{"id":128122,"date":"2025-01-31T15:10:52","date_gmt":"2025-01-31T14:10:52","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=128122"},"modified":"2025-01-31T15:57:36","modified_gmt":"2025-01-31T14:57:36","slug":"leserbriefe-zu-kriegstuechtigkeit-im-deutschen-sportunterricht-die-taz-als-steigbuegelhalter-der-militarisierung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=128122","title":{"rendered":"Leserbriefe zu \u201e\u201eKriegst\u00fcchtigkeit\u201c im deutschen Sportunterricht \u2013 die taz als Steigb\u00fcgelhalter der Militarisierung\u201c"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=127906\">In diesem Beitrag<\/a> kommentiert <strong>Marcus Kl&ouml;ckner<\/strong> den <em>taz<\/em>-Artikel <a href=\"https:\/\/taz.de\/Sportunterricht-fuer-den-Ernstfall\/!6059664\/\">&bdquo;Sportunterricht f&uuml;r den Ernstfall Kinder zum Krieg erziehen&ldquo;<\/a>. Darin gebe das Blatt <a href=\"https:\/\/dslv-niedersachsen.de\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/Sportunterricht-Brennpunkt-August-2024.pdf\">die Position des Historikers Michael Kr&uuml;ger<\/a> wieder. Der emeritierte Professor lasse die Leserschaft wissen, dass die W&uuml;rde des Menschen &bdquo;erk&auml;mpft und verteidigt werden muss&ldquo;. Jede Spur von Grundsatzkritik durch die <em>taz<\/em> fehle. Durch Beitr&auml;ge dieser Art, die das Ungeheuerliche n&uuml;chtern skizzieren, w&uuml;rden Medien zum Steigb&uuml;gelhalter der milit&auml;rischen &bdquo;Zeitenwende&ldquo;. Wir haben dazu interessante Zuschriften bekommen und bedanken uns daf&uuml;r. Hier nun eine Auswahl der Leserbriefe, zusammengestellt von <strong>Christian Reimann<\/strong>.<br>\n<!--more--><\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>1. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Liebes NDS-Team,<\/p><p>wenn ich auch sonst nicht der gr&ouml;&szlig;te Optimist bin. Unsere Jugend durch Sportunterricht fit zu machen, das kriegt unser Bildungssystem nie und nimmer hin. Da fehlen allumfassend 99 Pfennige zu einer Mark. Dahingehend kann ich sie wirklich beruhigen. Mit den besten Gr&uuml;&szlig;en von Ihrem Leser l. Drechsel&nbsp;<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>2. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Liebe NDS-Leser und Team, Selbst- und Mitdenker<\/p><p>Ich las noch 2018, Jungs, die zum Sport angehalten werden, k&ouml;nnen ein Hinweis auf &ldquo;v&ouml;lkische&rdquo; Gesinnung der Eltern sein.<\/p><p>Siehe: <a href=\"https:\/\/www.amadeu-antonio-stiftung.de\/w\/files\/pdfs\/kita_internet_2018.pdf\" target=\"_top\" rel=\"noopener noreferrer\">amadeu-antonio-stiftung.de<\/a><\/p><p>Seite 12 unten, Zitat:<\/p><blockquote><p>\n&hellip;diese Kinder scheinen besonders &sbquo;gut zu spuren&lsquo;&hellip;.traditionelle Geschlechterrollen&hellip;erkennbar: &hellip;der Junge wird stark k&ouml;rperlich gefordert und gedrillt. Beide kommen h&auml;ufig am Morgen in die Einrichtung, nachdem sie bereits einen 1,5-km-Lauf absolviert haben&hellip;\n<\/p><\/blockquote><p>Genau das Feindbild&nbsp; &ndash; &ldquo;gut spuren&rdquo; und &ldquo;gedrillt&rdquo; &ndash; wird jetzt also pl&ouml;tzlich als Ideal betrachtet.<\/p><p>Im &uuml;brigen bin ich der Meinung, dass der Schulsport abgeschafft geh&ouml;rt.<br>\nBewegung in der Gruppe kann f&uuml;r manche eine diskriminierende Erfahrung sein.