{"id":127687,"date":"2025-01-23T10:00:03","date_gmt":"2025-01-23T09:00:03","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=127687"},"modified":"2025-01-26T18:56:53","modified_gmt":"2025-01-26T17:56:53","slug":"der-grosse-afd-bluff-eine-partei-neoliberal-bis-ins-mark","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=127687","title":{"rendered":"Der gro\u00dfe AfD-Bluff \u2013 eine Partei, neoliberal bis ins Mark"},"content":{"rendered":"<p>Jutta Ditfurth sagte einst &uuml;ber ihre ehemalige Partei: &bdquo;Alle Parteien machen ihren W&auml;hlern was vor, aber es gibt keine Partei, die eine so grandiose Differenz zwischen ihrem Image und ihrer Realit&auml;t hat wie die Gr&uuml;nen&ldquo;. Diesen Satz k&ouml;nnte man heute wohl eins zu eins auch auf die AfD anwenden. Bei den Arbeitern war die AfD bei den letzten Wahlen die st&auml;rkste Partei. Schaut man sich jedoch das Programm der AfD an, erkennt man schnell, dass die vermeintliche Arbeiterpartei neoliberal bis ins Mark ist und dabei eine Steuerpolitik verfolgt, die den Reichen und Superreichen Milliarden und Abermilliarden schenken w&uuml;rde. Da wundert es bei allen sonstigen politischen &Uuml;berschneidungen nicht, dass Frontfrau Alice Weidel <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=127001\">sich so prima mit dem reichsten Mann der Welt versteht<\/a>. Die AfD gleicht damit einem Kuckucksei, dass ihren W&auml;hlern ins Nest gelegt wurde. Image und Realit&auml;t unterscheiden sich diametral. Von <strong>Jens Berger<\/strong>.<\/p><p><em>Dieser Beitrag ist auch als Audio-Podcast verf&uuml;gbar.<\/em><br>\n<!--more--><br>\n<\/p><div class=\"powerpress_player\" id=\"powerpress_player_9780\"><!--[if lt IE 9]><script>document.createElement('audio');<\/script><![endif]-->\n<audio class=\"wp-audio-shortcode\" id=\"audio-127687-1\" preload=\"none\" style=\"width: 100%;\" controls=\"controls\"><source type=\"audio\/mpeg\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/250123_Der_grosse_AfD_Bluff_eine_Partei_neoliberal_bis_ins_Mark_NDS.mp3?_=1\"><\/source><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/250123_Der_grosse_AfD_Bluff_eine_Partei_neoliberal_bis_ins_Mark_NDS.mp3\">https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/250123_Der_grosse_AfD_Bluff_eine_Partei_neoliberal_bis_ins_Mark_NDS.mp3<\/a><\/audio><\/div><p class=\"powerpress_links powerpress_links_mp3\">Podcast: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/250123_Der_grosse_AfD_Bluff_eine_Partei_neoliberal_bis_ins_Mark_NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_pinw\" target=\"_blank\" title=\"Play in new window\" onclick=\"return powerpress_pinw('https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?powerpress_pinw=127687-podcast');\" rel=\"nofollow\">Play in new window<\/a> | <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/250123_Der_grosse_AfD_Bluff_eine_Partei_neoliberal_bis_ins_Mark_NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_d\" title=\"Download\" rel=\"nofollow\" download=\"250123_Der_grosse_AfD_Bluff_eine_Partei_neoliberal_bis_ins_Mark_NDS.mp3\">Download<\/a><\/p><p>Es ist und bleibt ein R&auml;tsel, warum die klassischen &bdquo;Politikerkl&auml;rer&ldquo; das Wesen der AfD offenbar immer noch nicht so richtig verstanden haben. Klar, wenn man nur in den Kategorien &bdquo;Links&ldquo;, &bdquo;Rechts&ldquo; und &bdquo;Mitte&ldquo; denkt, ist es schwer, die AfD in all ihren Facetten zu beschreiben. Nat&uuml;rlich ist sie eine