{"id":12673,"date":"2012-03-27T08:46:55","date_gmt":"2012-03-27T06:46:55","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12673"},"modified":"2012-03-27T08:46:55","modified_gmt":"2012-03-27T06:46:55","slug":"hinweise-des-tages-1603","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12673","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;Mehr&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (WL)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12673#h01\">Nachbetrachtungen zur Landtagswahl im Saarland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12673#h02\">OB-Wahlen in Frankfurt und Mainz<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12673#h03\">Reall&ouml;hne im 4. Quartal 2011 unver&auml;ndert zum Vorjahresquartal<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12673#h04\">Leiharbeiter verdienen bis zur H&auml;lfte weniger<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12673#h05\">Der Leitbegriff &ldquo;Gute Arbeit&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12673#h06\">Neue Arbeitswelt und neue Selbstst&auml;ndigkeit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12673#h07\">Sch&auml;uble l&auml;sst B&ouml;rsensteuer fallen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12673#h08\">Regierung legalisiert Steuerflucht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12673#h09\">Swift-Abkommen &ndash; USA kommen zu leicht an europ&auml;ische Bankdaten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12673#h10\">The Rich Get Even Richer<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12673#h11\">Bildungspaket: Von der Leyens desastr&ouml;se Bilanz<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12673#h12\">Gorleben: Bundesregierung greift tief in die Trickkiste<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12673#h13\">Falsche Rechnungen sollen bestraft werden<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12673#h14\">Streit bei Entwicklungsorganisation &ndash; GIZ-Frauen m&uuml;ssen warten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12673#h15\">Fragw&uuml;rdiger R&uuml;ckzug: Kurt Beck und die &ldquo;Erbschleicher&rdquo; im Regierungsamt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12673#h16\">Neuer britischer Spendenskandal<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12673#h17\">Colin Crouch &ndash; &bdquo;Cameron geht es um die Zerst&ouml;rung des Euro&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12673#h18\">Portugal: Alptraum Auswanderung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12673#h19\">Neocons und Theocons<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12673#h20\">Zehn Gr&uuml;nde, warum die USA nicht l&auml;nger &raquo;The Land of the Free&laquo; sind<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12673#h21\">Aufruf f&uuml;r mehr Demokratie in Europa<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"\/?p=12673&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Nachbetrachtungen zur Landtagswahl im Saarland<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Die Ergebnisse der Landtagswahl im Saarland &ndash; Wahlnachtbericht und erste Analyse<\/strong><br>\nLaut Forschungsgruppe Wahlen (FGW) profitierten sie (Die Piraten) am st&auml;rksten vom bereits faktisch feststehenden Wahlergebnis. Nach FGW-Angaben erkl&auml;rten &bdquo;35 Prozent aller Befragten, aber 85 Prozent ihrer W&auml;hler (&hellip;), man k&ouml;nne jetzt &raquo;da die Regierung praktisch schon feststeht, auch mal eine andere Partei w&auml;hlen, die sonst nicht in Frage kommt&laquo;.&ldquo; Hinzu kommt nach Aussagen der FGW eine starke Protestdimension: &bdquo;In einem Bundesland, in dem &raquo;Politikverdruss&laquo; weit oben auf der Agenda steht, werden die Piraten f&uuml;r 85 Prozent wegen der Unzufriedenheit mit den anderen Parteien gew&auml;hlt und nur f&uuml;r sieben Prozent wegen der Inhalte.&ldquo;&hellip;<br>\nDem ist entgegenzuhalten, dass die Landtagswahl durch die Absprache der beiden gro&szlig;en<br>\nVolksparteien ihrer Funktion entkleidet wurde,\n<ul>\n<li>zur Repr&auml;sentation von Meinungen und Interessen der Wahlbev&ouml;lkerung,<\/li>\n<li>der Mobilisierung der W&auml;hler\/-innenschaft f&uuml;r gesellschaftliche Werte, politische Ziele und Programme oder parteipolitischen Interessen oder<\/li>\n<li>zur Herbeif&uuml;hrung einer Entscheidung &uuml;ber die &Uuml;bertragung politischer Macht auf der Grundlage alternativer Sachprogramme zu dienen. Unter der &Uuml;berschrift &bdquo;f&uuml;r stabile politische Verh&auml;ltnisse&ldquo; stellten sowohl SPD als auch CDU klar, dass die beiderseitige Beteiligung an der Landesregierung f&uuml;r sie im Vordergrund steht, obwohl die eigene Programmatik mit dem Koalitionspartner nur in kleinen Teilen durchzusetzen sein wird.<\/li>\n<\/ul>\n<p>W&auml;hrend f&uuml;r die CDU aus Mangel an Koalitionspartnern faktisch keine Alternative zu diesem Vorgehen bestand, da eine Alleinregierung nicht in greifbare N&auml;he r&uuml;cken w&uuml;rde, ist diese Haltung auf Seiten der SPD eine inhaltliche Kapitulation.<\/p>\n<p>Nicht nur, dass die SPD allein mit der LINKEN bereits &uuml;ber eine knappe Regierungsmehrheit im Landtag verf&uuml;gen w&uuml;rde, m&uuml;sste Heiko Maas (SPD) bei den zwei im weiteren Sinne zum linken Lager geh&ouml;renden Oppositionsparteien Gr&uuml;ne und Piraten noch nicht einmal den Mut seiner Genossin aus Nordrhein-Westfalen, Hannelore Kraft, aufbringen, um eine SPD-gef&uuml;hrte Landesregierung zu bilden und die CDU in die Opposition zu entsenden&hellip;<\/p>\n<p>Betrachtet man die Entscheidungen der SPD in Th&uuml;ringen, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt und in gewisser Hinsicht auch in Nordrhein-Westfalen gegen ein B&uuml;ndnis unter Einschluss der LINKEN, so ist darin &ndash; unter Auslassung landesspezifischer Beweggr&uuml;nde &ndash; das Bem&uuml;hen abzulesen, DIE LINKE durch Fernhalten von politischer Einflussnahme in Form von Regierungsbeteiligungen politisch zu entwerten. Dabei soll DIE LINKE aus den westdeutschen Parlamenten heraus gedr&auml;ngt werden.<\/p>\n<p>Langfristig, so k&ouml;nnte diese Strategie interpretiert werden, soll sich der sozialdemokratische Handlungsspielraum dergestalt vergr&ouml;&szlig;ern, dass in der Mehrheit der L&auml;nder, also im Westen Deutschlands, durch Ausgrenzung und Marginalisierung der LINKEN ein Drei- bis Vierparteiensystem &ndash; ohne DIE LINKE &ndash; reproduziert wird, dass f&uuml;r die SPD wieder klarere Koalitionsoptionen beinhaltet.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.horstkahrs.de\/wp-content\/uploads\/2011\/12\/2012_SL_LTW_Wahlnachtbericht.pdf%20\">Prof. Dr. Benjamin-Immanuel Hoff\/Horst Kahrs [PDF &ndash; 615 KB]<\/a><\/p>\n<p><strong>Siehe auch:<\/strong><br>\nBei der Landtagswahl im Saarland w&auml;hlten&hellip;<\/p>\n<ul>\n<li>&hellip; 38,4 Prozent aller Wahlberechtigten niemanden.