{"id":12705,"date":"2012-03-29T08:59:05","date_gmt":"2012-03-29T06:59:05","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12705"},"modified":"2012-03-29T08:59:05","modified_gmt":"2012-03-29T06:59:05","slug":"hinweise-des-tages-1605","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12705","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;Mehr&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (RS\/WL)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht. Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert.<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12705#h01\">&ldquo;Fiskalpakt entmachtet Bundestag&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12705#h02\">Linke: Europ&auml;ischen Stabilit&auml;tsmechanismus (ESM) und Fiskalvertrag ablehnen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12705#h03\">Kapitaleinkommen wachsen weiter, Tarife bremsen reale Lohnverluste<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12705#h04\">WSI-Arbeitskampfbilanz: Anstieg der Arbeitsk&auml;mpfe im Jahr 2011 &ndash; doch weiterhin relativ wenige Ausfalltage<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12705#h05\">Millionen Frauen droht die Altersarmut<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12705#h06\">Arm trotz Arbeit: &ldquo;Soziale Isolation l&auml;sst die Menschen zerbrechen&rdquo; <\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12705#h07\">Michael Hartmann: Arm und Reich in Deutschland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12705#h08\">US-Arbeitsmarkt gibt R&auml;tsel auf<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12705#h09\">BAYER AG verschleiert Marketing-Ausgaben<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12705#h10\">Rathauschef: Land soll Privatisierung zur&uuml;cknehmen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12705#h11\">Griechenland: Die Mega-Privatisierung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12705#h12\">Pierre-Cyrille Hautcoeur, Griechische Lektionen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12705#h13\">Wolfgang M&uuml;nchau &ndash; Die Euro-Krise wird in Spanien entschieden<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12705#h14\">Wolfgang M&uuml;nchau &ndash; Der ewige Juniorpartner<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12705#h15\">Paul Krugman: US-Republikaner sind Feinde des Wissens<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12705#h16\">Lehrknechte und Betteldozenten &ndash; Ausbeutung in der Bildungsrepublik Deutschland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12705#h17\">Afghanistans Frauen leiden wie unter den Taliban<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12705#h18\">Bedrohte Landwirtschaft: Klimawandel bringt S&uuml;den D&uuml;rre und Missernten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12705#h19\">Bahn<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12705#h20\">Zu guter Letzt<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"\/?p=12705&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>&ldquo;Fiskalpakt entmachtet Bundestag&rdquo;<\/strong><br>\nAndreas Fisahn, Professor f&uuml;r &Ouml;ffentliches Recht an der Universit&auml;t Bielefeld, und Andreas Bovenschulte, Landesvorsitzender der SPD Bremen, analysieren in ihrem Diskussionspapier &ldquo;Fiskalpakt entmachtet Bundestag&rdquo; die verfassungsrechtlichen Probleme des Fiskalspakts.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/forum-dl21.de\/meldung.php?meldung=348&amp;page%20\">forum demokratische Linke Das Papier steht zum Download bereit.<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Linke: Europ&auml;ischen Stabilit&auml;tsmechanismus (ESM) und Fiskalvertrag ablehnen<\/strong><br>\nDer Bundestag soll den Europ&auml;ischen Stabilit&auml;tsmechanismus (ESM) und den Fiskalvertrag ablehnen. Dies fordert die Fraktion Die Linke in zwei Antr&auml;gen (17\/9146, 17\/9147), die am Donnerstag erstmals im Bundestag beraten werden.<br>\nDeshalb soll die Bundesregierung die Ratifizierung des ESM-Vertrages nicht weiter verfolgen und auch in den anderen EU-Mitgliedsstaaten, deren Regierung den ESM-Vertrag unterzeichnet haben, daf&uuml;r werben, dass ihre Parlamente den Vertrag nicht ratifizieren. Weiter soll sie sich f&uuml;r ein sofortiges Ende der &bdquo;krisenversch&auml;rfenden K&uuml;rzungspolitik&ldquo; und f&uuml;r eine einmalige EU-weite Verm&ouml;gensabgabe zur Krisenfinanzierung einsetzen sowie parallel dazu einen Gesetzentwurf vorlegen, in dem in Deutschland die Verm&ouml;genssteuer als Million&auml;rssteuer wieder eingef&uuml;hrt wird. Um die Inlandsnachfrage zu erh&ouml;hen und die Leistungsbilanzungleichheit abzubauen, soll die Regierung unverz&uuml;glich Gesetzentw&uuml;rfe zu einem gesetzlichen Mindestlohn von 10 Euro pro Stunde vorlegen und sich daf&uuml;r einsetzen, dass die Finanzm&auml;rkte streng reguliert werden.