{"id":12912,"date":"2012-04-19T08:37:53","date_gmt":"2012-04-19T06:37:53","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12912"},"modified":"2012-04-19T08:37:53","modified_gmt":"2012-04-19T06:37:53","slug":"hinweise-des-tages-1619","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12912","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;Mehr&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (RS\/WL)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht. Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert.<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12912#h01\">Wir alle sind zu Voyeuren geworden &ndash; Der Breivik-Prozess und die &Ouml;ffentlichkeit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12912#h02\">Warnung vor sozialer Not<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12912#h03\">Altkanzler Schr&ouml;der fordert Mindestlohn<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12912#h04\">Kaufkraft der Rente sinkt und R&uuml;ckstand Ost steigt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12912#h05\">Am Ende arm &ndash; Wenn im Alter das,Geld nicht reicht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12912#h06\">&ldquo;N&auml;chstenliebe ist knallharte Pflicht&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12912#h07\">Die Kosten psychischer Erkrankungen und Belastungen in Deutschland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12912#h08\">Wir d&uuml;rfen nicht zu Handlangern der Kassen werden<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12912#h09\">Manager halten deutsche Wirtschaft f&uuml;r b&auml;renstark<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12912#h10\">Eltern m&uuml;ssen keine Kopierkosten zahlen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12912#h11\">Experte erkl&auml;rt: Darum haben sich alle so geirrt!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12912#h12\">Bertelsmann und die Bundespr&auml;sidenten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12912#h13\">Freiheit: Ein Leben, das ich bejahen kann<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12912#h14\">Reden ist im Bundestag nicht ganz so leicht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12912#h15\">Argentinische Pr&auml;sidentin will spanischen &Ouml;lkonzern enteignen: Eine Frau zeigt Z&auml;hne<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12912#h16\">ARD<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12912#h17\">Zu guter Letzt<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"\/?p=12912&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Wir alle sind zu Voyeuren geworden &ndash; Der Breivik-Prozess und die &Ouml;ffentlichkeit<\/strong><br>\nUnterhaltung auf dem Niveau eines TV-Krimis: Gebannt verfolgt die ganze Welt die Selbstdarstellung des M&ouml;chtegernhelden Anders Behring Breivik im Gerichtssaal. Die Opfer geraten dar&uuml;ber in Vergessenheit, kommentiert Brigitte Baetz.<br>\n1500 Journalisten, Fotografen und Kameraleute aus 224 Redaktionen &ndash; Vergleichbares hat Oslo zuletzt beim Eurovision Song Contest erlebt. Damals w&auml;hlten die Europ&auml;er ihren Superstar f&uuml;r eine Nacht. Und heute? Verfolgt die ganze Welt die Selbstdarstellung eines M&ouml;chtegernhelden, der, auch wenn noch nicht verurteilt, nichts weiter als ein M&ouml;rder ist.<br>\nM&ouml;gen sich die Angeh&ouml;rigen der Opfer noch so vehement dagegen verwahren, mag sich die &uuml;berwiegende Mehrheit der norwegischen Gesellschaft noch so angeekelt abwenden: Wir alle sind &ndash; gewollt oder ungewollt &ndash; zu Voyeuren geworden. Wir verfolgen ein Spektakel, dessen Hintergr&uuml;nde wir schon bestens kennen, denn schon bei den Anschl&auml;gen waren wir fast zeitgleich zugeschaltet. Wir konnten &uuml;ber Stunden und Tage das Leid der Opfer sehen, &uuml;ber Computeranimationen den Gang der Ereignisse rekapitulieren. Wir konnten alles &uuml;ber den T&auml;ter, seine Gedanken und seine Vorgehensweise erfahren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dradio.de\/dlf\/sendungen\/kommentar\/1732774\/\">DLF<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Warnung vor sozialer Not<\/strong><br>\nPr&auml;ventionsexperten wollen Kriminalit&auml;tsrate senken<br>\nDie Ausgaben zur Verh&uuml;tung von Verbrechen sollten mindestens so hoch sein wie die Ausgaben zur Strafverfolgung. Diesen