rechte Partei, aber das allein erkl&auml;rt weder ihre Programmatik noch ihren Erfolg. <\/p><p>Gegr&uuml;ndet wurde die AfD <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16524\">aus dem Umfeld einiger Professoren<\/a>, die zwar auf ihre Weise sicher auch gesellschaftspolitisch erzkonservativ und in Teilen auch nationalchauvinistisch waren. Aber das war ja nicht der Ausl&ouml;ser, nicht das vereinende Element der Parteigr&uuml;nder. Ziel der Herren Lucke, Ederer, Homburg, Starbatty und so weiter war es, eine Partei ins Leben zu rufen, in der marktliberale, ja marktradikale Extremforderungen eine Plattform finden. Man wollte den Staat entkernen, die Steuerlast minimieren und die soziale Marktwirtschaft nach libert&auml;ren Vorstellungen umkrempeln. Derartige Forderungen waren in Deutschland, anders als beispielsweise in den USA, wo die Libert&auml;ren auch in der Trump-Regierung sehr stark vertreten sind, noch nie sehr popul&auml;r. Auch die AfD w&auml;re wahrscheinlich eine Splitterpartei unter vielen geblieben, h&auml;tte es kurz nach ihrer Parteigr&uuml;ndung nicht die Fl&uuml;chtlingskrise gegeben, die der AfD und ihrer migrationskritischen Linie nicht nur jede Menge Stimmen, sondern auch jede Menge neue Mitglieder bescherte, die jedoch mit dem Libertarismus der &bdquo;Professoren&ldquo; nicht viel anzufangen wussten und die Partei eher in Richtung einer traditionellen Rechtspartei verschieben wollten.<\/p><p>Dieser &bdquo;Fl&uuml;gelkampf&ldquo; in der AfD ging &uuml;ber viele Jahre und wurde auch ausf&uuml;hrlich medial begleitet. Einige Gr&uuml;nderv&auml;ter des libert&auml;ren Fl&uuml;gels traten aus, auf der anderen Seite wurden Rechtsextreme wie Andreas Kalbitz aus der Partei ausgeschlossen. Noch heute sind beide Fl&uuml;gel in der Partei pr&auml;sent und haben offenbar einen Burgfrieden geschlossen. Die Berichterstattung &uuml;ber die AfD fokussierte sich jedoch paradoxerweise seit jeher nahezu ausschlie&szlig;lich auf den &bdquo;v&ouml;lkisch-nationalistischen&ldquo; Parteifl&uuml;gel rund um Bj&ouml;rn H&ouml;cke und dessen Umtriebe. Der libert&auml;re Parteifl&uuml;gel wird indes kaum beachtet. <\/p><p>Das ist gleich aus zahlreichen Gr&uuml;nden nachl&auml;ssig. Mit Alice Weidel ist heute eine ausgemachte Vertreterin des libert&auml;ren Fl&uuml;gels die starke Frontfrau der Partei. Weidel ist ein politisches Ziehkind des marktradikalen AfD-Vordenkers und Mitgr&uuml;nders der <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=14670\">AfD-Vorg&auml;ngerpartei &bdquo;Wahlalternative 2013&ldquo;<\/a>, Peter Oberender. Der 2015 verstorbene Oberender war ein neoliberaler &Ouml;konom, der unter anderem forderte, dass Hartz-IV-Empf&auml;nger ihre Organe verkaufen d&uuml;rfen sollten, um das Existenzminimum zu finanzieren. Genau dieser Oberender war Weidels Doktorvater. Sp&auml;ter war Weidel u.a. Mitglied der libert&auml;ren Hayek-Gesellschaft, die erst im letzten Jahr mit der Auszeichnung des ebenfalls libert&auml;ren argentinischen Pr&auml;sidenten Milei <a href=\"https:\/\/www.nzz.ch\/wirtschaft\/javier-milei-da-habe-ich-gelernt-dass-ich-lauter-sprechen-muss-um-gehoert-zu-werden-ld.1836345\">f&uuml;r Schlagzeilen sorgte<\/a>. <\/p><p>Ein weiterer libert&auml;rer &bdquo;Powerbroker&ldquo; ist der deutschst&auml;mmige US-Milliard&auml;r und Trump-Unterst&uuml;tzer Peter Thiel, der zusammen mit Weidels Idol Elon Musk derzeit als der wohl einflussreichste politische Strippenzieher in den USA und dar&uuml;ber hinaus gelten kann. So schlie&szlig;t sich der Kreis. Doch &uuml;ber die libert&auml;ren Querverbindungen von Weidel und der AfD mit libert&auml;ren Kreisen h&ouml;rt man erstaunlicherweise in unseren Medien so gut wie nichts. Das ist umso mehr erstaunlich, da sich die AfD ja gerne bei anderen Gelegenheiten als &bdquo;US-kritisch&ldquo; verkauft. Dabei gibt es im Bundestag keine Partei, die mit der neuen Trump-Regierung und ihren Hinterm&auml;nnern derart ideologisch verbandelt ist, wie die AfD.