{"id":128923,"date":"2025-02-19T11:00:43","date_gmt":"2025-02-19T10:00:43","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=128923"},"modified":"2025-02-19T12:02:20","modified_gmt":"2025-02-19T11:02:20","slug":"einmal-volldanken-wie-ein-autominister-zur-freude-der-oellobby-das-verbrenner-aus-verschleppt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=128923","title":{"rendered":"Einmal Volldanken! Wie ein Autominister zur Freude der \u00d6llobby das Verbrenner-Aus verschleppt"},"content":{"rendered":"<p>Bis zum Jahr 2035 sollen Benziner und Diesel von Europas Stra&szlig;en verschwunden sein. Verkehren d&uuml;rfen dank deutscher Intervention aber weiterhin Autos mit synthetischem Treibstoff. Dabei f&auml;hrt die Industrie auf die Technologie gar nicht ab, weil viel zu teuer und ineffektiv. Die Mineral&ouml;llobby freut sich trotzdem und baut guten Mutes auf eine fossile Zukunft bis zum letzten Tropfen. Prognose: Das l&auml;uft &ndash; wie geschmiert. Von <strong>Ralf Wurzbacher<\/strong>.<br>\n<!--more--><br>\nLobbyismus ist, wenn auch noch der gr&ouml;bste Unfug zwecks Profitmaximierung auf der politischen Agenda landet. Sogenannte E-Fuels sind grober Unfug. Eine Technologie, zwar nicht von gestern, aber ganz bestimmt nicht f&uuml;r morgen, sondern schlicht zum Vergessen. Experten sind sich einig: Die auf Basis von Wasserstoff und sehr viel Strom erzeugten synthetischen Kraftstoffe sind ineffizient, teuer und in puncto Klimawende ein echter Rohrkrepierer. Stefanie Langkamp von der <a href=\"https:\/\/www.klima-allianz.de\/\">Klima-Allianz Deutschland<\/a> brachte es auf den Punkt: <a href=\"https:\/\/www.klima-allianz.de\/presse\/meldung\/metastudie-e-fuels-keine-alternative-zum-verbrenner-aus\">&bdquo;E-Fuels im Pkw-Bereich sind eine Fata Morgana und definitiv keine Alternative zu E-Autos.&ldquo;<\/a><\/p><p>Der Dachverband vertritt mehr als 150 Mitgliedsorganisationen, darunter Gewerkschaften, Umwelt- und Verbrauchersch&uuml;tzer, Initiativen f&uuml;r Entwicklungshilfe, Bildung, Kultur, Gesundheit, Jugend und Soziales. In seinem Auftrag hat das Forum &Ouml;kologisch-Soziale Marktwirtschaft (F&Ouml;S) eine <a href=\"https:\/\/www.klima-allianz.de\/fileadmin\/user_upload\/Dateien\/Daten\/Publikationen\/Hintergrund\/2025-02-07_eFuels_Metastudie_FOES_Klima-Allianz_Deutschland.pdf\">Metastudie<\/a> zu Nutzen und Zukunftsf&auml;higkeit von E-Fuels erstellen lassen, die vor zwei Wochen vorgestellt wurde. Die Befunde sind eindeutig: Auch mit horrenden staatlichen Zusch&uuml;ssen werde es &bdquo;bis 2035 nicht genug E-Fuels geben, um einen relevanten Beitrag zu den Klimazielen zu leisten&ldquo;. Selbst bei entsprechender F&ouml;rderung w&uuml;rden die so betriebenen Fahrzeuge im Jahr 2050 &bdquo;nur eine marginale Rolle spielen&ldquo;.<\/p><p><strong>Deutschland schafft Schlupfloch<\/strong><\/p><p>Eigentlich ist das nichts Neues, sondern nur die Zusammenfassung dessen, was Forscher zuvor bereits in &uuml;ber 20 Gutachten ermittelt hatten. Erstens: E-Fuels sind in der Herstellung extrem ressourcenaufwendig. Mit einem Wirkungsgrad von lediglich &bdquo;13 bis 16 Prozent&ldquo; k&ouml;nnten bei Einsatz derselben Menge Strom rund sechsmal so viele E-Autos wie E-Fuel-Verbrenner betrieben werden. Zweitens: Sie sind klimasch&auml;dlich. &Uuml;ber den gesamten Lebenszyklus hinweg (Produktion, Betrieb und Entsorgung) entstehen bei E-Autos rund 40 bis 50 Prozent weniger CO&#8322;-Emissionen als bei E-Fuels. Drittens: Sie sind umwelt- und gesundheitssch&auml;dlich. Bei anderen Luftschadstoffen schneiden sie ebenfalls schlechter ab als Elektroautos.