{"id":128582,"date":"2025-02-12T14:00:52","date_gmt":"2025-02-12T13:00:52","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=128582"},"modified":"2025-02-12T15:46:48","modified_gmt":"2025-02-12T14:46:48","slug":"leserbriefe-zu-wahl-o-mat-die-manipulationsmaschine","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=128582","title":{"rendered":"Leserbriefe zu \u201eWahl-O-Mat: Die Manipulationsmaschine\u201c"},"content":{"rendered":"<p><strong>Tobias Riegel<\/strong> kommentiert <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=128363\">hier<\/a> den wieder freigeschalteten sogenannten <a href=\"https:\/\/www.wahl-o-mat.de\/bundestagswahl2025\/app\/main_app.html\">Wahl-O-Mat der Bundeszentrale f&uuml;r politische Bildung<\/a>. Es sei ein &bdquo;fragw&uuml;rdiges Instrument zur Meinungsmache&ldquo;. Die Zusammenstellung der 38 Fragen hinterlasse auf allgemeiner Ebene einen &bdquo;willk&uuml;rlichen Eindruck&ldquo;. Die Fragen zu Aufr&uuml;stung, Krieg und Frieden seien unterbewertet. Eine weitere, das Ergebnis verzerrende Verfehlung des Wahl-O-Mats sei, dass es keine einzige Frage zur Corona-Aufarbeitung gebe. Wir haben dazu zahlreiche und interessante E-Mails bekommen und bedanken uns daf&uuml;r. Die nun folgende Auswahl der Leserbriefe hat <strong>Christian Reimann<\/strong> f&uuml;r Sie zusammengestellt.<br>\n<!--more--><\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>1. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Lieber Tobias Riegel, <\/p><p>danke f&uuml;r Ihren Artikel. Ich m&ouml;chte Sie noch <a href=\"https:\/\/real-o-mat.de\/\">auf den &ldquo;Realomat&rdquo; hinweisen<\/a>.<\/p><p>Die Idee fand ich sehr charmant. Dann habe ich am Ende das Ergebnis erhalten, dass meine Ansichten am wenigsten mit dem Abstimmungsverhalten des BSW &uuml;bereinstimmen. Das hat mich sehr &uuml;berrascht, so dass ich weitergeforscht habe und erst einmal &uuml;ber die Partei gelesen habe, um festzustellen, dass das Allermeiste, was die Partei m&ouml;chte, mit meinen Ansichten &uuml;bereinstimmt. Schlie&szlig;lich machte ich mir dann die M&uuml;he, die einzelnen Punkte mit den Parteien zu vergleichen, um festzustellen, dass von den ca 20 Fragen nur bei 7 oder 8 &uuml;berhaupt wertbare Ergebnisse des BSW vorliegen. Ich vermute daher, dass bei 100% &Uuml;bereinstimmung mit deren Ansichten eine maximale Quote von 35 oder 40% herauskommen kann.<\/p><p>Und ich kann mir vorstellen, dass das damit zusammenh&auml;ngt, dass die anderen Abstimmungen noch vor der Parteigr&uuml;ndung stattgefunden haben.<\/p><p>Das ist &ndash; wenn ich richtig liege &ndash; ein Skandal, wie ich finde! Zumal ich keinen Hinweis darauf gefunden habe in einleitenden Bemerkungen seitens der Initiatoren.<\/p><p>Vielleicht ist Ihnen das eine n&auml;here Untersuchung wert?<\/p><p>Beste Gr&uuml;&szlig;e<br>\nUwe-Michael Bernauer<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>2. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr Riegel, <\/p><p>zu Ihrem Artikel &ldquo;Wahl-O-Mat: Die Manipulationsmaschine&rdquo; folgende kurze Anmerkung.<\/p><p>Neu ist ja jetzt der Real-O-Mat, der zugegebenerma&szlig;en einen interessanten Ansatz verfolgt, die Positionen anhand des Abstimmungsverhaltens anstelle der doch geduldigen Partei- und Wahlprogramme zu bestimmen.