{"id":12930,"date":"2012-04-20T08:43:02","date_gmt":"2012-04-20T06:43:02","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12930"},"modified":"2012-04-20T08:43:02","modified_gmt":"2012-04-20T06:43:02","slug":"hinweise-des-tages-1597","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12930","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;Mehr&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (MB\/WL\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12930#h01\">Eine Frage der Ehre: Polit-Blogger m&uuml;ssen keine R&uuml;cksicht nehmen &ndash; davon leben k&ouml;nnen sie aber meist nicht<\/a>\n<\/li><li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12930#h02\">145 Milliarden Gewinn &ndash; Weltweite &Ouml;lgesch&auml;fte laufen wie geschmiert<\/a>\n<\/li><li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12930#h03\">Europa in der Armutsfalle<\/a>\n<\/li><li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12930#h04\">Weltwirtschaft: Zumutung Europa<\/a>\n<\/li><li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12930#h05\">Ein Jahrzehnt zunehmender Ungleichheit<\/a>\n<\/li><li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12930#h06\">Deutsche Bank warnt vor neuer Krise<\/a>\n<\/li><li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12930#h07\">Die Enteignung findet schon statt<\/a>\n<\/li><li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12930#h08\">Der deutsche Sonderweg in der &Ouml;konomie<\/a>\n<\/li><li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12930#h09\">Amazons Europ&auml;isches Steuersparmodell &ndash; Gigantische Profite, keine Steuern<\/a>\n<\/li><li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12930#h10\">1. Mai 2012: &ldquo;Gute Arbeit f&uuml;r Europa &ndash; Gerechte L&ouml;hne, Soziale Sicherheit&rdquo;<\/a>\n<\/li><li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12930#h11\">Viele Fach&auml;rzte meiden Kassenpatienten<\/a>\n<\/li><li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12930#h12\">Ex-Schlecker-Mitarbeiter gehen gegen K&uuml;ndigung vor<\/a>\n<\/li><li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12930#h13\">Prek&auml;re Republik Deutschland<\/a>\n<\/li><li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12930#h14\">Faltblatt: Wasser geh&ouml;rt uns allen! &ndash; Wie die EU-Kommission die &ouml;ffentliche Daseinsvorsorge zum Gesch&auml;ft machen will<\/a>\n<\/li><li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12930#h15\">Eckpfeiler einer linken M&auml;nnerpolitik<\/a>\n<\/li><li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12930#h16\">(Un-)Sicherheitsfaktor Atombombe &ndash; Eine Analyse der Krise um das iranische Nuklearprogramm<\/a>\n<\/li><li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12930#h17\">Post-Journalismus in WDR 3<\/a>\n<\/li><li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12930#h18\">Die Springer-Republik<\/a>\n<\/li><li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12930#h19\">Der ewige Antisemit<\/a>\n<\/li><\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"\/?p=12930&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Eine Frage der Ehre: Polit-Blogger m&uuml;ssen keine R&uuml;cksicht nehmen &ndash; davon leben k&ouml;nnen sie aber meist nicht<\/strong><br>\nUnbezahlt: Die Finanzierung politischer Blogs ist unter den Betreibern ein viel diskutiertes Thema. Werbung wird oft vermieden, Leserspenden dagegen sind essenziell. Dennoch wollen viele Autoren auf den Polit-Blogs kommentieren, auch wenn sie kein Geld daf&uuml;r bekommen.