{"id":12937,"date":"2012-04-20T16:36:47","date_gmt":"2012-04-20T14:36:47","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12937"},"modified":"2012-04-20T16:37:16","modified_gmt":"2012-04-20T14:37:16","slug":"hinweise-des-tages-1598","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12937","title":{"rendered":"Hinweise des Tages II"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;Mehr&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12937#h01\">Keiner verdient so viel nebenher wie Peer Steinbr&uuml;ck<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12937#h02\">Innenminister Friedrich nach ZDF-Interview unter Druck<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12937#h03\">Europas Presse &uuml;ber Deutschlands Sparkurs &ndash; &ldquo;Aldi-Wirtschaft mit Flatrate-Bordellen&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12937#h04\">Hollande, le Schlossgespenst<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12937#h05\">Das Regime der M&auml;rkte<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12937#h06\">Der &ouml;konomische Putsch oder: Was hinter den Finanzkrisen steckt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12937#h07\">Krise da, Management fehlt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12937#h08\">IWF: Expertisen statt Devisen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12937#h09\">EU fordert Mindestlohn f&uuml;r Mitgliedstaaten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12937#h10\">Neue Zahlen der Bundesregierung &ndash; Privatversicherte m&uuml;ssen deutlich mehr zahlen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12937#h11\">Pendler bestrafen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12937#h12\">&Auml;rger beim DIW &ndash; R&uuml;rup l&auml;sst es rumpeln<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12937#h13\">Justizopfer muss entlastende Gutachten selbst bezahlen: Unschuld? Kostet 13.000 Euro<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12937#h14\">&bdquo;Der Lebensmittelindustrie geht es nur um Profit&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12937#h15\">Wann irren die tausend Fliegen?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12937#h16\">Am Anfang war das Wort<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12937#h17\">Radikale bei den Piraten &ndash; &ldquo;Unsere Ideen versinken in M&uuml;ll und Dreck&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12937#h18\">Aufruf: Farbe bekennen &ndash; gegen entw&uuml;rdigende Hartz IV Praxis und f&uuml;r berufliche F&ouml;rderung<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"\/?p=12937&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Keiner verdient so viel nebenher wie Peer Steinbr&uuml;ck<\/strong><br>\nPeer Steinbr&uuml;ck (SPD) ist der Spitzenverdiener im Bundestag: Neben seinen Abgeordnetenbez&uuml;gen kassiert er j&auml;hrlich vermutlich eine Million Euro f&uuml;r Vortragshonorare und andere Nebent&auml;tigkeiten.<br>\nDer fr&uuml;here Finanzminister Peer Steinbr&uuml;ck (SPD) hat in dieser Wahlperiode bislang mindestens 600.000 Euro f&uuml;r Vortragshonorare und andere Nebent&auml;tigkeiten kassiert. Wahrscheinlich lagen seine Einnahmen in dieser Zeit sogar deutlich &uuml;ber einer Million Euro. Das geht aus den aktualisierten Angaben des Bundestags &uuml;ber die Nebeneink&uuml;nfte der 620 Parlamentarier hervor.<br>\nDemnach wurde Steinbr&uuml;ck, der auch als n&auml;chster Kanzlerkandidat gehandelt wird, besonders h&auml;ufig als gut bezahlter Redner engagiert: Er kam zwischen Oktober 2009 und Februar 2012 auf nicht weniger als 75 Vortr&auml;ge. Die Honorare f&uuml;r jeden Auftritt neben seinem Bundestagsmandat lagen fast immer bei mindestens 7000 Euro.