Appell an die Politik formulierte der renommierte kanadische Kriminologe Irvin Waller beim Deutschen Pr&auml;ventionstag in M&uuml;nchen. N&ouml;tig seien &lsquo;ausgeglichene Investitionen&rsquo;: F&uuml;r jeden zus&auml;tzlichen Euro, der in herk&ouml;mmliche Polizeiarbeit und in Gef&auml;ngnisse flie&szlig;e, sollte es auch einen Euro f&uuml;r Pr&auml;ventionsprogramme geben, forderte Waller. Zum Abschluss des gr&ouml;&szlig;ten europ&auml;ischen Kongresses auf dem Gebiet der Kriminalpr&auml;vention verabschiedeten die Veranstalter am Dienstag eine &lsquo;M&uuml;nchner Erkl&auml;rung&rsquo;. Darin hei&szlig;t es, Kriminalpr&auml;vention k&ouml;nne und d&uuml;rfe Sozialpolitik nicht ersetzen: &lsquo;Der Vermeidung von Armut kommt eine Schl&uuml;sselrolle zu.&rsquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/y5P38E\/578074\/Warnung-vor-sozialer-Not.html\">SZ<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Altkanzler Schr&ouml;der fordert Mindestlohn<\/strong><br>\nDer ehemalige Bundeskanzler Gerhard Schr&ouml;der hat die Folgen seiner Agenda 2010 bedauert. Auf einer Konferenz forderte er einen gesetzlichen Mindestlohn.<br>\nDer fr&uuml;here Bundeskanzler Gerhard Schr&ouml;der (SPD) hat Auswirkungen seiner Arbeitsmarktreform Agenda 2010 bedauert und die Arbeitgeber daf&uuml;r verantwortlich gemacht. Sie h&auml;tten die Ausweitung von Niedriglohnjobs &ldquo;ausgenutzt&rdquo;, sagte Schr&ouml;der laut der belgischen Nachrichtenagentur Belga auf einer Konferenz in Br&uuml;ssel.<br>\nEr pl&auml;dierte f&uuml;r einen &ldquo;vern&uuml;nftigen&rdquo; gesetzlichen Mindestlohn in Deutschland. Jeder m&uuml;sse seine Familie von seiner Arbeit ern&auml;hren k&ouml;nnen, sagte Schr&ouml;der.<br>\nAuf der Konferenz in Br&uuml;ssel ging es um wirtschaftliche Reformen in Deutschland und in Belgien. Der belgische Au&szlig;enminister Didier Reynders lobte Schr&ouml;der laut Belga f&uuml;r das &ldquo;schwierige&rdquo; Reformpaket und machte deutlich, dass er die Agenda 2010 als Vorbild sieht.<br>\nSchr&ouml;der erl&auml;uterte das Reformprogramm, das er im M&auml;rz 2003 pr&auml;sentiert hatte. Kernst&uuml;ck war das Prinzip des F&ouml;rderns und Forderns und die Zusammenlegung von Arbeits- und Sozialhilfe. F&uuml;r Menschen in schlecht bezahlten Jobs habe die Reform aber negative Folgen gehabt, r&auml;umte Schr&ouml;der ein.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/mobil.zeit.de\/politik\/deutschland\/2012-04\/schroeder-arbeitsmarkt-agenda2010\">Die Zeit<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung RS:<\/strong> Da spricht derselbe Gerhard Schr&ouml;der, der einst in Davos stolz von sich gegeben hat, dass er den gr&ouml;&szlig;ten Niedriglohnsektor Europas geschaffen hat. Das sind nur Krokodilstr&auml;nen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Kaufkraft der Rente sinkt und R&uuml;ckstand Ost steigt<\/strong><br>\n &ldquo;Die Rentner bleiben in diesem Jahr weiter vom wirtschaftlichen Aufschwung abgekoppelt&rdquo;, erkl&auml;rte der Pr&auml;sident der Volkssolidarit&auml;t, Prof. Gunnar Winkler, am Mittwoch zur Rentenanpassung 2012. Diese liege unterhalb der Preissteigerungsrate von 2,3 Prozent im Jahre 2011, kritisierte der Verbandspr&auml;sident. &ldquo;Mit einem Plus von 2,18 Prozent in den alten und von 2,26 Prozent in den neuen L&auml;ndern verlieren die Renten weiterhin an Kaufkraft.&rdquo; Das sei &ldquo;nach vielen mageren Jahren mit Nullrunden und niedrigen Rentenanpassungen nicht akzeptabel.&rdquo;<br>\nUrsache seien die K&uuml;rzungsfaktoren bei den Rentenanpassungen. &ldquo;Wenn das Rentenniveau l&auml;ngerfristig nicht weiter absinken soll, m&uuml;ssen die K&uuml;rzungsfaktoren weg&rdquo;, stellte der Verbandspr&auml;sident klar. &ldquo;Ansonsten werden auch dringend notwendige Einzelma&szlig;nahmen gegen Altersarmut kaum greifen.&rdquo;<br>\nWinkler kritisierte erneut, dass gleichzeitig der Rentenr&uuml;ckstand Ost weiter steigt. &ldquo;Mit der nur geringf&uuml;gig h&ouml;heren Rentenanpassung im Osten wird der R&uuml;ckstand des aktuellen Rentenwerts Ost (24,37 Euro) zu dem f&uuml;r die alten L&auml;nder geltenden Rentenwert (27,47 Euro) nicht abgebaut. Der Abstand pro Entgeltpunkt von bisher 3,10 Euro steigt auf 3,15 Euro. Das sind 142 Euro weniger Rente brutto monatlich f&uuml;r den Eckrentner Ost nach gegenw&auml;rtig 139 Euro monatlich weniger im Vergleich zum Eckrentner West.