{"id":12777,"date":"2012-04-05T08:27:09","date_gmt":"2012-04-05T06:27:09","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12777"},"modified":"2012-04-05T12:56:01","modified_gmt":"2012-04-05T10:56:01","slug":"hinweise-des-tages-1611","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12777","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;Mehr&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (RS\/WL)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht. Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert.<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12777#h01\">Portugal spart &ndash; und schrumpft<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12777#h02\">Griechischer Rentner erschie&szlig;t sich wegen Schuldenkrise<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12777#h03\">IWF-Pr&auml;sident Snower blamiert sich bei Occupy Kiel<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12777#h04\">Das deutsche Wissenschaftssystem ist korrupt &ndash; Skrupellose Akquise von Drittmitteln<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12777#h05\">Schlanker Staat auf Kosten der Bildung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12777#h06\">F&uuml;r eine Erneuerung der &Ouml;konomie<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12777#h07\">23 L&uuml;gen, die sie uns &uuml;ber den Kapitalismus erz&auml;hlen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12777#h08\">Steuerstreit Schweiz<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12777#h09\">Finanznot: Kommunen sparen sich milliardenschwere Investitionen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12777#h10\">Schlamperei im Amt: Jobcenter auf dem Pr&uuml;fstand<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12777#h11\">Kartellrecht soll reformiert werden: Soziale Machtwirtschaft<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12777#h12\">Haftbedingungen in deutschen Gef&auml;ngnissen: Unhygienischer, ekelerregender Zustand<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12777#h13\">Union knickt vor der Pharmaindustrie ein<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12777#h14\">&ldquo;Der falsche Pr&auml;sident&rdquo; als Rat gebende Messlatte<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12777#h15\">Frankfurter Nachtflugverbot<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12777#h16\">G&uuml;nter Grass: Was gesagt werden muss<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12777#h17\">Zu guter Letzt<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"\/?p=12777&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Portugal spart &ndash; und schrumpft<\/strong><br>\nDie sogenannte Troika von EU-Kommission, Europ&auml;ischer Zentralbank und Internationalem W&auml;hrungsfonds geht nach ihrem j&uuml;ngsten Kontrollbesuch in Portugal von einem geringeren Wachstum und einer h&ouml;heren Arbeitslosenquote aus, als vor nur einem Vierteljahr prognostiziert. Peter Wei&szlig;, Missionschef der EU-Kommission in Portugal, musste in Br&uuml;ssel einr&auml;umen, dass er und seine Kollegen vom starken Anstieg der Arbeitslosigkeit &bdquo;ein wenig &uuml;berrascht&ldquo; seien. &bdquo;Wir haben Interpretationsschwierigkeiten&ldquo;, sagte Wei&szlig; und verwies darauf, dass die Regierung in Lissabon 110 von 120 vorgeschriebenen Anpassungsma&szlig;nahmen zur vollen Zufriedenheit der Geldgeber umgesetzt habe.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/wirtschaft\/portugal-spart-und-schrumpft\/6473710.html\">Tagesspiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Sogar &Ouml;konomen, Leitmedien des Mainstreams wissen (inzwischen), dass das von Merkozy, von der Kommission und vom IWF oktroyiere Austerit&auml;tsprogramm konjunktursch&auml;digend f&uuml;r die betroffenen Volkswirtschaften sei. Aber man konnte zugunsten dieses Regimes annehmen, dass aus seiner Sicht dies der Preis f&uuml;r das vorrangige Ziel des Schuldenabbaus sei, indem durch die Befolgung der Programme das Vertrauen der Finanzm&auml;rkte wiedergewonnen w&uuml;rde und dadurch wiederum der Schuldendienst eine handhabbare Dimension annehmen w&uuml;rde. Kritischere Geister wissen, dass dieser Austerit&auml;tskurs auch f&uuml;r den Schuldenabbau kontraproduktiv ist. Aber mit einer gewissen Ersch&uuml;tterung &ndash; zumindest mir geht es so &ndash; ist den Worten von Peter Wei&szlig; zu entnehmen, dass die Troika tats&auml;chlich geglaubt hat zu bzw. immer noch glaubt, dass diese Austerit&auml;tskur der Realwirtschaft auf die Beine helfe und sogar Besch&auml;ftigung sichere. Wie anders ist die Formulierung, man sei &ldquo;ein wenig &uuml;berrascht&rdquo;, man habe &ldquo;Interpretationsschwierigkeiten&rdquo;, zu verstehen, denn als unersch&uuml;tterlichen Glauben an den mittelalterliche Aderlass als universellen Methode f&uuml;r jede Krise.