{"id":12754,"date":"2012-04-03T08:50:35","date_gmt":"2012-04-03T06:50:35","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12754"},"modified":"2012-04-03T08:50:35","modified_gmt":"2012-04-03T06:50:35","slug":"hinweise-des-tages-1609","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12754","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;Mehr&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (KR\/WL\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12754#h01\">Arbeitslosigkeit in Euro-Zone fast auf 15-Jahres-Hoch<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12754#h02\">NRW-Finanzminister: Der Schweizer Haftbefehl gegen deutsche Steuerfahnder ist ein massiver Einsch&uuml;chterungsversuch<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12754#h03\">Gerd Bosbach &ndash; Die instrumentalisierte Zukunftsangst: Gesetzliche oder private Rentenversicherung, wer hat den Nutzen?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12754#h04\">Das RWI und der Mindestlohn am Bau &ndash; F&uuml;nf Jahre sp&auml;ter sieht die Welt ganz anders aus<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12754#h05\">SPD-Troika demonstriert Einigkeit beim Fiskalpakt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12754#h06\">Europa verschont die Spekulanten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12754#h07\">Canada&rsquo;s 2012 Budget: Imposing Austerity on the World&rsquo;s Most Resource-rich Country<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12754#h08\">Ern&auml;hrungsindustrie: Billiger geht immer &ndash; Werkvertr&auml;ge<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12754#h09\">Tagel&ouml;hnertum im Internet-Zeitalter<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12754#h10\">Zehn Italiener so reich wie drei Millionen Arme<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12754#h11\">Eine Sozialversicherung f&uuml;r alle ist wirtschaftlich vern&uuml;nftig &ndash; Abschied von Bismarck<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12754#h12\">Entwicklung der Besuchsquoten in Krippenpl&auml;tzen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12754#h13\">Neu in Sozialpolitik aktuell in Deutschland u.a.:<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12754#h14\">Mit allen Mitteln<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12754#h15\">Z&uuml;gelt die EU-Agenturen, bevor es zu sp&auml;t ist<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12754#h16\">Syrien: 100 Millionen Dollar f&uuml;r Aufst&auml;ndische<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12754#h17\">Der Sudoku-Effekt der Bologna-Reform<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12754#h18\">Nochmals: Die FDP wird von den Medien hochgepusht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12754#h19\">Die Vierteilung der Opposition<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12754#h20\">Die Radioretter: Zweiter Handzettel zur geplanten Reform von WDR 3<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"\/?p=12754&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Arbeitslosigkeit in Euro-Zone fast auf 15-Jahres-Hoch<\/strong><br>\nDie Schuldenkrise in der Euro-Zone hat die Arbeitslosigkeit auf den h&ouml;chsten Stand seit fast 15 Jahren getrieben. Am h&ouml;chsten ist die Arbeitslosenrate mit 23,6 Prozent in Spanien sowie mit 21 Prozent in Griechenland. Im Durchschnitt betr&auml;gt sie 10,9 Prozent. Nach Angaben von &Ouml;konomen wird die Arbeitslosenquote weiter anziehen. &laquo;Wir rechnen mit elf Prozent am Jahresende&raquo;, sagte Raphael Brun-Aguerre von JP Morgan. &laquo;Im &ouml;ffentlichen Dienst fallen Stellen weg, die Einkommen sinken, der Konsum schw&auml;chelt. Der Konjunkturausblick tr&uuml;bt sich damit ein und wird die Jobkrise versch&auml;rfen.&raquo; Best&auml;tigt wird das durch die Umfrage des Markit-Instituts unter 3000 deutschen Industriefirmen. Der dabei ermittelte Einkaufsmanagerindex fiel um 1,3 auf 47,7 Punkte und entfernte sich damit weiter von der 50-Punkte-Marke, ab der Wachstum signalisiert wird. &laquo;Zur anhaltenden Misere in den Peripherie-L&auml;ndern kommt nun auch die neuerliche Schw&auml;che in Kernl&auml;ndern wie Deutschland und Frankreich hinzu&raquo;, sagte Markit-Chefvolkswirt Chris Williamson. Selbst die erfolgsverw&ouml;hnte deutsche Industrie kann sich dem Abw&auml;rtstrend bei den Arbeitspl&auml;tzen nicht entziehen. &laquo;Der zweij&auml;hrige Jobaufbau ist erst einmal zum Stillstand gekommen&raquo;, schrieben die Markit-Experten. Wegen der Konjunkturflaute wird weltweit zur&uuml;ckhaltender investiert. Das sp&uuml;rt die deutsche Industrie besonders, weil sie Investitionsg&uuml;ter wie Maschinen und Anlagen zu ihren Verkaufsschlagern z&auml;hlt.