{"id":129425,"date":"2025-02-27T13:20:44","date_gmt":"2025-02-27T12:20:44","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=129425"},"modified":"2025-02-28T18:34:34","modified_gmt":"2025-02-28T17:34:34","slug":"uniper-reprivatisierung-so-setzt-man-die-energiewende-garantiert-in-den-sand","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=129425","title":{"rendered":"Uniper-Reprivatisierung \u2013 so setzt man die Energiewende garantiert in den Sand"},"content":{"rendered":"<p>Krisen bieten h&auml;ufig Chancen, die es ohne sie nie gegeben h&auml;tte. Das gilt auch f&uuml;r die Gaskrise des Jahres 2022 und die durch sie <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=88324\">erzwungene Verstaatlichung des Energiekonzerns Uniper<\/a>. Uniper ist als gr&ouml;&szlig;ter Gash&auml;ndler und Betreiber von Gaskraftwerken der wohl strategisch wichtigste Akteur der Energiewende. Ob wir in den kommenden Jahren Gas- und Strompreise bekommen werden, die Haushalte und Industrie be- oder entlasten, liegt zu gro&szlig;en Teilen in der Hand dieses Konzerns. Wenn es einen Energiekonzern gibt, der systemrelevant ist, dann ist dies Uniper. Sp&auml;testens bis Ende 2028 muss der Bund seine Aktienmehrheit bei Uniper wieder aufgeben. Es steht jedoch nirgends geschrieben, dass er den Konzern privatisieren muss. Tut er es doch, wovon derzeit leider auszugehen ist, wird das Land die Schattenseiten der Energiewende zu sp&uuml;ren bekommen. Wenn Union und SPD es mit ihren wirtschaftspolitischen Versprechen ernst meinen, muss die Zukunft Unipers Gegenstand der Koalitionsverhandlungen werden. Von <strong>Jens Berger.<\/strong><\/p><p><em>Dieser Beitrag ist auch als Audio-Podcast verf&uuml;gbar.<\/em><br>\n<!--more--><br>\n<\/p><div class=\"powerpress_player\" id=\"powerpress_player_3915\"><!--[if lt IE 9]><script>document.createElement('audio');<\/script><![endif]-->\n<audio class=\"wp-audio-shortcode\" id=\"audio-129425-1\" preload=\"none\" style=\"width: 100%;\" controls=\"controls\"><source type=\"audio\/mpeg\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/250227_Uniper_Reprivatisierung_so_setzt_man_die_Energiewende_garantiert_in_den_Sand_NDS.mp3?_=1\"><\/source><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/250227_Uniper_Reprivatisierung_so_setzt_man_die_Energiewende_garantiert_in_den_Sand_NDS.mp3\">https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/250227_Uniper_Reprivatisierung_so_setzt_man_die_Energiewende_garantiert_in_den_Sand_NDS.mp3<\/a><\/audio><\/div><p class=\"powerpress_links powerpress_links_mp3\">Podcast: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/250227_Uniper_Reprivatisierung_so_setzt_man_die_Energiewende_garantiert_in_den_Sand_NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_pinw\" target=\"_blank\" title=\"Play in new window\" onclick=\"return powerpress_pinw('https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?powerpress_pinw=129425-podcast');\" rel=\"nofollow\">Play in new window<\/a> | <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/250227_Uniper_Reprivatisierung_so_setzt_man_die_Energiewende_garantiert_in_den_Sand_NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_d\" title=\"Download\" rel=\"nofollow\" download=\"250227_Uniper_Reprivatisierung_so_setzt_man_die_Energiewende_garantiert_in_den_Sand_NDS.mp3\">Download<\/a><\/p><p>Der Konzern Uniper steht im Guten wie im Schlechten f&uuml;r die j&uuml;ngere deutsche Wirtschaftsgeschichte. Um die Jahrtausendwende herum fusionierten die Mischkonzerne VEBA und VIAG &ndash; beide waren &uuml;brigens fr&uuml;her in der alten BRD Staatskonzerne &ndash; samt ihrer