{"id":12976,"date":"2012-04-25T08:48:29","date_gmt":"2012-04-25T06:48:29","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12976"},"modified":"2012-04-25T08:48:29","modified_gmt":"2012-04-25T06:48:29","slug":"hinweise-des-tages-1622","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12976","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;Mehr&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (WL)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12976#h01\">K&ouml;lner Ford-Werke beantragen Kurzarbeit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12976#h02\">Zum ersten Wahlgang in Frankreich<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12976#h03\">Fabian Fritzsche &ndash; One size doesn&rsquo;t fit all<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12976#h04\">Die unsoziale Sparpolitik und die wahren Herren der Welt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12976#h05\">Nach der Frankreich-Wahl: Europa-Kritiker im Aufwind<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12976#h06\">Wirtschaft fordert: Der Staat muss mehr sparen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12976#h07\">Ein &Uuml;berblick &uuml;ber die Folgen der Sparpolitik in Europa<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12976#h08\">Symptombek&auml;mpfung reicht nicht aus: Die Regulierung des internationalen Finanzwesens am Scheideweg<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12976#h09\">Ausbildungsverg&uuml;tungen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12976#h10\">Experten uneinig &uuml;ber Auswirkung von Werksvertr&auml;gen auf Arbeitsmarkt und Bezahlung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12976#h11\">Arbeitslosengeld I unter Existenzminimum  &ndash;  75.000 Erwerbslose ben&ouml;tigen zus&auml;tzlich Hartz IV<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12976#h12\">Hartz-IV-Reform hat durchschnittliche Dauer der Arbeitslosigkeit nicht reduziert<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12976#h13\">Debatte &uuml;ber die Erneuerung der &Ouml;konomie<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12976#h14\">Cornelia Heintze: &bdquo;Bildungsrepublik&ldquo; oder &bdquo;Bildungsmarktstaat&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12976#h15\">Wider die Horden Allahs &ndash; Karl Martell und seine Nachfolger<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12976#h16\">China: Am Ende der Kostenschraube<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12976#h17\">Israel und &Auml;gypten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12976#h18\">Zu guter Letzt: Glosse: Schock! &ndash; 90 Prozent der Deutschen nicht integriert!?<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"\/?p=12976&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>K&ouml;lner Ford-Werke beantragen Kurzarbeit<\/strong><br>\nBis Oktober sollen die B&auml;nder bei Ford in K&ouml;ln an mehreren Tagen stillstehen &ndash; 4000 der insgesamt 17.000 Besch&auml;ftigten sind betroffen. Als Grund f&uuml;r die Sparma&szlig;nahmen nennt das Unternehmen die schlechten Verk&auml;ufe in S&uuml;deuropa. Den Betroffenen verspricht der Autobauer Unterst&uuml;tzung&hellip;<br>\n80 Prozent der Kleinwagen gehen in den Export.<br>\nAls Grund f&uuml;r den Schritt nannte der Sprecher den schw&auml;chelnden Automarkt in Europa. W&auml;hrend der Ford-Absatz im ersten Quartal in Deutschland stabil blieb, ging er in Europa im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um mehr als sieben Prozent zur&uuml;ck. Vor allem in S&uuml;deuropa brach der Verkauf ein. Dort werden wegen der harten Sparprogramme der Regierungen kaum noch Neuwagen gekauft.<br>\nVon der Krise sind bis auf Marktf&uuml;hrer VW alle Massenhersteller betroffen. Die GM-Tochter Opel verhandelt derzeit mit der Belegschaft &uuml;ber weitere Einsparungen, um das Europagesch&auml;ft profitabel zu machen. Dabei war zuletzt auch im Gespr&auml;ch, das Opel-Werk in Bochum zu schlie&szlig;en.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/sinkende-nachfrage-in-europa-koelner-ford-werke-beantragen-kurzarbeit-1.1340255\">SZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Autos kaufen eben keine Autos. Und wenn in S&uuml;deuropa aufgrund des Spardiktats der Troika Stellen abgebaut, L&ouml;hne gesenkt werden und eine wirtschaftliche Rezession eintritt, dann ist es mit den Exporterfolgen der deutschen Wirtschaft eben schnell vorbei. Die Kurzarbeit bei Ford ist ein erstes Alarmsignal f&uuml;r die mit dem eindimensionalen Sparkurs eingeleitete Spirale nach unten, nicht nur f&uuml;r die importierenden L&auml;nder sondern nachfolgend vor allem auch f&uuml;r die deutsche Exportwirtschaft.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Zum ersten Wahlgang in Frankreich<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>&ldquo;Jetzt geht es darum, vor den Franzosen zu k&auml;mpfen&rdquo;<\/strong><br>\nNicolas Sarkozy f&auml;hrt schweres Gesch&uuml;tz auf: Nach der Niederlage im ersten Wahlgang versch&auml;rft er den Ton gegen&uuml;ber seinem sozialistischen Rivalen Fran&ccedil;ois Hollande. In gleich drei TV-Duellen will er antreten, um das Ruder noch herumzurei&szlig;en. Hollande sieht daf&uuml;r wenig Anlass&hellip;<br>\nMeinungsforscher erwarten, dass jeder f&uuml;nfte Front-National-W&auml;hler zu den Sozialisten wechseln k&ouml;nnte.<br>\nMehrheitlich geh&ouml;rt diese Klientel freilich zum Jagdrevier von Sarkozy, der sofort nach dem durchwachsenen Ergebnis in die Offensive ging. Dabei zeichnete sich eine Doppelstrategie ab: Zum einen will er die extrem Rechte umgarnen, mit Appellen an die Volksseele und die Liebe zum Vaterland &ndash; und dabei demonstrieren, dass nur er der Garant zum Schutz vor den Verwerfungen der Globalisierung ist. Zum anderen geh&ouml;rt zu dieser Strategie, ebenso wichtig, Hollande zu demontieren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/sarkozy-fordert-tv-duelle-jetzt-geht-es-darum-vor-den-franzosen-zu-kaempfen-1.1340063\">SZ<\/a><\/li>\n<li><strong>Sarkozys Projekt 18<\/strong><br>\nNicolas Sarkozy hat gleich in zweierlei Hinsicht Geschichte geschrieben: Er ist der erste amtierende Pr&auml;sident der F&uuml;nften Republik, der im ersten Wahlgang nur auf dem zweiten Platz landet. Und indirekt hat er durch seine teils verfehlte Wirtschaftspolitik und die zuletzt rechte Rhetorik das mit 18 Prozent historisch hohe Ergebnis der rechtsextremen Front National (FN) beg&uuml;nstigt. Stimmen, die er nun, im zweiten Wahlgang am 6.Mai, gern einkassieren w&uuml;rde.<br>\nDie FN-Chefin Marine Le Pen denkt aber nicht im Traum daran, eine Wahlempfehlung f&uuml;r Sarkozy abzugeben, und so ist f&uuml;r die kommenden Wochen Schlimmes zu erwarten: Sarkozy d&uuml;rfte alles daran setzen, m&ouml;glichst viele Rechtsw&auml;hler in sein Lager zu holen &ndash; mit europafeindlicher Rhetorik, Einwandererschelte und Anti-Globalisierungs-Spr&uuml;chen. Dass er dazu in der Lage ist, hat er seit seiner Zeit als Innenminister immer wieder bewiesen. Sein &ldquo;Ich habe verstanden&rdquo; am Tag nach der Wahl klingt da wie eine Drohung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/politik\/europa\/:wahlen-in-frankreich-sarkozys-projekt-18\/70026718.html\">FTD<\/a><\/li>\n<li><strong>Sarkozy &ndash; bester Mann der Front National<\/strong><br>\nGleich in zweifacher Hinsicht treibt Sarkozy den rechten Rattenf&auml;ngern W&auml;hler in die Arme: Einerseits, weil er die verhasste Macht der EU verk&ouml;rpert. Andererseits macht er durch seine Polemik Le Pens fremdenfeindliche Politik salonf&auml;hig.