{"id":129281,"date":"2025-02-25T11:35:29","date_gmt":"2025-02-25T10:35:29","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=129281"},"modified":"2025-02-25T16:33:33","modified_gmt":"2025-02-25T15:33:33","slug":"wer-darf-die-ukraine-nun-ausbeuten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=129281","title":{"rendered":"Wer darf die Ukraine nun ausbeuten?"},"content":{"rendered":"<p>Wer denkt, bei den Verhandlungen zwischen den USA und Russland zur Beendigung des Ukrainekriegs ginge es um die Souver&auml;nit&auml;t oder gar das Existenzrecht der Ukraine, muss ziemlich naiv sein. Der Westen hat den Krieg verloren. Nun geht es zugespitzt vor allem darum, wer die Rechnung f&uuml;r diesen geostrategischen Reinfall bezahlt &ndash; die USA oder Europa? Weitestgehend unbeachtet von der deutschen Medienberichterstattung schaffen die USA in diesen Tagen Fakten &ndash; ein umfassendes amerikanisch-ukrainisches &bdquo;Rohstoffabkommen&ldquo;, das kurz vor der Unterzeichnung steht, soll den USA die H&auml;lfte aller k&uuml;nftigen Einnahmen aus der ukrainischen Rohstofff&ouml;rderung zusichern. Donald Trump spricht von 500 Mrd. US-Dollar. Die EU geht dabei leer aus und bleibt auf ihren Kosten sitzen und auch f&uuml;r die Ukraine bedeutet dieses Abkommen nichts anderes, als dass dem Land eine d&uuml;stere &ouml;konomische Zukunft bevorsteht. Es ist, als h&auml;tte man sich mit der Mafia eingelassen. Von <strong>Jens Berger<\/strong>.<\/p><p><em>Dieser Beitrag ist auch als Audio-Podcast verf&uuml;gbar.<\/em><br>\n<!--more--><br>\n<\/p><div class=\"powerpress_player\" id=\"powerpress_player_3638\"><!--[if lt IE 9]><script>document.createElement('audio');<\/script><![endif]-->\n<audio class=\"wp-audio-shortcode\" id=\"audio-129281-1\" preload=\"none\" style=\"width: 100%;\" controls=\"controls\"><source type=\"audio\/mpeg\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/250225_Wer_darf_die_Ukraine_nun_ausbeuten_NDS.mp3?_=1\"><\/source><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/250225_Wer_darf_die_Ukraine_nun_ausbeuten_NDS.mp3\">https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/250225_Wer_darf_die_Ukraine_nun_ausbeuten_NDS.mp3<\/a><\/audio><\/div><p class=\"powerpress_links powerpress_links_mp3\">Podcast: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/250225_Wer_darf_die_Ukraine_nun_ausbeuten_NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_pinw\" target=\"_blank\" title=\"Play in new window\" onclick=\"return powerpress_pinw('https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?powerpress_pinw=129281-podcast');\" rel=\"nofollow\">Play in new window<\/a> | <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/250225_Wer_darf_die_Ukraine_nun_ausbeuten_NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_d\" title=\"Download\" rel=\"nofollow\" download=\"250225_Wer_darf_die_Ukraine_nun_ausbeuten_NDS.mp3\">Download<\/a><\/p><p>Wenn es um die nun begonnenen Friedensverhandlungen und mehr noch um die Zukunft der Ukraine geht, ist jegliches Pathos fehl am Platz. Nachdem die geostrategischen Tr&auml;ume westlicher Falken wie Seifenblasen in den Sch&uuml;tzengr&auml;ben des Donbass zerplatzt sind, geht es nicht um Souver&auml;nit&auml;t, Freiheit oder Demokratie, sondern nur noch ganz profan um wirtschaftliche Interessen. Allen voran US-Pr&auml;sident Trump hat dies nicht nur erkannt, sondern auch bereits die Initiative ergriffen. Sein Gegner ist dabei nicht etwa Russland, sondern die EU. Es geht um Rohstoffe, die eigene Wirtschaft und sehr, sehr viel Geld. Sein Motto: America first. Aber der Reihe nach.