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Griechischer Rentner erschie&szlig;t sich wegen Schuldenkrise<\/strong><br>\nAuf dem Syntagma-Platz in der Innenstadt Athens hat sich ein griechischer Rentner erschossen. Der Abschiedsbrief erkl&auml;rt den Grund: Die Sparpolitik der Regierung hat den Mann offenbar in die Verzweiflung getrieben. Griechische Medien berichteten, der Mann habe in seinem Abschiedsbrief geschrieben, dass die Regierung es ihm unm&ouml;glich mache, von seiner Rente zu leben, nachdem er 35 Jahre f&uuml;r sie eingezahlt habe. &bdquo;Ich sehe keine andere L&ouml;sung als ein w&uuml;rdiges Ende, bevor ich den M&uuml;ll nach Lebensmitteln zu durchsuchen beginne&ldquo;, soll es laut Medienberichten in dem Abschiedsbrief gehei&szlig;en haben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/panorama\/aus-aller-welt\/innenstadt-von-athen-griechischer-rentner-erschiesst-sich-wegen-schuldenkrise\/6479750.html\">Handelsblatt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers G.K.:<\/strong> Dieser auf einem Beitrag der Nachrichtenagentur dapd basierende Handelsblatt-Beitrag f&uuml;hrt den Selbstmord des griechischen Rentners in der &Uuml;berschrift irref&uuml;hrend auf die &ldquo;Schuldenkrise&rdquo; zur&uuml;ck. Erst im Beitrag selbst hei&szlig;t es, die &ldquo;Sparpolitik&rdquo; der griechischen Regierung habe den Rentner offenbar in die Verzweiflung getrieben. Seit vielen Monaten versuchen nahezu alle deutschen Mainstream-Medien (bei weitem nicht nur jene des Springer-Konzerns) den Eindruck zu erwecken, die griechischen Rentner w&uuml;rden geradezu im Luxus schwelgen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>IWF-Pr&auml;sident Snower blamiert sich bei Occupy Kiel<\/strong><br>\nUnser Leser S.F. schickt uns diese Video-Aufzeichnung einer Diskussion des Occupy Kiel Camps mit Dennis Snower, dem Pr&auml;sidenten des Kieler Weltwirtschaftsinstitut, und dem Chef der Kieler Sparkasse G&ouml;tz Bohrmann:<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.youtube.com\/watch?v=K_hxCx1BEeI\">YouTube<\/a><br>\nDie Kieler Nachrichten hatten die Technik und Moderation &uuml;bernommen, aber wieder mal unkritisch berichtet:<br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.kn-online.de\/Lokales\/Kiel\/Rededuell-auf-Augenhoehe\">Kieler Nachrichten<\/a><br>\nEs ist wirklich erstaunlich, wie schwer Occupy Kiel es Snower und Bohrmann macht, ihre neoliberale Botschaft auszubreiten, und es ist greifbar, wie die beiden zunehmend verzweifelte Metaphern bem&uuml;hen. Wie kompetent sich das Camp zeigt, ist erstaunlich. Sie lassen auch die rhetorischen Spielchen der Wirtschaftslobbyisten nicht durch, sondern zeigen denen wirklich, was eine Harke ist.<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Das deutsche Wissenschaftssystem ist korrupt &ndash; Skrupellose Akquise von Drittmitteln<\/strong><br>\nWas uns einst als gesellschaftlich notwendige, unabh&auml;ngige Wissensproduktion, als eine Suche nach Wahrheiten und guten Wegen viel Wert war, wird heute deformiert von den Interessen jener, die daf&uuml;r viel zu zahlen bereit sind. Auch staatliche Hochschulen zeigen eine zunehmende Empf&auml;nglichkeit und Abh&auml;ngigkeit von Geldmitteln, die direkt aus der Wirtschaft kommen oder die nach wirtschaftlichen Interessen verteilt werden. Dies ist politisches Programm. Und es ist ein Programm mit gravierenden Folgen&hellip;<br>\nDie auf Effizienz getrimmte Hochschule und ihre Studieng&auml;nge bieten kaum Zeit und Anreize, sich querdenkerisch zu orientieren, um so sp&auml;ter durch eigene Wachsamkeit unerwarteten Herausforderungen gerecht zu werden. In der akademischen Karriere folgen befristete Arbeitsvertr&auml;ge, leistungsabh&auml;ngige Besoldung und ein existenzieller Wettbewerb. Konkurrenzdruck ist ein Gef&uuml;hl, das die meisten Akademiker heute verbindet.