{"id":12901,"date":"2012-04-18T08:58:11","date_gmt":"2012-04-18T06:58:11","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12901"},"modified":"2012-04-19T08:46:57","modified_gmt":"2012-04-19T06:46:57","slug":"hinweise-des-tages-1618","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12901","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;Mehr&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (KR\/WL)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12901#h01\">Gauck erwartet Ja aus Karlsruhe zum Rettungsschirm<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12901#h02\">Wege aus der Schuldenkrise?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12901#h03\">Es ist Zeit f&uuml;r einen neuen Kapitalismus<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12901#h04\">Der Glaube an die Chancen der Langzeitarbeitslosen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12901#h05\">Nochmals: Entwicklung der durchschnittlichen Nettorealverdienste und der Abz&uuml;ge <\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12901#h06\">Alpenpakt f&uuml;r Steuerhinterzieher<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12901#h07\">Genossenschaft gegen Hedgefonds: Linkspartei will 11.500 Wohnungen kaufen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12901#h08\">Teure Fachkraft: 10 000 Euro im Monat f&uuml;r den &bdquo;Minijob&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12901#h09\">Europ&auml;ische Ratingagentur vor dem Scheitern: Banken bewerten besser<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12901#h10\">Rentenreform: Parit&auml;tischer kritisiert geplante Zuschussrente als ineffizient und wirkungslos<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12901#h11\">Bontrup\/Marquardt: Chancen und Risiken der Energiewende<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12901#h12\">Argentiniens Pr&auml;sidentin enteignet &Ouml;lkonzern YPF: &ldquo;Ich bin Staatsoberhaupt, kein Ganove&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12901#h13\">Griechische Gewerkschaften und die Krise &ndash; Ein wichtiger Akteur unter Druck<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12901#h14\">Piraten: Alles flie&szlig;t, aber wohin? <\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12901#h15\">Der Sarkostaat: Der allerletzte Kaiser<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12901#h16\">Reduzierte Lehrpl&auml;ne, hungrige Sch&uuml;ler &ndash; Schulen in S&uuml;deuropa leiden unter Krise<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12901#h17\">Neues Bildungsgesetz in der T&uuml;rkei: Die Kraft des Faktischen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12901#h18\">Feministin Barbara Vinken &uuml;ber das Emanzipations-Buch von Kristina Schr&ouml;der<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12901#h19\">Bild. Macht. Politik &ndash; Deutschlands gr&ouml;&szlig;te Tageszeitung wird 60<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12901#h20\">Buchtipp: Steffen Lehndorff (Hrsg.), Ein Triumph gescheiterter Ideen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12901#h21\">Volksentscheid &ndash; sonst klagen wir!<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"\/?p=12901&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Gauck erwartet Ja aus Karlsruhe zum Rettungsschirm<\/strong><br>\nBundespr&auml;sident Gauck r&auml;umt m&ouml;glichen Verfassungsklagen gegen den Euro-Rettungsschirm und den Europ&auml;ischen Fiskalpakt keine Chancen ein: Er glaube nicht, dass die Karlsruher Richter die Politik der Regierung konterkarieren w&uuml;rden, sagte Gauck bei seinem Antrittsbesuch in Br&uuml;ssel &ndash; einigen Politikern d&uuml;rften diese Worte nicht gefallen.<br>\nDeutschland habe mit dem Pakt zu sch&auml;rferer Haushaltskontrolle in Europa ein verl&auml;ssliches Vertragswerk mitgestaltet, das der Bev&ouml;lkerung eine Akzeptanz des Rettungsschirms erm&ouml;gliche. &ldquo;Wo Verl&auml;sslichkeit und Berechenbarkeit ist, f&auml;llt es auch den Bev&ouml;lkerungen leichter, finanzielle Solidarit&auml;t zu leisten&rdquo;, sagte er.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/antrittsbesuch-in-bruessel-gauck-erwartet-ja-aus-karlsruhe-zum-rettungsschirm-1.1334745\">SZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Unser neuer &bdquo;Freiheits&ldquo;-Pr&auml;sident nimmt sich so nebenbei mal die Freiheit, dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts vorzugreifen. In seiner naiven Begeisterung der h&ouml;chste Repr&auml;sentant der Bundesrepublik geworden zu sein, hat er v&ouml;llig &uuml;bersehen, dass selbst er nicht &uuml;ber der Verfassung steht und schon gar nicht vorwegnehmen kann, wie die Verfassungsrichter entscheiden werden. Er stellt sich &ndash; wie zu erwarten war &ndash; distanzlos hinter die Politik der Bundesregierung. Er meint wohl, dass die Solidarit&auml;t der deutschen Bev&ouml;lkerung gegen&uuml;ber den europ&auml;ischen Nachbarn davon abh&auml;ngig ist, dass es auch den anderen V&ouml;lkern dreckig geht und dass man ihnen den neoliberalen deutschen Kurs aufzwingen muss. Die Beschneidung des Budgetrechts des deutschen Parlaments durch den Fiskalpakt sieht unser &bdquo;Demokratie-Lehrer&ldquo; gar nicht.