<\/p><p>Er untersch&auml;tzt allerdings massiv die &Uuml;bereinstimmung mit dem BSW. Die Gr&uuml;nde werden zwar hinter dem Link zur Methodik erkl&auml;rt, aber wer liest das wirklich?<br>\nFairer w&auml;re meines Erachtens, mit Sternchen am BSW-Ergebnis und einer Fu&szlig;note darauf hinzuweisen.<\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en<br>\nAndreas Nack <\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>3. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Hallo Herr Riegel,<\/p><p>nun habe ich drei verschiedene O-Maten getestet und kann &uuml;ber die Ergebnisse nur laut lachen!&nbsp;<\/p><p>Mit dem Real-O-Mat wurde mir die SPD empfohlen, die ich nach meinen Erfahrungen der Coronazeit und der fehlenden Aufarbeitung sicher nicht w&auml;hlen werde, Cumex was es wolle!<\/p><p>Der Agrar-O-Mat hat mir dann die Freien W&auml;hler empfohlen, wobei ich mich hier auch nur sehr bedingt vertreten sehe.<\/p><p>Als Kr&ouml;nung hat mir dann der Wahl-O-Mat &uuml;bermittelt, dass ich die h&ouml;chste &Uuml;bereinstimmung mit &ldquo;Der Partei&rdquo; h&auml;tte. <\/p><p>Herrn Sonneborn sch&auml;tze ich sehr f&uuml;r seine Berichte aus Br&uuml;ssel. Und die Wahlplakate sind zwar nicht immer geschmackvoll, aber enthalten mehr Hirn, als ein &ldquo;Zuversicht&rdquo;, &ldquo;Wieder stolz&rdquo; oder &ldquo;Gut f&uuml;r dich&rdquo;. Wobei sich die SPD wohl in der Findungsphase f&uuml;r ihren Wahlslogan zu viel im toom-Baumarkt aufgehalten hat: &ldquo;Gut f&uuml;r mich, gut f&uuml;r die Umwelt, gut f&uuml;r mein Portemonnaie&rdquo;.<\/p><p>Interessant war f&uuml;r mich jedoch, dass das BSW in allen drei Varianten weit abgeschlagen hinten lag, obwohl ich mit dieser Partei im Moment die wichtigsten &Uuml;bereinstimmungen in Bezug auf Frieden versp&uuml;re. Die Fragenauswahl war jedoch in allen F&auml;llen nur m&auml;&szlig;ig passend, oft inhaltlich verk&uuml;rzt und damit einfach daneben. Von daher ist Ihr Artikel zur Meinungslenkung eine sehr spannende Erg&auml;nzung meiner Erfahrungen.<\/p><p>Als Besch&auml;ftigungsmaterial zur abendlichen Belustigung m&ouml;gen die O-Maten ja taugen, eine echte Entscheidungshilfe zur Wahl sind sie nicht!<\/p><p>Viele Gr&uuml;&szlig;e<br>\nMartin Siebert<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>4. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr Riegel,<\/p><p>es ist erst einmal gut aufzuzeigen, wie die Meinungsbeeinflussung am deutschen Michel funktioniert.<\/p><p>Aber allein schon mit Blick auf die Schuldenbremse l&auml;sst sich erkennen, dass nur am Grind der eiternden Wunde herumgepopelt wird und die Wunde dadurch nicht geheilt werden kann. Hier empfehle ich das Studium von Immanuel Kant und auch Arthur Schopenhauer, der letztere hat auf die Arbeit von Kant aufgebaut und dabei seine Arbeit der &bdquo;vierfachen Wurzel des Satzes vom zureichenden Grunde&ldquo; erstellt. Diese Arbeit soll uns lehren, auf die grundhafte Ursache zur&uuml;ckzugehen um die letztendliche Wirkung im vollen Ma&szlig;e begreifen zu k&ouml;nnen. Die Wirkung aufgrund einer Ursache, die wiederum aus einer Wirkung besteht und das zur&uuml;ck bis zur grundhaften Ursache. Da sind wir wieder bei den