{"id":12711,"date":"2012-03-29T12:46:31","date_gmt":"2012-03-29T10:46:31","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12711"},"modified":"2015-02-08T11:24:26","modified_gmt":"2015-02-08T10:24:26","slug":"erich-fromm-preis-fur-georg-schramm-preisverleihung-und-der-preistrager-mit-nach-uns-kommt-keine-sintflut-als-video","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12711","title":{"rendered":"Erich Fromm-Preis f\u00fcr Georg Schramm: Preisverleihung und der Preistr\u00e4ger mit \u201eNach uns kommt keine Sintflut\u201c als Video"},"content":{"rendered":"<p>Es folgen f&uuml;r Interessierte der <a href=\"http:\/\/www.fluegel.tv\/beitrag\/4052\">Link<\/a> zum Video von der Preisverleihung in Stuttgart. Dort in Teil 1 die Preisverleihung mit Einf&uuml;hrung von Prof. Dr. J&uuml;rgen Hardeck und die Laudatio von Thomas Gebauer (medico international). Dann in Teil 2 die Rede von Georg Schramm. Die Laudatio finden Sie unten auch noch verschriftet. Nebenbei: Die NachDenkSeiten wurden am Montagabend gleich zweimal &ouml;ffentlich als Informationsquelle gew&uuml;rdigt. Georg Schramm meinte im Gespr&auml;ch mit mir, er wie auch viele seiner Kollegen nutzten die NDS. So ist es auch gedacht. Und es macht Sinn, sich gegenseitig zu st&uuml;tzen. <strong>Albrecht M&uuml;ller<\/strong>.<br>\n<!--more--><br>\nIn diesem Sinne hier der Hinweis auf <a href=\"http:\/\/www.georg-schramm.de\/html\/termine.html\">Termine<\/a> und das <a href=\"http:\/\/www.georg-schramm.de\/html\/programm.html\">Programm<\/a> von Georg Schramm.<\/p><p><strong>Anhang: <\/strong><br>\n<strong>Laudatio auf Georg Schramm*<\/strong><\/p><p><em><strong>von Thomas Gebauer<\/strong><\/em><\/p><p>Sehr geehrter Herr Funk,<br>\nlieber Georg,<br>\nsehr geehrte Damen und Herren, <\/p><p>was sagt man Lobendes &uuml;ber jemanden, den eigentlich alle, zumindest alle, die einem selbst wichtig sind, l&auml;ngst sch&auml;tzen? Sie haben es geh&ouml;rt: Mit so ziemlich jedem Preis, den es im deutschsprachigen Raum an Kabarettisten zu vergeben gibt, ist Georg Schramm bereits geehrt worden. Entsprechend viele Laudatoren waren bereits am Werk: Georg Schramm, einer der scharfz&uuml;ngigsten, wenn nicht der scharfz&uuml;ngigste deutsche Kabarettist, Schramm, der widerspenstige Humanist, kompromisslos, b&ouml;se-brillant, konsequent der Aufkl&auml;rung und Ver&auml;nderung verpflichtet &ndash; all das trifft ohne Frage! Was w&auml;re dem noch hinzuzuf&uuml;gen? Ich will es mit den beiden Begriffen Aufkl&auml;rung und Ver&auml;nderung versuchen.<\/p><p><strong>Aufkl&auml;rung<\/strong><\/p><p>Vielleicht ist Ihnen aufgefallen, dass ich bei dem Wort Kabarettist gez&ouml;gert habe. Selbstverst&auml;ndlich ist Georg Schramm ein Kabarettist, ein gro&szlig;artiger sogar, aber er ist eben mehr. Er ist ein herausragender Zeit- und Gesellschaftskritiker, ein &uuml;berzeugender Schauspieler, ein engagierter Frontmann auf politischen Kundgebungen &ndash; und bei all dem, bei all seiner Bekanntheit ist er dennoch ein angenehmer und authentischer Zeitgenosse geblieben. Das verdient besondere Erw&auml;hnung; denn f&uuml;r prominente Menschen ist das durchaus nicht selbstverst&auml;ndlich.<\/p><p>Vor allem aber ist Georg Schramm der Sch&ouml;pfer von Figuren, die heute kaum noch aus dem &ouml;ffentlichen Leben wegzudenken sind.<\/p><p>Allen voran der renitente, &uuml;belgelaunte Rentner Lothar Dombrowski, das Alter Ego von Georg Schramm, den &ndash; wenn es denn m&ouml;glich gewesen w&auml;re &ndash; viele im Lande gerade zum Bundespr&auml;sidenten gew&auml;hlt h&auml;tten. Stellen Sie sich vor: Dombrowski, eine Kunstfigur, als Bundespr&auml;sident, ein Pr&auml;sident, der &ndash; als er beim Abschied aus der ZDF-Anstalt seine Bewebung bekannt gab &ndash; eine kleine Liste von Personen pr&auml;sentierte, deren Pr&auml;sident er nicht sein wolle?