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/politik\/deutschland\/article106206859\/Keiner-verdient-so-viel-nebenher-wie-Peer-Steinbrueck.html\">WELT<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.bundestag.de\/bundestag\/abgeordnete17\/biografien\/S\/steinbrueck_peer.html\">Nebeneink&uuml;nfte (Bundestag.de)<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Dagegen ist der &bdquo;Schn&auml;ppchenj&auml;ger&ldquo; Wulff ein echter Waisenknabe. Auch die NachDenkSeiten haben bereits mehrfach auf die seltsamen Nebeneink&uuml;nfte des potentiellen Vizekanzlerkandidaten der SPD hingewiesen und in meinem Buch &bdquo;<a href=\"http:\/\/www.spiegelfechter.com\/wordpress\/stresstest-deutschland-wie-gut-sind-wir-wirklich\">Stresstest Deutschland<\/a>&ldquo; hat Peer Steinbr&uuml;ck ein ganzes Unterkapitel spendiert bekommen. Seltsam, dass ausgerechnet Springers WELT nun als erste gro&szlig;e Zeitung dieses Thema aufgreift, das jedem Journalisten eigentlich f&ouml;rmlich ins Gesicht springen m&uuml;sste.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Innenminister Friedrich nach ZDF-Interview unter Druck<\/strong><br>\nEin ZDF-Interview am 1. M&auml;rz bringt Innenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) in Erkl&auml;rungsnot. Hat er vor laufender Kamera gelogen? Hintergrund ist eine Studie zur Integrationsbereitschaft von Muslimen. Diese war im Fr&uuml;hjahr 2012 schon vor der offiziellen Vorstellung an die BILD weitergeleitet worden. Eine tagelange Kampagne gegen angeblich integrationsunwillige Ausl&auml;nder war die Folge. Schon damals kam der Verdacht auf, dass das Innenministerium die Studie an die BILD weitergeleitet hatte. Dem hatte Friedrich im ZDF widersprochen, wie diese Aufzeichnung des heute-journals vom 1. M&auml;rz 2012 zeigt. Jetzt aber r&auml;umte das Bundesinnenministerium ein, den Bundestag falsch informiert zu haben, wie die S&uuml;ddeutsche Zeitung berichtet.<br>\n&ldquo;Diese Studie ist nicht aus meinem Haus herausgegeben worden&rdquo;, sagte Friedrich im ZDF. Innenstaatssekret&auml;r Christoph Bergner sagte sp&auml;ter im Bundestag: &ldquo;Es hat keine &ouml;ffentliche oder wie auch immer geartete &Uuml;bergabe dieser Studie durch das Bundesinnenministerium an die Medien gegeben.&rdquo; Eine glatte Falschauskunft, wie das Bundesinnenministerium laut S&uuml;ddeutsche nun einr&auml;umte. Die BILD habe zur Vorbereitung eines Interviews mit dem Minister doch ein Vorabexemplar der Studie erhalten.<br>\nDie Studie hatte eine breite Kampagne gegen angeblich integrationsunwillige Muslime nach sich gezogen, wie unser verlinktes Video des Medienmagazins Zapp zeigt. &ldquo;Junge Muslime verweigern Integration&rdquo;, titelte die BILD unter Berufung auf die Studie. Deren Autoren hatten sich davon distanziert. Sie sprachen von einer verzerrten Darstellung der Ergebnisse ihrer 760 Seiten starken Studie. Mehrere Medien hatten von massenhaften Integrationsverweigerern und Sympathisanten f&uuml;r den Islamismus unter jungen Muslimen berichtet.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.videozeugen.de\/6777\/innenminister-friedrich-falschaussage-studie\/\">videozeugen<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers G.K.:<\/strong> Siehe auch den BILDblog-Beitrag &ldquo;<a href=\"http:\/\/www.bildblog.de\/37196\/selbsterfuellende-moslem-prophezeihung\/\">Bild, dpa, KNA etc.: Selbsterf&uuml;llende Moslem-Prophezeiung<\/a>&ldquo;.<\/em><\/p>\n<p><strong>dazu: Muslim-Studie ging doch vorab an Boulevard-Blatt<\/strong><br>\nWurde eine Studie zu angeblich integrationsunwilligen jungen Muslimen vorab an die Bild-Zeitung weitergegeben? Nein, sagte Innenminister Friedrich im Fernsehen. Nein, sagte sein Staatssekret&auml;r im Bundestag. Ja, muss das Ministerium nun auf eine Anfrage der Linken zugeben. Die Opposition spricht schon vom &ldquo;L&uuml;genminister&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/innenministerium-raeumt-falsche-auskunft-ein-muslim-studie-ging-doch-vorab-an-boulevard-blatt-1.1337226\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Europas Presse &uuml;ber Deutschlands Sparkurs &ndash; &ldquo;Aldi-Wirtschaft mit Flatrate-Bordellen&rdquo;<\/strong><br>\nMit dem deutschen Modell aus der Krise? Europas Presse warnt angesichts des Reformeifers ihrer Regierungen vor Schwachstellen der Agenda 2010. &ldquo;Beispielloser Wettbewerbsdruck auf Angestellte&rdquo;, moniert &ldquo;Le Monde&rdquo; in Paris. &ldquo;B&uuml;&szlig;erhemd-Philosophie&rdquo;, schreibt der Londoner &ldquo;Economist&rdquo;. [&hellip;]<br>\n&ldquo;In Frankreich schrieb &ldquo;Le Monde&rdquo; zu &ldquo;unterbezahlt&rdquo; noch &ldquo;&uuml;berfordert&rdquo; dazu. Unter dem Stichwort &ldquo;Burnout&rdquo; rechnete die linksliberale Zeitung vor, wie sich &ldquo;das soziale Klima in Deutschland verschlechtert&rdquo;. Die Entwicklung der Arbeitsbedingungen bedrohe die &lsquo;Haltbarkeit&rsquo; des germanischen Wachstumsmodells. In 10 Prozent der F&auml;lle sei ein Burnout f&uuml;r die Abwesenheit vom Arbeitsplatz verantwortlich; 2010 sei die Zahl der Todesf&auml;lle am Arbeitsplatz um 13 Prozent gestiegen, Berufskrankheiten um 2, Betriebsunf&auml;lle um 6 Prozent &ndash; Tendenz steigend. [&hellip;]<br>\n&ldquo;Die deutschen Arbeitnehmer sind einem beispiellosen Wettbewerbsdruck ausgesetzt. Seit der Krise ist die Kadenz ordentlich angestiegen. Die ehrgeizigen Arbeitgeber schreiben offene Stellen nicht aus. Mindestens eine Million Arbeitspl&auml;tze sind derzeit nicht besetzt. Die chronische Unterbesetzung steigert den Druck auf den einzelnen Angestellten. Die Hartz-Schr&ouml;der-Reformen, die von franz&ouml;sischen Arbeitgebern und Wirtschaftsexperten aus ihren Elfenbeint&uuml;rmen heraus in den Himmel gelobt werden, haben innerhalb weniger Jahre Prekarit&auml;t und Arbeitsarmut hervorgebracht. Sicher ist &lsquo;nur&rsquo; eine (gro&szlig;e) Minderheit von den Ma&szlig;nahmen betroffen; aber trotz R&uuml;ckgangs der Arbeitslosigkeit herrscht jetzt starke Angst.&rdquo;<br>\n&ldquo;Le Monde&rdquo;, Paris, 10. April&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/0,1518,828687,00.html\">SPIEGEL Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Sch&ouml;n zu sehen, dass die Medien in unseren Nachbarl&auml;ndern kritisch &uuml;ber den &bdquo;deutschen Weg&ldquo; berichten. Nicht nur die deutsche Politik und die deutschen Wirtschaftswissenschaften, sondern auch die deutschen Medien sind international zunehmend mehr isoliert.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Hollande, le Schlossgespenst<\/strong><br>\nAn den M&auml;rkten geht die Furcht vor einem neuen Pr&auml;sidenten in Frankreich um. Das hat nach zwei Jahren Merkozy-Desastern etwas leicht Masochistisches. Vive le changement.<br>\nWahlen sind etwas F&uuml;rchterliches. Da wei&szlig; man nie, was nachher rauskommt. In harmloseren F&auml;llen Piraten, die lustig sind. In anderen auch schon mal neue Staatspr&auml;sidenten, wie es jetzt in Frankreich passieren k&ouml;nnte &ndash; wo das Volk am Sonntag zum ersten Wahlgang aufgerufen ist.<br>\nNur dass das nicht alle offenbar so lustig finden. Seit Wochen spukt in Deutschland und in der Finanzszene die Sorge, dass der Sozialist Fran&ccedil;ois Hollande gegen den guten alten Nicolas Sarkozy gewinnt &ndash; und dann auf die Idee kommen k&ouml;nnte, die Krisenstrategie von unserer Sonnenk&ouml;nigin Frau Merkel und ihrem braven Kumpanen zu &auml;ndern. Ja, geht&rsquo;s noch?<br>\nGanz im Ernst: Nach zwei Jahren Merkozy-Krisenmanagement, elenden Austerit&auml;tsversuchen, Rezessionen und trotzdem chronisch nerv&ouml;sen M&auml;rkten kann man ja mal &uuml;berlegen, ob die Strategie nicht gewisserma&szlig;en optimierbar ist. Vielleicht w&auml;re es f&uuml;r uns und die Finanzm&auml;rkte sogar verm&ouml;gens- und wohlstandsf&ouml;rdernd, wenn mal jemand der Kanzlerin, sagen wir, hilft, ihre Eingebungen fortzuentwickeln. Also Kontra gibt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/wirtschaftswunder.ftd.de\/2012\/04\/20\/die-kolumne-hollande-le-schlossgespenst\/\">FTD Wirtschaftswunder<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Das Regime der M&auml;rkte<\/strong><br>\nWer regiert ein Land mit miesen Finanzen? Die Regierung sollte man meinen. Doch dem ist nicht so, zeigt Werner Vontobel am Beispiel Spanien auf.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.blick.ch\/news\/wirtschaft\/vontobel\/das-regime-der-maerkte-id1849663.html\">Blick<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Der &ouml;konomische Putsch oder: Was hinter den Finanzkrisen steckt<\/strong><br>\nGezielte Spekulationsattacken auf ganze Volkswirtschaften, unantastbare Finanzagenturen, die Regierungen in die Knie zwingen, und ohnm&auml;chtige Politiker, die gebetsm&uuml;hlenartig wiederholen, es g&auml;be keine Alternative: Europa befindet sich im Wirtschaftskrieg.