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.volkssolidaritaet.de\/cms\/pressemitteilung_rentenplus_ist_kaufkraftminus.html\">Volkssolidarit&auml;t<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Am Ende arm &ndash; Wenn im Alter das,Geld nicht reicht<\/strong><br>\nDie Altersarmut w&auml;chst. 400.000 &auml;ltere Menschen leben bereits jetzt von der staatlichen Grundsicherung, der Sozialhilfe f&uuml;r Rentner. In den vergangenen f&uuml;nf Jahren hat sich die Zahl arbeitender Ruhest&auml;ndler um eine Viertelmillion erh&ouml;ht.<br>\nViele wollen noch arbeiten, immer mehr sind aber trotz Rente auf einen Zusatzverdienst angewiesen, weil die Rente nicht reicht.<br>\nL&ouml;sung Riestern? Dabei sollte es soweit erst gar nicht kommen. Dass die gesetzliche Rente<br>\neines Tages nicht mehr reichen k&ouml;nnte, darauf hatte die Politik fr&uuml;hzeitig hingewiesen. Privat versichern sllte die L&ouml;sung sein. Doch zehn Jahre nach Einf&uuml;hrung der privaten Altersvorsorge mit staatlicher Unterst&uuml;tzung, ist die Riester-Versicherung in Verruf geraten: schlechte Beratung, hohe Geb&uuml;hren, wenig Rendite. Und obwohl die Bundesregierung weiterhin nachdr&uuml;cklich f&uuml;r die private Vorsorge wirbt, nimmt sie es mit der Kontrolle der angebotenen Finanzprodukte augenscheinlich nicht sehr genau. Die Folge: Kaum einer wei&szlig; noch, wie er sich richtig f&uuml;rs Alter richtig absichern kann. Die Verunsicherung ist gro&szlig;.<br>\nDie ZDFzoom-Reporter Tanja von Ungern-Sternberg und Christian Bock gehen auf Spurensuche, sie stellen die Frage: Ist Altersarmut tats&auml;chlich unvermeidbar? Sie treffen Menschen, deren Rente zum Leben nicht reicht und Niedrigl&ouml;hner, die gerne vorsorgen w&uuml;rden, aber deren Geld dazu nicht reicht. Und sie tauchen ein in die Welt der privaten<br>\nRentenversicherungen, die gerne viel versprechen, das aber am Ende nicht immer halten k&ouml;nnen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/zoom.zdf.de\/ZDFde\/inhalt\/9\/0,1872,8235273,00.html?dr=1\">ZDF<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung J&uuml;rgen Karl:<\/strong> Obwohl man es eigentlich wissen sollte ist man doch immer wieder sprachlos, wenn man sieht, dass die Riester-Rente offensichtlich nur eingef&uuml;hrt wurde um den Banken und Versicherungsgesellschaften die Taschen zu f&uuml;llen.<\/em><br>\n<em>Recht nett auch der Kontrast von Walter Riesters protziger Wohnung zu den Behausungen der Menschen, deren Rente zum Leben nicht reicht.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>&ldquo;N&auml;chstenliebe ist knallharte Pflicht&rdquo;<\/strong><br>\nDie Linke Sahra Wagenknecht und der Christdemokrat Heiner Gei&szlig;ler streiten &uuml;ber die Frage, ob und wie der wild gewordene Kapitalismus abzuschaffen ist<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/2011\/51\/Streitgespraech-Wagenknecht-Geissler\/komplettansicht\">DIE ZEIT<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Die Kosten psychischer Erkrankungen und Belastungen in Deutschland<\/strong><br>\nPsychische St&ouml;rungen sind eine wesentliche Ursache f&uuml;r Arbeitsunf&auml;higkeit und Fr&uuml;hverrentung. Die wirtschaftlichen Belastungen durch diese Erkrankung sind wegen der Kombination aus hohem Verbreitungsgrad, fr&uuml;hem Einsetzen und oft ung&uuml;nstigem, langem Krankheitsverlauf bedeutend. Die j&auml;hrlichen Gesamtkosten wurden in Europa f&uuml;r das Jahr 2004 auf 240 Milliarden &euro; gesch&auml;tzt. Der gr&ouml;&szlig;te Teil entf&auml;llt dabei auf die indirekten Kosten, die mit 132 Milliarden &euro; beziffert werden k&ouml;nnen.<br>\nDas Thema &bdquo;psychische Belastungen und psychische Gesundheit&ldquo; hat dementsprechend als Handlungsfeld in der betrieblichen Praxis in den letzten Jahren an Bedeutung gewonnen. Als Hindernis f&uuml;r die Umsetzung pr&auml;ventiver Ma&szlig;nahmen wird seitens der Unternehmen oft ein vermeintlich ung&uuml;nstiges Kosten-Nutzen-Verh&auml;ltnis gesehen. Dies wirft die Frage auf, welche &ouml;konomischen Auswirkungen psychische St&ouml;rungen und Belastungen aufweisen, wie hoch also das &ouml;konomische Potential geeigneter Ma&szlig;nahmen zur Vermeidung oder Linderung psychischer St&ouml;rungen ist.