<\/p><p>Auch Schramms zweite Figur, der zynische und trinkfreudige Oberstleutnant Sanftleben, ist nicht ohne Resonanz im wirklichen Leben geblieben. Und was f&uuml;r eine. Kein geringerer als Alexander Kluge hat den Oberstleutnant f&uuml;r seinen Fernsehkanal interviewt, v&ouml;llig ernsthaft und gut eine halbe Stunde lang: zum Afghanistan-Krieg, zur Kampff&auml;higkeit der Bundeswehr, zu den Entwicklungen in der Waffentechnologie. Schauen Sie sich das auf YouTube an, wenn Sie es noch nicht gesehen haben. Es lohnt.<\/p><p>Der Dritte im Bunde, der Sozialdemokrat August, scheint eh dem Leben abgeguckt. Niemand w&uuml;rde sich wundern, wenn er pl&ouml;tzlich in einem der SPD-Ortsvereine, etwa in der hessischen Wetterau, auftauchen w&uuml;rde, wo Augusts Plan, eine &bdquo;Arbeitsgemeinschaft der Sozialdemokraten in der SPD&ldquo; zu bilden, l&auml;ngst kein Ulk mehr ist, sondern in die Tat umgesetzt wurde. Einer der Ortvereine hatte unl&auml;ngst Vollzug gemeldet.<\/p><p>Georg Schramms Figuren, f&uuml;r die B&uuml;hne konzipiert und als solche nat&uuml;rlich stark &uuml;berzeichnet, sind auf bemerkenswerte Weise real geworden. Das aber wirft Fragen auf. Was hei&szlig;t es f&uuml;r den Zustand einer Gesellschaft, wenn ein humorloser, verbitterter Kotzbrocken, wenn Dombrowski, den Schramm sich ausgedacht hat, um bei der Gei&szlig;elung der Verh&auml;ltnisse nichts, aber auch gar nicht auslassen zu m&uuml;ssen, am Ende so sehr die Leute begeistert, dass die gar nicht genug bekommen k&ouml;nnen? Was hei&szlig;t es, wenn Dombrowski heute auf Demonstrationen den Leuten aus der Seele spricht: mit analytischer Sch&auml;rfe und heiligem Zorn? So letztes Jahr hier in Stuttgart, und auch in Frankfurt auf dem Aktionstag gegen die Macht der Banken, wo Dombrowski keineswegs zur clownesken Auflockerung der Kundgebung beitrug, sondern vielen als der Hauptredner galt.<br>\nDie Faszination, die von dieser Figur ausgeht, liegt ohne Frage in der bei&szlig;enden Kritik, mit der Georg Schramm das herrschende System, den Kapitalismus, &uuml;berzieht:<\/p><ul>\n<li>ein System, das den Kapitalertrag, den Profit &uuml;ber alles stellt und dabei soziale Spaltungen in immer gr&ouml;&szlig;erem Ausma&szlig;e in Kauf nimmt, <\/li>\n<li>ein System, das mit Hartz IV, so Georg Schramm, ein &bdquo;Menschenopfer f&uuml;r Wachstum&ldquo; geschaffen hat, <\/li>\n<li>ein System, das selbst noch im Moment der gr&ouml;&szlig;ten Gefahr geradewegs weiter auf den Abgrund zusteuert, statt umzukehren.<\/li>\n<\/ul><p>Man m&uuml;sse das Vertrauen der M&auml;rkte zur&uuml;ckzugewinnen, hei&szlig;t es heute allenthalben in Wirtschaft und Politik. Man d&uuml;rfe, so spottet Schramm &bdquo;das Kapital, das scheue Reh, nicht verschrecken, wo man es doch auch schlachten k&ouml;nnte&ldquo;.<br>\nEine Idee, die &ndash; so derb sie daherkommt &ndash; auch feinsinnige Intellektuelle wie Walter Benjamin an ihrer Seite wei&szlig;. Bereits in den 30er Jahren forderte Benjamin die im Zug fahrende Weltgesellschaft auf, endlich zur Notbremse zu greifen (ein wundersch&ouml;nes Bild, nicht zuletzt hier in Stuttgart). Der Griff zur Notbremse aber ist bislang ausgeblieben. Die Katastrophe setzt sich mit irrationaler Zwangsl&auml;ufigkeit fort. Zur besten Sendezeit berichten allabendlich Korrespondenten von einem B&ouml;rsengeschehen, das sie nicht eigentlich mehr erkl&auml;ren k&ouml;nnen. Schauen Sie mal da rein: Da sind die Vorhersagen des Wetterberichtes vergleichsweise pr&auml;zise.<\/p><p>August, der alt gediente K&auml;mpe, sp&uuml;rt diesen Wandel, und so hilflos, wie er manchmal wirkt, bringt er den prek&auml;ren Zustand der Gegenwart doch auf den Punkt: &bdquo;Politik war mein Leben, aber in der Zeitung stehen ja nur noch B&ouml;rsenkurse.