<br>\nErg&auml;nzende Anmerkung unseres Leser G.K.: Gauck gibt mit seinen &Auml;u&szlig;erungen zum &ldquo;Europ&auml;ischen Stabilit&auml;tsmechanismus&rdquo; (ESM) und zum &ldquo;Fiskalpakt&rdquo; lediglich zu erkennen, dass er seinen bisherigen neoliberalen Denkschemata treu geblieben ist. Gauck m&ouml;chte offensichtlich auch keinen Gedanken daran verschwenden, dass die angebliche Zustimmung der hiesigen Bev&ouml;lkerung zu der v.a. von der Bundesregierung erzwungenen &ldquo;Fiskalpolitik in Europa&rdquo; ganz ma&szlig;geblich das Resultat einer &uuml;ber weite Strecken sachfremden und manipulativen Medienberichterstattung ist. Dar&uuml;ber hinaus verwundert es schon sehr, dass Gauck sich dem Verdacht aussetzt, dem Bundesverfassungsgericht bzgl. der Verfassungsklage gegen den ESM und den Fiskalpakt zumindest indirekt Vorgaben zu machen und  damit seine Kompetenzen zu &uuml;berschreiten.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Wege aus der Schuldenkrise?<\/strong><br>\nSpanien und Italien zahlen aktuell mehr als das Doppelte ihrer Inflationsraten an Zinsen. Dadurch wird es f&uuml;r sie so gut wie unm&ouml;glich, ihre relativen Schuldenniveaus zu reduzieren, zumal die Sparma&szlig;nahmen auch noch fast zwingend zu anhaltendem Minuswachstum f&uuml;hren werden. Praktisch ist kein Szenario denkbar, das es den Hochzins-Staaten erlauben w&uuml;rde, ihre Schuldenrelationen zu verbessern, egal, wie sehr nun &ouml;ffentlich gespart werden sollte. Sollte die Bev&ouml;lkerung in diesen L&auml;ndern letztlich aber feststellen, dass sich ihre Situation trotz bitterster Sparma&szlig;nahmen nur immer weiter verschlechtert, werden &ndash; ob demokratisch oder revolution&auml;r erzwungen &ndash; irgendwann auch radikalere Ma&szlig;nahmen mit unabsehbaren Ergebnissen folgen. Und das ist dann wohl keine Frage des &ldquo;Ob&rdquo;, sondern nur noch des &ldquo;Wann&rdquo;?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/36\/36769\/1.html\">Telepolis<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Es ist Zeit f&uuml;r einen neuen Kapitalismus<\/strong><br>\nWenn sich die Mitglieder des EZB-Rats in diesen Wochen zu ihrem &uuml;blichen informellen Abendessen treffen, dann stehen sie vor der Frage, was sie noch tun k&ouml;nnen. Abermals Staatsanleihen vom Markt kaufen, wie Direktoriumsmitglied Beno&icirc;t C&oelig;ur&eacute; bereits &ouml;ffentlich erwogen hat? Noch mehr Liquidit&auml;t in die Banken pumpen? Den Leitzins noch weiter Richtung Nulllinie senken? Mit solchen Ma&szlig;nahmen kann die EZB den akuten Zusammenbruch einzelner Volkswirtschaften verhindern. Sie kann Zeit kaufen. Aber sie ist nicht in der Lage, die fundamentalen Probleme zu l&ouml;sen. Fehlgeleitet war diese Wirtschaftsordnung, weil sie auf immer billigere Kredite und immer gr&ouml;&szlig;ere Kreditvolumina setzte. Diese Mittel flossen in den nuller Jahren immer weniger in produktive Investitionen; die Produktionskapazit&auml;ten wurden kaum ausgeweitet. Stattdessen stiegen die Preise f&uuml;r existierende Verm&ouml;gensg&uuml;ter &ndash; Firmen, Aktien, Anleihen, Rohstoffe, H&auml;user &ndash; immer weiter in die H&ouml;he. Mit anderen Worten: Existierende Verm&ouml;gensg&uuml;ter wurden zu immer h&ouml;heren Preisen getauscht &ndash; Kettenbrief-&Ouml;konomie nennt man das. Fehlgeleitet war diese Wirtschaftsordnung auch, weil h&auml;ufig nicht mehr die Frage im Vordergrund stand, ob eine &ouml;konomische Aktivit&auml;t eigentlich irgendwie n&uuml;tzlich sei: Machte sie das Leben von Menschen besser? Steigerte sie das Wohlergehen und den Wohlstand? Vielmehr ging es darum, Renditeerwartungen zu erf&uuml;llen, die zeitweise exzessiv waren. Doch eine Wirtschaft, deren prim&auml;res Ziel es ist, eine m&ouml;glichst hohe Kapitalverzinsung zu erwirtschaften, l&auml;uft in die Irre. Wer nur kurzfristig die Rendite erh&ouml;hen will, kann das tun, indem er beliebig die Kosten k&uuml;rzt &ndash; bis das Unternehmen stirbt. Profit und Rendite zu erwirtschaften, kann nur eine Nebenbedingung einer nachhaltigen Wirtschaft sein, kein Selbstzweck.<br>\nEs gibt immer wieder historische Phasen, in denen die Interessen der Kapitaleigner einseitig im Vordergrund stehen. So war es in den vergangenen beiden Jahrzehnten, als die Globalisierung die Weltm&auml;rkte &ouml;ffnete. In dieser Phase ging es darum, bestehende Gesch&auml;ftsmodelle weltweit auszudehnen. Mit anderen Worten: immer mehr vom Gleichen zu produzieren. Beispiel Autoindustrie: Erst wurden neue Fabriken in Osteuropa gebaut, dann in Asien. Aber sie fertigen im Prinzip immer noch die gleichen Produkte.  Das bisherige Entwicklungsmodell hat sich totgelaufen &ndash; immer mehr vom Gleichen st&ouml;&szlig;t irgendwann an Grenzen. Kein Wunder, dass auch in den Schwellenl&auml;ndern, sogar in China, das Wachstum abflaut. Jetzt bedarf es Innovationen, ohne die weiterer Fortschritt nicht stattfinden kann. Der wirklich knappe Faktor ist nicht mehr Kapital, sondern Kreativit&auml;t &ndash; Humankapital in seiner sch&ouml;nsten Form. Die derzeitige Krise wird der Westen nur &uuml;berwinden k&ouml;nnen, wenn die freien Gesellschaften diese Knappheit &uuml;berwinden lernen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/0,1518,827853,00.