<br>\nKurz nach neun Uhr abends in einer Reihenaussiedlung am Stadtrand von Goslar. Jens Berger &ouml;ffnet mit der einen Hand die Haust&uuml;r und h&auml;lt mit der anderen Labrador Oskar zur&uuml;ck. Ein kurzes Schnuppern, dann macht es sich der Hund g&auml;hnend im Flur gem&uuml;tlich. F&uuml;r sein Herrchen f&auml;ngt der Stress jetzt erst an-<br>\nIn seinem B&uuml;ro im ersten Stock l&auml;sst sich der Blogger in den wei&szlig;en Schwingstuhl am Schreibtisch fallen und blickt auf die beiden Bildschirme vor ihm. In einer halben Stunde ist Redaktionsschluss beim wohl meistgelesenen Polit-Blog Deutschlands: Den NachDenkSeiten. Seinen eigenen Kommentar hat er schon geschrieben. Jetzt muss Jens Berger noch die &bdquo;Hinweise des Tages&ldquo; zusammenstellen: Links zu aktuellen politischen Beitr&auml;gen anderer Medien. Die Tippgeber: Die Leser &hellip;<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.dradio.de\/dlf\/sendungen\/dlfmagazin\/1734792\/\">Deutschlandradio (Text)<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/ondemand-mp3.dradio.de\/file\/dradio\/2012\/04\/19\/dlf_20120419_1944_6b65db1f.mp3\">Deutschlandradio [Audio &ndash; mp3]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>145 Milliarden Gewinn &ndash; Weltweite &Ouml;lgesch&auml;fte laufen wie geschmiert<\/strong><br>\nEs ist ein reiner Zufall, aber er spricht dennoch B&auml;nde: Die zehn gr&ouml;&szlig;ten &Ouml;lkonzerne der Welt verdienten im Vorjahr so viel wie alle &ouml;sterreichischen Arbeitnehmer zusammen, n&auml;mlich knapp 145 Milliarden Euro. Mit einem Unterschied: Die Besch&auml;ftigen des Landes sahen davon nur einen Teil, weil sich die Zahl auf die Bruttol&ouml;hne bezieht, w&auml;hrend die Profite der Multis nach Steuern berechnet wurden.<br>\nVor allem der steigende &Ouml;lpreis l&auml;sst die Einnahmen von ExxonMobil (Esso), Shell &amp; Co sprudeln. Die Profite der Top-Ten-Konzerne stiegen im Vergleich zu 2010 um 50 Prozent, geht aus einer &Uuml;bersicht des Finanzdatenanbieters Factset hervor. Doch betroffen sind nicht nur die Margen in der &Ouml;lf&ouml;rderung: Auch die Lagerhaltung im Raffinerie- und Tankstellengesch&auml;ft profitiert von den deutlich h&ouml;heren Notierungen des Energietr&auml;gers, erl&auml;utert Thomas Unger, Analyst bei der Erste Group.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/derstandard.at\/1334795671277\/145-Milliarden-Gewinn-Weltweite-Oelgeschaefte-laufen-wie-geschmiert\">Der Standard<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Europa in der Armutsfalle<\/strong><br>\nDie Krise in Europa l&auml;sst sich nicht hinwegsp&uuml;len. Auch nicht durch eine 1.030 Milliarden Euro-Geldschwemme, mit der die EZB die Banken &uuml;bersch&uuml;ttet hat. Die Rechnung der EZB, dadurch die angeschlagenen Banken zu retten und die Zinsen auf Staatsanleihen der Krisenl&auml;nder zu senken, geht nicht auf. Die Banken nehmen das billige Geld &ndash; 1 % f&uuml;r eine Dauer von 3 Jahren &ndash; gern, geben den niedrigen Zins aber nicht an die Krisenl&auml;nder weiter. Die Zinsen auf Staatsanleihen betragen nahezu das Sechsfache. Diese Ertr&auml;ge flie&szlig;en nicht nur in die Tresore der Banken, sie legen den Sozialstaat trocken. Auch bei der Armut gilt: Tendenz steigend&hellip;<br>\nEuropa steuert zielgenau auf eine menschliche Katastrophe zu: Denn ohne Sozialleistungen sind bereits 125 Millionen, also jeder vierte Europ&auml;er, von Armut bedroht &ndash; durch Arbeitslosigkeit, Hungerl&ouml;hne, mickrige Renten und prek&auml;re Besch&auml;ftigung. Am st&auml;rksten sind Kinder, Jugendliche, &Auml;ltere und Frauen betroffen. Noch senken die Staaten diese &bdquo;Armutsgef&auml;hrdungsquote&ldquo; durch Sozialleistungen auf 16,4 % oder 80 Millionen Europ&auml;er (siehe Abbildung). Aber Merkels Anti-Krisen- Programm bewirkt das Gegenteil: Lohnsenkungen werden die Zahl der Hilfebed&uuml;rftigen erh&ouml;hen, der Sozialabbau noch mehr Menschen mit Armut bedrohen. Europa befindet sich auf dem Weg in die Armutsfalle.<br>\n<img decoding=\"async\" src=\"\/upload\/bilder\/110420_g1.jpg\" alt=\"\"><br>\nQuelle: <a href=\"\/upload\/pdf\/120420_klartext_europa_in_der_armutsfalle.pdf\">DGB Klartext 14\/2012 [PDF &ndash; 111 KB]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Weltwirtschaft: Zumutung Europa<\/strong><br>\nIm 20. Jahrhundert war der IWF Zuchtmeister der Armen, denen er harte Anpassungsprogramme verordnete. Heute ist er ein Selbstbedienungsladen der Bessergestellten.