<\/p><p>Aber zur&uuml;ck zum eigentlichen Thema. An dieser Stelle soll es ja weniger um Au&szlig;enpolitik und geopolitische Fragen, daf&uuml;r umso mehr um die sozio&ouml;konomischen Themenschwerpunkte gehen, bei denen die AfD sich programmatisch diametral von den Interessen der meisten ihrer W&auml;hler unterscheidet und die in diesem Fall nicht dem v&ouml;lkisch-nationalistischen Fl&uuml;gel, sondern eben dem libert&auml;ren Fl&uuml;gel zuzurechnen sind. Schaut man sich das Wahlprogramm der AfD an, ist schnell klar, dass es bei den sozio&ouml;konomischen Themen zwar &bdquo;Einsprengsel&ldquo; der V&ouml;lkisch-Nationalistischen gibt, die Forderungen jedoch zu gro&szlig;en Teilen auf dem Rei&szlig;brett der Marktradikalen und Neoliberalen aus dem libert&auml;ren Fl&uuml;gel stammen.<\/p><p><strong>AfD-Steuerpolitik &ndash; Geschenk an die Milliard&auml;re<\/strong><\/p><p>Besonders deutlich wird dies bei der Steuerpolitik. Bei der Einkommensteuer will die AfD die &bdquo;kalte Progression&ldquo; beenden und dazu einen &bdquo;Tarif auf R&auml;dern&ldquo; <a href=\"https:\/\/dserver.bundestag.de\/btd\/20\/133\/2013357.pdf\">einf&uuml;hren<\/a>. Dagegen ist <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=9900\">im Prinzip<\/a> auch gar nichts zu sagen, stellt die &bdquo;kalte Progression&ldquo;, also das nachgelagerte Erh&ouml;hen der Eckwerte bei den Steuertarifen, in der Tat ein Problem dar. Doch die steuerpolitischen Forderungen der AfD gehen weit &uuml;ber diese sinnvolle und vergleichsweise kleine &Auml;nderung hinaus. Die AfD <a href=\"https:\/\/www.bundestag.de\/dokumente\/textarchiv\/2024\/kw42-de-steuerreform-1023768\">fordert<\/a> eine &bdquo;grundlegende Steuerreform&ldquo;. Die derzeitige unterschiedliche Besteuerung verschiedener Eink&uuml;nfte soll durch eine einheitliche Ertragssteuer ersetzt werden. Der Steuersatz dieser Ertragssteuer soll pauschal bei 22 Prozent liegen, die durch eine &bdquo;Gemeindewirtschaftssteuer&ldquo;, die von den Kommunen erhoben wird, erg&auml;nzt wird. In Summe soll der Steuersatz dabei &bdquo;im Regelfall&ldquo; 25 Prozent nicht &uuml;berschreiten.<\/p><p>Der einzige Eckwert, der im AfD-Steuerkonzept noch vorhanden ist, ist der Grundfreibetrag, der mit 15.000 Euro pro Erwachsenem und 12.000 Euro pro Kind bei gemeinschaftlicher Veranlagung sehr gro&szlig;z&uuml;gig ausf&auml;llt. Steuerberater brauchen jedoch keine Angst zu haben, dass sie nun arbeitslos werden. Das AfD-Modell sieht auch noch zahlreiche Abschreibungsm&ouml;glichkeiten und Ausnahmen vor. So sollen beispielsweise die Gesundheits- und Altersvorsorge &ndash; nat&uuml;rlich in privaten Versicherungsmodellen &ndash; absetzbar sein.<\/p><p>Gerade so, als schwimme der Staat in Geld, wird dieses Ertragssteuermodell durch einen ganzen Reigen von Streichungen anderer Steuern erg&auml;nzt. Die neue Ertragssteuer soll die einzige direkte Steuer sein &ndash; die alte Einkommensteuer f&auml;llt weg, ebenso der Solidarit&auml;tszuschlag, die K&ouml;rperschaftssteuer und die Gewerbesteuer.