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.gegenblende.de\/14-2012\/++co++5bb4d966-8556-11e1-6f68-001ec9b03e44\">Gegenblende<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Wir d&uuml;rfen nicht zu Handlangern der Kassen werden<\/strong><br>\nInformatiker zur e-Card: &bdquo;Daten sind v&ouml;llig unsicher&ldquo; &ndash; eGK-Gegner diskutieren in Berlin<br>\nMilliardenkosten, minimaler Nutzen: Wohl kaum ein gesundheitspolitisches Projekt ist so umstritten wie die elektronische Gesundheitskarte (eGK). Nicht nur &Auml;rzte wehren sich gegen das Projekt e-Card, Kritik kommt auch von Patientenvertretern und Datensch&uuml;tzern. Auf Einladung der Initiative &bdquo;Stoppt die e-Card&ldquo; trafen sich am Mittwoch eGK-Gegner zu einer Tagung in Berlin, um &uuml;ber die Risiken und Nebenwirkungen der elektronischen Gesundheitskarte zu diskutieren.<br>\nIm Mittelpunkt stand dabei vor allem die Frage nach der Datensicherheit &ndash; nicht zuletzt aufgrund des geplanten Online-Versichertenstammdaten-Abgleichs. Sensible Patientendaten sollen hierf&uuml;r k&uuml;nftig auf zentralen Servern gespeichert werden, sodass alle Arztpraxen und Kliniken Zugang haben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.stoppt-die-e-card.de\/index.php?\/archives\/179-Wir-duerfen-nicht-zu-Handlangern-der-Kassen-werden.html\">stoppt-die-e-card<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Leser J.H.:<\/strong> Das Argument, den &Auml;rzten werde endlich auf die Finger geschaut, verdeckt die eigentlichen schwerwiegenden Folgen f&uuml;r die Patienten, insbesondere wenn die elektronische Patientenakte Wirklichkeit wird. Zun&auml;chst werden noch die Appetizer gereicht: Notfalldatensatz, Missbrauchsverh&uuml;tung durch Foto auf der Karte oder unn&ouml;tige  Doppeluntersuchungen. Man muss allerdings nach dem cui bono eines solchen Milliardenprojektes fragen. Da kommen die Patienten ganz am Ende.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Manager halten deutsche Wirtschaft f&uuml;r b&auml;renstark<\/strong><br>\nDa mag es &uuml;berall in Europa gef&auml;hrlich donnern &ndash; f&uuml;r die Zukunft Deutschlands herrscht in den Chefetagen einhelliger Optimismus: 95 Prozent der Top-Entscheider bescheinigen dem Land gute bis sehr gute Perspektiven f&uuml;r die kommenden zehn Jahre; 92 Prozent erwarten, dass es weltweit eine technologische F&uuml;hrungsrolle innehaben wird. Und 77 Prozent halten die Republik f&uuml;r gut bis sehr gut f&uuml;r den internationalen Wettbewerb ger&uuml;stet. Das ergibt das neue Capital-Elite-Panel anl&auml;sslich des 50. Jubil&auml;ums des Wirtschaftsmagazins Capital. F&uuml;r die Umfrage interviewte das Institut f&uuml;r Demoskopie Allensbach (IfD) mehr als 500 F&uuml;hrungsspitzen aus Wirtschaft, Politik und Verwaltung. (&hellip;) &ldquo;Die Elite ist f&uuml;r Deutschland bullish&rdquo;, konstatiert Allensbach-Chefin Renate K&ouml;cher.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/karriere-management\/management\/:capital-elite-panel-manager-halten-deutsche-wirtschaft-fuer-baerenstark\/70024191.html\">FTD<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers G.K.<\/strong>: <a href=\"\/upload\/pdf\/120419_anmerkung_gk.pdf\">Hier [PDF &ndash; 34 KB]<\/a><\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Eltern m&uuml;ssen keine Kopierkosten zahlen<\/strong><br>\nEltern in Sachsen d&uuml;rfen nach einem Urteil des Oberverwaltungsgerichts Bautzen nicht mehr f&uuml;r Kopien von Unterrichtsmaterial zur Kasse gebeten werden. Die Kommunen als Tr&auml;ger &ouml;ffentlicher Schulen seien f&uuml;r die Bereitstellung solcher Unterlagen zust&auml;ndig.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/bildung\/grundsatzurteil-in-sachsen-eltern-muessen-keine-kopierkosten-zahlen-1.1335028%20\">SZ<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Experte erkl&auml;rt: Darum haben sich alle so geirrt!<\/strong><br>\nAuf BILD.de erkl&auml;rt Thomas Straubhaar die sechs gr&ouml;&szlig;ten Irrt&uuml;mer der Wirtschaftsexperten:&#8203;\n<ul>\n<li>Ver&ouml;ffentliche, oder verschwinde&#8203;<br>\nFalsch! Der Grundsatz &bdquo;Wer nicht publiziert, macht keine Karriere&rdquo; ist zum Dogma geworden. Dadurch treibt nicht Erkenntnisgewinn, sondern die Publikationsf&auml;higkeit der Ergebnisse den Ehrgeiz von Forschenden. Statt um Wahrheit und Erkenntnis geht es oftmals nur noch um Macht, Prestige, Forschungsmittel oder noch schlichtere pers&ouml;nlichen Interessen.