<br>\nDie Bundesregierung soll auch die Ratifizierung des &bdquo;Vertrags &uuml;ber Stabilit&auml;t, Koordinierung und Steuerung in der Wirtschafts- und W&auml;hrungsunion&ldquo; (Fiskalvertrag) nicht weiter verfolgen, fordert die Linksfraktion in einem weiteren Antrag. Stattdessen soll sie die &bdquo;wirklichen&ldquo; Krisenursachen bek&auml;mpfen und sich unter anderem daf&uuml;r einsetzen, dass die &ouml;ffentlichen Haushalte der Eurozone vom Diktat der Finanzm&auml;rkte befreit werden, in dem eine Bank f&uuml;r &ouml;ffentliche Anleihen ohne Umweg &uuml;ber private Banken und ohne Zinsaufschlag den Staaten Kredit einr&auml;umt. Die Regierung soll sich zudem daf&uuml;r einsetzen, dass bei &uuml;berschuldeten Staaten ein ausreichender Schuldenschnitt erfolgt, lautet eine weitere Forderung der Linksfraktion.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bundestag.de\/presse\/hib\/2012_03\/2012_164\/02.html\">Deutscher Bundestag<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Kapitaleinkommen wachsen weiter, Tarife bremsen reale Lohnverluste<\/strong><br>\nReal, also nach Abzug der Preissteigerung, sind die durchschnittlichen Bruttol&ouml;hne je Besch&auml;ftigtem in Deutschland zwischen dem Jahr 2000 und Ende 2011 um rund 2,9 Prozent zur&uuml;ckgegangen. Die vergangenen beiden Jahre, in denen die Reall&ouml;hne um ein und 1,1 Prozent stiegen, haben die erheblichen Verluste, die von 2004 bis 2009 aufgelaufen waren, nicht ausgleichen k&ouml;nnen. St&auml;rker haben sich seit der Jahrtausendwende die tariflichen L&ouml;hne und Geh&auml;lter entwickelt. Sie lagen nach den Berechnungen des Tarifarchivs 2011 real um 6,1 Prozent h&ouml;her als 2000. Reinhard Bispinck, der Leiter des Tarifarchivs: &ldquo;Das zeigt, dass das Tarifsystem in der vergangenen Dekade mehr denn je das R&uuml;ckgrat der Lohnentwicklung in Deutschland war.&rdquo; Die Entwicklung der Tarifl&ouml;hne habe verhindert, dass die Arbeitseinkommen insgesamt noch weiter hinter der Inflation zur&uuml;ckblieben. Allerdings nahm die Pr&auml;gekraft des Tarifsystems im gleichen Zeitraum ab, vor allem, weil die Tarifbindung sank und Unternehmen in wirtschaftlichen Schwierigkeiten tarifliche &Ouml;ffnungsklauseln nutzten.<br>\nW&auml;hrend sich die Arbeitseinkommen somit nur langsam stabilisieren, haben die Einkommen aus Verm&ouml;gen und Unternehmensgewinnen seit der Jahrtausendwende stark zugelegt, zeigen die WSI-Daten: Zwischen 2000 und 2011 stiegen sie nominal um knapp 50 Prozent, trotz eines zwischenzeitlichen Einbruchs in der Wirtschaftskrise 2009. Die nominalen Arbeitnehmerentgelte wuchsen im gleichen Zeitraum dagegen nur um knapp 19 Prozent.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/impuls_2012_05_4.pdf\">B&ouml;ckler Impuls [PDF &ndash; 263 KB]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>WSI-Arbeitskampfbilanz: Anstieg der Arbeitsk&auml;mpfe im Jahr 2011 &ndash; doch weiterhin relativ wenige Ausfalltage<\/strong><br>\n2011 sind die Zahlen der Streikenden und der durch Arbeitsk&auml;mpfe ausgefallenen Arbeitstage gegen&uuml;ber 2010 zwar deutlich angestiegen, sie blieben insgesamt aber auf einem vergleichsweise niedrigen Niveau. Dies zeigt die Jahresbilanz zur Arbeitskampfentwicklung 2011, die das Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) in der Hans-B&ouml;ckler-Stiftung heute vorlegt. Im vergangenen Jahr beteiligten sich 180.000 Besch&auml;ftigte an Streiks und Warnstreiks. 2010 waren es rund 120.000 Streikende. Die Anzahl der Streiktage summierte sich Ende 2011 auf 304.000 und liegt damit ebenfalls deutlich &uuml;ber der des Vorjahres (170.000). &ldquo;Dieser Anstieg relativiert sich vor dem Hintergrund der ausgesprochen niedrigen Arbeitskampfzahlen des Jahres 2010. Insgesamt blieb das Arbeitskampfvolumen trotz einer Zunahme der Streiks vergleichsweise niedrig und lag deutlich unter dem der Jahre 2006 bis 2009&rdquo;, sagt der WSI-Arbeitskampfexperte Dr. Heiner Dribbusch (siehe die Grafik im B&ouml;ckler Impuls 6\/2012; Link unten). Die Arbeitskampfbilanz des WSI ist eine Sch&auml;tzung auf Basis von Statistiken der Gewerkschaften, Pressemeldungen und eigenen Recherchen.<br>\nSchwerpunkt Dienstleistungssektor: Auch im Jahr 2011 hat sich ein Trend fortgesetzt, den der Wissenschaftler schon l&auml;nger beobachtet: Das Arbeitskampfgeschehen verlagert sich hin zu den Dienstleistungsbranchen. Rund 40 Prozent aller Streikenden waren 2011 an den Warnstreiks beteiligt, die zu Beginn des letzten Jahres die Tarifrunde im &Ouml;ffentlichen Dienst der L&auml;nder begleiteten. Allerdings standen in der Metall- und Elektroindustrie 2011 keine Entgeltverhandlungen an. In den klassischen Industriebranchen war lediglich die Tarifrunde der Stahlindustrie von gr&ouml;&szlig;eren Warnstreiks begleitet.