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Ein sch&ouml;nes Pl&auml;doyer f&uuml;r Investitionen in Forschung, Bildung und Kultur. Henrik M&uuml;ller spricht von kreativen Freir&auml;umen. Nur, wie l&auml;sst sich Kreativit&auml;t herstellen, l&auml;sst sich Kreativit&auml;t &uuml;berhaupt herstellen? Wohl kaum, indem Bildungs-, Lerninhalte in immer konzentrierterer Form in immer weniger Zeit verarbeitet werden sollen &ndash; ohne die Chance auf Fragen, Debattieren, Nachdenken, Sinnieren, tr&auml;umen. Eher nicht in L&auml;ndern, in denen gro&szlig;e Teile der Bev&ouml;lkerung immerzu um ihre Existenz k&auml;mpfen m&uuml;ssen. Vor allem muss man Menschen, die Ideen haben, Zeit geben, sich in ein Problem zu verbei&szlig;en und nicht gleich mit der Verwertungskeule drohen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Der Glaube an die Chancen der Langzeitarbeitslosen<\/strong><br>\nNach Berechnungen des DGB stieg die Zahl der Betroffenen von 621.000 im Jahr 2008 auf fast 737.000 im Jahr 2011. Sie machten 2011 rund 26,4 Prozent aller Arbeitslosen aus, die eine Besch&auml;ftigung am ersten Arbeitsmarkt verloren. &ldquo;Die soziale Sicherungsfunktion der Arbeitslosenversicherung nimmt stetig ab&rdquo;, hatte der DGB-Experte Wilhelm Adamy im Gespr&auml;ch mit &ldquo;Welt Online&rdquo; geklagt. F&uuml;r den Sprecher des Bundesarbeitsministeriums, Jens Flosdorff, wird in den Zahlen dagegen eine positive Entwicklung sichtbar: Auch Langzeitarbeitslose mit geringer Qualifikation f&auml;nden inzwischen Arbeit, h&auml;tten aber nat&uuml;rlich auch ein gr&ouml;&szlig;eres Risiko, wieder in Hartz IV zur&uuml;ckzufallen. &ldquo;Das zeigt, dass Bewegung im Arbeitsmarkt ist, und das ist gut&rdquo;, sagte Flosdorff. Tats&auml;chlich k&ouml;nnen immer mehr Hartz-IV-Bezieher zumindest vor&uuml;bergehend Fu&szlig; am Arbeitsmarkt fassen. Ihre Zahl stieg nach Angaben der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit (BA) von 848.000 im Jahr 2008 auf rund 917.000 im vergangenen Jahr. Die Oppositionsparteien pochen dennoch wie der DGB auf einen erleichterten Zugang zum Arbeitslosengeld. Nach Vorstellungen der SPD-Fraktion sollen sechs Monate statt derzeit zw&ouml;lf Monate in einem regul&auml;ren Job ausreichen, um einen Anspruch auf Arbeitslosengeld I zu erwerben. Die Gr&uuml;nen fordern, Arbeitslosengeld schon nach vier Monaten Besch&auml;ftigung zu zahlen. Insbesondere viele Zeitarbeiter und befristet Besch&auml;ftigte zahlten zwar Beitr&auml;ge in die Arbeitslosenversicherung ein, erhielten aber bei Arbeitslosigkeit daraus h&auml;ufig keinen einzigen Cent, sagte die Gr&uuml;nen-Politikerin Brigitte Pothmer. &ndash; Die Bundesvereinigung Deutscher Arbeitgeberverb&auml;nde (BDA) lehnte einen erleichterten Zugang zum Arbeitslosengeld ab. &ldquo;Es w&uuml;rde f&uuml;r zahlreiche Versicherte den Fehlanreiz setzen, sich nicht unmittelbar um eine neue Besch&auml;ftigung zu bem&uuml;hen&rdquo;, warnen die Arbeitgeber. Zudem w&uuml;rde der Charakter der Arbeitslosenversicherung als Risikoversicherung konterkariert, &ldquo;wenn typische Berufsverl&auml;ufe, bei denen wiederkehrende Arbeitslosigkeit von vornherein in Kauf genommen wird, regelm&auml;&szlig;ig mit Arbeitslosengeld durchfinanziert w&uuml;rden&rdquo;.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/wirtschaft\/article106189011\/Der-Glaube-an-die-Chancen-der-Langzeitarbeitslosen.html\">Welt Online<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.dgb.de\/themen\/++co++97b66392-8861-11e1-5564-00188b4dc422\">DGB<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> W&auml;hrend die Regierung auf das Niedrighalten der Arbeitslosenquote schielt, jenseits aller Nachhaltigkeit von Besch&auml;ftigung und Lohn, &uuml;berbietet sich die Arbeitgeberseite an Zynismus: &ldquo;wenn typische Berufsverl&auml;ufe, bei denen wiederkehrende Arbeitslosigkeit von vornherein in Kauf genommen wird&rdquo;. Als ob z.B. Leiharbeiter, deren Anteil besonders hoch ist, eine Wahl h&auml;tten. &ndash; Beste Voraussetzungen, dass der Kapitalseite und der ihr h&ouml;rigen Politik demn&auml;chst der &ldquo;soziale Frieden&rdquo; um die Ohren fliegt.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Nochmals: Entwicklung der durchschnittlichen Nettorealverdienste und der Abz&uuml;ge<\/strong><br>\nHier die Zeitreihe von 1950 bis 2011, die offenbar der <a href=\"\/?p=12893#more-12893\">dpa\/Welt-Grafik<\/a> zugrunde lag.<br>\nQuelle: <a href=\"\/upload\/xls\/120418_durchnittliche_nettoverdienste_abgaben_zeitreihe_kopie_von_parthum_statistisches_taschenbuch.xlsx\">Statistisches Taschenbuch [xls &ndash; 19,7 KB]<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unserer Leserin D.P.:<\/strong> Ich habe mich auch &uuml;ber diese Darstellung gewundert und beim Statistischen Bundesamt nachgefragt. Die Welt hat einfach nicht richtig hingesehen und nachgefragt, denn aus der Tabelle, die ich Ihnen anh&auml;nge, sind nur die L&ouml;hne preisbereinigt aber nicht die Abgaben. Allerdings ist das nur durch Nachfragen zu ergr&uuml;nden. Man k&ouml;nnte meinen, weil die L&ouml;hne preisbereinigt sind, sind die Abgaben es ebenfalls.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Unabh&auml;ngig von diesem Fehler ist bemerkenswert, dass in den letzten zwei Dekaden, die h&ouml;chsten Steigerungsraten der Abz&uuml;ge von 12,6% (1991) und von 14,1% (1992) durch die deutsche Einheit zu verzeichnen waren. Weiterhin zeigt sich, dass nach der Verabschiedung der Agenda 2010 die Nettorealverdienste bis auf wenige Ausnahmen gesunken sind.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Alpenpakt f&uuml;r Steuerhinterzieher<\/strong><br>\nNach den Deals mit Deutschland und Gro&szlig;britannien vereinbart die Schweiz auch mit &Ouml;sterreich einen fiskalischen Ablasshandel. Das sichert seinen Banken einen besseren Marktzugang.