<\/li>\n<li>&hellip; 21,3 Prozent aller Wahlberechtigten die CDU.<\/li>\n<li>&hellip; 18,5 Prozent aller Wahlberechtigten die SPD.<\/li>\n<li>&hellip; 9,7 Prozent aller Wahlberechtigten die Linken.<\/li>\n<li>&hellip; 4,4 Prozent aller Wahlberechtigten die Piraten.<\/li>\n<li>&hellip; 3,0 Prozent aller Wahlberechtigten die Gr&uuml;nen.<\/li>\n<li>&hellip; 0,7 Prozent aller Wahlberechtigten die FDP.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Die geplante Gro&szlig;e Koalition hat einen R&uuml;ckhalt von 39,8 Prozent in der wahlberechtigten Bev&ouml;lkerung &ndash; sie ist damit unwesentlich gr&ouml;&szlig;er als das Lager der Nichtw&auml;hler. Die Opposition setzt sich aus 17,1 Prozent zusammen. Die FDP ist zu einer marginalisierten Randgruppe geworden, die eine Handvoll mehr W&auml;hler als die NPD, aber weitaus weniger W&auml;hler als die Familien-Partei (1,1 Prozent aller Wahlberechtigten) aufweist.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/ad-sinistram.blogspot.de\/2012\/03\/de-omnibus-dubitandum.html\">Ad sinistram<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Die Piraten &ndash; viel mehr als nur Protest<\/strong><br>\nDie Piraten sind n&auml;mlich l&auml;ngst nicht mehr das &Uuml;berraschungsei der deutschen Parteienlandschaft. Sie sind sechs Jahre alt, und sie haben inzwischen mehr zu bieten als Protest und Katzenschutz. Man muss sich nur das saarl&auml;ndische Wahlprogramm anschauen. Innere Sicherheit, Studiengeb&uuml;hren, Kinderbetreuung, L&auml;nderfinanzausgleich, Infrastruktur, Praxisgeb&uuml;hr, Finanztransaktionssteuer &ndash; zu all diesen Themenkomplexen geben die Piraten klare Antworten. &Uuml;brigens Antworten, die zugleich zeigen, ob die Piraten nun eher rechts oder links sind: Sie sind links, und zwar eindeutig.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagessschau.de\/inland\/kommentarpiraten100.html\">tagesschau.de<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Immerhin meinen 62%, dass die Piraten Partei eine gute Alternative f&uuml;r Nichtw&auml;hler sind und 55% meinen, dass diese Partei daf&uuml;r sorgt, dass auch mal die J&uuml;ngeren etwas zu sagen haben. 26% meinen zu wissen, wof&uuml;r die Piraten stehen. Wissen das mehr Menschen, die andere Parteien w&auml;hlen?<\/em><br>\n<em>Aber dennoch sollte man sich einmal genauer ansehen was in dieser Partei diskutiert wird.<\/em><br>\n<em>So schlagen etwas die #Sozialpiraten folgendes Modell eines Grundeinkommens vor:<\/em><br>\n<em>&bdquo;Unser Konzept sieht ein Grundeinkommen von 70% des steuerlichen Existenzminimums pro Person und Monat vor, das an alle Einwohner auszuzahlen ist, auch an Kinder, und nicht zu versteuern ist (2009 w&auml;ren das 438,70 Euro bei 12,5 Auszahlungsmonaten). Das Grundeinkommen soll nicht an die deutsche Staatsb&uuml;rgerschaft gekoppelt sein, der Kreis der Berechtigten ist aber so abzugrenzen, dass kein &bdquo;Grundeinkommenstourismus&ldquo; in signifikantem Umfang entsteht.<\/em><br>\n<em>Dieses Grundeinkommen soll die folgenden Sozialleistungen ersetzen, die dann ersatzlos wegfallen:<\/em><\/p>\n<ul>\n<li><em>Kindergeld<\/em><\/li>\n<li><em>Grundsicherung f&uuml;r Arbeitssuchende (ALG2 und Sozialgeld)<\/em><\/li>\n<li><em>Ausbildungsf&ouml;rderung<\/em><\/li>\n<li><em>Erziehungs- und Elterngeld<\/em><\/li>\n<li><em>Bei anderen Sozialleistungen wie z.B. Sozialhilfe sind zumindest Einsparungen m&ouml;glich&hellip;<\/em><\/li>\n<\/ul>\n<p><em>Wir wollen zur Finanzierung dieses Systems einen einheitlichen Steuersatz (&bdquo;Flat Tax&ldquo;) auf alle Einkommen von nominell 45%. Diese Steuer ersetzt die bisherige Einkommenssteuer, die K&ouml;rperschaftssteuer und die Gewerbesteuer.<\/em><br>\n<em>F&uuml;r ein solches Modell k&ouml;nnte (mit Ausnahme des Steuersatzes nat&uuml;rlich) auch Frau von der Leyen erw&auml;rmen: Sozialhilfe bei 70% des Existenzminimums!<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Jakob Augstein: Verdient gescheitert &ndash; die SPD<\/strong><br>\nDie Saar-Wahl hat gezeigt: Wer die Mitte predigt, schadet der Demokratie &ndash; vor allem der Sozialdemokratie. Wenn die SPD an die Macht will, muss sie &uuml;ber ihren linken Schatten springen.<br>\nWas war das f&uuml;r eine Idee, vor den Wahlen eine Gro&szlig;e Koalition zu verk&uuml;nden! SPD und CDU haben im Saarland ein Kartell der Anti-Politik gegr&uuml;ndet. Als wollten sie der Demokratie mit Absicht das letzte bisschen Leben austreiben. Obwohl sich die beiden gro&szlig;en Parteien zusammentun, vertreten sie jetzt nur etwas mehr als 40 Prozent der Wahlberechtigten. Das ist ein Ergebnis der erschreckend niedrigen Wahlbeteiligung. Was die Wahlforscher &ldquo;asymmetrische Demobilisierung&rdquo; nennen, wird zum Normalfall der Wahlkampfstrategie: Die Politik setzt absichtsvoll darauf, dass m&ouml;glichst wenig Leute zur Wahl gehen &ndash; aber von der Gegenseite noch weniger. Die CDU f&auml;hrt damit regelm&auml;&szlig;ig besser. Sie hat die Voraussetzung dieses besonderen Politikstils zur Vollkommenheit getrieben: politische Unkenntlichkeit.<br>\nDas ist das Kennzeichen der Ideologie der Mitte. Jede Bestimmtheit w&auml;re eine Verneinung, jede Eigenschaft w&uuml;rde die Abwesenheit einer anderen Eigenschaft bedeuten. Der Politiker der Mitte muss alles vertreten und steht darum f&uuml;r nichts. F&uuml;r das System liegt in der Mitte keine Beruhigung, sondern eine Gefahr, keine Stabilit&auml;t, sondern eine Bedrohung.<br>\nWir sollten endlich begreifen: Wer die Mitte preist, ist nicht ein Freund der Demokratie, sondern ihr Gegner.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/0,1518,823715,00.html\">Spiegel Online<\/a><\/li>\n<li><strong>D&ouml;rings Tyrannei-Vergleich emp&ouml;rt die Piraten<\/strong><br>\n1,2 Prozent f&uuml;r die einen, 7,4 f&uuml;r die anderen &ndash; der Erfolg der Piraten &auml;rgert die zur Splitterpartei verkommene FDP so sehr, dass Generalsekret&auml;r D&ouml;ring zum Rundumschlag gegen die Polit-Aufsteiger ausholt. Deren Politikbild sei durch die &ldquo;Tyrannei der Masse&rdquo; gepr&auml;gt. Die Gescholtenen schlagen zur&uuml;ck.\n<p><em><strong>Anmerkung J.K.:<\/strong> K&ouml;stlich, ein h&ouml;chst interessantes Demokratieverst&auml;ndnis offenbart die FDP hier. Nach Lesart des Herren D&ouml;ring gilt Demokratie nur solange, als die Menschen sch&ouml;n brav FDP w&auml;hlen und dieser &uuml;ber die 5-Prozent-H&uuml;rde verhelfen. Nehmen die Menschen aber ihre demokratischen Grundrechte in Form des Wahlrechts wahr, und bef&ouml;rdern die FDP dorthin wohin sie schon lange geh&ouml;rt, ins politische Aus, herrscht die Tyrannei der Massen.