\n<p><a href=\"\/upload\/bilder\/120329_streiks.png\"><img decoding=\"async\" src=\"\/upload\/bilder\/120329_streiks_small.png\" alt=\"\"><\/a><\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/194.245.120.122\/Sites\/A\/Online-Archiv\/9862\">WSI [TIF &ndash; 441 KB]<\/a><\/p>\n<p><strong>Dazu:<\/strong><\/p>\n<p><strong>Die Linke m&ouml;chte Gewerkschaften im Arbeitskampf st&auml;rken<\/strong><br>\nDie Fraktion Die Linke m&ouml;chte den &bdquo;Anti-Streik-Paragraphen&ldquo; abschaffen. In einem Antrag (17\/9062) fordert sie die Bundesregierung auf, Paragraph 146 des Dritten Buches Sozialgesetzbuch (SGB III) durch Paragraph 116 des Arbeitsf&ouml;rderungsgesetzes (AFG) in der Fassung von 1969 zu ersetzen. Paragraph 146 SGB III regelt den Anspruch auf Arbeitslosengeld von Besch&auml;ftigten, die mittelbar von einem Arbeitskampf betroffen sind.<br>\nDie Linksfraktion kritisiert, dass durch die Gesetzes&auml;nderung 1987 das Kurzarbeitergeld f&uuml;r diese &bdquo;kalt Ausgesperrten&ldquo; weggefallen sei. Damit sei den Arbeitgebern &bdquo;neben der Aussperrung im Streikgebiet, der sogenannten hei&szlig;en Aussperrung, ein weiteres Kampfmittel gegeben, um die Gewerkschaften in ihren Streikm&ouml;glichkeiten zu beschneiden&ldquo;. Durch die vorgeschlagene &Auml;nderung werde die Gesetzes&auml;nderung r&uuml;ckg&auml;ngig gemacht, &bdquo;kalt Ausgesperrte&ldquo; w&uuml;rden wieder Kurzarbeitsgeld enthalten. Laut Antrag ist besonders die IG Metall vom Paragraphen 146 SGB III betroffen, da die von ihr organisierten Branchen stark wirtschaftlich verflochten seien.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bundestag.de\/presse\/hib\/2012_03\/2012_162\/07.html\">Deutscher Bundestag<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Millionen Frauen droht die Altersarmut<\/strong><br>\n45 Jahre arbeiten f&uuml;r 140 Euro Rente: Millionen Frauen m&uuml;ssen bef&uuml;rchten, im Alter arm zu werden &ndash; obwohl sie arbeiten. Betroffen sind vor allem Minijobberinnen. Das geht aus einer Antwort der Bundesregierung zu einer Anfrage der Linken hervor, die der &ldquo;S&uuml;ddeutschen Zeitung&rdquo; vorliegt. Ohne andere Eink&uuml;nfte werden die gering verdienenden Frauen im Alter auf staatliche Hilfe angewiesen sein.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/rente-fuer-geringverdienerinnen-millionen-frauen-droht-altersarmut-1.1320089\">SZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers H.H.:<\/strong> Eine geringe Rente muss nicht zwangsl&auml;ufig in die Armut f&uuml;hren. Leider verschweigt der Bericht, wie die alleinstehenden Frauen im Alter zu einem Nettogesamteinkommen von monatlich 1.188,00 Euro kommen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Arm trotz Arbeit: &ldquo;Soziale Isolation l&auml;sst die Menschen zerbrechen&rdquo;<\/strong><br>\nSie verdingen sich f&uuml;r minimalen Lohn als Erntehelfer oder am Flie&szlig;band: Leiharbeiter stehen in der Besch&auml;ftigungshierarchie ganz unten. Bestsellerautor G&uuml;nter Wallraff beklagt im Interview die wachsende Zahl dieser Jobs. Am schlimmsten aber sei der Verlust der Solidarit&auml;t untereinander.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/0,1518,823887,00.html\">Spiegel-Online<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Michael Hartmann: Arm und Reich in Deutschland<\/strong><br>\nChronik eines Skandals. Von Michael Hartmann. SWR2 Aula vom 25.03.2012. Drohen uns in Deutschland gewaltsame Ausschreitungen wie vor kurzem in der Pariser Banlieue oder in London? Die Vorzeichen daf&uuml;r sind gegeben, denn die Schere zwischen Arm und Reich weitet sich immer mehr &ndash; und das in einer Geschwindigkeit, wie sie einzigartig in Europa ist. Die Konsequenzen k&ouml;nnten dramatisch sein, warnt der Soziologe Michael Hartmann.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ardmediathek.de\/ard\/servlet\/content\/3517136?documentId=9930036\">SWR 2<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>US-Arbeitsmarkt gibt R&auml;tsel auf<\/strong><br>\nDie Lage am amerikanischen Arbeitsmarkt hat sich verbessert. So ist die Arbeitslosigkeit seit August 2011 von 9,1% auf 8,3% im Februar 2012 zur&uuml;ckgegangen. Trotzdem beschreibt die US-Notenbank die Wirtschaftsaussichten weiterhin nur als &laquo;moderat&raquo;. Fed-Chef Ben Bernanke hatte vergangene Woche denn auch erkl&auml;rt, eine Lehre aus der Grossen Depression sei, die geldpolitische Unterst&uuml;tzung der Wirtschaft nicht zu fr&uuml;h zur&uuml;ckzunehmen. Bernankes Ausgangspunkt ist die Beobachtung, dass die Arbeitslosenquote 2011 deutlich zur&uuml;ckgegangen ist, obwohl die Wirtschaft nur m&auml;ssig gewachsen ist. Dies passt aus seiner Sicht nicht zu &laquo;Okuns Gesetz&raquo;, das vor 50 Jahren vom &Ouml;konomen Arthur Okun formuliert wurde. Um die Quote um 1 Prozentpunkt zu senken, muss laut Okuns Gesetz das Bruttoinlandprodukt (BIP) um 2 Prozentpunkte rascher wachsen als normal. Wenn also das &laquo;normale Wachstum&raquo; wie in den USA bei 2% liegt, m&uuml;sste die Wirtschaftsleistung um 4% zulegen, um die Arbeitslosigkeit um 1 Prozentpunkt zu verringern. Im vierten Quartal 2011 lag die Wirtschaftsleistung aber nur um 1,6% h&ouml;her als vor Jahresfrist. Entsprechend h&auml;tte nach Okuns Gesetz die Arbeitslosenquote konstant bleiben oder sich sogar leicht erh&ouml;hen m&uuml;ssen. Sie fiel jedoch um 1,1 Prozentpunkte.