<\/li>\n<li>Mehr Mathematik, bessere &Ouml;konomie &#8203;<br>\nFalsch! &Ouml;konomie ist eine Geistes- und Sozialwissenschaft. Deshalb wird es nie eine Exaktheit der Prognosen geben k&ouml;nnen, wie sie in den Naturwissenschaften erwartet wird. Daran &auml;ndern auch mathematische Modelle nichts, die immer h&auml;ufiger hinzugezogen werden.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Faktoren aus der Philosophie, den Sozial- oder Verhaltenswissenschaften werden zu wenig Ernsthaft ber&uuml;cksichtigt. Die Bandbreite der Wirtschaftswissenschaften ist zu eng und damit die M&ouml;glichkeit von Erkenntnisgewinn zu gering.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bild.de\/geld\/wirtschaft\/finanz-krise\/finanzkirse-experte-darum-haben-sich-alle-geirrt-23107748.bild.html\">bild.de<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Straubhaar wandelt sich immer mehr vom Saulus zum Paulus.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Bertelsmann und die Bundespr&auml;sidenten<\/strong><br>\nG&auml;be es das Amt des Bundespr&auml;sidenten nicht, dann m&uuml;sste es die Bertelsmann-Stiftung erfinden. Auf wundersame Weise erscheint es wie geschaffen f&uuml;r die Stiftung einer Unternehmerfamilie, die sich aber politisch einmischen will. F&uuml;r jemand also, der sich mit Geld und Ideen Zugang und N&auml;he zur Macht erkaufen will.<br>\nZu viel Macht, wie die Piratenpartei in Nordrhein-Westfalen nun findet. In ihrem Wahlprogramm, das am Wochenende verabschiedet wurde, steht auch die Forderung, der Bertelsmann-Stiftung die Gemeinn&uuml;tzigkeit abzuerkennen, weil sie &ndash; zusammengefasst &ndash; in ihren Studien und Empfehlungen h&auml;ufig Ver&auml;nderungen empfehle, die dem Unternehmen Bertelsmann dienen. Um diese zu erreichen, setzte die Stiftung auch ihren Einfluss beim jeweiligen Bundespr&auml;sidenten ein.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.berliner-zeitung.de\/medien\/stiftung-bertelsmann-und-die-bundespraesidenten,10809188,14840424.html\">Berliner Zeitung<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Freiheit: Ein Leben, das ich bejahen kann<\/strong><br>\nDie Philosophin Birgit Recki erkl&auml;rt, was Freiheit ist &ndash; f&uuml;r Gauck, Janis Joplin und sich selbst: &ldquo;Aber an dem Diskurs, der sich vor der Wahl Joachim Gaucks zum Bundespr&auml;sidenten entfaltete, st&ouml;rte mich doch sehr diese Gedankenlosigkeit, besser Begriffsstutzigkeit. Es gibt doch einfach gedankliche Vorordnungs- und Nachordnungsverh&auml;ltnisse: Was w&uuml;rden wir denn von einer Gerechtigkeit halten, die komplette Gleichverteilung aller vorhandenen G&uuml;ter leistet, das aber in einer Diktatur? &hellip; Wenn man das mal durchspielt, gibt es &ndash; ohne den Gedanken der Freiheit &ndash; durchaus die M&ouml;glichkeit einer Gerechtigkeit in einem totalit&auml;ren System. &hellip; In meinen Augen z&auml;hlt vor allem, dass das Individuum sich selbst bestimmen kann, dass man selbst entscheiden kann, wie man lebt, warum man wie lebt, warum man nicht anders lebt und welche Formen dieses Leben im Einzelnen annimmt. &hellip; Gauck spricht im Zusammenhang von Freiheit immer von Verantwortung. &hellip; Er l&auml;sst gar keinen Zweifel dran, dass f&uuml;r ihn der Freiheitsbegriff mit Verantwortung zusammenh&auml;ngt. Damit ist aber auch gesagt, dass er nicht irgendeine haltlose, anarchoide, r&uuml;cksichtslose, v&ouml;llig bindungslose Freiheitskonzeption vertritt, sondern dass es immer so ist, dass die Freiheit des einen ihre Grenzen an der ebenso berechtigten Freiheit des anderen findet, und damit ist die Frage nach der gleichm&auml;&szlig;igen Sicherung von Ressourcen zur Realisierung der Freiheit aller bereits pr&auml;sent. Man h&auml;tte sich die ganze Zeit schon klar machen k&ouml;nnen, dass er allein deshalb immer in der N&auml;he der Gerechtigkeit ist &ndash; und die Ignoranz, die da im Diskurs ausgelebt wurde, ist schon besonders verantwortungslos.