{"id":12841,"date":"2012-04-13T08:47:45","date_gmt":"2012-04-13T06:47:45","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12841"},"modified":"2012-04-13T10:06:37","modified_gmt":"2012-04-13T08:06:37","slug":"hinweise-des-tages-1615","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12841","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;Mehr&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (WL)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12841#h01\">Fiskalpakt: D&auml;ubler-Gmelin k&uuml;ndigt Verfassungsklage an<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12841#h02\">Zur Eurokrise<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12841#h03\">Schattenbanken &ndash; Risiken im Dunkeln<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12841#h04\">Offene Rechnung &ndash; Wo deutsche Firmen ihrem Geld nachlaufen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12841#h05\">BKA-Chef J&ouml;rg Ziercke: Deutschland ein Geldw&auml;scheparadies<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12841#h06\">Zur&uuml;ckgepfiffen &ndash; Gef&auml;hrden Steuerfahnder den Wirtschaftsstandort?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12841#h07\">Sozialversicherung 2011 mit hohem Finanzierungs&uuml;berschuss<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12841#h08\">Was verbirgt sich hinter den 807,29 Euro pro Bedarfsgemeinschaft<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12841#h09\">Nochmals &bdquo;Rekord bei Hartz-IV-Sanktionen gegen Arbeitsunwillige&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12841#h10\">Drecksjournalismus<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12841#h11\">Obama klagt &uuml;ber unfaire Million&auml;rsbesteuerung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12841#h12\">Griechen sparen auch beim Schmiergeld<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12841#h13\">Kadima, Friedensbewegung!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12841#h14\">England: Uniformierte Ansichten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12841#h15\">Studiengeb&uuml;hren sind ein Auslaufmodell<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12841#h16\">Studenten &ndash; Eine Generation von Angsthasen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12841#h17\">Aufruf zu Protesten im Internet soll als Bildung einer kriminellen Vereinigung bestraft werden<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12841#h18\">Weiterhin keine Diskussion mit den Kritikern<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12841#h19\">Livestream-Tipp: Konferenz des Instituts &bdquo;New Economic Thinking&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12841#h20\">Neue Ausgabe der Le Monde diplomatique<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"\/?p=12841&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Fiskalpakt: D&auml;ubler-Gmelin k&uuml;ndigt Verfassungsklage an<\/strong><br>\nDie fr&uuml;here Bundesjustizminister Herta D&auml;ubler-Gmelin will Verfassungsbeschwerde gegen den geplanten Euro-Rettungsschirm ESM und den Euro-Fiskalpakt einlegen. Mit beiden Ma&szlig;nahmen w&uuml;rden das Haushalts- und Kontrollrecht des Bundestags beschnitten. Das Bundesverfassungsgericht habe in seinem Urteil zur Griechenland-Hilfe aber festgelegt, dass der Bundestag sein Budgetrecht nicht in der Substanz aufgeben d&uuml;rfe, weder ganz noch teilweise&hellip;<br>\n &bdquo;Beim Fiskalpakt gibt es zwei springende Punkte&ldquo;, sagte D&auml;ubler-Gmelin. &bdquo;Der eine ist, dass er nicht gek&uuml;ndigt werden kann. Der andere ist, dass EU-Kommission und &ndash;Ministerrat weitgehende Kontrollbefugnisse &uuml;ber die nationalen Haushalte erlangen, ohne dass das Europ&auml;ische Parlament oder die nationalen Parlamente daran mitwirken.&ldquo; Dies gef&auml;hrde aber die gesellschaftliche Akzeptanz solcher Entscheidungen, zumal wenn sie Einschnitte in so sensiblen Bereichen wie der Sozialpolitik bedeuteten.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.berliner-zeitung.de\/politik\/fiskalpakt-daeubler-gmelin-kuendigt-verfassungsklage-an,10808018,14798508.html%20\">Berliner Zeitung<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.verfassungsbeschwerde.eu\/index.php?eID=tx_nawsecuredl&amp;u=0&amp;file=fileadmin\/pdfarchiv\/papiere\/2012-04-10_Degenhart-Memorandum_Esm-Fiskalvertrag.pdf&amp;t=1334343262&amp;hash=e0c7aab1c1cde455e3d27c6e7883a696\">Europa braucht mehr Demokratie &ndash; Memorandum zur geplanten Verfassungsbeschwerde gegen ESM-Vertrag und Fiskalvertrag &ndash; Prof. Dr. Christoph Degenhart, Leipzig in Zusammenarbeit mit Mehr Demokratie e.V. [PDF &ndash; 30,4 KB]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Eurokrise<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Wolfgang M&uuml;nchau: Willkommen zur&uuml;ck in der Krise!<\/strong><br>\nWer in Zeiten fallender Wirtschaftsleistung spart, verh&auml;lt sich prozyklisch. Das hei&szlig;t, die Haushaltspolitik verst&auml;rkt die Rezession. Der Mechanismus besteht aus einer Interaktion zwischen staatlichem Sparen, privatem Sparen, einem weiteren Verfall der H&auml;userpreise, dadurch ausgel&ouml;sten weiteren Verlusten der Banken, einer weiter andauernden Kreditklemme, einer sch&auml;rferen Rezession, geringen Steuereinnahmen, h&ouml;heren Defiziten und erneuten Sparprogrammen. Es kann viele Jahre dauern, bis man aus einem derartigen Teufelskreis ausbricht. F&uuml;r Spanien erwarte ich eine Depression, die ein ganzes Jahrzehnt dauern wird.<br>\nDie Ironie ist, dass Spaniens Schuldenquote steigt, obwohl das Land seine Schulden zur&uuml;ckzahlt. Der Grund ist, dass die Quote ein Quotient ist: Wenn der Nenner &ndash; die Wirtschaftsleistung &ndash; st&auml;rker f&auml;llt als der Z&auml;hler &ndash; die Schulden -, dann geht die Quote hoch.<br>\nDie M&auml;rkte glauben nicht mehr an eine Stabilisierung von Spaniens Schulden. Es ist kein Zufall, dass die letzte Panikattacke an den M&auml;rkten genau in der Woche passiert, in der der spanische Ministerpr&auml;sident Mariano Rajoy Einsparma&szlig;nahmen von weiteren zehn Milliarden Euro f&uuml;r das Jahr 2012 ank&uuml;ndigte, durch &ldquo;Effizienzsteigerungen&rdquo; im Gesundheitssektor und in den Schulen. Spanien ist jetzt da, wo Griechenland vor zwei Jahren war.