<br>\nBernanke interpretiert nun 2011 als Gegenbewegung zum &laquo;Ausrei&szlig;er&raquo; von 2009. In dem Rezessionsjahr habe n&auml;mlich die Arbeitslosenquote deutlich st&auml;rker zugenommen, als es Okuns Gesetz nahelegen w&uuml;rde. Auf dem H&ouml;hepunkt der Finanzkrise, so Bernankes Vermutung, h&auml;tten die Arbeitgeber aus Furcht vor einer weiteren Verschlechterung &uuml;berm&auml;ssig viele Leute entlassen. Mittlerweile seien die Arbeitgeber zu einer Neueinsch&auml;tzung gelangt. Das schlimmste Szenario sei nicht eingetroffen, weshalb die Belegschaft an eine &laquo;normalere&raquo; Wirtschaftssituation angepasst worden sei. Dies bedeutet f&uuml;r Bernanke gleichzeitig, dass eine l&auml;ngerfristige Verbesserung am Arbeitsmarkt bei den gegenw&auml;rtig niedrigen Wachstumsraten nicht erwartet werden kann, sondern dass die Wirtschaft daf&uuml;r deutlich an Schwung gewinnen muss. Da die j&uuml;ngste Verbesserung somit tempor&auml;rer Natur sein k&ouml;nnte, h&auml;lt Bernanke an der sehr lockeren Politik fest.<br>\nDiese Folgerung ist jedoch umstritten. Der Fed-Pr&auml;sident von St. Louis, James Bullard, hat k&uuml;rzlich Distanz markiert. Seit Mitte der 1980er Jahre sei die Beziehung zwischen Arbeitslosigkeit und BIP-Wachstum in Abschw&uuml;ngen jeweils sehr stark gewesen, w&auml;hrend sich die Arbeitslosigkeit im Aufschwung nur langsam zur&uuml;ckgebildet habe, sagte Bullard. Aus seiner Perspektive braucht es kein au&szlig;ergew&ouml;hnlich starkes Wachstum, um die Arbeitslosigkeit weiter zu verringern, sondern es reicht, dass die Wirtschaft &uuml;berhaupt w&auml;chst. Bullard verweist auch darauf, dass die Entwicklung der Arbeitslosigkeit nicht die einzige &Uuml;berraschung gewesen sei. So liege die Inflation trotz einem nicht allzu starken Wachstum etwas &uuml;ber der Rate von 2%, mit der das Fed Preisstabilit&auml;t verbindet. Es l&auml;sst aufhorchen, wenn der sonst gem&auml;&szlig;igte Bullard die Gefahren der lockeren Geldpolitik in den Vordergrund r&uuml;ckt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nzz.ch\/nachrichten\/wirtschaft\/aktuell\/us-arbeitsmarkt_gibt_raetsel_auf_1.16108419.html\">NZZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Jenseits der konkreten Analysen der beiden Herren, f&auml;llt die zivilisierte Form auf, mit der innerhalb der FED gestritten wird und so Raum l&auml;sst f&uuml;r Rationalit&auml;t &ndash; w&auml;hrend in Europa fast Glaubensk&auml;mpfe ausgetragen werden.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>BAYER AG verschleiert Marketing-Ausgaben<\/strong><br>\nFast neun Milliarden Euro gab der BAYER-Konzern im vergangenen Gesch&auml;ftsjahr f&uuml;r Werbung und Vertrieb aus. Hierunter f&auml;llt der gesamte Graubereich des Pharma-Marketings: Medikamentenproben, &Auml;rzte-Fortbildungen, Pharmareferenten, Lobbyverb&auml;nde, etc. F&uuml;r die Forschung hingegen wurden nur 2,9 Mrd. Euro aufgewendet.<br>\nIm Jahr 2011 gab die BAYER AG 8,96 Milliarden Euro f&uuml;r Vertrieb und Marketing aus. Obwohl die Summe ein Viertel des Umsatzes von BAYER verschlingt, verweigert der Konzern eine detaillierte Aufschl&uuml;sselung. Ganze acht Zeilen (!) des 265-seitigen Gesch&auml;ftsberichts (siehe S. 198) widmen sich diesem Ausgabeposten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.cbgnetwork.org\/4314.html\">Coordination gegen BAYER-Gefahren (CBG)<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Rathauschef: Land soll Privatisierung zur&uuml;cknehmen<\/strong><br>\nDer Magistrat der Stadt Marburg hat die Landesregierung aufgefordert, die seit Februar 2006 wirksame Privatisierung des Uni-Klinikums Gie&szlig;en und Marburg r&uuml;ckg&auml;ngig zu machen&hellip;<br>\nDas Land m&uuml;sse den Erhalt des Klinikums f&uuml;r die Gesundheitsversorgung und die Universit&auml;tsmedizin absichern &ndash; wenn es n&ouml;tig sei, auch durch eine R&uuml;ckabwicklung. Der Magistrat schloss sich zudem der Resolution des Senats der Marburger Universit&auml;t an. Dieser hatte sich kritisch zur Entwicklung bei dem Klinikum ge&auml;u&szlig;ert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/rhein-main\/uni-klinikum-giessen-und-marburg-rathauschef-land-soll-privatisierung-zuruecknehmen-11699802.html\">FAZ<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Griechenland: Die Mega-Privatisierung<\/strong><br>\nH&auml;fen, Flugh&auml;fen, Bahnen, Autobahnen, dazu Lizenzen f&uuml;r Mobilfunk und Pferdewetten &ndash; die