{"id":127890,"date":"2025-01-27T14:13:16","date_gmt":"2025-01-27T13:13:16","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=127890"},"modified":"2025-01-27T19:11:49","modified_gmt":"2025-01-27T18:11:49","slug":"wir-werden-die-mitgliederzahl-bis-jahresende-vervielfachen-interview-mit-sahra-wagenknecht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=127890","title":{"rendered":"\u201eWir werden die Mitgliederzahl bis Jahresende vervielfachen\u201c \u2013 Interview mit Sahra Wagenknecht"},"content":{"rendered":"<p>Der Kollege <strong>Norbert H&auml;ring<\/strong> hatte die M&ouml;glichkeit, <strong>Sahra Wagenknecht<\/strong> <a href=\"https:\/\/norberthaering.de\/news\/interview-mit-sahra-wagenknecht\/\">zu interviewen<\/a>. Im Gespr&auml;ch erkl&auml;rt Wagenknecht, warum eine Koalition mit der AfD trotz gemeinsamer Positionen ausgeschlossen bleibt. Das junge BSW konzentrierte sich bislang auf Wahlk&auml;mpfe und hatte daher Ressourcenprobleme bei der Mitgliederaufnahme. Von 25.000 Unterst&uuml;tzern wurden bisher 1.200 Mitglieder aufgenommen. K&uuml;nftig will das BSW das Verfahren beschleunigen. Eine starke Bundestagsfraktion sei entscheidend f&uuml;r Friedenspolitik und soziale Reformen. Koalitionen sind nur unter klaren Bedingungen denkbar. <\/p><p><em>Dieser Beitrag ist auch als Audio-Podcast verf&uuml;gbar.<\/em><br>\n<!--more--><br>\n<\/p><div class=\"powerpress_player\" id=\"powerpress_player_5176\"><!--[if lt IE 9]><script>document.createElement('audio');<\/script><![endif]-->\n<audio class=\"wp-audio-shortcode\" id=\"audio-127890-1\" preload=\"none\" style=\"width: 100%;\" controls=\"controls\"><source type=\"audio\/mpeg\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/250127-BSW-Mitgliederzahl-bis-Jahresende-vervielfachen-NDS.mp3?_=1\"><\/source><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/250127-BSW-Mitgliederzahl-bis-Jahresende-vervielfachen-NDS.mp3\">https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/250127-BSW-Mitgliederzahl-bis-Jahresende-vervielfachen-NDS.mp3<\/a><\/audio><\/div><p class=\"powerpress_links powerpress_links_mp3\">Podcast: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/250127-BSW-Mitgliederzahl-bis-Jahresende-vervielfachen-NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_pinw\" target=\"_blank\" title=\"Play in new window\" onclick=\"return powerpress_pinw('https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?powerpress_pinw=127890-podcast');\" rel=\"nofollow\">Play in new window<\/a> | <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/250127-BSW-Mitgliederzahl-bis-Jahresende-vervielfachen-NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_d\" title=\"Download\" rel=\"nofollow\" download=\"250127-BSW-Mitgliederzahl-bis-Jahresende-vervielfachen-NDS.mp3\">Download<\/a><\/p><p><strong>Nobert H&auml;ring: Als das B&uuml;ndnis Sahra Wagenknecht vor einem Jahr an den Start ging, haben sich viele begeistert angeschlossen. Weil BSW eine gro&szlig;e Leerstelle im Parteienspektrum besetzt hat, sahen sie die ersehnte Chance, sich parteipolitisch f&uuml;r Frieden, Freiheit, Gerechtigkeit und Vernunft zu engagieren. Inzwischen ist trotz Wahlerfolgen die Begeisterung bei einigen in Frustration umgeschlagen. Ihre Aufnahmeantr&auml;ge werden nicht bearbeitet. Die Unterst&uuml;tzertreffen empfinden sie teilweise als unbefriedigend. Sind der BSW-Spitze Unterst&uuml;tzer nur als passive finanzielle F&ouml;rderer und brave Plakatekleber willkommen?