<\/p><p>Beste Gr&uuml;&szlig;e<br>\nFrank M&uuml;ller<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>3. Leserbrief<\/strong><\/p><p>&bdquo;Die charakterliche und physische Erziehung durch Bewegung, Spiel und Sport ist in diesem Sinn auch Teil der Erziehung zur &sbquo;Kriegst&uuml;chtigkeit&lsquo; in einem freiheitlichen Gemeinwesen.&ldquo;<\/p><p>Wie geschichtsvergessen ist dieser &ldquo;Sport-Historiker&rdquo;?<\/p><p>So lange ist es doch noch nicht her, dass auch junge Menschen mit Propaganda zur Volks- und Wehrert&uuml;chtigung abgerichtet&nbsp; wurden um&nbsp; dann als&nbsp; Kanonenfutter verschossen zu werden!<\/p><p>Hoffe sehr, dass viele dem Sportsmann Kr&uuml;ger ihr Nichteinverstandensein&nbsp; mit seinen Gr&ouml;&szlig;enphantasien r&uuml;ckmelden&nbsp; und ihm zur Ged&auml;chtnisauffrischung verhelfen mit der &ldquo;Sportpalast-Rede&rdquo; von Goebbels :&nbsp;<\/p><p>&raquo;Wollt ihr den totalen Krieg?&laquo; Zum 80. Jahrestag von Goebbels&rsquo; Sportpalast-Rede 1943<\/p><p>Friedenst&uuml;chtige Gr&uuml;&szlig;e<br>\nUte Plass<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>4. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr Kl&ouml;ckner,<\/p><p>sehr geehrte Damen und Herren!<\/p><p>Na, Herr Kl&ouml;ckner, warum soll denn das junge Volk nicht flink wie Wiesel, z&auml;h wie Leder und hart wie Thyssen-Krupp-Stahl werden? Der Sporthistoriker Kr&uuml;ger ist offenbar noch nicht &uuml;ber Turnvater Jahn hinausgekommen: &ldquo;Zweck der Turnbewegung war nur scheinbar der Sport. Wichtiger war zum einen die nationalistische Willensbildung, zum anderen die paramilit&auml;rische Ausbildung der Turner, um die &bdquo;Feinde der Freiheit&ldquo; zu besiegen. Diese Feinde waren die Franzosen und die deutschen F&uuml;rsten, denen er vorwarf, Einheit und Freiheit der deutschen Nation zu verhindern. Jahn war gegen die Kleinstaaterei und f&uuml;r ein einheitliches Deutschland. Er richtete seine Aufmerksamkeit auf die Jugend und wollte diese f&uuml;r einen eventuellen Kampf vorbereiten. Er erfand das Turnen als eine k&ouml;rperliche Bet&auml;tigung f&uuml;r jedermann mit einem durchaus wehrpolitischen Nutzen. Jahn entwickelte das Turnen weiter zur &bdquo;patriotischen Erziehung zur Vorbereitung auf den Befreiungskrieg&ldquo;&rdquo; (wikipedia zu Jahn) Doch, es gibt einen kleinen Unterschied zwischen Kr&uuml;ger und Jahn, und zwar in der Himmelsrichtung. Der Erbfeind ist nicht mehr Frankreich im Westen, sondern Russland im Osten.<\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en<br>\nWolf G&ouml;hring<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>5. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Hart wie Kruppstahl, flink wie Windhunde und z&auml;h wie Leder ist die neue Lehre zur Kriegst&uuml;chtigkeit. Prima. Der Herr Sporthistoriker Michael Kr&uuml;ger ist ein wahrlich toller Historiker. Hatten wir das nicht schon einmal? Der emeritierte Professor hat seine &ldquo;wissenschaftlichen&rdquo; Erkenntnisse anscheinend nicht nur aus Deutschlands dunkelster Zeit gewonnen, sondern auch aus der vergangenen DDR. Da stand der Sportunterricht ebenfalls im Zeichen der Verteidigung der Landesverteidigung. Allerdings sollte der Sozialismus vor dem Nato-Imperialisten verteidigt werden. Es ist einfach nur ekelhaft, was solche angeblichen Wissenschaftler so absondern. Historismus wird es freuen, solch eine &ldquo;wissenschaftlich fundierte&rdquo; Unterst&uuml;tzung zu bekommen. Zu den Medien muss ich mich nicht extra &auml;u&szlig;ern. Sie sind ein Totalausfall.