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/!90494\/\">taz<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Schlanker Staat auf Kosten der Bildung<\/strong><br>\nIm internationalen Vergleich hat das deutsche Bildungswesen in den vergangenen Jahren immer wieder schlechte Noten bekommen. Die unzureichende personelle Ausstattung an den Schulen ist hierf&uuml;r ein wesentlicher Grund, so der Finanzexperte Dieter Vesper. Das langj&auml;hrige Mitglied im Kreis der Steuersch&auml;tzer hat im Auftrag des IMK die Personalentwicklung im &ouml;ffentlichen Dienst untersucht.* Besonders gro&szlig; ist der Fehlbestand an deutschen Schulen, stellt Vesper fest. Nach seinen Berechnungen fehlen hier rund 55.000 Lehrkr&auml;fte. In der Kinderbetreuung sieht der Finanzexperte einen zus&auml;tzlichen Bedarf<br>\nvon 16.000 Stellen. Etwas g&uuml;nstiger hat sich die Situation an den Hochschulen entwickelt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/impuls_2012_04_4.pdf\">B&ouml;ckler Impuls [PDF &ndash; 128 KB]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>F&uuml;r eine Erneuerung der &Ouml;konomie<\/strong><br>\nMemorandum besorgter Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler<br>\nWir, die Unterzeichnerinnen und Unterzeichner dieses Memorandums, m&ouml;chten die &Ouml;konomen als unsere Kollegen, als unsere Professoren und Lehrer, als Berater von Politik und Unternehmen und als Intellektuelle des &ouml;ffentlichen Lebens zu paradigmatischer Offenheit ermuntern. Eingeschlossen ist dabei der Wunsch, andere &ndash; von der vorherrschenden Lehre abweichende &ndash; Sichtweisen aktiv zu f&ouml;rdern sowie das Interesse an und die Offenheit f&uuml;r die Auseinandersetzung mit diesen Positionen zu zeigen, um letztlich auch wieder eine wissenschaftlich redlich gef&uuml;hrte Streitkultur zu erm&ouml;glichen. Eine Wissenschaft, die mit der Reflexion ihrer eigenen paradigmatischen, einschlie&szlig;lich ihrer normativen Grundlagen abgeschlossen hat, ist nur mehr der Form nach eine Wissenschaft.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.mem-wirtschaftsethik.de\/memorandum-2012\/\">Menschliche Marktwirtschaft<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>23 L&uuml;gen, die sie uns &uuml;ber den Kapitalismus erz&auml;hlen<\/strong><br>\n(eine Rezension des Buches von Ha-Joon Chang)<br>\n&bdquo;W&auml;hrend der letzten drei Jahrzehnte haben Wirtschaftsexperten eine tragende Rolle dabei gespielt, die Bedingungen f&uuml;r die Krise des Jahres 2008 zu schaffen (und f&uuml;r Dutzende kleinerer Finanzkrisen vorher, etwa die Schuldenkrise der Dritten Welt 1982, die Krise des mexikanischen Pesos 1995, die Asienkrise 1997 und die russische Krise 1998), indem sie die theoretische Rechtfertigung f&uuml;r finanzielle Deregulierung und das ungehinderte Streben nach kurzfristigen Gewinnen lieferten. Anders ausgedr&uuml;ckt, verf&uuml;gen sie &uuml;ber ausgekl&uuml;gelte Theorien, die jene Politik rechtfertigen, die zu einem verlangsamten Wachstum, gr&ouml;&szlig;erer Ungleichheit, h&ouml;herer Arbeitsplatzunsicherheit und den immer h&auml;ufigeren Finanzkrisen gef&uuml;hrt hat, unter denen die Welt in den letzten drei Jahrzehnten zu leiden hatte. Daneben haben sie eine Politik vorangetrieben, welche die Aussichten auf eine langfristige Besserung der Lage in den Entwicklungsl&auml;ndern verschlechtert hat. In den reichen L&auml;ndern haben diese sogenannten Experten das Leben der Menschen immer unsicherer gemacht und sie dazu verleitet, die Macht neuer Technologien zu &uuml;bersch&auml;tzen, den Verlust staatlicher Kontrolle &uuml;ber die Volkswirtschaft zu ignorieren und eine selbstgef&auml;llige Haltung gegen&uuml;ber der Deindustrialisierung einzunehmen. Nicht zuletzt machten sie uns beharrlich glauben, dass die von vielen Menschen auf dieser Welt als unerw&uuml;nscht empfundenen wirtschaftlichen Resultate in Wahrheit unvermeidlich seien. Wachsende Ungleichheit, schwindelerregende Managergeh&auml;lter oder die extreme Armut in armen L&auml;ndern etwa seien ein Produkt der (egoistischen und rationalen) Natur des Menschen und der Notwendigkeit, Menschen gem&auml;&szlig; ihres produktiven Beitrags zu entlohnen. (&hellip;) Die Wirtschaftslehre, die in den letzten drei Jahrzehnten praktiziert worden ist, hat den meisten Menschen definitiv geschadet.