{"id":127031,"date":"2025-01-10T13:59:24","date_gmt":"2025-01-10T12:59:24","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=127031"},"modified":"2025-01-13T15:16:02","modified_gmt":"2025-01-13T14:16:02","slug":"rumaenien-hat-sich-verwaehlt-weil-ein-paar-bezahlte-tiktoker-nicht-richtig-ticken","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=127031","title":{"rendered":"Rum\u00e4nien hat sich verw\u00e4hlt, weil ein paar bezahlte TikToker nicht richtig ticken"},"content":{"rendered":"<p>Ja, spinnen die denn, die Rum&auml;nen? Erst wollen sie einen Russlandfreund zum Pr&auml;sidenten w&auml;hlen und eine Woche sp&auml;ter bei den Parlamentswahlen sichern sie die Vormacht der NATO-Parteien. Das kann doch nur mit &bdquo;rechten&ldquo; Dingen zugegangen sein, wof&uuml;r prompt der Beweis aus dem Hut gezaubert war: eine Kampagne im Auftrag des Kreml. Von wegen. Inzwischen zeichnet sich ab: Die Trolle wurden aus der Staatskasse bezahlt, durch die Partei des rum&auml;nischen Staatsoberhaupts. Und von einer Einmischung Putins fehlt jede Spur. Besser vergessen das Ganze, findet der Wertwesten. Von <strong>Ralf Wurzbacher<\/strong>.<\/p><p><em>Dieser Beitrag ist auch als Audio-Podcast verf&uuml;gbar.<\/em><br>\n<!--more--><br>\n<\/p><div class=\"powerpress_player\" id=\"powerpress_player_8847\"><!--[if lt IE 9]><script>document.createElement('audio');<\/script><![endif]-->\n<audio class=\"wp-audio-shortcode\" id=\"audio-127031-1\" preload=\"none\" style=\"width: 100%;\" controls=\"controls\"><source type=\"audio\/mpeg\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/250113-Rumaenien-hat-sich-verwaehlt-NDS.mp3?_=1\"><\/source><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/250113-Rumaenien-hat-sich-verwaehlt-NDS.mp3\">https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/250113-Rumaenien-hat-sich-verwaehlt-NDS.mp3<\/a><\/audio><\/div><p class=\"powerpress_links powerpress_links_mp3\">Podcast: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/250113-Rumaenien-hat-sich-verwaehlt-NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_pinw\" target=\"_blank\" title=\"Play in new window\" onclick=\"return powerpress_pinw('https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?powerpress_pinw=127031-podcast');\" rel=\"nofollow\">Play in new window<\/a> | <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/250113-Rumaenien-hat-sich-verwaehlt-NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_d\" title=\"Download\" rel=\"nofollow\" download=\"250113-Rumaenien-hat-sich-verwaehlt-NDS.mp3\">Download<\/a><\/p><p>Das war ein Paukenschlag. Am 6. Dezember schaffte es das sonst eher blasse Rum&auml;nien f&uuml;r einen kurzen Moment ins grelle Licht der Welt&ouml;ffentlichkeit. Die erste Runde der Pr&auml;sidentenwahl vom 24. November &ndash; einfach annulliert. So verk&uuml;ndete es das rum&auml;nische Verfassungsgericht und sorgte damit f&uuml;r ein Novum der europ&auml;ischen Rechtsgeschichte. Begr&uuml;ndung: Eine &bdquo;ausl&auml;ndische Macht&ldquo; habe im Wahlkampf Einfluss genommen und dem &Uuml;berraschungssieger C&amp;abreve;lin Georgescu mittels einer TikTok-Kampagne zum Sieg verholfen. In Windeseile wehte das zugeh&ouml;rige, <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=126102\">auch von deutschen Medien transportierte Narrativ<\/a> um den ganzen Globus: Die b&ouml;sen Einmischungen erfolgten aus dem Kreml und der Profiteur war der Kandidat Wladimir