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=ku&amp;dig=2012%2F04%2F14%2Fa0027&amp;cHash=25fd796821\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> So sinnvoll es erscheint, eine Philosophin nach dem Wesen der Freiheit zu befragen, so traurig ist das Ergebnis. Wie kann die Philosophin die Geschichte des Begriffs Freiheit so leichtfertig ignorieren zu Gunsten einer banalen Parteinahme f&uuml;r einen aktuellen Politiker. Sie wirft der Kritik am Freiheitsbegriff des Bundespr&auml;sidenten vor, die Vorordnungs- und Nachordnungs Verh&auml;ltnisse von Freiheit und Gerechtigkeit zu ignorieren, ja auf den Kopf zu stellen. Von einem konstruierten Bild eines totalit&auml;ren Systems aus, das Gerechtigkeit erm&ouml;glicht, m&ouml;chte uns Birgit Recki mitteilen, dass Gerechtigkeit nichts sei, wenn es keine Freiheit g&auml;be. Dreimal d&uuml;rfen Sie raten, welches System denn gemeint sein k&ouml;nnte. Es ist das System, dem die heutigen Gauckkritiker anhingen, welche sind: &ldquo;Die Linken, die bis heute immer noch nicht gesagt haben, wo die SED-Millionen eigentlich verblieben sind.&rdquo; Das ist infam und vor allem billig, aber zur&uuml;ck zu den Vorordnungs- und Nachordnungsverh&auml;ltnissen. Von Solon &uuml;ber Kant bis Rawls ist Gerechtigkeit das Prinzip der Sicherung von Freiheit. Bei Solon ist derjenige frei, der auf der Erde der Polis (antiker griechischer Stadtstaat) lebt. In der Polis wird Willk&uuml;r und Gewalt durch das Gesetz in seine Schranken gewiesen. Freiheit besteht in der Gleichheit vor dem Gesetz, das unumschr&auml;nkt herrscht. Bei Kant wird dem einzelnen nur soweit Freiheit zugestanden, wie dies im Rahmen einer allgemeinen gesetzlichen Regelung m&ouml;glich ist. Nur vor dem Hintergrund des Willens zur gesetzlichen Allgemeinheit, welche eine vern&uuml;nftige Gleichheit impliziert, ist es m&ouml;glich sein Gl&uuml;ck zu suchen bzw. sich selbst ein Gesetz zu sein. Rawls r&uuml;ckt ein Gerechtigkeitsprinzip in den Vordergrund, wonach jedermann ein gleiches Recht auf ein gr&ouml;&szlig;tm&ouml;gliches System von Grundfreiheiten zuzugestehen sei. Auch hier gew&auml;hrt erst das Gerechtigkeit die Realisierung von Freiheit, auf dass dieses f&uuml;r alle gelte. Nat&uuml;rlich ist eine bestehende Rechtsordnung niemals ganz so, wie sie sein sollte. Weswegen sich Rawls damit begn&uuml;gt, dass innerhalb der faktisch bestehenden sozialen und &ouml;konomischen Ungleichheiten ein Prinzip gelte, dass den am wenigsten beg&uuml;nstigten Personen immer noch den gr&ouml;&szlig;tm&ouml;glichen Vorteil bringen sollte. Aber vielleicht ist es angemessener, heutigen &bdquo;Liberalen&ldquo; die Schrift, &bdquo;On Liberty&ldquo;, von John Stuart Mill als Pflichtlekt&uuml;re an das Herz zu legen. Dieser Klassiker des Liberalismus muss heute oft nur daf&uuml;r herhalten, den Staat als paternalistisch abzutun. Nat&uuml;rlich betont Mill, die &bdquo;Grenzen der Gewalt, die f&uuml;glich die Gesellschaft &uuml;ber den einzelnen aus&uuml;ben sollte.&ldquo; Freilich er sagt auch: &bdquo;Ein gewisser Zwang aber ist immer n&ouml;tig, um die st&auml;rkeren Pers&ouml;nlichkeiten daran zu hindern, die Rechte der Schw&auml;cheren einzuschr&auml;nken&hellip; Um zum Heile anderer die strengen Regeln der Gerechtigkeit einzuhalten, entwickelt der Mensch die Gef&uuml;hle und die Gaben, die das Wohl anderer bezwecken.&ldquo; Tats&auml;chlich r&auml;umt Mill dem Staat sehr viel mehr Aufgaben und Befugnisse zur Einflussnahme auf die sozialen und wirtschaftlichen Belange der Individuen ein, als dies die heutigen &bdquo;Liberalen&ldquo; akzeptieren.<\/em><\/p>\n<p><em>Um von diesen allzu verknappten, sehr allgemeine Hinweisen zu einem konkreten Punkt zu kommen, kann man auf Aristoteles zur&uuml;ckgreifen, der in seiner die Nikomachischen Ethik schreibt: <\/em><\/p>\n<blockquote><p><em>&ldquo;Als unfreiwillig gilt also, was unter Zwang und aufgrund von Unwissenheit geschieht. Dementsprechend darf als freiwillig das gelten, dessen bewegendes Prinzip in dem Handelnden selbst liegt, wobei er ein volles Wissen von den einzelnen Umst&auml;nden der Handlung hat.&rdquo;<\/em><\/p><\/blockquote>\n<p><em>Im konkreten Leben beinhaltet die Forderung nach einem vollen Wissen von den einzelnen Umst&auml;nden der Handlung eine wesentliche Beschr&auml;nkung der freien Entscheidung. Denn wer hat die Chance, konkret die Zeit, die Freiheit die einzelnen Aspekte seines Handelns zu bedenken &ndash; au&szlig;er vielleicht ein Aristoteles als freier B&uuml;rger in einer Sklavenhaltergesellschaft oder offensichtlich Recki, die das Privileg genie&szlig;t &ldquo;von den Alltagsverpflichtungen des Hochschullehrers befreit&rdquo; zu sein? Rossana Rossanda bringt es auf den Punkt: &ldquo;Wie kann man es ertragen, dass die meisten Menschen auf der Erde nicht einmal die Chance haben, dar&uuml;ber nachzudenken, wer sie sind und was sie werden wollen, weil das ganze Abenteuer des Lebens von Anfang an ruiniert ist?