&rdquo; [Seite 327f]<br>\nWer regelm&auml;&szlig;ig kritische Berichte &uuml;ber die Wirtschaftspolitik liest, wie etwa auf den NachDenkSeiten, dem wird Chang kaum etwas Neues bieten. Das Buch wendet sich eher an Leser, die die Diskussionen &uuml;ber den richtigen Weg bislang nur oberfl&auml;chlich verfolgt haben, aber durch die Finanz- und Wirtschaftskrise aufgeschreckt wurden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.michael-schoefer.de\/artikel\/ms0998.html\">Michael Sch&ouml;fer<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers D.K.:<\/strong> Sch&ouml;fer schreibt zwar, f&uuml;r Leser der Nachdenkseiten bringe das Buch nicht viel Neues, das stimmt aber nicht! Die Fakten, mit denen Chang seine Argumentation f&uuml;hrt, waren mir vielfach neu. Das Buch zeigt sehr sch&ouml;n, dass die Vertreter des sog. &bdquo;Neoliberalismus&ldquo; &uuml;ber weite Strecken schlichtweg faktenresistent sind &ndash; vielleicht kein Wunder, wenn man bedenkt, dass 1) es sich dabei um eine Ideologie handelt (&auml;hnlich faktenresistent war man eigentlich nur noch im &bdquo;real existierenden Sozialismus&ldquo;, auch das ja eine faktenresistente Ideologie, mir f&auml;llt gerade spontan Erich Honecker im Oktober 89 ein, &bdquo;Den Sozialismus in seinem Lauf halten weder Ochs noch Esel auf&ldquo;), und 2) es ja den Vertretern des sog. &bdquo;Neoliberalismus&ldquo; keineswegs um eine intellektuelle Auseinandersitzung geht sondern um die Durchsetzung knallharter Partikularinteressen. Solange man dadurch, dass man weiter das behauptet, was man immer behauptet hat, Fakten hin oder her, diese Interessen weiter bedienen kann, dann tut man das eben.<\/em><br>\n<em>Also: das Buch ist zu empfehlen!<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Steuerstreit Schweiz<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Das verlorene Steuerparadies<\/strong><br>\nDerzeit sind nicht weniger als elf Schweizer Banken wegen des Verdachts der Hilfe zur Steuerhinterziehung im Fadenkreuz der amerikanischen Justiz. Zu ihnen geh&ouml;ren die Credit Suisse, Julius B&auml;r, die Basler Kantonalbank und die Z&uuml;rcher Kantonalbank, das Schweizer Tochterunternehmen der britischen Gro&szlig;bank HSBC sowie die T&ouml;chter dreier israelischer Banken, darunter Leumi und United Mizrahi.<br>\nBegonnen hat der Steuer&auml;rger der Schweizer mit den Amerikanern schon vor knapp vier Jahren. Im Juli 2008 nahm das Justizministerium die Bank UBS ins Visier: Zehntausende Amerikaner hatten auf den Konten der Schweizer Gro&szlig;bank rund 20 Milliarden Dollar angelegt, ohne f&uuml;r die Einlagen die nach amerikanischen Gesetzen f&auml;lligen Steuern abzuf&uuml;hren. Die UBS reagiert auf die f&uuml;r ihr Amerika-Gesch&auml;ft existentielle Bedrohung mit der Flucht nach vorn. Im Februar werden die Daten von knapp 300 amerikanischen Kunden an die amerikanischen Beh&ouml;rden &uuml;bergeben. Um ein langwieriges Verfahren zu umgehen, einigt sich die UBS Mitte 2009 au&szlig;ergerichtlich in einem Vergleich mit den amerikanischen Justizbeh&ouml;rden auf eine Zahlung von 780 Millionen Dollar. Die Datens&auml;tze von weiteren 4450 amerikanischen Kunden werden an die amerikanischen Steuerbeh&ouml;rden &uuml;bergeben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/ausland\/schweiz-das-verlorene-steuerparadies-11707306.html\">FAZ<\/a><\/li>\n<li><strong>FDP-General verteidigt Schweizer Haftbefehle<\/strong><br>\nOpposition und Steuergewerkschafter &uuml;berbieten sich in ihren Schimpftiraden gegen die Schweizer Haftbefehle gegen deutsche Steuerfahnder. Doch nun bekommen die Eidgenossen Unterst&uuml;tzung aus der Bundesrepublik. FDP-Generalsekret&auml;r Patrick D&ouml;ring zeigt Verst&auml;ndnis f&uuml;r die Schweizer Justiz.<br>\nDeren Vorgehen sei zwar harsch, man d&uuml;rfe aber nicht vergessen, dass die Daten &uuml;ber deutsche Steuers&uuml;nder mit Konten in der Schweiz illegal erworben worden seien, sagte D&ouml;ring der &ldquo;Passauer Neuen Presse&rdquo;. &ldquo;Es ist nicht verwunderlich, dass die Schweizer Beh&ouml;rden kein Interesse daran haben, dass Straftaten in ihrem Land belohnt werden.