{"id":126668,"date":"2024-12-22T13:00:38","date_gmt":"2024-12-22T12:00:38","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=126668"},"modified":"2024-12-20T18:12:57","modified_gmt":"2024-12-20T17:12:57","slug":"gewalteskalation-in-haiti-us-aussenministerium-fordert-neue-militaerintervention","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=126668","title":{"rendered":"Gewalteskalation in Haiti: US-Au\u00dfenministerium fordert neue Milit\u00e4rintervention"},"content":{"rendered":"<p>Nach einer Reihe extrem gewaltt&auml;tiger Vorf&auml;lle in Port-au-Prince, darunter ein brutales Massaker in einem Slum und die Misshandlung unschuldiger junger M&auml;nner durch Polizeieinheiten, wird die ohnehin fragile Sicherheitslage weiter destabilisiert. W&auml;hrend Berichte &uuml;ber angeblich Hunderte von Toten die Forderung Washingtons nach Ausweitung der ausl&auml;ndischen Milit&auml;rintervention anheizen, bleibt die Verantwortung f&uuml;r die Gewalttaten umstritten. Dieser Artikel beleuchtet die j&uuml;ngsten Vorf&auml;lle, die das gesamte Land und die internationalen Beziehungen ersch&uuml;ttern. Von <strong>Kim Ives<\/strong>.<br>\n<!--more--><br>\nDer erste Vorfall ereignete sich im Elendsviertel Wharf J&eacute;r&eacute;mie, einem von M&uuml;ll und Abw&auml;ssern bedeckten Stadtteil von Cit&eacute; Soleil, wo Monel &ldquo;Micanord&rdquo; F&eacute;lix eine bewaffnete Gruppe anf&uuml;hrt, die zur Koalition&nbsp;<em>Viv Ansanm<\/em>&nbsp;(Zusammen leben) geh&ouml;rt, dem Hauptfeind der haitianischen Nationalpolizei (PNH), der Streitkr&auml;fte (FAdH) und der von den USA finanzierten multinationalen Sicherheitsunterst&uuml;tzungsmission (MSS), die aus 430 meist kenianischen Polizisten besteht.<\/p><p>In zahlreichen Presseberichten wird behauptet, dass zwischen 110 und 184 Menschen in Wharf J&eacute;r&eacute;mie auf Micanords Befehl hin get&ouml;tet wurden, um sich f&uuml;r den Tod seines einzigen Kindes zu r&auml;chen, eines Jungen, von dem er glaubt, dass er durch einen b&ouml;sen Zauber gestorben ist, den die in der Gegend lebenden Vodou-Praktizierenden auf ihn gelegt haben. Der trauernde Micanord f&uuml;hrte die angeblichen Rachemorde &bdquo;auf Anraten eines &ouml;rtlichen Vodou-Priesters durch, der die &auml;lteren Bewohner der Gemeinde beschuldigte, f&uuml;r die Krankheiten des Kindes verantwortlich zu sein&rdquo;,&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.miamiherald.com\/news\/nation-world\/world\/americas\/haiti\/article296789084.html\">berichtete&nbsp;<\/a>etwa der <em>Miami Herald<\/em>.<\/p><p>Der Ausl&ouml;ser f&uuml;r die Flut von Presseberichten war eine&nbsp;<a href=\"https:\/\/lenouvelliste.com\/article\/251889\/le-deroulement-du-massacre-de-wharf-jeremie\">Erkl&auml;rung<\/a>&nbsp;von Pierre Esp&eacute;rance, dem Leiter des Nationalen Netzwerks zur Verteidigung der Menschenrechte (RNDDH), einer ber&uuml;chtigten, vom US-amerikanischen National Endowment for Democracy (NED) finanzierten Menschenrechtsgruppe, gegen&uuml;ber der haitianischen Tageszeitung <em>Le Nouvelliste<\/em>. Dieses Netzwerk hat in den vergangenen Jahren wiederholt falsche und frei erfundene Berichte &uuml;ber Menschenrechtsverletzungen ver&ouml;ffentlicht, darunter Berichte &uuml;ber Massaker in&nbsp;<a href=\"https:\/\/haitiliberte.com\/pont-sonde-is-there-a-political-struggle-behind-this-gang-massacre\/\">La Scierie<\/a>&nbsp;(2004, (damals noch unter dem Namen NCHR-Haiti),&nbsp;<a href=\"https:\/\/haitiliberte.com\/how-canada-funded-a-human-rights-group-that-manufactures-massacres\/\">La Saline (2018)<\/a>&nbsp;und&nbsp;<a href=\"https:\/\/haitiliberte.com\/after-delmas-32-massacre-a-demonstration-accusations-and-a-riposte\/\">Delmas 32 (2021)<\/a>.