<br>\nFr&uuml;her w&auml;hlten die Franzosen die Front National verschwitzt, mit schlechtem Gewissen. Wenn jetzt aber sogar der Pr&auml;sident offen &uuml;ber Ausl&auml;nder herzieht, das ist die ungewollte Botschaft, dann kannst du auch guten Gewissens Le Pen w&auml;hlen. Die darf jubeln: Es ist ihr offenbar gelungen, die Partei zu ent-d&auml;monisieren.<br>\nJetzt k&ouml;nnte es noch schlimmer kommen: Weil Sarkozy im zweiten Wahlgang auf die Stimmen Le Pens hofft, ist damit zu rechnen, dass er noch einmal weit nach rechts ausholt.<br>\nTats&auml;chlich kann er es schaffen, auf diese Weise einige der Entt&auml;uschten auf seine Seite zu ziehen: Laut einer Umfrage w&uuml;rden knapp die H&auml;lfte von Le Pens W&auml;hlern in der zweiten Runde f&uuml;r Sarkozy stimmen und nur 24 Prozent f&uuml;r Hollande.<br>\nVielleicht kommt der gewiefte Sarkozy durch den Pakt mit dem Teufel noch einmal an die Macht, vielleicht bleibt er stecken in dem braunen Sumpf. Sicher ist: Die Flagge Europas hat er unterwegs besudelt, und die Flecken bleiben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/meinung\/wahl-erfolg-fuer-le-pen-in-frankreich-sarkozy---bester-mann-der-front-national-,1472602,14974988.html\">FR<\/a> <\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Fabian Fritzsche &ndash; One size doesn&rsquo;t fit all<\/strong><br>\nIn dem Politikbereich dominiert jedoch eine Forderung f&uuml;r alle und insbesondere f&uuml;r die gesamte Peripherie: Die Kosten m&uuml;ssen runter, die Staatsausgaben m&uuml;ssen gek&uuml;rzt werden, die L&auml;nder m&uuml;ssen wettbewerbsf&auml;higer werden. Volkswirtschaften mit v&ouml;llig anderen Voraussetzungen werden also &uuml;ber einen Kamm geschoren, so als w&uuml;rden niedrigere Staatsausgaben und mehr Wettbewerbsf&auml;higkeit automatisch Hand in Hand gehen und jedes Problem l&ouml;sen.<br>\nSelbst ausgewiesene Keynesianer wie Mark Schieritz im Herdentrieb-Blog verk&uuml;rzen das Problem offenbar auf relative Preissenkungen im S&uuml;den Europas im Vergleich zu Nordeuropa. Die Peripherie muss einfach durch die Rezession, die L&ouml;hne sinken durch die hohe Arbeitslosigkeit und die Wirtschaft wird wieder wettbewerbsf&auml;hig. Tats&auml;chlich jedoch weisen die f&uuml;nf Peripheriestaaten ganz unterschiedliche Probleme auf, die daher auch nach differenzierten L&ouml;sungen verlangen. Irland und Italien erwirtschafteten noch zu Beginn der Euroeinf&uuml;hrung leichte Leistungsbilanz&uuml;bersch&uuml;sse auf, die spanische Leistungsbilanz war fast ausgeglichen. Ganz anders hingegen Portugal und Griechenland, die auch vor der Euroeinf&uuml;hrung ein chronisches Leistungsbilanzdefizit aufwiesen. Die ersten drei Volkswirtschaften verf&uuml;gen bzw. verf&uuml;gten also offenbar durchaus auf dem Weltmarkt nachgefragte Produkte an, sind im Laufe des vergangenen Jahrzehnts lediglich zu teuer geworden. Spanien und Irland sind jedoch belastet durch einen &uuml;berschuldeten Privatsektor, sinkende L&ouml;hne verschlimmern die Situation noch weiter. Bei Griechenland und Portugal dagegen fehlen weltmarktg&auml;ngige Produkte, nur billiger zu werden reicht dann nicht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/wirtschaftswunder.ftd.de\/2012\/04\/23\/fabian-fritzsche-one-size-doesnt-fit-all\/\">FTD Wirtschaftswunder<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Die unsoziale Sparpolitik und die wahren Herren der Welt<\/strong><br>\nDie Sparpolitik in Europa treibt die demokratisch gew&auml;hlten Regierungen, egal ob links oder rechts, ob konservativ, liberal, sozialdemokratisch oder sozialistisch, reihenweise aus dem Amt. In Slowenien, der Slowakei, in Spanien, Italien, Griechenland, Portugal, Irland und jetzt den Niederlanden sind die Regierungen bereits gescheitert, beziehungsweise schon neue Regierungen im Amt.<br>\nIn der Tschechei brach die Regierung ebenfalls, nach massiven B&uuml;rgerprotesten am Wochenende, zu einer Protestdemonstration in Prag kamen 120.000 Menschen zusammen, auseinander.<br>\nIn Frankreich sieht es nach der Pr&auml;sidentenwahl am letzten Sonntag ebenfalls nach einem Sieg der, seit Mitterand, oppositionellen Sozialisten aus. Allerdings haben hier auch die Rechtspopulisten Marine Le Pens das beste Ergebnis ihrer Geschichte eingefahren.<br>\nEin Ph&auml;nomen, das sich in fast ganz Europa beobachten l&auml;sst, die rechstpopulistischen Str&ouml;mungen sind &uuml;berall auf dem Vormarsch. Selbst in fr&uuml;her so liberalen Nationen wie den skandinavischen L&auml;nder oder den Niederlanden bestimmen immer mehr Rechtspopulisten mit ihren nationalistischen und menschenverachtenden Ansichten das politische Leben. Die Menschen sehen, dass etwas falsch l&auml;uft in ihren L&auml;ndern und in Europa. Sie geben der Politik die Schuld und greifen nach den einfachen &bdquo;L&ouml;sungen&ldquo;, Fremdenhass, Nationalismus und Rassismus.<br>\nAber die Leute sehen auch ihre Machtlosigkeit. Sie verstehen langsam, dass die Demokratie, die ihnen jahrelang vorgegaukelt wurde, dieses &bdquo;alle Macht geht vom Volke aus&ldquo; nichts mehr ist als eine hohle Phrase. Die Macht geht, wenn sie das &uuml;berhaupt jemals getan hat, schon lange nicht mehr vom Volke aus. Die Macht haben auch die so souver&auml;n und selbstverliebt daherkommenden Politiker l&auml;ngst nicht mehr. Die wirkliche Macht haben die Herren der Finanzwelt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/spiegelkabinett-blog.blogspot.de\/2012\/04\/die-unsoziale-sparpolitik-und-die-waren.html\">Spiegelkabinett<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Die Regierungen st&uuml;rzten, egal ob sie sozialdemokratisch, konservativ, liberal oder rechtspopulistisch waren. Sie st&uuml;rzten alle, weil sie das europ&auml;ische Spardiktat umsetzten. Eigentlich sind die Regierungswechsel Volksabstimmungen gegen den vor allem von Merkel diktierten europ&auml;ischen Austerit&auml;tskurs. Das Schlimme ist, auch jede neue Regierung wird &ndash; zumal wenn der Fiskalpakt in Kraft treten sollte &ndash; diesem Diktat unterliegen. Dieses B&auml;umchen-Wechsle-Dich Spiel, ohne dass sich etwas &auml;ndert, ist eine Bedrohung der Demokratien in Europa und der Humus auf dem die Populisten mit ihren einfachen L&ouml;sungen gedeihen, mit der Hetze gegen Minderheiten in der Gesellschaft (vor allem den Migranten) und mit chauvinistischen Parolen nach au&szlig;en gegen die europ&auml;ischen Nachbarn (vor allem gegen die Deutschen). Wir bewegen uns munter auf eine europ&auml;ische Stimmungslage wie in der Zeit vor 1914, also vor dem Ausbruch des Ersten Weltkrieges hin. Und das alles, weil sich die herrschende europ&auml;ische Politik weigert, die Ursachen der Krise zu bek&auml;mpfen und einen alternativen wirtschaftspolitischen Kurs einzuschlagen.