<\/p><p>Aber so klar die Dinge aus wissenschaftlicher Sicht liegen, so unklar ist die Sache auf Ebene der Politik. Die Europ&auml;ische Union (EU) hat sich das Ziel gesteckt, ab dem Jahr 2035 nur noch Neuwagen zuzulassen, die im Betrieb kein CO&#8322; mehr aussto&szlig;en. Den Beschluss fasste der Ministerrat im Fr&uuml;hjahr 2023. Allerdings hatte Deutschland zum Unmut vieler anderer EU-Staaten einen Satz in das Abschlussdokument hineinverhandelt, der dem eigentlich fortschrittlichen Projekt einen h&auml;sslichen Kratzer verpasste. Dieser lautet: &bdquo;Autos, die ausschlie&szlig;lich mit sogenannten E-Fuels betankt werden, d&uuml;rfen auch nach 2035 noch zugelassen werden.&ldquo; Was davor kaum einer f&uuml;r m&ouml;glich gehalten hatte, war pl&ouml;tzlich verbrieft &ndash; ein Schlupfloch f&uuml;r E-Fuels, die kaum einer will und die Welt nicht braucht.<\/p><p><strong>Porsche Gate<\/strong><\/p><p>Aber Kapitalisten folgen nicht dem gesunden Menschenverstand, der Vernunft oder der Maxime, Mensch und Natur zu bewahren, sondern allein Mammon, dem G&ouml;tzen des Geldes. Und sie befehligen Heerscharen an Lobbyisten, die diesen Glauben verbreiten, bevorzugt unter politischen Entscheidern. Beim Thema E-Fuels hat die m&auml;chtige Mineral&ouml;llobby vor allem bei der FDP angedockt. Das ging damit los, dass auf Betreiben der deutschen Autoindustrie dieser Passus in den <a href=\"https:\/\/www.spd.de\/fileadmin\/Dokumente\/Koalitionsvertrag\/Koalitionsvertrag_2021-2025.pdf\">Koalitionsvertrag der Ampel<\/a> Eingang fand: &bdquo;Au&szlig;erhalb des bestehenden Systems der Flottengrenzwerte setzen wir uns daf&uuml;r ein, dass nachweisbar nur mit E-Fuels betankbare Fahrzeuge neu zugelassen werden k&ouml;nnen.&ldquo; Im O-Ton &uuml;berliefert ist, wie Porsche-Boss Oliver Blume sich vor seinen Mitarbeitern damit br&uuml;stete, welche Rolle dabei sein guter Draht zum damaligen Bundesfinanzminister spielte. &bdquo;Der Christian Lindner hat mich in den letzten Tagen fast st&uuml;ndlich auf dem Laufenden gehalten.&ldquo; Die Inhalte mehrerer SMS und Telefonate, in denen sich Blume und Lindner mutma&szlig;lich dar&uuml;ber abgestimmt haben, wie sie mit dem <a href=\"https:\/\/www.stern.de\/politik\/deutschland\/-porschegate--christian-lindner-schrieb-sms-an-porsche-boss-blume-32604096.html\">PR-Desaster<\/a> um eine m&ouml;gliche Einflussnahme bei den Koalitionsverhandlungen umgehen sollen, wurden bis heute nicht herausger&uuml;ckt. Der Fall sorgte seinerzeit unter dem Schlagwort &bdquo;Porsche Gate&ldquo; wenigstens f&uuml;r ein paar Wochen f&uuml;r Aufregung, die sich dann aber rasch wieder legte.