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.nzz.ch\/nachrichten\/wirtschaft\/aktuell\/arbeitslosigkeit-in-euro-zone-fast-auf-15-jahres-hoch_1.16233431.html\">NZZ<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/epp.eurostat.ec.europa.eu\/cache\/ITY_PUBLIC\/3-02042012-AP\/DE\/3-02042012-AP-DE.PDF\">eurostat [PDF &ndash; 212 KB]<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Soviel zur Einsch&auml;tzung deutscher Manager, die den Ifo-Gesch&auml;ftsklimaindex zum f&uuml;nften Mal in Folge ansteigen lie&szlig;en. Deutschland d&uuml;rfte sich kaum von der Entwicklung in der EU (Stagnation) bzw. vom Euroraum (leichte Rezession) abkoppeln k&ouml;nnen. Auch wenn die deutschen Warenexporte in den Euroraum im Laufe der Zeit gesunken sind, der Anteil in die EU betr&auml;gt immerhin noch an die 70 Prozent der Gesamtexporte. Gleichzeitig haben sich die sogenannten Terms of Trade weiter verschlechtert, d.h. w&auml;hrend die Einfuhrpreise seit Mitte 2009 um 23 Prozent angestiegen sind, haben die Ausfuhrpreise nur um 9 Prozent  zugelegt. Deutschland musste also seit 2009 f&uuml;r den Kauf der gleichen Menge Importg&uuml;ter immer mehr Exportg&uuml;ter absetzen.<\/em><\/p>\n<p><strong>dazu: Jugendarbeitslosigkeit in der S&uuml;dperipherie der Eurozone steigt weiter an<\/strong><br>\nNoch schlimmer stellen sich in der S&uuml;dperipherie die Daten zur Jugendarbeitslosigkeit (unter 25 Jahre) dar. Das Korsett des Euro stranguliert die schwachen Volkswirtschaften und die Austerit&auml;tsma&szlig;nahmen f&uuml;hren zu einer sich selbstverst&auml;rkenden Abw&auml;rtsspirale, welche sich eben auch in einer Perspektivlosigkeit f&uuml;r die Jugend dokumentiert:<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"\/upload\/bilder\/120403_1a11-450x342.jpg\" alt=\"\"><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"\/upload\/bilder\/120403_1a8-450x340.jpg\" alt=\"\"><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"\/upload\/bilder\/120403_1a10-450x335.jpg\" alt=\"\"><\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.querschuesse.de\/jugendarbeitslosigkeit-in-der-sudperipherie-der-eurozone-steigt-weiter-an\/\">Querschuesse<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>NRW-Finanzminister: Der Schweizer Haftbefehl gegen deutsche Steuerfahnder ist ein massiver Einsch&uuml;chterungsversuch<\/strong><br>\nEs soll Verunsicherung hergestellt werden f&uuml;r den Fall, dass das Steuerabkommen mit der Schweiz nicht zustande kommt und uns weitere Daten angeboten werden.<br>\nWir sollen darauf verzichten, dann auf diese Daten zuzugreifen. Und da kann ich an die Adresse der Schweiz nur sagen: Das ist eine Fehleinsch&auml;tzung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.berliner-zeitung.de\/politik\/steuerstreit-mit-der-schweiz-die-fahnder-verstehen-die-welt-nicht-mehr,10808018,14586350.html\">Berliner Zeitung<\/a> \n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Siehe dazu nochmals &bdquo;<a href=\"\/?p=3070\">Steuerhinterziehung &ndash; ein Spiegelbild gesellschaftlicher Verh&auml;ltnisse<\/a>&ldquo;.<br>\nDarf ein Rechtstaat auf Indizien zur&uuml;ckgreifen, die ggf. durch ein kriminelles Delikt erlangt worden sind und f&uuml;r die er bezahlt, um damit massenhafte kriminelle Delikte aufzukl&auml;ren? Bei einer vergleichbaren Situation hat der Geheimdienst f&uuml;r Indizien schon einmal viel mehr bezahlt, und es sind spektakul&auml;re Steuerhinterziehungsdelikte ans Tageslicht gekommen und einige (teils prominente) T&auml;ter (u.a. Zumwinkel) ihrem Richter zugef&uuml;hrt worden.<\/em><br>\n<em>Wir kennen im deutschen Strafprozessrecht nicht, wie in den USA, die &bdquo;Frucht-vom-verbotenen-Baum&ldquo;-Doktrin, wonach rechtswidrig erlangte Beweismittel nicht verwertet werden d&uuml;rfen. Die Verwertung illegal erlangter Beweismittel geh&ouml;rt durchaus zu &uuml;blichen Ermittlungsmethoden.<\/em><br>\n<em>Anders als in den USA, wo man mit dieser Doktrin kriminelle Methoden der Polizei oder von Ankl&auml;gern eind&auml;mmen m&ouml;chte, ist bei uns schlicht eine Abw&auml;gung vorzunehmen, wie schwer einerseits der Rechtsbruch zur Erlangung des Beweismittels und wie schwer andererseits das staatliche Interesse an einer effektiven Strafverfolgung wiegt.