<\/em> <\/p>\n<p><strong>Dazu passt:<\/strong><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Nach der Frankreich-Wahl: Europa-Kritiker im Aufwind<\/strong><br>\nIn Frankreich hat jeder dritte W&auml;hler seine Stimme einer radikalen, dem europ&auml;ischen Zusammenwachsen ablehnend gegen&uuml;berstehenden Partei gegeben. In Holland ist soeben die Regierung geplatzt, weil die rechtspopulistische Freiheitspartei PVV von Geert Wilders den Sparkurs zur Einhaltung des EU-Stabilit&auml;tspakts nicht mittragen will. In Zeiten der Euro-Schuldenkrise scheinen antieurop&auml;ische Propaganda und nationalistische T&ouml;ne radikalen und populistischen Parteien und Bewegungen Zulauf zu verschaffen. Wir haben das exemplarisch in f&uuml;nf europ&auml;ischen L&auml;ndern untersucht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/nach-der-frankreich-wahl-europa-kritiker-im-aufwind\/v_print\/6546306.html?p=\">Tagesspiegel<\/a>\n<p><strong>Und dennoch fordert die deutsche Wirtschaft:<\/strong><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Der Staat muss mehr sparen<\/strong><br>\nDie deutsche Wirtschaft verlangt von der Kanzlerin einen sch&auml;rferen Sparkurs. Auch die Deutschen m&uuml;ssten wieder lernen, dass Demokratie ohne neue Schulden funktionieren k&ouml;nne, schreibt Industrie- und Handelskammerchef Driftmann an Angela Merkel.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/brief-an-die-kanzlerin-der-staat-muss-mehr-sparen-11728045.html%20\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung J.A.:<\/strong> Driftmann hat Recht. U. a. kann sich Deutschland die hohen Entwicklungssubventionen f&uuml;r Automobilfirmen, die unbezahlbaren Unternehmenssteuergeschenke, den Verzicht auf eine Verm&ouml;gensteuer, die krassen Lohnsubventionen und die verr&uuml;ckte Dumpinglohnpolitik sparen.<\/em><br>\n<em>Woher aber der Vertreter einer Gruppe, die fast keinen Beitrag zum Steueraufkommen leistet (Anteil der Unternehmenssteuern am Gesamtsteueraufkommen: ca. 8%), das Recht nimmt, den Haushalt zu diktieren, ist schwer verst&auml;ndlich. Wo sind die Forderungen der Lobby der Mehrwertsteuerzahler, die mehr als ein Drittel der Steuerlast tragen?<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Ein &Uuml;berblick &uuml;ber die Folgen der Sparpolitik in Europa<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Michael Schlecht: Wird Italien zum Schicksal des Euros?<\/strong><br>\nDie Krise ist zur&uuml;ck. Mit einer Billion Euro wurden die Banken zwischen Dezember 2011 und Februar 2012 von der Europ&auml;ischen Zentralbank (EZB) vollgepumpt. Das hat die Situation f&uuml;r zwei Monate beruhigt. Jetzt steigt die Zinsfieberkurve f&uuml;r Italien und Spanien wieder deutlich an. Dreij&auml;hrige Kredite sind f&uuml;r den italienischen Staat im Vergleich zum Januar um 40 Prozent teurer geworden.<br>\nGeht das so weiter, dann muss Italien irgendwann unter den Rettungsschirm. Der ist aber f&uuml;r die drittgr&ouml;&szlig;te Wirtschaft der Eurozone zu klein. Um Italien und Spanien abzudecken, m&uuml;sste er auf 1,5 Billionen Euro aufgeblasen werden. Das deutsche Haftungsrisiko erreicht dann den Wert von zwei kompletten Bundeshaushalten. Das ist politisch nicht mehr durchsetzbar. Italien wird deshalb zum Schicksal des Euros.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.michael-schlecht-mdb.de\/\">Michael Schlecht<\/a><\/li>\n<li><strong>Zentralbank-Prognose: Griechische Wirtschaft schrumpft 2012 dramatisch<\/strong><br>\nDer Chef der griechischen Zentralbank rechnet damit, dass die Wirtschaft des Krisenstaates im laufenden Jahr um f&uuml;nf Prozent einbricht. Zugleich warnt er davor, den Sparkurs aufzugeben. Damit w&uuml;rde Griechenland die Mitgliedschaft in der Euro-Zone riskieren.<br>\nDie griechische Wirtschaft schrumpft nach Ansicht der nationalen Notenbank 2012 st&auml;rker als bislang gedacht. Die Wirtschaftsleistung werde im laufenden Jahr um rund f&uuml;nf Prozent sinken, sagte Zentralbankchef Georgios Provopoulos in Athen.<br>\nBisher hatte die Bank ein Minus von 4,5 Prozent vorausgesagt. Die Europ&auml;ische Union rechnet mit einem R&uuml;ckgang der Wirtschaftsleistung um 4,75 Prozent. Das hoch verschuldete Land befindet sich seit vier Jahren in einer Rezession. 2011 war die griechische Wirtschaft um 6,9 Prozent geschrumpft.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/0,1518,829449,00.html\">SPIEGEL Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Das Krisenland kann den Aufschwung schaffen, meint Kommissionspr&auml;sident Barroso. Doch daf&uuml;r m&uuml;sse <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/0,1518,828401,00.html\">weiter gek&uuml;rzt werden<\/a>. Die Frage ist, wo der Aufschwung herkommen soll, wenn weiter gek&uuml;rzt wird. <\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Griechenland: Nach dem Modell der Treuhand<\/strong><br>\nStaatliche deutsche Stellen und die Deutsche Bank treiben den Ausverkauf von Gemeineigentum in den s&uuml;deurop&auml;ischen Krisenstaaten voran. In Griechenland &ldquo;ber&auml;t&rdquo; die bundeseigene Au&szlig;enwirtschafts-F&ouml;rderagentur &ldquo;Germany Trade and Invest&rdquo; (GTAI) den &ldquo;Hellenic Republic Asset Development Fund&rdquo; (HRADF), der seit Ende M&auml;rz alle Besitztitel an griechischem Staatseigentum h&auml;lt und dessen Verkauf vorbereitet. Der HRADF arbeitet nach dem Modell der deutschen Treuhand, der vorgeworfen wird, ab 1990 das einstige DDR-Volksverm&ouml;gen umfassend verschleudert zu haben; er profitiere von den &ldquo;deutschen Erfahrungen beim Privatisierungs- und Umstrukturierungsprozess in den neuen Bundesl&auml;ndern&rdquo;, hei&szlig;t es im Bundeswirtschaftsministerium. Die Agentur GTAI, die bei der Suche nach Interessenten mit ihrem griechischen Pendant &ldquo;Investment in Greece&rdquo; zusammenarbeitet, sieht &ldquo;attraktive Investitionschancen&rdquo; bei Immobilien und Bodensch&auml;tzen, in der Wasserversorgung, in der Infrastruktur und beim Wettanbieter OPAP, dem gr&ouml;&szlig;ten Gl&uuml;cksspielkonzern Europas und drittgr&ouml;&szlig;ten Unternehmen Griechenlands. OPAP wird unter anderem von der Deutschen Bank privatisiert. Das Geldhaus hat bereits &auml;hnliche Vorg&auml;nge in anderen L&auml;ndern begleitet und in einer Untersuchung seiner Wissenschaftsabteilung umfangreichen Privatisierungsbedarf in ganz Europa ausgemacht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.german-foreign-policy.com\/de\/fulltext\/58307\">German Foreign Policy<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Die Ergebnisse der Treuhand kennen wir ja: Betriebe werden zum Schleuderpreis verkauft und dann wom&ouml;glich abgewickelt. Die Frage ist, wer zahlt anschlie&szlig;end den Solidarit&auml;tszuschlag an die Griechen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Irland will seine Banken unter den Rettungsschirm schicken<\/strong><br>\nBislang k&ouml;nnen notleidende Finanzh&auml;user die Euro-Rettungsfonds nicht direkt anzapfen. Das will neben Spanien nun auch Irland &auml;ndern. Die Kritiker verweisen auf die hohen Risiken f&uuml;r die Steuerzahler &ndash; noch sind sie in der Mehrheit.<br>\nVor allem die spanische Regierung versucht seit Wochen, Milliarden aus den Rettungsfonds EFSF und ESM lockerzumachen. Nun springen ihr Irland bei, das erst k&uuml;rzlich die Europ&auml;ische Zentralbank (EZB) f&uuml;r seine Banken einspannte, und Christine Lagarde, die Chefin des Internationalen W&auml;hrungsfonds.