<br>\nRund um den Globus machen die hohen &Ouml;lpreise Verbrauchern und Unternehmen zu schaffen. Die USA steckt fest im Schuldensumpf, Japan verl&auml;sslich in der Krise, und in China weicht die erste Luft aus der Immobilienblase. Es mangelt nicht an Gr&uuml;nden, sich um die Weltwirtschaft zu sorgen. Da k&ouml;nne es doch nicht sein, dass die &uuml;brige Welt immer Europa mit seiner W&auml;hrungsunion als gr&ouml;&szlig;te Gefahr f&uuml;r die globale &Ouml;konomie darstelle, klagt der deutsche Finanzminister Wolfgang Sch&auml;uble (CDU).<br>\nDoch es kann sein. Und es wird auch wieder so sein auf der Fr&uuml;hjahrstagung des Internationalen W&auml;hrungsfonds (IWF) Ende der Woche in Washington. [&hellip;]<br>\nEigentlich k&ouml;nnten und m&uuml;ssten sich die wohlhabenden Europ&auml;er selbst helfen. Stattdessen leihen sie sich Geld von Schwellenl&auml;ndern, deren V&ouml;lker von einem Lebensstandard wie in Deutschland, Frankreich oder auch Spanien nur tr&auml;umen k&ouml;nnen. Mit Geld aus China, Indien und Brasilien soll der IWF seine Ressourcen massiv ausweiten, um als Erg&auml;nzung zur europ&auml;ischen eine erdumspannende Brandschutzmauer zu errichten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/meinung\/leitartikel-zur-fruehjahrstagung-des-iwf-weltwirtschaft--zumutung-europa,1472602,14950086.html\">Frankfurter Rundschau<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Vielleicht kommt Europa ja auch noch auf die geniale Idee, sich von den Entwicklungsl&auml;ndern Konjunkturprogramme finanzieren zu lassen. Selbst k&ouml;nnen wir das dank des Fiskalpakts ja bald nicht mehr &uuml;bernehmen. Diese Politik ist an Groteske kaum mehr zu &uuml;berbieten.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Ein Jahrzehnt zunehmender Ungleichheit<\/strong><br>\nIm deutschen Grundgesetz wurde das Sozialstaatsgebot wohlweislich unter Ewigkeitsklausel gestellt. In Anbetracht der Tr&uuml;mmer des 2. Weltkriegs, der sich einer kapitalistischen Weltwirtschaftskrise anschloss, d&uuml;rften die Verfasser sich dar&uuml;ber gewahr gewesen sein, dass, wenn schon ein erneuter kapitalistischer Anlauf (zumindest vorl&auml;ufig) unternommen wird, dieser sozialpolitisch flankiert werden muss, um von der Bev&ouml;lkerung akzeptiert zu werden. Nicht genauer grundgesetzlich umrahmt, wurde die Sozialpolitik jedoch sp&auml;testens seit der Wiedervereinigung und somit mit dem Wegfall staatssozialistischer Nachbarl&auml;nder zunehmend nach Kassenlage bestimmt, wobei einiges daf&uuml;r getan wurde, dass die Staatskassen leer bleiben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.maskenfall.de\/?p=1038\">Maskenfall<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Deutsche Bank warnt vor neuer Krise<\/strong><br>\nStrategen der Deutschen Bank entwerfen ein d&uuml;steres Szenario: In der weltweiten Finanzkrise werde das Schlimmste noch kommen, sagen sie. Und zwar dann, wenn die Rettungsma&szlig;nahmen der Zentralbanken auslaufen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/finanzen\/boerse-maerkte\/anleihen\/duestere-prognose-deutsche-bank-warnt-vor-neuer-krise\/v_detail_tab_print\/6528538.html\">Handelsblatt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers G.K.:<\/strong> Zu den &ouml;konomischen Wirkungen der Long-Term Refinancing Operations (LTROs) in H&ouml;he von ca. 1 Billion Euro hei&szlig;t es bei der Deutschen Bank London: &bdquo;Die massiven Ausgaben h&auml;tten nicht dazu gef&uuml;hrt, das Wirtschaftswachstum anzuschieben, meinen die Strategen. &bdquo;Die LTROs haben uns eine gewisse Atempause verschafft, aber sie haben offenbar das Problem nicht beseitigt&ldquo;, sagte Burns in einem Telefoninterview mit Bloomberg News.&ldquo; Auf welchem Wege sollen denn diese &bdquo;massiven Ausgaben&ldquo; das &bdquo;Wirtschaftswachstum anschieben&ldquo;? EZB-Chef Marion Draghi zur <a href=\"http:\/\/www.zertifikatereport.de\/bnews_2787960.html\">&ouml;konomischen Wirkung der LTROs<\/a>: &bdquo;Die Banken, denen die EZB das Geld geliehen hat, haben es zu gro&szlig;en Teilen nicht in den Wirtschaftskreislauf eingespeist, sondern damit alte Verbindlichkeiten abgel&ouml;st. Deshalb ist das Geld mit Blick auf Inflation gleichsam neutralisiert. Dieser Vorgang sch&uuml;rt nicht die Inflation.