{"id":127051,"date":"2025-01-12T13:00:51","date_gmt":"2025-01-12T12:00:51","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=127051"},"modified":"2025-01-10T15:01:58","modified_gmt":"2025-01-10T14:01:58","slug":"leserbriefe-zu-warum-befindet-sich-die-westliche-demokratie-in-der-krise","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=127051","title":{"rendered":"Leserbriefe zu \u201eWarum befindet sich die westliche Demokratie in der Krise?\u201c"},"content":{"rendered":"<p>In diesem <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=126887\">Beitrag<\/a> diskutiert <strong>Jens Berger<\/strong> &uuml;ber den Zustand westlicher Demokratien. Hingewiesen wird u.a. auf die vom Unternehmen Morning Consult Anfang Dezember letzten Jahres in 27 L&auml;ndern ermittelten Zustimmungswerte. In keinem einzigen gr&ouml;&szlig;eren westlichen Land komme der jeweilige aktuelle Regierungschef auf positive Zustimmungswerte. Demokratie lebe vom Widerspruch und es sei per se nicht problematisch, dass in einigen L&auml;ndern zu einigen Zeiten die Regierungen eher unbeliebt sind. Wenn jedoch in allen L&auml;ndern zu allen Zeiten die Regierungen unbeliebt seien, sei dies eine Legitimationskrise des Systems. Wir haben hierzu zahlreiche und interessante E-Mails erhalten. Danke daf&uuml;r. Es folgt nun eine Auswahl der Leserbriefe, die <strong>Christian Reimann<\/strong> f&uuml;r Sie zusammengestellt hat.<br>\n<!--more--><br>\n<strong>1. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Guten Tag Herr Berger,<\/p><p>mit Ihrem Artikel &bdquo;Warum befindet sich die westliche Demokratie in der Krise?&ldquo; legen Sie den Finger in die Wunde. Gerade werden unsere Leitmedien von meinem &auml;tzenden Spot bedacht, die sich &uuml;ber den zuk&uuml;nftigen POTUS Trump echauffieren, der sich mit imperialer &Uuml;bergriffigkeit den Nationen Kanada und Gr&ouml;nland widmet. Die &Uuml;bergriffigkeit der USA gegen&uuml;ber Deutschland, die f&uuml;r mich mit der Sabotage der Nord-Stream-Pipelines ihre klarste Auspr&auml;gung vorweist, wird allerdings ignoriert. Wer sich die Hose mit der Kneifzange anzieht, mag den offiziellen Verlautbarungen und der vierten Gewalt in Form unserer Leitmedien folgen; jeder m&uuml;ndige B&uuml;rger f&uuml;hlt sich von Seymour Myron &bdquo;Sy&ldquo; Hersh abgeholt. Immer mehr B&uuml;rger unseres Landes wenden sich ab, was ihnen offiziell pr&auml;sentiert wird. Die steigende Wahlbeteiligung, das Erstarken der AfD und die erfolgreiche Gr&uuml;ndung des BSW sind f&uuml;r mich Indizien. Wir Wessis sind erstmals Teilnehmer des Experiments einer ungewissen Reise. Die Ossis wurden mit dem Untergang der DDR vor 35 Jahren gewendet. Damals wurde von den Entscheidungstr&auml;gern der DDR, so lange es ging, an einer Fiktion festgehalten, bis das Souffl&eacute;, Entschuldigung der Arbeiter-und-Bauern-Staat in sich zusammenfiel. Der sowjetische Diplomat Gennadi Iwanowitsch Gerassimow fand auf einer Pressekonferenz anl&auml;sslich des Staatsbesuchs in der DDR am 7. Oktober 1989 hierf&uuml;r die weltber&uuml;hmten lakonischen Worte  &bdquo;Those who are late will be punished by life itself.&ldquo;<\/p><p>Das Hinwenden zum Autoritarismus zwecks Aufrechterhaltung der bisherigen Verh&auml;ltnisse d&uuml;rfte nicht von Erfolg gekr&ouml;nt sein. Exemplarisch steht f&uuml;r mich Dr. Robert Habeck. Die einen sehen in ihm die Lichtgestalt, mir wird bei ihm ganz anders. Ich ahne, er wird in die Geschichte eingehen, wie es ihm nicht gef&auml;llt.<\/p><p><a href=\"https:\/\/netzwerkkrista.de\/2024\/11\/30\/versagt-die-justiz-wenn-ein-ranghoher-politiker-wie-robert-habeck-strafantrag-stellt\/\">https:\/\/netzwerkkrista.de\/2024\/11\/30\/versagt-die-justiz-wenn-ein-ranghoher-politiker-wie-robert-habeck-strafantrag-stellt\/<\/a><\/p><p><a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/kultur-vergnuegen\/zum-fall-elon-musk-habecks-wunsch-nach-einer-staatlichen-steuerung-der-meinungsbildung-ist-totalitaer-li.2285703\">https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/kultur-vergnuegen\/zum-fall-elon-musk-habecks-wunsch-nach-einer-staatlichen-steuerung-der-meinungsbildung-ist-totalitaer-li.2285703<\/a><\/p><p>Zum Ende m&ouml;chte ich noch an den Redeausschnitt Erich Fritz Emil Mielkes erinnern. Am 13. November 1989 sprach er zum ersten und einzigen Mal vor der DDR-Volkskammer.<br>\n<a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=1XBEqyu5Mck\">https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=1XBEqyu5Mck<\/a><\/p><p>Irgendwann ist die Kluft zwischen Selbst- und Fremdwahrnehmung un&uuml;berbr&uuml;ckbar.<\/p><p>Liebe Gr&uuml;&szlig;e<br>\nJan Schulz<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>2. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr Berger,<\/p><p>vielen Dank f&uuml;r Ihre unerm&uuml;dliche Arbeit. Nachstehend meine Meinung zu dem Thema.<\/p><p>Die aufgez&auml;hlten Faktoren f&uuml;r die Legitimationskrise der Demokratie erscheinen mir (leider!!!) durchaus richtig, es fehlt jedoch noch ein wichtiger Punkt, n&auml;mlich die folgenlose L&uuml;gerei der Parteien und Politiker. Parteiprogramme und besonders Wahlprogramme sind doch meist nicht das Papier wert auf dem sie gedruckt sind, denn sie scheinen v&ouml;llig unverbindlich zu sein, &ndash; wie soll sich der W&auml;hler da orientieren?<\/p><p>Wenn er sich erst einige Male verklappst gef&uuml;hlt hat, wird das der Demokratie sicherlich nicht dienlich sein.<\/p><p>Heidemarie Wegener<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>3. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Lieber Herr Berger,<\/p><p>Sie schreiben an einer Stelle von der &ldquo;R&uuml;ckkehr der Klassengesellschaft&rdquo;.<\/p><p>Bitte sagen Sie mir doch mal, zu welcher Zeit, es diese im sog. Westen nicht gab. Wenn etwas zur&uuml;ckkehrt, muss es ja mal abwesend gewesen sein&hellip;<\/p><p>Beste Gr&uuml;&szlig;e von Ihrem Leser l. Drechsel<\/p><p>Anmerkung Jens Berger: Lieber Herr Drechsel,<\/p><p>Klassen hatten wir freilich immer, nur dass sie vor wenigen Jahrzehnten deutlich weniger ausgepr&auml;gt und vor allem durchl&auml;ssiger waren. Dazu habe ich in meinem &bdquo;neuen&ldquo; Buch &bdquo;Wem geh&ouml;rt Deutschland?&ldquo; zahlreiche Daten zusammengetragen.<\/p><p>Beste Gr&uuml;&szlig;e<br>\nJens Berger<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>4. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Hallo,<\/p><p>w&uuml;rde in die Liste von Jens Berger gerne die Doppelmoral und Verlogenheit des Westens mit aufnehmen. Wer Augen im Kopf hat, kann erkennen, das es sich um Fassadendemokratien alla Mausfeld handelt.<\/p><p>LG<br>\nDr. Roland Kroneder<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>5. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Lieber Herr Berger,<\/p><p>ich stimme den von Ihnen angef&uuml;hrten Punkte zu!<\/p><p>Aber, sie zeigen nur die systemischen Dysfunktionalit&auml;ten der derzeit bestehenden Demokratiesysteme, denn einen entscheidenden Punkt haben Sie nicht erw&auml;hnt, n&auml;mlich die strukturellen Defizienzen in den gesamtgesellschaftlichen Kommunikations- und Beteiligungsbedingungen!<\/p><p>Denn dass sich diese gesamtsystemischen Negativentwicklungen &uuml;berhaupt de facto so ungehindert vollziehen konnten, ist eben in der eindimensionalen institutionellen und mono-strukturellen Gestaltungen der heutigen Demokratiesysteme begr&uuml;ndet.<br>\nDie Demokratie als solche ist im Prinzip noch sehr jung und dementsprechend auch noch sehr unausgereift! Deswegen sollte es auch um eine fundamentale Weiterentwicklung der Demokratie selbst gehen!<\/p><p>Grunds&auml;tzlich braucht es eine grundlegende Erneuerung und Weiterentwicklung der gesamtsystemischen Rahmenbedingungen hin zu einem volldemokratischen System, das echte systemische Kommunikations- und Verwirklichungsstrukturen herstellen und garantieren kann, damit das gelebte, allt&auml;gliche, selbstbestimmte und pluralistische Denken sowie die Weiterentwicklung des Bewusstseins der Menschen auch tats&auml;chlich die soziale Wirklichkeit konstruieren und realisieren kann.