin nicht zu w&uuml;nschen. Die &bdquo;Radioretter&ldquo; haben den Eindruck, dass sich die Programmausschuss-Vorsitzende damit zur Erf&uuml;llungsgehilfin der WDR-Leitung macht. Zugleich vermuten wir, dass sie durch eine gemeinsame Arbeitsgruppe mit der WDR-Gesch&auml;ftsleitung ihre tats&auml;chliche Funktion verletzt: die Leitung des Senders und seine Programmpolitik einer &ouml;ffentlichen Kontrolle zu unterwerfen. Ob die Mehrheit des Programmausschusses diesen gegen&uuml;ber dem &bdquo;K&ouml;lner Stadt&shy;Anzeiger&ldquo; vertretenen Kurs billigt, ist offen. Wir k&ouml;nnen es uns kaum vorstellen. Am 20. M&auml;rz hatte der WDR-Programmausschuss seine f&uuml;r diesen Tag vorgesehene Diskussion &uuml;ber die Programmreform von WDR 3 wegen einer Erkrankung des H&ouml;rfunkdirektors vertagt. Und am Montag, 19. M&auml;rz, hatte in K&ouml;ln ein Gespr&auml;ch zwischen &bdquo;Radiorettern&ldquo;, prominenten Vertretern des Kulturlebens in NRW und Mitgliedern des Programmausschusses stattgefunden. Geladen waren auch Vertreter der Freien Autoren und der WDR-Redakteursvertretung. Alle Teilnehmer &ndash; so u.a. Richard David Precht, Kasper K&ouml;nig, Reinhard Goebel oder Dietrich Leder &ndash; appellierten dabei leidenschaftlich und mit eindrucksvollen Argumenten an Frau Petra Kammerevert (SPD), die Vorsitzende des Gremiums, sowie an die anderen Mitglieder des Programmausschusses, einem Moratorium der geplanten Programmreform zuzustimmen und die seit mehr als einem Jahrzehnt eingeschlagene Richtung des Reformkurses zu ver&auml;ndern, um endlich wieder ein Kulturradio zu schaffen, das diesen Namen verdient.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.die-radioretter.de\/cms\/front_content.php\">Die Radioretter<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> &Uuml;brigens Frau Kammerevert ist im EU-Parlament Sprecherin der Sozialdemokraten im Ausschuss f&uuml;r Bildung und Kultur. Da ist es schon beachtlich, wenn sie Kritiker als &bdquo;Bildungsb&uuml;rger&ldquo; abtut.<\/em><br>\n<em>Es trifft durchaus zu, dass sich in der gro&szlig;en Zahl der Unterschriften gegen die geplante Programmreform des &bdquo;Kulturradios&ldquo; WDR 3 auch ein allgemeines Unbehagen &uuml;ber die Entwicklung des WDR, ja des &ouml;ffentlich-rechtlichen Rundfunks widerspiegelt. Wir haben zum Beispiel auf den NachDenkSeiten das Versagen der &ouml;ffentlich-rechtlichen Sender vor, in und nach der Finanzkrise thematisiert. Zu Recht wurde kritisiert, dass sich der nichtkommerzielle, von den gesellschaftlichen Gruppen kontrollierte Rundfunk als reiner &bdquo;Verlautbarungsfunk&ldquo; darstellte. In unseren Hinweisen des Tages dokumentieren wir ja kritische Positionen aus anderen Medien gegen&uuml;ber dem Meinungsmainstream, aber leider finden wir solche kritischen Beitr&auml;ge im &ouml;ffentlich-rechtlichen Rundfunk nur recht selten.