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=wu&amp;dig=2012%2F04%2F17%2Fa0074&amp;cHash=b8ba8f1c03\">TAZ<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Genossenschaft gegen Hedgefonds: Linkspartei will 11.500 Wohnungen kaufen<\/strong><br>\nEine von Abgeordneten der Linken gegr&uuml;ndete Genossenschaft will 11.500 Wohnungen in Ostdeutschland erwerben und Hedgefonds aus dem Feld schlagen. Die Entscheidung &uuml;ber die Investitionen soll bis Jahresende fallen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/politik\/genossenschaft-gegen-hedgefonds-linkspartei-will-11-500-wohnungen-kaufen,1472596,14839878.html\">FR online<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Teure Fachkraft: 10 000 Euro im Monat f&uuml;r den &bdquo;Minijob&ldquo;<\/strong><br>\nMit unsch&ouml;ner Regelm&auml;&szlig;igkeit deckt der Bundesrechnungshof F&auml;lle von Geldverschwendung auf.<br>\nF&uuml;r vier Arbeits&shy;tage im Monat erh&auml;lt der &shy;Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer des ehemaligen Bundesverbandes der Innungskrankenkassen (IKK) in Bergisch-Gladbach 10 000 Euro netto monatlich, plus Nebenkostenpauschale von 1000 Euro &ndash; bei freier Zeiteinteilung.<br>\nBeim Ausbau der nieders&auml;chsischen Autobahn A 7 riskiert der Bund dem Bericht zufolge 25 Millionen Euro Mehrkosten, weil er das Projekt  privat managen lassen will &ndash; wegen der langwierigen Privatisierung k&ouml;nne der Ausbau erst 2016 beginnen, bis dahin w&auml;ren noch teure Instandhaltungsarbeiten n&ouml;tig.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.derwesten.de\/politik\/teure-fachkraft-10-000-euro-im-monat-fuer-den-minijob-id6565453.html\">Der Westen<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Wieder einmal liefert der Rechnungshof ein Beispiel f&uuml;r die Geldverschwendung bei PPP-Projekten beim Autobahnbau.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Europ&auml;ische Ratingagentur vor dem Scheitern: Banken bewerten besser <\/strong><br>\nAn Geldmangel k&ouml;nnte der Aufbau einer europ&auml;ischen Ratingagentur scheitern &ndash; wieder einmal. Es gibt weiter kein Gegengewicht zum amerikanischen Oligopol von Moody&rsquo;s &amp; Co. Doch es br&auml;uchte gar keine neue Agentur, w&uuml;rden Banken ihre Kunden einfach wieder selbst beurteilen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/oligopol-der-ratingagenturen-banken-bewerten-besser-1.1334220\">SZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Aber jetzt hilft Bertelsmann und  legt ein neues Konzept <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/wirtschaft\/2012-04\/ratingagentur-bertelsmann\">f&uuml;r Rating-Agentur vor<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Rentenreform: Parit&auml;tischer kritisiert geplante Zuschussrente als ineffizient und wirkungslos<\/strong><br>\nAls ineffiziente Symbolpolitik kritisiert der Parit&auml;tische Wohlfahrtsverband die Pl&auml;ne des Bundesarbeitsministeriums zur Einf&uuml;hrung der so genannten Zuschussrente anl&auml;sslich der heutigen Anh&ouml;rung zur Rentenreform. Gerade besonders von Altersarmut betroffene Personengruppen w&uuml;rden angesichts der restriktiven Anspruchsvoraussetzungen von der neuen Leistung kaum profitieren. Der erforderliche b&uuml;rokratische Aufwand zur Bedarfspr&uuml;fung und Antragsbearbeitung st&uuml;nde in keinerlei Verh&auml;ltnis zum geringen Nutzen der Zuschussrente.<br>\n&bdquo;Hier werden Ressourcen zum Aufbau neuer B&uuml;rokratie verschwendet, die letztlich vor allem Ablehnungsbescheide schreiben wird. Die Anspruchsvoraussetzungen sind so restriktiv, dass kaum einer, der die Zuschussrente n&ouml;tig h&auml;tte, sie erhalten wird&ldquo;, kritisiert Dr. Joachim Rock, Abteilungsleiter f&uuml;r Arbeit und Soziales beim Parit&auml;tischen Gesamtverband. Das BMAS selbst gehe von lediglich 52.000 Leistungsberechtigten im Jahr 2013 aus. Insbesondere Versicherte mit l&auml;ngeren Phasen der Arbeitslosigkeit, geringf&uuml;gig Besch&auml;ftigte und zahlreiche westdeutsche Frauen, die die notwendigen Pflichtbeitragszeiten im Durchschnitt nicht erf&uuml;llen, gingen dagegen leer aus. &bdquo;Die geplante Zuschussrente ist kein wirksames Mittel gegen Altersarmut sondern einzig ein gro&szlig;es Beamtenbesch&auml;ftigungsprogramm&ldquo;, so der Rentenexperte.<br>\nScharf kritisiert der Verband insbesondere die angek&uuml;ndigten Bedarfspr&uuml;fungen. &bdquo;Langj&auml;hrig Versicherte m&uuml;ssen existenzsichernde Anspr&uuml;che erwerben und d&uuml;rfen nicht auf Ehepartner oder die Grundsicherung verwiesen werden. Das ist auch eine Frage des Respekts vor der Lebensleistung eines Menschen. Alles andere w&uuml;rde die Rentenversicherung als Pflichtversicherung ad absurdum f&uuml;hren&ldquo;, so Rock.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.der-paritaetische.de\/pressebereich\/artikel\/news\/rentenreform-paritaetischer-kritisiert-geplante-zuschussrente-als-ineffizient-und-wirkungslos\/\">Parit&auml;tischer Wohlfahrtsverband<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Bontrup\/Marquardt: Chancen und Risiken der Energiewende<\/strong><br>\nDas vorliegende Diskussionspapier zeichnet mit Blick auf die Besch&auml;ftigten- und die Unternehmenssituation die Branchenentwicklung seit der Liberalisierung 1998 nach, stellt zudem neuere Entwicklungstrends heraus, auf denen die &bdquo;Energiewende&ldquo; aufsetzt, und w&auml;gt &uuml;berdies die Chancen und Risiken im Zusammenhang mit der energiepolitischen Neuausrichtung ab .Auf der Mesoebene widmet sich das Kapitel 3 der Frage, wie in der Branche als Ganzes mit den Herausforderungen des Marktversagens umgegangen werden kann und welche ordnungspolitischen Alternativen m&ouml;glich sind.