<br>\nEin strukturell vollkommunikatives System, in dem die L&ouml;sungen f&uuml;r unsere existenziellen Probleme auch tats&auml;chlich in einem echten gesamtgesellschaftlichen und herrschaftsfreien Diskurs friedlich-demokratisch ausgehandelt werden k&ouml;nnen.<br>\nAlso die Antwort auf die Schl&uuml;sselfragen: Unter welchen Kommunikationsbedingungen k&ouml;nnen gesellschaftliche Debatten gef&uuml;hrt werden? Wer kommt zu Wort, und wie k&ouml;nnen die Wortmeldungen geordnet, aufeinander bezogen und effektiv umgesetzt werden? Wie k&ouml;nnen die Menschen sachlich und friedlich, wom&ouml;glich verst&auml;ndnis- und vertrauensvoll die L&ouml;sungen aushandeln? Und zwar indem alle Betroffenen, d.h. auch wirklich alle, zu Wort kommen?<br>\nDes Weiteren sollte dieses neue System, strukturell und institutionell, Wissen, Kompetenz, Vernunft, Sachlichkeit, Sachverstand und Integrit&auml;t bef&ouml;rdern und unterst&uuml;tzen, vor allem auch in Verantwortungs- und F&uuml;hrungsfunktionen, und, es sollte nach dem Prinzip der horizontalen Autorit&auml;t funktionieren.<\/p><p>Deswegen trete ich auch f&uuml;r die Wertstufendemokratie ein, die von dem Grundlagen- und Sozialphilosophen Prof. Dr. Johannes Heinrichs bereits im Jahre 2003 entwickelt wurde und die auf der F&auml;higkeit des Menschen zur Selbstbez&uuml;glichkeit, Selbstreflexion und Selbstbestimmung basiert, oder treffender formuliert, direkt aus der universellen Sozialit&auml;t, d.h. aus der interpersonalen Reflexion und Kommunikation des Menschen abgeleitet ist und die genannten Notwendigkeiten erf&uuml;llt.<\/p><p>Eine Einf&uuml;hrung in die Wertstufendemokratie mit Literaturhinweisen und Download-Material finden Sie hier: <a href=\"https:\/\/www.martinbesecke.de\/wertstufendemokratie.htm\">https:\/\/www.martinbesecke.de\/wertstufendemokratie.htm<\/a><\/p><p>Herzliche Gr&uuml;&szlig;e<br>\nMartin Besecke<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>6. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr Berger, <\/p><p>meines Erachtens beschreiben Sie in Ihrer Liste die Erscheinungsformen der Krise v&ouml;llig richtig: Grundbed&uuml;rfnisse vieler Menschen werden in einer neoliberalen Gesellschaft, die die fr&uuml;heren Ziele wie Solidarit&auml;t und Gerechtigkeit zu Gunsten des Recht des &ldquo;St&auml;rkeren&rdquo; an den Rand dr&auml;ngt, immer mehr vernachl&auml;ssigt. Die Gleichsetzung, dass deshalb die &ldquo;westlich-liberale Idee&rdquo; per se in der Krise steckt, halte ich jedoch f&uuml;r oberfl&auml;chlich. Historisch hat diese Idee ohnehin keine gro&szlig;e Tradition und war immer eingeschr&auml;nkt, so hat es auch in den &ldquo;liberalen&rdquo; 1970er Jahren z.B. Berufsverbote gegen missliebige Andersdenkende und berufliche Schikanen gegen&uuml;ber Gewerkschaftern gegeben, weshalb die &ldquo;Glorifizierung der guten alten Zeit&rdquo; (erkennbar z.B. auch beim BSW) mit Vorsicht zu genie&szlig;en ist. Schon Bert Brecht wusste, &ldquo;erst kommt das Fressen, dann die Moral&rdquo;. Jede Gesellschaft, die diesen Grundsatz auf Dauer negiert, wird in eine Krise geraten. Der &ldquo;westlichen Demokratie&rdquo; gelingt dies seit der Dominanz des Neoliberalismus und dem Niedergang klassischer &ldquo;sozialdemokratischer&rdquo; Bewegungen immer weniger. Rosa Luxemburg formulierte vor &uuml;ber 100 Jahren die Alternative &ldquo;Sozialismus oder Barbarei&rdquo;. Der Sozialismus ist gegenw&auml;rtig eine z.T. diskreditierte Utopie, die Barbarei eine konkrete Bedrohung. <\/p><p>Freundliche Gr&uuml;&szlig;e<br>\nErhard Stammberger<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>7. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Lieber Herr Berger, <\/p><p>Die Antwort auf die im Titel gestellte Frage geben sie selbst: <\/p><p>&ldquo;Bei einer funktionierenden Demokratie sollte ja man eigentlich davon ausgehen, dass die Regierung mehr Anh&auml;nger als Gegner hat.&rdquo; <\/p><p>Mit anderen Worten, Wahlen haben keinen Einfluss mehr auf die Politik. Sie sind eine nutzlose Alibiveranstaltung, Demokratie gibt es nicht mehr. <\/p><p>Was ist passiert? Seit 2020 (&ldquo;Corona&rdquo;)? Nein die ganze, globale, Geschichte ist viel &auml;lter. Seit etwa 600 Jahren bestimmt, ideologisch und milit&auml;risch, der Britische Kolonialismus, Imperialismus, die Politik des Westens. Spanien, Portugal, Frankreich, auch Deutschland, haben, unter anderer Fahne, das Gleiche getan. Klein Britannien, ehemals Gro&szlig; Britannien, hat sich bis heute gehalten, als kleiner Bruder der USA, die den Stab vor etwa 100 Jahren &uuml;bernommen haben. <\/p><p>Nun sind sie einmal rum um den Globus. Und bis auf zwei gro&szlig;e Brocken, Russland und China, gibt es nicht mehr viel zu erobern und auszubeuten. Die &ldquo;Dritte Welt&rdquo; ist selbstbewusster geworden, China und Russland haben sich wirtschaftlich und milit&auml;risch emanzipiert. Ein gro&szlig;er Brocken, den es versch&auml;rft auszubeuten gibt, ist die eigene Bev&ouml;lkerung der &ldquo;Westlichen Demokratien&rdquo;. Das ist das Wesen des Kapitalismus und der ihm zugrunde liegenden Gier (ich wei&szlig;, der entgleiste Kapitalismus hat nicht nur eine psychologische Basis, auch eine systemtheoretische, siehe Marx). <\/p><p>Zusammenfassung: Demokratie gibt es im Westen nicht mehr. Der endg&uuml;ltige Zusammenbruch des Systems wird von der Finanzindustrie selbst herbeigef&uuml;hrt. Corona, Gr&uuml;ne Ideologie, incl. Woken, LGTB+, etc., sind nur Verz&ouml;gerungsman&ouml;ver. <\/p><p>Viele Gr&uuml;&szlig;e,<br>\nRolf Henze<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>8. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Die Politik macht sich in diesen L&auml;ndern mit einer Wirtschaftsform gemein, deren egoistisches Erfolgsziel das Ansammeln von Kapital ist, aber eben nicht das Wohl der Menschen.<\/p><p>Eine Reform unserer Wirtschaft hin zu einer Gemeinwohlwirtschaft, die f&uuml;r die Menschen da ist, w&auml;re doch vielleicht m&ouml;glich. Denn es gibt sie ja schon (Vereine, Genossenschaften, Firmen nach gemeinwohlwirtschaftlichen Vorgaben).<\/p><p>W&auml;re dieses Thema vielleicht einmal einen Artikel auf den NDS wert?<\/p><p>Vielen Dank f&uuml;r Ihre wertvolle Arbeit!<\/p><p>Ulrich Kittmann<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>9. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr Berger,<\/p><p>in den westeurop&auml;ischen Industriegesellschaften mit ihren repr&auml;sentativen Demokratien hat meiner Meinung nach in den letzten 40 Jahren vor allem die Bindung der W&auml;hler an die Parteien stark abgenommen, so dass letzteren keine systemintegrierende Funktion f&uuml;r die W&auml;hler mehr zukommt und in der Folge auch die Zustimmung f&uuml;r die Regierungschefs gesunken ist. Die Zeiten, wo Katholiken vorwiegend CDU, Arbeiter die SPD, Mittelst&auml;ndler die FDP w&auml;hlten, sind l&auml;ngst vorbei. Die geforderte berufliche, wohnliche, famili&auml;re Mobilit&auml;t der Lohnabh&auml;ngigen l&auml;sst sich nicht mehr vergleichen mit einer Gesellschaft, in der die Mehrheit ein ganzes Leben beim gleichen Arbeitgeber gearbeitet und mit dem gleichen Ehe-Partner\/in am gleichen Wohnort zusammen gelebt hat. Solche Faktoren mindern die Integration in die gew&auml;hlten staatlichen Strukturen und dr&uuml;cken sich dann in sinkenden Zustimmungswerten aus. <\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;ssen,<br>\nJ&uuml;rg Huber<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>10. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr Berger,<\/p><p>allen von Ihnen aufgef&uuml;hrten Punkten ist gemein, dass der Durchschnittsb&uuml;rger diesen Entwicklungen geradezu ohnm&auml;chtig gegen&uuml;ber steht. Da hilft alles W&auml;hlen nichts. Die westliche Demokratie scheitert seit Jahren vor sich hin, da sie keine wirkliche Demokratie ist.<\/p><p>Wir k&ouml;nnen doch kaum Einfluss nehmen auf diese Entwicklungen und somit auch nicht darauf, wie sich unsere Gesellschaft entwickelt. Viele gro&szlig;e Fragen sollten doch gesellschaftlich diskutiert und m. E. auch basisdemokratisch mittels Volksentscheiden entschieden und dann auch verpflichtend umgesetzt werden. Alle vier Jahre zwei Kreuze zu machen ist doch keine Teilhabe und verhindert, dass die Mehrheit der Bev&ouml;lkerung gestalterisch aktiv werden kann.