{"id":128918,"date":"2025-02-19T10:00:32","date_gmt":"2025-02-19T09:00:32","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=128918"},"modified":"2026-01-27T11:50:06","modified_gmt":"2026-01-27T10:50:06","slug":"ulrike-guerot-ist-der-frieden-fuer-europa-zu-langweilig-geworden-teil-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=128918","title":{"rendered":"Ulrike Gu\u00e9rot: Ist der Frieden f\u00fcr Europa \u201ezu langweilig\u201c geworden? \u2013 Teil 2"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/www.ulrike-guerot.de\/\"><strong>Ulrike Gu&eacute;rot<\/strong><\/a> hat einen Verdacht. K&ouml;nnte es sein, dass f&uuml;r Europa der Frieden &bdquo;zu langweilig&ldquo; geworden ist? Im NachDenkSeiten-Interview mit <strong>Marcus Kl&ouml;ckner<\/strong> spricht die Politikwissenschaftlerin von einem &bdquo;Verrat&ldquo; Europas an seiner eigenen Identit&auml;t. Der Umgang Europas mit dem Krieg in der Ukraine l&auml;sst <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?tag=guerot-ulrike\">Gu&eacute;rot<\/a> zu einer Fundamentalkritik an der europ&auml;ischen Politik ansetzen. &bdquo;Ich hatte&ldquo;, sagt die Bestsellerautorin, &bdquo;zu Kriegsbeginn die Hoffnung, in ganz Europa w&uuml;rde die blaue Fahne mit den zw&ouml;lf gelben Sternen und einer Friedentaube gehisst&ldquo;. Doch &bdquo;stattdessen hingen in Windeseile an allen &ouml;ffentlichen Geb&auml;uden ukrainische Fahnen&ldquo;. Gu&eacute;rot spricht von der &bdquo;politischen und zivilisatorischen Kapitulation Europas&ldquo;. Ein Interview unter anderem &uuml;ber die aktuellen, durch die USA bedingten Entwicklungen, die Rede von J. D. Vance, das politische <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=127039\">Gro&szlig;vorhaben Kriegst&uuml;chtigkeit<\/a> und was man dagegen tun kann: &bdquo;Wenn jeder sich da wehrt, wo er ist, m&uuml;sste ein Krieg eigentlich ganz schnell vom Tisch sein.&ldquo; Den ersten Teil k&ouml;nnen Sie <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=128848\">hier auf den <em>NachDenkSeiten<\/em><\/a> lesen.<\/p><p><em>Dieser Beitrag ist auch als Audio-Podcast verf&uuml;gbar.<\/em><br>\n<!--more--><br>\n<\/p><div class=\"powerpress_player\" id=\"powerpress_player_5101\"><!--[if lt IE 9]><script>document.createElement('audio');<\/script><![endif]-->\n<audio class=\"wp-audio-shortcode\" id=\"audio-128918-1\" preload=\"none\" style=\"width: 100%;\" controls=\"controls\"><source type=\"audio\/mpeg\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/250219-Guerot-Frieden-fuer-Europa-zu-langweilig-Teil-2-NDS.mp3?_=1\"><\/source><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/250219-Guerot-Frieden-fuer-Europa-zu-langweilig-Teil-2-NDS.mp3\">https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/250219-Guerot-Frieden-fuer-Europa-zu-langweilig-Teil-2-NDS.mp3<\/a><\/audio><\/div><p class=\"powerpress_links powerpress_links_mp3\">Podcast: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/250219-Guerot-Frieden-fuer-Europa-zu-langweilig-Teil-2-NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_pinw\" target=\"_blank\" title=\"Play in new window\" onclick=\"return powerpress_pinw('https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?powerpress_pinw=128918-podcast');\" rel=\"nofollow\">Play in new window<\/a> | <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/250219-Guerot-Frieden-fuer-Europa-zu-langweilig-Teil-2-NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_d\" title=\"Download\" rel=\"nofollow\" download=\"250219-Guerot-Frieden-fuer-Europa-zu-langweilig-Teil-2-NDS.mp3\">Download<\/a><\/p><p><strong>Dieser Tage hat der neue US-Verteidigungsminister Pete Hegseth das Folgende <a href=\"https:\/\/x.com\/ZentraleV\/status\/1889775106206884013\">gesagt<\/a>: &bdquo;Aber wir m&uuml;ssen zun&auml;chst erkennen, dass die R&uuml;ckkehr zu den Grenzen der Ukraine von vor 2014 ein unrealistisches Ziel ist. Die Verfolgung dieses illusorischen Ziels wird den Krieg nur verl&auml;ngern und mehr Leid verursachen.