<br>\nSeit Jahrzehnten befinden sich Politiker im Bann neoliberaler Heilsverk&uuml;nder. Wie entstand dieses heute unumst&ouml;&szlig;lich scheinende System? Das Experimentierfeld Lateinamerika und die Analysen des Philosophen Michel Foucault aus den 70er- und 80er-Jahren machen Dynamik und Reichweite der neoliberalen Umstrukturierungen unserer Gesellschaften deutlich und erhellen die heutigen Finanzkrisen. Zum Vorschein kommt dabei ein Machtergreifungsmodell, das Politik, Gesellschaft und Individuen seit Jahrzehnten formt und konditioniert, ein &ouml;konomischer Putsch, der heute den milit&auml;rischen coup d&rsquo;&eacute;tat abgel&ouml;st und eine globale Disziplinierung geschaffen hat.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dradio.de\/dlf\/sendungen\/dossier\/1701931\/\">Deutschlandfunk<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Die Sendung wird heute um 19.15 ausgestrahlt und sollte danach unter der verlinkten URL als Audiostream abrufbar sein.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Krise da, Management fehlt<\/strong><br>\nIWF schlie&szlig;t Staatsbankrott oder Zusammenbruch der Eurozone nicht mehr aus<br>\nBei der Fr&uuml;hjahrstagung von IWF und Weltbank in Washington ist die Eurokrise das Hauptthema. Auch die Ausrichtung des frisch gek&uuml;rten Pr&auml;sidenten der Weltbank, Jim-Yong Kim, besch&auml;ftigt die Gem&uuml;ter.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/224676.krise-da-management-fehlt.html\">Neues Deutschland<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>IWF: Expertisen statt Devisen<\/strong><br>\nDie Eurokrise hat eine Kuriosit&auml;t hervorgebracht, die vor allem den Schwellenl&auml;ndern auff&auml;llt: Europa ist der reichste Kontinent der Erde &ndash; doch ausgerechnet die Eurozone beansprucht jetzt Hilfen vom Internationalen W&auml;hrungsfonds (IWF). Die Antwort auf dieses scheinbare R&auml;tsel ist: Europa hilft sich ja selbst, es soll nur nicht so aussehen. Das Engagement des IWF ist reine Maskerade, soweit es um die monet&auml;ren Hilfen geht. Das beginnt schon damit, dass das IWF-Geld, das nach Europa flie&szlig;t, aus Europa stammt. Erst k&uuml;rzlich haben die Eurostaaten zugesagt, weitere 150 Milliarden Euro f&uuml;r den IWF zur Verf&uuml;gung zu stellen.<br>\nDaher stellt sich als einzig interessante Frage, warum der IWF &uuml;berhaupt in Europa unterwegs ist? Drei Motive lassen sich ausmachen. Erstens: Die W&auml;hler sollen ruhig den falschen Eindruck gewinnen, dass auch andere Institutionen f&uuml;r die Eurokrise zahlen. Diese kleine L&uuml;ge macht es f&uuml;r die Regierungen einfacher, die Rettungspakete durchzusetzen. Zweitens: Wenn sich 17 Eurol&auml;nder einigen m&uuml;ssen, ist es hilfreich, wenn ein Au&szlig;enstehender eingreift. Und drittens: Der IWF bringt Expertise mit. F&uuml;r die Europ&auml;er ist es neu, mit Staatspleiten umzugehen &ndash; der IWF hingegen hat fast immer mit Bankrotteuren zu tun. Bisher hat es sich jedenfalls als segensreich erwiesen, dass der IWF an der Eurorettung beteiligt ist. Denn er bremst die Europ&auml;er in ihrem Sparwahn und warnt davor, dass der Fiskalpakt die Rezession versch&auml;rft. Als Geldgeber ist der IWF &uuml;berfl&uuml;ssig &ndash; aber als Ratgeber ist er unersetzlich.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=me&amp;dig=2012%2F04%2F16%2Fa0101&amp;cHash=9c6ab00869\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Die gesch&auml;tzte Ulrike Herrmann entwirft hier ein allzu rosiges Bild der Situation. Es ist mitnichten so, dass Europa sich &uuml;ber den IWF selbst finanziert. Die EU setzt darauf, dass die anderen Mitgliedsl&auml;nder des IWF etwa einen gleichen Beitrag zus&auml;tzlich gew&auml;hren, so dass die Mittel gegen eine ausufernde Eurokrise verdoppelt werden k&ouml;nnen. Die USA und die Schwellenl&auml;nder Asiens und Lateinamerikas wehren sich nicht umsonst gegen eine Aufstockung des Fonds. Nicht weiter verwunderlich ist es, dass diejenigen Volkswirtschaften, welche wie die Schweiz, D&auml;nemark, Norwegen und Polen eng mit der Eurozone verbunden sind, dem IWF finanzielle Zusagen gemacht haben. &ndash; Ich empfinde