<br>\nUm eine echte Alternative zum gegenw&auml;rtigen System zu bieten, reicht es nicht aus, die Elektrizit&auml;tswirtschaft nur in das Eigentum staatlicher Tr&auml;ger zu &uuml;berf&uuml;hren, sofern dies nicht ohnehin schon der Fall ist. Sie muss auch einer internen Demokratisierung unterzogen werden. Dazu geh&ouml;ren neben einer rechtlichen Gleichstellung von Arbeit und Kapital (hier dem Staatskapital) auch eine demokratisch-partizipative Unternehmenskultur. Auch sind eine Beteiligung der Verbraucher (durch Vertreter der Verbraucherschutzverb&auml;nde) und eine Vertretung f&uuml;r die Umwelt (durch Umweltschutzverb&auml;nde) in den Entscheidungsgremien sicherzustellen.<br>\nNur so wird bereits ex-ante die Voraussetzung f&uuml;r eine nicht allein an dem Wirtschaftlichkeitskriterium orientierte Aussteuerung des energiewirtschaftlichen Dreiecks erm&ouml;glicht, ohne dass ex-post nachkorrigiert werden muss. Die Entscheidungsstrukturen im Erzeugungsprozess von Strom w&auml;ren dabei von Vornherein kompatibel mit dem Charakter von Strom als einem Basisgut, das eben kein rein wirtschaftliches Produkt ist und eine hohe gesamtgesellschaftliche Bedeutung aufweist. Im Gegensatz zur wettbewerblichen Ausrichtung am Profit blieben einzelwirtschaftlichen Rationalit&auml;tsfallen erspart.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/pdf\/p_arbp_252.pdf\">Hans B&ouml;ckler Arbeitspapier 252 [PDF &ndash; 1.2 MB]<\/a>\n<p><strong>Dazu passt:<\/strong><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Argentiniens Pr&auml;sidentin enteignet &Ouml;lkonzern YPF: &ldquo;Ich bin Staatsoberhaupt, kein Ganove&rdquo;<\/strong><br>\nEs ist ein einmaliger staatlicher Eingriff: Argentiniens Pr&auml;sidentin Cristina Fern&aacute;ndez de Kirchner verstaatlicht nach einem langen Streit den gr&ouml;&szlig;ten &Ouml;lkonzern des Landes. Dem seien seine Aktion&auml;re wichtiger als die Bev&ouml;lkerung. In Spanien, dem Sitz des Mutterkonzerns Repsol, reagiert ein Minister w&uuml;tend. Fern&aacute;ndez de Kirchner spricht von Einsch&uuml;chterungsversuchen.<br>\n&Ouml;lf&ouml;rderung liege im &ouml;ffentlichen Interesse, sagte Kirchner zur Begr&uuml;ndung. &ldquo;Wir sind eines der wenigen L&auml;nder der Welt, die ihre &Ouml;lvorkommen bisher nicht selbst verwaltet haben.&rdquo;&hellip;<br>\nYPF (Yacimientos Petrol&iacute;feros Fiscales &ndash; zu deutsch: Staatliche Erd&ouml;llagerst&auml;tten) war in den 1920er Jahren als staatliche F&ouml;rdergesellschaft gegr&uuml;ndet worden. Der neoliberale Pr&auml;sident Carlos Menem privatisierte den Konzern in den 1990er Jahren. Repsol hielt zuletzt 53,47 Prozent von YPF, das &uuml;ber 42 Prozent der &Ouml;lreserven des spanischen Konzerns verf&uuml;gt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/argentiniens-praesidentin-enteignet-oelriesen-ypf-ich-bin-staatsoberhaupt-kein-ganove-1.1334350\">SZ<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Griechische Gewerkschaften und die Krise &ndash; Ein wichtiger Akteur unter Druck<\/strong><br>\nGriechenland hat in den vergangenen Jahren ein beispielloses wirtschaftliches An&shy;passungsprogramm durchlaufen, das besonders Arbeitnehmerinnen und Arbeitneh&shy;mer schwer getroffen hat. &hellip; Die Reformen unterminieren die Arbeit der Gewerkschaftsorganisationen und grei&shy;fen die Koh&auml;renz der kollektiven Repr&auml;sentation an. Au&szlig;erdem stehen die Arbeit&shy;nehmer und Gewerkschaften auf einem fragmentierten und von prek&auml;ren und fle&shy;xiblen Besch&auml;ftigungsverh&auml;ltnissen gepr&auml;gten Arbeitsmarkt im ungleichen Kampf gegen Arbeitgeber, deren Rechte &uuml;berm&auml;&szlig;ig gest&auml;rkt wurden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/library.fes.de\/pdf-files\/id\/ipa\/09014.pdf\">Friedrich-Ebert-Stiftung [PDF &ndash; 360 KB]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Piraten: Alles flie&szlig;t, aber wohin?<\/strong><br>\nH&auml;ufig werden die Piraten mit den Gr&uuml;nen verglichen. Bei Letzteren sei es um den Schutz der Umwelt oder den Protest gegen die Atomkraft gegangen. Bei den Piraten gehe es um Copyright und Vorratsdatenspeicherung oder um die Angst vor dem &Uuml;berwachungsstaat und den Kampf gegen Softwaremonopole. Es mag sein, dass die Piraten urspr&uuml;nglich mit dieser Programmatik angetreten sind. Sie spielt inzwischen aber keine Rolle mehr. Nicht einmal ihre Forderung nach mehr Transparenz scheint ihren Wahlerfolg zu erkl&auml;ren. Was sich aber mit ihnen ank&uuml;ndigt &ndash; dessen scheinen sie sich nicht einmal bewusst zu sein -, ist die Krise der repr&auml;sentativen Demokratie selbst. Denn die digitale Vernetzung, die eine schnelle, direkte und symmetrische Interaktion m&ouml;glich macht, verlangt offenbar nach einer Politikform, die sich mit der traditionellen repr&auml;sentativen Demokratie schwer vereinbaren l&auml;sst. Der Protest der W&auml;hler der Piraten richtet sich nicht gegen Patente. Sie protestieren letzten Endes gegen die jetzige Form der Parteiendemokratie, die ihrer Meinung nach nicht mehr in der Lage ist, direkt und zeitnah die unterschiedlichen Meinungen und Bed&uuml;rfnisse des Einzelnen widerzuspiegeln. Gefordert wird eine Politik der Pr&auml;senz oder eine Echtzeit-Politik, die keinen Informationsstau duldet. Kommunikationsmedien wie Twitter oder soziale Netzwerke sind Pr&auml;senzmedien. Die