&ldquo; Was sagen Sie dazu?<\/strong><\/p><p>Dass das Ergebnis jener schon erw&auml;hnten Verhandlungen vom April 2022, die vom Westen torpediert wurden, noch nahe an den ukrainischen Grenzen von 2014 gewesen w&auml;re. Es w&auml;re f&uuml;r die Ukraine damals eine &uuml;beraus vorteilhafte L&ouml;sung gewesen, aus heutiger Sicht geradezu paradiesisch. Und man stelle sich vor, wie viele Soldaten dem Tod oder der dauerhaften Kriegsverletzung entgangen w&auml;ren, h&auml;tte man den Krieg schon im April 2022 beendet. Dieser Krieg hat jedenfalls schon einmal zwei Jahre zu lange gedauert, und profitiert haben nur Rheinmetall und die amerikanische R&uuml;stungsindustrie. Vor allem f&uuml;r die ukrainische Bev&ouml;lkerung muss es beklemmend sein, das zu realisieren.<\/p><p><strong>Trump hatte fr&uuml;hzeitig gesagt, dass er den Krieg in der Ukraine beenden wolle. Viele freuen sich nun dar&uuml;ber. Ein schnelles Kriegsende w&auml;re sicherlich sehr erstrebenswert und Grund zur Freude. Dennoch: Ist es so einfach? <a href=\"https:\/\/x.com\/amconmag\/status\/1889675004121346536\">Hegseth hat auch Folgendes gesagt<\/a>: &bdquo;Es werden keine US-Truppen in die Ukraine entsendet.&rdquo; Allerdings: &bdquo;Alle Sicherheitsgarantien m&uuml;ssen durch europ&auml;ische und nichteurop&auml;ische Truppen unterst&uuml;tzt werden.&rdquo; Wie verstehen Sie das? Das hei&szlig;t doch im Grunde genommen, dass also Truppen, Soldaten in die Ukraine zur Friedenssicherung gesendet werden sollen. Wie auch immer dann die offizielle Bezeichnung sein wird: Am Ende w&uuml;rden so europ&auml;ische Soldaten &ndash; vermutlich auch deutsche &ndash; in der Ukraine stehen, das hei&szlig;t auf einem Boden, wo gerade noch Krieg gef&uuml;hrt wurde. Auch wenn diese Truppen keine &bdquo;NATO-Truppen&ldquo; w&auml;ren: Das erinnert etwas an einen Taschenspielertrick. Im Endeffekt w&auml;ren pl&ouml;tzlich offiziell Soldaten aus NATO-L&auml;ndern in der Ukraine. Was passiert hier? W&uuml;rden Sie das f&uuml;r unsere Leser bitte einordnen?<\/strong><\/p><p>In der Tat ist es ein Taschenspielertrick: Die USA ziehen sich zur&uuml;ck (sie haben ja strategisch und &ouml;konomisch alles bekommen, was sie durch den Krieg erreichen wollten, vor allem die deutlich erh&ouml;hte Abh&auml;ngigkeit Europas von den USA!), aber Europa bzw. die NATO soll in der Verantwortung f&uuml;r die milit&auml;rische Sicherung der Grenzen zu Russland und des geplanten Friedensabkommens bleiben. Ich pers&ouml;nlich halte davon gar nichts! Ich bin entgeistert &uuml;ber die kopflosen europ&auml;ischen Kommentare auf der M&uuml;nchener Sicherheitskonferenz zu Trumps Telefongespr&auml;ch mit Putin und der Absicht von Verhandlungen <a href=\"https:\/\/www.ulrike-guerot.de\/esprit-europeen\/03\">und habe dies am Samstag auf einer Friedensdemo in M&uuml;nchen auch ge&auml;u&szlig;ert<\/a>.<\/p><p>Fast scheint es, als m&ouml;chte Europa den Krieg gegen Russland und mithin die Spaltung des europ&auml;ischen Kontinents allein weitertreiben: Man m&ouml;ge sich stattdessen bitte an die europ&auml;ische Geschichte, Napoleon oder die Wehrmacht erinnern!<\/p><p>Alle reden jetzt von Grenzsicherung und &bdquo;Korridoren&ldquo;, in denen europ&auml;ische Truppen patrouillieren und Sicherheit garantieren sollen. F&uuml;r mich f&uuml;hrt eine solche Politik nur in eine Sackgasse! De facto verschieben wir die Berliner Mauer, &uuml;ber deren Fall wir 1989 doch so gl&uuml;cklich waren, nur um 1.362 Kilometer nach Osten und beginnen das gleiche Spiel einer Block-Konfrontation mit Russland.<\/p><p><strong>Was w&auml;re ein richtiger Ansatz?