<\/em><br>\n<em>Was ist ein einziger Diebstahl von Daten, die hunderte von kriminellen Akten der Steuerhinterziehung in dreistelliger Millionenh&ouml;he aufkl&auml;ren helfen k&ouml;nnten?<\/em><br>\n<em>Besonders scheinheilig verhalten sich Schweizer Offizielle, sie brauchten doch nur darauf dr&auml;ngen, dass die in den Safes der Banken lagernden und dem deutschen Fiskus hinterzogenen Gelder den zust&auml;ndigen deutschen Ermittlungsbeh&ouml;rden bekannt gegeben w&uuml;rden, und es w&uuml;rde keine Hehlerware zur Aufkl&auml;rung von Straftaten herangezogen werden m&uuml;ssen.<\/em><br>\n<em>Wenn in Deutschland der politische Wille vorhanden w&auml;re k&ouml;nnte man, wie es die gewiss liberalen USA mit Banken rund um die Welt bereits durchgesetzt haben, Banken oder auch Off-Shore-Steuerparadiese, die sich nicht an die Regeln halten schlicht vom Banken- und Zahlungsverkehr ausschlie&szlig;en.<\/em><br>\n<em> Die US-Amerikaner haben es durchgesetzt, dass nicht in den USA ans&auml;ssige Banken &ndash; selbst die <a href=\"http:\/\/www.irs.gov\/pub\/irs-utl\/switzerlandweb-rev_november_2002.pdf\">Banken in der Schweiz [PDF &ndash; 15,2 KB]<\/a>  &ndash; mit der amerikanischen Steuerbeh&ouml;rde (IRS) Vertr&auml;ge (<a href=\"http:\/\/www.irs.gov\/businesses\/international\/article\/0,,id=96618,00.html\">Qualified Intermediary Agreements<\/a>) abschlie&szlig;en mussten, um den Status eines Qualified Intermediary (QI) zu erhalten.<\/em><br>\n<em>Ein Qualified Intermediary ist verpflichtet, die Identit&auml;t der US-Person (know-your-customer) gegen&uuml;ber dem IRS offen zu legen, wenn diese in US-Wertschriften investiert. Will die US-Person ihre Identit&auml;t nicht preisgeben, hat der Qualified Intermediary daf&uuml;r zu sorgen, dass sie keine Investitionen in US-Wertschriften t&auml;tigt. Auf Ertr&auml;gen aus und auf Transaktionserl&ouml;sen von US-Wertschriften, die sich dennoch im Portfolio der US-Person befinden, wird f&uuml;r die Verletzung der Meldepflichten eine amerikanische Sicherungssteuer, die sog. Backup Withholding Tax, von 28% erhoben und an die IRS weitergeleitet. (Revenue Procedure 2000-12 states that the IRS will not enter into a qualified intermediary (QI) withholding agreement that provides for the use of documentary evidence obtained under a country&rsquo;s know-your-customer rules if it has not received the know-your-customer practices and procedures for opening accounts and responses to 18 specific questions listed in the revenue procedure Wie man <a href=\"http:\/\/www.irs.gov\/businesses\/international\/article\/0,,id=96618,00.html\">der Liste<\/a> entnehmen kann, haben es die USA geschafft, selbst die Cayman Inseln, die Isle of Man, ja sogar Liechtenstein an diese Vorschriften zu binden.)<\/em><br>\n<em>Das Prinzip ist ziemlich einfach: Jede Bank, die sich dem Testat (QI) nicht unterwirft, ist davon ausgeschlossen, ihre Dollars bei amerikanischen Banken einzuwechseln.<br>\nVergleichbare Vorschriften wie in den USA k&ouml;nnte man auch in Deutschland und besser noch auf EU-Ebene anstreben und durchsetzen. Dann k&ouml;nnte man sehen, wie schnell die L&auml;nder, die derzeit Beihilfe zur Steuerhinterziehung in Deutschland leisten, sich gezwungen s&auml;hen, die Identit&auml;t ihrer Kunden preiszugeben und deren Steuern an den deutschen Fiskus abzuf&uuml;hren.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Erg&auml;nzende Anmerkung JB:<\/strong> Es ist bemerkenswert, dass das Schweizer Ansinnen in Deutschland &uuml;berhaupt diskutiert wird. Es geht hier um Vorkommnisse, die zwar nach Schweizer Recht illegal sein m&ouml;gen, aber nach deutschem Recht vollkommen legal sind. &Uuml;berspitzt k&ouml;nnte man fragen, wie Berlin auf das Ansinnen iranischer Strafverfolgungsbeh&ouml;rden reagieren w&uuml;rde, die einen deutschen Staatsb&uuml;rger verh&ouml;ren wollen, da dieser sich im Iran des Ehebruchs &bdquo;schuldig gemacht&ldquo; hat? Zum Hintergrund des Schweizer Bankgeheimnisses m&ouml;chte ich an dieser Stelle einen &auml;lteren Artikel von mir empfehlen: &bdquo;<a href=\"http:\/\/www.spiegelfechter.com\/wordpress\/1809\/die-schweiz-das-geld-und-die-moral\">Die Schweiz, das Geld und die Moral<\/a>&ldquo;.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Gerd Bosbach &ndash; Die instrumentalisierte Zukunftsangst: Gesetzliche oder private Rentenversicherung, wer hat den Nutzen?