&ldquo;<\/p><p>Bei allem Furor, den Georg Schramm in seine Zeitkritik legt, sind die Helden, die er uns pr&auml;sentiert, doch eigentlich tragische Helden. Typen, voller Ambivalenzen; Charaktere, die ebenso liebenswerte wie absto&szlig;ende Seiten haben; was sie freilich nur interessanter macht.<\/p><p>Zum Gl&uuml;ck verweigern sie sich jeder Reduzierung auf ein blo&szlig;es Funktionieren. Das gilt &ndash; so &uuml;berraschend das f&uuml;r Sie klingen mag &ndash; auch f&uuml;r den Soldaten Sanftleben, der all den Euphemismen, die er als Presseoffizier zu verk&uuml;nden hat, immer weniger selbst glauben kann und zu Scherzen greift, in denen das Andere, die Unzufriedenheit &ndash; wie auch immer verzerrt &ndash; durchbricht.<\/p><p>Schramms Ensemble umfasst Menschen, die auf ihre jeweilige Weise aufm&uuml;pfig bleiben, zugleich aber entfremdet sind, leiden und scheitern. Charaktere, die auf gro&szlig;artige Weise jenes Unbehagen in der Kultur deutlich machen, das Sigmund Freud beschrieben hat, ein Unbehagen, das als Reaktion auf gesellschaftliche Verh&auml;ltnisse zu deuten ist, die selbst v&ouml;llig zerrissen, widerspr&uuml;chlich und feindselig sind.<\/p><p>Es ist ein gro&szlig;er Verdienst, dass Georg Schramm, in Zeiten, in denen die Menschen mit Moden und kulturellen Opiaten, wie Erich Fromm gesagt h&auml;tte, mit Flachbildschirmfernsehen, schalen Lebensdevisen und allerlei Therapieangeboten und &ndash; wenn das nicht hilft &ndash; auch mit disziplinierender Sozialtechnik und Psychopharmaka standardisiert und dem Wirtschaftsgeschehen verf&uuml;gbar gemacht werden, dass Georg Schramm in solchen Zeiten auf das Sperrige in den Menschen, das nicht Kompatible, das Widerspr&uuml;chliche pocht. Das ist allerdings ein Gl&uuml;cksfall f&uuml;r uns alle.<\/p><p>Befremdend sind auch die Themen, die Georg Schramm uns, seinem Publikum zumutet: Es sind existentielle Themen, wie Krieg, Krankheit, Tod. Themen, denen sich seine Figuren auf ihre Weise: kantig, &uuml;berzogen und unbeholfen n&auml;hern, was immer wieder Lachen hervorbringt, ein Lachen, das kurzfristig entlastet, aber im Halse stecken bleibt.<\/p><p>Wer nach zwei Stunden Programm den Saal verl&auml;sst, hat nicht nur harte und kompromisslose Kritik an den antagonistischen gesellschaftlichen Verh&auml;ltnissen miterlebt, sondern auch erfahren, wie sich diese Verh&auml;ltnisse in einem selbst, in den Leuten, niederschlagen. Ja, was Georg Schramm mit seinen Figuren auf der B&uuml;hne zutage f&ouml;rdert, ist das, was Fromm schon vor Jahrzehnten das &bdquo;gesellschaftliche Unbewusste&ldquo; genannt hat.<\/p><p>Diejenigen von Ihnen, die einmal einen Auftritt von Schramm verfolgt haben, wissen, wovon ich rede: von einem Publikum, das ebenso gebannt wie unruhig, ebenso zustimmend wie verunsichert bei der Sache bleibt,<\/p><ul>\n<li>weil es etwas &uuml;ber sich selbst erf&auml;hrt,<\/li>\n<li>weil auf der B&uuml;hne jemand etwas sagt, das selbst nicht bewusst erlebt werden darf, das abgespalten und verdr&auml;ngt werden musste.<\/li>\n<\/ul><p>Nat&uuml;rlich sind Schramms Auftritte keine Therapiestunden, aber sie sind h&ouml;chst wirkungsvoll. Eben Aufkl&auml;rung in einem emphatischen Sinne. Aufkl&auml;rung, wie sie Immanuel Kant verstanden hat &ndash; als Befreiung des Menschen aus seiner selbstverschuldeten Unm&uuml;ndigkeit.<\/p><p>Diese Aufkl&auml;rung aber steht noch immer aus. Schauen wir auf die Entwicklung, die die Idee der Aufkl&auml;rung in den letzten 250 Jahren genommen hat, erweist sich die Sache n&auml;mlich als h&ouml;chst vertrackt.