{"id":128519,"date":"2025-02-11T10:49:22","date_gmt":"2025-02-11T09:49:22","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=128519"},"modified":"2026-01-27T11:50:16","modified_gmt":"2026-01-27T10:50:16","slug":"ard-morgenmagazin-auf-dem-truppenuebungsplatz","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=128519","title":{"rendered":"ARD-Morgenmagazin auf dem Truppen\u00fcbungsplatz"},"content":{"rendered":"<p>Die <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=MoTQuLeAjV4\">&bdquo;Bundeswehr probt den Ernstfall&ldquo;<\/a> &ndash; und das ARD-Morgenmagazin ist mit dabei. Der &ouml;ffentlich-rechtliche Rundfunk schickt eine Reporterin nach Sachsen zu einer Truppen&uuml;bung der Fallschirmj&auml;ger. Heraus kommt dabei ein Beitrag, der der Propaganda bereitwillig ein Sprungbrett aufstellt. Wenn Medien den &bdquo;journalistischen&ldquo; Zement zur Festzementierung des politischen Gro&szlig;vorhabens <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=127039\">Kriegst&uuml;chtigkeit<\/a> liefern, dann hat das mit Journalismus nichts mehr zu tun. Eine Kurzanalyse. Von <strong>Marcus Kl&ouml;ckner<\/strong>.<\/p><p><em>Dieser Beitrag ist auch als Audio-Podcast verf&uuml;gbar.<\/em><br>\n<!--more--><br>\n<\/p><div class=\"powerpress_player\" id=\"powerpress_player_4210\"><!--[if lt IE 9]><script>document.createElement('audio');<\/script><![endif]-->\n<audio class=\"wp-audio-shortcode\" id=\"audio-128519-1\" preload=\"none\" style=\"width: 100%;\" controls=\"controls\"><source type=\"audio\/mpeg\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/250211_ARD_Morgenmagazin_auf_dem_Truppenuebungsplatz_NDS.mp3?_=1\"><\/source><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/250211_ARD_Morgenmagazin_auf_dem_Truppenuebungsplatz_NDS.mp3\">https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/250211_ARD_Morgenmagazin_auf_dem_Truppenuebungsplatz_NDS.mp3<\/a><\/audio><\/div><p class=\"powerpress_links powerpress_links_mp3\">Podcast: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/250211_ARD_Morgenmagazin_auf_dem_Truppenuebungsplatz_NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_pinw\" target=\"_blank\" title=\"Play in new window\" onclick=\"return powerpress_pinw('https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?powerpress_pinw=128519-podcast');\" rel=\"nofollow\">Play in new window<\/a> | <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/250211_ARD_Morgenmagazin_auf_dem_Truppenuebungsplatz_NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_d\" title=\"Download\" rel=\"nofollow\" download=\"250211_ARD_Morgenmagazin_auf_dem_Truppenuebungsplatz_NDS.mp3\">Download<\/a><\/p><p>&bdquo;Wer schneller schie&szlig;t, lebt l&auml;nger&ldquo;, sagt ein nicht namentlich genannter General der Bundeswehr zu ARD-Reporterin Marie Landes. Es folgt ein Schnitt. Der markige Spruch ist gesetzt. Kinder oder Teenager, die den Beitrag vielleicht sehen und es nicht hinbekommen, die Aussage selbst kritisch einzuordnen, bleiben damit allein &ndash; so wie alle anderen Zuschauer auch. &bdquo;Wer schneller schie&szlig;t, lebt l&auml;nger&ldquo; &ndash; eine Aussage, die in ihrer inhaltlichen Banalit&auml;t im Geiste der sogenannten Zeitenwende stilpr&auml;gend f&uuml;r den Beitrag des Morgenmagazins ist. 35 Sekunden darf der General abspulen, was Politik und NATO gefallen wird:<\/p><ul>\n<li>&bdquo;russischer Einmarsch in die Ukraine&ldquo;,<\/li>\n<li>&bdquo;den vom Zaun gebrochenen Angriffskrieg&ldquo;<\/li>\n<li>&bdquo;seit 2014 hat sich nat&uuml;rlich insgesamt die sicherheitspolitische Lage in Europa ge&auml;ndert&ldquo;<\/li>\n<li>&bdquo;wir sind wieder in Richtung Landes- und B&uuml;ndnisverteidigung gegangen&ldquo;<\/li>\n<\/ul><p>Die Aussagen des Generals bauen auf die Frage der Reporterin auf. Landes wollte wissen, &bdquo;wie sich die Einstellung zu einer solchen &Uuml;bung ver&auml;ndert hat seit dem Ukraine-Krieg&ldquo;.