<\/strong><br>\nM&uuml;ssen wir die demographische Entwicklung wirklich f&uuml;rchten?<br>\nWarum wird seit der Jahrtausendwende so viel &uuml;ber Bev&ouml;lkerungsstatistik gesprochen? Wieso soll die private Rente &bdquo;demographiefest&ldquo; sein? Und wem nutzt das alles?<br>\nGerd Bosbach kennt durch seine langj&auml;hrige T&auml;tigkeit als Statistikberater in der Politik und im Gesundheitsbereich die Kraft scheinbar objektiver Zahlen &ndash; und deren interessengeleitete Interpretation. Aus dieser Erfahrung heraus beschreibt er oft &uuml;bersehene, wichtige Zusammenh&auml;nge. So zeigt der Blick in das letzte Jahrhundert eine massive Alterung ohne Einschnitte in das soziale Netz, ganz im Gegenteil. Bestimmt die Demographie wirklich das Wohlergehen von Gesellschaften oder &uuml;bernimmt sie nur die Rolle des S&uuml;ndenbocks, um von anderem abzulenken?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tele-akademie.de\/begleit\/video_ta120401.php\">Tele Akademie<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Das RWI und der Mindestlohn am Bau &ndash; F&uuml;nf Jahre sp&auml;ter sieht die Welt ganz anders aus<\/strong><br>\nWirklich bemerkenswert ist eine Studie zu den Besch&auml;ftigungswirkungen des Mindestlohns am Bau, die das N&uuml;rnberger IAB und das Essener RWI  in der vergangenen Woche ver&ouml;ffentlicht haben. Das Kernergebnis der Studie wird in einer Pressemitteilung so zusammengefasst:<br>\n&ldquo;Der Mindestlohn im Bauhauptgewerbe hat nicht zu Besch&auml;ftigungsverlusten gef&uuml;hrt. Das zeigt eine gemeinsame Studie des Instituts f&uuml;r Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB), des Rheinisch-Westf&auml;lischen Instituts f&uuml;r Wirtschaftsforschung (RWI) und des Instituts f&uuml;r Sozialforschung und Gesellschaftspolitik (ISG). Der massive Stellenabbau in der Branche seit Mitte der 90er Jahre sei vor allem auf das Ende des Baubooms nach der Wiedervereinigung zur&uuml;ckzuf&uuml;hren, schreiben die Autoren der Studie. Der 1997 eingef&uuml;hrte Mindestlohn sei daran nicht schuld.&rdquo;<br>\nSpannend ist das vor allem deshalb, weil es weitgehend die Ergebnisse einer &auml;lteren Studie des IAB-Chefs Joachim M&ouml;ller und Marion K&ouml;nig aus dem Jahr 2007 best&auml;tigt &ndash; die hatte das RWI damals aber scharf kritisiert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/blog.handelsblatt.com\/handelsblog\/2012\/04\/02\/das-rwi-und-der-mindestlohn-am-bau-funf-jahre-spater-sieht-die-welt-ganz-anders-aus\/\">Handelsblatt Handlesblog<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>SPD-Troika demonstriert Einigkeit beim Fiskalpakt<\/strong><br>\n&ndash; und macht klar , dass ihre vorherige Zustimmung zum Fiskalpakt keineswegs an ein staatliches Wachstumsprogramm gebunden ist &ndash; auch wenn sie der Ansicht sind, dass der Fiskalpakt nur wirken kann, wenn er von  staatlichen Wachstumsprogrammen flankiert wird.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/euro-krise-spd-troika-demonstriert-einigkeit-beim-fiskalpakt-1.1323378\">SZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung von Volker Bahl:<\/strong>  Sitzt jetzt die SPD-Troika in der Fiskalpakt-Falle? Zuerst den zu kurz greifenden und damit sch&auml;dlichen Fiskalpakt beschlie&szlig;en &ndash; und dann bei den negativen Folgen &ndash; auf Ewigkeit zementiert &ndash;  erstaunt aufschreien und sagen, wir h&auml;tten aber mehr gewollt. Und das soll ihnen der W&auml;hler dann abnehmen?<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Europa verschont die Spekulanten<\/strong><br>\nDie Spekulanten k&ouml;nnen aufatmen: Europa kann sich nicht auf eine &ndash; noch so kleine &ndash; Finanzsteuer verst&auml;ndigen. Selbst die abgespeckte Minimal-Version mit Namen B&ouml;rsenumsatzsteuer findet keine Zustimmung bei allen 27 EU-Staaten. So ist der schwarz-gelbe Strategiewechsel gescheiter.<br>\nSo ist nach dem Scheitern der B&ouml;rsenumsatzsteuer klar: Wer es ernst meint mit dem Kampf gegen die bedrohliche Spekulation, muss sich nun zu einer Finanztransaktionsteuer bekennen. Am Ende muss eine Koalition der Willigen voranmaschieren. Die ist in der Eurozone und auch der gesamten Europ&auml;ischen Union mittlerweile gro&szlig; genug.