<br>\nAus diesem Teufelskreis gibt es nur zwei Wege. Der erste ist ein Austritt aus dem Euro. Der zweite ist ein Rettungsprogramm, das in einem Schuldenerlass f&uuml;r den Finanzsektor endet. Entscheidend sind hier nicht die Staatsschulden, sondern die Schulden der Banken. Man wird also die Banken unter einen Rettungsschirm bringen, sie dort in die Insolvenz oder Fusion zwingen, und die entstehenden Kosten gemeinsam deckeln. Andere Auswege gibt es nicht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/service\/0,1518,826868,00.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> &Uuml;ber die Folgen eine Euro-Austritts spricht Wolfgang M&uuml;nchau allerdings nicht. M&uuml;nchau kritisiert auch zur Recht die Politik der EZB, die den Banken eine Billion Euro Liquidit&auml;t einr&auml;umte in der Hoffnung, dass diese durch den Ankauf von Staatsanleihen den Anleihemarkt zu stabilisieren. Was offenbar nicht gelingt. &bdquo;Die EZB h&auml;tte mit einem kleinen Direktkauf-Programm viel mehr erreicht&ldquo; schreibt M&uuml;nchau. Und inzwischen kauf ja die EZB wieder Anleihen direkt. Mit dem Umweg &uuml;ber die Banken, hat sie nur f&uuml;r Profite der Banken gesorgt, die das &bdquo;billige&ldquo; EZB-Geld f&uuml;r h&ouml;here Zinsen weiter verliehen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Seeing in Crisis the Last Best Chance to Unite Europe<\/strong><br>\nWhere the world finds only chaos and impending disaster in the European debt crisis, Wolfgang Sch&auml;uble sees the long-awaited urgency to finish the half-complete job of unifying Europe. As Germany&rsquo;s finance minister and a close confidant of Chancellor Angela Merkel, he is in a uniquely powerful position to shape the outcome.<br>\nCritics say the spending cuts German leaders have demanded from other countries are hurting growth across the Continent, in the process making debts only harder to repay. And his proposals to give the European Commission far-reaching powers to enforce budgetary discipline have been likened by skeptics in Britain to an invasive new &ldquo;super state.&rdquo; Even some euro supporters fear that Mrs. Merkel and Mr. Sch&auml;uble are talking about long-term changes while panicked investors and practiced speculators are tearing the euro to pieces right now.<br>\n&ldquo;There is a limited transition period where we have to manage the nervousness on the markets,&rdquo; Mr. Sch&auml;uble said. &ldquo;If it is clear that by the end of 2012 or the middle of 2013 that we have all the ingredients for new, strengthened and deepened political structures together, I think that will work.&rdquo;<br>\nHe sees the turmoil as not an obstacle but a necessity. &ldquo;We can only achieve a political union if we have a crisis,&rdquo; Mr. Sch&auml;uble said.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nytimes.com\/2011\/11\/19\/world\/europe\/for-wolfgang-schauble-seeing-opportunity-in-europes-crisis.html?_r=1&amp;pagewanted=all%20\">The New York Times<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> (Der Artikel ist schon etwas &auml;lter, aber sehr aufschlussreich.) Die letzten beiden Zitate von Sch&auml;uble machen deutlich, welche Strategie hinter der Austerit&auml;tspolitik der Bundesregierung steckt: Er sieht die gegenw&auml;rtigen Turbulenzen nicht als Hindernis sondern als Notwendigkeit: &bdquo;Wir k&ouml;nnen eine politische Union (nat&uuml;rlich mit den neoliberalen Strukturen) nur erreichen, wenn wir eine Krise haben.&ldquo;<\/em><br>\n<em>Die sog. &bdquo;Schuldenkrise&ldquo; also als Hebel zu einem europ&auml;ischen Systemwechsel.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Soros stuft Merkel herab<\/strong><br>\nBereits im Februar 2010 warnte Soros, dass der Euro seine gr&ouml;&szlig;ten Herausforderungen noch vor sich habe. Nach Griechenland d&uuml;rfte sich die Krise auf Spanien, Italien, Portugal und Irland ausweiten, warnte Soros damals &ndash; als einer von wenigen. Zu dieser Zeit hatten die Hellenen weder das erste Hilfspaket erhalten noch mit ihrer radikalen Haushaltskonsolidierung begonnen. Entsprechend gegenl&auml;ufig war die Meinungslage in Deutschland: Da pflegten Politiker wie der fr&uuml;here Wirtschaftsminister Rainer Br&uuml;derle (FDP) und manche Gazetten noch den Begriff der &ldquo;griechischen Krise&rdquo;.<br>\n&Auml;hnlich die Lage heute: Die schwerwiegendsten Probleme k&ouml;nnten erst noch kommen, bef&uuml;rchtet Soros. Der kr&auml;ftige Anstieg der Risikopr&auml;mien f&uuml;r spanische Staatsanleihen in der vergangenen Woche habe gezeigt, dass die Krise weiter schwele. Das Hauptproblem in seinen Augen: Als Gl&auml;ubiger bestimmt Deutschland die Bedingungen f&uuml;r die Rettung der Gemeinschaftsw&auml;hrung. Und die Konditionen seien f&uuml;r den S&uuml;den der Euro-Zone nicht mehr tragbar. &ldquo;Der von Deutschland vorangetriebene Fiskalpakt treibt Europa in eine deflation&auml;re Schuldenfalle&rdquo;, sagt er.<br>\nEine Zukunft f&uuml;r die Euro-Zone k&ouml;nne es nur dann noch geben, wenn der eben beschlossene EU-Fiskalpakt in einigen Punkten ge&auml;ndert w&uuml;rde. Am besten nach den anstehenden Pr&auml;sidentenwahlen in Frankreich. Soros als Sozialist? Immerhin ist es der sozialistische Herausforderer Fran&ccedil;ois Hollande, der den Fiskalpakt um Wachstumsimpulse erg&auml;nzen will. Sowohl Pr&auml;sident Nicolas Sarkozy als auch Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) lie&szlig;en in den vergangenen Wochen kaum eine Gelegenheit aus, den Pakt als historische Errungenschaft f&uuml;r den W&auml;hrungsraum zu r&uuml;hmen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/politik\/europa\/:euro-krise-soros-stuft-merkel-herab\/70021337.html\">FTD<\/a><\/li>\n<li><strong>Axel Troost: ESM und Eurokrise &ndash; Fragen und Antworten<\/strong><br>\nDer ESM (Europ&auml;ischer Stabilit&auml;tsmechanismus) ist die permanente Fortf&uuml;hrung des Euro-Rettungsschirms. Bisher haben die Krisenstaaten Notkredite aus einem besonderen Fonds erhalten, dem EFSF. Dieser Fonds ist aber befristet und kann ab Juli 2013 keine neuen Mittel mehr vergeben. Staaten der W&auml;hrungsunion k&ouml;nnen sich zuk&uuml;nftig beim ESM Geld zu akzeptablen Zinsen leihen, m&uuml;ssen sich aber im Gegenzug strengen