<\/p><p>Jimmy &ldquo;Barbecue&rdquo; Ch&eacute;rizier, der Anf&uuml;hrer und Hauptsprecher von&nbsp;<em>Viv Ansanm<\/em>, erkl&auml;rte gegen&uuml;ber <em>Ha&iuml;ti Libert&eacute;<\/em>, dass die RNDDH wieder einmal ihre alten Tricks angewandt habe.<\/p><p>&bdquo;Ja, es sind Menschen gestorben, aber die Zahlen, die sie nennen, sind nicht wahr&rdquo;, sagte Cherizier. &bdquo;Es waren nicht einmal 20 Menschen, obwohl ich keine genaue Zahl nennen kann. Pierre Esp&eacute;rance und RNDDH spielen ihr politisches Spiel. Wenn 100 Menschen gestorben sind, so wie sie es beim sogenannten Massaker von La Saline behauptet haben, dann sollen sie doch die Liste der Toten vorlegen. Pierre Esp&eacute;rance nennt einfach irgendeine Zahl, die ihm in den Sinn kommt.&rdquo;<\/p><p>Auf die Frage, ob es sich bei den Morden um eine Vergeltung f&uuml;r den Tod von Micanords Sohn handelte, sagte Cherizier lediglich, dass &bdquo;das, was passiert ist, mit den Handlungen von &Uuml;belt&auml;tern (malfekt&egrave;) zusammenh&auml;ngt&rdquo;, ohne weitere Einzelheiten zu nennen.<\/p><p>Viele Menschen, die auf das Potenzial von Viv Ansanm gehofft hatten, das Vertrauen der haitianischen Bev&ouml;lkerung zu gewinnen und ein tragf&auml;higer Akteur im nationalen Befreiungskampf Haitis zu werden, sind &uuml;ber die Todesf&auml;lle, unabh&auml;ngig von den Umst&auml;nden und der Zahl, in Wharf J&eacute;r&eacute;mie zutiefst best&uuml;rzt.<\/p><p>&bdquo;Selbst wenn nur eine Person aufgrund einer t&ouml;richten, abergl&auml;ubischen &Uuml;berzeugung oder einer unbegr&uuml;ndeten Anschuldigung hingerichtet wurde, handelt es sich um ein Verbrechen&rdquo;, sagte ein haitianischer Intellektueller, der mit den erkl&auml;rten Zielen der Viv Ansanm sympathisiert.<\/p><p>&bdquo;Es gibt keine Rechtfertigung f&uuml;r die au&szlig;ergerichtliche T&ouml;tung von Menschen, die kein Verbrechen begehen oder sich in irgendeiner Weise aggressiv verhalten, insbesondere wenn es sich um &auml;ltere Menschen handelt. Auch wenn es kein politisches Motiv f&uuml;r diese T&ouml;tungen gab, ist es, wenn es auch nur teilweise stimmt, entsetzlich und wird dem ohnehin schon sehr umstrittenen und fragilen Ruf der Viv Ansanm sehr schaden, vor allem nachdem sie erst letzte Woche eine gemeinsame Erkl&auml;rung&nbsp;<a href=\"https:\/\/haitiliberte.com\/as-cops-target-lower-delmas-viv-ansanm-issues-collective-statement-that-haitians-are-free-to-move-arou\">abgegeben haben<\/a>, dass die Haitianer sich frei in ihren Vierteln bewegen und ihren Gesch&auml;ften nachgehen k&ouml;nnen, ohne Angst oder Sorgen zu haben.&rdquo;<\/p><p>Kervens Louissaint, ein beliebter Livestream-Blogger auf mehreren Social-Media-Plattformen, verurteilte in einer Erkl&auml;rung gegen&uuml;ber <em>Ha&iuml;ti Libert&eacute;<\/em> ebenfalls die Morde in Wharf J&eacute;r&eacute;mie.<\/p><p>&bdquo;Aufgrund absurder Anschuldigungen der Hexerei zerrei&szlig;en bruderm&ouml;rderische Rachefeldz&uuml;ge die &Uuml;berreste eines ohnehin schon zerr&uuml;tteten sozialen Gef&uuml;ges&rdquo;, schrieb er. &bdquo;Diese Argumentation ist wahnwitzig, weil sie versucht, dem Irrsinn einen Sinn zu geben, eine Logik f&uuml;r das, was nur Angst, Unwissenheit und Verzweiflung ist.