<\/strong><\/p><p>Die EU bzw. Europa m&uuml;sste meines Erachtens genau das Gegenteil machen: Es m&uuml;sste, wie damals nach dem Zweiten Weltkrieg, die Grenzz&auml;une abrei&szlig;en und zum Beispiel ein europ&auml;isch-russisches Jugendwerk nach dem Vorbild der deutsch-franz&ouml;sischen Auss&ouml;hnung gr&uuml;nden.<\/p><p><strong>Das Problem scheint aber auch, dass es aufseiten der baltischen Staaten noch immer gro&szlig;e Reserviertheit gegen&uuml;ber Russland gibt &ndash; um es zur&uuml;ckhaltend zu formulieren.<\/strong><\/p><p>Den baltischen Staaten m&uuml;sste geholfen werden, ihre einstigen Traumata mit dem stalinistischen Russland zu &uuml;berwinden und auf die europ&auml;ische Philosophie der Vers&ouml;hnung umzuschwenken. Kein Land sollte in Europa das Recht haben, seine Traumata auf ganz Europa zu &uuml;bertragen. Das aber ist es, was derzeit im Grunde passiert, denn die Politik der EU steht, auch personell, unter massivem Einfluss der baltischen Staaten. Ich w&uuml;nsche mir hier mehr Dialog und Austausch und ganz konkret kulturelle Arbeit, um diese Traumata aufzul&ouml;sen, die derzeit die ganze europ&auml;ische Politik blockieren.<\/p><p>Es gibt ein gro&szlig;artiges Buch von Laurent Gaudet, &bdquo;Nous, l&rsquo;Europe. Un Banquet des Peuples&ldquo;, das auch in <a href=\"https:\/\/www.medimops.de\/laurent-gaude-nous-l-europe-ou-le-banquet-des-peuples-taschenbuch-M02330121520.html?variant=UsedVeryGood&amp;creative=&amp;sitelink=&amp;gclid=CjwKCAiAtsa9BhAKEiwAUZAszdLuTExgqMJ3b0_MBWhfzEQ10tC1nUCbVj-BLGfD7rseFvMS9gGjqxoCK0MQAvD_BwE&amp;utm_source=PSM&amp;utm_medium=cpc&amp;utm_campaign=DE_BM_OUT_WEB_ALL_SHO_KOO-PMX_MR-5-6_&amp;gad_source=1&amp;gbraid=0AAAAABgZyMaBl5pFaGmI-EmKgLHlJal2X\">deutscher &Uuml;bersetzung vorliegt<\/a>. In diesem Buch, einem Epos, steht der sch&ouml;ne Satz, dass es gemeinsames Wissen und gemeinsame Geschichte in Europa ist, dass wir alle zugleich Opfer und Schl&auml;chter waren: <em>C&rsquo;est ce que nous partageons, c&rsquo;est ce nous &eacute;tions tous victime et bourreau &hellip;<\/em> Kein Land in Europa hat darum das Recht auf eine Opferrolle, aus der sich dauerhaft und konsequent nur eine europ&auml;ische Politikoption ableiten l&auml;sst, die politisch zementiert werden muss. Das gilt auch f&uuml;r die europ&auml;ische Politik mit Blick auf Russland.<\/p><p><strong>Das ist leicht gesagt &ndash; aber wahrscheinlich gar nicht so einfach umzusetzen.<\/strong><\/p><p>Es gibt eine <a href=\"https:\/\/youtu.be\/oORSX-G-SDo?si=IcF6F9uSbCRN42is\">Theatergruppe um den franz&ouml;sischen Regisseur Roland Auzet<\/a>, der aus dem Epos von Gaudet ein hervorragendes Theaterst&uuml;ck gemacht hat, mit rund 40 Schauspielern aus ganz Europa. Wenn wir statt Geldern f&uuml;r die NATO und Waffen Geld daf&uuml;r aufbringen k&ouml;nnten, um dieses Theaterst&uuml;ck an alle europ&auml;ischen Schulen zu bringen, w&uuml;rden wir meines Erachtens eine wichtige, l&auml;nder&uuml;bergreifende Diskussion &uuml;ber Urspr&uuml;nge und Folgen des Ukraine-Krieges sowie die Zukunft Europas beginnen k&ouml;nnen, vor allem unter jungen Leuten. Wir wissen in Europa, dass alles mit Kultur anf&auml;ngt und erst gegenseitiges Verst&auml;ndnis Vers&ouml;hnung und Gemeinsamkeit m&ouml;glich macht. Frieden schafft man durch V&ouml;lkerverst&auml;ndigung, nicht durch &bdquo;Korridore&ldquo; und mit Waffen und Stacheldraht gesicherte Grenzen!<\/p><p>Wir sollten auch in die bundesdeutsche Geschichte schauen und analysieren, warum eigentlich Konzepte f&uuml;r ein neutrales Deutschland damals gescheitert sind, z.B. nach dem Angebot durch die Stalin-Note von 1952. <a href=\"https:\/\/www.google.com\/aclk?sa=L&amp;ai=DChcSEwiXudmy68eLAxX0OwYAHTY4HKEYABAKGgJ3cw&amp;co=1&amp;gclid=CjwKCAiAtsa9BhAKEiwAUZAszZrREYUF3NAuVTGzvUM8NS7RifVht-lC67VMv8S_7FX-3BanUz5vShoCwK0QAvD_BwE&amp;cid=CAASJeRo-D151akpPww6YCwQrHnFEfpRiPxZdeMRL5CA1CAf-bXnRk8&amp;cce=1&amp;sig=AOD64_2X077CFALRxuiLti-bWFxJHqPNQg&amp;ctype=5&amp;q=&amp;ved=2ahUKEwiY6tCy68eLAxUASvEDHcriGHwQ9aACKAB6BAgGEBY&amp;adurl=\">Es gibt derzeit eine rege historische Forschung dar&uuml;ber<\/a>, dass es seit 1949 <a href=\"https:\/\/www.google.com\/url?sa=t&amp;source=web&amp;rct=j&amp;opi=89978449&amp;url=https:\/\/westendverlag.de\/Ulrike-Guerot-ueber-Halford-J.