ehemaligen T&ouml;chter PreussenElektra und Bayernwerk zur E.ON AG, einem Energiegiganten, der &ndash; so die damals hochtrabenden Pl&auml;ne &ndash; ein internationaler Player werden sollte. Das funktionierte jedoch nur sehr eingeschr&auml;nkt. Auf dem heimischen Markt sorgte die EU daf&uuml;r, dass die marktbeherrschenden Strukturen von E.ON entflochten wurden, international engagierte man sich vor allem auf dem russischen Markt. Das war betriebswirtschaftlich durchaus sinnvoll, hatte man nun die Gasversorgung Deutschlands von der Pumpe &uuml;ber den Transport bis zur Verteilung doch in einer Hand. Mit den geopolitischen Spannungen des letzten Jahrzehnts war dieses Gesch&auml;ftsmodell jedoch zu einem Problem geworden und die konventionelle Energieerzeugung galt sp&auml;testens mit der ausgerufenen Energiewende auch als Problemfall.<\/p><p>E.ON folgte den Trends und spaltete 2016 seine konventionelle Stromerzeugung und den Energiehandel, also vor allem den Import von Erdgas aus Russland, in die neu gegr&uuml;ndete Tochter Uniper ab und brachte dessen Aktien an die B&ouml;rse. Es dauerte nicht lange, bis die Uniper-Aktie ein Spielfeld f&uuml;r Spekulanten und Hedgefonds wurde und nicht einmal zwei Jahre nach B&ouml;rsengang geriet Uniper so unter die Kontrolle des finnischen Energieriesens Fortum, der pikanterweise im Mehrheitsbesitz des finnischen Staates ist. Sp&auml;testens an dieser Stelle w&auml;ren die ersten Fragen angebracht: Warum hat der finnische Staat die unternehmerische Entscheidungsgewalt &uuml;ber die deutsche bzw. deutsch-russische Gasversorgung? Warum hat der deutsche Staat es &uuml;berhaupt zugelassen, derart strategisch und industriepolitisch wichtige Aufgaben aus der Hand zu geben? Warum floss in diesen Jahren die H&auml;lfte der Gewinne aus dem deutschen Gas- und Stromgesch&auml;ft, die Uniper erzielen konnte, an Finnland?<\/p><p>Doch diese Fragen l&ouml;sten sich 2022 ohnehin in Luft auf. Das Gesch&auml;ftsmodell von Gro&szlig;importeuren wie Uniper war es bis dahin &ndash; vereinfacht gesagt &ndash;, sehr gro&szlig;e Volumina Erdgas &uuml;ber langlaufende Vertr&auml;ge z.B. mit der Gazprom einzukaufen und dieses Gas mit Gewinn &uuml;ber Terminkontrakte an deutsche Stadtwerke und Gro&szlig;kunden aus der Industrie zu verkaufen. Als 2022 nach der russischen Invasion der Ukraine und den damit begr&uuml;ndeten Sanktionen gegen Russland die Gaslieferungen eingestellt wurden, kollabierte dieses Gesch&auml;ftsmodell. Das Gas, das Uniper bereits f&uuml;r die kommenden Monate und Jahre an die Stadtwerke verkauft hatte, musste man nun am Spotmarkt einkaufen und machte dabei bis zu zehn Millionen Euro Verlust &ndash; pro Tag! Es dauerte nicht lange, bis ein acht Milliarden Euro schweres Gesellschafterdarlehen von Fortum aufgebraucht war und Uniper kurz vor der Zahlungsunf&auml;higkeit stand. Um einen Zusammenbruch der Gasversorgung zu verhindern und die Stadtwerke vor Pleiten zu retten, sah sich die Bundesregierung nun gezwungen, die Aktien von Fortum zu &uuml;bernehmen, Uniper also voll zu verstaatlichen, und dem Unternehmen neue Kreditlinien auf Steuerzahlerkosten zur Verf&uuml;gung zu stellen &ndash; je nach Quelle waren es wohl rund 26 Milliarden Euro.<\/p><p>An dieser Stelle lohnt sich ein zweiter Blick auf die Geldfl&uuml;sse. Uniper belieferte 2022 weiterhin die Stadtwerke zum &bdquo;Vorkriegspreis&ldquo;, kaufte das Gas aber &ndash; gedeckt durch Steuergelder &ndash; zum wesentlich teureren Marktpreis ein. Die horrenden Gewinne der Lieferanten flossen nun nach Norwegen und in die USA. Dieses Geld kam zu einem Teil von Haushalten und Industrie &uuml;ber die &bdquo;Gasumlage&ldquo; und zu einem Teil aus Steuergeldern, die Uniper als Darlehen &uuml;berwiesen wurden. Deutschland &auml;chzte unter hohen Energiepreisen, in Norwegen und den USA knallten die Sektkorken.