Auflagen unterwerfen&hellip;<br>\nDer ESM sollte urspr&uuml;nglich im Juli 2012 den EFSF vollst&auml;ndig abl&ouml;sen und war bisher auf 500 Milliarden Euro ausgelegt. ESM und EFSF werden nun ein Jahr lang parallel zueinander existieren. Zusammen werden sie nicht 500 Milliarden Euro, sondern 700 Milliarden Euro vergeben k&ouml;nnen. Damit die Summe noch gr&ouml;&szlig;er wirkt, haben die europ&auml;ischen Finanzminister noch weitere bisherige Hilfen hinzugerechnet: Damit kommen sie auf 800 Milliarden Euro (wovon allerdings bereits 300 Milliarden Euro vergeben wurden). In Dollar sind diese 800 Milliarden Euro mehr als eine Billion, was Symbolkraft haben soll&hellip;<br>\nDie Eurostaaten zahlen 80 Milliarden Euro direkt in den ESM ein. Weitere 620 Milliarden Euro sollen abrufbar sein. Der Fonds ist dadurch mit 700 Milliarden Euro gedeckt, kann aber nur 500 Milliarden Euro vergeben. Diese &Uuml;berdeckung soll dem Fonds das bestm&ouml;gliche Rating verschaffen, damit er billiger Geld bei Investoren einsammeln und an Krisenstaaten weitergeben kann. Deutschland ist beim ESM mit 22 Milliarden Euro an den Bareinlagen und mit 168 Milliarden Euro am abrufbaren Kapital beteiligt&hellip;<br>\nZu den Auflagen des ESM geh&ouml;rt auch die Aufnahme einer Schuldenbremse in nationales Recht, was bis M&auml;rz 2013 geschehen muss. Im Detail regelt dies der Fiskalpakt, der Bestandteil des Fiskalvertrags ist und zusammen mit dem ESM im Bundestag beraten wurde. Laut Fiskalpakt m&uuml;ssen die teilnehmenden Staaten jedes Jahr einen ausgeglichenen Haushalt vorlegen und dar&uuml;ber hinaus Staatsschulden abbauen, die &uuml;ber 60 Prozent des Bruttoinlandprodukts hinausgehen. Dies hat jedoch zur Folge, dass nun ganz Europa einen extremen Sparkurs fahren muss. Wenn aber alle den G&uuml;rtel enger schnallen, geht der Wirtschaft die Luft aus. Dadurch droht europaweit eine Rezession &ndash; mit entsprechender Wirkung etwa auf Arbeitslosigkeit und &ouml;ffentliche Finanzen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.linksfraktion.de\/im-wortlaut\/esm-eurokrise-fragen-antworten\/\">Die Linke im Bundestag<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Eine solide, auch f&uuml;r den Laien nachvollziehbare Sachdarstellung mit Kritik und Gegenvorschl&auml;gen. <\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>ESM kann gegen deutsche Stimme Geld abrufen<\/strong><br>\nWenn der Rettungsschirm installiert ist, darf er &uuml;ber den Gouverneursrat Zugriff auf die deutschen Staatsfinanzen nehmen. Er steht au&szlig;erhalb demokratischer Kontrolle. Sparer sollten sich absichern.<br>\nDer Vertrag zum Europ&auml;ischen Stabilit&auml;tsmechanismus (ESM) ist ordnungspolitisch fragw&uuml;rdig und ein finanzpolitischer Husarenritt. Er wird zum Inbegriff einer fiskalischen Zentralverwaltungswirtschaft der Euro-B&uuml;rokratie werden. Der ESM-&ldquo;Gouverneursrat&rdquo; wird direkt Zugriff auf deutsche Staatsfinanzen nehmen. Zudem kennt der ESM-Fonds keine Ver&ouml;ffentlichungspflichten wie etwa bei der Europ&auml;ischen Zentralbank (EZB), er kann daher in Geheimrunden Entscheidungen treffen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/finanzen\/article106142019\/ESM-kann-gegen-deutsche-Stimme-Geld-abrufen.html\">Die Welt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Wir liegen auf den NachDenkSeiten auf einer v&ouml;llig anderen Linie, die eine deutsche &bdquo;Lega-Nord&ldquo;-Politik vertritt und die s&uuml;deurop&auml;ischen L&auml;nder lieber heute als morgen aus der Europ&auml;ischen W&auml;hrungsunion aussto&szlig;en m&ouml;chte. Aber wo die &bdquo;Welt&ldquo; Recht hat, hat sie Recht.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Schattenbanken &ndash; Risiken im Dunkeln<\/strong><br>\nSie betreiben Bankgesch&auml;fte, verleihen Geld oder legen es im Auftrag von Kunden an &ndash; und trotzdem sind es keine Banken. Damit unterliegen sie auch nicht der Regulierung, werden faktisch kaum kontrolliert. Dabei hat sich das Volumen des weltweiten Schattenbanken-Systems weiter erh&ouml;ht: auf gigantische 46 Billionen Euro. Diese Zahl steht im gerade ver&ouml;ffentlichten Gr&uuml;nbuch der EU zum Schattenbankwesen. In nur acht Jahren hat sich das Volumen der Schattenbanken mehr als verdoppelt. Sie wickeln mittlerweile 25 bis 30 Prozent der Gesch&auml;fte des weltweiten Finanzsystems ab. In den USA soll der Anteil sogar bei 40 Prozent liegen, in Gro&szlig;britannien bei 13, in Deutschland soll er nur etwa f&uuml;nf Prozent betragen. W&auml;hrend sich Staaten und Bankenaufseher seit 2007 um sch&auml;rfere Auflagen f&uuml;r Banken k&uuml;mmern und mit den Vorschriften nach &bdquo;Basel III&ldquo; deutlich mehr Eigenkapital f&uuml;r risikoreiche Gesch&auml;fte einfordern, bleiben Schattenbanken au&szlig;en vor. Vielmehr werden Finanzgesch&auml;fte wegen der strengeren Regulierung klassischer Banken zunehmend in den Schatten verlagert. &bdquo;Das ist ein Treppenwitz und ein Irrsinn. Dieser Sektor ist keine vom Rest der Welt abgeschottete Spielh&ouml;lle&ldquo;, meint Jochen Sanio, Ex-Pr&auml;sident der Bundesanstalt f&uuml;r Finanzaufsicht und scharfer Kritiker der Schattenbanken. Ohne Regulierung und Transparenz bei den Schattenbanken gebe es nur scheinbare Sicherheit, sagt auch seine Nachfolgerin Elke K&ouml;nig. &bdquo;Dort k&ouml;nnen sich unbemerkt und unkontrolliert Risiken aufbauen, die zu einer Gefahr f&uuml;r die Stabilit&auml;t des gesamten Finanzmarktes werden k&ouml;nnen.&ldquo; Hedgefonds, sagt Sanio, seien dabei die gef&auml;hrlichsten Akteure. &bdquo;Ihr Zerst&ouml;rungspotenzial ist enorm.&ldquo; Die gr&ouml;&szlig;ten h&auml;tten eine so starke Marktstellung, dass es zu gef&auml;hrlichen Verwerfungen k&auml;me, wenn nur einer zusammenbr&auml;che. &bdquo;Was sie alles an gef&auml;hrlichen Dingen treiben, wissen wir nicht &ndash; ein Zustand, der mich seit Jahren fassungslos macht&ldquo;, sagt Sanio.<br>\nDie 20 wichtigsten Industrie- und Schwellenl&auml;nder und ihr Finanzstabilit&auml;tsrat FSB wollen sich der Schattenbanken annehmen. In Br&uuml;ssel will man im Herbst strikte Regeln verabschieden, wie Binnenmarkt-Kommissar Michael Bannier Mitte M&auml;rz andeutete. Doch in den USA und Gro&szlig;britannien ist das Interesse an einer Regulierung deutlich geringer als hierzulande. Ohnehin ist das ganze System schwer zu fassen, wie Bundesbanker Dombret sagt. &bdquo;Das Typische des sogenannten Schattenbanksystems ist, immer wieder mit Innovationen und Umgehungsm&ouml;glichkeiten in den Markt einzugreifen.