{"id":127817,"date":"2025-01-25T15:00:28","date_gmt":"2025-01-25T14:00:28","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=127817"},"modified":"2025-01-24T19:13:17","modified_gmt":"2025-01-24T18:13:17","slug":"leserbriefe-zu-was-nutzt-das-schoenste-wahlprogramm","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=127817","title":{"rendered":"Leserbriefe zu \u201eWas nutzt das sch\u00f6nste Wahlprogramm?\u201c"},"content":{"rendered":"<p><strong>Jens Berger<\/strong> diskutiert <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=127613\">in diesem Beitrag<\/a> &uuml;ber das Wahlprogramm der Linkspartei. Er sei nach dem genauen Lesen zerrissen gewesen &ndash; einerseits stimme er sehr vielen Punkten zu und es enthalte &bdquo;einige wirklich gute Forderungen&ldquo;; andererseits gebe es &bdquo;wohl keine andere gr&ouml;&szlig;ere Partei, bei der zwischen den Forderungen im Wahlprogramm und der Chance auf deren Umsetzung ein derart gro&szlig;er Widerspruch&ldquo; bestehe. Politik lebe jedoch von Alternativen und es lohne sich, die Forderungen dieser Partei wahrzunehmen. Wir haben dazu interessante Zuschriften bekommen und bedanken uns daf&uuml;r. Es folgt nun eine Auswahl der Leserbriefe, f&uuml;r Sie zusammengestellt von <strong>Christian Reimann<\/strong>.<br>\n<!--more--><\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>1. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Lieber Herr Berger,<\/p><p>die &Uuml;bersicht der Wahlprogramme habe ich gelesen und jetzt Ihre Erg&auml;nzung bzgl. Linkspartei. Ja, was n&uuml;tzen die sch&ouml;nsten Wahlprogramme, wenn sie nach der Wahl vergessen sind? Die Linkspartei hat sich schon lange ins Abseits man&ouml;vriert, Sie haben den Grund im letzten Satz Ihres Artikels genannt.<\/p><p>Die Sache mit &ldquo;Mietpreisdeckel&rdquo;, etc., mag gut gemeint sein, zeigt aber auch wie fixiert auf die herrschenden Verh&auml;ltnisse diese Partei ist. Mietwohnungen sollten die Ausnahme sein, wenn man z.B. mal ein paar Jahre, Job-bedingt, den Wohnort wechselt. Besser ist das H&auml;uschen auf dem Lande oder die Eigentumswohnung in der Stadt. In anderen L&auml;ndern geht das. Und Sie machen es doch vor. Ich durfte ein Haus erben, weil mein Gro&szlig;vater es gebaut hat, inzwischen hat es meine Tochter. Mietpreisbremse mag derzeit notwendig sein, weil auch bei den Immobilienkonzernen der Raubtierkapitalismus eingezogen ist. Aber das sollte eine Nebensache bleiben, F&ouml;rderung von Wohneigentum ist wichtiger.<\/p><p>Und wenn man das ernst nimmt, dann wird erst richtig klar, wie prek&auml;r die soziale Situation inzwischen ist. immer mehr Menschen k&ouml;nnen froh sein, wenn sie &uuml;berhaupt einen Job haben, mit dem sie &uuml;ber die Runden kommen. Wer kann da noch f&uuml;r das H&auml;uschen sparen? &ldquo;Mietpreisbremse&rdquo; ist ein Fliegenschiss. Wiederherstellung von Energieversorgung, Industrie, Infrastruktur, Gesundheitssystem w&auml;re angesagt. Und endlich Schluss mit der m&ouml;rderischen Kriegs- und R&uuml;stungspolitik. Dann gibt es auch wieder Jobs, die Grundlage f&uuml;r ein ausk&ouml;mmliches Leben sein k&ouml;nnen.