<\/p><p>Es sollte doch abgestimmt werden: Wollen wir mehr Waffenlieferungen oder Eintreten f&uuml;r eine Verhandlungsl&ouml;sung? Sollen wieder Mittelstreckenraketen in Deutschland stationiert werden? Wie soll die Aufarbeitung der Pandemie erfolgen und die Aufkl&auml;rung der Anschl&auml;ge auf NorthStream? Etc.<\/p><p>All dies hat doch Einfluss auf unser Leben und unsere Zukunft und wird derzeit von wenigen, nicht gerade selten entgegen der gesellschaftlichen Mehrheitsmeinung, entschieden.<\/p><p>Zudem erleben wir oft genug, dass die Elite (auch die politische) ausschlie&szlig;lich in die eigene Tasche wirtschaftet, Klientelpolitik betreibt und den B&uuml;rgerwillen ignoriert, was zumeist nicht nur folgenlos bleibt, sondern bisweilen mit lukrativen Posten o. &auml;. belohnt wird.<\/p><p>Es ist auch nicht von der Hand zu weisen, dass zunehmend Leute Berufspolitiker werden, die noch nie richtig arbeiten mussten und keine Ausbildung vorzuweisen haben. Das kann man der hart arbeitenden Bev&ouml;lkerung doch nicht mehr vermitteln. <\/p><p>Da muss einen die Politik-, Demokratie- und Elitenverdrossenheit nicht mehr wundern.<\/p><p>Ich k&ouml;nnte noch viel mehr schreiben, aber ihr schreibt ja nicht umsonst seit 20 Jahren und seid immer noch nicht fertig.<\/p><p>Beste Gr&uuml;&szlig;e<br>\nJohannes M&ouml;ckel<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>11. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Lieber Jens Berger,<\/p><p>habe mich SEHR &uuml;ber Ihren Artikel gefreut, weil endlich mal das Wesentliche angesprochen wird: diese &bdquo;Demokratie&ldquo; ist an ihrem evolution&auml;ren Ende angekommen.<\/p><p>Panta rhei, und derzeit wird dieses einst fortschrittliche Gesellschaftsmodell in den orcus der Geschichte gesp&uuml;lt.<br>\nEs reagiert mit antidemokratischen und militaristischen Methoden und diskreditiert sich dadurch weiter selbst. Seine durch Agonie induzierte Bissigkeit wird zunehmen &ndash; darauf sollten wir uns einstellen und &uuml;ber B&auml;ndigung der Hy&auml;nen nachdenken.<\/p><p>In Ihrer Aufz&auml;hlung der Gr&uuml;nde (&bdquo;haben&hellip;einige Faktoren gemein, die f&uuml;r den Trend mitverantwortlich&ldquo; sind) fehlt mir ein wesentlicher Aspekt: der durch die NATO erzwungene Notwehrfall f&uuml;r Russland auf dem Territorium eines Brudervolkes ist in seiner Bedeutung jedenfalls nicht auf Osteuropa einzuschr&auml;nken: russische Quellen haben von Anfang an darauf hingewiesen: &bdquo;auf zum letzten Gefecht&ldquo;.<\/p><p>Die in K&uuml;rze zu erwartenden Ergebnisse dieses tragischen Krieges werden  weit mehr als regionale Bedeutung haben. Man sollte nur mal dar&uuml;ber nachdenken, was dieser Ausgang der Dinge f&uuml;r die NATO (und somit f&uuml;r die EU) bedeuten wird. Ob die das wohl &uuml;berleben werden? &bdquo;Kriege sind Lokomotiven der Geschichte&ldquo; sagte mal ein kluger Mann.<\/p><p>Ich meine also, dass diese Geschichte auch zu den &bdquo;einige Faktoren&ldquo; geh&ouml;rt, n&auml;mlich der wirtschaftliche, politische, milit&auml;rische Suizid des &bdquo;demokratischen Westens&ldquo; infolge der Ereignisse in der Ukraine.<\/p><p>Liebe Gr&uuml;&szlig;e,<br>\nAndr&eacute; Karutz<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>12. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Lieber Jens Berger,<\/p><p>erhellend, wenn Sie aufzeigen, dass westlichen Demokratien einige Faktoren gemein sind, die f&uuml;r den Krisen-Trend mitverantwortlich sind.<\/p><p>Ein ganz wesentlicher Punkt w&auml;re dem hinzu zu f&uuml;gen: Die Erkenntnis nicht weniger Menschen, dass wir gar nicht in einer echten Demokratie leben!<\/p><p>Die Nachdenkseiten hatten ja  dankenswerterweise  bereits 2017 zu den Pleisweiler Gespr&auml;chen Prof. Dr. R. Mausfeld  eingeladen, der zu diesem  Themenkomplex &ldquo;Warum schweigen die L&auml;mmer&rdquo; referiert hatte. <\/p><p>Da inzwischen doch einige L&auml;mmer nicht mehr schweigen,  w&auml;re es unbedingt notwendig die Fragen von Demokratisierung der vorherrschenden (Fassaden)Demokratie weiter zu vertiefen.<br>\nVielleicht k&ouml;nnen Sie ja  u.a. den &ldquo;Demokratie-Enthusiasten&rdquo; Ardalan Ibrahim<br>\nWarum ethischer Konsum v&ouml;lliger Unsinn ist, der nichts zur L&ouml;sung unserer heutigen Probleme beitr&auml;gt<br>\n<a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=PP-Gja7BQOA\">https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=PP-Gja7BQOA<\/a><\/p><p>oder auch einen Kayvan Soufi- Siavash (Ken Jebsen)<br>\ndaf&uuml;r gewinnen.<br>\n<a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=CoBkVi_U3HQ\">https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=CoBkVi_U3HQ<\/a><\/p><p>W&uuml;nschenswert, wenn die Pleisweiler-Gespr&auml;che auch das Debattenformat lebendiger gestalten w&uuml;rden und &uuml;ber das &ldquo;EineR macht einen Vortrag und hinterher gibt es  ein paar Stimmen aus dem Publikum&rdquo; hinaus wachsen k&ouml;nnten. Sozusagen eine Vor-&Uuml;bung im Sinne  lebendiger Demokratie. ?<\/p><p>Frohes Schaffen im Sinne von Friedenst&uuml;chtigkeit und w&uuml;rdigem Leben aller w&uuml;nsche ich f&uuml;r 2025<\/p><p>Ute Plass<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>13. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr Berger,<\/p><p>Ich h&auml;tte zwei Fragen zu Ihrem Artikel. <\/p><p>Warum bezeichnen Sie Frau Meloni als Faschistin? Was hat sie bisher getan, dass dies gerechtfertigt w&auml;re. Hat sie Tirana bombardiert, so wie Schr&ouml;der und Fischer Belgrad?<br>\nWie in der BRD mit den Begriffen Faschist und Nazi umgegangen wird, ist f&uuml;r mich nicht nachvollziehbar. <\/p><p>Weiter unten sprechen Sie von &ldquo;R&uuml;ckkehr der Klassengesellschaft&rdquo;. Ja ernsthaft, war sie in den westlichen Gesellschaften mal abgeschafft? Mu&szlig; ich nicht mitbekommen haben. Schreiben Sie doch mal, wann das war.<\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en<br>\nWolfgang Ahrens<\/p><blockquote><p><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Sehr geehrter Herr Ahrens,<\/p>\n<p>Sie bezeichnet sich selbst als &bdquo;Postfaschistin&ldquo; und das &bdquo;ausgerechnet eine Faschistin&ldquo; ist im Artikel (&ldquo;m&ouml;chte man da sagen&ldquo;) eine gewollte &Uuml;berspitzung. Zur Klassengesellschaft: Klassen hatten wir freilich immer, nur dass sie vor wenigen Jahrzehnten deutlich weniger ausgepr&auml;gt und vor allem durchl&auml;ssiger waren. Dazu habe ich in meinem &bdquo;neuen&ldquo; Buch &bdquo;Wem geh&ouml;rt Deutschland?&ldquo; zahlreiche Daten zusammengetragen.<\/p>\n<p>Beste Gr&uuml;&szlig;e<br>\nJens Berger<\/p><\/blockquote><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>14. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Gesch&auml;tzte NDS,<\/p><p>Was mir auf meinen Reisen auff&auml;llt ist das Fehlen jeglicher Werte in Deutschland. Viele w&uuml;rden die Werte in den meisten Teilen der Welt ver&auml;chtlich als reine Religion bezeichnen, aber diese Werte bilden die Grundlage f&uuml;r eine Gemeinschaft mit Gerechtigkeitsgef&uuml;hl und Verantwortungsbewusstsein. Obwohl wir mit diesen Werten geboren werden scheinen sie im &ouml;ffentlichen Raum in Deutschland keine Rolle mehr zu spielen. Zumindest kann ich mich nicht erinnern, dass es in den letzten Jahren Konsequenzen f&uuml;r eine Person gab, die gegen diese nicht justiziablen Werte versto&szlig;en hat.<\/p><p>Ein weiterer Punkt ist die berufliche Erfahrung, dass Innovationen und Ver&auml;nderung von Kollegen und Vorgesetzten h&auml;ufig abgelehnt werden. Treu nach dem Motto &ldquo;Sag dem Neuen erstmal, dass er langsam machen muss&rdquo; gibt es viele Arbeitgeber, die keine Innovation wollen, wenn der Geldgeber sicher ist. Und das ist in Deutschland auch in Zeiten von Digitalisierung und KI sehr h&auml;ufig der Staat oder das Land.