<\/em><br>\n<em>In fr&uuml;heren Zeiten galt der WDR als &bdquo;Rotfunk&ldquo;, das war er zwar nie, aber es gab kritische Sendungen. Heute ist der WDR allenfalls noch der gr&ouml;&szlig;te Sender. Zu sehr hat sich die Leitung des Senders die zynische Parole des ehemaligen RTL-Chefs Thoma zu eigen gemacht, dass &bdquo;der Wurm dem Fisch schmecken muss und nicht dem Angler&ldquo;. Ein Rundfunk der nach dem Gebot des Bundesverfassungsgerichts nicht nur Medium sondern auch Faktor der &ouml;ffentlichen Meinungsbildung sein soll und einen Bildungsauftrag hat, darf dem Publikumsgeschmack nicht nur hinterherlaufen, er hat auch die Aufgabe sein Publikum zu schaffen und aufzubauen, kurz: er darf nicht nur angeln, sondern er m&uuml;sste auch Menschen fischen. Wer nur der Quote hinterherl&auml;uft, ergibt sich widerstandlos dem Kommerzfunk und verliert seinen &ouml;ffentlichen Auftrag, f&uuml;r den er Geb&uuml;hren von der Allgemeinheit erheben darf.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Studie weist hohe soziale Auslese bei Journalistenschulen nach<\/strong><br>\nWas passiert, wenn &ldquo;Zeit&rdquo;-Chefredakteur Giovanni di Lorenzo auf Ex- Verteidigungsminister Karl-Theodor von Guttenberg trifft? Nein, es gesellt sich nicht nur Haar-Gel zu Haar-Gel und Kaschmir-Pullover zu Kaschmir-Pullover, sondern dann geht es auch um die Verst&auml;ndigung der Macht-Eliten, die sich gegenseitig quasi am Geruch erkennen. Woher diese Eliten im journalistischen Feld kommen, hat Klarissa Lueg, Doktorantin an der TH Darmstadt in ihrer Dissertation &ldquo;Habitus, Herkunft und Positionierung: Die Logik des journalistischen Feldes&rdquo;<br>\nuntersucht. Danach ist an Journalistenschulen, die als Rekrutierungsanstalten f&uuml;r journalistische Karrieren gelten, die soziale Auslese besonders gravierend: Mehr als zwei Drittel der Sch&uuml;ler stammen aus einer &ldquo;hohen Herkunftsgruppe&rdquo;. Kinder von Facharbeitern etwa kommen gar nicht vor. Die Autorin sieht aufgrund dieser Auslese eine Gefahr f&uuml;r eine &ldquo;kompensatorische, anwaltschaftliche Berichterstattung&rdquo;&hellip;<br>\nW&auml;hrend bereits 51 Prozent aller Studierenden ein Elternteil mit Hochschulabschluss haben, sind es bei Journalistensch&uuml;lern sogar 71 Prozent. Wen wundert es dann, dass an Journalistenschulen keine Sch&uuml;ler aus der Herkunftsgruppe &ldquo;niedrig&rdquo; zu finden sind: &ldquo;Kinder von Facharbeitern oder ungelernten Arbeitern, mit dem Blickwinkel und dem Erfahrungshorizont dieser Gruppe, existieren an den Journalistenschulen nicht.&rdquo;<br>\nDie Welt der Journalistensch&uuml;ler ist also eher die Welt des Gleitens &uuml;ber dicken Teppiche, als die Welt der Linoleumb&ouml;den, wie es der franz&ouml;sische Soziologe Pierre Bourdieu ausdr&uuml;ckte<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/36\/36575\/1.html\">Telepolis<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Wahl-O-Mat f&uuml;r die Landtagswahl im Saarland 2012<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bpb.de\/methodik\/XQJYR3,0,0,Willkommen_beim_WahlOMat.html\">Bundeszentrale f&uuml;r politische Bildung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Vielleicht sind Sie &uuml;berrascht &uuml;ber die Ergebnisse.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Erg&auml;nzende Anmerkung S.K.:<\/strong> ich habe heute mal auf den Seiten der Bundeszentrale f&uuml;r politische Bildung nachgesehen.<\/em><br>\n<em>Bei der Vorstellung der Parteien hei&szlig;t es u.a. bei B&uuml;ndnis 90\/Die Gr&uuml;nen:<\/em><\/p>\n<blockquote><p><em>&ldquo;Die Prinzipien der 1980 auf Bundesebene gegr&uuml;ndeten &ldquo;Gr&uuml;nen&rdquo; waren &ouml;kologisch, sozial, basisdemokratisch und gewaltfrei. Ihre Aktivit&auml;ten richteten sich gegen Umweltzerst&ouml;rung, die Gefahren der Kernenergie, die damalige Aufr&uuml;stungspolitik und den Einsatz milit&auml;rischer Mittel in internationalen Konflikten.