es mehr als zynisch, dass die EU, von der die Politiker so gerne als st&auml;rkstem Wirtschaftsraum auf dem Globus schw&auml;rmen, IWF-Notkredite von L&auml;ndern beansprucht, deren pro Kopf Einkommen meist deutlich unter dem der Eurozone liegt. Es ist vielleicht nicht jedem klar, aber seitens des IWF ist in seiner Geschichte noch nie so viel Geld aufgewendet worden, um Krisenstaaten zu retten. Als Argentinien 2001 seine Zahlungen einstellte, war das Verh&auml;ltnis Schulden zu BIP mit 63 Prozent Wert praktisch Maastricht-konform. Mit der griechischen Krise ist zum ersten Mal ein Land der sog. Ersten Welt betroffen, mit L&auml;ndern wie Griechenland, Portugal, Irland und Spanien tut sich eine ganz neue Dimension auf.<\/em><br>\n<em>Auch die Aussage, dass der IWF im Umgang mit Bankrotteuren ein bew&auml;hrter Probleml&ouml;ser sei und deshalb als Ratgeber unersetzlich sei, ist zu hinterfragen. Die Entwicklungsl&auml;nder bis hin zum argentinischen Beispiel, k&ouml;nnen ein Lied davon singen, wie kontraproduktiv die Strategien des IWF gewesen sind. Das bekannteste Dogma des IWF d&uuml;rfte die These sein, dass staatliche Eingriffe die Preise am Markt verzerrten und  deshalb zur&uuml;ckgefahren m&uuml;ssten, als beabsichtigter Nebeneffekt w&uuml;rde damit auch Staatshaushalt entlastet. Dies f&uuml;hrte zum Beispiel zur Empfehlung, staatliche Bildungssysteme zu privatisieren. Erst in den letzten Jahren haben etliche afrikanische Staaten angefangen, ihr Bildungssystem wieder zu verstaatlichen und so den Zugang zu Bildung f&uuml;r alle bezahlbarer zu machen. Man stelle sich einmal vor, hierzulande k&auml;me jemand auf die Idee Schule und Universit&auml;r ganz in die Hand der Privatwirtschaft zu &uuml;bergeben. In Europa l&auml;sst sich in Rum&auml;nien, Ungarn und Lettland bereits seit l&auml;ngerem beobachten, wie wenig erfolgreich der IWF agiert. In Lettland ist das Gesundheits- und das Bildungssystem zusammengebrochen &ndash; vor lauter verordnetem R&uuml;ckzug des Staates. Sicherlich, der IWF verweist wie inzwischen viele Mainstream-&Ouml;konomen ab und an darauf, dass ein rigider Austerit&auml;tskurs kontraproduktiv sei. Aber wer sich die Sparauflagen f&uuml;r Griechenland anschaut, sucht vergeblich auf einen m&auml;&szlig;igenden Einfluss des IWF. Auch im j&uuml;ngsten &ldquo;Global Financial Stability Report&rdquo; spricht der IWF im positiven Reformszenario von einer Fiskalkonsolidierung, welche von einer expansiven Geldpolitik und wachstumsfreundlichen Strukturreformen begleitet sein sollten. Nur, was sind in der neoliberalen Gedankenwelt wachstumsfreundliche Strukturreformen?<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>EU fordert Mindestlohn f&uuml;r Mitgliedstaaten<\/strong><br>\nDie EU-Kommission fordert zur &Uuml;berwindung der Krise Mindestl&ouml;hne in allen Mitgliedsl&auml;ndern &ndash; auch in Deutschland. Die Mindestl&ouml;hne d&uuml;rften nicht zu niedrig ausfallen und m&uuml;ssten regelm&auml;&szlig;ig von Arbeitgeber- und Arbeitnehmervertretern &uuml;berpr&uuml;ft werden, sagte Sozialkommissar L&aacute;szl&oacute; Andor am Mittwoch in Stra&szlig;burg. 23 Millionen EU-B&uuml;rger sind ohne Arbeit. Und selbst jene, die einen Job haben, sind nicht mehr vor Armut gefeit: Mehr als 8 Prozent der Arbeitnehmer in der EU m&uuml;ssten von Armutsl&ouml;hnen leben, kritisiert Andor. Das Problem sei besonders in L&auml;ndern ohne oder mit niedrigem Mindestlohn gro&szlig;. Dort komme es oft zu einem Unterbietungswettbewerb. Der Mindestlohn ist daher ein zentraler Teil des Jobpakets, mit dem die EU-Kommission die Misere auf dem europ&auml;ischen Arbeitsmarkt &uuml;berwinden will. Allerdings ist sie sich ihrer Sache offenbar selbst nicht ganz sicher. Denn zum einen ist das Paket nicht bindend &ndash; die Bundesregierung kann den Appell aus Br&uuml;ssel also ungestraft ignorieren. Zum anderen verfolgt die Kommission in der Schuldenkrise selbst einen ganz anderen Kurs.