Putins, ein Russenfreund also, dazu ein ultranationaler Rechtspopulist, mehr noch, ein Rechtsextremer und Verschw&ouml;rungstheoretiker, was auch sonst. <\/p><p>Der parteilose G&uuml;nstling Putins soll demnach eine Kampagne &uuml;ber die Sozialen Medien lanciert haben, die Millionen W&auml;hler quasi umgedreht hat, zu Agenten Moskaus. Und w&auml;ren sie den Manipulateuren nicht auf den Leim gegangen, h&auml;tten sie alle ganz was anderes und wen anderes gew&auml;hlt, n&auml;mlich die Fraktion des Westens, also die Freunde Washingtons und Br&uuml;ssels, vorneweg den amtierenden Premierminister Ion-Marcel Ciolacu von der sozialdemokratischen PSD, der beim Urnengang b&ouml;se baden ging und es als Drittplatzierter nicht einmal in die Stichwahl schaffte, die nun aber flugs abgeblasen wurde, weil sie den Willen des Volkes ja vollends auf den Kopf gestellt h&auml;tte. <\/p><p><strong>&bdquo;Sozialkanal f&uuml;r Halbstarke&ldquo;<\/strong> <\/p><p>Das ist harter Tobak und wer so etwas verbreitet, hat sicherlich harte Beweise im Gep&auml;ck. Die sollen sich in den sogenannten Geheimdokumenten finden, deren Geheimhaltung Staatspr&auml;sident Klaus Werner Johannis von der Nationalliberalen Partei (PNL) am 5. Dezember eilends aufgehoben hatte, damit die Verfassungsrichter Einblick nehmen k&ouml;nnen. Daraus geht behaupteterma&szlig;en hervor, dass der gesamte Wahlprozess von mangelnder Transparenz insbesondere bei der Wahlkampffinanzierung sowie von der Einmischung ausl&auml;ndischer &bdquo;staatlicher Entit&auml;ten&ldquo; gepr&auml;gt gewesen sei. Obendrein will auch der Oberste Verteidigungsrat, dem Johannis selbst vorsteht, &bdquo;ein wachsendes Interesse&ldquo; Russlands festgestellt haben, Einfluss auf die &ouml;ffentliche Meinung in Rum&auml;nien zu nehmen. Die investigative rum&auml;nische Webseite <em><a href=\"https:\/\/snoop.ro\/\">Snoop.ro<\/a><\/em> zitierte aus einem vom Rat freigegebenen Dokument, demzufolge die Georgescu-Kampagne &bdquo;identisch&ldquo; sei mit der russischen Bruder-f&uuml;r-Bruder-Kampagne in der Ukraine kurz vor der Invasion Anfang 2022. <\/p><p>Ob das so ist, sei dahin gestellt, und dass der Kreml auch diesmal hinter den Kulissen gewirkt haben k&ouml;nnte, ist keineswegs ausgeschlossen. Aber reicht das f&uuml;r den Schluss aus, die Pr&auml;sidentenwahl f&uuml;r nichtig zu erkl&auml;ren und zu verschieben, weil angeblich Schiebung in gro&szlig;em Stil betrieben wurde? Wohl kaum. Zum Beispiel stellte die <em>Berliner Zeitung<\/em>, die dazu Ende Dezember hinter der Bezahlschranke berichtete, die Frage, &bdquo;inwieweit ausgerechnet eine TikTok-Kampagne (man denke an das spezifische Profil des Teeniemediums) im l&auml;ndlich gepr&auml;gten Rum&auml;nien mit seinen rund 18 Millionen Wahlberechtigten urs&auml;chlich oder ausschlaggebend sein kann&ldquo;. F&uuml;r Martin Sonneborn, Satiriker und EU-Parlamentarier f&uuml;r Die Partei, k&ouml;nnte Georgescu an &bdquo;fliegende Spaghettimonster, Karl Marx, den Klimawandel und die Zahnfee glauben&ldquo;, die Wahl sei nicht wegen etwaiger &Uuml;berzeugungen oder Ansichten eines Kandidaten annulliert worden, &bdquo;sondern wegen angeblicher Unregelm&auml;&szlig;igkeiten auf einem Sozialkanal f&uuml;r Halbstarke&ldquo;. Sonneborn bringt in seinem sehenswerten St&uuml;ck <a href=\"https:\/\/martinsonneborn.de\/ueber-demokratie-alles-und-ueber-rumaenien\/\">&bdquo;&Uuml;ber Demokratie &amp; Alles. Und &uuml;ber Rum&auml;nien&ldquo;<\/a> einen alternativen Drahtzieher ins Spiel: &bdquo;Ein gewisses State Department sowie ein Au&szlig;enminister namens Blinken.