<\/em><br>\n<em>Wie h&auml;tte es Herr D&ouml;ring denn gerne? Eine feste Quote f&uuml;r die FDP, damit diese auch sch&ouml;n immer die 5-Prozent-H&uuml;rde schafft? Man muss manche Leute nur reden lassen, dann disqualifizieren sie sich selbst. Allerdings darf man mit gutem Recht unterstellen, dass diese Einstellung nicht nur bei Politikern der FDP zu finden ist.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>OB-Wahlen in Frankfurt und Mainz<\/strong><br>\nDie &Uuml;berraschung ist perfekt: Peter Feldmann hat die Oberb&uuml;rgermeister-Wahl in Frankfurt gewonnen. Der SPD-Politiker erhielt am Sonntag in der Stichwahl 57,4 Prozent der Stimmen und setzte sich damit gegen den favorisierten Innenminister Boris Rhein (CDU) durch, der 42,6 Prozent erreichte. Feldmann tritt damit die Nachfolge von Petra Roth (CDU) an, deren Amtszeit am 30. Juni endet.<br>\nNiedrig war die Wahlbeteiligung: Bei bestem Fr&uuml;hlingswetter gingen nur 35,1 Prozent der insgesamt 464.172 Wahlberechtigten an die Urnen. Beim ersten Wahlgang vor zwei Wochen waren es noch 37,5 Prozent.<br>\nAuch in der rheinland-pf&auml;lzischen Landeshauptstadt Mainz war die SPD bei einer OB-Stichwahl am Sonntag erfolgreich. Hier siegte Michael Ebling. Der rheinland-pf&auml;lzische Bildungsstaatssekret&auml;r setzte sich deutlich gegen den Gr&uuml;nen-Politiker G&uuml;nter Beck durch.<br>\nEbling erhielt nach Angaben der Stadt 58,2 Prozent der Stimmen, Beck kam auf 41,8 Prozent. Damit bleibt der Chefsessel im Mainzer Rathaus auch nach 63 Jahren weiterhin in SPD-Hand. Die Wahlbeteiligung in Mainz lag allerdings bei nur 34,3 Prozent.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.hr-online.de\/website\/specials\/obwahl12\/index.jsp?rubrik=71048&amp;key=standard_document_44332961\">HR Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Da rafft sich gerade mal ein gutes Drittel der Wahlberechtigten auf um ihr Stadtoberhaupt zu w&auml;hlen. Liegt das daran, dass die B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rger ohnehin den Eindruck haben, dass in den finanziell ausgebluteten St&auml;dten ohnehin keine politischen Entscheidungen getroffen werden, au&szlig;er dass noch mehr gespart werden muss. Liegt es daran, dass die Menschen einfach nur demokratiem&uuml;de sind? &Uuml;ber solche katastrophalen Wahlbeteiligungen m&uuml;sste eine Debatte gef&uuml;hrt werden und nach den Ursachen gefragt werden.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Reall&ouml;hne im 4. Quartal 2011 unver&auml;ndert zum Vorjahresquartal<\/strong><br>\nZum ersten Mal seit dem vierten Quartal 2009 gab es damit kein Wachstum der Reall&ouml;hne gegen&uuml;ber dem Vorjahresquartal. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, konnten die um 2,3 % h&ouml;heren Nominall&ouml;hne den Anstieg der Verbraucherpreise genau ausgleichen.<br>\nDie Nominall&ouml;hne stiegen im Jahr 2011 um 3,4 %, die Verbraucherpreise um 2,3 %. Der deutliche Anstieg der Bruttomonatsverdienste &uuml;ber das gesamte Jahr 2011 hinweg lag vor allem an zwei Sondereffekten: an den deutlich h&ouml;heren Sonderzahlungen und an einer h&ouml;heren Anzahl bezahlter Stunden aufgrund des Abbaus der Kurzarbeit. Die Steigerung des Bruttostundenverdienstes ohne Sonderzahlungen (+ 2,0 %) h&auml;tte allein nicht ausgereicht, um die Inflationsrate auszugleichen&hellip;<br>\nVollzeitbesch&auml;ftigte im Verarbeitenden Gewerbe verdienten im Jahresdurchschnitt 2011 5,1 % mehr als ein Jahr zuvor. Vor allem die Automobilindustrie (+ 8,3 %), der Maschinenbau (+ 6,1 %) und die Bereiche Chemie und Metall (+ 5,2 %) trugen zu diesem hohen Anstieg im Verarbeitenden Gewerbe bei.<br>\nReallohnverluste mussten unter anderem die Besch&auml;ftigten des &Ouml;ffentlichen Dienstes hinnehmen. In der &Ouml;ffentlichen Verwaltung (+ 2,0 %) und im Bereich Erziehung und Unterricht (+ 0,6 %) lag die durchschnittliche Verdienstentwicklung unterhalb der Preisentwicklung.<br>\nEin vollzeitbesch&auml;ftigter Arbeitnehmer verdiente in Deutschland im Jahresdurchschnitt 2011 inklusive Sonderzahlungen durchschnittlich 43 929 Euro brutto. Bei diesem arithmetischen Mittelwert ist zu beachten, dass rund zwei Drittel der Besch&auml;ftigten einen Verdienst unterhalb dieses Mittelwertes haben und nur rund ein Drittel dar&uuml;ber liegt. Die h&ouml;chsten Durchschnittsverdienste erhielten die Besch&auml;ftigten bei Banken und Versicherungen (62 823 Euro). Der niedrigste durchschnittliche Bruttojahresverdienst wurde im Gastgewerbe (24 544 Euro) gezahlt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.destatis.de\/DE\/PresseService\/Presse\/Pressemitteilungen\/2012\/03\/PD12_107_623.html;jsessionid=651929A4A4BA76BE038055AD9BAB5AEB.cae1%20\">Statistisches Bundesamt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Siehe dort auch die Zeitreihe der Real-, Nominall&ouml;hne und Verbraucherpreise seit 2008 und die Bruttoverdienste von Vollzeitbesch&auml;ftigten in verschiedenen Wirtschaftszweigen.<\/em><\/p>\n<p><strong>Dazu:<\/strong><\/p>\n<p><strong>Lohnerh&ouml;hungen: Es gibt wieder was zu verteilen<\/strong><br>\nDie Arbeitnehmer in Deutschland haben eine realistische Chance, in diesem Jahr deutliche Lohn- und Gehaltssteigerungen durchzusetzen. Die Dekabank ermittelt &uuml;ber alle Branchen hinweg einen durchschnittlichen Verteilungsspielraum von 3,3 Prozent.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/wirtschaft\/mehr-gehalt-fuer-arbeitnehmer-lohnerhoehungen--es-gibt-wieder-was-zu-verteilen,1472780,11999196.html%20\">Frankfurter Rundschau<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Leiharbeiter verdienen bis zur H&auml;lfte weniger<\/strong><br>\nEiner neuen Studie zufolge, die der F.A.Z. vorliegt, verdr&auml;ngen Zeitarbeiter keine Stammbelegschaften. Mit ihrem Lohn, der bis zu 50 Prozent unter dem Niveau der festangestellten Mitarbeiter liegt, tragen sie allerdings die Kosten und Nachteile der Flexibilisierung&hellip;<br>\nZeitarbeiter kommen h&auml;ufig aus der Arbeitslosigkeit&hellip;<br>\nDagegen st&uuml;tzt die Studie die Behauptung, dass Zeitarbeiter auch bei gleicher Qualifikation deutlich weniger verdienen. Demnach verdient eine Leihkraft mit Berufsausbildung in Westdeutschland 47 Prozent und im Osten 36 Prozent weniger als ein Stammarbeiter mit gleichem Bildungsniveau. Generell sind die Unterschiede in den alten Bundesl&auml;ndern gr&ouml;&szlig;er als in den neuen. Bei Montierern in den Metallberufen zum Beispiel verdiene der Leiharbeiter 1.540 Euro brutto im Monat und der Festangestellte 2.990 Euro, was einen Unterschied von 48 Prozent bedeute.