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/wirtschaft\/kommentar-zur-finanzsteuer-europa-verschont-spekulanten,1472780,14580394.html\">FR<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Canada&rsquo;s 2012 Budget: Imposing Austerity on the World&rsquo;s Most Resource-rich Country<\/strong><br>\nCanada, called the world&rsquo;s most resource-rich country, is now being subjected to austerity measures like those imposed on third world countries in earlier decades.  It is all done in the name of reducing a federal debt that got out of control in the 1970s, when Canada quit borrowing from its own central bank&hellip;<br>\nBetween 1939 and 1974, the government actually did borrow from its own central bank.  That made its debt effectively interest-free, since the government owned the bank and got the benefit of the interest.  According to figures supplied by Jack Biddell, a former government accountant, the federal debt remained very low, relatively flat, and quite sustainable during those years.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.commondreams.org\/view\/2012\/04\/01-4\">Commondreams.org<\/a>\n<p><em>Kurzzusammenfassung auf Deutsch von unserem Leser B.F.:<\/em><br>\n<em>Kanadas 2012 Haushalt: Das Aufn&ouml;tigen einer Austerit&auml;tspolitik im ressourcen-reichsten Land der Welt.<\/em><br>\n<em>Kanada, benannt als  ressourcen-reichstes Land der Welt, wird nun einem Austerit&auml;tsprogramm unterzogen, wie es Drittweltl&auml;ndern in fr&uuml;heren Dekaden geschehen ist. Das wird alles durchgef&uuml;hrt im Namen der Reduzierung des Staatsdefizits, das seit den 70iger Jahren au&szlig;er Kontrolle geriet, als Kanada aufh&ouml;rte, Geld von seiner eigenen Zentralbank zu leihen&hellip;<\/em><br>\n<em>Zwischen 1939 und 1974 lieh sich die Regierung tats&auml;chlich das Geld von der eigenen Zentralbank. Dadurch waren die Schulden gewisserma&szlig;en zinsfrei, da der Regierung die Bank geh&ouml;rte und sie von den Zinsen profitierte. Nach Zahlen, die Jack Bedall zusammenstellte, ein fr&uuml;herer Wirtschaftspr&uuml;fer der Regierung, blieben die Staatsschulden w&auml;hrend dieser Jahre sehr niedrig, relativ flach und ziemlich tragf&auml;hig w&auml;hrend dieser Jahre.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Ern&auml;hrungsindustrie: Billiger geht immer &ndash; Werkvertr&auml;ge<\/strong><br>\nLaut einer Umfrage von NGG bei fast 400 Betriebsr&auml;ten sind inzwischen rund 13 Prozent der Besch&auml;ftigten in der Ern&auml;hrungswirtschaft Leih- oder Werkvertragsarbeitnehmer. Im Schnitt verdienen die in Werkvertr&auml;gen besch&auml;ftigten Arbeitnehmer noch einmal fast einen Euro in der Stunde weniger als Leiharbeitnehmer. Billiger geht immer: Ausbeutung durch Werkvertr&auml;ge macht es m&ouml;glich. Dazu Claus-Harald G&uuml;ster, stellvertretender Vorsitzender von NGG: &ldquo;Die Politik muss handeln! Mit Werkvertr&auml;gen haben Arbeitgeber ein neues Modell der Ausbeutung gefunden.&rdquo; Seit der Missbrauch von Leiharbeit begrenzt werden konnte, sei der Missbrauch von Werkvertr&auml;gen stark gestiegen. G&uuml;ster: &ldquo;Auf Schlachth&ouml;fen war die Dimension der Werkvertr&auml;ge mit bis zu 90 Prozent Anteil an der Belegschaft bekannt. Inzwischen sind Werkvertr&auml;ge in der gesamten Ern&auml;hrungswirtschaft auf dem Vormarsch, vor allem in der Getr&auml;nkeindustrie, der Milchwirtschaft sowie der Brot- und Backwarenindustrie.&rdquo; Im Vergleich zur Stammbelegschaft verdienen Werkvertragsarbeitnehmer in der Ern&auml;hrungsindustrie im Schnitt sechs Euro weniger die Stunde.<br>\nUm die zunehmende Ausbeutung durch den Missbrauch von Werkvertr&auml;gen zu stoppen, ist f&uuml;r Claus-Harald G&uuml;ster die Einf&uuml;hrung eines gesetzlichen Mindestlohns von 8,50 Euro die Stunde &ndash; auch f&uuml;r Werkvertragsarbeitnehmer- ein absolut notwendiger Schritt. Ebenso m&uuml;ssen seiner Ansicht nach dringend die Rechte von Betriebsr&auml;te gest&auml;rkt werden: &ldquo;Beim Missbrauch von Werkvertr&auml;gen ist es Betriebsr&auml;ten heute kaum m&ouml;glich wirksam einzugreifen. F&uuml;r Werkvertr&auml;ge gelten fast keine Regeln. Die Arbeitgeber k&ouml;nnen praktisch machen, was sie wollen. Die Politik ist aufgefordert, Ausbeutung durch Werkvertr&auml;ge &uuml;berhaupt erst einmal zur Kenntnis zu nehmen und die Verbreitung und die Auswirkungen von Werkvertr&auml;gen zu erfassen.