<\/p><p>Viele Gr&uuml;&szlig;e,<br>\nRolf Henze<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>2. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr Berger,<\/p><p>ich bringe Menschen Bewunderung gegen&uuml;ber, die sich Texte in ihrer F&uuml;lle, wie das Wahlprogramm der Linken antun, umso mehr sie nur in kurzer Zeit das tats&auml;chlich Interessante herausgeholt haben. Aber leider ist das eigentliche Interessante auch bei ihnen nicht zu erfahren. Nun gut, es steht nichts davon im Wahlprogramm, aber trotzdem geh&ouml;rt es dazu, wenn man &uuml;ber die Linke ausf&uuml;hrt.<\/p><p>Schauen wir auf die alte Gr&ouml;&szlig;e Gysi, der als Zootechniker mit Abitur zum Rechtsanwalt wurde, zur vermaledeiten Wende mitmischte und deswegen mit Sicherheit Bescheid wei&szlig;, dass es einen verfassungsgebenden Kraftakt des deutschen Volks, mit dem es sich das Grundgesetz gegeben habe, wie es in der Pr&auml;ambel zum GG 1990 hei&szlig;t, nicht gegeben hat.<\/p><p>Und was ist mit den ehrlich und aufrichtigen deutschen Oppositionellen, zu denen ich auch sie z&auml;hle? Warum ist es kein Thema, dass das sog. Deutschland keine Verfassung hat und nur &uuml;ber Besatzungsgesetz , dem &Uuml;bereinkommen zur Regelung bestimmter Fragen in Bezug auf Berlin &ndash; regiert wird? Das ist die Grundlage , auf der seit 35 Jahren sich die Verwerfungen aufgebaut haben, die inzwischen dazu f&uuml;hren, dass das &bdquo;Nie wieder Krieg&ldquo;, das unsere Ahnen geschworen haben, zur blanken Phrase wird. Mit der Hoffnung, dass der mangels Organisation (fehlende Verfassung) handlungsunf&auml;hige deutsche Staat endlich ein Thema in der ehrlich und aufrichtigen deutschen Opposition wird, verbleibt mit wirklich freundlichen Gr&uuml;&szlig;en Olaf Thomas Opelt<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>3. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Lieber Jens,<\/p><p>ich freue mich, da&szlig; Du Dich derart pr&auml;zise und fair mit dem Wahlprogramm der Linkspartei auseinandergesetzt hast.<\/p><p>Da&szlig; man in einem Wahlprogramm das Erw&uuml;nschte formuliert, nicht das Unbedingt-sofort-oder-bald-Erreichbare, darin kann ich Deiner Kritik nicht zustimmen. Aber das k&ouml;nnen wir beiseite lassen.<\/p><p>Was mich st&ouml;rt, das ist die wieder und wieder auf NDS feststellbare Tatsache, da&szlig; Sahra Wagenknechts Partei von Euch derart unkritisch behandelt und geschont wird &ndash; ganz im Gegenteil: &uuml;beraus freundlich, unanalytisch, werbend geadezu.<\/p><p>Selbstverst&auml;ndlich: alles, was BSW&nbsp;friedenspolitisch fordert, findet auch auch meine uneingeschr&auml;nkte Zustimmung. Dennoch werde ich diese Partei nicht w&auml;hlen k&ouml;nnen: wegen ihrer inhumanen und z. T. idiotischen Positionierungen zu den Migrationsproblemen. Um es auf aufs klarste zu sagen:<\/p><p>Alles, was da an angeblich durch zu viel Migration von Menschen in Not &ndash; verdammt nochmal: in Not!!! &ndash; an Problemen hierzulande erzeugt wird, alles das geht doch auf politische Vers&auml;umnisse hiesiger Regierungen zur&uuml;ck, auf Vers&auml;umnisse, die zum gro&szlig;en Teil schon