&ldquo; Sven Giegold, Finanzexperte der Gr&uuml;nen im EU- Parlament, sind die Vorschl&auml;ge der EU viel &bdquo;zu vage und nicht im Ansatz geeignet, die Regierungsl&uuml;cken zu schlie&szlig;en&ldquo;. Und Ex-Bankenaufseher Sanio sagt, wenn es keine globalen harten Standards gebe, &bdquo;k&ouml;nnen wir die ganze Unternehmung vergessen&ldquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/wirtschaft\/finanzkrise-schattenbanken-risiken-im-dunkeln\/6489776.html\">Tagesspiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Wie sch&ouml;n f&uuml;r das Finanzkapital, wieder einmal klappt Regulierung nur, wenn sie global umgesetzt wird.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Offene Rechnung &ndash; Wo deutsche Firmen ihrem Geld nachlaufen<\/strong><br>\nDie europ&auml;ische Staats-Schulden-Krise &ndash; droht sie jetzt auch den Export-Weltmeister Deutschland mit voller Wucht zu treffen? Wirtschafts-Experten haben l&auml;ngst ganz S&uuml;deuropa im Blick und warnen vor den Risiken f&uuml;r deutsche Export-Unternehmen.<br>\nDeutsche Industrie-Betriebe werden so zu unfreiwilligen Kredit-Gebern f&uuml;r klamme europ&auml;ische Firmen. Wenn das Schule macht, bekommt der Export-Weltmeister Deutschland ein riesiges Problem, erkl&auml;rt Bretz: &ldquo;Es steigt mit der L&auml;nge der offenen Forderungen auch die Angst. Die Angst n&auml;mlich, dass die Forderungen auszubuchen ist, weil sie letztendlich doch nicht bezahlt wird.&rdquo;&hellip;<br>\nDas Unbehagen w&auml;chst. Die europ&auml;ische Staats-Schulden-Krise sorgt l&auml;ngst auch in deutschen Firmen f&uuml;r rote Zahlen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.daserste.de\/plusminus\/beitrag_dyn~uid,qipzcpa04upipeo4~cm.asp%20\">Das Erste plusminus<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Auch hier ist mal wieder die &bdquo;Staatsschuldenkrise&ldquo; an allem Schuld.<\/em><br>\n<em>Man leugnet einfach die Tatsache, dass &Uuml;bersch&uuml;sse des einen Defizite des anderen sein m&uuml;ssen. Einzelwirtschaftlich mag es ja f&uuml;r das einzelne Unternehmen ein Erfolg sein, wenn es viele Exporte hat. Wenn jedoch ganz viele Unternehmen Exporterfolge haben, dann schw&auml;cht das logischerweise die Wirtschaftskraft des importierenden Landes, es gehen Arbeitskr&auml;fte verloren und Kaufkraft und fr&uuml;her oder sp&auml;ter k&ouml;nnen auch die importierenden Unternehmen ihre Produkte nicht mehr ausreichend absetzen um die im Ausland gekauften Produkte zu bezahlen. Gesamtwirtschaftlich kann die Rechnung eines voll auf den Export seiner Unternehmen setzenden Landes nicht aufgehen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>BKA-Chef J&ouml;rg Ziercke: Deutschland ein Geldw&auml;scheparadies<\/strong><br>\nBeim BKA gingen im Jahr 2010 mehr als 11.000 Verdachtsanzeigen nach dem Geldw&auml;schegesetz ein. Im Vergleich zum Vorjahr ist das eine Steigerung von rund 20 Prozent und gleichzeitig der absolute H&ouml;chststand seit Inkrafttreten des Geldw&auml;schegesetzes im Jahr 1993.<br>\nDie Absch&ouml;pfung kriminell erlangter Verm&ouml;genswerte muss leichter werden.<br>\nFragen der internationalen Rechtshilfe sind ebenfalls neu zu er&ouml;rtern: So sollte es obligatorisch sein, in Verfahren der organisierten Kriminalit&auml;t bei Hinweisen auf T&auml;terverm&ouml;gen im Ausland den betreffenden Staat um Rechtshilfe zur Verm&ouml;gensabsch&ouml;pfung zu ersuchen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/politik\/deutschland\/geldwaesche-in-deutschland-wir-sind-auf-hilfe-aus-dem-ausland-angewiesen\/6499762.html%20\">Handelsblatt<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Zur&uuml;ckgepfiffen &ndash; Gef&auml;hrden Steuerfahnder den Wirtschaftsstandort?<\/strong><br>\nWeil sie ihren Job allzu gut machten, verloren hoch qualifizierte Frankfurter Steuerfahnder ihren Arbeitsplatz. Sie hatten eine Gro&szlig;bank bei der Steuerhinterziehung ertappt und entdeckt, dass einige Banken verm&ouml;genden Kunden beim Steuerbetrug halfen, sie fanden verdeckte Parteispenden gro&szlig;er Wirtschaftsunternehmen und entdeckten den hessischen Nukleartransfer nach Pakistan.<br>\nOffensichtlich sah der hessische Regierungsapparat den Wirtschaftsstandort bedroht und reagierte mit einer Amtsverf&uuml;gung, die Steuerbetrug erleichterte. Nach ihrer Kritik und Ver&ouml;ffentlichung dieser dubiosen Verflechtungen von Politik und Finanzwelt erkl&auml;rte ein inzwischen daf&uuml;r gerichtlich verurteilter Psychiater die Steuerfahnder wegen einer &ldquo;erheblichen Anpassungsst&ouml;rung&rdquo; oder &ldquo;paranoid-querulatorischen Entwicklung&rdquo; auf Lebenszeit f&uuml;r dienstunf&auml;hig.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.dradio.de\/download\/163175\/\">DLF Manuskript [PDF &ndash; 96,3 KB]<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.dradio.de\/dlf\/sendungen\/dasfeature\/1682778\/%20\">DLF Podcast<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Sozialversicherung 2011 mit hohem Finanzierungs&uuml;berschuss<\/strong><br>\nDie Sozialversicherung &ndash; in Abgrenzung der Finanzstatistik &ndash; verzeichnete im Jahr 2011 einen kassenm&auml;&szlig;igen Finanzierungs&uuml;berschuss von 13,8 Milliarden Euro. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, war damit der Finanzierungs&uuml;berschuss um 10,9 Milliarden Euro h&ouml;her als im Jahr 2010.<br>\nDie Einnahmen der Sozialversicherung summierten sich im Jahr 2011 auf 526,1 Milliarden Euro. Gegen&uuml;ber dem Vorjahr entspricht dies einem Anstieg um 2,1 %, welcher ma&szlig;geblich durch die positive konjunkturelle Entwicklung bestimmt wurde. Die Ausgaben lagen mit 511,9 Milliarden Euro leicht um 0,1 % unter dem Niveau des Jahres 2010. Daraus ergibt sich rechnerisch ein Finanzierungs&uuml;berschuss von 14,2 Milliarden Euro. Die Abweichung zum ausgewiesenen &Uuml;berschuss (13,8 Milliarden Euro) ist auf haushaltstechnische Verrechnungen zur&uuml;ckzuf&uuml;hren. Die Sozialversicherung umfasst die gesetzliche Kranken-, Unfall- und Rentenversicherung, die soziale Pflegeversicherung, die Alterssicherung f&uuml;r Landwirte sowie die Bundesagentur f&uuml;r Arbeit.