&rdquo;<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.ngg.net\/themen_von_a_bis_z\/sozialpolitik\/umfrage-werkvertraege\/\">NGG<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.ngg.net\/w\/files\/\/werkvertraege_kurz_fin.pdf\">NGG &ndash; Billiger geht immer [PDF &ndash; 98,4 KB]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Tagel&ouml;hnertum im Internet-Zeitalter<\/strong><br>\nCrowdsourcing und die Generierung einer Human Cloud erm&ouml;glichen es, auf die immer st&auml;rkeren konjunkturellen Fluktuationen und &ouml;konomischen Unw&auml;gbarkeiten durch nahezu sofortiges &bdquo;Absto&szlig;en&ldquo; der freien Mitarbeiter zu reagieren. Viele Lohnabh&auml;ngige in der IT-Branche sehen sich durch diese &bdquo;Verfl&uuml;ssigung&ldquo; des Arbeitslebens zu Beginn des 21. Jahrhunderts mit einem Ausma&szlig; an Prekarisierung und existenzieller Unsicherheit konfrontiert, das seit dem 19. Jahrhundert zumindest in den Industriel&auml;ndern als &uuml;berwunden schien.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.gegenblende.de\/14-2012\/++co++303ea2ce-79a0-11e1-705c-001ec9b03e44%20\">DGB Gegenblende<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Zehn Italiener so reich wie drei Millionen Arme<\/strong><br>\nIn Italien w&auml;chst die soziale Kluft zwischen Reichen und Armen &ndash; Nutella-Chef Ferrero und Brillenk&ouml;nig Del Vecchio f&uuml;hren das Milliard&auml;rs-Ranking an<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/derstandard.at\/1333185017584\/Milliardaere-trotz-Krise-Zehn-Italiener-so-reich-wie-drei-Millionen-Arme\">Der Standard<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Eine Sozialversicherung f&uuml;r alle ist wirtschaftlich vern&uuml;nftig &ndash; Abschied von Bismarck<\/strong><br>\nEine Sozialversicherung f&uuml;r alle B&uuml;rger und alle Risiken, die ein Mindesteinkommen &uuml;ber den Hartz-IV-S&auml;tzen sichert, hie&szlig;e Abschied zu nehmen vom typisch deutschen Standes- und Neiddenken. Aber in einem Land, in dem ein politisch gesteuerter Privatvorsorgewahn herrscht, der tr&uuml;gerische Glaube, jeder m&uuml;sse am besten f&uuml;r sich selber sorgen, ist das wohl noch ein weiter Weg. Ihn trotzdem zu gehen, ist eine Frage der wirtschaftlichen und sozialen Vernunft.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Debatte-Sozialsystem\/!90775\/\">taz<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Entwicklung der Besuchsquoten in Krippenpl&auml;tzen<\/strong><br>\n<img decoding=\"async\" src=\"\/upload\/bilder\/120403_01.jpg\" alt=\"\"><br>\nQuelle:  <a href=\"http:\/\/www.sozialpolitik-aktuell.de\/tl_files\/sozialpolitik-aktuell\/_Politikfelder\/Familienpolitik\/Datensammlung\/PDF-Dateien\/abbVII28.pdf%20\">Sozialpolitik aktuell [PDF &ndash; 113 KB]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Neu in Sozialpolitik aktuell in Deutschland u.a.:<\/strong>\n<ul>\n<li>Eckwertebeschluss zum Regierungsentwurf des Bundeshaushalts 2013 und zum Finanzplan 2012 bis 2016 (<a href=\"http:\/\/www.sozialpolitik-aktuell.de\/finanzierung-berichte.html#berichte-von-bundesministerien561\">Bundesregierung<\/a>)<\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.sozialpolitik-aktuell.de\/kontrovers---das-aktuelle-thema-niedriglohn-mindestlohn.html#niedrigloehne\">Niedrigl&ouml;hne: Befunde, Berichte, Analysen<\/a> <\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.sozialpolitik-aktuell.de\/kontrovers---das-aktuelle-thema-niedriglohn-mindestlohn.html#WSI\">Mindestlohnbericht<\/a> <\/li>\n<\/ul>\n<p>Und viele <a href=\"http:\/\/www.sozialpolitik-aktuell.de\/\">andere interessante Dokumente<\/a>.<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Mit allen Mitteln<\/strong><br>\nKlinikkonzern Wicker versucht, ver.di-Streik durch Einsch&uuml;chterung und Aufnahmestopp zu brechen. Doch die Besch&auml;ftigten k&auml;mpfen weiter f&uuml;r einen Tarifvertrag<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2012\/04-03\/009.php\">Junge Welt<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Z&uuml;gelt die EU-Agenturen, bevor es zu sp&auml;t ist<\/strong><br>\nDie zwei Dutzend ausgelagerten Sonderbeh&ouml;rden der Union entwickeln ein Eigenleben, das weder finanziell noch demokratisch akzeptabel ist.<br>\nGenau 6157 Euro: So viel kostet eine Sitzung des Verwaltungsrates der EU-Lebensmittelagentur Efsa. Und zwar pro Person. Ob die 15 Aufsichtsr&auml;te auf g&uuml;ldenen S&auml;nften zu den Sitzungen nach Parma getragen wurden und dort pochierte Wachteleier speisten, w&auml;hrend sie sich durch die Tagesordnung pfl&uuml;gten, ist nicht &uuml;berliefert. &Uuml;berliefert ist dank der unerm&uuml;dlichen rum&auml;nischen Europaabgeordneten und Korruptionsj&auml;gerin Monica Macovei hingegen sehr wohl, welches Amtsverst&auml;ndnis diese Leute haben. Allein im Jahr 2010 gab Efsa 49 Millionen Euro f&uuml;r externe Auftr&auml;ge in Sachen &bdquo;Kommunikation und Verwaltung&ldquo; aus.