<\/p><p>Die Beschaffungspreise f&uuml;r Gas auf dem Spotmarkt sind heute immer noch rund doppelt so hoch wie vor dem Ukrainekrieg, aber daf&uuml;r sind die alten Terminkontrakte auch gr&ouml;&szlig;tenteils ausgelaufen und Stadtwerke sowie Gro&szlig;kunden aus der Industrie zahlen deutlich h&ouml;here Preise an Uniper. Das Unternehmen macht wieder ordentliche Gewinne, mit denen es derzeit so langsam seine Darlehen von der Bundesregierung abbezahlt. In diesem Quartal will Uniper dem Finanzministerium <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/wirtschaft\/Uniper-will-Hilfen-von-2-6-Milliarden-Euro-an-Bund-erstatten-article25589118.html\">2,6 Milliarden Euro zur&uuml;ckzahlen<\/a>. Das ist erfreulich, aber wenn wir uns noch einmal die Geldfl&uuml;sse anschauen, im Grunde auch nur &bdquo;rechte Tasche, linke Tasche&ldquo;. Haushalte und Industrie zahlen &bdquo;zu viel&ldquo;, Uniper verteilt die Gewinne daraus an den Bund um, der damit jetzt die Defizite ausgleicht, die 2022 bereits vorwiegend nach Norwegen und in die USA abgeflossen sind. &bdquo;There is no such thing as a free lunch&ldquo;, wie &Ouml;konomen es ausdr&uuml;cken w&uuml;rden.<\/p><p>Bis Uniper alle Kredite des Bundes zur&uuml;ckgezahlt hat, wird es noch Jahre dauern. Dann wird das Unternehmen aber nicht mehr im alleinigen Besitz des Bundes sein. Dass die Bundesregierung 2022 den Konzern &uuml;berhaupt verstaatlichen und ihm Kreditlinien einr&auml;umen konnte, war von der EU-Kommission <a href=\"https:\/\/germany.representation.ec.europa.eu\/news\/eu-kommission-genehmigt-deutsche-milliardenbeihilfen-fur-uniper-und-sefe-2022-12-21_de\">an die Auflage gebunden<\/a>, den Bundesanteil an Uniper bis sp&auml;testens Ende 2028 auf 25 Prozent zu reduzieren. Wie dies geschieht, ist offen. <a href=\"https:\/\/www.handelsblatt.com\/unternehmen\/energie\/energie-uniper-chef-daempft-hoffnungen-auf-baldige-neue-gaskraftwerke-01\/100108086.html\">Medienberichten zufolge<\/a> pr&auml;feriert die noch amtierende Bundesregierung den st&uuml;ckweisen Verkauf ihrer Aktienpakete, es ist jedoch auch ein Komplettverkauf an einzelne Investoren im Gespr&auml;ch &ndash; zu den Interessenten geh&ouml;ren demnach der kanadische Verm&ouml;gensverwalter Brookfield und der norwegische Energiekonzern Equinor. Vor allem Letzteres w&auml;re jedoch eine Katastrophe, ist Equinor doch der gr&ouml;&szlig;te Gaslieferant f&uuml;r Deutschland und k&ouml;nnte als Besitzer von Uniper so nicht nur den Gaspreis, sondern indirekt auch den Strompreis (dazu sp&auml;ter) kontrollieren und manipulieren. Auch hier lohnt wieder ein Blick auf die Geldfl&uuml;sse: Equinor w&uuml;rde das Gas im norwegischen Schelf f&ouml;rdern und an seine Tochter Uniper verkaufen, die es mit sattem Aufschlag dann an die Stadtwerke und die deutschen Industriekunden weiterverkauft. Die Verbraucher zahlen, Equinor diktiert den Preis und die Gewinne flie&szlig;en nach Norwegen. Das w&auml;re ein Offenbarungseid f&uuml;r die deutsche Energie- und Industriepolitik.