<\/p><p>Das ist eine gute Frage &ndash; wenn es darum geht, dem Gespr&auml;chspartner der Politik eine Steilvorlage zur Untermauerung ihrer Erz&auml;hlung vom Feindbild Russland zu liefern. Und damit w&auml;ren wir bei dem grundlegenden Problem. Die Reporterin agiert hier in einem Beitrag, der nicht einmal im Ansatz die Grundpr&auml;missen hinterfragt, auf die die &Uuml;bung und die Aussagen des Generals bauen. Kritische Fragen w&auml;ren zum Beispiel:<\/p><ul>\n<li>Was k&ouml;nnen Sie unseren Zuschauern zu den geo- und tiefenpolitischen Einfl&uuml;ssen durch den Westen in der Ukraine erz&auml;hlen?<\/li>\n<li>Wie ordnen Sie als General der Bundeswehr, die nun kriegst&uuml;chtig werden soll, das Agieren des US-amerikanischen Geheimdienstes CIA im Vorfeld des Krieges ein?<\/li>\n<li>Aus welchem Grund sollte sich Deutschland an einem Stellvertreterkrieg in der Ukraine beteiligen?<\/li>\n<li>Welche Gr&uuml;nde sprechen daf&uuml;r, dass Deutschland <em>nicht<\/em> kriegst&uuml;chtig werden muss?<\/li>\n<\/ul><p>Damit keine Missverst&auml;ndnisse entstehen: Ein Beitrag mit derartigen Fragen w&uuml;rde niemals beim &Ouml;ffentlich-Rechtlichen gesendet. Was dann allerdings gesendet wurde, ist journalistisch untragbar. Der Beitrag erinnert an den Ausschnitt einer Reportage, bei der sich ein angehender Journalist an der Reporterarbeit versucht. Wir alle kennen diese Beitr&auml;ge: &bdquo;unser Praktikant zu Besuch in einer Backstube&ldquo;, &bdquo;unser Volont&auml;r war f&uuml;r einen Tag auf dem Bau&ldquo;, &bdquo;unser Reporter hat einen Tag auf der Polizeiwache verbracht&ldquo; &ndash; das ist der Stoff f&uuml;r einfache Reportagen. <\/p><p>Reportagen dieser Art k&ouml;nnen unterhaltsam sein und hier und da auch einen Mehrwert bieten. Die Zuschauer sollen so durch die Augen des Reporters Einblick in einen Bereich erhalten, der ihnen eher fremd ist. Durch den Reporter sollen wir Zuschauer sehen, h&ouml;ren, riechen, schmecken. Dagegen spricht nichts. Aber das richtige Austarieren zwischen der Pr&auml;senz des Reporters im Bild und dem eigentlichen Themengegenstand ist l&auml;ngst nicht immer zufriedenstellend. Nicht selten schiebt sich das &bdquo;Ich&ldquo;, &bdquo;Ich&ldquo;, &bdquo;Ich&ldquo; des Reporters zu oft, zu weit in den Vordergrund.<\/p><p>Bei diesem ARD-Beitrag soll die Reporterin die Zuschauer zur &Uuml;bung auf einen Truppen&uuml;bungsplatz mitnehmen. Das tut sie. Und die Zuschauer sehen, wie ihr die Schutzausr&uuml;stung &uuml;bergeben wird (&bdquo;ordentlich schwer&ldquo;), aber auch, dass die Reporterin &bdquo;zum ersten Mal&ldquo; in ihrem Leben &bdquo;vor einem echten M&ouml;rser&ldquo; steht. Zu einer Schie&szlig;&uuml;bung merkt die Reporterin an: &bdquo;Daf&uuml;r bekomme ich bei ihren Schie&szlig;&uuml;bungen einiges auf die Ohren.&ldquo; Die Zuschauer d&uuml;rfen an der erlebten (aufgebauten) Spannung teilhaben: &bdquo;Pl&ouml;tzlich muss es schnell gehen. Feuerkommando. Wir m&uuml;ssen auf 50 Meter Sicherheitsabstand.&ldquo;<\/p><p>Das Fazit der Journalistin lautet: &bdquo;Nach 7 Stunden auf dem Gel&auml;nde erahne ich, wie anstrengend eine solche Truppen&uuml;bung ist. Es ist laut, es regnet immer mehr. Die Schutzweste ist schwer, der Helm dr&uuml;ckt und ich trage nicht einmal die vollst&auml;ndige Ausr&uuml;stung von 40 Kilogramm und mehr.&rdquo; Und dann sagt Landes: &bdquo;F&uuml;r mich war das heute ein spannender Einblick in eine sonst eher verschlossene Welt und ich bin froh, dass auch das nur eine &Uuml;bung ist.&rdquo;<\/p><p>All das sind sehr gef&auml;llige Anmerkungen und Kommentierungen. Damit k&ouml;nnen bestimmt alle leben. Die Redaktion. Die ARD. Die Politik. Und spr&auml;che jemand die NATO auf diesen Beitrag an, w&auml;re sie bestimmt auch nicht ungl&uuml;cklich. Wer damit aber nicht zufrieden sein kann, dass sind diejenigen, die an Journalismus Anspr&uuml;che stellen.