<\/p><p><a href=\"https:\/\/www.bmf-steuerrechner.de\/ekst\/eingabeformekst.xhtml\">Rechnen<\/a> wir das doch mal anhand von drei Musterbeispielen vereinfacht durch. Kindergeld und Ausgaben, die absetzbar sind, lassen wir dabei raus. Es geht nicht um Nachkommastellen, sondern darum, aufzuzeigen, wohin der Weg f&uuml;hren w&uuml;rde.<\/p><ol>\n<li>Alleinerziehend mit einem Kind im Niedriglohnbereich<br>\n&nbsp;<br>\nJahreseinkommen: 28.000 Euro brutto<br>\nAlte Einkommensteuer: 3.845 Euro<br>\nErtragssteuer nach AfD-Modell bei 25% Steuersatz: 250 Euro<br>\nErsparnis: 3.595 Euro (13% des Jahreseinkommens)\n<\/li>\n<li>Arbeiter- und Angestelltenfamilie mit zwei Kindern im <a href=\"https:\/\/www.bpb.de\/kurz-knapp\/zahlen-und-fakten\/sozialbericht-2024\/553205\/einkommen-und-einkommensverteilung\/\">Durchschnittslohnbereich<\/a><br>\n&nbsp;<br>\nJahreseinkommen: 98.000 Euro brutto<br>\nAlte Einkommensteuer: 21.030 Euro<br>\nErtragssteuer nach AfD-Modell bei 25% Steuersatz: 11.000 Euro<br>\nErsparnis: 10.030 Euro (10% des Jahreseinkommens)\n<\/li>\n<li>Topverdienerfamilie ohne Kinder<br>\n&nbsp;<br>\nJahreseinkommen: 500.000 Euro brutto<br>\nAlte Einkommensteuer: 199.106 Euro<br>\nErtragssteuer nach AfD-Modell bei 25% Steuersatz: 117.500 Euro<br>\nErsparnis: 81.606 Euro (16% des Jahreseinkommens)\n<\/li>\n<\/ol><p>Man sieht: Auch wenn die Reform von der AfD als familienfreundlich und sozial ausgeglichen verkauft wird, sind es bei diesem Modell die Besser- und Topverdiener, die ganz massiv sowohl absolut als auch relativ profitieren w&uuml;rden. Man sieht aber auch, dass beim AfD-Steuermodell durch die Bank weg alle bislang einkommensteuerpflichtigen Haushalte profitieren. Sp&auml;testens hier m&uuml;sste nat&uuml;rlich die Frage gestellt werden, wie die AfD diesen Steuersenkungsregen gegenfinanzieren will. Doch dazu sp&auml;ter mehr.<\/p><p>Denn die Geschenke bei der Besteuerung der Eink&uuml;nfte sind ja l&auml;ngst noch nicht alles! So will die AfD auch s&auml;mtliche Substanzsteuern ersatzlos streichen. Die &ndash; ohnehin derzeit nicht erhobene &ndash; Verm&ouml;genssteuer soll abgeschafft werden. Die Grundsteuer soll ebenfalls entfallen. Interessant an diesem Punkt: Im Abschnitt zur Wohnungsbaupolitik beschreibt die AfD die Streichung der Grundsteuer als Senkung der Wohnnebenkosten f&uuml;r Mieter. Im steuerpolitischen Teil wird jedoch erw&auml;hnt, dass der Wegfall der Grund- und der K&ouml;rperschaftssteuer ja &bdquo;vollumf&auml;nglich&ldquo; durch den neuen von Kommunen erhobenen Aufschlag auf die Ertragssteuer ausgeglichen werden soll. Halten wir fest: Hausbesitzer m&uuml;ssen keine Grundsteuer mehr zahlen, Mieter kompensieren diese Steuerausf&auml;lle &uuml;ber die Gemeindewirtschaftssteuer, die ja f&uuml;r Hausbesitzer und Mieter in gleicher H&ouml;he anf&auml;llt. Was daran sozial gerecht sein soll, wei&szlig; wohl auch nur die AfD. Last but not least will die AfD &bdquo;selbstverst&auml;ndlich&ldquo; auch die Erbschaftssteuer komplett abschaffen. Die sei ungerecht, weil das zu vererbende Verm&ouml;gen ja schon irgendwann mal versteuert wurde und bringe ohnehin kaum etwas ein. Auf die Idee, die Erbschaftssteuer so zu reformieren, dass sie was einbringt und vor allem die extrem hohen Erbschaften der Superreichen ad&auml;quat und gerecht besteuert werden, kommt die AfD freilich nicht.