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/arbeitsmarkt-leiharbeiter-verdienen-bis-zur-haelfte-weniger-11697307.html\">FAZ<\/a>\n<p><strong>Siehe dazu:<\/strong><\/p>\n<p><strong>Zeitarbeitnehmer tragen die Last der Flexibilit&auml;t<\/strong><br>\nKeine Verdr&auml;ngung der Stammbelegschaften, aber deutlich schlechtere Entlohnung &ndash; Bis zu 50 Prozent weniger Einkommen f&uuml;r vergleichbare T&auml;tigkeiten. Erkl&auml;rungen f&uuml;r das Lohngef&auml;lle liegen neben einer generell geringeren Bezahlung in der Zeitarbeit vor allem in unterschiedlichen individuellen Merkmalen wie etwa vorangehende Phasen von Arbeitslosigkeit und wechselhafte Erwerbsbiographien. Unterschiedliche Qualifikationsstrukturen kommen als Ursache dagegen weniger in Frage. Gro&szlig;e Verdienstunterschiede bestehen n&auml;mlich auch, wenn man Besch&auml;ftigte auf gleichen Qualifikationsniveaus miteinander vergleicht.<br>\nDamit Unternehmen weiterhin die Flexibilit&auml;t von Zeitarbeit nutzen k&ouml;nnen, die Besch&auml;ftigten in dieser Branche aber nicht dauerhaft die Kosten daf&uuml;r tragen m&uuml;ssen, schl&auml;gt die Bertelsmann Stiftung vor, &bdquo;Equal Pay&ldquo; f&uuml;r alle Zeitarbeitnehmer zu verwirklichen, die l&auml;nger als drei Monate im Entleihbetrieb t&auml;tig sind. Dies w&uuml;rde auf der Zahlenbasis aktueller Verweildauern beim Entleihbetrieb etwa 491.000 Zeitarbeitnehmern zu Gute kommen. Die daraus resultierenden Kosten beliefen sich auf etwa 410 Millionen Euro.&nbsp;&nbsp;<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.bertelsmann-stiftung.de\/cps\/rde\/xchg\/SID-827F7A0E-879D30BF\/bst\/hs.xsl\/nachrichten_111955.htm\">Bertelsmann-Stiftung Pressemeldung<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.bertelsmann-stiftung.de\/bst\/de\/media\/xcms_bst_dms_35839__2.pdf\">Langfassung der RWI Studie [PDF &ndash; 2.8 MB]<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Das Ergebnis der Studie ist traurig genug, aber selbst da, wo das RWI der Leiharbeit den Horror nehmen m&ouml;chte, sind einige Fragen zu stellen. Das RWI schreibt: &ldquo;Eine Analyse der Entwicklung von Zeitarbeits- und Stammbesch&auml;ftigung innerhalb eines Betriebs zeigt, dass nur ein geringer Anteil der Kundenbetriebe Zeitarbeit aufbaut und gleichzeitig Stammbesch&auml;ftigung abbaut. Das Gegenteil ist h&auml;ufiger zu beobachten. Dies spricht gegen die These, dass Zeitarbeit vor allem genutzt wird, um die Stammbesch&auml;ftigten zu ersetzen. Allerdings l&auml;sst sich diese M&ouml;glichkeit aufgrund der rein deskriptiven Untersuchungen auch nicht v&ouml;llig ausschlie&szlig;en.&rdquo; Diese vorsichtige Einschr&auml;nkung wird wohl vom Medien und interessierten Kreisen in Wirtschaft und Politik ignoriert werden. Festzuhalten ist, dass laut Bundesagentur f&uuml;r Arbeit im Juni 2011 ca. 910.000 Zeitarbeiter besch&auml;ftigt waren. Das waren 103.000 oder fast 13 Prozent mehr als ein Jahr zuvor, d.h. die Zahl der Leiharbeiter nahm st&auml;rker zu als die der Besch&auml;ftigten insgesamt. Wenn dies nicht ein Indiz daf&uuml;r ist, dass Zeitarbeit nicht allein daf&uuml;r genutzt wird, um Auftragsspitzen abzufedern. Ein Aspekt wird von RWI bzw. Bertelsmann&nbsp; unterschlagen: Der Einsatz billiger Leihkr&auml;fte unterh&ouml;hlt auch Verhandlungsmacht der Stammbelegschaft&nbsp; in Tarifverhandlungen. &ndash; Generell l&auml;sst sich gegen die Studie einwenden, dass sie mit der Krisenperiode 2008\/2009 und der Zeit davor 2007\/2008 den neuesten Trend nicht erfasst.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Der Leitbegriff &ldquo;Gute Arbeit&rdquo;<\/strong><br>\nIm Sommer 2010 verabschiedete die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft eine Grundsatzerkl&auml;rung, die ein gewerkschaftspolitisches Pionierst&uuml;ck enth&auml;lt: die Proklamation des Rechts auf Gute Arbeit. Dieses programmatische Bekenntnis korrespondiert mit einer gewerkschaftlichen Praxis, in der Arbeitsgestaltung als Thema und Gute Arbeit als Konzept stetig an Bedeutung gewinnen &shy;&ndash; auf betrieblicher Ebene, in der Tarifarbeit, in der Kommunikation mit den Besch&auml;ftigten und im Bem&uuml;hen um die Verankerung von Sozialrechten. Innerhalb weniger Jahre ist Gute Arbeit bei ver.di dorthin ger&uuml;ckt, wohin Arbeitsgestaltungs-Politik geh&ouml;rt: ins Zentrum des gewerkschaftlichen Handelns.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.gegenblende.de\/14-2012\/++co++6197e4ec-7410-11e1-6717-001ec9b03e44%20\">DGB Gegenblende<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Neue Arbeitswelt und neue Selbstst&auml;ndigkeit<\/strong><br>\nEuropaweit ist in den letzten Jahrzehnten eine deutliche Zunahme an selbstst&auml;ndiger Erwerbsarbeit zu beobachten. Auch in Deutschland ist die Zahl der Selbstst&auml;ndigen von 1991 bis 2010 kontinuierlich angestiegen und lag im Jahr 2010 mit insgesamt 4,3 Mio. &uuml;ber 1,2 Mio. h&ouml;her als 1991, was einer Zunahme von 40% entspricht. Die Selbstst&auml;ndigenzahl erreichte damit den bisher h&ouml;chsten Wert seit 1991. Mit einer Selbstst&auml;ndigenquote von 11% an allen Erwerbst&auml;tigen liegt Deutschland im europ&auml;ischen Vergleich im Mittelfeld (IMF 2011). Europaweit ist der Anstieg der Selbstst&auml;ndigkeit vor allem auf die wachsende Bedeutung der Solo-Selbstst&auml;ndigkeit zur&uuml;ckzuf&uuml;hren. In Deutschland ist &uuml;ber die H&auml;lfte aller Selbstst&auml;ndigen solo-selbstst&auml;ndig.<br>\nNicht nur in der gesetzlichen Rentenversicherung, sondern auch in den anderen Sozialversicherungszweigen bestehen akute Probleme, die einer Neuregelung bed&uuml;rfen. So werden z.B. in der gesetzlichen Krankenversicherung die Beitr&auml;ge der Selbstst&auml;ndigen nicht am Realeinkommen bemessen, sondern mit einem &lsquo;angenommen Mindesteinkommen&rsquo; festgelegt, das oftmals faktisch nicht erreicht wird. Weiterhin ist die freiwillige Arbeitslosenversicherung f&uuml;r Existenzgr&uuml;nder, die vorerst bis 2010 befristet war, zwar positiv evaluiert worden und wird seit 2011 unbefristet weitergef&uuml;hrt, dies jedoch zu erheblich schlechteren Konditionen. Die monatlichen Versicherungsbeitr&auml;ge steigen nach und nach auf das Vierfache, von unter 20 Euro auf &uuml;ber 75 Euro. Weiterhin haben langj&auml;hrig Selbstst&auml;ndige keine M&ouml;glichkeit zur freiwilligen Arbeitslosenversicherung, also die sogenannten Altf&auml;lle, die in den letzten beiden Jahren keine zw&ouml;lf Monate Pflichtversicherung nachweisen k&ouml;nnen. Es ist jedoch schwer nachvollziehbar, warum ausgerechnet den Selbstst&auml;ndigen, die &uuml;ber Jahre hinweg ihre Existenzf&auml;higkeit auf dem Arbeitsmarkt bewiesen haben, ein Beitritt zur freiwilligen Arbeitslosenversicherung verwehrt wird.