<\/p><p>Hinzu kommt das Ph&auml;nomen der &ldquo;Gruppenbildung&rdquo; bei sich informelle Gruppen aus Mitarbeitern bilden, die motivierte Kollegen nicht integrieren und &ldquo;ausschalten&rdquo; wollen. Meine Vermutung ist, dass die langj&auml;hrigen Mitarbeiter Angst haben &ldquo;schlecht auszusehen&rdquo; oder die Bef&uuml;rchtung besteht zu Innovationen gezwungen zu werden. In vielen &ouml;ffentlichen Einrichtungen, aber auch Gro&szlig;unternehmen, gehen seit Jahrzehnten immer wieder &ldquo;die Besten&rdquo;, ohne dass sich die Gr&uuml;nde daf&uuml;r ver&auml;ndern.<\/p><p>Ein erfolgreiches Neues Jahr!<br>\nMartin Lutzmann-Fedus<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>15. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Lieber Jens Berger, liebe Nachdenkseiten,<\/p><p>was in anderen Demokratien des &ldquo;Westens&rdquo; geschieht, kann ich nicht sagen, nur hier in Deutschland sehe ich es so, dass es immer offensichtlicher ist, dass wir in einer &ldquo;Scheindemokratie&rdquo; leben.<\/p><p>Die, die uns regieren, schweben irgendwo herum, aber nicht in der Welt der &ldquo;normalen&rdquo; Menschen. Hybris, Arroganz, Korruption und Gier sind die Hauptkennzeichen aller Politiker*innen. Es gibt da kaum Ausnahmen.<\/p><p>Das sp&uuml;ren die Menschen. Es gibt auch keine gemeinsame Basis mehr, keinen Konsens dar&uuml;ber, was wichtig und wert und &ndash; ja &ndash; auch heilig ist. (Das ist nicht religi&ouml;s gemeint, aber z.B. eine intakte Natur, sauberes Wasser, saubere Luft, und vor allem auch Frieden kann man als heilig sehen.) Es gibt nichts, wof&uuml;r es sich lohnen w&uuml;rde, sich wirklich einzusetzen. Der Materialismus am Ende?<br>\nAls &uuml;berzeugte Anarchistin stehe ich  seit meiner Jugend Staat und Staatsmacht extrem skeptisch gegen&uuml;ber, aber als Realistin war ich dennoch mit den hiesigen Gegebenheiten einigerma&szlig;en einverstanden. Das hat sich seit Corona massiv ge&auml;ndert. Nicht nur bei mir. Sogar mein ausgesprochen b&uuml;rgerlicher Steuerberater ist mittlerweile staatsverdrossen &ndash; er nannte das selbst so. Irre, undurchdachte Verwaltungsvorschriften, und die massive &Uuml;bergriffigkeit des Staates, die L&uuml;gen, die Vertuschungen &ndash; die totalit&auml;r wirkenden Zwangsma&szlig;nahmen &ndash; haben mein gewisses Vertrauen, das ich in dieses Land noch hatte, massiv erodieren lassen.  Schon l&auml;nger meine ich, wir leben in einer B&uuml;rokratur.<\/p><p>Die Hetze gegen Andersdenkende, die von Staat und Presse massiv betrieben wird, erinnert an sehr b&ouml;se Zeiten. Respektvolle, kontroverse Diskussionen, die zu einer Demokratie geh&ouml;ren, sind verp&ouml;nt und werden verhindert, auch das hirnlose und geschichtsvergessene Kriegsgeschrei ist einer echten Demokratie nicht w&uuml;rdig.<\/p><p>M&ouml;glicherweise &ndash; obwohl das im globalen S&uuml;den vermutlich auch kaum anders ist &ndash; ist die Digitalisierung mit verantwortlich f&uuml;r die Unzufriedenheit der Menschen &ndash; und die damit einhergehende Vereinsamung.Immer mehr Kneipen haben dicht gemacht, Treffen von Angesicht zu Angesicht werden weniger, menschliches, echtes Miteinander ist nicht mehr selbstverst&auml;ndlich.<br>\nHauptverantwortlich f&uuml;r die Staatsverdrossenheit ist vermutlich wirklich die L&uuml;ge, dass wir in einer Demokratie &ndash; sprich &ldquo;Herrschaft des Volkes&rdquo; leben w&uuml;rden. Denn das tun wir nicht. Die Regierungen regieren gegen die Menschen, sie bedienen immer offensichtlicher die Interessen des Kapitals. &hellip; und dass der Westen abschmiert, liegt vielleicht ja daran, dass es mittlerweile sehr offensichtlich ist, dass die hehren Ideale von Menschenrechten und &ldquo;regelbasierter Weltordnung&rdquo;, gesichert durch die USA &ndash; nur mehr eine durchscheinende T&uuml;nche sind &uuml;ber Kapitalinteressen, Gier nach Macht und Rohstoffen und Gewalt gegen andere Staaten.<br>\nDass Milei so beliebt ist, ersch&uuml;ttert mich allerdings, aber es k&ouml;nnte an seinem Verwaltungs- und B&uuml;rokratieabbau liegen, dass ihm die Menschen zustimmen.<\/p><p>mit solidarischen Gr&uuml;&szlig;en<br>\nSabine Rothfu&szlig;<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>16. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Lieber Herr Berger,<\/p><p>ankn&uuml;pfend an Ihre Frage, &bdquo;woran es liegt, dass die liberalen Demokratien des Westens in einer derart tiefen Legitimationskrise stecken?&ldquo; m&ouml;chte ich zun&auml;chst einmal eine Kl&auml;rung des Begriffes Demokratie anmahnen. Was meinen Sie mit liberaler oder westlicher Demokratie oder einfach nur Demokratie? Hier verbirgt sich doch das eigentliche Problem. Wir leben nicht in einer Demokratie, wir leben in einer parlamentarischen bzw. repr&auml;sentativen Demokratie. Diese Art von Demokratie, wie wir es von Prof. Mausfeld oder beispielsweise auch Friedemann Willemer (<a href=\"https:\/\/www.jpc.de\/jpcng\/books\/detail\/-\/art\/friedemann-willemer-vom-scheitern-der-repraesentativen-demokratie\/hnum\/9879760\">&bdquo;Vom Scheitern der repr&auml;sentativen Demokratie&ldquo;<\/a>) gelernt haben, ist die geeignete Herrschaftsform, um das Volk von der Machtbeteiligung fernzuhalten. (&bdquo;Alle Macht geht vom Volke aus&ldquo;). Die Deutungshoheit der Machteliten schafft es mit Hilfe ihrer Medien, beim Volk eine Illusion von demokratischer Teilhabe zu erzeugen. Das ist eine gro&szlig;artige Leistung.<\/p><p>Haben Sie als W&auml;hler, die M&ouml;glichkeit, auf die Listenpl&auml;tze der Parteien Einfluss zu nehmen? Wie kann es sein, dass transatlantisch instruierte Pers&ouml;nlichkeiten in Minister&auml;mter gehievt werden, die offenkundig nicht die Interessen der Bev&ouml;lkerung vertreten (&bdquo;Egal, was meine deutschen W&auml;hler denken&ldquo;). Von den Pfizer-Deals der Frau von der Leyen und der Rolle der Gesundheitsminister w&auml;hrend der Corona-Krise (RKI-Protokolle) ganz zu schweigen. Wie kann man die Verantwortlichen f&uuml;r diese Skandale zur Verantwortung ziehen, wie kriegt man sie von ihren Posten wieder weg? Das sollte doch in einer Demokratie kein Tabu sein. Anstelle dessen erlebt man die Arroganz der Macht.<\/p><p>So lange die Bev&ouml;lkerung ein Mindestma&szlig; an Zufriedenheit versp&uuml;rt, halten die Menschen auch in einer parlamentarischen Demokratie weitgehend die F&uuml;&szlig;e still, sobald aber Zust&auml;nde sp&uuml;rbar werden, wie Sie sie in Ihrem Beitrag mit Ihren Stichworten aufgezeigt haben und sich die Lebensbedingungen sp&uuml;rbar verschlechtern, wird die Masse in Bewegung geraten, was sich dann eben auch in den Zustimmungswerten f&uuml;r das F&uuml;hrungspersonal widerspiegelt.<\/p><p>Nun sollen wir ja bald w&auml;hlen. Der Witz dabei: gucken Sie sich mal die Kandidaten an, die da zur Wahl gestellt werden. Parlamentarische Demokratie in Reinkultur! Es bleibt alles ganz anders.<\/p><p>Es ist an der Zeit, endlich basisdemokratische Verh&auml;ltnisse einzufordern und einzuf&uuml;hren. Mit der Wahlrechtsreform 2023 h&auml;tte man die M&ouml;glichkeit gehabt, durch die Wichtung der Erststimmen dem basisdemokratischen Gedanken ein wenig entgegenzukommen. Genau das Gegenteil ist passiert. Ein klarer Hinweis, wohin die Reise geht.<\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;e<br>\nBj&ouml;rn Ehrlich<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>17. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Guten Tag,<\/p><p>ein Problem bei solchen Umfragen scheint mir zu sein, da&szlig; wohl auch diejenigen gefragt werden, die nicht gew&auml;hlt haben, sei es aus Bequemlichkeit, Desinteresse oder Ablehnung.<br>\nUnter diesen Nichtw&auml;hlern wird wohl ein Gro&szlig;teil &ldquo;nicht zufrieden&rdquo; angeben, wenn sie zur aktuellen Regierung befragt werden.<\/p><p>Nicht nur in D kommt hinzu, da&szlig; man nur einzelnen Parteien die Stimme geben kann, nicht einer (m&ouml;glichen) Koalition.<br>\nSo ist 2021 Scholze&rsquo;s SPD nur von knapp 26% der W&auml;hler gew&auml;hlt worden; das waren bei einer Wahlbeteiligung von knapp 77% nicht mal 20% der Wahlberechtigten.<br>\nAlso kaum mehr als die 19% in ihrer aktuellen Statistik.<\/p><p>So h&auml;tten sich z.B. W&auml;hler der Gr&uuml;nen wohl eher Annalena Baerbock oder Robert Habeck als Kanzler gew&uuml;nscht, und k&ouml;nnen somit jetzt mit Scholz als Kanzler unzufrieden sein.