<\/p><p><strong>Rente und Soziales &ndash; Nebul&ouml;se Formulierungen <\/strong><\/p><p>W&auml;hrend man zwar nicht im Wahlprogramm, daf&uuml;r aber in den Gesetzesentw&uuml;rfen der AfD <a href=\"https:\/\/dserver.bundestag.de\/btd\/20\/133\/2013356.pdf\">durchaus konkrete Zahlen<\/a> zur Steuerpolitik finden kann, bleibt die Partei sowohl bei den Renten als auch bei der Sozialpolitik bewusst unkonkret. Die AfD will Altersarmut verhindern &ndash; wer will das nicht? In ihrem Wahlprogramm nennt die Partei dabei gleich mehrfach das &ouml;sterreichische Modell als Vorbild. Das ist erstaunlich, da die sonstigen Forderungen mit dem &ouml;sterreichischen Modell nur sehr wenig zu tun haben. Wenn Sie die beiden Rentenmodelle einmal vergleichen wollen, lesen Sie bitte den Artikel, den der Statistiker G&uuml;nter Eder <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=93361\">dazu auf den <em>NachDenkSeiten<\/em><\/a> verfasst hat.<\/p><p>In seinem Fazit nennt Eder dabei drei Punkte, mit denen das deutsche Rentenniveau an das &ouml;sterreichische angeglichen werden k&ouml;nnte:<\/p><ul>\n<li>die vollst&auml;ndige Finanzierung versicherungsfremder Leistungen &uuml;ber Steuermittel<\/li>\n<li>eine angemessene Anhebung des Rentenbeitragssatzes<\/li>\n<li>die Beendigung der Privatisierung des Rentensystems zu Lasten der gesetzlichen Rente<\/li>\n<\/ul><p>Versicherungsfremde Leistungen will auch die AfD komplett &uuml;ber Steuermittel ausgleichen. Das ist gut, jedoch fehlt im Konzept die Gegenfinanzierung. Zu den k&uuml;nftigen Beitragss&auml;tzen findet sich bei der AfD jedoch nur der lapidare Satz, man wolle kommende Erh&ouml;hungen der Beitragss&auml;tze durch Steuersenkungen f&uuml;r Unternehmen und Besch&auml;ftigte ausgleichen. Vor allem aber fehlt im gesamten AfD-Programm jegliche Kritik an der Privatisierung des Rentensystems. Ganz im Gegenteil. Erstaunlicherweise taucht dieser Punkt bei den rentenpolitischen Forderungen gar nicht auf, daf&uuml;r aber an anderen Stellen, wie bei den Freibetr&auml;gen bei der geforderten Ertragssteuer. Die AfD suggeriert in ihrem Programm, sie wolle das &ouml;sterreichische Rentensystem adaptieren, l&auml;sst dabei jedoch zwei S&auml;ulen komplett heraus und verschweigt, wie sie die einzige vorgesehene S&auml;ule, die Steuerfinanzierung versicherungsfremder Leistungen, gegenfinanzieren will. Mit dem &ouml;sterreichischen Modell hat dies nichts zu tun.<\/p><p>Und auch sonst bleibt die AfD betont wolkig und nebul&ouml;s, wenn es um die Rente geht. Von einer Senkung oder Erh&ouml;hung des Renteneintrittsalters ist im Programm beispielsweise nicht viel zu erfahren; au&szlig;er dass man einen flexiblen Renteneintritt ohne Abschl&auml;ge nach 45 beitragspflichtigen Jahren erm&ouml;glichen will. Das ist ja sch&ouml;n, aber wie hoch soll der Rentensatz dann &bdquo;ohne Abschl&auml;ge&ldquo; sein? Die AfD erw&auml;hnt, dass es ihr &bdquo;fernes Ziel&ldquo; (sic!) sei, ein durchschnittliches Rentenniveau in H&ouml;he von 70 Prozent des letzten Nettoeinkommens zu erm&ouml;glichen. Wie sie dies erreichen will, ist jedoch nicht zu erfahren. <\/p><p>So &auml;hnelt das gesamte Rentenkonzept einer Vernebelungstaktik. An einigen Stellen wird das Blaue von Himmel versprochen, bei den Instrumenten bleibt man jedoch wortkarg und f&uuml;hrt stattdessen neoliberale Plattit&uuml;den an. So wird beispielsweise bei den &bdquo;Bausteinen, die die Rente langfristig stabilisieren&ldquo;, an erster Stelle der Punkt &bdquo;Rationalisierungsinvestitionen zur Erh&ouml;hung der Produktivit&auml;t