<\/strong><\/p><p>Sahra Wagenknecht: Nein, wir haben gro&szlig;artige engagierte Unterst&uuml;tzer und wenn sie es wollen, werden die meisten auch Mitglied werden. Unser Problem ist, dass wir als so junge Partei bisher im Dauer-Wahlkampfmodus waren. Wir haben im ersten Jahr unserer Existenz vier Wahlk&auml;mpfe mit Bravour bestritten. Und als wir dann endlich dachten, wir haben eine Atempause und k&ouml;nnen uns auf den Parteiaufbau konzentrieren, zerlegte sich die uns&auml;gliche Ampel und vorgezogene Neuwahlen wurden angesetzt.<\/p><p>F&uuml;r das Land war das ein Segen, f&uuml;r uns als junge und kleine Partei dagegen eine echte Herausforderung. Dadurch hatten wir wieder keine Chance, uns um die Aufnahme von Mitgliedern zu k&uuml;mmern. Denn f&uuml;r eine Sache bitte ich um Verst&auml;ndnis: wir m&uuml;ssen uns die Menschen anschauen, die zu uns kommen. Junge Parteien zerlegen sich oft bereits im ersten Jahr, weil sie neben ehrlichen Unterst&uuml;tzern immer auch Spinner, destruktive Charaktere oder auch bewusste Zerst&ouml;rer anziehen. Wenige davon gen&uuml;gen, um eine Partei lahmzulegen.<\/p><p><strong>So ganz geklappt scheint es nicht zu haben, nur konstruktive Mitglieder aufzunehmen.<\/strong><\/p><p>Das stimmt leider. In Hamburg sind uns tats&auml;chlich zwei von der destruktiven Sorte durchgerutscht. Sie haben seither die bundesweite Presse mit Negativmeldungen &uuml;ber &bdquo;Chaos&ldquo; beim BSW begl&uuml;ckt und uns mit endlosen juristischen Auseinandersetzungen &uuml;berzogen. Am Ende haben wir zwar bisher alle Prozesse gewonnen, aber es kostet enorm Zeit, Kraft und Geld. Wenn wir blind aufgenommen h&auml;tten, h&auml;tten wir vermutlich nicht in einem, sondern in zehn Landesverb&auml;nden solche Leute. Das h&auml;tte das BSW nicht &uuml;berlebt. Ich verstehe, dass sich das langsame Aufnahmeverfahren f&uuml;r die Vielen, die uns aus ehrlichem Herzen unterst&uuml;tzen wollen, nicht gut anf&uuml;hlt. Ich kann da nur um Verst&auml;ndnis werben: wir m&uuml;ssen die Menschen vorher ein bisschen kennenlernen. Und im letzten Jahr hatten wir kaum Ressourcen daf&uuml;r.<\/p><p><strong>Wie viele registrierte Unterst&uuml;tzer von BSW gibt es denn, und wie viele davon haben einen Aufnahmeantrag gestellt?<\/strong><\/p><p>Es gibt 25.000 eingetragene Unterst&uuml;tzer und rund zwei Drittel haben auch einen Aufnahmeantrag gestellt.<\/p><p><strong>Und wie viele davon sind bearbeitet und wie viele Mitglieder aufgenommen worden?<\/strong><\/p><p>Wir haben aktuell 1.200 Mitglieder. Allerdings sp&uuml;re ich, dass viele Unterst&uuml;tzer auch Verst&auml;ndnis f&uuml;r die au&szlig;ergew&ouml;hnliche Situation im ersten Jahr unserer Partei haben. Die 200.000 A1-Plakate f&uuml;r unsere Wahlkampagne haben sie mit gro&szlig;em Engagement bei eisigen Temperaturen in nur einer Woche aufgeh&auml;ngt. Jeder, der ein ehrliches Interesse am BSW hat, wei&szlig;: jetzt m&uuml;ssen wir gemeinsam erst mal um ein gutes Wahlergebnis k&auml;mpfen. Wir sehen ja, wie mit allen Mitteln versucht wird, uns aus dem Bundestag herauszudr&auml;ngen. Seit Monaten gibt es eine aggressive Kampagne gegen uns, man schreibt uns runter, um den Eindruck zu erwecken, eine Stimme f&uuml;r uns sei verschenkt. Zur besten Sendezeit pr&auml;sentiert das <em>ZDF<\/em> jetzt eine Umfrage, die uns nur noch drei Prozent gibt. Einen Tag vorher lagen wir bei Allensbach noch bei f&uuml;nf Prozent und bei yougov bei sechs Prozent, am Tag danach bei Insa bei sieben Prozent. Aber das <em>ZDF<\/em> hat nat&uuml;rlich sehr viel mehr Reichweite, und dass versucht wird, mit Umfragen Wahlergebnisse zu manipulieren, ist nichts Neues.