&rdquo; Recki sollte weniger von der kompletten Gleichverteilung aller vorhandenen G&uuml;ter  in einer Diktatur faseln, sondern sich Gedanken dar&uuml;ber machen, wie die Voraussetzungen zu schaffen sind, &ldquo;dass das Individuum sich selbst bestimmen kann&rdquo;. Schade, dass es f&uuml;r Recki nur dazu reichte, sich an &ldquo;marxistische Bildung heranzustasten&rdquo;. Sie h&auml;tte sich sonst vielleicht davon inspirieren lassen, dass das &ldquo;Reich der Notwendigkeit&rdquo;, die kapitalistische Produktionsweise, dar&uuml;ber entscheidet, wie viel freie Zeit die Individuen besitzen, welche materiellen Mittel im &ldquo;Reich der Freiheit&rdquo; zur Verf&uuml;gung stehen und welche M&ouml;glichkeiten freier Selbstbest&auml;tigung zur Vervollkommnung der Menschen als Selbstzweck bestehen. Vor diesem Hintergrund forderte Marx ganz konkret eine Verk&uuml;rzung des Arbeitstages, welche im Verlauf des 20. Jahrhunderts realisiert wurde. In der heutigen Zeit nimmt die Gewaltandrohung der M&auml;chtigen eine ganz andere Form an als zu Zeiten Solons. Es ist die zunehmende Dominanz des kapitalistischen Verwertungssystems &uuml;ber unsere Lebenssysteme, die die Chance von Kindern und Jugendlichen bis hin zu den Erwachsenen einschr&auml;nkt, sich selbst zu bestimmen &ndash; angefangen bei der Komprimierung von Lern-und Bildungsinhalten in ein immer enger werdendes Zeitfenster bis hin zur Ausdehnung der Arbeitszeit in den letzten zehn Jahren, von den Verh&auml;ltnissen in Entwicklungsl&auml;ndern ganz zu schweigen. &ndash; Nein Frau Recki oder auch Herr Gauck, die Frage ist nicht, wie der Einzelne Freiheit in Verantwortung realisiert, sondern inwiefern die heutige Form des Kapitalismus den Menschen daran hindert, bei sich zu sein.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Reden ist im Bundestag nicht ganz so leicht<\/strong><br>\nDas Rederecht der Bundestagsabgeordneten wird in einem komplizierten Verfahren ausgehandelt. Wenn der &Auml;ltestenrat des Parlaments &ndash; in dem Vertreter aller Fraktionen und Parlamentspr&auml;sident Norbert Lammert (CDU) sitzen &ndash; die Themen f&uuml;r einen Sitzungstag festgelegt hat, wird die Redezeit verteilt. Grundlage ist die so genannte Berliner Stunde, bei der die Fraktionen gem&auml;&szlig; ihrer Mandate ber&uuml;cksichtigt werden. Die CDU bekommt derzeit 23 Minuten, die SPD 14, die FDP 9 und Gr&uuml;ne und Linkspartei je 7 Minuten. Dauert eine Debatte l&auml;nger als eine Stunde, werden die Zeiten entsprechend verl&auml;ngert. Dann bestimmen die Fraktionen ihre Redner. Meist haben die ChefInnen und die fachpolitischen Sprecher den ersten Zugriff. Das ist auch sinnvoll, weil sie die Mehrheitsmeinung der Fraktionen abbilden. Es ist angesichts solch knapper Zeiten also nicht m&ouml;glich, jeden Kritiker eigens zu ber&uuml;cksichtigen. Lammert brach diese Verabredung im September 2011, indem er selbst zwei Kritiker des Euro-Rettungsschirmes aus CDU und FDP auf die Rednerliste setzen. Im parlamentarischen Betrieb ist Usus, dass die Fraktionen die Festlegung der Redner selbst &uuml;bernehmen. Entsprechend erteilte ihm der &Auml;ltestenrat nach der Debatte eine R&uuml;ge. Die R&uuml;ge unterst&uuml;tzten damals alle Fraktionen &ndash; auch Gr&uuml;ne und Linkspartei. Ebenso erteilte der &Auml;ltestenrat dem Gesch&auml;ftsordnungsausschuss den Auftrag, die Gesch&auml;ftsordnung zu pr&auml;zisieren. Aus diesem Anliegen heraus erkl&auml;rt sich die Idee von Union, FDP und SPD, Lammert die M&ouml;glichkeit zu geben, &ldquo;im Benehmen mit den Fraktionen weiteren Rednern (&hellip;) das Wort f&uuml;r in der Regel drei Minuten zu erteilen&rdquo;.<br>\nDer zweite strittige Punkt ist die Frage, ob jeder Abgeordnete vor einer Abstimmung weiterhin bis zu f&uuml;nfmin&uuml;tige Erkl&auml;rungen abgeben darf. Dieses Recht wollten Union, FDP und SPD urspr&uuml;nglich beschneiden &ndash; zugunsten von schriftlichen Erkl&auml;rungen oder dreimin&uuml;tigen Reden. Zum einen haben Fraktionen durch dieses Recht ihre Redezeit in der Vergangenheit k&uuml;nstlich ausgedehnt. Und wiederholten die Argumente ihrer vorher gesetzten Redner. Au&szlig;erdem ist es durchaus &uuml;blich, dass selbst ganze Reden zu Themen im Parlament zu Protokoll gegeben werden &ndash; etwa, wenn sie sp&auml;tabends stattfinden sollen. Wie nach der Emp&ouml;rung und dem R&uuml;ckzieher die Gesch&auml;ftsordnung ge&auml;ndert wird, ist unklar.