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/euro-rettungsfonds-irland-will-seine-banken-unter-den-rettungsschirm-schicken-1.1339826\">SZ<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Symptombek&auml;mpfung reicht nicht aus: Die Regulierung des internationalen Finanzwesens am Scheideweg<\/strong><br>\nEine effektive Bek&auml;mpfung der Krise des Bankensektors und der Staatshaushalte erfordert mehr als die bisher geschn&uuml;rten Rettungspakete. Diese erlauben es der Politik zwar, den Schaden zu begrenzen, aber die Krisenanf&auml;lligkeit des Finanzsystems wird dadurch kaum reduziert. Hierzu sind Strukturreformen erforderlich. Die Regulierung der Banken muss auf sogenannte Schattenbanken ausgedehnt werden. Schattenbanken sind Organisationen, die bis auf das Einlagegesch&auml;ft das Gleiche machen wie Banken, aber nicht wie Banken reguliert sind. Unter anderem fallen Hedge-Fonds in diese Kategorie. Laut einer Studie des Internationalen W&auml;hrungsfonds ist der Schattenbankensektor zwischen 2002 und 2009 weltweit von 11,7 Billionen US-Dollar auf 26,8 Billionen US-Dollar gewachsen, in den USA ist er inzwischen sogar gr&ouml;&szlig;er als der regul&auml;re Bankensektor. Das bedeutet, dass ein Gro&szlig;teil der Bankenaktivit&auml;t unreguliert abl&auml;uft und sich zum Beispiel nicht den Auflagen hinsichtlich der Kapitalreserven unterziehen muss. Hier ist leicht zu erkennen, warum aktuelle Vorschl&auml;ge zur Erh&ouml;hung der Kapitalreserven im Bankensektor nur geringe Auswirkung haben d&uuml;rften.<br>\nDas zweite Problemfeld ist der internationale Steuerwettbewerb und die Schlupfl&ouml;cher, die er Privatpersonen und Unternehmen bietet. Um m&ouml;glichst viel vom Kuchen des international mobilen Kapitals abzubekommen, gestalten Staaten ihre Steuergesetze m&ouml;glichst attraktiv. Dies betrifft nicht nur die Steuers&auml;tze, sondern vor allem das regulatorische Umfeld. Unter dem Schleier des Bankgeheimnisses zum Beispiel lagern reiche B&uuml;rger weltweit ca. 12 Billionen US-Dollar in Steueroasen wie der Schweiz, den Cayman-Inseln oder Singapur ein. Im Gegensatz zur Steuerhinterziehung durch Einzelpersonen sind die Steuerminimierungstricks von Unternehmen oft legal. Durch Operationen innerhalb von multinationalen Unternehmen werden Gewinne auf dem Papier in Steueroasen verschoben. Beispiel Google: Wie die Nachrichtenagentur Bloomberg letztes Jahr berichtete, zahlt Google au&szlig;erhalb der USA im Durchschnitt einen Steuersatz von 2,4 Prozent, obwohl der Unternehmenssteuersatz der wichtigsten L&auml;nder, in denen die Firma operiert, bei &uuml;ber 20 Prozent liegt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wzb.eu\/sites\/default\/files\/publikationen\/wzb_mitteilungen\/wm135.38-41.pdf\">WZB [PDF &ndash; 133 KB]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Ausbildungsverg&uuml;tungen zwischen 332 und 1.379 Euro &ndash; Regionale Unterschiede bis zu 388 &euro; im Monat<\/strong><br>\nDie tariflich geregelten Ausbildungsverg&uuml;tungen fallen je nach Branche und Ausbildungsjahr sehr unterschiedlich aus. Sie variieren von 332 Euro im privaten Verkehrsgewerbe Th&uuml;ringen im 1. Ausbildungsjahr bis zu 1.379 Euro im Bauhauptgewerbe West im 4. Ausbildungsjahr. Dies geht aus einer Auswertung von Tarifvertr&auml;gen in ausgew&auml;hlten Wirtschaftszweigen und Tarifbereichen hervor, die das Tarifarchiv des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) in der Hans-B&ouml;ckler-Stiftung in D&uuml;sseldorf vorgelegt hat. Im vergangenen Jahr stiegen die Ausbildungsverg&uuml;tungen &uuml;berwiegend zwischen gut einem Prozent (&ouml;ffentlicher Dienst) und gut 12 Prozent (Holz u. Kunststoff verarbeitende Industrie Sachsen). In einigen Tarifbereichen wurden keine Steigerungen vereinbart.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/38691_39508.htm\">WSI-Tarifarchiv<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Experten uneinig &uuml;ber Auswirkung von Werksvertr&auml;gen auf Arbeitsmarkt und Bezahlung<\/strong><br>\nDie Oppositionsfraktionen von Linkspartei und B&uuml;ndnis 90\/Die Gr&uuml;nen sind &uuml;berzeugt, dass Werksvertr&auml;ge oftmals blo&szlig; Scheinwerksvertr&auml;ge sind, mittels derer Arbeitgebern Lohnkosten einsparen wollen. Zwei entsprechende Antr&auml;ge der beiden Fraktionen waren deshalb Anlass einer &ouml;ffentlichen Anh&ouml;rung des Ausschusses f&uuml;r Arbeit und Soziales am Montagnachmittag.<br>\nLaut Antrag der Gr&uuml;nen-Fraktion (17\/7482) m&uuml;ssen Leiharbeit und Werkvertr&auml;ge klar voneinander abgegrenzt und die Kriterien daf&uuml;r im Arbeitnehmer&uuml;berlassungsgesetz (A&Uuml;G) festgelegt werden. Die Fraktion begr&uuml;ndet den Vorsto&szlig; damit, dass viele Firmen zunehmend Aufgaben in Werkvertragsunternehmen auslagern, um L&ouml;hne und Sozialkosten noch unter das Niveau bei Leiharbeitsfirmen zu dr&uuml;cken. Denn w&auml;hrend sie bei Leiharbeitern an h&ouml;here tarifliche Standards gebunden seien, l&auml;gen diese in Werkvertragsunternehmen deutlich darunter. In Wirklichkeit handele es sich aber bei vielen vermeintlichen Werkvertr&auml;gen um verdeckte Leiharbeit.<br>\nDie Linksfraktion schreibt in ihrem Antrag (17\/7220 [neu]), dass Werkvertr&auml;ge von den Unternehmen zunehmend als Alternative zur Leiharbeit und als strategisches Mittel zur Deregulierung eingesetzt w&uuml;rden. Mit sogenannten Scheinwerkvertr&auml;gen, bei denen es sich eigentlich um Arbeitnehmer&uuml;berlassung handelt, w&uuml;rden die ohnehin viel zu niedrigen Standards in der Leiharbeit noch unterlaufen. Bei der Identifizierung von Scheinwerkvertr&auml;gen bestehe jedoch die Schwierigkeit bislang darin, Werkvertragsarbeit von Leiharbeit abzugrenzen, um F&auml;lle von illegaler Arbeitnehmer&uuml;berlassung aufzudecken. Die Fraktion fordert deshalb ein &bdquo;Gesetz zur Verhinderung des Missbrauchs von Werkvertr&auml;gen&ldquo;, das eine sogenannte Vermutungsregel enth&auml;lt. Das bedeutet konkret: Wenn eine T&auml;tigkeit ein bestimmtes Merkmal erf&uuml;llt, soll das Vorliegen eines Leiharbeitsverh&auml;ltnisses vermutet werden, bis die Arbeitgeber das Gegenteil bewiesen haben. Dar&uuml;ber hinaus verlangen die Abgeordneten, im Arbeitnehmer&uuml;berlassungsgesetz das Prinzip &bdquo;gleicher Lohn f&uuml;r gleiche Arbeit&ldquo; ohne Ausnahme zu verankern.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bundestag.de\/presse\/hib\/2012_04\/2012_197\/01.html\">Deutscher Bundestag<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Arbeitslosengeld I unter Existenzminimum  &ndash;  75.000 Erwerbslose ben&ouml;tigen zus&auml;tzlich Hartz IV<\/strong><br>\nViele Empf&auml;nger von Arbeitslosengeld sind auf Zusch&uuml;sse angewiesen, da die Zahlungen der Bundesagentur nicht ausreichen. Zwar ist die Quote der Aufstocker leicht gesunken, doch noch immer sind knapp zehn Prozent der Jobsuchenden betroffen. Der Wohlfahrtsverband sieht in der Arbeitslosenversicherung Unzul&auml;nglichkeiten und spricht von &ldquo;sozialer Deklassierung&rdquo;&hellip;<br>\nDie Parallelbezieher erhielten laut den BA-Zahlen im Schnitt aus der Arbeitslosenversicherung 511,79 Euro im Monat. Weil das zu wenig war, um ihr Existenzminimum sichern zu k&ouml;nnen, stockten sie ihr Arbeitslosengeld I zus&auml;tzlich mit durchschnittlich 318,05 Euro an Hartz-IV-Leistungen aus der staatlichen Grundsicherung auf&hellip;<br>\nDie BA-Statistik zeigt, dass die Anspr&uuml;che der Parallelbezieher weit unter dem durchschnittlichen Arbeitslosengeld liegen: Dieses belief sich im Januar 2012 auf 825 Euro&hellip;<br>\nZahlen der N&uuml;rnberger Beh&ouml;rde hatten bereits Ende Dezember eine Diskussion &uuml;ber die Arbeitslosenversicherung ausgel&ouml;st: Danach ist jeder vierte Besch&auml;ftigte, der arbeitslos wird, sofort auf Hartz IV angewiesen &ndash; auch weil es vielen Betroffenen erst gar nicht gelingt, gen&uuml;gend Anspr&uuml;che f&uuml;r das ALG I zu sammeln. SPD und Gr&uuml;ne wollen deshalb die Bedingungen f&uuml;r den Bezug des Arbeitslosengelds lockern. Dies lehnt die Bundesregierung bislang ab.