Piraten sagen ja selbst, dass sie kein politisches &ldquo;Programm&rdquo;, sondern nur ein &ldquo;Betriebssystem&rdquo; liefern. Dieses Betriebssystem ist aber nicht kompatibel mit der repr&auml;sentativen Demokratie. Die Liquid Democracy stellt die auf Parteien beruhende repr&auml;sentative Demokratie infrage. In gewisser Hinsicht ist so die Piratenpartei eine Antipartei. Als Partei der Optionsgesellschaft strebt sie letztlich eine Demokratie des &ldquo;Gef&auml;llt mir&rdquo;-Buttons an. Sie ist dazu gezwungen, sich an &ldquo;Gef&auml;llt mir&rdquo;-Quoten zu orientieren. M&ouml;glicherweise verliert sie sich am Ende in unterschiedlichsten Meinungen und Bed&uuml;rfnissen oder eben im Shitstorm. &ndash; Politik als Aufkl&auml;rung ist aber mehr als Aufz&auml;hlung oder Auswahl, sondern Entscheidung im emphatischen Sinne. So wird die Piratenpartei niemals imstande sein, langfristig einen politischen Willen zu artikulieren oder neue gesellschaftliche Koordinaten zu definieren. Es ist das Prinzip der Verantwortung, das die repr&auml;sentative Demokratie auszeichnet. Die Idee der Repr&auml;sentanten ist an die Idee der Verantwortung gebunden. Bei den Piraten ist sie schon durch die totale Anonymisierung des Entscheidungsprozesses untergraben, die diesen im &Uuml;brigen jeder Transparenz beraubt. Keine Software, auch nicht die Liquid Feedback der Piraten, kann die politische Verantwortung &uuml;bernehmen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/print\/die_welt\/debatte\/article106187089\/Alles-fliesst-aber-wohin.html\">Welt Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Offensichtlich haben die Piraten mehr &ldquo;Gef&auml;llt mir&rdquo;-Buttons als inhaltliche Positionen, die es anzuklicken gilt, sonst w&auml;ren die schleswig-holsteinischen Piraten nicht gezwungen, f&uuml;r ihr Programm Programmpunkte von anderen Landesverb&auml;nden zu plagiieren &ndash; peinlicherweise samt l&auml;nderspezifischen Besonderheiten. &Uuml;ber die zu Tage getretene Gedankenfaulheit hinaus fragt man sich, wo die <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/inland\/wahl-in-schleswig-holstein-2012\/piratenpartei-in-schleswig-holstein-plagiatsvorwuerfe-beim-wahlprogramm-11718946.html\">basisdemokratische Diskussion dieser Punkte geblieben ist<\/a>. <\/em><\/p>\n<p><strong>Dazu:<\/strong><\/p>\n<p><strong>Piraten: Das Ziel ist Einkommensgleichheit<\/strong><br>\nDie Piraten eine andere FDP ? Nicht, wenn man ihr Programm in der Sozialpolitik ernst nehmen darf. Die Piraten fordern Einkommens- und Chancengleichheit. Die soll der Staat herstellen , ohne die B&uuml;rger zu g&auml;ngeln. Privatisierungen lehnen sie ab.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=in&amp;dig=2012%2F04%2F17%2Fa0052&amp;cHash=d42a63bd95\">TAZ<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Der Sarkostaat: Der allerletzte Kaiser<\/strong><br>\nFrankreich ist auf dem Papier eine Republik, tr&auml;gt in der Praxis aber zahlreiche Z&uuml;ge einer Wahlmonarchie. Mehr noch als der Buchstabe des Verfassungstextes spitzt das Temperament des jeweiligen Amtsinhabers dieses Merkmal beziehungsweise Makel in die eine oder andere Richtung zu &ndash; wobei der Sozialist Mitterrand sich nicht minder monarchisch geb&auml;rdete als seine b&uuml;rgerlichen Vorg&auml;nger und Nachfolger. Nicolas Sarkozy bildet auch da eine Ausnahme, trat doch schon bald nach seiner Wahl 2007 unter des Kaisers neuen Kleidern ein nacktes W&uuml;rmchen zutage. Statt die Z&uuml;ge des Versailles von Louis XIV zu tragen, gemahnt der Hof des Kaisers Nicolas 1er eher an jenen eines Operetten-Reichs, einer Bananenrepublik oder eines Hottentotten-Lagers &ndash; mit einem kr&auml;ftigen Schuss Mafioso-Festung obendrein. Es entbehrt drum nicht einer gewissen Pikanterie, dass der Prix-Goncourt-Preistr&auml;ger Patrick Rambaud die &laquo;Chronique du r&egrave;gne de Nicolas 1er&raquo; seit 2007 ausgerechnet im Stil des Duc de Saint-Simon aufs Papier bringt. Aus dem Kontrast zwischen der bewusst verzopften und hoheitsvollen Sprache und Sarkozys forcierter Modernit&auml;t und Hemds&auml;rmeligkeit gewinnt die Serie einen Gutteil ihrer Komik.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/frankreich.blog.nzz.ch\/2012\/03\/17\/der-allerletzte-kaiser\/\">NZZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Bislang hat Marc Zitzmann in seinem Blog, der <a href=\"http:\/\/frankreich.blog.nzz.ch\/category\/der-sarkostaat\/\">Sarkostaat<\/a>,&nbsp;in beispielhafter Weise B&uuml;cher von Wirtschaftswissenschaftlern, Soziologen, Vertretern von NGO zu Aspekten des Sarkostaates referiert. Diese Mal l&auml;sst er einen vor Nichts Halt machenden Satiriker zu Wort kommen. &ndash; Erfreulicherweise verspricht uns Marc Zitzmann, als klassischer Liberaler, seinen Blog im Falle eines Wahlsieges von Hollande unter dem Titel &ldquo;La France d&rsquo;Hollande&rdquo; fortzusetzen. Lesenswert auch die Antworten Zitzmanns auf die Kommentare der Leser.<\/em><\/p>\n<p><strong>Dazu:<\/strong><\/p>\n<p><strong>Frankreich wird ein unbequemer Partner<\/strong><br>\nFrankreich ist auf dem besten Weg, ein unbequemer EU-Partner zu werden. Ob Nicolas Sarkozy oder Fran&ccedil;ois Hollande, wer auch immer aus der Pr&auml;sidentenwahl am 6. Mai als Sieger hervorgehen wird, die &uuml;brigen Mitgliedstaaten, allen voran Deutschland, m&uuml;ssen sich darauf einstellen, dass die k&uuml;nftige Regierung in Paris bestimmte bestehende Vertr&auml;ge und Regeln infrage stellen wird. J&uuml;ngstes Beispiel ist der Vorsto&szlig;, den Pr&auml;sident Sarkozy gegen die Europ&auml;ische Zentralbank (EZB) unternahm. Im Fall seiner Wiederwahl werde er eine &bdquo;Debatte &uuml;ber die Rolle der Europ&auml;ischen Zentralbank bei der Unterst&uuml;tzung des Wachstums&ldquo; er&ouml;ffnen, erkl&auml;rte er am Sonntag bei seiner Massenkundgebung auf dem Concorde- Platz in Paris.