Privatisierung rollt an in Griechenland. Man erhofft sich Erl&ouml;se von 50 Milliarden Euro f&uuml;r die Staatskasse &ndash; und nachhaltige Wachstumsimpulse. Von &laquo;Totalausverkauf&raquo; und &laquo;Schlussliquidation&raquo; war die Rede, als die griechische Regierung unter dem Druck der Schuldenkrise im Sommer 2011 ein Privatisierungsprogramm &uuml;ber 50 Mrd. Euro ank&uuml;ndigte, das innert zweier Jahre bew&auml;ltigt sein sollte. Da wollte man offensichtlich zu viel in zu kurzer Frist. Das Programm wurde inzwischen gek&uuml;rzt: 15 bis 19 Millionen Euro soll die erste Privatisierungswelle bis 2015 einbringen &ndash; es werden unterschiedliche Zielgr&ouml;&szlig;en genannt. Gegenw&auml;rtig sind erst sieben Privatisierungen wirklich im Gang.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nzz.ch\/nachrichten\/wirtschaft\/aktuell\/die_mega-privatisierung_1.16040972.html\">NZZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Offensichtlich geht es nur noch darum, die Privatisierungsauflagen der Troika zu erf&uuml;llen. Eine Diskussion dar&uuml;ber, wie sinnvoll Infrastrukturprivatisierungen sind, kann und soll wohl nicht mehr stattfinden. Dabei zeigen diverse Beispiele wie fragw&uuml;rdig Infrastrukturprivatisierungen sind. Die Privatisierung der Bahn in Gro&szlig;britannien hat z.B. gezeigt, dass Investitionen in den Werterhalt den Profit soweit einschr&auml;nkten, dass selbst Sicherheitsaspekte vernachl&auml;ssigt wurden. Die Teilprivatisierung der Wasserwerke in Berlin hat zu den h&ouml;chsten Wasserpreisen unter deutschen Gro&szlig;st&auml;dten gef&uuml;hrt. Die Erneuerung eines Teilst&uuml;cks der A1 zwischen Bremen und Hamburg im Rahmeneines &Ouml;PP-Projekt ist unter technischen wie auch Sicherheitsaspekten bis jetzt ein Desaster. Ganz abgesehen davon, dass kein Mensch die zuk&uuml;nftigen Kosten (&uuml;berlassene Mauteinnahmen) kennt. In Griechenland d&uuml;rften die Privatisierungsprojekte in der gegenw&auml;rtigen wirtschaftlichen Situation weit unter Preis verscherbelt werden. Und was meint &Ouml;konom Spyros Travlos, der fr&uuml;here Generalsekret&auml;r im Finanzministerium: Es komme weniger auf den Preis an als auf das Tempo. Wichtig sei, dass die Privatisierung endlich beginne. Wenn die ersten gr&ouml;&szlig;eren Privatisierungen gut vonstatten gegangen seien, d&uuml;rfte das Interesse der Investoren zunehmen, und der Staat k&ouml;nnte in den folgenden Verkaufsrunden bessere Preise erzielen. Und wo bleibt der volkswirtschaftliche Nutzen? Travlos erw&auml;hnt als gute Gesch&auml;ftsm&ouml;glichkeiten die staatliche Lotterie, die Gasgesellschaft, verschiedene Landst&uuml;cke auf Touristeninseln, die sich f&uuml;r Hotelkomplexe im Luxussegment eigneten.-  Damit d&uuml;rfte der Teil der Einnahmen im Lottogesch&auml;ft der gemeinn&uuml;tzigen Zwecken zuflie&szlig;t, nicht mehr flie&szlig;en. Die Gasgesellschaft st&uuml;nde jetzt unter dem Zwang, die Gewinne der Aktion&auml;re zu maximieren. Und Hotels im Luxussegment, hinkt Griechenland nicht gerade im Massentourismus anderen Mittelmeeranrainern hinterher?<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Pierre-Cyrille Hautcoeur, Griechische Lektionen<\/strong><br>\nInhalte eines in der Pariser Tageszeitung Le Monde vom 27.3..2012 (&Ouml;konomiebeilage S.1) erschienenen Artikels &uuml;bertragen von Gerhard Kilper<br>\nDie Frage, ob Griechenland get&auml;uscht und gelogen hat, ist eher sekund&auml;r. Von Bedeutung erscheint vielmehr, dass Griechenland in seiner j&uuml;ngsten Geschichte nie einen im Sinne Max Webers (1864-1920) organisierten Staat mit entsprechender Staatsverwaltung hatte, welcher Frankreich und andere L&auml;nder zu einer effektiven Steuererhebung bef&auml;higte&hellip;<br>\nDer seit 30 Jahren in Europa und in den USA vorherrschende, anti-staatliche Mainstream-Diskurs f&uuml;hrte zu einer allgemeinen Schw&auml;chung der Legitimit&auml;t der Steuererhebung, denn im Namen vorgeblicher &Uuml;berlegenheit des privaten Sektors wird die Existenz des &Ouml;ffentlichen Dienstes selbst in Frage gestellt.<br>\nLetztendlich sind heute Verwaltungen nur noch mit Versp&auml;tung und nur wenn die politische F&uuml;hrung ausdr&uuml;cklich zustimmt, bereit, sich f&uuml;r Reformen im Sinne eines modernen und international koordinierten Steuerrechts einzusetzen&hellip;<br>\nOhne jeden erkennbaren politischen Willen zum Widerstand nimmt die Steuerflucht in den meisten L&auml;ndern heute zu, so dass man sich fragen muss, ob jetzt Griechenland hier Nachz&uuml;gler &hellip; oder Vorreiter ist.