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.destatis.de\/DE\/PresseService\/Presse\/Pressemitteilungen\/2012\/04\/PD12_132_71135.html;jsessionid=0B2BA55C81AD146EE7C3D3B294050879.cae2\">Statistisches Bundesamt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Ein gutes Beispiel, dass es eben nicht die Demografie ist, von der die sozialen Sicherungssysteme abh&auml;ngig sind, sondern die Konjunktur, die L&ouml;hne und die Besch&auml;ftigung. Statt nun aber dar&uuml;ber nachzudenken, den Abbau der Leistungen, etwa in der Rentenversicherung zu korrigieren, fordern Arbeitgeberverb&auml;nde sofort wieder die &bdquo;Lohnnebenkosten&ldquo;, d.h. die <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/milliardenueberschuss-der-sozialkassen-immer-mehr-lohnsteuer-und-sozialabgaben-11715390.html\">Beitr&auml;ge zu senken<\/a> und treten eine erneute Kampagne gegen &bdquo;Sozialabgaben&ldquo; los. Sind die Beitr&auml;ge erst einmal gesenkt, hat man ja wieder das Instrument demografischen Alarmismus mit dem dann wieder weitere K&uuml;rzungen und eine noch weitergehende Privatisierung der sozialen Sicherungssysteme vorangetrieben werden kann. Ein typisches Beispiel f&uuml;r diesen Alarmismus finden sie in der &bdquo;Welt&ldquo;: &bdquo;<a href=\"http:\/\/www.welt.de\/print\/die_welt\/article106174683\/Steigendes-Lebensalter-kostet-Billionen.html\">Steigendes Lebensalter kostet Billionen<\/a>&ldquo;.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Was verbirgt sich hinter den 807,29 Euro pro Bedarfsgemeinschaft <\/strong><br>\nIm Dezember bekamen die 3,3 Millionen Hartz-IV-Bedarfsgemeinschaften im Schnitt 807,29 Euro. Das konnte man am 11. und 12. April 2012 in hunderten von Online-Zeitungen\/Medien &ndash; von BILD bis Gegen-Hartz &ndash; nachlesen. Brutto, netto? Das sei so wenig wie nie zuvor. Dar&uuml;ber wurde nun ger&auml;tselt:<br>\nWie stellt sich dieser f&uuml;r den Dezember 2011 ermittelte Durchschnittsbetrag im Vergleich zu den Vorjahren wirklich dar?<br>\nEin Hinweis, dass 124,22 Euro dieser 807,29 Euro im Dezember 2011 Sozialversicherungsbeitr&auml;ge waren und netto lediglich SGB II-Zahlungsanspr&uuml;che in H&ouml;he von durchschnittlich 683,07 Euro pro Bedarfsgemeinschaft und Monat bestanden, fehlt in diesen Online-Zeitungen\/Medien. Das Sinken der<br>\nSozialversicherungsbeitr&auml;ge von z.B. 203,46 Euro im Dezember 2006 auf 124,22 im Dezember 2011 &ndash; im Sesentlichen wegen der schrittweisen Abschaffung der Beitr&auml;ge zur gesetzlichen Rentenversicherung (&bdquo;F&ouml;rderung der Altersarmut&ldquo;) &ndash; ist aber der entscheidende Grund f&uuml;r das berichtete &ldquo;so wenig wie nie zuvor&rdquo;.<br>\nDie nominalen Netto-Zahlungsanspr&uuml;che lagen im Dezember 2011 (683,07 Euro) geringf&uuml;gig (2,4%) &uuml;ber den Netto-Zahlungsanspr&uuml;chen im Dezember 2006 (666,81 Euro), sind aber seit 2009 nicht mehr gestiegen bzw. sogar leicht gesunken. Real (bei Ber&uuml;cksichtigung der Preissteigerungen) gilt also auch beim Netto: &ldquo;so wenig wie nie zuvor&rdquo;.<br>\nWie sich die nominalen durchschnittlichen Zahlungsanspr&uuml;che der SGB II-Bedarfsgemeinschaften (brutto und netto) seit Inkrafttreten des SGB II (Hartz IV) im Jahr 2005 entwickelt haben (jeweils im Dezember bzw. im Jahresdurchschnitt) und wie sich diese SGB II-Zahlungsanspr&uuml;che auf die verschiedenen<br>\nLeistungsbestandteile verteilen, k&ouml;nnen Sie der unkommentierten BIAJ-Tabelle im Anhang entnehmen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/biaj.de\/images\/stories\/2012-04-12_euro-pro-bg-monat-2005-2011.pdf\">Bremer Institut f&uuml;r Arbeitsmarktforschung und Jugendberufshilfe e.V. (BIAJ) [PDF &ndash; 154 KB]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Nochmals &bdquo;<a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12830\">Rekord bei Hartz-IV-Sanktionen gegen Arbeitsunwillige<\/a>&ldquo;<\/strong><br>\nUnser Leser J.W. machte uns folgenden Sachverhalt aufmerksam:<br>\n<em>Ich wei&szlig; nicht, ob Ihnen aufgefallen ist, dass s&auml;mtliche von diesem Bild-Artikel abgeschriebenen und hergeleiteten Berichte den Eindruck vermitteln, sie bez&ouml;gen sich auf ein aktuelles Statement bzw. eine konkrete Meldung der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit.<\/em><br>\n<em>Obwohl ich alle relevanten Newsletter und Pressefeeds der BA beziehe und lese, ist mir jedoch keine derartige Mitteilung aufgefallen. Ich habe mich daher auf der BA-Presseseite umgesehen, aber auch dort keinen entsprechenden Beitrag entdeckt.<\/em><br>\n<em>Grund: Erst bei n&auml;herem Hinsehen geht (auch aus dem <a href=\"http:\/\/www.bild.de\/politik\/inland\/hartz-4\/hartz-iv-mehr-sanktionen-meldeversaeumnisse-22499764.bild.html\">Bild-Bericht<\/a>) hervor, dass die fraglichen Zahlen bereits vor mehreren Wochen und v&ouml;llig unpr&auml;tenti&ouml;s in der <a href=\"http:\/\/www.saarbruecker-zeitung.de\/aufmacher\/berliner_buero\/art182516,4168127#.T4bhwvWTnmc\">Saarl&auml;ndischen Zeitung<\/a> erschienen sind. Aber weder Springer noch die Tagespresse haben sich damals gro&szlig; daf&uuml;r interessiert. <\/em><br>\n<em>Was nunmehr aber ins Auge sticht, ist der Umstand, dass die BA-Presseabteilung nachtr&auml;glich einen extern produzierten Sende\/H&ouml;rfunkbeitrag bereitgestellt hat, in dem es tats&auml;chlich hei&szlig;t:<\/em><br>\n<em>Zitat: &ldquo;Anmoderationsvorschlag:<\/em><br>\n<em>&bdquo;Noch nie wurde so viel geschummelt und getrickst&ldquo;, meldet die Bildzeitung und verweist auf eine immens gestiegene Zahl von Strafen gegen Hartz-IV-Empf&auml;nger. Was ist dran? Schummeln die Langzeitarbeitslosen tats&auml;chlich mehr als fr&uuml;her? <a href=\"http:\/\/www.ba-audio.de\/files\/sankt12_kurz_low.mp3\">Markus Plettendorff berichtet:&hellip;&rdquo; <\/a><\/em><br>\n<em>Das hei&szlig;t, wir sind mittlerweile an einem Punkt angelangt, an dem die Bundesagentur f&uuml;r Arbeit Springers rechtspopulistische Propaganda zum Nachteil der Hartz-IV-Bezieher und auf Kosten des Steuerzahlers promotet, obwohl es tats&auml;chlich &uuml;berhaupt nichts zu promoten gibt.