<\/p><p><strong>Die europ&auml;ische Perspektive<\/strong><\/p><p>Bereits vor der russischen Invasion war die Ukraine das Armenhaus Europas. Das macht sie vor allem f&uuml;r die wirtschaftlichen Interessen der EU interessant und so zynisch es klingt: Durch den Krieg und die Zerst&ouml;rung hat das Land sogar an Attraktivit&auml;t gewonnen. Am Wiederaufbau l&auml;sst sich schlie&szlig;lich viel Geld verdienen und so mancher europ&auml;ische Konzern scharrt bereits mit den Hufen, um einen Teil des Kuchens abzubekommen. Eine &bdquo;wiederaufgebaute&ldquo;, nach neoliberalen Vorstellungen als Billiglohnparadies konzipierte Ukraine ist ein Traum f&uuml;r EU-Konzerne; schlie&szlig;lich sind die L&ouml;hne in Rum&auml;nien, Polen und Bulgarien auch nicht mehr das, was sie mal waren, und sobald wieder russisches Gas in die Ukraine flie&szlig;t, kann sie &ndash; anders als Deutschland &ndash; auch mit niedrigen Energiekosten attraktiv f&uuml;r energieintensive Wirtschaftszweige sein. Doch bevor es ans Ausbeuten geht, muss investiert werden. Die Weltbank sch&auml;tzt, dass der Wiederaufbau der Ukraine rund 500 Mrd. US-Dollar kosten wird &ndash; dass dieser Betrag exakt den amerikanischen Forderungen aus dem &bdquo;Rohstoffabkommen&ldquo; entspricht, d&uuml;rfte jedoch eher ein Zufall sein.<\/p><p>Das Problem der EU ist vielmehr, dass sie dieses Geld nicht hat und auch private Kredite in diesen Gr&ouml;&szlig;enordnungen nur absichern kann, wenn sie an ihren Neuverschuldungsregeln schraubt. Derartige Kredite machen aber freilich nur dann Sinn, wenn es eine realistische M&ouml;glichkeit gibt, dass die Ukraine sie &uuml;berhaupt bedienen kann.<\/p><p>Wir k&ouml;nnen also festhalten: Die EU hat ein Interesse, der Ukraine &uuml;ber Kredite den Wiederaufbau zu finanzieren, sodass europ&auml;ische Unternehmen in der Ukraine k&uuml;nftig pr&auml;chtige Gesch&auml;fte machen k&ouml;nnen. Die EU hat aber auch ein Interesse, dass die Ukraine diese Kredite zur&uuml;ckbezahlt, sonst gibt es &Auml;rger mit den ohnehin schon ver&auml;rgerten W&auml;hlern.<\/p><p><strong>Die amerikanische Perspektive<\/strong><\/p><p>Sp&auml;testens an dieser Stelle kollidieren die Interessen der EU jedoch mit den Interessen der USA. Auch US-Unternehmen wollen am Wiederaufbau profitieren und vor allem bei der (Neu-)Aufr&uuml;stung der ukrainischen Streitkr&auml;fte wollen die Amerikaner dicke Gesch&auml;fte machen. Den wohl gr&ouml;&szlig;ten Konflikt mit der EU gibt es jedoch bei den Finanzen und dem Zugriff auf den einzigen wirtschaftlichen Sektor der Ukraine, der fette Profite verspricht &ndash; der Rohstofff&ouml;rderung und -verarbeitung. Die Ukraine verf&uuml;gt &uuml;ber reiche Vorkommen an Titan, Lithium, Graphit, Nickel, Kobalt und Seltenen Erden &ndash; also all die begehrten Rohstoffe, die f&uuml;r High-Tech-Produkte, aber auch f&uuml;r die Energiewende unerl&auml;sslich sind und bei denen sich die USA und China, aber auch die EU, in einem weltweiten Wettbewerb um F&ouml;rderlizenzen befinden. Es ist zwar richtig, dass ein gro&szlig;er Teil der Vorkommen von Seltenen Erden sich in der Donbass-Region befindet, die nach einem Friedensabkommen sicherlich zu Russland geh&ouml;ren werden; aber auch das ukrainische Kernland verf&uuml;gt &uuml;ber reiche Rohstofflagerst&auml;tten, die noch darauf warten, erschlossen und ausgebeutet zu werden.<\/p><div class=\"imagewrap\"><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/250225-ausbeuten-01.