&ldquo;  <\/p><p><strong>Richter in schlechter Verfassung<\/strong> <\/p><p>Selbst die <em>Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ)<\/em>, einer N&auml;he zu Putin g&auml;nzlich unverd&auml;chtig, titelte am 8. Januar: &bdquo;Der Mythos von der russischen Einmischung&ldquo;. In dem Beitrag (hinter der Bezahlschranke) lie&szlig; das Blatt den rum&auml;nischen Rechtswissenschaftler Csongor Kuti zu Wort kommen, der von einer &bdquo;Reihe ungl&uuml;cklicher Entscheidungen&ldquo; der Verfassungsrichter sprach, die &bdquo;im Widerspruch zur verfassungsm&auml;&szlig;igen Ordnung, zu den Prinzipien des Rechtsstaats oder zur Idee der Demokratie&ldquo; gestanden h&auml;tten. Wie viele Menschen frage sich auch Kuti, welche Rolle die Geheimdienste &bdquo;bei dem odysseischen Zickzackkurs&ldquo; des Gerichts gespielt h&auml;tten. So sei es &bdquo;unerkl&auml;rlich&ldquo;, dass das Bestehen von Unregelm&auml;&szlig;igkeiten und rechtswidrigen Handlungen dem Landesverteidigungsrat erst nach der ersten Wahlrunde mitgeteilt worden sei. Ebenso &bdquo;unerkl&auml;rlich&ldquo; sei es, dass das Gremium mit den Informationen der Dienste erst an die &Ouml;ffentlichkeit trat, nachdem das Gericht das Wahlergebnis zun&auml;chst f&uuml;r g&uuml;ltig erkl&auml;rt hatte.  <\/p><p>Die &bdquo;Unerkl&auml;rlichkeit&ldquo; k&ouml;nnte sich mit dem erkl&auml;ren, was abermals die Enth&uuml;ller von Snoop.ro inzwischen noch so alles an Licht bef&ouml;rdert haben. Demnach gab es im Vorfeld der Wahl tats&auml;chlich eine dubiose TikTok-Kampagne, die auch ganz offensichtlich Georgescu zugute kam, indem sie sehr eindeutig mit diesem sympathisierte. Aber: Die Kampagne wurde nicht von ihm selbst, sondern durch die Partei von Pr&auml;sident Johannis in Auftrag gegeben. Die Journalisten berufen sich auf Erkenntnisse der rum&auml;nischen Steuerbeh&ouml;rde, wonach die PNL &ouml;ffentliche Gelder aus der Parteienfinanzierung &bdquo;zur F&ouml;rderung eines anderen Kandidaten&ldquo; verwendet habe. Stimmte das, w&auml;re das nicht nur &auml;u&szlig;erst merkw&uuml;rdig, sondern dazu hochgradig pikant und brisant. Denn damit fiele die Erz&auml;hlung vom schlimmen Russen, der mal eben eine Wahl in einem EU-Grenzstaat korrumpiert hat, in sich zusammen.  <\/p><p><strong>Influencer auf Abwegen?<\/strong><\/p><p>Konkret soll die PNL eine Million Rum&auml;nischer Leu, rund 200.000 Euro, an die Agentur <a href=\"https:\/\/kensingtontv.com\/\">Kensington Communications<\/a> mit Hauptsitz im kanadischen Toronto &uuml;berwiesen haben. Diese engagierte daraufhin die international operierende Plattform FameUp, die laut <em>Berliner Zeitung<\/em> &bdquo;Multiplikatoren&ldquo; an die Social-Media-Front schickte, &bdquo;die bestimmten Zielgruppen als Rollenvorbilder dienen&ldquo;. Das waren in diesem Fall 130 Influencer, die man mit einem Skript und einem Video versorgte, das die Eigenschaften und F&auml;higkeiten eines rum&auml;nischen Wunschpr&auml;sidenten beschrieb &ndash; allerdings ohne namentliche Nennung eines bestimmten Kandidaten. Eben diese jungen Frauen und M&auml;nner wurden nach dem Georgescu-Sieg beschuldigt, von dessen Mittelsm&auml;nnern bezahlt worden zu sein, weshalb die Steuerbeh&ouml;rde sie durchleuchtete. Und diese Pr&uuml;fung ergab dann wohl, dass sie ihr Geld nicht von