<\/em>\n<p><em><strong>Erg&auml;nzende Anmerkung WL:<\/strong> Offenbar bin ich immer noch zu gutgl&auml;ubig: Ich habe gestern auch auf der Website der Bundesagentur nach einer entsprechenden Ver&ouml;ffentlichung gesucht und nichts gefunden. Ich dachte aber, die Bild-Zeitung h&auml;tte eine Vorab- oder eine Exklusivmeldung der Bundesagentur als Grundlage ihres Artikels. Dass die Bild-Zeitung eine alte Meldung als Schlagzeile aufgreift, zeigt deutlich, dass es der Redaktion  um etwas anderes geht, als eine aktuelle Nachricht zu verbreiten. Es ist wieder einmal eine gezielter Diffamierungsversuch gegen Hartz IV-Empf&auml;nger. Schlimmer noch ist die Tatsache, dass nahezu s&auml;mtliche Zeitungen, meist sogar mit demselben Tenor wie die Bild-Zeitung, diesen Bericht aufgreifen. Da sage noch jemand, es gebe bei uns keinen Kampagnen-Journalismus.<\/em> <\/p>\n<p><strong>Dazu passt:<\/strong><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Drecksjournalismus<\/strong><br>\nDas Ressentiment gegen Roma nimmt die Form blankester &ldquo;Aufstachelung zum Rassenhass&rdquo; an. Ein Schweizer macht die Avantgarde. Ein solches Cover, wie es die Titelseite der aktuellen Weltwoche ziert, hat es in Westeuropa au&szlig;erhalb der Nazi-Subkultur seit 1945 wohl selten gegeben. &ldquo;Die Roma kommen&rdquo;, hei&szlig;t es hier alarmistisch. Darunter: &ldquo;Familienbetriebe des Verbrechens&rdquo;. All das umrahmt das Foto eines kleinen Jungen, der mit einer (Spielzeug?)Pistole ins Objektiv des Fotografen zielt. Suggestive Botschaft: Bei diesen Zigeunern sind sogar die Vierj&auml;hrigen schon Gewaltt&auml;ter und Verbrecher. Cover dieser Art kennt man aus Jugoslawien in den Jahren 1990 ff. Sie waren die publizistische Ouvert&uuml;re zu Mord und ethnischen S&auml;uberungen.<br>\nMan kann den Fall dieses einen Covers nat&uuml;rlich f&uuml;r eine unappetitliche Episode halten, die nicht viel mehr ist als eine Anekdote. Und doch ist die Causa mehr als das. Sie ist ein Symptom. Erstens ein Symptom daf&uuml;r, wie ein Tabubruch den n&auml;chsten nach sich zieht, dass hier wie auf einer schiefen Ebene ein zivilisatorischer Standard nach dem n&auml;chsten geschliffen wird. In Ungarn ist der Anti-Roma-Rassismus praktisch Staatsdoktrin, von Tschechien &uuml;ber die Slowakei bis nach Rum&auml;nien sind sie ethnischer, kultureller, &ouml;konomischer Ausgrenzung ausgesetzt und blankem Hass. In Italien gab es schon Anti-Roma-Pogrome, &uuml;berall in Europa werden &ldquo;Bettelverbote&rdquo; erlassen, Frankreichs Pr&auml;sident Nicolas Sarkozy lie&szlig; sogar unbescholtene Roma publicitytr&auml;chtig in ihre Ursprungsl&auml;nder abschieben, selbst dann, wenn sie EU-B&uuml;rger sind (dass der Name &ldquo;Sarkozy&rdquo; darauf hindeutet, dass der ungarnst&auml;mmige Pr&auml;sident selbst Roma-Wurzeln haben k&ouml;nnte, ist nur eine pittoreske Pointe dieser Geschichte).<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=me&amp;dig=2012%2F04%2F11%2Fa0100&amp;cHash=6e4589d9ea\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Und wir diskutieren, ob ein Gedicht antisemitisch sei. Geschichte wiederholt sich nie in derselben Form und der Jud steht nicht allein. Ausgrenzende Menschenfeindlichkeit begleitet uns tagt&auml;glich, ob nun von kriminellen Zigeunern, muslimischen Volksverderbern oder arbeitsscheuen Hartz-IV-Beziehern die Rede ist &ndash; siehe die von Wolfgang Lieb und G.K. erstellte <a href=\"\/?p=12830\">Zusammenfassung der j&uuml;ngsten Hetze<\/a> gegen Hartz-IV- Bezieher.<\/em><br>\n<em>Man  h&auml;tte in den Medien durchaus je nach regionaler Zugeh&ouml;rigkeit auch titeln k&ouml;nnen, beispielsweise in Bremen: &ldquo;Anteil der sanktionierten Hartz-IV-Empf&auml;nger betrug in Bremen nur 2,7 Prozent&rdquo;. Oder eben bundesweit: &ldquo;Sanktionsquote von Hart- IV- Beziehern bundesweit nur 3,4 Prozent.&rdquo; Und wenn man dann noch die zwei Drittel harmloser Verst&ouml;&szlig;e heraus rechnet &hellip;. Nat&uuml;rlich sind das todlangweilige Meldungen, die unbedingt aufgepeppt werden m&uuml;ssen. Das lenkt dann ganz wunderbar von den Fehlleistungen unserer politischen Elite ab, die unser Land mit einer immer noch sehr hohen Unterbesch&auml;ftigung, einem skandal&ouml;sen Niedriglohnsektor und der weiteren Polarisierung von Verm&ouml;gen und Einkommen beschert hat. Diesen Leuten d&uuml;rfte es ganz recht sein, wenn ihnen die Medien den &ldquo;wahren&rdquo; Feind des Sozialfriedens liefern.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Obama klagt &uuml;ber unfaire Million&auml;rsbesteuerung<\/strong><br>\nDer amerikanische Pr&auml;sident Obama fordert h&ouml;here Steuern f&uuml;r Einkommensmillion&auml;re. Die Republikaner halten das f&uuml;r ein Programm zur Vernichtung von Arbeitspl&auml;tzen und wollen die Steuers&auml;tze senken.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/frankfurter-allgemeine-zeitung\/amerikanische-steuern-obama-klagt-ueber-unfaire-millionaersbesteuerung-11714834.html%20\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung J.A.:<\/strong> Es ist erstaunlich, dass die Zweckl&uuml;ge &ldquo;Reiche schaffen Arbeitspl&auml;tze, deshalb sind Steuern f&uuml;r Reiche besonders sch&auml;dlich&rdquo; noch immer bei so vielen Menschen verf&auml;ngt.<\/em><br>\n<em>Hinweis: Interessant sind die Grafiken &uuml;ber die Steuerbelastungen. <\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Griechen sparen auch beim Schmiergeld<\/strong><br>\nGeschmiert wird in Griechenland wie eh und je. Elf von hundert Griechen haben im vergangenen Jahr ein &bdquo;Fakelaki&ldquo; ausgeh&auml;ndigt. Das zeigt eine aktuelle Untersuchung, die das Meinungsforschungsinstitut Public Issue im Auftrag der Organisation Transparency International durchgef&uuml;hrt hat. Mal sind es 100 Euro, die der Arzt f&uuml;r einen kleineren Eingriff in die Kitteltasche steckt, mal auch 30 000 Euro, wenn es um schwierige Operationen geht. Der Prozentsatz der Befragten, die einr&auml;umten, im vergangenen Jahr geschmiert zu haben, ging gegen&uuml;ber 2010 nur leicht von 11,2 auf 10,8 Prozent zur&uuml;ck. Deutlicher ist allerdings der R&uuml;ckgang bei der Summe der gezahlten Schmiergelder: Nach Berechnungen der Meinungsforscher fiel der durchschnittliche Schmiergeldbetrag von 1557 Euro auf 1403 Euro. Der R&uuml;ckgang sei ein Ergebnis der Wirtschaftskrise, glaubt Kostas Bakouris, Pr&auml;sident der griechischen Sektion von Transparency International: Angesichts sinkender Einkommen und gek&uuml;rzter Renten m&uuml;ssten die Griechen halt auch bei der Bestechung sparen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/wirtschaft\/griechen-sparen-auch-beim-schmiergeld\/6478960.html\">Tagesspiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Es ist davon auszugehen, dass die durch die aufgezwungene Austerit&auml;tskur zunehmende Verarmung des Landes die allgemeine Korruption nur bef&ouml;rdern kann, wobei sich auch hier die Kluft zwischen den Wohlhabenden und Habenichtsen Wirkung zeigt.