Schulden. Wie sind denn diese &uuml;berhaupt entstanden? L&ouml;sen wir hier zwei Wurzeln von den vieren. Da kommen wir auf die Ursache Marshallplan, der entstand um der aufgebl&auml;hten US-Kriegswirtschaft profitable Absatzm&auml;rkte in Europa zu sichern. Der Marshallplan, der mit der Entwertung der Reichsmark durch die Marshallplanw&auml;hrung Deutsche Mark einen gewichtigen Anlass f&uuml;r die Schulden gab. Ein weiterer Anlass, der Zins und Zinseszins aus den Marshallplan Krediten, um die Europ&auml;er, insbesondere die Deutschen, f&uuml;r den Absatz von US Waren zahlungsf&auml;hig zu machen. Der Zins und Zinseszins baute sich soweit auf, dass man zuerst herzallerliebst gro&szlig;e Teile der Kredite den Deutschen schenkte, dabei aber weiter auf der Zahlung des Zins und Zinseszins beharrte, aus diesem u. a. die Kreditanstalt f&uuml;r Wiederaufbau&nbsp; finanziert wurde und diese nun durch Zins und Zinseszins zu einer der gr&ouml;&szlig;ten Banken der Welt geworden ist. Die Ursache also der WK2 f&uuml;r die Neuaufteilung der Welt zugunsten der US Imperialisten. Eine hinterh&auml;ltige Verschuldung der Deutschen &uuml;ber Krieg, Raub und Betrug. Das macht also die deutschen Schulden zu abscheulichen Schulden und jeglicher weiterer Kredit f&uuml;r Krieg, Raub und Betrug verst&auml;rkt die Abscheulichkeit. <\/p><p>Was ich immer wieder auch bei den anderen ehrlich und aufrichtigen deutschen Journalisten vermisse, der Hinweis auf die M&ouml;glichkeit der Einstellung von Krieg, Raub und Betrug.<\/p><p>Es ist eine wahrhafte und vom deutschen Volk tats&auml;chlich in Kraft gesetzte Verfassung, der Hebel, den die Deutschen in der Hand halten, um von Krieg auf Frieden zu stellen.<\/p><p>Mit wirklich freundlichen Gr&uuml;&szlig;en<br>\nOlaf Thomas Opelt<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>5. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Herr Riegel,<\/p><p>Sie schreiben:<\/p><p>&bdquo;Der angeblich neutrale Wahl-O-Mat ist darum meiner Meinung nach ein fragw&uuml;rdiges Werkzeug der Meinungsmache.&ldquo;<\/p><p>Ja. Und das trifft leider auch auf seine Mitbewerber zu, jedenfalls auf die, die ich bislang probiert habe. Es handelt sich, man mu&szlig; das richtig verstehen, um typische unterkomplexe Werkzeuge, das immer schwerer zu verstehende Weltgeschehen auf einfache Aussagen herunterzubrechen und damit irgendwie beherrschbar erscheinen zu lassen. Das ist Zeitgeist. Und wahrscheinlich meint man, f&uuml;r zwei lumpige Kreuze auch nicht mehr Aufwand treiben zu m&uuml;ssen. Mach die jetzt irgendwo, nat&uuml;rlich an der richtigen Stelle, und halt gef&auml;lligst die Klappe, du B&uuml;rger!<\/p><p>In meinem Falle gibt es alle &uuml;bergreifend eigentlich nur eine Konstante: die CDU landet zuverl&auml;ssig auf dem letzten Platz. Das ist aber insofern interessant, weil deshalb die AfD durchaus ins Mittelfeld gelangt, noch vor der FDP. Ja, toll, ich bin begeistert. Und die doppelmoralisch rundum ausgestatteten und deshalb mit einigem Selbstverst&auml;ndnis auch kriegsbef&uuml;rwortenden Gr&uuml;nen gelangen bei mir oft sogar ins obere Mittelfeld, noch vor der SPD. Es gibt ja bezeichnenderweise auch keine Frage nach dem Wiedereinzug der politischen Moral ins bundespolitische Denken und Handeln.