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.gegenblende.de\/14-2012\/++co++109c9716-74d5-11e1-422d-001ec9b03e44\">DGB Gegenblende<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Sch&auml;uble l&auml;sst B&ouml;rsensteuer fallen&lrm;<\/strong><br>\nDer deutsche Finanzminister Wolfgang Sch&auml;uble (CDU) hat Pl&auml;ne f&uuml;r eine europ&auml;ische Steuer auf Finanzgesch&auml;fte endg&uuml;ltig aufgegeben. Auch eine ge&auml;nderte B&ouml;rsenumsatzsteuer nach britischem Vorbild als Alternative zur umstrittenen Finanztransaktionssteuer sei auf europ&auml;ischer Ebene nicht machbar, sagte Sch&auml;uble. Er strebe daher eine Regelung innerhalb der europ&auml;ischen Vertr&auml;ge an &uuml;ber den Weg der verst&auml;rkten Zusammenarbeit &ndash; etwa zur Eind&auml;mmung des sekundenschnellen Hochfrequenzhandels an den B&ouml;rsen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/derstandard.at\/1332323856526\/Deutscher-Finanzminister-Schaeuble-laesst-Boersensteuer-fallen\">Der Standard<\/a>\n<p><strong>Dazu:<\/strong><\/p>\n<p><strong>Sch&auml;uble zur Finanztransaktionssteuer: SPD soll sich nicht l&auml;cherlich mache<\/strong><br>\nIn den Parteienstreit &uuml;ber die deutsche Zustimmung zum europ&auml;ischen Fiskalpakt kommt Bewegung. Der fr&uuml;here SPD-Finanzminister Peer Steinbr&uuml;ck bekr&auml;ftigte in einem Interview der &bdquo;Rheinischen Post&ldquo; zwar die Forderung seiner Partei nach einer &bdquo;Umsatzsteuer auf Finanzgesch&auml;fte&ldquo;, nahm aber dabei das Reizwort &bdquo;Finanztransaktionssteuer&ldquo; nicht mehr in den Mund. Bundesfinanzminister Wolfgang Sch&auml;uble (CDU) bekr&auml;ftigte seinerseits, dass eine Transaktionssteuer angesichts der Widerst&auml;nde in Europa nicht durchsetzbar sei. Er pl&auml;dierte seinerseits f&uuml;r eine &bdquo;erweiterte B&ouml;rsensteuer&ldquo;, die einer Transaktionssteuer im Effekt m&ouml;glichst gleichwertig sein sollte. Die SPD hatte die Einf&uuml;hrung einer europ&auml;ischen Finanztransaktionssteuer per Vorstandsbeschluss formal zur Bedingung f&uuml;r ihre Zustimmung zum Fiskalpakt gemacht. Der Vertrag zwischen 25 der 27 Euro-L&auml;nder soll Schuldenbremsen einf&uuml;hren und sicherstellen, dass sich Schuldenkrisen wie in den s&uuml;deurop&auml;ischen Euro-Staaten in Zukunft nicht wiederholen. Der FDP-Finanzexperte Volker Wissing wertete Steinbr&uuml;cks Aussage als verdecktes Umschwenken auf die Linie der Freidemokraten. Statt zuzugeben, dass die SPD sich verrannt habe, tue Steinbr&uuml;ck so, als m&uuml;sse die SPD der Koalition eine B&ouml;rsensteuer abringen. &bdquo;Tats&auml;chlich hat sie mit ihrer Transaktionssteuer ein totes Pferd geritten&ldquo;, sagte Wissing. In der FDP wurde Steinbr&uuml;cks neue Wortwahl aber grunds&auml;tzlich als gutes Signal gewertet. Wenn alle ab jetzt von einer B&ouml;rsensteuer redeten, k&ouml;nnten auch die Liberalen gesichtswahrend aus dem Streit herauskommen, hie&szlig; es.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/streit-um-finanztransaktionssteuer-schaeuble-spd-soll-sich-nicht-laecherlich-machen\/6369678.html\">Tagesspiegel<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Ein vorhersehbares Trauerspiel, sp&auml;testens seit der Landtagswahl im Saarland d&uuml;rfte allen klar sein, dass die SPD auch im Bund den Juniorpartner anstrebt. Die Altpolitiker Steinmeier und Steinbr&uuml;ck sowie der allzu flexible Gabriel bringen nicht den Mumm auf, dem Merkelschen Austerit&auml;tspakt, die sich Fiskalpakt nennt, klar entgegenzutreten. &Auml;rgerliche genug, dass die staatstragenden Parteien Deutschlands meinen, mit einem nur auf das Sparen ausgerichteten Sanktionsregime europ&auml;ische Wirtschaftspolitik betreiben zu k&ouml;nnen. Aber vollkommen unn&ouml;tig ist es dar&uuml;ber hinaus, in der Frage der Transaktionssteuer einzuknicken. Selbst seitens der Europ&auml;ischen Kommission liegen Vorschl&auml;ge auf dem Tisch, wie es vermieden werden kann, dass Finanzinstitute dem Nichtgeltungsbereich der Finanztransaktionssteuer ausweichen. Es w&auml;re weitgehend eine technische Diskussion, wie die Transaktionssteuerpflicht von vornherein an das Sitzland der Muttergesellschaft gebunden werden kann, ja wenn man nicht&nbsp; schon l&auml;ngst w&uuml;sste, dass die gesamte Politik sich wieder nur am Finanzkapital ausrichtet, die ja gerade im Hochfrequenzhandel ihr Gesch&auml;ft sieht.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Regierung legalisiert Steuerflucht<\/strong><br>\nDeutschland und die Schweiz wollen das Verstecken von Verm&ouml;gen auf Schweizer Bankkonten nun nachtr&auml;glich legalisieren. Sch&auml;tzungen zufolge sollen deutsche Anleger 130 bis 180 Milliarden Euro illegal ins Nachbarland geschleust haben. Am 10. August 2011 haben Unterh&auml;ndler nach fast zweij&auml;hrigen Verhandlungen ein Abkommen unterzeichnet, dass im n&auml;chsten Jahr in Kraft treten soll. Der 44-seitige Text liegt den Parlamenten in Deutschland und in der Schweiz vor. Mit diesem Vertrag wird festgelegt, dass deutsche Steuerfl&uuml;chtlinge ihr in der Schweiz angelegtes Schwarzgeld durch eine einmalige Nachzahlung legalisieren k&ouml;nnen. F&uuml;r die Zukunft f&auml;llt dann eine Quellensteuer an. Die Besitzer des Geldes bleiben aber anonym und m&uuml;ssen nicht mehr mit Entdeckung rechnen, weil Deutschland sich verpflichtet, keine CDs mit Daten von Steuerfl&uuml;chtlingen mehr anzukaufen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.weltderarbeit.de\/\">Welt der Arbeit<\/a>\n<p><strong>Anders die USA:<\/strong><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Swift-Abkommen &ndash; USA kommen zu leicht an europ&auml;ische Bankdaten<\/strong><br>\nDer Datenschutz &uuml;bt heftige Kritik an der Weitergabe von Bankdaten an US-Beh&ouml;rden. Die politische Kontrolle des Swift-Abkommens sei v&ouml;llig unzreichend. Ein Pr&uuml;fbericht offenbart, dass ein Schutz vor Missbrauch kaum m&ouml;glich ist.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/politik\/international\/:swift-abkommen-usa-kommen-zu-leicht-an-europaeische-bankdaten\/70014477.html#utm_source=rss2&amp;utm_medium=rss_feed&amp;utm_campaign=\/politik\">FTD<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>The Rich Get Even Richer<\/strong><br>\nNew statistics show an ever-more-startling divergence between the fortunes of the wealthy and everybody else &mdash; and the desperate need to address this wrenching problem. Even in a country that sometimes seems inured to income inequality, these takeaways are truly stunning.<br>\nIn 2010, as the nation continued to recover from the recession, a dizzying 93 percent of the additional income created in the country that year, compared to 2009 &mdash; $288 billion &mdash; went to the top 1 percent of taxpayers, those with at least $352,000 in income. That delivered an average single-year pay increase of 11.6 percent to each of these households.<br>\nStill more astonishing was the extent to which the super rich got rich faster than the merely rich. In 2010, 37 percent of these additional earnings went to just the top 0.01 percent, a teaspoon-size collection of about 15,000 households with average incomes of $23.8 million. These fortunate few saw their incomes rise by 21.5 percent.