&ldquo; Durch die massive Flutung der Banken mit EZB-Geld werden also keine &bdquo;Ausgaben&ldquo; in Form von Investitionen oder Konsumausgaben erzeugt. Mario Draghi zu dem von der EZB beabsichtigten Zweck der LTROs: &bdquo;Im Herbst vergangenen Jahres war die Situation wirklich kritisch. Es h&auml;tte zu einer gef&auml;hrlichen Kreditklemme bei den Banken kommen k&ouml;nnen und damit zu Pleiten von Unternehmen, die pl&ouml;tzlich finanziell auf dem Trockenen gesessen h&auml;tten. Das mussten wir verhindern.&ldquo; Es war also gar nicht die Absicht der EZB, das &bdquo;Wirtschaftswachstum anzuschieben&ldquo;, sondern zu verhindern, da&szlig; die massiven Unsicherheiten und Schw&auml;chen des Bankensektors auf die Realwirtschaft &uuml;bergreifen und dort wegen des Rei&szlig;ens von Kreditbeziehungen zu Unternehmenspleiten f&uuml;hren. Wenn die Deutsche Bank m&ouml;gliche Gefahren der EZB-Geldflutung in H&ouml;he ca. 1 Billion Euro beschw&ouml;ren m&ouml;chte, dann w&auml;re sie folglich gut beraten, sich zun&auml;chst einmal gemeinsam mit den &uuml;brigen Geldinstituten zu ihrer eigenen Verantwortung zu bekennen. Dar&uuml;ber hinaus sind die dem Bankensektor zur Verf&uuml;gung gestellten EZB-Kredite f&uuml;r diesen sehr profitabel, denn der an die EZB abzuf&uuml;hrende Zins betr&auml;gt lediglich 1 Prozent p.a.. <\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Die Enteignung findet schon statt<\/strong><br>\nNur 0,14 Prozent muss der Bund den Anlegern noch bezahlen, um zweij&auml;hrige Papiere verkaufen zu k&ouml;nnen. [&hellip;] Im Grunde findet damit schon eine Art schleichender Enteignung statt. Das ist einer der vielen Wege, auf denen man aus einer zu hohen Verschuldung herauskommen kann.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/blog.handelsblatt.com\/globalmarkets\/2012\/04\/18\/die-enteignung-findet-schon-statt\/\">Handelsblatt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Ein selten dummer Artikel, sogar gemessen an den ohnehin bescheidenen Ma&szlig;st&auml;ben des Handelsblatts. Der Autor (vom Handelsblatt als Finanz-Allrounder vorgestellt) erweckt ja geradezu den Eindruck als seien die Zinsen f&uuml;r deutsche Staatsanleihen von der Politik bestimmt und die armen Investoren w&auml;ren dazu gezwungen, dem Staat das Geld zu leihen. Dabei ist es doch vielmehr so, dass die Investoren dem gesamten Banken- und Finanzsystem nicht mehr &uuml;ber den Weg trauen und ihr Geld daher lieber dem Staat zu mickrigen Zinsen anvertrauen. Unter einer &bdquo;Enteignung&ldquo; versteht man normalerweise etwas anderes.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Der deutsche Sonderweg in der &Ouml;konomie<\/strong><br>\n[&hellip;] Zugespitzt formuliert: Der IWF sagt, Deutschland soll weniger sparen, die Institute sagen, Deutschland soll mehr sparen. Selten wird so offensichtlich, wie isoliert Deutschlands &Ouml;konomen sind.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/blog.zeit.de\/herdentrieb\/2012\/04\/19\/der-deutsche-sonderweg-in-der-okonomie_4645\">Zeit Herdentrieb<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Amazons Europ&auml;isches Steuersparmodell &ndash; Gigantische Profite, keine Steuern<\/strong><br>\nAmazon setzt j&auml;hrlich mehrere Milliarden Euro um &ndash; zahlt aber in Luxemburg niedrige Steuers&auml;tze. Der britische Fiskus pr&uuml;ft nun das Steuersparmodell des Konzerns.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/!91782\/\">taz<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>1. Mai 2012: &ldquo;Gute Arbeit f&uuml;r Europa &ndash; Gerechte L&ouml;hne, Soziale Sicherheit&rdquo;<\/strong><br>\nSo lautet das diesj&auml;hrige Motto zum Tag der Arbeit. Der DGB und seine Mitgliedsgewerkschaften sagen Ja zur europ&auml;ischen Integration. Wir wollen die Zukunft Europas sozial gestalten.<br>\nEs war nicht die Schuld der Besch&auml;ftigten, dass Spekulanten die Weltwirtschaft beinahe in den Abgrund gest&uuml;rzt haben. Mindestlohn, Tarifautonomie, soziale Sicherung &ndash; in den Krisenl&auml;ndern werden hart erk&auml;mpfte Erfolge &uuml;ber Bord geworfen.