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Kadima, Friedensbewegung!<\/strong><br>\nIn Israel warnen nicht nur Linke vor einem drohenden Krieg mit dem Iran.  Mit Shaul Mofaz warnt beispielsweise ein prominenter Politiker vor der &ouml;ffentlichen Kriegspropaganda. Der gerade gew&auml;hlte Vorsitzende von Israels gr&ouml;&szlig;ter Partei Kadima sagte vergangene Woche, ein Milit&auml;rschlag w&auml;re desastr&ouml;s und auch nicht wirkungsvoll. Ministerpr&auml;sident Benjamin Netanyahu w&uuml;rde die nukleare Bedrohung durch den Iran vor allem deshalb auf der Tagesordnung halten, um von den sozio&ouml;konomischen Problemen des Landes abzulenken. Alle Beobachter seien der Meinung, es g&auml;be noch genug Zeit und man solle weiterhin den USA die F&uuml;hrung &uuml;berlassen, sagte Mofaz. Israel m&uuml;sse sich alle M&ouml;glichkeiten offenhalten, aber die milit&auml;rische sei die letzte. Erst wenn alle Stricke rissen, wenn man das &raquo;Schwert im Nacken&laquo; sp&uuml;re und die USA ihre Pflicht nicht erf&uuml;llten, dann w&uuml;rde er hinter jedem Ministerpr&auml;sidenten stehen, der sich f&uuml;r ein milit&auml;risches Angreifen entscheide. Diese Kritik an Netanyahu ist insofern bedeutend, da Mofaz, der selbst in Teheran geboren wurde und mit seinen Eltern 1957 nach Israel kam, in der Vergangenheit keine Gelegenheit ausgelassen hat, um den Iran als Wurzel allen &Uuml;bels und das Atomprogramm des Mullah-Staats als existentielle Gefahr f&uuml;r Israel darzustellen. Mofaz ist zudem durch und durch ein Mann des Milit&auml;rs, er hat eine steile Karriere bei der israelischen Armee hinter sich, die er als Fallschirmspringer begann und als Generalstabschef beendete, bevor er in die Politik ging. &hellip; Auch Shelly Yachimovich, die Vorsitzende der Arbeitspartei Avoda &hellip;. Auch der fr&uuml;here Leiter des Mossad, Meir Dagan &hellip;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/jungle-world.com\/artikel\/2012\/14\/45181.html\">Jungle World<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>England: Uniformierte Ansichten<\/strong><br>\nDie Londoner Polizei wehrt sich gegen den Vorwurf des Rassismus. Es betrifft den Stadtteil, in dem im Sommer die Olympischen Spiele beginnen sollen. Es ist der Bezirk, in dem im Sommer 2011 nach einer Konfrontation zwischen schwarzen B&uuml;rgern und der Polizei Krawalle ausbrachen: Bei seiner Verhaftung war ein Bandenmitglied get&ouml;tet worden.  Nun wird wieder eine Flut von Anschuldigungen gegen Polizisten laut, ausgel&ouml;st durch die Ver&ouml;ffentlichung einer Tonaufnahme, die der 21-j&auml;hrige Mauro Demetrio bei seiner Verhaftung w&auml;hrend der Krawalle machte. Einer der Polizisten sagt zu ihm. &bdquo;Dein Problem ist, dass du immer ein Nigger bleiben wirst.&ldquo; Die Staatsanwaltschaft pr&uuml;ft, ob gegen den Polizisten Anklage erhoben wird. Der Fall Demetrio f&uuml;hrte zu einer ganzen Reihe &auml;hnlicher Vorw&uuml;rfe. Es geht um Beschimpfungen, um Diskriminierungen bei Notrufen, um &bdquo;Mobbing&ldquo; von schwarzen Polizeiassistenten durch wei&szlig;e Kollegen, und in einem Fall werden f&uuml;nf Beamte der K&ouml;rperverletzung beschuldigt. &hellip; Immer wieder werden vor allem Personendurchsuchungen von Schwarzen debattiert. Schwarze seien &bdquo;zu sehr kontrolliert und zu wenig besch&uuml;tzt&ldquo;, klagt der Verband der schwarzen Polizisten. Sieben Mal so viele Schwarze wie Wei&szlig;e werden auf offener Stra&szlig;e angehalten und durchsucht &ndash; mehrfach sogar der Erzbischof von York. Dabei werden nur zw&ouml;lf Prozent wirklich verhaftet. Dabei ist &bdquo;Stop and Search&ldquo; legal nur m&ouml;glich, wenn konkrete Verdachtsmomente vorliegen. Die Gleichheitskommission nannte vor zwei Jahren &bdquo;rassistische Vorurteile&ldquo; als Grund dieser Unproportionalit&auml;t.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/england-uniformierte-ansichten\/6489676.html\">Tagesspiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Warum bedarf es immer solcher konkreter Tatbest&auml;nde, um sich des latenten Rassismus bei Teilen der Polizei anzunehmen. Schon l&auml;ngst gibt es wissenschaftliche Verfahren, mit denen man die Einstellung auch unserer Ordnungskr&auml;fte zu testen in der Lage ist und entsprechende Ma&szlig;nahmen einleiten kann.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Studiengeb&uuml;hren sind ein Auslaufmodell &ndash; Campus-Maut verliert zunehmend an R&uuml;ckhalt<\/strong><br>\nKaum ein Thema hat die hochschulpolitischen Debatten zuletzt derart bewegt wie die Studiengeb&uuml;hren. Studierende und Gewerkschaften lehnten sie ab, konservativ-liberale Regierungen f&uuml;hrten sie ein. Nun sind die Bef&uuml;rworter der Campus-Maut auf dem R&uuml;ckzug. Die Geb&uuml;hren k&ouml;nnen die Finanzmisere der Hochschulen sowieso nicht auf Dauer lindern, meint DGB-Bildungsexperte Matthias Anbuhl&hellip;<br>\nDie Akzeptanz von Studiengeb&uuml;hren an den Hochschulen ist gesunken. Auch die These, dass sich die Studienqualit&auml;t nach Abschaffung der Geb&uuml;hren verschlechtere, ist nicht haltbar. In Hessen und im Saarland, wo die Studiengeb&uuml;hren wieder abgeschafft wurden, meinen immerhin 88 Prozent der Studierenden, die Lage h&auml;tte sich seit dem Geb&uuml;hren-Aus nicht verschlechtert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dgb.de\/themen\/++co++b202d706-8488-11e1-5150-00188b4dc422\">DGB<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Studenten &ndash; Eine Generation von Angsthasen<\/strong><br>\nDie Zeiten, in denen an den Universit&auml;ten gestreikt, getr&auml;umt und wild gefeiert wurde, ohne an morgen zu denken sind vorbei. Die Studenten von heute sind eine flei&szlig;ige paukende Masse, die sich den Weg in eine solide gesicherte Zukunft ebnet.