-Mackinders-Heartland-Theorie\/2248&amp;ved=2ahUKEwjC2dOX68eLAxXFW_EDHWFcAEkQFnoECBgQAQ&amp;usg=AOvVaw3KYQxL5Z1B194J7h31ejrF\">eigentlich ein amerikanisches Ansinnen war, ein neutrales Deutschland, dass sich mit Russland versteht, zu verhindern<\/a> und vor allem Deutschland in eine Politik der &bdquo;Westbindung&ldquo; zu treiben und dadurch eben abh&auml;ngig zu machen, unter anderem durch Strategien der Deindustrialisierung Deutschlands, wie wir sie derzeit ganz konkret erleben. Dazu gibt es eine <a href=\"https:\/\/youtu.be\/S7iNRPQXE40?si=3aIhg3JyZTXpWdOB\">Vielzahl an guten Analysen<\/a>.<\/p><p>Diese &bdquo;Westbindung&ldquo; erweist sich heute als Abh&auml;ngigkeitsfalle f&uuml;r ganz Europa, vor allem mit Blick auf die Ausgestaltung einer multipolaren Weltordnung. Europa hat derzeit kaum eine Chance, als eigenst&auml;ndiger Pol in einer multipolaren Welt zu agieren. Dabei sind wir der Kontinent, der seit dem Westf&auml;lischen Frieden von 1648 wei&szlig;, dass Frieden z.B. durch ein Gleichgewicht der M&auml;chte &ndash; und nicht durch unipolare Ambitionen! &ndash; gesichert wird, und wir sind seit Talleyrand oder F&uuml;rst Metternich der Kontinent der Diplomatie und der Verhandlungskunst.<\/p><p>Genau dies k&ouml;nnte und sollte ein emanzipiertes, souver&auml;nes und <em>postatlantisches<\/em> Europa in die Ausgestaltung einer multipolaren Welt einbringen! Was Europa jetzt tun sollte, anstatt &bdquo;milit&auml;rische Korridore&ldquo; zu sichern, ist, <a href=\"https:\/\/deutschlandneutral.de\/\">&uuml;ber ein <\/a><a href=\"https:\/\/deutschlandneutral.de\/\"><em>neutrales<\/em> Europa in der multipolaren Welt nachzudenken<\/a>, eine Art europ&auml;ische Schweiz! In so einer Zukunft k&ouml;nnte sich die ganze Vielfalt und das historische Erbe Europas entfalten! Ich pers&ouml;nlich glaube nicht an hegemoniale Anspr&uuml;che von Putin oder Russland, und an ein milit&auml;risches Ausgreifen von China glaube ich auch nicht. Die Empirie der Geschichte spricht dagegen. Das Aggressionspotenzial der Staaten, die in unserer beschr&auml;nkten Sichtweise au&szlig;erhalb der &bdquo;regelbasierten Ordnung&ldquo; stehen, wird meines Erachtens &uuml;bersch&auml;tzt. Europas Chance liegt im H&auml;nde-Ausstrecken in die multipolare Welt hinein, nicht darin, im Bett der USA mit den Amerikanern zu kuscheln in der Hoffnung, dass ein bisschen ihrer MAGA-Energie auf uns abstrahlt und uns dauerhaft rettet oder sch&uuml;tzt.<\/p><p><strong>Wie sieht es nun mit Deutschland und anderen europ&auml;ischen Staaten aus? Wie sehen Sie die Reaktionen auf die US-Politik?<\/strong><\/p><p>Wie bereits ausgef&uuml;hrt: Durch den &Uuml;berraschungscoup des Telefonates von Trump mit Putin einige Tage vor der M&uuml;nchener Sicherheitskonferenz und der Vorbereitungen von Verhandlungen zwischen Russland und den USA in Saudi-Arabien ist Europa oder die EU de facto enthauptet worden. Konsequenterweise rennt es jetzt kopflos wie ein Huhn herum. Es ist eine Trag&ouml;die f&uuml;r Europa, wenn es nicht eine Tragikom&ouml;die w&auml;re!<\/p><p><strong>Wie werden die USA in Zukunft unter Trump mit Europa umgehen?