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/250225-ausbeuten-01.jpg\" alt=\"\" title=\"\"><span><\/span><\/a><\/div><p><small>Quelle: Bloomberg<\/small><\/p><p>Pikanterweise war es die EU, die im Juli 2021 mit der Ukraine ein Abkommen f&uuml;r eine k&uuml;nftige strategische Partnerschaft f&uuml;r die F&ouml;rderung dieser Rohstoffe <a href=\"https:\/\/single-market-economy.ec.europa.eu\/news\/eu-and-ukraine-kick-start-strategic-partnership-raw-materials-2021-07-13_en\">abgeschlossen hat<\/a>. Dann eskalierte der Krieg und au&szlig;er <a href=\"https:\/\/www.geo.gov.ua\/wp-content\/uploads\/presentations\/en\/critical-minerals-portfolio.pdf\">Hochglanzprospekten<\/a> ist aus der geplanten Erschlie&szlig;ung ukrainischer Rohstoffe durch die EU nichts geworden. Und wenn es nach Donald Trump geht, wird sich daran auch nichts &auml;ndern.<\/p><p>Zur&uuml;ck zu den derzeitigen Verhandlungen. Die USA und Russland stecken zurzeit den Rahmen f&uuml;r den Friedensprozess ab &ndash; die Ukraine und die EU sollen erst in diesen Prozess einbezogen werden, wenn die Leitplanken von den beiden Superm&auml;chten gesteckt sind. F&uuml;r die Regierung der Ukraine geht es dabei um ihre Existenz. W&uuml;rden die USA den Prozess abbrechen und gleichzeitig ihre komplette Unterst&uuml;tzung einstellen, w&auml;re nicht nur die politische &Uuml;berlebensdauer von Wolodymyr Selenskyj &uuml;berschaubar, sondern auch die Vormachtstellung der ukrainischen Oligarchen, die nach wie vor hinter der Regierung Selenskyj stehen, w&auml;re faktisch bedroht. Selenskyj braucht Trump &ndash; und nicht umgekehrt. Doch Donald Trump hat parallel zu den Verhandlungen mit Russland bereits den Preis f&uuml;r seine Unterst&uuml;tzung des ukrainischen Systems festgelegt.<\/p><p><strong>Das Rohstoffabkommen<\/strong><\/p><p>US-Medien wie <a href=\"https:\/\/www.bloomberg.com\/news\/articles\/2025-02-18\/trump-wants-ukraine-s-minerals-but-what-exactly-does-it-have\"><em>Bloomberg<\/em><\/a> oder <a href=\"https:\/\/www.axios.com\/2025\/02\/24\/ukraine-mineral-deal-zelensky-trump\"><em>Axios<\/em><\/a> berichteten in den letzten Wochen sehr ausf&uuml;hrlich &uuml;ber das &bdquo;Rohstoffabkommen&ldquo;, das die USA nun mit der Ukraine abschlie&szlig;en wollen. In deutschen Medien kam dieses Thema erstaunlicherweise nur am Rande vor. Worum geht es bei diesem &bdquo;Deal&ldquo;?<\/p><p>In der ersten Version des Vertrags sollte die Ukraine einem Modell zustimmen, bei dem der ukrainische Staat und die USA zusammen mit jeweils 50 Prozent Beteiligung einen &bdquo;Investitionsfonds f&uuml;r den Wiederaufbau&ldquo; gr&uuml;nden. Dieser Fonds soll k&uuml;nftig die F&ouml;rderlizenzen f&uuml;r Rohstoffe vergeben und von den Lizenznehmern die Geb&uuml;hren, also die Einnahmen aus der Rohstofff&ouml;rderung, kassieren, die dann jeweils zu halben Teilen an die Ukraine und die USA ausgesch&uuml;ttet werden. Laut <em>Axios<\/em>, die offenbar Einblick in den Vertragsentwurf hatten, sah das Papier vor, dass die Aussch&uuml;ttung an die USA dabei auf die Summe von 500 Mrd. US-Dollar beziffert war.<\/p><p>Es kam zu einem gespielten Eklat und Trump tat das, was wohl jeder Mafiaboss tun w&uuml;rde &ndash; er nahm die Kritik entgegen und legte der Ukraine einen zweiten, noch h&auml;rteren Vertragsentwurf vor. Nun geht es nicht &bdquo;nur&ldquo; um Lizenzeinnahmen aus der Rohstofff&ouml;rderung, sondern auch um die Einnahmen aus der &Ouml;l- und Gasf&ouml;rderung und Einnahmen durch H&auml;fen und Infrastruktur &ndash; also im Grund alle ukrainischen Staatseinnahmen, die nicht direkt als Steuer erhoben werden. Der <em>New York Times<\/em> liegt der <a href=\"https:\/\/www.nytimes.com\/2025\/02\/22\/world\/europe\/ukraine-trump-minerals.html\">zweite Entwurf vor<\/a>.