&rdquo; <\/em><\/p><\/blockquote>\n<p><em>Warum nur greift man im Teaser auf einen Gr&uuml;ndungsmythos zur&uuml;ck, der in der heutigen Zeit durch aktuelle, politische Entscheidungen und &auml;u&szlig;erst schmerzlichen Erfahrungen l&auml;ngst ad absurdum gef&uuml;hrt wurde? Wer etwas genauer liest merkt jedoch auch, das die Positionen der Partei ausschlie&szlig;lich im Pr&auml;teritum genannt werden (&lsquo;Die Prinzipien waren&ldquo;, &bdquo;Aktivit&auml;ten richteten sich&ldquo;, &bdquo;damalige &hellip;&ldquo;).<\/em><br>\n<em>Zum Pr&auml;teritum hei&szlig;t es bei Woxikon: Pr&auml;teritum = &ldquo;Zustand oder abgeschlossene Handlung in der Vergangenheit.&rdquo;<\/em><br>\n<em>Etwas deutlicher wird es im Wiktionary:<\/em><\/p>\n<blockquote><p><em>Bedeutung: &ldquo;Zeitform, die ausdr&uuml;ckt, dass ein Geschehen vom Standpunkt des Sprechers aus gesehen vergangen, abgeschlossen und von der Gegenwart losgel&ouml;st ist und in diesem Sinn der Vergangenheit angeh&ouml;rt.&rdquo;<\/em><\/p><\/blockquote>\n<p><em>Somit hat die bpb nichts Unwahres erz&auml;hlt. Wahrscheinlich bleiben dem Leser aber eher die Schlagw&ouml;rter in Erinnerung, was der Sache und der Wahrheit dann wohl doch nicht dient.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Gro&szlig;e Einkommensunterschiede zwischen Akademikerinnen und Akademikern<\/strong><br>\nFrauen mit akademischem Abschluss verdienen weniger als ihre m&auml;nnlichen Kollegen. Dies gilt f&uuml;r Besch&auml;ftigte aller Abschlussarten &ndash; vom Bachelor an der Fachhochschule &uuml;ber den Master an der Universit&auml;t bis hin zur Promotion. Im Durchschnitt betr&auml;gt die Gehaltsl&uuml;cke (&bdquo;Gender Pay Gap&ldquo;) 21,5 Prozent. Zu diesem Ergebnis kommt eine Online-Umfrage des Internetportals <a href=\"http:\/\/www.lohnspiegel.de\">www.lohnspiegel.de<\/a>, das vom WSI-Tarifarchiv der Hans-B&ouml;ckler-Stiftung betreut wird. Rund 10.200 Besch&auml;ftigte mit akademischem Abschluss haben sich daran beteiligt.\n<ul>\n<li>Frauen mit Promotion erhalten auf Basis einer 40-Stunden-Woche ohne Sonderzahlungen ein Bruttomonatsgehalt von durchschnittlich 4.679 Euro. M&auml;nner mit Doktortitel verdienen im Schnitt 5.342 Euro, also 663 Euro mehr.<\/li>\n<li>Noch gr&ouml;&szlig;er ist der Abstand bei Besch&auml;ftigten mit einem Diplomabschluss einer Universit&auml;t: Hier verdienen Frauen im Schnitt 3.534 Euro, M&auml;nner hin-gegen 4.590 Euro, also 1.056 Euro mehr.<\/li>\n<li>Frauen mit einem Master-Abschluss einer Universit&auml;t verdienen durch-schnittlich 3.827 Euro. Mit dem gleichen Abschluss bekommen M&auml;nner 4.530 Euro, also 703 Euro mehr.<\/li>\n<li>Absolventinnen mit einem Bachelor-Abschluss einer Fachhochschule ver-dienen im Schnitt 3.023 Euro, das sind 618 Euro weniger als m&auml;nnliche Bachelor-Absolventen mit durchschnittlich 3.641 Euro.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/pdf\/pm_ta_2012_03_22.pdf\">WSI [PDF &ndash; 141 KB]<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h19\"><\/a><strong>Wem geh&ouml;rt die &ouml;konomische Bildung?<\/strong><br>\nNotizen zur Verflechtung von Wissenschaft, Wirtschaft und Politik.