{"id":129173,"date":"2025-02-23T13:00:44","date_gmt":"2025-02-23T12:00:44","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=129173"},"modified":"2025-02-21T19:22:05","modified_gmt":"2025-02-21T18:22:05","slug":"linke-opposition-gegen-maduro-eine-kohaerente-politik-entwickeln-die-langfristig-bestand-hat","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=129173","title":{"rendered":"Linke Opposition gegen Maduro: \u201eEine koh\u00e4rente Politik entwickeln, die langfristig Bestand hat&#8221;"},"content":{"rendered":"<p>Ein Gespr&auml;ch mit <strong>Manuel Azuaje Rever&oacute;n<\/strong> von der neuen linken Str&ouml;mung &ldquo;Comunes&rdquo; &uuml;ber Perspektiven der Opposition gegen die Regierung von Nicol&aacute;s Maduro, zunehmende Repression, schwer einsch&auml;tzbare soziale Dynamiken in der venezolanischen Bev&ouml;lkerung und das komplexe Verh&auml;ltnis zu den USA. Das Interview f&uuml;hrte <strong>Jan K&uuml;hn<\/strong>.<br>\n<!--more--><br>\n<strong>Ohne &uuml;berpr&uuml;fbare Wahlergebnisse wurde Nicol&aacute;s Maduro am 10. Januar erneut als Pr&auml;sident Venezuelas vereidigt. Wie bewerten Sie die aktuelle Situation, und was erwarten Sie f&uuml;r die kommende Amtszeit?<\/strong><\/p><p>Mit der Vereidigung Maduros am 10. Januar hat in Venezuela eine De-facto-Regierung begonnen. Diese st&uuml;tzt sich vor allem auf Gewalt, auf eine enge Allianz mit den milit&auml;rischen und polizeilichen Kr&auml;ften. Genau diese Polizeikr&auml;fte haben die Repression durchgef&uuml;hrt, um die nach den Pr&auml;sidentschaftswahlen am 28. Juli ge&auml;u&szlig;erte Unzufriedenheit zu unterdr&uuml;cken.<\/p><p>Doch es muss auch gesagt werden, dass diese Regierung durch eine &auml;u&szlig;erst enge Verbindung mit den wirtschaftlichen Eliten sowie mit nationalem und transnationalem Kapital abgesichert wird. Diesen wurde in den letzten Jahren die Ausbeutung venezolanischer Ressourcen &uuml;berlassen &ndash; darunter sogar US-Unternehmen wie Chevron. Das ist eine klassische Allianz, die sich stark von dem unterscheidet, was man sich unter einer oft als &ldquo;links&rdquo; bezeichneten Regierung vorstellt.<\/p><p>Diese Beziehungen k&ouml;nnten sich jetzt noch vertiefen, da die Regierung keine Verpflichtungen mehr gegen&uuml;ber der Bev&ouml;lkerung hat. Sie muss weder L&ouml;hne erh&ouml;hen noch Sozialpolitik betreiben, denn letztlich schuldet sie den Menschen nichts.<\/p><p>Dass diese Regierung an der Macht bleibt, bedeutet einen tiefgreifenden Wandel im politischen Leben Venezuelas. Es schr&auml;nkt die M&ouml;glichkeiten ein, Politik im grundlegendsten Sinne zu betreiben &ndash; sich zu organisieren, an Versammlungen teilzunehmen, &ouml;ffentlich zu sprechen, Aktivit&auml;ten zu veranstalten oder Menschen f&uuml;r eine politische Organisation zu gewinnen.<\/p><p>In den Tagen vor dem 10. Januar geschah etwas, das in dieser Form bisher nicht vorgekommen war: Die Regierung richtete ihren repressiven Apparat gegen das B&uuml;ndnis Frente Democr&aacute;tico Popular und insbesondere gegen drei ihrer sichtbarsten Sprecher. Der ehemalige Pr&auml;sidentschaftskandidat Enrique M&aacute;rquez wurde festgenommen, Mar&iacute;a Alejandra D&iacute;az und ihre Familie werden verfolgt, und Juan Barreto wurde faktisch unter Hausarrest gestellt &ndash; obwohl es keine gerichtliche Anordnung gibt. Vor seinem Haus stehen Polizisten, die ihm unmissverst&auml;ndlich mitteilen, dass er seine Wohnung nicht verlassen darf.<\/p><p>Die Menschen haben nun sp&uuml;rbar Angst. Sie scheuen sich davor, sich Organisationen anzuschlie&szlig;en oder offen ihre Meinung zu &auml;u&szlig;ern. Das ist der eng begrenzte Spielraum, in dem wir uns jetzt bewegen.<\/p><p>Auch der Nationale Wahlrat (CNE) ist de facto entmachtet. Dieses unabh&auml;ngige Organ, das f&uuml;r die Organisation von Wahlen und die Festlegung von Wahlkalendern zust&auml;ndig ist, hat seine Befugnisse faktisch verloren. Es scheint, als ob die Nationalversammlung, die Legislative, sich selbst die Zust&auml;ndigkeiten des CNE zuspricht.