<\/p><p>&mdash;<\/p><p>Ulrich Kleinecke<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>6. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Liebe Nachdenkseiten,<\/p><p>bei Lesen des Artikels &bdquo;Kriegst&uuml;chtigkeit&ldquo; im deutschen Sportunterricht &ndash; die taz als Steigb&uuml;gelhalter der Militarisierung wurde ich schlagartig an meine Kindheit in der DDR erinnert. Ich bin 1984 in die Schule gekommen und habe das politische System des real existierenden Sozialismus noch bis zur 6.Klasse in voller Auspr&auml;gung erlebt. D.h. ich geh&ouml;rte zum ersten Jahrgang der keinen Staatsb&uuml;rgerkundeunterricht mehr hatte, allerdings noch den DDR-Unterricht in Geschichte bis zur Zeit nach 1945, Fahnenappelle als Jung- und sp&auml;ter Th&auml;lmannpionier, sowie eben auch eine AG &ldquo;Wehrerziehung&rdquo;, im Zuge derer die (m&auml;nnlichen) Sch&uuml;ler erste Vorbereitungen f&uuml;r einen Dienst in der Nationalen Volksarmee bekommen sollten. Es wurde auch schon in der 5. Klasse gefragt, wer sp&auml;ter einmal l&auml;nger als die mindestens vorgeschriebenen anderthalb Jahre zur Armee gehen wollte (z.B. 3 Jahre, 5 Jahre, 10 Jahre&hellip;).<\/p><p>Die jetzt stattfindende Entwicklung erinnert mich ein bi&szlig;chen an diese Zeit &ldquo;hinter dem Stacheldraht&rdquo;, es scheint wieder mehr in Richtung Militarisierung zu gehen. Da&szlig; die taz dies eher unkritisch publiziert wundert mich insofern nicht gar so sehr, als sie nach meiner Erinnerung eine dem politisch eher linksideologischen Milieu entstammt, welches ja wie auch Teile der Gr&uuml;nen schon eine gewisse ideologische N&auml;he zur DDR aufweist, nicht nur weil die Linkspartei rechtlich zum Teil der Nach-Nachfolger der ehemaligen SED ist.<\/p><p>Eine weitere Parallele zur heutigen Zeit erkenne ich mit der zunehmenden Diskrepanz privat und &ouml;ffentlich ge&auml;u&szlig;erter Meinungen. Ich erinnere mich an eine Episode aus dem Geschichtsunterricht in der 6.Klasse, noch vor der Grenz&ouml;ffnung. Eine Frage in einer Arbeit lautete: &ldquo;Warum ist die Staatsgrenze zwischen der DDR und der BRD so gut gesichert?&rdquo;<\/p><p>Ich wei&szlig; gar nicht mehr genau, was f&uuml;r eine Antwort da eigentlich erw&uuml;nscht gewesen war, vielleicht so etwas in der Art &ldquo;Der antifaschistische Schutzwall mu&szlig; un&uuml;berwindbar bleiben&rdquo;.<\/p><p>Ein etwas unbedarfter Klassenkamerad hatte allerdings als Antwort geschrieben: &ldquo;Damit nicht so viele abhauen.&rdquo; Was die Lehrerin dann als Musterbeispiel einer falschen Antwort vorgelesen hatte. Die ganze Klasse mu&szlig;te sich das Lachen verbei&szlig;en, weil im Grunde genommen jeder wu&szlig;te da&szlig; der Klassenkamerad recht hatte, man diese Wahrheit allerdings &ouml;ffentlich nicht sagen durfte, wenn man keine Benachteiligung erleiden wollte (in der Schule vielleicht erst einmal nur in Form einer schlechten Note). Heutzutage nehme ich wieder &auml;hnliche Tendenzen wahr. Bestimmte Probleme und Themen sollen am liebsten gar nicht angesprochen werden, bzw. wenn es einer in der &Ouml;ffentlichkeit tut l&auml;uft er Gefahr, nicht nur einen Shitstorm im Internet von der &ldquo;woken Sprachpolizei&rdquo; zu bekommen, sondern bei einer gewissen Renitenz auch da&szlig; versucht wird ihm wirtschaftlich zu schaden und ihn dadurch mundtot zu machen. Kritische Geister wie etwa der s&auml;chsische &Ouml;kologe Michael Beleites erkennen darin Parallelen zu von der Stasi verwendeten Methoden der &ldquo;Operativen Zersetzung&rdquo;, welche in der sp&auml;ten DDR verst&auml;rkt angewendet wurde, demgegen&uuml;ber nur noch selten die harte Methode der direkten Inhaftierung.