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/arbeitslosengeld-i-unter-existenzminimum-erwerbslose-benoetigen-zusaetzlich-hartz-iv-1.1340090\">SZ<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Hartz-IV-Reform hat durchschnittliche Dauer der Arbeitslosigkeit nicht reduziert<\/strong><br>\nDie vierte Hartz-Reform sollte arbeitsf&auml;higen Bed&uuml;rftigen schneller neue Arbeitspl&auml;tze verschaffen. Eine statistische Auswertung zeigt: Das hat nicht funktioniert. Arbeitslose sind nach der Reform im Durchschnitt ebenso lang ohne Job wie vorher. Zu diesem Ergebnis kommen Sonja Fehr, Soziologin im Institut f&uuml;r Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB), und Prof. Dr. Georg Vobruba von der Universit&auml;t Leipzig. Ein Aufsatz zu ihrer Untersuchung ist in den aktuellen WSI Mitteilungen erschienen, der Fachzeitschrift des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) in der Hans-B&ouml;ckler-Stiftung.<br>\nDie Forscher folgern: &ldquo;Trotz des Versuchs, mit Ma&szlig;nahmen der Aktivierungs- und versch&auml;rften Zumutbarkeits- und Sanktionsregelungen den &Uuml;bergang vom Sozialleistungsbezug in die Erwerbst&auml;tigkeit zu forcieren, trat keine wesentliche Ver&auml;nderung der Verweildauer von Sozialtransferbeziehern in Arbeitslosigkeit ein.&rdquo; Weitere Berechnungen, die Faktoren wie Alter, Bildungsabschluss oder regionale Arbeitslosenquote einbeziehen, zeigen: Das Ergebnis l&auml;sst sich nicht auf eine verschlechterte Arbeitsmarktsituation oder ver&auml;nderte Zusammensetzung der Arbeitslosengruppe nach der Reform zur&uuml;ckf&uuml;hren.<br>\nFehr und Vobruba haben eine andere Erkl&auml;rung. Die Therapie konnte nicht wirken, weil die Diagnose falsch war. Sie schreiben, &ldquo;das Armutsfallentheorem und die Sichtweise des &ouml;ffentlichen Diskurses&rdquo; stimmten darin &uuml;berein, dass Armut ein Langzeitph&auml;nomen sei &ndash; einmal Sozialhilfe, immer Sozialhilfe. Diese unzutreffende Annahme sei dadurch bef&ouml;rdert worden, dass der Armutsforschung lange Daten fehlten, die die Einkommensentwicklung personbezogen im Zeitverlauf abbilden. Tats&auml;chlich machten die Beobachtungen der Autoren und andere neuere Studien aber deutlich, dass es bereits vor Hartz IV dem &uuml;berwiegenden Teil der Arbeitslosen- und Sozialhilfebezieher gelang, aus der &shy;Arbeitslosigkeit herauszufinden. Daher stehe den durch die Reform m&ouml;glicherweise entstandenen sozialen Kosten &ndash; Zunahme sozialer Ungleichheit, Ausbreitung prek&auml;rer Besch&auml;ftigung, Verletzung verbreiteter Gerechtigkeitsvorstellungen &ndash; &ldquo;kein Nutzen gegen&uuml;ber&rdquo;, urteilen die Forscher.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/28607_35074.htm\">Hans-B&ouml;ckler-Stiftung Pressmitteilung<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/pdf\/pm_wsi_2011_05_30.pdf\">Arbeitslosigkeit vor und nach der Hartz-IV-Reform, die Studie [PDF &ndash; 481 KB]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Debatte &uuml;ber die Erneuerung der &Ouml;konomie<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Amartya Sen: Viele &Ouml;konomen nehmen ihre simplen Modelle zu ernst<\/strong><br>\n&ldquo;In L&auml;ndern wie Griechenland, Portugal und Spanien z&auml;hlen die Ansichten der W&auml;hler wesentlich weniger als die der Banker, der Ratingagenturen und anderer Finanzinstitutionen. Die Bev&ouml;lkerung hat in vielen dieser L&auml;nder keine Stimme mehr &ndash; das ist eine Konsequenz der W&auml;hrungsunion ohne politische Integration. Die Wirtschaftspolitik ist abgekoppelt von der politischen Basis. Das ist aus meiner Sicht ein Fehler und widerspricht komplett den Idealen der gro&szlig;en europ&auml;ischen Bewegung, die sich f&uuml;r ein demokratisches, vereintes Europas starkgemacht hat. &hellip; Die Wirtschaftsgeschichte zeigt, dass Staatsschulden in Zeiten mit hohem Wachstum deutlich leichter abgebaut werden k&ouml;nnen. Das war unmittelbar nach dem Zweiten Weltkrieg so, in den USA unter der Clinton-Regierung und in Schweden in den 90er-Jahren. &hellip; Es stimmt, dass die Mainstream-&Ouml;komomen dazu tendiert haben, anzunehmen, dass der Markt perfekt funktioniert und dass es keinen Bedarf f&uuml;r Regulierung gibt. Diese Ansicht war verbreitet. Aber vergessen Sie bitte nicht, dass die Mainstream-&Ouml;konomie nicht nur um eine einzige Idee kreist. &hellip; Es gibt auch neoklassische &Ouml;konomen, die der Idee, sich vollst&auml;ndig auf das Funktionieren freier M&auml;rkte zu verlassen, sehr kritisch gegen&uuml;berstehen. &hellip; Die Arbeit von Adam Smith ist weit differenzierter als es den meisten Menschen heute bewusst ist. Smith hat beschrieben, wie eine Marktwirtschaft gut funktionieren kann. Aber er hat auch darauf hingewiesen, warum wir den Staat und gut durchdachte Regulierung brauchen. Auch Armut und Fragen der Umverteilung waren ihm sehr wichtig. Eigentlich hat sich Adam Smith mit nichts so sehr besch&auml;ftigt wie mit dem Thema Armut. &hellip; Ich denke, dass viele &Ouml;konomen sehr beeindruckt waren von der Eleganz ihrer Modelle. Diese Modelle beschreiben fiktive Volkswirtschaften, in denen die M&auml;rkte perfekt funktionieren. In solch einer Welt erreichen die M&auml;rkte gute Ergebnisse und ben&ouml;tigen keinerlei staatliche Eingriffe. Das hat Adam Smith auch diskutiert &ndash; entlang der Grenzen, die man dabei im Kopf haben muss. Andere fr&uuml;he &Ouml;konomen, die diese einfachen Modelle verwendet haben, betonten stets, wie wichtig es ist, sich bewusst zu machen, dass die wahre Welt ganz anders aussieht. Edgeworth tat das, Walras tat das, Wicksell tat das. Viele moderne &Ouml;konomen dagegen nehmen ihre simplen Modelle zu ernst. &hellip; Unsere Disziplin hat die Ideengeschichte in den letzten Jahrzehnten sehr vernachl&auml;ssigt. Das war einer unserer gr&ouml;&szlig;ten Fehler. &hellip; Es besteht kein Konflikt zwischen der Mathematik und anderen Methoden. Unser Fach ist seit jeher eng mit der Mathematik verbunden. Daf&uuml;r m&uuml;ssen wir uns nicht sch&auml;men. Wir d&uuml;rfen uns nur nicht ausschlie&szlig;lich auf mathematische VWL konzentrieren und Erkenntnisse vernachl&auml;ssigen, f&uuml;r die andere Arten der Argumentation n&ouml;tig sind. Der Konflikt herrscht zwischen einem ganzheitlichen, breiten, umfangreichen Blick im Gegensatz zu einem engen Blick &ndash; ob der nun mathematisch ist oder nicht.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/politik\/oekonomie\/nachrichten\/amartya-sen-viele-oekonomen-nehmen-ihre-simplen-modelle-zu-ernst\/6500622.html\">Handelsblatt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> In der Tat ist es zu bedauern, dass die Ideengeschichte &ouml;konomischen Denkens an den Hochschulen so vernachl&auml;ssigt wird. Vielleicht w&uuml;rde die Besch&auml;ftigung damit etwas mehr Bescheidenheit in die &ouml;konomischen Debatten bringen. Denn es w&uuml;rde sich sehr schnell herausstellen, dass in der Vergangenheit nicht nur viele Fragen bereits gestellt wurden, aber auch Leitlinien f&uuml;r Antworten vorgegeben wurden &ndash; und heute vergessen sind. Vielleicht w&uuml;rde sich auch manch einer zu Herzen nehmen, dass in der Vergangenheit die Zahl der Ver&ouml;ffentlichungen kaum mit der Originalit&auml;t &ouml;konomischen Denkens korreliert. Aber die aktuelle Mechanik von Aufstiegsprozessen junger Wissenschaftler wird wohl weiterhin eine Flut von Ver&ouml;ffentlichungen hervorbringen. Nur sollte hier nicht jede poplige Korrelation als neue Theorie verkauft werden. Erstaunlich, dass auch renommierte &Ouml;konomen geradezu einer Ver&ouml;ffentlichungsobsession unterliegen. Ein prominentes Beispiel hierf&uuml;r ist Bruno S. Frey, dessen Renommee durch <a href=\"\/?p=12521#h20\">Eigenplagiate und mangelnde Literaturrecherche so gelitten hat<\/a>,  dass ihn die Universit&auml;t Z&uuml;rich <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/politik\/oekonomie\/nachrichten\/bruno-frey-zuericher-oekonom-nach-plagiat-vorwurf-in-zwangsrente\/6544186.html\">zwangsweise in den Ruhestand schicken musste<\/a>.