<br>\nThe bottom 99 percent received a microscopic $80 increase in pay per person in 2010, after adjusting for inflation. The top 1 percent, whose average income is $1,019,089, had an 11.6 percent increase in income.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nytimes.com\/2012\/03\/26\/opinion\/the-rich-get-even-richer.html?_r=1&amp;partner=rss&amp;emc=rss\">New York Times<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Bildungspaket: Von der Leyens desastr&ouml;se Bilanz<\/strong><br>\nHeftige Kritik an Hartz-IV-Bildungspaket. Parit&auml;tischer Wohlfahrtsverband: &raquo;Totalreinfall&laquo;<br>\nDas Bildungspaket f&uuml;r Kinder in &raquo;Hartz IV&laquo;-Bedarfsgemeinschaften hat nach Ansicht des DGB im ersten Jahr seines Bestehens seinen Zweck nicht erf&uuml;llt. 2011 sei nur etwa ein F&uuml;nftel der vorgesehenen Mittel tats&auml;chlich ausgegeben worden, kritisierte der Gewerkschaftsbund in einer am Montag bekanntgewordenen Bilanz. [&hellip;]<br>\nDer Parit&auml;tische Wohlfahrtsverband nannte das Paket einen &raquo;Totalreinfall&laquo;. &raquo;Die Bilanz nach einem Jahr ist desastr&ouml;s&laquo;, erkl&auml;rte Hauptgesch&auml;ftsf&uuml;hrer Ulrich Schneider in Berlin. Nicht einmal die H&auml;lfte der Antragsberechtigten sei erreicht worden. &raquo;Insbesondere die Sport- und Musikgutscheine entpuppen sich als Luftnummer&laquo; und w&uuml;rden kaum abgefragt, kritisierte Schneider.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2012\/03-27\/052.php\">Junge Welt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Dieser Befund beweist, wie scheinheilig das Angebot war. Da trat damals die Sozialministerin vor die Mikrofone und zirpte mit herzerweichenden T&ouml;nen, dass die Hilfe unmittelbar bei den betroffenen Kindern ankommen solle. Dann baut man un&uuml;berwindbare b&uuml;rokratische H&uuml;rden f&uuml;r den Abruf der Mittel auf. So kann man Sozialpolitik vort&auml;uschen und Geld sparen. Schuld sind dann immer die Betroffenen selbst, sie h&auml;tten die Mittel ja abrufen k&ouml;nnen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Gorleben: Bundesregierung greift tief in die Trickkiste<\/strong><br>\nTypisch Norbert R&ouml;ttgen: H&ouml;rt sich gut an, ist aber am Ende doch alles ganz anders. Mit einem vorl&auml;ufigen Erkundungsstopp erkauft sich die Bundesregierung nur Zeit, um den Standort Gorleben in einigen Jahren umso besser durchsetzen zu k&ouml;nnen. Denn Teil des Vorschlages ist auch, keinen weiteren Salzstock auf seine Eignung als Endlager zu untersuchen. Damit steigt sogar die Wahrscheinlichkeit, dass zum Schluss trotz aller geologischen Fakten Gorleben doch zum Endlager  wird.<br>\nDaf&uuml;r spricht auch, dass der jetzt angebotene Erkundungsstopp erst im Herbst beginnen soll. Damit kann eine gro&szlig;angelegte, neun Millionen Euro teure Studie abgeschlossen werden, mit denen das Bundesumweltministerium einseitig Wissenschaftler beauftragt hat, die f&uuml;r ihre unkritische Haltung f&uuml;r Gorleben bekannt sind und die in der Vergangenheit auch dem Endlager im Salzstock Asse Sicherheit attestiert haben. Eine Schl&uuml;sselrolle bei der Erstellung dieser so genannten &sbquo;Vorl&auml;ufigen Sicherheitsanalyse Gorleben&lsquo; spielt der ehemalige Nuklearchef von Vattenfall, Bruno Thomauske, der extra f&uuml;r diesen Zweck eine<br>\nConsulting-Firma gegr&uuml;ndet hat.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ausgestrahlt.de\/presse\/artikel\/f111421cd4\/gorleben-bundesregierung-greift-tie.html\">ausgestrahlt<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Falsche Rechnungen sollen bestraft werden<\/strong><br>\nFalsche Abrechnungen in den Krankenh&auml;usern verursachen Milliardensch&auml;den bei den Krankenkassen. Bundesgesundheitsminister Bahr will nun per Gesetz Strafzahlungen einf&uuml;hren. Pikant: Die Unionsfraktion ist daf&uuml;r, aber ausgerechnet Bahrs FDP blockiert. Es droht neuer Koalitionskrach.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/wirtschaft\/krankenkassen-falsche-rechnungen-sollen-bestraft-werden,1472780,11996272.html\">Frankfurter Rundschau<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Diese Reform ist mehr als &uuml;berf&auml;llig. Es kann nicht sein, dass private Krankenhausbetreiber vors&auml;tzlich bei der Abrechnung betr&uuml;gen und den Krankenkassen die H&auml;nde gebunden sind.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Streit bei Entwicklungsorganisation &ndash; GIZ-Frauen m&uuml;ssen warten<\/strong><br>\nPolitposse im Aufsichtsrat der Entwicklungsorganisation GIZ: Weil der zust&auml;ndige Staatssekret&auml;r einen FDPler durchdr&uuml;cken will, scheitert die Berufung des Vorstands.<br>\nDass es keine Entscheidung gab, lag an den festgefahrenen politischen Interessen. Denn alle Parteien wollen im Aufsichtsrat mitreden, auch die Arbeitnehmerseite will sich repr&auml;sentiert sehen. Fr&uuml;h hatte Bundeskanzlerin Angela Merkel klargemacht, dass der Chefposten wieder an die CDU gehen solle. F&uuml;r diese Position ist die ehemalige baden-w&uuml;rttembergische Umweltministerin Tanja G&ouml;nner gesetzt. Doch alles andere war bis zum Schluss umstritten.<br>\nBereits Tage vor dem Montagstermin hatte Beerfeltz einen Brief an einige Aufsichtsratsmitglieder geschickt &ndash; mit einem Vorschlag. Neben G&ouml;nner wollte er die bisherigen Vorst&auml;nde Christoph Beier und Sebastian Paust im Gremium haben, dazu seinen FDP-Kollegen Tom P&auml;tz und die ehemalige SPD-Bundestagsabgeordnete Karin Kortmann. Ein Vorschlag mit Kalk&uuml;l: So wollte Beerfeltz verhindern, dass die Arbeitnehmer eine eigene Kandidatin durchbringen und mit Kortmann die Frauenquote erf&uuml;llen.<br>\nMit demselben Vorschlag ging Beerfeltz in die Montagssitzung und erntete wieder Protest. Denn P&auml;tz hat im Aufsichtsrat viele Gegner, auch in weiten Teilen der Belegschaft der GIZ ist er wegen seines zu Luxus neigenden Arbeitsstils unten durch.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Streit-bei-Entwicklungsorganisation\/!90381\/\">taz<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Fragw&uuml;rdiger R&uuml;ckzug: Kurt Beck und die &ldquo;Erbschleicher&rdquo; im Regierungsamt<\/strong><br>\nKurt Beck r&auml;umt seinen Posten als Ministerpr&auml;sident noch vor Ende der Legislaturperiode. Der fliegende Wechsel an der Spitze hat Methode. Letztlich geht es in solchen F&auml;llen darum, dem Nachfolger aus der eigenen Partei schon vor dem Risiko der n&auml;chsten Landtagswahl einen &bdquo;Amtsbonus&ldquo; zu verschaffen. Und zwar, damit der Nachfolger nicht in einer Parlamentswahl gegen den Spitzenkandidaten der Opposition auf gemeiner &bdquo;Augenh&ouml;he&ldquo; antreten muss, sondern ihm bereits vom erh&ouml;hten Podest des bekannten und bew&auml;hrten Regierungschefs begegnen kann. Diese Praxis ist ein durchaus fragw&uuml;rdiger Formenmissbrauch, selbst dann, wenn der Regierungschef ja nicht von den W&auml;hlern unmittelbar gew&auml;hlt worden ist, sondern von den Fraktionen der siegreichen Regierungsmehrheit. Dennoch: Letztlich ist es der Spitzenkandidat gewesen, der dieser Mehrheit die Hasen in die K&uuml;che locken sollte.