<br>\nDas ist nicht der einzige Missstand bei den derzeit 24 EU-Agenturen. Thomas L&ouml;nngren, Ex-Chef der Arzneimittelbeh&ouml;rde in London, wechselte zu Jahresbeginn fast nahtlos in die Pharmabranche. Nella Frewen, langj&auml;hrige Br&uuml;ssel-Lobbyistin des US-Saatgutkonzerns Monsanto und heute Chefin des Lobbyingverbands der Nahrungsmittelindustrie, soll jetzt einen der Efsa-Verwaltungsratsposten &uuml;bernehmen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/diepresse.com\/home\/meinung\/kommentare\/leitartikel\/744444\/print.do\">Die Presse<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Syrien: 100 Millionen Dollar f&uuml;r Aufst&auml;ndische<\/strong><br>\nMehrere Golfstaaten wollen den Kampf der oppositionellen Freien Syrischen Armee mit Millionenbetr&auml;gen finanzieren. Allein 100 Millionen Dollar (75 Mio. Euro) seien den Aufst&auml;ndischen f&uuml;r die kommenden drei Monate zugesagt worden, sagte Molham al-Drobi, Mitglied des Syrischen Nationalrats, der &ldquo;New York Times&rdquo; am Rande des Kontaktgruppentreffens am Sonntag in Istanbul.<br>\nDem Bericht zufolge soll das Geld als Sold f&uuml;r die Rebellen verwendet werden. Au&szlig;erdem solle damit ein Anreiz f&uuml;r die Angeh&ouml;rigen der Regierungstruppen geschaffen werden, ebenfalls zu desertieren und sich den Aufst&auml;ndischen anzuschlie&szlig;en.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/derstandard.at\/1333184954667\/Geldregen-100-Millionen-Dollar-fuer-Aufstaendische\">Der Standard<\/a>\n<p><strong>dazu: Syriens zweifelhafte Freunde<\/strong><br>\nSaudi-Arabien und andere Golfstaaten versorgen die Anti-Assad-Front mit 100 Millionen Dollar. Den Syrern verhei&szlig;t das vor allem eines: Es wird weiter gek&auml;mpft und gestorben<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.freitag.de\/politik\/1213-syriens-zweifelhafte-freunde\">Der Freitag<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Der Sudoku-Effekt der Bologna-Reform<\/strong><br>\nAls &bdquo;Sudoku-Effekt&ldquo; wird bezeichnet, wenn durch die Verkn&uuml;pfung verschiedener vorgeschriebener Programmformen der Charakter einzelner Elemente festgelegt wird. In diesem Arbeitspapier wird argumentiert, dass bei der Konzeption von Studieng&auml;ngen durch die vorgeschriebene Kombination von jeweils in Leistungspunkten ausgedr&uuml;ckten Profilen, Modulen, Veranstaltungen und Pr&uuml;fungsformen die Anforderungen einer Zahlenarithmetik die inhaltlichen &Uuml;berlegungen zu den Studieng&auml;ngen &uuml;berlagern. Die Dauer-Reform von<br>\nStudieng&auml;ngen im Rahmen des Bologna-Prozesses l&auml;sst sich damit erkl&auml;ren, dass die durch den Sudoku-Effekt produzierten Studieng&auml;nge den allt&auml;glichen Anforderungen eines<br>\nStudiums nicht mehr gerecht werden. Die permanenten informellen Abweichungen von den Studiengangstrukturen werden deswegen zum Anlass genommen, diese immer wieder zu reformieren.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.uni-bielefeld.de\/soz\/forschung\/orgsoz\/Stefan_Kuehl\/pdf\/Working-Paper-1_2011-Sudoku-Effekt-der-Bologna-Reform-110111.pdf%20\">Stefan K&uuml;hl [PDF &ndash; 226 KB]<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/gabi-reinmann.de\/?p=3192\">Eine Zusammenfassung von Gabi Reinmann in E-Denkarium<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Nochmals: Die FDP wird von den Medien hochgepusht<\/strong><br>\nUnser Leser M.D. hat uns dazu Folgendes recherchiert: dass Lindner als telegener Typ an allen Enden und Ecken auftauchen w&uuml;rde, war ja zu erwarten. Aber was am Sonntag in (vor allem) ARD und ZDF passierte, hat mit normaler Berichterstattung nicht mehr viel zu tun! Hier handelt es sich ziemlich deutlich ums &ldquo;Hochschreiben&rdquo;!<br>\nAm Sonntag (1.4.) gab`s einen Extra-Bericht und ein Interview mit Lindner im Bericht aus Berlin, eine ausf&uuml;hrliche &ldquo;W&uuml;rdigung&rdquo; in der Tagesschau um 20 Uhr und ein noch etwas l&auml;ngerer Jubel- Beitrag in den Tagesthemen um 22:45 Uhr. Im ZDF wurde zwar neutraler berichtet, aber daf&uuml;r auch sowohl in Berlin direkt als auch im heute-journal! Damit das Lindner-Pushen nicht gar zu sehr auffiel, wurde in beiden Sendern auch W. Kubicki und sein Wahlkampf in Schleswig-Holstein eingebunden.