<\/em>  <\/p>\n<p><em>Der &Ouml;konom, der im Handelsblatt-Ranking VWL beim Lebenswerk auf Platz eins liegt, hat sich zun&auml;chst f&uuml;r die Neue Politische &Ouml;konomie (&Uuml;bertragung &ouml;konomischen Verhaltens auf die Politik) interessiert und sich in Europa vor allem f&uuml;r die sogenannte Verhaltens&ouml;konomik eingesetzt, welche sich vom Bild des rationalen Nutzenmaximierers (homo oeconomicus) absetzt und Psychologie und Soziologie heranzieht, um das Verhalten von Personen zu erkl&auml;ren. Frey betont die intrinsische Motivation von Handeln, das Tun um seiner selbst willen, im Gegensatz zur extrinsischen Motivation, welche von pers&ouml;nliche Vorteil bzw. der Vermeidung von Nachteilen gepr&auml;gt ist. Auch an Frey l&auml;sst sich aufzeigen, dass er nicht allein steht, sondern auf einer langen Tradition der Motivationsforschung fu&szlig;t, von Brentano (1908) &uuml;ber Maslow (1954) bis McClelland (1984). Generell gilt dies auch f&uuml;r die Verhaltens&ouml;konomik allgemein.<\/em> <\/p>\n<p><em>Bereits der Urvater der &Ouml;konomie Adam Smith verweist in seiner &ldquo;Theorie der ethischen Gef&uuml;hle&rdquo; 1759 darauf, dass das Handeln von Menschen nicht einfach vom Nutzen, sondern ebenso von Mitgef&uuml;hl und Sympathie geleitet wird. Allerdings nicht in dieser schlichten Form, sondern als Voraussetzung daf&uuml;r, sich moralisch zu verhalten oder sich zumindest nach au&szlig;en so zu geben, da die Menschen einander nach der Befolgung moralischen Regeln bewerten w&uuml;rden. Wenn ein &Ouml;konom jemals dem von Amartya Sen geforderten ganzheitlichen Blick entsprochen hat, so Adam Smith. Der aktuelle Ver&ouml;ffentlichungszwang bef&ouml;rdert leider allzu sehr Nebenaspekte. Dies betrifft auch die in Mode gekommene und auch von Frey hoch gehaltenen Forschung zur &Ouml;konomie des Gl&uuml;cks. Dass h&ouml;herer Wohlstand Menschen auf Dauer nicht macht gl&uuml;cklicher, hat sich schon l&auml;ngst sprichw&ouml;rtlich niedergeschlagen: Geld allein macht nicht gl&uuml;cklich. &ldquo;Freundschaften, Familie und andere soziale Beziehungen sind viel wichtiger&rdquo;, betont Frey. Was soll das? Abgesehen davon, dass bereits Richard Easterlin (1974) feststellte, dass uns zus&auml;tzliche materielle G&uuml;ter nur kurze Zeit Freude bereiten und wir deshalb mit steigendem Wohlstand auf Dauer nicht gl&uuml;cklicher werden, die Hauptfrage f&uuml;r einen &Ouml;konomen ist doch eine ganz andere: Wie befreien wir Menschen bzw. ganze V&ouml;lker aus materieller Armut, der Hauptquelle von Ungl&uuml;ck?<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Erneuerung der &Ouml;konomie als Krisenreaktion: Der Leipziger Volkswirt Sebastian Thieme im Interview<\/strong><br>\nes ist schon reichlich paradox, dass die &bdquo;F&uuml;rsprechung des Marktes&ldquo; offenbar dort endet, wo sich diese F&uuml;rsprecher der Kritik ausgesetzt sehen. Das ist nat&uuml;rlich inkonsistent.<br>\nDamit deutet sich bereits an, dass die Wirtschaftswissenschaft alles andere als eine neutrale Wissenschaft ist. Wir haben es dort &ndash; wie &uuml;berall sonst in den Wissenschaften &ndash; mit Denkschulen zu tun, die ihre Positionen verteidigen, ausbauen und ihren Wirkungskreis ausweiten. In der &Ouml;konomik verengt sich das zu einer Richtung hin und das ist einem redlich gef&uuml;hrten Diskurs eher abtr&auml;glich&hellip;<br>\nPromovieren und Habilitieren gestaltet sich heute ziemlich schwierig, wenn Sie abseits des Mainstreams forschen wollen. Ganz zu schweigen von der Chance, dann noch als Professor berufen zu werden. Es steht zu bef&uuml;rchten, dass sich dieser Zustand weiter versch&auml;rft, denn die nachr&uuml;ckenden K&ouml;pfe sind eher jene, die sich der vorherrschenden Lehre entsprechend konform verhalten&hellip;<br>\nTats&auml;chlich hat sich seit Krisenbeginn 2008 nicht wirklich viel bewegt &ndash; trotz aller Bekenntnisse zur Offenheit und zu &Auml;nderungen in der &Ouml;konomik. Es blieben Lippenbekenntnisse.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.l-iz.de\/Wirtschaft\/Metropolregion\/2012\/04\/Der-Leipziger-Volkswirt-Sebastian-Thieme-im-Interview-41440.html\">Leipziger Internet Zeitung (Teil 1)<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.l-iz.de\/Wirtschaft\/Metropolregion\/2012\/04\/Leipziger-Ansaetze-zu-einer-Krisenoekonomik-41450.html\">Leipziger Internet Zeitung (Teil 2)<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Cornelia Heintze: &bdquo;Bildungsrepublik&ldquo; oder &bdquo;Bildungsmarktstaat&ldquo;<\/strong><br>\nL&auml;nder mit stark ausgepr&auml;gter Bildungsstaatlichkeit definieren Bildung von der Elementarbildung bis zur terti&auml;ren Bildung als B&uuml;rgerrecht. Sie realisieren ein hohes Niveau an &ouml;ffentlicher Finanzierung von Bildungseinrichtungen und f&ouml;rdern zugleich die &ouml;konomische Selbst&auml;ndigkeit erwachsener Bildungsteilnehmer. Gleicherma&szlig;en bezogen auf das BIP wie auch bezogen auf Bildungsteilnehmer in den Einrichtungen finden wir hier vergleichsweise hohe Anteile &ouml;ffentlicher Finanzierung. Die f&uuml;nf skandinavischen L&auml;nder repr&auml;sentieren diesen Typ von Bildungsstaatlichkeit, was konform geht mit der wohlfahrtsstaatlichen Grundorientierung dieser L&auml;nder&hellip;<br>\nDie in Bildungsmarktstaaten hohe Privatfinanzierung mit anschlie&szlig;end teilweiser Refinanzierung durch &ouml;ffentliche Subventionen dient der Zementierung sozialer Ungleichheit. Ein Bildungssystem, das den &ouml;ffentlichen Charakter von Bildung von der Elementar- bis zur Terti&auml;rbildung betont und die Finanzierung entsprechend ausrichtet, korrespondiert der Tendenz nach mit einem Besch&auml;ftigungssystem, das geringere Einkommensspeizungen vorsieht. Dies nicht nur nach Bildungsniveaus, sondern auch nach anderen Unterscheidungsmerkmalen wie dem Geschlecht. Es kann gezeigt werden, dass zwischen der Finanzierung terti&auml;rer Bildung und dem Niveau von Einkommensungleichheit ein enger Zusammenhang besteht. L&auml;nder mit hohen Privatfinanzierungsanteilen weisen ein signifikant h&ouml;heres Niveau an Einkommensungleichheit auf&hellip;<br>\nWesentliche Teile des deutschen Bildungssystems sind unterfinanziert, weil die verf&uuml;gbaren Mittel nicht ausreichen, um eine dem Bedarf entsprechende und qualitativ hochstehende Infrastruktur durchg&auml;ngig, d.h. von den Kindertagesst&auml;tten bis zu den Hochschulen, zu finanzieren. Die defizit&auml;re Bildungsfinanzierung ist prim&auml;r eine Folge unzureichender &ouml;ffentlicher Bildungsausgaben. Der Versuch, h&ouml;here &ouml;ffentliche Bildungsausgaben durch die Priorisierung von Bildung bei der Haushaltspolitik zu realisieren, ist als gescheitert anzusehen. Voraussetzung w&auml;re eine h&ouml;here Steuerquote. Ohne diese Voraussetzung er&ouml;ffnen sich in den dem Diktat leerer Kassen unterliegenden Haushalten von L&auml;ndern und Kommunen keine Spielr&auml;ume f&uuml;r reale Mehrausgaben. Unter den Bedingungen der &bdquo;Schuldenbremse&ldquo; versch&auml;rft sich die Finanzierungskonkurrenz mit anderen &ouml;ffentlichen Aufgabenfeldern.