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/0,1518,825364,00.html\">Spiegel-Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung J&uuml;rgen Karl:<\/strong> Nun, f&uuml;r den Spassfaktor ist bei der FDP zumindest durch den Generalsekret&auml;r Patrick D&ouml;ring gesorgt. Dieser offenbarte schon nach den Landtagswahlen im Saarland ein interessantes Demokratieverst&auml;ndnis als er die W&auml;hlerentscheidung, die FDP auf das Ma&szlig; ihrer politischen Bedeutung zu reduzieren, als &ldquo;Tyrannei der Masse&rdquo; abqualifizierte. Nun legt D&ouml;ring nach und &auml;u&szlig;ert Verst&auml;ndnis f&uuml;r die Schweizer Hilfe f&uuml;r kriminelle Steuerhinterzieher. Offenbar ist D&ouml;ring und der FDP-Klientel entgangen, dass Steuerhinterziehung in Deutschland eine Straftat ist.<\/em> <\/p>\n<p><em><strong>Erg&auml;nzende Anmerkung RS:<\/strong> R&ouml;ttgen kritisiert brav die Schweiz f&uuml;r ihre Aktion, sieht diese aber als Grund, das Steuerabkommen m&ouml;glichst schnell in Kraft treten zu lassen. Er stellt sich also hinter die Steuerfahnder, aber gleichzeitig hinter das den Steuerhinterziehern schonenden und Steuerfahndern entmachtenden Steuerabkommen. Ein Paradebeispiel daf&uuml;r, wie man im Namen der Steuergerechtigkeit gerade diese verhindern will.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Amerikaner gehen im Steuerstreit h&auml;rter vor<\/strong><br>\nDie Schweiz streitet mit Deutschland wegen des Ankaufs einer Steuers&uuml;nder-CD. Doch die USA machen gegen&uuml;ber dem Steuerparadies noch ganz anderen Druck. Schon 2009 wurde das Bankgeheimnis aufgeweicht, als auf Druck der Amerikaner die Daten von 250 verd&auml;chtigen Kunden der Bank UBS ausgeh&auml;ndigt wurden. Die UBS zahlte zudem 780 Millionen Dollar an die USA. Im August 2009 stellten die US-Beh&ouml;rden ein Amtshilfeersuchen, das sich konkret auf 4450 UBS-Kunden bezog. Diese Daten wurden 2010 geliefert. Darauf wurde eine Klage gegen UBS eingestellt. Mittlerweile laufen Ermittlungen gegen weitere elf Banken mit Sitz in der Schweiz wegen Anstiftung zur Steuerhinterziehung. Der Chef der Schweizer Finanzmarktaufsicht, Patrick Raaflaub, res&uuml;mierte: Das Gesch&auml;ftsmodell, &bdquo;das auf dem Verstecken unversteuerter Gelder basiert&ldquo;, sei am Ende.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/zeitung\/usa-schweiz-amerikaner-gehen-im-steuerstreit-haerter-vor\/6473668.html\">Tagesspiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Der Artikel ist ein einziges &Auml;rgernis. Nicht wegen seines Inhalts, sondern weil der Tagesspiegel erst jetzt entdeckt, dass die USA ganz anders mit den Schweizer Banken umspringen, diese gezwungen hat das strafrechtlich gesch&uuml;tzte Bankgeheimnis der Schweiz zu brechen. Jetzt soll dieses dazu herhalten, deutsche Fahnder anzuklagen. Die NachDenkSeiten haben seit Jahr und Tag darauf hingewiesen, dass zwischen der EU (also auch Deutschland) und den USA eine skandal&ouml;se Diskrepanz in der Behandlung vor allem von Bankern und Banken besteht, die zur Steuerhinterziehung ihrer B&uuml;rger verleiten. Siehe zuletzt <a href=\"\/?p=12754#h02\">Wolfgang Lieb<\/a>!<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Finanznot: Kommunen sparen sich milliardenschwere Investitionen<\/strong><br>\nObwohl ihre Einnahmen zuletzt gestiegen sind: In Deutschlands St&auml;dten und Gemeinden liegen Investitionen von fast 100 Milliarden Euro auf Eis. F&uuml;r die kommenden Jahre erwarten die Kommunen kaum Besserung. Viele deutsche St&auml;dte sind &auml;u&szlig;erst knapp bei Kasse. Das wurde erst k&uuml;rzlich wieder deutlich, als eine Reihe von B&uuml;rgermeistern im Ruhrgebiet gegen den Solidarpakt rebellierte. Nun zeigen neue Zahlen der staatlichen F&ouml;rderbank KfW, dass unter der Finanznot zunehmend<br>\nInvestitionen in die Zukunft leiden. Der Investitionsstau summiere sich inzwischen auf knapp 100 Milliarden Euro, ergab eine Umfrage der KfW unter mehr als 600 St&auml;dten, Gemeinden und Landkreisen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/0,1518,825706,00.html\">SPIEGEL<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Schlamperei im Amt: Jobcenter auf dem Pr&uuml;fstand<\/strong><br>\nDas Jobcenter Salzlandkreis &uuml;berwies im Herbst vergangen Jahres einem Hartz-IV-Empf&auml;nger fast 43.000 Euro auf sein Konto &ndash; das sorgte f&uuml;r Schlagzeilen. In Hannover erhielt ein Mann einen Zuschuss f&uuml;r &ldquo;seine&rdquo; Schwangerschaft. Bundesweit landeten vertrauliche Schreiben der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit bei falschen Empf&auml;ngern. Keine Einzelf&auml;lle, wie Rechtsanw&auml;lte sagen. Doch warum kommt es so h&auml;ufig zu Pannen? &ldquo;Exakt &ndash; Die Story&rdquo; forscht nach. Betroffene, Rechtsanw&auml;lte und ein Sozialforscher, aber auch die andere Seite, Mitarbeiter der Jobcenter und Arbeits&auml;mter, kommen zu Wort.