Russen, sondern der Pr&auml;sidentenpartei erhalten haben. <\/p><p>Der Vorgang liefert Stoff f&uuml;r allerlei Spekulationen. Eine geht dahin, das Projekt sei irgendwie aus dem Ruder gelaufen und eine eigentlich auf den PNL-Kandidaten gem&uuml;nzte Kampagne habe auf wundersame Weise den Falschen beg&uuml;nstigt. Demnach h&auml;tten einige Influencer das PNL-Video mit dem Namen des sp&auml;teren Wahlsiegers kommentiert, wodurch das Ganze eine ungewollte Eigendynamik entwickelte. Laut Snoop.ro soll auch der rum&auml;nische IT-Experte Bogdan Pe&#537;chir, bekannt als &bdquo;BogPR&ldquo;, mehr als eine Million Euro an Nutzer von TikTok-Konten gespendet haben, die f&uuml;r Georgescu warben. Nach einem ersten Dementi r&auml;umte Kensington ein, f&uuml;r die &bdquo;Sensibilisierungskampagnen&ldquo; verantwortlich zu zeichnen, und dies sehr wohl im Auftrag der PNL, allerdings mit Botschaften &bdquo;zur Bek&auml;mpfung von Extremismus und zur F&ouml;rderung euroatlantischer Werte&ldquo;. Nur seien diese &bdquo;v&ouml;llig falsch interpretiert&ldquo; worden, was den Verdacht nahelege, die Kampagne k&ouml;nnte &bdquo;geklont&ldquo; oder zu Gunsten des einen oder anderen Kandidaten &bdquo;gehackt&ldquo; worden sein. <\/p><p><strong>Hacker im Pr&auml;sidentenpalast<\/strong> <\/p><p>Waren es also doch die Russen? Die <em>FAZ<\/em> liefert eine andere Version, eine zwar unbelegte Vermutung, die es aber in sich hat. Danach gebe es in Rum&auml;nien &bdquo;die Ansicht, das Ziel der PSD&ldquo;, also der Sozialdemokraten, &bdquo;sei es von Anfang an gewesen, au&szlig;er ihrem eigenen einen rechtsradikalen Pr&auml;sidentschaftsbewerber in die Stichwahl zu hieven&ldquo;. Das Kalk&uuml;l dahinter: &bdquo;Der PSD-Mann werde in der zweiten Runde einen sicheren Sieg &uuml;ber den f&uuml;r eine Bev&ouml;lkerungsmehrheit vermeintlich unw&auml;hlbaren Rechtsradikalen einfahren k&ouml;nnen.&ldquo; Diese Rechnung sei nicht aufgegangen, da die Regierungspartei die Wut der Bev&ouml;lkerung auf die etablierten Kr&auml;fte untersch&auml;tzt habe. Fazit: &bdquo;Die regierende Klasse in Bukarest hat das russische Schreckgespenst nur an die Wand gemalt, um von ihrem eigenen Versagen und dem Misserfolg ihrer gescheiterten machttaktischen Spielchen abzulenken &ndash; und um einen Vorwand zur Annullierung einer Wahl zu haben, deren Ergebnis nicht nach dem Geschmack der Machthaber war.&ldquo;<\/p><p>Das ist fraglos eine krasse Ansage und lie&szlig;e gar auf ein partei&uuml;bergreifendes Komplott schlie&szlig;en. Jedenfalls k&ouml;nnen die PSD und und die PNL sehr gut miteinander. Vor Weihnachten hatten sich beide Parteien auf die Bildung einer <a href=\"https:\/\/www.zdf.de\/nachrichten\/politik\/ausland\/rumaenien-neue-regierung-pro-europaeische-parteien-ciolacu-100.html\">neuen proeurop&auml;ischen Regierungskoalition<\/a> unter Mitbeteiligung von Vertretern ethnischer Minderheiten geeinigt. In der abgelaufenen Legislaturperiode hatten sie noch als Zweierb&uuml;ndnis &uuml;ber die Geschicke des Landes bestimmt. Ciolacu als alter und demn&auml;chst neuer Premier nannte als &bdquo;wichtigstes Ziel&ldquo; seines Kabinetts, &bdquo;die demokratischen Werte zu verteidigen, und zwar innerhalb der NATO&ldquo;. <\/p><p><strong>Verdacht auf Staatsstreich<\/strong> <\/p><p>Dieser Kurs ist l&auml;ngst nicht mehr nach den Geschmack aller Rum&auml;nen. Bei der Parlamentswahl am 1. Dezember mussten die Etablierten starke Verluste