<\/p><p>Als w&auml;re dies alles noch nicht problematisch genug, kommt im Falle Uniper ein eminent wichtiger Zusatzpunkt hinzu. Deutschland befindet sich in der Energiewende und deren Strategie ist es &ndash; vereinfacht gesagt &ndash;, die Energieerzeugung weg von fossiler Energie und hin zu regenerativer Energie zu transformieren. Jedes Jahr fallen Kapazit&auml;ten aus Kohlekraftwerken weg und werden durch Kapazit&auml;ten aus Wind- und Solarstrom ersetzt. Nun weht aber nicht immer der Wind und auch die Sonne scheint nicht immer. Das wissen freilich auch die Architekten der Energiewende. Ihr Plan ist es, massive &Uuml;berkapazit&auml;ten von Gaskraftwerken ans Netz zu bringen, die jedoch nur dann Strom erzeugen und einspeisen, wenn die vorhandenen regenerativen Stromerzeugungskapazit&auml;ten nicht ausreichen oder der Preis am Strommarkt zu hoch ist. Die Idee ist gut, keine Frage. W&uuml;rden wir noch preiswertes russisches Erdgas beziehen, w&auml;re sie sogar sehr gut.<\/p><p>In Zeiten hoher und volatiler Erdgaspreise vertr&auml;gt sie sich aber &uuml;berhaupt nicht mit den Gewinnerzielungsabsichten der Gaslieferanten und der Betreiber der Gaskraftwerke. Beide wollen &ndash; und das ist ja nicht verwerflich, sondern &ouml;konomisch sogar geboten &ndash; m&ouml;glichst viel zu m&ouml;glichst hohen Preisen verkaufen. Damit besteht hier ein direkter Interessenkonflikt, wollen Haushalte und Industriekunden doch vor allem niedrige Preise, die nur dann verwirklicht werden k&ouml;nnen, wenn m&ouml;glichst wenig Strom aus Gaskraftwerken eingespeist wird.<\/p><p>Und was hat das mit Uniper zu tun? Ganz einfach, Uniper ist bereits heute einer der wichtigsten Betreiber von Gaskraftwerken und wird beim forcierten Ausbau der Kapazit&auml;ten in den n&auml;chsten Jahren ebenfalls <a href=\"https:\/\/www.handelsblatt.com\/unternehmen\/energie\/energie-uniper-chef-daempft-hoffnungen-auf-baldige-neue-gaskraftwerke-01\/100108086.html\">eine dominante Rolle spielen<\/a>. Uniper h&auml;tte also im worst case nicht nur die vertikale Integration der Gasversorgung von der F&ouml;rderung bis zum Gro&szlig;handel, sondern auch noch die Stromerzeugung aus Gas als marktbeherrschender Akteur in seiner Kontrolle und k&ouml;nnte auch hier die Preise setzen; dies ist im konkreten Fall um so problematischer, da Uniper ja auch noch Strom aus Kohle und sogar Strom aus regenerativen Energien erzeugt und &uuml;ber den <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=89917\">&bdquo;Merit Order&ldquo;<\/a> mit den Gaskraftwerken sogar den Preis f&uuml;r Strom aus Kohle und regenerativen Energien manipulieren k&ouml;nnte.<\/p><p>Uniper mag nicht der gr&ouml;&szlig;te Konzern Deutschlands sein, aber durch seine starke Position im Markt hat Uniper die Macht, Preise zu setzen. Der Gas- und der Strompreis sind aber nicht irgendwelche Preise, sondern Parameter, die f&uuml;r die wirtschaftliche Entwicklung Deutschlands elementar sind. Uniper darf daher nicht privatwirtschaftlichen Renditeinteressen freigegeben werden, sondern muss in ein Konzept eingebunden werden, bei dem die Interessen des Unternehmens mit den Interessen der Allgemeinheit in Einklang gebracht werden. Und das ist m&ouml;glich, auch wenn der Bund von der EU-Kommission gezwungen wird, seinen Anteil zur&uuml;ckfahren.<\/p><p>Ein Vorbild k&ouml;nnte dabei die Privatisierung des Wasserversorgers <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Harzwasserwerke\">Harzwasserwerke<\/a> sein. Dieses Unternehmen wurde privatisiert, weil der damalige nieders&auml;chsische Ministerpr&auml;sident Gerhard Schr&ouml;der Geld f&uuml;r die Ausrichtung der Expo 2000 in Hannover brauchte. Schr&ouml;der brachte das landeseigene Versorgungsunternehmen jedoch nicht an die B&ouml;rse oder verkaufte es an einen Multi, sondern er verkaufte es an die Kunden &ndash; Kommunen, Stadtwerke und kommunale Wasserverb&auml;nde &ndash;, die seitdem die Gesellschafter der Harzwasserwerke sind. Warum verkauft der Bund Uniper nicht an die Stadtwerke, Kommunen und Industriekonzerne, die Uniper beliefert? Der Interessenkonflikt w&auml;re damit gel&ouml;st. Die Kunden von Uniper haben &ndash; wie die Allgemeinheit &ndash; ein Interesse an niedrigen Preisen und einer sicheren Versorgung. Und selbst wenn Gewinne anfallen sollten, so flie&szlig;en die nicht nach Norwegen oder an Finanzkonzerne jenseits des Atlantiks, sondern an die deutschen Akteure, die durch zu hohe Preise diese Gewinne finanziert haben. Problem gel&ouml;st.