<br>\nSo wurde der Mindestlohn in Griechenland um 22 Prozent auf 586 Euro gek&uuml;rzt, die Tarifl&ouml;hne dauerhaft eingefroren. Ein Sprecher von W&auml;hrungskommissar Rehn hatte M&uuml;he, den Widerspruch zu erkl&auml;ren. Die Krise in Griechenland sei das Ergebnis einer unverantwortlichen Politik, sagte er. In dasselbe Horn blies gestern Kommissionspr&auml;sident Jos&eacute; Manuel Barroso, der einen Wachstums- und Besch&auml;ftigungsplan f&uuml;r Griechenland vorstellte. Das Land sei ein Sonderfall und m&uuml;sse an Haupt und Gliedern reformiert werden. Bisher haben die Reformen nur zu einem rasanten Anstieg der Arbeitslosigkeit gef&uuml;hrt. Ob das neue, f&uuml;r die gesamte EU gedachte Jobpaket den Trend umkehren kann, ist zweifelhaft. Neben Mindestl&ouml;hnen setzt es n&auml;mlich auf klassische liberale Rezepte: v&ouml;llige &Ouml;ffnung der Arbeitsm&auml;rkte f&uuml;r Arbeitnehmer aus anderen EU-L&auml;ndern und Senkung der Lohnnebenkosten. F&uuml;r Deutschland w&uuml;rde das bedeuten, dass k&uuml;nftig auch Bulgaren und Rum&auml;nen zu Niedrigstl&ouml;hnen arbeiten d&uuml;rften und dass die Konkurrenz steigt. Ohne Mindestlohn d&uuml;rfte das die Problematik des Lohndumpings noch versch&auml;rfen.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=wu&amp;dig=2012%2F04%2F19%2Fa0109&amp;cHash=de563314d5\">taz<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/ec.europa.eu\/social\/BlobServlet?docId=7619&amp;langId=en\">ec-europa [PDF &ndash; 120 KB]<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Bezeichnenderweise kommt das Wort Mindeslohn (minimum wage) in der Presseerkl&auml;rung nicht vor. Hier wir nur gefordert: &ldquo;Establishing decent and sustainable wages that avoid low wage traps are also important&rdquo;. In der &ldquo;COMMUNICATION FROM THE COMMISSION TO THE EUROPEAN PARLIAMENT, THE COUNCIL, THE EUROPEAN ECONOMIC AND SOCIAL<\/em>.<br>\n<em>COMMITTEE AND THE COMMITTEE OF THE REGIONS hei&szlig;t es:<\/em><\/p>\n<blockquote><p><em>&ldquo;The risk of in-work poverty is high, particularly in countries with uneven earnings distribution and low minimum wages, among people with temporary contracts and in low work intensity and single parent households. Setting minimum wages at appropriate levels can help prevent growing in-work poverty and is an important factor in ensuring decent job quality.&rdquo; (S. 9)<\/em><\/p><\/blockquote>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Neue Zahlen der Bundesregierung &ndash; Privatversicherte m&uuml;ssen deutlich mehr zahlen<\/strong><br>\nDie Beitr&auml;ge zur Privaten Krankenversicherung sind in den vergangenen zehn Jahren j&auml;hrlich um mehr als 5 Prozent gestiegen. Das ist deutlich mehr, als von den Kassen behauptet. Trotzdem versichert die Branche mehr Kunden als jemals zuvor.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/neue-zahlen-der-bundesregierung-privatversicherte-muessen-deutlich-mehr-zahlen-11723745.html\">FAZ<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Pendler bestrafen<\/strong><br>\nDie Pendlerpauschale geh&ouml;rt vollst&auml;ndig abgeschafft. Das fordert der &Ouml;konomieprofessor Thomas Straubhaar. Denn nur Gutverdienende w&uuml;rden von ihr profitieren. [&hellip;]<br>\nDar&uuml;berhinaus schl&auml;gt er einen radikalen Kurswechsel vor und tritt sogar f&uuml;r eine Extrasteuer f&uuml;r Pendler ein: &bdquo;Abgase, Verkehrsl&auml;rm, Stau oder Parkplatzmangel k&ouml;nnten gute Gr&uuml;nde sein, die Pendlerpauschale abzuschaffen und sie durch eine Pendlersteuer zu ersetzen&ldquo;, sagte der Wirtschaftsexperte. &bdquo;Damit k&ouml;nnten St&auml;dter f&uuml;r das Leid entsch&auml;digt werden, das ihnen Auto fahrende Pendler antun&ldquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/!91859\/\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Straubhaars Ausf&uuml;hrungen sind &ndash; wie so oft &ndash; nicht nachvollziehbar. Selbstverst&auml;ndlich profitieren auch Arbeitnehmer mit vergleichsweise niedrigen Einkommen von der Pendlerpauschale. Der gro&szlig;e Denkfehler liegt jedoch in einem anderen Punkt. Die Pendlerpauschale ist vor allem eine Subvention f&uuml;r die &bdquo;Regionen&ldquo;. Ohne Pendlerpauschale w&uuml;rden viele St&auml;dte und D&ouml;rfer abseits der gro&szlig;en Arbeitsplatzzentren unter einem dramatischen Abwanderung leiden. Die Pauschale ist somit weniger ein Instrument der Einkommensbesteuerung, als vielmehr ein regionalpolitisches Konzept. Eine &bdquo;Extrasteuer&ldquo; f&uuml;r Pendler w&auml;re regionalpolitischer Harakiri.