<br>\nWir fordern kraftvolle Investitionen in qualitatives Wachstum und Besch&auml;ftigung. Europa darf nicht mit Fiskalpakt und Schuldenbremse kaputt gespart werden. Die Opfer des Fiskalpakts sind die Besch&auml;ftigten und die sozial Benachteiligten &ndash; heute im S&uuml;den Europas und morgen bei uns.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dgb.de\/tag-der-arbeit\/\">DGB<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Viele Fach&auml;rzte meiden Kassenpatienten<\/strong><br>\nF&uuml;r Fach&auml;rzte sind Kassenpatienten weniger lukrativ, als Privatpatienten. Deshalb m&uuml;ssen sie mit deutlich l&auml;ngeren Wartezeiten rechnen. Das geht aus einem Papier der Bundesregierung hervor.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/politik\/krankenkassen-empoert-viele-fachaerzte-meiden-kassenpatienten,1472596,14948846,view,printVersion.html\">Frankfurter Rundschau<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung MB:<\/strong> Dieses Problem ist seit Jahren bekannt, es gab bereits diverse Berichte und Artikel dar&uuml;ber und es wurde nichts unternommen. Und das k&ouml;nnte auch eine Ursache daf&uuml;r sein, dass die Versicherungsbeitr&auml;ge f&uuml;r privat versicherte Menschen immer weiter ansteigen.<\/em><br>\n<em>Kleiner Tip, den ich mal auf einer Veranstaltung von einem Experten &ndash; nein, ausnahmsweise nicht so einer &ndash; aufschnappte: Wenn Sie sich einen Termin geben lassen und nach Ihrer Krankenkasse gefragt werden, geben Sie den Namen einer Ihnen bekannten Privatkasse an; Sie werden m&ouml;glicherweise einen sehr g&uuml;nstigen Termin bekommen. Sind Sie dann in der Praxis und werden bei Vorlage Ihrer normalen Karte einer gesetzlichen Krankenkasse angesprochen, antworten Sie in Anwesenheit m&ouml;glichst vieler Patienten\/inen m&ouml;glichst laut, das m&uuml;sse ja wohl ein Missverst&auml;ndnis gewesen sein (oder im weiteren Verlauf, Sie h&auml;tten ja vielleicht gelogen) und da d&uuml;rfe es ja wohl keinen Unterschied geben; oder Sie wollen doch nicht erkl&auml;ren, dass ein\/e gesetzlich versicherte\/r Patient\/in einen sp&auml;teren Termin zugeteilt bekommen h&auml;tte &ndash; ob wir das Problem mal mit der &Auml;rztekammer kl&auml;ren sollten. Das d&uuml;rfte immerhin beim ersten mal klappen &hellip;<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Ex-Schlecker-Mitarbeiter gehen gegen K&uuml;ndigung vor<\/strong><br>\nDer Schlecker-Insolvenzverwalter f&uuml;rchtet, dass Klagen der gek&uuml;ndigten Mitarbeiter potenzielle Investoren abschrecken k&ouml;nnten. Dennoch gehen inzwischen mehrere Hundert ehemalige Angestellte gegen ihren Rauswurf vor.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/unternehmen\/handel-dienstleister\/:hunderte-klagen-ex-schlecker-mitarbeiter-gehen-gegen-kuendigung-vor\/70024673.html\">Financial Times Deutschland<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung MB:<\/strong> Wenn gek&uuml;ndigte Ex-Mitarbeiter\/innen sich gerichtlich gegen die K&uuml;ndigung wehren m&ouml;chten, ist es pl&ouml;tzlich unsozial.<\/em><\/p>\n<p><strong>dazu: Dass Schlecker so gut zahlte, ist nun ein Problem<\/strong><br>\nHunderte Ex-Schlecker-Mitarbeiter haben bereits gegen die K&uuml;ndigungswelle geklagt. Dabei stehen die Chancen auf neue Jobs nicht schlecht. Nur beim Gehalt m&uuml;ssen viele mit Abstrichen rechnen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/wirtschaft\/article106201607\/Dass-Schlecker-so-gut-zahlte-ist-nun-ein-Problem.html?config=print\">Welt<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> 2.500 Euro im Monat (brutto) sind also &bdquo;zu viel&ldquo; f&uuml;r eine Filialleiterin mit Personalverantwortung bei &bdquo;permanenter Unterbesetzung&ldquo; der Filiale, wie auch im Text geschrieben? Und was w&auml;re daran im Zweifelsfall ein Problem &ndash; die &bdquo;&uuml;berzogene Anspruchshaltung&ldquo;, von seinem Gehalt leben zu k&ouml;nnen, ohne aufstockendes Alg II beantragen zu m&uuml;ssen? Die WELT hetzt also nicht nur gegen den Sozialstaat, sondern tritt auch noch auf die, die schon am Boden liegen. Was w&uuml;rde der Autor dieses Textes davon halten, wenn man 1.000 Euro im Monat f&uuml;r seine T&auml;tigkeit &bdquo;zu viel&ldquo; findet?