<\/p><p>Eine sehr wesentliche Schieflage ist ja &uuml;brigens auch, da&szlig; hier angenommen wird, mit einer Anzahl mehr oder weniger inhaltlicher Fragen und zwar genau dieser Handvoll diejenigen erwischt zu haben, die am Ende wahlentscheidend sind. Aber das ist eben ein gro&szlig;er Trugschlu&szlig;. Dies ber&uuml;cksichtigt &uuml;berhaupt nicht, da&szlig; Parteien und Fraktionen aus Politikern bestehen, da&szlig; diese die ganze vergangene Legislaturperiode (und viele schon &uuml;ber Jahrzehnte) sehr viel gesagt, geplaudert, dementiert und doch wieder gesagt haben, da&szlig; diese auch abgestimmt und wichtige Entscheidungen mitgetragen (oder sich diesen verweigert) haben. Es ber&uuml;cksichtigt also die Historie nicht, aber jeder wache B&uuml;rger hat doch ein politisches Erleben, eine Erinnerung.<\/p><p>Ich wei&szlig; nicht, was mir diese Webseiten sagen wollen, mit irgendeiner in meinem Kopf befindlichen Realit&auml;t haben diese Abbilder jedenfalls nichts zu tun. Ich la&szlig; mich gerne &uuml;berzeugen, aber bisher war&rsquo;s jedenfalls immer so. Und nicht einmal der Durchschnitt &uuml;ber diese Plattformen, bei dem ja ein besseres Ergebnis (n&auml;mlich &uuml;ber viel mehr Fragen) zustandekommen sollte, ist repr&auml;sentativ. Schade um die Zeit.<\/p><p>T.M.<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>6. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Tobias Riegels Fazit: &rdquo; Der &bdquo;Wahl-O-Mat&ldquo; ist ein fragw&uuml;rdiges Instrument zur Meinungsmache&rdquo;.&nbsp;<\/p><p>Stimmt. Doch sich dar&uuml;ber wundern und aufregen hilft nicht weiter.&nbsp; Das Partei-System an sich ist bereits falsch und kann daher&nbsp; keine richtigen Ergebnisse im Sinne w&uuml;rdigen Lebens aller liefern.<\/p><p>Wir alle arbeiten uns mehr oder weniger an einem Herrschaftssystem ab, welches nicht Herrschaft abschafft, sondern B&uuml;rgerInnen,&nbsp; machtstrukturell betrachtet,&nbsp; in einer Art Untertanenstatus und Unm&uuml;ndigkeit h&auml;lt,&nbsp; in dem diese dann sprichw&ouml;rtlich &ldquo;ihre&nbsp; Stimme abgeben&rdquo;.&nbsp;<\/p><p>Eine allgemeine&nbsp; Partei-System-Kritik und Analyse&nbsp; vermisse ich bei den Nachdenkseiten.&nbsp;<\/p><p>Doch diese halte ich f&uuml;r hoch notwendig, wenn wir gesamtgesellschaftlich zu neuen Ufern aufbrechen wollen.&nbsp;&nbsp;<\/p><p><a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=rCXjBL8HwME\">Wahlkrampf &ndash; Angriff auf das System &ndash; Demokratisierung als systematisches Mittel gegen Parteibildung<\/a><\/p><p>Friedenst&uuml;chtige Gr&uuml;&szlig;e<br>\nUte Plass<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>7. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Hallo NDS Team, <\/p><p>was habt ihr denn von der Bundeszentrale f&uuml;r politische Bildung erwartet? Diese einst gute Institution ist schon lange zu einem reinen Propagandainstrument der rot-gr&uuml;nen Regierung verkommen. Dass da nichts Neutrales herauskommen kann, ist offensichtlich.<\/p><p>Sch&ouml;nen Gru&szlig;<br>\nPeter Ziegler <\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>8. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Lieber Herr Riegel,<\/p><p>es mag sein, dass Sie zu Recherchezwecken und zur eigenen, politischen Abgleichung mit dem Wahl-O-Mat gewisse Verzerrungen festgestellt haben, allerdings habe ich beim Selbstversuch festgestellt, dass die Verzerrungen auch unter Ber&uuml;cksichtigung anderer dringlicher Themen und selbst ohne Corona im Ergebnis das wiedergibt, wie ich mich selbst verorte. Es kommt also eher darauf an, was &ldquo;unten raus&rdquo; kommt.<\/p><p>Zur n&auml;heren Erl&auml;uterung: Auch wenn es eine algorithmische Vereinfachung sein mag, die Parteiprogramme und die &Uuml;berspitzung derer Wahlthemen undifferenziert zu zeichnen, verzerrt es &ndash; zumindest in meinem Fall &ndash; keineswegs das Endergebnis. Es gab letztlich unterm Strich das wieder, was ich auch denke, und neben den gr&ouml;&szlig;ten Schnittmengen bei den &ldquo;Sonstigen&rdquo; ist bei den Bigger Playern im Wahlkampf viel &Uuml;bereinstimmung mit den (eventuell in den Bundestag einziehenden) Oppositionsparteien BSW und auch AfD herausgekommen.<\/p><p>Das ist f&uuml;r mich aussagekr&auml;ftig genug, wobei es noch bezeichnender war, dass bei mir die Altparteien auf den letzten Pl&auml;tzen landeten. Das wird bei Ihnen und anderen politisch aufgestellten Menschen &auml;hnlich gelagert sein, und es f&uuml;hrt &ndash; wenn auch vielleicht &uuml;ber Irrwege &ndash; zum erwartbaren Ergebnis. Wobei ich Ihnen Recht gebe, dass Corona als Einzelthematik und in diesem Verdr&auml;ngungsmodus der etablierten Parteien und Institutionen eigentlich vorkommen muss.<\/p><p>Als guten Abgleich habe ich mich dann auch zus&auml;tzlich an Ihrer Empfehlung bei &ldquo;Voteswiper&rdquo; versucht, das Endergebnis war ziemlich deckungsgleich mit dem Wahl-O-Mat. Also nichts, was ich letztendlich als besonders skandaltr&auml;chtig erachten w&uuml;rde, wenn es schlie&szlig;lich meine parteipolitischen Gewichtungen in Verbindung mit Wahlprogrammen wiederspiegelt.<\/p><p>Beste Gr&uuml;&szlig;e,<br>\nSascha Wuttke<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>9. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Hallo Herr Riegel,<\/p><p>ich kann Ihre Kritik an dem WOM nachvollziehen, sehe das Teil aber auch eher als ungef&auml;hren Richtungsgeber an.<\/p><p>Insbesondere auch, um mal darauf aufmerksam zu machen, dass es eben auch andere ausser den Kartellparteien gibt, ist diese Angebot gut geeignet. Da sollte man fair sein. Immerhin hat der bei mir auch das ausgespuckt, was ich favorisiere (die Basis).&nbsp;<\/p><p>Die Probleme sind m.E. andere:&nbsp;<\/p><ol>\n<li>Die deutschen W&auml;hler sind schlicht zu bequem. **Satire an: &ldquo;Am Liebsten h&auml;tten sie wahrscheinlich einen Testbericht der Stiftung Warentest und w&uuml;rden dann entsprechend w&auml;hlen&rdquo; Satire aus.** Der WOM verlinkt n&auml;mlich auch zu tieferen Informationen. Man wird also auf Alternativen aufmerksam und wei&szlig; sofort, wo man sich tiefer informieren kann. &hellip;.und.. das ist der Punkt: Wenn man denn will! Aber da es den Deutschen offensichtlich viel besser geht, als es auch auf den NDS immer wieder dargestellt wird, ist der Wille f&uuml;r diese ca. 20 Minuten Aufwand nicht da. Dann doch lieber Tagesschau schauen oder-noch besser- Dschungel! Yeahhhhh!