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.mdr.de\/exakt\/schlamperei100.html\">MDR<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Kartellrecht soll reformiert werden: Soziale Machtwirtschaft<\/strong><br>\nWettbewerb belebt das Gesch&auml;ft? Von wegen! An Tankstellen wird derzeit offenbar, wie wenig interessiert viele Anbieter an einem Preiskampf sind, Sprit ist so teuer wie noch nie. Eigentlich soll das deutsche Wettbewerbsrecht den Missbrauch solcher Marktmacht verhindern. Doch die bekannt gewordenen F&auml;lle sind eine lange Liste der Peinlichkeiten f&uuml;r den Gesetzgeber und die deutsche Wirtschaft. Allein in den vergangenen beiden Jahren verh&auml;ngte das Bundeskartellamt wegen illegaler Preisabsprachen Strafen in einer Gesamth&ouml;he von 500 Millionen Euro. Am Mittwoch verabschiedete das Bundeskabinett nach langen Debatten endlich eine Reform des Kartellrechts. Die Ziele von Bundeswirtschaftsminister Philip R&ouml;sler (FDP) klingen gut. Doch R&ouml;slers Plan droht in zentralen Punkten zum Papiertiger zu werden. Denn er selbst hat die Pl&auml;ne seines Amtsvorg&auml;ngers Rainer Br&uuml;derle abgeschw&auml;cht. Br&uuml;derle wollte mit harter Hand gegen zu gro&szlig;e Marktmacht vorgehen. Ersten Entw&uuml;rfen f&uuml;r die Gesetzesnovelle zufolge h&auml;tte das Kartellamt Unternehmen in diesem Fall zur Verkleinerung zwingen k&ouml;nnen, auch ohne ihnen illegale Praktiken nachzuweisen. So hatte es auch die Monopolkommission gefordert. Vor allem Energiekonzerne, aber auch Banken h&auml;tten so ins Visier der Bonner Beh&ouml;rde und der Politik geraten k&ouml;nnen. Die Industrie lief Sturm. Mit Erfolg. Das Instrument der Entflechtung soll es nun zwar geben, aber in &auml;u&szlig;erst sanfter Form: Der Missbrauch der marktbeherrschenden Stellung ist Voraussetzung daf&uuml;r, dass das Amt Unternehmen zerschlagen kann.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/kartellrecht-soll-reformiert-werden-soziale-machtwirtschaft-1.1320929\">SZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Es geh&ouml;rt zu den Merkw&uuml;rdigkeiten liberaler Positionen, und damit ist nicht nur die FDP gemeint, wie sehr die Gestaltung des eigenen Lebens in eigener Verantwortung und die Freiheit von staatlicher Bevormundung betont wird und wie wenig der Vermachtung, ja der Vergewaltigung der Wirtschaft, der Gesellschaft schlechthin durch das gro&szlig;e Kapital Beachtung geschenkt wird. Die FDP hat die M&ouml;glichkeit gehabt, sich mit dem urspr&uuml;nglichen Br&uuml;derle- Entwurf um die Bundesrepublik <a href=\"\/?p=4416#h03\">verdient zu machen<\/a>, aber sie ist vor der Kapitalfraktion eingeknickt und hat dem Staat die Rolle des Nachtw&auml;chters zugewiesen. Entsprechend lasch kommentiert dann Andreas Mundt, Pr&auml;sident des Bundeskartellamts, z.B. die Strategien der Mineral&ouml;lkonzerne: Die Konzerne scheinen einen Weg gefunden zu haben, &ldquo;wie sie v&ouml;llig gefahrlos und problemlos Preiserh&ouml;hungen durchsetzen k&ouml;nnen&rdquo;. Es w&auml;re es n&ouml;tig, &ldquo;Unruhe ins Oligopol&rdquo; zu bringen. Der Liberalismus der heutigen Tage ist zum blo&szlig;en Laisser-faire verkommen, in dem die Gew&auml;hrung von Freiheit zur Bildung privater Macht missbraucht werden konnte. In Sonntagsreden wird von sich liberal gebenden Politikern gerne vom Ordoliberalismus fabuliert, dabei haben die meisten l&auml;ngst die freiheitssichernde Funktion des Staates verraten. Wenn jetzt f&uuml;r das schwarz\/gelbe Kabinett Bedingung f&uuml;r die Entflechtung von Marktmacht der Missbrauch sein soll, so m&ouml;chte man ihm anempfehlen z.B. den Begr&uuml;nder der Freiburger Schule des Ordoliberalismus, Walter Eucken, zu lesen: &ldquo;Es sind also nicht die sogenannten Missbr&auml;uche wirtschaftlicher Macht zu bek&auml;mpfen , sondern wirtschaftliche Macht selbst.