&rdquo;<\/p><p>&bdquo;In einer Gesellschaft in v&ouml;lligem Verfall, wo Ordnung und Vernunft dem &Uuml;berlebensinstinkt gewichen sind, erhalten absurde Erkl&auml;rungen wie diese eine be&auml;ngstigende Kraft. Der Glaube an Hexerei, der in Unwissenheit, Geschichte und Kultur verwurzelt ist, wird hier zu einem Ventil f&uuml;r die Wut, zu einer Ausrede f&uuml;r Gewalt. Doch dies verschleiert nur schlecht die Realit&auml;t: Diese Kriege haben nicht nur spirituelle Gr&uuml;nde. Sie sind das Ergebnis einer Anh&auml;ufung von Frustrationen, Leiden und einem totalen staatlichen Vakuum.&rdquo;<\/p><p>&bdquo;Diese Erkl&auml;rung lenkt auch von der Verantwortung ab. Einen Rivalen der Hexerei zu beschuldigen, um den Tod eines kranken Kindes zu erkl&auml;ren, bedeutet, sich den wahren Ursachen nicht zu stellen: Armut, fehlende medizinische Versorgung, Hunger, Unsicherheit. Es verwandelt eine menschliche Trag&ouml;die in ein Spektakel unfassbarer Barbarei. Die Beschuldigung wird zu einer Waffe, zu einem Mittel, um blinde und verheerende Gewalt zu verbreiten.&rdquo;<\/p><p>Die Morde ereigneten sich nach einer Periode beispiellosen Friedens in Cit&eacute; Soleil, nachdem die&nbsp;Viv-Ansanm-Koalition im September 2023&nbsp;<a href=\"https:\/\/haitiliberte.com\/despite-peace-breaking-out-in-haiti-biden-still-calls-for-un-backed-invasion\/\">gegr&uuml;ndet<\/a>&nbsp;worden war und&nbsp;<a href=\"https:\/\/haitiliberte.com\/cite-soleil-unites-the-cpt-splits-while-conille-and-kenyans-run\/\">im Juli 2024<\/a>&nbsp;ein Waffenstillstand in dem riesigen Slum geschlossen wurde, der auf den Stra&szlig;en gro&szlig; gefeiert worden ist.<\/p><p>Selbst das Gewalt&uuml;berwachungsnetzwerk ACLED (Armed Conflict Location and Event Data) hat einen&nbsp;<a href=\"https:\/\/acleddata.com\/2024\/12\/09\/acled-expert-comment-december-67-massacre-in-wharf-jeremie-haiti\/\">Bericht<\/a>&nbsp;ver&ouml;ffentlicht, in dem es hei&szlig;t, dass es in Cit&eacute; Soleil &bdquo;Anzeichen f&uuml;r einen Fortschritt im Jahr 2024&Prime; und &bdquo;einen starken R&uuml;ckgang der t&ouml;dlichen Bandengewalt und der gezielten Angriffe auf Zivilisten&rdquo; gab.<\/p><p>&bdquo;In Cit&eacute; Soleil haben sich die Gangs von&nbsp;<em>Brooklyn<\/em>&nbsp;und&nbsp;<em>Nan Boston<\/em> sogar auf einen Waffenstillstand geeinigt und die Barrikaden entfernt, die ihr Revier geteilt hatten, sodass sich die Bewohner freier bewegen k&ouml;nnen&rdquo;, so ACLED weiter. Der Nichtangriffspakt zwischen den Gangs spiegelt sich in den ACLED-Daten wider, die zeigen, dass [vor dem angeblichen Massaker vom 6. und 8. Dezember] die Zahl der Todesf&auml;lle aufgrund von Bandenaktivit&auml;ten in Cit&eacute; Soleil im Jahr 2024 im Vergleich zum Vorjahr um 91 Prozent zur&uuml;ckgegangen war. Ein beigef&uuml;gtes Diagramm zeigt, dass die Zahl der Todesopfer von &uuml;ber 300 in den Jahren 2022 und 2023 auf etwa 25 im Jahr 2024 gesunken ist, also vor den Ereignissen in Wharf J&eacute;r&eacute;mie.<\/p><p>Die USAID-Chefin Samantha Power nutzte den Vorfall, um in einem&nbsp;<a href=\"https:\/\/x.com\/PowerUSAID\/status\/1866258840989106426\">Tweet<\/a>&nbsp;einen kaum verhohlenen Aufruf zu mehr ausl&auml;ndischer Intervention zu verbreiten: <\/p><blockquote><p>\n&bdquo;Schreckliche Nachrichten und eine dringende Erinnerung daran, dass dauerhafter Fortschritt in Haiti eine internationale Anstrengung erfordert, um dem [haitianischen] Volk zu Frieden und Sicherheit zu verhelfen.