<\/p><p>Aber hinter den Kulissen kungelten die Lobbyisten eifrig weiter, denn die gr&ouml;&szlig;ere Herausforderung stand erst noch bevor &ndash; ein E-Fuel-Freibrief f&uuml;r Europa. Der <em>Spiegel<\/em> hat die Vorg&auml;nge in einem lesenswerten Beitrag unter dem Titel <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/auto\/e-fuels-das-vergiftete-versprechen-vom-wundersprit-a-e0766757-c734-483c-8003-4b3d5c39545f\">&bdquo;Das vergiftete Versprechen vom Wundersprit&ldquo;<\/a> (hinter Bezahlschranke) nacherz&auml;hlt. Im Zentrum steht dabei der Bundesverband EnergieMittelstand e.V. <a href=\"https:\/\/www.uniti.de\/\">UNITI<\/a>, der gem&auml;&szlig; Eigendarstellung hierzulande &bdquo;rund 90 Prozent des mittelst&auml;ndischen Energiehandels&ldquo; repr&auml;sentiert. Zu seiner Klientel z&auml;hlen insbesondere Tankstellenbetreiber und Verk&auml;ufer von Heiz&ouml;l und Brennstoffen. Sie geh&ouml;ren damit einer Branche an, f&uuml;r die das nahende Verbrenner-Aus ein &bdquo;Albtraum&ldquo; sei, wie das Nachrichtenmagazin schreibt.<\/p><p><strong>Greenwashing<\/strong><\/p><p>Gegen den Ende 2019 durch die EU-Kommission ausgerufenen European Green Deal hat UNITI inzwischen allerlei Gesch&uuml;tze aufgefahren. Ausgangspunkt war die Gr&uuml;ndung der <a href=\"https:\/\/www.efuel-alliance.eu\/de\/\">eFuel Alliance<\/a>, eines Verbunds Dutzender Unternehmen aus verschiedensten Sektoren, mit dabei &Ouml;lkonzerne wie ExxonMobil, Repsol oder Eni, Autozulieferer wie Bosch oder Mahle, dazu Siemens, die Lufthansa, der ADAC und eben Porsche. Deren aller Ziel war und ist es, den Regierenden in Berlin und Br&uuml;ssel eine praktisch hoffnungslose Technologie als tollste und gr&uuml;nste Errungenschaft des Planeten beizubiegen, nach dem Motto: &bdquo;umwelt- und klimaschonend&ldquo;, &bdquo;schnell und vielseitig&ldquo;, &bdquo;nutzerfreundlich und komfortabel&ldquo;, alles Anspr&uuml;che also, die E-Fuels gerade nicht erf&uuml;llen.<\/p><p>Ganz egal. Jedenfalls setzte man neben der &uuml;blichen politischen Netzwerkerei auch auf die &Ouml;ffentlichkeit, dabei selbst auf den Faktor Stra&szlig;e in der Absicht, &bdquo;die Klimabewegung t&ouml;dlich (zu) umarmen&ldquo;. Nach Recherchen von <a href=\"https:\/\/www.lobbycontrol.de\/aus-der-lobbywelt\/e-fuels-dreiste-lobbykampagne-gegen-das-verbrenner-aus-119735\/\">LobbyControl<\/a>, ein Verein, der sich der Aufkl&auml;rung &uuml;ber Lobbying, PR-Kampagnen und Denkfabriken verschrieben hat, warb UNITI willige Hampelm&auml;nner &uuml;ber ein Jobportal an, schickte sie im Sommer 2021 mit Trillerpfeifen und Pappschildern vor den Bundestag und lie&szlig; sie &bdquo;E-Fuels for Future&ldquo; und &bdquo;Klimaschutz k&ouml;nnte man tanken&ldquo; skandieren.<\/p><p><strong>Wissing umgepolt<\/strong><\/p><p>Hinter dem Marketingfeldzug steht unter anderem die Beratungsgesellschaft <a href=\"https:\/\/www.vbcoll.de\/\">Von Beust &amp; Coll.<\/a>, gegr&uuml;ndet vom ehemaligen Hamburger B&uuml;rgermeister Ole von Beust (CDU). Anfangs soll er die Gesch&auml;fte der eFuel Alliance pers&ouml;nlich gef&uuml;hrt haben, seine Firma stelle bis heute Personal und B&uuml;ror&auml;ume, so der <em>Spiegel<\/em>. Inzwischen habe er sich beruflich zur&uuml;ckgezogen und wolle sich zum Fall nicht &auml;u&szlig;ern. F&uuml;r &bdquo;gute&ldquo; Argumente schickte die Allianz au&szlig;erdem einen &bdquo;wissenschaftlichen Beirat&ldquo; in die B&uuml;tt, dem etwa der Regensburger Energiesystemforscher Michael Sterner angeh&ouml;rte. Dieser sieht sich als Teil der Klimabewegung, nach seinem Geschmack eignen sich E-Fuels aber gar nicht f&uuml;r den Einsatz im Individualverkehr, sondern als Mittel, &uuml;bersch&uuml;ssigen Strom, etwa von Windr&auml;dern oder Solarmodulen, zu speichern. Die Allianz wollte so etwas nat&uuml;rlich nicht h&ouml;ren und pr&auml;sentierte Sterner blo&szlig; als Feigenblatt, der das in knapp zwei Jahren Ehrenamt mit sich machen lie&szlig;. Zitat: &bdquo;Es gab nie ein Treffen, an dem ich teilgenommen habe.