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>&Auml;rger beim DIW &ndash; R&uuml;rup l&auml;sst es rumpeln<\/strong><br>\nBert R&uuml;rup war einst der einflussreichste &Ouml;konom Deutschlands. Heute ist er Unternehmer und baut nebenbei das Forschungsinstitut DIW nach seinem Geschmack um. Sein selbstbewusster Stil sorgt dort nun f&uuml;r &Auml;rger, ein renommierter Wissenschaftler soll seinen Posten verlieren. [&hellip;]<br>\nAuch bei anderen Wissenschaftlern, die dem DIW nahestehen, regt sich Unmut. &ldquo;R&uuml;rup hat seine Kompetenzen &uuml;berschritten&rdquo;, schimpft einer. Aufgabe des Kuratoriums sei es, den Vorstand zu kontrollieren und zu beraten &ndash; nicht aber selbst aktiv zu werden. Der Ex-Wirtschaftsweise R&uuml;rup allerdings habe den Vorstand mit ihm genehmen Leuten besetzt und diktiere nun, wie das Institut gef&uuml;hrt werden soll.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/0,1518,828634,00.html\">SPIEGEL Online<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Justizopfer muss entlastende Gutachten selbst bezahlen: Unschuld? Kostet 13.000 Euro<\/strong><br>\n888 Tage sa&szlig; sie als M&ouml;rderin, schwere Brandstifterin und Versicherungsbetr&uuml;gerin hinter Gittern: Nur mithilfe privater Gutachter gelang es einer zu Unrecht verurteilten Frau ihre Unschuld zu beweisen. Die Kosten f&uuml;r den Freispruch soll das Justizopfer jedoch teilweise aus eigener Tasche bezahlen. Die Frau habe zu teure Gutachter beauftragt, der Hauptgutachter habe Stundens&auml;tze abgerechnet, die &bdquo;ganz erheblich&ldquo; von den S&auml;tzen im Justizverg&uuml;tungsgesetz abwichen. H&auml;tte die Frau hinter Gittern mit dem Gutachter &uuml;ber seine Stundens&auml;tze feilschen sollen? Sie musste froh sein, dass &uuml;berhaupt einer f&uuml;r sie t&auml;tig wurde. Gutachter machen sich nicht gern unbeliebt bei den Ermittlern, weil sie Angst haben, k&uuml;nftig nicht mehr zum Zug zu kommen. Das Kammergericht Berlin hat sich solche Gedanken nicht gemacht: Die Frau bleibt auf 13.067,98 Euro sitzen und muss auch die Kosten des Streits um die Kosten selber tragen. Das ist der Preis f&uuml;r ihre Freiheit. So steht es zwischen den Zeilen der jetzt bekanntgewordenen, besch&auml;menden Entscheidung des Kammergerichts Berlin.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/panorama\/justizopfer-muss-entlastende-gutachten-selbst-bezahlen-unschuld-kostet-euro-1.1329352%20\">S&uuml;ddeutsche<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Die Haftentsch&auml;digung von Elf Euro pro Tag deckt nicht im Geringsten das Schrecknis der Haft und den Verlust der Existenzgrundlage der fr&uuml;heren Arzthelferin ab, die &bdquo;wegen des Gef&auml;ngnisaufenthalts&ldquo; in ihrem Beruf abgewiesen wurde und nicht mehr in ihr fr&uuml;heres Leben zur&uuml;ckkehren konnte, und dann das: &bdquo;Von der Erstattungspflicht ausgenommen sind Kosten, die eine wirtschaftlich denkende Person nicht aufgewandt h&auml;tte&ldquo;. Was ist das f&uuml;r eine Justiz, die von einer Unschuldigen, die gerade zu Lebensl&auml;nglich verurteilt wurde, als einer &bdquo;wirtschaftlich denkende Person&ldquo; spricht?<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>&bdquo;Der Lebensmittelindustrie geht es nur um Profit&ldquo;<\/strong><br>\nThilo Bode ist der Gr&uuml;nder von Foodwatch. Mit Alexandra Schade und Sebastian Pfeffer sprach er &uuml;ber ungesunde Lebensmittel, Verbraucherpolitik und die widerstrebenden Interessen von Verbrauchern und Industrie.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.theeuropean.de\/thilo-bode\/10736-lebensmittelindustrie-und-verbraucherschutz#10736\">The European<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Wann irren die tausend Fliegen?