und der L&ouml;hne durch Unternehmenssteuersenkungen erleichtern&ldquo; genannt. Sie verstehen das nicht? Da sind Sie sicher nicht der Einzige. Die AfD sagt damit: Wenn wir die Steuern f&uuml;r Unternehmen senken, werden diese mehr Job schaffen und bessere L&ouml;hne zahlen, was sich systemisch dann auf das Rentenniveau positiv auswirkt. Das ist Neoliberalismus in Reinkultur und mittlerweile d&uuml;rfte sich sogar bis zur AfD herumgesprochen haben, dass der ber&uuml;chtigte <a href=\"https:\/\/kontrast.at\/trickle-down-effekt-widerlegt\/\">&bdquo;Trickle-Down-Effekt&ldquo;<\/a> au&szlig;erhalb der neoliberalen Lehrb&uuml;cher schlichtweg nicht existiert.<\/p><p>Sind die rentenpolitischen Forderungen der AfD gr&ouml;&szlig;tenteils l&uuml;ckenhaft, so ist ihre geforderte &bdquo;Grundsicherung&ldquo;, die das B&uuml;rgergeld ersetzen soll, vollends nebul&ouml;s. Konkrete Zahlen sucht man hier vergebens. Stattdessen findet man haufenweise neoliberale Mantras, dass die meisten B&uuml;rgergeldempf&auml;nger schlichtweg nicht arbeiten wollen und das B&uuml;rgergeld ja so hoch sei, dass sich Arbeit ohnehin nicht lohne. Das kennt man auch von CDU und FDP. Bei der AfD kommt noch ein ganzer Reigen von migrationskritischen Punkten hinzu. Ok, die AfD will &bdquo;Ausl&auml;ndern&ldquo; und &bdquo;Asylbewerbern&ldquo; kein B&uuml;rgergeld zahlen. Das ist nicht &uuml;berraschend. Aber wie soll die Grundsicherung f&uuml;r deutsche Erwerbslose aussehen? Dazu erf&auml;hrt man im Programm so gut wie gar nichts. Man will nicht, dass Menschen, die &bdquo;arbeiten k&ouml;nnen, der Gesellschaft zur Last fallen&ldquo;. Sie sollen stattdessen arbeiten. Das ist nicht sonderlich originell. Interessanter w&auml;re es, hier zu erfahren, wie die AfD dies bewerkstelligen will. Doch dazu gibt es leider keine Ansatzpunkte im Programm, die &uuml;ber Plattit&uuml;den hinausgehen.<\/p><p><strong>Wer soll das bezahlen?<\/strong><\/p><p>Ungeschickt ist die AfD nicht. Viele ihrer Forderungen gleichen einem W&uuml;nsch-dir-was-Konzert. So ist es schon bemerkenswert, wie die AfD ein Steuermodell aus dem Hut zaubert, bei dem jeder bessergestellt wird. Wer ist schon gegen Steuersenkungen? Aber im echten Leben und vor allem in der Politik gibt es bekanntlich nichts geschenkt. Die entscheidende Frage ist also, wie will die AfD ihre ganzen Geschenke, die ja vor allem an die Wohlhabenden gehen, gegenfinanzieren? Hier herrscht im gesamten Programm dr&ouml;hnendes Schweigen.<\/p><p>Das DIW hat einmal nur die im Programm konkret genannten Forderungen <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/bundestagswahl\/wahlprogramm-steuern-auswertung-100.html\">durchgerechnet<\/a> und kommt bei der AfD auf Kosten in H&ouml;he von 150 Mrd. Euro pro Jahr. Und hier ist die &bdquo;gro&szlig;e Steuerreform&ldquo; bei der Einkommensteuer noch nicht einmal ber&uuml;cksichtigt, da diese Forderung ja im Programm nur am Rande erw&auml;hnt wird. Die AfD ist ein gro&szlig;er Freund der Schuldenbremse. Sie will die Neuverschuldung nicht nur stoppen, sondern erw&auml;hnt im Programm sogar, dass sie die Staatsschulden senken will. Nun m&uuml;sste man ja erwarten, dass die Partei konkrete Vorschl&auml;ge aufstellt, an welcher Stelle man derart gigantisch viel Geld sparen will. Doch dazu findet sich nichts &hellip; zumindest nichts Relevantes. Nat&uuml;rlich ist an vielen Stellen davon die Rede, dass man einzelne &bdquo;linksgr&uuml;ne ideologische Projekte&ldquo; stoppen will. Das kann man so machen. Aber glaubt irgendwer ernsthaft, dass der Stopp des Ausbaus der regenerativen Energien oder ein F&ouml;rderstopp f&uuml;r irgendwelche &bdquo;Gender-Programme&ldquo; einen dreistelligen Milliardenbetrag einsparen w&uuml;rde?