<\/p><p>Selenskyj <a href=\"https:\/\/united24media.com\/latest-news\/zelenskyy-ukraines-us-aid-was-a-grant-not-a-loan-we-wont-acknowledge-debt-6155\">argumentiert<\/a> nun, dass die geforderten 500 Mrd. US-Dollar weit oberhalb der amerikanischen Hilfsleistungen l&auml;gen, die er selbst mit &bdquo;rund 90 Mrd. US-Dollar&ldquo; beziffert, und au&szlig;erdem habe Trumps Vorg&auml;nger Biden diese Gelder als Geschenk und nicht als Kredit gezahlt. Selbst wenn man sie nun <a href=\"https:\/\/www.politico.eu\/article\/zelenskyy-wont-sign-rare-earths-deal-ukraine-will-have-to-repay-for-generations-urges-us-for-dialogue-not-pressure\/\">als Kredit uminterpretieren<\/a> und eine lange Laufzeit unterstellen w&uuml;rde, w&auml;re dies ein Kredit mit einem Zinssatz von 100 Prozent. In diesem Punkt muss man Selenskyj auch recht geben. Der Ukraine-Support-Tracker des IfW beziffert die Unterst&uuml;tzung der USA mit <a href=\"https:\/\/www.ifw-kiel.de\/de\/themendossiers\/krieg-gegen-die-ukraine\/ukraine-support-tracker\/\">114,2 Mrd. Euro<\/a>, also mit rund 120 Mrd. US-Dollar. Wie Trump auf die gigantische Summe von 500 Mrd. US-Dollar kommt, ist wohl sein Geheimnis.<\/p><p>Worin besteht nun aber die Gegenleistung der USA? Ganz einfach: Die USA lehnen zwar nach wie vor offizielle Sicherheitsgarantien f&uuml;r die Ukraine ab, da diese mit milit&auml;rischer Pr&auml;senz und damit Kosten verbunden w&auml;ren. Wenn die USA &uuml;ber ein derartiges Vertragswerk direkte Einnahmen aus der ukrainischen Rohstofff&ouml;rderung generieren w&uuml;rden, w&auml;re dies aber nichts anderes als eine Sicherheitsgarantie &ndash; nat&uuml;rlich keine milit&auml;rische Sicherheitsgarantie, die sich vor allem gegen Russland richten w&uuml;rde, sondern eine politische Garantie f&uuml;r Selenskyj und die hinter ihm stehenden Oligarchen. Man k&ouml;nnte es auch als Schutzgeld oder als Lebensversicherung bezeichnen. Solange Selenskyj oder sein Nachfolger Jahr f&uuml;r Jahr Milliarden in die USA &uuml;berweisen, garantiert Washington deren politisches und wohl auch physisches &Uuml;berleben. Mafia eben.<\/p><p><strong>Die EU schaut in die R&ouml;hre<\/strong><\/p><p>Der gro&szlig;e Verlierer dieses Abkommens w&auml;re die EU. Einerseits h&auml;tte die EU selbst gerne Zugriff auf die Seltenen Erden und das Lithium, das vor allem f&uuml;r den deutschen Automobilsektor so eminent wichtig ist, wenn man es mit E-Mobilit&auml;t und der Energiewende wirklich ernst meint. Andererseits kann jeder Dollar, der in die USA &uuml;berwiesen wird, nicht mehr in die Hauptst&auml;dte Europas &uuml;berwiesen werden. Auch die EU-Staaten haben der Ukraine milliardenschwere Kredite gegeben und der gro&szlig;e Geldregen soll ja erst einsetzen, wenn es an den Wiederaufbau und die Hochr&uuml;stung der ukrainischen Armee geht. Von den 500 Mrd. US-Dollar, die von der Weltbank als Wiederaufbaukosten gesch&auml;tzt wurden, sind nur rund 100 Mrd. US-Dollar bereits durch Abkommen fixiert.<\/p><p>F&uuml;r die EU sieht die Situation damit folgenderma&szlig;en aus: Wenn eine Bank einem schlechten Schuldner einen Kredit gibt, der aber immer noch &uuml;ber laufende Einnahmen verf&uuml;gt, besteht zumindest die Chance, dass sie ihr Geld zur&uuml;ckbekommt. Wenn nun aber dieser schlechte Schuldner einen Vertrag mit einer anderen Bank macht, der er die H&auml;lfte seiner Einnahmen verpf&auml;ndet, sinkt die Wahrscheinlichkeit, das Geld je wiederzusehen, rapide. Durch das Rohstoffabkommen mit den USA w&uuml;rde die Ukraine so s&auml;mtliche Hoffnungen der Europ&auml;er zerst&ouml;ren, ihre derzeit offenen und schlimmer noch auch ihre k&uuml;nftigen Kredite jemals zur&uuml;ckzubekommen.