<\/p><p>Gru&szlig;<br>\nMichael Hoffmann<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>18. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr Berger,<\/p><p>nicht die Demokratie ist in der Krise, sondern die linksliberalistische Parteienherrschaft in vielen Staaten des Westens! Die Schweiz kann ohne Zweifel auch zu den westlichen Demokratien gez&auml;hlt werden. Dort besteht &ndash; in Deutschland leider kaum bekannt &ndash; eine Kombination von parlamentarischer, direkter und konkordanter Demokratie. Laut einer im September 2023 durchgef&uuml;hrten Umfrage waren 49 Prozent der Befragten mit der Arbeit des Schweizer Bundesrates zufrieden. Der Bundesrat ist die Schweizer Regierung. Von solchen Werten k&ouml;nnen die in Berlin Regierenden nur noch tr&auml;umen.<\/p><p>Alle gro&szlig;en Parteien (einschlie&szlig;lich BSW), die zur Bundestagswahl antreten, wollen das deutsche Verfassungssystem nicht anpassen. Nur im Programmentwurf der AfD findet sich die Forderung nach direkter Demokratie. Man kann allerdings sicher sein, dass diese Forderung unter den bestehenden Verh&auml;ltnissen nicht ernst gemeint ist.<\/p><p>Also wird die politische Krise in den n&auml;chsten Jahren angesichts der fundamentalen Herausforderungen jedenfalls in Deutschland fortbestehen.<\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en<br>\nMilitzer<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>19. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrte Damen und Herren; Sehr geehrte Herr Berger: <\/p><p>Wenn ich mir die Statistik ansehe, dann f&auml;llt auf, da&szlig; eigentlich nur in 4 L&auml;ndern die Regierung mehr Zustimmung als Ablehnung hat. Dann w&auml;re die Zustimmung mit der Regierung sowieso in demokratischen L&auml;nder eher selten zu finden. Dann noch ein Punkt, der im Artikel nicht klar beschrieben ist: <\/p><p>Was ist denn eine &ldquo;westliche Demokratie&rdquo; im Gegensatz zu &ldquo;anderen Demokratien&rdquo;? Sie erw&auml;hnen die Schweiz als Land in der Spitzengruppe: <\/p><p>in der Schweiz rotieren die Regierungschefs im Jahresturnus &ndash; Schweizer Pr&auml;sidentin Viola Amherd kommen &uuml;berhaupt auf positive Werte &ndash; das hei&szlig;t, es gibt mehr Menschen, die ihnen zustimmen, als Menschen, die sie und ihre Arbeit ablehnen. Einmal Asien, zweimal Lateinamerika, einmal Europa &ndash; und hier ausgerechnet das Land, dessen politisches System wohl am wenigsten repr&auml;sentativ f&uuml;r das westlich-liberale Europa des 21. Jahrhunderts ist. Das ist doch bemerkenswert.<\/p><p>Wieso ist denn die Schweiz &ldquo;am wenigsten f&uuml;r das westlich-liberale Europa des 21. Jahrhunderts repr&auml;sentativ&rdquo;? Die Schweiz ist ja aus meiner Sicht schon &ldquo;westlich-liberal&rdquo;. Oder meinen Sie damit die Mitgliedschaft in der EU und der NATO? Denn dieses Land ist in keinen der beiden L&auml;ndergruppen Mitglied. Also was genau sind die Kriterien f&uuml;r ein &ldquo;westlich-demokratisches Land&rdquo;? Genauso kann man fragen, was etwa an S&uuml;d-Korea westlich sein soll. Geographisch und kulturell ist es doch eher &ldquo;&ouml;stlich&rdquo;. <\/p><p>Gru&szlig;<br>\nR.K.<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>20. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Guten Tag Herr Berger,<\/p><p>als kleine Anregung zu Ihrem Artikel hier der Hinweis auf die griechischen Philosophen, die sich schon vor &uuml;ber 2000 Jahren mit Staatsformen auseinandersetzten und unter anderem die Theorie vom Verfassungskreislauf entwickelten. Sie finden unter dem Stichwort unter anderem Aristoteles, Platon und Polybios.<\/p><p>Ein Kernsatz daraus findet sich bei Wikipedia:<\/p><p>Die drei Verfallsformen entstehen zwingend durch den moralischen Verfall (die Sicherheit ihres Lebens als Herrschende verursacht bei<br>\nihnen Habsucht, &Uuml;berheblichkeit, Ungerechtigkeit und Herrschsucht) und den daraus folgenden Machtmissbrauch des jeweils Herrschenden oder der jeweils herrschenden Gruppe, und diese werden wieder durch eine sich neu formierende Gruppe gest&uuml;rzt.<\/p><p><a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Verfassungskreislauf\">https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Verfassungskreislauf<\/a><\/p><p>Freundliche Gr&uuml;&szlig;e,<br>\nArno Nebauer<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>21. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Liebe Nachdenkseiten,<\/p><p>auf ihre Frage, was als Gr&uuml;nde f&uuml;r die schlechten Zustimmungswerte der westlichen Demokratien zu nennen w&auml;re, f&auml;llt mir als erstes die Verlogenheit der Regierenden ein.<br>\nNur wer komplett blind ist, sieht nicht wie wir angelogen werden, ob bei Corona, wie sich immer deutlicher abzeichnet, noch bei den Narrativen Krieg in der Ukraine und Gaza.<br>\nDa wird ein kritisches Hinterfragen gleich mit den Stempeln: Coronaleugner &ndash; schwurbler, Putinversteher oder gar Handlanger Putins, sowie Antisemit bei kritischen Fragen zum Krieg in Gaza &ndash; versehen.<\/p><p>Aber selbst der Mann\/Frau der Strasse merkt langsam, dass das nicht stimmig ist &ndash; und f&uuml;hlt sich verschaukelt.<\/p><p>Wahre Demokratie lebt vom Austausch der Meinungen ohne zu verleumden und sollte sich m&ouml;glichst an den Fakten\/Wahrheiten orientieren. <\/p><p>Davon sind wir meilenweit entfernt!<\/p><p>Unsere gew&auml;hlten Volksvertreter plappern blind und in Ergebenheit die Narrative der NATO, sprich USA, nach und verraten unsere eigenen Interessen.<\/p><p>Das findet keine Zustimmung und daher ist die Krise der westlichen Demokratien hausgemacht.<\/p><p>mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en<br>\nBernd Bobisch <\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>22. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Lieber Herr Berger,<\/p><p>Art. 20  Abs. 1, GG lautet: &ldquo;Die Bundesrepublik Deutschland ist ein demokratischer und sozialer Bundesstaat.&rdquo;<\/p><p>Keine Rede von liberal. Liberal kommt im ganzen GG nicht vor! Warum nur, h&ouml;re und lese ich &ndash; leider auch in Ihrem Artikel &ndash;  ausschlie&szlig;lich von liberaler Demokratie und nie von sozialer Demokratie? &ldquo;Sozial&rdquo; kommt fast nur noch im Zusammenhang mit den &ldquo;sozialen&rdquo; Medien vor, die nichts aber auch gar nichts mit &ldquo;sozial&rdquo; zu tun haben. Das finde ich ausgesprochen bedauerlich, ja gef&auml;hrlich. Es scheint mir, da&szlig; alles Soziale entwertet und durch liberal (bis libert&auml;r) ersetzt werden soll. W&auml;re sch&ouml;n, wenn wenigstens die NDS gegensteuern w&uuml;rden!<\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en,<br>\nJutta Mertins<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>23. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Lieber Jens Berger,<\/p><p>so sehr ich Sie und ihre Mistreiter auch sch&auml;tze &hellip; mit solchen Artikeln<\/p><p><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=126887\">https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=126887<\/a><\/p><p>drohen Sie, sich l&auml;cherlich zu machen, weil Sie trotz besseren Wissens IMMER NOCH an der Propagandal&uuml;ge festhalten, bei der &bdquo;Diktatur des Kapitals&ldquo; handele es sich um irgendeine Form von &bdquo;Demokratie&ldquo; i.S.v. &bdquo;Volksherrschaft&ldquo; &hellip; nur weil die Propagandisten selbst dies st&auml;ndig behaupten.<\/p><p>Wenn Sie einen irgendwann vielleicht einmal niedlichen Welpen gekauft haben und der sich ausgewachsen nicht als Hund, sondern als Wolf erweist, der Ihre Nachbarn &uuml;berf&auml;llt und zerfleischt &ndash; dann w&uuml;rden Sie doch auch nicht darauf beharren, dass das Rehpinscher ist, nur weil Ihnen der Verk&auml;ufer das mal erz&auml;hlt hat, als Sie noch jung und gutgl&auml;ubig waren, oder?