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.lemonde.fr\/idees\/article\/2012\/03\/26\/lecons-grecques_1675475_3232.html\">Le Monde, &bdquo;Le&ccedil;ons grecques&ldquo;<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"\/upload\/doc\/120329_hautcoeur_griechische_lektion.docx\">&Uuml;bertragung ins Deutsche [doc &ndash; 22.3 KB]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Wolfgang M&uuml;nchau &ndash; Die Euro-Krise wird in Spanien entschieden<\/strong><br>\nGriechenland? Vergesst Griechenland! Die wahren Probleme der Euro-Zone liegen in Spanien. Hier treibt der von Br&uuml;ssel verordnete Sparkurs ein ganzes Land in die &ouml;konomische Depression &ndash; auch die j&uuml;ngste Rettungsschirm-Aufstockung wird dann nicht reichen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/0,1518,824215,00.html\">Spiegel-Online<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Wolfgang M&uuml;nchau &ndash; Der ewige Juniorpartner<\/strong><br>\nDie SPD tut derzeit alles, um in einer Gro&szlig;en Koalition unter Merkel zu enden. Sie sollte die franz&ouml;sischen Genossen zum Vorbild nehmen &ndash; und auf totale Konfrontation setzen.<br>\nDer Kontrast zwischen den franz&ouml;sischen Sozialisten und den deutschen Sozialdemokraten k&ouml;nnte gr&ouml;&szlig;er nicht sein. Wenn er nicht in der allerletzten Minute einen Fehler macht, dann ist der sozialistische Pr&auml;sidentschaftskandidat Fran&ccedil;ois Hollande auf dem besten Weg zum &Eacute;lys&eacute;e-Palast, dem Sitz des franz&ouml;sischen Staatsoberhaupts. Und dort wird er mit sofortiger Wirkung den Konsens in der europ&auml;ischen Rettungspolitik kippen. Wir reden hier nicht von ein paar kosmetischen Operationen. Die franz&ouml;sischen Sozialisten haben grunds&auml;tzlich andere Vorstellungen davon, wie man die Krise bew&auml;ltigen soll. Sie treten in frontale Opposition gegen den konservativen Amtsinhaber Nicolas Sarkozy und indirekt nat&uuml;rlich auch gegen Bundeskanzlerin Angela Merkel.<br>\nDie deutschen Sozialdemokraten verheddern sich im Konsens. Wie im Saarland grenzen sie sich nicht von der Union ab, sondern von der Linkspartei. In dem Bundesland werden sie jetzt Juniorpartner wie bereits vor ein paar Jahren in Berlin. Ob Peer Steinbr&uuml;ck 2013 Kanzlerkandidat wird oder nicht, ist daher schon fast unwichtig. Die Frage ist eher, ob er wieder Finanzminister wird. Die SPD verh&auml;lt sich schlie&szlig;lich wie der ewige Junior.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/politik\/deutschland\/:kolumne-wolfgang-muenchau-der-ewige-juniorpartner\/70014931.html\">FTD<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung RS:<\/strong> Leider kostenpflichtig.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Paul Krugman: US-Republikaner sind Feinde des Wissens<\/strong><br>\nBei einer Sache sind wir US-Amerikaner immer einzigartig gewesen: unserem Engagement f&uuml;r Bildung. Zuerst waren wir f&uuml;hrend bei der Grundschulbildung der gesamten Bev&ouml;lkerung; dann machte uns das &bdquo;High-School-Movement&ldquo; zur ersten Nation, die sich der umfassenden Sekundarschulbildung annahm. Und nach dem Zweiten Weltkrieg half die &ouml;ffentliche Unterst&uuml;tzung, einschlie&szlig;lich der G.I. Bill und der Gr&uuml;ndung zahlreicher &ouml;ffentlicher Universit&auml;ten, vielen Amerikanern dabei, einen Hochschulabschluss zu machen. Doch nun hat eine unserer beiden gro&szlig;en politischen Parteien das Steuer herumgerissen und k&auml;mpft gegen Bildung, oder zumindest gegen Bildung, die arbeitende Amerikaner sich leisten k&ouml;nnen.<br>\nEs ist nicht schwer, zu erkennen, was Santorums Fl&uuml;gel der Partei antreibt. Seine spezifische Behauptung, dass der Besuch einer Hochschule den Glauben untergr&auml;bt, ist zwar falsch. Aber er hat nat&uuml;rlich Recht damit, dass die Universit&auml;ten kein fruchtbarer Boden f&uuml;r seine konservative Ideologie sind. Von zehn Wissenschaftlern sympathisieren neun mit den Demokraten und nur einer mit den Republikanern. Wissenschaftlern f&auml;llt es eben schwer, eine Partei zu unterst&uuml;tzen, in der die Leugnung des Klimawandels zur politischen Gretchenfrage geworden ist und die Leugnung der Evolutionstheorie zum guten Ton geh&ouml;rt. Aber was ist mit Leuten wie Romney? Setzen sie nicht auf den k&uuml;nftigen wirtschaftlichen Erfolg der USA, der doch durch den Kreuzzug gegen die Bildung gef&auml;hrdet ist? Nun, es hat es in den letzten 30 Jahren eine verbl&uuml;ffende Entkopplung zwischen den gewaltigen Einkommen an der Spitze und den allt&auml;glichen K&auml;mpfen der gew&ouml;hnlichen Arbeiter gegeben. Man k&ouml;nnte behaupten, dass dem Interesse der amerikanischen Elite am besten dadurch gedient wird, dass diese Trennung bestehen bleibt. Also: Die Steuern auf hohe Geh&auml;lter sollen um jeden Preis niedrig gehalten werden, ohne sich um die Konsequenzen zu scheren &ndash; Konsequenzen wie eine schlechte Infrastruktur und eine schlecht ausgebildete Erwerbsbev&ouml;lkerung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/meinung\/gastbeitrag-us-republikaner--feinde-des-wissens,1472602,11998908.html\">FR<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Immer wieder ist es ersch&uuml;tternd zu sehen, wie in dieser Gro&szlig;macht, von der soviel auf unserem Globus abh&auml;ngt, beim gro&szlig;en Haufen jenseits der realen Interessenlage allein das Pro und das Kontra f&uuml;r ein bestimmtes politisches Lager z&auml;hlt und wie die Eliten zynisch damit spielen d&uuml;rfen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Lehrknechte und Betteldozenten &ndash; Ausbeutung in der Bildungsrepublik Deutschland<\/strong><br>\n&ldquo;Die Forschungs- und Wissenschaftspolitik ist ein gro&szlig;er Schwerpunkt. Wir geben jedes Jahr vier Milliarden Euro mehr f&uuml;r Wissenschaft in unserem Land aus, weil wir wissen, Wissenschaft und Bildung sind die zentralen Zukunftspfeiler.