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/meinung\/fragwuerdiger-rueckzug-kurt-beck-und-die-erbschleicher-im-regierungsamt\/6371212.html\">Tagesspiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Da &auml;rgert sich aber Robert Leicht ganz gewaltig, dass Kurt Beck so klug ist, seinem Nachfolger die Gelegenheit zu geben sich im Amt zu bew&auml;hren. Es w&auml;re nicht uninteressant zu erfahren, ob sich Leicht genauso &uuml;ber den fr&uuml;hen R&uuml;cktritt von Roland Koch in Hessen so erregt hat. H&auml;tte Beck dies nicht getan, so w&uuml;rde man wahrscheinlich dahingehend argumentieren, dass er an der Macht klebe. Peinlich wird es vor allem, wenn Leicht aus der Landtagswahl eine Volksabstimmung &uuml;ber die Person des k&uuml;nftigen Ministerpr&auml;sidenten machen will. Er r&auml;umt zwar ein, dass der Regierungschef nicht von den W&auml;hlern unmittelbar gew&auml;hlt w&uuml;rde, sieht aber im R&uuml;cktritt Kurt Becks einen &ldquo;fragw&uuml;rdigen Formenmissbrauch&rdquo;, was auch immer dies bedeuten soll. Leicht ignoriert leichtsinnig die geschichtlichen Erfahrungen Deutschlands, die in eine repr&auml;sentative Demokratie m&uuml;ndeten. Wir w&auml;hlen immer noch im Wesentlichen eine Partei und messen die zur Wahl stehenden Personen daran, inwiefern sie am geeignetsten erscheinen, die programmatische Linie der Partei umzusetzen. Da m&ouml;gen wir auch manchmal die F&uuml;hrungsfigur als recht unsympathisch empfinden oder umgekehrt den sympathischen Politiker f&uuml;r ungeeignet halten. &ndash; Das klappt nicht immer. Bis heute hat die SPD darunter zu leiden, dass sie unter Anleitung von Oskar Lafontaine mit Schr&ouml;der den Kandidaten aufstellte, von dem sie annahm, dass er bei der Bev&ouml;lkerung am besten ankommen w&uuml;rde.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Neuer britischer Spendenskandal<\/strong><br>\nDie britischen Konservativen werden durch einen neuen Parteispendenskandal durchgesch&uuml;ttelt. Als ausl&auml;ndische Gesch&auml;ftsleute getarnte Reporter der &laquo;Sunday Times&raquo; filmten den Schatzmeister der Partei, Peter Cruddas, wie er ihnen die Spielregeln f&uuml;r den Zugang zu Regierungsmitgliedern erkl&auml;rte. Ein Abendessen mit David und Samantha Cameron in der Wohnung des Premierministers in Downing Street? Ein Lunch f&uuml;r Gesch&auml;ftskunden inklusive H&auml;ndesch&uuml;tteln und Fotografie mit Schatzkanzler Osborne? Kein Problem. Man m&uuml;sse blo&szlig;, erkl&auml;rte Cruddas, ein als Spekulant in der City zu Reichtum gelangter G&ouml;nner der Tories, eine Parteispende von mindestens 100 000, besser 200 000 Pfund, leisten, um &laquo;Teil des Systems&raquo; zu werden. Mit 250 000 Pfund sei man in der &laquo;Premier League&raquo; &ndash; dann erg&auml;ben sich die Dinge von selber.<br>\nCruddas betonte, Parteispender k&ouml;nnten die Politik nicht bestimmen. Doch er schw&auml;rmte von den Vorteilen, welche der Zugang verschaffe. Spender k&ouml;nnten ihre Sorgen bei Ministern deponieren. Diese w&uuml;rden dann unvermittelt in jene Gremien am Regierungssitz eingespeist, welche die Regierungspolitik bestimmten. Und es sei doch sehr n&uuml;tzlich, wenn man aus erster Hand erfahre, was der Premierminister &uuml;ber Themen denke, die einem besonders am Herzen l&auml;gen. Grosse Spender seien in der Privatwohnung der Camerons in Downing Street zu Gast gewesen. Allerdings, betonte Cruddas, treffe man dort &laquo;nicht mit dem Premierminister, sondern mit David Cameron&raquo; zusammen, mit dem man vertraulich &uuml;ber alles sprechen k&ouml;nne. Ihm selber habe Cameron bei einem solchen Gespr&auml;ch versichert, dass er eine in Br&uuml;ssel vorgeschlagene Finanztransaktionssteuer um jeden Preis verhindern werde&hellip;<br>\nDie Konservativen finanzieren sich &uuml;berwiegend durch Spenden verm&ouml;gender Privatleute und Unternehmen, von denen laut einer Analyse der Gewerkschaft GMB rund 60 Prozent aus der Londoner City stammen. Die Tories haben auf diese Art im Wahljahr 2010 mit Spenden von 32 Millionen Pfund Labour um mehr als die H&auml;lfte &uuml;bertroffen.<br>\n Quelle: <a href=\"http:\/\/www.nzz.ch\/nachrichten\/politik\/international\/neuer_britischer_spendenskandal_1.16080934.html%20\">NZZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Warum nicht gleich Programmpunkte der Partei an den Meistbietenden versteigern.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Colin Crouch &ndash; &bdquo;Cameron geht es um die Zerst&ouml;rung des Euro&ldquo;<\/strong><br>\nDie Globalisierung &auml;ndert nicht nur unsere Lebensbedingungen, sondern auch die politische Arena &ndash; die Demokratie. Im Gespr&auml;ch mit Martin Eiermann sucht der britische Soziologe Colin Crouch nach Antworten auf den Wunsch nach mehr Transparenz, er&ouml;rtert die britische Haltung zum Euro und wundert sich &uuml;ber seine Landsleute.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.theeuropean.de\/colin-crouch\/10449-demokratie-im-wandel#10449\">The European<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Portugal: Alptraum Auswanderung<\/strong><br>\nDie Krise: Erst gebar sie die &bdquo;Beta-Generation&ldquo; junger Menschen in prek&auml;ren Arbeitsverh&auml;ltnissen. Nun treibt sie die Familienv&auml;ter dazu, irgendwo in Europa nach Arbeit zu suchen. Aber sind sie schlecht vorbereitet. Es fehlt an Fremdsprachenkenntnissen und auch ein Einkommen.  Zu den jungen Akademikern, die ihr Gl&uuml;ck im Ausland versuchen, gesellen sich immer mehr dieser Auswanderer, die mitten in der Bl&uuml;tezeit ihres Lebens stehen. In [der Schweiz] l&auml;utete man bereits die Alarmglocken: Trotz eisiger Temperaturen schliefen Portugiesen hier auf der Stra&szlig;e. Und ganz allgemein betrachtet sieht es nicht so aus, als w&uuml;rde sich die Situation bald verbessern. Die zahlreichen statistischen Erhebungen belegen, dass immer mehr Portugiesen ihr Land verlassen. Allein 2011 sind zwischen 100 000 und 120 000 Portugiesen ausgewandert, gab der Staatssekret&auml;r f&uuml;r die portugiesischen Gemeinden im Ausland Jos&eacute; Ces&aacute;rio Ende des Jahres zu. Auf EURES, dem europ&auml;ischen Portal zur beruflichen Mobilit&auml;t, hat sich die Zahl portugiesischer Bewerber zwischen 2008 und 2011 mehr als verdoppelt. Dar&uuml;ber hinaus zeigen auch die Anmeldungen in Konsulaten, dass immer mehr Portugiesen sich im Ausland niederlassen: Zwischen 2008 und 2010 haben sich zus&auml;tzliche 324 000 Personen eingetragen. Niemand kann ganz genau sagen, wie viele Portugiesen im vergangenen Jahr in ein anderes europ&auml;isches Land ausgewandert sind, meint Jorge Malheiros. Anhand der Zahlen kann der Wissenschaftler vom Geographischen Forschungsinstitut der Universit&auml;t von Lissabon allerdings folgende Tendenz ausmachen: Die &bdquo;portugiesischen Emigranten&ldquo; werden in Zukunft &bdquo;qualifizierter und j&uuml;nger&ldquo; sein.