<br>\nHannelore Kraft erfuhr am Tag vorher in der Tagesschau eine nicht auch nur ann&auml;hernd l&auml;ngliche Erw&auml;hnung, w&auml;hrend die ebenfalls frisch gew&auml;hlte Spitzenkandidatin der Linken, Katharina Schwabedissen, nat&uuml;rlich mit keinem Wort erw&auml;hnt wurde.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/multimedia\/video\/video1090780.html%20\">Bericht aus Berlin<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/multimedia\/video\/sendungsbeitrag165394~_res-.html\">Tagesschau<\/a><br>\nQuelle 3: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/multimedia\/video\/sendungsbeitrag165416~_res-.html\">Tagesthemen<\/a><br>\nQuelle 4: <a href=\"http:\/\/www.zdf.de\/ZDFmediathek\/beitrag\/video\/1609730\/Berlin-direkt-vom-1.-April-2012\">Berlin direkt<\/a><br>\nQuelle 5: <a href=\"http:\/\/www.zdf.de\/ZDFmediathek\/beitrag\/video\/1609916\/ZDF-heute-journal-vom-01-April-2012\">heute-journal<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h19\"><\/a><strong>Die Vierteilung der Opposition<\/strong><br>\nDie SPD, das muss man sagen, ist hart im Geben: Ende der siebziger Jahre schenkte sie uns die Gr&uuml;nen. Die wollten damals eine andere Friedens- und Umweltpolitik als Helmut Schmidt. Zu Anfang des Jahrtausends schenkte uns die SPD dann die Linken. Die wollten eine andere Wirtschafts- und Sozialpolitik als Gerhard Schr&ouml;der. Die Gr&uuml;nen (als ehemalige Koalitionspartner von Gerhard Schr&ouml;der) schenkten uns schlie&szlig;lich die Piraten. Die wollen ein anderes demokratisches Verfahren.<br>\nVon der guten alten Tante SPD blieb ein Torso: zementhart und innovationsresistent. &Uuml;ber die H&auml;lfte der Mitglieder hatte der Partei den R&uuml;cken gekehrt, der Vorsitzende war von der Fahne gegangen (und hat ein Trauma hinterlassen), im Bund war die SPD mit Steinmeier auf nie dagewesene 23 Prozent abgest&uuml;rzt. [&hellip;]Heute ist die SPD im Kern ein erweiterter Seeheimer Kreis. Und die Partei f&uuml;hlt sich ganz gut dabei. Sie hat erreicht, was ihr rechter Fl&uuml;gel immer wollte. [&hellip;]<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/carta.info\/42539\/die-vierteilung-der-opposition\/?utm_source=feedburner&amp;utm_medium=feed&amp;utm_campaign=Feed%3A+carta-standard-rss+%28Carta%29\">Carta<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h20\"><\/a><strong>Die Radioretter: Zweiter Handzettel zur geplanten Reform von WDR 3<\/strong><br>\n&bdquo;Die schrittweise Zurichtung des einst legend&auml;ren Kulturradios WDR3 zu einem formatierten H&auml;ppchen-Programm setzt nicht mehr aufs Zuh&ouml;ren, sondern verschreibt sich der Idee des Nebenbeih&ouml;rens. Es ersetzt Tiefe durch Oberfl&auml;chlichkeit, Fachkompetenz durch Beitragsverwaltung (&bdquo;Planungsredaktion&ldquo;), es ersetzt Kultur durch leicht konsumierbare Kulturinformation.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"\/upload\/pdf\/120403_handzettel_zum_verhaeltnis_wdr_3_und_wdr_5.pdf\">Die Radioretter [PDF &ndash; 156 KB]<\/a>\n<p>In diesem Handzettel wird auf einen ersten Handzettel verwiesen, den Sie <a href=\"http:\/\/www.die-radioretter.de\/cms\/upload\/Handzettel.pdf\">hier [PDF &ndash; 99,8 KB]<\/a>  nachlesen k&ouml;nnen. <\/p>\n<p><strong>passend dazu: Stefan Niggemeier: Die ARD geh&ouml;rt nicht Frau Piel<\/strong><br>\n&bdquo;Der &ouml;ffentlich-rechtliche Rundfunk geh&ouml;rt der Gesellschaft.&ldquo; Ich kann mir keinen amtierenden Intendanten von ARD und ZDF vorstellen, der diesen Satz so sagen, geschweige denn danach handeln w&uuml;rde. Formuliert hat ihn immerhin ein ehemaliger Intendant, der fr&uuml;here NDR-Chef Jobst Plog&hellip;<br>\nKaum nachvollziehbar ist die Strategie der Rundfunkanstalten in der Auseinandersetzung mit den Verlagen. Das f&auml;ngt damit an, dass sie Vergleichsverhandlungen ausgerechnet dann begonnen haben, als das Gericht zu erkennen gab, dass die Klage der Verleger abweisungsreif war. Problematischer: Die Rundfunkanstalten sind m&ouml;glicherweise dabei, eine m&uuml;hsam erk&auml;mpfte und vom Bundesverfassungsgericht gerade best&auml;tigte Rechtsposition aufzugeben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.stefan-niggemeier.de\/blog\/die-ard-gehoert-nicht-frau-piel\/\">Stefan Niggemeier<\/a><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. 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