<\/p><p>Die Regierung strebt Gespr&auml;che an, um die Wahltermine f&uuml;r dieses Jahr festzulegen. Wahrscheinlich wird sie versuchen, Druck auf die Oppositionsparteien auszu&uuml;ben, die derzeit B&uuml;rgermeister- oder Gouverneursposten innehaben. Diese Parteien k&ouml;nnten gezwungen sein, die Wahlergebnisse anzuerkennen und sich der Exekutive zu unterwerfen, um ihre Positionen zu behalten und unter den gegebenen Bedingungen weiter teilnehmen zu k&ouml;nnen.<\/p><p>Das w&uuml;rde jedoch bedeuten, die Bev&ouml;lkerung im Stich zu lassen. Denn die allgemeine Wahrnehmung ist, dass dies der falsche Weg ist. Angesichts der fehlenden Legitimit&auml;t der letzten Pr&auml;sidentschaftswahlen w&uuml;rde die Ansetzung neuer Wahlen, ohne diese Problematik vorher zu kl&auml;ren, auf gro&szlig;en Widerstand in der Bev&ouml;lkerung sto&szlig;en. Gleichzeitig stehen die Parteien vor einem Dilemma: Sie wollen diese Machtpositionen nicht verlieren. Das ist in etwa die Situation, in der wir uns momentan befinden[<a href=\"#foot_1\" name=\"note_1\">1<\/a>].<\/p><p><strong>Sie haben keinerlei Zweifel daran, dass ein Wahlbetrug begangen wurde?<\/strong><\/p><p>Die Ergebnisse, die der Wahlrat bekannt gegeben hat, entsprechen weder dem, was die Menschen erlebt haben, noch dem, was in den Stra&szlig;en und Wahllokalen tats&auml;chlich geschah. Zudem wurden die Mechanismen zur &Uuml;berpr&uuml;fung dieser Ergebnisse nicht eingehalten, wodurch es weder Legitimit&auml;t noch Nachpr&uuml;fbarkeit gibt.<\/p><p>Mit der Zeit haben selbst einige Mitglieder des PSUV im Privaten in zynischer Weise einger&auml;umt: <\/p><blockquote><p>\n&bdquo;Ja, wir haben diese Wahlen gestohlen, aber wir mussten es tun, weil es strategisch notwendig war, um zu verhindern, dass die Rechte an die Macht kommt.&rdquo;\n<\/p><\/blockquote><p>Das ist inzwischen Teil der offiziellen Rhetorik der Regierung und von Nicol&aacute;s Maduro selbst, der sagt, dass b&uuml;rgerliche Wahlen eine Farce seien und dass solche Wahlen nie wieder stattfinden d&uuml;rften. Stattdessen solle ein anderes Wahlsystem eingef&uuml;hrt werden. Dies zeigt schrittweise ein faktisches Eingest&auml;ndnis dar&uuml;ber, was bei diesem Prozess wirklich geschehen ist.<\/p><p>Die Menschen wissen, was passiert ist. Deshalb gingen sie am Tag nach der Wahl auf die Stra&szlig;e &ndash; aus dem klaren Bewusstsein heraus, dass die Ergebnisse, die ihnen pr&auml;sentiert wurden, in keiner Weise mit dem &uuml;bereinstimmten, was sie in ihren Stadtvierteln gesehen hatten. Besonders beeindruckend war, dass in Gegenden, in denen der Chavismus fr&uuml;her dominierte, nun Niederlagen zu verzeichnen waren. Das wurde am Abend des 28. Juli sehr deutlich. Es kam zu einem Ausbruch der Emp&ouml;rung, weil die Menschen die Wahrheit kannten.<\/p><p>Das Wahlergebnis der Opposition wurde letztlich zu einem symbolischen Resultat. Es ist jedoch problematisch, diese Ergebnisse anzuerkennen, da auch sie nicht den angemessenen &Uuml;berpr&uuml;fungsmechanismen unterzogen wurden.<\/p><p>Wir haben betont, dass die Wiederherstellung der venezolanischen Verfassung bedeutet, die Schritte zu gehen, die die Verfassung selbst vorgibt. Es geht nicht darum, dar&uuml;ber zu streiten, ob mein Ergebnis oder dein Ergebnis korrekt ist, sondern darum, die Verfassung anzuwenden und die notwendigen Pr&uuml;fmechanismen umzusetzen. Au&szlig;erdem gibt es kein Verfallsdatum dieser Verpflichtung &ndash; es ist nicht so, dass die Vereidigung Maduros im Januar bedeutet, dass diese Diskussion sinnlos geworden ist.<\/p><p>Wir haben vorgeschlagen, eine Wahrheitskommission f&uuml;r die Wahlen einzurichten. Diese Kommission soll international sein, mit nationalen Vertretern und der Teilnahme aller politischen Parteien. Ziel ist es, die Verfahren festzulegen, denn theoretisch sollten die Wahlurnen mit den Stimmzetteln, die Protokolle der Wahlmaschinen und die W&auml;hlerlisten vorhanden sein. Die &Uuml;berpr&uuml;fung ist m&ouml;glich, zumindest wenn die Materialien nicht vernichtet wurden.