<br>\nQuelle. <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/frankreich-frankreich-wirdbr-ein-unbequemer-partner\/6516212.html%20\">Tagesspiegel<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Reduzierte Lehrpl&auml;ne, hungrige Sch&uuml;ler &ndash; Schulen in S&uuml;deuropa leiden unter Krise<\/strong><br>\nIn Spanien, Portugal und Griechenland verschont der Sparkurs auch die Schulen nicht. Die Bildungsgewerkschaften wehren sich gegen weitere K&uuml;rzungen, sind aber wenig hoffnungsvoll&hellip;<br>\nDer Druck der Troika (Expertenzusammenschluss der Europ&auml;ischen Union, des Internationalen W&auml;hrungsfonds und der Europ&auml;ischen Zentralbank) versch&auml;rfe den sozialen und den Bildungsnotstand in den s&uuml;deurop&auml;ischen Krisenstaaten, bem&auml;ngeln die Bildungsgewerkschafter&hellip;<br>\nDie Regierung Merkel fordern sie auf, sich in Kooperationsprojekten in den Krisenstaaten zu engagieren, anstatt s&uuml;deurop&auml;ische Chemiker und Physiker nach Deutschland abzuwerben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dradio.de\/dlf\/sendungen\/campus\/1732720\/\">DLF<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Neues Bildungsgesetz in der T&uuml;rkei: Die Kraft des Faktischen<\/strong><br>\nW&auml;hrend in den meisten L&auml;ndern die Vorteile einer Gesamtschule diskutiert werden, geht die T&uuml;rkei den entgegengesetzten Weg. Sie f&uuml;hrt die dreigegliederte Schule wieder ein. Vier Jahre gemeinsamer Unterricht, danach trennen sich die Wege. Ab der vierten Klasse k&ouml;nnen Eltern ihre Kinder auf Berufsschulen schicken, zu denen auch die Imam-Hatip-Schulen z&auml;hlen. Wie erwartet gab es einen Sturm der Entr&uuml;stung, doch Ministerpr&auml;sident Erdogan macht gleich zu Beginn der Debatte deutlich, seine Regierung werde nicht zur&uuml;ckweichen. &ldquo;Wir werden eine religi&ouml;se Generation heranziehen&rdquo;, sagte er im Parlament und offenbarte, worum es bei der Bildungsreform tats&auml;chlich geht. Gegen massive Proteste der Opposition, von hunderten NGOs und Frauengruppen und selbst vom wichtigen Wirtschaftsverband T&uuml;siad verabschiedete die Mehrheit der AKP das Gesetz mit einigen geringf&uuml;gigen Korrekturen. Eine davon betraf die urspr&uuml;nglich vorgesehene Regelung, dass M&auml;dchen bereits nach der vierten Klasse ihre Ausbildung per Fernunterricht h&auml;tten fortsetzen k&ouml;nnen, sprich gar nicht mehr zur Schule h&auml;tten gehen m&uuml;ssen. Das soll nun erst nach der achten Klasse m&ouml;glich sein. Die wesentlichen Bestandteile der Reform wurden aber durchgesetzt. Ganz nebenbei wird damit auch das Kopftuch schon bei zehnj&auml;hrigen M&auml;dchen Einzug in die Schule halten: bei allen denen, die ab der f&uuml;nften Klasse die Imam-Hatip-Schulen besuchen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=me&amp;dig=2012%2F04%2F16%2Fa0099&amp;cHash=46a888ed50\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Selbst wenn wir davon ausgehen, dass die T&uuml;rkei das Best-Case-Szenario des &ldquo;Arabischen Fr&uuml;hlings&rdquo; abgebe, m&uuml;ssen wir und der modernere Teil der der arabischen Revolte uns damit abfinden, dass faktisch eine Muslimisierung des Nahen Ostens der Preis f&uuml;r ein Mehr an Demokratie sein wird. Wenn J&uuml;rgen Gottschlich f&uuml;r die heutige T&uuml;rkei feststellt: &ldquo;Es gilt heute als normal, dass im Ramadan gefastet wird und dass Frauen nicht arbeiten, sondern zu Hause die Familie betreuen. Das sei nun einmal der mehrheitliche Wille des Volkes. Und wer als Mann etwas werden will, sollte besser ein guter Muslim sein. F&uuml;r eine Islamisierung der T&uuml;rkei braucht es keine Akklamation einer Islamischen Republik. Es reicht die normative Kraft des Faktischen und die Opportunit&auml;t gegen&uuml;ber den Siegern&rdquo;, dann ist diese Beschreibung eines Nicht-Scharia-Staates nat&uuml;rlich kein Trost z.B. f&uuml;r Ghada Abdelaal aus &Auml;gypten, die in Ihrem Blog schreibt: &ldquo;Wir raufen uns die Haare &uuml;ber den nicht zu bremsenden Aufstieg der islamistischen Parteien, die bereits die grosse Mehrheit der Parlamentssitze erobert haben und nun auf die Regierungsmacht aspirieren; ihr Kandidat darf mit entsprechender Unterst&uuml;tzung rechnen, und dann werden alle Karten in der Hand einer einzigen politischen Str&ouml;mung sein &ndash; was uns zur&uuml;ck in die guten alten Zeiten der Einparteienherrschaft bef&ouml;rdert. Und wir sind in Angst und Sorge, dass wir es unter solchen Umst&auml;nden nicht einmal schaffen werden, die paar bescheidenen, w&auml;hrend der &Auml;ra Mubarak m&uuml;hsam erk&auml;mpften Frauen- und Minderheitenrechte gegen die zu erwartende neue Drosselung der <a href=\"http:\/\/www.nzz.ch\/nachrichten\/kultur\/aktuell\/das_verlorene_lachen_1.16140661.html\">b&uuml;rgerlichen Freiheiten zu verteidigen<\/a>.