<\/p><p>Viele Gr&uuml;&szlig;e<br>\nP. Steinhorst<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>7. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Dieser Sportprofessor ist nur die Spitze des Eisbergs. Viel deutlicher war da Prof. S&ouml;nke Neitzel [Professor f&uuml;r &bdquo;Milit&auml;rgeschichte\/Kulturgeschichte der Gewalt&ldquo; am Historischen Institut der Universit&auml;t Potsdam.], 15.11.2024, in der Zeitschrift APuZ herausgegeben (auch online) von der steuerfinanzierten Bundeszentrale f&uuml;r politische Bildung: <a href=\"https:\/\/web.archive.org\/web\/20241121031608\/https:\/\/www.bpb.de\/shop\/zeitschriften\/apuz\/bundeswehr-2024\/556392\/kriegstuechtig\/\">Kriegst&uuml;chtig? Zur Zeitenwende in Politik, Gesellschaft und Truppe<\/a> <\/p><p>Unter der Besprechung der Positionen von <em>Mehrheiten und Minderheiten in der Gesellschaft:<\/em> Neben denjenigen, die den m&uuml;hsamen Weg der Anpassung gehen, gibt es nat&uuml;rlich auch diejenigen, die an ihren [pazifistischen] Narrativen festhalten. Weiter im Text: Ein tief sitzender Antiamerikanismus und Antikapitalismus f&uuml;hren dazu, dass der Krieg in der Ukraine eher als Ausdruck eines illegitimen Machtstrebens der Nato und der USA interpretiert wird. [An dieser Stelle m&ouml;chte ich den geneigten Leser bitten eine 7min&uuml;tige Pause f&uuml;r ein Video von Hagen Rether einzulegen: <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=tX78LrRtB38\">Die Drecks-Nordkoreaner und unbegr&uuml;ndeter Antiamerikanismus<\/a>] <\/p><p>Es folgt: Selbst der Verfasser dieser Zeilen [S&ouml;nke Neitzel] war &uuml;berrascht, mit welcher Vehemenz einige Journalisten, die vor dem 24. Februar 2022 kaum durch ihre N&auml;he zum Milit&auml;r aufgefallen waren, nun die Wehrhaftigkeit der Ukraine und die Aufr&uuml;stung der Bundeswehr forderten. [&hellip;] Wenn die Medien das eine Extrem auf der Skala sind, bilden die Universit&auml;ten das andere. Hier hat sich der Diskurs am wenigsten ver&auml;ndert, und gerade in den Geisteswissenschaften gibt es immer noch ein pazifistisches Milieu. [&hellip;] ein friedensethischer Bias war unverkennbar. An 70 Hochschulen gibt es Zivilklauseln, die milit&auml;risch nutzbare Forschung verbieten. [&hellip;] Hinzu kommt eine hochdotierte institutionalisierte Friedensforschung, die sich seit den 1970er Jahren zweifellos professionalisiert hat, aber nicht immer zu einem realistischeren Blick auf milit&auml;rische Konflikte beigetragen hat. Um dann zum Kern zu kommen Im Verteidigungsministerium wird stets betont, dass sich die Kriegst&uuml;chtigkeit nicht nur auf die Streitkr&auml;fte beziehe, sondern dass die gesamte Gesellschaft wehrhaft sein m&uuml;sse. <\/p><p>Kaum anders ausgedr&uuml;ckt hat das ein geschickter deutscher Rhetor in der ersten H&auml;lfte des 20. Jahrhunderts:* denn das sieht jetzt jedermann in der Regierung ein: dass die geistige Mobilmachung ebenso