<\/p><p>Eben darauf verweist Georg Schramm, wenn er am Ende seines laufenden Programms &bdquo;Meister Yodas Ende &ndash; &Uuml;ber die Zweckentfremdung der Demenz&ldquo; das Publikum mit einem Satz konfrontiert, der es allerdings in sich hat: &bdquo;Die vollends aufgekl&auml;rte Erde erstrahlt im Zeichen des triumphalen Unheils&ldquo;, zitiert er Max Horkheimers und Theodor W. Adornos zentrale These aus der &bdquo;Dialektik der Aufkl&auml;rung&ldquo;.<\/p><p>Es ist h&ouml;chst bemerkenswert, dass solche Einsichten mit Georg Schramm den Weg auf die B&uuml;hne gefunden haben &ndash; und dort auch verstanden werden:N&auml;mlich dass Aufkl&auml;rung scheitert, weil sie sich als rationale Beherrschung von Natur selbst in Herrschaft verwandelt, in eine Herrschaft, die sich den Menschen nunmehr nicht mehr im religi&ouml;sen Mythos sondern als scheinbar rationales Prinzip zeigt, als wissenschaftlich begr&uuml;ndete Unterdr&uuml;ckung sozusagen, als technologische und &ouml;konomische Zwangsl&auml;ufigkeit Und das mit dem Ziel, die Menschen, ihr Denken und alle ihrer Regungen so zu vereinheitlichen, dass sie berechenbar und dem Wirtschaftsgeschehen verf&uuml;gbar werden.<\/p><p>Genau das &uuml;bersetzt Georg Schramm im Spiel mit seinen Figuren auf eine Weise, die deutlich macht, dass nicht ein Wort an der &bdquo;Dialektik der Aufkl&auml;rung&ldquo; &uuml;bertrieben ist:<\/p><ul>\n<li>Ausf&uuml;hrlich widmet sich Georg Schramm dem Schicksal von Pflegepatienten, deren Betreuung kosteng&uuml;nstiger zu leisten ist, wenn sie auf dem modernsten Stand der Technik mit Schl&auml;uchen k&uuml;nstlich ern&auml;hrt und sauber gehalten werden.<\/li>\n<li>Mit Detailinformationen, die kaum jemandem bekannt sind, referiert er, wie mit Mikrowellen-Kanonen und allerlei anderen neuen Waffen die Bek&auml;mpfung von gegnerischen Soldaten, aber auch aufbegehrender Demonstranten, sogenannter Weichziele, k&uuml;nftig effizienter als bisher geleistet werden kann.<\/li>\n<li>Er vermittelt, wie Pharmakonzerne die Armut vieler &auml;lterer Menschen nutzen, um neue Medikamente zu testen, etc. etc.<\/li>\n<\/ul><p>In all diesen F&auml;llen stellt sich Vernunft nicht in den Dienst der Befreiung aus Unm&uuml;ndigkeit, sondern tr&auml;gt zur Sicherung von Herrschaft bei.<\/p><p>Dass es Georg Schramm gelingt, solche komplexen Zusammenh&auml;nge verst&auml;ndlich aufzudecken, ist allerdings eine gro&szlig;e Kunst. Aufkl&auml;rung, so wird dabei deutlich, ist eben nicht mit ein paar Lebenstipps zu haben. Sie vertr&auml;gt sich nicht mit jener herrschenden instrumentellen Vernunft, die sich allein von N&uuml;tzlichkeitserw&auml;gungen leiten l&auml;sst und an alles und jedes ein Preisschild heftet.<\/p><p>Dombrowski, ganz Kantianer, pocht auf eine andere Vernunft, eine, die allgemeing&uuml;ltigen Werten verpflichtet ist und mit Moral einhergeht. Auch August ist auf dieser Spur, wenn er sich mit Wehmut an Zeiten erinnert, in der seine Partei noch einen emphatischen Begriff von Gerechtigkeit besa&szlig; und man Ausbeuter noch Ausbeuter nennen durfte.<\/p><p><strong>Vita<\/strong><\/p><p>Das Dr&auml;ngen auf Gerechtigkeit begleitet Georg Schramm Zeit seines Lebens. Aufgewachsen ist er in einem sozialdemokratisch gepr&auml;gten Elternhaus im mond&auml;nen Bad Homburg nahe Frankfurt.<\/p><p>Sein Vater war einfacher Arbeiter, der uns in der Figur des August heute immer wieder entgegentritt. Georg ist das einzige Arbeiterkind in seiner Klasse. Aber nicht im Gymnasium entdeckt er sein Interesse f&uuml;rs Theater, sondern bei gemeinsamen Fernsehabenden mit der Mutter, die kaum ein B&uuml;hnenst&uuml;ck ausl&auml;sst.