&rdquo;<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Haftbedingungen in deutschen Gef&auml;ngnissen: Unhygienischer, ekelerregender Zustand<\/strong><br>\nZu kleine Gef&auml;ngniszellen sind doppelt belegt. Weibliche Gefangene werden auf der Toilette von m&auml;nnlichem Personal per Video &uuml;berwacht. Ein Haftraum ist &ldquo;&uuml;bers&auml;t mit toten Insekten&rdquo;. Die Nationale Stelle zur Verh&uuml;tung von Folter hat in ihrem Jahresbericht 2010\/11 zahlreiche Missst&auml;nde in deutschen Gef&auml;ngnissen aufgelistet. Die Beh&ouml;rde von Bund und L&auml;ndern in Wiesbaden pr&uuml;ft seit 2008 deutsche Gef&auml;ngnisse, psychiatrische Kliniken, Abschiebekn&auml;ste und andere Arrestzellen von Polizei, Bundeswehr und Zoll. Sie kontrolliert, ob das Folterverbot eingehalten wird. Im aktuellen Bericht steht, sie habe &ldquo;in mehreren F&auml;llen Missst&auml;nde festgestellt, die nicht akzeptiert werden k&ouml;nnen&rdquo;.<br>\nNach einer Inspektion in der Justizvollzugsanstalt Bernau am Chiemsee haben die Pr&uuml;fer zum Beispiel geschrieben, dass &ldquo;eine erhebliche Anzahl der Einzelstellen&rdquo; doppelt belegt sind, mit zwei Gefangenen in einer Zelle von 8,3 Quadratmetern. Der besonders gesicherte Haftraum in der Jugendstrafanstalt in Berlin &ldquo;befand sich zum Besuchszeitpunkt in einem unhygienischen, ekelerregenden Zustand: Die Schaumstoffmatratze wird ohne &Uuml;berzug verwendet. Sie wies zahlreiche undefinierbare Flecken auf und war &uuml;bers&auml;t mit toten Insekten. Die Toilette sowie der Trinkwasserspender waren v&ouml;llig verdreckt.&rdquo;<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=in&amp;dig=2012%2F04%2F04%2Fa0062&amp;cHash=fe573fccf9\">taz<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.antifolterstelle.de\/fileadmin\/dateiablage\/Dokumente\/Berichte\/Jahresberichte\/Jahresbericht2010-11.pdf\">Antifolterstelle [PDF &ndash; 1.8 MB]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Union knickt vor der Pharmaindustrie ein<\/strong><br>\nGesundheitspolitiker von CDU und CSU wollen die Preisregeln f&uuml;r neue Medikamente aufweichen. Damit w&uuml;rden sie die W&uuml;nsche der Pharmaindustrie erf&uuml;llen. Macht FDP-Gesundheitsminister Daniel Bahr mit?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/wirtschaft\/arzneimittel-union-knickt-vor-der-pharmaindustrie-ein,1472780,14673836,view,printVersion.html%20\">Frankfurter Rundschau<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>&ldquo;Der falsche Pr&auml;sident&rdquo; als Rat gebende Messlatte<\/strong><br>\nAlbrecht M&uuml;ller &ndash; der Mitherausgeber der NachDenkSeiten &ndash; machte sich nachdenkend schreibend Gedanken dar&uuml;ber. Das B&uuml;chlein: &ldquo;Der falsche Pr&auml;sident &ndash; Was Pfarrer Gauck noch lernen muss, damit wir gl&uuml;cklich mit ihm werden&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.freitag.de\/community\/blogs\/asansoerpress35\/der-falsche-praesident-als-rat-gebende-messlatte--\">Freitag<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Frankfurter Nachtflugverbot<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Bundesverwaltungsgericht: Nachtflugverbot bleibt<\/strong><br>\nDas Bundesverwaltungsgericht hat am Mittwoch das vorl&auml;ufige Nachtflugverbot am Frankfurter Flughafen best&auml;tigt. Auch auf die Fl&uuml;ge in den Randzeiten warfen die Richter einen kritischen Blick. Den Ausbau des Flughafens billigten sie aber.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.hr-online.de\/website\/rubriken\/nachrichten\/index.jsp?rubrik=71831&amp;key=standard_document_44411685\">hr online<\/a><\/li>\n<li><strong>Nachtflugverbot auf Rhein-Main: Eine Chronologie der Ereignisse<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/mp3.podcast.hr-online.de\/mp3\/podcast\/hr_info_thema\/hr_info_thema_20120404_4.mp3\">hr-info <\/a><\/li>\n<li><strong>Der Wind hat sich gedreht &ndash; auch politisch<\/strong><br>\nDer Wortbruch der CDU-gef&uuml;hrten Landesregierung ist mit dem Spruch des Bundesverwaltungsgerichts deutlicher geworden denn je zuvor. Jetzt ist das Land am Zug.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/flughafen-frankfurt\/kommentar-zum-nachtflugverbot-in-frankfurt-der-wind-hat-sich-gedreht---auch-politisch,2641734,14676680,view,printVersion.html\">Frankfurter Rundschau<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>G&uuml;nter Grass: Was gesagt werden muss<\/strong><br>\nMit heftiger Kritik an Israels Atompolitik hat sich Literaturnobelpreistr&auml;ger G&uuml;nter Grass &ouml;ffentlich zu Wort gemeldet und damit eine Welle der Emp&ouml;rung ausgel&ouml;st.