&ldquo;<\/p><p>Auch das: ganz egal. Denn mittlerweile standen E-Fuels immerhin schon auf der To-Do-Liste der Bundesregierung. Und mit dem anfangs noch betont skeptischen Bundesverkehrsminister Volker Wissing (FDP) hatte der Lobbyistenclub quasi &uuml;ber Nacht einen leidenschaftlichen F&uuml;rsprecher f&uuml;r sich gewonnen. Dann folgte die Zeit der Anbahnung des gro&szlig;en Showdowns im EU-Hauptquartier. Nach <em>Spiegel<\/em>-Erkenntnissen trafen Abgesandte der Mineral&ouml;lbranche zwischen Mai 2022 und Februar 2024 mindestens 18 Mal mit Vertretern des Wissing-Ministeriums zusammen, auch mit ihm pers&ouml;nlich. &bdquo;Die Behandlung wirkte offenbar: Den seltsamen Satz von E-Fuels-only-Fahrzeugen trug Wissing schon bald vor wie ein Mantra.&ldquo; Genau diese Merkw&uuml;rdigkeit, dass Verbrennerfahrzeuge, die ausschlie&szlig;lich E-Fuels tanken, auch nach 2035 vertrieben werden k&ouml;nnen, wurde schlie&szlig;lich von Br&uuml;ssel beschlossen und in die entsprechende Verordnung gepackt. Ohne diese Ausnahme w&auml;re das davor m&uuml;hsam verhandelte Verbrenner-Aus gescheitert, weil Deutschland dann nicht mitgestimmt h&auml;tte. Die Drohung hat gewirkt und die &Ouml;llobby einen wichtigen Sieg errungen.<\/p><p><strong>Halber Sieg<\/strong><\/p><p>Aber war dies auch ein Sieg auf ganzer Linie? Noch nicht. Denn tats&auml;chlich ist die deutsche Autoindustrie an synthetischen Brennstoffen gar nicht so brennend interessiert. Um wirklich nur E-Fuel-kompatibel zu sein, m&uuml;ssten die Flotten aufw&auml;ndig umgebaut werden, was teuer und angesichts der ohnehin absehbar geringen Absatzzahlen nicht lohnend w&auml;re. Lukrativ w&auml;re das Gesch&auml;ft f&uuml;r die Autobauer allenfalls dann, wenn sich alle Bestandsfahrzeuge ohne Umbau mit dem Zeug betanken lie&szlig;en, was schon heute technisch m&ouml;glich ist. F&uuml;r Porsche etwa k&ouml;nnte sich laut <em>Spiegel<\/em> der Kunstsprit dann durchaus rentieren, durch Einsatz im Rennsport oder um Liebhabern alter Modelle ein besseres, gr&uuml;nes Fahrgef&uuml;hl zu vermitteln, wof&uuml;r diese auch gerne f&uuml;nf Euro pro Liter hinbl&auml;ttern w&uuml;rden. Daraus wird aber (vorerst) nichts, weil die EU-Verordnung lediglich auf Neuwagen zielt.<\/p><p>Wozu also der ganze Aufriss, wenn es f&uuml;r die Technologie augenscheinlich gar keine Kapazit&auml;ten und in Zukunft auch keinen Markt gibt? Hier kommt die Zeit ins Spiel. Bis 2035 vergeht noch eine ganze Dekade, in der noch viel passieren kann, sprich: in der man den Verbrauchern das E-Auto auch wieder ausreden kann. Die Absatzzahlen sind hierzulande schon eingebrochen, noch ehe &uuml;berhaupt ein echter Boom eingetreten war. Es geht also mindestens darum zu verz&ouml;gern und im &bdquo;besten&ldquo; Fall darum, die Uhr zur&uuml;ckzudrehen. &bdquo;Allein, wenn in der &ouml;ffentlichen Debatte immer wieder &uuml;ber das E-Fuels-Versprechen gesprochen wird, hat das Wirkung&ldquo;, konstatiert LobbyControl. So lange der Eindruck bestehen bleibe, &bdquo;dass Verbrenner zuk&uuml;nftig mit E-Fuels betankt werden k&ouml;nnen, kann das Kaufentscheidungen und auch politische Meinungen beeinflussen&ldquo;.