<\/p><p><strong>Nach den Pr&auml;sidentschaftswahlen 2018 versuchte die Opposition mit Unterst&uuml;tzung der USA und vieler europ&auml;ischer L&auml;nder, eine Parallelregierung in Venezuela zu etablieren, mit Juan Guaid&oacute; als angeblichem Pr&auml;sidenten. Werden sie diesmal etwas &Auml;hnliches versuchen?<\/strong><\/p><p>Das ist eine M&ouml;glichkeit, aber die Bev&ouml;lkerung lehnt diesen Weg im Allgemeinen ab. Das venezolanische Volk ist sich sehr bewusst, welche Strategien gescheitert sind. Die Tatsache, dass Edmundo Gonz&aacute;lez nicht im Ausland vereidigt wurde, zeigt deutlich, dass dies vorerst nicht der eingeschlagene Weg sein wird. Die Menschen haben auch klar erkannt, dass dieser Ansatz mit Guaid&oacute; nicht funktioniert hat.<\/p><p>Dar&uuml;ber hinaus versteht die Bev&ouml;lkerung, dass diese Strategie zu erheblichen Korruptionsskandalen gef&uuml;hrt hat. Ein kleiner Teil der Opposition hat sich in dieser Zeit bereichert, indem er in &ouml;ffentlichen Korruptionsaff&auml;ren die ihnen zur Verf&uuml;gung gestellten Ressourcen missbrauchte. Diese Form der Politik hat es einigen Oppositionsgruppen erm&ouml;glicht, von der Existenz der Maduro-Regierung in Venezuela zu profitieren, w&auml;hrend sie selbst in New York, Miami oder Spanien leben, unterst&uuml;tzt durch finanzielle Mittel und Ressourcen. Sie f&uuml;hren ein Leben in Opulenz, das niemand aus der venezolanischen Bev&ouml;lkerung kennt.<\/p><p>Das f&uuml;hrt zu erheblichen Problemen, da sich die politischen Optionen ersch&ouml;pfen und die Menschen zunehmend frustriert sind. Sie vertrauen der hegemonialen Opposition immer wieder und erleben wiederholt Misserfolge und Entt&auml;uschungen. Das st&auml;rkt nat&uuml;rlich die Regierung, weil es den Eindruck vermittelt, dass es keine politische Alternative gibt. Gleichzeitig treibt es die Menschen dazu, sich radikalere und gewaltsamere Optionen vorzustellen, wie etwa milit&auml;rische Interventionen.<\/p><p><strong>Wie erkl&auml;rt sich, dass nach vielen Jahren mit soliden Mehrheiten f&uuml;r den Chavismus nun eine Mehrheit f&uuml;r den Kandidaten der Rechten gestimmt hat?<\/strong><\/p><p>Mar&iacute;a Corina Machado, die tats&auml;chlich die Wahlkampagne der Opposition anf&uuml;hrte, ist in gewissem Ma&szlig;e das Ergebnis von Maduros Politik. Die Regierung hat zugelassen, dass sie so weit kommt, und man k&ouml;nnte denken, dass es Teil ihrer Strategie war, durch Antagonismus und Polarisierung eine extreme Oppositionskandidatur zu f&ouml;rdern, um dadurch mehr Stimmen f&uuml;r sich zu gewinnen. Diese Strategie ist allerdings gr&uuml;ndlich gescheitert.<\/p><p>Man muss anerkennen, dass das venezolanische Volk in der Lage ist, die Konsequenz von Machado zu erkennen, selbst wenn sie extrem ist. Ihre radikale Haltung war &uuml;ber die Zeit hinweg konsistent, und die Menschen wissen das zu sch&auml;tzen.<\/p><p>Zudem war die von Machado angef&uuml;hrte Wahlkampagne sehr erfolgreich. Auch wenn ihre politischen Positionen uns nicht gefallen m&ouml;gen, muss man das anerkennen. Sie schaffte es, das Land zu bereisen, obwohl die Regierung ihr zahlreiche Hindernisse in den Weg legte. Doch jedes dieser Hindernisse wurde von ihr &uuml;berwunden, was eine epische Erz&auml;hlung schuf &ndash; sie erreichte Orte, durchbrach Polizeisperren und dergleichen. Dadurch gelang es ihr, insbesondere in den von der Maduro-Regierung entt&auml;uschten Bev&ouml;lkerungsgruppen die Popularit&auml;t ihrer Kampagne zu st&auml;rken. F&uuml;r viele wurde sie zur Option, um Maduro zu st&uuml;rzen, und zusammen mit Edmundo Gonz&aacute;lez repr&auml;sentierte sie eine Alternative, die als realistisch gewinnbar wahrgenommen wurde.<\/p><p>Die Menschen in Venezuela haben ein sehr ausgepr&auml;gtes Gesp&uuml;r f&uuml;r strategisches W&auml;hlen. Sie w&auml;hlen nicht irgendwen, sondern setzen auf Kandidaten, die eine Gewinnchance haben. Es gibt kaum dritte Optionen, die langfristig Stimmen sammeln, denn die Menschen wollen ihre Stimme nicht verschwenden.