<\/p><p><strong>Das passt jetzt nicht so richtig zu dem, was mir immer wieder Leser als Argument gegen das BSW schreiben. Sie &auml;u&szlig;ern den Verdacht, dass das BSW dem Parteiestablishment sehr zupass kommt, weil es der AfD Stimmen wegnimmt und so hilft zu verhindern, dass die AfD zur st&auml;rksten Partei wird.<\/strong><\/p><p>Es ist offensichtlich, dass die alten Parteien sich w&uuml;nschen, im n&auml;chsten Bundestag mit der AfD als einzig relevanter Opposition allein zu bleiben. Denn die AfD ist auf dem Weg zu einer transatlantischen Rechten nach dem Vorbild von Frau Meloni in Italien. Als Opposition zu Aufr&uuml;stung, Wirtschaftssanktionen und Krieg f&auml;llt sie damit aus. Privatisierungen und Sozialabbau unterst&uuml;tzt sie ohnehin. Die Brandmauer war immer eine Dummheit. Aber dass Merz sie ausgerechnet jetzt einrei&szlig;t, hat mit diesen Entwicklungen zu tun. Nicht Merz ist kl&uuml;ger geworden, die AfD geh&ouml;rt jetzt auch zum Club. Trump und Musk unterst&uuml;tzen sie nicht daf&uuml;r, russisches Gas zu kaufen oder das Wettr&uuml;sten zu stoppen.<\/p><p><strong>Noch mal zu den Mitgliedern: 1.200 Aufnahmen sind nicht sehr viele. In diesem Tempo w&uuml;rde es &uuml;ber zehn Jahre dauern, bis alle bestehenden Aufnahmeantr&auml;ge bearbeitet sind. Da brauchen Unterst&uuml;tzer, die Mitglied werden wollen, ganz sch&ouml;n viel Geduld.<\/strong><\/p><p>Nein, wir werden in Zukunft das Aufnahmeverfahren liberalisieren. Das hei&szlig;t nicht, dass wir nicht mehr hinsehen, aber es wird nicht mehr mit dem Aufwand laufen wie in der Vergangenheit. Vor der Bundestagswahl mussten wir Risiken so klein wie m&ouml;glich halten. Wenn die Partei gr&ouml;&szlig;er wird, kann sie auch einzelne Fehlgriffe leichter verkraften.<\/p><p><strong>Ein anderer Vorwurf, den man aus dem Kreis der Unterst&uuml;tzer h&ouml;rt, lautet, dass eine Nomenklatura aus der fr&uuml;heren Linkspartei die Richtung im BSW bestimme und alle Posten unter sich aufgeteilt habe.<\/strong><\/p><p>Das stimmt so wirklich nicht. Wir haben in der engsten F&uuml;hrung mit Shervin Haghsheno und Ralph Suikat zwei erfolgreiche Unternehmer, die nie etwas mit der Linken zu tun hatten. In den meisten Landesverb&auml;nden gibt es eine Doppelspitze, bei der einer nicht aus der Linken kommt. Auch auf unseren Bundestagslisten sind viele interessante Leute, die sehr unterschiedliche Biographien haben, viele waren vorher noch nie in einer Partei. Das hei&szlig;t allerdings nicht, dass alles gut l&auml;uft und es keine Probleme gibt. Unterschiedliche politische Herkunft bedeutet unterschiedliche Pr&auml;gung und andere Sichten. Da gibt es auch Konflikte und nicht jeder hat verstanden, dass es die Breite und Unterschiedlichkeit ist, die unsere junge Partei ausmacht und die ihr Erfolgsrezept bei den letzten Wahlen war. In einigen Landesverb&auml;nden ist der Umgang miteinander besser, in anderen l&auml;uft es schlechter. Deshalb gibt es auch berechtigte Kritik, die ich sehr ernst nehme. Wenn wir in Zukunft schneller Mitglieder aufnehmen und dabei auf Ausgewogenheit achten, wird sich vieles l&ouml;sen lassen.<\/p><p><strong>K&ouml;nnen die Neumitglieder, die bald in gr&ouml;&szlig;erer Zahl aufgenommen werden sollen, sich noch wirksam einbringen? Sind nicht alle Positionen schon festgeklopft und alle einflussreichen Posten in festen H&auml;nden?