<\/em> <\/p>\n<p><em><strong>Erg&auml;nzende Anmerkung MB:<\/strong> Was w&uuml;rde der Autor dieses Textes davon halten, wenn seine Redaktionsstelle gestrichen bzw. outgesourced w&uuml;rde und er sich beim Arbeitsamt oder in der Aufstocker-Schlange anstellen m&uuml;sste. Was w&uuml;rde er davon halten, wenn m&ouml;gliche andere Arbeitgeber sein fr&uuml;heres Gehalt als &bdquo;zu viel&ldquo; f&uuml;r eine Anschlussverwendung bezeichnen w&uuml;rde. Was w&uuml;rde er davon halten, wenn andere Autoren anderer Texte ihn ein paar Jahre sp&auml;ter als Schmarotzer bezeichnen w&uuml;rden. Fast k&ouml;nnte man es ihm w&uuml;nschen &hellip;<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Prek&auml;re Republik Deutschland<\/strong><br>\nDer Niedriglohnsektor expandiert trotz pr&auml;chtiger Wirtschaftslage. Das bedeutet nichts anderes als eine gesellschaftliche Absage an Teilhabe und Solidarit&auml;t. [&hellip;]<br>\nAuch um dieser Entwicklung zu begegnen, m&uuml;ssen wir das Problem der prek&auml;ren Besch&auml;ftigung von zwei Seiten angehen. Zum einen sollten flexible Besch&auml;ftigungsverh&auml;ltnisse wieder auf das erforderliche Ma&szlig; zur&uuml;ckgef&uuml;hrt werden. Leiharbeit darf nicht l&auml;nger der billige Jakob des Normalarbeitsverh&auml;ltnisses sein, sondern soll nur noch f&uuml;r au&szlig;ergew&ouml;hnliche Arbeitsbedarfe in Unternehmen da sein. Die Leiharbeitnehmer m&uuml;ssen dabei die gleiche Bezahlung und Behandlung wie die Stammbelegschaft erhalten. Befristete Arbeitsvertr&auml;ge d&uuml;rfen nur eingegangen werden, wenn es daf&uuml;r einen sachlichen Grund gibt und die Privilegierung von Minijobs geh&ouml;rt abgeschafft. Gegen den nach unten weiter ausfransenden Niedriglohnsektor brauchen wir endlich einen allgemeinen Mindestlohn als wirksame Lohnuntergrenze.<br>\nDies ist auch notwendig, weil inzwischen ein Viertel aller Besch&auml;ftigten beim Jobverlust sofort auf Arbeitslosengeld II angewiesen ist. Um das zu verhindern, sind ausk&ouml;mmliche L&ouml;hne und eine Reform der Arbeitslosenversicherung notwendig. Letzteres damit diejenigen, die in die Versicherung einzahlen bei Arbeitslosigkeit auch von ihr gesch&uuml;tzt werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/meinung\/gastbeitrag-zum-niedriglohnsektor-prekaere-republik-deutschland,1472602,14955780.html\">Frankfurter Rundschau<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Die Autorin ist &bdquo;Sprecherin f&uuml;r Arbeitsmarkpolitik&ldquo; der Gr&uuml;nen im Bundestag. Es ist ja pr&auml;chtig, dass die SPD und die Gr&uuml;nen in der Opposition ihre soziale Seite erkennen. An dieser Stelle sei aber zum x-ten mal darauf hingewiesen, dass es die SPD und die Gr&uuml;nen waren, die die Voraussetzungen f&uuml;r die Verh&auml;ltnisse schufen, die sie jetzt beklagen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Faltblatt: Wasser geh&ouml;rt uns allen! &ndash; Wie die EU-Kommission die &ouml;ffentliche Daseinsvorsorge zum Gesch&auml;ft machen will<\/strong><br>\nMit diesem Faltblatt &bdquo;Wasser geh&ouml;rt uns allen!&ldquo; versuchen wir ein komplexes Thema verst&auml;ndlich zu machen und den Widerstandsgeist zu wecken. Die &ouml;ffentliche Daseinsvorsorge darf kein Gesch&auml;ft werden! Die EU-Kommission will mit ihrem Richtlinienpaket zu Vergaberecht und Dienstleistungskonzessionen &ouml;ffentliche Aufgaben (&bdquo;Daseinsvorsorge&ldquo;) dem Wettbewerb aussetzen, also auch an gewinnorientierte Unternehmen vergeben. Das Regelwerk ist derzeit in den Beratungen und soll noch in diesem Jahr vom Europ&auml;ischen Parlament beschlossen werden. Die &ouml;ffentliche Auftragsvergabe spielt in Deutschland wie in Europa wirtschaftlich eine gro&szlig;e Rolle. Im &ouml;ffentlichen Sektor wurden in Deutschland 2011 etwa 18 Prozent oder 412 Milliarden des BIP erwirtschaftet. Das Gesetzespaket der EU-Kommission beinhaltet zwei Vorschl&auml;ge, die ineinandergreifen: Dienstleistungskonzessionen, mit denen staatliche oder kommunale Aufgaben an Privatunternehmen &uuml;bertragen werden, sollen in Zukunft vom europ&auml;ischen Vergaberecht erfasst werden. Das betrifft auch die Bereiche Wasser, Energie, Abfall und Verkehr. Hier sollen zuk&uuml;nftig mehr Private auf &ouml;ffentlich finanzierter Infrastruktur Gewinne einfahren.