<br>\nInsbesondere Wirtschaftsverb&auml;nde, unternehmernahe Stiftungen, Institute und Initiativen fordern seit einem Jahrzehnt mehr &ouml;konomische Bildung an Schulen. Die vorliegenden Studien zeigen, dass sie als locker verbundene Lobbyisten zusammen mit Wirtschaftsdidaktikern ein bestens finanziertes politisch-p&auml;dagogisches Netzwerk bilden. Seine Akteure und Aktivit&auml;ten finden parteipolitische Unterst&uuml;tzung vor allem bei CDU und FDP.<br>\nIn und mittels der &ouml;konomischen Bildung bef&ouml;rdert dieses Netzwerk die Interessen der privaten unternehmerischen Wirtschaft sowie politische Positionen des wirtschaftsliberal-konservativen Spektrums. In diesem Sinne sollen auch die Sch&uuml;lerinnen und Sch&uuml;ler einseitig beeinflusst werden. Das legen Analysen einiger Unterrichtsmaterialien na-he, die Akteure aus diesem Netzwerk entwickelt haben und verbreiten. Pluralistische Ans&auml;tze in Wirtschaftstheorie und Wirtschaftspolitik sucht man dort meist vergebens. &Uuml;ber Lehr-Lern-Materialien strebt insbesondere die Finanzindustrie nach Pr&auml;senz im Klassenzimmer, ihre Mitarbeiter sollen zu Finanzieller Allgemeinbildung unterrichten. Das ist eine bemerkenswerte Vermischung von Bildungsauftrag und Gewinninteressen.<br>\nFasst man die Ergebnisse der einzelnen, explorativen Analysen zusammen steht zu bef&uuml;rchten, dass ein Schulfach Wirtschaft zum Fach der Wirtschaft und Wirtschaftsverb&auml;nde wird und wirtschaftsliberal-konservatives Denken in die Schulen bringen soll.<br>\nDemgegen&uuml;ber m&uuml;ssen Bildungspolitik und Wirtschaftsdidaktik den wissenschaftlichen und politischen Pluralismus in der &ouml;konomischen Bildung in allgemein bildenden Schu-len sichern. Den Unternehmer- und Wirtschaftsverb&auml;nden steht kein Alleinvertretungs-anspruch f&uuml;r &bdquo;die Wirtschaft&ldquo; zu. Auch Akteure wie Gewerkschaften, Umwelt- und Verbraucherverb&auml;nde haben zu wirtschaftlichen Themen Wichtiges zu sagen. Deshalb geh&ouml;rt in einer Demokratie die &ouml;ffentliche &ouml;konomische Bildung allen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.iboeb.org\/moeller_hedtke_netzwerkstudie.pdf\">ib&ouml;b. initiative f&uuml;r eine bessere &ouml;konomische bildung [PDF &ndash; 2.6 MB]<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Eine sehr lesenswerte Studie, nicht nur f&uuml;r P&auml;dagog\/inn\/en<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h20\"><\/a><strong>&bdquo;Kontext&ldquo;-Internetzeitung sieht schwarz<\/strong><br>\nWarum Sie hier schwarz sehen &hellip;<br>\n&hellip; aus einem einfachen, aber traurigen Grund: weil die Kontext:Wochenzeitung bald so aussehen k&ouml;nnte &ndash; schwarz n&auml;mlich. Wenn wir bis Ende April keine neuen AbonnentInnen gewinnen, fehlt uns das Geld, um die Schw&auml;rze mit gut recherchierten Geschichten zu vertreiben. Qualit&auml;tsjournalismus, unabh&auml;ngig von Werbung und Konzernstrategien, kostet. Und Kontext geh&ouml;rt niemandem, keiner Partei, keinem Sponsor, keinem Anzeigenkunden, keinem Herausgeber. Und deshalb brauchen wir mehr Menschen, die sagen: Kontext ist mir&rsquo;s wert.<br>\nUm es ohne Schn&ouml;rkel zu sagen: Von derzeit 318 m&uuml;ssen wir bis zum 25. April auf 1000 AbonnentInnen kommen, die per Dauerauftrag monatlich 10 Euro oder mehr zahlen. Ohne diese Unterst&uuml;tzung m&uuml;ssen wir Ende April in der Stuttgarter Hauptst&auml;tter Stra&szlig;e den Rollladen runterlassen. Und zwar ohne Wenn und Aber.