<\/p><p>Nachdem er gerade so das Abitur geschafft hat und an einen sozialen Aufstieg im wenig durchl&auml;ssigen Bad Hamburg nicht zu denken ist, verpflichtet er sich bei der Bundeswehr, wo er es in einer Panzerdivision, die von General Bastian befehligt wird, bis zum Offizier der Reserve bringt. Wegen &bdquo;charakterlicher Nichteignung&ldquo; aber f&auml;llt Schramm, der sich inzwischen auch politisch zu bet&auml;tigen begonnen hat, schlie&szlig;lich bei der Heeresoffiziersschule durch.<\/p><p>Er geht nach Bochum, wo er Psychologie studiert, um nach dem Studium nach Konstanz an den Bodensee zu wechseln. Dort tritt er in einer neurologischen Reha-Klinik die Stelle eines Psychologen an. Zw&ouml;lf Jahre bleibt er dabei, arbeitet mit Patienten und engagiert sich als Betriebsrat zugleich auch f&uuml;r die Belange der Belegschaft. Letzteres bringt ihm das Angebot der &Ouml;TV ein, in Stuttgart den Posten eines Gewerkschaftssekret&auml;rs zu &uuml;bernehmen.<\/p><p>Schramm aber bleibt in Konstanz. Als er auf einer Betriebsfeier eine Rede auf einen Arbeitskollegen h&auml;lt, wird er entdeckt. Eine Theatergruppe macht ihm das Angebot mitzumachen. Als Georg Schramm das erste Mal auf einer B&uuml;hne steht, ist er bereits weit &uuml;ber 30.<\/p><p>Es sind die Br&uuml;che in seinem Leben, die ihn geschult haben. Ein Leben, das so ganz anders aussieht, wie das vieler heutiger Politiker, die den direkten Weg vom Krei&szlig;saal &uuml;ber den H&ouml;rsaal zum Plenarsaal nehmen.<\/p><p>Georg Schramm, so war k&uuml;rzlich im Internet zu lesen, sei ein Leuchtturm des intellektuellen Anstands. Das sind gro&szlig;e Worte, keine Frage, Worte, die aber eines deutlich machen: Radikale Kritik und ethische &Uuml;berzeugungen passen nicht nur gut zusammen, sie bedingen sich nachgerade gegenseitig. Es ehrt Georg Schramm, dass er all die mitunter vorwurfsvoll daherkommenden Fragen, ob er Moralist sei, ein Gutmensch gar, souver&auml;n zur&uuml;ckgibt: eben mit bei&szlig;ender Kritik an Verh&auml;ltnissen, die deshalb so destruktiv sind, weil ihnen jede Moral abhanden gekommen zu sein scheint.<\/p><p><strong>Ver&auml;nderung<\/strong><\/p><p>Georg Schramm wolle, so die Jury der Erich Fromm Gesellschaft, nicht nur aufkl&auml;ren, sondern auch ver&auml;ndern. Unbedingt, ja doch! Seine B&uuml;hnenkunst ebenso wie sein politisches Engagement, sind weder &bdquo;l&rsquo;art pour l&rsquo;art&ldquo;, noch Selbstzweck oder gar ein Beitrag zur Stabilisierung der bestehenden Verh&auml;ltnisse. Es geht ihm um Ver&auml;nderung, und die gelingt bekanntlich nur dort, wo Menschen dies auch wollen und auf Ver&auml;nderung dr&auml;ngen.<\/p><p>Aber warum tun sie das nicht viel mehr? Was ist es, was die Gesellschaft &bdquo;im Innersten&ldquo; zusammenh&auml;lt, obwohl sie doch erkennbar die Interessen ihrer Mitglieder an sozialer Gerechtigkeit immer wieder verr&auml;t? &ndash; Es ist die Frage nach dem &bdquo;sozialen Kitt&ldquo;, dem Erich Fromm bereits in den 30er Jahren nachgesp&uuml;rt hat und in dem er die Grundlage f&uuml;r letztlich jede gesellschaftliche Ideologie ausmachte.<\/p><p>Ohne die nachhaltige Ersch&uuml;tterung herrschender Ideologien kann Ver&auml;nderung nicht gelingen; jede Ver&auml;nderung beginnt mit der Herausforderung dessen, was in den Sozialwissenschaften die &bdquo;kulturelle Hegemonie&ldquo; genannt wird. Keine Sorge, ich will Sie hier nicht mit soziologischen Begriffen traktieren, diesen aber, der f&uuml;r Georg Schramms Arbeit so wichtig ist, doch mit einem Satz erl&auml;utern. Salopp gesprochen, ist mit kultureller Hegemonie das gemeint, was die gesellschaftliche &bdquo;Luft&uuml;berlegenheit&ldquo; &uuml;ber die Leitartikel, die Stammtische, die Gespr&auml;che im Cafe, auf der Stra&szlig;e, im Verein, die Vorstellungen der Leute samt ihres Aberglaubens, etc. genannt werden k&ouml;nnte.