&rdquo; Das sagt Bundeskanzlerin Angela Merkel, CDU, in ihrem aktuellen Video-Podcast. Doch die Hochschulen Deutschlands besch&auml;ftigen Abertausende hoch qualifizierte Wissenschaftler mit nur kurzfristigen Vertr&auml;gen und geringen Honoraren.<br>\nManch einer spricht bereits von der Prekarisierung des Wissenschaftsbetriebes. Andreas Keller von der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft kritisiert deshalb: &ldquo;Mehr als die H&auml;lfte aller Lehrbeauftragten hat ein monatliches Nettoeinkommen von gerade einmal 1000 Euro&rdquo;. Der Gewerkschaftler fordert au&szlig;erdem &ldquo;ein Verbot der zerst&uuml;ckelten, kurzen Zeitvertr&auml;ge&rdquo;.Frontal21 &uuml;ber prek&auml;re Arbeitsverhaltnisse an deutschen Hochschulen.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/frontal21.zdf.de\/ZDFde\/inhalt\/14\/0,1872,8505038,00.html\">ZDF Frontal21 Video<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/frontal21.zdf.de\/ZDFde\/download\/0,6753,7026857,00.pdf%20\">ZDF Frontal21 Manuskript [PDF &ndash; 47.8 KB]<\/a><br>\nQuelle 3: <a href=\"\/upload\/pdf\/120329_stellungnahme_gew.pdf\">Stellungnahme der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) zum &ouml;ffentlichen Fachgespr&auml;ch im Ausschuss f&uuml;r Bildung, Forschung und Technologieabsch&auml;tzung des Deutschen Bundestags [PDF &ndash; 307 KB]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Afghanistans Frauen leiden wie unter den Taliban<\/strong><br>\nSie werden geschlagen, eingekerkert, entrechtet: Die Lage von Frauen in Afghanistan ist dramatisch, warnt die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch. Es gibt kaum einen Unterschied zu der Zeit, als die Taliban herschten. Der Westen hat das Thema l&auml;ngst aufgegeben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/0,1518,824129,00.html\">Spiegel-Online<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Bedrohte Landwirtschaft: Klimawandel bringt S&uuml;den D&uuml;rre und Missernten<\/strong><br>\nEin spanisches Forscherteam um die Madrider Agrar&ouml;konomin Ana Iglesias hat in einer neuen Studie die Auswirkungen verschiedener Klimaszenarien auf die Landwirtschaft durchgerechnet. Selbst, wenn die internationale Klimapolitik das Ziel erreicht, den Temperaturanstieg auf zwei Grad Celsius zu begrenzen, sind die Folgen erheblich: Im s&uuml;dlichen Afrika sinkt die durchschnittliche Produktivit&auml;t des Ackerlands bis 2080 um 14 Prozent, in S&uuml;dostasien gar um 18 Prozent. Steigen dagegen die Temperaturen um vier Grad, klettern die Verluste auf 27 beziehungsweise 32 Prozent. Der reiche Norden hingegen profitiert: In den USA steigt die Produktivit&auml;t der Felder um sechs, in Nordeuropa gar um zw&ouml;lf Prozent. Denn hier werden die B&ouml;den f&uuml;r immer k&uuml;rzere Perioden zufrieren und k&ouml;nnen so l&auml;nger f&uuml;r den Anbau genutzt werden. Durch die Erderw&auml;rmung steigt auch der Wasserbedarf der Bauern drastisch an. Da gerade in diesen Gebieten die Bev&ouml;lkerung weiter w&auml;chst, befinden sich Afrika und S&uuml;dostasien nach Einsch&auml;tzung der Autoren schon jetzt an einem &ldquo;kritischen Punkt&rdquo; in Sachen Wassermanagement. Zu sp&uuml;ren bekommen wir die Auswirkungen des Klimawandels auf die Landwirtschaft am unmittelbarsten im Geldbeutel &ndash; &uuml;ber die Lebensmittelpreise. Und auch hier sind die Armen &uuml;berproportional betroffen. Denn sie geben einen viel h&ouml;heren Anteil ihres Einkommens f&uuml;r Essen und Trinken aus. &ndash; Absurderweise k&ouml;nnte der Kampf gegen den Klimawandel die Probleme sogar weiter versch&auml;rfen: Immer mehr landwirtschaftliche Fl&auml;chen werden weltweit f&uuml;r den Anbau von Biotreibstoff reserviert, und CO2 -Zertifikate f&uuml;r W&auml;lder machen Aufforstungen immer attraktiver. So wird fruchtbares Land immer umk&auml;mpfter. Mitte dieses Jahrhunderts k&ouml;nnte es dadurch zu einer dramatischen Verknappung ergiebiger B&ouml;den kommen, prognostiziert US-Forscher Thomas Hertel. Nach Berechnungen der Wissenschaftler De Hoyos und Medvedev f&uuml;r die Weltbank hat der Biotreibstoff-Boom schon jetzt die weltweite Armut um knapp einen Prozentpunkt nach oben getrieben.