<\/p><p>Die Strategie der Regierung, eine antagonistische Figur zu erschaffen, um durch Polarisierung Stimmen zu gewinnen, hat historisch oft funktioniert. Dieses Mal jedoch nicht. Das Problem dieser Wahl bestand darin, dass die Menschen zwischen einer bekannten Realit&auml;t &ndash; der Regierung, die sie t&auml;glich erleben &ndash; und einer ungewissen Alternative w&auml;hlen mussten. Machado k&ouml;nnte als Pr&auml;sidentin alles M&ouml;gliche tun. Das ist jedoch nur hypothetisch. Die Realit&auml;t, die die Menschen kennen, ist das, was die Regierung tats&auml;chlich tut.<\/p><p>Betrachtet man den Regierungsplan, den Maduro seit 2018 umgesetzt hat, bleibt Machado kaum noch etwas, was sie neu einf&uuml;hren k&ouml;nnte. Maduro hat privatisiert, die Geh&auml;lter ruiniert, &ouml;ffentliche Angestellte entlassen und linke Parteien verfolgt. All diese Dinge hat die Regierung nach und nach umgesetzt.<\/p><p>Was k&ouml;nnte Machado also Neues bringen? &ldquo;Mit dem Imperialismus gemeinsame Sache machen!&rdquo;, wird gesagt. Aber sehen wir uns an, was passiert: Chevron wurde unsere &Ouml;lindustrie &uuml;berlassen. Die venezolanische &Ouml;lindustrie wird im Grunde von vier Amerikanern in einer transnationalen Unternehmenszentrale kontrolliert. Die Schwerindustrie in Guyana, Sidor und andere wurden an transnationale Firmen privatisiert, ohne dass wir wissen, wie diese Prozesse abliefen &ndash; v&ouml;llig intransparent.<\/p><p>Machado ist eine Bedrohung f&uuml;r Dinge, die m&ouml;glicherweise passieren k&ouml;nnten, aber Maduro setzt sie de facto bereits um.<\/p><p>Man muss auch ber&uuml;cksichtigen, dass die Regierung bis zu diesem Zeitpunkt alles unternommen hatte, um den politischen Spielraum f&uuml;r die Linke zu schlie&szlig;en. Sie entzog allen linken Parteien des Polo Patri&oacute;tico[<a href=\"#foot_2\" name=\"note_2\">2<\/a>], die Kritik an der Regierung &uuml;bten, die Kontrolle &uuml;ber ihre Parteien. Sie verfolgte Gewerkschaftsf&uuml;hrer &ndash; fast 300 Arbeiter sind inhaftiert. Viele Menschen mussten das Land verlassen. Welche Optionen bleiben in einem solchen Dilemma noch?<\/p><p>Ein Teil der Bev&ouml;lkerung glaubt inzwischen, dass ein Sturz Maduros eine politische Neukonfiguration erm&ouml;glichen k&ouml;nnte, die vielleicht Raum f&uuml;r politische Aktivit&auml;ten schafft. Aktuell ist Politik nicht m&ouml;glich &ndash; es gibt Drohungen, Verfolgungen und Einschr&auml;nkungen.<\/p><p><strong>Als Str&ouml;mung positioniert sich Comunes als linksgerichtet und agiert innerhalb eines breiteren B&uuml;ndnisses, das sich von der traditionellen Polarisierung zwischen einer oppositionellen Bewegung mit Unterst&uuml;tzung der USA und einer Regierung, die sich als antiimperialistisch bezeichnet, distanziert. Wie gehen Sie mit dieser Situation um, ohne der Rechten in die H&auml;nde zu spielen?<\/strong><\/p><p>Es gibt zwei Instanzen mit unterschiedlichen Handlungsspielr&auml;umen. Die Frente Democr&aacute;tico Popular versteht sich als breites B&uuml;ndnis, das ein zentristisches politisches Lager formen soll. Es pr&auml;sentiert sich als eine dritte politische Option, die alle Sektoren einl&auml;dt. Dadurch hat es einen gr&ouml;&szlig;eren Handlungsspielraum.<\/p><p>Die Anwesenheit von Enrique M&aacute;rquez ist ein gutes Beispiel daf&uuml;r. Obwohl er in den 1990ern Mitglied einer linken Partei war, kommt er historisch aus der Opposition. Er war nie Teil des Chavismus, sondern stand immer in der Opposition. Das ist eine neue Situation, dass sich dissidenter Chavismus mit Personen aus der traditionellen Opposition zusammenschlie&szlig;t.<\/p><p>Dieser Ansatz erm&ouml;glicht es dem B&uuml;ndnis, viel breitere Allianzen zu schmieden, die nicht die Strategien der extremen Opposition wie des &ldquo;Maricorinismus&rdquo; teilen, aber einen politischen Raum der Mitte schaffen wollen.