seit mehreren Jahrzehnten nicht behoben worden sind (lange, bevor es nennenswerte Migration nach Deutschland gab!). Nichtaufhebbarkeit der Sozialmieten im Wohnungsbau, bessere F&ouml;rderung des Baus von Sozialwohnungen, das h&auml;tten wir bereits seit Jahrzehnten haben k&ouml;nnen. Bessere F&ouml;rderung von Schulen, Kliniken, Alten(pflege)heimen dito. Ein Rentensystem, in das alle einzahlen, auch Beamte, auch Selbstst&auml;ndige, auch PolitikerInnen, und damit eine Rentenh&ouml;he f&uuml;r alle, die Hunderte von Euro pro Monat &uuml;ber dem heutigen Stand l&auml;ge. Deutsches Versagen noch und noch, nicht von Migranten verursachtes Unheil! Und m&uuml;ssen wir beide &ndash; Du und ich &ndash; &uuml;ber die Menschenverelendungspolitik streiten, der man den Namen Hartz-IV verpa&szlig;t hatte? Sicherlich nicht! Und was ich hier aufgez&auml;hlt haben, das ist ja nur ein kleiner Ausschnitt aus dem Katalog der Probleme, an denen in Deutschland die Menschen leiden &ndash; egal, ob sie in Deutschland geboren worden oder nach Deutschland gekommen sind. Und das eben ist das Abgrundtief-Miese und das Fundamental-Falsche an der BSW-Propaganda:&nbsp;<\/p><p>Nein, nicht da&szlig; dieses B&uuml;ndnis das mit hetzerischem Vokabular t&auml;te. Aber mit verlogener Ursachen-Analyse, mit Pr&uuml;gelknaben-Logik! Fast ausschlie&szlig;lich auf diese verleumdende Weise argumentiert das BSW gegen alle genannten Probleme an (und gegen viele andere, hier ungenannt gebliebenen, Probleme). Auf diese betr&uuml;gerische Weise beschuldigt das BSW Menschen, die aus der Not zu uns fl&uuml;chten, um diesen die Schuld in die Schuhe zu schieben, f&uuml;r Probleme, f&uuml;r die einzig und allein Politiker aus unserem&nbsp;Land verantwortlich waren und sind &ndash; egal, ob sie der CDU angeh&ouml;ren oder der CSU, der FDP oder, seit einiger Zeit, auch den Gr&uuml;nen, und nicht zuletzt auch das Parteibuch der SPD mit sich herumgetragen haben! Mu&szlig; ich an Gerhard Schr&ouml;der erinnern, an Wolfgang Clement, an Peer Steinbr&uuml;ck, um nur drei Personen zu nennen, die einen jubelnden Massenanhang in der eigenen Partei hinter sich wissen durften?&nbsp; Ich nenne das sch&auml;big, diese Propaganda des BSW, ich bezeichne das als Falsch-Analyse, und ich bin sicher: niemand wei&szlig; das besser als die kluge und informierte Sahra Wagenknecht selber. Und&nbsp;Du wei&szlig;t das mit Sicherheit auch.<\/p><p>Ich bin gespannt, ob Ihr meinen Leserbrief ver&ouml;ffentlichen werdet. Setze aber in meinem alten Vertrauen auf NDS darauf, da&szlig; dieses geschieht.<\/p><p>Mit herzlichen Gr&uuml;&szlig;en also gleichwohl<br>\nHoldger Platta<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>4. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Lieber Jens Berger &ndash; eine supergute Frage!<\/p><p>Ist es Schuld einer Partei, der Linkspartei &ndash; wenn sie zu gute, zu richtige Wahlziele hat? Aber warum hab ich seit Jahren so ein schales Gef&uuml;hl, wenn ich die Wahl-Plakate der Linken seh??