<\/strong><br>\nWie erfolgreich ist Entscheidungsfindung in der Gruppe? Forscher zeigen, wann die Weisheit der Massen versagt und wann sie hilft<br>\nMal wird sie als &ldquo;Weisheit der Massen&rdquo; gehyped, mal als &ldquo;Tausend Fliegen k&ouml;nnen nicht irren&rdquo; veralbert. Ob es es Erfolg verspricht, wenn wir f&uuml;r Entscheidungen die Meinung mehrerer Individuen einholen, ist durchaus umstritten. Einzelne Menschen haben schon ganze L&auml;nder in den Abgrund gef&uuml;hrt. Doch auch amerikanische Geschworenen-Jurys sind f&uuml;r spektakul&auml;re Fehlurteile ber&uuml;chtigt. Die Vielzahl unterschiedlicher Studienergebnisse zeigt bisher vor allem eines: Eine eindeutige Aussage, die Gruppe oder auch das Individuum sei immer schlauer, ist nicht haltbar. Doch wovon h&auml;ngt es ab, ob das Heranziehen anderer Meinungen die Chance vergr&ouml;&szlig;ert, am Ende Recht zu behalten?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/36\/36795\/1.html\">Telepolis<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Am Anfang war das Wort<\/strong><br>\nDer Antisemitismus-Vorwurf an Grass ist absurd. Was bleibt uns eigentlich noch, wenn wir es wirklich mit Judenhass zu tun haben? [&hellip;]<br>\nDas hei&szlig;t auch, dass Vorsicht angebracht ist bei der Wortwahl, vor allem dann, wenn Begriffe negativ besetzt sind (die Kritik stellt uns vor gr&ouml;&szlig;ere Probleme als das Lob, gegen das, wie Freud schon wusste, wir sowieso machtlos sind). Wer Demonstranten pauschal als &bdquo;Chaoten&ldquo; abkanzelt, verkennt das verbriefte Recht auf Protest. Chaoten, das waren bereits die Leipziger Montagsdemonstranten aus der Sicht des SED-Regimes. Wer von &bdquo;Pleite-Griechen&ldquo; und &bdquo;Sozialschmarotzern&ldquo; schreibt, dem geht es nicht um die Information, sondern um die Aufwiegelung von Emotionen, um Kampagnenjournalismus schlechter Schule. Und wer G&uuml;nter Grass instinktiv als Antisemiten gei&szlig;elt, der hat offensichtlich die Debatte verpennt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.theeuropean.de\/martin-eiermann\/10782-grass-broder-und-der-antisemitismus#10782\">The European<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Radikale bei den Piraten &ndash; &ldquo;Unsere Ideen versinken in M&uuml;ll und Dreck&rdquo;<\/strong><br>\nDie Piraten verlieren die Geduld im Streit um Neonazis in den eigenen Reihen. Gesch&auml;ftsf&uuml;hrerin Weisband ruft dazu auf, h&auml;rter gegen Radikale vorzugehen. Es sei &ldquo;Bullshit&rdquo;, dass man rechtsextreme Meinungen tolerieren m&uuml;sse. Der Ton wird rauer &ndash; auch von Seiten der anderen Parteien.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/0,1518,828729,00.html\">SPIEGEL Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Diese &bdquo;Entwicklung&ldquo; war voraussehbar. Eine Partei, deren Mitglieder sich vor allem &uuml;ber ihren Twitter-Account definieren, bietet nat&uuml;rlich eine gigantische Angriffsfl&auml;che. Als die Piraten unter sich waren, war dies verschmerzbar. Nun hat die politische Konkurrenz und die gesamte Presslandschaft jedoch ein Motiv, den Piraten etwas anzuh&auml;ngen und die vermeintlichen Vorteile (Transparenz, Dialog &uuml;ber das Netz) werden zur Achillesferse. Fraglich, ob die Partei den medialen Shitstorm, der sich gerade erst in seinen Grundz&uuml;gen abzeichnet, &uuml;berleben wird.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Aufruf: Farbe bekennen &ndash; gegen entw&uuml;rdigende Hartz IV Praxis und f&uuml;r berufliche F&ouml;rderung<\/strong><br>\nIn j&uuml;ngster Zeit wird wieder verst&auml;rkt Stimmung gegen Hartz IV-Beziehende betrieben. Von &bdquo;Dr&uuml;ckebergern&ldquo; (BILD-Zeitung) ist die Rede und vom &bdquo;Missbrauch&ldquo; sozialer Leistungen. Dabei wurden lediglich rund 0,5 Prozent aller erwerbsf&auml;higen Leistungsbezieher auf Grund von Arbeitsverweigerung sanktioniert. Der &uuml;berwiegende Teil der verh&auml;ngten Sanktionen geht auf Meldevers&auml;umnisse zur&uuml;ck, wie zum Beispiel die Nichtwahrnehmung eines Termins. Das aber geht in der Berichterstattung regelm&auml;&szlig;ig unter. Gleichzeitig liegen die berufliche F&ouml;rderung und die F&ouml;rderung von Existenzgr&uuml;ndungen f&uuml;r die Betroffenen sehr im Argen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wirtschaftundgesellschaft.de\/?p=3077\">Wirtschaft und Gesellschaft<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;Mehr&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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