<\/p><p>Nun zum Kern: Ginge es bei diesen Aufnahmen um den Besuch in einer B&auml;ckerei, w&auml;re eine Kritik an den Szenen allenfalls etwas f&uuml;r ein journalistisches Seminar. Bei einem einfachen Thema lie&szlig;e sich das Auftreten der Reporterin vielleicht sogar noch als gelungen und in Ordnung bezeichnen.<\/p><p>Aber es geht hier nicht um ein unverf&auml;ngliches Thema. Hier geht es um Politik &ndash; im Gewand eines unverd&auml;chtigen, kleinen Filmchens.<\/p><p>Bei Lichte betrachtet, sieht es n&auml;mlich wie folgt aus: Die <em>ARD<\/em> hat einem reportagehaft angehauchten Beitrag gr&uuml;nes Licht gegeben, der in seiner journalistischen Schlichtheit in einem starken Kontrast zu seinem Themengegenstand steht. Es geht n&auml;mlich nicht einfach darum, dem Zuschauer mal &bdquo;die Truppe&ldquo; etwas n&auml;herzubringen. Der Beitrag ist eingebettet in ein politisch stark aufgeladenes Thema. Zeitenwende, Kriegst&uuml;chtigkeit &ndash; das sind die politischen Schlagworte, deren ideologische Basis sich auch in dem Beitrag spiegelt. In Deutschland sagt Verteidigungsminister Boris Pistorius, &bdquo;Kriegst&uuml;chtigkeit&ldquo; sei <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=127252\">&bdquo;das Gebot der Stunde&ldquo;<\/a>. Und der Generalsekret&auml;r der NATO meint, wir m&uuml;ssten eine <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=126218\">&bdquo;Kriegsmentalit&auml;t&ldquo;<\/a> entwickeln. Der Redaktion des ARD-Morgenmagazin f&auml;llt dazu ein Beitrag ein, bei dem eine Reporterin mit Stahlhelm, Schutzweste und Mikro &uuml;ber einen Truppen&uuml;bungsplatz l&auml;uft und die Zuschauer wissen l&auml;sst, dass es dort &bdquo;einiges auf die Ohren gibt&ldquo; und sie &bdquo;zum ersten Mal&ldquo; vor einem M&ouml;rser steht?<\/p><p>Um es zuzuspitzen: Man k&ouml;nnte auch einen 14-j&auml;hrigen Sch&uuml;lerreporter nach Nordkorea schicken, der naiv fragend durch das Land l&auml;uft und die &bdquo;Wahrheit&ldquo; der Regierung kritiklos wiedergibt.<\/p><p>Wenn die Redaktion hier schon auf die journalistische Ich-Perspektive setzt, m&uuml;sste die Reporterin zwingend die eigenen Erfahrungen dem Thema und der politischen Situation angemessen auch kritisch reflektieren. Ein &bdquo;Ich bin froh, dass das nur eine &Uuml;bung ist&ldquo; wird dem Anspruch, den der &ouml;ffentlich-rechtliche Rundfunk an sich selbst stellt &ndash; und wir als B&uuml;rger, die immerhin Milliarden f&uuml;r &bdquo;Qualit&auml;tsjournalismus&ldquo; zahlen! &ndash; nicht ansatzweise gerecht.<\/p><p>In einer Situation, in der ganz offen von der M&ouml;glichkeit eines Krieges zwischen Russland und der NATO gesprochen wird, ist es journalistisch untragbar, wenn Journalisten in einem derartigen Beitrag nicht feste an gewissen politischen Grundpr&auml;missen r&uuml;tteln. Das R&uuml;tteln bleibt aber aus. Was daf&uuml;r bleibt, ist ein St&uuml;ck Propaganda. Ob es das nun sein will oder nicht.<\/p><p>Maximale Naivit&auml;t (um es wohlwollend zu formulieren) auf knallharte Milit&auml;rpolitik treffen zu lassen, ist, als ob man der Propaganda bereitwillig ein Sprungbrett vor die F&uuml;&szlig;e stellt. Wenn Journalisten, bildlich gesprochen, den Zement zur Festzementierung einer Politik liefern, die auf Kriegst&uuml;chtigkeit setzt, dann hat das mit Journalismus nichts mehr zu tun.<\/p><p><small>Titelbild: Screenshot Morgenmagazin<\/small><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/vg08.met.vgwort.de\/na\/ced3c0f06a4749fab71980892a926b05\" width=\"1\" height=\"1\" alt=\"\"><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=MoTQuLeAjV4\">&bdquo;Bundeswehr probt den Ernstfall&ldquo;<\/a> &ndash; und das ARD-Morgenmagazin ist mit dabei. Der &ouml;ffentlich-rechtliche Rundfunk schickt eine Reporterin nach Sachsen zu einer Truppen&uuml;bung der Fallschirmj&auml;ger. Heraus kommt dabei ein Beitrag, der der Propaganda bereitwillig ein Sprungbrett aufstellt. 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