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/politik\/oekonomie\/nachrichten\/bedrohte-landwirtschaft-klimawandel-bringt-sueden-duerre-und-missernten\/6345404.html\">Handelsblatt<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www-wds.worldbank.org\/external\/default\/WDSContentServer\/IW3P\/IB\/2009\/03\/30\/000158349_20090330112537\/Rendered\/PDF\/WPS4887.pdf\">Worldbank [PDF &ndash; 288 KB]<\/a><br>\nQuelle 3: <a href=\"http:\/\/aepp.oxfordjournals.org\/content\/32\/3\/355.full\">Oxfordjournals<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h19\"><\/a><strong>Bahn<\/strong>\n<p><em><strong>Eine vorab Anmerkung von J&uuml;rgen Karl:<\/strong> Zwei Hinweise die auch im Zusammenhang von Stuttgart21 interessant sind. Von einer zukunftweisenden Verkehrsstrategie kann bei der Bahn offenbar nicht die Rede sein. Lieber steckt man Geld in aberwitzige Prestigeprojekte wie Stuttgart21 oder die ICE-Strecke nach Erfurt als f&uuml;r ein gutes und umweltschonendes Fernverkehrsnetz zu sorgen.<\/em><\/p>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Abgeh&auml;ngt von der Bahn: Am Fernverkehr wird auf Kosten kleinerer St&auml;dte rigoros gespart<\/strong><br>\n<strong>aus der Sendung vom Dienstag, 27.3. | 21.45 Uhr | Das Erste<\/strong><br>\nDie Deutsche Bahn AG (DB) hat seit 1999 insgesamt 110 Personenbahnh&ouml;fe von ihrem Fernverkehrsnetz abgetrennt. Das ergab eine Auswertung von Kursb&uuml;chern und Fahrpl&auml;nen im Auftrag von REPORT MAINZ. An den 368 untersuchten Bahnh&ouml;fen, die nicht an den Hauptstrecken liegen, fahren heute 46 Prozent weniger Fernverkehrsz&uuml;ge ab, als noch vor 13 Jahren.<br>\nDie Deutsche Bahn argumentiert mit Wirtschaftlichkeit. Auf den Nebenstrecken sei die Nachfrage gesunken. Das Unternehmen baue dagegen profitable Strecken aus. Zw&ouml;lf Landesverkehrsministerien und der Deutsche St&auml;dtetag kritisieren diesen R&uuml;ckzug der Deutschen Bahn aus der Fl&auml;che. Der CDU Bundestagsabgeordnete Bernhard Kaster wirft der DB vor, die Region Trier vom Fernverkehr &ldquo;abgeh&auml;ngt&rdquo; zu haben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.swr.de\/report\/abgehaengt-von-der-bahn\/-\/id=233454\/nid=233454\/did=9309250\/49vahh\/index.html\">SWR<\/a><\/li>\n<li><strong>DurchZug &ndash; L&auml;rmterror im Rheintal<\/strong>\n<ul>\n<li>Sendung vom Mittwoch, 21.3. | 20.15 Uhr | SWR Fernsehen<\/li>\n<li>Sendetermin 29.03.2012 | 09.30 Uhr | EinsPlus<\/li>\n<li>Sendetermin 30.03.2012 | 06.15 Uhr | EinsPlus<\/li>\n<li>Sendetermin 31.03.2012 | 03.00 Uhr | EinsPlus<\/li>\n<\/ul>\n<p>&ldquo;betrifft&rdquo; begleitet Menschen am Mittelrhein bei ihrem Kampf gegen den Bahnl&auml;rm. Der Film stellt die kleine, romantische Welt der Rheintalb&uuml;rger den gro&szlig;en paneurop&auml;ischen Tr&auml;umen von Bahn und Politik gegen&uuml;ber.<br>\nL&auml;rmterror durch die Bahn am Mittelrhein: Durch die idyllischen St&auml;dtchen rollen die G&uuml;ter der globalisierten Welt. Mit 100 Dezibel an der Schmerzgrenze. Ausgerechnet das Unesco-Weltkulturerbe Mittelrhein geh&ouml;rt zur neuen europ&auml;ischen &ldquo;Alpentransversale&rdquo; der Bahn, die von Rotterdam bis nach Genua f&uuml;hrt. F&uuml;r Gerhard K&ouml;hnen und Elly Schneider aus Filsen am Rhein bedeutet das: Alle f&uuml;nf Minuten bebt die Erde, klirren Gl&auml;ser, wackeln W&auml;nde und T&uuml;ren. Rund 400 Z&uuml;ge donnern t&auml;glich durch das Rheintal &ndash; f&uuml;nf Meter an ihrem Haus vorbei. Beladen auch mit jeder Menge Gefahrgut. Auch Wolfgang Eulberg, ehemaliger Winzer aus Assmannshausen, wohnt direkt an der Strecke im Epizentrum des Bahnl&auml;rms. Er w&uuml;rde gerne weg aus der L&auml;rmfalle Rheintal, aber sein Haus ist nichts mehr wert.<br>\nFrank Gro&szlig;, Marketingmann aus Boppard und Vorsitzender des B&uuml;rgernetzwerks &ldquo;Pro Rheintal&rdquo;, setzt gegen den Bahnl&auml;rm alle Hebel in Bewegung. Denn nirgendwo sonst in Europa fahren mehr Z&uuml;ge, nirgendwo sonst ist der Bahnl&auml;rm lauter, n&auml;her und bedrohlicher. Seit Jahren haben die B&uuml;rger unendliche Wut im Bauch. Sie werden krank. Und wer kann, zieht weg. Bei den Recherchen kommt nach und nach heraus: Die Politiker in Berlin vernachl&auml;ssigen beim L&auml;rmschutz ihre gesetzgeberischen Pflichten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.swr.de\/betrifft\/durchzug-laerm-terror-rheintal-betrifft\/-\/id=98466\/nid=98466\/did=9272822\/3e2mi1\/index.html\">SWR<\/a><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h20\"><\/a><strong>Zu guter Letzt<\/strong><br>\nVolker Pispers: Untiefen<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wdr2.de\/unterhaltung\/kabarett\/volker_pispers102.html\">WDR2<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;Mehr&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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