<\/p><p>Nicht zuletzt die Umw&auml;lzungen in der arabischen Welt haben deutlich gemacht, was Kampf um die kulturelle Hegemonie meint und wo der Ort ist, an dem diese K&auml;mpfe ausgetragen werden. Als es der Demokratiebewegung in &Auml;gypten gelungen war, f&uuml;r sich und f&uuml;r das Land den &ouml;ffentlichen Raum zur&uuml;ckzuerobern und allen klar zu machen, dass Mubarak nicht im Interesse der Allgemeinheit handelte, war es um dessen F&auml;higkeit, f&uuml;r Hegemonie zu sorgen, geschehen.<\/p><p>Sie m&uuml;ssen aber nicht unbedingt nach &Auml;gypten schauen, um zu verstehen, welche Bedeutung in der Auseinandersetzung um die kulturelle Hegemonie liegt. Denken Sie an den Regierungswechsel in Baden-W&uuml;rttemberg, der ohne die Renaissance des &ouml;ffentlichen Raumes kaum m&ouml;glich gewesen w&auml;re, und im weiteren Sinne an die Ersch&uuml;tterung der neoliberalen Ideologie.<\/p><p>Bekanntlich waren die zur&uuml;ckliegenden zwei \/ drei Jahrzehnte neoliberaler Politik von der irrigen Idee gepr&auml;gt, die private Initiative sei der &ouml;ffentlichen per se &uuml;berlegen. Bis in weite Teile der Gesellschaft hinein, ja selbst bis in den Kreis derjenigen, die die Aush&ouml;hlung staatlicher Sozialpolitik am eigenen Leib zu sp&uuml;ren bekamen, hat diese Idee Fu&szlig; gefasst.<\/p><p>Keine Talkshow, kaum ein Leitartikel, der nicht das Mantra des Neoliberalismus propagiert h&auml;tte. Allen Ernstes wurde behauptet, man m&uuml;sse die Reichen reicher machen, damit schlie&szlig;lich auch etwas f&uuml;r die Armen abfalle. In der Entwicklungspolitik wurde das der &bdquo;trickle-down Effekt&ldquo; genannt. Statt Ausbau eines Gemeinwesens waren Deregulierung, Steuersenkungen und unternehmerische Lebensf&uuml;hrung angesagt, die selbst den &Auml;rmsten den Armen empfohlen wurde.<\/p><p>Nun, da die katastrophalen Folgen dieser Politik nicht mehr zu &uuml;bersehen sind und die Leute immer weniger bereit sind, den Propheten des Neo-Liberalismus zu glauben, ger&auml;t auch sein ideologisches Fundament ins Wanken. Der &bdquo;soziale Kitt&ldquo; br&ouml;ckelt, die Auseinandersetzungen um die kulturelle Hegemonie nehmen zu. Die Chancen f&uuml;r Ver&auml;nderung wachsen.<\/p><p>Seit jeher hat sich politisches Kabarett in diese Auseinandersetzungen eingemischt. Satire, allzumal die radikale, z&auml;hlt fraglos zu den sch&auml;rfsten Waffen, wenn es darum geht, herrschende Ideologie zu ersch&uuml;ttern. Und auf eben diese Weise ist Georg Schramm Teil von Ver&auml;nderungsprozessen. Mit seinen Auftritten auf Demonstrationen hilft er mit, jenen &ouml;ffentlichen Raum zur&uuml;ckzuerobern, an dem sich &ouml;ffentliche Meinung bildet, wo sich Menschen zusammenfinden, die alleine wom&ouml;glich nur Ohnmacht empfunden h&auml;tten, nun aber &uuml;ber Mobilisierungsprozesse zu einer politischen Kraft werden. Gleichzeitig fordert er mit seiner kompromisslosen Art all jene Kr&auml;fte heraus, die die bestehende Hegemonie st&uuml;tzen. Denken Sie an seinen un&uuml;bertroffenen Attacken auf die Niederungen deutscher Talkshows. Ich will es gar nicht erst versuchen, diese hier wiederzugeben. Seine bei&szlig;ende Kritik an jenen Medien, die mit seichter Unterhaltung daf&uuml;r sorgen, dass der &ouml;ffentliche Raum, der so zentral f&uuml;r eine lebendige Demokratie ist, in einem Meer von Irrelevanz versinkt. Wohl wissend, dass es die permanente Berieselung der &Ouml;ffentlichkeit mit Junk Politics ist, mit Royal Weddings, der Inszenierung eines fabelhaften Guttenberg, mit der unendlichen Abfolge von Crime und Castingshows, hinter der sich Herrschaft verschanzt. Adorno und Horkheimer nannten das den gesellschaftlichen Verblendungszusammenhang, in dem Aufkl&auml;rung zum Massenbetrug wird.