<\/p><p>Und dass die Ukraine &ndash; Selenskyjs Gezeter hin oder her &ndash; das Abkommen unterschreiben wird, ist sehr wahrscheinlich. Daran lie&szlig; die stellvertretende Ministerpr&auml;sidentin und Ministerin f&uuml;r europ&auml;ische Integration der Ukraine, Olga Stefanischyna, gestern via <em>X<\/em> keinen Zweifel:<\/p><div class=\"external-2click\" data-provider=\"X (Twitter)\" data-provider-slug=\"twitter\"><div class=\"external-placeholder\"><p><strong>Externer Inhalt<\/strong><\/p><p>Beim Laden des Tweets werden Daten an X (ehemals Twitter) &uuml;bertragen.<\/p><button type=\"button\" class=\"external-load\">Inhalt von X (Twitter) zulassen<\/button><\/div><div class=\"external-content\"><blockquote class=\"external-2click-target twitter-tweet\">\n<p lang=\"en\" dir=\"ltr\">Ukrainian and U.S. teams are in the final stages of negotiations regarding the minerals agreement. The negotiations have been very constructive, with nearly all key details finalized. We are committed to completing this swiftly to proceed with its signature. We hope both US and&hellip;<\/p>\n<p>&mdash; Olga Stefanishyna (@StefanishynaO) <a href=\"https:\/\/twitter.com\/StefanishynaO\/status\/1893971378375651759?ref_src=twsrc%5Etfw\">February 24, 2025<\/a><\/p><\/blockquote><\/div><div class=\"external-optout\"><a href=\"#\" data-revoke=\"twitter\">Inhalte von X (Twitter) nicht mehr zulassen<\/a><\/div><\/div><p> <\/p><p>So werden Fakten geschaffen und Europa schaut einmal mehr in die R&ouml;hre. F&uuml;r die EU bleiben nun nur die offenen Rechnungen. Laut Sch&auml;tzungen von <em>Bloomberg Economics<\/em> werden allein die Kosten f&uuml;r den Wiederaufbau zerst&ouml;rter Geb&auml;ude und Infrastruktur rund 230 Mrd. US-Dollar betragen. Weitere 175 Mrd. US-Dollar werden f&uuml;r die Aufr&uuml;stung der ukrainischen Armee veranschlagt und die Aufstellung einer 40.000 Mann starken Truppe zur Sicherung des Waffenstillstands wird demnach weitere 30 Mrd. US-Dollar kosten. Bezahlen wird dies der EU-Steuerzahler.<\/p><p>Aber auch die Ukrainer sind die Verlierer dieses Abkommens. Wenn das Land tats&auml;chlich das Potenzial hat, &uuml;ber Rohstoffe derlei riesige Einnahmen zu erzielen, wie es das amerikanisch-ukrainische Rohstoffabkommen beziffert, w&auml;re den Menschen selbstverst&auml;ndlich am besten damit gedient, wenn diese Gelder auch in die Ukraine selbst investiert werden und nicht in die USA abflie&szlig;en. Doch dies kollidiert mit dem Selbsterhaltungswunsch des ukrainischen Systems. Eigentlich m&uuml;sste man den Ukrainern raten, ihre F&uuml;hrung aus dem Land zu jagen &ndash; und die USA sowie die EU gleich mit, haben sie das Land doch erst in den Schlamassel getrieben, f&uuml;r den noch viele Generationen an Ukrainern bezahlen werden.<\/p><p><small>Titelbild: Screenshot aus dem Prospekt &bdquo;Critical Minerals Portfolio&ldquo;<\/small><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/vg04.met.vgwort.de\/na\/c621c38fbcad4d719487bb9e927a22d6\" width=\"1\" height=\"1\" alt=\"\"><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wer denkt, bei den Verhandlungen zwischen den USA und Russland zur Beendigung des Ukrainekriegs ginge es um die Souver&auml;nit&auml;t oder gar das Existenzrecht der Ukraine, muss ziemlich naiv sein. Der Westen hat den Krieg verloren. 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