<\/p><p>Ich glaub, ich kann das gut mit diesem alten Witz erkl&auml;ren: Sitzen ein Banker, ein Bildzeitungsleser und ein Asylant am Tisch. Auf dem Tisch liegen 10 Kekse. Da nimmt sich der Banker 9 Kekse und sagt zum Bildzeitungsleser: &bdquo;Pa&szlig; auf &ndash; der Asylant will deinen Keks!&ldquo;<\/p><p>Und jetzt kommt es: Die Linkspartei erz&auml;hlt den Witz GENAUSO &ndash; nur die letzte Zeile vom B&ouml;sen ins Gute gewendet, statt &bdquo;Pa&szlig; auf!&ldquo; sagt sie: &bdquo;Wenn du ein guter Mensch bist &ndash; dann gibst du von deinem Keks die H&auml;lfte ab, an den armen Asylanten!&ldquo;<\/p><p>Also auch bei der Linkspartei gehts um den 1 Keks &ndash; nie um die 9 Kekse.<\/p><p>Moment, Moment! k&ouml;nnte man sagen &ndash; die Linkspartei zielt doch auf die 9 Kekse, sie will die Vermieter deckeln, will Verm&ouml;gen besteuern&hellip;! Aber das sind halt alles FERNZIELE &hellip;.. (Und falls die Fernziele pl&ouml;tzlich nah r&uuml;cken &ndash; l&auml;sst dann die Linkspartei sie nicht sogar im Stich? Hat sie nicht in Dresden Kommunal-wohnungen privatisiert und den Volksentscheid &bdquo;Vonovia enteignen!&ldquo; in Berlin versickern lassen?)<\/p><p>Auf der theoretischen Zukunftswunsch-Ebene zielt die Linke zwar auf die 9 Kekse &ndash; aber auf der praktischen Hier-und-Jetzt-Ebene geht es dann doch letztlich nur um den 1 Keks der kleinen Leute &hellip; &ndash; denn welche Stadtviertel, welche Schulen, welche Berufe sind es, wo die Einwanderer hin kommen? Die armen, prek&auml;ren! Und hier ist des, wo die Linke (in meiner Wahrnehmung) am lautesten ist, die armen Leute, die ihren 1 Keks nicht teilen wollen, als herzlose Unmenschen und Naz&iacute;s zu beschimpfen &ndash; gegen die 9-Keks-Besitzer kleben sie alle vier Jahre mal Wahlplakate an die Laternen, aber tja &ndash; &hellip;<\/p><p>Die Linke erz&auml;hlt den gleichen Witz wie die Bildzeitung &ndash; nur ins Gute gewendet: bitte, gib von deinem Keks erst mal die H&auml;lfte dem Ausl&auml;nder ab! (was ja auch liebevoll und richtig ist &ndash; aber praktisch wirkt dadurch die Linke sogar als Helfers-helfer f&uuml;r die Kapitalisten, die sich &uuml;ber viele neue Billigarbeiter freuen, die nicht mal wissen, was das Wort &bdquo;Betriebsrat&ldquo; bedeutet! Der Kapitalist l&auml;chelt vielleicht sogar, dass die Linke dazu dem einfachen Volk auch noch eine sch&ouml;ne Zukunftsmusik von einem sch&ouml;nen irgendwann einmal spielt!)<\/p><p>Am liebsten h&auml;tte ich eine Partei, die so richtige, gute Fernziele hat wie die LINKE, die sich aber auch um das Jetzt-Schon f&uuml;r die kleinen Leute k&uuml;mmert &ndash; und ich hoffe, das im BSW zu finden!<\/p><p>LG von Martin<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>5. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Guten Morgen, Herr Berger,<\/p><p>als Erstes m&ouml;chte ich mich bei ihnen und dem NDS Team f&uuml;r die Vielzahl kritischer Artikel bedanken. Vielen Dank daf&uuml;r!<\/p><p>Auch wenn sich ihre Ausf&uuml;hrungen in weiten Teilen um gro&szlig;e Sachlichkeit bem&uuml;hen, m&ouml;chte ich mich eines Kommentars nicht enthalten.<\/p><p>Der Grund: Ein Ph&auml;nomen, dem ich in&nbsp;fast allen meinen Gespr&auml;chen zu diesem Thema begegne (und es sind viele).