<\/p><p>Ich will mich an dieser Stelle nicht allzu lange mit der Aff&auml;re Wulff aufhalten, die bei aller Brisanz, die in ihr steckt, aber doch auch eine irgendwie provinzielle ist. Da stolpert ein Mann, wie Konfuzius gesagt h&auml;tte, &uuml;ber einen Maulwurfsh&uuml;gel, w&auml;hrend die Berge der Korruption, die sich vor uns auft&uuml;rmen und auf die Georg Schramm ja so beredt immer wieder hinweist, unangetastet bleiben. Mit Blick auf die Zahlen, die uns Georg Schramm bei seinen Auftritten pr&auml;sentiert, k&ouml;nnte man glatt verr&uuml;ckt werden: Zwischen acht und 24 Milliarden Euro gehen allj&auml;hrlich im deutschen Gesundheitswesen aufgrund von Abrechnungsbetrug und Korruption verloren. Noch einmal 20 Milliarden Euro lie&szlig;en sich einsparen, wenn auf unsinnige Medikamente und Ger&auml;tediagnostik verzichtet w&uuml;rde. Zahlen, die Georg Schramm Berichten des BKA &uuml;ber die organisierte Kriminalit&auml;t entnommen hat und die jeden Ehrensold, so unberechtigt er sein mag, in den Schatten stellen.<\/p><p>Es ist gut, dass sich Georg Schramm dem &ouml;ffentlichen Spektakel konsequent verweigert. Es wird Ihnen aufgefallen sein, dass er nie in Talkshows zu sehen ist. Nicht, dass er da nicht eine gute Figur abgeben w&uuml;rde, aber man kann nicht &bdquo;das Brackwasser der Beliebigkeit&ldquo; von Talkshows, so Schramm, aufs Korn nehmen, um im n&auml;chsten Moment selbst da zu sitzen. Immer wieder wettert er, und zwar bevorzugt dann, wenn Fernsehverantwortliche im Publikum sitzen, &uuml;ber jene Form von Unterhaltung, die davon ausgeht, die Leute seien zu einem komplexen Gedankengang nicht f&auml;hig.<\/p><p>Wir haben uns alle bei Georg Schramm zu bedanken, dass er mit seinen Auftritten im Fernsehen ein f&uuml;r alle mal klar gemacht hat, dass Zuschauer durchaus imstande sind, komplexe Gedanken zu verfolgen, dass die Anti-Intellektualit&auml;t mancher Medien mithin nicht eine Reaktion auf das Publikum darstellt, sondern einem Angriff auf dasselbe meint.<br>\nZum Leidwesen vieler hat sich Georg Schramm vor zwei Jahren aus der Anstalt verabschiedet, um sich ganz auf die B&uuml;hnenarbeit zu konzentrieren. Und da &uuml;bt er sich nun in wohltuender Differenz auch zu vielen seiner Kollegen, die sich leider allzu oft in Klischees verlieren. Es zeichnet Georg Schramm aus, dass er nicht zu denen geh&ouml;rt, die das unheilvolle Treiben der Berliner Politik nur belustigt anschauen. Schramm blickt hinter die Kulissen, sp&uuml;rt den Interessen von Lobbyverb&auml;nden nach und schaut dabei jenen auf die Finger, die &ndash; wie er das nennt &ndash; die &bdquo;Berliner Puppenkiste&ldquo; bedienen. Sich mit ein paar Kalauern &uuml;ber Merkel und Co. lustig zu machen, ist nicht seine Sache. So etwas mag Distanz suggerieren, kann aber letztlich nicht eine eigene Unsicherheit und Positionslosigkeit kaschieren.<\/p><p>Ver&auml;nderung, das zeigt Georg Schramm, beginnt mit der Verweigerung des Klischees. Und dazu geh&ouml;rt unbedingt, den &Auml;rger &uuml;ber die Verh&auml;ltnisse nicht in einem heiteren Gel&auml;chter untergehen zu lassen. Denn das h&auml;tte am Ende sogar eine gegenteilige Wirkung. Kabarett, wenn es seine Themen nicht radikal angeht, kann auch zur Stabilisierung der Verh&auml;ltnisse beitragen. Das ist dann wie im Karneval, wo einmal im Jahr und zeitlich eng begrenzt, die Verh&auml;ltnisse auf den Kopf gestellt werden d&uuml;rfen, damit sie f&uuml;r den Rest des Jahres umso bedingungsloser akzeptiert werden. Hilfsorganisationen wie medico stehen &uuml;brigens vor einem ganz &auml;hnlichen Problem, denn auch Hilfe, allzumal solche, die nicht zu den Ursachen vordringt, sondern das Elend nur abfedert, kann zur Stabilisierung eines prek&auml;ren Status Quo beitragen. Denken Sie an den damaligen Kanzler Kohl, der bei einem der ersten nationalen Tage f&uuml;r Afrika eine Geldschein mit den Worten in die Spendenb&uuml;chse steckte: &bdquo;Heute tun wir mal was Gutes!