<\/p><p>Comunes hingegen definiert sich offener als eine linke Str&ouml;mung. Das bringt Grenzen mit sich und ist auch Teil interner Diskussionen: Sprechen wir von der Linken f&uuml;r die Linke oder f&uuml;r das gesamte Land? Uns ist sehr bewusst, wie stark die Ablehnung gegen&uuml;ber linker Rhetorik derzeit ist, weil die Menschen die Linke und Sozialismus mit Maduro, Autoritarismus und gescheiterten Modellen verbinden.<\/p><p>Unsere Debatte dreht sich darum, wie wir politische R&auml;ume schaffen k&ouml;nnen, die das gesamte Land ansprechen. Die Verteidigung der nationalen Souver&auml;nit&auml;t, der nat&uuml;rlichen Ressourcen, des Rechts auf Arbeit und auf Lohn sowie mit der Forderung nach kostenloser, universeller Bildung sind Themen, die in der Bev&ouml;lkerung nach wie vor gro&szlig;en R&uuml;ckhalt haben.<\/p><p>Es ist notwendig, eine koh&auml;rente politische Option zu schaffen. In der venezolanischen Politik gibt es viele inkoh&auml;rente Politiker, die heute das eine sagen und morgen etwas anderes. Das f&uuml;hrt zu einem tiefen Misstrauen der Bev&ouml;lkerung, weil sie sehen, dass solche Politiker ihre Konsistenz aufgeben, um einen Sitz oder ein B&uuml;rgermeisteramt zu behalten.<\/p><p>Das B&uuml;ndnis Frente Democr&aacute;tico Popular und Comunes m&uuml;ssen daran arbeiten, eine koh&auml;rente Politik zu entwickeln, die langfristig Bestand hat. Es erfordert auch Geduld, um eine glaubw&uuml;rdige und vertrauensw&uuml;rdige politische Kraft aufzubauen. Es geht darum, einen Raum zu schaffen, in dem die Menschen sich sicher f&uuml;hlen, um f&uuml;r ihre politischen und sozialen Rechte zu k&auml;mpfen.<\/p><p>Ein weiteres Problem venezolanischer politischer Organisationen ist ihre Kurzfristigkeit. Nicht kurzfristig zu handeln bedeutet, nicht gleich bei der erstbesten Gelegenheit eine M&ouml;glichkeit zu ergreifen, um zwei Abgeordnete oder eine B&uuml;rgermeisterschaft zu erhalten. Jetzt ist nicht die Zeit daf&uuml;r; es ist Zeit, mit politischer Geduld langfristig aufzubauen. Das ist schwierig, weil die Menschen ungeduldig werden, wenn politische Optionen zu schnell scheitern.<\/p><p>Vielleicht werden wir nie eine mehrheitliche politische Kraft, aber das ist ungewiss. Machado hatte vor zehn Jahren auch nur drei Prozent der Stimmen und schaffte es, eine politische Kraft zu b&uuml;ndeln. Sie f&uuml;llte ein Vakuum, das entstand, und wenn dieses Vakuum wieder entsteht, muss es eine politische Option geben, die darauf vorbereitet ist, es zu f&uuml;llen.<\/p><p>Es ist wichtig, zu &uuml;berlegen, wie diese Option aussehen soll, denn gem&auml;&szlig; der Realit&auml;t finden moderate politische Zentren bei der Bev&ouml;lkerung oft wenig Anklang. Es braucht zwar zentristische R&auml;ume, um politische Verhandlungen zu f&uuml;hren, aber gleichzeitig ist es notwendig, eine politisch tragf&auml;hige und radikalere Option zu schaffen &ndash; nicht radikal im Sinne von Antikapitalismus oder Antiimperialismus, sondern radikal im Einklang mit den Forderungen der Bev&ouml;lkerung.<\/p><p><strong>Die Regierung Maduro pr&auml;sentiert sich stets als antiimperialistisch und deutet zugleich an, dass Verhandlungen mit der neuen Trump-Regierung m&ouml;glich w&auml;ren. Wie sch&auml;tzen Sie die Perspektiven der Beziehungen Venezuelas zur neuen Trump-Regierung ein?<\/strong><\/p><p>Die Regierung hat eine antiimperialistische Rhetorik, doch nicht nur die Verhandlungen in Doha[<a href=\"#foot_3\" name=\"note_3\">3<\/a>]&nbsp;haben gezeigt, dass sie bereit ist, ihren Antiimperialismus aufzugeben, sondern auch, Ressourcen wie &Ouml;l zu Bedingungen zu &uuml;berlassen, die f&uuml;r den venezolanischen Staat &auml;u&szlig;erst ung&uuml;nstig sind und der eigenen &Ouml;lpolitik unter Ch&aacute;vez widersprechen.<\/p><p>Dieser Antiimperialismus ist oft nichts weiter als eine leere Phrase. Maduro w&uuml;rde sich nichts mehr w&uuml;nschen, als von den USA mit offenen Armen empfangen zu werden und in Ruhe arbeiten zu d&uuml;rfen, selbst wenn dies bedeutet, den USA entgegenzukommen. Das tut er bereits, indem er die Kontrolle &uuml;ber die &Ouml;lpolitik abtritt.