<\/p><p>A: Abweichung von Definitionen und&nbsp;<\/p><p>B: als Folgefehler, Menschen mit eher wenig Habe, werfen sich reflexartig sch&uuml;tzend vor jene, die sehr, sehr viel haben, so auch hier.<\/p><p>Bezogen auf ihren Artikel fiel es mir an mehreren Stellen auf.<\/p><p>Kernaussage des Kommentars (Auszug, falls er zu lang ist):<\/p><p>Die Zahl der Million&auml;re betrug in Deutschland 2023 (lediglich, oder emp&ouml;rende?) rd. 2.820.000, darunter 130 Milliard&auml;re. (Wikipedia)<\/p><p>Wenn jetzt Reiche und Superreiche mit 30% Verm&ouml;genssteuer auf 20 Jahre gestaffelt belegt werden, bedeutet das f&uuml;r einen armen Teufel mit nur 10 Mio Verm&ouml;gen, eine Verm&ouml;genssteuer im ersten Jahr von gerade einmal &euro; 150.000,-. Das soll die Gans umbringen, die goldene Eier legt?<\/p><p>Es verbleiben dem armen Tier 9,85 Mio! &nbsp;Eine Summe die 98% der Bev&ouml;lkerung NIE besitzen wird.<\/p><p>Zum Text:<\/p><p>Zun&auml;chst stellen sie richtig fest, dass sich die Ausf&uuml;hrungen der Linkspartei auf Reiche und Superreiche bezieht. Hier w&auml;re eine Definition sicherlich hilfreich gewesen, um zu vermeiden, wie geschehen, dass sich Mitglieder der Mittelschicht pl&ouml;tzlich im Fokus w&auml;hnen.<\/p><p>W&auml;re 1 Mio &euro; f&uuml;r reich und 10 Mio &euro; f&uuml;r super reich ok? Oder sollen wir 10 und 100 Mio daraus machen. Auch ok. Lieber vorsichtig, wir k&ouml;nnen ja nie wissen, welche gl&uuml;cklichen F&uuml;gungen sich f&uuml;r uns noch ergeben.<\/p><p>Die Wohneigentumsquote liegt, wie sie wissen, in Deutschland (2024) bei niedrigen 40 %. Welcher Anteil davon noch auf Wohnungen anstelle eines Eigenheimes entf&auml;llt sei hier unber&uuml;cksichtigt. In jedem Fall geh&ouml;ren sie deutlich zu den privilegierten. Gl&uuml;ckwunsch und es sei ihnen unbedingt und von Herzen geg&ouml;nnt. Aber, ich bitte um Entschuldigung, zu den Reichen oder gar Superreichen geh&ouml;ren sie damit noch lange nicht und werden es, ich bitte abermals um Entschuldigung, vermutlich auch nie geh&ouml;ren.&nbsp;96,5 % der Bev&ouml;lkerung sind lebenslang KEINE Million&auml;re.<\/p><p>S.o. machen die Mieter 60% der Bev&ouml;lkerung aus. Das w&auml;re eine stattliche Mehrheit im Bundestag.<\/p><p>Die Zahl der Million&auml;re betrug in Deutschland 2023 (lediglich, oder emp&ouml;rende?) rd. 2.820.000, darunter 130 Milliard&auml;re. (Wikipedia)<\/p><p>Wenn jetzt Reiche und Superreiche mit 30% Verm&ouml;genssteuer auf 20 Jahre gestaffelt belegt werden, bedeutet das f&uuml;r einen armen Teufel mit nur 10 Mio verm&ouml;gen, eine &nbsp;Verm&ouml;genssteuer im ersten Jahr von gerade einmal &euro; 150.000,- . Das soll die Gans umbringen, die goldene Eier legt?<\/p><p>Es verbleiben dem armen Tier 9,85 Mio! Eine Summe die 98% der Bev&ouml;lkerung NIE besitzen wird.<\/p><p>Vermutlich liegen die Ausgaben der entsprechenden Personengruppe f&uuml;r Bewirtung und Flugreisen um ein vielfaches h&ouml;her.<\/p><p>Und bei 9,85 Mio verbliebenen Restverm&ouml;gen, wird sich sicherlich noch das eine oder andere goldene Ei finden. H&auml;me &uuml;ber eine &lsquo;geschlachtete Gans&rsquo; scheint mir unangemessen.