<br>\n&ldquo;Die Atommacht Israel gef&auml;hrdet den ohnehin br&uuml;chigen Weltfrieden&rdquo;, schreibt der Schriftsteller in dem Gedicht &ldquo;Was gesagt werden muss&rdquo;, das &hellip; in der &ldquo;S&uuml;ddeutschen Zeitung&rdquo; und der &ldquo;La Republica&rdquo; erschien.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/grassgedicht106.html\">Tagesschau<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/grassgedicht102.html\">Tagesschau, das Gedicht<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Ist es Grund zur Entr&uuml;stung, wenn in dem Gedicht kritisiert wird, dass Planspiele &uuml;ber einen milit&auml;rischen Erstschlag, wom&ouml;glich mit Atomwaffen gegen den Iran ge&uuml;bt werden? Ist es falsch, zu vermuten, dass Israel &uuml;ber nukleares Potential verf&uuml;gt, das geheim gehalten wird, auch weil Israel den Atomwaffensperrvertrag nicht ratifiziert hat? Ist es der Kritik entzogen, dass Deutschland an Israel ein U-Boot liefert, von dem auch Atomraketen abgefeuert werden k&ouml;nnen? Darf man nach den L&uuml;gen, die zur Begr&uuml;ndung des Irak-Krieges herangezogen werden, nicht bef&uuml;rchten, dass die Beweise f&uuml;r die Entwicklung einer Atombombe im Iran, (noch) nicht ausreichend sind? Wer k&ouml;nnte bestreiten, dass ein Milit&auml;rschlag Israels gegen den Iran, den &bdquo;br&uuml;chigen Weltfrieden&ldquo; gef&auml;hrdet? Was l&ouml;st ein solcher Erstschlag in der arabischen Welt, gar nicht daran zu denken unter den ohnehin radikalisierten Islamisten aus?<\/em><br>\n<em>Man mag G&uuml;nter Grass vorhalten, dass er die Gefahr, die vom Iran f&uuml;r die Existenz Israels ausgeht untersch&auml;tzt, das ist jedoch noch lange kein Grund nicht auf Israel einzuwirken, weder einen milit&auml;rischen Erstschlag zu f&uuml;hren, noch gar mit Atombomben.<\/em><br>\n<em>Der Vorschlag von G&uuml;nter Grass das israelische Atompotenzial und die iranischen Atomanlagen durch eine internationale Instanz permanent zu kontrollieren, mag angesichts der verh&auml;rteten Fronten in Nahost naiv klingen. Aber gibt es bessere Vorschl&auml;ge, einen (atomaren) Krieg zu verhindern?<\/em><br>\n<em>Was Entr&uuml;sten sollte, das ist die Art der Entr&uuml;stung die Grass entgegenschl&auml;gt. Wenn man den CDU-Generalsekret&auml;r Hermann Gr&ouml;he liest, dann wird erkennbar, dass sich die hiesige Regierung schon l&auml;ngst mit einem Milit&auml;rschlag abgefunden hat. Und nat&uuml;rlich darf der rechtspopulistische Brandstifter Henryk M. Broder nicht fehlen, der Grass als &bdquo;Prototyp des gebildeten Antisemiten&ldquo; beschimpft. Die Debattenkultur in Deutschland &uuml;ber einen Angriffskrieg, gar einem Pr&auml;ventivschlag mit Atombomben ist furchterregend. Statt den derzeitigen israelischen Politikern einen solchen Bruch des V&ouml;lkerrechts auszureden und auf eine friedliche L&ouml;sung hinzuwirken, wird ein Literat beschimpft, der vor nichts anderem warnt als sogar auch US-amerikanische wie auch israelische Geheimdienstler und f&uuml;hrende Milit&auml;rs.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Zu guter Letzt<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Volker Pispers: Spitzenergebnisse<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wdr2.de\/unterhaltung\/kabarett\/volker_pispers102.html\">WDR2<\/a><\/li>\n<li><strong>Wer hat den Standplatz angemeldet?<\/strong><br>\n<img decoding=\"async\" src=\"\/upload\/bilder\/120405_standplatz_1645209.jpg\" alt=\"\"><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.toonpool.com\/cartoons\/Standplatz_164520#\">Toonpool.com<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. 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(RS\/WL)<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-12777","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/12777","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=12777"}],"version-history":[{"count":7,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/12777\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":12791,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/12777\/revisions\/12791"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=12777"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=12777"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=12777"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}