<\/p><p>Wie kann man denn das System eines Adenauer\/Flick =&gt; Kohl &amp; &bdquo;Spender&ldquo;, das hinter den Kulissen mit Sicherheit auf Nazigeld beruhte, sogar auf Zahngold aus den KZ (s. &bdquo;Villa Octogon&ldquo;, &bdquo;Staatsb&uuml;rgerliche Vereinigung&ldquo; und die st&auml;ndigen &bdquo;Spenden&ldquo;-Skandale &hellip;); ein System, das entweder alle imperialistischen Kriege der USA unterst&uuml;tzte oder &ndash; ausgerechnet unter dem &bdquo;Sozialdemokraten&ldquo; Schr&ouml;der und dem Fischer as der Ex-Pazifistenpartei! &ndash;  den ersten v&ouml;lkerrechtswidrigen Angriffskrieg Deutschlands nach 1945 begann; ein System, in dem von Anfang an (s. Foschepoth, &bdquo;&Uuml;berwachtes Deutschland&ldquo;) eine totale &Uuml;berwachung herrschte, von der ein Mielke nicht einmal zu tr&auml;umen gewagt h&auml;tte; ein System, das trotz 70-80%iger Ablehnung von &bdquo;Auslandseins&auml;tzen&ldquo; in allen Kriegen mitmischte, wo es nur konnte; das half, den KRIEGSGRUND f&uuml;r den Irak-Krieg herbeizul&uuml;gen, sogar die Voraussetzung der L&uuml;ge lieferte; in dem stabil s&auml;mtliche Politik s&auml;mtlicher Parteien und Koalitionen nur den obersten 10% zugute kam &ndash; als nach Mills den Besitzenden und ihrer &bdquo;Funktionselite&ldquo;&hellip; wie KANN MAN DENN so ein System als &bdquo;Demokratie&ldquo; bezeichnen? Was Sie da als &bdquo;Niedergang&ldquo; beschreiben, ist das un&uuml;bersehbare Verfallen der l&auml;ngst faulenden Fassade, von der sich nur noch naive BL&Ouml;D-Leser t&auml;uschen lassen konnten &ndash; und die Reaktion der Herrschenden darauf, die &bdquo;Z&uuml;gel&ldquo; wieder etwas fester anzuziehen &ndash; wie schon 1932\/33 und wie auch in allen anderen L&auml;ndern und Zeiten, in denen diese Herrschaft in Gefahr war oder die Herrschenden das auch nur so &bdquo;gef&uuml;hlt&ldquo; haben m&ouml;gen.<\/p><p>Die EINZIGE denkbare Rechtfertigung, diese Diktatur des Kapitals &ndash; egal, was die Marionetten in der Politik f&uuml;r ein St&uuml;ck auff&uuml;hren und ob sie selbst daran glauben oder nicht! &ndash; als &bdquo;Demokratie&ldquo; zu bezeichnen, best&uuml;nde in der offenen und schonungslosen Einsicht, dass es sich zwar schon um eine &bdquo;Demokratie&ldquo; im Sinne der athenischen in der Antike handeln k&ouml;nnte &hellip; Aber damals geh&ouml;rten eben h&ouml;chstens 30% zum &bdquo;Demos&ldquo;, der NUR aus den freien, wei&szlig;en, einheimischen M&auml;nnern bestand. Aber wegen der Gr&ouml;&szlig;e Athens und des umliegenden Attikas konnte an den Versammlungen und Abstimmung auf der Agor&agrave; nur ein Bruchteil &ndash; bestenfalls ein Drittel &ndash; dieser M&auml;nner teilnehmen &ndash; n&auml;mlich jene, die genug Besitz und Sklaven hatten, um nicht selbst f&uuml;r ihren Lebensunterhalt arbeiten zu m&uuml;ssen. Dort herrschten also genau die 10% wie in den westlichen &bdquo;Demokratien&ldquo;, die nur im eigenen Interesse Politik machen. Ok, inzwischen d&uuml;rften auch Frauen und Zugezogene als &bdquo;farbige&ldquo; Dekoration mitmischen, aber nur, wenn sie sich &ndash; besonders die Frauen &ndash; als noch korrupter und skrupelloser erweisen als ihre m&auml;nnlichen Kollegen. Oder wenn es sich um M&auml;nner handelt, die sich einfach zu Frauen erkl&auml;ren &hellip;<\/p><p>Also, bitte! H&ouml;ren Sie auf, das Narrativ der Propaganda durch Wiederholung &ndash; selbst kritisch gef&auml;rbte &ndash; zu best&auml;tigen. Dadurch wird es nicht glaubw&uuml;rdiger &hellip; und Sie leider auch nicht.<\/p><p>Herzlichst,<br>\nIhr Bernd Kulawik<\/p><p>PS: Da Sie und andere immer davon sprechen, dass die &bdquo;Demokratie&ldquo; in Gefahr oder sogar schon besch&auml;digt sei, unterstellen Sie ja, dass es eine Zeit gegeben haben muss, in der sie &bdquo;heil&ldquo; und alles noch in Ordnung war &ndash; sie also mindestens nach den EIGENEN Anspr&uuml;chen, die in der EIGENEN Propaganda verbreitet wurden und werden, noch intakt war. Machen wir einen Deal: Sie nennen mir irgendeine Zeit nach 1945, in der das f&uuml;r das Gebiet der BRD gegolten haben soll &ndash; und ich weise Ihnen nach, dass Sie sich irren. Ok?<\/p><p>Das ist wirklich nicht b&ouml;se oder geringsch&auml;tzig gemeint! Ich finde nur, Sie und andere sabotieren Ihre wertvolle, unersetzliche Arbeit selbst, indem Sie die Propagandal&uuml;gen perpetuieren und so wenigstens als &bdquo;teilweise&ldquo; oder &bdquo;irgendwann einmal&ldquo; zutreffend hinstellen. Und das waren sie NIE.<\/p><p>LG<br>\nBernd Kulawik<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>24. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Hallo Herr Berger,<\/p><p>Ihrer Auflistung f&uuml;ge ich 4 weitere Gr&uuml;nde f&uuml;r die Aufl&ouml;sung westlicher Demokratien hinzu:<\/p><p>1. Versagen und Zersplitterung der Bildungssysteme &ndash; vor allem bei Studieng&auml;ngen und  in der Weiterbildung.<br>\n2. Verrechtlichung vieler gesellschaftlicher Bereiche und damit Verengung demokratischer Entscheidungsm&ouml;glichkeiten.<br>\n3. Zunehmende Geschwindigkeit der Ver&auml;nderungen und damit ein Verlust des menschlichen Ma&szlig;es.<br>\n4. Aufsplitterung der Interessen sog. NGOs und damit eine Zunahme von Sonderinteressen.<\/p><p>Sicher finden sich weitere Gr&uuml;nde. Ich bin gespannt auf die Resonanz zu Ihrem Aufruf.<\/p><p>Beste Gr&uuml;&szlig;e<br>\nWilfried Rehfeld<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>25. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Liebes Nachdenkseiten-Team,<\/p><p>Seit M&auml;rz 2020 habe ich nicht mehr das Gef&uuml;hl, in einer liberalen Demokratie zu leben. Ihre Demontage durch ein elit&auml;res Parteien-Kartell begann zwar schon vorher, aber seit dem &ldquo;Corona-Notstand&rdquo; beschleunigt.  Die Demokratie rechtfertigt sich durch das (positive) Menschenbild der Aufkl&auml;rung, also dass ausgewogen informierte Menschen vern&uuml;nftig handeln. Mit der Einschr&auml;nkung der Grundrechte und den totalit&auml;ren Ma&szlig;nahmen wurde dies mit F&uuml;&szlig;en getreten. Dazu kommen Zensur, Kriegstreiberei und unverhohlene Lobby-Politik der Regierenden, die zur massiven (weiteren)Umverteilung von unten nach oben f&uuml;hrt. Der &ouml;ffentliche Rundfunk sieht sich mehr einem Erziehungs- als einem Informationsauftrag verbunden und ist massiv mit den Alt-Parteien verfilzt.<\/p><p>Fazit: Die Menschen wollen die liberale Demokratie, aber der Willen der Mehrheit spiegelt sich nicht in der Politik wieder.<\/p><p>Von unserem Leser H.J.<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>26. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Wir haben nicht nur eine Krise des Systems, sondern auch eine Krise der Personen, der K&ouml;pfe &ndash; wir haben keinen Willy Brandt, keinen Helmut Schmidt, keinen Richard von Weizs&auml;cker oder Helmut Kohl mehr, wir haben stattdessen Politiker, &uuml;ber die man sich lustig machen kann (Habeck, Baerbock, Esken, Lang etc. ) oder Politiker, denen man nicht trauen kann (Scholz, von der Leyen, Merz, Strack-Zimmermann, W&uuml;st etc.).<\/p><p>Wir haben auch kaum Intellektuelle &ndash; es gibt nat&uuml;rlich diese Leute wie Precht und Welzer usw., die oft in den Medien sind, aber fr&uuml;her hatten wir eine ganz andere Zahl von Intellektuellen die weltweit einen guten Ruf genossen haben, die den Nobelpreis f&uuml;r Literatur (B&ouml;ll, Grass) oder den Friedensnobelpreis (Brandt) bekommen haben.<\/p><p>Und wir haben vor allem auch keine guten Journalisten mehr, keinen G&uuml;nter Gaus, keinen Hanns-Joachim Friedrich, keinen Franz Alt, und vor allem auch keinen G&uuml;nter Wallraff!<br>\nKein Wunder, wenn&rsquo;s nur noch abw&auml;rts zu gehen scheint.<\/p><p>Gr&uuml;&szlig;e an alle.<br>\nJ&uuml;rgen Warschun<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>27. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Lieber Jens Berger, liebes Team der Nachdenkseiten,<\/p><p>ich frage mich im Zusammenhang der von Ihnen dargestellten Umfragen, ob die positiven Zustimmungwerte f&uuml;r Meloni, Milei und Co. sich nicht vielmehr aus der Antipathie gegen&uuml;ber der Politik vormaliger Regierungen ergeben sowie aus der noch fehlenden Erkenntnis, dass 99% der Bev&ouml;lkerung von z.B. Meloni, Milei und Trump ebenso wenig profitieren bzw. noch mehr zu leiden haben werden. <\/p><p>Auch wenn &lsquo;Democracts&rsquo;, SPD, FPD, CDU, Gr&uuml;ne und Co. mittlerweile ebenso auf leere Versprechen setzen, werden sie auf diesem Feld von erfahrerenen Scharlatanen schlicht geschlagen. Milei, Meloni, Weidel und Trump k&ouml;nnen vor der Kamera vermutlich hemmungsloser Wohlstand f&uuml;r alle versprechen, w&auml;hrend sie hinter dem R&uuml;cken die Kettens&auml;gen bet&auml;tigen, um die Privilegien der oberen 1% zu sichern. Zugleich f&auml;llt es ihnen wohl auch gem&auml;&szlig; ihrer Ideologie leichter, die Verantwortung f&uuml;r ihre desastr&ouml;se Politik auf beliebige S&uuml;ndenb&ouml;cke zu verteilen &ndash; man kennt das Muster: Migranten, Arbeitslose und schlie&szlig;lich Kranke, d.h. prek&auml;re Gruppen, die in der &Ouml;ffentlichkeit &uuml;ber kein Sprachrohr verf&uuml;gen. Im historischen Vergleich auch beliebt: Ein &auml;u&szlig;erer &lsquo;Feind&rsquo;, der f&uuml;r die Schieflage im eigenen Land verantwortlich sein soll. Eine Vorgehensweise, an der sich seit l&auml;ngerem auch etablierte Parteien versuchen. Der Fokus auf AfD und Co. macht eben blind f&uuml;r die gef&auml;hrlichen Entwicklungen im Establishment.<\/p><p>Ein entscheidender N&auml;hrboden f&uuml;r die krisenhafte Entwicklung liegt m.E. in jener &lsquo;unheiligen Allianz&rsquo; zwischen Pseudo-&lsquo;Linken&rsquo; und an den Schaltern der Macht sitzenden Pseudo-&lsquo;Liberalen&rsquo;. Green- und Pinkwashing haben zunehmend und vehement dazu beigetragen, asoziale Ma&szlig;nahmen und Verhaltensweisen als sozial und progressiv darzustellen. Die Nachdenkseiten haben im Laufe der Jahre einige sehr gute Beispiele daf&uuml;r zusammengetragen: Adidas hat schon vor Jahren eine Frauenquote im Vorstand eingerichtet und verwendet gendergerechte Sprache in diversen &lsquo;sozialen&rsquo; Medien, w&auml;hrend sich die Lage der von Adidas besch&auml;ftigten N&auml;herinnen in El Salvador und Indonesien in den letzten 15 Jahren nicht nennenswert gebessert hat. Ein weiteres (satirisches) Beispiel: Die Darstellung zweier Flugzeuge des US-amerikanischen Milit&auml;rs, die Bomben abwerfen. Das Flugzeug der Republikaner ist unauff&auml;llig grau, w&auml;hrend das Flugzeug der Demokraten mit Regenbogenflaggen und Friedenstauben verziert ist. Die Satire ist mittlerweile zur Realsatire geworden, wenn Lockheed Martin auf Pride Parades mitmarschiert oder Gr&uuml;ne und &lsquo;junge Liberale&rsquo; auf ihren Plakaten mit Parolen wie &ldquo;Krieg beenden, Panzer senden&rdquo; auf die Stra&szlig;e ziehen. Das Ausma&szlig; der damit einhergehen Selbstwiderspr&uuml;che ist ph&auml;nomenal und erinnert nicht nur an eine Orwell&rsquo;sche Dystopie &ndash; es kommt ihr sehr sehr nahe.<\/p><p>Eine zweite entscheidende Ursache liegt m.E. in der ung&uuml;nstigen Entwicklung in &lsquo;Leitmedien&rsquo;, Kunst und Wissenschaft:<\/p><p>Der an diese Institutionen gerichtete Vorwurf, sie seien &lsquo;links-gr&uuml;n-versifft&rsquo;, schie&szlig;t meilenweit daneben, da all diese krisenhaften Entwicklungen sehr wenig mit &lsquo;linker&rsquo; oder &lsquo;gr&uuml;ner&rsquo; Politik im urspr&uuml;nglichen Sinn gemein haben. &lsquo;Links-gr&uuml;n&rsquo; ist oftmals leider nur die Fassade bzw. der Lack, der aus dem oben beschriebenen Green- und Pinkwashing gewonnen wird. <\/p><p>Nichtdestotrotz haben gerade jene &ouml;ffentlichen Einrichtungen, die zur Aufkl&auml;rung und Schlichtung von Konflikten beitragen sollten, wohl ph&auml;nomenal versagt, insoweit sie sich jene pseudo-progressive Ideologie haben aufbinden lassen. Denn dadurch haben sie<\/p><p>1. Konfrontationen versch&auml;rft und vielen Menschen vor den Kopf gesto&szlig;en, statt aufzukl&auml;ren und zu schlichten.<br>\n2. ihre Legitimation in der allgemeinen &Ouml;ffentlichkeit aufs Spiel gesetzt.<br>\n3. zus&auml;tzliches Wasser auf die M&uuml;hlen all jener gesp&uuml;lt, die sich schon lange darum bem&uuml;hen, diesen &lsquo;wirtschaftlich unrentablen Laberbacken&rsquo; den Geldhahn zuzudrehen. <\/p><p>Man schaue auf die Entwicklungen in Argentinien, den USA und Neuseeland, deren Regierung etwa der Grundlagenforschung in den Geistes- und Sozialwissenschaften bereits die F&ouml;rderung entzogen hat. Diese Entwicklung erinnert mich an das Mem jenes Fahrradfahrers, der sich selbst einen Stock in die Speichen des Vorderrads steckt.<\/p><p>Man k&ouml;nnte fragen, was denn der gesellschaftliche Auftrag an b&uuml;rgerlich freie Medien, Kunst und Wissenschaft w&auml;re? Sigmund Freud hat das einmal auf folgenden Punkt gebracht: &ldquo;Kultur&rdquo; bezeichne die &ldquo;ganze Summe der Leistungen und Einrichtungen, [&hellip;] in denen sich unser Leben von dem unserer tierischen Ahnen entfernt und die zwei Zwecken dienen: dem Schutz der Menschen gegen die Natur und der Regelung der Beziehungen der Menschen untereinander.&rdquo; (Freud in &ldquo;Das Unbehagen in der Kultur&rdquo;)<\/p><p>Darin sehe ich zumindest den zuletzt h&auml;ufig vers&auml;umten gesellschaftlichen Auftrag an &lsquo;Leitmedien&rsquo;, Kunst und Wissenschaft: Probleme zu erforschen und L&ouml;sungen zu entwickeln f&uuml;r das zwischenmenschlich Miteinander: Wie kommen wir friedlich miteinander aus und welche Faktoren tragen dazu bei? (Sozialwissenschaften, Konfliktforschung) Warum haben &lsquo;soziale&rsquo; Medien oft einen toxischen Einfluss auf Debatten und wie m&uuml;sste man Medien gestalten, damit sie einen respektvollen Dialog erm&ouml;glichen? (Medienwissenschaften) Was bedeutet Gl&uuml;ck? (Philosophie) Was bedeutet Sch&ouml;nheit? (Kunst, &Auml;sthetik) Worin unterscheiden sich Kulturen und wo finden sich Gemeinsamkeiten? (Kulturelle Einrichtungen, Kulturwissenschaften)<\/p><p>Viele Gr&uuml;&szlig;e<br>\nPG<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>28. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr Berger, <\/p><p>mit ihrem Beitrag &bdquo;Warum befindet sich die westliche Demokratie in der Krise?&ldquo; auf den Nachdenkseiten vom 08.01.2025 fassen sie ja die hei&szlig;este Kartoffel auf dem politischen Acker an. <\/p><p>Aus den aktuell verf&uuml;gbaren Werten der Zustimmung der Bev&ouml;lkerung der westlichen Demokratien f&uuml;r ihre jeweiligen Regierung leiten sie eine generelle Krise des gegenw&auml;rtigen Systems der westlichen Demokratien ab, die darin besteht, dass die Mehrheit der jeweiligen Bev&ouml;lkerung die Politik der Regierung ablehnt und damit die Demokratie in Frage gestellt ist. Auf die Frage &bdquo;Woran liegt es, dass die liberalen Demokratien des Westens in einer derart tiefen Legitimationskrise stecken? &bdquo; und nennen rund ein dutzend Faktoren, die zu den Ursachen dieser Krisen beitragen k&ouml;nnten. <\/p><p>Meine Meinung zu der von Ihnen aufgeworfenen Problematik ist, dass sie mit der Analyse des gegenw&auml;rtigen Zustandes der westlichen Demokratien v&ouml;llig recht haben. Der von Ihnen beschriebene Zustand ist schon in den Ver&ouml;ffentlichungen von Gilens and Page (2014) empirisch f&uuml;r die USA und von Els&auml;sser et al. (2016) f&uuml;r Deutschland wissenschaftlich nachgewiesen worden. Da der Aufbau der politischen Systeme der westliche Staatengemeinschaft sehr verwandt ist, weisen die einzelnen Staaten &auml;hnliche Grundeigenschaften wie die USA und die Bundesrepublik Deutschland auf. <\/p><p>Die Ursachen f&uuml;r diese Staatskrisen der Repr&auml;sentativen Demokratien kann man gut verstehen, wenn man sich mit den Grundgedanken der Verfassungsv&auml;ter der USA auseinandersetzt, Hamilton et al. (1788). Sie gingen in ihrer Staatstheorie von einer handvoll Grunds&auml;tzen (Axiome) bez&uuml;glich der Ziele f&uuml;r das Staatswesen und den Grundeigenschaften der darin lebenden Menschen aus. Als Ziel definierten sie, dass der Souver&auml;n des Staatswesens die Wahlberechtigten des Staatsvolkes sein sollen (Axiom 1, Demokratie). Da der zu bildende Staat in Bezug auf die r&auml;umliche Ausdehnung und die Bev&ouml;lkerungszahl zu gro&szlig; war, um eine direkte Demokratie wie in der Antike zu praktizieren, entschlossen sie sich eine Repr&auml;sentative Demokratie zu entwerfen (Axiom 2). Das Wahlvolk w&auml;hlte an einem Tag f&uuml;r vier Jahre seine Repr&auml;sentanten, die in der folgenden Legislaturperiode im Interesse ihrer W&auml;hler politische Entscheidungen zur F&uuml;hrung des Staatswesens