<\/p><p><strong>Trojanisches Pferd<\/strong><\/p><p>E-Fuels sind in dieser Perspektive nur ein Trojanisches Pferd, um dem Normalverbrenner, also Benzin- und Dieselschleudern, ein l&auml;ngeres Dasein zu garantieren, bis sp&auml;testens zu dem fernen Tage, an dem die Erde kein &Ouml;l mehr ausspuckt. &bdquo;Wahrscheinlicher handelt es sich um eine Strategie, um Verwirrung zu stiften und den Wandel zu Elektroautos zu verz&ouml;gern&ldquo;, gab der <em>Spiegel<\/em> Lucien Mathieu von der Umweltorganisation Transport &amp; Environment in Br&uuml;ssel wieder. Jedes Mal, wenn die Diskussion um E-Fuels neu er&ouml;ffnet werde, w&uuml;rden Investitionen in die Elektrifizierung aufgehalten. Energiesystemforscher Sterner nennt den k&uuml;nstlichen Sprit eine &bdquo;attraktive Legitimation, das Verbrenner-Aus infrage zu stellen&ldquo;.<\/p><p>Das geschieht seit geraumer Zeit immer h&auml;ufiger und immer schriller. Zuletzt haben Autoverb&auml;nde und konservative Politiker massiv in diese Richtung agitiert. Zu den Quertreibern geh&ouml;rt neben den Liberalen l&auml;ngst auch die EVP-Fraktion im EU-Parlament, die als st&auml;rkste Kraft in Stra&szlig;burg erheblichen Druck auf die EU-Kommission aus&uuml;bt. Und siehe da: Bei ihrer Bewerbungsrede zur Wiederwahl als Kommissionspr&auml;sidentin hatte Ursula von der Leyen (CDU) durchblicken lassen, die getroffenen Regeln mithin wieder aufzuweichen. Schon im Februar 2024 hatte sie erkl&auml;rt, dass es bis 2026 ohnehin eine <a href=\"https:\/\/www.auto-motor-und-sport.de\/verkehr\/eu-klimaziel-plan-fit-for-55-kein-verbrenner-aus-e-fuel\/\">Bestandsaufnahme und &Uuml;berpr&uuml;fung<\/a> des Gesetzes geben werde.<\/p><p>Die FDP hat in diesem Sinne fraglos einiges in Bewegung gesetzt. Auf ihrem Parteitag im Fr&uuml;hjahr 2024 hatten sich Wissing und Finanzminister Lindner ohne Scham vor einem UNITI-Plakat ablichten lassen: Aufschrift: &bdquo;Freie Fahrt f&uuml;r E-Fuels&ldquo;. Kurz darauf erhielt die Partei vom selben Verband eine <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/parteienfinanzierung-kraftstoff-lobby-spendet-50-000-euro-an-die-fdp-a-8f981fa6-258a-49fb-9a68-021e4ace2be9\">Spende &uuml;ber 50.000 Euro<\/a>. Auch Friedrich Merz (CDU) hat schon einmal vor demselben Plakat posiert. Er ist demn&auml;chst vielleicht Bundeskanzler. &bdquo;F&uuml;r die E-Fuels-Lobby ist das wom&ouml;glich ein Geschenk&ldquo;, bemerkte der <em>Spiegel<\/em>. Aber wer dankt dann wohl wem?<img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/vg06.met.vgwort.de\/na\/ddaff92240394072b30238d6029e32c9\" alt=\"\" title=\"\" height=\"1\" widht=\"1\"><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bis zum Jahr 2035 sollen Benziner und Diesel von Europas Stra&szlig;en verschwunden sein. Verkehren d&uuml;rfen dank deutscher Intervention aber weiterhin Autos mit synthetischem Treibstoff. Dabei f&auml;hrt die Industrie auf die Technologie gar nicht ab, weil viel zu teuer und ineffektiv. 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