<\/p><p>Ja, es k&ouml;nnte so einfach sein. Das Einzige, was fehlt, ist der politische Wille f&uuml;r eine Probleml&ouml;sung im Interesse der Allgemeinheit. Mit der unfreiwilligen Verstaatlichung wurde der Bundesregierung wie durch gl&uuml;ckliches Schicksal die Chance in die Hand gegeben, zumindest einige der Parameter, die die Energiewende mit dem Fortbestand des Industriestandortes in Einklang bringen k&ouml;nnen, zu &auml;ndern und Fehler der Vergangenheit auszugleichen &hellip; ergreifen muss die Regierung diese Chance jedoch selbst. Wenn sie dies nicht tut und Uniper ohne Not den Renditeinteressen ausl&auml;ndischer Akteure feilbietet, sollte sie jedoch auch schweigen, wenn es um die wirtschaftliche Zukunft Deutschlands geht. Wir d&uuml;rfen gespannt sein, ob Union und SPD das Problem erkennen und es mit ihren wirtschaftspolitischen Forderungen aus dem Wahlkampf ernst meinen. Sonderlich wahrscheinlich ist dies leider nicht.<\/p><p><small>Titelbild: T Kongkanjana\/shutterstock.com<\/small><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/vg04.met.vgwort.de\/na\/2879efd0573f445aaf12185395faddc1\" width=\"1\" height=\"1\" alt=\"\"><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Krisen bieten h&auml;ufig Chancen, die es ohne sie nie gegeben h&auml;tte. Das gilt auch f&uuml;r die Gaskrise des Jahres 2022 und die durch sie <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=88324\">erzwungene Verstaatlichung des Energiekonzerns Uniper<\/a>. Uniper ist als gr&ouml;&szlig;ter Gash&auml;ndler und Betreiber von Gaskraftwerken der wohl strategisch wichtigste Akteur der Energiewende. Ob wir in den kommenden Jahren Gas- und Strompreise<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=129425\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":8,"featured_media":129429,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[107,164,28,178,150],"tags":[1275,3205,877,1973,1390,471,3261,2946,2639],"class_list":["post-129425","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-audio-podcast","category-energiewende","category-privatisierung","category-ressourcen","category-verbraucherschutz","tag-e-on","tag-energiepreise","tag-erdgas","tag-monopolisierung","tag-strompreise","tag-systemrelevanz","tag-uniper","tag-unternehmensschulden","tag-vergesellschaftung"],"jetpack_featured_media_url":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/wp-content\/uploads\/2025\/02\/Shutterstock_650834038.jpg","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/129425","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/8"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=129425"}],"version-history":[{"count":8,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/129425\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":129576,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/129425\/revisions\/129576"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/129429"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=129425"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=129425"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=129425"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}