treffen sollen. Praktisch gibt damit der W&auml;hler (der Souver&auml;n) seine politische Macht f&uuml;r den Zeitraum von vier Jahren an den gew&auml;hlten Repr&auml;sentanten ab. In logischer Folge eines weiteren Grundsatzes der Verfassungsv&auml;ter, n&auml;mlich Macht tendiert dazu missbraucht zu werden (Axiom 3), f&uuml;hrten sie die Machtteilung und -Balance der drei politischen M&auml;chte, Legislative, Exekutive und Judikative ein, um ein nachhaltig stabiles politisches System zu errichten. Aus einem weiteren Axiom, n&auml;mlich das wirtschaftliche Macht auch politische Macht ist (Axiom 4), folgt, dass mit der industriellen Revolution die Konzentration der wirtschaftlichen Macht in den H&auml;nden der Eigent&uuml;mer der Gro&szlig;unternehmen so stark angewachsen war, dass die damit verbundene politische Macht von vergleichbarer Gr&ouml;&szlig;e mit den klassischen politischen M&auml;chten des Staates geworden war, also eine vierte politische Macht neben den drei klassischen politischen M&auml;chten entstanden war. Die Nachfahren der Verfassungsv&auml;ter h&auml;tten diese vierte Macht in die Verfassung einbinden und in eine Machtbalance mit den klassischen politischen M&auml;chten f&uuml;hren m&uuml;ssen. Das ist bis heute nicht erfolgt, w&auml;hrend sich die wirtschaftliche und politische Macht der Eigent&uuml;mer der Gro&szlig;unternehmen seit der Zeit um 1900 immer weiter verzweigt und vergr&ouml;&szlig;ert hat. In logischer Folge des dritten Axioms, Macht tendiert dazu missbraucht zu werden, haben die Eigent&uuml;mer der Gro&szlig;unternehmen heutzutage die politische Macht praktisch &uuml;bernommen und sind der Souver&auml;n. Damit haben wir keine Repr&auml;sentative Demokratie mehr, sondern eine Oligarchie der Eigent&uuml;mer der Gro&szlig;unternehmen. <\/p><p>Also, die Antwort auf die abschlie&szlig;ende Frage in Ihrem Artikel lautet meiner Meinung nach: Die Ursache der tiefen Legitimationskrise liegt darin, dass die politische Macht der Eigent&uuml;mer der Gro&szlig;unternehmen nicht in die Balance mit den klassischen politischen Kr&auml;ften eingebunden ist. <\/p><p>_Literatur:_ <\/p><p>Gilens, M., &amp; Page, B. (2014). Testing Theories of American Politics: Elites, Interest Groups, and Average Citizens. Perspectives on Politics, 12(3), 564-581. <\/p><p>doi:10.1017\/S1537592714001595 <\/p><p>Die Ver&ouml;ffentlichung erreicht man unter folgender Webadresse: <\/p><p><a href=\"https:\/\/www.cambridge.org\/core\/journals\/perspectives-on-politics\/article\/testing-theories-of-american-politics-elites-interest-groups-and-average-citizens\/62327F513959D0A304D4893B382B992B\">https:\/\/www.cambridge.org\/core\/journals\/perspectives-on-politics\/article\/testing-theories-of-american-politics-elites-interest-groups-and-average-citizens\/62327F513959D0A304D4893B382B992B<\/a> <\/p><p>Els&auml;sser, Lea \/ Hense, Svenja \/ Sch&auml;fer, Armin (2016), Systematisch verzerrte  Entscheidungen? Die Responsivit&auml;t der deutschen Politik von 1998 bis 2015 [PDF, 765KB] <\/p><p>Erreichbar unter der Webadresse: <\/p><p><a href=\"https:\/\/www.armuts-und-reichtumsbericht.de\/SharedDocs\/Downloads\/Service\/Studien\/endbericht-systematisch-verzerrte-entscheidungen\">https:\/\/www.armuts-und-reichtumsbericht.de\/SharedDocs\/Downloads\/Service\/Studien\/endbericht-systematisch-verzerrte-entscheidungen<\/a><\/p><p>Hamilton, A., J. Madison and J. Jay (1788), Die Federalist Papers, Verlag C.H. Beck M&uuml;nchen (2007), &Uuml;bersetzt von B. Zehnpfennig <\/p><p>Ein frohes und gesundes Neues Jahr w&uuml;nscht Ihnen <\/p><p>mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en<br>\nHans-Ulrich Lass<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>29. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr Berger,<\/p><p>Sie fragen &bdquo;Warum befindet sich die westliche Demokratie in der Krise&ldquo; und bieten selbst eine stichwortartige Liste als Erkl&auml;rung an.<\/p><p>Was Sie dort aufgelistet haben, sind aber zumeist lediglich Symptome. Das Wesentliche sprechen Sie nicht an.<\/p><p>Ja, Sie haben Recht. Konstitutionell leben wir in einem demokratischen Rechtsstaat, und es gelten &uuml;berall im Westen individuelle Grundrechte wie sie in Deutschland durch das Grundgesetz normiert sind. Artikel 20,1 des Grundgesetztes lautet: &bdquo;Die Bundesrepublik Deutschland ist ein demokratischer und sozialer Bundesstaat.&ldquo;<\/p><p>Aber muss wirklich noch argumentiert werden wie wenig substantiell in der Realit&auml;t davon noch vorhanden ist?<\/p><p>Im Westen wurde in den letzten Jahrzehnten eine Politik gemacht, die den Einfluss von Big Money und von transatlantischen Netzwerken auf politische Entscheidungsprozesse institutionalisiert hat.<br>\nWas hinter der Fassade von Demokratie, Rechtsstaat und Grundrechten im Westen entstanden ist, ist eine Kollusion von Regierungen und multinational agierenden Konzernen sowie den hinter diesen stehenden Ultrareichen und ihrer vielen Vehikel &uuml;ber die sie Macht aus&uuml;ben.<\/p><p>Gegen die Interessen von Big Money und Global Governance kann im Westen keine Politik gemacht werden. Anders gesagt: Gegen die Interessen von Wall Street und Washington kann keine Politik gemacht werden.<\/p><p>Und die Regierenden gestehen dies auch selbst ein, wenn sie von der marktkonformen Demokratie schwadronieren (Merkel) oder ins Feld f&uuml;hren, man k&ouml;nne gegen die Finanzm&auml;rkte keine Politik machen (Fischer).  Aber gegen das Allgemeinwohl, gegen die Grundrechte, das geht schon, mag man etwas polemisch und doch in der Sache den Kern treffend hinzuf&uuml;gen.<\/p><p>Wer alle politischen Entscheidungen implizit unter solche Vorbehalte stellt, der endet bei all dem, was Sie in Ihrer Stichpunkteliste aufgelistet haben. Die Menschen sp&uuml;ren, dass die Politik nur in Sonntagsreden an ihrem Wohl interessiert ist. In Wirklichkeit hat der Staat den Gesellschaftsvertrag mit seinen B&uuml;rgern einseitig gek&uuml;ndigt. Nicht umgekehrt. Anders gesagt: Der Staat delegalisiert  sich selbst.<\/p><p>Sollte es da wirklich wundern, wenn viele B&uuml;rger entsprechend reagieren?<\/p><p>Und dies noch: In Russland und China wurde der Einfluss der Oligarchen auf politische Entscheidungsprozesse einged&auml;mmt (Russland) bzw. erst gar nicht zugelassen (China). Nur deshalb, konnte in den letzten Jahrzehnten die Armut in diesen L&auml;ndern so massiv reduziert und die Alltagsbedingungen zumindest f&uuml;r die weit &uuml;berwiegende Mehrheit der Bev&ouml;lkerung derart verbessert werden.<\/p><p>Sollte es da wirklich wundern, warum die Menschen in diesen L&auml;ndern mit ihren Regierungen weitgehend zufrieden sind?<\/p><p>Das meint, verbunden mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en<br>\nThomas Konradt<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In diesem <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=126887\">Beitrag<\/a> diskutiert <strong>Jens Berger<\/strong> &uuml;ber den Zustand westlicher Demokratien. Hingewiesen wird u.a. auf die vom Unternehmen Morning Consult Anfang Dezember letzten Jahres in 27 L&auml;ndern ermittelten Zustimmungswerte. In keinem einzigen gr&ouml;&szlig;eren westlichen Land komme der jeweilige aktuelle Regierungschef auf positive Zustimmungswerte. Demokratie lebe vom Widerspruch und es sei per se nicht problematisch,<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=127051\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[103],"tags":[],"class_list":["post-127051","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-leserbriefe"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/127051","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=127051"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/127051\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":127053,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/127051\/revisions\/127053"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=127051"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=127051"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=127051"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}