n&ouml;tig, vielleicht noch n&ouml;tiger ist als die materielle Wehrhaftmachung des Volkes. Gesagt von Dr. [&bdquo;so viel Zeit mu&szlig; sein&ldquo;] Joseph Goebbels sinnigerweise in einer Ansprache an die Intendanten und Direktoren der Rundfunkgesellschaften. <\/p><p>*) Quelle 25.3.33 &ndash; Berlin, Haus des Rundfunks &laquo;Die zuk&uuml;nftige Arbeit und Gestaltung des deutschen Rundfunks&raquo; zit. in Heiber, Helmut; Goebbels Reden 1932&ndash;1945; D&uuml;sseldorf 1971\/2 (Droste)<\/p><p>MfG<br>\nA. Meyerhofer<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>8. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr Kl&ouml;ckner, liebes NDS-Redaktionsteam,<\/p><p>vielen Dank f&uuml;r Ihren mahnenden Artikel.<\/p><p>Ich habe jahrzehntelang &bdquo;Gr&uuml;n&ldquo; gew&auml;hlt, weil meine Maxime die Friedens- und Umweltpolitik (nicht Klimapolitik), die soziale Gerechtigkeit und ein gesamtgesellschaftlicher Konsens des gegenseitigen Achtens ist.<\/p><p>Aktuell stehe ich der politischen Realit&auml;t leider mit v&ouml;lligem Unverst&auml;ndnis und einer Form von Hilflosigkeit gegen&uuml;ber. Als kritischer Betrachter der Corona-Zeit, des Ukraine-Krieges und der Energie- und Migrationspolitik ist man quasi als Sozialsch&auml;dling, Rechter, Nazi, Lumpenpazifist etc. etikettiert.<\/p><p>Stellt man diesen uns&auml;glichen Artikel aus der taz in eine Reihe mit weiteren Verlautbarungen von &bdquo;Qualit&auml;tsmedien&ldquo;, Journalisten und Politikern, die eine Friedenspolitik mit Forderungen nach mehr Diplomatie diskreditieren, f&uuml;hlt man sich an ganz andere Zeiten erinnert. Wenn dann noch verst&auml;rkt Bundeswehroffiziere in Schulen auftauchen und Werbung mit lustigen Comics gemacht wird (<a href=\"https:\/\/www.bundeswehr.de\/resource\/blob\/5840836\/7ce1e4bce15523b6e77bacbbb0c53215\/200-2-4-2-download-comic-sachbuch-data.pdf\" target=\"_top\" rel=\"noopener noreferrer\">bundeswehr.de<\/a>), ist man nur noch sprachlos.<\/p><p>All diejenigen, die st&auml;ndig &bdquo;Nie wieder!&ldquo; rufen, es auf ihre Demo-Schilder malen oder auf Social-Media-Accounts posten, sollten sich vergegenw&auml;rtigen, was sie damit meinen. Die NS-Zeit, Krieg generell, Diskriminierung von Minderheiten etc.?<\/p><p>Linke (Ausnahme BSW) sowie ein Gro&szlig;teil der weit verbreiteten Meinungsmacher (&Ouml;RR, SZ, FAZ, Spiegel etc.) sind f&uuml;r Kriegsert&uuml;chtigung und gegen Diplomatie, Rechtsextreme sind f&uuml;r Diplomatie.<\/p><p>Dazu f&auml;llt mir nur noch Orwell ein: Krieg ist Frieden, (Meinungs)Freiheit ist Sklaverei, Unwissenheit ist St&auml;rke.<\/p><p>In den Schulen sollte unbedingt Remarque gelesen werden (Im Westen nichts Neues), anstatt den Militarismus zu f&ouml;rdern und zu verharmlosen.<\/p><p>Mit ratlosen Gr&uuml;&szlig;en<br>\nStefan Hahn<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>9. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Hallo Nachdenkseiten,<\/p><p>die Propagandamaschine l&auml;uft auf Hochtouren.<\/p><p>Ein paar Tage vor Ihrem Artikel &ldquo;Kriegst&uuml;chtigkeit im deutschen Sportunterricht&rdquo; kam mir ein Artikel von &ldquo;Eltern.de&rdquo; unter, mit dem Titel: &ldquo;Warum ich Waffen im Kinderzimmer mittlerweile erlaube&rdquo;<\/p><p>Zitat:<\/p><p>&ldquo;Spielzeugwaffen im Kinderzimmer &ndash; ein No-Go? Unsere Autorin dachte das fr&uuml;her. Heute l&auml;sst sie ihre Kinder mit Pistolen, Lichtschwertern und Piratens&auml;beln spielen. Ihre Argumente.