<\/strong><\/p><p>Nicht zimperlich! Das k&uuml;ndigt sich durch die Zollpolitik an. Die transatlantische Allianz ist zu einer Zwangsjacke f&uuml;r Europa geworden. Es w&auml;re eine wichtige Aufgabe, dar&uuml;ber eine breite Diskussion in ganz Europa zu beginnen. Die Wahlen am 23. Februar bieten daf&uuml;r ja eigentlich eine gute Gelegenheit, au&szlig;er dass diese Gelegenheit nicht genutzt wird. Dass die Merz-CDU atlantisch aufgestellt ist, ist ja klar. Aber auch die AfD scheint mir schlecht beraten in ihrem derzeitigen &Uuml;berschwang und ihrer Euphorie gegen&uuml;ber Donald Trump. Der Weg eines emanzipierten Europas &ndash; der einzige, durch den sich die wirtschaftlichen, sozialen und strategischen Verh&auml;ltnisse in Europa wirklich dauerhaft &auml;ndern w&uuml;rden &ndash; kann so jedenfalls nicht begangen werden!<\/p><p>Sorge bereitet mir, dass dieser Trend ein europ&auml;ischer ist. Fast k&ouml;nnte man sagen, dass die sogenannten populistischen Parteien in ganz Europa &ndash; fast alle au&szlig;er Viktor Orban &ndash; schon transatlantisch infiltriert oder unterwandwert werden, noch bevor sie an die Macht kommen. Dabei haben sie programmatisch einmal ganz anders angefangen. Der <em>Front National<\/em> in Frankreich zum Beispiel, heute das <em>Rassemblement<\/em>, aber auch die &ouml;sterreichische FP&Ouml; waren zum Beispiel in ihrer Anfangsphase sehr sozial, antikapitalistisch, anti-imperial, anti-EU, anti-USA und auch anti-Israel, wenn man das etwas lapidar so formulieren m&ouml;chte, hatten also eigentlich &bdquo;linke&ldquo; Positionen. Das hat sich unter Marine Le Pen seit 2011 schlagartig ge&auml;ndert: Sie ist jetzt f&uuml;r die EU, f&uuml;r den Euro, fliegt st&auml;ndig nach New York und Israel und das <em>Rassemblement<\/em>, vor allem die jungen Nachwuchspolitiker dort wie etwa Jordan Bardella, sind so transatlantisch ausgerichtet, wie es f&uuml;r das einst gaullistische Frankreich, das immer eine &Auml;quidistanz zwischen den USA und Russland suchte, wirklich auff&auml;llig ist. Dasselbe gilt f&uuml;r die FP&Ouml;, die derzeit die &ouml;sterreichische Diskussion &uuml;ber einen NATO-Beitritt &Ouml;sterreichs mitmacht, oder f&uuml;r Georgia Meloni in Italien. Nur deswegen, also aufgrund ihres Schwenks auf transatlantische Positionen, darf ihre Fratelli d&rsquo;Italia in der EU-Kommission mit einem Vize-Pr&auml;sidenten so einflussreich sein. Frau von der Leyen umgeht hier geschickt die Brandmauer, die die CDU doch eigentlich auf nationaler Ebene fordert.<\/p><p>Politisch hei&szlig;t das, dass es in ganz Europa derzeit keine nennenswerte politische Kraft &ndash; ja, nicht einmal eine Diskussion dar&uuml;ber! &ndash; zu geben scheint, die die Politik eines emanzipierten Europas und einer europ&auml;ischen Friedensordnung <em>mit <\/em>Russland in einer zuk&uuml;nftigen, multipolaren Welt auch nur thematisiert; nicht einmal die sogenannten populistischen Parteien, die ja eigentliche eine &bdquo;Alternative&ldquo; bieten wollen. F&uuml;r Europa scheint mir das zu diesem Zeitpunkt einer viel bem&uuml;hten &bdquo;Zeitenwende&ldquo; nahezu verh&auml;ngnisvoll. Eigentlich hei&szlig;t es, dass Europa genau diese Zeitenwende verpasst! In Europa &bdquo;wendet&ldquo; sich derzeit strukturell gar nichts &hellip;<\/p><p><strong>Jetzt gab es aber auch die Rede von J. D. Vance auf der Sicherheitskonferenz. Und es gibt wohl das Vorhaben von Trump, Abr&uuml;stungsgespr&auml;che mit Russland und China einzuleiten. Es ist noch nicht so einfach, die neue politische Ausrichtung der USA genau zu erfassen? Was sind Ihre Gedanken?