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.gew.de\/Binaries\/Binary88321\/Heintze-Studie_zu_Bildungsfinanzierung_Februar_2012.pdf\">Studie im Auftrag der Max-Traeger-Stiftung [PDF &ndash; 1.8 MB]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Wider die Horden Allahs &ndash; Karl Martell und seine Nachfolger<\/strong><br>\nEin Essay von Walter van Rossum<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dradio.de\/dlf\/sendungen\/hoerspiel\/1705200\/\">DLF, dort zum Download des Manuskriptes<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>China: Am Ende der Kostenschraube<\/strong><br>\nVom T-Shirt bis zum iPhone &ndash; viele Dinge, die wir lieben, kommen aus China. Hergestellt werden sie zum Teil unter unmenschlichen Bedingungen.Muss das sein? Indiziensuche bei einem Apple-Zulieferer.<br>\nNach Angaben der Marktforschungsfirma iSupply befinden sich etwa im aktuellen iPhone 4S mit 32 Gigabyte Speicher ein Prozessor zu einem St&uuml;ckpreis von umgerechnet 11,48 Euro, eine Kamera f&uuml;r 13,78 Euro, ein Display f&uuml;r 28,33 Euro und eine Batterie f&uuml;r 4,59 Euro. Die gesamten Materialkosten sch&auml;tzt iSupply auf etwa 156 Euro. Der Konkurrent UBM TechInsights hat f&uuml;r dasselbe Modell Kosten von 154 Euro berechnet. Die meisten Komponenten werden maschinell in verschiedenen L&auml;ndern produziert. Zu &ldquo;made in China&rdquo; wird das iPhone erst durch die Montage. Bei ihr liegen die Analysten weiter auseinander. Egal, ob sechs oder 23 Euro &ndash; die Lohnkosten sind jedenfalls bei der Herstellung nur ein kleiner Posten. Gemessen am Verkaufspreis, schrumpft er noch einmal, denn in der Branche geht man davon aus, dass Apple an jedem Ger&auml;t einen operativen Gewinn von mindestens 50 Prozent macht. Bei durchschnittlichen Einnahmen von rund 480 Euro pro verkauftem iPhone, so Dediu, seien das also mindestens 240 Euro.<br>\nIm ersten Quartal 2012 verkaufte der Konzern Produkte f&uuml;r mehr als 35 Milliarden Euro und machte dabei ann&auml;hernd zehn Milliarden Euro Profit. Apple gilt als reichstes Unternehmen der Welt, mit R&uuml;cklagen, die selbst das Bargeldguthaben der USA &uuml;bersteigen. Man sollte denken, dass ein solcher Gigant keine Debatten um chinesische Produktionsverh&auml;ltnisse zu f&uuml;rchten br&auml;uchte. Doch tats&auml;chlich ist das f&uuml;r Apple ein wunder Punkt. 2011 war f&uuml;r Apple ein besonders unr&uuml;hmliches Jahr. Im Mai kamen bei einer Explosion in einer Zulieferfabrik im westchinesischen Chengdu drei Menschen ums Leben, mehr als zw&ouml;lf weitere wurden verletzt. Nur wenige Wochen sp&auml;ter ereignete sich in einer Fabrik bei Schanghai ein &auml;hnlicher Unfall. Diesmal wurden mehr als 60 Menschen verletzt. Und dann war da noch der Anfang2011 bekannt gewordene Fall des Touchpad-Zulieferers Wintek in Suzhou, bei dem 137 Arbeiter Vergiftungen erlitten, weil sie beim Polieren der Bildschirme mit der Chemikalie Hexan in Ber&uuml;hrung kamen. Apple will mit seinen im Jahr 2007 ver&ouml;ffentlichten Inspektionsberichten zeigen, dass man das Problem ernst nimmt. Doch der Kostendruck existiert nach wie vor -und kaum eine Firma verhandle so hart wie Apple, hei&szlig;t es in der Branche. Von den Zulieferern holten die Amerikaner nicht nur Angebote ein, sondern auch detaillierte Aufstellungen dar&uuml;ber, wie die Kosten zustande k&auml;men. Firmen wie Wintek oder Foxconn h&auml;tten deshalb M&uuml;he, ihre Gewinnmargen zu halten. Und wenn Auftraggeber an der Kostenschraube drehten, bek&auml;men dies die Arbeiter zu sp&uuml;ren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.brandeins.de\/uploads\/tx_brandeinsmagazine\/082_089_b1_04_12_Apple_Zulieferer.pdf\">brand eins [PDF &ndash; 2.2 MB]<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Ein lesenswerter Artikel, der noch einmal die Bedingungen verdeutlicht, unter denen sich China zur globalen Werkbank entwickeln konnte: Eine moderne Form des Fr&uuml;hkapitalismus. Siehe auch den <a href=\"\/?p=12494#h12\">Bericht zu Foxconn auf den NachDenkSeiten<\/a>.<\/em><\/p>\n<p><em>Apple und sein taiwanesische Zulieferer Wintek stehen hier stellvertretend f&uuml;r viele andere Unternehmen, wie auch die Protagonistin dieser Geschichte, die Wanderarbeiterin Dang Xianglan unterstreicht: &ldquo;Eine ganz zuf&auml;llige Wahl, im Grunde sind ja alle Fabriken gleich.&rdquo; Ob am Ende der Produktionsstra&szlig;e, an der sie ihre Handgriffe verrichtet, Schuhe, Mikrowellenger&auml;te oder iPhones herauskommen, spielt f&uuml;r sie keine Rolle. Ohne Zweifel hat China einen einzigartigen Aufholprozess gegen&uuml;ber den westlichen  Industriel&auml;ndern realisiert, wie es in der j&uuml;ngsten Vergangenheit nur Japan, S&uuml;dkorea oder Taiwan gelang. Diese L&auml;nder vertrauten dabei keineswegs den reinen Marktkr&auml;ften, sondern setzten auf den intervenierenden Entwicklungsstaat. In China hat bis heute die allm&auml;chtige Nationale Entwicklungs- und Reformkommission (NDRC) unter Einsatz aller Mittel, auch protektionistischer Methoden, eine global wettbewerbsf&auml;hige Produktion zu gew&auml;hrleisten. Dies gelingt nicht zuletzt auch &uuml;ber das Lohnniveau, was f&uuml;r ein Entwicklungsland durchaus legitim ist, nur inzwischen setzt China mit seinen unver&auml;ndert niedrigen Standards bei Lohn, Arbeitsbedingungen und Umwelt sowie gescheit subventionierender Industriepolitik (siehe Solarzellen) nicht nur unsere Produktion sondern unsere Standards unter Druck &ndash; ganz zu schweigen von der zunehmenden Polarisierung im Lande selbst. Bezeichnenderweise k&ouml;nnen selbst viele Entwicklungsl&auml;nder, z.B. die Textilproduktion in Afrika, nicht mehr mithalten. Das Absurde daran ist, in welchem Ausma&szlig; das westliche Kapital davon profitiert.<\/em><br>\n<em>Apple realisiert in zunehmendem Ma&szlig;e die Kritik im eigenen Land, indem der Konzern z.B. &ldquo;aufkl&auml;rende&rdquo; Filme zu den Produktionsbedingungen in China erlaubt (siehe Link oben). Noch mehr Sorge bereitet Apple, dass sich die US-B&uuml;rger allm&auml;hlich fragen, warum das reichste Unternehmen der Welt in China produziert und nicht in den USA. Apple hat deshalb eine Studie veranlasst, die Apple die Schaffung von einer halben Million Jobs in den USA bescheinigt. Leider haben deutsche Medien, wie <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/unternehmen\/0,1518,819051,00.html\">der Spiegel<\/a> oder auch die FTD im Gegensatz zur NYT diese Botschaft recht unkritisch &uuml;bernommen. Es lohnt sich, sich die Website von <a href=\"http:\/\/www.apple.com\/about\/job-creation\/\">Apple n&auml;her anzuschauen<\/a>.<\/em><br>\n<em>Da steht zun&auml;chst einmal die wunderbare Zahl von 514.000 US-Jobs. Doch halt, kleingedruckt steht zwar &ldquo;created&rdquo;, aber eben auch  &ldquo;supported by Apple&rdquo; &ndash; also mit Hilfe von Apple.  