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=a2&amp;dig=2012%2F04%2F17%2Fa0035&amp;cHash=b65220182c\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Ein wenig untergegangen ist, dass mit der Neuregelung die Befugnis des Bundestagspr&auml;sidenten&nbsp;festgeschrieben worden w&auml;re, &ldquo;Abweichlern&rdquo; ein Rederecht einzur&auml;umen. Jetzt werden weiterhin nur Parlamentarier im Plenum das Wort erhalten, die von den Fraktionen dazu bestimmt wurden.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Argentinische Pr&auml;sidentin will spanischen &Ouml;lkonzern enteignen: Eine Frau zeigt Z&auml;hne<\/strong><br>\nWochenlang hatte Argentiniens Regierung gedroht, weil der spanische &Ouml;lkonzern Repsol zu wenig investiert habe und deshalb der Sprit im Lande knapp geworden sei. Zum Beginnder Woche machte Cristina Fernadez de Kirchner dann ernst.<br>\nVor 13 Jahren erst hatte Pr&auml;sident Carlos Menem das &Ouml;l- und Gasunternehmen an Spaniens Giganten Repsol verscherbelt. Es waren die Zeiten der hemmungslosen Privatisierungen.<br>\nJetzt also holt die Pr&auml;sidentin Kirchner diese Schatzkammer f&uuml;r Argentinien zur&uuml;ck.<br>\nDie argentinische Unternehmerfamilie Eskenazi darf ihren Anteil von 25,6 Prozent behalten. Auch die restlichen Aktien, mehrheitlich in den H&auml;nden von US-Investmentfonds, sollen nicht enteignet werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/argentinische-praesidentin-will-oelkonzern-enteignen-eine-frau-zeigt-zaehne-1.1335135\">FR<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>ARD<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<strong>Endg&uuml;ltiges Aus f&uuml;r Gottschalk live am 7. Juni<\/strong><br>\nDie ARD-Intendanten haben sich dazu entschlossen, das teure Experiment &ldquo;Gottschalk live&rdquo; zu beenden. Am 7. Juni l&auml;uft die letzte Sendung. Gottschalk schauten zuletzt unter eine Million Zuschauer. Gottschalk war am 23. Januar zum ersten Mal mit der Talkshow auf Sendung gegangen. Nach dem Aus wird nun Dieter Nuhr mit einer Satiresendung den Platz &uuml;bernehmen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/fernsehen\/article106199864\/Endgueltiges-Aus-fuer-Gottschalk-live-am-7-Juni.html?config=print\">Welt<\/a>\n<li><strong>Die gro&szlig;en ARD-Talker &ndash; einer muss gehen<\/strong><br>\nVon Jauch bis Maischberger: In der ARD wird um die Wette getalkt, Themen und G&auml;ste wiederholen sich. Der WDR fordert nun eine Reduzierung der Talksendungen &ndash; zu Recht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/fernsehen\/article106199505\/Die-grossen-ARD-Talker-einer-muss-gehen.html?config=print\">Welt<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Zu guter Letzt<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Jahrhundert-Bild<\/strong><br>\nIn diesem fingierten Anwerbeversuch nimmt Titanic (getarnt als Bild-Redaktion, wegen m&ouml;glicher Mitarbeit an der Jubil&auml;ums-Ausgabe) mit Martin Walser, Richard Wagner (der tats&auml;chlich einen Text liefert), Kardinal Meisner, G&uuml;nter Grass und Thea Dorn Kontakt auf.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.titanic-magazin.de\/jahrhundertbild.html\">Titanic<\/a><\/li>\n<li><strong>Volker Pispers: Freibeuter<\/strong><br>\nQuelle:  <a href=\"http:\/\/www.wdr2.de\/unterhaltung\/kabarett\/volker_pispers102.html\">WDR-2<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. 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(RS\/WL)<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-12912","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/12912","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=12912"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/12912\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":12917,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/12912\/revisions\/12917"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=12912"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=12912"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=12912"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}