<\/strong><\/p><p>Nun, die Rede von J. D. Vance war ja sehr umstritten. Sie wurde gemeinhin als &uuml;bergriffig gewertet, und ihr Inhalt, der ja ein schwerer Vorwurf war, wurde emp&ouml;rt zur&uuml;ckgewiesen: J. D. Vance hatte den Europ&auml;ern im Kern abgesprochen, dass es noch Meinungsfreiheit und Demokratie in Europa gebe. Ich pers&ouml;nlich halte es mit Oscar Wilde: <em>Good friends stubb you in the front. <\/em>Gute Freunde sagen dir die Wahrheit ins Gesicht und stechen dir nicht den Dolch in den R&uuml;cken. Gerade diejenigen, die sonst immer an den amerikanischen Lippen h&auml;ngen, wollten jedoch partout nicht verstehen, was J. D. Vance denn mit dem Verlust von Meinungsfreiheit und Demokratie in Europa meinen k&ouml;nnte. Dabei ist das wirklich nicht schwer zu verstehen, wenn man z.B. auf die Einschr&auml;nkungen der Meinungskorridore und den Demokratieabbau in der Bundesrepublik in den letzten Jahren schaut, z.B. durch fragw&uuml;rdige Straftatbest&auml;nde wie etwa &bdquo;Delegitimierung des Staates&ldquo; und &Auml;hnliches. Die Renitenz vor allem von Deutschland, hier Selbstkritik zuzulassen, ist tats&auml;chlich befremdend.<\/p><p><strong>Europa wurde immer als gro&szlig;es Friedensprojekt in der &Ouml;ffentlichkeit verkauft. In der Ukraine sind auf beiden Seiten Hunderttausende Soldaten auf dem Schlachtfeld get&ouml;tet worden, sind heute verst&uuml;mmelt oder traumatisiert. Von dem Leiden der Angeh&ouml;rigen ganz zu schweigen. Drei Jahre l&auml;uft dieser Krieg nun schon. Politiker versuchen, der &Ouml;ffentlichkeit zu erkl&auml;ren, dass es nicht anders geht. Wie sehen Sie das? Wo ist die Diplomatie?<\/strong><\/p><p>Ja, jeder der inzwischen rund 500.000 Gefallenen ist einer zu viel. Darum haben wir auf der Friedensdemo in M&uuml;nchen auch eine Schweigeminute eingehalten, denn noch hat sich niemand vor diesen toten Soldaten verneigt. Es ist mir ein R&auml;tsel, wie ausgerechnet Europa, das 70 Jahre die Erz&auml;hlung von &bdquo;nie wieder Krieg&ldquo; aufrecht gehalten hat, das Sch&uuml;lerkohorten zu den Soldatenfriedh&ouml;fen im Elsass gekarrt hat, das fr&uuml;her in Schulen den Film &bdquo;Die Br&uuml;cke&ldquo; gezeigt hat und das noch 2014 &ndash; also vor nur zehn Jahren! &ndash; mit viel Pomp die Erinnerung an 100 Jahre Erster Weltkrieg begangen hat, wie ausgerechnet dieses Europa und seine Gesellschaften wieder so einen Anflug von Kriegsl&uuml;sternheit haben konnte, anstatt besonnen zu reagieren. Fast so, als ob der Friede zu langweilig geworden sei. Die Geschwindigkeit, mit der die Russophobie mobilisiert werden konnte &ndash; &bdquo;<em>der<\/em> Russe ist wieder da&ldquo; &ndash; hat mich nachgerade erschrocken.<\/p><p>Ich muss zugeben, ich dachte, das heutige Europa sei davor gefeit. Ich dachte, Europa sei doch der Kontinent, auf dem jeder in der Schule das ber&uuml;hmte Liebknecht-Zitat gelernt h&auml;tte <em>&bdquo;F&uuml;r den Kapitalismus sind<\/em> <em>Krieg<\/em> <em>und Frieden Gesch&auml;ft und nichts als Gesch&auml;ft&ldquo;. <\/em>Und ich hatte zu Kriegsbeginn die Hoffnung, in ganz Europa w&uuml;rde die blaue Fahne mit den zw&ouml;lf gelben Sternen und einer Friedentaube gehisst. Stattdessen hingen in Windeseile an allen &ouml;ffentlichen Geb&auml;uden ukrainische Fahnen, und man konnte kaum mit der Kreditkarte etwas kaufen, ohne eine Zwangsspende f&uuml;r die Ukraine zu machen. Diesen Verrat an der europ&auml;ischen Hymne &ndash; Beethovens 9. Sinfonie <em>&bdquo;Alle Menschen werden Br&uuml;der<\/em>&ldquo; &ndash; und mithin an seiner ureigenen Identit&auml;t wird Europa meines Erachtens bitter bereuen und obendrein teuer bezahlen, z.B. damit, dass es jetzt zwar Diplomatie geben wird, aber ohne Europa. Was bleibt von Europa, wenn es einen seiner Wesenskerne aus der Hand gegeben hat? Wir werden es ergr&uuml;nden m&uuml;ssen!<\/p><p><strong>NATO-Generalsekret&auml;r Mark Rutte sagte vor Kurzem, wir m&uuml;ssten eine &bdquo;Kriegsmentalit&auml;t&ldquo; entwickeln. Die deutsche Politik forciert mit viel Energie das Gro&szlig;vorhaben &bdquo;Kriegst&uuml;chtigkeit&ldquo;. Was passiert hier?