Die Studie ist ein Versuch zu zeigen, dass Apples Beitrag f&uuml;r den amerikanischen Arbeitsmarkt weit &uuml;ber den 47.000 Arbeitnehmern liegt, welche direkt bei Apple besch&auml;ftigt sind &ndash; wobei selbst die Mehrheit dieser Arbeitspl&auml;tze in den Apple Stores, um genau zu sein 27.350, gewerkschaftlich nicht organisiert sind und zum Niedriglohnsektor geh&ouml;ren. Der Rest wird &uuml;ber einen &ldquo;Besch&auml;ftigungsmultiplikator&rdquo; errechnet, den das Bureau of Economic Analysis der Bundesregierung entwickelt hat. So wird versucht zu errechnen, wie viel zus&auml;tzliche Besch&auml;ftigung generiert wird, um die Vorprodukte von Apple zu entwickeln, zu produzieren und zu verteilen (Transport). Nur,  wie pr&auml;zise ist solch ein Multiplikator? Als das Congressional Budget Office den fiskalischen Impuls der Bundesregierung von 2009 errechnen wollte, kamen Sch&auml;tzungen zwischen 1,4 Millionen und 8,4 Millionen Jobs heraus. David Autor vom MIT meint gar, dass die behauptete direkte und indirekte Schaffung von Besch&auml;ftigung &ldquo;disreputable&rdquo; (anr&uuml;chig) sei, da die meisten Arbeiter, welche Apple sich als Verdienst anrechne, sonst an anderer Stelle eingesetzt w&uuml;rden. Peter Cappelli, Managementprofessor bei der  Wharton School (University of Pennsylvania), meint, dass Apple wie jedes andere gro&szlig;e Unternehmen eine gro&szlig;e gesamtwirtschaftliche Bedeutung habe, aber &ldquo;<a href=\"http:\/\/www.nytimes.com\/2012\/03\/05\/technology\/apple-study-on-job-creation-spurs-an-economic-debate.html\">wenn sie sagen, &lsquo;falls es Apple nicht g&auml;be, h&auml;tten diese Leute keinen Job&rsquo;, ist das nicht wahr<\/a>&ldquo;. <\/em><br>\n<em>Der obige Artikel f&auml;llt gegen Ende etwas ab. Es wird behauptet, die anspruchsvolle chinesische Jugend w&uuml;rde die L&ouml;hne bald auf Westniveau treiben. Von kommenden Lohnsteigerungen wird bereits seit 20 Jahren gesprochen. Sie sind in Vergleich zur japanischen oder koreanischen Entwicklung recht k&auml;rglich ausgefallen und zuletzt f&uuml;r die Chinesen selbst der Inflation zum Opfer gefallen. Foxconn z.B. plant zusammen mit der chinesischen Regierung die Verlagerung von st&auml;rker automatisierter Produktion in das Hinterland, wo die L&ouml;hne noch mit Vietnam oder Bangladesch konkurrieren k&ouml;nnen. Dass die Kunden von Apple bei jedem Preis mitgehen w&uuml;rden, auch wenn das iPad2 zum in den USA zum landes&uuml;blichen Lohn hergestellt w&uuml;rde, und immer noch Produkte &ldquo;made in china&rdquo; kaufen w&uuml;rde, ist ein abstruser Gedanke. Gerade dann k&ouml;nnte Apple ja auch in den USA produzieren. Da sei aber die Konkurrenz bevor.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Israel und &Auml;gypten<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>&Auml;gypten\/Israel: Den Hahn zugedreht<\/strong><br>\nOhne jede Vorwarnung teilte &Auml;gyptens staatlicher Gaskonzern in einer d&uuml;rren Verlautbarung mit, man habe den 2005 geschlossenen Liefervertrag mit Israel beendet. Damit ist das gr&ouml;&szlig;te Gesch&auml;ft aller Zeiten zwischen den beiden ungleichen Nachbarn von einem auf den anderen Tag zu einem vorzeitigen und abrupten Ende gekommen. Offiziell erkl&auml;rte Kairo, der Schritt sei durch Streitigkeiten &uuml;ber Schadenersatz f&uuml;r die immer wieder von Attent&auml;tern sabotierte Sinai-Pipeline ausgel&ouml;st worden. Gleichzeitig belegt er aber auch die wachsende politische Zerr&uuml;ttung zwischen &Auml;gypten und Israel, die seit Camp David 1979 durch einen Friedensvertrag miteinander verbunden sind. F&uuml;r viele &Auml;gypter n&auml;mlich ist das 2005 geschlossene Energieabkommen der Inbegriff der Leisetreterin des Mubarak-Regimes gegen&uuml;ber Israel und den Vereinigten Staaten. Zu Zeiten des allm&auml;chtigen Langzeit-Potentaten wagte niemand, dagegen zu opponieren. Seit der Revolution jedoch treten die Ressentiments gegen Israel offen zutage.  Die &auml;gyptische &Ouml;ffentlichkeit reibt sich vor allem daran, dass Israel das Gas angeblich deutlich unter Weltmarktpreisen bezieht, was Jerusalem bestreitet. Zudem ermittelte das renommierte PEW-Institut aus Washington in einer Umfrage, die Mehrheit des &auml;gyptischen Volkes wolle den Friedensvertrag von Camp David nicht weiterf&uuml;hren. Vor vier Wochen verabschiedete das von Islamisten dominierte Parlament in Kairo nahezu einstimmig eine Resolution, welche die Ausweisung des israelischen Botschafters forderte und den Abbruch der diplomatischen Beziehungen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/aegypten-israel-den-hahn-zugedreht\/6545900.html\">Tagesspiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> &Ouml;konomisch scheint f&uuml;r Israel daraus kein Problem zu erwachsen. Ist doch die Gaszufuhr seit 6 Monaten wegen regelm&auml;&szlig;iger Anschl&auml;ge auf die Leitung gestoppt.<\/em><\/p>\n<p><strong>Dazu:<\/strong><\/p><\/li>\n<li><strong>Israel und &Auml;gypten: Ein Land z&auml;unt sich ein<\/strong><br>\nZum Schutz vor Fl&uuml;chtlingen, Schmugglern und Terroristen errichtet Israel eine 240 Kilometer lange Barriere an der Grenze zu &Auml;gypten. Jeden Tag w&auml;chst das Unget&uuml;m aus Stahl um bis zu 800 Meter.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/ausland\/israel-und-aegypten-ein-land-zaeunt-sich-ein-11720188.html\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Bevor wir in die &uuml;bliche Emp&ouml;rungsrhetorik verfallen, sollten wir kurz innehalten. Mauern sind unsch&ouml;n, aber Israel hat die Anschl&auml;ge auf die B&uuml;rger seines Landes stoppen k&ouml;nnen. Eine andere Frage ist, ob eine kl&uuml;gere israelische Politik nicht dieses &uuml;bergro&szlig;e arabische Feindbild Israel und damit so manche Mauer h&auml;tte verhindern k&ouml;nnen. Im &Uuml;brigen gibt es Mauern und Grenzz&auml;une zu Hauf in der Welt: USA\/Mexiko, T&uuml;rkei\/Griechenland, Indien\/Myanmar und nat&uuml;rlich auch im Kleinen. Z.B. in Kairo, auch wenn Demonstranten in Kairo eine hinter dem Tahrirplatz errichtete Mauer <a href=\"http:\/\/derstandard.at\/1333185020421\/Gross-im-Bild-Das-Ende-der-Mauer-von-Kairo\">niedergerissen haben<\/a>, weitere sechs bestehen immer noch. Selbst die EU, die neueste Initiative geht von Deutschland und Frankreich aus, arbeitet daran, das Schengen-Abkommen zu revidieren. In Notf&auml;llen sollen f&uuml;r einen Zeitraum von bis zu drei&szlig;ig Tagen Grenzkontrollen erlaubt sein. Diese Notf&auml;lle richten sich vor allem gegen Griechenland und Italien, wenn sie die EU-Au&szlig;engrenzen gegen illegale Einwanderer nicht im Sinne der Nordstaaten ausreichend sichern k&ouml;nnen. Europa demonstriert in der Fl&uuml;chtlingsfrage nationalen Egoismus und appelliert an die <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/meinung\/schengen-abkommen-politik-der-schlagbaeume\/6537276.html\">niedrigen Instinkte der W&auml;hler<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Zu guter Letzt: Glosse: Schock! &ndash; 90 Prozent der Deutschen nicht integriert!?<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.s-o-z.de\/?p=68019\">Saarl&auml;ndische Online Zeitung<\/a>\n<p><a href=\"\/upload\/bilder\/120425_harm_bengen.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"\/upload\/bilder\/120425_harm_bengen_small.jpg\" alt=\"\"><\/a><\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.harmbengen.de\/Zeitungscartoons.html\">Harm Bengen<\/a><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;Mehr&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (WL)<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-12976","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/12976","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=12976"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/12976\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":12980,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/12976\/revisions\/12980"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=12976"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=12976"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=12976"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}