<\/p><p>Der US-amerikanische Imperialismus ist jedoch nicht der einzige Akteur. Auch die Logik des transnationalen Kapitals hat in Venezuela Einzug erhalten, etwa durch chinesische oder indische multinationale Konzerne, denen k&uuml;rzlich Unternehmen wie Sidor verkauft wurden. Diese Konzerne verfolgen eine extrem arbeiterfeindliche und repressive Politik &ndash; und die Regierung steht ihnen dabei zur Seite.<\/p><p>Es hat nichts Antiimperialistisches, wenn ein multinationales Unternehmen in Zusammenarbeit mit dem Staat einen Gewerkschafter verhaften lassen kann, um die Bildung einer Gewerkschaft zu verhindern. Wir kennen viele Beispiele f&uuml;r diese Praxis.<\/p><p>Bez&uuml;glich Trumps Positionierung lehnen wir imperialistische Interventionen und ausl&auml;ndische Gewaltl&ouml;sungen f&uuml;r venezolanische Konflikte grunds&auml;tzlich ab. Milit&auml;rische Invasionen oder die Verh&auml;ngung von Sanktionen sind keine L&ouml;sungen. Sanktionen schaden der Bev&ouml;lkerung und haben zudem die Bildung gro&szlig;er Mafia-Strukturen erm&ouml;glicht. Sie haben ein Umfeld geschaffen, das der Regierung erlaubte, mit dem Anti-Blockade-Gesetz die wenigen verbleibenden Kontrollmechanismen abzubauen.<\/p><p>Dieses Gesetz hat dazu gef&uuml;hrt, dass gro&szlig;e Verm&ouml;gen entstehen konnten, weil es keinerlei Transparenz gibt. Es wird keine &ouml;ffentliche Rechenschaft dar&uuml;ber abgelegt, wie Unternehmen privatisiert oder wie &Ouml;l verkauft wird, da versucht wird, die Sanktionen zu umgehen. Diese Sanktionen wurden ausgenutzt, um enorme Reicht&uuml;mer zu schaffen.<\/p><p>Die Bev&ouml;lkerung und auch die Politiker wissen, dass diese Sanktionen letztlich als Scharnier f&uuml;r eine bestimmte Art von Politikern dienten. Deshalb lehnen wir sie ab. Letztlich verarmen sie die Bev&ouml;lkerung und st&auml;rken die Position der Regierung.<\/p><p>Niemand wei&szlig; jedoch genau, welche Politik Trump verfolgen wird. Es w&auml;re durchaus m&ouml;glich, dass er sich in bestimmten geopolitischen Verhandlungskontexten mit Maduro arrangiert. F&uuml;r Biden war Maduro der perfekte Partner: Er hatte verhandelt, das Land &bdquo;befriedet&rdquo; und erm&ouml;glicht die Ausbeutung des &Ouml;ls ohne Konflikte. Er sorgt durch repressive Kontrolle f&uuml;r ein vermeintlich &ldquo;ruhiges&rdquo; Land und l&auml;dt offen transnationale Konzerne und private Investitionen ein.<\/p><p>Es bleibt abzuwarten, ob Trump die bestehenden Widerspr&uuml;che versch&auml;rft oder einen Weg einschl&auml;gt, der es ihm erm&ouml;glicht, weiterhin von der &Ouml;l- und Rohstoffexportpolitik Venezuelas zu profitieren. Diese Politik beg&uuml;nstigt nicht nur das Kapital im &Ouml;lsektor, sondern auch das Kapital im Allgemeinen.<\/p><p><strong>Welche Auswege gibt es aus dieser Situation?<\/strong><\/p><p>Ich denke, entscheidend wird die soziale Dynamik sein. Mit so wenig Legitimit&auml;t zu regieren, ist &auml;u&szlig;erst schwierig. Es ist komplex, eine Regierung aufrechtzuerhalten, die nicht nur extrem unpopul&auml;r ist, sondern auch weiterhin unpopul&auml;re Ma&szlig;nahmen umsetzt. Die Lohnpolitik ist weiterhin unpopul&auml;r, ebenso wie die Politik im Bereich der &ouml;ffentlichen Dienstleistungen. Es ist eine &auml;u&szlig;erst belastende Mischung aus Illegitimit&auml;t, Repression und unpopul&auml;ren Ma&szlig;nahmen, die die Bev&ouml;lkerung hart trifft.<\/p><p>Das Konfliktpotenzial ist aktuell unterdr&uuml;ckt, weil die Repression nach dem 28. Juli sehr hart war. Aber von jetzt an wird es &auml;u&szlig;erst schwierig werden. Diese Regierungsf&auml;higkeit &ndash; oder deren Mangel &ndash; wird entscheidend daf&uuml;r sein, ob die Regierung gezwungen sein wird, Verhandlungen einzugehen. Sollte sie es schaffen, trotz der Unzufriedenheit eine gewisse Stabilit&auml;t und Regierungsf&auml;higkeit zu erreichen, k&ouml;nnte sie m&ouml;glicherweise ihre De-facto-Amtszeit durchziehen. Doch das wird schwierig, denn das Niveau der Unzufriedenheit ist hoch und brodelt unter der Oberfl&auml;che.