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.dgb-bestellservice.de\/besys_dgb\/auswahl.php?artikelnr=DGB20014\">DGB<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Eckpfeiler einer linken M&auml;nnerpolitik<\/strong><br>\nDie Frage, ab wann eine Ideologie wie der Feminismus, die urspr&uuml;nglich als Befreiungs- und Emanzipationsbewegung angetreten war, selbst repressive Strukturen entwickelt, ist nicht neu und nicht erst mit dem Entstehen der M&auml;nnerrechtsbewegung gestellt worden. Beispielsweise &auml;u&szlig;erte schon 1979 die f&uuml;r die Genderstudien einflussreiche Literaturtheoretikerin, Psychoanalytikerin und Philosophin Julia Kristeva diese Sorge in ihrem Essay Women&rsquo;s Time.<br>\n&ldquo;Wie jede Gesellschaft&rdquo;, hei&szlig;t es dort, &ldquo;beruht auch eine Gegengesellschaft auf der Ausgrenzung eines ausgeschlossenen Elements, eines S&uuml;ndenbocks, der jenes B&ouml;sen bezichtigt wird, von dem sich die ordnungsgem&auml;&szlig; gegr&uuml;ndete Gesellschaft dann reinigen kann &ndash; eine Reinigung, die diese Gesellschaft von jeder zuk&uuml;nftigen Kritik entlasten wird. Moderne Protestbewegungen haben diese Logik h&auml;ufig wiederholt und den Schuldigen ausgemacht, um Kritik abzuwehren: im Ausl&auml;nder, im Kapital, in einer anderen Religion, im anderen Geschlecht. Wird Feminismus nicht zu einer Art umgedrehtem Sexismus, wenn dieser Logik bis zu ihrem Ende gefolgt wird?&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegelfechter.com\/wordpress\/8167\/eckpfeiler-einer-linken-mannerpolitik\">Der Spiegelfechter<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>(Un-)Sicherheitsfaktor Atombombe &ndash; Eine Analyse der Krise um das iranische Nuklearprogramm<\/strong>\n<ul>\n<li>Iran ist ein rationaler Akteur der internationalen Politik, der seine sicherheitspolitischen Entscheidungen auf Grundlage der wahrgenommenen Bedrohungssituation trifft.<\/li>\n<li>Iran befindet sich, dem Staate Israel durchaus vergleichbar, in einer prek&auml;ren Sicherheitslage; aus der Perspektive Teherans ist es daher durchaus rational, am Atomprogramm<br>\nals Mittel der Abschreckung und damit der Selbstverteidigung festzuhalten.<\/li>\n<li>Die L&ouml;sung der Iran-Krise h&auml;ngt wesentlich davon ab, ob und inwieweit es gelingen wird, die Bedrohungswahrnehmung auf Seiten Irans zu ver&auml;ndern; den USA kommt hier eine Schl&uuml;sselfunktion zu.<\/li>\n<li>Ein Milit&auml;rschlag gegen die iranischen Nuklearanlagen w&auml;re kontraproduktiv; er w&uuml;rde das Atomprogramm lediglich verlangsamen, aber nicht dauerhaft verhindern. Tats&auml;chlich w&uuml;rde ein Angriff in Teheran die &Uuml;berzeugung st&auml;rken, dass eine iranische Atombombe als Mittel der Abschreckung und Selbstverteidigung notwendig ist.<\/li>\n<li>F&uuml;r die Betrachtung der Iran-Krise ist die Wahrnehmung von Sicherheit und Unsicherheit zentral. In der folgenden Analyse wird die Kuba-Krise als Blaupause verwendet,<br>\ndenn auch hier waren Fehlwahrnehmungen f&uuml;r die Eskalation verantwortlich. Bei n&auml;herer Betrachtung lassen sich wesentliche Parallelen zwischen der Krise um das iranische Atomprogramm und der Kuba-Krise feststellen.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/library.fes.de\/pdf-files\/id\/ipa\/09027.pdf%20\">Friedrich-Ebert-Stiftung Internationale Politikanalyse [PDF &ndash; 124 KB]<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Post-Journalismus in WDR 3<\/strong><br>\nH&ouml;rerzuschrift anl&auml;sslich der Sendung &bdquo;Funkhaus Wallrafplatz&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"\/upload\/pdf\/120420_hinweise_post-journalismus_00_58_25.pdf\">Post-Journalismus in WDR 3 [PDF &ndash; 47,3 KB]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Die Springer-Republik<\/strong><br>\nDer Konzern atmet noch &shy;immer den Geist seines Gr&uuml;nders und hat es geschafft, die Mitte der Gesellschaft nach rechts zu r&uuml;cken.