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.kontextwochenzeitung.de\/newsartikel\/2012\/03\/warum-sie-hier-schwarz-sehen\/\">Kontext<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Es w&auml;re wirklich ein Verlust, wenn dieses interessante kritische Medium scheitern w&uuml;rde.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h21\"><\/a><strong>Rezensionsrichtlinien von Amazon lassen eine positive Rezension von Albrecht M&uuml;llers &bdquo;Der falsche Pr&auml;sident&ldquo; nicht zu<\/strong><br>\n<em>Unser Leser T.H. schreibt uns: Ich m&ouml;chte Ihnen das Folgende nicht vorenthalten: Es ist die Antwort von Amazon.de auf meine Nachfrage, warum meine Rezension zu &ldquo;Albrecht M&uuml;ller: Der falsche Pr&auml;sident&rdquo;, die ich am 20. M&auml;rz an Amazon.de abgeschickt hatte nicht ver&ouml;ffentlicht wird. Angesichts der 1-Stern-&ldquo;Rezensionen&rdquo;, die andererseits ohne Probleme ver&ouml;ffentlicht wurden, finde ich diesen Vorgang skandal&ouml;s!<\/em><br>\n<em>Auch wenn es Amazon selbstverst&auml;ndlich nicht weh tut und nicht einmal ein Nadelstich sein wird, werde ich noch heute eine Mail an Amazon senden, in der ich zur Kenntnis geben werde, mich\/uns ab dato als Kunden von Amazon zur&uuml;ckzuziehen. (Was nat&uuml;rlich auch aus vielen anderen Gr&uuml;nden einen fast hyghienischen Vorgang darstellt.)<\/em><br>\n<em>Doch lesen Sie selbst! Der Rezensionstext ist in der Mail enthalten, aber auch als Word.doc nochmals angeh&auml;ngt. (Siehe Word-Dokument unten)<\/em><br>\n<em>Und hier die Antwort von Amazon:<\/em><br>\n<em>vielen Dank f&uuml;r Ihre Anfrage.<\/em><br>\n<em>Ich habe die Rezensionen &uuml;berpr&uuml;ft und muss Ihnen mitteilen, dass wir beide Rezensionen nicht auf unserer Website ver&ouml;ffentlicht haben, da sie nicht unseren Rezensionsrichtlinien entsprechen.<\/em><br>\n<em>Bitte achten Sie darauf, dass die Wortwahl in Ihrer Rezension angemessen ist.<\/em><br>\n<em>Kundenrezensionen sind ein sehr beliebtes Feature bei Amazon.de und neben den Rezensionen unserer Redaktionen eine wichtige Informationsquelle f&uuml;r unsere Kunden.<\/em><br>\n<em>Amazon.de greift grunds&auml;tzlich nicht in die Meinungs&auml;u&szlig;erungen ein, vorausgesetzt unsere Richtlinien werden eingehalten.<\/em>\n<p><em>&Uuml;berpr&uuml;fen Sie selbst, ob die Wortwahl der Rezension &bdquo;angemessen&ldquo; ist, siehe <a href=\"\/upload\/doc\/120322_rezension_albrecht_mueller.doc\">hier [DOC &ndash; 33 KB]<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;Mehr&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (MB\/WL).<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-12645","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/12645","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=12645"}],"version-history":[{"count":8,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/12645\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":12655,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/12645\/revisions\/12655"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=12645"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=12645"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=12645"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}