<\/p><p>Man kann die Bev&ouml;lkerung zwar kurzfristig unterdr&uuml;cken, sodass sie aus Angst zu Hause bleibt, aber nicht &uuml;ber Jahre hinweg. Es gibt eine Art Zeitbombe in Bezug darauf, wie die Menschen auf bestimmte Ereignisse reagieren k&ouml;nnten.<\/p><p>Wenn das Land zudem durch &auml;u&szlig;ere Einfl&uuml;sse wirtschaftlich erdr&uuml;ckt wird, k&ouml;nnte dies ebenfalls Ver&auml;nderungen herbeif&uuml;hren. In den letzten Jahren ist die Grenze zwischen der Regierung und den Unternehmern zunehmend verschwommen. Viele Regierungsmitglieder und ihre Familien sind mittlerweile selbst Unternehmer. Sie haben wirtschaftliche Interessen und Unternehmen, die sie aufrechterhalten wollen. Wenn das Land f&uuml;r diese Gesch&auml;fte untragbar wird, k&ouml;nnte sie das in ein Dilemma bringen, in dem sie zwischen ihren wirtschaftlichen Interessen und der Macht w&auml;hlen m&uuml;ssen. Dieses Dilemma k&ouml;nnte durch internen oder externen Druck entstehen und zu Widerspr&uuml;chen innerhalb der Regierung f&uuml;hren, da ein Teil ihrer F&uuml;hrung auf die Rentabilit&auml;t des Kapitals fokussiert ist.<\/p><p>Die kommende Phase wird viel Organisation erfordern. Es m&uuml;ssen politische Strukturen geschaffen werden, um standzuhalten, Widerstand zu leisten, sich zu organisieren und die Menschen zu mobilisieren. Fr&uuml;her oder sp&auml;ter werden wieder Proteste f&uuml;r h&ouml;here L&ouml;hne oder gegen schlechte Dienstleistungen entstehen. Diese soziale Kraft zu organisieren, um f&uuml;r Rechte, politische Ver&auml;nderungen und die Demokratisierung des Landes zu k&auml;mpfen, ist ein grundlegender Weg.<\/p><p>Wenn es gelingt, eine Kraft aufzubauen, die diese Unzufriedenheit b&uuml;ndelt und Druck auf die Regierung aus&uuml;bt &ndash; f&uuml;r den Schutz politischer und sozialer Rechte und f&uuml;r die Demokratisierung &ndash; k&ouml;nnte das ein Weg sein. Es ist ein komplizierter Weg, voller Bedrohungen und mit einer Perspektive auf mittlere bis lange Sicht, aber er liegt auf dem Tisch.<\/p><p>Sollte die Regierung irgendwann gezwungen sein zu verhandeln, wird sie wahrscheinlich direkt mit den USA verhandeln, so wie es bei den letzten Verhandlungen vor den Wahlen geschah. Solche Verhandlungen k&ouml;nnten zu einer Zwischenl&ouml;sung f&uuml;hren. Es gibt gem&auml;&szlig;igtere Organisationen, die glauben, dass dies ein gangbarer Weg sein k&ouml;nnte &ndash; auf eine Verhandlung zu warten und eine moderate Option als glaubw&uuml;rdige Alternative vorzuschlagen. Es k&ouml;nnte sein, dass diese Alternative weder Mar&iacute;a Corina Machado noch Edmundo Gonz&aacute;lez hei&szlig;t, sondern eine moderatere Person ist.<\/p><p>Als linke Organisationen m&uuml;ssen wir uns jedoch den Menschen verpflichten. Wir m&uuml;ssen uns mit ihren Hoffnungen und W&uuml;nschen verbinden und pr&auml;sent sein, damit sie einen Raum finden, in dem sie sich artikulieren, organisieren und beteiligen k&ouml;nnen.<\/p><p>Im Kern gibt es in diesem Land ein Klima der Unzufriedenheit. Das war bereits 1989 beim Caracazo der Fall, ebenso am 28. und 29. Juli und bei anderen Gelegenheiten. Wenn kein Intellektueller einen Cent auf eine Volksrevolte wetten w&uuml;rde, geschehen sie doch. Und sie geschehen aus konkreten Gr&uuml;nden &ndash; wegen einer Fahrpreiserh&ouml;hung oder einer falschen politischen Entscheidung. Sie geschehen unerwartet, und das k&ouml;nnte auch jetzt wieder passieren, weil die Unbeliebtheit der Regierung weiterhin besteht.<\/p><p><em><strong>Manuel Azuaje Rever&oacute;n<\/strong> ist Professor f&uuml;r Filmanalyse und Filmgeschichte an der Universidad Experimental de las Artes sowie f&uuml;r Philosophie der Geschichte und sozio&ouml;konomische Formationen an der Universidad Central de Venezuela (UCV). Er ist aktiv in der neuen linken Str&ouml;mung Comunes und dem B&uuml;ndnis Frente Democr&aacute;tico Popular.<\/em><\/p><div class=\"imagewrap\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/wp-content\/uploads\/2025\/02\/Photo1.jpg\" alt=\"\" title=\"\"><\/div><p><em>Foto: Manuel Azuaje Rever&oacute;n, Quelle: privat<\/em><\/p><p><em>Dieses Interview erschien zuerst auf <a href=\"https:\/\/amerika21.de\/blog\/2025\/02\/273629\/venezuela-opposition-perskektiven\">Amerika21<\/a>.