<\/p><p>Derzeit betr&auml;gt das Volumen des Bundeshaushalts 478 Milliarden Euro. Der gr&ouml;&szlig;te Ausgabeposten sind die Leistungen an die Rentenversicherung mit 116 Milliarden Euro. Diesen Posten will die AfD &ndash; wenn man ihr Programm w&ouml;rtlich nimmt &ndash; nicht senken, sondern sogar erh&ouml;hen. Selbst wenn der Posten unver&auml;ndert bleibt, w&auml;ren noch 362 Milliarden Euro offen. Aber halt! Die AfD will ja den Verteidigungshaushalt <a href=\"https:\/\/x.com\/MarcusPretzell\/status\/1877121829552161239\">auf &uuml;ber f&uuml;nf Prozent des Bruttoinlandsprodukts erh&ouml;hen<\/a>, um die &bdquo;Bundeswehr zu ert&uuml;chtigen und das Land zu verteidigen&ldquo;, wie Alice Weidel es formuliert. Lassen wir diese f&uuml;nf Prozent erst einmal raus und gehen davon aus, dass die AfD die aktuellen R&uuml;stungs- und Milit&auml;rausgaben in H&ouml;he von 72 Milliarden Euro unangetastet l&auml;sst. Wenn man nun aus dem Gesamthaushaltsvolumen von 478 Milliarden Euro die Rentenversicherung und die Verteidigungsausgaben ausklammert, die die AfD ja nicht beschneiden will, bleibt ein &bdquo;Resthaushalt&ldquo; in H&ouml;he von 290 Milliarden Euro &uuml;brig.<\/p><p>Wenn man die konservativen Zahlen des DIW heranzieht, m&uuml;ssten demnach s&auml;mtliche &uuml;brigen Staatsausgaben mehr als halbiert werden, um ohne Neuverschuldung die Steuersenkungen des AfD-Programms in H&ouml;he von 150 Milliarden Euro gegenzufinanzieren. Wie will die AfD das machen? Und bitte behalten Sie im Hinterkopf, dass dies eine sehr konservative Berechnung ist. Nimmt man die Aussagen der AfD w&ouml;rtlich, m&uuml;sste sie sowohl die Zusch&uuml;sse f&uuml;r die Rentenversicherung als auch die Verteidigungsausgaben ja deutlich erh&ouml;hen, und da sie die Gesamtverschuldung senken will, m&uuml;ssten f&uuml;r diesen Posten auch noch hohe Summen hinzugez&auml;hlt werden. Wenn die AfD beispielsweise &bdquo;nur&ldquo; den W&uuml;nschen Trumps und Weidels folgt und die Verteidigungsausgaben auf f&uuml;nf Prozent des BIP erh&ouml;hen will, w&auml;re dies mit Mehrkosten von 137 Milliarden Euro verbunden. &Uuml;brig blieben 13 Milliarden Euro f&uuml;r den gesamten(!) Bundeshaushalt ausschlie&szlig;lich Rentenversicherung und Verteidigung.<\/p><p><strong>Neoliberal bis ins Mark<\/strong><\/p><p>Diese abstrusen Zahlen zeigen: Das Programm der AfD ist neoliberal bis ins Mark und vollkommen unseri&ouml;s, da es offenl&auml;sst, wie die milliardenschweren Geschenke an die Wohlhabenden und Superreichen eigentlich gegenfinanziert werden sollen. W&uuml;rde man das Steuermodell der AfD umsetzen, w&auml;ren die Mindereinnahmen so gro&szlig;, dass eine m&ouml;gliche AfD-Regierung nur die Wahl h&auml;tte, sich entweder massiv neu zu verschulden oder eine ebenso massive K&uuml;rzungsorgie &uuml;ber alle Ressorts des Bundeshaushalts vorzunehmen. Und das w&auml;re keinesfalls vollkommen ausgeschlossen. Kern libert&auml;rer Politik ist es, den Staat &ndash; wo es nur geht &ndash; zur&uuml;ckzudr&auml;ngen.