<\/strong><\/p><p>Ich finde die <a href=\"https:\/\/www.google.com\/aclk?sa=L&amp;ai=DChcSEwiv9qTb3siLAxWEPgYAHR1QHPwYABADGgJ3cw&amp;co=1&amp;gclid=CjwKCAiAtsa9BhAKEiwAUZAszfgdIxoadPPKXfm5JiPUcAt5y7QXDLqYl0j02HFzgNc1LAxaZ3vN2RoCrE4QAvD_BwE&amp;cce=1&amp;sig=AOD64_1gcQheU-B2TWXIknDYK6Pz9oFBJw&amp;ctype=5&amp;q=&amp;ved=2ahUKEwj-qZ7b3siLAxXvR_EDHZH-HhgQ9aACKAB6BAgHEB0&amp;adurl=\">Analyse<\/a> von Emmanuel Todd sehr schl&uuml;ssig, der in seinem Buch &bdquo;Der Westen im Niedergang&ldquo; die Psychologie und den Nihilismus bem&uuml;ht. Im Kern sagt Todd &ndash; sehr verk&uuml;rzt &ndash;, dass der Westen sich unbewusst seiner Schuld bewusst ist, mit Blick auf seine eigenen Werte und Ziele &ndash; vor allem Frieden und Gerechtigkeit &ndash; so kolossal versagt zu haben, dass er jetzt in die Zerst&ouml;rung getrieben wird, weil diese Schuld schambesetzt ist und nicht eingestanden werden kann, denn sie ist zu gro&szlig;!<\/p><p>Europa, der sch&ouml;ne, der reiche, der aufgekl&auml;rte Kontinent mit seiner facettenreichen Geschichte und seinem &auml;sthetischen Anspruch hat es trotz seines kulturellen, wirtschaftlichen und intellektuellen Reichtums nicht vermocht, eine friedliche und sozial gerechte Gesellschaft hervorzubringen. Die europ&auml;ischen Gesellschaften und Kulturen sind, das kann jeder wache Geist irgendwie sp&uuml;ren, heute gleichsam verfault. In dieser Situation w&auml;hlt Europa, so Todd, die Selbstzerst&ouml;rung in Form von Kriegstreiberei. Die faktische Zerst&ouml;rung oder auch nur der wirtschaftliche und soziale Niedergang kann dann einem &auml;u&szlig;eren Feind, eben Putin, als S&uuml;ndenbock in die Schuhe geschoben werden, der deswegen passenderweise schon als neuer &bdquo;Hitler&ldquo; aufgebaut wird. Ich pers&ouml;nlich finde das eine &uuml;berzeugende Analyse.<\/p><p><strong>Was k&ouml;nnen die B&uuml;rger, die gegen die Kriegst&uuml;chtigkeit und f&uuml;r Frieden mit Russland sind, tun? Welche M&ouml;glichkeiten sehen Sie?<\/strong><\/p><p><em>Nein<\/em> sagen. <a href=\"https:\/\/youtu.be\/eb5E2_N1dWE?si=REjY7tji-vRzqS6W\">Einfach <em>nein<\/em> sagen!<\/a> Ich finde, es wird wieder Zeit f&uuml;r den einstigen Sponti-Spruch der Gr&uuml;nen, die heute leider olivgr&uuml;n sind: <em>&bdquo;Stell dir vor, es ist Krieg und keiner geht hin&ldquo;.<\/em><\/p><p>Konkret hie&szlig;e das, die deutschen Universit&auml;ten wehren sich dagegen, &bdquo;<em>Dual Use&ldquo;<\/em>-Forschung zuzulassen und die sogenannten &bdquo;Friedensklauseln&ldquo; abzuschaffen. Die Schulen, Lehrerkollegien oder Eltern wehren sich gegen Gefreite im Unterricht; St&auml;dte, Gemeinden und Verkehrsbetriebe verbieten Werbung der Bundeswehr im &ouml;ffentlichen Raum, zum Beispiel an Bushaltestellen. Ganz pervers, wenn ich das einschieben darf, finde ich es im &Uuml;brigen, dass derzeit meist mit jungen h&uuml;bschen Frauen in Uniform geworben wird: Die Feministinnen sollten sich gegen diese Perversion des Feminismus wehren! Die Kirchen sollten laut werden, Kommunen sollten Pl&auml;ne boykottieren, etwa Parkh&auml;user in Bunker umzubauen usw. usw. Wenn jeder sich da wehrt, wo er ist, m&uuml;sste ein Krieg eigentlich ganz schnell vom Tisch sein. Schon Immanuel Kant schrieb in seiner Schrift <em>&bdquo;Zum Ewigen Frieden<\/em>&ldquo;, dass sich B&uuml;rger selbst nie f&uuml;r einen Krieg entscheiden w&uuml;rden, sondern immer nur ihre Regenten, weil sie den Preis f&uuml;r den Krieg meist nie pers&ouml;nlich bezahlen. Darf ich zitieren?<\/p><p><strong>Bitte, gerne.<\/strong><\/p><blockquote><p>\n&bdquo;<em>Wenn (wie es in dieser Verfassung nicht anders sein kann) die Bestimmung der Staatsb&uuml;rger dazu erfordert wird, um zu beschlie&szlig;en, ob Krieg sein solle, oder nicht, so ist nichts nat&uuml;rlicher, als da&szlig;, da sie alle Drangsale des Krieges &uuml;ber sich selbst beschlie&szlig;en m&uuml;ssen, die Kosten des Krieges aus ihrer Habe herzugeben; die Verw&uuml;stungen, die er hinter sich l&auml;&szlig;t, k&uuml;mmerlich zu verbessern; zum &Uuml;berma&szlig;e des &Uuml;bels endlich noch eine den Frieden selbst verbittende, nie (wegen naher, immer