&ldquo;<br>\nGegen solche Vereinnahmungen, die Vereinnahmung des Helfens, wie des Lachens, kann sich nur wehren, wer klare eigene Positionen hat. Man muss wenigstens eine Idee davon haben, wie es auch anders gehen k&ouml;nnte. Und das z&auml;hlt ohne Frage zu den St&auml;rken von Georg Schramm: in der Kritik an den Verh&auml;ltnissen immer auch die Idee aufscheinen zu lassen, wie es anders gehen k&ouml;nnte. Und da sind wir dann wieder bei der Sache mit der Moral und den ethischen &Uuml;berzeugungen. Die sind es, die jeden der Texte von Schramm zu einer Art gesprochenem Leitartikel machen, zu kleinen pr&auml;sidialen Ruckreden.<\/p><p><strong>Dank<\/strong><\/p><p>Lassen mich schlie&szlig;en mit ein paar Hinweisen zur Frage, wer eigentlich Georg Schramm ist. Ja, f&uuml;r die Frage gibt es durchaus Anlass. Denn bei aller Bekanntheit, die aus seinen Figuren r&uuml;hrt, bleibt Georg Schramm, wenn er privat unterwegs ist, meist unerkannt. Das ist ein gro&szlig;es Privileg, das er genie&szlig;t und ihm ein Privatleben erm&ouml;glicht, das er &uuml;beraus sch&auml;tzt.<\/p><p>Und zu dieser privaten Existenz z&auml;hlt auch, dass er mit der Idee einer anderen Welt f&uuml;r sich und zusammen mit seiner Familie ernst macht. Ohne darum ein gro&szlig;es Trara zu machen, engagiert er sich f&uuml;r eine ganze Reihe von sozialen und politischen Zwecken. Mit Rat und Tat unterst&uuml;tzt er kleinere Vereine und Organisationen, die zivilgesellschaftliches Engagement f&ouml;rdern, sich um den Schutz von Fl&uuml;chtlingen im Mittelmeer k&uuml;mmern, Solidarit&auml;tsprojekte etwa in Vietnam oder Tibet unterhalten, einen Jugendzirkus betreiben &ndash; und auch medico.<\/p><p>Die wichtigste Unterst&uuml;tzung, die wir von Georg Schramm erfahren, und damit meine ich l&auml;ngst wieder uns alle, aber ist ohne Frage die Wirkung, die er von der B&uuml;hne aus erzielt.<br>\nGanz herzlich m&ouml;chte ich mich bei der Erich-Fromm-Gesellschaft f&uuml;r die kluge Entscheidung bedanken, und Dir, lieber Georg, ganz herzlich zu diesem Preis gratulieren.<\/p><p><em>* &ndash; Gehalten anl&auml;sslich der Verleihung des Erich-Fromm-Preises 2012 am 26. M&auml;rz im Neuen Schloss in Stuttgart. Thomas Gebauer ist Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer von medico international.<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Es folgen f&uuml;r Interessierte der <a href=\"http:\/\/www.fluegel.tv\/beitrag\/4052\">Link<\/a> zum Video von der Preisverleihung in Stuttgart. Dort in Teil 1 die Preisverleihung mit Einf&uuml;hrung von Prof. Dr. J&uuml;rgen Hardeck und die Laudatio von Thomas Gebauer (medico international). Dann in Teil 2 die Rede von Georg Schramm. Die Laudatio finden Sie unten auch noch verschriftet. Nebenbei: Die NachDenkSeiten<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12711\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[146,211,161],"tags":[905,369,370],"class_list":["post-12711","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-soziale-gerechtigkeit","category-veranstaltungshinweiseveranstaltungen","category-wertedebatte","tag-fromm-erich","tag-kabarett","tag-schramm-georg"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/12711","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=12711"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/12711\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":12715,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/12711\/revisions\/12715"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=12711"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=12711"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=12711"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}