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.presseurop.eu\/de\/content\/article\/1654631-alptraum-auswanderung\">Presseurop<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Allm&auml;hlich fragt man sich, mit welchem Personal, selbst wenn die richtigen wirtschaftspolitischen Weichenstellungen erfolgten, die Gesundung der Volkswirtschaften der Peripherie bewerkstelligt werden kann.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h19\"><\/a><strong>Neocons und Theocons<\/strong><br>\nDer Theologe und Historiker Gerhard Padderatz &uuml;ber den politischen Einfluss der Evangelikalen in den USA<br>\nIn den USA liefern sich derzeit die republikanischen Pr&auml;sidentschaftskandidaten Romney und Santorum ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Der Mormone und Multi-Million&auml;r Mitt Romney gilt als gem&auml;&szlig;igter Neokonservativer, Rick Santorum steht den Evangelikalen nahe, weit abgeschlagen sind der erzkonservative Newt Gingrich und Ron Paul, der Tea-Party-Libert&auml;re. Wie ist die Rolle der Evangelikalen einzusch&auml;tzen, die in den Medien und bei den Massen der USA einen f&uuml;r europ&auml;ische Ma&szlig;st&auml;be ungew&ouml;hnlich gro&szlig;en Einfluss haben? Schon Bush und Blair rechtfertigten ihre Irak-Kriegspolitik auch mit religi&ouml;sen Werten. Thomas Barth befragte dazu den Theologen und Historiker Dr. Gerhard Padderatz, einen Amerika-Kenner, der lange in den USA lebte und arbeitete.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/36\/36599\/1.html\">Telepolis<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h20\"><\/a><strong>Zehn Gr&uuml;nde, warum die USA nicht l&auml;nger &raquo;The Land of the Free&laquo; sind<\/strong><br>\nIn dem Jahrzehnt nach dem 11. September 2001 hat dieses Land die B&uuml;rgerfreiheiten im Namen eines erweiterten Sicherheitsstaates weitgehend eingeschr&auml;nkt. Das j&uuml;ngste Beispiel hierf&uuml;r liefert der am 31. Dezember 2011 unterzeichnete National Defense Authorization Act, der eine unbefristete Inhaftierung amerikanischer Staatsb&uuml;rger ohne Gerichtsverfahren erm&ouml;glicht. Wann aber ist der Punkt erreicht, an dem die Verminderung der Individualrechte in unserem Lande auf unser Selbstverst&auml;ndnis durchschl&auml;gt?<br>\nSeit 9\/11 haben wir genau das Regierungssystem geschaffen, das die Gr&uuml;ndungsv&auml;terf&uuml;rchteten: Einen Staat, eine Regierung mit ausgedehnten und weitgehend unkontrollierten Machtbefugnissen, die allein auf der Hoffnung beruhen, es w&uuml;rde weise mit ihnen umgegangen.<br>\nDass das Defense Authorization-Gesetz die M&ouml;glichkeit unbefristeter Inhaftierung ohne Gerichtsbeschluss oder -urteil vorsieht, erschien vielen B&uuml;rgerrechtlern als ein Verrat des demokratischen Pr&auml;sidenten. Obama hatte versprochen, sein Veto gegen das Gesetz einzulegen, sollte es eine derartige Vollmacht enthalten. Senator Levin, ein aktiver Bef&uuml;rworter des Gesetzes, enth&uuml;llte demgegen&uuml;ber im Senat etwas ganz anderes: In Wirklichkeit habe das Wei&szlig;e Haus der Beseitigung jeglicher Regelung zugestimmt, die US-Staatsb&uuml;rger von der M&ouml;glichkeit unbefristeter Inhaftierung ausgenommen h&auml;tte.<br>\nPolitiker, die l&uuml;gen, sind f&uuml;r Amerikaner nichts Neues. Die eigentliche Frage ist, ob wir uns heute selbst etwas vormachen, wenn wir Amerika &bdquo;frei&ldquo; nennen &ndash; the land of the free.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.blaetter.de\/archiv\/jahrgaenge\/2012\/maerz\/zehn-gruende-warum-die-usa-nicht-laenger-the-land-of-the-free%C2%AB-sind\">Bl&auml;tter f&uuml;r deutsche und internationale Politik<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h21\"><\/a><strong>Aufruf f&uuml;r mehr Demokratie in Europa<\/strong><br>\nIm Alleingang bestimmen wenige Regierungschefs &uuml;ber unsere Zukunft. Die Macht verschiebt sich &ndash; von Parlamenten zu Regierungen, von kleinen zu gro&szlig;en L&auml;ndern. Was Merkel und Sarkozy aushandeln, wird uns als alternativlos verkauft. F&uuml;r den dauerhaften Rettungsschirm soll Deutschland bis zu 643 Milliarden Euro Kredite und B&uuml;rgschaften gew&auml;hren. Es wird ein Gouverneursrat in Luxemburg installiert, besetzt durch Finanzminister oder Beamte. Dieser Rat soll auf die Haushalte der Euro-L&auml;nder zugreifen k&ouml;nnen. Dem Rettungsschirm folgt der Fiskalvertrag, mit dem die Haushaltshoheit der Parlamente ausgeh&ouml;hlt wird. Werden aber dem Bundestag Kompetenzen genommen, wird unser Wahlrecht entwertet. Wir w&auml;hlen dann Abgeordnete, deren Einfluss immer geringer wird. Hier geht es um Grunds&auml;tze der Demokratie. Dar&uuml;ber m&uuml;ssen wir selbst entscheiden.<br>\nF&uuml;r die Rettungsschirme werden auch bestehende EU-Vertr&auml;ge umgangen. Selbst die Abgeordneten des EU-Parlaments haben darauf keinen Einfluss. Die Pflicht, f&uuml;r Vertrags&auml;nderungen einen Konvent einzuberufen, wird ignoriert.<br>\nEs muss es eine breite &ouml;ffentliche Diskussion &uuml;ber die Demokratie in Europa geben.<br>\nWir fordern die Abgeordneten des Bundestags auf, Volksentscheide &uuml;ber den EURO-Rettungsschirm (ESM-Vertrag) und den Fiskalvertrag einzuleiten.<br>\nWir fordern die Abgeordneten des Europ&auml;ischen Parlaments auf, sich f&uuml;r einen Konvent einzusetzen, der Vorschl&auml;ge f&uuml;r eine demokratische Europ&auml;ische Union ausarbeitet.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.mehr-demokratie.de\/europa-kampagne.html\">Mehr Demokratie<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;Mehr&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (WL)<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-12673","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/12673","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=12673"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/12673\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":12675,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/12673\/revisions\/12675"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=12673"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=12673"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=12673"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}