<\/strong><\/p><p>Wir werden in den n&auml;chsten Monaten die Zahl unserer Mitglieder mehr als verdoppeln, bis Jahresende vervielfachen. Nat&uuml;rlich ver&auml;ndert so etwas eine Partei in erheblichem Ma&szlig;e, da werden auch Macht und Einfluss neu verteilt. Das Einzige, was wir dabei sicherstellen m&uuml;ssen, ist, dass die Partei ihr Profil und ihre grundlegende Ausrichtung, wie sie im Gr&uuml;ndungsmanifest umrissen ist, beibeh&auml;lt.<\/p><p><strong>Elon Musk hat durch seine Parteinahme f&uuml;r die AfD einen Sturm der Entr&uuml;stung bei den Regierungsparteien und in den Medien losgetreten. Ist die Einflussnahme von Ausland wirklich gef&auml;hrlich f&uuml;r unsere Demokratie?<\/strong><\/p><p>Ich finde es schon problematisch, mit welcher Selbstverst&auml;ndlichkeit sich US-Milliard&auml;re in die deutsche Politik einmischen. Heuchlerisch ist, dass die Emp&ouml;rung dar&uuml;ber erst dann hochkocht, wenn die Unterst&uuml;tzung die AfD betrifft. Bill Gates finanziert seit Jahren deutsche Leitmedien, Campact hat schon bei den letzten Landtagswahlk&auml;mpfen massiv Werbung f&uuml;r Gr&uuml;ne und Linke gemacht und tut es gerade wieder. Campact ist ein verschachteltes Universum von Organisationen, von denen einige von der deutschen Regierung und andere von George Soros finanziert werden.<\/p><p><strong>Viele W&auml;hler fragen sich angesichts der gro&szlig;en Schnittmenge der Positionen von BSW und AfD, warum das BSW eine Koalition mit der AfD ausschlie&szlig;t. Bei Fragen wie Corona-Aufarbeitung, Ukraine-Politik, Migration, Klimapolitik, Wahrung der B&uuml;rgerrechte und Genderpolitik scheint das BSW der AfD viel n&auml;her zu stehen als den etablierten Parteien. L&auml;ge es da nicht nahe zu versuchen, diesen gemeinsamen Positionen gemeinsam zur Durchsetzung zu verhelfen?<\/strong><\/p><p>Im Unterschied zu den anderen Parteien stimmt das BSW f&uuml;r Antr&auml;ge, die wir richtig finden, egal wer sie stellt. Wir haben auch im Bundestag schon mehrfach AfD-Antr&auml;gen zugestimmt und unseren Antrag f&uuml;r einen Corona-Untersuchungsausschuss an alle Fraktionen geschickt, auch an die der AfD. Allerdings sollte man unsere Gemeinsamkeiten auch nicht &uuml;bersch&auml;tzen. In der Wirtschafts- und Sozialpolitik vertritt die AfD keine soziale Marktwirtschaft mit starkem Mittelstand, sondern eine Ellenbogengesellschaft, in der Milliard&auml;re noch weniger Steuern zahlen und noch weniger R&uuml;cksicht auf die Allgemeinheit nehmen m&uuml;ssen. Jede Form der Mietenregulierung ist f&uuml;r sie ein &bdquo;Investitionshemmnis&ldquo;, Erbschaftssteuern will sie komplett abschaffen, die Unterst&uuml;tzung f&uuml;r Arbeitslose rabiat k&uuml;rzen. Ihr Vorbild ist der libert&auml;re argentinische Pr&auml;sident Milei, der es geschafft hat, die Armutsquote auf &uuml;ber 50 Prozent zu erh&ouml;hen. Frau Weidel fordert h&ouml;here Aufr&uuml;stungsziele als die Gr&uuml;nen. Solche Ideen sind denkbar weit von uns entfernt.<\/p><p><strong>Wenn es theoretisch eine M&ouml;glichkeit g&auml;be, durch eine Koalition mit der AfD eine Regierung unter einem Kanzler Friedrich Merz zu verhindern, der den Ukraine-Konflikt mit Taurus-Lieferungen weiter eskalieren m&ouml;chte, m&uuml;sste BSW dann nicht eine solche Koalition eingehen?