<\/p><p>Dies kommt im Wahlkampf nat&uuml;rlich nicht gut an, da man dann ja die Frage beantworten m&uuml;sste, wo man konkret sparen will. Bei der inneren Sicherheit? Bei der Bildung? Bei der Infrastruktur? Dem Verkehr? Den Sozialausgaben? Der Rente? Der Verteidigung? Angek&uuml;ndigte K&uuml;rzungen in diesen Ressorts w&uuml;rden der AfD freilich W&auml;hlerstimmen kosten. Mit ein paar K&uuml;rzungen bei der Energiewende oder &ndash; wie es die AfD nennt &ndash; &bdquo;linksgr&uuml;nen ideologischen Tr&auml;umereien&ldquo; ist es aber nicht einmal im Ansatz getan. Man m&uuml;sste den Staat tats&auml;chlich &bdquo;entkernen&ldquo;.<\/p><p>Scrollen Sie nun bitte kurz ein wenig hoch. Am Anfang des Textes hie&szlig; es zu den Zielen der marktradikalen Professoren, die die Gr&uuml;nderv&auml;ter der AfD waren: &bdquo;Man wollte den Staat entkernen, die Steuerlast minimieren und die soziale Marktwirtschaft nach libert&auml;ren Vorstellungen umkrempeln&ldquo;. Und genau hier schlie&szlig;t sich der Kreis. Alle drei Ziele w&auml;ren mit einem derart unseri&ouml;s gegenfinanzierten Haushalt mittelfristig wohl &bdquo;alternativlos&ldquo;. Die AfD kehrt also zu ihren Wurzeln zur&uuml;ck und keiner merkt&rsquo;s.<\/p><p>Nun ist die Wahrscheinlichkeit, dass die AfD die n&auml;chste Regierung stellt oder zumindest an ihr beteiligt ist, ja eher gering. Der gro&szlig;e AfD-Bluff wird also nicht auffliegen. Es ist ja auch bequem &ndash; die AfD kann eigentlich versprechen, was sie will. Da sie auf absehbare Zeit nicht in die Pflicht kommt, ihre Versprechungen umzusetzen, kann sie vogelfrei das Blaue vom Himmel versprechen und sich ins Absurde fl&uuml;chten, wenn sie konkret mit den Widerspr&uuml;chen konfrontiert wird. Sehenswert ist in diesem Zusammenhang ein Interview, das Alice Weidel <em>n-tv<\/em> gegeben hat und in dem sie ausnahmsweise mal konkret zu ihren steuerpolitischen Forderungen und deren Widerspr&uuml;chen befragt wird. Ich lasse das zum Abschluss mal unkommentiert stehen. Machen Sie sich selbst ein Bild.<\/p><p><div class=\"external-2click\" data-provider=\"Youtube\" data-provider-slug=\"youtube\"><div class=\"external-placeholder\"><p><strong>Externer Inhalt<\/strong><\/p><p>Beim Laden des Videos werden Daten an Youtube &uuml;bertragen.<\/p><button type=\"button\" class=\"external-load\">Inhalt von Youtube zulassen<\/button><\/div><div class=\"external-content\"><iframe loading=\"lazy\" width=\"560\" height=\"315\" src=\"\" title=\"YouTube video player\" frameborder=\"0\" allow=\"accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share\" referrerpolicy=\"strict-origin-when-cross-origin\" allowfullscreen class=\"external-2click-target \" data-src=\"https:\/\/www.youtube-nocookie.com\/embed\/dnq7H3Kr7Uw?si=FIJdroqDiEyv1j0A\"><\/iframe><\/div><div class=\"external-optout\"><a href=\"#\" data-revoke=\"youtube\">Inhalte von Youtube nicht mehr zulassen<\/a><\/div><\/div><\/p><p><em>Leserbriefe zu diesem Beitrag <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=127819\">finden Sie hier<\/a>.<\/em><\/p><p><small>Titelbild: Juergen Nowak\/shutterstock.com<\/small><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/vg04.met.vgwort.de\/na\/17430479efdb450c9e7c486ccf15751a\" width=\"1\" height=\"1\" alt=\"\"><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Jutta Ditfurth sagte einst &uuml;ber ihre ehemalige Partei: &bdquo;Alle Parteien machen ihren W&auml;hlern was vor, aber es gibt keine Partei, die eine so grandiose Differenz zwischen ihrem Image und ihrer Realit&auml;t hat wie die Gr&uuml;nen&ldquo;. Diesen Satz k&ouml;nnte man heute wohl eins zu eins auch auf die AfD anwenden. 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