&rdquo;<\/em><br>\n<em>Und der Westen kann Ghada Abdelaal auch keine Hoffnung machen, denn er wei&szlig;, dass die &ldquo;Entzauberung der Welt&rdquo; ein langer Prozess ist und der Nahe Osten auf l&auml;ngere Sicht mehrheitlich eher der Reaktion auf einen bedrohlich wahrgenommenen S&auml;kularisierungsprozess verfallen ist. <\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Feministin Barbara Vinken &uuml;ber das Emanzipations-Buch von Kristina Schr&ouml;der<\/strong><br>\n&ldquo;Naiv&rdquo;, &ldquo;populistisch&rdquo;, &ldquo;reaktion&auml;r&rdquo;: Die Literaturwissenschaftlerin Barbara Vinken kritisiert das Buch &ldquo;Danke, emanzipiert sind wir selber!&rdquo; von Familienministerin Kristina Schr&ouml;der. Das Buch sei antifeministisch und ein Pl&auml;doyer daf&uuml;r, dass man das Familienministerium eigentlich abschaffen k&ouml;nnte.<br>\n&nbsp;(..) Das ganze Buch ist nicht nachvollziehbarer Antifeminismus und man kann auch sagen, das ganze Buch ist eigentlich ein Pl&auml;doyer daf&uuml;r, dass das Familienministerium abgeschafft werden sollte. Das brauchen wir n&auml;mlich, wenn man den Thesen dieses Buches nachgeht, schlicht und einfach nicht. Wir brauchen, wenn man Frau Schr&ouml;der glaubt und wenn sie das mal konsequent zu Ende denken w&uuml;rde, Familienpolitik nicht, weil n&auml;mlich das Problem der Gleichberechtigung, sagt Frau Schr&ouml;der, wird durch den Markt geregelt. Ja, also, der Markt braucht die jungen Frauen und die kriegen sowieso alle Jobs, a). b), und das andere regele ich lieber privat, dann rede ich mal mit meinem Mann, meinem Geliebten, meinem &hellip; mit dem Geliebten nat&uuml;rlich nicht, meinem Verlobten oder meinem Chef. Und das, wenn ich eine gesellschaftliche Situation derma&szlig;en analysiere, dann ist das Familienministerium schlicht und einfach &uuml;berfl&uuml;ssig.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dradio.de\/dkultur\/sendungen\/thema\/1731630\/\">Deutschlandradio Kultur<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h19\"><\/a><strong>Bild. Macht. Politik &ndash; Deutschlands gr&ouml;&szlig;te Tageszeitung wird 60<\/strong><br>\nMillionen Menschen lesen jeden Tag die BILD. Wie gelingt es BILD, &uuml;ber Jahrzehnte ein beliebter, t&auml;glicher Wegbegleiter f&uuml;r Millionen zu bleiben und welchen Einfluss hat sie auf Politik und Politiker?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ardmediathek.de\/ard\/servlet\/content\/3517136?documentId=10151786\">ARD Mediathek<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Zum Gl&uuml;ck st&uuml;rzen die Auflagezahlen von Bild und BamS <a href=\"http:\/\/www.bildblog.de\/auflage.php\">dramatisch ab<\/a>. Die Bild-Zeitung von 1998 bis 2011 von 4,51 Millionen auf 2,67 Millionen und die BamS von 2,54 Millionen auf 1,34 Millionen im gleichen Zeitraum.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h20\"><\/a><strong>Buchtipp: Steffen Lehndorff (Hrsg.), Ein Triumph gescheiterter Ideen<\/strong><br>\nDer wichtigste Befund unserer vergleichenden L&auml;nderstudien bestand darin, dass im Verlauf der zur&uuml;ckliegenden 20 Jahre die meisten der gegenw&auml;rtig bestehenden nationalen Modelle &mdash; wenn auch in unterschiedlichem Ma&szlig;e und auf verschiedensten Wegen &mdash; in zunehmende Spannungen und Widerspr&uuml;che getrieben worden waren. Starker Ver&auml;nderungsdruck ging und geht sowohl von internationalen (Stichworte: &bdquo;Globalisierung&ldquo; und &bdquo;Europ&auml;isierung&ldquo;) als auch von innergesellschaftlichen (Stichwort: demographischer Wandel) Prozessen aus, und dieser Ver&auml;nderungsdruck wurde unter den Bedingungen einer Hegemonie des Neoliberalismus umgesetzt. Von besonderer Bedeutung in Europa war dabei die Binnenmarktstrategie der EU (&bdquo;negative Integration&ldquo;) die ma&szlig;geblich dazu beitrug, die bestehenden Modelle zu destabilisieren, w&auml;hrend gesellschaftliche Kr&auml;fte, die eine Erneuerung und St&auml;rkung sozialer Institutionen auf nationalstaatlicher und auf EU-Ebene wollen, von untergeordneter Bedeutung waren. Als Quintessenz unseres Forschungsprojekts formulierten wir die Notwendigkeit eines neuen Anlaufs zum &bdquo;Aufbau von Institutionen auf mehreren Ebenen&ldquo;, um auf st&auml;rkeren sozialen Ausgleich gerichtete nationale Wirtschafts- und  Sozialmodelle in Europa zu entwickeln.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.vsa-verlag.de\/index.php?id=6576&amp;tx_ttnews[tt_news]=13939\">VSA<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"\/upload\/pdf\/120418_gescheiterte_ideen.pdf\">Einleitungstext [PDF &ndash; 3.1 MB]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h21\"><\/a><strong>Volksentscheid &ndash; sonst klagen wir!<\/strong><br>\nDie Euro- und Staatsschuldenkrise droht zu einer Krise der Demokratie zu werden. Einige wenige Regierungschefs geben im Zuge der Eurorettungspolitik die Richtung vor. Parlamente werden zunehmend entmachtet, immer mehr Kompetenzen und Entscheidungen auf die h&ouml;here Ebene verlagert. Die B&uuml;rger bleiben dabei v&ouml;llig au&szlig;en vor. Wenn Eurorettungsschirm (ESM) und Fiskalvertrag wie geplant bis Mitte Juni von Bundestag und Bundesrat abgesegnet werden, bedeutet das tiefe Einschnitte in Haushalt und Souver&auml;nit&auml;t der Bundesrepublik. Wir fordern, solange die Bev&ouml;lkerung nicht in bundesweiten Volksentscheiden &ldquo;Ja&rdquo; zu ESM- und Fiskalvertrag gesagt hat, dass die Vertr&auml;ge nicht ratifiziert werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.verfassungsbeschwerde.eu\/\">Europa braucht mehr Demokratie<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;Mehr&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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