<\/strong><\/p><p>Wenn es im Bundestag eine Mehrheit gegen Taurus gibt, wird Merz keine Taurus-Raketen liefern k&ouml;nnen. Denn nat&uuml;rlich w&uuml;rden wir diese Mehrheit nutzen, daf&uuml;r m&uuml;ssen wir nicht mit der AfD koalieren. Auch deshalb ist es ja so wichtig, dass das BSW im n&auml;chsten Bundestag mit einer m&ouml;glichst starken Fraktion vertreten ist. K&auml;men wir nicht rein, fielen Millionen Stimmen f&uuml;r eine konsequente Friedenspolitik unter den Tisch, was auch die Mehrheitsverh&auml;ltnisse ver&auml;ndern w&uuml;rde. Ich denke, auch deshalb versucht man derzeit alles, um uns drau&szlig;en zu halten. Auch die Kriegsfalken in der SPD werden sich so lange nicht endg&uuml;ltig durchsetzen, solange es das BSW als wichtigen politischen Gegenspieler gibt.<\/p><p><strong>In Sachsen hat sich BSW einer Regierungsbeteiligung verweigert und gleich zu Beginn der Parlamentsarbeit mehrfach mit der AfD gestimmt. In Th&uuml;ringen schien BSW geradezu begierig zu sein, Teil der Landesregierung zu werden, und scheint in der AfD ihren Hauptgegner zu sehen. Wird BSW im Bund eher der s&auml;chsischen oder der Th&uuml;ringer Linie folgen?<\/strong><\/p><p>Auch in Th&uuml;ringen wurde nachverhandelt, weil die ersten Ergebnisse unzureichend waren. Dass wir in einer Zeit, in der alle nur noch &uuml;ber Waffen geredet haben, in zwei Koalitionsvertr&auml;gen den Vorrang diplomatischer Konfliktl&ouml;sung und eine Kritik an der Stationierung amerikanischer Mittelstreckenraketen in Deutschland verankern konnten, war ein wichtiger Erfolg. Auch, dass in Th&uuml;ringen und Brandenburg Corona-Amnestiegesetze angestrebt werden, die Digitalisierung der Schulbildung endlich hinterfragt wird, sind keine Lappalien.<\/p><p><strong>Weltbewegende Errungenschaften sind es aber auch nicht.<\/strong><\/p><p>Nat&uuml;rlich sind die Spielr&auml;ume auf Landesebene relativ klein und wir waren eine Partei, die vor den Wahlen &uuml;berhaupt noch keine landespolitische Erfahrung hatte. Das war f&uuml;r die Verhandlungen ein schwieriger Ausgangspunkt. All das ist auf Bundesebene anders. Ich gehe nicht davon aus, dass die alten Parteien mit uns &uuml;ber eine Koalition verhandeln werden. Aber sollte es dazu kommen, w&auml;ren die Mindestbedingungen klar: Ein Ende der Kriegspolitik und des neuen Wettr&uuml;stens. Die Aufhebung der Wirtschaftssanktionen und eine andere Energiepolitik, um die Energiepreise zu senken und unsere Industrie zu retten. Eine Rentenreform nach dem Vorbild &Ouml;sterreichs, wo ein Rentner im Schnitt 800 Euro mehr hat. Ein Stopp der unkontrollierten Migration, massive Investitionen in unser Bildungssystem und eine durchdachte Klima- und Umweltpolitik statt des aktuellen &Ouml;koaktivismus, der viel Geld f&uuml;r gr&uuml;ne Hobbyprojekte verbrennt, die den Realit&auml;tscheck nicht bestehen.<\/p><p><strong>Herzlichen Dank f&uuml;r das Interview.<\/strong><\/p><p><em>Transparenzhinweis: Der Interviewer ist BSW-Mitglied.<\/em><\/p><p><small>Titelbild: Juergen Nowak\/shutterstock.com<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Kollege <strong>Norbert H&auml;ring<\/strong> hatte die M&ouml;glichkeit, <strong>Sahra Wagenknecht<\/strong> <a href=\"https:\/\/norberthaering.de\/news\/interview-mit-sahra-wagenknecht\/\">zu interviewen<\/a>. Im Gespr&auml;ch erkl&auml;rt Wagenknecht, warum eine Koalition mit der AfD trotz gemeinsamer Positionen ausgeschlossen bleibt. Das junge BSW konzentrierte sich bislang auf Wahlk&auml;mpfe und hatte daher Ressourcenprobleme bei der Mitgliederaufnahme. 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