<\/p><p>Selbst wenn wir annehmen, dass unser Verm&ouml;gender eine Niete in Anlagestrategien ist (wie auch immer er dann zu dem Verm&ouml;gen \/ au&szlig;er Erbschaft \/ gekommen ist) und jetzt, steuerbedingt (w&auml;hrend sein Steuersatz best&auml;ndig abnimmt) dem Niedergang preisgegeben ist, wo bliebe das Geld? W&auml;re es einfach weg? Oder wandert es St&uuml;ck f&uuml;r St&uuml;ck in den Staatshaushalt, von wo es seinen Weg in Infrastruktur und Gemeinwesen findet (idealerweise)? Wenn wir ein funktionales Sozialsystem haben wollen, inkl.. Kranken und Pflegeversorgung, Verkehrs- und Bildungsinfrastruktur, Grundlagenforschung etc., braucht der Staat Steuereinnahmen.<\/p><p>Und sollte tats&auml;chlich der eine oder andere Reiche oder Superreiche tats&auml;chlich sein Verm&ouml;gen aufgrund der Steuer&nbsp;&uuml;ber Jahrzehnte des rauschenden Lebens einb&uuml;&szlig;en, so gelangt es doch in andere H&auml;nde, die wiederum Steuern darauf zahlen d&uuml;rfen. &nbsp;Solange das Geld in unserem Wirtschaftskreislauf verbleibt, bleibt es steuerpflichtig. Au&szlig;er, es landet bei den einkommensschw&auml;chsten Haushalten, die nicht steuerpflichtig sind.&nbsp;<\/p><p>Auch gut, bzw. um so besser, denn jene haben einen Konsumkoeffizient nahe 100 %. D.h. sie geben ihr verf&uuml;gbares Einkommen in den Wirtschaftskreislauf zur&uuml;ck. Dort werden sofort 19% \/ 7% MwSt. f&auml;llig und im Nachgang in der Steuererkl&auml;rung der &ouml;rtlichen Kneipe, Markt, Boutique, Autoh&auml;ndler etc.<\/p><p>Im &Uuml;brigen gilt die Regel, das jeder seinen Steuersatz selbst begrenzen kann. Wer zu viel Steuern zahlt, braucht nur weniger zu verdienen. Steuern sind ein Privileg. Es gibt sehr viele Menschen, die gerne weiter oben in der Steuerprogression stehen w&uuml;rden.<\/p><p>Der Nichtbetrachtung der Vielschichtigkeit des Begriffes Verm&ouml;gen mit seinen unterschiedlichen Erscheinungsformen bin ich mir bewusst. Ebenso der Vereinfachung von Mittelherkunft und Verwendung sowie der m&ouml;glichen Mobilit&auml;t von Kapital und anderer Vereinfachungen. &nbsp;Aber eine detailliertere Betrachtung h&auml;tte sicher den Rahmen eines Kommentars und vermutlich ihrer Lesebereitschaft gesprengt.<\/p><p>So danke ich ihnen, dass sie es bis hier geschafft haben und<\/p><p>freue mich auf ihre n&auml;chsten Artikel.<br>\nWolfgang Schulze<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>6. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Lieber Herr Berger,<\/p><p>man merkt beim Lesen Ihres Artikels zum Wahlprogramm der Linkspartei deutlich, wie schwer es Ihnen f&auml;llt, linker Politik, die diesen Namen verdient, etwas Positives abzugewinnen. Das war bei einem Artikel auf den Querfront-Seiten grunds&auml;tzlich nicht anders zu erwarten (man m&ouml;chte das kleinb&uuml;rgerliche und r&uuml;ckw&auml;rtsgewandte Klientel, das den ver&ouml;ffentlichten Leserbriefen zufolge wohl mittlerweile den Gro&szlig;teil der Leserschaft ausmacht, schlie&szlig;lich nicht ver&auml;rgern).