<\/li>\n<li>Die deutschen W&auml;hler haben den Sinn und Zweck und auch das Geschenk der Demokratie schlicht nicht verstanden, bzw. lassen sich das regelm&auml;&szlig;ig und erfolgreich ausreden. Und so geht eben wie bei jeder Wahl der schwachsinnige Slogan: &ldquo;Eine Stimme an die &ldquo;Sonstigen&rdquo; ist eine verschenkte Stimme&rdquo; &uuml;ber alle Kan&auml;le und wird auch geglaubt. Warum schwachsinnig? Nun, Fakt ist, dass meine einzige Stimme NIE einen wirklichen Einfluss auf irgend etwas hat. Im Sinne eines Wirkprinzips ist meine einzelne Stimmabgabe also immer &ldquo;verschenkt&rdquo;. Wenn ich aber daraus folge, dass ich dann nur die w&auml;hle, die sowieso schon viele anderen Stimmen haben, dann ist es eh egal, denn der Effekt ist ja schon da. Dann k&ouml;nnte man noch argumentieren, dass die &ldquo;sonstigen&rdquo; ja gar nicht in den BT kommen und es auch als Opposition keinen Effekt hat. Erstens gelten die ersten beiden Argumente auch hier und es kommt hinzu, dass es durch die -&uuml;brigens im GG gar nicht festgelegte-&nbsp; zwanghafte Koalitionsbildung mit Fraktionszwang, sowieso keine wirkliche Macht des Parlaments gibt (&uuml;bigens unterscheidet sich da Deutschland nicht sehr von der EU, der ja entgegen Deutschland immer ein Demokratiedefizit vorgeworfen wird). Wenn man also das Argument der &ldquo;weggeworfenen Stimme&rdquo; bei den &ldquo;sonstigen&rdquo; zu Ende denkt, d&uuml;rfte man auch nicht FDP, Linke w&auml;hlen, denn die werden auch fast keinen oder gar keinen Einfluss haben. Ergo ergibt sich f&uuml;r einen wirklichen Demokraten daraus genau eine Schlussfolgerung: Ich muss das w&auml;hlen, was meiner &Uuml;berzeugung am n&auml;chsten ist. Dann und nur dann ist die Stimme nicht verschenkt abgegeben worden, egal wie klein oder gro&szlig; die Partei dahinter ggfs. am Ende sein wird. Wenn man sich nun die Wahlergebnisse der letzten Jahrzehnte ansieht, kann man n&uuml;chtern konstatieren, dass die Deutschen genau das bis heute nicht verstanden haben, denn es g&auml;be sehr wohl Alternativen (nein, nicht die) JENSEITS des neoliberalen-transatlantischen Einheitsbreis. Schade. Stattdessen glaubt tats&auml;chlich eine Mehrheit der Deutschen (30%), dass ein in der Privatwirtschaft reich gewordener Multi-Million&auml;r und ehrgeiziger Karrierist seine Einkommensquellen, seinen Lebensstandard (laufende Kosten!) und s&auml;mtliche Beziehungen in die Privatwirtschaft aus reiner Menschenliebe&nbsp;aufgegeben hat, um sich unter massiven Verm&ouml;gens\/Einkommensverlust fast&nbsp;altruistisch rein f&uuml;r das Land und die Mittelschicht einzusetzen, die ihm zudem &uuml;ber 16 Jahre lang seine Erzfeindin als Kanzlerin vorgezogen hat und dies wohl immer noch tun w&uuml;rde, wenn die nicht selbst genug gehabt h&auml;tte. Liebe Leute, hier ein kleiner Spoiler: Unter diesem Kanzler wird der Verm&ouml;gensstaubsauger im Turbomodus arbeiten, und derart kr&auml;ftig den restlichen Wohlstand von untern nach oben saugen, dass ihr durch den Luftzug regelm&auml;&szlig;ig Genickstarre bekommt.<\/li>\n<\/ol><p>LG<br>\nS. Silber<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>10. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Hallo Herr Riegel,<\/p><p>zum aktuellen Wahlomat haben Sie eigentlich alles gesagt, sehr zur&uuml;ckhaltend meiner unma&szlig;geblichen Meinung nach, aber immerhin. Sie schreiben in Ihrem Kommentar dann auch &bdquo;Der &bdquo;Wahl-O-Mat&ldquo; ist ein fragw&uuml;rdiges Instrument zur Meinungsmache&rdquo;. W&auml;re aber durchaus auch k&uuml;rzer gegangen, mit einem (politisch korrekten weil transatlantischen) &bdquo;pure shit of propaganda&ldquo; vielleicht? Das Thema war schlie&szlig;lich &bdquo;der&ldquo; Aufmacher der Tagesschau von diesem Tage, zur prime time &ndash; versteht sich, mindestens die halbe Nation sitzt da ja vor der Mattscheibe. Sie haben die betreffende Ausgabe ja &ndash; lobenswerterweise &ndash; verlinkt. Ich habe sie mir doch tats&auml;chlich noch einmal reingezogen, obwohl mir rein zuf&auml;llig die &bdquo;Erst- und Originalausstrahlung&ldquo; des Machwerks schon untergekommen war. Und diese hatte mich von Beginn an &ndash; direkt nach der Eingangsfanfare &ndash;&nbsp; mit einem ziemlich dicken Hals zur&uuml;ck gelassen.&nbsp;<\/p><p>Nein, ich habe das jetzt nicht extra erfunden, warum auch. War doch in der Original-Ausstrahlung&nbsp; vor den ersten Worten (der Begr&uuml;&szlig;ung) ein mehr als seltsames Einsprengsel zu erblicken. Eine, keine zwei Sekunden lang gab es als Introitus einen &uuml;berraschenden Schwenk &uuml;ber ein Sammelsurium an speziellen Arbeitsutensilien, um genau zu sein von Messern unterschiedlichster Art, zuletzt gar ein Rasiermesser, wohl frei nach dem Motto &bdquo;Trigger dir einen!&ldquo;. Nein, nat&uuml;rlich nicht, im von Ihrem Tagesschau-link aufrufbaren Video gibt es diesen &bdquo;Bonus&ldquo; nicht.&nbsp;<\/p><p>Soweit sind wir schon, Donnerwetter&ldquo;?<\/p><p>Michael Kohle<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>11. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Guten Tag Herr Riegel,<\/p><p>solche &ldquo;Schnelltests&rdquo; wie der Wahl-o-mat haben als Grundlage die Vereinfachung komplexer Themen. Daher k&ouml;nnen die Ergebnisse nie richtig sein. Ein anderes Test-Modell zur &ldquo;Hilfe&rdquo; bei der Wahlentscheidung hat sich Fragdenstaat.de ausgedacht. Es hei&szlig;t Real-o-mat. &ldquo;Der Real-O-Mat schaut nicht auf die Wahlversprechen, sondern gleicht das tats&auml;chliche Abstimmungsverhalten der Fraktionen und Gruppen zu aktuellen politischen Themen mit Ihrer pers&ouml;nlichen Position ab. Grundlage sind dabei Antr&auml;ge und Gesetzentw&uuml;rfe im Bundestag.&rdquo; hei&szlig;t es auf der Website. Grundlage der Zusammenstellung sind hier nicht Versprechen, sondern Taten. Schwierig finde ich, wie das BSW mit aufgenommen wurde. Die Ergebnisse der Abstimmungen der im Bundestag vertretenen BSW-Abgeordneten, die die Linke verlie&szlig;en, wurden voll der Linken zugerechnet. Meiner Ansicht nach h&auml;tte man hier nach Abgeordneten und nicht nach den Parteien aufteilen m&uuml;ssen. Auch dieses Werkzeug kann nicht mehr als eine kurze Anregung sein, um sich dann selber umfassender zu informieren.