einstecken, w&auml;hrend das rechte Lager aus drei Parteien auf fast ein Drittel der Stimmen kam. Die Allianz f&uuml;r die Union der Rum&auml;nen (AUR) schaffte allein 18 Prozent, nach neun Prozent vier Jahre davor. AUR-Chef George Simion erkennt in der Annullierung der Pr&auml;sidentschaftswahl einen &bdquo;regelrechten Staatsstreich&ldquo;. In besagten Geheimdienstdokumenten &bdquo;haben wir keinen einzigen Beweis, kein einziges Argument gefunden, um die Behauptungen &uuml;ber die Beteiligung eines &sbquo;ausl&auml;ndischen staatlichen Akteurs&lsquo; zu st&uuml;tzen&ldquo;, sagte er der <em>Berliner Zeitung<\/em>. Die <em>FAZ<\/em> sieht noch einen Pferdefu&szlig; mehr. Die Parlamentswahl, die nur eine Woche sp&auml;ter stattgefunden hatte, soll ganz frei von Manipulationen abgelaufen sein, obwohl es da doch um viel mehr ging. &bdquo;Sollte der Kreml seine Bots und Trolle also nur f&uuml;r die Pr&auml;sidentschaftswahl in Marsch gesetzt haben, bei der Parlamentswahl sieben Tage sp&auml;ter aber nicht?&ldquo;<\/p><p>Nun ja. Bei der einen Wahl konnte das rum&auml;nische Politestablishment seine Macht noch behaupten, bei der anderen ist irgendetwas schiefgegangen. Denn machtlos ist der Pr&auml;sident mitnichten, anders als etwa Gr&uuml;&szlig;onkel Frank-Walter Steinmeier (SPD) aus Deutschland. Sein Pendant in Rum&auml;nien bekleidet zwar auch &uuml;berwiegend repr&auml;sentative Funktionen, verf&uuml;gt aber &uuml;ber substanzielle Kompetenzen im Bereich der Verteidigungspolitik: Er ist oberster Befehlshaber der Armee und Vorsitzender des Obersten Rats f&uuml;r Landesverteidigung. W&auml;re der Posten an &bdquo;Putin&ldquo; gegangen, h&auml;tte das allerhand &Auml;rger im politischen Bukarest provoziert &ndash; vielleicht auch in Berlin, Paris, Br&uuml;ssel, Washington &hellip;  <\/p><p><strong>Lupenreine Demokratie<\/strong><\/p><p>Aber das prowestliche Parteiensyndikat hat noch einmal die Kurve gekriegt, indem es augenscheinlich selbst einen Vorwand schuf, <a href=\"https:\/\/www.telepolis.de\/features\/Demokratie-Albtraum-in-Rumaenien-Die-Hintergruende-der-Kampagne-10222937.html\">&bdquo;sich des unliebsamen Konkurrenten zu entledigen&ldquo;<\/a>, wie <em>Telepolis<\/em> festhielt. Offen bleibe nurmehr: &bdquo;Hat die PNL die Kampagne bewusst finanziert, um die Wahlen zu vereiteln, oder wollte sie mit der Kampagne urspr&uuml;nglich ein anderes Ziel erreichen und hat sich verkalkuliert?&ldquo; Ob sich daf&uuml;r auch die Bundesregierung interessiert? Von den <em>NachDenkSeiten<\/em> auf der Bundespressekonferenz zu den Vorg&auml;ngen befragt, hatte sich der Sprecher des Ausw&auml;rtigen Amtes, Sebastian Fischer, Mitte Dezember noch so ge&auml;u&szlig;ert: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=126117\">&bdquo;Rum&auml;nien ist ein Rechtsstaat und eine Demokratie.&ldquo;<\/a> Man darf sicher sein: Das ist und bleibt auch so &ndash; bis zum russischen Einmarsch.  <\/p><p><small>Titelbild: Andy.LIU\/shutterstock.com<\/small><br>\n<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/vg06.met.vgwort.de\/na\/61b09747bab947fca0bb6c5a8cead35a\" width=\"1\" height=\"1\" alt=\"\"><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ja, spinnen die denn, die Rum&auml;nen? Erst wollen sie einen Russlandfreund zum Pr&auml;sidenten w&auml;hlen und eine Woche sp&auml;ter bei den Parlamentswahlen sichern sie die Vormacht der NATO-Parteien. 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