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.freitag.de\/wochenthema\/1216-rechts-hei-t-jetzt-mitte\">Der Freitag<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung MB:<\/strong> Na ja. Etwas weniger Ehrfurcht wie die Begegnung mit Schauspieler Liam Neeson in der Lobby und dem Vergleich der Springer-Zentrale mit dem Eintritt in das Zauberreich von Harry Potter w&auml;re angebracht gewesen. Daf&uuml;r h&auml;tte es etwas mehr Kritik an der Rolle von Springer-Medien und besonders BILD sein d&uuml;rfen. Was ist mit st&auml;ndigen <a href=\"\/?p=2973\">Diffamierungen gegen&uuml;ber Migranten\/innen, Erwerbslosen<\/a>, politischen Gegnern? Was ist mit der reaktion&auml;ren Meinungsbildung gegen&uuml;ber &bdquo;Pleite&ldquo;-Griechen in der letzten Zeit? Der Autor sollte sich mal ein verl&auml;ngertes Wochenende mit <a href=\"\/?p=8996\">G&uuml;nter Wallraff<\/a> zusammen setzen oder mit Storz &amp; Arlt, den Autoren einer <a href=\"\/?p=9018\">sehr interessanten BILD-Studie<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h19\"><\/a><strong>Der ewige Antisemit<\/strong><br>\nOhne geht&rsquo;s nicht. Henryk Broder und der Antisemitismus. [&hellip;]<br>\nNur f&uuml;r einen wackeren Streiter ist das Kapitel Grass noch nicht vorbei: Henryk Broder. Henryk wer? Nun ja, Broder hei&szlig;t der Mann. Und er muss Grass nochmals einen netten Antisemitismusgru&szlig; mit auf den Weg ans Krankenbett geben. Zumal jede Nennung des Nobelpreistr&auml;gers auch noch dem letzten Fliegenpilz medialen Sonnenschein gew&auml;hrt. In welchem sich auch Broder sonnen will. Obwohl die eigentliche Zwiebel schon l&auml;ngst geh&auml;utet ist. F&uuml;r alle &ndash; au&szlig;er eben Broder.Denn der Antisemitismus ist &uuml;berall. Grass? Ganz klar &ndash; Antisemit! Das ZDF? Antisemiten! Claudia Roth? Antisemitin! Die Deutschen, von denen nur vier Prozent Grass der Judenfeindlichkeit verd&auml;chtigen? Antisemiten! Und selbst Barack Obama, der (wie Grass) vor einem Erstschlag Israels gegen den Iran warnt, ist: Antisemit!<br>\nDas ist nichts Neues, springen in Broders Gro&szlig;hirn doch immer neue Antisemiten wie die Schwammerl aus dem Boden &ndash; ganz gleich ob Moslems, Linke oder Juden. Allesamt herangewachsen in den weitverzweigten H&ouml;hleng&auml;ngen der Broderschen Cortex und umgeben von Stalagmiten, auf denen in elaborierten Malereien stets dieselben Zeichen prangen: ICH! ICH! ICH! ICH! ICH!<br>\nDenn Broder braucht seine Antisemiten wie die Luft zum Atmen. Wie sonst lie&szlig;e sich eine literarische T&auml;tigkeit rechtfertigen, die ganz ohne Literatur auskommt? Oder eine Fernseh-T&auml;tigkeit, in der Broder mindestens genauso trickst wie das ZDF? Wie sonst k&ouml;nnte sich der Schubart-Preistr&auml;ger der Stadt Aalen anma&szlig;en, es mit einem Nobelpreistr&auml;ger aufzunehmen?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.theeuropean.de\/mark-t-fliegauf\/10757-broder-kritik-an-guenter-grass#10757\">The European<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Das musste mal gesagt werden.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;Mehr&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (MB\/WL\/JB)<\/p>\n","protected":false},"author":8,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-12930","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/12930","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/8"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=12930"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/12930\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":12933,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/12930\/revisions\/12933"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=12930"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=12930"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=12930"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}