&rdquo;\n<\/p><\/blockquote><p>Brian Nichols, stellvertretender US-Au&szlig;enminister f&uuml;r Angelegenheiten der westlichen Hemisph&auml;re,&nbsp;<a href=\"https:\/\/x.com\/WHAAsstSecty\/status\/1866263552257892485\">twitterte ebenfalls<\/a>: <\/p><blockquote><p>\n&bdquo;Entsetzt &uuml;ber Berichte, dass Banden fast 200 Menschen in Haiti massakriert haben. Wir verurteilen diese brutalen Morde von Banden scharf, die das Leiden des haitianischen Volkes weiter verschlimmern. Wir fordern die internationale Gemeinschaft auf, die Unterst&uuml;tzung f&uuml;r die MSS-Mission zu verst&auml;rken.&rdquo;\n<\/p><\/blockquote><p>Die andere Gewalttat, die Haitianer in ganz Haiti und in der Diaspora schockierte, war die Verhaftung und das Zusammenschlagen von zwei jungen, unbewaffneten M&auml;nnern, die in Tabarre, einem Vorort von Port-au-Prince, Metallschrott (Eisen und Kupfer) zum Weiterverkauf sammeln wollten. Sie wurden am 6. Dezember gegen 13:30 Uhr von PNH-Polizisten und FADH-Soldaten angehalten, die sie beschuldigten, Soldaten der bewaffneten Gruppe Kraze Bary&egrave; (Brecht die Mauer nieder) von Vitel&rsquo;Homme Innocent zu sein, die zu Viv Ansanm geh&ouml;rt.<\/p><p>Bei den beiden jungen M&auml;nnern handelt es sich um Mackenley Saint Fleur, 21, und Carlos Tity, 27, aus Delmas.<\/p><p><a href=\"https:\/\/haitiliberte.com\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/Beating-of-Mackenley-Saint-Fleur-and-Carlos-Tity-on-Dec-6-2024-in-Tabarre.mp4\">Handy<\/a>-Videoaufnahmen zeigen, wie die beiden blut&uuml;berstr&ouml;mten M&auml;nner in Handschellen mit dem Gesicht nach unten auf dem B&uuml;rgersteig liegen und von FAdH-Soldaten mit ihren Stiefeln gesto&szlig;en und getreten werden, die sie beschimpfen und verh&ouml;ren.<\/p><p>In vielen F&auml;llen, so berichten Dutzende von Menschen, enden solche Ereignisse damit, dass die PNH- oder FAdH-Beamten ihre jungen Opfer t&ouml;ten oder verschwinden lassen.<\/p><p>Der Vorfall ereignete sich jedoch in der N&auml;he der US-Botschaft, woraufhin diese die folgende Erkl&auml;rung twitterte: &bdquo;Wir sind uns des Vorfalls bewusst, der sich in der N&auml;he des Gel&auml;ndes der Overseas Engineering &amp; Construction Corp in Tabarre ereignet hat. Wir beobachten die Sicherheitslage in der N&auml;he der US-Botschaft genau, um die Sicherheit der haitianischen und US-amerikanischen Mitarbeiter zu gew&auml;hrleisten, und haben die PNH und FADH alarmiert. Die US-Botschaft hat weder die Freilassung von Personen verlangt, noch haben wir Personen in Gewahrsam genommen. Die PNH nahm zwei Personen in Gewahrsam und entfernte sie aus dem Gebiet.&rdquo;<\/p><p>Weder Freunde noch Familie konnten von den Beh&ouml;rden etwas &uuml;ber das Schicksal von Saint Fleur und Tity erfahren, bis sie die beiden jungen M&auml;nner am Dienstag, den 10. Dezember, im Hopital Lape an der Stra&szlig;e Delmas 33 fanden.<\/p><p>&bdquo;Ich denke, dass sie dank des Personals der US-Botschaft, das an dem Vorfall beteiligt war, verschont wurden&ldquo;, sagte Jason Zeke Petrie, ein US-B&uuml;rger, der viele Jahre in Haiti lebte und das Buch&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.amazon.com\/Reach-Fall-Zeke-Petrie\/dp\/1943401705\">Reach and Fall<\/a>&nbsp;&uuml;ber seine Erfahrungen dort schrieb.