&nbsp;<\/p><p>Real-O-Mat<\/p><p>Wieso Fragdenstaat sich ausgerechnet einen Kooperationspartner wie &ldquo;Volksverpetzer&rdquo; gesucht hat? Auf diesem Portal wird in nicht sachlichem Ton &ldquo;Aufkl&auml;rung&rdquo; betrieben. Beispiel vom 03.02.2024: &ldquo;Alice Weidel zerst&ouml;rt Caren Miosga&rdquo;. Die &ldquo;zerst&ouml;rte&rdquo; Caren Miosga l&auml;uft jedoch noch ziemlich lebendig umher. Was soll diese emotionalisierende Sprache? Ich blocke hier ab, und will nicht mehr weiterlesen, weil ich nicht den Eindruck habe, ich k&ouml;nnte mich informieren. Es wird auf Emp&ouml;rung gezielt. Oder auf H&auml;me. Daf&uuml;r dieses Beispiel: &ldquo;Sorry Querdenker: Das Bundesverwaltungsgericht hat festgestellt, dass die Corona-Ma&szlig;nahmen angemessen waren.&rdquo; Mich h&auml;tte hier eher eine Analyse der Begr&uuml;ndung des BVerwG interessiert als, ob das Portal &ldquo;Querdenker&rdquo; doof findet. Das Team sagt &uuml;ber sich selbst: &ldquo;Wir verpetzen Volksverhetzer! &ndash; Wir zeigen die Strategien der Volksverhetzer auf, wir &bdquo;verpetzen&ldquo; bzw. entlarven ihre L&uuml;gen. Wir kl&auml;ren &uuml;ber diejenigen auf, die behaupten, das &bdquo;Volk&ldquo; auf ihrer Seite zu haben und die eine v&ouml;lkische Weltanschauung besitzen.<br>\nDie Satire in unserem Namen soll auch zeigen, dass wir unsere Arbeit angriffslustig, aber auch (selbst-)ironisch angehen.&rdquo;<\/p><p>Volksverhetzung ist ein Straftatbestand. Aus meiner Sicht sind, um diesen Tatbestand zu beweisen, polizeiliche Ermittlungen erforderlich, nicht Angriffslust und Ironie. Immerhin sagen die Volksverpetzer von sich selbst, dass sie auch Selbstironie besitzen. Wenn es Ernst wird, werden sie sich darauf zur&uuml;ckziehen, dass alles &ldquo;nur Spa&szlig;&rdquo; war?<\/p><p>Freundliche Gr&uuml;&szlig;e<\/p><p>Trude<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>Anmerkung zur Korrespondenz mit den NachDenkSeiten<\/strong><\/p><p>Die NachDenkSeiten freuen sich &uuml;ber Ihre Zuschriften, am besten in einer angemessenen L&auml;nge und mit einem eindeutigen Betreff.<\/p><p>Es gibt die folgenden E-Mail-Adressen:<\/p><ul>\n<li><a href=\"mailto:leserbriefe@nachdenkseiten.de\">leserbriefe(at)nachdenkseiten.de<\/a> f&uuml;r Kommentare zum Inhalt von Beitr&auml;gen.<\/li>\n<li><a href=\"mailto:hinweise@nachdenkseiten.de\">hinweise(at)nachdenkseiten.de<\/a> wenn Sie Links zu Beitr&auml;gen in anderen Medien haben.<\/li>\n<li><a href=\"mailto:videohinweise@nachdenkseiten.de\">videohinweise(at)nachdenkseiten.de<\/a> f&uuml;r die Verlinkung von interessanten Videos.<\/li>\n<li><a href=\"mailto:redaktion@nachdenkseiten.de\">redaktion(at)nachdenkseiten.de<\/a> f&uuml;r Organisatorisches und Fragen an die Redaktion.<\/li>\n<\/ul><p>Weitere Details zu diesem Thema finden Sie in unserer &bdquo;<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?page_id=47939\">Gebrauchsanleitung<\/a>&ldquo;.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><strong>Tobias Riegel<\/strong> kommentiert <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=128363\">hier<\/a> den wieder freigeschalteten sogenannten <a href=\"https:\/\/www.wahl-o-mat.de\/bundestagswahl2025\/app\/main_app.html\">Wahl-O-Mat der Bundeszentrale f&uuml;r politische Bildung<\/a>. Es sei ein &bdquo;fragw&uuml;rdiges Instrument zur Meinungsmache&ldquo;. Die Zusammenstellung der 38 Fragen hinterlasse auf allgemeiner Ebene einen &bdquo;willk&uuml;rlichen Eindruck&ldquo;. Die Fragen zu Aufr&uuml;stung, Krieg und Frieden seien unterbewertet. 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