neuer Kriege), sie sich sehr bedenken werden, ein so schlimmes Spiel anzufangen. (&hellip;)<\/em><\/p>\n<p><em>Dahingegen in einer Verfassung, wo der Untertan nicht Staatsb&uuml;rger, die also nicht republikanisch ist, ist es die unbedenklichste Sache von der Welt (&hellip;), weil das Oberhaupt nicht Staatsgenosse, sondern Staatseigent&uuml;mer ist, an seinen Tafeln, Jagden, Lustschl&ouml;ssern, Hoffesten u. dgl. durch den Krieg nicht das mindeste einb&uuml;&szlig;t, diesen also wie eine Art Lustpartie aus unbedeutenden Ursachen beschlie&szlig;en und der Anst&auml;ndigkeit wegen dem dazu allezeit fertigen diplomatischen Korps die Rechtfertigung desselben gleichg&uuml;ltig beschlie&szlig;en kann.&ldquo;<\/em>\n<\/p><\/blockquote><p>Und die Deutschen sind doch stolz auf Kant, oder nicht?<\/p><p><em>Lesetipp:<\/em><\/p><ul>\n<li><em>Ulrike Gu&eacute;rot: <a href=\"https:\/\/www.buchkomplizen.de\/buecher\/politik\/ueber-halford-j-mackinders-heartland-theorie.html\">&Uuml;ber Halford J. Mackinders Heartland-Theorie. Der geografische Drehpunkt der Geschichte<\/a>. Neu-Isenburg 2024, Westend Verlag, 128 Seiten, gebundene Ausgabe, ISBN 978-3-86489-496-1, 16 Euro.<\/em><\/li>\n<li><em>Ulrike Gu&eacute;rot: <a href=\"https:\/\/www.buchkomplizen.de\/buecher\/zeitenwenden.html\">ZeitenWenden. Zur geistigen Situation der Gegenwart.<\/a> Neu-Isenburg, Westend Verlag Neuerscheinung 19. Mai 2025, 144 Seiten, gebundene Ausgabe, ISBN 978-3-86489-485-5, 20 Euro.<\/em><\/li>\n<\/ul><p><small>Titelbild: Carmela Negrete Navarro<\/small><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/vg08.met.vgwort.de\/na\/c20a0d152c0245f3915e10d33225887a\" width=\"1\" height=\"1\" alt=\"\"><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/www.ulrike-guerot.de\/\"><strong>Ulrike Gu&eacute;rot<\/strong><\/a> hat einen Verdacht. K&ouml;nnte es sein, dass f&uuml;r Europa der Frieden &bdquo;zu langweilig&ldquo; geworden ist? Im NachDenkSeiten-Interview mit <strong>Marcus Kl&ouml;ckner<\/strong> spricht die Politikwissenschaftlerin von einem &bdquo;Verrat&ldquo; Europas an seiner eigenen Identit&auml;t. Der Umgang Europas mit dem Krieg in der Ukraine l&auml;sst <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?tag=guerot-ulrike\">Gu&eacute;rot<\/a> zu einer Fundamentalkritik an der europ&auml;ischen Politik ansetzen. &bdquo;Ich<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=128918\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":13,"featured_media":122798,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[169,107,170,209],"tags":[3240,1101,1120,3204,918,1309,3276,1977],"class_list":["post-128918","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-aussen-und-sicherheitspolitik","category-audio-podcast","category-friedenspolitik","category-interviews","tag-diplomatische-verhandlungen","tag-europaeischer-gedanke","tag-friedensbewegung","tag-guerot-ulrike","tag-kulturlandschaft","tag-muenchner-sicherheitskonferenz","tag-multipolare-welt","tag-transatlantische-partnerschaft"],"jetpack_featured_media_url":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/Interview_Guerot.jpeg","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/128918","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/13"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=128918"}],"version-history":[{"count":8,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/128918\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":128955,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/128918\/revisions\/128955"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/122798"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=128918"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=128918"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=128918"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}