<\/p><p>Laserschwerter, Piratens&auml;bel, Wasserspritzpistolen &ndash; sie alle sind l&auml;ngst eingezogen ins Reich meiner beiden S&ouml;hne. Und das, obwohl ich mich anfangs heftig dagegen gestr&auml;ubt habe. Ich war die Mama, die andere Eltern still verurteilt hat, wenn ihre Kinder Cowboyhut mit Revolver beim Karneval trugen. (&hellip;) Denn die Expert:innen sagen: Waffen sind in ihrer kindlichen Form tats&auml;chlich &ldquo;nur Spielzeug&rdquo;. Sie dienen keinem b&ouml;sen Zweck, sondern sind eben Teil von Abenteuergeschichten.&rdquo;<\/p><p>Als Indianer oder Eskimo zu Fasching verkleiden geht nicht, aber der woken Eltern-Mama von Heute sind &ldquo;Pistolen, Lichtschwerter &amp; Co.&rdquo; -&gt;jetzt pl&ouml;tzlich&lt;- doch genehm, obwohl sie bisher andere deshalb verurteilt hat. Ein Gl&uuml;ck, dass &ldquo;Expert:innen&rdquo; Ihr bei der Entscheidung geholfen haben.<\/p><p>Was f&uuml;r ein Zufall in unserer heutigen Zeit.<\/p><p>Viele Gr&uuml;&szlig;e &ndash; HS<\/p><p>Quelle zum Artikel: <a href=\"https:\/\/www.eltern.de\/kleinkind\/erziehung\/spielzeugwaffen--warum-ich-sie-jetzt-doch-erlaube--13934092.html\" target=\"_top\" rel=\"noopener noreferrer\">eltern.de<\/a><\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>10. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Liebe Mannschaft der Nachdenkseiten,<\/p><p>es kann einem &uuml;bel werden, und die Parallelen zu 1933 und 1939 werden immer bedrohlicher.<\/p><p>Hier folgendes Zitat:<\/p><p>Carl Diem, Nazi-Sportfunktion&auml;r bis 1945, dann BRD-Sportfunktion&auml;r bis 1953 (u.a. Sportreferent im Bundesinnenministerium) kommentierte 1940:<\/p><blockquote><p>\n&bdquo;Sturmlauf durch Frankreich! Wie schl&auml;gt uns alten Soldaten, die wir nicht mehr dabei sein k&ouml;nnen, das Herz, wie haben wir mit atemloser Spannung und steigender Bewun&shy;derung diesen Sturmlauf, diesen Siegeslauf verfolgt!<br>\nDie friedliche Begeisterung, die wir in friedlichen Zeiten bei einem k&uuml;hnen k&auml;mpferi&shy;schen sportlichen Wettkampf empfangen, ist in die H&ouml;henlage des kriegerischen Ernstes aufgestiegen.<br>\nDas ist ein Symbol f&uuml;r das junge Geschlecht. Olympiasieger und Helden im ernsten Kampf zugleich. Sportbegeisterte Soldaten, sportbegeisterte Offiziere, sportbegeisterte F&uuml;hrer! &ndash; So kam es zum Sturmlauf durch Polen, Norwegen, Holland, Belgien und Frankreich, zum Siegeslauf in ein besseres Europa!&ldquo;\n<\/p><\/blockquote><p>Zitiert in:<br>\nHeinz Florian Oertel. &bdquo;Pfui Teufel. &Uuml;ber Verdr&auml;ngtes und Vergessenes.&ldquo; (2009).<br>\nVerlag: Das neue Berlin. Kapitel: &bdquo;Diemisches.&ldquo; S. 80-83.<\/p><p>Carl Diem (1882 &ndash; 1962) war u.a.<\/p><ul>\n<li>Generalsekret&auml;r des Organisationskomitees f&uuml;r die Olympischen Spiele von 1936 in Garmisch und Berlin;<\/li>\n<li>1939 Leiter der Auslandsabteilung des NS-Reichsbundes f&uuml;r Leibes&uuml;bungen;<\/li>\n<li>seit 1945 Dozent an der von ihm mitbegr&uuml;ndeten Deutschen Sporthochschule in K&ouml;ln;<\/li>\n<li>1947 bis 1962 deren Rektor.<\/li>\n<\/ul><p>Heinz Florian Oertel &uuml;ber Diems Nazivergangenheit:<\/p><blockquote><p>\n&bdquo;Unter denen, die den DDR-Sport begr&uuml;ndeten, gab es nichts Vergleichbares.&ldquo; In: &bdquo;Hal&shy;leluja f&uuml;r Heuchler.