<br>\n&bdquo;Ein bisschen ratlos, ein bisschen meinungslos, ein bisschen gleichg&uuml;ltig&ldquo;, nennt er (der Konstanzer Soziologe Tino Bargel) die heutige Studentengeneration. Er hat ihr Profil als das einer &bdquo;Generation der Teilnahmslosigkeit und Uneindeutigkeit, der Konventionalit&auml;t und der labilen Demokraten&ldquo; beschrieben. Sie &auml;u&szlig;ere wenig Anspr&uuml;che an sich und die Welt &ndash; au&szlig;er durchzukommen und sich zu behaupten, &bdquo;freilich mit mehr &Auml;ngstlichkeit als Zuversicht&ldquo;. Diese Z&uuml;ge h&auml;tten sich seit der Jahrtausendwende verfestigt.<br>\nAber man darf der Generation nicht unrecht tun. Sie ist ein Spiegelbild ihrer Gesellschaft, die sich grundlegend gewandelt hat. Die Politik selbst hat die Studenten entpolitisiert. Gesellschaftliche Debatten und Freir&auml;ume sind aus den Universit&auml;ten verbannt worden. Die Bachelorreform hat das Studium standardisiert, mit h&auml;rteren Sanktionen belegt.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/wissenschaft\/studenten-eine-generation-von-angsthasen,1472788,14797852.html\">FR<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.bmbf.de\/pub\/bachelor_zwischenbilanz_2010.pdf\">die letzte Studie von Tino Bargel und seinem Team [PDF &ndash; 4.4 MB]<\/a><br>\nQuelle 3: <a href=\"http:\/\/www.academics.de\/wissenschaft\/reglementiert_und_eingeengt_38740.html\">&bdquo;Keine 68er&ldquo;<\/a><br>\nQuelle 4: <a href=\"http:\/\/kops.ub.uni-konstanz.de\/bitstream\/handle\/urn:nbn:de:bsz:352-opus-96978\/Politikbericht2008bf.pdf?sequence=1\">Wandel politischer Orientierung und gesellschaftlicher Werte der Studierenden, Studierendensurvey 1983 bis 2007 [PDF &ndash; 1.1 MB]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Aufruf zu Protesten im Internet soll als Bildung einer kriminellen Vereinigung bestraft werden<\/strong><br>\nSpaniens rechte Regierung r&uuml;stet gegen Proteste auf und will mit drastischen Versch&auml;rfungen des Strafgesetzes f&uuml;r Ruhe sorgen, selbst passiver Widerstand soll als Angriff auf die Staatsgewalt geahndet werden<br>\nIn der spanischen Regierung scheint die Angst umzugehen. Die rechte PP, die ihre Verbindung zur Franco-Zeit noch nicht aufgel&ouml;st hat, setzt harte Sparma&szlig;nahmen um, die wie so oft besonders die Mittelschicht und die sozial Schw&auml;cheren belasten. Der Unmut mit der Regierung, die erst ein paar Monate im Amt ist, w&auml;chst, was auch die letzten Wahlen in Andalusien und Asturien gezeigt haben<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/36\/36751\/1.html\">Telepolis<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Weiterhin keine Diskussion mit den Kritikern oder: Wem geh&ouml;rt das Radio? &ndash; Offener Brief an WDR-H&ouml;rfunkdirektor Wolfgang Schmitz<\/strong><br>\nEs ist an der Zeit, uns erneut in einem Offenen Brief an Sie zu wenden. Die Art und Weise, in der Sie sich bislang den Diskussionen um die geplante Reform von WDR 3 entzogen haben, zwingt uns dazu &ndash; ebenso Ihre Ank&uuml;ndigungen, sich auch weiterhin jedem direkten Gespr&auml;ch mit ihren Kritikern zu verweigern. Offenbar glauben Sie, dass der WDR-H&ouml;rfunk Ihnen geh&ouml;rt, weswegen Sie ihn allein zu Monologen in eigener Sache und nicht zu Dialogen mit Kritikern nutzen, die in die Materie eingearbeitet sind.<br>\nQuelle 1: <a href=\"\/upload\/pdf\/120413_brief_an_wolfgang_schmitz.pdf\">Die Radioretter [PDF &ndash; 84,4 KB]<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.wdr.de\/unternehmen\/programmprofil\/aktuelles\/Funkhaus_Wallrafplatz.jsp\">H&ouml;rfunkchef Schmitz und Kulturrats-Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer Zimmermann im Live-Gespr&auml;ch &uuml;ber das Profil des Kulturradios<\/a>\n<p><strong>Hinweis f&uuml;r Interessierte:<\/strong><\/p>\n<ol>\n<li>Montag, 16. April um 16 Uhr: &Ouml;ffentliche Rundfunkratssitzung <\/li>\n<li>Sonntag, 22. April ab 11.30 Uhr, DGB-Haus K&ouml;ln<br>\nBessere Konzepte:  ver.di und die &bdquo;Radioretter&ldquo; laden zum 1. &Ouml;ffentlichen Arbeitsgespr&auml;ch &uuml;ber ein kommendes Kulturradio<\/li>\n<li>Mittwoch, 9. Mai um 20 Uhr<br>\nDiskussion mit den &bdquo;Radiorettern&ldquo; im K&ouml;lner Schauspielhaus<\/li>\n<\/ol>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.die-radioretter.de\/cms\/front_content.php\">Die Radioretter<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h19\"><\/a><strong>Livestream-Tipp: Konferenz des Instituts &bdquo;New Economic Thinking&ldquo; <\/strong><br>\nIn Berlin findet gerade vom 12. bis 15.4. die Konferenz des Institute for New Economic Thinking (INET) statt, die auch per livestream im Internet &uuml;bertragen wird; es lohnt sich, ein paar Diskussionsrunden und Vortr&auml;ge anzuschauen, neben Joseph Stiglitz und James Galbraith sind  Yanis Varoufakis, George Soros, Peter Bofinger, Heiner Flassbeck und Sven Giegoldt zugegen &ndash; sowie der allseits geliebte J&ouml;rg Asmussen.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/ineteconomics.org\/conference\/berlin\/program\">Das Programm<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/ineteconomics.org\/conference\/berlin\/live\">Die Livestream-Adresse<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h20\"><\/a><strong>Neue Ausgabe der Le Monde diplomatique<\/strong><br>\nan diesem Freitag erscheint unsere Aprilausgabe. Neal Ascherson erz&auml;hlt Geschichten aus Europa, Hartmut Rosa stellt noch einmal die Frage nach der Entfremdung und Aur&eacute;lien Barrau erkl&auml;rt den Urknall. Au&szlig;erdem erwarten Sie Berichte, Analysen und Reportagen &uuml;ber den B&uuml;rgerkrieg in Syrien, die Kopten in &Auml;gypten, die Sekte Boko Haram aus Nigeria, Studentinnen in Vietnam und Frankreich in Zeiten des Wahlkampfs.<br>\nAm Freitag, den 13. April liegt die Zeitung der taz bei.<br>\nAb dem 14. April gibt es sie separat am Kiosk.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.monde-diplomatique.de\/pm\/.aktaus\">Le Monde diplomatique<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;Mehr&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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