<\/em><\/p><p><small>Titelbild: Shutterstock \/ tanitoast<\/small><\/p><div class=\"moreLikeThis\">\n<strong>Mehr zum Thema:<\/strong>\n<p><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=95461\">Proteste und Lohnforderungen in Venezuela: Soziale Gerechtigkeit oder Destabilisierungskampagne?<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=91106\">&ldquo;Die Klassenidentit&auml;t ist entscheidend, um so ziemlich alles in Venezuela zu verstehen&rdquo;<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=90265\">Venezuela: Der aufsteigende Pfad der Revolte<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=92786\">Wie blickt die lateinamerikanische Linke auf den Krieg in der Ukraine?<\/a>\n<\/p><\/div><p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/ssl-vg03.met.vgwort.de\/na\/c6e678a146cd477bb41d09ed48a949c8\" width=\"1\" height=\"1\" alt=\"\" title=\"\"><\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><div class=\"footnote\">\n<p>[<a href=\"#note_1\" name=\"foot_1\">&laquo;1<\/a>] Inzwischen hat der CNE den Termin f&uuml;r Parlaments- und Gouverneurswahlen auf den 27.April festgesetzt. Der Vorschlag hierf&uuml;r war vom Parlament nach Diskussionen mit 37 Vertretern oppositioneller Parteien und der vier Gouverneure, die der Opposition angeh&ouml;ren, ausgearbeitet und dem CNE&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.asambleanacional.gob.ve\/noticias\/an-y-partidos-politicos-trabajan-en-propuesta-de-fechas-para-elecciones-2025\">vorgelegt<\/a>&nbsp;worden<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_2\" name=\"foot_2\">&laquo;2<\/a>] Der Polo Patri&oacute;tico (Patriotischer Pol) war ein B&uuml;ndnis aus Parteien, die bei Wahlen die Kandidatur des Chavismus unterst&uuml;tzten<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_3\" name=\"foot_3\">&laquo;3<\/a>] In Doha (Katar) fanden 2023 direkte geheime Verhandlungen zwischen der venezolanischen und der US-Regierung statt. Sie m&uuml;ndeten im Barbados-Abkommen, das Garantien f&uuml;r die Wahlen im Gegenzug zur Lockerung von Sanktionen enthielt<\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ein Gespr&auml;ch mit <strong>Manuel Azuaje Rever&oacute;n<\/strong> von der neuen linken Str&ouml;mung &ldquo;Comunes&rdquo; &uuml;ber Perspektiven der Opposition gegen die Regierung von Nicol&aacute;s Maduro, zunehmende Repression, schwer einsch&auml;tzbare soziale Dynamiken in der venezolanischen Bev&ouml;lkerung und das komplexe Verh&auml;ltnis zu den USA. Das Interview f&uuml;hrte <strong>Jan K&uuml;hn<\/strong>.<\/p>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":129177,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[20,190,30],"tags":[2071,3236,1158,309,1800,1556,1333,2121,1019],"class_list":["post-129173","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-landerberichte","category-wahlen","category-wirtschaftspoliik-und-konjunktur","tag-maduro-nicolas","tag-mineraloelwirtschaft","tag-regierungsfaehigkeit","tag-repressionen","tag-trump-donald","tag-usa","tag-venezuela","tag-wahlfaelschung","tag-wirtschaftssanktionen"],"jetpack_featured_media_url":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/wp-content\/uploads\/2025\/02\/shutterstock_2496340403.jpg","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/129173","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=129173"}],"version-history":[{"count":9,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/129173\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":129219,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/129173\/revisions\/129219"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/129177"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=129173"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=129173"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=129173"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}