&ldquo; (2011). S. 82.\n<\/p><\/blockquote><p>xxxx<\/p><p>Laut Wikipedia hat Diem noch im M&auml;rz 1945 in einer &bdquo;flammenden Rede&ldquo; im Kuppel&shy;saal des Berliner Olympiagel&auml;ndes hunderte Hitlerjungen auf &bdquo;den finalen Opfergang f&uuml;r den F&uuml;hrer&ldquo; eingeschworen. Die meisten von ihnen kamen anschlie&szlig;end ums Leben.<\/p><p>xxxx<\/p><blockquote><p>\n&bdquo;Kriegst&uuml;chtigkeit&ldquo; im deutschen Sportunterricht &ndash; die taz als Steigb&uuml;gelhalter der Mili&shy;tarisierung.\n<\/p><\/blockquote><p>NDS, 28. Jan. 2025. Von Marcus Kl&ouml;ckner.<\/p><p>xxxx<\/p><p>Ich denke, dieses Zitat k&ouml;nnen Sie gut verwenden.<\/p><p>Viele Gr&uuml;&szlig;e<br>\nJ&ouml;rg FAuser<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>Anmerkung zur Korrespondenz mit den NachDenkSeiten<\/strong><\/p><p>Die NachDenkSeiten freuen sich &uuml;ber Ihre Zuschriften, am besten in einer angemessenen L&auml;nge und mit einem eindeutigen Betreff.<\/p><p>Es gibt die folgenden E-Mail-Adressen:<\/p><ul>\n<li><a href=\"mailto:leserbriefe@nachdenkseiten.de\">leserbriefe(at)nachdenkseiten.de<\/a> f&uuml;r Kommentare zum Inhalt von Beitr&auml;gen.<\/li>\n<li><a href=\"mailto:hinweise@nachdenkseiten.de\">hinweise(at)nachdenkseiten.de<\/a> wenn Sie Links zu Beitr&auml;gen in anderen Medien haben.<\/li>\n<li><a href=\"mailto:videohinweise@nachdenkseiten.de\">videohinweise(at)nachdenkseiten.de<\/a> f&uuml;r die Verlinkung von interessanten Videos.<\/li>\n<li><a href=\"mailto:redaktion@nachdenkseiten.de\">redaktion(at)nachdenkseiten.de<\/a> f&uuml;r Organisatorisches und Fragen an die Redaktion.<\/li>\n<\/ul><p>Weitere Details zu diesem Thema finden Sie in unserer &bdquo;<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?page_id=47939\">Gebrauchsanleitung<\/a>&ldquo;.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=127906\">In diesem Beitrag<\/a> kommentiert <strong>Marcus Kl&ouml;ckner<\/strong> den <em>taz<\/em>-Artikel <a href=\"https:\/\/taz.de\/Sportunterricht-fuer-den-Ernstfall\/!6059664\/\">&bdquo;Sportunterricht f&uuml;r den Ernstfall Kinder zum Krieg erziehen&ldquo;<\/a>. Darin gebe das Blatt <a href=\"https:\/\/dslv-niedersachsen.de\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/Sportunterricht-Brennpunkt-August-2024.pdf\">die Position des Historikers Michael Kr&uuml;ger<\/a> wieder. Der emeritierte Professor lasse die Leserschaft wissen, dass die W&uuml;rde des Menschen &bdquo;erk&auml;mpft und verteidigt werden muss&ldquo;. Jede Spur von Grundsatzkritik durch die <em>taz<\/em> fehle.<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=128122\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[103],"tags":[],"class_list":["post-128122","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-leserbriefe"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/128122","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=128122"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/128122\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":128155,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/128122\/revisions\/128155"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=128122"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=128122"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=128122"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}