<\/p><p>Deswegen bin ich, wie gesagt, nicht allzu verwundert, dass das Programm der Linken Ihnen viel zu progressiv ist (blo&szlig; nicht die Reichen besteuern &ndash; wo k&auml;me man da hin?). Mein Vorschlag daher: Fordern Sie doch einfach direkt die Wahl der AfD! Das kommt bei Ihrer Leserschaft sicher gut an.<\/p><p>Ach ja, ich bin &uuml;brigens ein l&auml;ndlich wohnender Mieter, der sich bei der ungez&auml;hmten Entwicklung auf dem Immobilienmarkt &uuml;berhaupt keinen Wohnraum mehr leisten kann. Aber mit der AfD und den reaktion&auml;ren BSW-V&ouml;geln wird das sicherlich besser. Zumindest bin ich deutsch &ndash; da sollte mir als &bdquo;Minderleister&ldquo; wohl noch ein paar Jahre Aufschub gew&auml;hrt werden, bevor man auch mich und meine Familie zum S&uuml;ndenbock macht.<\/p><p>Alles Beste,<br>\nDr. M. K.<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>Anmerkung zur Korrespondenz mit den NachDenkSeiten<\/strong><\/p><p>Die NachDenkSeiten freuen sich &uuml;ber Ihre Zuschriften, am besten in einer angemessenen L&auml;nge und mit einem eindeutigen Betreff.<\/p><p>Es gibt die folgenden E-Mail-Adressen:<\/p><ul>\n<li><a href=\"mailto:leserbriefe@nachdenkseiten.de\">leserbriefe(at)nachdenkseiten.de<\/a> f&uuml;r Kommentare zum Inhalt von Beitr&auml;gen.<\/li>\n<li><a href=\"mailto:hinweise@nachdenkseiten.de\">hinweise(at)nachdenkseiten.de<\/a> wenn Sie Links zu Beitr&auml;gen in anderen Medien haben.<\/li>\n<li><a href=\"mailto:videohinweise@nachdenkseiten.de\">videohinweise(at)nachdenkseiten.de<\/a> f&uuml;r die Verlinkung von interessanten Videos.<\/li>\n<li><a href=\"mailto:redaktion@nachdenkseiten.de\">redaktion(at)nachdenkseiten.de<\/a> f&uuml;r Organisatorisches und Fragen an die Redaktion.<\/li>\n<\/ul><p>Weitere Details zu diesem Thema finden Sie in unserer &bdquo;<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?page_id=47939\">Gebrauchsanleitung<\/a>&ldquo;.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><strong>Jens Berger<\/strong> diskutiert <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=127613\">in diesem Beitrag<\/a> &uuml;ber das Wahlprogramm der Linkspartei. Er sei nach dem genauen Lesen zerrissen gewesen &ndash; einerseits stimme er sehr vielen Punkten zu und es enthalte &bdquo;einige wirklich gute Forderungen&ldquo;; andererseits gebe es &bdquo;wohl keine andere gr&ouml;&szlig;ere Partei, bei der zwischen den Forderungen im Wahlprogramm und der Chance auf deren<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=127817\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[103],"tags":[],"class_list":["post-127817","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-leserbriefe"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/127817","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=127817"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/127817\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":127848,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/127817\/revisions\/127848"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=127817"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=127817"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=127817"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}