<\/p><p>&bdquo;Es hing viel von diesem Vorfall ab&rdquo;, so Petrie weiter. &bdquo;Wenn diese beiden Jungens ermordet worden oder einfach verschwunden w&auml;ren, w&auml;re die US-Botschaft sehr unter Beschuss geraten. Deshalb glaube ich, dass Pierre Esp&eacute;rance und Co. diese Geschichte &uuml;ber Micanord aufgegriffen und aufgebauscht haben, damit der Schockwert dieser Geschichte die Menschen vergessen l&auml;sst, was diesen Jungens neulich passiert ist und dass die US-Botschaft darin verwickelt ist.&rdquo;<\/p><p>Unterdessen&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/live\/waN9xZOAai4?si=pTg2jO1KutVuNsJ7\">berichtete<\/a>&nbsp;der YouTube-Kanal <em>Yon Ayiti, Yon S&egrave;l P&egrave;p<\/em>, dass die US-Botschaft eine Untersuchung gegen die Soldaten gefordert hat, die Saint Fleur und Tity verhaftet und geschlagen haben. Der Kanal berichtete au&szlig;erdem, dass laut dem haitianischen Verteidigungsministerium Mitarbeiter der US-Botschaft an den Schauplatz kamen, an dem die Sicherheitskr&auml;fte die jungen M&auml;nner verhaftet hatten, und dass diese ihre Gefangenen anschlie&szlig;end zur Polizei gebracht h&auml;tten.<\/p><p>Unterdessen hat die PNH in der vergangenen Woche auf wenig transparente Weise Haftbefehle gegen drei im Ausland lebende Haitianer, darunter Kervens Louissaint, erlassen und sie wegen ihrer politischen Ansichten der &ldquo;kriminellen Vereinigung&rdquo;&nbsp;<a href=\"https:\/\/haitiliberte.com\/pnh-issues-arrest-warrants-against-three-haitian-expats-for-their-political-views\/\">beschuldigt<\/a>. Einer von ihnen, Ralph Laurent (Max Louissaint), der Produzent des beliebten YouTube-Kanals&nbsp;<em>Tele Live Tanbou Verite<\/em>&nbsp;(Truth Drum Live Television), schickte seinen Anwalt in Haiti zur Zentraldirektion der Kriminalpolizei, um eine Kopie der Anschuldigungen gegen seine Person zu erhalten, aber die Polizei konnte oder wollte die juristischen Dokumente nicht zur Verf&uuml;gung stellen.<\/p><p>&Uuml;bersetzung: <a href=\"https:\/\/amerika21.de\/analyse\/272938\/haiti-gewalt-flammt-erneut-auf\">Vilma Guzm&aacute;n, Amerika21<\/a><\/p><p><small>Titelbild: Shutterstock \/ ZMotions<\/small><\/p><div class=\"moreLikeThis\">\n<strong>Mehr zum Thema:<\/strong>\n<p><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=124801\">Haiti: Das Chaos ist zu einem Instrument der Kontrolle geworden<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=114108\">Haiti: Neokoloniales Scheitern und die &bdquo;ewige Bestrafung seiner W&uuml;rde&rdquo;<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=89230\">Aufstand in Haiti: Verzweiflung und Wut<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=117893\">Interview mit David Vine: &bdquo;Die USA sind das m&auml;chtigste Imperium der Weltgeschichte&ldquo;<\/a>\n<\/p><\/div><p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/ssl-vg03.met.vgwort.de\/na\/4f7105c044e0442c959b286c2a9229d4\" width=\"1\" height=\"1\" alt=\"\" title=\"\"><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nach einer Reihe extrem gewaltt&auml;tiger Vorf&auml;lle in Port-au-Prince, darunter ein brutales Massaker in einem Slum und die Misshandlung unschuldiger junger M&auml;nner durch Polizeieinheiten, wird die ohnehin fragile Sicherheitslage weiter destabilisiert. 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